DE10204684A1 - Zapfenkreuzgarnitur für Kreuzgelenke - Google Patents
Zapfenkreuzgarnitur für KreuzgelenkeInfo
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Abstract
Zapfenkreuzgarnitur für Kreuzgelenke mit einem Zapfenkreuz 6 mit vier Zapfen 17, von denen jeweils zwei eine gemeinsame Längsachse 7 aufweisen, wobei jeder Zapfen 17 eine Stirnfläche 18, eine erste Dichtfläche 21 und eine der Stirnfläche 18 entfernt angeordnete Vordichtfläche 24 mit gegenüber der ersten Dichtfläche 18 vergrößertem Durchmesser aufweist, mit je Zapfen 17 einer Lagerbüchse 9, welche ein offenes Ende 29 aufweist und in welcher der Zapfen 18 mittels Wälzkörper 27 um die Längsachse 7 des Zapfens 17 gelagert ist, mit je Lagerbüchse 9 einer ringförmigen Dichtung 30, welche in der Lagerbüchse 9, mit Preßsitz einsitzt, welche einen ringförmigen metallischen Träger 31 aufweist, welcher aus dem offenen Ende 29 der Lagerbüchse 9 vorsteht, welche mindestens eine erste Dichtlippe 35 aufweist, die mit der ersten Dichtfläche 18 des Zapfens 17 in Anlage ist, welche eine Vordichtung 38 in Form einer Dichtlippe oder einer Wulst aufweist, die mit der Vordichtfläche 24 des Zapfens 17 in Anlage ist, wobei eine Stirnfläche 32 des Trägers 31, die der Stirnfläche 18 des Zapfens 17 entfernt angeordnet ist, zusammen mit einer Radialfläche 40 einer Schulter 39 des Zapfens 17 einen Ringspalt 26 bildet.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Zapfenkreuzgarnitur für Kreuzgelenke mit einem Zapfenkreuz mit vier Zapfen, von denen jeweils zwei eine gemeinsame Längsachse aufweisen, mit je Zapfen einer Lagerbüchse, in welcher der jeweilige Zapfen mittels Wälzkörper gelagert ist, und mit je Lagerbüchse einer Dichtungsanordnung, die zwischen der Lagerbüchse und dem Zapfen wirksam ist. Die Dichtungsanordnung bewirkt, dass Schmierfett für die Wälzkörper nicht aus der Lagerbüchse austreten kann.
- Aus der DE 196 22 444 C1 ist eine solche Zapfenkreuzgarnitur bekannt. In einem offenen Ende der Lagerbüchse sitzt eine Hauptdichtung mit einem Träger fest ein. Zur axialen Sicherung ist der Träger in eine Ringnut, welche koaxial zu einer Längsachse des Zapfens angeordnet ist, eingeformt. Die Hauptdichtung weist zwei Dichtlippen auf, die an den Träger angeformt sind und die mit Dichtflächen des Zapfens dichtend in Anlage sind. Der Träger ragt axial aus dem offenen Ende der Lagerbüchse hervor.
- Ferner ist eine Vordichtung vorgesehen, die auf einem Sitzabschnitt des Zapfens fest aufgeschoben ist. Die Vordichtung weist im Querschnitt ein U-förmiges Profil auf, welches den hervorstehenden Träger der Hauptdichtung umfasst. An einem radial außen angeordneten Schenkel des U-Profils ist eine Dichtlippe vorgesehen, die in dichtender Anlage mit einer konischen Fläche der Lagerbüchse ist. Eine weitere Dichtlippe ist in dichtender Anlage mit dem metallischen Träger der Hauptdichtung. Die beiden Dichtlippen der Vordichtung bewirken, dass Schmutz auch unter Einwirkung eines Wasserstrahls eines Hochdruckreinigers nicht ohne weiteres in den Bereich der Hauptdichtung gelangt. Jedoch ist diejenige Dichtlippe der Vordichtung, welche gegen die konisch zulaufende Dichtfläche der Lagerbüchse anläuft, direkt äußeren Einflüssen ausgesetzt. Zudem sind zwei separate Dichtungen erforderlich.
- Ferner weist die Zapfenkreuzgarnitur gemäß der DE 196 22 444 C1 eine Anlaufscheibe zwischen der Hauptdichtung und den Wälzkörpern auf, gegen die sich die Wälzkörper axial abstützen können.
- Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Zapfenkreuzgarnitur für Kreuzgelenke bereit zu stellen, welche eine Dichtungsanordnung mit einer geringen Anzahl von Teilen aufweist und bei der der Zapfen hinsichtlich des Durchmessers geringer geschwächt ist.
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Zapfenkreuzgarnitur für Kreuzgelenke
- - mit einem Zapfenkreuz mit vier Zapfen, von denen jeweils zwei eine gemeinsame Längsachse aufweisen, wobei jeder Zapfen eine Stirnfläche, eine erste Dichtfläche und eine der Stirnfläche entfernt angeordnete Vordichtfläche mit gegenüber der ersten Dichtfläche vergrößertem Durchmesser aufweist,
- - mit einer Lagerbüchse je Zapfen, welche ein offenes Ende aufweist und in welcher der Zapfen mittels Wälzkörper um die Längsachse des Zapfens drehbar gelagert ist,
- - mit einer ringförmigen Dichtung je Lagerbüchse,
- - welche in der Lagerbüchse mit Preßsitz einsitzt,
- - welche einen ringförmigen Träger aufweist, welcher aus dem offenen Ende der Lagerbüchse vorsteht,
- - welche mindestens eine erste Dichtlippe aufweist, die mit der ersten Dichtfläche des Zapfens in Anlage ist,
- - welche eine Vordichtung in Form einer Dichtlippe oder einer Wulst aufweist, die mit der Vordichtfläche des Zapfens in Anlage ist,
- - wobei eine Stirnfläche des Trägers, die der Stirnfläche des Zapfens entfernt angeordnet ist, zusammen mit einer Radialfläche einer Schulter des Zapfens einen Ringspalt bildet,
- Die Zapfenkreuzgarnitur weist lediglich eine Dichtung auf mit mindestens einer ersten Dichtlippe, welche die Funktion einer Hauptdichtung übernimmt, und einer Vordichtung in Form einer Dichtlippe oder Wulst, welche das Eindringen von Schmutz in den Bereich der ersten Dichtlippe vermeidet.
- Es muss kein Sitzabschnitt des Zapfens vorgesehen werden, so dass die Vordichtung mit einer Vordichtfläche des Zapfens in Anlage ist, deren Durchmesser größer gestaltet werden kann, als der Durchmesser eines Sitzabschnitts für eine separate Vordichtung. Somit ist der Zapfen im kritischen Bereich, in dem die größten Spannungen auftreten, verstärkt.
- Da lediglich eine Dichtung vorgesehen ist, die in das offene Ende der Lagerbüchse eingesetzt ist, sind weniger Montageschritte erforderlich.
- Ferner muss keine Dichtfläche an der Lagerbüchse vorgesehen werden, so dass sich die Fertigung der Lagerbüchse einfacher und kostengünstiger gestaltet. Darüber hinaus ist keine Innenumfangsnut in der Lagerbüchse vorzusehen, in die der Träger zur axialen Sicherung der Dichtung eingeformt wird. Dies wird dadurch ermöglicht, dass der axiale Weg, um den die Dichtung innerhalb der Lagerbüchse aufgrund von äußeren Kräften verschoben werden kann, einerseits durch die Wälzkörper und andererseits durch die Radialfläche der Schulter des Zapfens begrenzt ist. Zudem sorgt der Preßsitz dafür, dass die Dichtung bei normalen Belastungen fest in der Lagerbüchse sitzt. Der Ringspalt zwischen dem Träger der Dichtung und der Radialfläche der Schulter des Zapfens ist so bemessen, dass Toleranzen in der axialen Länge der Dichtung und der Länge der Wälzkörper ausgeglichen werden können. Er kann somit bezüglich seiner Breite im Extremfall den Wert Null annehmen.
- Der Träger kann aus Metall oder aus einen Kunststoff, wie zum Beispiel PA 6.6, gefertigt sein.
- Ferner wirkt der Ringspalt als Labyrinthdichtung, so dass z. B. der Druck eines Wasserstrahls eines Hochdruckreinigers beim Eintritt in den Ringspalt vermindert wird. Ferner ist die Vordichtung durch den Träger vor direkten, äußeren Einflüssen geschützt.
- Um die Dichtwirkung zu erhöhen, kann vorgesehen sein, dass die Dichtung eine zweite Dichtlippe aufweist, die mit einer zweiten Dichtfläche des Zapfens in Anlage ist und die in Richtung der Längsachse des Zapfens zwischen der Vordichtung und der ersten Dichtlippe angeordnet ist, wobei die erste Dichtlippe und die erste Dichtfläche derart gestaltet sind, dass die erste Dichtlippe radial an die erste Dichtfläche angedrückt wird, und wobei die zweite Dichtlippe und die zweite Dichtfläche derart gestaltet sind, dass die zweite Dichtlippe axial an die zweite Dichtfläche angedrückt wird.
- Zusätzlich kann eine dritte Dichtlippe vorgesehen sein, die mit einer dritten Dichtfläche des Zapfens in Anlage ist und die zwischen der ersten Dichtlippe und der zweiten Dichtlippe angeordnet ist.
- Um eine Anlaufscheibe zwischen der Dichtung und den Wälzkörpern einsparen zu können, weist der Träger einen seiner Stirnfläche entfernt angeordneten, radialen Ringabschnitt auf mit einer der Stirnfläche abgewandten Anlauffläche für die Wälzkörper. Somit übernimmt der Ringabschnitt des Trägers die Funktion einer Anlaufscheibe, so dass aufgrund der Einsparung der Anlaufscheibe die Wälzkörper länger ausgebildet werden können. Hierdurch lässt sich die Lebensdauer der Wälzlagerung erhöhen.
- Der radiale Ringabschnitt kann hierbei im Querschnitt in Richtung zu den Wälzkörpern konvex ausgebildet sein, wobei die Wälzkörper im Bereich ihrer Rotationsachse gegen den radialen Ringabschnitt anlaufen.
- Um die Reibung zwischen dem radialen Ringabschnitt des Trägers und den Wälzkörpern zu verringern, ist die Anlauffläche mit einer reibmindernden Beschichtung versehen.
- Um das Eindringen von Spritzwasser zwischen den Träger der Dichtung und der Lagerbüchse zu vermeiden, ist vorgesehen, dass auf einer Außenfläche des aus dem offenen Ende der Lagerbuchse vorstehenden Abschnitts des Trägers umlaufend eine Außendichtung befestigt ist, die dichtend in Anlage zu einer Außendichtfläche der Lagerbuchse ist.
- Die Außendichtung verhindert wirkungsvoll, dass Spritzwasser zwischen den Träger und die Innenumfangsfläche der Laufbüchse eintreten kann, selbst wenn das Kreuzgelenk mittels eines Hochdruckreinigers gereinigt wird.
- Vorzugsweise ist vorgesehen, dass die Außendichtfläche eine Fase umfaßt, die von einer am offenen Ende der Lagerbüchse angeordneten Stirnfläche ausgehend zu einer Innenumfangsfläche der Lagerbüchse verläuft und mit der die Außendichtung dichtend in Anlage ist.
- Um die Dichtwirkung der Außendichtung zu erhöhen, kann vorgesehen sein, dass die Außendichtung eine Außendichtlippe aufweist, die mit der Außendichtfläche der Lagerbüchse in Anlage ist. Hierbei kann die Außendichtfläche eine am offenen Ende der Lagerbüchse angeordnete Stirnfläche umfassen, mit der die Außendichtung dichtend in Anlage ist.
- Bevorzugte Ausführungsbeispiele werden im folgenden anhand der Zeichnungen näher erläutert.
- Es zeigt:
- Fig. 1 eine Kreuzgelenkwelle in Seitenansicht im Halbschnitt;
- Fig. 2 eine Einzelheit der Zapfenkreuzgarnitur mit Dichtung;
- Fig. 3 eine Einzelheit der Zapfenkreuzgarnitur mit einer zur Dichtung nach Fig. 2 alternativ ausgebildeten Dichtung;
- Fig. 4 eine Einzelheit der Zapfenkreuzgarnitur mit Dichtung, die eine Außendichtung aufweist, und
- Fig. 5 eine Einzelheit der Zapfenkreuzgarnitur mit einer zur Dichtung nach Fig. 4 alternativ ausgebildeten Dichtung.
- Die Fig. 1 zeigt eine Kreuzgelenkwelle mit den beiden Kreuzgelenken 1, 1'. Jedes der beiden Kreuzgelenke 1, 1' weist eine erste Gelenkgabel 2 auf, die mit einem Flansch 3 versehen ist. Ferner ist eine zweite Gelenkgabel 4 je Kreuzgelenk 1, 1' vorgesehen. Beide Gelenkgabeln 2, 4 sind durch eine Zapfenkreuzgarnitur 5 derart miteinander verbunden, dass die erste Gelenkgabel 2 Schwenkbewegungen um die Längsachse 8 durchführen kann und die Baueinheit aus der ersten Gelenkgabel 2 und der Zapfenkreuzgarnitur 5 um die zweite Längsachse 7 eine Schwenkbewegung im Verhältnis zur zweiten Gelenkgabel 4 durchführen kann. Die Zapfenkreuzgarnitur 5 umfasst ein Zapfenkreuz 6 mit vier Zapfen 17, zu denen jeweils eine Lagerungsanordnung getroffen ist, welche eine Lagerbüchse 9 umfasst, die in einer Gabelbohrung 10 der jeweiligen Gelenkgabel 2, 4 aufgenommen ist.
- An die zum Gelenk 1 gehörende, zweite Gelenkgabel 4 ist ein Rohr 11 fest angeschlossen. Dieses wiederum trägt die Schiebehülse 12, die eine zentrale Bohrung aufweist und in deren Wandung eine Profilverzahnung 13 eingearbeitet ist, deren Zähne parallel zur Längsachse verlaufen. In dieser ist ein Schiebezapfen 14, der außen eine Profilverzahnung 15 aufweist, längs verstellbar aufgenommen. Der Schiebezapfen 14 ist mit der zweiten Gelenkgabel des Kreuzgelenkes 1' fest verbunden. Somit können in der Längsverschiebung, welche den Schiebezapfen 14 und die Schiebehülse 12 umfasst, Längenänderungen, die aus der Veränderung der Lage der Kreuzgelenkwelle und damit der Abwinklung an den beiden Kreuzgelenken 1, 1' resultieren, aufgenommen werden. Die Längsverschiebung ist durch ein Schutzrohr 16, das an der zweiten Gelenkgabel 4 des Kreuzgelenkes 1' mit einem Ende festgelegt ist und die Außenfläche der Schiebehülse 12 überdeckt und an ihrem anderen Ende eine Dichtung zur Abdichtung gegenüber dieser Außenfläche aufweist, versehen. Die beiden Flansche 3 dienen zum Anschluss an ein treibendes bzw. ein getriebenes Teil des Antriebsstranges, in welchem die Kreuzgelenkwelle eingesetzt ist.
- Die Fig. 2 zeigt ein Detail der Zapfenkreuzgarnitur im Längsschnitt mit einer Schnittebene, welche die Längsachse 7 enthält. Es ist ein Teil des Zapfenkreuzes 6 mit einem Zapfen 17 ersichtlich. Der Zapfen 17 besitzt eine Stirnfläche 18 und, von dieser ausgehend, zunächst eine zylindrische Lauffläche 19.
- An die zylindrische Lauffläche 19 schließt sich eine Schulter 20 an, deren Durchmesser sich ausgehend von der zylindrischen Lauffläche 19 vergrößert. An die Schulter 20 schließen sich eine erste Dichtfläche 21, eine zweite Dichtfläche 23, eine dritte Dichtfläche 22 sowie eine Vordichtfläche 24 an. Die erste Dichtfläche 21 und die dritte Dichtfläche 22 weisen in etwa den gleichen Durchmesser auf. Die dritte Dichtfläche 22 geht in die zweite Dichtfläche 23 über, welche konisch ausgebildet ist. Die Vordichtfläche 24 weist gegenüber den übrigen Dichtflächen 21, 22, 23 den größten Durchmesser auf.
- Um die Längsachse 7 ist die Lagerbüchse 9 mittels Wälzkörper 27 auf dem Zapfen 17 gelagert. Die Wälzkörper 27 laufen einerseits auf der Lauffläche 19 des Zapfens 17 und andererseits auf einer Lauffläche 28 der Lagerbüchse 9 ab. Axial stützen sich die Wälzkörper 27 über eine Anlaufscheibe 43 gegen einen Boden 44 der Lagerbüchse 9 ab. Die Lagerbüchse 9 weist ein offenes Ende 29 auf, von der aus eine Dichtung 30 mit Preßsitz eingesetzt ist. Die Dichtung 30 weist hierzu einen Träger 31, zum Beispiel aus Metall oder Kunststoff, mit einem aus dem offenen Ende 29 der Lagerbüchse 9 herausragenden Abschnitt mit der Stirnfläche 32 auf. Der Stirnfläche 32 axial entfernt angeordnet weist der Träger 31 einen radial auf die Längsachse 7 zu verlaufenden Ringabschnitt 33 auf, der eine der Stirnfläche 32 abgewandte Anlauffläche 34 für die Wälzkörper 27 besitzt. Die Anlauffläche 34 ist mit einer reibmindernden Beschichtung 25, vorzugsweise Polyamid, versehen.
- Die Dichtung 30 weist eine erste Dichtlippe 35 auf, welche sich radial gegen die erste Dichtfläche 21 Zapfens 17 abstützt. Ferner weist die Dichtung 30 eine dritte Dichtlippe 36 auf, welche sich radial gegen die dritte Dichtfläche 22 des Zapfens 17 abstützt. Eine zweite Dichtlippe 37 der Dichtung 30 stützt sich vornehmlich axial gegen die zweite Dichtfläche 23 des Zapfens 17 ab. Ferner weist die Dichtung 30 eine Vordichtung 38 in Form einer Wulst auf, die in Anlage zur Vordichtfläche 24 des Zapfens 17 ist. Die Vordichtung 38 kann auch in Form einer Dichtlippe gebildet sein.
- Der Zapfen 17 weist eine Schulter 39 auf, durch die eine Radialfläche 40 gebildet ist. Zusammen mit der Stirnfläche 32 des Trägers 31 bildet die Radialfläche 40 der Schulter 39 des Zapfens 17 einen Ringspalt 26. Der Ringspalt 26 dient als Labyrinthdichtung. Ferner ist die Vordichtung 38 hinter dem Träger 31 geschützt. Unmittelbare, äußere Einwirkungsmöglichkeiten werden vermieden, da nur ein schmaler Ringspalt 26 als Zugang zur Vordichtung 38 besteht. Darüber hinaus kann sich der Träger 31 der Dichtung 30 axial mit der Stirnfläche 32 gegen die Radialfläche 40 des Zapfens 17 abstützen, wenn äußere Kräfte auf die Lagerbüchse 9 einwirken.
- Fig. 3 zeigt eine abweichende Ausbildung einer Dichtung gemäß Fig. 2. Übereinstimmende Bauteile sind mit Bezugszeichen versehen, die um den Wert 100 erhöht sind, und bei den Fig. 1 und 2 beschrieben.
- Der Ringabschnitt 133 ist im dargestellten Querschnitt in Richtung zu den Wälzkörpern 127 konvex ausgebildet, so dass die Wälzkörper lediglich mit demjenigen Bereich ihrer dem Träger 131 zugewandten Stirnfläche 141 in Anlage zu der Anlauffläche 134 gelangen, der den gleichen Abstand hat, wie eine Rotationsachse 142 der Wälzkörper 127 zur Längsachse 107. Dadurch wird ein Linienkontakt zwischen den Wälzkörpern 127 und dem Träger 131 gewährleistet, wodurch die Reibverluste zwischen den Wälzkörpern 127 und dem Träger 131 verringert sind.
- Die Fig. 4 zeigt eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Dichtung. Bauteile, die mit Bauteilen der Fig. 2 übereinstimmen, sind mit Bezugszeichen versehen, die um den Wert 200 erhöht sind, und dort beschrieben.
- Auf einer Außenfläche 46 eines aus dem offenen Ende 229 der Lagerbüchse 209 herausragenden Abschnitts 45 des Trägers 231 ist eine umlaufende Außendichtung 47 befestigt. Die Außendichtung 47 bildet eine Dichtkante 48, die einer Stirnfläche 49 der Lagerbüchse 209 zugewandt ist. Die Stirnfläche 49 ist am offenen Ende 229 der Lagerbüchse 209 gebildet. Ausgehend von der Stirnfläche 49 weist die Lagerbüchse 209 eine Fase 50 auf, die in eine Innenumfangsfläche 51 der Lagerbüchse 209 übergeht und als Außendichtfläche dient, gegen die die Dichtkante 48 dichtend in Anlage ist.
- Fig. 5 zeigt eine alternative Ausbildung einer Dichtung gemäß Fig. 4. Übereinstimmende Bauteile sind mit Bezugszeichen versehen, die um den Wert 100 erhöht sind, und bei den vorangehenden Fig. 1 und 2 beschrieben.
- Im Gegensatz zu der Dichtung gemäß Fig. 4 weist die Dichtung eine Außendichtung 147 auf, welche zusätzlich eine Außendichtlippe 52 aufweist. Diese ist in dichtender Anlage zu der Stirnfläche 149, die ebenfalls als Außendichtfläche der Lagerbüchse 309 dient. Hierdurch ist die Dichtkante 148 vor direkten, äußeren Einflüssen geschützt, so dass die dichtende Wirkung der Außendichtung 147 erhöht ist. Bezugszeichenliste 1, 1' Kreuzgelenkgabel
2 erste Gelenkgabel
3 Flansch
4 zweite Gelenkgabel
5 Zapfenkreuzgarnitur
6 Zapfenkreuz
7, 107, 207, 307 Längsachse
8 Längsachse
9 Lagerbüchse
10 Gabelbohrung
11 Rohr
12 Schiebehülse
13 Profilverzahnung
14 Schiebezapfen
15 Profilverzahnung
16 Schutzrohr
17, 117, 217, 317 Zapfen
18, 118, 218, 318 Stirnfläche
19, 119, 219, 319 Lauffläche
20, 120, 220, 320 Schulter
21, 121, 221, 321 erste Dichtfläche
22, 122, 222, 322 dritte Dichtfläche
23, 123, 223, 323 zweite Dichtfläche
24, 124, 224, 324 Vordichtfläche
25, 125, 225, 325 Reibmindernde Beschichtung
26, 126, 226, 326 Ringspalt
27, 127, 227, 327 Wälzkörper
28, 128, 228, 328 Lauffläche
29, 129, 229, 329 offenes Ende
30, 130, 230, 330 Dichtung
31, 131, 231, 331 Träger
32, 132, 232, 332 Stirnfläche
33, 133, 233, 333 Ringabschnitt
34, 134, 234, 334 Anlauffläche
35, 135, 235, 335 erste Dichtlippe
36, 136, 236, 336 dritte Dichtlippe
37, 137, 237, 337 zweite Dichtlippe
38, 138, 238, 338 Vordichtung
39, 139, 239, 339 Schulter
40, 140, 240, 340 Radialfläche
41, 141, 241, 341 Stirnfläche
42, 142, 242, 342 Rotationsachse
43, 143, 243, 343 Anlaufscheibe
44, 144, 244, 344 Boden
45, 145 Abschnitt
46, 146 Außenfläche
47, 147 Außendichtung
48, 148 Dichtkante
49, 149 Stirnfläche
50, 150 Fase
51, 151 Innenumfangsfläche
52 Außendichtlippe
Claims (9)
1. Zapfenkreuzgarnitur für Kreuzgelenke
mit einem Zapfenkreuz (6) mit vier Zapfen (17, 117, 217, 317), von denen jeweils zwei eine gemeinsame Längsachse (7, 107, 207, 307) aufweisen, wobei jeder Zapfen (17, 117, 217, 317) eine Stirnfläche (18, 118, 218, 318), eine erste Dichtfläche (21, 121, 221, 321) und eine der Stirnfläche (18, 118, 218, 318) entfernt angeordnete Vordichtfläche (24, 124, 224, 324) mit gegenüber der ersten Dichtfläche (18, 118, 218, 318) vergrößertem Durchmesser aufweist,
mit einer Lagerbüchse (9, 109, 209, 309) je Zapfen (17, 117, 217, 317), welche ein offenes Ende (29, 129, 229, 329) aufweist und in welcher der Zapfen (17, 117, 217, 317) mittels Wälzkörper (27, 127, 227, 327) um die Längsachse (7, 107, 207, 307) des Zapfens (17, 117, 217, 317) drehbar gelagert ist,
mit einer ringförmigen Dichtung (30, 130, 230, 330) je Lagerbüchse (9, 109, 209, 309), welche in der Lagerbüchse (9, 109, 209, 309) mit Preßsitz einsitzt, welche einen ringförmigen Träger (31, 131, 231, 331) aufweist, welcher aus dem offenen Ende (29, 129, 229, 329) der Lagerbüchse (9, 109, 209, 309) vorsteht, welche mindestens eine erste Dichtlippe (35, 135, 235, 335) aufweist, die mit der ersten Dichtfläche (18, 118, 218, 318) des Zapfens (17, 117, 217, 317) in Anlage ist, welche eine Vordichtung (38, 138, 238, 338) in Form einer Dichtlippe oder einer Wulst aufweist, die mit der Vordichtfläche (24, 124, 224, 324) des Zapfens (17, 117, 217, 317) in Anlage ist, wobei eine Stirnfläche (32, 132, 232, 332) des Trägers (31, 131, 231, 331), die der Stirnfläche (18, 118, 218, 318) des Zapfens (17, 117, 217, 317) entfernt angeordnet ist, zusammen mit einer Radialfläche (40, 140, 240, 340), einer Schulter (39, 139, 239, 339) des Zapfens (17, 117, 217, 317) einen Ringspalt (26, 126, 226, 326) bildet.
mit einem Zapfenkreuz (6) mit vier Zapfen (17, 117, 217, 317), von denen jeweils zwei eine gemeinsame Längsachse (7, 107, 207, 307) aufweisen, wobei jeder Zapfen (17, 117, 217, 317) eine Stirnfläche (18, 118, 218, 318), eine erste Dichtfläche (21, 121, 221, 321) und eine der Stirnfläche (18, 118, 218, 318) entfernt angeordnete Vordichtfläche (24, 124, 224, 324) mit gegenüber der ersten Dichtfläche (18, 118, 218, 318) vergrößertem Durchmesser aufweist,
mit einer Lagerbüchse (9, 109, 209, 309) je Zapfen (17, 117, 217, 317), welche ein offenes Ende (29, 129, 229, 329) aufweist und in welcher der Zapfen (17, 117, 217, 317) mittels Wälzkörper (27, 127, 227, 327) um die Längsachse (7, 107, 207, 307) des Zapfens (17, 117, 217, 317) drehbar gelagert ist,
mit einer ringförmigen Dichtung (30, 130, 230, 330) je Lagerbüchse (9, 109, 209, 309), welche in der Lagerbüchse (9, 109, 209, 309) mit Preßsitz einsitzt, welche einen ringförmigen Träger (31, 131, 231, 331) aufweist, welcher aus dem offenen Ende (29, 129, 229, 329) der Lagerbüchse (9, 109, 209, 309) vorsteht, welche mindestens eine erste Dichtlippe (35, 135, 235, 335) aufweist, die mit der ersten Dichtfläche (18, 118, 218, 318) des Zapfens (17, 117, 217, 317) in Anlage ist, welche eine Vordichtung (38, 138, 238, 338) in Form einer Dichtlippe oder einer Wulst aufweist, die mit der Vordichtfläche (24, 124, 224, 324) des Zapfens (17, 117, 217, 317) in Anlage ist, wobei eine Stirnfläche (32, 132, 232, 332) des Trägers (31, 131, 231, 331), die der Stirnfläche (18, 118, 218, 318) des Zapfens (17, 117, 217, 317) entfernt angeordnet ist, zusammen mit einer Radialfläche (40, 140, 240, 340), einer Schulter (39, 139, 239, 339) des Zapfens (17, 117, 217, 317) einen Ringspalt (26, 126, 226, 326) bildet.
2. Zapfenkreuzgarnitur nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dichtung (30, 130, 230, 330) eine zweite Dichtlippe (37, 137, 237, 337) aufweist, die mit einer zweiten Dichtfläche (23, 123, 223, 323) des Zapfens (17, 117, 217, 317) in Anlage ist und die in Richtung der Längsachse (7, 107, 207, 307) des Zapfens (17, 117, 217, 317) zwischen der Vordichtung (38, 138, 238, 338) und der ersten Dichtlippe (35, 135, 235, 335) angeordnet ist,
wobei die erste Dichtlippe (35, 135, 235, 335) und die erste Dichtfläche (21, 121, 221, 321) derart gestaltet sind, dass die erste Dichtlippe (35, 135, 235, 335) radial an die erste Dichtfläche (21, 121, 221, 321) angedrückt wird, und
wobei die zweite Dichtlippe (37, 137, 237, 337) und die zweite Dichtfläche (23, 123, 223, 323) derart gestaltet sind, dass die zweite Dichtlippe (37, 137, 237, 337) axial an die zweite Dichtfläche (23, 123, 223, 323) angedrückt wird.
dass die Dichtung (30, 130, 230, 330) eine zweite Dichtlippe (37, 137, 237, 337) aufweist, die mit einer zweiten Dichtfläche (23, 123, 223, 323) des Zapfens (17, 117, 217, 317) in Anlage ist und die in Richtung der Längsachse (7, 107, 207, 307) des Zapfens (17, 117, 217, 317) zwischen der Vordichtung (38, 138, 238, 338) und der ersten Dichtlippe (35, 135, 235, 335) angeordnet ist,
wobei die erste Dichtlippe (35, 135, 235, 335) und die erste Dichtfläche (21, 121, 221, 321) derart gestaltet sind, dass die erste Dichtlippe (35, 135, 235, 335) radial an die erste Dichtfläche (21, 121, 221, 321) angedrückt wird, und
wobei die zweite Dichtlippe (37, 137, 237, 337) und die zweite Dichtfläche (23, 123, 223, 323) derart gestaltet sind, dass die zweite Dichtlippe (37, 137, 237, 337) axial an die zweite Dichtfläche (23, 123, 223, 323) angedrückt wird.
3. Zapfenkreuzgarnitur nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine dritte Dichtlippe (36, 136, 236, 336) vorgesehen
ist, die mit einer dritten Dichtfläche (22, 122, 222, 322)
des Zapfens (17, 117, 217, 317) in Anlage ist und die
zwischen der ersten Dichtlippe (35, 135, 235, 335) und der
zweiten Dichtlippe (37, 137, 237, 337) angeordnet ist.
4. Zapfenkreuzgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Träger (31, 131, 231, 331) einen seiner
Stirnfläche (32, 132, 232, 332) entfernt angeordneten,
radialen Ringabschnitt (33, 133, 233, 333) aufweist mit
einer der Stirnfläche (32, 132, 232, 332) abgewandten
Anlauffläche (34, 134, 234, 334) für die Wälzkörper (27,
127, 227, 327).
5. Zapfenkreuzgarnitur nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Anlauffläche (34, 134, 234, 334) mit einer
reibmindernden Beschichtung versehen ist.
6. Zapfenkreuzgarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass auf einer Außenfläche (46, 146) des aus dem offenen
Ende (229, 329,) der Lagerbüchse (209, 309) vorstehenden
Abschnitts (45, 145) des Trägers (231, 331) umlaufend eine
Außendichtung (47, 147) befestigt ist, die dichtend in
Anlage zu einer Außendichtfläche (50, 150) der Lagerbüchse
(209, 309) ist.
7. Zapfenkreuzgarnitur für Kreuzgelenke nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Außendichtfläche eine Fase (50, 150) umfaßt, die
von einer am offenen Ende (229, 329) der Lagerbüchse (209,
309) angeordneten Stirnfläche (49, 149) ausgehend zu einer
Innenumfangsfläche (51, 151) der Lagerbüchse (209, 309)
verläuft und mit der die Außendichtung (47, 147) dichtend
in Anlage ist.
8. Zapfenkreuzgarnitur für Kreuzgelenke nach einem der
Ansprüche 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Außendichtung (147) eine Außendichtlippe (52)
aufweist, die mit der Außendichtfläche (149) der
Lagerbüchse (309) in dichtender Anlage ist.
9. Zapfenkreuzgarnitur für Kreuzgelenke nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Außendichtfläche eine am offenen Ende (329) der
Lagerbüchse (309) angeordnete Stirnfläche (149) umfasst,
mit der die Außendichtung (147) dichtend in Anlage ist.
Priority Applications (5)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10204684A DE10204684B4 (de) | 2001-08-23 | 2002-02-06 | Zapfenkreuzgarnitur für Kreuzgelenke |
| JP2002200015A JP2003074582A (ja) | 2001-08-23 | 2002-07-09 | 自在継ぎ手用クロス部材ユニット |
| US10/226,021 US6736731B2 (en) | 2001-08-23 | 2002-08-22 | Cross member unit for universal joints having a trunnion seal |
| KR10-2002-0049609A KR100495018B1 (ko) | 2001-08-23 | 2002-08-22 | 유니버설 조인트용 크로스 부재 유닛 |
| JP2006001626A JP2006162079A (ja) | 2001-08-23 | 2006-01-06 | 自在継ぎ手用クロス部材ユニット |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10140372 | 2001-08-23 | ||
| DE10140372.0 | 2001-08-23 | ||
| DE10204684A DE10204684B4 (de) | 2001-08-23 | 2002-02-06 | Zapfenkreuzgarnitur für Kreuzgelenke |
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|---|---|
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| DE10204684B4 DE10204684B4 (de) | 2011-11-24 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10204684A Expired - Lifetime DE10204684B4 (de) | 2001-08-23 | 2002-02-06 | Zapfenkreuzgarnitur für Kreuzgelenke |
Country Status (1)
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-
2002
- 2002-02-06 DE DE10204684A patent/DE10204684B4/de not_active Expired - Lifetime
Also Published As
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| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: SPICER GELENKWELLENBAU GMBH, 45143 ESSEN, DE |
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| R016 | Response to examination communication | ||
| R018 | Grant decision by examination section/examining division | ||
| R020 | Patent grant now final |
Effective date: 20120225 |