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Die vorliegende Erfindung betrifft ein lastschaltbares Getriebe für ein in Gruppenbauweise ausgeführtes Kraftfahrzeuggetriebe gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1, ein entsprechendes Kraftfahrzeuggetriebe sowie ein entsprechendes landwirtschaftliches oder kommunales Nutzfahrzeug.
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Im Stand der Technik ist es bekannt, dass bei landwirtschaftlichen oder kommunalen Nutzfahrzeugen und hier insbesondere bei Ackerschleppern aufgrund des breiten Aufgabenfeldes üblicherweise unterschiedliche Fahrbereiche darstellbar sein müssen, was bei einem Getriebe eines derartigen Nutzfahrzeuges eine große Spreizung zwischen einer langsamsten und einer schnellsten Gangstufe erforderlich macht. Des Weiteren müssen bei einem Getriebe eines derartigen Nutzfahrzeuges üblicherweise kleine geometrische Stufensprünge zwischen den einzelnen Gangstufen realisiert werden, so dass in Kombination mit der großen Spreizung eine hohe Anzahl an Gängen darstellbar ist. Um diese große Anzahl an Gängen mit einem vertretbaren Aufwand verwirklichen zu können, werden Getriebe für landwirtschaftliche oder kommunale Nutzfahrzeuge häufig in Gruppenbauweise ausgeführt.
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Zumeist setzt sich ein derartiges Getriebe dabei aus mehreren Getriebegruppen zusammen, wobei hierbei häufig eine Stufen- oder Hauptgruppe, eine der Stufen- oder Hauptgruppe vor- oder nachgeschaltete Splitgruppe, zum Teil eine üblicherweise nachgeschaltete Bereichsgruppe und häufig auch eine Wendegruppe sowie eine Kriechganggruppe vorgesehen sind. Über die Hauptgruppe wird hierbei die Gangfolge des Getriebes vorgegeben, wobei diese über die vor und/oder nachgeschalteten, weiteren Getriebegruppen je nach hier geschalteten Übersetzungen entsprechend beeinflusst wird. Teilweise werden eine Splitgruppe und eine Hauptgruppe eines derartigen Kraftfahrzeuggetriebes lastschaltbar gestaltet, um die im laufenden Arbeitseinsatz des Nutzfahrzeuges zumeist nur in der Splitgruppe und der Hauptgruppe vorzunehmenden Gangwechsel unter Last und damit mit hohem Komfort durchführen zu können.
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So offenbart die
EP 2 916 044 A1 ein in Gruppenbauweise ausgeführtes Kraftfahrzeuggetriebe, welches für die Anwendung bei einem landwirtschaftlichen Nutzfahrzeug, wie einem Ackerschlepper, vorgesehen ist. Das Kraftfahrzeuggetriebe setzt sich dabei aus mehreren Getriebegruppen zusammen, von denen eine als nach Art eines Doppelkupplungsgetriebes ausgeführtes Getriebe realisiert ist. Diese Getriebegruppe weist zwei achsparallel zueinander liegende Eingangswellen auf, denen jeweils je ein Lastschaltelement zugeordnet ist. Dabei kann die einzelne Eingangswelle durch Betätigung des je zugehörigen Lastschaltelements mit einer gemeinsamen Antriebswelle gekoppelt werden, die gleichzeitig auch eine Abtriebswelle eines dem Getriebe vorgeschalteten Mehrstufengetriebes bildet. Beiden Eingangswellen sind mehrere Stirnradstufen zugeordnet, die durch selektive Betätigung zugehöriger Schaltelemente in einen Kraftfluss eingebunden werden können und dadurch jeweils eine Koppelung der zugehörigen Eingangswelle mit einer Ausgangswelle des Getriebes unter Darstellung eines je zugeordneten Übersetzungsverhältnisses bewirken. Losräder der Stirnradstufen sind dabei jeweils auf den Eingangswellen drehbar gelagert und können dort durch Schließen des jeweils zugehörigen Schaltelements festgesetzt werden, während Festräder drehfest auf der Ausgangswelle platziert sind. Dabei steht das einzelne Festrad gleichzeitig mit je zwei Losrädern im Zahneingriff, so dass jeweils zwei Stirnradstufen axial in einer Radebene angeordnet sind.
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Aus der
DE 10 2022 207 638 A1 der Anmelderin - deren vollständiger Inhalt durch Verweis in dieses Dokument mitaufgenommen sei - ist ein lastschaltbares Getriebe für ein in Gruppenbauweise ausgeführtes Kraftfahrzeuggetriebe bekannt, umfassend eine Antriebswelle, eine erste Eingangswelle, eine zweite Eingangswelle und eine Ausgangswelle. Über ein erstes Lastschaltelement kann die erste Eingangswelle mit der Antriebswelle gekoppelt werden und über ein zweites Lastschaltelement kann die zweite Eingangswelle mit der Antriebswelle gekoppelt werden. Weiterhin umfasst das Getriebe eine erste Stirnradstufe, eine zweite Stirnradstufe und eine dritte Stirnradstufe sowie ein erstes Schaltelement, ein zweites Schaltelement und ein drittes Schaltelement. Ein erstes Stirnrad der ersten Stirnradstufe ist drehbar auf der ersten Eingangswelle gelagert und über das erste Schaltelement drehfest mit der ersten Eingangswelle verbindbar. Das erste Stirnrad steht mit einem zweiten Stirnrad in Zahneingriff, welches auf der Ausgangswelle angeordnet und mit einem dritten Stirnrad gekoppelt ist, das der zweiten Stirnradstufe zugeordnet ist. Der dritten Stirnradstufe sind ein viertes Stirnrad und ein fünftes Stirnrad zugeordnet, die miteinander im Zahneingrifft stehen und von denen das vierte Stirnrad auf der ersten Eingangswelle sowie das fünfte Stirnrad auf der Ausgangswelle angeordnet ist. Bei Betätigung des zweiten Schaltelements werden die erste Eingangswelle und die Ausgangswelle über die dritte Stirnradstufe miteinander gekoppelt. Das dritte Stirnrad ist drehfest auf der zweiten Eingangswelle platziert, während das zweite Stirnrad drehbar auf der Ausgangswelle gelagert und über das dritte Schaltelement drehfest mit der Ausgangswelle verbindbar ist.
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Die
DE 100 37 398 A1 beschreibt ein Zahnräderwechselgetriebe mit einer Eingangswelle und einer Ausgangswelle, die über zumindest zwei im Kraftfluss parallel zueinander angeordnete Lastschaltkupplungen und über in Zahnradebenen angeordnete Zahnräder miteinander wirkungsmäßig verbindbar sind.
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Aus der
DE 41 22 628 A1 ist eine Getriebeanlage bekannt, insbesondere zum Antrieb eines Fahrzeugs durch einen Verbrennungsmotor höherer Leistung. Die Getriebeanlage umfasst eine antriebsseitige Anordnung einer Doppelreibungskupplung, ein 2-Weg-Mehrgang-Schaltgetriebe mit formschlüssigen Schaltelementen mit sechs und mehr Gangstufen, eine zentrale, aus zwei Reibelementen bestehende Synchronisiereinrichtung für alle Schaltvorgänge sowie eine elektronisch-hydraulischmechanische oder elektronisch-elektrisch-mechanische oder elektronischpneumatisch-mechanische Schalteinrichtung zur Betätigung der Schaltelemente.
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Die
DE 10 2007 047 671 A1 offenbart eine Doppelkupplungsgetriebevorrichtung mit einer Hauptgruppe und mit einer Nachschaltgruppe. Die Doppelkupplungsgetriebevorrichtung umfasst eine Kopplungsvorrichtung, die dazu vorgesehen ist, ein Hauptgruppengetriebeelement der Hauptgruppe mit einem Nachschaltgruppengetriebeelement der Nachschaltgruppe zu koppeln.
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Die bekannten lastschaltbaren Getriebe für in Gruppenbauweise ausgeführte Kraftfahrzeuggetriebe sind dahingehend nachteilig, dass ihr Wirkungsgrad noch verbesserungsfähig und ihr Bauraumbedarf weiter reduzierbar ist.
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Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes lastschaltbares Getriebe für ein in Gruppenbauweise ausgeführtes Kraftfahrzeuggetriebe vorzuschlagen.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das lastschaltbare Getriebe für ein in Gruppenbauweise ausgeführtes Kraftfahrzeuggetriebe gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den abhängigen Ansprüchen hervor.
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Die Erfindung betrifft ein lastschaltbares Getriebe für ein in Gruppenbauweise ausgeführtes Kraftfahrzeuggetriebe, umfassend eine Eingangswelle, eine Vorgelegewelle, eine Ausgangswelle, ein erstes und ein zweites Lastschaltelement sowie ein erstes, ein zweites und ein drittes Schaltelement, wobei auf der Eingangswelle ein erstes und ein zweites Eingangsrad angeordnet sind, wobei auf der Vorgelegewelle ein erstes, ein zweites, ein drittes und ein viertes Vorgelegerad angeordnet sind, wobei auf der Ausgangswelle ein erstes und ein zweites Ausgangsrad angeordnet sind, wobei das erste Eingangsrad drehfest auf der Eingangswelle angeordnet ist und in Eingriff mit dem ersten Vorgelegerad steht, wobei das erste Vorgelegerad drehbar auf der Vorgelegewelle angeordnet ist, wobei das zweite Eingangsrad in Eingriff mit dem zweiten Vorgelegerad steht, wobei das erste Ausgangsrad drehbar auf der Ausgangswelle angeordnet ist und in Eingriff mit dem dritten Vorgelegerad steht, wobei das zweite Ausgangrad drehfest auf der Ausgangswelle angeordnet ist und in Eingriff mit dem vierten Vorgelegerad steht, wobei das vierte Vorgelegerad drehbar auf der Vorgelegewelle angeordnet ist, wobei über das erste Lastschaltelement das erste Vorgelegerad mit der Vorgelegewelle koppelbar ist, wobei über das zweite Schaltelement das dritte Vorgelegerad mit der Vorgelegewelle koppelbar ist, wobei über das dritte Schaltelement das vierte Vorgelegerad mit der Vorgelegewelle koppelbar ist, wobei das erste Schaltelement auf der Ausgangswelle angeordnet ist und über das erste Lastschaltelement das erste Ausgangsrad mit der Ausgangswelle koppelbar ist und wobei über das zweite Lastschaltelement mittelbar ein Kraftfluss von der Eingangswelle zum dritten Vorgelerad herstellbar ist.
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Die Erfindung zeigt somit einen Weg auf, um gegenüber bekannten lastschaltbaren Getrieben Bauteile und Bauraum einzusparen. So ist es vorteilhaft nämlich nicht notwendig, für das zweite Lastschaltelement eine gesonderte Welle vorzusehen. Dadurch reduziert sich entsprechend auch der Bauraumbedarf, insbesondere in radialer Richtung. Die Reduzierung der Bauteile führt weiterhin auch zu einer Kostenreduzierung. Schließlich ergibt sich durch die Erfindung ein verbesserter Wirkungsgrad, insbesondere in einer vierten Gangstufe des lastschaltbaren Getriebes, da die vierte Gangstufe durch nur zwei Zahneingriffe dargestellt werden kann.
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Unter einer Welle, wie beispielsweise der Eingangswelle, der Vorgelegewelle, und der Ausgangswelle, ist im Sinne der Erfindung ein rotierbares Bauteil des lastschaltbaren Getriebes zu verstehen, über welches eine Kraftflussführung zwischen Komponenten ggf. bei gleichzeitiger Betätigung eines entsprechenden Lastschaltelements bzw. Schaltelements vorgenommen werden kann. Die jeweilige Welle kann Komponenten des Getriebes dabei axial oder radial oder auch sowohl axial und radial miteinander verbinden. So kann die jeweilige Welle auch als Zwischenstück vorliegen, über welches eine jeweilige Komponente zum Beispiel radial angebunden wird. Zudem kann die jeweilige Welle als einstückiges Bauteil ausgeführt sein oder mehrteilig vorliegen, indem sich die jeweilige Welle aus mehreren drehfest miteinander verbundenen Wellenteilen zusammensetzt. Alternativ oder ergänzend dazu kann die einzelne Welle als Vollwelle, als Hohlwelle oder abschnittsweise als Voll- und abschnittsweise als Hohlwelle gestaltet sein.
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Unter einem Lastschaltelement ist im Sinne der Erfindung ein unter Last schaltbares Schaltelement zu verstehen, so dass das jeweilige Lastschaltelement bei Betätigung auch unter Last, d.h. bei Übertragung eines Drehmoments, eine drehfeste Verbindung der hieran unmittelbar angebundenen Komponenten des Getriebes herbeiführen kann.
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Bei den Eingangsrädern, den Ausgangsrädern und den Vorgelegerädern handelt es sich bevorzugt um Stirnräder.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass die Eingangswelle und die Ausgangswelle axial zueinander versetzt angeordnet sind. Somit wird eine flexible Anordnung der Baugruppen ermöglicht.
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Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass das zweite Lastschaltelement auf der Vorgelegewelle angeordnet ist und über das zweite Lastschaltelement das zweite Vorgelegerad mit dem dritten Vorgelegerad koppelbar ist.
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Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass das zweite und das dritte Vorgelegerad drehbar auf der Vorgelegewelle angeordnet sind. Die drehbare Anordnung kann vorteilhaft wiederum über eine Hohlwelle erfolgen, auf der das erste und das zweite Vorgelegerad angeordnet sind.
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In diesem Fall ist die Hohlwelle bevorzugt zweiteilig ausgebildet, wobei auf einem ersten Teil der Hohlwelle das zweite Vorgelegerad angeordnet ist und auf einem zweiten Teil der Hohlwelle das dritte Vorgelegerad angeordnet ist. Ebenfalls auf der Hohlwelle ist das zweite Lastschaltelement angeordnet, welches dazu ausgebildet ist, den ersten Teil der Hohlwelle mit dem zweiten Teil der Hohlwelle zu koppeln, so dass ein Kraftfluss vom zweiten zum dritten Vorgelegerad ermöglicht wird.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass das erste und das zweite Lastschaltelement als kraftschlüssige Schaltelemente ausgebildet sind. Dadurch kann die Koppelung der jeweiligen Getriebelemente problemlos unter Last vollzogen werden. Insbesondere sind das erste und das zweite Lastschaltelement jeweils als nass- oder trockenlaufendes Reibschaltelement ausgebildet, beispielsweise als Lamellenkupplung.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass das erste, das zweite und das dritte Schaltelement als formschlüssige Schaltelemente ausgebildet sind. Dies hat den Vorteil, dass die Schaltelemente in einem geöffneten Zustand für keine oder nur geringe Schleppverluste sorgen, was den Wirkungsgrad des erfindungsgemäßen Getriebes verbessert. Beispielsweise können die formschlüssigen Schaltelemente als Sperrsynchronisation ausgebildet sein.
Alternativ kommt prinzipiell auch eine Ausführung einzelner oder mehrerer der Schaltelemente als kraftschlüssige Schaltelemente und hier insbesondere als Lamellenschaltelemente in Betracht.
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Die Erfindung betrifft auch ein Kraftfahrzeuggetriebe für ein landwirtschaftliches oder kommunales Nutzfahrzeug, umfassend mehrere Getriebegruppen, von denen eine als erfindungsgemäßes lastschaltbares Getriebe ausgebildet ist. Daraus ergeben sich die bereits beschriebenen Vorteile auch für das Kraftfahrzeuggetriebe.
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Die Erfindung betrifft schließlich ein landwirtschaftliches oder kommunales Nutzfahrzeug, umfassend ein erfindungsgemäßes Kraftfahrzeuggetriebe. Somit ergeben sie erfindungsgemäßen Vorteile entsprechend auch für das landwirtschaftliche oder kommunale Nutzfahrzeug.
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Nachfolgend wird die Erfindung anhand von in den Figuren dargestellten Ausführungsformen beispielhaft erläutert.
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Es zeigen:
- 1 eine mögliche Ausführungsform eines nicht erfindungsgemäßen lastschaltbaren Getriebes für ein in Gruppenbauweise ausgeführtes Kraftfahrzeuggetriebe und
- 2 beispielhaft eine weitere mögliche Ausführungsform eines erfindungsgemäßen lastschaltbaren Getriebes für ein in Gruppenbauweise ausgeführtes Kraftfahrzeuggetriebe.
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Gleiche Gegenstände, Funktionseinheiten und vergleichbare Komponenten sind figurenübergreifend mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Diese Gegenstände, Funktionseinheiten und vergleichbaren Komponenten sind hinsichtlich ihrer technischen Merkmale identisch ausgeführt, sofern sich aus der Beschreibung nicht explizit oder implizit etwas anderes ergibt.
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1 zeigt eine mögliche Ausführungsform eines nicht erfindungsgemäßen lastschaltbaren Getriebes 100 für ein in Gruppenbauweise ausgeführtes Kraftfahrzeuggetriebe (nicht dargestellt in 1).
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Das Getriebe 100 umfasst eine Eingangswelle 110, eine Vorgelegewelle 120, eine Ausgangswelle 130, ein erstes und ein zweites Lastschaltelement 140, 150 sowie ein erstes, ein zweites und ein drittes Schaltelement 160, 170, 180. Wie zu sehen ist, sind die Eingangswelle 110 und die Ausgangswelle 130 koaxial zueinander angeordnet.
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Auf der Eingangswelle 110 sind ein erstes und ein zweites Eingangsrad 111, 112 angeordnet und auf der Vorgelegewelle 120 sind ein erstes, ein zweites, ein drittes und ein viertes Vorgelegerad 121, 122, 123, 124 angeordnet. Auf der Ausgangswelle 130 sind ein erstes und ein zweites Ausgangsrad 131, 132 angeordnet.
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Das erste Eingangsrad 111 ist drehfest auf der Eingangswelle 110 angeordnet und steht in Eingriff mit dem ersten Vorgelegerad 121, wobei das erste Vorgelegerad 121 drehbar auf der Vorgelegewelle 120 angeordnet ist.
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Das zweite Eingangsrad 112 steht in Eingriff mit dem zweiten Vorgelegerad 122, welches gemeinsam mit dem dritten Vorgelegerad 123 als Hohlwelle ausgebildet ist, die drehbar auf der Vorgelegewelle 120 angeordnet ist. Dementsprechend sind das zweite Vorgelegerad 122 und das dritte Vorgelegerad 123 drehfest miteinander verbunden.
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Das erste Ausgangsrad 131 ist drehbar auf der Ausgangswelle 130 angeordnet und steht in Eingriff mit dem dritten Vorgelegerad 123 steht. Das zweite Ausgangrad 132 ist drehfest auf der Ausgangswelle 130 angeordnet und steht Eingriff mit dem vierten Vorgelegerad 124, wobei das vierte Vorgelegerad 124 drehbar auf der Vorgelegewelle 120 angeordnet ist.
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Über das erste Lastschaltelement 140 ist das erste Vorgelegerad 121 mit der Vorgelegewelle 120 koppelbar und über das zweite Schaltelement 170 ist das dritte Vorgelegerad 123 mit der Vorgelegewelle 120 koppelbar. Über das dritte Schaltelement 180 ist das vierte Vorgelegerad 124 mit der Vorgelegewelle 120 koppelbar.
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Das erste Schaltelement 160 ist auf der Ausgangswelle 130 angeordnet. Beispielsgemäß ist das zweite Lastschaltelement 150 auf der Eingangswelle 110 angeordnet.
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Über das erste Lastschaltelement 140 ist das erste Vorgelegerad 121 mit der Vorgelegewelle 120 koppelbar und über das zweite Lastschaltelement 150 ist mittelbar ein Kraftfluss von der Eingangswelle 110 zum dritten Vorgelegerad 123 herstellbar, indem über das zweite Lastschaltelement 150 das zweite Eingangsrad 112 mit der Eingangswelle 110 koppelbar ist.
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Beispielsgemäß sind das erste und das zweite Lastschaltelement 140, 150 als kraftschlüssige Schaltelemente 140, 150 in Form von Lamellenkupplungen 140, 150 ausgebildet. Das erste, das zweite und das dritte Schaltelement 160, 170, 180, sind hingegen als formschlüssige Schaltelemente 160, 170, 180, in Form von Klauenkupplungen 160, 170, 180, ausgebildet.
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1a zeigt beispielsgemäß den Kraftfluss in einer ersten Gangstufe des Getriebes 100. Wie zu sehen ist, wird Drehmoment von einem vorgeschalteten Getriebe 200, beispielsgemäß einem lastschaltbaren Splittergetriebe 200, auf die Eingangswelle 110 des Getriebes 100 übertragen. Von der Eingangswelle 110 wird das Drehmoment über das drehfest mit der Eingangswelle 110 verbundene erste Eingangsrad 111 übertragen. Dieses überträgt das Drehmoment weiter auf das erste Vorgelegerad 121, welches über das erste Lastschaltelement 140 das Drehmoment auf die Vorgelegewelle 120 überträgt. Die Vorgelegewelle 120 ist über das zweite Schaltelement 170 mit dem dritten Vorgelegerad 123 gekoppelt, welches das Drehmoment weiterüberträgt auf das erste Ausgangsrad 131. Das erste Ausgangsrad 131 ist über das erste Schaltelement 160 gekoppelt mit der Abtriebswelle 130. Die Abtriebswelle 130 überträgt das Drehmoment auf ein Kegelrad 133, welches beispielsgemäß ein nicht dargestelltes Hinterachsgetriebe einer landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine antreibt.
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1b zeigt beispielsgemäß den Kraftfluss in einer zweiten Gangstufe des Getriebes 100. Wie zu sehen ist, wird das Drehmoment in der zweiten Gangstufe von der Eingangswelle 110 über das zweite Lastschaltelement 150 auf das zweite Eingangsrad 112 übertragen. Das zweite Eingangsrad 112 kämmt mit dem zweiten Vorgelegerad 122, welches drehfest mit dem dritten Vorgelegerad 123 verbunden ist. Das dritte Vorgelegerad 123 wiederum kämmt mit dem ersten Ausgangsrad 131. Das erste Ausgangsrad 131 ist über das erste Schaltelement 160 gekoppelt mit der Abtriebswelle 130. Die Ausgangswelle 130 überträgt das Drehmoment schließlich wieder auf das Kegelrad 133.
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1c zeigt beispielsgemäß den Kraftfluss in einer dritten Gangstufe des Getriebes 100. Wie zu sehen ist, wird das Drehmoment von der Eingangswelle 110 des Getriebes auf das drehfest mit der Eingangswelle 110 verbundene erste Eingangsrad 111 übertragen. Dieses überträgt das Drehmoment weiter auf das erste Vorgelegerad 121, welches über das erste Lastschaltelement 140 das Drehmoment auf die Vorgelegewelle 120 überträgt. Die Vorgelegewelle 120 ist über das dritte Schaltelement 180 mit dem vierten Vorgelegerad 124 gekoppelt, welches das Drehmoment weiterüberträgt auf das zweite Ausgangsrad 132. Das zweite Ausgangsrad 132 ist drehfest auf der Ausgangswelle 130 angeordnet. Die Ausgangswelle 130 überträgt das Drehmoment schließlich wieder auf das Kegelrad 133.
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1d zeigt beispielsgemäß den Kraftfluss in einer vierten Gangstufe des Getriebes 100. Wie zu sehen ist, wird das Drehmoment in der vierten Gangstufe von der Eingangswelle 110 über das zweite Lastschaltelement 150 auf das zweite Eingangsrad 112 übertragen. Das zweite Eingangsrad 112 kämmt mit dem zweiten Vorgelegerad 122, welches drehfest mit dem dritten Vorgelegerad 123 verbunden ist. Das dritte Vorgelegerad 123 ist über das zweite Schaltelement 170 mit der Vorgelegewelle 120 gekoppelt. Die Vorgelegewelle 120 ist weiterhin über das dritte Schaltelement 180 mit dem vierten Vorgelegerad 124 gekoppelt, welches das Drehmoment weiterüberträgt auf das zweite Ausgangsrad 132. Das zweite Ausgangsrad 132 ist drehfest auf der Ausgangswelle 130 angeordnet. Die Ausgangswelle 130 überträgt das Drehmoment schließlich wieder auf das Kegelrad 133.
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2 zeigt beispielhaft eine weitere mögliche Ausführungsform eines erfindungsgemäßen lastschaltbaren Getriebes 100 für ein in Gruppenbauweise ausgeführtes Kraftfahrzeuggetriebe (nicht dargestellt in 2).
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Das Getriebe 100 der 2 unterscheidet sich vom Getriebe 100 der 1 durch die Anordnung des zweiten Lastschaltelements 150, das auf der Vorgelegewelle 120 angeordnet ist und das zweite Vorgelegerad 122 mit dem dritten Vorgelegerad 123 koppeln kann. Das erste Eingangsrad 111 und das zweite Eingangsrad 112 sind jeweils drehfest auf der Eingangswelle 110 angeordnet.
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2a zeigt beispielsgemäß den Kraftfluss in einer ersten Gangstufe des Getriebes 100. Wie zu sehen ist, wird Drehmoment von einem vorgeschalteten Getriebe 200, beispielsgemäß einem lastschaltbaren Splittergetriebe 200, auf die Eingangswelle 110 des Getriebes 100 übertragen. Von der Eingangswelle 110 wird das Drehmoment über das drehfest mit der Eingangswelle 110 verbundene erste Eingangsrad 111 auf das erste Vorgelegerad 121 übertragen, welches über das erste Lastschaltelement 140 das Drehmoment auf die Vorgelegewelle 120 überträgt. Die Vorgelegewelle 120 ist über das zweite Schaltelement 170 mit dem dritten Vorgelegerad 123 gekoppelt, welches das Drehmoment weiterüberträgt auf das erste Ausgangsrad 131. Das erste Ausgangsrad 131 ist über das erste Schaltelement 160 gekoppelt mit der Ausgangswelle 130. Die Ausgangswelle 130 überträgt das Drehmoment auf ein Kegelrad 133, welches beispielsgemäß ein nicht dargestelltes Hinterachsgetriebe einer landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine antreibt.
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2b zeigt beispielsgemäß den Kraftfluss in einer zweiten Gangstufe des Getriebes 100. Wie zu sehen ist, wird das Drehmoment in der zweiten Gangstufe von der Eingangswelle 110 über auf das zweite Eingangsrad 112 übertragen. Das zweite Eingangsrad 112 kämmt mit dem zweiten Vorgelegerad 122, welches über das zweite Lastschaltelement 150 mit dem dritten Vorgelegerad 123 verbunden ist. Das dritte Vorgelegerad 123 wiederum kämmt mit dem ersten Ausgangsrad 131. Das erste Ausgangsrad 131 ist über das erste Schaltelement 160 gekoppelt mit der Ausgangswelle 130. Die Ausgangswelle 130 überträgt das Drehmoment schließlich wieder auf das Kegelrad 133.
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2c zeigt beispielsgemäß den Kraftfluss in einer dritten Gangstufe des Getriebes 100. Wie zu sehen ist, wird das Drehmoment von der Eingangswelle 110 des Getriebes auf das drehfest mit der Eingangswelle 110 verbundene erste Eingangsrad 111 übertragen. Dieses überträgt das Drehmoment weiter auf das erste Vorgelegerad 121, welches über das erste Lastschaltelement 140 das Drehmoment auf die Vorgelegewelle 120 überträgt. Die Vorgelegewelle 120 ist über das dritte Schaltelement 180 mit dem vierten Vorgelegerad 124 gekoppelt, welches das Drehmoment weiterüberträgt auf das zweite Ausgangsrad 132. Das zweite Ausgangsrad 132 ist drehfest auf der Ausgangswelle 130 angeordnet. Die Ausgangswelle 130 überträgt das Drehmoment schließlich wieder auf das Kegelrad 133.
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2d zeigt beispielsgemäß den Kraftfluss in einer vierten Gangstufe des Getriebes 100. Wie zu sehen ist, wird das Drehmoment in der vierten Gangstufe von der Eingangswelle 110 auf das zweite Eingangsrad 112 übertragen. Das zweite Eingangsrad 112 kämmt mit dem zweiten Vorgelegerad 122, welches über das zweite Lastschaltelement 150 mit dem dritten Vorgelegerad 123 verbunden ist. Das dritte Vorgelegerad 123 ist über das zweite Schaltelement 170 mit der Vorgelegewelle 120 gekoppelt. Die Vorgelegewelle 120 ist weiterhin über das dritte Schaltelement 180 mit dem vierten Vorgelegerad 124 gekoppelt, welches das Drehmoment weiterüberträgt auf das zweite Ausgangsrad 132. Das zweite Ausgangsrad 132 ist drehfest auf der Ausgangswelle 130 angeordnet. Die Ausgangswelle 130 überträgt das Drehmoment schließlich wieder auf das Kegelrad 133.
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Bezugszeichen
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- 100
- Lastschaltbares Getriebe
- 110
- Eingangswelle
- 111
- erstes Eingangsrad
- 112
- zweites Eingangsrad
- 120
- Vorgelegewelle
- 121
- erstes Vorgelegerad
- 122
- zweites Vorgelegerad
- 123
- drittes Vorgelegerad
- 124
- viertes Vorgelegerad
- 130
- Ausgangswelle
- 131
- erstes Ausgangsrad
- 132
- zweites Ausgangsrad
- 133
- Kegelrad
- 140
- erstes Lastschaltelement, Lamellenkupplung
- 150
- zweites Lastschaltelement, Lamellenkupplung
- 160
- erstes Schaltelement, Klauenkupplung
- 170
- zweites Schaltelement, Klauenkupplung
- 180
- drittes Schaltelement, Klauenkupplung
- 200
- Splittergetriebe