DE10207916C1 - Schädlingsfalle oder Abwehrvorrichtung, insbesondere für Schnecken - Google Patents
Schädlingsfalle oder Abwehrvorrichtung, insbesondere für SchneckenInfo
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Abstract
Es gibt Kriechtiere, die zwar für bepflanzte Nutzflächen als Schädlinge gelten, jedoch in der Zusammensetzung der Natur unverzichtbar sind. Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die einmal als Abwehrsperre und zum anderen als Falle für Schädlinge verwendet werden kann. Dies wird erreicht, indem auf den Rand einer in die Erde einzulassenden endlos erweiterbaren Rinne ein dachförmiger Kragen aufgesetzt wird, dessen beiden Seiten schräg nach unten geneigt sind, wobei das untere Ende der einen Seite rinnenförmig nach oben gewölbt ist. Entsprechend der Aufsteckrichtung dieses Kragens entsteht somit eine Abwehr- oder Fallenfunktion.
Description
Die Erfindung betrifft eine Schädlingsfalle oder Abwehrvorrichtung, inbesondere
für Schnecken, Raupen und anderen Kriechtiere, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1
Aus der US 35 50 308 ist ein Gerät bekannt bei dem eine Schale einen
umlaufenden, nach außen weisenden Rand aufweist, wobei sie bis zu diesem Rand ins
Erdreich eingesetzt wird.
Das Dach ist mit einem Stiel versehen, welcher in eine Aufnahme am Boden im
Zentrum der Schale einsetzbar ist. Zwischen dem Schalenrand und dem Dach
verbleibt ein umlaufender Schlitz, durch den die Schnecken in das Schaleninnere
gelangen. Ein nach innen gezogener weiterer Rand verhindert, dass die Schnecken
wieder ins Freie gelangen können. Das Einsetzen der Schale in das Erdreich bereitet
Mühe, aber besonders nachteilig ist es, dass bei starkem Regen die Gefahr besteht, das
Wasser ins Innere der Schale gelangen kann. Dies hat zum einen die Folge, dass ein
darin befindlicher Köder verdünnt wird, was seine Unwirksamkeit nach sich zieht,
zum zweiten steigt aber auch der Flüssigkeitsspiegel an, so dass in der Flüssigkeit
befindliche Schädlinge ohne Probleme die Schale wieder verlassen können, falls sie
noch am Leben sind. Das vorgeschlagene schirmartige Dach verhindert zwar das
direkte Hineinregnen, aber die Bündig mit der Bodenoberfläche verlaufende
Schalenkante ermöglicht dennoch das Eindringen von Wasser.
Eine weitere Schneckenfalle ist aus der CH-342 782 bekannt. Bei diesem Gerät
muss eine Unterschale mittels eines Stiftes, der eine Deckelschale trägt und durch den
Boden der Unterschale hindurchreicht, in der Boden eingedrückt wird. Diese
Konstruktion weist ähnliche Nachteile auf wie die zuvor beschriebene. Da sie
Verbindung zwischen der Oberschale und der Unterschale und dem, durch sie
hindurchgehenden Stift abdichtend sein muss, damit kein Gift den Boden
kontaminiert, ist die Handhabung umständlich und unsicher.
Diese Nachteile sollen durch eine Schneckenfalle behoben sein, die in der DE 28 27 528 C2
Beschrieben ist. Die dortige Schneckenfalle weist die Form eines Topfes auf,
der frei auf den Boden gestellt werden kann, ohne ihn ins Erdreich einlassen zu
müssen. Die Schnecken sollen über einige Durchbrüche im Topfbereich gelangen.
Um das Eindringen von Regenwasser zu vermeiden, ist ein Dach vorgesehen, welches
einen ringförmigen Ansatz aufweist, mit welchem das Dach in den oberen Topfrand
einführbar ist.
Eine andere Vorrichtung ist aus DE 197 38 432 A1 bekannt, die eine bahnartige
Wandeinheit darstellt, die zwei im wesentlichen parallele, in Längsrichtung
verlaufende, gegeneinander isolierte blanke Leitung in von den Schnecken
gleichzeitig berührbarem Abstand besitzen, wobei die Leiter an eine Spannungsquelle
anschließbar sind. Der Nachteil dieser Erfindung ist, das eine solche
Schutzvorrichtung kompliziert im Aufbau und der Instandhaltung ist.
Die Erfindung DE 198 27 346 A1 zeigt eine Schneckenfalle, die eine Schale für
die Aufnahme eines Köders aufweist, die in beliebigen Stellen aufgestellt wird, um
die Schädlinge zu ködern und zu vernichten. Die Nachteile dieser Erfindung sind: a)
Die Schädlinge können die Schale passieren ohne an dem Köder interessiert zu
werden und dadurch kann im Garten erheblicher Schaden angerichtet werden.
Die Schneckenfalle ist daher kein sicherer Schutz vor Schnecken. b) Die Schnecken, die
letztendlich doch in die Falle geraten und elend eingehen, werden mit ihrem Schleim
(der schwer zu entfernen ist) und Körperresten die Falle mit der Zeit verunreinigen.
Die Reinigung der Falle wird jedoch durch die Kammern innerhalb der Falle
erschwert. Die Falle muss vollständig zerlegt und nach der Reinigung erneut
zusammengebaut werden.
Den nächstkommenden Stand der Technik stellt eine in DE 33 35 100 C1
insbesondere für Schnecken beschriebene Schädlingsfalle oder Abwehrvorrichtung
dar, welche aus einer durch einen Profilstrang gebildeten Rinne für die Aufnahme eines
schneckenvernichtenden Mittels besteht. Diese ist an ihrer Unterseite mit einem
stegartigen Einsteckglied versehen und mit einem Regenschutz überdacht ist, wobei
sich das Einsteckglied nach oben in einen Wandsteg fortsetzt, von dem von der
gleichen Seite ein die Rinne bildender Bodensteg sowie ein Dachsteg abkragen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kombinierte
Abwehrvorrichtung und gleichzeitig eine Schädlingsfalle für kriechende
Pflanzenschädlinge, insbesondere Weichtiere wie Schnecken, in einer Vorrichtung zu
entwickeln, die die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist die einen hohen
Wirkungsgrad erwarten lässt und die eine einfache Handhabung und Pflege aufweist.
Diese Aufgabe wird durch eine Schädlingsfalle oder Abwehrvorrichtung, welche die
Merkmale des Anspruchs 1 aufweist, gelöst.
Durch die Merkmale der abhängigen Ansprüche wird die Erfindung in vorteilhafter
Weise ausgestaltet.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung mit Hilfe eines Ausführungsbeispieles
nachstehend noch näher erläutert.
Die Abb. 1 zeigt eine Schädlingsschutzvorrichtung mit integrierter Falle,
die eine Rinne (1) zur Aufnahme eines Köders (7) (falls der Tod des Schädlings
erwünscht wird) aufweist, auf deren dem ankommenden Schädling zugewandten
Seite ein dachförmiger Kragen aufgesteckt ist, dessen eine Seite (2) schräg nach unten
geneigt ist und dessen andere ebenfalls schräg nach unten geneigte Seite (3) allerdings
am unteren Ende nach oben gebogen ist. Dieser spitzdachförmige Kragen kann variabel aufgesteckt
werden. Zeigt die Kragenseite (2) nach außen, entsteht für den Schädling eine
Einstiegmöglichkeit, so dass er in die Rinne (1) mit eventuell eingelegtem Gift
eindringen kann. Zeigt die Kragenseite (3) nach außen, so ist es für den Schädling
äußerst schwierig, den nach oben gebogenen Rand zu überwinden. Sicherheitshalber
kann in den rinnenförmigen Rand der Kragenseite (3) auch noch ein abschreckendes
Mittel eingelegt werden. Somit entsteht je nach Stellung der Kragenseiten (2, 3)
entweder ein Abwehr- oder Fallenmechanismus gegenüber dem Schädling. Die
bewegliche Verbindung (4) ermöglicht das Wegklappen der Überdachung (5) zur
Reinigung oder zum Einfüllen von Ködern (7). Die Rinne (1) mit Überdachung (5)
und Abwehr- oder Einsteigkragen (2, 3) ist durch Aneinanderstecken beliebig
erweiterbar. Die Eckteile bieten die Möglichkeit, die Vorrichtung in verschiedenen
Winkeln um den zu schützenden Bereich zu verlegen. Da die Vorrichtung lückenlos
um den zu schützenden Bereich verlegt wird, verhindert sie, dass Schädlinge in den
zu schützenden Bereich eindringen können. Wenn es dem Schädling doch gelingen
sollte, in die Rinne (1) der Vorrichtung zu gelangen, könnte er an der Innenwand der
Überdachung (5) hochkriechen. Die Schürze (6) macht es ihm jedoch unmöglich, auf
die obere Seite der Überdachung (5) zu kommen und dadurch in den zu schützenden
Bereich zu gelangen.
Wenn der Tod des Schädlings erwünscht ist, wird die Vorrichtung mit Ködern
bestückt und die Seite (3) nach innen gesteckt, was letztendlich das Entkommen des
Schädlings verhindert. Der Schädling kriecht in die Vorrichtung, kostet vom Köder
(7) und versucht danach die Vorrichtung zu verlassen, was durch die nach innen
gesteckte Seite (3) verhindert wird. Die Überdachung (5) verhindert das
Verschmutzen des Köders und das Eindringen von Regenwasser.
Claims (3)
1. Schädlingsfalle oder Abwehrvorrichtung, insbesondere für Schnecken, Raupen
und andere Kleintiere, welche aus einer linear oder ringförmig endlos
erweiterbaren Rinne (1) besteht, wobei ein Rand der Rinne mit einem Kragen
ausgestattet ist der schräg nach unten geneigt ist und an einem gegenüberliegendem
Rand der Rinnen ein über die gesamte Rinne hinausragendes Dach angebracht ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
der Kragen (2, 3) aufsteckbar an der Rinne (1) befestigt und spitzdachförmig
ausgebildet ist, in dem eine Seite (2) des Daches schräg nach unten geneigt ist und
eine gegenüberliegende Seite (3) zunächst schräg nach unten verläuft und am
unteren Ende nach oben gebogen ist, wobei der Kragen je nach Bedarf so
aufgesteckt werden kann, dass die Seite (2) oder Seite (3) von der Rinne wegzeigen.
2. Schädlingsfalle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Dach (5) zur
Bestückung der Falle mit Ködern oder zur Entnahme der Schädlinge mittels einer
beweglichen Verbindung (4) mit dem Rand der Rinne verbunden ist.
3. Schädlingsfalle nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, dass der die Rinne überragende Rand des Daches (5) in Richtung der
Rinne umgeknickt ist (6).
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