DE10204923C1 - Sonotroden-Dispergier-Vorrichtung - Google Patents
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Abstract
Bei einer Sonotroden-Dispergier-Vorrichtung mit einem Schwingkörper sowie einem Rezpetor zum Einleiten von Schwingungen in den Schwingkörper wird ein effektives und gleichmäßiges Dispergieren flüssiger bis zähflüssiger Substanzgemische dadurch ermöglicht, dass der Schwingkörper im Wesentlichen als Hohlzylinder mit einer ersten teilweise offenen sowie einer zweiten offenen Stirnfläche ausgebildet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Sonotroden-Dispergier-
Vorrichtung zum Dispergieren flüssiger bis zähflüssiger
Substanzgemische, mit einem Schwingkörper sowie einer
Rezeptoreinrichtung zum Einleiten von Schwingungen in den
Schwingkörper, wobei der Schwingkörper im wesentlichen als
Hohlzylinder mit einer ersten teilweise offenen sowie einer
zweiten offenen Stirnfläche ausgebildet ist.
Sonotroden-Vorrichtungen der eingangs genannten Art werden
im Stand der Technik zu unterschiedlichsten Zwecken
verwendet. So sind Sonotroden für Reinigungszwecke bekannt,
wobei ein in einem Flüssigkeitsbad befindlicher Körper
durch über die Sonotrode in die Flüssigkeit eingeleiteten
Ultraschall gereinigt wird. Des weiteren sind Sonotroden
für medizinische Zwecke bekannt, wobei Ultraschall entweder
zur Diagnose oder zur Therapie in Teile des menschlichen
Körpers eingeleitet wird.
Des weiteren sind im Stand der Technik
Dispergiervorrichtungen bekannt, wobei diese Vorrichtungen
in drei Kategorien unterteilbar sind. Diese sind zum einen
die sogenannten dynamischen Dispergiervorrichtungen wie
Scherkranzdispergierer, Kolloidmühlen, Rührwerke o. ä., mit
einem Stator und einem oder mehr Rotoren. Darüber hinaus
sind Hochdruckhomogenisatoren und statische Mischer
bekannt.
Sonotroden-Vorrichtungen zum Dispergieren flüssiger bis
zähflüssiger Substanzgemische sind im Stand der Technik
indes nicht bekannt.
Die bekannten Dispergiervorrichtungen zielen sämtlich
darauf ab, einen möglichst großen Energieeintrag in die zu
dispergierenden Substanzen zu erhalten, da dadurch eine
kleine Partikelgröße und eine gleichmäßige Verteilung
begünstigt wird. Es hat sich jedoch gezeigt, dass der
Energieeintrag bei den dynamischen Dispergiervorrichtungen
ohne Potenzierung des Aufwandes nicht mehr steigerbar ist
und somit in der Praxis aufgrund strömungstechnischer
Vorgaben limitiert ist.
Aus DE 825 084 C ist eine Vorrichtung zum
Schallschwingungsbehandeln von Stoffen, insbesondere zum
Emulgieren von Flüssigkeiten bekannt, bei der eine
gleichmäßige und intensive Beschallung dadurch erreicht
ist, dass die Vorrichtung mit einem Durchtrittsspalt für
die zu behandelnden Stoffe versehen ist, dessen Weite
periodisch mit der Schallschwingungsfrequenz veränderbar
ist.
Aus DE 17 72 035 U ist eine Dispergiervorrichtung der
eingangs genannten Art bekannt. Bei dieser bekannten
Vorrichtung ist indes eine Kombination mit herkömmlichen
dynamischen Dispergiervorrichtungen mit einer oder mehr
Rotor- und Statoreinheiten nicht ermöglicht.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Sonotroden-Vorrichtung
zu schaffen, mittels derer ein effektives und gleichmäßiges
Dispergieren flüssiger bis zähflüssiger Substanzgemische
ermöglicht ist, wobei die Vorrichtung insbesondere in
Kombination mit herkömmlichen dynamischen Dispergier
vorrichtungen mit einer oder mehr Rotor- und
Statoreinheiten verwendbar sein soll.
Für eine Vorrichtung der eingangs genannten Art wird diese
Aufgabe dadurch gelöst, dass die teilweise offene erste
Stirnfläche eine Mehrzahl radial ausgerichteter Stege
aufweist, die mit ihrem einen Ende mit der zentral
angeordneten Rezeptoreinrichtung und mit ihrem anderen Ende
mit der Mantelfläche des Hohlzylinders verbunden sind.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird durch das
Merkmal, dass die teilweise offene erste Stirnfläche eine
Mehrzahl radial ausgerichteter Stege aufweist, die mit
ihrem einen Ende mit der zentralen angeordneten
Rezeptoreinrichtung und mit ihrem anderen Ende mit der
Mantelfläche des Hohlzylinders verbunden sind, erreicht,
dass erstmals eine Vorrichtung geschaffen ist, mittels
derer ein Dispergieren flüssiger bis zähflüssiger
Substanzgemische in einer als Hohlzylinder ausgebildeten
Sonotrode ermöglicht ist. Aufgrund der besonderen
Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Sonotrode ist die
Möglichkeit geschaffen, den als Sonotrode ausgebildeten
Hohlzylinder als Stator zu verwenden und einen
Dispergiervorgang insbesondere durch eine weitere
dynamische Dispergiereinheit mit einem oder mehr Rotoren,
die in und/oder um den Hohlzylinder angeordnet sind, zu
unterstützen. Der Hohlzylinder ist dabei aufgrund seiner
charakteristischen Ausbildung mit hoher Präzision geführt
bewegbar.
Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass der
Hohlzylinder als Stator einer dynamischen Dispergiereinheit
mit mindestens einem Rotor ausgebildet ist. Der
mindestens eine Rotor ist dabei vorzugsweise in oder um den
Hohlzylinder angeordnet, um einen Dispergiervorgang zu
unterstützen.
Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass der
Hohlzylinder im Bereich seiner Mantelfläche eine Mehrzahl
von Öffnungen aufweist. Die Öffnungen sind dabei
vorzugsweise als rechteckige Schlitze ausgebildet, die zwei
lange sowie zwei kurze Seiten aufweisen, wobei die langen
Seiten parallel zur Längsachse des Hohlzylinders
ausgerichtet sind. Alternativ können die Öffnungen
kreisförmig ausgebildet sein.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass die
Rezeptoreinrichtung als entlang ihrer Längsachse
longitudinal schwingende Welle ausgebildet ist.
Die Rezeptoreinrichtung der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ist vorzugsweise im Bereich ihres Schwingungsknotens
mechanisch gelagert, um eine ungewünschte Energieausleitung
bzw. Dämpfung der eingeleiteten Ultraschalls möglichst zu
vermeiden.
Des weiteren ist die Rezeptoreinrichtung vorzugsweise
einstückig mit dem Schwingkörper ausgebildet, um
Energieverluste des in die Rezeptoreinrichtung
eingeleiteten Ultraschalls zu vermeiden.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen, dass ein
Piezokristall als Konverter von elektrischen Schwingungen
in mechanische Schwingungen zum Einleiten in die
Rezeptoreinrichtung vorgesehen ist. Der Piezokristall
schwingt dabei vorzugsweise mit einer Frequenz von 20 bis
50 KHz.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird im folgenden anhand
einer bevorzugten Ausführungsform erläutert, die in den
Figuren der Zeichnung dargestellt ist. Darin zeigen:
Fig. 1 eine bevorzugte Ausführungsform der erfin
dungsgemäßen Vorrichtung in einer Ansicht von
schräg unten;
Fig. 2 die in Fig. 1 dargestellte bevorzugte
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung
in einer Ansicht von schräg oben.
Fig. 3 die in Fig. 1 dargestellte bevorzugte
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
eingebaut in eine dynamische Dispergiereinheit, in
einer ersten Querschnittsansicht;
Fig. 4 die in Fig. 1 dargestellte bevorzugte
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
eingebaut in eine dynamische Dispergiereinheit, in
einer anderen Querschnittsansicht.
Die in den Fig. 1 bis 4 dargestellte erfindungsgemäße
Sonotroden-Dispergier-Vorrichtung 100 zum Dispergieren
flüssiger bis zähflüssiger Substanzgemische weist einen
Schwingkörper 110 sowie ein Rezeptoreinrichtung 120 zum
Einleiten von Schwingungen in den Schwingkörper 110 auf,
wobei der Schwingkörper 110 im wesentlichen als
Hohlzylinder mit einer ersten teilweise offenen Stirnfläche
130 sowie einer zweiten offenen Stirnfläche 140 ausgebildet
ist.
Der als Hohlzylinder ausgebildete Schwingkörper 110 weist
im Bereich seiner Mantelfläche 111 eine Mehrzahl von
Öffnungen 112 aufweist, wobei die Öffnungen 112 als
rechteckige Schlitze ausgebildet sind. Die Schlitze 112
weisen dabei zwei lange sowie zwei kurze Seiten auf, wobei
die langen Seiten parallel zur Längsachse 113 des
Schwingkörpers 110 ausgerichtet sind.
Der Schwingkörper 110 ist als Stator einer dynamischen
Dispergiereinheit mit mindestens einem Rotor 150 sowie
einem Rotor 160 ausgebildet, wobei der Rotor 150 in der
Nachbarschaft der Mantelinnenfläche 111' angeordnet ist und
der Rotor 160 in der Nachbarschaft der Mantelaußenfläche
111" des Schwingkörpers 110 angeordnet ist, wobei die
Rotoren 150, 160 einen Dispergiervorgang unterstützend
wirken. Jeder der Rotoren 150, 160 ist im wesentlichen als
Hohlzylinder mit einer geschlossenen, einen Boden 151, 161
bildenden Stirnfläche sowie einer offenen Stirnfläche
ausgebildet, wobei jeder Rotor 150, 160 in dem Bereich der
offenen Stirnfläche seiner Mantelfläche mit koaxial
angeordneten Zähnen 152, 162 versehen ist.
Die teilweise offene erste Stirnfläche 130 des
Schwingkörpers weist eine Mehrzahl radial ausgerichteter
Stege 131, 132, 133 auf, die mit ihrem einen Ende mit der
zentral angeordneten Rezeptoreinrichtung 120 und mit ihrem
anderen Ende mit der Mantelfläche 111 des Schwingkörpers
110 verbunden sind. Die teilweise offene Stirnfläche 130
des Schwingkörpers 110 bildet eine Ausgangsöffnung für das
dispergierte Produkt.
Die Rezeptoreinrichtung 120 ist als entlang ihrer
Längsachse 113 longitudinal schwingende Welle ausgebildet
und ist im Bereich ihres Schwingungsknotens 121 mechanisch
gelagert. Die Lagerung ist in Richtung der Rotationsachse
der als zusätzliche dynamische Dispergiereinheit wirkenden
Rotoren 150, 160 mittels einer Verschiebeeinrichtung 170
innerhalb eines vorgegebenen Hubbereiches verschiebbar und
dabei in beliebiger Position arretierbar.
Die Rezeptoreinrichtung 120 ist einstückig mit dem
Schwingkörper 110 ausgebildet, um ein möglichst effektives
Einleiten von Ultraschallschwingungen in den
Sonotrodenschwingkörper 110 zu erreichen. Ein Piezokristall
180 ist als Konverter von elektrischen Schwingungen in
mechanische Ultraschallschwingungen vorgesehen, wobei der
Piezokristall mit einer Frequenz von 20 KHz schwingt.
Das oben erläuterte Ausführungsbeispiel der Erfindung dient
lediglich dem Zweck eines besseren Verständnisses der durch
die Ansprüche definierten erfindungsgemäßen Lehre, die als
solche durch das Ausführungsbeispiel nicht eingeschränkt
ist.
Claims (12)
1. Sonotroden-Dispergier-Vorrichtung zum Dispergieren flüssiger
bis zähflüssiger Substanzgemische, mit einem Schwingkörper
sowie einer Rezeptoreinrichtung zum Einleiten von Schwingungen
in den Schwingkörper, wobei der Schwingkörper im wesentlichen
als Hohlzylinder mit einer ersten teilweise offenen sowie einer
zweiten offenen Stirnfläche ausgebildet ist, dadurch
gekennzeichnet, dass die teilweise offene erste Stirnfläche (130)
eine Mehrzahl radial ausgerichteter Stege (131, 132, 133) aufweist, die mit
ihrem einen Ende mit der zentral angeordneten
Rezeptoreinrichtung (120) und mit ihrem anderen Ende mit der
Mantelfläche (111) des Hohlzylinders (110) verbunden sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Hohlzylinder (110) als Stator einer dynamischen Dispergiereinheit
mit mindestens einem Rotor (150, 160) ausgebildet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
der mindestens eine Rotor (150, 160) in oder um den Hohlzylinder (110)
angeordnet ist, um einen Dispergiervorgang zu unterstützen.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass der Hohlzylinder (110) im Bereich seiner
Mantelfläche (111) eine Mehrzahl von Öffnungen (112) aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Öffnungen (112) als rechteckige Schlitze ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die rechteckigen Schlitze (112) zwei lange sowie zwei kurze Seiten
aufweisen, wobei die langen Seiten parallel zur Längsachse (113) des
Hohlzylinders (110) ausgerichtet sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Öffnungen (112) kreisförmig ausgebildet sind.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Rezeptoreinrichtung (120) als entlang ihrer
Längsachse (113) longitudinal schwingende Welle ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Rezeptoreinrichtung (120) im Bereich ihres
Schwingungsknotens mechanisch gelagert ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rezeptoreinrichtung (120) einstückig
mit dem Schwingkörper (110) ausgebildet ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehende Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass ein Piezokristall (180) als Konverter
von elektrischen Schwingungen in mechanische Schwingungen zum
einleiten in die Rezeptoreinrichtung (120) vorgesehen ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass
der Piezokristall (180) mit einer Frequenz von 20 KHz bis 50 KHz
schwingt.
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