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DE1020472B - Vorrichtung zur Bodenbearbeitung - Google Patents

Vorrichtung zur Bodenbearbeitung

Info

Publication number
DE1020472B
DE1020472B DEW15186A DEW0015186A DE1020472B DE 1020472 B DE1020472 B DE 1020472B DE W15186 A DEW15186 A DE W15186A DE W0015186 A DEW0015186 A DE W0015186A DE 1020472 B DE1020472 B DE 1020472B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sheets
ground
blades
edge
leaves
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW15186A
Other languages
English (en)
Inventor
John Lester
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
JOHN LESTER WHITMORE
Original Assignee
JOHN LESTER WHITMORE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by JOHN LESTER WHITMORE filed Critical JOHN LESTER WHITMORE
Publication of DE1020472B publication Critical patent/DE1020472B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B13/00Ploughs or like machines for special purposes ; Ditch diggers, trench ploughs, forestry ploughs, ploughs for land or marsh reclamation
    • A01B13/08Ploughs or like machines for special purposes ; Ditch diggers, trench ploughs, forestry ploughs, ploughs for land or marsh reclamation for working subsoil

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Soil Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Soil Working Implements (AREA)

Description

DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Lockern und Tiefpflügen des Ackerbodens, wobei es vermieden wird, daß der Boden umgebrochen und die Ackerkruste zerstoßen bzw. nach unten geackert wird.
Bekanntlich besteht der Ackerboden aus zwei 5 Schichten, von denen im allgemeinen die obere, lockere und relativ dünne als Ackerkrume und die untere als Untergrund bzw. als Hartboden bezeichnet wird. Letztere besteht aus ziemlich dicht gepacktem Material und dient als Feuchtigkeitsreservoir für die wachsenden Pflanzen. Dies ist aber nur dann möglich, wenn der Untergrund durch geeignete Bebauungsmethoden, z. B. durch Tiefpflügen, entsprechend aufgelockert wird, so daß dabei die Ackerkrume erhalten bleibt.
Es sind schon mehrere Geräte zum Tiefpflügen bzw. zum Lockern des Ackeruntergrundes beschrieben worden. Diese Geräte sind aber mit starren, dicken, dornartigen Fingern oder mit schweren, großen, schaufelartigen Spitzen versehen, die in den Untergrund eindringen. Wenn solche Geräte vorwärts gezogen werden, reißen die starren Spitzen bzw. Schaufeln den Boden auf und bringen vom Untergrund Erdklumpen an die Oberfläche, wobei andererseits ein großer Teil der wertvollen Ackerkrume in die Spalte des aufgerissenen Ackerbodens fällt. Der erste nachfolgende Regen wäscht dann gewöhnlich einen Teil der lockeren Erde weg und wandelt das Feld in eine schlammige Fläche, auf der praktisch etwa 2 Jahre lang nichts angebaut werden kann. Ein weiterer Nachteil dieser Geräte besteht darin, daß man zum Ziehen Schlepper mit beträchtlicher Leistung benötigt.
Es ist zwar auch schon ein Bodenbearbeitungsgerät mit staffeiförmig versetzten, sichel>artig gebogenen Messern zum tiefgehenden Pflügen bekannt, doch waren die Messer aus einem unelastischen Werkstoff hergestellt und starr angeordnet und konnten infolgedessen den Widerständen im Boden, z. B. größeren Steinen, nicht ausweichen.
Die Erfindung bezieht sich dagegen auf ein Bodenbearbeitungsgerät mit mehreren auf einem fahrbaren Gestell befestigten, in den Boden eindringenden, vorzugsweise sichelförmig vorgebogenen Schneidblättern, die seitlich elastisch biegsam sind und beim Hindurchziehen durch den Baden einen geschlängelten Weg schneiden können. Die Blätter können z. B. aus Federstahl bestehen.
Die Vorrichtung schneidet beim Ziehen schmale Risse und Adern in den Boden, so daß das Wasser in den Untergrund ablaufen kann, ohne daß die Ackerkrume mitgeschwemmt wird.
Mit Hilfe des Geräts der vorliegenden Erfindung kann der Bauer mit einer geringeren Zugleistung einen mindestens viermal so breiten Ackerstreifen, als dies Vorrichtung zur Bodenbearbeitung
Anmelder:
John Lester Whitmore,
Williamsport, Md. (V. St. A.)
Vertreter: Dr.-Ing. F. Wuesthoff und Dipl.-Ing. G. Puls, Patentanwälte, München 9, Schweigerstr. 2
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 27. Oktober 1953
John Lester, Whitmore, Williamsport, Md. (V. St. A.), ist als Erfinder genannt worden
bisher möglich war, pflügen und in einem Arbeitsgang für die Bepflanzung eggen, wenn an das Gerät eine Egge angehängt ist.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 ist eine Aufsicht auf eine Vorrichtung gemäß der Erfindung;
Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Vorrichtung nach Fig. 1 und zeigt in Betriebsstellung die in die Ackerkrumenschicht und den Untergrund eindringenden Schneidblätter;
Fig. 3 ist eine teilweise geschnittene Ansicht entlang der Linie 3-3 der Fig. 2, in Richtung der Pfeile gesehen, und zeigt die Einzelheiten der Konstruktion des für die Einstellung der Schneidblätter mit der Hand verwendeten Hebers;
Fig. 4 ist eine Ansicht entlang der Linie 4-4 der Fig. 2 in Blickrichtung der Pfeile und zeigt dieEinzelheiteu der Zugstangenbefestigung;
Fig. 5 ist eine Seitenansicht des unteren Endes eines der Schneidblätter und zeigt die Anordnung zum Befestigen einer ersetzbaren Spitze;
Fig. 5 a ist eine Ansicht entlang der Linie5 a-5 a der Fig. 5 in Blickrichtung der Pfeile;
Fig. 6 ist eine Seitenansicht der ersetzbaren Spitze, die leicht an das in Fig. 5 gezeigte Schneidblatt angebracht oder von diesem entfernt werden kann;
Fig. 6 a ist eine Ansicht entlang der Linie 6 a-6 a der Fig. 6 in Blickrichtung der Pfeile;
Fig. 6b ist eine Ansicht entlang der Linie 6b-6b der Fig. 6 in Blickrichtung der Pfeile;
Fig. 7 ist eine Ansicht entlang der Linie 7-7 der Fig. 2 in Blickrichtung der Pfeile und zeigt den sich
7C9 808/21
schlängelnden und gewundenen Weg der biegsamen Schneidblätter und deren Wirkung auf den Ackerboden ;
Fig. 8 ist eine Rückansicht nach der Linie 8-8 der Fig. 2, aus der die sich biegende Bewegung der Schneidblätter und die sich ergebende Wirkung auf den Boden hervorgeht, wobei gewisse Teile aus Gründen der Klarheit weggelassen sind.
In Fig. 1 wird der Geräteaufbau von einem Hauptrahmengestell 10 getragen, das sich zusammensetzt aus einem Paar im wesentlichen paraHelen Seitenteilen 11 und 11'., einem Paar im wesentlichen parallelen Ouerteilen 12 und 12', einem Paar A-förmig verbundenen Rahmenteilen 13 und 13' und einem Paar von im wesentlichen parallelen Spannteilen 14 und 14', die die Querteile 12 und 12' miteinander verbinden. Die A-förmigen Rahmenteile 13 und 13' grenzen an die entgegengesetzten Seiten eines Teils 13 a mit U-fömigem Querschnitt, das an seinem rückwärtigen Ende in der Mitte des Querteils 12' befestigt ist. Beim Aufbau des Rahmengestells 10 werden in dem vorliegenden Fall U-förmige Stahlträgerteile verwendet, die durch Verschweißung miteinander verbunden sind. Es ist jedoch zu verstehen, daß natürlich auch andere Stoffe und Konstruktionsformen verwendet werden können. So können z. B. die Teile gegossen oder geschmiedet sein, und das Zusammenbauen kann durch Befestigen mit Bolzen oder Nieten erfolgen.
Ein horizontales Querbrückenteil 15 wird über das Hauptrahmengestell 10 durch ein Paar senkrecht nach oben stehender Teile 16 und 16' getragen, die an die beiden Seitenteile 11 und 11' in der Nähe ihrer hinteren oder freien Enden angeschweißt sind, wie dies am besten in den Fig. 2 und 8 zu sehen ist. Dieses Brückenteil 15 dient als Träger für vier in gleichem Abstand voneinander angeordnete Gelenkblöcke 17., an die vier Hebelarme 18 mit Hilfe von vier Bolzen 19 drehbar gelagert sind. Jeder der Hebelarme 18 setzt sich aus einem Paar gleich langer paralleler Teile 20 und 20' zusammen.
Ein durchgehendes Trägerteil 21, das im vorliegenden Fäll aus zwei üblichen U-Stahlteilen aufgebaut ist, die miteinander zu einem quadratischen hohlen Rohr zusammengeschweißt sind, wird, durch zwei ähnlich gebildete quadratische hohle Rohre 22 und 23, wie dies in den Fig. 2 und 8 zu erkennen ist, über dem Hauptrahmengestell 10 getragen, die einer über dem anderen auf der unteren Aufbauhauptlinie des Rahmens angeordnet sind, und alle drei, d. h. der Hauptbalken 21 und die beiden Trägerbalken 22 und 23, sind sowohl miteinander als auch mit dem Hauptrahmengestell 10 durch Verschweißung verbunden. Diese Trägerteile können auch aus einem oder mehreren Gußteilen bestehen und gegebenenfalls durch Bolzen befestigt sein. Der durchgehende Hauptbalken 21 dient hauptsächlich als Stütze für einen Pflugblatteinstellarm 24 und einen hydraulisch arbeitenden Heber 25. Zugleich dient er auch als eine übliche Verankerung für einen Hilfsvorrichtungsschleppbalken 26.
Der hydraulische Heber ist mit dem Pflugblatteinstellarm 24 mittels eines in Fig. 2 zu sehenden Paares paralleler Glieder 33 und 33' verbunden, die an ihren einen Enden an dem Endanschlußstück 34 der Kolbenstange 35 durch einen Bolzen 36 und an ihren anderen Enden mit dem Arm 24 durch einen Stiftbolzen 37 drehbar gelagert sind. Der Hebelarm 24 ist seinerseits mittels eines Bolzens 38 durch den Mittelpunkt eines Einstellsektors 39, der an dem Träger 21 in der Nähe seines vorderen Endes angeschweißt ist, drehbar befestigt. Der Sektor 39 ist mit einer Mehrzahl von Kerben 40 versehen, die mit einer unter Federdruck stehenden Sperrklinke 41 in dem Hebelarmaufbau 24 zusammenwirken, um den Arm in einer der verschiedenen besonderen Stellungen zu verriegeln. Ein A-förmiger Rahmen, der ganz allgemein mit 42 bezeichnet wird und der sich aus zwei runden Rohrschenkeln 43 und 43' und einem runden rohrförmigen Kreuzbalken 44 zusammensetzt, ist an seinem offenen Ende an einen quadratischen Rohrquerbalken 45 angeschweißt und an seinem entgegengesetzten oder verschlossenen Ende mit dem Einstellarm 24 durch einen Bolzen 46, der durch einen Ansatz 47 hindurchgeht, der an den Hebelarm 34 angeschweißt ist, drehbar verbunden. Vier Lagerblöcke 48, ähnlich den vier LagerblÖcken 17 auf dem oben beschriebenen Querteil 15, sind an die Unterseite des Balkens 45 angeschweißt und mit vier Hebelarmen 18 über Drehbolzen 49 verbunden.
Wie am besten in Fig. 3 zu sehen, setzt sich der Hebelarmaufbau 24 aus einem Hebelarm 50, einem kürzeren Arm 51 und einem Verlängerungsarm 52 zusammen. Der Arm 50 und der Arm 51 sind miteinander durch einen X^erbindungsbalken 53 verbunden, die mit jedem der beiden Arme verschweißt sind, um zwei in parallelem Abstand voneinander angeordnete Arme zu bilden, die den Sektor 39 eingabein, um auf dem Bolzen 38 drehbar gelagert zu sein. Der Verlängerungsarm 52 ist an einem Ende mit dem freien Ende des Armes 50 durch ein Bolzenpaar 54 und 54' verbunden und weist an seinem oberen oder freien Ende einen angeschweißten Ansatz 55 auf, an den ein Handhebel 56 mittels eines Bolzens oder einer Schraube 57 drehbar befestigt ist. Ein Sperriegelstab 41 gleitet in zwei in gleicher Richtung angeordneten länglichen Schlitzen 58 und 58' in den Armen 50 bzw. 51 und wird nach unten in Berührung mit der Kante des Sektors 39 durch eine Spiralfeder 59 gedrückt, deren eines Ende sich gegen den Sperriegelstab 41 und das andere Ende gegen die Verbindungsstange 53 abstützt. Ein Stangenteil 60, das an einem Ende mit einem Gewinde versehen und an dem anderen Ende abgeflacht und durchbohrt ist, ist an seinem Gewindeende mit dem Sperriegelstab 41 verbunden und durch eine Sicherungsmutter 61 fest verriegelt. Der Verbindungsbalken 53 weist in seiner Mitte eine öffnung auf, durch die der Stab 60 frei hindurchgleiten kann. Ein Stab oder Draht 62 verbindet das abgeflachte Ende des Stabes 60 mit dem unteren Ende des Handhebels 56, um die Sperre 41 anzuheben, indem man den Handhebel 56 gegen den Verlängerungsarm 52 preßt.
Wie in Fig. 1 gezeigt, sind vier im wesentlichen V-förmig gestaltete Zugbalkenaufbauten, die allgemein mit 63, 64, 65 und 66 bezeichnet sind, angeordnet. Mit dem Hauptrahmengestell 10 sind sie durch einen quer verlaufenden langen Stift oder Stab 67 verbunden, der durch die Lageröffnungen an den beiden Seitenteilen 11 und 11' und durch die Löcher in drei gleichmäßig voneinander entfernten Ansatzplatten 68, die an das Ouerrahmenteil 12 angeschweißt sind, hindurchgeht. Die vier Zugbalken oder V-förmigen Stangenaufbauten setzen sich jeweils aus zwei flachen, langgestrekten Armen 69 und 69' zusammen, die an einem Ende voneinander in einem Abstand angeordnet und am anderen Ende durch zwei Bolzen 70 und 71 miteinander verbunden sind, die durch ein mit dem Schneidblatt einstückig verbundenes Trägerteil 72 hindurchgehen, das zwischen den beiden Armen 69 und 69' angeordnet ist. Das Teil 72, das in Form eines Gußstücks vorhanden sein kann, ist an einer Seite,
wie bei 73 in Fig. 1 zu sehen, mit einer Aussparung versehen, um ein langes elastisches, im wesentlichen dünnes Blatteil 74 aufzunehmen. Die Tiefe der Aussparung 73 ist etwas geringer als die Stärke des Blatteils 74, damit beim Anziehen der beiden Bolzen 70 und 71 eine Klemmwirkung zwischen den beiden Zugarmen 69 und 69' hervorgerufen wird, so daß das Blatt 74 sicher an seinem Platz festgehalten wird.
Diese dünnen, biegsamen Blätter 74, die ein Hauptmerkmal der Erfindung darstellen, sind entlang der rückwärtigen Kante gegen das obere Ende zu mit einer Mehrzahl von halbkreisförmigen Kerben 75 versehen, um einen Bolzen 70 aufzunehmen und dadurch zur Einstellung der Blattlänge zu dienen sowie um den Rückhalt des Blattes in seiner verriegelten Stellung und in Betriebsstellung zu unterstützen. Drehung des Blattes 74 um den Bolzen 70 als Drehpunkt unter der Zugkraft wird durch Abstützung gegen das obere vordere Teil 76 des Teils 72 und gegen das untere, dahinter angeordnete längliche Ansatzteil 77 verhindert. Der Blattkörper 74, der aus Federstahl besteht, ist ungefähr 1 cm dick, ungefähr 9 cm breit und besitzt eine gesamte Länge von ungefähr 70 cm. Diese Abmessungen können natürlich gegebenenfalls etwas geändert werden. Es wurde jedoch in zahlreichen Untersuchungen festgestellt, daß Blätter, welche die oben angegebenen Abmessungen besitzen, die nötige Biegsamkeit und Schnittiefe aufweisen und eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung darstellen. Das Blatt ist etwas über die Hälfte seiner Länge gerade ausgebildet und ist dann an seinem unteren Ende, wie in Fig. 2 gezeigt, nach vorn gebogen. Es endet an einem Punkt, der eine auswechselbare Spitze 78 aufweist. Die vordere und hintere Kante des Blattes 74 sind entlang der gesamten Blattlänge jeweils halbkreisförmig abgerundet, um die Bewegung durch den Boden zu erleichtern.
Die Anordnung der Biegung dies Blatts an seinem unteren Ende nach vorn, wie dies oben beschrieben wurde, ist von entscheidender Bedeutung bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Boden'bearbeitungsverfahrens, da eine solche Biegung bewirkt, daß das Blatt die notwendige Flatterbewegung durchführt. Wiederholte Versuche haben gezeigt, daß gerade Blätter, die also keine Krümmung nach vorn aufweisen, nicht richtig flattern, sondern einfach eine gerade Linie in den Boden schneiden.
Wie den Fig. 5 und 5 a zu entnehmen, ist das untere Ende des Blattes 74 an jeder Seite, wie bei 79 und 79' gezeigt, mit einer Vertiefung versehen, mit der es in einen Aufnahmeschlitz 80 an der hinteren Kante des Spitzenteils 78 eingreift. Die Spitze 78 ist außerdem, wie bei 81 gezeigt, eingekerbt, um die ebene Rückenfläche des halbkreisförmigen, fingerartig vorstehenden Teils 84 aufzunehmen, das stehenbleibt, nachdem das Blatt 74 entlang den Linien 82 und 83 eingeschnitten worden ist (s. Fig. 5). Die geschlitzte Spitze 78 paßt eng über den eingekerbten Teil des Blatts 74 und unterstützt auf Grund der Gestalt der beteiligten Flächen den Halt der Spitze. Die Spitze ist jedoch in erster Linie durch Bolzen befestigt, die durch Löcher 85 und 85' in dem Blatt 74 und damit sich deckenden Löchern 86 und 86' in der Spitze 78 hindurchgehen. Die Spitze 78 kann aus gehärtetem Stahl bestehen, um eine dauerhafte Schneidkante zu erhalten. Sollte eine Beschädigung auftreten, so kann die Spitze 78 leicht ersetzt werden, ohne daß man das gesamte Blatteil 74 auswechselt.
LTm dicke Grasnarben aufzuschneiden und eine Anfangsrinne oder -graben für die Blattkörper 74 vorzusehen, sind vier Scheibenseche 87, jeweils eines kurz vor jedem der vier Blätter 74, angeordnet, wie dies in Fig. 2 gezeigt ist. Diese Scheibenseche sind jeweils mit Lagern versehen, um Bolzen 88 zur Befestigung an einem Paar von gleichartig einstellbaren Hebelarmen 89 und 89', die durch einen Bolzen 70 drehbar gelagert sind, aufzunehmen. Die Hebelarme 89 und 89' sind jeweils mit nach oben stehenden bogenförmigen Armen 90 versehen, die von gebogenen fingerförmigen Schlitzen 91 durchbohrt sind und durch kegelförmige Beilagscheiben 92 auf dem Bolzen 71 gehalten werden. Die Scheibenseche können nach oben oder nach unten innerhalb der Grenzen dieser Schlitze eingestellt und durch Anziehen der Bolzen und der Schraubenmutter 71 in der gewünschten Stellung sicher befestigt werden. Vier Verbindungsteile 93, 94, 95 und 96., jedes bestehend aus einem Paar paralleler Stangen 97 und 97', sind an demeinen Ende durch Bolzen 98 an dem Teil 72 und an dem entgegengesetzten Ende durch Bolzen 99 an dem Hebelarm 18 drehbar befestigt. Der Griff 24 ist mit dem oberen freien Ende des Hebelarmes 18 durch das oben beschriebene Verbindungsteil 42 verbunden, so daß die Bewegung des Stellungshebels 24 nach vorn oder rückwärts die gesamte Scheibensech-, Blatt- und Zuggestängevorrichtung, die um den Zapfen 67 drehbar gelagert ist, anhebt oder senkt.
Der gesamte Aufbau ist auf einem Räderpaar 100 aufmontiert, dessen Achsen 101 bzw. 101' mit Platten 102 und 102' verschweißt sind, die mit den nach oben stehenden Teilen 16 und 16' durch Bolzen 103 verbunden sind. Die genaue Einstellung der Radstellung nach oben oder unten kann dadurch erreicht werden, daß man gegebenenfalls zusätzliche Bolzenlöcher in geeigneter Entfernung in den Platten 102 und 102' anbringt. Eine Schleppstange 104 ist in das U-förmige Teil 13 α eingesetzt und mit diesem durch Bolzen 105 und 106 verbunden, damit die Vorrichtung gemäß der Erfindung an einen in den Figuren nicht gezeigten, üblichen Schlepper angehängt werden kann. Eine rückwärtige Zugstange 26, die durch einen Bolzen 107 mit dem Hauptträger 21 drehbar verbunden ist, kann verwendet werden, um verschiedene Anhänger zu ziehen, z. B. eine Scheibenegge, die dazu dienen kann, um Samenrillen zu bereiten.
Um dem Rahmen eine zusätzliche Festigkeit zu verleihen und um die Ansammlung von Unkraut und anderen störenden Resten innerhalb des Mechanismus der Vorrichtung zu verhindern, ist vorzugsweise die Unterseite des Rahmens durch eine nicht gezeigte Scheibe oder Platte versehen. Obwohl dies für die Erfindung nicht von Bedeutung ist, kann es vorteilhaft sein, ein Paar Werkzeugkasten auf der Maschine anzubringen.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 7 und 8 kann die Wirkungsweise der Vorrichtung gemäß der Erfindung leicht verstanden werden. In Fig. 7 wird gezeigt, wie die Scheibenseche 87 sowohl in den Boden Rillen oder Gräben 110 unmittelbar vor den Blättern 74 einschneiden, die darin in Richtung der Pfeile nachfolgen, als auch jede dicke Grasnarbe, die vorhanden sein kann, durchschneiden, um zu verhindern, daß Gras, Wurzeln, Unkraut usw. durch die Blätter mitgeschleppt und an diesen angesammelt werden. Wenn die Blätter den Scheibensechen durch den Boden folgen, winden sie sich, flattern oder schlängeln sie sich in einem welligen Weg, um den Boden durch eine Mehrzahl von Rissen aufzubrechen, die von den Blättern nach außen laufen, wie dies in der Zeichnung durch die unregelmäßigen Linien angezeigt ist. Dieses
Sichwinden der Blatter wird veranlaßt durch das Hindurchgleiten durch Boden mit verschiedener Festigkeit oder unterschiedlichem Widerstand sowie durch Steine oder Brocken, auf die die Blätter stoßen.
Die Wirkung der Blätter ist in der Fig. 8, in der die Biegung der Blätter sehr deutlich zu sehen ist, etwas verstärkt. Wenn die Blätter durch die Ackerkrumen schicht und den harten Untergrund hindurchgleiten, biegen sie sich und flattern von einer Seite zur anderen. Diese Wirkung bewegt den Ackerboden und bricht sowohl die Ackerkrume als auch den Untergrund mit vielen aderförmigen Rissen auf, die von den Blättern nach außen hin auslaufen, wenn diese durch den harten Boden hindurchgleiten. Das Eindringen der Blätter in den Grund wird sich mit dem Boden ändern. Die Eindringtiefe kann in der Größenordnung von 45 bis 56 cm liegen. Es ist verständlich, daß die durch die Blätter eingeschnittenen Schlitze der Feuchtigkeit ermöglichen, in den tiefen Untergrund einzudringen. Die zahlreichen aderförmigen Risse und Sprünge verwandeln den normalerweise hart gepackten Untergrund in ein Feuchtigkeitsreservoir, ohne daß jedoch der Untergrund nach oben geschafft werden muß bzw. man die Ackerkrume in den Untergrund fallen läßt.
25

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur Bodenbearbeitung mit mehreren auf einem Fahrgestell befestigten, in den Boden eindringenden, vorzugsweise sichelförmig vorgebogenen Schneidblättern, dadurch gekennzeichnet, daß diese z. B. aus Federstahl bestehenden Blätter (74) seitlich elastisch biegsam sind, damit sie beim Hindurchziehen durch den Boden einen geschlängelten Weg schneiden.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanten des oberen Teils der Blätter (74) mit in einem bestimmten Abstand voneinander gehaltenen Kerben (75) versehen sind, damit die Tiefe, bis zu der die Blätter (74) in den Boden eindringen, einzeln einstellbar ist,
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Blätter (74) an vertikal schwenkbaren, am hinteren Teil des Fahrgestells (10) angeordneten Rahmen (63, 64, 65, 66) befestigt sind, wobei die Arbeitsstellung der Blätter (74) gemeinsam eingestellt werden kann.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Blätter (74) im wesentlichen senkrecht angeordnet sind und nur die untere vordere Kante nach vorn gebogen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Blätter ungefähr eine Breite von 9 cm. Länge von 70 cm und Dicke von 1 cm aufweisen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß die vordere Kante der Blätter symmetrisch abgerundet ist und unten in eine nach vorn gerichtete, im wesentlichen horizontal angeordnete, meißelartige Kante ausläuft.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß bei den Blättern (74) das vordere untere Teil (78) mit der meißelartigen Kante auswechselbar angebracht ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 366 800
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
1 709 808/21 11.57
DEW15186A 1953-10-27 1954-10-27 Vorrichtung zur Bodenbearbeitung Pending DE1020472B (de)

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US1020472XA 1953-10-27 1953-10-27

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1158302B (de) 1962-04-26 1963-11-28 Martinus Van Damme Pflug

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE366800C (de) * 1918-01-03 1923-01-11 Konstantin Kuezdenyi Bodenbearbeitungsgeraet mit staffelfoermig versetzten Messern zum tiefgehenden, die Pflug- und Kultivatorarbeit ersetzenden Auflockern von insbesondere trockenem bindigen Boden

Patent Citations (1)

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DE366800C (de) * 1918-01-03 1923-01-11 Konstantin Kuezdenyi Bodenbearbeitungsgeraet mit staffelfoermig versetzten Messern zum tiefgehenden, die Pflug- und Kultivatorarbeit ersetzenden Auflockern von insbesondere trockenem bindigen Boden

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