DE10209591A1 - Aerodynamische Verkleidung für die Unterseite eines Kraftfahrzeugs - Google Patents
Aerodynamische Verkleidung für die Unterseite eines KraftfahrzeugsInfo
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Abstract
Es ist eine aerodynamische, leicht lösbare Verkleidung für die Unterseite von Kraftwagen bekannt. Die leicht lösbare Verkleidung besteht aus einem biegsamen Material, wie zum Beispiel einer Kunststofffolie, die den Bewegungen der Radführungsglieder ausweichen kann. Aufgabe der Erfindung ist es, den vorbekannten elastischen Unterboden eines Fahrzeugs weiterzubilden. DOLLAR A Kerngedanke der Erfindung ist es, dann eine aerodynamische, zumindest teilweise durch zumindest ein fremdkraftbestätigtes Stellelement verlagerbare Verkleidung (3) für die Unterseite (1) eines Kraftfahrzeugs (2) zumindest einen elastischen Abschnitt (4, 7, 8, 9) und zumindest einen festen, wärmebeständigen Abschnitt (5, 6) aufweist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine aerodynamische Verkleidung für die Unterseite eines Kraftfahrzeugs.
- Bereits aus der deutschen Patentanmeldung DE 32 39 946 A1 ist eine aerodynamische, leicht lösbare Verkleidung für die Unterseite von Kraftwagen bekannt. Die leicht lösbare Verkleidung besteht aus einem biegsamen Material, wie zum Beispiel einer Kunststofffolie, die den Bewegungen der Radführungsglieder ausweichen kann.
- Gattungsbildend ist in der nicht vorveröffentlichten internationalen Patentanmeldung PCT/EP 01/15203 ein flächiger und elastischer Abschnitt einer Außenhaut einer Fahrzeugkarosserie beschrieben, der über zumindest einen Teil eines Fahrzeuggerippes, wie beispielsweise einem Space-frame, gespannt ist. Unter der Außenhaut ist zumindest ein mechanisch bewegbares Stellelement vorgesehen, das die Außenhaut verformen kann. Der Abschnitt kann als Unterboden eines Fahrzeugs durch ein Stellelement absenkbar sein.
- Aufgabe der Erfindung ist es, den elastischen und absenkbaren Unterboden eines Fahrzeugs weiterzubilden.
- Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
- Kerngedanke der Erfindung ist es, dass eine aerodynamische, zumindest teilweise durch zumindest ein fremdkraftbetätigtes Stellelement verlagerbare Verkleidung für die Unterseite eines Kraftfahrzeugs zumindest einen elastischen Abschnitt und zumindest einen festen, wärmebeständigen Abschnitt aufweist. Durch die Verkleidung entsteht ein glatter ebener Unterboden ohne Spalten. Dadurch reduziert sich der Luftwiderstand des Fahrzeugs, sodass eine höhere Endgeschwindigkeit erreicht werden kann. Darüber hinaus reduziert sich der Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emission ist entsprechend geringer. Der elastische Abschnitt ist relativ leicht und trägt damit zu einer Gewichtsverringerung des Gesamtfahrzeugs bei.
- Der elastische Abschnitt sollte aus einem reißfesten Material bestehen, das schmutzunempfindlich und gut zum Wiederverwerten ist. Die meisten elastischen Materialien halten keine sehr hohen Temperaturen aus. Daher ist vorzugsweise in den Bereichen, in denen hohe Temperaturen herrschen, wie zum Beispiel im Bereich der Abgasanlage ein fester Abschnitt angeordnet.
- Die Verkleidung kann nur partiell oder aber überall verlagerbar sein. Eine derartige Verlagerung kann beispielsweise dazu dienen, die Bodenfreiheit zu verändern. So kann beispielsweise die Bodenfreiheit von 130 mm bis 80 mm stufenlos verändert werden. Bei einer geringeren Bodenfreiheit verringert sich der Auftrieb an den Achsen. Dadurch kann das Fahrzeug schneller durch Kurven fahren. Die gesamte Agilität des Fahrzeugs erhöht sich so.
- Idealerweise kann der elastische Abschnitt im Bereich der Radführung den Bewegungen der Radführungsglieder ausweichen. Dies ermöglicht eine enge Radumschließung im Radhaus. Der elastische Abschnitt kann dabei so variabel gestaltet werden, dass auch auf ein Rad aufgezogene Schneeketten kein Problem darstellen.
- Die Verkleidung wird günstigerweise in Abhängigkeit von Fahrzeug- und/oder Umgebungsparametern bewegt. So kann beispielsweise die Verkleidung bei hohen Geschwindigkeiten abgesenkt werden, um die Bodenfreiheit zu reduzieren. Weitere Parameter können der Verlauf der Straße (kurvig, gerade), das Wetter, der Straßenzustand, und vieles mehr sein. Die Verkleidung nimmt dabei idealerweise immer eine solche Stellung ein, dass größtenteils eine laminare Strömung unter dem Kraftfahrzeug erzeugt wird.
- Die Verkleidung kann vorteilhafterweise zusätzlich einen Frontspoiler und/oder einen Heckdiffusor bilden. Dazu muss die Verkleidung nur vorne und/oder hinten nach oben fortgesetzt werden. Dies verbessert die Aerodynamik des Fahrzeugs noch weiter.
- Die Verkleidung ist günstigerweise so gestaltet, dass sie die Anströmung für einen Kühler und/oder Bremsen steuert. Eine gezielte Luftlenkung bzw. Belüftung ermöglicht beispielsweise eine besonders schnelle Abkühlung einer hinteren Bremse. In einer Weiterbildung ist die Anströmung bedarfsweise veränderbar. Dazu kann zumindest ein elastischer Abschnitt der Verkleidung durch zumindest ein Stellelement in seiner Form veränderbar sein. Zum Beispiel können Ein- und/oder Abströmöffnungen in der Verkleidung durch das Stellelement variierbar sein.
- Idealerweise fungiert der feste, wärmebeständige Abschnitt zugleich als Wärmetauscher. Dadurch kann überschüssige Wärme schnell nach außen abgeführt werden. Um eine derartige Wärmeübertragung zu erzielen, kann der wärmebeständige Abschnitt mit Aerogel oder einer anderen wärmeleitenden Masse mit den heißen Kraftfahrzeugteilen verbunden sein.
- Zur Kapselung unerwünschter Geräusche kann die Verkleidung zumindest abschnittsweise geräuschdämpfende Eigenschaften haben. So kann beispielsweise der Abschnitt unterhalb des Motorraums die Geräusche des Motors dämpfen.
- In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung vermindert die Verkleidung in einer bestimmten Stellung aufgrund ihrer Form ein seitliches Hochspritzen von Schmutz. Dadurch wird selbst bei verschmutzten Straßen das Kraftfahrzeug seitlich nicht nennenswert verschmutzt.
- Des weiteren können in die Verkleidung Lichtelemente integriert sein. Solche Lichtelemente können beispielsweise zur Vorfeldbeleuchtung dienen. Sie leuchten dann beispielsweise den Bereich vor einer Tür des Kraftfahrzeugs aus, wenn diese geöffnet ist.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das im folgenden näher beschrieben wird. Die einzige Figur zeigt in schematischer Darstellungsweise die Unterseite eines Kraftfahrzeugs mit einer erfindungsgemäßen Verkleidung.
- Die gesamte Unterseite 1 des Kraftfahrzeugs 2 ist mit einer Verkleidung 3 abgedeckt. Die Verkleidung 3 besteht aus einem vorderen Abschnitt 4, einem mittleren Abschnitt 5, einem hinteren linken Abschnitt 6, einem hinteren rechten Abschnitt 7 und zwei seitlichen Abschnitten 8 und 9 zwischen den vorderen und hinteren Rädern.
- Der vordere Abschnitt 4, der hintere rechte Abschnitt 7 und die beiden seitlichen Abschnitte 8 und 9 bestehen aus einem elastischen Material. Der mittlere Abschnitt 5 und der hintere linke Abschnitt 6 sind dagegen feste Platten und decken den heißen Bereich der Abgasanlage des Kraftfahrzeugs 2 ab. Alle Abschnitte 4 bis 9 sind miteinander verbunden. Der mittlere Abschnitt 5 kann über elektrische Stellelemente auf Wunsch des Fahrers oder bei hohen Geschwindigkeiten des Kraftfahrzeugs 2 abgesenkt werden. In allen Stellungen des mittleren Abschnitts 5 erzeugen die anderen Abschnitte 4, 6, 7, 8 und 9 einen kontinuierlichen Übergang zur angrenzenden Karosserie des Kraftfahrzeugs 2.
- Die glatte Fläche der Verkleidung 3 ermöglicht eine laminare Luftströmung auf der Unterseite 1 des Kraftfahrzeugs 2 und verringert so den Luftwiderstand. Außerdem ermöglicht die Absenkung des mittleren Bereichs 5 eine Verringerung der Bodenfreiheit, sodass insbesondere bei hohen Geschwindigkeiten der Auftrieb an den Achsen des Kraftfahrzeugs 2 reduziert wird. Dies erhöht die Agilität des Kraftfahrzeugs 2.
Claims (12)
1. Aerodynamische, zumindest teilweise durch zumindest ein fremdkraftbetätigtes
Stellelement verlagerbare Verkleidung (3) für die Unterseite (1) eines
Kraftfahrzeugs (2), die zumindest einen elastischen Abschnitt (4, 7, 8, 9) und
zumindest einen festen, wärmebeständigen Abschnitt (5, 6) aufweist.
2. Aerodynamische Verkleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der elastische Abschnitt (4, 7) im Bereich der Radführung den Bewegungen der
Radführungsglieder ausweichen kann.
3. Aerodynamische Verkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung (3) in Abhängigkeit von
Fahrzeug- und/oder Umgebungsparametern bewegt wird.
4. Aerodynamische Verkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung (3) zusätzlich einen
Frontspoiler und/oder einen Heckdiffusor bildet.
5. Aerodynamische Verkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung (3) die Anströmung für einen
Kühler und/oder Bremsen steuert.
6. Aerodynamische Verkleidung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Anströmung bedarfsweise veränderbar ist.
7. Aerodynamische Verkleidung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass
zur bedarfsweisen Anströmung zumindest ein elastischer Abschnitt der
Verkleidung durch zumindest ein Stellelement in seiner Form veränderbar ist.
8. Aerodynamische Verkleidung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
Ein- und/oder Abströmöffnungen in der Verkleidung (3) durch das Stellelement
variierbar sind.
9. Aerodynamische Verkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der feste, wärmebeständige Abschnitt (5)
zugleich als Wärmetauscher fungiert.
10. Aerodynamische Verkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung (3) zumindest abschnittsweise
geräuschdämpfende Eigenschaften hat.
11. Aerodynamische Verkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Verkleidung (3) aufgrund ihrer Form ein
seitliches Hochspritzen von Schmutz zumindest vermindert.
12. Aerodynamische Verkleidung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass in die Verkleidung (3) Lichtelemente integriert
sind.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE10209591A DE10209591A1 (de) | 2002-03-05 | 2002-03-05 | Aerodynamische Verkleidung für die Unterseite eines Kraftfahrzeugs |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10209591A DE10209591A1 (de) | 2002-03-05 | 2002-03-05 | Aerodynamische Verkleidung für die Unterseite eines Kraftfahrzeugs |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10209591A1 true DE10209591A1 (de) | 2003-09-18 |
Family
ID=27762686
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE10209591A Withdrawn DE10209591A1 (de) | 2002-03-05 | 2002-03-05 | Aerodynamische Verkleidung für die Unterseite eines Kraftfahrzeugs |
Country Status (1)
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