DE10207561C1 - Kalottenlautsprecher - Google Patents
KalottenlautsprecherInfo
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Abstract
Kalottenlautsprecher mit einem topfförmigen Magnetsystem (2), zwei einen Luftspalt (22) bildenden konzentrischen Polen, einem in den Luftspalt (22) eintauchenden Schwingspulensystem (10, 10', 11), einer mit dem Schwingspulenträger verbundenen kalottenförmigen Membrane (12, 12') und einer mit Membrane (12, 12'), Schwingspulenträger (10, 10') und Magnetsystem (2) verbundenen elastischen Zentriereinrichtung (5, 5', 5a, 5b), die zwei konzentrisch umlaufende, bogenförmige Ausstülpungen aufweist, die mit der Membrane (12, 12') und/oder dem Schwingspulenträger (10, 10') zwischen diesen Ausstülpungen starr verbunden ist und in ihrem zentralen Bereich mit dem zweiten Pol (9) des Magnetsystems (22) starr verbunden ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Kalottenlautsprecher.
Wie beispielsweise in US 5150419, DE 43 29 982, DE 100 08 323 und DE 198 51 748 beschrieben
werden Kalottenlautsprecher insbesondere für den Hochtonbe
reich derart aufgebaut, dass das Schwingsystem aus einer dom
förmigen Membrane mit umlaufender Sicke und einem angeklebten
Schwingspulenträger mit Schwingspule besteht. Die Sicke wird
an ein Gehäuse geklebt, welches ein Magnetsystem aufnimmt, so
dass die Schwingspule in den Luftspalt im Magnetsystem ein
tauchen kann. Die Schwingspule befindet sich dabei in einem
homogenen Magnetfeld, so dass es bei Anlegen einer Wechsel
spannung an die Spule zu einer proportionalen Auslenkung der
Schwingspule und des mit ihr gekoppelten Schwingungssystems
kommt.
Im Luftspalt befindet sich in der Regel Ferrofluid zur Küh
lung der Spule. Dadurch entstehen drei getrennte Volumina,
die eine zusätzliche Steifigkeit für das Schwingungssystem
bedeuten, die die Resonanzfrequenz des Schwingsystems erhöht,
und dessen Auslenkung herabsetzen. Im Einzelnen sind dies das
Volumen unterhalb des Membranendoms, das Volumen unterhalb
der Sicke und das Volumen unterhalb der Spule.
Um bei Betrieb die Kalotte (Dom) möglichst tief ankoppeln zu
können, ist eine tiefe Eigenresonanzfrequenz erwünscht, so
dass die zusätzliche Steifigkeit des eingeschlossenen Luftvo
lumens vermieden werden sollte. Um den Einfluss des einge
schlossenen Luftvolumens unterhalb der Kalotte (Dom) zu redu
zieren, wird üblicherweise der Polkern durchbohrt und ein
größeres Volumen angekoppelt, das die Kalottenmembrane gegen
tieffrequente Luftbewegungen beispielsweise eines im selben
Gehäuse untergebrachten Basislautsprechers schützt. Dies
führt jedoch zu einem Lautsprecher, dessen Maße sich im All
gemeinen und insbesondere in seinen rückwärtigen Abmessungen,
d. h. in der Tiefe erhöhen. Im Gegensatz dazu wird insbeson
dere beim Einsatz in Kraftfahrzeugen danach gestrebt, mög
lichst kleine und vor allem nicht zu tiefe Lautsprecher zu
verwenden. Durch die angestrebte tiefe Eigenresonanz und den
großen Hub des Schwingungssystems besteht darüber hinaus bei
Verwendung einer einzelnen weichen Sicke die Gefahr des Tau
melns des Schwingungssystems.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Kalottenlautspre
cher anzugeben, der diese Nachteile nicht hat.
Die Aufgabe wird gelöst durch einen Kalottenlautsprecher ge
mäß Patentanspruch 1. Ausgestaltungen und Weiterbildungen des
Erfindungsgedankens sind Gegenstand von Unteransprüchen.
Vorteil der Erfindung ist es, dass mit verhältnismäßig gerin
gem Aufwand ein akustisch verbesserter und in den Abmessungen
reduzierter Kalottenlautsprecher geschaffen wird, der einen
geringen materiellen Aufwand sowie einen geringen Herstel
lungsaufwand erfordert.
Erreicht wird dies im Einzelnen durch ein Kalottenlautspre
cher mit einem topfförmigen Magnetsystem, bei dem ein ring
förmig ausgebildeter erster Pol einen zylinderförmig ausge
bildeten zweiten Pol einen Luftspalt bildend konzentrisch um
schließt. Weiterhin ist ein Schwingspulensystem vorgesehen,
das einen Schwingspulenträger und eine darauf aufgewickelte
Spule aufweist und das in den Luftspalt eintaucht. Eine ka
lottenförmige Membrane bzw. Sicke ist dabei mit dem Schwing
spulenträger verbunden.
Eine elastische Zentriereinrichtung (z. B. Sicke), die mit
der Membrane und/oder dem Schwingspulenträger einerseits und
mit dem Magnetsystem und/oder einem evtl. vorhandenen Gehäuse
andererseits starr verbunden ist, weist zwei konzentrisch um
laufende, bogenförmige oder meanderförmige Ausstülpungen auf.
Die Zentriereinrichtung ist dabei zwischen diesen Ausstülpun
gen mit der Membrane und/oder dem Schwingspulenträger und in
ihrem zentralen Bereich mit dem zweiten Pol des Magnetsystems
mittelbar (z. B. Zwischenstück) oder unmittelbar verbunden.
Indem die Zentriereinrichtung einerseits mittelbar oder un
mittelbar mit dem zylinderförmig ausgebildeten zweiten Pol
und andererseits mittelbar oder unmittelbar mit dem ersten
Pol des Magnetsystems z. B. verbunden ist, wird die Schwing
spule auch bei größeren Auslenkungen stabil im Luftspalt
zentriert. Ein beispielsweise auf die Zentriereinrichtung
aufgeklebter Dom als kalottenförmige Membrane bestimmt dabei
die Schallabstrahlung und kann je nach Ausführungsform aus
Metall, Hart- oder Weichfolie bzw. Gewebe bestehen. Die Zent
riereinrichtung ist vorzugsweise so geformt, dass sich der
Dom selbst zentriert.
Um einen freien Luftaustausch mit den eingeschlossenen Luft
volumina zu gewährleisten, führen bevorzugt Belüftungsöffnun
gen von innen nach außen. Zu diesen Maßnahmen zählt unter an
derem, dass der Spulenträger gelocht ist und/oder die Zent
riereinrichtung und/oder die Membrane luftdurchlässig ist
und/oder das Magnetsystem eine Belüftungsöffnung und/oder das
Gehäuse oder Zwischenstück Luftdurchlässe in Form von Bohrun
gen oder Rillen hat.
Dadurch wird erreicht, dass keine Lufteinschlüsse unter der
Zentrierung entstehen. Ist zudem der Spulenträger gelocht,
dann kann auch die Luft innerhalb des Spulenträgers entwei
chen, so dass im Wesentlichen nur die Steifigkeit der bogen
förmigen Ausstülpungen der Zentriereinrichtung resonanzbe
stimmende Federelemente darstellen. Bei der Verwendung einer
luftundurchlässigen Zentrierung ist es vorteilhaft, dass das
Magnetsystem und/oder ein eventuell vorhandenes Gehäuse oder
Zwischenstück Bohrungen oder Rillen für den Luftaustausch
aufweisen.
Um die Schwingspule durch in der Höhe versetzte Fixierungen
des Schwingspulenträgers weiter zu stabilisieren, können die
bogenförmigen Ausstülpungen auch auf unterschiedlichen Ebenen
zu liegen kommen.
Des Weiteren können auch mehr als zwei Ausstülpungen vorgese
hen werden, wie beispielsweise statt einer einzelnen Ausstül
pung drei halbsinusbogenförmige oder meanderförmige Ausstül
pungen. Des Weiteren können die einzelnen Ausstülpungen je
weils positiv oder negativ ausgebildet sein, d. h. die Aus
stülpung kann vom Magnetsystem weg oder zum Magnetsystem hin
orientiert sein.
Die Zentriereinrichtung kann darüber hinaus beispielsweise
aus fertigungstechnischen Gründen aufgeteilt werden in einen
äußeren Teil und einen inneren Teil, die separat an den Spu
lenträger bzw. die Membrane angeklebt werden. Dabei können
sich die einzelnen Teile nicht nur durch die Größe, sondern
auch im Aufbau, Material und anderen Parametern unterschei
den.
Bevorzugt wird die Resonanzfrequenz des Lautsprechers durch
Variation der Masse der Membrane eingestellt, ansonsten wird
die Steifigkeit der Zentriereinrichtung zur Einstellung der
Resonanzfrequenz verändert.
Bei einer besonderen Ausführungsform ist die Membrane derart
ausgebildet, dass sie auch als Spulenträger verwendet werden
kann. Dazu geht die Membrane an ihrem offenen Ende in ein
rohrförmig ausgebildeten Abschnitt über. Auf diese Weise ist
ein Verkleben von Membrane und Spulenträger hinfällig. Zu
sätzlich oder alternativ können auch die Zentriereinrichtung
und die Membrane einstückig ausgebildet sein.
Zur Kühlung kann der Luftspalt mit Ferrofluid gefüllt sein.
In diesem Fall ist es besonders vorteilhaft, wenn das Magnet
system eine Belüftungsöffnung nach außen aufweist. Eine der
artige Belüftungsöffnung wird z. B. zur Seite hin oder vor al
lem zur Rückseite hin vorgesehen, um die Möglichkeit eines
akustischen Kurzschlusses gering zu halten.
Des Weiteren können zur Kühlung mit und ohne Ferrofluid mit
tels Innenrippen oder Rillen im Inneren eines das Magnetsys
tem umschließenden Gehäuses Luftströmungen am Magnetsystem
entlang geführt werden. Diese Innenrippen können durch Ein
pressen des Magnetsystems dieses komplett festhalten (Press
passung), wobei die Öffnungen zwischen den Rippen hierbei au
ßer zur Kühlung insbesondere auch zur Verbindung der einge
schlossenen Luftvolumina unterhalb der Zentrierung bzw. der
Membrane zur Außenwelt dienen.
Bei Verwendung einer Presspassung kann durch eine geeignete
Form des Magnetsystems (beispielsweise Topfform) eine Materi
alanhäufung, welche durch das Einpressen des Magnetsystems
entsteht, zugelassen werden. Durch eine Phase an dem als Mag
nettopf ausgebildeten Magnetsystem wird Raum für eine Materi
alanhäufung geschaffen ohne die Presspassung zu beeinträchti
gen. Alternativ kann das Magnetsystem auch durch Schnapphaken
festgehalten werden. Bei großen Radien des Magnettopfes, wel
che eine billige Herstellung des Magnettopfes mittels Kalt
verformung erlauben, bieten Schnappwülste eine ausreichende
Fixierung des Magnetsystems im Gehäuse.
Schließlich kann ein senkrecht zum Spulenträger angebrachtes
und mit der Zentriereinrichtung verbundenes Stabilisierungs
element vorgesehen werden. Dieses Stabilisierungselement kann
angeklebt, angespritzt oder sonst wie befestigt sein und da
bei das Schwingsystem stabilisieren, die Eigenfrequenz fest
legen oder Schall abstrahlen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Figuren der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemä
ßen Kalottenlautsprechers im Querschnitt,
Fig. 2 eine zu der in Fig. 1 gezeigten Zentrierung alter
native Ausführungsform einer Zentrierung,
Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsge
mäßen Kalottenlautsprechers im Querschnitt,
Fig. 4 den Kalottenlautsprecher nach Fig. 3 in der Drauf
sicht und
Fig. 5 ein drittes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemä
ßen Kalottenlautsprechers im Querschnitt.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ist in ein
rohrförmiges Gehäuse 1 ein topfförmiges Magnetsystem 2 derart
eingeschoben, dass die in axialer Richtung verlaufenden Au
ßenflächen des Magnetsystems 2 an die axialen Innenflächen
des rohrförmigen Gehäuses 1 zusammentreffen. Das Gehäuse 1
weist in dem Bereich, in dem es sich mit dem Magnetsystem 2
nicht überlappt, eine Bohrung 3 auf. Auch das Magnetsystem 2
umfasst eine Bohrung 4, die durch die Stirnseite des topfför
migen Magnetsystems 2 führt. An der der Bohrung 3 zugewandten
Stirnseite des Gehäuses 1 ist eine luftdurchlässige Zentrie
rung 5 (z. B. Kunststoffsicke mit Löchern, grobporige Gewebe
spinne etc.) an ihrem äußeren Umfang befestigt, deren innerer
Umfang mit einem Polkern des Magnetsystems 2 verbunden ist.
Der Polkern des Magnetsystems 2 besteht aus zwei kreisrunden
Permanentmagnetscheiben 7 und 8 (z. B. Neodym-Scheiben), zwi
schen denen eine kreisrunde Polscheibe 9 (z. B. Weicheisen)
angeordnet ist. Dabei ist die Permanentmagnetscheibe 7 mit
der luftdurchlässigen Zentrierung 5 verbunden und die Perma
nentmagnetscheibe 8 mit einem topfförmigen Rückschlusselement
6 (z. B. Weicheisen), das die Außenseite des Magnetsystems 2
bildet, verbunden. Zur Zentrierung befinden sich zentrale
Bohrungen, in die ein Stift 24 eingesteckt ist, in den Perma
nentmagnetscheiben 7, 8 und der Polscheibe 9. Es kann auch
vorgesehen werden, den Stift 24 nach dem Zentrieren heraus
ziehen und die Bohrungen, in denen sich der Stift 24 befunden
hat, zur Belüftung zu verwenden.
Die Permanentmagnetscheibe 7 kann beispielsweise auch durch
ein Zwischenstück etwa aus Kunststoff ersetzt werden, das an
der Permanentmagnetscheibe 7 durch Schrauben, Zapfen und Lö
cher, ringförmige Ränder etc. zentriert werden kann. Die Per
manentmagnetscheibe 7 kann beispielsweise durch das Zwischen
stück ersetzt werden, da dieses an der Polscheibe 9 durch
Schrauben, Zapfen und Löcher, ringförmige Ränder etc. zent
riert werden kann.
Das Rückschlusselement 6 und die Polscheibe 9 bilden einen
Luftspalt 22 aus, in den eine auf einen Schwingspulenträger
10 aufgewickelte Schwingspule 11 eintaucht. Dabei ist der von
dem Rückschlusselement 6 abgewandte Abschnitt des Schwingspu
lenträgers 10, der wenigstens ein Loch 21 aufweist, mit der
luftdurchlässigen Zentrierung 5 fest verbunden. Die luft
durchlässige Zentrierung 5 weist beim vorliegenden Ausfüh
rungsbeispiel zwei Bögen (Ausstülpungen) auf, wobei der
Schwingspulenträger 10 zwischen den beiden Bögen auf der in
neren Seite der Zentrierung 5 befestigt ist. An gleicher
Stelle ist an der Außenseite der Zentrierung 5 ein kalotten
förmiger Dom 12 befestigt, der als schallabstrahlende Membran
dient.
Die luftdurchlässige Zentrierung 5, die wie bereits erwähnt
beim vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei Bögen aufweist und
zum einen am Gehäuse (oder alternativ am Rückschlusselement
6) und zum anderen an der Permanentmagnetscheibe 7 (oder al
ternativ an einem Zwischenstück oder der Polscheibe 9) befes
tigt ist, zentriert die Schwingspule 11 auch bei größeren
Auslenkungen stabil im Luftspalt 22. Die Luftdurchlässigkeit
der Zentrierung 5 lässt einen freien Luftaustausch zu, so
dass keine Lufteinschlüsse unterhalb der Bögen der Zentrie
rung 5 entstehen. Wenn zudem der Spulenträger 10 wie beim
Ausführungsbeispiel gelocht ist, kann auch innerhalb des
Schwingspulenträgers 10 befindliche Luft entweichen, so dass
im Wesentlichen nur die Steifigkeit der Zentrierung 5 das re
sonanzbestimmende Federelement darstellt. Zudem kann und bei
Verwendung einer luftundurchlässigen Zentrierung sollte sogar
das Gehäuse 1 eine zusätzliche Bohrung wie beispielsweise die
Bohrung 3 für den Luftaustausch aufweisen. Bei einer in der
Mitte offenen luftundurchlässigen Zentrierung können Bohrun
gen oder Rillen etc. im verwendeten Zwischenstück den Luft
austausch zwischen dem Volumen unterhalb des Domes und dem
Außenbereich ermöglichen. Ein auf die Zentrierung 5 bei
spielsweise durch Kleben befestigter Dom bestimmt die
Schallabstrahlung und kann je nach Ausführungsform aus Me
tall, Hart- oder Weichfolie bzw. Gewebe bestehen. Die Zent
rierung 5 ist dabei bevorzugt so ausgeformt, dass der Dom
sich selbst zentriert.
Gemäß Fig. 2 kann die Anordnung bestehend aus Zentrierung 5,
Schwingspulenträger 10 und Schwingspule 11 dahingehend abge
ändert werden, dass zwischen zwei Bögen der Zentrierung 5 ein
rechtwinklig zum Schwingspulenträger angeordnetes Stabilisie
rungselement 13 vorgesehen wird. Das Stabilisierungselement
13 ist dabei als Lochscheibe ausgebildet, die an ihren Außen
rändern mit dem Schwingspulenträger 10 starr (oder beweg
lich)verbunden ist. Die Bereiche der Zentrierung 5 zwischen
den Bögen sind dabei beispielsweise durch Kleben an dem Sta
bilisierungselement 13 befestigt. Bei entsprechender Ausbil
dung des Stabilisierungselements 13 kann dieses auch als
schallabstrahlende Membran Verwendung finden. Stabilisie
rungselement 13 und Spulenträger 10 können dabei einstückig
ausgebildet sein.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist gegenüber dem in
Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel dahingehend abgeändert,
dass das Gehäuse 1' parallel zur Stirnfläche des Rückschluss
elements mittels einer Haube 23 geschlossen ist. Zwischen
Rückschlusselement 6 und Haube 23 kann ein Hohlraum 14 frei
bleiben, der bevorzugt mit Dämmmaterial 15 gefüllt wird. Des
Weiteren weist das Gehäuse 1' Schnapphaken 16 auf, in die das
Magnetsystem 2 über das Rückschlusselement 6 derart einras
tet, dass an den beiden Stirnflächen im Randbereich die
Schnapphaken 16 angreifen. Die Schnapphaken können auch als
Wulste ausgeformt werden, die an Radien oder Schrägen des
Rückschlusselementes 6 ansetzen und dieses halten.
Darüber hinaus ist bei der in Fig. 3 dargestellten Ausfüh
rungsform eine höhenversetzte Fixierung der luftdurchlässigen
Zentrierung 5' vorgesehen. Dazu weisen der Rand des Gehäuses
1' und die Permanentmagnetscheibe 7 bezogen auf ihre Stirn
flächen unterschiedliche Höhen auf. Im Magnetspalt ist zwi
schen Rückschlusselement 6 und Schwingspule 11 sowie zwischen
Schwingspule 11 und Polscheibe 9 ein Ferrofluid 17 einge
bracht. Zur Belüftung des durch das Ferrofluid 17, die
Schwingspule 11, das Rückschlusselement 6 und die Permanent
magnetscheibe 8 eingeschlossenen Volumens, ist eine Bohrung
19 vorgesehen, die in eine Rille 18 im Gehäuse 1' mündet. Zu
sätzlich oder alternativ kann eine Entlüftung über die Boh
rung 4 erfolgen.
Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel besteht die luftdurch
lässige Zentrierung 5' aus zwei Teilstücken 5a und 5b, die
als einzelne Elemente beiderseits des Doms 12' angeklebt wer
den, so dass die Zentrierung 5 anders als beim Ausführungs
beispiel nach Fig. 1 nicht einstückig ist. Des Weiteren ist
der Schwingspulenträger 10' anders als beim Ausführungsbei
spiel nach Fig. 1 nicht separat ausgeführt, sondern wird
durch einen einstückigen Fortsatz des Doms 12' gebildet. Des
weiteren kann auch alternativ oder zusätzlich die Außensicke
(Teilstück 5a) einstückig mit dem Dom 12 ausgeführt sein.
Fig. 4 zeigt die Anordnung nach Fig. 3 in der Draufsicht.
Dabei ist zu erkennen, dass über den Umfang jeweils drei
Schnapphaken 16 vorgesehen sind, die das Magnetsystem 2 hal
ten. Darüber hinaus sind Innenrippen 20 zu erkennen, die zum
einen zur Fixierung des Magnetsystems 2 dienen und zum ande
ren durch Bildung von Rillen eine gewisse Kühlung des Magnet
systems 2 bewirken können.
Zur Kühlung des Magnetsystems 2 wird dann durch die Innenrip
pen 20 gebildeten Rillen 18 im Gehäuseinneren Luft am topf
förmigen Magnetsystem 2 vorbeigeführt. Darüber hinaus halten
die Innenrippen 20 nach dem Einpressen des Magnetsystems 2 in
das Gehäuse dieses fest im Gehäuse 1' (Presspassung), wobei
die Öffnungen zwischen den Innenrippen 20 wie bereits erwähnt
zur Verbindung der Luftvolumina unterhalb der Zentrierung 5
bzw. des Domes 12 zur Außenwelt führen und somit einen zur
Kühlung dienenden Luftstrom bzw. Luftausgleich zulassen.
Bei dem in den Fig. 3 und 4 gezeigten Ausführungsbeispiel
wird also die Schwingspule 11 durch einstückige Ausbildung
von Dom 12' und Schwingspulenträger 10' und durch eine höhen
versetzte Fixierung des Schwingspulenträgers 10' weiter sta
bilisiert. Außerdem werden die Bögen der Zentrierung 5 auf
unterschiedliche Ebenen gelegt, um eine weitere Stabilisie
rung zu erhalten. Weiterhin wird die Zentrierung 5' zur fer
tigungstechnischen Vereinfachung aufgeteilt in einen äußeren
Teil 5a und einen inneren Teil 5b mit jeweils einem Bogen,
die separat an dem Dom (bzw. Spulenträger) angeklebt werden.
Es können dabei auch beispielsweise einzelne Sicken verwendet
werden.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ist gegenüber dem in
Fig. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel dahin geändert, dass an
Stelle der Permanentmagnetscheibe 7 ein Zwischenstück 25 vor
gesehen ist. Das Volumen unterhalb des Domes 12 wird durch
Kanäle 26, die in eine zentrale Bohrung 27 münden, mit dem
Volumen unterhalb des inneren Abschnitt der Zentrierung 5
verbunden. Die Bohrung 27 kann auch zum Zentrieren des Zwi
schenstücks 25 herangezogen werden, in dem sie mit einer Er
hebung 28 in der Polscheibe 9 korrespondiert. Die Zentrierung
weist ebenfalls eine Öffnung im Bereich der Bohrung 27 auf
(oder ist zumindest partiell im Bereich der Bohrung 27 luft
durchlässig). Das Zwischenstück 25 kann aus Herstellungsgrün
den auch zweiteilig ausgeführt sein, wobei beispielsweise
miteinander korrespondierende Rillen oder Wellen die radial
führende Bohrung 26 ergeben. Das Zwischenstück kann aber auch
derart einteilig ausgeführt sein, dass es an der der ebenen
Polscheiben zugewandten Seite Rillen aufweist, die zusammen
mit der ebene Polscheibe 9 Kanäle bilden.
Das Volumen unterhalb des inneren Abschnitts der Zentrierung
5 wird dann über die Öffnung 21 im Träger 10 nach außen ge
führt. Das Volumen unterhalb des äußeren Abschnitts der Zent
rierung 5 wird durch Öffnungen im Gehäuse 1', das ebenfalls
zweiteilig ausgeführt sein kann, nach außen geführt. Das Ge
häuse kann dabei selbst wie in Fig. 1 gezeigt entsprechende
Öffnungen nach außen aufweisen. Des weiteren sind bei dem
Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 Zentrierung 5, Spulenträger
10 und Dom 12 nicht einstückig, sondern separat ausgeführt
und beispielsweise mittels Klebung miteinander verbunden.
Neben den in den vorstehenden Ausführungsbeispielen aufge
zeigten Ausgestaltungen der Erfindung können diese beispiels
weise dahingehend abgeändert werden, dass die Bögen der luft
durchlässigen Zentrierung je nach Platzbedarf positiv oder
negativ ausgebildet sind, d. h. in Bezug auf die vorliegende
Ausführungsbeispiele nach oben oder nach unten gewölbt sind.
Des Weiteren kann zur Linearisierung der Auslenkung bei
spielsweise mindestens einer der Bögen durch drei Sinushalb
wellen ersetzt werden. Es können aber auch allgemein mehr als
zwei Bögen Anwendung finden.
Zum Abstimmen der Resonanzfrequenz des Kalottenlautsprechers
kann die Masse des Doms variiert werden. Des Weiteren kann
bei gleichbleibender Kleberille auch die Domform variiert
werden, wobei dieser bevorzugt einen parabelförmigen Quer
schnitt aufweist.
Bei Verwendung einer luftundurchlässigen Sicke sollte(n) zur
Vermeidung von akustischen Kurzschlüssen die Bohrung(en) im
Gehäuse auch in Richtung des Magnetsystems geführt werden.
Bei Presspassung des Magnettopfes im Gehäuse lässt eine ge
eignete Topfform vorzugsweise eine gewisse Materialanhäufung
zu, welche durch das Einpressen des Magnetsystems in das Ge
häuse entsteht. Bei großen Magnettopfradien, welche eine bil
lige Herstellung des Magnettopfes mittels Kaltverformung er
lauben, führen die bereits erwähnten Schnappwülste zu einer
ausreichenden Fixierung des Magnetsystems im Gehäuse. Um die
Hochtonmembran gegen Schalldruck eines Tieftöners zu schüt
zen, kann wie in Fig. 3 gezeigt ein geschlossenes Gehäuse
bzw. eine zusätzliche Haube mit Dämmwolle darin vorgesehen
werden.
Schließlich kann die Sicke allein als auch Schallabstrahlele
ment benutzt werden, wobei dann gegebenenfalls der Dom auch
wegfallen kann und eine Bohrung im Zwischenstück zur Befesti
gung des Wandlers oder eines anderen zusätzlichen Teiles oder
Wandlers herangezogen werden kann. Die Haube kann zudem zur
Abschirmung auch mit zusätzlicher Neodymscheibe verwendet
werden. Die Haube selbst kann aufgeklebt, geschnappt oder ge
schraubt sein.
Claims (18)
1. Kalottenlautsprecher mit
einem topfförmigen Magnetsystem (2), bei dem ein ringför mig ausgebildeter erster Pol (6) einen zylinderförmig ausge bildeten zweiten Pol (9) einen Luftspalt (22) bildend konzen trisch umschließt,
einem Schwingspulensystem (10, 10', 11), das einen Schwingspulenträger (10, 10') und eine darauf aufgewickelte Spule (11) aufweist und das in den Luftspalt (22) eintaucht,
einer kalottenförmigen Membrane (12, 12'), die mit dem Schwingspulenträger starr verbunden ist und
einer elastischen Zentriereinrichtung (5, 5', 5a, 5b), die mit der Membrane (12, 12') und/oder dem Schwingspulenträ ger (10, 10') einerseits und mit dem Magnetsystem (2) ande rerseits mittelbar oder unmittelbar verbunden ist, wobei die Zentriereinrichtung (5, 5', 5a, 5b)
zwei konzentrisch umlaufende, bogenförmige Ausstülpungen aufweist,
mit der Membrane (12, 12') und/oder dem Schwingspulenträ ger (10, 10') zwischen diesen Ausstülpungen starr verbunden ist, und
in ihrem zentralen Bereich mit dem zweiten Pol (9) des Magnetsystems (2) mittelbar oder unmittelbar verbunden ist.
einem topfförmigen Magnetsystem (2), bei dem ein ringför mig ausgebildeter erster Pol (6) einen zylinderförmig ausge bildeten zweiten Pol (9) einen Luftspalt (22) bildend konzen trisch umschließt,
einem Schwingspulensystem (10, 10', 11), das einen Schwingspulenträger (10, 10') und eine darauf aufgewickelte Spule (11) aufweist und das in den Luftspalt (22) eintaucht,
einer kalottenförmigen Membrane (12, 12'), die mit dem Schwingspulenträger starr verbunden ist und
einer elastischen Zentriereinrichtung (5, 5', 5a, 5b), die mit der Membrane (12, 12') und/oder dem Schwingspulenträ ger (10, 10') einerseits und mit dem Magnetsystem (2) ande rerseits mittelbar oder unmittelbar verbunden ist, wobei die Zentriereinrichtung (5, 5', 5a, 5b)
zwei konzentrisch umlaufende, bogenförmige Ausstülpungen aufweist,
mit der Membrane (12, 12') und/oder dem Schwingspulenträ ger (10, 10') zwischen diesen Ausstülpungen starr verbunden ist, und
in ihrem zentralen Bereich mit dem zweiten Pol (9) des Magnetsystems (2) mittelbar oder unmittelbar verbunden ist.
2. Kalottenlautsprecher nach Anspruch 1, bei dem die
Zentriereinrichtung (5, 5') im ihrem Randbereich mit dem ers
ten Pol (6) verbunden ist.
3. Kalottenlautsprecher nach Anspruch 1 oder 2, bei dem
zumindest von Membrane (12, 12') und Magnetsystem (2) einge
schlossene Luftvolumina durch Belüftungsöffnungen (4) nach
außen geführt sind.
4. Kalottenlautsprecher nach einem der vorherigen Ansprü
che, bei dem der Spulenträger (10, 10') gelocht ist.
5. Kalottenlautsprecher nach einem der vorherigen Ansprü
che, bei dem die Zentriereinrichtung (5, 5') luftdurchlässig
ist.
6. Kalottenlautsprecher nach einem der vorherigen Ansprü
che, bei dem die bogenförmigen Ausstülpungen auf unterschied
lichen Ebenen liegen.
7. Kalottenlautsprecher nach einem der vorherigen Ansprü
che, bei dem mehr als zwei Ausstülpungen vorgesehen sind.
8. Kalottenlautsprecher nach einem der vorherigen Ansprü
che, bei dem die Zentriereinrichtung zweiteilig ist, wobei
die beiden Teile (5a, 5b) einzeln mit der Membrane (12') mit
telbar oder unmittelbar verbunden sind.
9. Kalottenlautsprecher nach einem der vorherigen Ansprü
che, bei dem die Masse der Membrane (12, 12') an die ge
wünschte Resonanzfrequenz des Kalottenlautsprechers angepasst
ist.
10. Kalottenlautsprecher nach einem der vorherigen An
sprüche, bei dem Zentrierung (5, 5') und Membrane (12')
einstückig ausgeführt sind.
11. Kalottenlautsprecher nach einem der vorherigen An
sprüche, bei dem die Membrane (12') einen rohrförmigen Fort
satz auf weist.
12. Kalottenlautsprecher nach einem der vorherigen An
sprüche, bei dem der Luftspalt (22) mit Ferrofluid (17) ge
füllt ist.
13. Kalottenlautsprecher nach einem der Ansprüche 3 bis
12, bei dem das Magnetsystem (2) eine Belüftungsöffnung (4,
19) nach außen aufweist.
14. Kalottenlautsprecher nach einem der vorherigen An
sprüche, bei dem die Membrane (12, 12') einen parabelförmigen
Querschnitt aufweist.
15. Kalottenlautsprecher nach einem der vorherigen An
sprüche, bei dem ein am Spulenträger (10, 10') angebrachtes
und mit der Zentriereinrichtung (5) verbundenes Stabilisie
rungselement (13) vorgesehen ist.
16. Kalottenlautsprecher nach einem der vorherigen An
sprüche, bei dem das Gehäuse (1, 1') Innenrippen (20) auf
weist.
17. Kalottenlautsprecher nach einem der vorherigen An
sprüche, bei dem das Magnetsystem (2) mittels einer Schnapp
vorrichtung (16) im Gehäuse (1, 1') befestigt ist.
18. Kalottenlautsprecher nach einem der vorherigen An
sprüche, bei dem der zweite Pol (9) im topfförmigen Magnet
system (2) zentriert angeordnet ist.
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|---|---|---|---|
| DE2002107561 DE10207561C1 (de) | 2002-02-22 | 2002-02-22 | Kalottenlautsprecher |
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|---|---|---|---|
| DE2002107561 DE10207561C1 (de) | 2002-02-22 | 2002-02-22 | Kalottenlautsprecher |
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|---|---|
| DE10207561C1 true DE10207561C1 (de) | 2003-07-24 |
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