DE10208446C1 - Vorrichtung zum Aufbringen eines von einer Spenderrolle abgewickelten Klebebandes - Google Patents
Vorrichtung zum Aufbringen eines von einer Spenderrolle abgewickelten KlebebandesInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufbringen eines von einer Spenderrolle abgewickelten Bandes 1, insbesondere Klebebandes, auf eine zu beklebende Oberfläche 3, mit DOLLAR A - einem Klebekopf 2, der beim Aufbringen des Bandes 1 auf die Oberfläche 3 eine Relativbewegung zur Oberfläche 3 vollzieht, DOLLAR A - eine Mehrzahl von Führungsrollen 5, 6, 7 am/im Klebekopf 2, die das Band 1 geführt einer Andruckrolle 10 des Klebekopfes 2 zuführen sowie DOLLAR A - einer Steuerschaltung zum definierten Abrollen des Bandes 1 von der Spenderolle und Führen des Bandes 1 im Klebekopf 2, wobei DOLLAR A - im Klebekopf 2 eine Förderrolle 8 angeordnet ist, der zur Förderung und Traktion des Bandes 1 eine Gegenrolle 9 zugeordnet ist, wobei das Band 1 klemmgeführt zwischen Förderrolle 8 und Gegenrolle 9 verläuft und DOLLAR A - die Förderrolle 8 und Andruckrolle 10 derart angetrieben sind, daß die Andruckrolle 10 zumindest zeitweise eine höhere Umfangsgeschwindigkeit hat als die Förderrolle 8.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aufbringen eines von einer
Spenderrolle abgewickelten Klebebandes auf eine zu
beklebende Oberfläche, mit den weiteren Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1.
Zum Aufbringen von Bändern, insbesondere Klebebändern sind sog. Klebeköpfe
bekannt, die beim Aufbringen des Bandes auf die Oberfläche eine
Relativbewegung zur Oberfläche vollziehen. Wenn von einer Relativbewegung
gesprochen wird, so kann entweder die Oberfläche des Kleblings unter dem
Klebekopf bewegt werden oder der Klebekopf wird in Kleberichtung über der
Oberfläche des Klebekopfes geführt, um den Aufklebevorgang zu vollziehen. Die
Bänder, die im Zusammenhang mit der Erfindung angesprochen sind, können
entweder nicht selbstklebende Bänder sein, wozu dann der Klebling oder das
Band gesondert mit einer Klebeschicht versehen werden muß, ebenso werden aber
auch Klebebänder von der Erfindung umfaßt, die eine klebende Schicht auf einem
Trägermaterial aufweisen oder lediglich aus einer Klebeschicht bestehen.
Eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1
geht aus US 4,003,780 hervor.
Der Klebekopf der bekannten Vorrichtung weist eine Mehrzahl von
Führungsrollen auf, die das Band geführt einer Andruckrolle des Klebekopfes
zuführen. Die Andruckrolle ist die unmittelbar über die Klebelinie des Kleblings
geführte Rolle, die für einen innigen Kontakt des zu verklebenden Bandes mit der
Oberfläche des Kleblings sorgt.
In der Regel haben automatische Vorrichtungen zum Aufbringen eines von einer
Spenderrolle abgewickelten Bandes auch eine Steuerschaltung, um von der
Spenderrolle das Band zugarm abführen zu können.
Außerdem ist eine weitere mit einem Schneidemesser zusammenwirkende
angetriebene Rolle vorgesehen, deren Umfangsgeschwindigkeit höher ist als die
Umfangsgeschwindigkeit der Förderrolle.
Als weiterer Stand der Technik geht aus DE 696 12 392 T2 eine Trennvorrichtung für
trägerbandlose Etiketten hervor. Aus US 5,192,385 A ergibt sich ein Verfahren
und eine Vorrichtung zur definierten Anbringung von Abschnitten gleicher oder
ungleicher Länge von Klebeband auf eine Oberfläche. Von diesem Verfahren geht
der Verfahrenshauptanspruch 21 aus.
Aus DE 197 29 026 C1 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Aufkleben eines
von einer Vorratsrolle abgezogenen und abgelängten Abschnittes eines
Klebebandes bekannt. Das freie Ende des Klebebandes wird an seiner Klebeseite
von einem Greifer erfaßt, wozu komplizierte mechanische Bewegungsvorgänge
erforderlich sind.
Aus EP 0 325 855 B1 ist eine Klebstoffauftragevorrichtung mit selbsttätigem
Tragebandvorschub bekannt.
Aus DE 199 36 130 A1 ist ein Bandabroller, insbesondere ein Klebebandabroller
bekannt, bei welchem zur leichteren Handhabung und leichteren Ablängen des
Bandes ohne Verletzungsgefahr an einer scharfen Schneidklinge, die
Schneidklinge aus einer Ruhestellung in Schnittstellung entgegen der Kraft einer
vorgespannten Feder schwenkbar am Bandabroller angeordnet ist.
Ausgehend von US 4,003,780 liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1 derart
auszubilden, daß das Band im Klebekopf mit sicherer Traktion klemmgeführt
wird und nach dem Trennen des Bandes die geschnittenen Bandenden definierte
Lagen einnehmen.
Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Vorrichtung ergeben sich aus den
Unteransprüchen 2-20.
Gemäß Anspruch 21 betrifft die Erfindung auch ein
Verfahren zur Aufbringung eines Bandes, insbesondere eines Klebebandes auf
eine Oberfläche eines Kleblings mit einem Klebekopf. Vorteilhafte
Weiterbildungen des Verfahrens ergeben sich aus den Unteransprüchen 22-24.
Nach der Merkmalskombination des Vorrichtungsanspruches 1 ist im Klebekopf
eine Förderrolle angeordnet, der zur Förderung und Traktion eine Gegenrolle
zugeordnet ist, wobei das Band zwischen Förderrolle und Gegenrolle verläuft. Die
Förderrolle, auch als Masterrolle bezeichnet, ist verantwortlich für die
Laufgeschwindigkeit des Bandes im Klebekopf. Durch das Zusammenwirken
zwischen Förderrolle und Gegenrolle wird das Band in diesem Bereich sehr innig
geführt und geklemmt, um beispielsweise einen Trennvorgang zu
unterstützen. Förderrolle und Andruckrolle sind deshalb so angetrieben, daß die
Andruckrolle zumindest zeitweise eine höhere Umfangsgeschwindigkeit hat als
die Förderrolle. Wenn in diesem Zusammenhang von zumindest zeitweise
gesprochen wird, so bedeutet dies zum einen, daß die Andruckrolle immer mit
einer etwas höheren Umfangsgeschwindigkeit laufen kann als die Förderrolle.
Dies hat den Vorteil, daß eine Schlaufenbildung im Bereich zwischen Förderrolle
und Andruckrolle vermieden wird. In diesem Falle läuft das Band auf der
bandführenden radialen Außenfläche der Andruckrolle immer mit etwas Schlupf.
Es liegt aber auch im Rahmen der Erfindung, daß im normalen Förderzustand die
Umfangsgeschwindigkeiten in der Förderrolle und Andruckrolle gleich sind, die
Förderrolle aber zeitweise gestoppt werden kann, wodurch das Band angehalten
wird. Vor diesem Stop wird das Band definiert angeschnitten, dadurch wird
erfindungsgemäß ein Abreißen des Bandes verursacht, und zwar in einem
Bereich, der sich bereits auf der bandführenden Fläche der Andruckrolle befindet.
Dies hat den Vorteil, daß der abgeschnittene Abschnitt des Bandes fertig auf die
Oberfläche des Kleblings aufgeklebt werden kann und der Beginn des
nachfolgenden Abschnittes aber bereits an der Andruckrolle anliegt, ohne daß
direkt auf der Oberfläche der Andruckrolle geschnitten werden muß.
Der Schneidvorgang kann zwischen Förderrolle und Andruckrolle vorgenommen
werden. Dazu ist zwischen der Förderrolle und der Andruckrolle eine weitere, mit
einem Schneidemesser zusammenwirkende angetriebene Rolle angeordnet. Diese
Rolle hat eine "Ambos"-Funktion.
Mit Vorteil ist es möglich, auch deren Umfangsgeschwindigkeit höher zu wählen
als die Umfangsgeschwindigkeit der Förderrolle um Schlaufenbildung zwischen
Ambosrolle und Förderrolle zu vermeiden. Vor der Förderrolle können
angetriebene Umlenkrollen angeordnet werden, durch welche das von der
Spenderrolle kommende Band in den Klebekopf eingeführt wird.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, die angetriebenen Rollen des Klebekopfes
durch einen gemeinsamen Motor anzutreiben, wozu dann Kupplungs- oder
Getriebeelemente vorgesehen werden müssen, um die Förderrolle antriebsmäßig
abzukoppeln und zu blockieren, während die anderen Rollen weiterlaufen. Es
ist aber auch möglich, die Förderrolle mit einem gesonderten Motor zu versehen
und die anderen angetriebenen Rollen über einen weiteren Motor anzutreiben. Die
Motoren können mit Vorteil als Servo-Motoren ausgestaltet sein, die über eine
Steuerschaltung angesteuert werden können.
Die Andruckrolle ist eine mit radial zur außenliegenden Andruckfläche führenden
Unterdruckkanälen versehene Rolle. Derartige Rollen sind im Prinzip bekannt.
Gemäß der Erfindung kann der Unterdruck gesteuert werden, um auf
unterschiedliche Bandverhältnisse, d. h. Bandoberflächenbeschaffenheiten oder
Steifigkeiten reagieren zu können.
Die Umfangsgeschwindigkeiten der Förderrolle und der Andruckrolle können so
unterschiedlich gewählt werden, daß die Andruckrolle immer eine etwas höhere
Umfangsgeschwindigkeit als die Förderrolle hat, so daß das Band mit geringem
Schlupf auf der Andruckfläche der Andruckrolle gleitet.
Das Schneidemesser der Schneidevorrichtung kann beim Schneidevorgang
annähernd in Radialrichtung auf die mit ihm zusammenwirkende Ambos-Rolle
zugeführt werden. Das Schneidemesser ist dabei um einen geringfügigen
Winkelbereich schwenkbar befestigt. Die Schwenkbewegung des
Schneidemessers wird dadurch verursacht, daß die Messerspitze in das bewegte
Band eindringt und vom bewegten Band mitgenommen wird. Dabei ist
bedeutungsvoll, daß das Band nicht gänzlich vom Schneidemesser durchtrennt
wird, sondern der eigentliche Trennvorgang an der durch das Band
angeschnittenen Stelle erst im Bereich der Andruckrolle erfolgt und zwar dadurch,
daß die Förderrolle gestoppt wird, wohingegen der eigentliche Klebevorgang bei
angetriebener Andruckrolle fortgeführt wird. Dadurch entsteht auf die
Schnittstelle ein derartiger Zug, daß das Band an dieser Stelle gezielt abreißt.
Die Ansprüche 12-20 befassen sich mit einer elektronischen
Steuerungseinrichtung, die in die Vorrichtung integriert oder gesondert
ausgebildet und über elektrische Schaltmittel mit der Vorrichtung wirkverbunden
sein kann. In die Steuerungseinrichtung kann auch ein
Meßsystem integriert sein, über welches Bandabzugs- und
Aufklebegeschwindigkeiten erfaßt werden können.
Meßsystem und Steuerungseinrichtung können integriert ausgebildet
sein. Außerdem ist es vorteilhaft, wenn in einem Speicher der
Steuerungseinrichtung eine Mehrzahl von Klebeprogrammen gespeichert ist,
die abhängig von Art der Klebebänder und der zu beklebenden Flächen abrufbar
sind. Dadurch ist es möglich, auf einfache Weise die Funktion des Klebekopfes an
die mechanischen adhesiven Eigenschaften der Klebebänder anzupassen.
Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispieles in den Zeichnungsfiguren
näher erläutert. Diese zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht des Klebekopfes - teilweise im Schnitt - mit
darin geführtem Klebeband und
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des Klebekopfes.
Die Vorrichtung zum Aufbringen eines von einer nicht dargestellten Spenderrolle
abgewickelten Bandes 1 umfaßt einen Klebekopf 2, der beim Aufbringen des
Bandes auf eine zu beklebende Oberfläche 3 eine Relativbewegung zur
Oberfläche vollzieht, die mit dem Pfeil 4 angedeutet ist. In dem Klebekopf 2 ist
eine Mehrzahl von Führungsrollen 5, 6 und 7 vorgesehen, durch welche das Band
1 von der Spenderrolle kommend in den Klebekopf 2 eingeführt wird.
Zusätzlich kann eine Steuerschaltung vorgesehen werden, über die ein zugarmes
Abrollen des Bandes 1 von der Spenderrolle und eine definiertes Führen des
Bandes im Klebekopf 2 verursacht werden kann.
Im Klebekopf 2 ist eine Förderrolle 8 angeordnet, der zur Förderung und Traktion
des Bandes 1 eine Gegenrolle 9 zugeordnet ist, wobei das Band 1 klemmgeführt
zwischen Förderrolle 8 und Gegenrolle 9 verläuft. Von der Förderrolle 8 läuft das
Band zu einer Andruckrolle 10, durch die das Band 1 gegen die Oberfläche 3 des
Kleblings geführt wird.
Die Förderrolle 8 und die Andruckrolle 10 sind derart angetrieben, daß die
Andruckrolle 10 zumindest zeitweise einen höhere Umfangsgeschwindigkeit hat
als die Förderrolle 8.
Zwischen der Förderrolle 8 und der Andruckrolle 10 ist eine weitere, mit einem
Schneidemesser 11 einer Schneidevorrichtung 12 zusammenwirkende, angetriebene
Rolle 13 angeordnet, deren Umfangsgeschwindigkeit ebenfalls höher ist als die
Umfangsgeschwindigkeit der Förderrolle 8. Das Schneidemesser 11 ist an einer
Pendelachse 14 pendelnd in der Schneidevorrichtung 12 befestigt und kann in
Pfeilrichtung 15 gegen die Rolle 13 geführt werden, um das Band 1 an dieser
Stelle anzuschneiden. Für den Antrieb der Rollen 7, 8, 10 und 13 ist mindestens
ein Motor vorgesehen, der zeichnerisch nicht dargestellt ist. Die Andruckrolle 10
ist mit Unterdruckkanälen 16 versehen, die zur radial außenliegenden
Andruckfläche 17 der Andruckrolle 10 führen, so daß das auf der Peripherie der
Andruckrolle 10 liegende Band dort sicher gehalten und geführt wird. Aufgrund
der höheren Umfangsgeschwindigkeit der Andruckrolle 10 gegenüber der
Förderrolle 8 läuft das Band 1 mit geringem Schlupf über die radial
außenliegenden Öffnungen 18 der Andruckrolle 10.
Die Drehbewegung der Förderrolle 8 kann von der Drehbewegung der
Andruckrolle 10 und der mit dem Schneidemesser 11 zusammenwirkenden
Rolle 13 abgekoppelt werden, wodurch das Band zwischen der Förderrolle 8 und
der Gegenrolle 9 geklemmt, d. h. festgehalten wird und auf die angeschnittene
Stelle des Bandes, die dann bereits auf der Andruckrolle 10 aufliegt, ein so hoher
Zug ausgeübt wird, daß das Band definiert an dieser Stelle abreißt.
Beim eigentlichen Schneidevorgang wird das Schneidemesser 11 so gegen die
Rolle 13 geführt, daß es vor dem der Schneidevorrichtung nächstliegenden
Oberflächenpunkt der Rolle 13 in das Band 1 eindringt. Das Schneidemesser 11
wird dann in Bandlaufrichtung verschwenkt und erreicht dabei die der
Schneidevorrichtung 12 nächstliegende Stelle der Rolle 13. Sobald durch die
Schneidevorrichtung 12 das Schneidemesser 11 wieder entgegen Pfeilrichtung 15
zurückgezogen wird, sorgt eine Schwenk-Rückführfeder dafür, daß das
Schneidemesser 11 um die Pendelachse 14 wieder zurück in die Ausgangsposition
schwenkt.
Zwischen Rolle 13 und Andruckrolle 10 sind neben dem Band 1 noch
Seitenführungsrollen vorgesehen. Im Bereich der Führungsrolle 7 ist noch eine
zusätzliche Klemmvorrichtung 21 angeordnet, mit welcher das Band 1 auch im
Bereich der Führungsrolle 7 festgeklemmt werden kann.
Durch einen Klebebandsensor 22 kann der geschnittene Anfang eines
Klebebandtrums auf der Peripherie der Andruckrolle 10 festgestellt werden, so
daß für erneute Klebevorgänge exakte Klebebandpositionierungen möglich sind.
1
Band
2
Klebekopf
3
Oberfläche
4
Pfeil
5
Führungsrolle
6
Führungsrolle
7
Führungsrolle
8
Förderrolle
9
Gegenrolle
10
Andruckrolle
11
Schneidemesser
12
Schneidevorrichtung
13
Rolle
14
Pendelachse
15
Pfeilrichtung
16
Unterdruckkanal
17
Andruckfläche
18
Öffnung
21
zusätzliche Klemmvorrichtung
22
Klebebandsensor
Claims (24)
1. Vorrichtung zum Aufbringen eines von einer Spenderrolle abgewickelten
Klebebandes (1) auf eine zu beklebende Oberfläche (3), mit
einem Klebekopf (2), der beim Aufbringen des Bandes (1) auf die Oberfläche (3) eine Relativbewegung zur Oberfläche (3) vollzieht,
einer Mehrzahl von Führungsrollen (5, 6, 7) und einer Förderrolle (8) im Klebekopf (2), die das Band (1) einer Andruckrolle (10) des Klebekopfes (2) zuführen,
einer Steuerschaltung zum definierten Abrollen des Bandes (1) von der Spenderrolle und Führen des Bandes (1) im Klebekopf (2) so, daß die Andruckrolle (10) zumindest zeitweise eine höhere Umfangsgeschwindigkeit als die Förderrolle (8) hat, sowie
einer weiteren, zwischen der Förderrolle (8) und der Andruckrolle (10) angeordneten, mit einem Schneidemesser (11) zusammenwirkenden angetriebenen Rolle (13), deren Umfangsgeschwindigkeit höher ist als die Umfangsgeschwindigkeit der Förderrolle (8),
dadurch gekennzeichnet, daß
der Förderrolle (8) zur Förderung und Traktion des Bandes (1) eine Gegenrolle (9) zugeordnet ist, wobei das Band (1) klemmgeführt zwischen Förderrolle (8) und Gegenrolle (9) verläuft und
das Schneidmesser (11) und die Rolle (13) so ausgebildet sind, daß das Klebeband nur angeschnitten wird.
einem Klebekopf (2), der beim Aufbringen des Bandes (1) auf die Oberfläche (3) eine Relativbewegung zur Oberfläche (3) vollzieht,
einer Mehrzahl von Führungsrollen (5, 6, 7) und einer Förderrolle (8) im Klebekopf (2), die das Band (1) einer Andruckrolle (10) des Klebekopfes (2) zuführen,
einer Steuerschaltung zum definierten Abrollen des Bandes (1) von der Spenderrolle und Führen des Bandes (1) im Klebekopf (2) so, daß die Andruckrolle (10) zumindest zeitweise eine höhere Umfangsgeschwindigkeit als die Förderrolle (8) hat, sowie
einer weiteren, zwischen der Förderrolle (8) und der Andruckrolle (10) angeordneten, mit einem Schneidemesser (11) zusammenwirkenden angetriebenen Rolle (13), deren Umfangsgeschwindigkeit höher ist als die Umfangsgeschwindigkeit der Förderrolle (8),
dadurch gekennzeichnet, daß
der Förderrolle (8) zur Förderung und Traktion des Bandes (1) eine Gegenrolle (9) zugeordnet ist, wobei das Band (1) klemmgeführt zwischen Förderrolle (8) und Gegenrolle (9) verläuft und
das Schneidmesser (11) und die Rolle (13) so ausgebildet sind, daß das Klebeband nur angeschnitten wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
vor der Förderrolle (8) eine angetriebene Umlenkrolle (7) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die angetriebenen Rollen (7, 8, 10, 13) durch einen gemeinsamen Motor
angetrieben sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
für den Antrieb der Rollen (7, 8, 10, 13) mindestens zwei gesondert
ansteuerbare Motoren vorgesehen sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Motoren Servomotoren sind, die über die Steuerschaltung ansteuerbar
sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Andruckrolle (10) als eine mit zur radial außenliegenden Andruckfläche
(17) führenden Unterdruckkanälen (16) versehene Rolle ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
der Unterdruck steuerbar ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Schneidmesser (11) beim Schneidvorgang annähernd in Radialrichtung
(15) auf die mit ihm zusammenwirkende Rolle (13) zuführbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Schneidemesser (11) um einen geringfügigen Winkelbereich
schwenkbar befestigt ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Schwenkbewegung des Schneidemessers (11) in Bandlaufrichtung durch
Beaufschlagung der Messerspitze durch das bewegte Band (1) erfolgt.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
an dem Schneidemesser (11) eine Schwenk-Rückführfeder angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7-11,
gekennzeichnet durch
eine elektronische Steuerungseinrichtung, die die Steuerschaltung enthält
und die die einen Unterdruck erzeugende Einrichtung, die in Verbindung
mit der Andruckrolle (10) steht, ebenfalls steuert.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuerungseinrichtung in die Vorrichtung integriert ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Steuerungseinrichtung als von der Vorrichtung getrennte Steuerung
ausgebildet ist, die mit der Vorrichtung wirkverbunden ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1-14,
dadurch gekennzeichnet, daß
sie ein Meßsystem aufweist, über welches Bandabzugs- und
Aufklebegeschwindigkeit erfaßbar sind.
16. Vorrichtung nach Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Meßsystem in die Steuerungseinrichtung integriert ist und mit dieser
elektronisch zusammenwirkt.
17. Vorrichtung Anspruch 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Meßelement des Meßsystems an der Andruckrolle (10) angeordnet oder
mit dieser wirkverbunden ist.
18. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Bewegung der Andruckrolle (10) von der Bewegung der anderen Rollen
der Vorrichtung abkoppelbar ist.
19. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
in einem Speicher der Steuerungseinrichtung eine Mehrzahl von
Klebeprogrammen abgespeichert ist, die abhängig von der Art der
Klebebänder und der zu beklebenden Flächen abrufbar sind.
20. Vorrichtung nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, daß
in den Klebeprogrammen sowohl die mechanischen als auch die adhesiven
Eigenschaften der Klebebänder als Programmparameter abgespeichert sind.
21. Verfahren zur Aufbringung eines von einer Spenderrolle abgewickelten
Klebebandes (1) auf eine zu beklebende Oberfläche (3), wozu ein
Klebekopf (2) verwendet wird, der beim Aufbringen des Klebebandes auf
die Oberfläche (3) eine Relativbewegung zur Oberfläche (3) vollzieht,
wobei das Band (1) durch eine Mehrzahl von Rollen in dem Klebekopf (2)
geführt wird sowie eine ein Schneidemesser (11) aufweisende Band-
Trenneinrichtung vorgesehen ist, wobei das Klebeband durch das
Schneidemesser (11) an einer abzutrennenden Stelle lediglich angeschnitten
wird, der angeschnittene Abschnitt weiter bis zu einer Andruckrolle (10)
geführt wird und zur endgültigen Trennung des Bandes (1) dieses gestoppt
wird,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Band durch eine es unter Klemmung beaufschlagende Förderrolle (8)
gestoppt wird, während der Beklebungsvorgang weiterläuft, wobei das
durch die Förderrolle (8) gehaltene Ende des Bandes (1) mit Schlupf an der
Peripherie der Andruckrolle (10) anliegt.
22. Verfahren nach Anspruch 21,
dadurch gekennzeichnet, daß
das auf der Andruckrolle (10) mit Schlupf anliegende Ende des
abgetrennten Bandes (1) mit Unterdruck beaufschlagt wird.
23. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 oder 22,
dadurch gekennzeichnet, daß
für einen erneuten Klebevorgang der Anfang des abgeschnittenen
Klebebandes im Bereich der Andruckrolle (10) durch einen
Klebebandsensor (22) ermittelt wird und bei Erreichen einer Sollposition
durch erneute Verriegelung der Förderrolle (8) das Klebeband gestoppt
wird.
24. Verfahren nach einem der Ansprüche 21-23,
dadurch gekennzeichnet, daß
beim Schneidevorgang ein pendelnd aufgehängtes Schneidemesser (11)
durch den Vorschub des Bandes (1) pendelnd mitgenommen wird und
während dieser Bewegung mit seiner Schneide gegen den dem
Schneidemesser (11) am nächsten liegenden Punkt einer dem
Schneidemesser (11) zugeordneten Gegenrolle (9) läuft.
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