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Die Erfindung betrifft eine fortschrittliche Befestigungsanordnung, wie z. B. einen Knebelbolzen, einen Adapter dazu und ein Verankerungssystem.
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Vorhandene Knebelbolzenkonstruktionen basieren auf Normteilen. Aufgrund von Normteilen wird eine Vielzahl von Knebelbolzen mit unterschiedlichen Längen benötigt, um unterschiedliche Eindringtiefen für gewünschte Befestigungen zu bedienen. Darüber hinaus bringen Normteile eine Komplexität von Teilen in einer Knebelbolzen-Anordnung und dem Aufbau von Knebelbolzen mit sich.
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Darüber hinaus ist der derzeitige Aufbau von Knebelbolzen zeitaufwendig und erfordert in der Regel eine Demontage eines gebrauchsfertigen Knebelbolzens, das Einsetzen des Bolzens in eine Aufnahmeöffnung, beispielsweise ein Durchgangsloch, eines zu befestigenden Bauteils und den Wiederzusammenbau des Knebelbolzens. Dieser Vorgang kann sehr zeitaufwendig und fehleranfällig sein.
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Beispielsweise werden bei der Befestigung eines Bauteils, wie einer Platte oder einer Ankerplatte für ein Sicherheitssystem, insbesondere eines Sicherheitsleinen- und/oder Fallschutzsystems, an einem Dach Knebelbolzen durch die Platte und das Dach hindurch eingeführt, um die Platte an dem Dach zu befestigen. Ein Problem bei derartigen Befestigungssystemen, beispielsweise Knebelbefestigungen, besteht bei der Verwendung in Kombination mit der Ankerplatte darin, dass die Flügel oder Knebel von dem Bolzen entfernt werden müssen, sodass dieser zunächst durch/in die Aufnahmeöffnung, wie z. B. ein Durchgangsloch, eine Bohrung und/oder dergleichen, der Platte eingeführt werden kann. Danach müssen die Knebel oder Flügel wieder an den Bolzen angebracht werden, um durch eine Dachöffnung durchzutreten und eine Befestigung der Ankerplatte an dem Dach zu erreichen.
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Ein möglicher Ansatz ist die Verwendung von Brückenelement und in Kombination mit einer Öffnung der Platte oder Ankerplatte, die eine Erweiterung aufweist, die den Durchtritt eines vormontierten Knebelbolzens ermöglicht, wie z. B. in der Europäischen Patentschrift
EP 2 689 079 B1 beschrieben. Dieser Vorgang hat jedoch immer noch den Nachteil, dass das Brückenelement entweder in den Knebelbolzen eingebaut sein muss, was die Kompatibilität einschränkt, oder dass der Knebelbolzen für das Hinzufügen des Brückenelements demontiert werden muss. Ferner kann das Brückenelement an seinem Umfang eine entsprechende Öffnung aufweisen, die das Einsetzen des Bolzens des Befestigungssystems (z. B. eines Knebelbolzens) ermöglicht. Dies hat jedoch den Nachteil einer verringerten Stabilität und führt zu Isolationsproblemen, beispielsweise im thermischen und/oder akustischen Sinne und/oder hinsichtlich der Feuchtigkeits- oder Nässeaufnahme.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden.
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Diese Aufgabe wird durch einen Adapter eines Befestigungssystems zur Aufnahme eines Bolzens oder eines Knebelbolzens des Befestigungssystems gelöst, umfassend: ein erstes Teil mit einer ersten Erweiterung, vorzugsweise einem ersten Durchmesser, das als Befestigungselement oder Befestigungsmittel dient, und ein zweites Teil mit einer zweiten Erweiterung, das als Aufnahmemittel für den Bolzen oder den Knebelbolzen dient, wobei die erste Erweiterung größer ist als die zweite Erweiterung, vorzugsweise ein zweiter Durchmesser ist.
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Die Erfindung schlägt weiter vor, dass insbesondere in einer Verwendungskonfiguration das erste Teil einen oberen Teil des Adapters bildet und das zweite Teil einen unteren Teil des Adapters bildet; und/oder das erste Teil oberhalb des zweiten Teils angeordnet ist und/oder das erste Teil eine dem zweiten Teil zugewandte untere Fläche aufweist und/oder mit dem zweiten Teil in Kontakt steht und/oder diesem benachbart ist und/oder eine dem zweiten Teil abgewandte obere Fläche aufweist.
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Vorzugsweise sind das erste und das zweite Teil lösbar miteinander verbunden, vorzugsweise über ein Gegengewinde; und/oder der Adapter umfasst zumindest zwei Einheiten, die den Adapter entlang einer vertikalen Ebene, insbesondere entlang einer vertikalen Mittelebene, unterteilen, wobei die Einheiten optional weiterhin ein oder mehrere, insbesondere Form- und/oder Kraftschluss-, Befestigungs- und/oder Eingriffselement(e) umfassen, die eine Verbindung der Einheiten (16a''', 16b'''), insbesondere durch Presspassung, bereitstellen.
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Der Adapter kann ferner dadurch gekennzeichnet sein, dass das erste Teil zumindest ein Profil, vorzugsweise ein vertieftes oder erhabenes Profil, umfasst, das ausgebildet ist, zumindest ein Werkzeug, insbesondere einen Sechskant-, Torx- oder ähnliches Werkzeug zum Befestigen des Befestigungssystems aufzunehmen oder ein Einführen zu ermöglichen, wobei das Profil insbesondere auf der Oberseite oder der oberen Fläche des ersten Teils angeordnet ist;
das erste Teil zumindest ein Gewinde, gegebenenfalls an seinem Außenumfang, insbesondere zum Einführen des Adapters in eine entsprechende Gewindeöffnung eines Bauteils, insbesondere eines an einem Objekt zu arretierenden oder zu befestigenden Bauteils, aufweist; und/oder das erste Teil zumindest ein erstes Dichtmittel, wie eine Dichtung, gegebenenfalls aufgenommen in zumindest einer ersten Ausnehmung, insbesondere einer kreisförmigen und/oder umlaufenden Ausnehmung, gegebenenfalls an seiner unteren Fläche, aufweist.
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Es wird auch vorgeschlagen, dass das erste Teil und das zweite Teil zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, als ein einziges Stück geformt sind;
das erste Teil zumindest teilweise abgerundete und/oder anderweitig geglättete Kanten des ersten Teils umfasst, insbesondere angrenzend an die obere Fläche des ersten Teils, um insbesondere das Vorhandensein von scharfen Ecken, Kanten und/oder anderen scharfen Abschnitten des ersten Teils zu reduzieren oder zu verhindern;
das erste Teil zumindest teilweise eine Höhe und/oder ein Höhenprofil aufweist, das so niedrig wie möglich gehalten wird, um einen geringeren Überstand bereitzustellen, sobald der Adapter in seiner endgültigen Position in Eingriff ist;
das erste Teil und/oder das zweite Teil zumindest teilweise eine gekrümmte, vorzugsweise kreisförmige und/oder elliptische Umfangsform aufweist;
das zweite Teil zumindest ein Aufnahmemittel, vorzugsweise eine Gewindebohrung, aufweist, das insbesondere ausgebildet ist, um zumindest teilweise das Befestigungssystem aufzunehmen, vorzugsweise zumindest einen Bolzen des Befestigungsmittels, wobei vorzugsweise das Aufnahmemittel auf der dem ersten Teil abgewandten Fläche, insbesondere auf der dem ersten Teil zugewandten Fläche des zweiten Teils, angeordnet ist und/oder
das zweite Teil zumindest ein zweites Dichtmittel, wie eine Dichtung, aufweist, wobei vorzugsweise das zweite Dichtmittel an einer oder mehreren Seiten und/oder Seitenwänden des zweiten Teils angeordnet, insbesondere umlaufend oder kreisförmig angeordnet, ist und/oder in einer zweiten Ausnehmung, insbesondere einer kreisförmigen und/oder umlaufenden Ausnehmung, an der einen oder den mehreren Seiten und/oder Seitenwänden des zweiten Teils aufgenommen ist.
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Die Erfindung stellt ferner ein Befestigungssystem bereit, umfassend:
- einen Adapter, insbesondere gemäß einer der zuvor beschriebenen Ausführungsformen, und
- zumindest einen Bolzen, der zur lösbaren und/oder dauerhaften Verbindung mit dem Adapter und
- zumindest mit einem einziehbaren oder schwenkbaren Knebel und/oder Flügel ausgebildet ist.
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Für das System wird vorgeschlagen, dass der Bolzen zumindest ein erstes Element und zumindest ein zweites Element umfasst; und/oder
der Bolzen teilweise oder vollständig ein Gewindebolzen ist, der vorzugsweise zum Zusammenwirken mit dem Aufnahmemittel des zweiten Teils ausgebildet ist, um eine, vorzugsweise lösbare oder dauerhafte, Verbindung zu bilden und/oder um eine Verlagerung des Flügels oder des Knebels (40) entlang des Bolzens zu ermöglichen.
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Bevorzugte Ausführungsformen des Systems können dadurch gekennzeichnet sein, dass der Bolzen an dem ersten Element zumindest ein Verbindungsmittel, vorzugsweise zumindest ein Gewinde und/oder zumindest einen Bajonetteingriff, ausgebildet zum Bereitstellen zumindest einer Verbindung mit dem Adapter und/oder zum Zusammenwirken mit dem Aufnahmemittel des zweiten Teils des Adapters, umfasst; und/oder das zweite Element zum Ermöglichen einer Verlagerung des Flügels oder des Knebels entlang des Bolzens, insbesondere über eine einstellbare Verbindung, ausgebildet ist, wobei vorzugsweise das zweite Element und/oder der Bolzen zumindest ein Gewinde oder einen Gewindeteil, optional zur Aufnahme des Flügels und/oder des Knebels, umfasst.
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In vorteilhaften Ausführungsformen des Systems ist der Bolzen in der Länge verstellbar, vorzugsweise über eine oder mehrere Teleskopstangen, die der Bolzen umfasst; eine Schraubverbindung; einen Zahnradmechanismus und/oder dergleichen.
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Weiterhin wird für das System vorgeschlagen, dass das erste Element zumindest ein Durchgangsloch umfasst und das zweite Element ausgebildet ist, zumindest teilweise von dem ersten Element über das Durchgangsloch aufgenommen zu werden, wobei vorzugsweise das Durchgangsloch zumindest einen ersten und zumindest einen zweiten Abschnitt mit entsprechenden ersten und zweiten Radien umfasst, wobei optional der erste Radius größer als der zweite Radius ist; das zweite Element zumindest einen dritten und zumindest einen vierten Abschnitt mit entsprechenden dritten und vierten Radien umfasst, wobei optional der dritte Radius größer als der vierte Radius ist, wobei insbesondere der dritte Radius kleiner als der erste Radius und/oder größer als der zweite Radius ist und der vierte Radius kleiner als der zweite Radius ist; und/oder das Durchgangsloch und/oder das zweite Element zumindest teilweise ein Eingriffsmittel, vorzugsweise passende Gewinde und/oder Zahnradmechanismen und/oder dergleichen, umfasst.
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Das System kann auch dadurch gekennzeichnet sein, dass das System, insbesondere der Knebel und/oder der Flügel, zumindest ein Element umfasst, das ausgebildet ist, um vorzusehen, dass der Knebel und/oder der Flügel um zumindest eine Achse (A) schwenkbar, einziehbar und/oder drehbar ist; und/oder die Positionseinstellung und Arretierung des Flügels und/oder des Knebels zu ermöglichen und/oder zumindest ein Arretier- und/oder Freigabeelement umfasst.
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Für die zuvor beschriebene Ausführungsform wird vorgeschlagen, dass das Arretier- und/oder Freigabeelement zum Arretieren des Flügels und/oder Knebels in zumindest einer ersten Position und/oder zum Freigeben des Flügels und/oder Knebels aus der ersten Position ausgebildet ist, insbesondere um eine Bewegung des Flügels und/oder Knebels in zumindest eine zweite Position zu ermöglichen.
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Bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform ist es bevorzugt, dass die Bewegung durch zumindest eine auf den Flügel und/oder den Knebel wirkende Stellkraft, insbesondere eine Schwerkraft und/oder eine Vorspannkraft, insbesondere eine von zumindest einem Vorspannelement erzeugte Vorspannkraft, die optional in Wirkverbindung mit dem Flügel und/oder dem Knebel einerseits und dem Adapter, dem Bolzen und/oder dem Element andererseits steht, angetrieben wird.
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Für das System wird weiterhin vorgeschlagen, dass die zweite Erweiterung größer ist als die Erweiterung des Knebels und/oder des Flügels, insbesondere in loser Anordnung oder eingezogener Anordnung und/oder wobei der Knebel und/oder der Flügel zumindest einen ersten Freiraum umfasst, der optional zum zumindest teilweisen Aufnehmen des Bolzens in der eingezogenen oder losen Anordnung ausgebildet ist und/oder wobei der Knebel und/oder der Flügel zumindest einen zweiten Freiraum umfasst, der optional zum Aufnehmen und/oder Befestigen, insbesondere zum lösbaren Befestigen, des Knebels oder des Flügels an dem Bolzen, vorzugsweise über einen Rastmechanismus, ausgebildet ist.
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Das System kann ferner zumindest ein Isolierelement umfassen, wobei das Isolierelement vorzugsweise zwischen dem Adapter und dem Flügel und/oder dem Knebel des Befestigungssystems angeordnet ist.
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Für die zuvor beschriebene Ausführungsform ist es bevorzugt, dass das Isolierelement flexibel und/oder elastisch ist, das Isolierelement eine dritte Erweiterung, vorzugsweise einen dritten Durchmesser, aufweist, der zwischen der ersten und zweiten Erweiterung des Adapters liegt und/oder größer, vorzugsweise 1 bis 5 % größer, als die zweite Erweiterung ist; das Isolierelement zumindest teilweise einen Hohlzylinder bildet, der vorzugsweise zum zumindest teilweisen Aufnehmen des Bolzens oder der Stange ausgebildet ist; das Isolierelement zumindest teilweise Polyurethan, Polyethylen und/oder Polystyrol umfasst; und/oder das Isoliermittel eine vierte Erweiterung aufweist, die optional der Erweiterung, vorzugsweise dem Durchmesser, des Bolzens entspricht.
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Für die zwei zuvor beschriebenen Ausführungsformen wird vorgeschlagen, dass das Arretier- und/oder Freigabeelement zumindest teilweise von dem Isolierelement umfasst ist und/oder das Arretier- und/oder Freigabeelement zumindest teilweise von dem Isolierelement bereitgestellt ist.
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Es ist weiterhin bevorzugt, dass in der ersten Position der Flügel und/oder der Knebel zumindest von dem Isolierelement bedeckt ist und/oder mit dem Isolierelement in Kontakt steht und/oder das durch Bewegen des Isolierelements entlang des Bolzens der Flügel und/oder der Knebel freigegeben wird und/oder eine Verbindung zwischen dem Flügel und/oder dem Knebel freigegeben wird, insbesondere eine Bewegung des Flügels und/oder des Knebels in die zweite Position ermöglichend.
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Das beanspruchte System kann dadurch gekennzeichnet sein, dass das Isolierelement zumindest ein Begrenzungselement oder -mittel umfasst, dass die Bewegung des Isolierelements und/oder des Arretier- und/oder Freigabeelements entlang des Bolzens, der optional zwischen dem Isolierelement und dem Adapter angeordnet ist, einschränkt.
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Schließlich ist ein System, umfassend ein Bauteil, insbesondere einen Ankerkörper, eine Platte für den Ankerkörper und/oder dergleichen, und zumindest ein Befestigungssystem wie zuvor beschrieben vorgesehen, wobei das Bauteil optional zumindest eine Öffnung zur Aufnahme des Befestigungssystems aufweist, das vorzugsweise eine zwischen der ersten und der zweiten Erweiterung liegende Erweiterung aufweist.
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Durch Bereitstellung oder Verwendung des vorgeschlagenen Adapters, der Teil eines vormontierten Knebelbolzens sein kann, wird die Demontage und anschließende erneute Montage des Befestigungssystems umgangen. Während das erste Teil eine ausreichende Abdeckung einer Öffnung eines Bauteils, wie z. B. einer Ankerplatte, durch die erste Erweiterung vorsieht, sodass eine ausreichend stabile Befestigung über den Knebelbolzen erreicht werden kann, ermöglicht die zweite Erweiterung das Einsetzen eines Bolzens (z. B. einer oder mehrerer Stangen) in Kombination mit einem oder mehreren Flügeln oder Knebeln in loser oder eingezogener Anordnung, die an dem Bolzen befestigt sind. Letzteres verhindert insbesondere die Notwendigkeit einer Demontage und Wiedermontage, während ersteres die direkte Verwendung mit einem zu befestigenden Element ermöglicht, sofern das Bauteil eine Öffnung für die Befestigung mit einer Erweiterung zwischen der ersten und zweiten Erweiterung aufweist.
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In der gesamten Spezifikation kann sich Erweiterung auf die seitliche und/oder horizontale Abmessung, die Diagonale und/oder den Durchmesser beziehen, vorzugsweise auf die breiteste seitliche und/oder horizontale Abmessung, die Diagonale und/oder den Durchmesser der jeweiligen Teile, Bauteile, Elementabschnitte und/oder Merkmale, wie hierin beschrieben. Höhe kann sich auf die vertikale Abmessung der Teile, Bauteile, Elementabschnitte und/oder Merkmale wie hierin beschrieben beziehen.
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Darüber hinaus reduziert der Adapter die Gesamtzahl der benötigten Teile für den Knebelbolzen und die entsprechenden Anordnungen, die denselben verwenden. Dies hat den Effekt der Reduzierung der Fehleranfälligkeit, wobei das erste und das zweite Teil des Adapters als ein Stück geformt sind, was die Komplexität weiter reduziert.
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Andererseits ermöglicht das Ausbilden des ersten und des zweiten Teils als lösbar verbindbar den Austausch des ersten Teils in Abhängigkeit von der benötigten ersten Erweiterung, die von der einen oder mehreren Öffnungen des Bauteils abhängen kann, das durch das Befestigungssystem unter Verwendung eines solchen Adapters, wie er hierin offenbart ist, zu befestigen ist.
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Die Implementierung eines vertieften oder erhabenen Profils auf der oberen Fläche des ersten Teils, insbesondere für die Aufnahme von Standardwerkzeugen, stellt die Kompatibilität mit Standardwerkzeugen, beispielsweise Sechskant, Torx oder dergleichen, her. Insbesondere reduziert die Integration der Werkzeugschnittstelle die Anzahl der Teile weiter. Darüber hinaus ermöglicht eine gekrümmte, insbesondere kreisförmige, Umfangsform des Adapters eine Drehung des Adapters mit einem zumindest reduzierten, wenn nicht sogar vermiedenen Risiko der Beschädigung einer Fläche, an der der Adapter befestigt ist, beispielsweise einer Dachkonstruktion, im Vergleich zu im Stand der Technik bekannten Vorrichtungen. Beispielsweise weisen solche aus dem Stand der Technik bekannten Vorrichtungen scharfe Kanten, beispielsweise sechskantige Umfangsformen, auf. Solche Kanten können Membranen oder Dachbahnen (Dachpappe) bei Kontakt mit der Vorrichtung beschädigen.
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Darüber hinaus ermöglicht die Implementierung erster und/oder zweiter Dichtmittel, wie z. B. einer oder mehrerer Dichtungen, die Verbesserung der Dichtigkeit und/oder Wasser- und/oder Witterungsbeständigkeit des Befestigungssystems mit dem Adapter in eingesetztem Zustand.
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Die Verwendung eines längenverstellbar ausgebildeten Bolzens hat den Vorteil, dass das Befestigungssystem einfach an die Dicke (d. h. die erforderliche Eindringtiefe) des Objekts, beispielsweise einer Wand oder eines Daches und/oder dergleichen, angepasst werden kann, an dem ein Bauteil, beispielsweise eine Ankerplatte, befestigt wird.
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Das Einbeziehen eines Isoliermittels erhöht die gesamte thermische und/oder akustische Isolierung durch das Loch, das für den Knebelbolzen erforderlich ist.
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Die vorstehenden Ausführungsformen können zum Bereitstellen des Gegenstandes der Erfindung einzeln oder in beliebiger Kombination verwendet werden. Weitere Aspekte und Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung ersichtlich, in der bevorzugte Ausführungsformen mit Hilfe der beigefügten Zeichnungen beschrieben werden:
- 1a bis 1d zeigen schematische Querschnittsansichten des Adapters gemäß verschiedenen Ausführungsformen;
- 2 zeigt eine Querschnittsansicht eines Befestigungssystems gemäß einer Ausführungsform, einschließlich des Adapters der Ausführungsform von 1a vor der Befestigung;
- 3 zeigt die Ausführungsform von 2 in einer Querschnittsansicht nach der Befestigung;
- 4 zeigt die Ausführungsform von 2 mit einem zusätzlichen Isoliermittel;
- 5 zeigt eine Querschnittsansicht einer anderen Ausführungsform des Befestigungssystems, umfassend einen längenverstellbaren Bolzen;
- 6a bis 6d zeigen perspektivische Ansichten verschiedener Ausgestaltungen eines Befestigungssystems, einschließlich eines Arretier- und/oder Freigabeelements.
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Der Adapter 1 von 1a umfasst ein erstes Teil 10, das eine erste Erweiterung d1 aufweist, und ein zweites Teil 20, das eine zweite Erweiterung d2 aufweist. Obwohl nur schematisch dargestellt, ist es offensichtlich, dass die erste Erweiterung d1 größer ist als die zweite Erweiterung d2.
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Das erste Teil 10 bildet in Bezug auf eine Gebrauchsposition des Adapters 1, wie beispielsweise in den 2 und 3 gezeigt, den oberen Teil und das zweite Teil 20 bildet den unteren Teil des Adapters 1. Das erste Teil 10 umfasst an seiner oberen Fläche 11 ferner ein vertieftes Profil 12 auf, das das Einsetzen von Standardwerkzeugen wie Sechskant-, Torx- oder ähnlichen Werkzeugen, insbesondere von entsprechenden Bits, Schraubendrehern und/oder Hand- und/oder Elektrobohrern ermöglicht. Dies ermöglicht eine einfache Befestigung des Befestigungssystems über den Adapter 1.
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Das zweite Teil 20 dient als Aufnahmemittel und umfasst jeweils ein Aufnahmemittel 22. Das Aufnahmemittel 22 in 1a ist eine Gewindebohrung, doch sind auch andere Aufnahmemittel möglich, wie z. B. ein Bajonetteingriff, eine Klickverbindung, eine Schnappverbindung, eine Riegelverbindung, eine Klebeverbindung oder dergleichen. Wie in 1a dargestellt, kann das Aufnahmemittel 22 auf der dem ersten Teil 10 abgewandten Fläche 21 des zweiten Teils 20 angeordnet sein.
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Darüber hinaus ist der Adapter 1 von 1a aus einem Stück gefertigt, wobei das erste Teil 10 und das zweite Teil 20 einen integralen Teil bilden und/oder nicht lösbar verbunden sind.
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1b zeigt einen Adapter 1' gemäß einer zweiten Ausführungsform. Die Elemente des Adapters 1', die den Elementen des Adapters 1 der 1a entsprechen, sind mit denselben Bezugszeichen, jedoch mit einem einzelnen Strich versehen. Darüber hinaus umfasst das erste Teil 10' des Adapters 1' ein erstes Dichtmittel 14' auf einer unteren Fläche 13' des ersten Teils 10'. Das erste Dichtmittel 14', in diesem Fall beispielsweise eine Dichtung, kann in einer entsprechenden ersten umlaufenden Ausnehmung 15' an der unteren Fläche 13' befestigt sein. Das zweite Teil 20' kann auch ein zweites Dichtmittel 24' umfassen, dass auch eine Dichtung sein kann. Die zweite Dichtmittel 24' kann an der Seite und/oder Seitenwand 26' des zweiten Teils 20' des Adapters 1' angeordnet sein. Das zweite Dichtmittel 24' kann durch eine entsprechende umlaufende Ausnehmung 25' in seiner Position fixiert sein.
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Der Adapter 1'' der 1c gemäß einer dritten Ausführungsform ist in einer Querschnittsansicht dargestellt. Die Elemente, die den Elementen der Adapter 1 bzw. 1' gemäß der Ausführungsform der 1a und 1b entsprechen, sind mit denselben Bezugszeichen, jedoch mit zwei Strichen versehen. Im Gegensatz zu den Adaptern 1, 1' sind die ersten und zweiten Teile 10'', 20'' des Adapters 1'' nicht einstückig ausgeführt, sondern als Teile, die beispielsweise über einen Gewinde- oder Bajonetteingriff lösbar verbunden sind.
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Ein Adapter 1''' gemäß einer dritten Ausführungsform ist in 1d im Querschnitt dargestellt. Die Elemente des Adapters 1''', die den Elementen der Adapter 1, 1' bzw. 1'' entsprechen, sind mit den gleichen Bezugszeichen, jedoch mit drei Strichen versehen. Der Adapter 1''' umfasst (zumindest) zwei Einheiten 16a''', 16b'''. Der Adapterkörper 1''' ist entlang einer vertikalen Mittelebene P''' abnehmbar teilbar und/oder trennbar. Ferner erstreckt sich das Aufnahmemittel 22''' als Durchgangsloch durch das erste und das zweite Teil 10''', 20'''. Diese Ausgestaltung ermöglicht insbesondere die Verwendung von Normteilen eines Knebelbolzens, die eine Kompatibilität mit entsprechenden Elementen, wie z. B. Ankerplatten, ermöglichen, die über Knebelbolzen zu befestigen sind und die eine entsprechende Öffnung mit einer Erweiterung zwischen der ersten und der zweiten Erweiterung d1''', d2''' aufweisen.
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Darüber hinaus kann der Adapter 1''' weitere Befestigungs- und/oder Eingriffselemente umfassen, die eine Verbindung der Einheiten, insbesondere durch Presspassung, ermöglichen. Das in 1d gezeigte Durchgangsloch kann jedoch auch in jede andere Art von hierin offenbartem Adapter implementiert werden. Darüber hinaus kann der Adapter 1'' mit den in 1c gezeigten lösbar verbindbaren Teilen 10'', 20'' auch Einheiten umfassen, wie sie in Verbindung mit 1d beschrieben sind.
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Darüber hinaus kann das Durchgangsloch 22''' auch ein Gewinde zur Aufnahme entsprechender Gewindebolzen als Teil des Befestigungssystems, wie z. B. eines Knebelbolzens, umfassen, um eine entsprechende Längenanpassung des Befestigungssystems zu ermöglichen, vorzugsweise in Abhängigkeit von der Dicke der Wand, des Daches und/oder dergleichen, an der ein Bauteil über den Knebelbolzen zu befestigen ist.
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2 zeigt eine Querschnittsansicht eines Befestigungssystems 2, umfassend einen Adapter 1 gemäß 1a. Es können jedoch auch die Adapter 1', 1'', 1''' gemäß den 1b bis 1d oder andere hierin beschriebene Adapter verwendet werden. An dem Aufnahmemittel 22 ist ein erstes Element 31 eines Bolzens 30 befestigt. Dies kann, wie in dem Beispiel der 2 gezeigt, eine Gewindeverbindung sein. An einem zweiten Element 32 des Bolzens 30 ist ein Flügel und/oder ein Knebel 40 angeordnet. Der Knebel und/oder Flügel 40 ist über ein Element 41, das den Flügel und/oder Knebel 40 mit dem Bolzen 30 verbindet, um eine Achse A einziehbar, schwenkbar und/oder drehbar. Vorzugsweise ist das Element 41 lösbar mit dem Bolzen 30 und/oder dem Knebel und/oder dem Flügel 40 verbunden. Darüber hinaus ist das zweite Element 32 ausgebildet, eine Verlagerung des Flügels und/oder des Knebels 40 entlang des Bolzens 30 über eine einstellbare Verbindung, vorzugsweise des Bolzens 30 und des Elements 41, beispielsweise eine Gewindeverbindung des Bolzens 30 und des Elements 41, zu ermöglichen. So kann durch Drehen des Bolzens 30 relativ zu dem Element 41 und/oder dem Flügel und/oder Knebel 40 die Position des Elements 41 und/oder des Flügels und/oder Knebels 40 entlang des Bolzens 30 verändert werden. Vorzugsweise führt die Drehung des Adapters 1 zu einer Drehung des Bolzens 30.
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Einige Ausführungsformen der Adapter 1, 1', 1'', 1''' können ferner ein/e/n flacheres und/oder glattere/s/n Profil, Umriss und/oder Kontur und/oder eine flachere und/oder glattere Konstruktion des ersten Teils 10, 10', 10'', 10''' (auch als Kopf bezeichnet) des Adapters im Vergleich zu regulären Sechskantköpfen und einer Standardunterlegscheibe, die für die Befestigungsanordnung, wie etwa Knebelbolzen, verwendet werden, aufweisen. Insbesondere kann die Höhe oder das Höhenprofil des ersten Teils 10, 10', 10'', 10''' so niedrig wie möglich gehalten werden, um einen geringeren Überstand zu erzielen, wenn der Adapter in seiner endgültigen Position in Eingriff ist. Zusätzlich oder alternativ können abgerundete oder anderweitig geglättete Kanten des ersten Teils 10, 10', 10'', 10''' vorgesehen sein, insbesondere angrenzend an die obere Fläche 11, 11', 11'', 11''' des ersten Teils 10, 10', 10'', 10''', um insbesondere das Vorhandensein von scharfen Ecken, Kanten und/oder anderen scharfen Abschnitten an dem ersten Teil 10, 10', 10'', 10''' zu reduzieren oder zu verhindern. Gegebenenfalls kann die obere Fläche 11, 11', 11'', 11''' als im Wesentlichen ebene Fläche vorgesehen sein.
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Die vorgenannte Gestaltung, Profilierung und/oder Umriss des ersten Teils hat beispielsweise für den Fall, dass der Adapter 1, 1', 1'', 1''' auf einem Dach eingesetzt wird, den Vorteil, dass ein Anleimen und/oder Anschweißen von Membranen oder Dachbahnen (Dachpappe) ohne oder mit stark verminderter Gefahr der Beschädigung durch scharfe Kanten im Vergleich zu handelsüblichen Sechskantköpfen und einer Standardunterlegscheibe, die üblicherweise für Befestigungsanordnungen verwendet werden, ermöglicht wird.
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In 2 ist das Befestigungssystem 2 in einer Querschnittsansicht dargestellt, wenn es in eine entsprechende Öffnung 51 eines Objektes 50 eingesetzt ist, an dem ein Bauteil 60 mit seiner Öffnung 61 durch das Befestigungssystem 2 zu befestigen ist. Wie aus 2 ersichtlich, ist die Erweiterung d3, d. h. die Fläche, die von dem Flügel und/oder dem Knebel 40 in dem eingezogenen oder losen Zustand bedeckt wird, kleiner als die zweite Erweiterung d2 des zweiten Teils 20, während die Erweiterung d5 der Öffnung 51 größer oder gleich der zweiten Erweiterung d2 und/oder der Erweiterung d3 ist, sodass der Flügel und/oder der Knebel 40 leicht in die Öffnung 51 eingeführt werden kann. Die erste Erweiterung d1 des ersten Teils kann größer sein als die Erweiterung d5, jedoch ist die erste Erweiterung d1 auf jeden Fall größer als die zweite Erweiterung d2 sowie in diesem Fall die Erweiterung d4 der Öffnung 61 des Bauteils 60, um eine stabile Befestigung über das Befestigungssystem 2 zu gewährleisten.
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Das Befestigungssystem 2 ist in 3 in einer Ausgestaltung dargestellt, in der es bereits in ein Objekt 50, wie z. B. eine Wand, ein Dach und/oder dergleichen, eingesetzt ist, an dem ein Bauteil 60, wie z. B. eine Ankerplatte, befestigt ist. Dementsprechend ist der Flügel und/oder der Knebel 40 bereits vollständig ausgefahren, um eine ausreichende Fixierung in Verbindung mit dem ersten Teil 10 des Adapters 1 zu gewährleisten. Das Profil 12 auf der oberen Fläche 11 ermöglicht entsprechend die Befestigung mit Standardwerkzeugen.
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Zur weiteren Befestigung des Befestigungsmittels 2 an dem Objekt 50 und/oder dem Bauteil 60 kann der Adapter 1, insbesondere das erste Teil 10, eine äußere, gegebenenfalls mit einem Gewinde versehene Kontur aufweisen, die mit einer entsprechenden inneren, gegebenenfalls mit einem Gewinde versehenen Kontur der Öffnung 51 oder der Öffnung 61 zusammenwirkt.
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4 zeigt das Befestigungssystem 2 der 2 und 3 mit einem Isolierelement 70. Das Isolierelement 70 umfasst oder besteht aus einem flexiblen Material und/oder weist zumindest eine dritte Erweiterung d6 auf, die zwischen der ersten und der zweiten Erweiterung d1, d2 liegt oder gleich der zweiten Erweiterung d2 ist. Dies ermöglicht es, dass das Isolierelement 70 dicht in die Öffnung des Objekts eingepasst wird, an dem ein Element durch das Befestigungssystem 2 zu befestigen ist. Darüber hinaus kann das Isolierelement 70 eine innere Erweiterung d7 aufweisen, die kleiner oder gleich der Erweiterung des Bolzens 30 ist, um auch einen angemessenen Sitz gegenüber dem Bolzen 30 zu gewährleisten. Das Isolierelement 70 kann die Form eines Zylinders, vorzugsweise die Form eines Hohlzylinders, wie in 4 dargestellt, aufweisen.
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5 zeigt ein Befestigungssystem 2iv mit einem Bolzen 30iv, der in seiner Länge verstellbar ist. Die Elemente des Befestigungssystems 2iv, die den Elementen des Befestigungssystems 2 entsprechen, haben die gleichen Bezugszeichen, jedoch mit vier Strichen. In dem Beispiel der 5 umfasst der Bolzen 30iv ein erstes, äußeres Element 31iv und ein zweites, inneres Element 32iv. Das äußere Element 31iv des Bolzens 30iv umfasst ein Durchgangsloch 33iv. Das Durchgangsloch 33iv kann einen ersten Abschnitt 33aiv mit einem ersten Radius und einen zweiten Abschnitt 33biv mit einem zweiten Radius umfassen. Der zweite Radius kann kleiner sein als der erste Radius. Darüber hinaus kann das zweite innere Element 32iv zumindest teilweise ein Eingriffsmittel, wie z. B. ein Gewinde, einen Zahnradmechanismus oder dergleichen, umfassen. Das innere Element 32iv kann ausgebildet sein, um zumindest teilweise von dem äußeren Element 31iv aufgenommen zu werden. Das innere Teil 32iv umfasst einen dritten Abschnitt 32aiv und einen vierten Abschnitt 32biv, wobei der dritte Abschnitt 32aiv einen dritten Radius aufweisen kann, der größer als der zweite Radius des zweiten Abschnitts 33biv, aber kleiner als der erste Radius des ersten Abschnitts 33aiv ist, und/oder der vierte Abschnitt 32biv einen vierten Radius aufweisen kann, der kleiner als der zweite Radius des zweiten Abschnitts 33biv ist. Der vierte Abschnitt 32biv kann zumindest teilweise ein zu dem zweiten Abschnitt 33biv des Durchgangslochs 33iv passendes Gewinde, einen Zahnradmechanismus oder dergleichen umfassen, was die Einstellung der Länge oder Höhe des Bolzens 30iv des Befestigungssystems 2iv in Abhängigkeit von der Dicke des Objekts, an dem ein Element durch das Befestigungssystem 2iv zu befestigen ist, ermöglichen kann. Der erste Abschnitt 33aiv des Durchgangslochs 33iv und der entsprechende dritte Abschnitt 32aiv des zweiten inneren Elements 32iv stellen ein zusätzliches Sicherungsmittel dar, das ein Auseinanderfallen des ersten und zweiten Elements 31iv, 32iv des Bolzens 30iv im Falle eines Versagens des Eingriffsmittels verhindert.
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Schließlich sieht die Erfindung auch ein Arretier- und/oder Freigabeelement zum Halten des Knebels und/oder Flügels 40 in seiner eingezogenen und/oder losen Ausgestaltung vor. Während das Arretier- und/oder Freigabeelement bei dem Einsetzen des Befestigungssystems in Eingriff ist, kann das Arretier- und/oder Freigabeelement gelöst oder entfernt werden, nachdem das Befestigungsmittel vollständig oder ausreichend eingesetzt ist, sodass der Knebel und/oder die Flügel ausgefahren werden können. Das Arretier- und/oder Freigabeelement kann eine Klemme mit Zugseil zum Lösen sein, wobei das Seil durch ein verschließbares Loch des Adapters geführt werden kann. Zusätzlich oder alternativ kann das Arretier- und/oder Freigabeelement zumindest ein Teil des Isolierelements sein und/oder umfasst zumindest ein Federelement, das das Arretier- und/oder Freigabeelement löst, sobald das Befestigungssystem vollständig eingeführt ist.
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In den 6a bis 6d ist ein Befestigungssystem 102 dargestellt. Die Elemente des Befestigungssystems 102, die dem Befestigungssystem 2 bzw., 2iv entsprechen, sind mit der gleichen Bezugsnummer versehen, jedoch um 100 erhöht. Im Gegensatz zu den Befestigungssystemen 2 und 2iv umfasst das Befestigungssystem 102 ein Arretier- und/oder Freigabeelement 168. Das Arretier- und/oder Freigabeelement 168 wird teilweise durch das Isolierelement 170 gebildet.
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In 6a ist das Befestigungssystem 102 in einer Ausgestaltung dargestellt, in der sich der Flügel und/oder der Knebel 140 in einer arretierten Position befinden. Diese Position stellt eine erste Position dar. Der Flügel und/oder Knebel umfasst zumindest eine Aussparung, die zum zumindest teilweisen Aufnehmen des Bolzens 130 in dieser Position ausgebildet ist. Der Flügel und/oder der Knebel 140 wird durch das Isolierelement 170 in dieser Position gehalten. Um die Arretierung des Flügels und/oder des Knebels 140 zu gewährleisten, wird das Isolierelement 170 in Richtung des Flügels und/oder des Knebels 140 vorgespannt, sodass das Ende 143 des Flügels und/oder des Knebels 140 in Kontakt mit dem Isolierelement 170 steht. Insbesondere wird das Ende 143 in das elastische Material des Isolierelementes 170 gedrückt. In dieser Ausgestaltung ist der Flügel und/oder der Knebel 140 an der Drehung um die Achse A des Elements 141 gehindert. Der Flügel und/oder Knebel 140 befindet sich in einer Position (z. B. ersten Position), in der das erste Ende 143 zwischen dem Element 141 und dem Adapter 1 angeordnet ist, während das zweite Ende 145, von dem Adapter 101 aus gesehen, auf der gegenüberliegenden Seite des Elements 141 angeordnet ist und/oder der Flügel und/oder Knebel 140 so positioniert ist, dass sich der Flügel und/oder Knebel 140 im Wesentlichen parallel zu dem Bolzen 130 von dem ersten Ende 143 zu dem zweiten Ende 145 erstreckt.
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Die Begrenzungskraft, die das Isolierelement 170 in Kontakt mit dem ersten Ende 143 hält, wird durch das Begrenzungselement 172 aufgebaut. Das Begrenzungselement 172 ist in dieser Ausführungsform durch einen Ring oder ein zylindrisch geformtes Element geformt, das, wie später erläutert, von dem Bolzen 130 entfernt werden kann. Es können jedoch auch alternative Begrenzungselemente oder -mittel 172 wie ein Federelement, insbesondere ein Schraubenfederelement, verwendet werden.
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Bei der Verwendung wird das Befestigungssystem 102 in der in 6a gezeigten Ausgestaltung wie zuvor beschrieben in die Öffnung des Objekts eingeführt.
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Sobald das Befestigungssystem 102 so weit in die Öffnung eingeführt ist, dass das Isolierelement 170 überwiegend oder vollständig in die Öffnung eingeführt ist, wird das Befestigungssystem in die in den 6b und. 6c dargestellte Ausgestaltung überführt.
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Wie in 6b dargestellt, weist das Begrenzungsmittel 172 eine Öffnung 174 auf. Die Öffnung 174 ermöglicht das Anbringen und Entfernen des Begrenzungsmittels 172 an dem und von dem Bolzen 130. Im Gebrauch steht das Begrenzungsmittel 172 und/oder der von dem Begrenzungsmittel umgebene Teil des Bolzens 130 aus der Öffnung vor. Dies ermöglicht das Entfernen der Begrenzungsmittel 172, um das Befestigungssystem in die in 6c dargestellte Ausgestaltung zu überführen. In dieser Ausgestaltung ist der Flügel und/oder Knebel noch in Kontakt mit dem Arretier- und/oder Freigabeelement 168.
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Durch weiteres Einsetzen des Befestigungssystems 102 in die Öffnung wird das Befestigungssystem 102 in die in 6d dargestellte Ausgestaltung überführt. Durch Anpassung der Erweiterung d6 an den Innendurchmesser d5 der Öffnung wird sichergestellt, dass sich zwischen dem Isolierelement 170 und der Innenfläche der Öffnung ein Form- und/oder Kraftschluss, insbesondere basierend auf einem Reibungsaufbau zwischen der Innenfläche der Öffnung und der Außenfläche des Isolierelementes 170, aufbaut. Wenn das Begrenzungsmittel 172 mit dem Bolzen 130 verbunden ist, können die durch diesen Form- und/oder Kraftschluss aufgebauten Kräfte durch Einführen des Befestigungssystems 102 in die Öffnung überwunden werden. Wird jedoch das Begrenzungsmittel 172 entfernt, kann der Bolzen 130 relativ zu dem Isolierelement 170 und damit relativ zu der Öffnung bewegt werden, ohne dass die durch den Form- und/oder Kraftschluss zwischen dem Isolierelement 170 und der Innenfläche der Öffnung aufgebauten Kräfte überwunden werden.
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Durch die Bewegung des Bolzens 130 relativ zu dem Isolierelement 170 wird auch der Flügel und/oder Knebel 140 relativ zu dem Arretier- und/oder Freigabeelement 168 bewegt, insbesondere dem von dem Arretier- und/oder Freigabeelement 168 umfassten Isolierelement 170. Durch diese Bewegung wird der Kontakt zwischen dem von dem Arretier- und/oder Freigabeelement 168 umfassten Isolierelement 170 gelöst. Dies ermöglicht die Bewegung des Flügels und/oder Knebels 140 in die in 6d dargestellte Ausgestaltung. Diese Bewegung wird insbesondere durch die auf den Flügel und/oder Knebel 140 wirkenden Schwerkräfte ausgelöst, insbesondere durch die unterschiedlichen Längen der Enden 143 und 145 und/oder die unterschiedlichen Erweiterungen des Flügels und/oder Knebels 140 in Bezug auf die Achse A und/oder das Element 141. In 6d ist der Flügel und/oder Knebel 140 in einer entsprechenden zweiten Position dargestellt.
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Obwohl das Begrenzungselement 172 als einteilig dargestellt ist, kann es aus mehreren Teilen geformt werden, insbesondere um das Begrenzungsmittel an den Abstand zwischen dem Adapter 101 und dem Flügel und/oder Knebel 140 anzupassen, der erforderlich ist, um das Befestigungssystem 102 derart in die Öffnung einzuführen, dass der Flügel und/oder Knebel 140 aus der Öffnung vorsteht, sodass er sich um die Achse A drehen kann. Für Öffnungen mit einer größeren Längserstreckung können im Vergleich zu einer Öffnung mit einer kleineren Längserstreckung mehr Begrenzungselementteile verwendet werden, sodass weniger Begrenzungselementteile verwendet werden können. Alternativ kann das Begrenzungsmittel 172 in seiner Länge angepasst werden, bevor es auf dem Bolzen 130 positioniert wird. Um eine solche Anpassung der Länge zu erleichtern, umfasst das Begrenzungsmittel 172 eine Markierung 176.
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Durch die Verwendung des Arretier- und/oder Freigabeelements wird sichergestellt, dass sich der Flügel und/oder Knebel 140 nicht um die Achse A dreht, bevor er das Ende der Öffnung erreicht hat. Das Objekt kann beispielsweise eine Dachkonstruktion sein, die Freiräume zwischen einer oberen und einer unteren Fläche aufweist. So gibt es beispielsweise Dachpaneele, die einen Sandwichaufbau aus zumindest einem Metallmaterial und einem Kunststoff-, Schaum- und/oder Isoliermaterial aufweisen, wobei das Metallmaterial ein wellenförmiges Profil aufweist. Diese bilden innere Freiräume zwischen den Lagen, in die sich der Flügel und/oder Knebel vor Erreichen des Endes der Öffnung 51 erstrecken oder bewegen könnte. Durch das Arretier- und/oder Freigabeelement 168 wird diese Bewegung wirksam verhindert.
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Das Arretier- und/oder Freigabeelement ist nicht auf die zuvor beschriebene Ausführungsform beschränkt. In alternativen oder zusätzlichen Ausführungsformen kann der Knebel und/oder Flügel zumindest eine Ausnehmung umfassen, die ausgebildet ist, um den Knebel und/oder Flügel lösbar an dem Bolzen zu befestigen, vorzugsweise über einen Rastmechanismus. Der Rastmechanismus kann aus der Ferne betätigt werden, um die durch den Rastmechanismus hergestellte Verbindung zu öffnen und den Flügel und/oder Knebel zum Bewegen in die zweite Position freizugeben.
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Die in der vorstehenden Beschreibung, den Zeichnungen sowie den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung in ihren verschiedenen Ausführungsformen wesentlich sein.
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Bezugszeichen
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- 1, 1', 1'', 1'''
- Adapter
- 2, 2iv
- Befestigungssystem
- 10, 10', 10'', 10'''
- erstes Teil
- 11, 11'
- obere Fläche
- 12, 12', 12''
- Profil
- 13', 13'', 13'''
- untere Fläche
- 14', 14'', 14'''
- erstes Dichtmittel
- 15', 15'', 15'''
- Ausnehmung
- 16a', 16b'''
- Einheit
- 20, 20', 20'', 20'''
- zweites Teil
- 21, 21', 21'', 21'''
- Fläche
- 22, 22', 22'', 22'''
- Aufnahmemittel
- 24', 24'', 24'''
- zweites Dichtmittel
- 25', 25'', 25'''
- Ausnehmung
- 26', 26'', 26'''
- Seitenwand
- 30, 30iv
- Bolzen
- 31, 31iv
- erstes Element
- 32, 32iv
- zweites Element
- 32aiv
- dritter Abschnitt
- 32biv
- vierter Abschnitt
- 33iv
- Durchgangsloch
- 33aiv
- erster Abschnitt
- 33biv
- zweiter Abschnitt
- 40
- Flügel und/oder Knebel
- 41
- Element
- 50
- Objekt
- 51
- Öffnung
- 60
- Bauteil
- 61
- Öffnung
- 70
- Isolierelement
- 101
- Adapter
- 102
- Befestigungssystem
- 130
- Bolzen
- 140
- Flügel und/oder Knebel
- 141
- Element
- 143
- Ende
- 145
- Ende
- 168
- Arretier- und/oder Freigabeelement
- 170
- Isolierelement
- 172
- Begrenzungselement
- 174
- Öffnung
- 176
- Markierung
- d1, d1, d1''', d2''', d3, d4, d5, d6, d7
- Erweiterung
- A
- Achse
- P'''
- Ebene
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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