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DE10213027A1 - Verfahren zur Reinigung von Apparaten, in welchen (Meth)acrylsäure enthaltende organische Lösungsmittel behandelt und/oder erzeugt werden - Google Patents

Verfahren zur Reinigung von Apparaten, in welchen (Meth)acrylsäure enthaltende organische Lösungsmittel behandelt und/oder erzeugt werden

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Publication number
DE10213027A1
DE10213027A1 DE2002113027 DE10213027A DE10213027A1 DE 10213027 A1 DE10213027 A1 DE 10213027A1 DE 2002113027 DE2002113027 DE 2002113027 DE 10213027 A DE10213027 A DE 10213027A DE 10213027 A1 DE10213027 A1 DE 10213027A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acrylic acid
meth
column
aqueous solution
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2002113027
Other languages
English (en)
Inventor
Heiko Arnold
Rainer Askani
Ulrich Hammon
John Pauwels
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BASF SE
Original Assignee
BASF SE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BASF SE filed Critical BASF SE
Priority to DE2002113027 priority Critical patent/DE10213027A1/de
Publication of DE10213027A1 publication Critical patent/DE10213027A1/de
Priority to CN 03120905 priority patent/CN1448226A/zh
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B08CLEANING
    • B08BCLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
    • B08B9/00Cleaning hollow articles by methods or apparatus specially adapted thereto
    • B08B9/08Cleaning containers, e.g. tanks
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B08CLEANING
    • B08BCLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
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    • B08B9/02Cleaning pipes or tubes or systems of pipes or tubes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
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Abstract

Ein Verfahren zur Reinigung von Apparaten, in welchen (Meth)acrylsäure enthaltende organische Lösungsmittel behandelt und/oder erzeugt wurden, bei dem man den Apparat zunächst mit (Meth)acrylsäure, danach mit Wasser und anschließend mit der wäßrigen Lösung eines basischen Salzes spült.

Description

  • Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reinigung von Apparaten, in welchen (Meth)acrylsäure enthaltende organische Lösungsmittel behandelt und/oder erzeugt wurden, bei dem man den Apparat mit der wäßrigen Lösung eines basischen Salzes und mit Wasser spült.
  • (Meth)acrylsäure wird in dieser Schrift als verkürzte Schreibweise verwendet und steht für Acrylsäure oder Methacrylsäure.
  • (Meth)acrylsäure, entweder für sich oder in Form ihrer Ester, ist insbesondere zur Herstellung von Polymerisaten für die verschiedensten Anwendungsgebiete, z. B. Verwendung als Klebstoffe, von Bedeutung.
  • (Meth)acrylsäure selbst ist vornehmlich durch heterogen katalysierte Gasphasenoxidation von Alkanen, Alkanolen, Alkenen oder Alkenalen erhältlich, die 3 bzw. 4 C-Atome enthalten. Besonders vorteilhaft ist (Meth)acrylsäure z. B. durch katalytische Gasphasenoxidation von Propan, Propen, Acrolein, tert.-Butanol, iso- Buten, iso-Butan, iso-Butyraldehyd oder Methacrolein erhältlich.
  • Als Ausgangsverbindungen sind aber auch solche denkbar, aus welchen sich die eigentliche C3-/C4-Ausgangsverbindung während der Gasphasenoxidation erst intermediär bildet. Beispielhaft genannt sei der Methylether des tert.-Butanols.
  • Dabei werden diese Ausgangsgase, in der Regel mit inerten Gasen wie Stickstoff, CO2, gesättigten Kohlenwasserstoffen und/oder Wasserdampf verdünnt, im Gemisch mit Sauerstoff bei erhöhten Temperaturen (üblicherweise 200 bis 400°C) sowie gegebenenfalls erhöhtem Druck über übergangsmetallische (z. B. Mo, V, W und/oder Fe enthaltende) Mischoxidkatalysatoren geleitet und oxidativ in (Meth)acrylsäure umgewandelt (vgl. z. B. DE-A 44 05 059, EP-A 253409, EP-A 92097, DE-A 44 31 957 und DE-A 44 31 949).
  • Aufgrund zahlreicher im Verlauf der katalytischen Gasphasenoxidation erfolgender Parallel- und Folgereaktionen sowie aufgrund der mitzuverwendenden inerten Verdünnungsgase wird bei der katalytischen Gasphasenoxidation jedoch keine reine (Meth)acrylsäure, sondern ein Reaktionsgasgemisch erhalten, das im wesentlichen (Meth)acrylsäure, die inerten Verdünnungsgase und Nebenprodukte enthält, aus welchem die (Meth)acrylsäure abgetrennt werden muß.
  • Üblicherweise erfolgt die Abtrennung der (Meth)acrylsäure über absorptive, extraktive, desorptive und/oder rektifikative Trennverfahren unter Mitverwendung organischer Lösungsmittel in unterschiedlichsten Apparaten.
  • In der Regel wird die gebildete (Meth)acrylsäure aus dem Reaktionsgasgemisch der Gasphasenoxidation, gegebenenfalls nach indirekter und/oder direkter Kühlung mit einem gegebenenfalls organischen Lösungsmittel, zunächst in ein geeignetes Absorptionsmittel (z. B. Wasser oder ein, bevorzugt hochsiedendes, organisches Lösungsmittel) absorbiert. Durch desorptive, extraktive und/oder rektifikative Auftrennung des Absorbats wird dann üblicherweise eine (Meth)acrylsäure hoher Reinheit erhalten.
  • Die DE-A 44 36 243 betrifft beispielsweise ein Verfahren zur 1 Abtrennung von (Meth)acrylsäure aus dem Reaktionsgasgemisch der katalytischen Gasphasenoxidation durch Gegenstromabsorption mit einer hochsiedenden inerten organischen Flüssigkeit, bei dem man das Reaktionsgasgemisch in einer Absorptionskolonne zu der absteigenden hochsiedenden inerten hydrophoben organischen Flüssigkeit im Gegenstrom führt, dem in der Absorptionskolonne in natürlicher Weise erfolgenden Absorptionsprozeß einen Rektifikationsprozeß überlagert, indem man der Absorptionskolonne eine über ihre, aufgrund ihres Kontaktes mit der Umgebungstemperatur erfolgende, natürliche Energieabgabe hinausgehende Energiemenge entzieht und aus dem (Meth)acrylsäure und das Absorptionsmittel (Absorgens) als Hauptbestandteile enthaltenden Flüssigkeitsablauf der Absorptionskolonne (Absorbat) die (Meth)acrylsäure über Kopf rektifikativ abtrennt.
  • Als hochsiedende inerte hydrophobe organische Flüssigkeit (Absorbens) bevorzugt die DE-A 44 36 243 dabei alle diejenigen organischen Flüssigkeiten, deren Siedepunkt bei Normaldruck (1 atm) oberhalb der Siedetemperatur der (Meth)acrylsäure liegt und die zu wenigstens 70 Gew.-% aus solchen Molekülen bestehen, die keine nach außen wirkende polare Gruppe enthalten und somit beispielsweise nicht in der Lage sind, Wasserstoffbrücken zu bilden.
  • Die EP-A 117146 betrifft ein Verfahren zur Abtrennung von Acrylsäure aus dem Reaktionsgasgemisch der katalytischen Gasphasenoxidation durch Absorbieren der Acrylsäure in einer mit Wasser betriebenen Absorptionskolonne. Durch Extraktion mit Ethylacetat wird die Acrylsäure aus dem Flüssigkeitsablauf abgetrennt und aus dem Extrakt Acrylsäure über Sumpf rektifikativ gewonnen.
  • Die DE-A 196 06 877 offenbart, das aus der Gasphasenoxidation von Propen und/oder Propan kommende, Acrylsäure enthaltende, Reaktionsgasgemisch durch Teilverdampfen eines hochsiedenden organischen Lösungsmittels in einem Direktkondensator K9 zunächst zu kühlen. Hierbei kondensieren die schwersiedenden Nebenkomponenten des Reaktionsgasgemisches in das nicht verdampfte Lösungsmittel. Ein Teilstrom aus dem Direktkondensator (Quench) K9 wird einer Lösungsmitteldestillation unterzogen, wobei das Lösungsmittel überdestilliert wird und die schwersiedenden Nebenkomponenten zurückbleiben. Letztere können weiter eingedickt und entsorgt, z. B. verbrannt werden.
  • Eine Kolonne K10, bei der es sich vorzugsweise um eine Ventilboden-Kolonne bzw. um eine Kombination aus Ventilböden (oben) und wenigen Dual-Flow-Boden (im untersten Bereich der Kolonne) handelt, wird von oben mit demselben Lösungsmittel beaufschlagt, während das in K9 verdampfte Lösungsmittel und das gasförmige Reaktionsprodukt von unten in die Kolonne K10 eingeleitet und anschließend auf Absorptionstemperatur abgekühlt werden. Die Abkühlung erfolgt zweckmäßig durch der Absorptionskolonne entnommenen Rücklauf, der externe Kühlkreise durchläuft. Nachdem der Reaktionsgasstrom auf die Absorptionstemperatur abgekühlt ist, erfolgt die eigentliche Absorption. Dabei werden die im Reaktionsgas enthaltene Acrylsäure sowie ein Teil der leichtsiedenden Nebenkomponenten absorbiert. Das nicht absorbierte, verbleibende Reaktionsgas wird weiter abgekühlt, um darin enthaltene, vergleichsweise schwer kondensierbare Nebenkomponenten sowie enthaltenen Wasserdampf zu kondensieren und als Sauerwasser abzutrennen. Der dann noch verbleibende Gasstrom wird vorteilhaft teilweise entsorgt und teilweise (Kreisgas) als Verdünnungsgas in die Gasphasenoxidation rückgeführt oder zum Strippen verwendet. Aus dem Sumpf der Kolonne K10 wird das mit Acrylsäure und Nebenkomponenten beladene Lösungsmittel abgezogen und einer Desorptionskolonne K20 zugeführt.
  • In der Desorptionskolonne K20 wird der größte Teil der Leichtsieder mit einem Teil des Kreisgases aus dem beladenen Lösungsmittel gestrippt. Da hierbei auch größere Mengen an Acrylsäure mitgestrippt werden, wird dieser Strom in zweckmäßiger Weise wieder in den Direktkondensator K9 rezirkuliert oder dem unteren Teil der Kolonne K10 unterhalb des Frischlösungsmittelzulaufs zugeführt.
  • Zur Erhöhung der Desorptionsleistung der Kolonne K20 werden die Leichtsieder, die im als Strippgas verwendeten Kreisgas enthalten sind, vor dessen Eintritt in die K20 entfernt. Verfahrenstechnisch vorteilhaft erfolgt dies dadurch, daß das Strippgas mit aufgearbeitetem Lösungsmittel aus der unten näher beschriebenen Kolonne K30 in einer Gegenstromwaschkolonne K19 gereinigt wird.
  • Im nächsten Verfahrensschritt wird aus dem Sumpf der Desorptionskolonne K20 ein nahezu leichtsiederfreier, mit Acrylsäure beladener Lösungsmittelstrom abgezogen und der Destillationskolonne K30, bei der es sich bevorzugt um eine Siebbodenkolonne handelt, zugeführt. In den Sumpf der Kolonne K30 kondensiert das schwersiedende Lösungsmittel und Nebenkomponenten wie z. B. Maleinsäureanhydrid. Um zu vermeiden, daß die am Kopf der Kolonne K30 abgezogene Acrylsäure noch nennenswerte Mengen an leichtsiedenden Komponenten enthält, reduziert man diesen Leichtsiederanteil zweckmäßigerweise dadurch, daß man den Auftriebsteil der Kolonne K30 soweit verlängert, daß die Acrylsäure als Seitenabzug aus der Kolonne abgezogen werden kann. Der am Kopf der Kolonne K30 abgezogene leichtsiederreiche Strom wird, da er noch Acrylsäure enthält, vorteilhaft wieder in die Absorptionskolonne K10 rückgeführt. Das aus dem Sumpf der Rektifikationskolonne K30 abgezogene, an Leichtsiedern und an Acrylsäure im wesentlichen freie Lösungsmittel wird zum überwiegenden Teil der Gegenstromwaschkolonne K19 zugeführt, um, wie bereits weiter oben erwähnt, die Leichtsieder aus dem Strippgasstrom, der in die Desorptionskolonne K20 führt, zu waschen. Anschließend wird das nahezu an Acrylsäure freie Lösungsmittel, bis auf einen kleinen Teilstrom, wieder der Absorptionskolonne K10 zugeführt. Mit dem kleinen Teilstrom des nahezu an Acrylsäure freien Lösungsmittels wird das Sauerwasser, das noch Acrylsäure gelöst enthält, extraktiv behandelt. Bei dieser Sauerwasser-Extraktion wird ein Teil der Acrylsäure aus dem Sauerwasser zurückgewonnen, während gleichzeitig das Sauerwasser alle polaren Komponenten aus dem Lösungsmittelteilstrom extrahiert. Das dabei verbleibende Sauerwasser kann vorverdampft und anschließend verbrannt werden.
  • Diese Verfahrensweise der DE-A 196 06 877 soll im weiteren Verlauf dieser Schrift als Acrylsäure-Standardabtrennung bezeichnet werden (im Rahmen dieser Standardabtrennung können alle verwendeten Kolonnen auch Dual-Flow-Bodenkolonnen sein.) Als hochsiedende organische Lösungsmittel eignen sich für die Acrylsäure-Standardabtrennung vor allem Gemische aus Diphenylether (70 bis 75 Gew.-%) und Diphenyl (25 bis 30 Gew.-%). Eine in diesem Verfahren besonders günstige hochsiedende hydrophobe organische Absorptionsflüssigkeit ist ein Gemisch, bestehend aus einer Mischung aus 70 bis 75 Gew.-% Diphenylether und 25 bis 30 Gew.-% Diphenyl, sowie, bezogen auf diese Mischung, 0,1 bis 25 Gew.-% o-Dimethylphthalat. Prinzipiell können aber auch alle anderen in der EP-A 722926 empfohlenen hochsiedenden organischen Flüssigkeiten angewendet werden.
  • Sowohl der beschriebenen Acrylsäure-Standardabtrennung als auch den anderen in dieser Schrift zitierten oder in den Schriften DE-A 198 10 962, EP-A 1125912, EP-A 722926, DE-A 43 08 087, EP-A 297445, DE-A 21 36 396, EP-A 982288, EP-A 982289 und EP-A 982287 beschriebenen (Meth)acrylsäureabtrennungen aus den Produktgasgemischen der Gasphasenoxidation ist gemein, daß in ihrem Verlauf (Meth)acrylsäure enthaltende organische Lösungsmittel in Apparaten behandelt und/oder erzeugt (z. B. durch die Absorption der (Meth)acrylsäure aus der Gasphase in ein organisches Lösungsmittel) werden.
  • Bei diesen Apparaten handelt es sich insbesondere um Rektifikationskolonnen, Absorptionskolonnen, Desorptionskolonnen und Extraktionskolonnen. Als solche Kolonnen werden üblicherweise ganz generell Kolonnen mit unterschiedlichsten Einbauten verwendet. Solche Einbauten sind z. B. Böden(wie Dual-Flow-Böden, Siebböden, Ventilböden, Thormann-Böden, Tunnelböden und/oder Glockenböden), Packungen, Raschig Ringe und/oder Pallringe.
  • Es kann sich aber auch um ganz andere Apparate, wie z. B. Verdampfer, handeln, wie sie für die thermischen Trennverfahren unverzichtbar und z. B. in der EP-A 854120 beschrieben sind, oder um Kondensatoren oder Mischvorrichtungen.
  • Von Nachteil ist nun, daß (Meth)acrylsäure selbst im Beisein von Polymerisationsinhibitoren wie z. B. N-Oxyl Radikalen, Phenothiazin, Monomethylether des Hydrochinons, Hydrochinon, etc. insbesondere in flüssiger Phase befindlich eine ausgeprägte Polymerisationsneigung aufweist. Diese macht sich vor allem bei den thermischen Trennverfahren nachteilig bemerkbar, bei denen die (Meth)acrylsäuremonomeren vergleichsweise hohen Temperaturbelastungen ausgesetzt sind.
  • Im Ergebnis kommt es daher in Apparaten, in welchen (Meth)acrylsäure enthaltende organische Lösungsmittel behandelt odet erzeugt werden, im Lauf der Zeit zur Bildung von unerwünschtem Belag, der aus Polymerisat und anderen Foulingfeststoffen besteht und im Extremfall die Apparate verstopfen und ihre Durchlässigkeit bzw. ihr Wärmeübertragungsvermögen zu mindern vermag.
  • Es ist deshalb von Zeit zu Zeit erforderlich, die vorstehend beschriebenen Apparate zu entleeren und zu reinigen.
  • Aus der DE-A 197 46 688, der DE-A 195 36 179 und der EP-A 1033359 sind solche Reinigungsverfahren bekannt. Sie bestehen darin, daß man den entleerten Apparat gegebenenfalls zunächst mit Wasser und anschließend mit der wässrigen Lösung eines basischen Salzes behandelt. Bei letzterem Schritt löst sich das gebildete Polymerisat/Fouling und die resultierende wässrige Lösung kann entsorgt werden.
  • Die Lösung der vorgenannten Entsorgungsfrage ist dabei nicht trivial. Da die wässrige Lösung salzhaltig ist, entstünde im Rahmen ihrer Verbrennung Rauch (salzhaltiges Abgas).
  • Ein Abbau der organischen Fracht der zu entsorgenden wässrigen Lösung durch aerobe (Sauerstoff atmende) Mikroorganismen (z. B. in einer Kläranlage) wäre daher wünschenswert. In der Regel ist dies jedoch mit Schwierigkeiten verbunden, da die organische Fracht der relevanten wässrigen Lösung für einen bakteriellen Abbau häufig zu hoch ist.
  • Ausführliche Untersuchungen ergaben, daß dies unter anderem auch darauf zurückzuführen ist, daß die Polymerisat-/Foulingschicht, von der die Apparateoberflächen gereinigt werden müssen, noch Lösungsmittel absorbiert und/oder adsorbiert enthält, weshalb die relevante wässrige Lösung im Normalfall nicht nur mit gelöstem Polymerisat/Fouling sondern auch mit dem organischen Lösungsmittel belastet ist. Dies gilt um so mehr dann, wenn die Apparate Toträume aufweisen, in welchen beim Leerlaufen organisches Lösungsmittel verbleiben und beim nachfolgenden Spülen in die wässrige Spüllösung gelangen kann. Letztlich resultieren aus vorgenanntem Sachverhalt auch Lösungsmittelverluste.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung bestand daher darin, ein verbessertes Reinigungsverfahren zur Verfügung zu stellen, das den geschilderten Problemen wenigstens teilweise abhilft.
  • Demgemäß wurde ein Verfahren zur Reinigung von Apparaten, in welchen (Meth)acrylsäure enthaltende organische Lösungsmittel behandelt und/oder erzeugt wurden, bei dem man den Apparat mit der wässrigen Lösung eines basischen Salzes und mit Wasser spült, gefunden, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man den Apparat
    • - zunächst mit (Meth)acrylsäure,
    • - danach mit Wasser und
    • - anschließend mit der wässrigen Lösung eines basischen Salzes
    spült.
  • Unter der zum Spülen zu verwendenden (Meth)acrylsäure soll dabei (Meth)acrylsäure verstanden werden, deren Reinheit ≥ 80 Gew.-% beträgt, d. h., die zu wenigstens 80% ihres Gewichtes aus (Meth)acrylsäure besteht. Vorzugsweise besteht die erfindungsgemäß zu verwendende (Meth)acrylsäure wenigstens zu 85%, besonders bevorzugt zu wenigstens 90%, häufig zu wenigstens 95%, vielfach zu wenigstens 98% und teilweise zu wenigstens 99% ihres Gewichtes aus (Meth)acrylsäure. Im übrigen kann sie z. B. zu ihrer Abtrennung verwendetes Lösungsmittel, Wasser, Nebenkomponenten etc. enthalten. Selbstverständlich wird die (Meth)acrylsäure beim erfindungsgemäßen Verfahren polymerisationsinhibiert (z. B. mit Phenothiazin versetzt) eingesetzt (in der Regel 50 bis 1000 Gew.-ppm Polymerisationsinhibitor enthaltend).
  • Normalerweise enthält die zum Spülen zu verwendende (Meth)acrylsäure weniger organisches Lösungsmittel als die (Meth)acrylsäure enthaltenden organischen Lösungsmittel, die in den zu reinigenden Apparaten behandelt und/oder erzeugt wurden. D. h., in der Regel enthält die zum Spülen zu verwendende (Meth)acrylsäure weniger als 15% bzw. weniger als 10%, bevorzugt weniger als 8%, besonders bevorzugt weniger als 5%, ganz besonders bevorzugt weniger als 3% und am Besten weniger als 1% ihres Gewichtes an von (Meth)acrylsäure verschiedenen organischen Verbindungen.
  • Bei dem organischen Lösungsmittel kann es sich beim erfindungsgemäßen Verfahren insbesondere um hochsiedende inerte hydrophobe organische Absorptionsflüssigkeiten handeln, wie sie in der DE-A 21 36 396 und in der DE-A 43 08 087 empfohlen werden. Dies sind im wesentlichen Flüssigkeiten, deren Siedepunkt bei Normaldruck oberhalb von 160°C liegt. Beispielhaft genannt seien Mittelölfraktionen aus der Paraffindestillation, Diphenylether, Diphenyl, oder Mischungen der vorgenannten Flüssigkeiten wie z. B. ein Gemisch aus 70 bis 75 Gew.-% Diphenylether und 25 bis 30 Gew.-% Diphenyl. Günstig ist die Verwendung eines Gemisches bestehend aus einer Mischung aus 70 bis 75 Gew.-% Diphenylether und 25 bis 30 Gew.-% Diphenyl, sowie bezogen auf diese Mischung, 0,1 bis 25 Gew.-% o-Dimethylphthalat.
  • Der (Meth)acrylsäuregehalt des (Meth)acrylsäure enthaltenden organischen Lösungsmittels, wie es in den erfindungsgemäß zu reinigenden Apparaten behandelt oder erzeugt wurde, kann ≥ 5 Gew-%, oder ≥ 10 Gew-%, oder ≥ 25 Gew-%, oder ≥ 35 Gew-%, oder ³ 50 Gew-%, oder ≥ 65 Gew-%, oder ≥ 80 Gew-%, oder ≥ 90 Gew-%, oder ≥ 95 Gew-%, bezogen auf die Lösung, betragen. In der Regel liegt dieser Gehalt bei Werten ≤ 90 Gew.-%, bzw. ≤ 80 Gew.-% oder ≤ 65 Gew.-%.
  • Als erfindungsgemäß zu reinigende Apparate kommen alle in der Schrift bereits genannten Apparate in Betracht. Dies gilt insbesondere dann, wenn sie aus Edelstahl mit der Werkstoffnummer 1.4541 oder 1.4571 gefertigt wurden (vgl. Norm DIN EN 10020).
  • Die Behandlung in den Apparaten, die zur Polymerisatbildung führte, kann bei reduziertem Druck (z. B. 10 bis 100 mbar), erhöhtem Druck, Normaltemperatur, erhöhter Temperatur (z. B. 100 bis 250°C) oder unter sonstigen Bedingungen durchgeführt worden sein. Bezogen auf den Gehalt an (Meth)arcylsäure enthalten die behandelten, (Meth)acrylsäure enthaltenden, organischen Lösungsmittel meist 50 bis 1000 Gew. ppm Polymerisationsinhibitoren.
  • Als wässrige Lösung eines basischen Salzes kommen für das erfindungsgemäße Verfahren alle diejenigen in Betracht, die auch die DE-A 197 46 688, die DE-A 19 53 179 und die EP-A 1033359 empfehlen.
  • Das sind im besonderen wässrige Alkali- und/oder Erdalkalihydroxid- und/oder -oxidlösungen, vor allem die wässrigen Lösungen von NaOH, KOH und Ca(OH)2. In der Regel weist dabei die wässrige Lösung, bezogen auf ihr Gewicht, einen gelösten Salzgehalt von 0,01 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise von 0,5 bis 10 Gew.-% auf.
  • Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird der vorgenannten basischen wässrigen Alkalilösung im Verhältnis von > 0 : 1 bis 2 : 1 (Gewichtsverhältnis von Neutralsalz zu Hydroxid und/oder Oxid) ein im wesentlichen ph-neutrales (bezogen auf seine wässrige Lösung)Alkali- und/oder Erdalkalisalz zugesetzt. Hierfür eignen sich besonders die den genannten hydroxidischen/oxidischen Verbindungen entsprechenden Sulfate, Acetate, Oxalate, Carbonate, Hydrogensulfate, Hydrogencarbonate und/oder andere Salze. Durch einen solchen Zusatz läßt sich das Lösungsverhalten der wässrigen basischen Salzlösung für das erfindungsgemäße Verfahren weiter verbessern.
  • Die Temperaturen bei denen die erfindungsgemäßen Spülschritte durchgeführt werden, können im wesentlichen beliebig gewählt werden. Vielfach werden erhöhte Temperaturen angewendet, da das Lösevermögen aller zu verwendenden Spülmittel regelmäßig mit steigender Temperatur zunimmt. Die maximal angewandte Temperatur wird dabei im wesentlichen vom Siedepunkt der eingesetzten basischen Flüssigkeit bestimmt. Selbstredend können die erfindungsgemäß anzuwendenden Spülschritte bei Normaldruck, reduziertem Druck oder bei Überdruck durchgeführt werden. Bei Normaldruck liegt die optimale Einsatztemperatur für die wässrigen Alkali- und/oder Erdalkalihydroxidlösungen bei 80°C bis 115°C, vorzugsweise bei 90°C bis 110°C.
  • Handelt es sich bei dem erfindungsgemäß zu reinigenden Apparat um eine Kolonne, ist es in der Regel zweckmäßig, im Gegenstrom zur absteigend geführten Spülflüssigkeit ein Gas durch die Kolonne zu führen (z. B. Luft, oder Stickstoff oder Wasserdampf), um so Sprudelschichten in der ablaufenden Spülflüssigkeit zu erzeugen, die eine verbesserte Reinigungswirkung bedingen. Wird als im Gegenstrom durch die Kolonne geführtes Gas die Dampfphase der Spülflüssigkeit selbst verwendet (z. B. Wasserdampf), liegt die Einsatztemperatur der Spülflüssigkeit regelmäßig in ihrem Siedepunkt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann sowohl in regelmäßigen Zeitabständen wie auch nach Feststellung einer bestimmten Polymerisatbildung durchgeführt werden.
  • Nach Durchführung des erfindungsgemäßen Spülschrittes unter Anwendung der wässrigen Lösung eines basischen Salzes wird der zu reinigende Apparat normalerweise noch in fachmännischer Weise mit Wasser gespült werden.
  • Der Vorteil der erfindungsgemäßen Verfahrensweise liegt darin begründet, daß die organische Fracht der wässrigen Lösung eines basischen Salzes nach ausgeführter Spülung vergleichsweise gering ist, so daß sie unmittelbar zum Zwecke des aeroben Abbaus der organischen Fracht einer Kläranlage zugeführt werden kann.
  • Wird abschließend mit Wasser nachgespült, so kann das resultierende Waschwasser infolge seiner geringen organischen Fracht in der Regel sogar unmittelbar in die natürliche Umgebung abgegeben werden.
  • Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Verfahrensweise liegt darin begründet, daß die bei der Spülung mit (Meth)acrylsäure resultierende Spüllösung weiterverwendet werden kann. Beispielsweise kann sie bei der Acrylsäure-Standardabtrennung unterhalb der Zufuhr von frischem Absorptionsmittel in die Absorptionskolonne K10 rückgeführt werden. Auf diese Art und Weise werden Lösungsmittelverluste verringert. In entsprechender Weise kann das beim erfindungsgemäßen Verfahren vor der Spülung mit der wäßrigen Lösung eines basischen Salzes anfallende Waschwasser weiterverwendet werden.
  • Beispielsweise kann es bei der Acrylsäure-Standardabtrennung wohldosiert in den Sumpf der Absorptionskolonne K10 gegeben und Acrylsäureverluste werden. Diese Maßnahme hilft zusätzlich, Lösungsmittelverluste und Acrylsäureverluste zu vermeiden.
  • Die Vorteilhaftigkeit des erfindungsgemäßen Verfahrens wird u. a. darauf zurückgeführt, daß (Meth)acrylsäure insbesondere diejenigen organischen Lösungsmittel, die im Rahmen der Abtrennung von (Meth)acrylsäure aus dem Reaktionsgasgemisch der Gasphasenoxidation mitverwendet werden, ausgezeichnet aus gebildetem Polymerisat zu extrahieren vermag.
  • Beispiel
  • In einer Bodenkolonne (Material: ein Edelstahl mit der Werkstoffnummer 1.4571 entsprechend der Norm EN 10020) vom Typ K30 gemäß der Acrylsäure-Standardabtrennung mit 3,8 m Durchmesser und einer Länge von 32 m wurde aus dem wie nachfolgend beschrieben zusammengesetzten Acrylsäure enthaltenden organischen Lösungsmittel (Zuflußmenge = 114 Tonnen/h) über die Zulaufleitung der Kolonne Acrylsäure rektifikativ abgetrennt.
  • Die Lösung enthielt:
    17 Gew.-% Acrylsäure,
    0,02 Gew.-% Wasser,
    0,0015 Gew.-% Acrolein,
    0,0015 Gew.-% Acrylacrylat,
    0,01 Gew.-% Furfural,
    0,027 Gew.-% Essigsäure,
    0,2 Gew.-% Benzaldehyd,
    0,003 Gew.-% Propionsäure,
    0,032 Gew.-% Maleinsäureanhydrid,
    58 Gew.-% Diphyl,
    17,0 Gew.-% Dimethylphthalat,
    3 Gew.-% Acryloylpropionsäure und
    0,02 Gew.-% Phenothiazin.
  • Die Bodenkolonne enthielt 45 Dual-Flow-Böden (Material: ein Edelstahl mit der Werkstoffnummer 1.4571 entsprechend der Norm EN 10020). 37 Böden befanden sich oberhalb der Zulaufstelle und 8 Böden befanden sich unterhalb der Zulaufstelle des die Acrylsäure enthaltenden organischen Lösungsmittel. Die Dual-Flow-Böden oberhalb des Zulaufs wiesen Bohrlöcher des Durchmessers 25 mm und die Dual-Flow-Böden unterhalb des Zulaufs wiesen Bohrlöcher des Durchmessers 50 mm auf (jeweils innen gemessen). Die Acrylsäure haltige Flüssigkeit wurde in eine 99,6 gew.-%ige Acrylsäure, ein Gemisch aus den leichter als Acrylsäure siedenden Komponenten und ein Gemisch aus schwerer als Acrylsäure siedenden Komponenten, das weniger als 1,5 Gew.-% Acrylsäure enthielt, aufgetrennt. Der Abstand der Dual-Flow-Böden betrug über die gesamte Bodenkolonne homogen 400 mm. Die Temperatur am Kopf der Kolonne betrug 80°C, der Druck am Kolonnenkopf betrug 105 mbar und das Rücklaufverhältnis (m3 Rücklaufflüssigkeit zu m3 Flüssigkeitsentnahme) betrug 1,3. Die Temperatur am Sumpf der Kolonne betrug 193°C und der Druck am Kolonnensumpf lag bei 230 mbar. Der Rücklauf der Kolonne wurde mit Phenothiazin so stabilisiert, daß die über Seitenabzug (auf Boden 35, von unten gerechnet) entnommene 99,6 gew.-%ige Acrylsäure 250 Gew.-ppm PTZ enthielt. Das PTZ wurde in solchermaßen abgetrennter Acrylsäure gelöst (1,5 gew.-%ige Lösung) zugesetzt.
  • Nach einer Laufzeit von 31 Tagen wurde die Rektifikationskolonne abgeschaltet und entleert. Ebenso wurden die beiden außerhalb der Rektifikationskolonne befindlichen Rohrbündelwärmetauscher abgeschaltet und entleert. Es handelte sich um zwei Zwangsumlaufverdampfer mit einer Wärmeaustauschoberfläche von 1200 m2. Über sie wurde der Rektifikationskolonne die für die Rektifikation benötigte Energie zugeführt. Dazu wurde aus dem Sumpf der Rektifikationskolonne mittels zweier Pumpen Flüssigkeit (1400 m3/h) abgezogen und durch die Rohre der beiden Wärmetauscher in den unteren Bereich der Rektifikationskolonne mit einer Temperatur von 190°C rückgeführt. In den Rohren der Wärmetauscher befindlich wurde die abgezogene Sumpfflüssigkeit mittels außerhalb der Rohre befindlichem Wasserdampf der Temperatur 220°C und des Drucks von 20 bar beheizt. Weiterhin wurde der Luftwärmetauscher abgeschaltet und entleert, der eine Wärmeaustauschfläche von 4000 m2 aufwies und über den im wesentlichen an Acrylsäure freies Lösungsmittel aus der Kolonne K30 weggeführt (in der gleichen Menge/Zeiteinheit, in der der der Rektifikationskolonne zugeführte Flüssigkeitsstrom Lösungsmittel enthielt) und mittels atmosphärischer Luft gekühlt wurde. Vor den Luftwärmetauscher war ein weiterer Rohrbündelwärmetauscher mit einer Wärmeaustauschfläche von 400 m2 geschaltet.
  • Am oberen Bereich der Rektifikationskolonne befanden sich außerdem zwei in Serie geschaltete Spiralwärmetauscher, deren Wärmeaustauschfläche jeweils 60 m2 betrug und die mit Kühlwasser (30°C) bzw. Kaltwasser (16°C) unter Normaldruck gekühlt wurden. Sie dienten dem Zweck die über Seite entnommene Acrylsäure zu kühlen. Die zuletzt genannten Wärmetauscher wurden ebenfalls abgeschaltet und entleert.
  • Anschließend wurde Acrylsäure der Reinheit 99,7 Gew.-%, die mit 350 Gew.-ppm Phenothiazin inhibiert war und Umgebungstemperatur aufwies, in einer Menge von 70 Tonnen über den Rücklauf der Rektifikationskolonne in das vorgenannte Apparatesystem gegeben und in selbigem während 2 Stunden umgepumpt (die Wärmetauscher blieben kalt). Dann wurde die umgepumpte Acrylsäure in einen ersten Tank abgelassen, von dem aus sie später in eine vorgeschaltete Absorptionskolonne K10 unterhalb der Absorptionsmittelfrischzufuhr rückgeführt wurde.
  • Dann wurden dem beschriebenen Apparatesystem über den Rücklauf der Rektifikationskolonne 70 Tonnen Wasser zugeführt (mit Umgebungstemperatur) und in selbigem ebenfalls während 2 h umgepumpt (kalt). Dann wurde das Spülwasser in einen zweiten Tank entleert, von dem aus es später wohldosiert in den Sumpf der vorgeschalteten Absorptionskolonne K10 gegeben wurde.
  • Nachfolgend wurden dem beschriebenen Apparatesystem über den Rücklauf der Rektifikationskolonne 70 Tonnen einer 5 gew.-%igen wäßrigen Natronlauge zugeführt und 14 Stunden umgepumpt.
  • Danach wurde die Spüllauge abgelassen und einer Kläranlage zugeführt. Ihr Gesamtgehalt an organischem Kohlenstoff (TOC) betrug 5400 mg/l.
  • Danach wurde das Apparatesystem noch zwei Mal jeweils zwei Stunden mit je 70 Tonnen Wasser neutral gespült. Der Gesamtgehalt an organischem Kohlenstoff im ersten Spülwasser betrug 190 mg/l und der des zweiten Spülwassers betrug 25 mg/l.
  • Vergleichsbeispiel 1
  • Es wurde wie im Beispiel verfahren. Das entleerte Apparatesystem wurde jedoch unmittelbar mit den 70 Tonnen der 25 gew.-%igen wäßrigen Natronlauge gespült. Der Gesamtgehalt an organischem Kohlenstoff in der resultierenden wäßrigen Spüllauge lag bei 70 000 mg/l.
  • Vergleichsbeispiel 2
  • Es wurde wie im Beispiel verfahren. Die Spülung mit 70 Tonnen Acrylsäure wurde jedoch durch eine Spülung mit 70 Tonnen Wasser ersetzt.
  • Der Gesamtgehalt an organischem Kohlenstoff der so resultierenden wäßrigen Natronspüllauge lag bei 8000 mg/l.
  • Die Werte für das erste Neutralspülwasser bzw. das zweite Neutralspülwasser lagen bei 3000 mg/l bzw. bei 400 mg/l.

Claims (4)

1. Verfahren zur Reinigung von Apparaten, in welchen (Meth)acrylsäure enthaltende organische Lösungsmittel behandelt und/oder erzeugt wurden, bei dem man den Apparat mit der wäßrigen Lösung eines basischen Salzes und mit Wasser spült, dadurch gekennzeichnet, daß man den Apparat
zunächst mit (Meth)acrylsäure,
danach mit Wasser und
anschließend mit der wäßrigen Lösung eines basischen Salzes
spült.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Apparat eine Rektifikationskolonne, eine Absorptionskolonne, eine Desorptionskolonne und/oder eine Extraktionskolonne ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Apparat ein Verdampfer oder ein Wärmetauscher ist.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die wäßrige Lösung eines basischen Salzes eine wäßrige Lösung von KOH und/oder NaOH ist.
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