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DE10203872B4 - Kraftaufnehmer zum Messen von Druck- bzw. Schubkräften - Google Patents

Kraftaufnehmer zum Messen von Druck- bzw. Schubkräften Download PDF

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Abstract

Kraftaufnehmer zum Messen von Druck- bzw. Schubkräften, mit einem Meßkörper (16), der zumindest eine Kraftmeßzone (18) aufweist, in der zumindest ein Kraftmeßsystem (22-28) angeordnet ist, das in der Lage ist, Dehnungen, Stauchungen und/oder Biegungen des Meßkörpers (16) in der Kraftmeßzone (18) zu erfassen, und mit einer den Meßkörper (16) umfänglich zumindest teilweise umgebenden Hülse (32), die sich zumindest über eine Teillänge des Meßkörpers (16) erstreckt und gegen den Meßkörper (16) abgedichtet ist, wobei die Hülse (32) hermetisch dicht fest mit dem Meßkörper (16) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (32) zwischen Längsendabschnitten (38, 40) zumindest eine Biegezone (42) aufweist, in der die Hülse (32) im wesentlichen in Längsrichtung des Meßkörpers (16) biegsam ist, so daß die Hülse (32) eine Relativbeweglichkeit relativ zum Meßkörper (16) in Längsrichtung des Meßkörpers (16) besitzt.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Kraftaufnehmer zum Messen von Druck- bzw. Schubkräften, mit einem Meßkörper, der zumindest eine Kraftmeßzone aufweist, in der zumindest ein Kraftmeßsystem angeordnet ist, das in der Lage ist, Dehnungen, Stauchungen und/oder Biegungen des Meßkörpers in der Kraftmeßzone zu erfassen, und mit einer den Meßkörper umfänglich zumindest teilweise umgebenden Hülse, die sich zumindest über eine Teillänge des Meßkörpers erstreckt und gegen den Meßkörper abgedichtet ist, wobei die Hülse hermetisch dicht fest mit dem Meßkörper verbunden ist.
  • Ein derartiger Kraftaufnehmer ist aus dem Dokument DE 39 12 218 A1 bekannt.
  • Der aus dem zuvor genannten Dokument bekannte Kraftaufnehmer weist einen Lastaufnahmesitz, einen Lasteinführungsabschnitt und einen Lastaufnahmeabschnitt auf, die zusammen den Meßkörper bilden. Am krafteinleitungsseitigen Ende des Meßkörpers ist ein äußerer Zylinderabschnitt angeordnet, der den Lastaufnahmesitz umgibt, und der über zwei sich radial erstreckende voneinander beabstandete Membranen mit einem inneren Zylinderabschnitt verbunden ist, der an seinem krafteinleitungsseitigen Ende fest mit dem Lastaufnahmesitz verschweißt ist. Die zuvor genannten Membranen haben die Funktion, daß sich unsymmetrisch eingeleitete oder seitlich eingeleitete Kräfte nicht als Meßfehler auf die Kraftmessung auswirken.
  • Des weiteren ist aus dem Dokument DE 37 38 104 A1 eine Kapselung für eine Kraftmeßvorrichtung beschrieben, bei der zur luftdichten Kapselung des Biegeelementes mit den darauf applizierten Dehnmeßstreifen ein Balg vorgesehen ist. Mit der Kraftmeßvorrichtung werden Drehmomente erfaßt, die von einer Kurbel auf eine Welle ausgeübt werden.
  • Ferner ist aus dem Dokument DE 693 08 662 T2 ein Kraftwandler und seine Verwendung in einer Druckerfassungsschaltung bekannt. Der Kraftwandler ist in einem rohrförmigen Gehäuse aufgenommen, das an einem Ende eine Membran und an dem anderen Ende einen abgedichteten Anschluß aufweist, wobei an dem abgedichteten Anschluß ein Trägerbett befestigt ist und der Kraftübertragungsblock des Kraftwandlers derart angeordnet ist, daß er mit der Membran in Berührung gelangt. Mit diesem Kraftwandler werden in einem Motorzylinder Verbrennungsgasdrücke gemessen.
  • Ein Kraftaufnehmer der eingangs genannten Art wird beispielsweise zum Messen des Schneckendruckes bei Extrudern oder zum Messen der Schließkraft von Schleusentoren eingesetzt.
  • Der Meßkörper derartiger Kraftaufnehmer ist üblicherweise als Ringkörper ausgebildet, so daß derartige Kraftaufnehmer auch als Meßringe bezeichnet werden. Der Meßkörper kann gemäß der vorliegenden Erfindung einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein und eine im Querschnitt runde oder eckige Geometrie aufweisen.
  • Der Meßkörper des Kraftaufnehmers hat die Funktion, die zu messenden Druck- bzw. Schubkräfte aufzunehmen. Diese Druck- bzw. Schubkräfte führen in der Kraftmeßzone, die üblicherweise gegenüber dem übrigen Bereich des Meßkörpers mit geringerer Materialstärke ausgeführt ist, zu Dehnungen, Stauchungen bzw. Biegungen des Meßkörpers, die von zumindest einem in der Kraftmeßzone angeordneten Kraftmeßsystem, beispielsweise auf der Basis von Dehnungsmeßstreifen, erfaßt und in Meßsignale umgewandelt werden, aus denen in einer Auswerteeinheit die zu messenden Kräfte ermittelt werden.
  • Das Kraftmeßsystem bzw. die Kraftmeßsysteme sind empfindlich gegen Umfeldeinflüsse wie Feuchtigkeit oder Verunreinigungen. Wenn Feuchtigkeit an die Kraftmeßsysteme gelangt, werden diese zunächst ungenau und später sogar zerstört, wodurch der Kraftaufnehmer seine Funktion verliert. Um das oder die Kraftmeßsysteme gegen derartige Umfeldeinflüsse zu schützen, ist um den Meßkörper umfänglich eine Hülse angeordnet, die gegen den Meßkörper abgedichtet ist.
  • Die Hülse darf andererseits nicht die Meßempfindlichkeit des Meßkörpers beeinträchtigen, d.h. der Meßkörper muß stets in der Lage sein, auf die zu messenden Druck- bzw. Schubkräfte mit Dehnungen, Stauchungen und/oder Biegungen in der Kraftmeßzone antworten zu können, um eine genaue Kraftmessung zu ermöglichen. Dementsprechend muß die Hülse relativ zum Meßkörper eine gewisse Beweglichkeit in Längsrichtung des Meßkörpers aufweisen, damit die zu messenden Druck- bzw. Schubkräfte zu den zur Messung der Kräfte erforderlichen Dehnungen, Stauchungen bzw. Biegungen des Meßkörpers in der zumindest einen Kraftmeßzone führen können, ohne daß diese Kräfte von der Hülse aufgenommen werden. Denn ansonsten würde die Empfindlichkeit des Kraftaufnehmers und damit die Meßgenauigkeit vermindert.
  • Um die zuvor genannte Relativbeweglichkeit zwischen der Hülse und dem Meßkörper zu ermöglichen, wurde bei den bekannten Kraftaufnehmern die Hülse gegen den Meßkörper mittels Dichtungen, beispielsweise O-Ringen, abgedichtet, ohne daß die Hülse starr mit dem Meßkörper verbunden ist.
  • Eine Abdichtung der Hülse gegen den Meßkörper mittels Dichtungen in Form von O-Ringen hat jedoch den Nachteil, daß die O-Ringe im Laufe der Zeit durch Verschleiß oder Umfeldeinflüsse undicht werden, so daß Verunreinigungen und Feuchtigkeit an. die Kraftmeßeinrichtungen gelangen können, woraus sich die zuvor erwähnten schädlichen Folgen für den Kraftaufnehmer ergeben.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Standzeit eines Kraftaufnehmers der eingangs genannten Art zu erhöhen, ohne dabei die Meßempfindlichkeit zu beeinträchtigen.
  • Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe hinsichtlich des eingangs genannten Kraftaufnehmers dadurch gelöst, daß die Hülse zwischen Längsendabschnitten zumindest eine Biegezone aufweist, in der die Hülse im wesentlichen in Längsrichtung des Meßkörpers biegsam ist, so daß die Hülse eine Relativbeweglichkeit relativ zum Meßkörper in Längsrichtung des Meßkörpers besitzt.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Kraftaufnehmer wird das bzw. werden die Kraftmeßsysteme sicher gegen Umfeldeinflüsse, wie Verunreinigungen oder Feuchtigkeit, dadurch geschützt, daß die Hülse hermetisch dicht fest mit dem Meßkörper verbunden ist. Beispielsweise kann die Hülse vollumfänglich im Bereich beider Längsendabschnitte mit dem Meßkörper verschweißt sein oder auf den Meßkörper aufgeschrumpft sein. Damit sich die dadurch ergebende an sich starre Verbindung der Hülse mit dem Meßkörper nicht nachteilig auf die Meßempfindlichkeit und damit auf die Meßgenauigkeit des Kraftaufnehmers auswirkt, ist des weiteren erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Hülse zumindest eine Biegezone aufweist, in der die Hülse im wesentlichen in Längsrichtung des Meßkörpers biegsam ist. Die auf den Meßkörper wirkenden zu messenden Druck- bzw. Schubkräfte werden in Folge der zumindest einen Biegezone nicht oder zumindest im wesentlich geringeren Umfang von der Hülse aufgenommen und können sich somit unvermindert auf die Kraftmeßzone übertragen, während die Hülse sich dabei in der Biegezone in Längsrichtung des Meßkörpers biegt. Die Standzeit des erfindungsgemäßen Kraftaufnehmers ist somit ohne Beeinträchtigung der Meßempfindlichkeit erhöht.
  • In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die zumindest eine Biegezone im Querschnitt balgartig ausgebildet.
  • Durch die im Querschnitt balgartige Ausgestaltung der Biegezone wird bei der Hülse eine besonders hohe Biegsamkeit erreicht, ohne daß bei der Herstellung der Hülse biegsame Materialien wie Elastomere oder Kunststoffe oder dergleichen verwendet werden müssen. Die Hülse kann daher insgesamt aus Metall ausgebildet werden. Des weiteren hat die balgartige Ausgestaltung auch den Vorteil, daß die Hülse in der zumindest einen Biegezone im wesentlichen elastisch biegsam ist, d.h, sich in diesem Bereich nicht bleibend verformt, so daß die Nullage des Kraftaufnehmers stets wieder erreicht wird.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weist die Hülse in der zumindest einen Biegezone von ihrer Außenseite und/oder Innenseite her quer zur Längsrichtung des Meßkörpers verlaufende Ausnehmungen oder Einschnitte auf.
  • Diese Maßnahme, die zu einer im Querschnitt balgartigen Ausgestaltung der Biegezone führt, hat den Vorteil, daß sich die zumindest eine Biegezone mit besonders einfachen Bearbeitungsmaßnahmen, beispielsweise Dreh- oder Fräsvorgängen, herstellungstechnisch einfach und kostengünstig an der Hülse ausbilden läßt.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung bildet die zumindest eine Biegezone ein Längsende der Hülse, und ist ein äußeres Ende der Biegezone mit dem Meßkörper hermetisch dicht fest verbunden.
  • Diese Maßnahme führt zu einer noch einfacheren und kostengünstigeren Herstellung der Hülse, da die Längsenden der Hülse für eine maschinelle Bearbeitung besonders geeignet sind.
  • Dabei ist es bevorzugt, wenn das äußere Ende der zumindest einen Biegezone mit dem Meßkörper verschweißt ist.
  • Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß durch eine Verschweißung des äußeren Endes der Biegezone mit dem Meßkörper eine hermetisch dichte feste Verbindung zwischen der Hülse und dem Meßkörper auf verfahrenstechnisch einfache Weise realisiert werden kann.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung ist die Hülse an zumindest einem ihrer Längsendabschnitte auf den Meßkörper aufgeschrumpft.
  • Auch durch diese Maßnahme wird ebenfalls eine hermetisch dichte feste Verbindung zwischen der Hülse und dem Meßkörper erreicht, und zwar ebenfalls durch einen einfachen Herstellungsschritt. Diese Maßnahme kann auch mit der zuvor genannten Maßnahme in der Weise kombiniert sein, daß das äußere Ende der Biegezone mit dem Meßkörper verschweißt ist, während das gegenüberliegende Längsende bzw. der gegenüberliegende Längsendabschnitt auf den Meßkörper aufgeschrumpft ist.
  • Weitere Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und der beigefügten Zeichnung.
  • Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angege benen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in bezug auf diese hiernach näher beschrieben. Es zeigen:
  • 1 eine Seitenansicht eines Kraftaufnehmers zum Messen von Druck- bzw. Schubkräften;
  • 2 einen Schnitt durch den Kraftaufnehmer in 1 entlang seiner Längsachse; und
  • 3 eine vergrößerte Darstellung des in 2 mit X bezeichneten Ausschnitts des Kraftaufnehmers in 1 und 2.
  • In 1 und 2 ist ein mit dem allgemeinen Bezugszeichen 10 versehener Kraftaufnehmer dargestellt. Der Kraftaufnehmer 10 dient zum Messen von Druck- bzw. Schubkräften, die auf den Kraftaufnehmer 10 wie mit Pfeilen 12 angedeutet, in Richtung einer Längsachse 14 des Kraftaufnehmers 10 wirken.
  • Der Kraftaufnehmer 10 weist einen im gezeigten Ausführungsbeispiel einteiligen Meßkörper 16 auf, der in Form eines Ringes ausgebildet ist und eine mittige Montagebohrung 17 aufweist, über die der Kraftaufnehmer 10 an seinem Einsatzort eingebaut wird. Der Meßkörper 16 ist im Querschnitt im wesentlichen rund.
  • Der Meßkörper 16 weist eine Kraftmeßzone 18 auf, in der der Meßkörper 16 durch eine vollumfangliche Aussparung dünnwandiger ausgebildet ist als im übrigen Bereich des Meßkörpers 16. Die zu messenden Druck- bzw. Schubkräfte gemäß den Pfeilen 12 bewirken Dehnungen, Stauchungen bzw. Biegungen des Meßkörpers 16 in der Kraftmeßzone 18.
  • In der Kraftmeßzone 18 sind jeweils ein oder mehrere Kraftmeßsysteme 22, 24, 26, 28 angeordnet, die beispielsweise auf der Basis von Dehnungsmeßstreifen ausgebildet sind und zusammen zu einer Meßbrücke verschaltet sind. Die Kraftmeßeinrichtungen 22 bis 28 erfassen die aufgrund der auf den Meßkörper 16 wirkenden Druck- bzw. Schubkräften bewirkten Dehnungen, Stauchungen und/oder Biegungen des Meßkörpers 16 in der Kraftmeßzone 18 und erzeugen entsprechende Meßsignale, die in einer nicht dargestellten externen Auswerteeinheit verarbeitet werden, um daraus die zu messende Kraft bzw. Kräfte zu ermitteln. Der Kraftaufnehmer 10 weist dazu ferner einen Anschluß 30 zum Verbinden des Kraftaufnehmers 10 mit einer Spannungsversorgung für die Kraftmeßsysteme 22 bis 28 und der zuvor genannten nicht dargestellten Auswerteeinheit auf.
  • Der Kraftaufnehmer 10 weist weiterhin eine Hülse 32 auf, die sich im gezeigten Ausführungsbeispiel im wesentlichen über die gesamte Länge des Meßkörpers 16 in Richtung der Längsachse 14 erstreckt und den Meßkörper 16 umfänglich, im gezeigten Ausführungsbeispiel vollumfänglich, umgibt.
  • Der Meßkörper 16 und die Hülse 32 sind aus Metall, vorzugsweise aus rostfreiem Stahl, hergestellt. Der Anschluß 30 ist an der Hülse 32 befestigt, die zum Durchgang der elektrischen Leitun gen mit einer entsprechenden Öffnung 34 versehen ist. Ein rohrförmiger Abschnitt 36 des Anschlusses 30 ist dabei hermetisch dicht in die Öffnung 34 der Hülse 32 eingesetzt.
  • Die Hülse 32 ist vollumfänglich hermetisch dicht gegen den Meßkörper 16 abgedichtet und fest mit dem Meßkörper 16 verbunden.
  • Zwischen den Längsendabschnitten 38 und 40 weist die Hülse 32 zumindest eine, im gezeigten Ausführungsbeispiel genau eine sich hier vollumfänglich um die Hülse 32 erstreckende Biegezone 42 auf, die in 3 in vergrößertem Maßstab dargestellt ist.
  • Im Bereich der Biegezone 42 ist die Hülse 32 in Richtung der Längsachse 14 des Kraftaufnehmers 10 bzw. des Meßkörpers 16 biegsam, wie mit Pfeilen 44 und 46 in 3 angedeutet ist.
  • Die Biegezone 42 der Hülse 32 ist im Querschnitt balgartig ausgebildet. Die Hülse 32 weist in der Biegezone 42 eine Ausnehmung bzw. einen Einschnitt 48 auf, der von der Innenseite der Hülse 32 her in die Hülse 32 eingebracht ist, sowie eine Ausnehmung bzw. einen Einschnitt 50, der von der Außenseite der Hülse 32 in diese eingebracht wurde.
  • Die Biegezone 42 bildet ein Längsende der Hülse 32, im gezeigten Ausführungsbeispiel den Längsendabschnitt 40 der Hülse 32, und ein äußeres Ende 52 der Biegezone 42 ist mit dem Mcßkörper 16 über eine vollumfänglich um den Meßkörper ausgebildete Schweißnaht 54 hermetisch dicht und fest verbunden.
  • Der gegenüberliegende Längsendabschnitt 38 der Hülse 32 ist auf den Meßkörper 16 hermetisch dicht aufgeschrumpft, kann jedoch auch lediglich auf den Meßkörper 16 aufgeschoben und mit einer entsprechenden vollumfänglichen Schweißnaht am äußeren Ende des Längsendabschnitts 38 mit dem Meßkörper 16 verschweißt sein.
  • Die Biegezone 42 der Hülse 32 bewirkt nun, daß sich die Hülse 32 bei auf den Meßkörper 16 wirkenden Druck- bzw. Schubkräften 12 im Bereich der Biegezone 42 in der Art eines Gelenks biegen kann, so daß die Hülse 32 die erforderliche Relativbeweglichkeit relativ zum Meßkörper 16 in Richtung der Längsachse 14 besitzt, wodurch sich die Druck- bzw. Schubkräfte gemäß den Pfeilen 12 in vollem Umfang auf die Kraftmeßzone 18 übertragen und dort die zur Messung der Kraft erforderlichen Dehnungen, Stauchungen und/oder Biegungen hervorrufen, wobei die Hülse 32 nur einen kleinen Teil der Kräfte aufnimmt und dadurch keine Verfälschung der Messung bewirkt. Mit anderen Worten reduziert die Hülse 32 aufgrund der zumindest einen Biegezone 42 die Meßempfindlichkeit des Kraftaufnehmers 10 nicht oder nicht in wesentlichem Maße. Andererseits gewährleistet die Hülse 32 durch die hermetisch dichte feste Verbindung mit dem Meßkörper 16 einen dauerhaften und verschleißfreien Schutz der Kraftmeßeinrichtungen 22 und 28 gegen Verunreinigungen und Feuchtigkeit, wodurch die Standzeit des Kraftaufnehmers 10 erhöht wird.

Claims (6)

  1. Kraftaufnehmer zum Messen von Druck- bzw. Schubkräften, mit einem Meßkörper (16), der zumindest eine Kraftmeßzone (18) aufweist, in der zumindest ein Kraftmeßsystem (22-28) angeordnet ist, das in der Lage ist, Dehnungen, Stauchungen und/oder Biegungen des Meßkörpers (16) in der Kraftmeßzone (18) zu erfassen, und mit einer den Meßkörper (16) umfänglich zumindest teilweise umgebenden Hülse (32), die sich zumindest über eine Teillänge des Meßkörpers (16) erstreckt und gegen den Meßkörper (16) abgedichtet ist, wobei die Hülse (32) hermetisch dicht fest mit dem Meßkörper (16) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (32) zwischen Längsendabschnitten (38, 40) zumindest eine Biegezone (42) aufweist, in der die Hülse (32) im wesentlichen in Längsrichtung des Meßkörpers (16) biegsam ist, so daß die Hülse (32) eine Relativbeweglichkeit relativ zum Meßkörper (16) in Längsrichtung des Meßkörpers (16) besitzt.
  2. Kraftaufnehmer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest eine Biegezone (42) im Querschnitt balgartig ausgebildet ist.
  3. Kraftaufnehmer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (32) in der zumindest einen Biegezone (42) von ihrer Außenseite und/oder Innenseite her quer zur Längsrichtung des Meßkörpers (16) verlaufende Ausnehmungen oder Einschnitte (48, 50) aufweist.
  4. Kraftaufnehmer nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zumindest eine Biegezone (42) ein Längsende (40) der Hülse (32) bildet, und daß ein äußeres Ende (52) der Biegezone (42) mit dem Meßkörper (16) hermetisch dicht fest verbunden ist.
  5. Kraftaufnehmer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das äußere Ende (52) der zumindest einen Biegezone (42) mit dem Meßkörper (16) verschweißt ist.
  6. Kraftaufnehmer nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (32) an zumindest einem ihrer Längsendabschnitte (38) auf den Meßkörper (16) aufgeschrumpft ist.
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