-
Die Erfindung betrifft einen Antriebsstrang mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
-
Im Stand der Technik sind Antriebsstränge für Hybridfahrzeuge oder für E-Fahrzeuge mit einem Getriebe, mit einer Leistungselektronik und mit einem Gehäuse bekannt. Mittels der Leistungselektronik ist die einer E-Maschine des E-Fahrzeugs zuführbare oder aus einer solchen E-Maschine abführbare elektrische Energie umwandelbar, z.B. um eine Kopplung der E-Maschine mit einer Batterie zu ermöglichen. In dem Gehäuse sind ein Getrieberaum und ein Leistungselektronikraum ausgebildet. Das Getriebe ist zumindest teilweise in dem Getrieberaum und die Leistungselektronik ist zumindest teilweise in dem Leistungselektronikraum angeordnet. Der Getrieberaum und der Leistungselektronikraum sind mit Hilfe einer Trennwand des Gehäuses voneinander getrennt. In dem Getriebe ist zur Kühlung und/oder Schmierung zumindest von Teilen des Getriebes üblicherweise ein Getriebeöl vorhanden. Für gewöhnlich sammelt sich das Getriebeöl in einem Getriebesumpf und wird während des Betriebes des Getriebes von einem planschend in dem Getriebesumpf angeordneten Zahnrad des Getriebes emporgeschleudert, insbesondere zu den zu kühlenden und/oder zu schmierenden Elementen des Getriebes. Mittels der Trennwand ist der Leistungselektronikraum von dem Getrieberaum derart getrennt und unter Umständen entsprechend abgedichtet, so dass ein Eindringen des Getriebeöls in den Leistungselektronikraum vermieden ist. Somit ist die Leistungselektronik vor einem Kontakt mit dem Getriebeöl geschützt, so dass die Funktion der Leistungselektronik sichergestellt ist.
-
In der
US 7 156 195 B2 ist ein Antriebsstrang für ein E-Fahrzeug mit einer E-Maschine, mit einem Getriebe und mit einem Gehäuse gezeigt. In dem Gehäuse sind ein Getrieberaum und ein E-Maschinenraum ausgebildet. Das Getriebe ist in dem Getrieberaum und die E-Maschine ist in dem E-Maschinenraum angeordnet. Der Getrieberaum und der E-Maschinenraum sind mit Hilfe einer Trennwand des Gehäuses voneinander getrennt. Ein als Kühlöl ausgeführtes Kühlfluid ist aus einem Getriebesumpf mittels einer Pumpe durch einen Kühler und einen in einer Welle des Getriebes ausgebildeten Kühlkanal förderbar. Von dem Kühlkanal in der Welle des Getriebes ist das Kühlfluid zum einen über das Getriebe zurück in dessen Getriebesumpf förderbar. Von dem Kühlkanal in der Welle des Getriebes ist das Kühlfluid zum anderen über Kühlkanäle in einer Welle der E-Maschine, über eine Kammer für einen Drehgeber und über einen außerhalb des Gehäuses angeordneten Kanal zurück in den Getriebesumpf förderbar.
-
Eine Leistungselektronik der E-Maschine ist bei einem derartigen Verlauf der Kühlkanäle aber nicht oder nur mit hohem zusätzlichen Aufwand kühlbar. Weiterhin ist für die Kanäle für das Kühlfluid und für das Gehäuse insgesamt ein großer Bauraum vorzusehen.
-
Aus der
DE 10 2019 209 907 A1 ist ein weiterer Antriebsstrang für ein Hybridfahrzeug mit einem Verbrennungsmotor, mit einer E-Maschine, mit einer Leistungselektronik, insbesondere einem Wechselrichter und mit einem Temperierkreislauf bekannt. Der Temperierkreislauf weist eine Hauptpumpeinrichtung für ein Temperierfluid, einen Hauptabschnitt mit einem Kühler, einen ersten Parallelabschnitt mit dem Verbrennungsmotor und einen zweiten Parallelabschnitt mit elektrischen Antriebskomponenten wie der E-Maschine und/oder der Leistungselektronik und einer Hilfspumpeinrichtung auf. Die Temperierkreislauf ist zumindest zum Teil mit Hilfe von entsprechenden Temperierkanälen ausgebildet. Wenn der Temperierkreislauf zum Kühlen genutzt wird, kann er auch als Kühlkreislauf bezeichnet werden, so dass dann korrespondierend von einem Kühlfluid und Kühlkanälen gesprochen werden kann.
-
Auch hier ist ein großer Bauraum für den Antriebsstrang, insbesondere für Kanäle des Temperierkreislaufes inklusive der Temperierkanäle, vorzusehen.
-
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, den Antriebsstrang nun derart auszugestalten und / oder weiterzubilden, dass die Probleme des Standes der Technik vermieden, zumindest aber verringert sind, insbesondere der für den Antriebsstrang notwendige Bauraum minimiert ist, wobei das Getriebe und die Leistungselektronik einfacher, insbesondere mit geringerem konstruktivem Aufwand und/oder effektiver kühlbar sind.
-
Diese der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird nun zunächst durch einen Antriebsstrang mit den Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst.
-
Ein Aspekt der Erfindung liegt zunächst im Wesentlichen darin, dass die Trennwand einen ersten Kühlkanal und einen zweiten Kühlkanal aufweist, wobei mittels eines den ersten und/oder zweiten Kühlkanal durchströmenden Kühlfluids sowohl das Getriebe wie auch die Leistungselektronik jeweils zumindest teilweise kühlbar ist, wobei ein Leistungselektronik-Kühler vorgesehen und/oder vorhanden ist, wobei das Kühlfluid vom ersten Kühlkanal dem Leistungselektronik-Kühler zuführbar ist und wobei das Kühlfluid vom Leistungselektronik-Kühler über den zweiten Kühlkanal abführbar ist.
-
Somit sind der erste Kühlkanal, der Leistungselektronik-Kühler und der zweite Kühlkanal strömungstechnisch in Reihe geschaltet. Bevorzugterweise liegt die Leistungselektronik zumindest teilweise, insbesondere unter Ausbildung einer wärmeleitenden Verbindung, an der Trennwand an. Somit ist die Leistungselektronik besonders gut mit Hilfe des in dem ersten und/oder zweiten Kühlkanal vorhandenen Kühlfluides abkühlbar. Weiterhin ist bei einer derartigen Anordnung des ersten und/oder zweiten Kühlkanals, des Leistungselektronik-Kühlers und des Gehäuses insgesamt nur ein kleiner Bauraum vorzusehen. Das Kühlen des Getriebes und das Kühlen der Leistungselektronik ist besonders einfach und mit geringem vorrichtungstechnischen sowie auch steuerungs- und/oder regelungstechnischem Aufwand durchführbar.
-
Bevorzugterweise sind der erste Kühlkanal und der zweite Kühlkanal im Wesentlichen räumlich parallel zueinander verlaufend angeordnet und/oder ausgebildet. Somit ist ein Abstand zwischen den beiden Kühlkanälen besonders klein ausführbar, so dass das Getriebe und die Leistungselektronik mittels des in den beiden Kühlkanälen vorhandenen Kühlfluides in einem großen Bereich gleichmäßig kühlbar sind. Weiterhin sind die beiden Kühlkanäle somit platzsparend und auf kleinem Bauraum ausbildbar. Die beiden Kühlkanäle sind vorzugsweise im Wesentlichen horizontal ausgerichtet. Die Trennwand ist vorzugsweise im Wesentlichen vertikal ausgerichtet.
-
Weiter bevorzugt weist der erste Kühlkanal und der zweite Kühlkanal jeweils eine Einlassmündung und eine Auslassmündung auf. Die Einlassmündung des ersten Kühlkanals und die Einlassmündung des zweiten Kühlkanals sind benachbart in zugehörigen ersten Endbereichen der jeweiligen Kühlkanäle angeordnet. Die Auslassmündung des ersten Kühlkanals und die Auslassmündung des zweiten Kühlkanals sind benachbart in zugehörigen zweiten Endbereichen der jeweiligen Kühlkanäle angeordnet. Somit ist der erste Kühlkanal räumlich gesehen in der gleichen Richtung wie der zweite Kühlkanal vom Kühlfluid durchströmbar. Die Endbereiche der jeweiligen Kühlkanäle sind vorzugsweise in einander gegenüberliegenden Randbereichen des Gehäuses angeordnet, so dass die Trennwand über einen Großteil deren Breite kühlbar ist. Weiterhin ist dann ein einfacher Anschluss der Kühlkanäle an externe Rohrleitungen, Schläuche oder ähnliches denkbar.
-
In einer weiteren Ausführungsform des Antriebsstranges weist der Antriebsstrang eine E-Maschine auf. Ein Kühlbereich der E-Maschine ist an den zweiten Kühlkanal, insbesondere die Auslassmündung des zweiten Kühlkanals, angeschlossen. Bei der E-Maschine handelt es sich um eine elektrische Maschine, die als Motor oder als Generator betreibbar ist. Die E-Maschine weist einen Rotor und einen Stator auf, wobei der Kühlbereich zur Kühlung des Rotors und/oder des Stators ausgebildet ist. Es ist denkbar, dass die E-Maschine ebenfalls in dem Gehäuse, insbesondere in einem E-Maschinenraum des Gehäuses angeordnet ist. Weiterhin könnte ein separates Gehäuse für die E-Maschine vorgesehen und/oder vorhanden sein.
-
In einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform des Antriebsstranges ist die Leistungselektronik zumindest teilweise, insbesondere ein Zwischenkreiskondensator der Leistungselektronik, räumlich gesehen zwischen dem Leistungselektronik-Kühler und dem ersten und/oder zweiten Kühlkanal angeordnet. Somit ist die Leistungselektronik, insbesondere der Zwischenkreiskondensator, besonders effektiv, nämlich von zwei einander gegenüberliegenden Seiten aus kühlbar. Insbesondere ist der Leistungselektronik-Kühler somit beabstandet zur Trennwand angeordnet.
-
Eine besonders gute Kühlung des Getriebes ist erreichbar, wenn eine den Getrieberaum begrenzende und benachbart zu dem ersten und/oder zweiten Kühlkanal angeordnete Kühlfläche der Trennwand zur Kühlung von in dem Getrieberaum vorhandenen Getriebeöl Rippen aufweist. Mittels dieser Rippen ist der Wärmübergang zwischen dem Getriebeöl und dem Kühlfluid verbesserbar, da mittels der Rippen die Fläche für den Wärmeübergang zwischen der Trennwand und dem Getriebeöl vergrößert ist. Weiterhin verweilt das Kühlfluid im Betrieb des Antriebsstranges aufgrund der Rippen länger an der Kühlfläche, so dass die Zeit für den Wärmeübergang verlängert ist.
-
Vorzugsweise ist der erste Kühlkanal mittels eines Vorlaufkanals mit dem Leistungselektronik-Kühler strömungstechnisch verbunden. Der zweite Kühlkanal ist mittels eines Rücklaufkanals mit dem Leistungselektronik-Kühler strömungstechnisch verbunden. Vorzugsweise sind der Vorlaufkanal und/oder der Rücklaufkanal zumindest teilweise angrenzend der Leistungselektronik, insbesondere des Zwischenkreiskondensators der Leistungselektronik, angeordnet, so dass die Leistungselektronik dann auch durch das in dem Vorlaufkanal und/oder dem Rücklaufkanal vorhandene Kühlfluid kühlbar ist.
-
Vorteilhafterweise sind der Vorlaufkanal und der Rücklaufkanal im Wesentlichen räumlich parallel zueinander verlaufend angeordnet und/oder ausgebildet. Der Vorlaufkanal und/oder der Rücklaufkanal sind vorzugsweise im Wesentlichen senkrecht zu den Kühlkanälen angeordnet und/oder ausgerichtet.
-
Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform des Antriebsstranges sind der Vorlaufkanal und der Rücklaufkanal auf einander gegenüberliegenden Seiten zumindest von Teilen der Leistungselektronik, insbesondere des Zwischenkreiskondensators der Leistungselektronik, angeordnet und/oder ausgebildet. Somit ist die Leistungselektronik, insbesondere der Zwischenkreiskondensator, noch effektiver, nämlich von weiteren zwei einander gegenüberliegenden Seiten aus kühlbar. Insgesamt ist insbesondere eine Umströmung der Leistungselektronik, insbesondere des Zwischenkreiskondensators, entlang einer eckigen Schraubenlinie mittels dem ersten Kühlkanal, dem Vorlaufkanal, dem Leistungselektronik-Kühler, dem Rücklaufkanal und dem zweiten Kühlkanal denkbar. Ein solcher Verlauf einer eckigen Schraubenlinie ist durch eine entsprechend komplexere Durchströmung des Leistungselektronik-Kühlers unterbrechbar.
-
Weiter bevorzugt sind der erste Kühlkanal und/oder der zweite Kühlkanal und/oder der Leistungselektronik-Kühler und/oder der Vorlaufkanal und/oder der Rücklaufkanal als Ausnehmungen in dem Gehäuse ausgebildet. Die Ausnehmungen sind zum Beispiel mit Hilfe von Gusskernen erzeugbar, wenn das Gehäuse in einem Gussverfahren hergestellt wird. Weiterhin ist denkbar, dass Ausnehmungen in Fügeflächen von Gehäuseteilen eingebracht sind und die entsprechenden Kanäle sich dann beim Zusammenbau der Gehäuseteile zu dem Gehäuse ergeben.
-
Der erste Kühlkanal, der zweite Kühlkanal, der Leistungselektronik-Kühler, insbesondere der Vorlaufkanal, insbesondere der Rücklaufkanal und insbesondere der Kühlbereich der E-Maschine sind vorzugsweise Teil eines Kühlkreislaufes, durch welchen das Kühlfluid mittels einer Pumpe förderbar ist. Ein solcher Kühlkreislauf kann weitere Elemente wie z.B. einen Ausgleichsbehälter aufweisen.
-
Es gibt nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, den erfindungsgemäßen Antriebsstrang in vorteilhafter Art und Weise auszugestalten und weiterzubilden. Es darf hierzu zunächst auf die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten Patentansprüche verwiesen werden. Im Folgenden wird nun eine bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Antriebsstranges anhand der Zeichnung und der dazugehörigen Beschreibung näher erläutert bzw. beschrieben. In der Zeichnung zeigt:
- 1 in schematischer Darstellung ein erstes Ausführungsbeispiel des Antriebsstranges in einer dreidimensionalen Ansicht im Schnitt durch einen ersten Kühlkanal,
- 2 in schematischer Darstellung den Antriebsstrang aus 1 in einer Seitenansicht im Schnitt durch den ersten und einen zweiten Kühlkanal,
- 3 in schematischer Darstellung den Antriebsstrang aus 1 in einer Draufsicht im Schnitt durch den zweiten Kühlkanal,
- 4 in schematischer Darstellung ein Systemschaubild eines zweiten Ausführungsbeispiels des Antriebsstranges mit Strömungsverläufen eines Kühlfluids, und
- 5 in schematischer Darstellung einen Flusslaufplan des Kühlfluids im Antriebsstrang gemäß seines ersten oder zweiten Ausführungsbeispiels.
-
1 bis 3 zeigen jeweils einen Antriebsstrang 1, insbesondere für ein Hybridfahrzeug oder für ein E-Fahrzeug, mit mindestens einem Getriebe 2, mit mindestens einer Leistungselektronik 3 und mit einem Gehäuse 4 in verschiedenen Ansichten. In dem Gehäuse 4 sind ein Getrieberaum 5 und ein Leistungselektronikraum 6 ausgebildet. Das Getriebe 2 ist zumindest teilweise in dem Getrieberaum 5 angeordnet. Die Leistungselektronik 3 ist zumindest teilweise in dem Leistungselektronikraum 6 angeordnet. Der Getrieberaum 5 und der Leistungselektronikraum 6 sind mit Hilfe einer Trennwand 7 des Gehäuses 4 voneinander getrennt.
-
Der Getrieberaum 5 und der Leistungselektronikraum 6 sind in dem Gehäuse 4 im Wesentlichen horizontal nebeneinander liegend ausgebildet, wie insbesondere in der Draufsicht aus 3 ersichtlich ist. Das Getriebe 2 weist zumindest zwei Zahnräder zur Ausbildung von zumindest einer Getriebestufe des Getriebes 2 auf. Das Getriebe 2 ist in 1 und 2 nur teilweise gezeigt, nämlich entsprechende Lager des Getriebes 2, wobei zugehörige Wellen und daran angeordnete und/oder ausgebildete Zahnräder weggelassen sind.
-
Die Trennwand 7 weist einen ersten Kühlkanal 8.1 und einen zweiten Kühlkanal 8.2 auf. Mittels eines den ersten und/oder zweiten Kühlkanal 8.1, 8.2 durchströmenden Kühlfluids 9 ist sowohl das Getriebe 2 wie auch die Leistungselektronik 3 jeweils zumindest teilweise kühlbar. Ein Leistungselektronik-Kühler 10 ist vorgesehen und/oder vorhanden. Das Kühlfluid 9 ist vom ersten Kühlkanal 8.1 dem Leistungselektronik-Kühler 10 zuführbar. Das Kühlfluid 9 ist vom Leistungselektronik-Kühler 10 über den zweiten Kühlkanal 8.2 abführbar. Der Strömungsverlauf des Kühlfluids 9 ist durch Pfeile entsprechend symbolisiert, wobei der gesamte Strömungsverlauf insbesondere in 4 und 5 gezeigt ist. Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel sind die beiden Kühlkanäle 8.1, 8.2 im zweiten Ausführungsbeispiel aus 4 vertikal vertauscht. Gemäß 1 bis 3 liegt der zweite Kühlkanal 8.2 oberhalb des ersten Kühlkanals 8.1. Gemäß 4 liegt der erste Kühlkanal 8.1 oberhalb des zweiten Kühlkanals 8.2. Bei der Durchströmung der Kühlkanäle 8.1, 8.2 und des Leistungselektronik-Kühlers 10 erfolgt im Betrieb des Antriebstranges 1 ein Wärmeübergang von dem Getriebe 2 und der Leistungselektronik 3 an das Kühlfluid 9, welches dann aus dem Antriebsstrang 1 mit erhöhter Temperatur abgeführt wird. Vorzugsweise wird das Kühlfluid 9 im Kreis geführt und nach dessen Abkühlung dem Antriebsstrang 1, insbesondere dem ersten Kühlkanal 8.1, wieder zugeführt.
-
Der erste Kühlkanal 8.1 und der zweite Kühlkanal 8.2 sind im Wesentlichen räumlich parallel zueinander verlaufend angeordnet und/oder ausgebildet. Der erste Kühlkanal 8.1 und/oder der zweite Kühlkanal 8.2 sind im Wesentlichen horizontal ausgerichtet. Alternativ wäre auch eine schräge oder sogar vertikale Ausrichtung denkbar. Vorzugsweise durchdringt eine vertikale Ebene den ersten Kühlkanal 8.1 und den zweiten Kühlkanal 8.2. Die Trennwand 7 ist korrespondierend im Wesentlichen vertikal angeordnet. Die Trennwand könnte auch schräg oder sogar horizontal ausgerichtet sein. Die Trennwand könnte auch eine komplexere Form mit verschiedenen schrägen, vertikalen und/oder horizontalen Bereichen aufweisen. Die Trennwand 7 ist durch einen schmalen, innenliegenden Bereich des Gehäuses 4 gebildet, welcher auf der einen Seite den Getrieberaum 5 und auf der gegenüberliegenden Seite den Leistungselektronikraum 6 begrenzt. Im Bereich der Kühlkanäle 8.1, 8.2 ist die Trennwand 7 insgesamt, inklusive der Kühlkanäle 8.1, 8.2, dicker als neben den Kühlkanälen 8.1, 8.2, wobei die Dicken entlang der kürzesten Verbindungslinien zwischen dem Getrieberaum 5 und dem Leistungselektronikraum 6 durch die Trennwand 7 messbar sind.
-
Der erste Kühlkanal 8.1 und der zweite Kühlkanal 8.2 weisen jeweils eine Einlassmündung 8.1.E, 8.2.E und eine Auslassmündung 8.1.A, 8.2.A auf. Die Einlassmündung 8.1.E des ersten Kühlkanals 8.1 und die Einlassmündung 8.2.E des zweiten Kühlkanals 8.2 sind benachbart in zugehörigen ersten Endbereichen 11.1 der jeweiligen Kühlkanäle 8.1, 8.2 angeordnet. Die Auslassmündung 8.1.A des ersten Kühlkanals 8.1 und die Auslassmündung 8.2.A des zweiten Kühlkanals 8.2 sind benachbart in zugehörigen zweiten Endbereichen 11.2 der jeweiligen Kühlkanäle 8.1, 8.2 angeordnet. Die beiden Endbereiche 11.1, 11.2 sind jeweils benachbart einer Außenwand des Gehäuses 4 angeordnet. Die beiden Endbereiche 11.1, 11.2 sind auf einander gegenüberliegenden Seiten des Gehäuses 4 angeordnet. Die Trennwand 7 ist somit entlang ihrer Breite in horizontaler Richtung im Wesentlichen komplett vom Kühlfluid 9 durchströmbar.
-
Der Antriebsstrang 1 weist eine in 5 symbolisch dargestellte E-Maschine 12 auf. Ein Kühlbereich 13 der E-Maschine 12 ist an den zweiten Kühlkanal 8.2, insbesondere die Auslassmündung 8.2.A des zweiten Kühlkanals 8.2, angeschlossen. Die E-Maschine 12 ist entweder in dem Gehäuse 4 oder in einem separaten Gehäuse angeordnet. Die E-Maschine 12 weist einen Rotor und einen Stator auf. Grundsätzlich sind verschiedenen Arten von E-Maschinen denkbar. Vorzugsweise wird die E-Maschine 12 im Motorbetrieb mit einem Wechselstrom betrieben, bzw. die E-Maschine liefert im Generatorbetrieb einen solchen Wechselstrom. Dieser Wechselstrom ist mittels der Leistungselektronik 3 in einen Gleichstrom zum Austausch mit einer Batterie des Hybridfahrzeuges oder des E-Fahrzeuges umwandelbar.
-
Die Leistungselektronik 3 ist zumindest teilweise räumlich gesehen zwischen dem Leistungselektronik-Kühler 10 und dem ersten und/oder zweiten Kühlkanal 8.1, 8.2 angeordnet. Insbesondere ist ein Zwischenkreiskondensator 14 der Leistungselektronik 3 räumlich gesehen zwischen dem Leistungselektronik-Kühler 10 und dem ersten und/oder zweiten Kühlkanal 8.1, 8.2 angeordnet. Die Leistungselektronik 3, insbesondere der Zwischenkreiskondensator 14, erwärmen sich bei deren Betrieb stark und müssen dementsprechend stark gekühlt werden. Dies ist insbesondere durch die beidseitige Kühlung ermöglicht. Mit Hilfe des Zwischenkreiskondensators 14 ist die energetische Kopplung mehrerer elektrischer Netze miteinander auf einer gemeinsamen Gleichspannungsebene ermöglicht.
-
Eine den Getrieberaum 5 begrenzende und benachbart zu dem ersten und/oder zweiten Kühlkanal 8.1, 8.2 angeordnete Kühlfläche 15 der Trennwand 7 weist zur Kühlung von in dem Getrieberaum 5 vorhandenen Getriebeöl Rippen 16 auf. Die Rippen 16 ragen in im Wesentlichen waagerechter Richtung von der Trennwand 7 in den Getrieberaum 5 hinein. Die Rippen 16 verlaufen parallel zueinander. Die Rippen 16 weisen einen Winkel zu einer vertikalen und senkrecht zur Trennwand 7 verlaufenden Ebene auf. Andere Anordnungen und/oder Ausbildungen der Rippen sind denkbar.
-
Der erste Kühlkanal 8.1 ist mittels eines Vorlaufkanals 17 mit dem Leistungselektronik-Kühler 10 strömungstechnisch verbunden. Der zweite Kühlkanal 8.2 ist mittels eines Rücklaufkanals 18 mit dem Leistungselektronik-Kühler 10 strömungstechnisch verbunden. Das Kühlfluid 9 ist über die Auslassmündung 8.1.A des ersten Kühlkanales 8.1 dem Vorlaufkanal 17 zuführbar und über eine Auslassmündung des Vorlaufkanals 17 dem Leistungselektronik-Kühler 10 über dessen Einlass zuführbar. Das Kühlfluid 9 ist weiterhin über einen Auslass des Leistungselektronik-Kühlers 10 aus dem Leistungselektronik-Kühler 10 abführbar und dem Rücklaufkanal 18 zuführbar. Über eine Auslassmündung des Rücklaufkanals 18 ist das Kühlfluid 9 dem zweiten Kühlkanal 8.2 über dessen Einlassmündung 8.2.E zuführbar.
-
Der Vorlaufkanal 17 und der Rücklaufkanal 18 sind im Wesentlichen räumlich parallel zueinander verlaufend angeordnet und/oder ausgebildet. Der Vorlaufkanal 17 und der Rücklaufkanal 18 sind im Wesentlichen horizontal, unter Umständen leicht zu einer horizontalen Ebene geneigt angeordnet und/oder ausgebildet.
-
Der Vorlaufkanal 17 und der Rücklaufkanal 18 sind auf einander gegenüberliegenden Seiten zumindest von Teilen der Leistungselektronik 3, insbesondere des Zwischenkreiskondensators 14 der Leistungselektronik 3, angeordnet und/oder ausgebildet. Somit sind Teile der Leistungselektronik 3, insbesondere der Zwischenkreiskondensator 14, auf vier, insbesondere vertikal ausgerichteten Seiten umströmbar. Benachbart einer ersten Seite sind die beiden Kühlkanäle 8.1, 8.2 angeordnet. Benachbart einer zweiten Seite ist der Vorlaufkanal 17 angeordnet. Benachbart einer dritten Seite ist der Leistungselektronik-Kühler 10 angeordnet. Benachbart einer vierten Seite ist der Rücklaufkanal 18 angeordnet.
-
Der erste Kühlkanal 8.1 und/oder der zweite Kühlkanal 8.2 und/oder der Leistungselektronik-Kühler 10 und/oder der Vorlaufkanal 17 und/oder der Rücklaufkanal 18 sind als Ausnehmungen in dem Gehäuse 4 ausgebildet. Alternativ sind insbesondere die Kanäle 8.1, 8.2 ,17, 18 mit Hilfe von Rohrleitungen und/oder Schläuchen ausbildbar. Der Antriebsstrang 1 ist aber insbesondere mit als Ausnehmungen in dem Gehäuse 4 ausgebildeten Kanälen 8.1, 8.2 ,17, 18 besonders platzsparend ausführbar.
-
Vorzugsweise ist in einer zur Ausbildung des Leistungselektronik-Kühlers 10 vorgesehenen Ausnehmung des Gehäuses 4 zumindest ein Einsatz angeordnet. Mittels des Einsatzes ist dann eine komplexe z.B. mäanderförmige Durchströmung des Leistungselektronik-Kühlers 10 ermöglicht. Somit kann der Wärmeübergang zum im Leistungselektronik-Kühler 10 vorhanden Kühlfluid 9 verbessert werden. Ein solcher Einsatz weist dann entsprechenden Wandungen und/oder Stege zur Ausbildung von Strömungskanälen innerhalb des Leistungselektronik-Kühlers 10 auf.
-
Bezugszeichenliste
-
- 1
- Antriebsstrang
- 2
- Getriebe
- 3
- Leistungselektronik
- 4
- Gehäuse
- 5
- Getrieberaum
- 6
- Leistungselektronikraum
- 7
- Trennwand
- 8.1
- erster Kühlkanal
- 8.1.E
- Einlassmündung des ersten Kühlkanales 8.1
- 8.1.A
- Auslassmündung des ersten Kühlkanales 8.1
- 8.2
- zweiter Kühlkanal
- 8.2.E
- Einlassmündung des zweiten Kühlkanales 8.2
- 8.2.A
- Auslassmündung des zweiten Kühlkanales 8.2
- 9
- Kühlfluid
- 10
- Leistungselektronik-Kühler
- 11.1
- erste Endbereiche der jeweiligen Kühlkanäle 8.1, 8.2
- 11.2
- zweite Endbereiche der jeweiligen Kühlkanäle 8.1, 8.2
- 12
- E-Maschine
- 13
- Kühlbereich der E-Maschine 12
- 14
- Zwischenkreiskondensator der Leistungselektronik 3
- 15
- Kühlfläche der Trennwand 7
- 16
- Rippen
- 17
- Vorlaufkanal
- 18
- Rücklaufkanal
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- US 7 156 195 B2 [0003]
- DE 10 2019 209 907 A1 [0005]