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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erstellen einer Sequenz aufgrund
zweier Volumendatensätze.
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Aus
der Literatur, wie z.B. aus Detlef Ruprecht, "Geometrische Deformationen als Werkzeug
in der graphischen Datenverarbeitung", Shaker Verlag 1995, Aachen, Seiten
146-149 ist es bekannt, aus zwei zweidimensionalen Bildern eines
Aufnahmeobjektes mittels deformierter Überblendung, z.B. dem "Morphing", eine Bildsequenz
herzustellen. Die Bildsequenz beginnt mit einem der Bilder, dem
Anfangsbild, und endet mit dem anderen Bild, dem Zielbild. Für die Bildsequenz
notwendige Zwischenbilder werden mittels Interpolationstechniken
aus dem Anfangs- und dem Zielbild erzeugt. Zunächst werden zueinander korrespondierende
Punktepaare des Anfangs- und des Zielbildes bestimmt. Mit den korrespondierenden
Punktepaaren wird eine Deformation des Anfangsbildes auf das Zielbild
und eine Deformation des Zielbildes auf das Anfangsbild berechnet. Die
Zwischenbilder werden mittels abgeschwächter Deformation berechnet.
Die Bildpunkte des Anfangs- bzw. des Zielbildes werden nur um einen
Teil der durch die Deformation bestimmten Strecke verschoben. Dadurch
erhält
man eine Serie von zunehmend stärker
deformierten Bildern, die aus dem Anfangsbild hervorgeht, und eine
Serie von zunehmend schwächer
deformierten Bildern, die zum Zielbild hinführt. Anschließend werden
beide Serien überblendet,
wodurch eine Serie von zweidimensionalen Bildern entsteht, die mit
dem Anfangsbild beginnt und dem Zielbild endet.
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Aus
Lerios, A.; Garfinkle, C.; Levoy, M.: Feature-Based Volume Metamorphosis.
Computer Graphics Proc., Siggraph '95, 1995, Seiten 449 bis 456 ist ein
Verfahren zum Überführen von
Bildern bekannt, welche unterschiedliche Objekte betreffen. Dabei
wird einem ersten Objekt ein erster Volumendatensatz und einem zweiten
Objekt ein zweiter Volumendatensatz zugeordnet. Zum schrittweisen Übergang
vom ersten zum zweiten Volumendatensatz werden korrespondierende
Zwischenvolumendatensätze überblendet
und damit Überblendvolumendatensätze hergestellt.
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Foley,
J.D.; et al.: Computer Graphics-Principles and Practice. Addison-Wesley,
1996, Seiten 1058 bis 1064 offenbart ein computergestütztes Animationsverfahren.
Dabei wird ein Bewegungsablauf durch Interpolation einzelner Bilder
eines bewegten Objekts dargestellt.
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Im
Rahmen einer medizinischen Follow-Up Studie werden beispielsweise
Aufnahmen einer Modalität
eines Patienten zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgenommen, um
z.B. Größe-, Lage-
und Formänderungen
von Gewebestrukturen des Patienten zu erkennen. Ein Beispiel einer
Follow-Up Studie ist die Beobachtung einer Tumorbehandlung des Patienten.
Vor und während
der Tumorbehandlung nimmt z.B. ein den Patienten behandelnder Arzt
mit einem Computertomographen Schichtbilder des Tumors auf und vergleicht
sie. Da durch die Schichtbilder kein räumlicher Eindruck entsteht,
ist eine Auswertung der Schichtbilder schwierig.
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Vor
einer Einführung
eines Herzkatheters kann eine CT-Aufnahme
des Herzens, in das der Herzkatheter eingeführt wird, hergestellt werden.
Die CT-Aufnahme wird während
des Einführens
des Herzkatheters mit EKG-getriggerten Röntgenaufnahmen des Herzens überblendet,
um die Position des Herzkatheters zu kontrollieren oder den Herzkatheter gezielt
relativ zur Anatomie des Herzens zu steuern. Durch die Kontraktion
bzw. Entspannung des Herzmuskels kann sich die Position des Katheters
relativ zur Anatomie des Herzens stark verändern, so dass es wünschenswert
wäre, die Überblendung
auch zu anderen als dem diskreten Zeitpunkt der CT-Aufnahme anzuzeigen,
um die Position des Katheters in Bezug auf die präoperativ
aufgenommene CT-Aufnahme zu jedem Zeitpunkt zu visuali sieren. Um
dies zu realisieren, müsste
vor dem Eingriff eine Sequenz von CT-Aufnahmen, die im Wesentlichen
den gesamten Zeitraum des Herzrhythmus abdeckt, aufgenommen werden.
Aufgrund einer zu hohen Röntgenstrahlenbelastung
für den
Patienten ist dies nicht realisierbar.
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Die
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren an- zugeben, mit
dessen Hilfe eine Bewegung des Herzens oder ein Wachstum eines Tumors mit
einer möglichst
geringen Röntgenstrahlenbelastung
darstellbar ist.
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Die
Aufgabe der Erfindung wird gelöst
durch ein Verfahren mit den Merkmalen der Ansprüche 1 und 2. Zweckmäßige Ausgestaltungen
ergeben sich aus den Merkmalen der Ansprüche 3 bis 11.
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Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren werden
zuerst der erste und zweite Satz von Deformationsvektoren bestimmt,
indem Volumenelemente des ersten Volumendatensatzes auf Volumenelemente
des zweiten Volumendatensatzes abgebildet werden. Mit den Sätzen von
Deformationsvektoren wird angegeben, in welcher Weise die durch
die beiden Volumendatensätze
abgebildeten Bildinformationen relativ zueinander verschoben sind.
Danach werden die beiden Sätze
von Zwischenvolumendatensätzen
erstellt. Abhängig
von der Größe der Deformationsfaktoren
Ai und Bi sind die
Bildinformationen der einzelnen Zwischenvolumendatensätze in Relation
zu dem entsprechenden Volumendatensatz verschieden stark verschoben.
Anschließend
wird der Satz von Überblendvolumendatensätze erstellt.
Da dieser außerdem
nach zunehmendem Deformationsfaktor Ai sortiert
ist, ergibt sich eine Sequenz von Volumendatensätzen, die mit dem ersten Volumendatensatz
beginnt, dann die nach steigendem Ai sortierten Überblendvolumendatensätze aufweist
und mit dem zweiten Volumendatensatz endet.
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Der
erste Satz von Deformationsvektoren kann gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung aufgrund folgender Verfahrensschritte bestimmt werden:
- – Manuelles
Bestimmen einzelner Volumenelementpaare, die jeweils ein Volumenelement
des ersten und des zweiten Volumendatensatzes umfassen, wobei das
jeweilige Volumenelement des ersten Volumendatensatzes auf das entsprechende
Volumenelement des zweiten Volumendatensatzes abgebildet wird,
- – Bestimmen
der den manuell ermittelten Volumenelementpaaren zugeordneten Deformationsvektoren,
und
- – Bestimmen
der restlichen Deformationsvektoren des ersten Satzes von Deformationsvektoren durch
geeignetes Interpolieren derjenigen Deformationsvektoren, die aufgrund
der manuell ermittelten Volumenelementpaare bestimmt werden.
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Die
Volumenelementpaare der beiden Volumendatensätze sind z.B. korrespondierende
Konturen, Oberflächen
oder markante Punkte der in den beiden Volumendatensätzen enthaltenen
Bildinformationen.
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Anstelle
des manuellen Bestimmens einzelner Volumenelementpaare kann nach
einer bevorzugten Variante der Erfindung der erste Satz von Deformationsvektoren
aufgrund folgender Verfahrensschritte bestimmt werden:
- – Analysieren
des ersten und des zweiten Volumendatensatzes mit Mitteln zur Mustererkennung,
- – aufgrund
der Analyse, Ermitteln von Volumenelementpaaren, die jeweils ein
Volumenelement des ersten und des zweiten Volumendatensatzes umfassen,
wobei das jeweilige Volumenelement des ersten Volumendatensatzes
auf das entsprechende Volumenelement des zweiten Volumendatensatzes
abgebildet wird, und
- – Bestimmen
der Deformationsvektoren des ersten Satzes von Deformationsvektoren
aufgrund der Analyse.
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Aufgrund
der Analyse mit den Mitteln zur Mustererkennung kann der erste Satz
von Deformationsvektoren automatisch ermittelt werden. Es ist aber
auch eine Mischung aus manueller Ermitt lung einzelner Deformationsvektoren
und Analyse der beiden Volumendatensätze möglich.
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Der
erste Satz von Deformationsvektoren kann gemäß einer weiteren bevorzugten
Ausführungsform
der Erfindung auch nach folgenden Verfahrensschritten bestimmt werden:
- – Bestimmen
eines ersten Gitters, das über
den ersten Volumendatensatz gelegt wird,
- – Verschieben
einzelner Gitterpunkte des ersten Gitters, bis der erste Volumendatensatz
möglichst gut
auf den zweiten Volumendatensatz abgebildet ist, und
- – basierend
auf der Verschiebung, Bestimmen der Deformationsvektoren des ersten
Satzes von Deformationsvektoren.
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Aufgrund
der Bestimmung des Gitters werden die Deformationsvektoren des ersten
Satzes von Deformationsvektoren automatisch in einem Vektorfeld
ermittelt.
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Der
zweite Satz von Deformationsvektoren wird gemäß Ausführungsformen der Erfindung
analog zu dem ersten Satz von Deformationsvektoren bestimmt.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
kann insbesondere in der Medizintechnik verwendet werden, wenn das
Aufnahmeobjekt gemäß einer
weiteren Variante der Erfindung ein Lebewesen ist. Dann kann nach
der Erfindung vorgesehen sein, dass der erste und der zweite Volumendatensatz
während
zwei verschiedenen Phasen des Herzschlages eines Patienten aufgenommen
werden. Wie in der Einleitung beschrieben, kann vor dem Anlegen
eines Herzkatheters eine CT-Aufnahme des Herzens, in das der Herzkatheter
eingeführt
wird, hergestellt werden. Die CT-Aufnahme wird während des Einführens des Herzkatheters
mit EKG-getriggerten Röntgenaufnahmen
des Herzens überblendet.
Da eine Aufnahme einer Sequenz von CT-Bildern, die im Wesentlichen den
gesamten Zeitraum des Herzrhythmus abdeckt, aufgrund einer zu hohen
Röntgenstrahlenbelastung für den Patienten
nicht reali sierbar ist, wird gemäß dem Stand
der Technik nur eine einzige CT-Aufnahme an einem definierten Zeitpunkt
des Herzschlagrhythmus vor dem Eingriff erstellt. Durch die Kontraktion
bzw. Entspannung des Herzmuskels verändert sich die Position des
Katheters relativ zur Anatomie des Herzens stark, so dass die Überblendung
in der Regel nur zu dem diskreten Zeitpunkt der CT-Aufnahme angezeigt
wird. Das erfindungsgemäße Verfahren
ermöglicht
jedoch, eine flüssige
Sequenz des Herzschlages während
eines gesamten Herzschlagrhythmus aufgrund weniger CT-Aufnahmen
zu erhalten. Vor dem Eingriff werden z.B. drei Volumendatensätze des
Herzens zu unterschiedlichen Zeitpunkten des Herzschlagrhythmus
beispielsweise mit einem Computertomographen aufgenommen. Um eine
flüssige
Sequenz von dem in der Regel gleichmäßig schlagenden Herzen zu erhalten,
werden drei Sätze von Überblendvolumendatensätze erstellt.
Ein Satz von Überblendvolumendatensätzen erlaubt
beispielsweise einen flüssigen Übergang
von dem ersten Volumendatensatz, der zu Beginn des Herzschlagrhythmus
angefertigt wurde, zu dem in Bezug auf den Herzschlagrhythmus später aufgenommenen
zweiten Volumendatensatz; ein weiterer Satz von Überblendvolumendatensätzen erlaubt
einen Übergang
von dem zweiten Volumendatensatz zu dem in Bezug auf den zweiten
Volumendatensatz später
aufgenommenen dritten Volumendatensatz; ein weiterer Satz von Überblendvolumendatensätzen erlaubt
schließlich
einen Übergang
von dem dritten Volumendatensatz zu dem ersten Volumendatensatz.
Somit kann der Herzschlag mittels weniger aufgenommener Volumendatensätze visuell
als Sequenz dargestellt werden.
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Gemäß der Erfindung
kann das Aufnahmeobjekt auch ein Tumor sein. Einem Arzt wird es
folglich ermöglicht,
das zeitliche Wachsen des Tumors aufgrund zweier oder weniger aufgenommener
Volumendatensätze
besser zu beobachten. Das Ergebnis einer durchgeführten Therapie
kann dadurch wesentlich einfacher beurteilt werden. Die Visualisierung
der Veränderung
des Tumors ist nicht auf ein Schichtbild beschränkt, da dreidimensionale Volumina
beobachtet werden, in denen mehr Information enthal ten sind. Mit
einem Surface Shaded Display (SSD) kann eine Darstellung von segmentierten
Oberflächen
und mit einer Virtual Rendering Technique (VRT) ein Durchblick durch
den Körper
visualisiert werden. Durch diese plastische Darstellung ist es dem
Arzt leichter möglich,
Veränderungen
des Tumors zu erkennen.
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Gemäß einer
weiteren Variante der Erfindung werden der erste und zweite Volumendatensatz mit
einem bildgebenden Gerät
des gleichen Typs oder mit demselben bildgebenden Gerät aufgenommen.
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Da
das erfindungsgemäße Verfahren
insbesondere in der Medizintechnik anwendbar ist, ist nach einer
weiteren Variante vorgesehen, dass das bildgebende Gerät ein medizintechnisches
Gerät ist.
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Ein
Ausführungsbeispiel
ist exemplarisch in den beigelegten schematischen Zeichnungen dargestellt.
Es zeigen:
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1 einen
Computertomographen,
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2 eine
Sequenz, und
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3 deformierte
Bildinhalte, die der in der 2 dargestellten
Sequenz zugeordnet sind.
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Die 1 zeigt
schematisch einen Computertomographen CT mit einer Röntgenstrahlenquelle 1,
von der ein pyramidenförmiges
Röntgenstrahlenbündel 2,
dessen Randstrahlen in der 1 strichpunktiert
dargestellt sind, ausgeht, das einen Patienten 3 durchsetzt
und auf einen Strahlungsdetektor 4 trifft. Die Röntgenstrahlenquelle 1 und
der Strahlungsdetektor 4 sind im Falle des vorliegenden
Ausführungsbeispiels
an einer ringförmigen
Gantry 5 einander gegenüberliegend
angeordnet. Die Gantry 5 ist bezüglich einer Systemachse 6,
welche durch den Mittelpunkt der ringförmigen Gantry 5 verläuft, an
einer in der 1 nicht dargestellten Halterungsvorrichtung
drehbar gelagert (vgl. Pfeil a).
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Der
Patient 3 liegt im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels
auf einem für
Röntgenstrahlung
transparenten Tisch 7, welcher mittels einer in der 1 ebenfalls
nicht dargestellten Tragevorrichtung längs der Systemachse 6 verschiebbar
gelagert ist (vgl. Pfeil b).
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Die
Röntgenstrahlenquelle 1 und
der Strahlungsdetektor 4 bilden somit ein Messsystem, das bezüglich der
Systemachse 6 drehbar und entlang der Systemachse 6 relativ
zum Patienten 3 verschiebbar ist, so dass der Patient 3 unter
verschiedenen Projektionswinkeln und verschiedenen Positionen bezüglich der
Systemachse 6 durchstrahlt werden kann. Während einer
Spiralabtastung dreht sich dieses Messsystem bezüglich der Systemachse 6 und
der Tisch 7 bewegt sich kontinuierlich in Richtung des
Pfeils b, d.h. das die Röntgenstrahlenquelle 1 und
den Strahlungsdetektor 4 umfassende Messsystem bewegt sich
relativ zum Patienten 3 kontinuierlich auf einer Spiralbahn
c so lange, bis der interessierende Bereich des Patienten 3 vollständig erfasst ist.
Aus den dabei auftretenden Ausgangssignalen des Strahlungsdetektors 4 bildet
ein Datenerfassungssystem 9 Messwerte, die einem Rechner 11 zugeführt werden.
Auf dem Rechner 11 läuft
ein dem Fachmann geläufiges
Rechnerprogramm, das aus den Messwerten einen Volumendatensatz von
dem interessierenden Bereich des Patienten 3 berechnet. Der
Volumendatensatz kann in einem Speicher 1b des Rechners 11 gespeichert,
und ein dem Volumendatensatz zugeordnetes Bild kann auf einem Monitor 11a des
Rechners 11 wiedergegeben werden. Mit einer Maus 11c des
Rechners kann das dem Volumendatensatz zugeordnete Bild beispielsweise
gedreht werden, so dass es von verschiedenen Blickrichtungen betrachtet
werden kann. Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist das Datenerfassungssystem 9 mit
einer elektrischen Leitung 8, die in nicht dargestellter
Weise beispielsweise ein Schleifringsystem oder eine drahtlose Übertragungsstrecke
enthält,
mit dem Strahlungsdetektor 4 verbunden. Der Rechner 11 und
das Datenerfassungsgerät 9 sind
mit einer elektrischen Leitung 10 verbunden.
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Im
Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels
hat der Patient 3 einen Tumor. Um eine zeitliche Veränderung
des Tumors zu beobachten, erstellt ein in der 1 nicht
dargestellter und den Patienten 3 behandelnder Arzt zwei
den Tumor umfassende Volumendatensätze von dem Patienten 3.
Der Arzt nimmt die beiden Volumendatensätze an zwei unterschiedlichen
Tagen auf und speichert sie auf dem Speicher 11b des Rechners 11.
Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels
nimmt der Arzt den zweiten Volumendatensatz zwei Wochen nach dem ersten
Volumendatensatz auf.
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Um
die Veränderung
des Tumors zu erkennen, kann der Arzt die den beiden Volumendatensätzen zugeordneten
Bilder mit dem Monotor 11b nebeneinander anzeigen. Damit
der Arzt jedoch einen besseren Eindruck von der Veränderung
des Tumors bekommt, möchte
er aus den beiden Volumendatensätzen
eine Sequenz erstellt bekommen, mit der er eine graduelle zeitliche
Veränderung
des Tumors erkennen kann. Daher markiert er mit einer in der 1 nicht
dargestellten und in den Monitor 11a eingeblendeten Marke,
die er mit der Maus 11c des Rechners 11 bewegen
kann, mehrere Volumenelementpaare. Ein Volumenelementpaar umfasst
jeweils ein Volumenelement des ersten und des zweiten Volumendatensatzes.
Ein Volumenelementpaar gibt an, in welcher Weise das Volumenelement
des ersten Volumendatensatzes auf das entsprechende Volumenelement
des zweiten Volumendatensatzes abgebildet wird. Im Falle des vorliegenden
Ausführungsbeispiels
sind markierte Volumenelemente den Oberflächen des sich veränderten
Tumors zugeordnet.
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Aufgrund
der Volumenelementpaare berechnet ein auf dem Rechner 11 laufendes
Rechnerprogramm einen ersten Satz von Deformationsvektoren, der
die Bildinhalte des ersten Volumendatensatzes auf die Bildinhalte
des zweiten Volumendatensatzes deformiert. Einen Teil der Deformationsvektoren
des ersten Sat zes von Deformationsvektoren berechnet das Rechnerprogramm
des Rechners 11 direkt aus den Volumenelementpaaren. Da
der Arzt jedoch nur eine begrenzte Anzahl von Volumenelementpaaren markiert,
berechnet das Rechnerprogramm weitere, für die Deformation notwendige
Deformationsvektoren des ersten Satzes von Deformationsvektoren,
indem es aufgrund der Volumenelementpaare berechnete Deformationsvektoren
interpoliert.
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Anschließend berechnet
das Rechnerprogramm des Rechners 11 einen zweiten Satz
von Deformationsvektoren, der die Bildinhalte des zweiten Volumendatensatzes
auf die Bildinhalte des ersten Volumendatensatz deformiert. Das
Rechnerprogramm berechnet einen Teil der Deformationsvektoren des
zweiten Satzes von Deformationsvektoren direkt aus den Volumenelementpaaren.
Weitere, für die
Deformation notwendige Deformationsvektoren des zweiten Satzes von
Deformationsvektoren berechnet das Rechnerprogramm durch Interpolieren der
aufgrund der Volumenelementpaare berechneten Deformationsvektoren.
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Danach
berechnet das auf dem Rechner 11 laufende Rechnerprogramm
zwei Sätze
von Zwischenvolumendatensätzen,
die im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels jeweils zwei
Zwischenvolumendatensätze
aufweisen.
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Jeder
der beiden Zwischenvolumendatensätze
des ersten Satzes von Zwischenvolumendatensätzen wird berechnet, indem
der erste Volumendatensatz mit jeweils einem abgeschwächten Satz von
Deformationsvektoren des ersten Satzes von Deformationsvektoren
auf den entsprechenden Zwischenvolumendatensatz des ersten Satzes
von Zwischenvolumendatensätzen
abgebildet wird. Die abgeschwächten
Deformationsvektoren des ersten Satzes von Deformationsvektoren
werden berechnet, indem die Deformationsvektoren des ersten Satzes von
Deformationsvektoren mit einem Deformationsfaktor Ai multipliziert
werden, mit i = 1; 2 und 0 < Ai < 1.
Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels
ist der Deformationsfaktor A1 für den ersten
Zwischenvolumendatensatz des ersten Satzes von Zwischenvolumendatensätzen gleich
0,33 und der Deformationsfaktor A2 für den zweiten
Zwischenvolumendatensatz des ersten Satzes von Zwischenvolumendatensätzen gleich
0,67.
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Die
beiden Zwischenvolumendatensätze
des zweiten Satzes von Zwischenvolumendatensätzen werden entsprechend berechnet.
Der zweite Volumendatensatz wird also mit jeweils einem abgeschwächten Satz
von Deformationsvektoren des zweiten Satzes von Deformationsvektoren
auf den entsprechenden Zwischenvolumendatensatz des zweiten Satzes
von Zwischenvolumendatensätzen abgebildet.
Die abgeschwächten
Deformationsvektoren des zweiten Satzes von Deformationsvektoren werden
berechnet, indem die Deformationsvektoren des zweiten Satzes von
Deformationsvektoren mit einem Deformationsfaktor Bi multipliziert
werden, mit i = 1; 2 und 0 < Bi < 1.
Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels
ist der Deformationsfaktor B1 für den ersten
Zwischenvolumendatensatz des zweiten Satzes von Zwischenvolumendatensätzen gleich 0,67
und der Deformationsfaktor B2 für den zweiten Zwischenvolumendatensatz
des zweiten Satzes von Zwischenvolumendatensätzen gleich 0,33.
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Anschließend errechnet
das auf dem Rechner 11 laufende Rechnerprogramm einen Satz
von Überblendvolumendatensätzen, welcher
im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels
zwei Überblendvolumendatensätze umfasst.
Der erste Überblendvolumendatensatz
wird dadurch berechnet, indem die Grauwerte des ersten Zwischenvolumendatensatzes des
ersten Satzes von Zwischenvolumendatensätzen mit eins minus dem Deformationsfaktor
A1, also mit 0,67, und die Grauwerte des
ersten Zwischenvolumendatensatzes des zweiten Satzes von Zwischenvolumendatensätzen mit
eins minus dem Deformationsfaktor B1, also
mit 0,33, multipliziert werden. Anschließend werden die Grauwerte der
einzelnen Volumenelemente der entsprechenden Zwischenvolumendatensätze addiert,
wodurch der erste Überblendvolumendatensatz
entsteht.
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Der
zweite Überblendvolumendatensatz
wird berechnet, indem der zweite Zwischenvolumendatensatz des ersten
Satzes von Zwischenvolumendatensätzen
mit dem Deformationsfaktor A2 = 0,67 und der
zweite Volumendatensatz des zweiten Zwischenvolumendatensatzes mit
dem Deformationsfaktor B2 = 0,33 multipliziert
werden. Anschließend
werden die Grauwerte der entsprechenden Zwischenvolumendatensätze addiert.
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Danach
zeigt der Rechner 11 auf dem Monitor 11a eine
Sequenz an, die mit dem ersten Volumendatensatz beginnt und dem
zweiten Volumendatensatz endet. Zwischen dem ersten und zweiten
Volumendatensatz wird in aufsteigender Reihenfolge der erste und
der zweite Überblendvolumendatensatz
angezeigt. Wird diese Sequenz zeitlich nacheinander auf dem Monitor 11a dargestellt,
kann der Arzt in einfacher Weise die Veränderung des Tumors beobachten.
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Die 2 veranschaulicht
eine Sequenz 20, die mit einem Volumen 21 beginnt
und mit einem Volumen 22 endet. Der dem Volumen 21 zugeordnete Volumendatensatz
wurde von einem Aufnahmeobjekt, das z.B. der obenstehend beschrieben
Tumor ist, zeitlich vor dem dem Volumen 22 zugeordneten Volumendatensatz
aufgenommen. Die Sequenz umfasst ferner Volumina 23 und 24.
Die den Volumina 23 und 24 zugeordneten Überblendvolumendatensätze werden
aus jeweils zwei Zwischenvolumendatensätzen hergestellt. Die den Zwischenvolumendatensätzen zugeordneten
Volumina 23a bis 24b sind in der 3 gezeigt.
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Um
die den Volumina 23 und 24 zugeordneten Überblendvolumendatensätze herzustellen,
werden zuerst Volumenelementpaare der den Volumina 21 und 22 zugeordneten
Volumendatensätze
ermittelt, um daraus einen geeigneten Satz von Deformationsvektoren
zu erhalten, die die Bildinhalte des Volumens 21 auf die
Bildinhalte des Volumens 22 abbilden. Ein zweiter Satz
von Deformationsvektoren wird analog ermittelt; der zweite Satz
von Deformationsvektoren bildet Bildinhalte des Volumens 22 auf
die Bildinhalte des Volumens 21 ab.
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Danach
werden zwei Sätze
von Zwischenvolumendatensätze
ermittelt. Jeder der beiden Sätze von
Zwischenvolumendatensätzen
umfasst im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels zwei Zwischenvolumendatensätze.
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Die
Zwischenvolumendatensätze
des ersten Satzes von Zwischenvolumendatensätzen werden berechnet, indem
der dem Volumen 21 zugeordnete Volumendatensatz mit jeweils
einem abgeschwächten
Satz von Deformationsvektoren, die die Bildinhalte des Volumens 21 auf
das Volumen 22 abbilden, abgebildet wird. Im Falle des
vorliegenden Ausführungsbeispiels
ist der Deformationsfaktor A1 für den ersten
Zwischenvolumendatensatz gleich 0,33 und der Deformationsfaktor
A2 für
den zweiten Zwischenvolumendatensatz gleich 0,67. Die diesen Zwischenvolumendatensätzen zugeordneten
Volumina sind mit den Bezugszeichen 23a und 24a bezeichnet,
wobei dem Volumen 23a der Deformationsfaktor A1 gleich
0,33 und dem Volumen 24a der Deformationsfaktor A2 gleich 0,67 zugeordnet sind.
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Die
Zwischenvolumendatensätze
des zweiten Satzes von Zwischenvolumendatensätzen werden berechnet, indem
der dem volumen 22 zugeordnete Volumendatensatz mit jeweils
einem abgeschwächten
Satz von Deformationsvektoren, die die Bildinhalte des Volumens 22 auf
das Volumen 21 abbilden, abgebildet wird. Im Falle des
vorliegenden Ausführungsbeispiels
ist der Deformationsfaktor B1 für den ersten
Zwischenvolumendatensatz gleich 0,67 und der Deformationsfaktor
B2 für
den zweiten Zwischenvolumendatensatz gleich 0,33. Die diesen Zwischenvolumendatensätzen zugeordneten
Volumina sind mit den Bezugszeichen 23b und 24b bezeichnet,
wobei dem Volumen 23b der Deformationsfaktor B1 gleich
0,67 und dem Volumen 24b der Deformationsfaktor B2 gleich 0,33 zugeordnet sind.
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Der
dem Volumen 23 zugeordnete Überblendvolumendatensatz wird
berechnet, indem die Grauwerte des dem Volumen 23a zugeordneten
Zwischenvolumendatensatz mit 0,67, was eins minus dem De formationsfaktor
A1 entspricht, und die Grauwerte des dem
Volumen 23b zugeordneten Zwischenvolumendatensatz mit dem
0,33, was eins minus dem Deformationsfaktor B1 entspricht,
multipliziert werden. Anschließend
werden die Grauwerte der einzelnen Volumenelemente der entsprechenden Zwischenvolumendatensätze addiert.
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Der
dem Volumen 24 zugeordnete Überblendvolumendatensatz wird
berechnet, indem die Grauwerte des dem Volumen 24a zugeordneten
Zwischenvolumendatensatz mit 0,33, was eins minus dem Deformationsfaktor
A2 entspricht, und die Grauwerte des dem
Volumen 24b zugeordneten Zwischenvolumendatensatz mit 0,67,
was eins minus dem Deformationsfaktor B2 entspricht,
multipliziert werden. Anschließend
werden die Grauwerte der einzelnen Volumenelemente der entsprechenden Zwischenvolumendatensätze addiert.
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Im
Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels
wurde der erste und der zweite Volumendatensatz mit dem Computertomographen
CT erstellt. Für das
erfindungsgemäße Verfahren
können
auch andere Geräte
oder technische Einrichtungen, die nicht notwendigerweise medizintechnische
Geräte
bzw. technische Einrichtungen sein müssen, verwendet werden, mit
denen Volumendatensätze
erstellt werden können.
Der erste und der zweite Volumendatensatz muss auch nicht notwendigerweise
mit demselben bildgebenden Gerät
erstellt werden.
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Die
Volumenelementpaare müssen
auch nicht notwendigerweise manuell ermittelt werden. Sie können auch
mit Mitteln zur Mustererkennung gefunden werden. Auch ein Kombination
von manueller und automatischer Ermittlung der Volumenelementpaare
ist denkbar.
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Das
Ausführungsbeispiel
ist im Übrigen
nur exemplarisch.