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EINLEITUNG
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Der Gegenstand der Offenbarung bezieht sich auf persönliche Mobilitätsvorrichtungen, insbesondere auf die Lagerung und den Transport von persönlichen Mobilitätsvorrichtungen.
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Die Druckschrift US 2012 / 0 018 968 A1 offenbart eine persönliche Mobilitätsvorrichtung umfassend Räder, eine Stange, einen Griff und ein Trittbrett mit einem Trittbrettscharnier. Die Druckschrift
CN 2 02 608 994 U offenbart ein weiteres Beispiel für eine persönliche Mobilitätsvorrichtung.
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Persönliche Mobilitätsvorrichtungen, wie z.B. Roller, sind relativ kleine, tragbare Geräte, die beim Pendeln, bei Besorgungen und ähnlichem nützlich sein können. Häufig werden solche Geräte eingesetzt, um einen Arbeitsweg von dem Ort aus, an dem ein Fahrzeug geparkt ist, oder von einem anderen Ort aus, z.B. einem Bahnhof, fortzusetzen.
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Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, eine persönliche Mobilitätsvorrichtung bereitzustellen, die kompakt ist und sich leicht tragen oder anderweitig transportieren lässt.
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ZUSAMMENFASSUNG
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Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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In einer beispielhaften Ausführungsform umfasst eine persönliche Mobilitätsvorrichtung ein Trittbrett, Räder, die an gegenüberliegenden Enden des Trittbretts angeordnet sind, eine Stange, die sich an einem proximalen Ende von einem ersten Rad der Räder erstreckt, und einen Griff, der sich an einem distalen Ende der Stange befindet. Das Trittbrett umfasst ein Trittbrettscharnier, das sich zwischen einem ersten Trittbrettende und einem zweiten Trittbrettende befindet, und eine Trittbrettverriegelung, die funktional mit dem Trittbrettscharnier verbunden ist, um das Trittbrett in einer ausgefahrenen Position zu halten, und die so konfiguriert ist, dass das Lösen der Trittbrettverriegelung das Zusammenklappen des Trittbretts um das Trittbrettscharnier in eine zusammengeklappte Position ermöglicht.
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Zusätzlich zu einem oder mehreren der hier beschriebenen Merkmale verbindet eine erste Radhalterung das erste Rad mit dem Trittbrett, und eine zweite Radhalterung verbindet ein zweites Rad der Räder mit dem Trittbrett. Die Trittbrettverriegelung ist mit der ersten Radhalterung und der zweiten Radhalterung funktional verbunden, so dass das Lösen der Trittbrettverriegelung eine Drehung der ersten Radhalterung und der zweiten Radhalterung relativ zum Trittbrett ermöglicht.
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Zusätzlich zu einem oder mehreren der hier beschriebenen Merkmale umfasst die Trittbrettverriegelung einen Verriegelungskörper, der um eine Verriegelungskörperachse drehbar ist, einen Trittbrettverriegelungsarm, der sich von dem Verriegelungskörper aus erstreckt und für den Eingriff mit einer komplementären Trittbrettlasche konfiguriert ist, um das Trittbrett in der ausgefahrenen Position zu halten. Ein erster Radfreigabearm erstreckt sich von dem Verriegelungskörper und ist funktional mit der ersten Radhalterung verbunden, um die erste Radhalterung durch Betätigung der Trittbrettverriegelung selektiv freizugeben. Ein zweiter Radfreigabearm erstreckt sich vom Verriegelungskörper und ist funktional mit der zweiten Radhalterung verbunden, um die zweite Radhalterung durch Betätigung der Trittbrettverriegelung selektiv freizugeben.
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Zusätzlich zu einem oder mehreren der hier beschriebenen Merkmale sind der erste Radfreigabearm und der zweite Radfreigabearm über einen Draht oder ein Band mit der ersten Radhalterung und der zweiten Radhalterung funktional verbunden.
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Zusätzlich zu einem oder mehreren der hier beschriebenen Merkmale ist das erste Rad zumindest teilweise mit dem zweiten Rat verschachtelt, wenn sich das Trittbrett in der zusammengeklappten Position befindet.
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Zusätzlich zu einem oder mehreren der hier beschriebenen Merkmale befindet sich das Trittbrettscharnier in der Mitte zwischen dem ersten Trittbrettende und dem zweiten Trittbrettende.
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Zusätzlich zu einem oder mehreren der hier beschriebenen Merkmale umfasst die Stange einen unteren Stangenteil, der funktional mit dem ersten Rad verbunden ist, und einen oberen Stangenteil, der funktional mit dem unteren Stangenteil und dem Griff verbunden ist. Der obere Stangenteil ist so konfiguriert, dass er wahlweise im unteren Stangenteil bewegt werden kann, um die Länge der Stange zu verkürzen.
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Zusätzlich zu einem oder mehreren der hier beschriebenen Merkmale ist ein Stangenanschlag so konfiguriert, dass er den oberen Stangenteil in einer ausgefahrenen Position relativ zum unteren Stangenteil festhält. Der Stangenanschlag ist selektiv lösbar, um eine Bewegung des oberen Stangenteils in den unteren Stangenteil zu ermöglichen.
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Zusätzlich zu einem oder mehreren der hier beschriebenen Merkmale ist mit dem unteren Stangenteil eine Stangenverriegelung funktional verbunden. Die Stangenverriegelung ist so konfiguriert, dass sie die Stange in einer aufrechten Position relativ zum Trittbrett hält und das Zusammenklappen der Stange in Richtung des Trittbretts ermöglicht, wenn die Stangenverriegelung gelöst wird.
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Zusätzlich zu einem oder mehreren der hier beschriebenen Merkmale ist die Stangenverriegelung so konfiguriert, dass sie automatisch gelöst wird, wenn der obere Stangenteil in den unteren Stangenteil abgesenkt wird.
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Zusätzlich zu einem oder mehreren der hier beschriebenen Merkmale umfasst der Griff einen mit der Stange verbundenen Griffhauptkörper und einen ersten Griffarm, der sich von einer ersten Seite des Griffhauptkörpers aus erstreckt. Der erste Griffarm ist um einen ersten Armzapfen relativ zum Griffhauptkörper schwenkbar. Ein zweiter Griffarm erstreckt sich von einer zweiten Seite des Griffhauptkörpers gegenüber der ersten Seite und ist um einen zweiten Armzapfen relativ zum Griffhauptkörper schwenkbar. Der erste Armzapfen ist nicht koaxial mit dem zweiten Armzapfen.
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Zusätzlich zu einem oder mehreren der hier beschriebenen Merkmale ist ein Elektromotor funktional mit dem ersten Rad verbunden, um die persönliche Mobilitätsvorrichtung anzutreiben.
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In einer anderen beispielhaften Ausführungsform umfasst eine persönliche Mobilitätsvorrichtung ein Trittbrett, Räder, die an gegenüberliegenden Enden des Trittbretts angeordnet sind, und eine Stange, die sich an einem proximalen Ende von einem ersten Rad der Räder erstreckt. Die Stange umfasst einen unteren Stangenteil, der funktional mit dem ersten Rad verbunden ist, und einen oberen Stangenteil, der funktional mit dem unteren Stangenteil und einem Griff verbunden ist. Der obere Stangenteil ist so konfiguriert, dass er wahlweise im unteren Stangenteil bewegt werden kann, um die Länge der Stange zu verkürzen. Mit dem unteren Stangenteil ist eine Stangenverriegelung funktional verbunden. Die Stangenverriegelung ist so konfiguriert, dass sie die Stange in einer aufrechten Position relativ zum Trittbrett hält und das Zusammenklappen der Stange in Richtung des Trittbretts ermöglicht, wenn die Stangenverriegelung gelöst wird. Die Stangenverriegelung ist so konfiguriert, dass sie automatisch freigegeben wird, wenn der obere Stangenteil in den unteren Stangenteil abgesenkt wird.
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Zusätzlich zu einem oder mehreren der hier beschriebenen Merkmale umfasst die Stangenverriegelung einen unteren Scharnierteil, der mit dem ersten Rad verbunden ist, einen oberen Scharnierteil, der mit dem unteren Stangenteil verbunden ist und mit dem unteren Scharnierteil über einen Scharnierzapfen verbunden ist, und eine Verbinderverriegelung, die so gestaltet ist, dass sie den oberen Scharnierteil mit dem unteren Scharnierteil verriegelt.
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Zusätzlich zu einem oder mehreren der hier beschriebenen Merkmale ist ein Freigabestift funktional mit der Verbinderverriegelung verbunden und erstreckt sich durch den unteren Stangenteil. Der Entriegelungsstift ist so konfiguriert, dass das Absenken des oberen Stangenteils in den unteren Stangenteil den oberen Stangenteil mit dem Entriegelungsstift in Eingriff bringt, wodurch die Entriegelung der Verbinderverriegelung erzwungen wird und das Zusammenklappen der Stange in Richtung Trittbrett ermöglicht wird.
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Zusätzlich zu einem oder mehreren der hier beschriebenen Merkmale befindet sich am distalen Ende der Stange ein Griff. Der Griff umfasst einen Griffhauptkörper, der mit der Stange verbunden ist, und einen ersten Griffarm, der sich von einer ersten Seite des Griffhauptkörpers aus erstreckt. Der erste Griffarm ist um einen ersten Armzapfen relativ zum Griffhauptkörper schwenkbar. Ein zweiter Griffarm erstreckt sich von einer zweiten Seite des Griffhauptkörpers gegenüber der ersten Seite und ist um einen zweiten Armzapfen relativ zum Griffhauptkörper schwenkbar. Der erste Armzapfen ist nicht koaxial mit dem zweiten Armzapfen.
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Zusätzlich zu einem oder mehreren der hier beschriebenen Merkmale umfasst das Trittbrett ein Trittbrettscharnier, das zwischen einem ersten Trittbrettende und einem zweiten Trittbrettende positioniert ist, und eine Trittbrettverriegelung, die funktional mit dem Trittbrettscharnier verbunden ist, um das Trittbrett in einer ausgefahrenen Position zu halten, und so konfiguriert ist, dass das Lösen der Trittbrettverriegelung das Zusammenklappen des Trittbretts um das Trittbrettscharnier in eine zusammengeklappte Position ermöglicht.
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Zusätzlich zu einem oder mehreren der hier beschriebenen Merkmale verbindet eine erste Radhalterung das erste Rad mit dem Trittbrett, und eine zweite Radhalterung verbindet ein zweites Rad der Räder mit dem Trittbrett. Die Trittbrettverriegelung ist mit der ersten Radhalterung und der zweiten Radhalterung funktional verbunden, so dass das Lösen der Trittbrettverriegelung eine Drehung der ersten Radhalterung und der zweiten Radhalterung relativ zum Trittbrett ermöglicht.
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Zusätzlich zu einem oder mehreren der hier beschriebenen Merkmale umfasst die Trittbrettverriegelung einen Verriegelungskörper, der um eine Verriegelungskörperachse drehbar ist, und einen Trittbrettverriegelungsarm, der sich von dem Verriegelungskörper aus erstreckt und für den Eingriff mit einer komplementären Trittbrettlasche konfiguriert ist, um das Trittbrett in der ausgefahrenen Position zu halten. Ein erster Radfreigabearm erstreckt sich von dem Verriegelungskörper und ist funktional mit der ersten Radhalterung verbunden, um die erste Radhalterung durch Betätigung der Trittbrettverriegelung selektiv freizugeben. Ein zweiter Radfreigabearm erstreckt sich vom Verriegelungskörper und ist funktional mit der zweiten Radhalterung verbunden, um die zweite Radhalterung durch Betätigung der Trittbrettverriegelung selektiv freizugeben.
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Zusätzlich zu einem oder mehreren der hier beschriebenen Merkmale sind der erste Radfreigabearm und der zweite Radfreigabearm über einen Draht oder ein Band mit der ersten Radhalterung und der zweiten Radhalterung funktional verbunden.
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Die obigen Merkmale und Vorteile sowie weitere Merkmale und Vorteile der Offenbarung sind aus der folgenden detaillierten Beschreibung in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen ohne weiteres ersichtlich.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Weitere Merkmale, Vorteile und Details sind nur beispielhaft in der folgenden ausführlichen Beschreibung aufgeführt, wobei sich die ausführliche Beschreibung auf die Zeichnungen bezieht, in denen gilt:
- 1 ist eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer persönlichen Mobilitätsvorrichtung;
- 2 ist eine Ansicht von unten auf ein Trittbrett einer persönlichen Mobilitätsvorrichtung;
- 3 ist eine perspektivische Ansicht einer teilweise zusammengeklappten persönlichen Mobilitätsvorrichtung;
- 4 ist eine perspektivische Ansicht einer zusammengeklappten persönlichen Mobilitätsvorrichtung;
- 5 ist eine Darstellung einer Ausführungsform einer Trittbrettverriegelung einer persönlichen Mobilitätsvorrichtung;
- 6 ist eine Darstellung einer Stange einer persönlichen Mobilitätsvorrichtung in ausgefahrener Position;
- 7 ist eine Darstellung einer Stange einer persönlichen Mobilitätsvorrichtung, die in eine zusammengeklappte Position gebracht wird;
- 8 ist eine Darstellung einer Ausführungsform einer Stangenverriegelung einer persönlichen Mobilitätsvorrichtung;
- 9 stellt das Lösen einer Stangenverriegelung einer Ausführungsform einer persönlichen Mobilitätsvorrichtung dar;
- 10 stellt eine Ausführungsform einer Griffanordnung einer persönlichen Mobilitätsvorrichtung in einer ausgefahrenen Position dar; und
- 11 stellt eine Ausführungsform einer Griffanordnung einer persönlichen Mobilitätsvorrichtung in einer zusammengeklappten Position dar.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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Die folgende Beschreibung ist lediglich beispielhafter Natur. Es sollte verstanden werden, dass in den Zeichnungen entsprechende Bezugszahlen gleiche oder entsprechende Teile und Merkmale bezeichnen.
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Gemäß einer beispielhaften Ausführungsform ist in 1 eine beispielhafte persönliche Mobilitätsvorrichtung 10 dargestellt. Die persönliche Mobilitätsvorrichtung 10 hat die Form eines Rollers und umfasst Räder 12, 14, die mit einem Trittbrett 16 verbunden sind. Ein Griff 18 ist so konfiguriert, dass er von einem Benutzer gehalten werden kann, während er die persönliche Mobilitätsvorrichtung 10 bedient. Eine Stange 20 erstreckt sich an einem proximalen Ende vom Rad 12 bis zu einem proximalen Ende am Griff 18. Der Griff 18 ist über die Stange 20 mit dem Trittbrett 16 und/oder einem der Räder 12, 14 verbunden. Obwohl hier zwei Räder 12, 14 abgebildet und beschrieben sind, ist Fachleuten klar, dass die persönliche Mobilitätsvorrichtung 10 auch eine andere Anzahl von Rädern aufweisen kann, z.B. drei oder vier Räder. In der Ausführungsform von 1 sind die Räder ein Vorderrad 12 an einem ersten Trittbrettende 22, das der Stange 20 am nächsten liegt, und ein Hinterrad 14 an einem zweiten Trittbrettende 24 abgewandt von dem ersten Trittbrettende 22. In einigen Ausführungsformen wird die persönliche Mobilitätsvorrichtung 10 von einem Elektromotor 26 angetrieben, der gemäß Darstellung in das Vorderrad 12 oder alternativ in das Trittbrett 16 eingebaut sein kann. Ein wiederaufladbares Energiespeichersystem (RESS bzw. rechargeable energy storage system) 28, z.B. eine Batterie bzw. Akku, befindet sich z.B. am Vorderrad 12 oder im Trittbrett 16 und ist mit dem Elektromotor 26 verbunden, um mindestens eines der Räder 12, 14 anzutreiben und die persönliche Mobilitätsvorrichtung 10 anzutreiben. In solchen elektrisch betriebenen Ausführungen kann der Griff 18 Bedienelemente wie einen Gashebel und/oder einen Bremshebel zur Steuerung des Betriebs der persönlichen Mobilitätsvorrichtung 10 enthalten.
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Das Vorderrad 12 ist um eine Vorderradachse 34 drehbar und mit dem Trittbrett 16 über eine Vorderradhalterung 36 verbunden, die sich vom Vorderrad 12 zum Trittbrett 16 erstreckt. In ähnlicher Weise ist das Hinterrad 14 um eine Hinterradachse 38 drehbar und mit dem Trittbrett 16 über eine Hinterradhalterung 40 verbunden, die sich vom Hinterrad 14 zum Trittbrett 16 erstreckt.
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Um die Tragbarkeit der persönlichen Mobilitätsvorrichtung 10 zu verbessern, ist eine Reihe von Merkmalen vorgesehen, die die persönliche Mobilitätsvorrichtung 10 auf eine kompaktere Konfiguration für den Transport und/oder die Aufbewahrung reduzieren, wie im Folgenden näher beschrieben wird.
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In 2 ist das Trittbrett 16 mit einem Trittbrettscharnier 42 versehen, das sich z.B. in der Mitte der Trittbrettlänge zwischen dem Vorderrad 12 und dem Hinterrad 14 befindet. Das Trittbrettscharnier 42 ermöglicht das Umklappen des Trittbretts 16 zwischen einer ausgefahrenen Position, wie in 2 gezeigt, in der die persönliche Mobilitätsvorrichtung 10 von einem Benutzer gefahren werden kann, und einer zusammengeklappten Position, wie in 3 und 4 gezeigt, zum Aufbewahren oder Tragen der persönlichen Mobilitätsvorrichtung 10 durch den Benutzer. Wie in 2 gezeigt, ist am Trittbrett 16 eine Trittbrettverriegelung 44 angeordnet, um das Trittbrett 16 in der ausgefahrenen Position zu verriegeln und das Trittbrett 16 aus der ausgefahrenen Position freizugeben, damit das Trittbrett 16 um das Trittbrettscharnier 42 zusammengeklappt werden kann.
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In 5 ist eine beispielhafte Ausführungsform einer Trittbrettverriegelung 44 dargestellt. Die Trittbrettverriegelung 44 umfasst einen Verriegelungskörper 46 und einen Verriegelungsgriff 48 an einem ersten Ende des Verriegelungskörpers 46, der so konfiguriert ist, dass der Benutzer die Trittbrettverriegelung 44 einrasten oder lösen kann. In einigen Ausführungsformen, wie z.B. in 1, ist der Verriegelungsgriff 48 für den normalen Betrieb der persönlichen Mobilitätsvorrichtung 10 bündig mit dem Trittbrett 16 angeordnet. Um die Trittbrettverriegelung 44 zu benutzen, wird der Verriegelungsgriff 48 um eine Verriegelungsgriffachse 50 nach oben gedreht, damit der Benutzer den Verriegelungsgriff 48 leichter greifen kann. Die Trittbrettverriegelung 44 umfasst außerdem einen Trittbrettverriegelungsarm 52, der sich vom Verriegelungskörper 44 nach außen erstreckt und in eine komplementäre Trittbrettlasche 54 (in 2 dargestellt) eingreift, um das Trittbrett 16 in der ausgefahrenen Position zu verriegeln. Zur Betätigung der Trittbrettverriegelung 44, um den Trittbrettverriegelungsarm 52 von der Trittbrettlasche 54 zu lösen, wird der Verriegelungskörper 46 mit Hilfe des Verriegelungsgriffs 48 um eine Verriegelungskörperachse 56 gedreht. Dadurch wird der Trittbrettverriegelungsarm 52 aus dem Eingriff mit der Trittbrettlasche 54 gedreht, so dass das Trittbrett 16 um das Trittbrettscharnier 42 geklappt werden kann.
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Wie auch in 2 dargestellt, umfasst die Trittbrettverriegelung 44 außerdem einen Hinterradfreigabearm 58 und einen Vorderradfreigabearm 60, die sich jeweils vom Verriegelungskörper 46 nach außen erstrecken. Der Hinterradfreigabearm 58 ist z.B. über einen Passfederfreigabedraht 64 funktional mit einer Hinterradpassfeder 62 verbunden. Die Hinterradpassfeder 62 hält die Hinterradhalterung 40 und damit das Hinterrad 14 in einer Betriebsposition relativ zum Trittbrett 16. In ähnlicher Weise ist der Vorderradfreigabearm 60 z.B. über einen Verriegelungsfreigabedraht 68 funktional mit einer Vorderradverriegelung 66 verbunden. Die Vorderradverriegelung 66 hält die Vorderradhalterung 36 und damit das Vorderrad 12 in einer Betriebsposition relativ zum Trittbrett 16. Die Hinterradpassfeder 62, der Passfederfreigabedraht 64, die Vorderradverriegelung 66 und der Verriegelungsfreigabedraht 68, wie sie dargestellt sind, sind lediglich beispielhafte Strukturen, und Fachleuten ist klar, dass andere geeignete Strukturen verwendet werden können, um das Vorderrad 12 und das Hinterrad 14 zu halten. Die Trittbrettverriegelung 44 ist so konfiguriert, dass, wenn der Verriegelungskörper 46 über den Verriegelungsgriff 48 gedreht wird, um den Trittbrettverriegelungsarm 52 von der Trittbrettlasche 54 zu lösen, der Passfederfreigabedraht 64 und der Verriegelungsfreigabedraht 68 so wirken, dass die Hinterradpassfeder 62 von der Hinterradhalterung 40 bzw. die Vorderradverriegelung 66 von der Vorderradhalterung 36 gelöst werden. Dadurch können die Hinterradhalterung 40 und die Vorderradhalterung 36 relativ zum Trittbrett 16 gedreht werden, so dass das Hinterrad 14 zumindest teilweise mit dem Vorderrad 12 verschachtelt ist, wenn sich die persönliche Mobilitätsvorrichtung 10 in der zusammengeklappten Position befindet (dargestellt in 4).
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Die Stange 20 der persönlichen Mobilitätsvorrichtung 10 ist so konfiguriert, dass sie in eine Stangenverstauposition umgeklappt werden kann, wie in 4 dargestellt. Dies wird durch Merkmale erreicht, die im Folgenden näher beschrieben werden. Die Stange 20 ist in 6 in einer ausgefahrenen Position dargestellt. Die Stange 20 umfasst eine obere Stange 70 und eine untere Stange 72, wobei die obere Stange 70 im Inneren der unteren Stange 72 in einer teleskopischen Anordnung verschiebbar ist. Die Stange 20 umfasst ferner einen Stangenanschlag 74, der an der unteren Stange 72 befestigt ist und sich durch eine Anschlagöffnung 76 in der oberen Stange 70 erstreckt, um die obere Stange 70 in einer ausgefahrenen Position relativ zur unteren Stange 72 zu halten. In einigen Ausführungsformen wird der Stangenanschlag 74 durch ein Federelement, z.B. eine Blattfeder 78, die den Stangenanschlag 74 mit der unteren Stange 72 verbindet, zur Anschlagöffnung 76 hin vorgespannt.
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Um die obere Stange 70 in die untere Stange 72 einzuschieben, zieht der Benutzer den Stangenanschlag 74 nach außen, um den Stangenanschlag 74 aus der Anschlagöffnung 76 zu entfernen (siehe 7). Dadurch kann der Benutzer die obere Stange 70 in die untere Stange 72 absenken.
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Wie in 6 gezeigt, ist die Stange 20 mit der Vorderradhalterung 36 über eine Stangenverriegelung 80 verbunden, die in 8 näher dargestellt ist. Die Stangenverriegelung 80 umfasst eine Verriegelungsscharnieranordnung 82 mit einem unteren Scharnierteil 84, der an der Vorderradhalterung 36 befestigt ist, und einem oberen Scharnierteil 86, der mit dem unteren Scharnierteil 84 über einen Scharnierzapfen 88 verbunden ist. Der obere Scharnierteil 86 ist mit der unteren Stange 72 verbunden, so dass, wenn der obere Scharnierteil 86 um den Scharnierzapfen 88 gedreht wird, die Stange 20 zwischen einer aufrechten Position wie in 1 und einer verstauten Position wie in 4 bewegt wird. Wie in 8 gezeigt, wird die Stange 20 durch eine Verbinderverriegelung 90, die über einen Verriegelungsstift 92 schwenkbar mit dem oberen Scharnierteil 86 verbunden ist, in der aufrechten Position gehalten. Wenn sich die Stange 20 in der aufrechten Position befindet, greift die Verbinderverriegelung 90 in den unteren Scharnierteil 84 ein, um die Stange 20 in der aufrechten Position zu halten. Ein Freigabestift 94 erstreckt sich durch die untere Stange 72 und wird beispielsweise durch eine Freigabefeder 96 vorgespannt, die sich zwischen der unteren Stange 72 und der Verbinderverriegelung 90 befindet, um die Verbinderverriegelung 90 in Richtung des Eingriffs mit dem unteren Scharnierteil 84 vorzuspannen.
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In 9 wird die Verbinderverriegelung 90 in eine gelöste Position gebracht, um die Bewegung der Stange 20 aus der aufrechten Position in die verstaute Position zu ermöglichen. Um dies zu erreichen, wird der Freigabestift 94 gegen die Vorspannung der Freigabefeder 96 durch die untere Stange 72 bewegt. Durch diese Bewegung wird wiederum die Verbinderverriegelung 90 um den Verriegelungsstift 92 bewegt, um die Verbinderverriegelung 90 aus dem Eingriff mit dem unteren Scharnierteil 84 zu lösen, wodurch die Bewegung der Stange 20 in die verstaute Position ermöglicht wird. In einigen Ausführungsformen erfolgt die Freigabe der Verbinderverriegelung 90 automatisch mit dem Einschieben der oberen Stange 70 in die untere Stange 72. In solchen Ausführungsformen weist der Freigabestift 94 eine schräge Stiftfläche 98 auf, die sich in Richtung der oberen Stange 70 erstreckt. Die obere Stange 70 umfasst einen oberen Stangenstift 100, der sich von einer inneren Stangenoberfläche 102 nach innen erstreckt. Wenn die obere Stange 70 in die untere Stange 72 eingeschoben wird, bewegt sich der obere Stangenstift 100 in Eingriff mit der schrägen Stiftfläche 98 des Freigabestifts 94. Durch diesen Eingriff wird der Freigabestift 94 gegen die Vorspannung der Freigabefeder 96 durch die untere Stange 72 gedrückt, wodurch die Verriegelung der Verbinderverriegelung 90 vom unteren Scharnierteil 84 gelöst wird.
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In den 10 und 11 ist der Griff 18 zwischen einer ausgefahrenen Position, wie in 10 dargestellt, und einer verstauten Position, wie in 11 gezeigt, beweglich. Der Griff 18 umfasst einen Hauptkörper 104, an dem der Griff 18 mit der oberen Stange 70 verbunden ist. Ein erster Griffarm 106 erstreckt sich von einer ersten Lateralseite des Hauptkörpers 104, und ein zweiter Griffarm 108 erstreckt sich von einer zweiten Lateralseite des Hauptkörpers 104. Der erste Griffarm 106 ist an einem ersten Griffzapfen 110 schwenkbar mit dem Hauptkörper 104 verbunden. In einigen Ausführungsformen befindet sich der erste Griffzapfen 110 an der Mittelachse 112 des Hauptkörpers. In ähnlicher Weise ist der zweite Griffarm 108 an einem zweiten Griffzapfen 114 schwenkbar mit dem Hauptkörper 104 verbunden. In einigen Ausführungsformen ist der zweite Griffzapfen 114 weg von der Mittelachse 112 des Hauptkörpers versetzt und beabstandet. Der erste Griffarm 106 und der zweite Griffarm 108 sind jeweils in der ausgefahrenen Position durch eine erste Griffarmverriegelung 116 und eine zweite Griffarmverriegelung 118 verriegelbar. Die erste Griffarmverriegelung 116 und die zweite Griffarmverriegelung 118 sind federbelastet, um die erste Griffarmverriegelung 116 und die zweite Griffarmverriegelung 118 in Richtung eines Eingriffs mit dem ersten Griffarm 106 bzw. dem zweiten Griffarm 108 vorzuspannen, um den ersten Griffarm 106 und den zweiten Griffarm 108 in der ausgefahrenen Position zu halten.
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Der erste Griffarm 106 kann in die verstaute Position bewegt werden, indem zunächst die erste Griffarmverriegelung 116 gelöst wird, indem in einigen Ausführungsformen die erste Griffarmverriegelung 116 gegen eine Vorspannkraft der ersten Griffarmverriegelung 116 nach außen bewegt wird. Der erste Griffarm 106 kann dann um den ersten Griffzapfen 110 gedreht werden. In ähnlicher Weise kann der zweite Griffarm 108 in die verstaute Position bewegt werden, indem die zweite Griffarmverriegelung 118 gelöst und dann der zweite Griffarm 108 um den zweiten Griffdrehpunkt 114 in Richtung des ersten Griffarms 106 gedreht wird. Wie in 11 gezeigt, werden der verstaute erste Griffarm 106 und der zweite Griffarm 108 in der verstauten Position gesichert, indem z.B. die Verriegelung des ersten Griffarms 116 mit der Verriegelung des zweiten Griffarms 118 verriegelt wird. Dadurch wird verhindert, dass sich der erste Griffarm 106 und der zweite Griffarm 108 unbeabsichtigt in ihre jeweilige ausgefahrene Position bewegen.
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Die hierin offenbarten Merkmale der persönlichen Mobilitätsvorrichtung 10 ermöglichen es, dass die persönliche Mobilitätsvorrichtung 10 in eine kompakte Form zusammengeklappt und/oder eingeschoben werden kann, was den Transport und/oder die Aufbewahrung der persönlichen Mobilitätsvorrichtung 10 bei Nichtgebrauch erleichtert.
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Die Begriffe „ein“ und „eine“ bedeuten keine Mengenbegrenzung, sondern bezeichnen das Vorhandensein von mindestens einem der genannten Gegenstände. Der Begriff „oder“ bedeutet „und/oder“, sofern sich aus dem Kontext nicht eindeutig etwas anderes ergibt. Wenn in der gesamten Beschreibung von „einem Aspekt“ die Rede ist, bedeutet dies, dass ein bestimmtes Element (z.B. ein Merkmal, eine Struktur, ein Schritt oder eine Eigenschaft), das im Zusammenhang mit dem Aspekt beschrieben wird, in mindestens einem der hier beschriebenen Aspekte enthalten ist und in anderen Aspekten vorhanden sein kann oder nicht. Es versteht sich von selbst, dass die beschriebenen Elemente in den verschiedenen Aspekten auf jede geeignete Weise kombiniert werden können.
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Sofern nicht anders definiert, haben die hier verwendeten technischen und wissenschaftlichen Begriffe die gleiche Bedeutung, wie sie von Fachleuten auf dem Gebiet der vorliegenden Offenbarung allgemein verstanden wird.