DE10203953A1 - Verfahren zum Trocknen von Wabenstrukturkörpern - Google Patents
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Abstract
Verfahren zum Trocknen von Wabenstrukturkörpern, bei dem eine dielektrische Trocknung erfolgt, indem die Wabenstrukturkörper in einer dielektrischen Trockenvorrichtung bewegt werden, während in der dielektrischen Trockenvorrichtung Dampf strömen gelassen wird, und das die Schritte umfasst: Bedecken eines Umgebungsbereichs des Wabenstrukturkörpers (1) mit einem Blatt (5) bei konstantem Zwischenraum (6) und Durchführen der dielektrischen Trocknung in diesem Zustand.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Trocknen
von Wabenstrukturkörpern, bei dem eine dielektrische
Trocknung erfolgt, indem die Wabenstrukturkörper in einer
dielelektrischen Trockenvorrichtung bewegt werden,
während in der dielelektrischen Trockenvorrichtung Dampf
strömen gelassen wird.
Wenn ein aus einem Versatz mit Wasseranteil gebildeter
Wabenstrukturkörper getrocknet wird, wird im Allgemeinen
unter Nutzung einer dielektrischen Trockenvorrichtung
eine dielektrische Trocknung durchgeführt. Genauer gesagt
erfolgt die dielektrische Trocknung, indem der Waben
strukturkörper in der dielektrischen Trockenvorrichtung
wie folgt bewegt wird. Und zwar wird der Wabenstruktur
körper auf eine derartige Weise auf einen Träger gesetzt,
dass ein Endabschnitt des Wabenstrukturkörpers die
Oberfläche des Trägers berührt, und wird der Träger
bewegt, während in der dielelektrischen Trocken
vorrichtung Dampf strömen gelassen wird, um einen
Ausbruchfehler an der Außenwand zu verhindern.
Das die oben angesprochene, an sich bekannte
dielektrische Trocknung nutzende Verfahren zum Trocknen
von Wabenstrukturkörpern reicht aus, um ohne Fehler
herkömmliche Wabenstrukturkörper zu trocknen, bei denen
die Rippendicke verhältnismäßig dick oder die Größe
(Außendurchmesser, Länge) gering ist. Wenn jedoch ein
dünnwandiger Wabenstrukturkörper mit einer Rippendicke
von beispielsweise 2 Millimeter (mill) oder weniger
getrocknet wird, der in letzter Zeit erforderlich
geworden ist, kommt es häufig zu einem sogenannten
Rippenverdrehungsfehler, bei dem wie in den Fig. 2 und
3 gezeigt an dem Endabschnitt des Wabenstrukturkörper
keine gerade Rippe gebildet wird. Wenn es zu einem
solchen Rippenverdrehungsfehler kommt, leidet die
Festigkeit des Wabenstrukturkörpers und lassen sich keine
normalen Wabenstrukturkörper erzielen. Es wird daher nach
einer Technik gesucht, die den Rippenverdrehungsfehler
verhindert.
Angesichts der obigen Nachteile liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Trocknen von Waben
strukturkörper zur Verfügung zu stellen, bei dem sich
während des Trocknungsvorgangs auch dann keine Fehler wie
eine Rippenverdrehung usw. bilden, wenn ein dünnwandiger
Wabenstrukturkörper getrocknet wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren
zum Trocknen von Wabenstrukturkörpern vor, bei dem eine
dielektrische Trocknung gelöst, indem die Wabenstruktur
körper in einer dielelektrischen Trockenvorrichtung
bewegt werden, während in der dielelektrischen Trocken
vorrichtung Dampf strömen gelassen wird, und das die
Schritte umfasst: Bedecken eines Umgebungsbereichs des
Wabenstrukturkörpers mit einem Blatt bei konstantem
Zwischenraum; und Durchführen der dielektrischen
Trocknung in diesem Zustand.
Da der Umgebungsbereich des Wabenstrukturkörpers während
des dielelektrischen Trocknungsvorgangs bei konstantem
Zwischenraum von einem Blatt bedeckt ist, kann der
Feuchtigkeitsgehalt um eine Außenwand des Wabenstruktur
körpers herum erhöht werden und gerät ein in der
dielektrischen Trockenvorrichtung wehender Wind mit der
Außenwand nicht in direkten Kontakt. Daher kann die
Trocknung der Außenwand langsam vor sich gehen und sind
die Trocknungsgeschwindigkeiten an der Außenwand und am
Innenteil des Wabenstrukturkörpers im Wesentlichen
gleich. Auf diese Weise lässt sich ein Trocknungsgleich
gewicht erreichen, wodurch während des Trocknungsvorgangs
die Entstehung von Fehlern wie einer Rippenverdrehung
usw. verhindert werden kann.
Als bevorzugte Ausführungsbeispiele lassen sich folgende
Merkmale nennen: Für das Blatt wird ein Teflon™-Blatt
verwendet; die dielektrische Trocknung erfolgt in einem
Zustand, in dem direkt an beide Endabschnitte des Waben
strukturkörpers auf dem Träger der dielektrischen
Trockenvorrichtung Zusatzelektroden gesetzt sind; und der
Zwischenraum zwischen dem Wabenstrukturkörper und dem
Blatt wird auf 20-30 mm eingestellt. In sämtlichen
angesprochenen Ausführungsbeispielen kann der Rippen
verdrehungsfehler effektiver verhindert werden, weswegen
es sich um bevorzugte Ausführungsbeispiele handelt.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird auf die 3
Zeichnungen Bezug genommen, die Folgendes zeigen:
Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Ausführungs
beispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Trocknen
von Wabenstrukturkörpern;
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Beispiels für
einen Fehler bei dem bekannten Verfahren zum Trocknen von
Wabenstrukturkörpern; und
Fig. 2 eine schematische Darstellung eines weiteren
Beispiels für einen Fehler bei dem bekannten Verfahren
zum Trocknen von Wabenstrukturkörpern.
Fig. 1 stellt schematisch ein Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Verfahrens zum Trocknen von Waben
strukturkörpern dar. In Fig. 1 ist nur der Zustand in der
Nähe von Wabenstrukturkörpern in einer dielektrischen
Trockenvorrichtung gezeigt. Bei dem in Fig. 1 gezeigten
Ausführungsbeispiel bezeichnet die Bezugsziffer 1 einen
Wabenstrukturkörper und die Bezugsziffer 2 einen Träger,
auf den ein Endabschnitt des Wabenstrukturkörpers 1 zu
setzen ist und der so gebaut ist, dass er sich in der
dielektrischen Trockenvorrichtung bewegen lässt. Daneben
ist bei diesem Ausführungsbeispiel zwischen einer unteren
Endfläche des Wabenstrukturkörpers 1 und dem Träger 2
eine untere Zusatzelektrode 3 und auf einer oberen
Endfläche des Wabenstrukturkörpers 1 eine obere Zusatz
elektrode angeordnet.
Der durch das erfindungsgemäße Trocknungsverfahren zu
trocknende Wabenstrukturkörper 1 wird unter Verwendung
einer Form durch Extrudieren bzw. Strangpressen eines
Keramikversatzes wie etwa Cordierit erzielt. Da der
Versatz eine große Menge Wasseranteil enthält, wird bei
dem Wabenstrukturkörper durch Trocknen eine Wasser
steuerung vorgenommen, bevor er gesintert wird, durch die
die Sinterung des Wabenstrukturkörpers ermöglicht wird.
Der Querschnitt des Wabenstrukturkörpers 1 ist übrigens
bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel
kreisförmig, doch könnte auch ein Wabenstrukturkörper 1
mit einem Querschnitt in Form einer Rennbahn, mit einem
ovalen Querschnitt usw. verwendet werden. Da sich in
einem Wabenstrukturkörper 1 mit einem nicht kreisförmigen
Querschnitt leicht ein Rippenverdrehungsfehler bildet,
lässt sich die Erfindung bezogen auf die Querschnittsform
effektiver bei solchen Wabenstrukturkörpern anwenden.
Abgesehen davon wird in der dielektrischen Trocken
vorrichtung Dampf (nicht gezeigt) strömen gelassen.
Ein Merkmal des erfindungsgemäßen Verfahrens zum Trocknen
von Wabenstrukturkörpern ist, dass der Wabenstruktur
körper 1 bei konstantem Zwischenraum von dem Blatt 5
bedeckt ist und die dielektrische Trocknung in diesem
Zustand erfolgt. Da die Temperatur während des
Trocknungsvorgangs etwa 100°C beträgt, kann für das Blatt
5 jedes beliebige Blatt eingesetzt werden, solange es
Wärmebeständigkeit gegenüber dieser Temperatur besitzt.
Allerdings wird es vorgezogen, Teflon™ (Polytetrafluor
ethylen) zu verwenden. Ein aus Teflon™ bestehendes Blatt
hat eine niedrige dielektrische Konstante und heizt sich
daher nicht leicht von selbst auf. Deswegen besitzt es
gegenüber dieser Temperatur ausreichende Wärme
beständigkeit. Ein weiterer Grund für die Verwendung des
Blatts 5 ist der, dass das Blatt 5 auch dann flexibel
angewandt werden kann, wenn der Wabenstrukturkörper eine
beliebige Querschnittsform hat.
Der Zwischenraum zwischen dem Wabenstrukturkörper 1 und
dem Blatt 5 unterliegt keinen besonderen Einschränkungen,
da sich der bevorzugte Bereich entsprechend der Größe des
Wabenstrukturkörpers 1 ändert. Bei einem Wabenstruktur
körper 1 mit einem Durchmesser von 100-150 mm, der
normalerweise verwendet wird, ist es jedoch vorzuziehen,
einen Zwischenraum 6 von 20-30 mm einzustellen, damit
sich die Feuchtigkeit in der Umgebung um die Außenwand
des Wabenstrukturkörpers herum erhöht. Abgesehen davon
sind an den beiden Endabschnitten des Wabenstruktur
körpers 1 die untere Zusatzelektrode 3 und die obere
Zusatzelektrode 4 angeordnet, durch die sich die
Effizienz der dielektrischen Trocknung verglichen mit
einer dielektrischen Trockenvorrichtung ohne die Zusatz
elektroden erhöht. Allerdings kann die Erfindung
selbstverständlich auch effektiv bei einer dielektrischen
Trockenvorrichtung Anwendung finden, in der die
Zusatzelektroden 3 und 4 nicht verwendet werden.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel wird der
dielektrische Trocknungsvorgang in der Praxis wie folgt
durchgeführt. Und zwar wird der Wabenstrukturkörper 1
nach dem Formen zunächst auf die auf dem Träger 2
installierte Zusatzelektrode 3 gesetzt. Dann wird der
Umgebungsbereich des Wabenstrukturkörpers 1 bei
konstantem Zwischenraum mit dem Blatt 5 bedeckt. In
diesem Fall ist es vorzuziehen, dass die Höhe des Blatts
5 gleich hoch oder etwas weniger hoch als die des Waben
strukturkörpers 1 eingestellt wird, damit sie kein
Hindernis für die obere Zusatzelektrode 4 darstellt, wenn
diese auf den oberen Endabschnitt des Wabenstruktur
körpers 1 gesetzt wird. In diesem Zustand wird der
Wabenstrukturkörper 1 durch Bewegen des Trägers 2 in der
dielektrischen Trockenvorrichtung bewegt, in der Dampf
strömen gelassen wird. Auf diese Weise kann der
dielektrische Trocknungsvorgang durchgeführt werden.
Bei der Erfindung ist während des dielektrischen
Trocknungsvorgangs zwischen der Außenwand des Waben
strukturkörpers 1 und dem Blatt 5 der Zwischenraum 6
ausgebildet und wird in dem Zwischenraum 6 im Einklang
mit der Trocknung des Wabenstrukturkörpers 1 eine
Atmosphäre mit hohem Feuchtigkeitsgehalt aufrecht
erhalten. Dabei wird in der Atmosphäre in dem
Zwischenraum 6 ein Feuchtigkeitsgehalt aufrechterhalten,
der größer oder gleich dem der Innenatmosphäre der
dielektrischen Trockenvorrichtung ist. Die
Trocknungsgeschwindigkeit nahe der Außenwand des
Wabenstrukturkörpers 1 kann also verglichen mit Fall,
dass das Blatt 5 nicht vorhanden ist, verlangsamt werden.
Abgesehen davon weht zwar in der dielektrischen
Trockenvorrichtung ein Wind, doch kommt dieser Wind nicht
in direkten Kontakt mit der Außenwand des
Wabenstrukturkörpers 1, da der Wind von dem Blatt 5
aufgehalten wird. Dadurch lassen sich an sowohl der
Außenwand wie auch am Innenteil des Wabenstrukturkörpers
im Wesentlichen gleiche Trocknungsgeschwindigkeiten
erzielen.
Wie aus den obigen Erläuterungen deutlich hervorgeht,
kann dadurch, dass der Umgebungsbereich des Waben
strukturkörpers während des dielektrischen Trocknungs
vorgangs erfindungsgemäß bei konstantem Zwischenraum von
einem Blatt bedeckt ist, der Feuchtigkeitsgehalt um eine
Außenwand des Wabenstrukturkörpers herum erhöht werden
und gerät ein in der dielektrischen Trockenvorrichtung
wehender Wind mit der Außenwand nicht in direkten
Kontakt. Daher kann die Trocknung der Außenwand langsam
vor sich gehen und sind die Trocknungsgeschwindigkeiten
an der Außenwand und am Innenteil des Wabenstruktur
körpers im Wesentlichen gleich. Auf diese Weise lässt
sich ein Trocknungsgleichgewicht erreichen, wodurch
während des Trocknungsvorgangs die Entstehung von Fehlern
wie einer Rippenverdrehung usw. verhindert werden kann.
Claims (4)
1. Verfahren zum Trocknen von Wabenstrukturkörpern, bei
dem eine dielektrische Trocknung erfolgt, indem die
Wabenstrukturkörper in einer dielelektrischen Trocken
vorrichtung bewegt werden, während in der
dielelektrischen Trockenvorrichtung Dampf strömen
gelassen wird, mit den Schritten:
Bedecken eines Umgebungsbereichs des Wabenstruktur körpers (1) mit einem Blatt (5) bei konstantem Zwischen raum (6); und
Durchführen der dielektrischen Trocknung in diesem Zustand.
Bedecken eines Umgebungsbereichs des Wabenstruktur körpers (1) mit einem Blatt (5) bei konstantem Zwischen raum (6); und
Durchführen der dielektrischen Trocknung in diesem Zustand.
2. Verfahren zum Trocknen von Wabenstrukturkörpern nach
Anspruch 1, bei dem für das Blatt (5) ein Teflon™-Blatt
verwendet wird.
3. Verfahren zum Trocknen von Wabenstrukturkörpern nach
Anspruch 1, bei dem die dielektrische Trocknung in einem
Zustand erfolgt, in dem direkt an beide Endabschnitte des
Wabenstrukturkörpers (1) auf einem Träger (2) der
dielektrischen Trockenvorrichtung Zusatzelektroden (3, 4)
gesetzt sind.
4. Verfahren zum Trocknen von Wabenstrukturkörpern nach
Anspruch 1, bei dem der Zwischenraum (6) zwischen dem
Wabenstrukturkörper (1) und dem Blatt (5) auf 20-30 mm
eingestellt wird.
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