DE10209192B4 - Weichminenspitzer mit verschwenkbarem Fassonmesser - Google Patents
Weichminenspitzer mit verschwenkbarem Fassonmesser Download PDFInfo
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Abstract
Spitzer
für Stifte
mit weicher Mine mit einem Spitzergehäuse, das einen konischen Spitzerkanal aufweist,
mit einem am Spitzergehäuse
befestigten Spitzermesser, das zum Spitzerkanal tangential angestellt
ist und mit einem in den Spitzerkanal einschwenkbaren, mit einem
Handbetätigungshebel
versehenen Fassonmesser mit einer bogenförmig gekrümmten Schneide zum wahlweisen
Fassonieren des vorderen Endabschnitts der Mine, dadurch gekennzeichnet,
dass der Spitzer als Doppelspitzer mit in einem gemeinsamen Gehäuse (3)
gegeneinander gestellten Einzelspitzern für unterschiedliche Stiftdurchmesser
ausgebildet ist, und dass die Fassonmesser (8, 8') um eine am gemeinsamen
vorderen Ende der Spitzerkanäle
(4, 4'), die in diesem Bereich nach oben und unten offen sind, angeordnete
gemeinsame Achse abwechselnd nach oben gegen die Spitzermesser (7,
7') im jeweiligen Einzelspitzer verschwenkbar sind.
Description
- Die Erfindung bezieht sich auf einen Spitzer für Stifte mit weicher Mine mit einem Spitzergehäuse, das einen konischen Spitzerkanal aufweist, mit einem am Spitzergehäuse befestigten Spitzermesser, das zum Spitzerkanal tangential angestellt ist und mit einem in den Spitzerkanal einschwenkbaren, mit einem Handbetätigungshebel versehenen Fassonmesser mit einer bogenförmig gekrümmten Schneide zum wahlweisen Fassonieren des vorderen Endabschnitts der Mine.
- Bei einem derartigen, in der
DE 37 37 863 C1 beschriebenen Spitzer ist das Fassonmesser an einem Stopfen gelagert, der von unten in eine Ausnehmung des Spitzergehäuses eindrückbar ist. Diese Ausbildung hat zum einen den Nachteil, dass durch diesen Stopfen die Öffnung nach unten, aus der ja normalerweise die Spitzerabfälle herausfallen sollen, großteils verschlossen ist. Zum anderen aber besteht dabei der Nachteil, dass das Spitzergehäuse eine komplexe Formgebung mit seitlichen Ausbuchtungen benötigt, um ein Lagerteil für den verschwenkbaren Träger des Fassonmessers zu bilden. - Aus der
DE 101 02 092 C1 ist ein Spitzer für Stifte mit weicher Mine mit einem Spitzergehäuse bekannt, das einen konischen Spitzerkanal aufweist, mit einem am Spitzergehäuse befestigten Spitzermesser, das zum Spitzerkanal tangential angestellt ist. Ferner ist ein in den Spitzerkanal einschwenkbares, mit einem Handbetätigungshebel versehenes Fassonmesser vorgesehen, das eine bogenförmig gekrümmte Schneide zum wahlweise Fassonieren des vorderen Endabschnittes der Mine hat. Das Fassonmesser ist um eine am vorderen Ende des Spitzergehäuses angeordnete Achse nach oben gegen die Mine verschwenkbar. - Aus der
DE 966 228 A sind Doppelspitzer mit gegeneinander gestellten Einzelspitzern bekannt. - Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Spitzer der eingangs genannten Art so auszugestalten, dass ein besonders einfacher Aufbau und eine einfache klare Formgebung des Spitzergehäuses in Verbindung mit der Möglichkeit des Spitzens von Stiften unterschiedlicher Durchmesser möglich ist.
- Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einem Spitzer der eingangs genannte Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass er als Doppelspitzer mit in einem gemeinsamen Gehäuse gegeneinander gestellten Einzelspitzern für unterschiedliche Stiftdurchmesser ausgebildet ist, und dass die Fassonmesser um eine am gemeinsamen vorderen Ende der Spitzerkanäle, die in diesem Bereich nach oben und unten of fen sind, angeordnete gemeinsame Achse abwechselnd nach oben gegen die Spitzermesser im jeweiligen Einzelspitzer verschwenkbar sind.
- Die erfindungsgemäße Ausbildung ermöglicht eine sehr einfache Lagerung mithilfe eine an dem bevorzugt aus Kunststoff bestehenden Fassonmesser ange formten Lagerwelle, wobei durch die erfindungsgemäße Doppelspitzerausbildung, bei der sich abwechselnd eines der Fassonmesser von unten an das jeweilige Spitzermesser anlegt, auch gleich die beiden Betriebsstellungen vorgegeben sind. In der einen Schwenkstellung ist das Fassonmesser des einen Einzelspitzers in Betriebsstellung und das andere außer Betriebsstellung. Bei einer Verschwenkung um die Lagerachse ergeben sich die umgekehrten Verhältnisse. Bei ausgeschwenktem Fassonmesser ergibt sich eine punktförmige Spitze der Mine und in der eingeschwenkten Stellung, also in der Betriebsstellung des Fassonmessers, wird die Minenspitze fassoniert, das heißt mit einem abgerundeten Endabschnitt versehen.
- In Ausgestaltung der Erfindung kann dabei vorgesehen sein, dass die aus Kunststoff bestehenden Fassonmesser um 180° versetzt an einer am Gehäuse seitlich gelagerten Drehwelle angeformt sind.
- Die Drehwelle kann dabei in weiterer Ausgestaltung der Erfindung mit hoch ragenden oder nach unten ragenden Schwenkhebeln versehen sein, wobei diese Schwenkhebel bevorzugt L-förmig mit sich als Schwenkbegrenzungsanschläge auf den Oberkanten oder den Unterkanten der Gehäuselängswände abstützenden Querschenkeln ausgebildet sein können.
- Diese Ausbildung mit Schwenkbegrenzungsanschlägen ermöglicht gegebenenfalls auch eine Ausbildung der Fassonmesser derart, dass sie nicht an den Spitzermessern in der Betriebsstellung anliegen, sondern seitlich neben diesen genau in der gleichen Schneidebene liegen. Dadurch ergibt sich eine optimale Anordnung der Schneiden der Fassonmesser gegenüber der Minenspitze.
- Statt der Schwenkhebel können auf der Drehwelle auch Drehknöpfe zur Schwenkbetätigung vorgesehen sein, wobei dies in Ausgestaltung der Erfindung besonders einfach dann realisierbar ist, wenn die Drehwelle vertikale Schlitze der Gehäuselängswände durchsetzt, so dass die Drehwelle mit den angeformten Fassonmessern sehr einfach von oben in das Gehäuse einsetzbar ist. Dabei kann man zweckmäßigerweise vorsehen, dass durch die Drehwelle in der Einsatz stellung etwas übergreifende Rastanschläge ein allzu leichtes Ausrasten nach oben verhindert ist. In gleicher Weise kann man zweckmäßigerweise auch Rastarretierungen vorsehen, um die Drehwelle mit den beiden Fassonmessern in einer der jeweils eingestellten beiden Endpositionen zu verriegeln.
- In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann dabei vorgesehen sein, dass die Fassonmesser mit gebogenen, der gewünschten Kontur der fassonierten Mine entsprechenden, im Querschnitt im Wesentlichen dreieckigen Schneidstegen versehen sind, so dass nicht ein bloßes Abschaben der Spitze der Weichmine stattfindet, sondern ein echtes spanabhebendes Schneiden, wodurch ein, ein aufwändiges Reinigen mithilfe von Reinigungsstäbchen oder dergleichen nach jedem Fassoniervorgang vermieden wird.
- Schließlich liegt es auch noch im Rahmen der Erfindung, dass die Drehwelle auf einer abgesenkten Trennquerwand der Spitzerkanäle mit einer Lagereinmuldung aufsitzt.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:
-
1 einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Doppel-Weichminenspitzers zum Spitzen zweier Stifte mit unterschiedlichen Durchmessern, -
2 eine Aufsicht auf den Doppelspitzer nach1 , -
3 eine perspektivische Ansicht der beiden Fassonmesser mit der sie tragenden Lagerwelle und den Betätigungshebeln, -
4 –6 den1 bis3 entsprechende Schnitte und Ansichten einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Doppelspitzers. - Der in den
1 bis3 dargestellte Doppelspitzer für Stifte1 bzw.1' unterschiedlichen Durchmessers mit jeweils einer weichen Mine2 bzw.2' besitzt ein Gehäuse3 , vorzugsweise aus Kunststoff, in welchem zwei konische Spitzerkanäle4 ,4' mit der Spitze gegeneinandergestellt angeordnet sind, die jeweils am vorderen Ende, wo die Spitzerkanäle4 und4' ineinander übergehen, nach oben und unten gerichtete Öffnungen5 und6 , bzw.5' und6' , aufweisen. In jedem der Spitzergehäuseabschnitte, also jedem Spitzerkanal4 ,4' zugeordnet, ist tangential zum jeweiligen Spitzerkanal4 ,4' ein Spitzermesser7 ,7' befestigt. - Zum wahlweisen Fassonieren des vorderen Endabschnitts der Mine
2 ,2' eines Stifts1 ,1' ist ein bevorzugt aus Kunststoff bestehendes Fassoniermesser8 ,8' vorgesehen, wobei diese beiden Fassonmesser8 ,8' an einer gemeinsamen Drehwelle9 befestigt, insbesondere angeformt, sind, welche seitlich am Spitzergehäuse3 gelagert ist, wobei sie sich zusätzlich auf einer abgesenkten Trennquerwand10 der Spitzerkanäle4 ,4' mit einer Lagereinmuldung11 abstützt. Die Drehwelle10 ist beidends mit nach oben ragenden L-förmigen Schwenkhebeln12 versehen, deren Querschenkel13 sich als Schwenkbegrenzungsanschläge auf den Oberkanten14 der Gehäuselängswände16 abstützen. In den durch diese Abstützung gebildeten Endstellungen liegt jeweils eines der Fassoniermesser8 ,8' am zugehörigen Schneidmesser7 ,7' an, sodass – in den Figuren gilt dies für das Fassoniermesser8 – im entsprechenden Spitzerkanal4 ,4' ein Fassonieren der Spitze der Weichmine2 ,2' erfolgt. Beim Spitzen mit der anderen Hälfte des Weichminenspitzers bildet sich, wie dies in1 rechts dargestellt ist, eine feine Minenspitze ohne Fassonierung aus. Durch Umlegen der Schwenkhebel12 wird das Fassoniermesser8 außer Betriebsstellung und das Fassoniermesser8' in die Betriebsstellung gebracht. - Anstelle der nach oben ragenden Schwenkhebel
12 könnten auch nach unten ragende Schwenkhebel12' vorgesehen sein, die sich mit ihren Querschenkeln13' als Schwenkbegrenzungsanschläge auf den Unterkanten14' der Gehäuselängswände16 abstützen. - Die Ausführungsform nach den
4 bis6 unterscheidet sich von der nach den1 bis3 lediglich dadurch, dass anstelle der Schwenkhebel12 Drehknöpfe18 auf die Enden der Drehwelle9 aufgebracht sind. Um das Bauteil bestehend aus der Drehwelle9 , den Fassonmessern8 ,8' und den Drehknöpfen18 besonders einfach einbauen zu können, können die Gehäuselängswände16 mit vertikalen Schlitzen17 versehen sein, durch die das ganze Bauteil von oben einsetzbar ist bis in die in4 erkennbare Endstellung am Ende des vertikalen Schlitzes17 . Bevorzugt sind in diesem Bereich die Drehwelle9 übergreifende Noppen19 vorgesehen, hinter die die Drehwelle9 unter Druck einrastet, so dass das Bauteil nicht einfach nach oben ausgehoben werden kann, sondern eine entsprechend große Kraft zum Lösen erforderlich wäre. - Wie eingangs bereits beschrieben worden ist, kann die Ausbildung auch so getroffen sein, dass in der Anschlagstellung der Querschenkel
13 auf den Seitenkanten14 der Gehäuselängswände16 die jeweiligen Fassonmesser8 ,8' nicht am Schneidmesser7 ,7' anliegen, sondern seitlich an diesen vorbei bewegt werden in eine Position, in der die Schneide der an den Fassonmessern8 ,8' angeformten bogenförmigen, im Querschnitt dreieckigen Schneidstege15 ,15' genau in der Mittelebene der jeweiligen Mine2 ,2' liegt und somit ein exaktes Fassonieren stattfinden kann.
Claims (9)
- Spitzer für Stifte mit weicher Mine mit einem Spitzergehäuse, das einen konischen Spitzerkanal aufweist, mit einem am Spitzergehäuse befestigten Spitzermesser, das zum Spitzerkanal tangential angestellt ist und mit einem in den Spitzerkanal einschwenkbaren, mit einem Handbetätigungshebel versehenen Fassonmesser mit einer bogenförmig gekrümmten Schneide zum wahlweisen Fassonieren des vorderen Endabschnitts der Mine, dadurch gekennzeichnet, dass der Spitzer als Doppelspitzer mit in einem gemeinsamen Gehäuse (
3 ) gegeneinander gestellten Einzelspitzern für unterschiedliche Stiftdurchmesser ausgebildet ist, und dass die Fassonmesser (8 ,8' ) um eine am gemeinsamen vorderen Ende der Spitzerkanäle (4 ,4' ), die in diesem Bereich nach oben und unten offen sind, angeordnete gemeinsame Achse abwechselnd nach oben gegen die Spitzermesser (7 ,7' ) im jeweiligen Einzelspitzer verschwenkbar sind. - Doppelspitzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aus Kunststoff bestehenden Fassonmesser (
8 ,8' ) um 180° versetzt an einer am Gehäuse seitlich gelagerten Drehwelle (9 ) angeformt sind. - Doppelspitzer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehwelle (
9 ) mit hochstehenden oder nach unten ragenden Schwenkhebeln (12 ,12' ) versehen ist. - Doppelspitzer nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehwelle (
9 ) auf einer abgesenkten Trennquerwand (10 ) der Spitzerkanäle (4 ,4' ) mit einer Lagereinmuldung (11 ) aufsitzt. - Doppelspitzer nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkhebel (
12 ) L-förmig mit sich als Schwenkbegrenzungsanschlägen auf den Oberkanten (14 ) oder den Unterkanten (14' ) der Gehäuselängswände (16 ) abstützenden Querschenkeln (13 ,13' ) ausgebildet sind. - Doppelspitzer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die vertikale Schlitze (
17 ) der Gehäuselängswände (16 ) durchsetzende Drehwelle (9 ) mit Drehknöpfen (18 ) versehen ist. - Doppelspitzer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehwelle (
9 ) am unteren Ende der Schlitze (17 ) durch einspringende Rastnoppen (19 ) arretierend in Position gehalten wird. - Doppelspitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch Rasteinrichtungen zum lösbaren Arretieren der Drehwelle (
9 ) mit den Fassonmessern (8 ,8' ) in einer der beiden Endschwenkstellungen. - Doppelspitzer nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Fassoniermesser (
8 ,8' ) mit gebogenen, der gewünschten Kontur der fassonierten Mine (2 ,2' ) entsprechenden, im Querschnitt im Wesentlichen dreieckigen, Schneidstegen (15 ) versehen sind.
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