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DE1020643B - Vorrichtung zur Dampfreinigung - Google Patents

Vorrichtung zur Dampfreinigung

Info

Publication number
DE1020643B
DE1020643B DEN6566A DEN0006566A DE1020643B DE 1020643 B DE1020643 B DE 1020643B DE N6566 A DEN6566 A DE N6566A DE N0006566 A DEN0006566 A DE N0006566A DE 1020643 B DE1020643 B DE 1020643B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
steam
water
floors
boiler
stage
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEN6566A
Other languages
English (en)
Inventor
Joseph George Wilson
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Original Assignee
Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bataafsche Petroleum Maatschappij NV filed Critical Bataafsche Petroleum Maatschappij NV
Publication of DE1020643B publication Critical patent/DE1020643B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D45/00Separating dispersed particles from gases or vapours by gravity, inertia, or centrifugal forces
    • B01D45/04Separating dispersed particles from gases or vapours by gravity, inertia, or centrifugal forces by utilising inertia
    • B01D45/08Separating dispersed particles from gases or vapours by gravity, inertia, or centrifugal forces by utilising inertia by impingement against baffle separators

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Cleaning By Liquid Or Steam (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Dampfreinigung Der in Dampferzeugern erzeugte Dampf enthält gewöhnlich Verunreinigungen, die normalerweise fest sind und durch den Wasserdampf entweder in Dampfform oder in Form kleiner fester Teilchen mitgeführt werden bzw. in. dem im Naßdiampf enthaltenen Wassernebel gelöst sind und sich abscheiden, wenn der Nebel bei der Uberhitzung verdampft wird. Alle diese Verunreinigungen verursachen in den iiberhitzerrohlren, in Dampfturbinen und in anderen Einrichtungen dadurch Störungen, daß sie Niederschläge bilden, die den Wärmedurchgang durch die Rohre behindern, zu rauhen Oberflächen führen und die Profile der nach strömun, gstechn ! ischen Gesichtspunkten ausgebildeten Teile, beispielsweise der Turbinenschaufeln und Düsen, verändern. Der Wirkungsgrad von Turbinen kann. durch derartige Ablagerungen in erheblichem Umfang vermindert werden.
  • Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, um die genannten Verunreinigungen zu entfernen. Der Dampf wird dabei z. 13. in Wirbelkammern oder in Abscheidern, in denen eine mehrfache Umlenkung erfolgt, von dem Wassernebel befreit Man. kann zum Waschen des Dampfes auch Wasser benutzen, dessen Reinheitsgrad hoher ist als derjenige des Kesselwassers. Die bekannten Vorrichtungen ermöglichen es zwar, den, Gehalt des ausströmenden Dampfes an festen Bestandteilen auf etwa eins zu eine Million herabzusetzen, jedoch enthält der so behandelte Dampf immer noch genügend störende Verunreinigungen, und zwar nicht nur infolge des Vorhandenseins von festen Bestandteilen als solchen, sondern auch deshalb, weil man mit derartigen Verfahren nicht in ausreichendem. Umfang Stoffe entfernen kann, die in Dampfform auftreten, wie z. B. Kieselsäure bzw. kieselsäurehaltige Stoffe, die später kondensieren und Ablagerungen bilden.
  • Die Ab, trennung dieser insbesondere im Hochdruckdampf störenden Verunreinigungen durch Waschen mit Wasser hat sich entweder als unwirksam erwiesen oder erforderte ausgedehnte Einrichtungen, in denen der Dampf mit den zur Reinigung erforderlichen großen Wassermengen in Berührung gebracht wird (s. University of Illinois Bulletin, Vol. 43, No. 59, Engineering Experiment Station Bulletin Series No. 364). So sind z.B. Waschvo, rrichtungen, für Hochdruckdampf, in denen ein kolonnenartiger Aufbau verwendet wird, bekannt, die jedoch so umfangreich gestaltet sind, daß eine Unterbringung in der Trommel des Hochdruckkessels nicht in Frage kommt. Derartige Vorrichtungen, wie sie z. B. in der französischen Patentschrift 816 755 und der USA.-Patentschrift 2 070 067 beschrieben sind, sind gegenüber der Vorrichtung nach der Erfindung höchst umständlich und verteuern die Wasserreinigung durch erhöhte Anlage- und Betriebskosten.
  • Die Erfindung betrifft dagegen eine Vorrichtung zur Dampfreinigung, womit sich vor allem auch diewenigen Verunreinigungen abscheiden lassen, die als feste Stoffe oder im Wassernebel gelöst mitgeführt werden, sowie diejenigen, die in Dampfform auftreten, beispielsweise die störenden Kieselsäureverbindungen. die insbesondere im Hochdruckdampf vorhanden sind.
  • Gemäß der Erfindung wird der Dampf dadurch rektifiziert, daß man ihn durch eine Fraktionierkammer hindurchleitet, die eine Mehrzahl von Stufen aufweist. Das Wasser wird dabei allein durch die Wirkung dles aufsteigenden Dampfes teilweise zersprüht, woraufhin die Wassertröpfchen innerhalb jeder einzelnen Stufe von dem Dampf wirksam getrennt werden. Die Stufen können beispeilsweise von mit Schlitzen oder Löchern versehene, übereinander angeordnete Böden gebildet werden, wobei jede Stufe Wasser hoher Reinheit enthält, das der Fraktionierkammer in der Dampfaustrittsstufe zugeführt wird und die Kammer von Stufe zu Stufe im Gegenstrom zu dem Dampf durchströmt, so daß der Reinheitsgrad des Wassers an der Dampfaustrittsstufe am höchsten ist. Das Wasser von hohem Reinheitsgrad kann dem System von außen zugeführt werden, wobei es sich beispielsweise um destilliertes Wasser, um Kondensat aus dem Kondensator oder aus anderen Einrichtungen oder auch um frisches Kesselspeisewasser sehr hoher Reinheit handeln kaml. Die erforderliche Menge reinen Wassers kann jedoch auch aus dem System selbst durch teilweise Kondensation des gereinigten Dampfes innerhalb der Fraktionierkammer gewonnen werden. In jeder einzeinen Stufe wird das Wasser mindestens zum Teil in feine Tröpfchen zersprüht, wodurch eine enge Berührung zwischen Dampf und wasser ind em unteren Abschitt der Stufe herbeigeführt wird: hierauf folgt im oberen Abschnitt der Stufe eine wirdksame Trennung der Wassertröpfchen von dem Dampf, um zu vermeiden, daß Wasser durch den Dampf von Stufe zu Stufe mitgerissen wird. Infolge dies er Anordnung werden die Verunreinigungen innerhalb jeder Stufe aus dem Dampf in das \NTasser übergeführt. so daß sich die Konzentration der Verunreinigungen im Dampf wie auch im Wassr in Strömungsrichtung des Dampfes verringert.
  • Dieses Verfahren bewirkt, daß die Konzentration der im Normalzustand festen Verunreinigungen in dem Wasser innerhalb jeder Stufe unterhalb derjenigen Konzentraiton liegt. die mit dem in die jeweilige Stufe eingeführten Dampf im Gleichgewicht steht. Seine Anwendung macht es möglich, mit geringeren Wassermengen zu arbeiten. Ferner führt die Anordnung nach der Erfindung, bei der in einzelnen Stufen die Berührung zwischen Wasser und Dampf in wirksamer Weise erfolgt, zur Vergrößerung der Leistungsfähigkeit und zur Verringerung der Abmessungen der Reinigungsvorrichtung.
  • Die deutsche Patentschrift 645 727 zeigt bereits einen Wasserreiniger, der in der Trommel des Dampferzeugers eingebaut ist, IIierbei durchströmt jedoch der Dampf in Biasenform eine waagerech angeordnete Schicht frischen Speisewassers. Eine mehrstufige Anordnung ist nach diesem bekannten Verfahren weder vorgeschen noch tragbar. Die Reinigung ist dabei unzureichend, und die erforderliche großc Schichtdicke führt zu Druckunterschieden im Innern des Kessels, die besondere Maßnahmen, wie Überlaufrohre usw., nötig machen. Diese Nachteile weden durch das mehrstufige Verfahren nach der Erfindung ohne Zusatzeinrichtungen überwunden.
  • Weitere bekannte Vorrichtungen, bei denen die Wasserreinigung im Innern der Trommel erfolgt, sind in der deutschen Patentschrift 645 751 und der USA.-Patentschrift 2 286 207 beschrieben. Auch bei diesen Anordnungen, die ebenfalls nicht mehrstufig arbeiten. wird nur eine unzureichende Reinigung erreicht, indem der Dampf an einem Gitter oder mit Hilfe einer Speisewasserschicht, durch die er in Blasenform hindurchtritt, gewaschen wird. Mit der intensiven Rienigung nach der Erfingung. bei der das Wasser in zersprühter Form die diskontinuierliche Phase bildet. lassen sich diese hekannten Verfahren nicht vergleichen.
  • Die Reinigungsvorrichtung nach der Erfindung. die innerhalb der Trommel eines Hochdruckkessels angeordnet ist, umfaßt eine Mehrazhl ven senkrecht übereinander in Abständen angeordenten Zwischenböden mit Offnungen beliebiger Gestalt, durch welche bei Normallast der Dampf mit einer Geschwindigkeit nach oben strömt, die ausreicht, um eine intensive Zerstäubung des Wassers oherhalb jedeb 7, xvischenbodens herheiiuführen. Die Höhe der Zerstäubungszone ist nach unten begrenzt, um eine wirksame Trennung des Wassers von dem Dampf zu ermöglichen. Es ist zu empfehlen den Abstand zwischen den Böden nicht größer zu wählen als nötig. um in dem verfügbaren Raum möglichst viele Stufen unterzubringen. Andererseits ist dieser Abstand zwischen den einzeinen Böden jedoch auf mindestens 50 mm zu halten. da bei geringeren Abständen der Wirkungs grad nachteilig beeinträchtigt wird, In diesem Fall besteht nämlich die Gefahr. da, Wasserteilchen durch den Dampf mitgenommen werden zum nächsten Boden, so daß die Austauschmöglichkeit zwischen Wasser und Dampf auf einem bestimmten Boden nicht völlig ausgenutzt wird.
  • Böden mit Schlitzen. die beispielsweise als Roste ausgebildet sind, oder Lochtleche haben sich als besonders vorteilhaft erwiesen. Die Fraktionierkammer ist nicht mit Abzugsleitungen für Flüssigkeit oder irgendwelchen sonstigen Verbidnungen zweischen den Böden versehen ; vielmehr ermöglichen die Öffnungen in den Böden sowohl die nach oben gerichtete Strömung des Dampfes als auch die nach unten gerichtete Strömung des Wassers. wodurch eine Raumersparnis erzielt wird.
  • Die Erfindung wird an Hand schematischer Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen näher erläutert. fig. 1 zeigt eine senkrechten Querschnitt durch einen Dampf- und Wasserkessel : Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt entlang der Linie 2-2 in Fig. t: Fig. 3 ist ein waagerechter Teilschnitt der Fraktionierkolonne entlang dr Linie 3-3 in Fig. 1; Fig. 4 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform der Böden Fig. 4a zeigt eine weitere Ausführungsform Fig. 5 ist ein senkrechter - Querschnitt durch einen Kessel und zeigt eine weitere Ausführungsform ; Fig. 6 ist ein Teilschnitt entlang der Linie 6-6 in Fig. 5.
  • In den Zeichnungen. insbesondere in den Fig. 1 bis 3. bedeutet 10 die Wand eines Dampf- und Wasserh-essels einer Kesselanlage, wobei dieser Kessel zum Teil mit Wasser gefüllt ist und eine Mehrzahl von Dampfaustrittsstutzen 12 aufweist. Die Wasserrohre 9 führen Wasser aus dem Kessel ab, die Dampfzuführungsrohre 13 führen ihm oberhalb der Wasseroberfläche Dampf zu. Für jedes Dampfzuführungsrohr bzw. für jede Gruppe von Dampfzuführungsrohren kann innerhalb des Kessels je eine Wirbelkammer 14 bekannter Bauart vorgesehen sein; bei dieser Anordnung wird der auf jeder Seite durch mehrere Dampfleitungen zugeführte Naßdampf in Kammern, die durch die Leitbalech 15a abgegrenzt sind, gesammelt und über einen tangentialen Einlaß 15 in die wirbelkammern eingeleitet. Die Wirbelkammern, deren Anordnung nicht beansprucht wird, können durch Umlekbleche (s. Fig. 5, Pos. 15 b) ersetzt werden.
  • Gegebenenfalls sind beliebige Vorrichtungen 19 zur Trennung ven Dampf und Wasser vorgesehen.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung 20 zur Dampfreinigung ist innerhalb des trommelförmigen Gehäuses so angeordnet. daß der aus den Waserabscheidern 19 austretende Dampf hindurchströmt. Das Gehäuse umfaßt äußere senkrechte Seitenwänder 21, die mit den am oberen Teil des Kessels befestigten Stirnwänden 21a fest verbunden sind. Die Seiten- und Stirnwände sind durch die Bedenplatten 22 verbunden ; diese Bodenplatten sind von der Mitte aus nach außen geneigt und reichen nicht bis an die Kesselwand heran, so daß sich in Längsrichtung erstreckende Dampfkanäle 23 und 25 ergeben. Von den Wänden 21 und 21e aus erstrecken sich die waagerechten Platten 19i und 19 b, die die Räume oberhalb uiid unterhalb der Wasserabscheider 19 voneinander trennen, um zu bewirken. daß der Dampf nur durch die Wasserabscheider hindurchströmen kann. Die eigentliche Reinigungsvorrichtung besitzt senkrechte Längswändae 24, die sich bis zum oberen Teil des Kessels erstrecken und mit den Stirnwänden 21 a verbunden sind. An den Platten 22 können Umlenkblecbe 26 angeordnet sein. Ferner sind an ihnen Ablaufrohre 26 a vorgesehen, die ein gutes Stück unterhalb des Wasserstandes in dem Kessel 10 enden. Sie sind an beiden Enden offen, und die Bodenplatten 22 enthalten entsprechende Bohrungen.
  • Die innere Kolonne ist mit Zwischenböden versehen, die die einzelnen Stufen bilden. Ein wesentliches Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die Böden mit Öffnungen versehen sind, die bewirken. daß die Flüssigkeit in jeder Stufe durch den durchtretenden Dampf versprüht wird. Die Abstände der Böden voneinander sind so gewählt, daß eine ausreichende Abtrennung der Flüssigkeitströpfchen aus dem aufsteigenden Dampf bewirkt wird. Bei der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten vorzugsweisen Ausführungsform weist die Reinigungsvorrichtung eine Mehrzahl von waagerecht angeordneten Böden 27 zur Erzeugung einet Sprühnebels auf. Die Böden setzen sich aus roststäben 28 von beliebigem geeignetem Querschnitt zusammen ; beispielsweise' können halbrunde Stäbe verwendet werden, die so angeordnet sind, daß ihre flachen Seiten nach oben weisen.
  • Die Roststäbe 28 können an Stäbe 29 angeschweißt sein, die ihrerseits an den Wänden des Gehäuses befestigt sind. Zwischen den Roststäben 28 verbleiben Schlitze von gleichbleibender Breite. Die Schlitzbreite kann bei verschiedenen Böden verschieden sein, und. die Schlitze benachbarter Böden können gegebenenfalls nicht fluchtend zueinander angeordnet sein. Je nach den zu verarbeitenden Dampf- und Wassermengen hat sich eine Schlitzbreite zwischen etwa 2,5 mm und etwa 15 mm als besonders zweckmäßig erwicsen. Die freie Fläche beträgt zweckmäßigerweise zwischen 20 und 5Ü0/o der Gesamtfläche des Rostes.
  • Als Beispiel sei erwähnt, daß bei einer volrzugsweisen Ausführungsform halbrunde Roststäbe von 9,5 mm verwendet wuiden; diese Stäbe waren in Mittenabständen von 15,8 mm angeordnet, so daß sich Schlitze von rund 6,35 mm Breite ergaben; das entsprechende Verhältnis zwischen der freien Fläche und der gesamten Rostfläche betrug somit etwa 0,40. Die freie Fläche sc-ll genügend klein sein, um zu gewährleisten, daß das Wasser in feine Tröpfchen versprüht wird, um eine innige Berührung zwischen Dampf und Wasser herbeizuführen.
  • Die aus den Roststäben gebildeten Böden 27 müssen in solchen Abständen senkrecht übereinander augeordnet werden, daß Zwischenräume entstehen, in denen sowohl eine innige Berührung zwischen dem Dampf und dem Wasser als auch eine wirksame Trennung von Wasser und Dampf stattfinden kann.
  • Die Höhe der erwähnten Zwischenräume soll vorzugsweise mindestens 50 mm betragen; wenn in senkrechter Richtung genügend Raum vorhanden ist, erscheint es zweckmäßig, als Abstand nicht weniger als 75 mm zu wählen, obwohl andererseits zu große Abstände die Anzahl der Stufen unnötig verringern würden. Unter einer wirksamen Trennung von Dampf und Wasser ist zu verstehen, daß die durch den Dampf zu einer höherliegenden Plattform mitgeführte Wassermenge weniger als 6% (auf das Wassergewicht bezogen) der zwischen den einzelnen Stufen nach unten strömenden Wassermenge beträgt. Es kann jede beliebige geeignete Anzahl von Rosten, beispielsweise zwei bis zehn Roste, verwendet werden; bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind drei Roste vorgesehen.
  • Wasser mit möglichst niedrigem Gehalt an festen Bestandteilen wird auf der obersten Plattform durch ein mit Löchern 31 versehenes und sich über die ganze Länge des Kessels erstreckendes Rohr 30 verteilt. Oberhalb des Rohres 30 ist eine weitere Vorrichtung 32 zur Trennung von Dampf und Wasser vorgesehen ; diese Vorrichtung ist aus bekannten Z-förinigen Blechen od. dgl. aufgebaut, um den Dampf mehrfach umzulenken und so das mitgeführte Wasser abzuscheiden. Zwischen diesem Abscheider 32 und jedem der Dampfaustrittszstutzen 12 sind entweder einzelne waagerechte Umlenkblech3 33 oder ein sich über die ganze Länge der Reinigungsvorrichtung erstreckendes Umlenkblech vorgesehen, um zu verhindern, daß der aufsteigende Dampf unmittelbar durch Abschnitte des Abscheiders strömt, die unterhalb der Austrittsstutzen liegen. Das bzw. die Prallbleche können liei 33a mehrfach durchlo.'-chert sein und üben dann eine noch genügende hemmwirkung auf den Dampf aus, ohne ihn andererseits in seiner Gesamtmasse zu einem allzu großen Umweg zu zwingen.
  • Arbeitsweise Der durch die Rohre 13 einströmende Naßdampf wird in den Wirbelkammern 14 vom größten Teil der mitgeführten Feuchtigkeit befreit und strömt von den Wirbelkammern aus durch die Abscheider 19, in denen eine weitere Abscheidung mitgeführter Feuchtigkeit stattfindet. Der im wesentlichen getrocknete Dampf strömt durch die Öffnungen 23 und die Kanäle 25, um dann nach oben durch die aus mehreren Rosten bestehende Fraktionierkolonne hindurchzuströmen, und zwar im Gegenstrom zu dem durch das Rohr 30 verteilten Frischwasser. Das Wasser strömt nacheinander durch die einzelnen durch die Roste 27 gebildeten Stufen hindurch. Der Dampf reißt einen Teil des Wassers mit und versprüht es in Form kleiner Tröpfchen, die nach oben mitgeführt werden.
  • Infolge der hoher Strömungsgeschwindigkeit des D. ampfes durch die eingeschnürten Schlitze reißt der Dampf auch einen Teil des Wassers mit. das von dem darüberliegenden Be Ien herullPterstürzt. Auf diese Weise entsteht zwischen den Böden ein dichter Sprühnehel aus B7assertröpfchen. Der gri-ßte Teil der mitgerissenen Wassermenge trennt sich in den oberen Teilen der Zwischenräume zwischen den Rosten von dem Dampf, so daß die Wassermenge, die durch den nächsiliöheren Boden hindurch in die nächste Stufe mitgerissen wird. gewichtsmäßig weniger als etwa 6 O/o der nadi unten strömenden Wassermenge beträgt.
  • Bei Teillastbetrieb läßt sich die zwischen den Stufen mitgerissene Wassermenge gewöhnlich auf weniger als 2% verringern. Der größte Teil des vom Dampf getrennten Wassers fällt auf den Beden zurück; von hier aus läuft ein geringer Teil durch die Schlitze hindurch zu der darunterliegenden Stufe ab, während der größere Teil der Wassermenge erneut vom Dampf mitgerissen und verspiüht wird. Soweit Wasser vom untersten Rost aus nach unten gelangt, fällt es durch die Ablaufrohre 26 a in die hauptwassermenge 11 und gelangt somit in die Wasserrohre 9. Durch die langen Ablaufrohre 26 a tritt Dampf aus der Hauptwassermenge des Kessels nur in unwesentlicher Menge in die Reinigungseinrichtung ein.
  • Um einwandfreie Ergebnisse zu erzielen, muß die durch das Rohr 30 zugeführte Flüssigkeitsmenge den Betriebsverhältnissen angepaßt werden. Sie richtet sich nach der Temperatur des Wassers und dem Kesseldruck, denn wenn das Wasser kälter ist als der Dampf, kondensiert ein Teil des Dampfes. Bei hoben Drücken kann. infolge der höheren Dampfdichte eine relativ geringere Wassermenge erforderlich sein.
  • Die hohe Leistungsfähigkeit von Da.mpfreinigungsvorrichtungen gemäß der Erfindung geht aus der nachstehenden Zahlentafel hervor ; diese Zahlen. tafel gibt die Höchstwerte für den Dampfdurchsatz je Quadratmeter Rostoberfläche für zwölf verschiedene Betriebszustände, an wobei ersichtlich ist, daß man auch mit niedrigeren Werten für den Dampfdurchsatz arbeiten kann. Die angegebenen Werte gelten für Sattdampf unter einem Druck von 42 Atmosphären absolut (252°C) und eine Reinigungsvorrichtung, deren Roste aus Roststäben von halbkreisförmigem Querschnitt mit einem Durchmesser von 6,35 mm bestehen, wobei die Roststäbe mit ihren flachen Seiten nach oben angeordnet und so verteilt sind, daß Schlitze von 6,35 mm Breite entstehen (entsprechend einer freien Fläche von 50 /o der gesamten Rostfläche). Die Zahlentafel gibt den Dampfdurchsatz an, der sich bei drei verschiedenen Abständen der Roste untereinander und bei vier verschiedenen Mengenverhältnissen von Wasser und Dampf erzielen läßt, wobei Wasser und Dampf im Gegenstrom durch die Reinigungsvorrichtung hindurchgeführt werden.
    Verhältnis Dampfdurdisatz am Vollastpunkt
    zwischen in kg/Stunde und qm Rostoberfläche
    kg Wasser und Rostabstand
    kg Dampf 76 mm 152 mm 228 mm
    0,065 48,800 53,800 58,600
    0,086 47,500 52,300 58,000
    0,108 46,500 51,100 57,000
    0,130 45,800 50,300 56,000
    In Fig. 4 ist eine abgeänderte Ausführungsform dargestellt, bei der die Böden aus Blechen 34 bestehen, die mit Löchern 35 versehen sind; in Fig. 4a bestehen die Böden aus Drahtgeflecht, bei dem Drähte 50 an Drähte 51 angeschweißt oder angelötet sind.
  • Die Breite der Öffnungen bei den in den Fig. 4 und 4a dargestellten Ausführungsformen beträgt vorzugsweise etwa 5 bis 15 mm.
  • Wie weiter oben bereits angedeutet, kann das Frischwasser zum Teil aus Kondensat des gereinigten Dampfes bestehen. Eine entsprechende Ausführungsform ist in den Fig. 5 und 6 dargestellt; hierbei ist mit 10 der Dampf- und Wasserkessel bezeichnet, der eine Hauptwassermenge 11 enthält und Da.mpfaustrittsstutzen 12 besitzt; ferner sind Naßdampf-Ein trittsrohre 13, den Austrittsöffnungen der Rohre 13 gegenüberliegende Umlenkbleche 15 b und Wasserrohre 9 vorgesehen. Die Reinigungsvorrichtung umfaßt ein am Umfang abgeschlossenes Gehäuse mit Seitenwänden 24, die sich im wesentlichen über die Länge des Kessels erstrecken sowie mit Stiruwänden 21 a; die Unterseite der Reinigungsvorrichtung ist offen, um zu ermöglichen, daß aus dem Raum in dem Kessel oberhalb der Hauptwassermenge Dampf in die Vorrichtung eintritt. Die Reinigungsvorrichtung umfaßt ferner drei Rostböden 27 mit rechteckigen, etwa 25, 4 mm breiten, etwa 6.35 mm hohen und in Abständen von etwa 31,7 mm angeordneten Roststäben 28. Die Schlitze sind 6,35 mm breit. Zwischen den einzelnen Böden. besteht in senkrechter Richtung ein Abstand von rund 100 mm.
  • Bei dieser Ausführungsform ist die Riorrichtung 32 zum Trennen von Dampf und Wasser als langgezogener Oberflächenkondensator ausgeführt. Sie besitzt mehrfach gewinkelte Wände, um eine mehrfache Umlenkung des Dampfes zu bewirkten, zusätzlich ist jedoch eine Mehrzahl waagerechter Rohre 36 vorgesehen. deren Eintrittsenden mit einem Verteilerrohr 30 in Verbindung stehen, dem Kesselspeisewasser zugeführt wird. Die entgegengesetzten Enden 37 dieser Rohre sind offen. Unter den Dampfaustrittsstutzen 12, oberhalb der Vorrichtung 32, können Umlenkbleche 33 angeordnet sein.
  • Der zu reinigende Dampf tritt am Boden in die Fraktionierkolonne ein und strömt nacheinander durch die einzelnen Stufen, in denen er mit Wasser in Berührung gebracht wird. Beim Verlassen der obersten Stufe strömt der Dampf durch die Trennvorrichtung 32. wobei er mit den. Flächen in Berührung kommt, die durch das Kesselspeisewasser gekühlt werden, und unter Wärmeabgabe an das Speisewasser teilweise kondensiert wird. Die kondensierte Dampfmenge hängt von der Temperatur des Speisewassers und seiner Strömungsgeschwindigkeit ab und kann zwischen 4 und 15 Gewichtsprozent der den Kessel verlassenden Dampfmenge liegen. Das Kondensat fließt dann, wie beschrieben, durch die Roste nach unten.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRUCHE 1. Vorrichtung zur Dampfreinigung durch Auswaschen in Trommeln von Hochdruckdampfkesseln, wobei Waschwasser und Dampf im Gegenstron durch perforierte Böden geführt werden. dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Böden übereinander angeordnet sind und die darin vorgesehenen Öffnungen nach Größe und Form so bemessen sind, daß ohne sonstige Verbindungen zwischen den von den Böden gebildeten Stufen bei Normallast der aufsteigende Dampf das auf die Böden aufgebrachte Wasser teilwise zersprüht und gleichzeitige ein Teil des Wassers durch die Öffnungen abläuft.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenböden in einem Abstand von mindestens 50 mm angeordnet sind. ~~~~~~~~ In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 645 727, 654751 ; französische Patentschrift Nr. 816 755 : USA.-Patentschriften Nr. 2 070 067, 2 286 207.
DEN6566A 1951-12-29 1952-12-29 Vorrichtung zur Dampfreinigung Pending DE1020643B (de)

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US1020643XA 1951-12-29 1951-12-29

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DE102007016542A1 (de) * 2007-04-05 2008-10-09 BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH Filterelement für Dunstabzugshaube

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