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Die
Erfindung betrifft ein Cabriolet-Fahrzeug mit einer zwischen einer
Abdeckstellung und einer Öffnungsstellung
bewegbaren Verdeckklappe zur wahlweisen Abdeckung und Öffnung eines
Verdeckaufnahmeraums sowie mit einem zwischen einer Ablagestellung
und einer Schutzstellung bewegbaren Überrollbügel, welcher zur gemeinsamen
Bewegung mit der Verdeckklappe koppelbar ist.
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Ein
gattungsgemäßes Cabriolet-Fahrzeug
ist aus der
DE 197
14 104 C1 bekannt. Bei dem dort gezeigten Fahrzeug ist
die Verdeckklappe über
an ihr in Fahrzeugquerrichtung verschiebbar angebrachte Zapfen zum
gemeinsamen Verschwenken unmittelbar mit dem Überrollbügel koppelbar. Der Überrollbügel ist
C-förmig ausgebildet,
mit zwei an den Fahrzeugseiten angelenkten Schenkeln und einer die
beiden Schenkel verbindenden Querstrebe.
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Da
der Überrollbügel in der
Regel um eine in Fahrzeugquerrichtung verlaufende Achse vom Fahrzeugheck
zur Fahrzeugvorderseite hin in seine Schutzstellung verschwenkt
wird, muss die Verdeckklappe aufgrund der in der
DE 197 14 104 C1 gezeigten
Kopplung mit dem Überrollbügel ebenfalls
eine derartige Schwenkbewegung ausführen. Sie bildet in ihrer Öffnungsstellung
aufgerichtet daher eine Hürde, die
vom Verdeck während
des Verstauungsvorgangs überwunden
werden muss. Dies erfordert komplizierte räumliche und zeitliche Bewegungsabläufe von Verdeck,
Verdeckklappe und Überrollbügel.
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Nachteilig
an der bekannten Ausführungsform
ist, dass die Bewegung der Verdeckklappe nach Art und Richtung durch
den Überrollbügel festgelegt ist:
Sie muss gemeinsam mit dem Überrollbügel in gleicher
Richtung und mit gleichem Drehsinn verschwenken.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße Cabriolet-Fahrzeug
derart weiterzubilden, dass das Verdeck unter Ausnutzung einfacherer
Bewegungsabläufe
am Fahrzeug in den Verdeckaufnahmeraum eingefahren und aus diesem ausgefahren
werden kann.
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Diese
Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs gelöst.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den abhängigen
Ansprüchen.
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Die
Erfindung baut auf dem gattungsgemäßen Stand der Technik dadurch
auf, dass ein Antriebskraft zur Verdeckklappe übertragendes Verdeckklappen-Übertragungsteil
mit einem zum Bewegungsapparat des Überrollbügels gehörenden Überrollbügel-Bewegungsteil koppelbar ist.
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Durch
die wahlweise Kopplung eines Verdeckklappen-Übertragungsteils,
an Stelle der Verdeckklappe selbst, mit einem Überrollbügel-Bewegungsteil kann die
Verdeckklappe mit größerer Unabhängigkeit
von dem Überrollbügel bewegt
werden. Eine Bewegung des Verdecks in den Verdeckaufnahmeraum hinein
(Einfahren) oder aus diesem heraus (Ausfahren) kann so einfacher
als bisher ermöglicht werden.
Zum einen kann der Überrollbügel beim
Ein- und Ausfahren des Verdecks angehoben werden, so dass hierfür eine möglichst
große Öffnung des
Verdeckaufnahmeraums ausgenutzt werden kann. Zum anderen kann er
in seiner Ablagestellung über
der Öffnung
des Verdeckaufnahmeraums angeordnet sein, so dass er kein Volumen
im Fahrzeuginnenraum beansprucht.
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Das
Verdeckklappen-Übertragungsteil
kann mittelbar oder unmittelbar mit der Verdeckklappe verbunden
sein. Es reicht aus, wenn darüber
Antriebskraft zur Bewegung der Verdeckklappe zu dieser geleitet
wird.
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Im Übrigen soll
in dieser Anmeldung eine Bewegbarkeit eines Teils zwischen zwei
Stellungen auch die Bewegbarkeit des Teils in eine beliebige Zwischenstellung
zwischen den beiden Stellungen umfassen. Im Weiteren wird das Überrollbügel-Bewegungsteil auch
nur als "Bewegungsteil" bezeichnet.
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Obwohl
das Bewegungsteil erfindungsgemäß in einer
besonders kostengünstigen
Alternative der Überrollbügel selbst
sein kann, ist das Bewegungsteil aus Gründen einer größeren Bewegungsunabhängigkeit
von Verdeckklappe und Überrollbügel bevorzugt
ein mit dem Überrollbügel zur
Kraft- und/oder Bewegungsübertragung
gekoppeltes Teil, wie etwa ein Lenker eines Antriebs- oder Kinematikgetriebes.
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Eine
erhöhte
Sicherheit der Fahrzeuginsassen kann nach einer Weiterbildung der
Erfindung dadurch gewährleistet
sein, dass der Überrollbügel in seiner
Ablagestellung mit einem Sicherheitsantrieb, welcher die Antriebskraft
für eine
Bewegung des Überrollbügels in
die Schutzstellung bereitstellt, gekoppelt oder koppelbar ist.
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Ebenfalls
kann daran gedacht sein, dass die Kopplung des Überrollbügel-Bewegungsapparats mit dem
Verdeckklappen-Übertragungsteil
manuell durch den Fahrer erfolgt. Dies kann in konstruktiv einfacher
Weise dadurch erreicht sein, dass das Verdeckklappen-Übertragungsteil
mit dem Überrollbügel-Bewegungsteil durch
ein bewegliches Riegelelement koppelbar ist. Der Fahrer braucht
sich jedoch insbeondere dann nicht darum zu kümmern, mit welchem Teil das Überrollbügel-Bewegungsteil gekoppelt
ist, wenn das Verdeckklappen-Übertragungsteil mit
dem Überrollbügel-Bewegungsteil
in einer Normalfahrtsituation gekoppelt ist. Aufgrund der Bewegbarkeit
des Riegelelements kann die Kopplung zwischen Überrollbügel-Bewegungsteil und Verdeckklappen-Übertragungsteil
jederzeit nach Bedarf gelöst
werden. Mit Normalfahrtsituation ist ist im Gegensatz zur Notfallsituation
jede gewöhnliche
Verkehrssituation einschließlich
einer Parksituation bezeichnet, bei der keine Veranlassung besteht,
den Überrollbügel aus
Sicherheitsgründen
auszulösen.
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Dann
jedoch, wenn die Kopplung des Verdeckklappen-Übertragungsteils
mit dem Überrollbügel-Bewegungsteil
beim Öffnen
der Verdeckklappe durch eine Bewegung des Verdeckklappen-Übertragungsteils
hergestellt wird, muss nicht erst eine bestehende Kopplung zwischen
dem Verdeckklappen-Übertragungsteil
und dem Überrollbügel-Bewegungsteil
gelöst
werden, um den Überrollbügel in seine
Schutzstellung zu bringen. Dies bietet eine erhöhte Insassensicherheit.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
umfasst das Cabriolet-Fahrzeug
ein Verdeckklappen-Übertragungsteil,
welches zwischen einer der Abdeckstellung zugeordneten ersten Endstellung und
einer der Öffnungsstellung
zugeordneten zweiten Endstellung bewegbar ist, ein Überrollbügel-Bewegungsteil,
welches zwischen einer der Ablagestellung zugeordneten ersten Endstellung
und einer der Schutzstellung zugeordneten zweiten Endstellung bewegbar
ist, und ein Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil,
welches zwischen einer einer Kraftbereitstellungsstellung eines
Sicherheitsantriebs für
den Überrollbügel entsprechenden
ersten Endstellung und einer einer Aktivierungsstellung des Sicherheitsantriebs
entsprechenden zweiten Endstellung bewegbar ist. Die zuvor genannte
Funktion kann dann etwa dadurch erhalten werden, dass die Übertragungsteile
und das Überrollbügel-Bewegungsteil
bei einer Bewegung in Richtung von ihrer jeweiligen ersten Endstellung
zur zweiten Endstellung hin zumindest ein Stück weit mit gleicher Bewegungsart
und gleicher Bewegungsrichtung bewegbar sind. Als unterschiedliche
Bewegungsarten kommen Rotation und/oder Translation in Frage. Es
sei angemerkt, dass die Bewegung gleicher Art und Richtung weder in
einer ersten Endstellung beginnen, noch in einer zweiten Endstellung
eines der Teile enden muss.
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Eine
gemeinsame Bewegung des Bewegungsteils mit je einem der Übertragungsteile
kann einfach und wirtschaftlich dadurch erreicht werden, dass an
dem Verdeckklappen-Übertragungsteil und/oder
an dem Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil
je ein Mitnahmemittel vorgesehen ist, zur Mitnahme des Überrollbügel-Bewegungsteils
bei einer Bewegung eines jeweiligen Übertragungsteils in Richtung
der zweiten Endstellung. In einem besonders einfachen Fall kann
das Mitnahmemittel als mechanischer Anschlag ausgebildet sein. Das Überrollbügel-Bewegungsteil kann
dann durch den mechanischen Anschlag zur gemeinsamen Bewegung von
einem der Übertragungsteile
ange schoben werden. Dies hat den Vorteil, dass das in der Regel
blitzartig auslösende
Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil
das sich langsamer bewegende Verdeckklappen-Übertragungsteil gleichsam "überholen" kann und damit in besonders einfacher
und sicherer Weise eine Bewegungskopplung des Überrollbügel-Bewegungsteils mit dem Verdeckklappen-Übertragungsteil
jederzeit lösen
und mit dem Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil
jederzeit herstellen kann.
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Bei
dieser Art der Bewegungskopplung besteht jedoch zunächst keine
Kopplungsmöglichkeit für eine den Überrollbügel in seine
Ablagestellung zurückstellende
Bewegung. Diese kann etwa durch das zuvor genannte Riegelelement
erreicht werden.
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Gemäß einer
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann das Überrollbügel-Verdeckklappen-System
derart ausgeführt
sein, dass das Riegelelement an dem Überrollbügel-Bewegungsteil ausgebildet ist. Dann
kann das Überrollbügel-Bewegungsteil derart
ausgebildet sein, dass das Riegelelement zwischen einem, vorzugsweise
formschlüssigen,
Eingriff mit dem Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil und einem,
vorzugsweise formschlüssigen, Eingriff
mit dem Verdeckklappen-Übertragungsteil bewegbar
ist. Somit kann mit beiden Übertragungsteilen
wahlweise ein sicherer Kopplungseingriff erreicht werden, durch
den auch eine Rückstellmöglichkeit
des Überrollbügels in
die Ablagestellung besteht.
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Eine
Voraussetzung für
einen automatischen Eingriff des Riegelelements mit dem jeweiligen
das Bewegungsteil mitnehmenden Übertragungsteil
kann dadurch realisiert sein, dass an dem Riegelelement wenigstens
ein Übersetzungsmechanismus
vorgesehen ist, durch welchen eine Bewegung des Überrollbügel-Bewegungsteils und/oder
des Sicherheitsantrieb-Übertragungsteils
in eine das Riegelelement verlagernde Bewegung übersetzbar ist.
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In
einer besonders einfachen Ausführungsform
kann das Riegelelement derart ausgebildet sein, dass an dem Riegelelement
wenigstens eine Schrägfläche, vorzugsweise
für jedes Übertragungsteil
eine zugeordnete Schrägfläche, als
der Übersetzungsmechanismus
ausgebildet ist, wobei die Flächennormale
der wenigstens einen Schrägfläche eine
zur Bewegungsrichtung des Riegelelements parallele Komponente und
eine zur Bewegungsrichtung des Überrollbügel-Bewegungsteils
aus der ersten Endstellung heraus parallele Komponente aufweist.
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Dann
können
die Übertragungsteile
derart ausgebildet sein, dass das Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil
und/oder das Überrollbügel-Bewegungsteil
je eine Wirkfläche
aufweist oder mit einer solchen koppelbar ist, welche zum Zusammenwirken
mit der wenigstens einen Schrägfläche des
Riegelelements ausgebildet ist, um dadurch eine das Riegelelement verlagernde
Bewegung zu bewirken. Die Wirkfläche kann
beispielsweise als Gleitführungsfläche für die Schrägfläche des
Riegelelements dienen. Ein die Wirkfläche aufweisendes Teil kann
auch in dem Überrollbügel-Bewegungsteil
aufgenommen und mit einem der Übertragungsteile
koppelbar oder durch eines der Übertragungsteile
betätigbar
sein.
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Ein
sicherer und dauerhafter Eingriff des Riegelelements mit einem der Übertragungsteile
kann dadurch verwirklicht sein, dass eine Feststelleinrichtung vorgesehen
ist, die das Riegelelement während einer
Bewegung des Überrollbügel-Bewegungsteils in
der jeweiligen Eingriffsstellung feststellt.
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Besonders
einfach und sicher kann die Feststelleinrichtung als mechanische
Steuerung ausgebildet sein, etwa derart, dass die Feststelleinrichtung eine
Mehrzahl von in Bewe gungsrichtung des Überrollbügel-Bewegungsteils verlaufenden
Gleitflächen umfasst.
Derartige Gleitflächen
können
beispielsweise durch ein System von ineinander eingreifenden Vorsprüngen und
Nuten oder durch Vorsprünge
mit zueinander parallelen und in Bewegungsrichtung des Bewegungsteils
verlaufenden Anlageflächen
gebildet sein. Die Gleitflächen,
von denen eine am Riegelelement und eine andere karosseriefest angeordnet sein
kann, können
dann während
der Bewegung des Überrollbügel-Bewegungsteils
aneinander anliegen, und zwar derart, dass die karosseriefeste Gleitfläche eine
Verschiebung des Riegelelements aus seiner momentanen Eingriffsstellung
heraus verhindert.
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Alternativ
oder zusätzlich
dazu kann vorgesehen sein, dass die Feststelleinrichtung durch Federelemente
gebildet ist, welche das Riegelelement in eine Eingriffsstellung
spannen.
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Zu
Erhöhung
der Insassensicherheit in einer Notfallsituation kann das Überrollbügel-Verdeckklappen-System
derart weitergebildet sein, dass ein Rückzugssperrenteil vorgesehen
ist, welches bei nicht ausgelöstem
Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil
in einer Rückzugsfreigabestellung
verriegelt ist, in welcher es eine Bewegung des Überrollbügel-Bewegungsteils in Richtung zur ersten
Endstellung hin gestattet, und welches durch eine Bewegung des Sicherheitsantrieb-Übertragungsteils
von dessen erster Endstellung in Richtung zu dessen zweiter Endstellung
hin zur Bewegung in eine Rückzugssperrstellung
entriegelt wird, in welcher es eine Bewegung des Überrollbügel-Bewegungsteils
in Richtung zur ersten Endstellung hin nicht gestattet.
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Die
Bewegung des Rückzugssperrenteils
bei seiner Entriegelung kann in einfacher Weise dadurch gewährleistet
sein, dass das Rückzugssperrenteil gegen
Federvorspannung zur Rückzugssperrstellung
hin in der Rückzugsfreigabestellung
verriegelt ist.
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Eine
konstruktiv einfache und damit kostengünstige Realisierung der Entriegelung
des Rückzugssperrenteils
durch das Sicherheitsantrieb-Übertragungsteils
kann dadurch erreicht werden, dass das Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil
in seiner ersten Endstellung mit dem Rückzugssperrenteil in seiner
Rückzugsfreigabestellung über ein
Kraftübertragungsmittel,
wie ein Getriebe oder Gestänge,
gekoppelt ist.
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Die
zuvor genannten vorteilhaften Wirkungen können an einem gattungsgemäßen Fahrzeug auch
dadurch erhalten werden, dass der Überrollbügel und die Verdeckklappe mit
je einer Antriebsvorrichtung verbunden sind, welche über eine
gemeinsame Steuerung miteinander koppelbar sind, wobei die Verdeckklappe
und der Überrollbügel durch
die Steuerung und die jeweils zugeordneten Antriebsvorrichtungen
zu einer Bewegung in zumindest abschnittsweise unterschiedlichen
Richtungen antreibbar sind. Mit abschnittsweise kann dabei ein räumlicher
und/oder ein zeitlicher Abschnitt der gemeinsamen Bewegung von Verdeckklappe
und Überrollbügel bezeichnet
sein.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Cabriolet-Fahrzeug
ist somit ein Verfahren zum Verstauen und Entladen eines Cabriolet-Verdecks aus einem
mit einer Verdeckklappe abdeckbaren Verdeckaufnahmeraum möglich, welches
dadurch gekennzeichnet ist, dass zumindest in einem Bewegungsabschnitt
der Verdeckklappe gleichzeitig mit dieser ein Überrollbügel in einer von der Richtung
der Verdeckklappenbewegung verschiedenen Bewegungsrichtung bewegt wird.
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Die
Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
anhand bevorzugter Ausführungsformen
beispielhaft erläutert.
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Es
zeigen:
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1 bis 3 eine
erste Ausführungsform einer
erfindungsgemäßen Anordnung
mit einem Verdeckklappen-Übertragungsteil,
einem Überrollbügel-Bewegungsteil und
einem Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil,
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4 bis 6 eine
zweite Ausführungsform
einer erfindungsgemäßen Anordnung
mit einem Verdeckklappen-Übertragungsteil,
einem Überrollbügel-Bewegungsteil
und einem Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil,
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7 bis 10 verschiedene
Ausführungsformen
eines Überrollbügels für ein erfindungsgemäßes Fahrzeug.
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In 1 ist
eine karosseriefeste Führungsschiene 10 gezeigt,
in der ein Verdeckklappen-Übertragungsteil 12,
ein Überrollbügel-Bewegungsteil 14 und
ein Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil 16 in Richtung
des Doppelpfeils F verschiebbar aufgenommen sind. Das Verdeckklappen-Übertragungsteil 12 ist über weitere,
nicht dargestellte Lenker mit einem nicht dargestellten Bewegungsantrieb
und mit einer nicht dargestellten Verdeckklappe verbunden. In dem Überrollbügel-Bewegungsteil
ist ein im Wesentlichen in Fahrzeugquerrichtung verlaufender Achszapfen 18 aufgenommen,
an dem ein Schenkel eines nicht dargestellten Überrollbügels schwenkbar angelenkt ist.
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Das
Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil 16 ist
mit einer gespannten Feder 20 als Sicherheitsantrieb zur
schnellen Bewegung des Überrollbügels aus seiner
Ablagestellung in die Schutzstellung verbunden. Das Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil 16 ist über einen
Sicherungsstift 22 in seiner Position gehalten.
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In 1 sind
beide Übertragungsteile 12 und 16 sowie
das Bewegungsteil 14 in ihrer ersten Endstellung gezeigt,
das heisst die Verdeckklappe ist geschlossen, der Überrollbügel befindet
sich in seiner Ablagestellung und die Feder 20 in ihrer
Kraftbereitstellungsstellung.
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An
einem Längsendbereich
ist das Verdeckklappen-Übertragungsteil
mit einem Vorsprung 24 als Mitnahmemittel ausgebildet,
der der Mitnahme des Bewegungsteils 14 im Falle einer Bewegung
des Verdeckklappen-Übertragungsteils 12 in 1 nach rechts
dient.
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Ebenso
ist an dem der Feder 20 zugewandten Endbereich des Sicherheitsantrieb-Übertragungsteils 16 ein
Vorsprung 26 als Mitnahmemittel vorgesehen. Dieser liegt
an der Stirnfläche 15 des Bewegungsteils 14 an.
Der Vorsprung 24 und der Vorsprung 26 ragen von
ihren jeweiligen Übertragungsteilen 12 beziehungsweise 16 aufeinander
zu vor, sind jedoch in ihrer Auskraglänge derart bemessen, dass sie
aneinander vorbei gleiten können.
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Zusätzlich ist
in dem Bewegungsteil 14 ein in zur Führungsrichtung F im Wesentlichen
orthogonaler Bewegungsrichtung S bewegbares Riegelelement 28 vorgesehen.
Dieses Riegelelement 28 ist in seiner Bewegungsrichtung
S größer bemessen
als das Bewegungsteil 14 in dieser Richtung. Daher ragt
stets ein Endbereich des Riegelelements 28 gegenüber einer
in Führungsrichtung
F verlaufenden Seitenbegrenzungsfläche 30 oder 32 des
Bewegungsteils 14 hervor. In dem in 1 gezeigten
Beispiel ragt ein Endbereich des Riegelelements 28 in eine
Eingriffsaussparung 34 des Sicherheitsantrieb- Übertragungsteils 16 hinein.
Eine spiegelsymmetrisch zu dieser ausgebildete Eingriffsaussparung 36 des
Verdeckklappen-Übertragungsteils 12 ist
in Richtung der Feder 20 versetzt, so dass das Verdeckklappen-Übertragungsteil 12 eine
Bewegung des Riegelelements 28 in Richtung des Verdeckklappen-Übertragungsteils 12 blockiert.
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In
seinen Endbereichen weist das Riegelelement 28 Schrägflächen 38 und 40 auf.
Diese Schrägflächen 38 und 40 sind
derart ausgerichtet, dass ihre Flächennormale eine Komponente
in der Bewegungsrichtung des Überrollbügel-Bewegungsteils 14 aus
der ersten Endstellung heraus sowie eine Komponente in Bewegungsrichtung
S des Riegelelements 28 aufweist. Die Schrägfläche 38 wirkt
mit einer komplementär
zu ihr ausgebildeten Wirkfläche 42 zusammen,
die einen Teil der Begrenzung der Eingriffsaussparung 34 bildet.
Der Schrägfläche 40 ist eine
Wirkfläche 44 der
Eingriffsausnehmung 36 zugeordnet. Die Paarung aus Schrägfläche 38 und Wirkfläche 42 bewirkt
bei einer Bewegung des Verdeckklappen-Übertragungsteils 12 unter
Mitnahme des Bewegungsteils 14 dann, wenn das Riegelelement 28 im
Eingriff mit der Eingriffsausnehmung 34 des Sicherheitsantrieb-Übertragungsteils 16 ist,
dass das Riegelelement 28 durch die Paarung von Schrägfläche 38 und
Wirkfläche 42 in
Eingriff mit der Eingriffsausnehmung 36 gebracht wird.
Eine derartige Situation ist in 2 dargestellt.
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Analoges
gilt für
die Paarung aus Schrägfläche 40 und
Wirkfläche 44 bei
einer Bewegung des Sicherheitsantrieb-Übertragungsteils 16,
wenn das Riegelelement 28 zunächst mit der Eingriffsausnehmung 36 des
Verdeckklappen-Übertragungsteils 12 in
Eingriff ist.
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An
dem Riegelelement 28 ist ein Vorsprung 46 ausgebildet,
der mit einer Feststellleiste 48 der Führungsschiene 10 zu sammenwirkt.
Vorsprung 46 und Feststellleiste 48 sind in ihrer
Dicke unter Berücksichtigung
des möglichen
Verschiebewegs des Riegelelements 28 derart bemessen, dass
der Vorsprung 46 im Falle eines Eingriffs des Riegelelements 28 mit
der Eingriffsausnehmung 34 mit einer ersten Gleitfläche 50 entlang
einer ersten Anlagefläche 52 der
Feststellleiste 48 gleitet. Wenn sich das Riegelelement 28 jedoch
in Eingriff mit der Eingriffsausnehmung 36 befindet, ist
eine zweite, der ersten gegenüberliegende
Gleitfläche 54 des
Vorsprungs 46 in Anlage an einer zweiten Anlagefläche 56 der
Feststellleiste 48. Die Feststellleiste 48 und der
an ihr anliegende Vorsprung 46 sorgen so dafür, dass
das Riegelelement 28 nicht außer Eingriff mit dem jeweiligen Übertragungsteil
gelangen kann.
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In 2 ist
dargestellt, wie das Bewegungsteil 14 von dem Verdeckklappen-Übertragungsteil 12 bei
dessen Bewegung aus der ersten Endstellung hinaus mitgenommen ist.
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In 3 ist
dargestellt, wie das Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil 16 unter
Wirkung der Kraft der Feder 20 aus seiner ersten Endstellung
heraus bewegt wird und dabei das Bewegungsteil 14 mitnimmt.
Ein derartiger Fall tritt dann auf, wenn der Überrollbügel aufgrund einer äußerst kritischen
Verkehrssituation plötzlich
ausgelöst
und in seine Schutzstellung gebracht wird.
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In
den 4 bis 6 ist eine zu der in den 1 bis 3 gezeigten
ersten Ausführungsform alternative
zweite Ausführungsform
dargestellt. Einander entsprechende Bauteile der ersten und der zweiten
Ausführungsform
sind in den 4 bis 6 mit den
gleichen Bezugszeichen versehen, jedoch erhöht um die Zahl 100. Die zweite
Ausführungsform wird
lediglich insoweit beschrieben werden, als sie sich von der ersten
Ausführungsform
unterscheidet, ansonsten wird aus drücklich auf die Beschreibung der 1 bis 3 verwiesen.
Im Übrigen
ist in den 4 bis 6 ein mit
dem Überrollbügel 160 verbundener
Lenker sowie die diesem zugeordneten Gelenke entsprechend der in 9 gezeigten Ausgestaltung bezeichnet.
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In 4 befinden
sich das Verdeckklappen-Übertragungsteil 112,
das Überrollbügel-Bewegungsteil 114 und
das Sicherheitsantriebs-Übertragungsteil 116 in
ihrer jeweiligen ersten Endstellung. In dieser ist das Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil 116 durch
einen um eine in Fahrzeugquerrichtung verlaufende Achse schwenkbaren
Sicherungshaken 122 gehalten. Der Sicherungshaken 122 kann,
wie der Sicherungsstift 22, durch einen Hubmagneten 123 angehoben
werden, so dass das Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil 116 zur
Bewegung in Richtung seiner zweiten Endstellung, das heißt in 4 nach rechts,
ausgelöst
wird. Um ein unbeabsichtigtes Auslösen des Sicherheitsantriebs
zu vermeiden, kann der Sicherungshaken 122 zusätzlich durch
eine nicht dargestellte Feder in seine in 4 gezeigte
Stellung gespannt sein. Die Feder 120 des Sicherheitsantriebs
ist in einem karosseriefesten Federlager 108 abgestützt.
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Wie
in 4 zu sehen ist, liegt das Überrollbügel-Bewegungsteil 114 in der Bewegungsrichtung des
Sicherheitsantrieb-Übertragungsteils 116 zu
dessen zweiter Endstellung hin vor dem Übertragungsteil 116,
so dass dessen zum Bewegungsteil 114 weisende Stirnfläche das
Mitnahmemittel 126 bildet.
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An
dem Verdeckklappen-Übertragungsteil 112 ist
in dieser Ausführungsform
kein Mitnahmemittel ausgebildet. Vielmehr ist das Übertragungsteil 112 durch
das Riegelelement 128, das sich in Eingriff mit der Eingriffsaussparung 136 befindet,
mit dem Bewegungsteil 114 zur gemeinsamen Bewegung ge koppelt.
Das Riegelelement 128 ist durch zwei Federn 129 in
die in 4 gezeigte Eingriffsstellung vorgespannt. Wird
nun das Verdeckklappen-Übertragungsteil 112 zur
Bewegung der nicht dargestellten Verdeckklappe angetrieben, wird
aufgrund der beschriebenen Kopplung das Überrollbügel-Bewegungsteil 114 und
damit der Überrollbügel 160 mitbewegt.
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An
dem Überrollbügel-Bewegungsteil 114 ist ein
Entkopplungsmechanismus 170 vorgesehen. Dieser umfasst
eine Wirkfläche 142,
welche mit der Schrägfläche 138 des
Riegelelements 128 zusammenwirkt und aufgrund der Vorspannkraft
der Federn 129 an dieser anliegt. An dem zum Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil 116 weisenden
Endbereich des Überrollbügel-Bewegungsteils 114 ragt
ein Betätigungsglied 172 des
Entkopplungsmechanismus 170 gegenüber der zum Übertragungsteil 116 weisenden
Stirnfläche 115 des
Bewegungsteils 114 hervor. Bevorzugt, jedoch nicht notwendigerweise,
liegt es an der Stirnfläche 126 des Übertragungsteils 116 an.
Die Stirnflächen 115 und 126 sind
mit einem Abstand voneinander angeordnet, der derart gewählt ist,
dass bei einem Auslösen
des Sicherheitsantrieb-Übertragungsteils 116 dieses
zunächst
das Betätigungsglied 172 in
das Bewegungsteil 114 einschiebt. Somit wird durch das
Zusammenwirken der Wirkfläche 142 mit
der Schrägfläche 138 das
Riegelelement 128 gegen die Wirkung der Federn 129 aus der
Eingriffsausnehmung 136 herausgezogen und die Kopplung
mit dem Verdeckklappen-Übertragungsteil 112 gelöst. Der
Abstand der Stirnflächen 115 und 126 ergibt
sich daher im Wesentlichen aus der Eindringtiefe des Riegelelements 128 in
die Eingriffsausnehmung 136 und der Winkelstellung der Flächen 138 und 142 bezüglich der
Bewegungsrichtung S des Riegelelements.
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Sobald
dann die Stirnfläche 126 an
der Stirnfläche 115 des
Bewegungsteils 114 anliegt, wird das vom Übertragungsteil 112 entkoppelte
Bewegungsteil 114 durch das Übertragungsteil 116 zur
Bewegung angetrieben. Der Überrollbügel 160 wird
dadurch blitzartig von seiner Ablagestellung in die Schutzstellung
bewegt. Wie schon bei der ersten Ausführungsform, so kann auch hier
das Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil 116 die
Kopplung zwischen dem Verdeckklappen-Übertragungsteil 112 und
dem Überrollbügel-Bewegungsteil 114 nicht
nur in deren erster Endstellung, sondern in jeder Zwischenstellung
lösen und
das Überrollbügel-Bewegungsteil 114 selbst
antreiben.
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An
der Unterseite des Überrollbügel-Bewegungsteils
ist eine Verzahnung 180 derart ausgebildet, dass die zur
zweiten Endstellung hinweisenden Zahnflanken mit einem verhältnismäßig flachen
Winkel gegen die Bewegungsrichtung F angestellt sind, während die
zur ersten Endstellung des Bewegungsteils 114 weisenden
Zahnflanken im Wesentlichen orthogonal zur Bewegungsrichtung F angeordnet
sind. Weiterhin ist in einer Vertiefung der Führungsschiene 110 ein
Rückzugssperrenteil 182 vorgesehen,
das an seiner zum Bewegungsteil 114 hinweisenden Seite eine
zur Verzahnung 180 des Bewegungsteils 114 komplementär ausgebildete
Verzahnung 184 aufweist. Das Rückzugssperrenteil 182 ist
gegen die Spannkraft von zwei Federn 186 in einer Rückzugsfreigabestellung
durch einen Bolzen 188 verriegelt. In der Rückzugsfreigabestellung
ist die Verzahnung 184 derart positioniert, dass das Bewegungsteil 114 darüber hinweggleiten
kann, ohne dass die Verzahnungen 180 und 184 miteinander
in Kontakt kommen.
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Der
Bolzen 188 ist gegen die Vorspannkraft einer nicht dargestellten
Feder in seiner das Rückzugssperrenteil 182 verriegelnden
Stellung gehalten. Ein Übertragungsgestänge 190,
das aus einer Druckstange 192 und einem Kipphebel 194 gebildet
ist, verhindert ein federkraftgetriebenes Ausrücken des Bolzens 188 aus
der in 4 gezeigten Stellung. Das freie Ende des Kipphebels 194 liegt
an einer Seite des Sicher heitsantrieb-Übertragungsteils 116 an. Der
Bolzen 188 wird solange dadurch an einer das Rückzugssperrenteil 182 entriegelnden
Bewegung gehindert, bis das Übertragungsteil 116 sich
soweit auf seine zweite Endstellung zu bewegt hat, dass der Kipphebel 194 nicht
mehr an seiner Seite anliegt und sich im Uhrzeigersinn drehen kann.
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In 5 ist
eine der 2 ähnliche Stellung der Überrollbügel-Verdeckklappensystems
gezeigt. Zur Bewegung der Verdeckklappe wurde das Verdeckklappen-Übertragungsteil 112 in
Richtung des Doppelpfeils F, genauer nach rechts in 5,
angetrieben und bewegt. Durch das in die Eingriffsausnehmung 136 des Übertragungsteils 112 eingeführte Riegelelement 128 wurde
das Überrollbügel-Bewegungsteil 114 vom
Verdeckklappen-Übertragungsteil 112 mitbewegt.
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In 6 ist
eine der 3 ähnliche Situation dargestellt,
d.h. es wurde der Sicherheitsantrieb für den Überrollbügel 160 ausgelöst. Der
Haken 122 wurde durch den Hubmagneten 123 angehoben,
woraufhin das Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil 116 durch
die Feder 120 in Richtung des Doppelpfeils F, genauer nach
rechts in 6, angetrieben wurde. Zunächst wurde
das Betätigungsglied 172 in
Bewegungsrichtung des Übertragungsteils 116 in
das Bewegungsteil 114 eingedrückt. Aufgrund der dadurch erfolgten
Verlagerung der Wirkfläche 142 wurde
das Riegelelement 128 im Zusammenwirken von Schrägfläche 138 und
Wirkfläche 142 in
Richtung des Doppelpfeils S, genauer in 6 nach unten,
aus der Eingriffsöffnung 136 herausgezogen.
Dann gelangten die Stirnflächen 115 und 126 in
Anlageeingriff miteinander, woraufhin das Überrollbügel-Bewegungsteil vom Übertragungsteil 116 angetrieben
in seine in 6 gezeigte zweite Endstellung
bewegt wurde. In dieser liegt das Bewegungsteil 114 an
einem Endanschlag 196 an.
-
Nachdem
sich das Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil 116 aus
seiner ersten Endstellung soweit nach rechts bewegt hatte, dass
das freie Ende des Kipphebels 194 nicht mehr durch das Übertragungsteil 116 abgestützt wurde,
wurde der Bolzen 188 von der ihn vorspannenden (nicht dargestellten)
Feder aus der Eingriffsausnehmung 189 im Rückzugssperrenteil 182 herausgezogen.
Das Rückzugssperrenteil 182 bewegte
sich daraufhin, angetrieben von den Federn 186, in Richtung
des Doppelpfeils S, genauer in 6 nach oben,
und ragt nun über
die Gleitebene der Führungsschiene 110 hervor.
Aufgrund der beschriebenen Ausbildung der Verzahnungen 180 und 184 im
Bewegungsteil 114 beziehungsweise im Rückzugssperrenteil 182 ist
eine Bewegung des Bewegungsteils 114 zur zweiten Endstellung
möglich.
In Richtung zur ersten Endstellung hin wird sie jedoch durch die
aneinander anliegenden zur Bewegungsrichtung F nahezu orthogonalen
Zahnflanken gehemmt. Für
eine Rückstellung
des Überrollbügels 160 aus
der in 6 gezeigten Schutzstellung muss zunächst das
Rückzugssperrenteil 182 erneut
in seine Rückzugsfreigabestellung
gebracht und durch den Bolzen 188 verriegelt werden. Durch
die dargestellte Rückzugssperre
wird verhindert, dass der Überrollbügel 160 durch
die Wucht eines Aufpralls des Fahrzeugs beim Überschlag in die Ablagestellung
zurückgedrückt werden
kann.
-
In
den 7 bis 10 sind
verschiedene Ausführungsformen
eines Überrollbügels 60 zum
Einsatz in einem erfindungsgemäßen Fahrzeug
gezeigt. Dabei zeigen die 7a bis 10a jeweils Lenkerschemata der jeweiligen Überrollbügel 60,
während die 7b bis 10b jeweils schematisierte perspektivische Ansichten
des Überrollbügels darstellen.
-
In
allen 7 bis 10 sind
der Überrollbügel mit 60,
eine Querstrebe des Überrollbügels 60 mit 60a und
ein von der Querstrebe zu einem Anlenkpunkt an der Fahrzeugkarosserie
führender
Schenkel des Überrollbügels 60 mit 60b bezeichnet.
-
In
den 7a bis 10a ist
darüber
hinaus die Trajektorie der dort stets auf einen Punkt projizierten
Querstrebe 60a bei einer Bewegung des Überrollbügels mit 62 bezeichnet.
-
In
den 7 bis 10 sind
Gelenke mit einstelligen apostrophierten Zahlen und mit den Gelenken verbundene
Lenker mit einstelligen Zahlen im Kreis versehen.
-
7 zeigt den einfachsten Fall eines unmittelbar
mit seinen Schenkeln 60b an einer Fahrzeugkarosserie über ein
Gelenk 1' angelenkten Überrollbügels. Die
Trajektorie 62 der Querstrebe 60a bei der Verstellung
des Überrollbügels entspricht
in der Projektion der 7a einer Kreislinie.
-
In
der 8 ist der Schenkel 60b des Überrollbügels 60 durch
die starr miteinander verbundenen Lenker 2 und 4 gebildet.
Das freie Längsende des
Schenkels 60b ist über
das Gelenk 2' mit
einem Antriebslenker 1 verbunden, der wiederum über ein Gelenk 1' an der Fahrzeugkarosserie
angelenkt ist. Zusätzlich
ist der Schenkel 60b zur Bewegungsführung des Überrollbügels 60 an einer Anlenkstelle 3' im Bereich
der Längsmitte
des Schenkels 60b, die jedoch leicht zum Gelenk 2' hin verschoben
ist, über ein
Gelenk 3' mit
einem Lenker 3 verbunden, der an seinem anderen Längsende über ein
Gelenk 4' an der
Fahrzeugkarosserie angelenkt ist.
-
Wie
die Trajektorie 62 in 8a zeigt,
liegt der Vorteil dieser Konstruktion darin, dass die Querstrebe 60a sich
aus der Ruhestellung des Überrollbügels 60 zunächst im
Wesentlichen senkrecht nach oben bewegt, wodurch etwa Kopfstützen leicht
umgangen werden können.
-
Eine ähnliche
Wirkung wird mit der in 9 gezeigten
Konstruktion erreicht. Die in 9 gezeigte
Konstruktion entspricht im Wesentlichen der in 8 gezeigten,
ledig lich ist der Lenker 1 durch eine in Fahrzeuglängsrichtung
verlaufende Gleitführung ersetzt.
Im Übrigen
wird zur Erläuterung
der 9 auf die Beschreibung der 8 verwiesen. Die in 9a gezeigte
Gleitführung
kann im Detail beispielsweise in der in den 1 bis 3 oder
auch in der in den 4 bis 6 gezeigten
Art und Weise ausgeführt
sein.
-
10 entspricht im Wesentlichen ebenfalls der
in 8 gezeigten Ausführungsform,
auf deren Beschreibung hier ausdrücklich verwiesen sei. Zusätzlich ist
bei der in 10 gezeigten Alternative
an dem Gelenk 3' ein
Lenker 6 angelenkt, der wiederum an einem Gelenk 5' mit einem Lenker 5 verbunden ist,
der wiederum über
ein Gelenk 6' mit
der Fahrzeugkarosserie verbunden ist. Darüber hinaus ist der Anlenkpunkt 1' des Antriebslenkers 1 an
der Karosserie in Bezug auf den Anlenkpunkt 4' des Lenkers 3 an
einer anderen Stelle gewählt
als in der 8a, was zu der in 10a gezeigten Trajektorie 62 der Querstrebe 60a führt.
-
Die
in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den
Ansprüchen
offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch
in beliebiger Kombination für
die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.
-
- 108
- Federlager
- 10,
110
- Führungsschiene
- 12,
112
- Verdeckklappen-Übertragungsteil
- 14,
114
- Überrollbügel-Bewegungsteil
- 15,
115
- Zum
Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil
weisende Stirnfläche
des Überrollbügel-Bewegungsteils
- 16,
116
- Sicherheitsantrieb-Übertragungsteil
- 18,
118
- Achszapfen
- 20,
120
- Feder
(Sicherheitsantrieb)
- 22,
122
- Sicherungsstift
bzw. Sicherungshaken
- 24
- Mitnahmemittel
(Vorsprung)
- 26,
126
- Mitnahmemittel
(Vorsprung)
- 28,
128
- Riegelelement
- 129
- Federn
- 30
- Seitenbegrenzungsfläche
- 32
- Seitenbegrenzungsfläche
- 34
- Eingriffsaussparung
- 36,
136
- Eingriffsaussparung
- 38,
138
- Schrägfläche
- 40
- Schrägfläche
- 42,
142
- Wirkfläche
- 44
- Wirkfläche
- 46
- Vorsprung
am Riegelelement 28
- 48
- Feststellleiste
- 50
- Erste
Gleitfläche
- 52
- Erste
Anlagefläche
- 54
- Zweite
Gleitfläche
- 56
- Zweite
Anlagefläche
- 60,
160
- Überrollbügel
- 60a,
160a
- Querstrebe
- 60b,
160b
- Schenkel
- 170
- Entkopplungsmechanismus
- 172
- Betätigungsglied
- 180
- Verzahnung
am Überrollbügel-Bewegungsteil
- 182
- Rückzugssperrenteil
- 184
- Verzahnung
am Rückzugssperrenteil
- 186
- Federn
- 188
- Verriegelungsbolzen
- 189
- Eingriffsausnehmung
am Rückzugssperrenteil
- 190
- Gestänge
- 192
- Druckstange
- 194
- Kipphebel
- 196
- Endanschlag
des Überrollbügel-Bewegungsteils
- F
- Führungsrichtung
der Teile 12, 14 und 16 bzw. 112, 114 und 116
- S
- Bewegungsrichtung
des Riegelelements 28, 128