DE102023200096A1 - Verfahren für eine Zuordnung von Reifenmodulen zu unterschiedlichen Reifenpositionen an einem Fahrzeug - Google Patents
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Abstract
Es wird ein Verfahren mit den folgenden Schritten vorgeschlagen:a) Bereitstellen von Fahrzeugreifen mit Reifenmodulen mit einer Sende- und Empfangseinheit für eine Funkübertragung,b) Starten einer Software für eine Zuordnung von Reifenmodulen zu Reifenpositionen auf einem externen Gerät,c) Anzeigen einer Anweisung (1) an einen Nutzer wonach an einem Fahrzeugreifen an einer vorgegeben Reifenposition eine Druckmanipulation erfolgen soll,d) Durchführen der Druckmanipulation (2) an dem Fahrzeugreifen mit der vorgegebenen Reifenposition,e) Detektieren der Druckmanipulation (3) mit dem externen Gerät, wobei das externe Gerät von dem jeweiligen Reifenmodul über eine Funkverbindung Informationen zur Druckmanipulation an dem Fahrzeugreifen empfängt,f) Zuordnung des jeweiligen Reifenmoduls (4) zu der vorgegebenen Reifenposition,g) Speichern der dem Reifenmodul zugeordneten Reifenposition mit dem externen Eingabegerät.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Verfahren für eine Zuordnung von Reifenmodulen zu unterschiedlichen Reifenpositionen an einem Fahrzeug.
- Es ist bekannt, bei Fahrzeugreifen eine Reifendrucküberwachung einzusetzen, um einen Druckverlust sicher zu detektieren.
Ein Problem bei der Reifendrucküberwachung von Nutzfahrzeugen besteht darin, dass jeder Fahrzeugreifen mit einem Reifenmodul für eine Druckkontrolle versehen ist und jedes Reifenmodul einer Reifenposition am Fahrzeug zugeordnet werden muss. - Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren bereitzustellen, mit dem auf einfache Weise jedes Reifenmodul der richtigen Reifenposition am Fahrzeug zugeordnet werden kann.
- Gelöst wird die Aufgabe durch ein Verfahren mit den folgenden Schritten:
- a) Bereitstellen von Fahrzeugreifen mit Reifenmodulen mit einer Sende- und Empfangseinheit für eine Funkübertragung,
- b) Starten einer Software für eine Zuordnung von Reifenmodulen zu Reifenpositionen auf einem externen Gerät,
- c) Anzeigen einer Anweisung an einen Nutzer wonach an einem Fahrzeugreifen an einer vorgegeben Reifenposition eine Druckmanipulation erfolgen soll,
- d) Durchführen der Druckmanipulation an dem Fahrzeugreifen mit der vorgegebenen Reifenposition,
- e) Detektieren der Druckmanipulation mit dem externen Gerät,
- f) Zuordnung des jeweiligen Reifenmoduls zu der vorgegebenen Reifenposition,
- g) Speichern der dem Reifenmodul zugeordneten Reifenposition mit dem externen Eingabegerät.
- Ein Vorteil der Erfindung ist insbesondere darin zu sehen, dass durch das erfindungsgemäße Verfahren eine einfache und sichere Zuordnung der Reifenmodule zu den einzelnen Reifenpositionen am Fahrzeug erfolgt.
Mit dem neuen Verfahren lässt sich dadurch die Zuordnung der Reifenmodule zu den einzelnen Reifenpositionen einfach und schnell durchführen.
Der Einsatz eines externen Gerätes hat den Vorteil, dass keine Sende- und Empfangsvorrichtung am Fahrzeug angeordnet werden muss. Das externe Gerät kann beispielsweise auf dem Parkplatz eines Flottenbetreibers stehen und für eine Vielzahl von Fahrzeugen genutzt werden. Das externe Gerät kann ebenfalls beispielsweise ein Smart Device sein, das für eine Vielzahl von Fahrzeugen an verschiedenen Orten genutzt werden kann. - In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass mit der Druckmanipulation ein vorgegebener Solldruckwert an dem Fahrzeugreifen eingestellt wird.
Den Solldruckwert kann der Nutzer beispielsweise aus einer Tabelle für verschiedene Fahrzeugreifen ablesen. - In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der am Fahrzeugreifen eingestellte Solldruckwert als Referenzdruckwert für die Drucküberwachung genutzt wird.
Der Solldruckwert wird an die Empfangsvorrichtung weitergeleitet und wird anschließend als Referenzdruckwert für die Drucküberwachung genutzt. Dadurch muss der Referenzdruckwert nicht gesondert eingestellt werden. - In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das externe Gerät eine stationäre Messstation ist, wobei die Messstation alle Messdaten erfasst und an eine Software-System in einer Cloud weiterleitet.
- Mit der stationären Messstation können die Daten aus den Reifenmodulen einfach und schnell ausgelesen werden.
- In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Drucküberwachung der einzelnen Fahrzeugreifen mit dem Software-System in der Cloud erfolgt.
Dadurch kann ein Flottenbetreiber auf einfache Weise benachrichtigt werden, wenn an einzelnen Fahrzeugreifen der Reifendruck justiert werden sollte. - In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das externe Gerät dem Nutzer über eine Anzeige die Reihenfolge der Druckmanipulationen an den einzelnen Fahrzeugreifen vorgibt.
Dadurch wird eine fehlerhafte Zuordnung von Reifenmodulen zu einzelnen Fahrzeugreifen weitestgehend vermieden. - In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das externe Gerät am Anfang die Fahrzeugkonfiguration des Fahrzeuges ermittelt und der Software auf dem externen Gerät zur Verfügung stellt, wobei die Fahrzeugkonfiguration zumindestens die Anzahl der Fahrzeugreifen pro Fahrzeugachse umfasst.
Dadurch wird die Zuordnung der einzelnen Reifenmodule zu den einzelnen Fahrzeugreifen wesentlich vereinfacht. - Anhand eines Ausführungsbeispiels wird die Erfindung im Folgenden näher beschrieben.
- Es zeigt:
-
1 : Ein Ablaufdiagramm für die einzelnen Verfahrensschritte. - Die
1 zeigt ein Ausführungsbeispiel für ein Ablaufdiagramm.
Ein beliebiges Fahrzeug wird mit einer Vielzahl von Fahrzeugreifen ausgestattet. Bei einem Nutzfahrzeug kann es sich beispielsweise um eine Zugmaschine handeln, die an der Lenkachse zwei Fahrzeugreifen und an der Antriebsachse vier Fahrzeugreifen aufweist.
Auf der Reifeninnenseite der Fahrzeugreifen ist jeweils an einer Position ein Reifenmodul angeordnet. In den Reifenmodulen sind eine Vielzahl von Sensoren angeordnet, u.a. zumindest ein Reifendrucksensor und ein Beschleunigungssensor.
Das Fahrzeug wird zunächst neben einer Messstation geparkt, welches z.B. in einer Werkstatt oder auf dem Parkplatz eines Flottenbetreibers steht. Beim ersten Verfahrensschritt erfolgt auf dem externen Gerät, welches z.B. die Messstation ist, eine Anweisung an den Nutzer, dass er an einem bestimmten Fahrzeugreifen eine Druckmanipulation durchführen soll. Beim zweiten Verfahrensschritt führt der Nutzer die angezeigte Druckmanipulation am Fahrzeugreifen durch. Im Normalfall wird dabei der Solldruckwert für den Fahrzeugreifen eingestellt, den der Nutzer z.B. aus einer Tabelle ablesen kann. Beim dritten Verfahrensschritt detektiert das jeweilige Reifenmodul im Fahrzeugreifen den veränderten Druckwert und sendet den gemessenen Druckwert an das externe Gerät. Beim vierten Verfahrensschritt weist das externe Gerät das detektierte Reifenmodul einer bestimmten Reifenposition am Fahrzeug zu. Beim fünften Verfahrensschritt erfolgt bei Bedarf eine Wiederholung der Verfahrensschritte für mehrere weitere oder alle Fahrzeugreifen am Fahrzeug. Die eingestellten Solldruckwerte werden von dem externen Gerät erfasst und als Referenzdruckwerte für die Drucküberwachung verwendet. Die erfassten Daten werden an eine Software in der Cloud im Internet weitergeleitet. Für den Fall, dass später einer der Fahrzeugreifen am Fahrzeug einen Minderdruck aufweist, erfolgt eine Warnmeldung durch das System. Der Flottenbetreiber bekommt dann von der Software eine Mitteilung, dass er an einem bestimmten Fahrzeugreifen den Reifendruck justieren sollte. - Bezugszeichenliste
-
- 1
- Anweisung auf dem externen Gerät an den Nutzer: Führe Druckmanipulation an Fahrzeugreifen x durch
- 2
- Druckmanipulation erfolgt an Fahrzeugreifen x
- 3
- Reifenmodul y detektiert den veränderten Druckwert und sendet den Druckwert an externes Gerät
- 4
- Externes Gerät weist Reifenmodul z einer bestimmten Reifenposition zu
- 5
- Wiederholung für weitere Fahrzeugreifen am Fahrzeug
Claims (7)
- Verfahren für eine Zuordnung von Reifenmodulen zu unterschiedlichen Reifenpositionen an einem Fahrzeug mit folgenden Schritten: a) Bereitstellen von Fahrzeugreifen mit Reifenmodulen mit einer Sende- und Empfangseinheit für eine Funkübertragung, b) Starten einer Software für eine Zuordnung von Reifenmodulen zu Reifenpositionen auf einem externen Gerät, c) Anzeigen einer Anweisung (1) an einen Nutzer wonach an einem Fahrzeugreifen an einer vorgegeben Reifenposition eine Druckmanipulation erfolgen soll, d) Durchführen der Druckmanipulation (2) an dem Fahrzeugreifen mit der vorgegebenen Reifenposition, e) Detektieren der Druckmanipulation (3) mit dem externen Gerät, wobei das externe Gerät von dem jeweiligen Reifenmodul über eine Funkverbindung Informationen zur Druckmanipulation an dem Fahrzeugreifen empfängt, f) Zuordnung des jeweiligen Reifenmoduls (4) zu der vorgegebenen Reifenposition, g) Speichern der dem Reifenmodul zugeordneten Reifenposition mit dem externen Eingabegerät.
- Verfahren nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass mit der Druckmanipulation ein vorgegebener Solldruckwert an dem Fahrzeugreifen eingestellt wird. - Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der am Fahrzeugreifen eingestellte Solldruckwert als Referenzdruckwert für die Drucküberwachung genutzt wird.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das externe Gerät eine stationäre Messstation ist, wobei die Messstation alle Messdaten erfasst und an ein Software-System in einer Cloud weiterleitet.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drucküberwachung der einzelnen Fahrzeugreifen mit dem Software-System in einer Cloud erfolgt.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das externe Gerät dem Nutzer über eine Anzeige die Reihenfolge der Druckmanipulationen an den einzelnen Fahrzeugreifen vorgibt.
- Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das externe Gerät am Anfang die Fahrzeugkonfiguration des Fahrzeuges ermittelt und diese der Software auf dem externen Gerät zur Verfügung stellt, wobei die Fahrzeugkonfiguration zumindestens die Anzahl der Fahrzeugreifen pro Fahrzeugachse umfasst.
Priority Applications (1)
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| DE102023200096.2A DE102023200096A1 (de) | 2023-01-09 | 2023-01-09 | Verfahren für eine Zuordnung von Reifenmodulen zu unterschiedlichen Reifenpositionen an einem Fahrzeug |
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Publications (1)
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| DE102023200096A1 true DE102023200096A1 (de) | 2024-07-11 |
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Family Applications (1)
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| DE102023200096.2A Pending DE102023200096A1 (de) | 2023-01-09 | 2023-01-09 | Verfahren für eine Zuordnung von Reifenmodulen zu unterschiedlichen Reifenpositionen an einem Fahrzeug |
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| DE (1) | DE102023200096A1 (de) |
-
2023
- 2023-01-09 DE DE102023200096.2A patent/DE102023200096A1/de active Pending
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