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Die Erfindung betrifft ein Haltesegment zum lösbaren Verbinden mit wenigstens einem weiteren Haltesegment oder mit einem Anschlusselement sowie das Anschlusselement zur Verbindung wenigstens eines Haltesegments mit einer Tragsäule. Ferner betrifft die Erfindung einen Aufnahmekanal für wenigstens eine Leitung umfassend das Anschlusselement und eine damit verbundene Vielzahl von Haltesegmenten und eine Haltevorrichtung umfassend eine Basis und ein Anschlusselement verbunden mit Haltesegmenten. Schließlich betrifft die Erfindung die Verwendung der Haltevorrichtung zur Führung wenigstens einer ersten Leitung.
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Technologischer Hintergrund
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In dem Arbeitsalltag von Handwerkern und in der Industrie kommt es häufig zu Verschmutzungen und der Entstehung von Staub. Manche Einsatzgebiete können bei der Verwendung von Werkzeugen zur Oberflächenbearbeitung und/oder Spanabhebung Staubpartikel von Steinmaterialien oder auch von organischen Materialien wie Holz erzeugen. Aus hygienischen Gründen und um gesundheitliche Risiken wie Allergien oder Asthma zu vermeiden, ist es wichtig, anfallenden Staub aus den Arbeits- oder Aufenthaltsräumen zu entfernen. So sind aus dem Stand der Technik verschiedene Maschinen entwickelt worden, die zur Staubentfernung geeignet sind. Auf diese Weise kann die Exposition der Menschen, die die Maschinen bedienen, minimiert werden.
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Es wurden mobile Absaugmodule oder Industrieentstauber entwickelt, um den Schutz der Gesundheit der Handwerker und die hygienischen Maßstäbe zu gewährleisten.
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Dabei verbindet man den Industrieentstauber typischerweise mit Hilfe eines Schlauches mit dem Werkzeug, parallel teilweise zusätzlich mit einer elektrischen oder einer pneumatischen Leitung. Diese Verbindungsleitungen werden vorwiegend am Boden liegend geführt und dabei entsteht das grundsätzliche Problem von Kollisionen mit dem Anwender oder zu Beschädigungen der Leitungen an sich, oder zum Verdrillen der Leitungen miteinander. Eine bodenferne Führung der Leitungen ist daher das grundlegende Ziel der Erfindung.
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Dabei bilden die für den Betrieb der Werkzeuge und Absaugmodule notwendigen Leitungen Hindernisse und/oder Gefahren für Menschen in der oben beschriebenen Arbeitsumgebung.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, unter Vermeidung der vorgenannten Nachteile Haltesegmente und ein Anschlusselement zur Bildung eines Aufnahmekanals sowie eine Haltevorrichtung für wenigstens eine Leitung weiterzuentwickeln, wobei der Aufnahmekanal und Haltevorrichtung insbesondere in seiner Länge variabel ist und bei einer sich bewegenden Leitung unbeabsichtigtes Abbrechen des Aufnahmekanals vermieden wird. Insbesondere sollte die Haltevorrichtung sicher, fest und stabil an ihrem haltenden Teil dem sogenannten Anschlusselement festlegbar sein. Darüber hinaus soll die Haltevorrichtung leicht auseinander baubar sein und einfach und platzsparend verräumt werden können.
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Ausgehend von dem Stand der Technik ist es deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Anschlusselement für mehrere Haltesegmente bereitzustellen, um eine Mehrzahl von Haltesegmenten, die einen Aufnahmekanal bilden, mit einer Tragsäule verbinden zu können.
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Je nach Gewicht, Länge und Bewegungen der in den Aufnahmekanal aufzunehmenden Leitung oder Leitungen, kann es bei dem Aufnahmekanal zu Durchbiegungen kommen. Bei zu hohen Kräften zwischen dem Anschlusselement und dem freien Ende des Aufnahmekanales kann es dazu kommen, dass sich die Haltesegmente des Aufnahmekanals öffnen und an einem beliebigen Punkt des Aufnahmekanals zwei Haltesegmente auseinanderfallen. Daher wäre eine gezielte Trennung der Verbindung zwischen dem Anschlusselement und dem daran angeschlossenen Haltesegment wünschenswert. Alternativ kann eine Sollbruchstelle oder Sollöffnungsstelle an den Halteelementen vorgesehen sein, sodass das an dem Anschlusselement angeschlossene Haltesegment versagt.
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Daher ist es eine weitere Aufgabe, das Anschlusselement für mehrere Haltesegmente so auszulegen, dass auf die Verbindungstelle wirkende Kräfte aufgrund von am distalen Ende des Aufnahmekanals wirkenden Hebelkräften sowie durch Biegebelastung der entlang der Längsachse wirkenden Kräfte bis zu einer vorgegebenen Belastungsschwelle so aufgenommen werden können, dass bei Überlast eine definierte Öffnung am Anschlusselement, insbesondere eines an dem Anschlusselement angeschlossenen Haltesegments, bereitgestellt wird. Auf diese Weise kann ein kontrolliertes Unterbrechen des Aufnahmekanals auf der Höhe des Anschlusselements ermöglicht werden, so dass der restliche Aufnahmekanal bestehend aus den Haltesegmenten in seiner gesamten Länge erhalten bleibt und keine Beschädigung der Einzelelemente geschieht. Der Anwender kann den Kanal werkzeuglos wieder fügen und erhält die ursprüngliche Funktion vollständig zurück, es handelt sich demnach um eine vollständig reversible und definierte Öffnungsfunktion bei mechanischer Überlast. Diese Funktion ist aufgrund der Flexibilität der Einzelglieder bzw. Haltesegmente des Aufnahmekanals so gestaltet, dass die nun freie, nicht gelagerte Kette von Haltesegmenten flexibel ausweichen kann und der Anwender stets geschützt bleibt.
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Beschreibung der Erfindung
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Auf Grundlage der Erfindung sollen die oben genannten Aufgaben besser als mit herkömmlichen Vorrichtungen und Systemen gelöst werden.
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Diese Aufgaben werden mit Hilfe eines Haltesegments zum lösbaren Verbinden mit mehreren weiteren Haltesegmenten zur Bildung eines Aufnahmekanals, einem Anschlusselement und einer Haltevorrichtung gemäß den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den sich an den unabhängigen Ansprüchen anschließenden Unteransprüchen und den nebengeordneten Verwendungsansprüchen.
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Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird ein Haltesegment mit einem sich entlang einer Längsachse des Haltesegmentes erstreckenden Aufnahmekanal für wenigstens eine erste Leitung bereitgestellt, wobei das Haltesegment mit wenigstens einem weiteren Haltesegment und/oder mit einem Anschlusselement lösbar verbindbar ist, um den Aufnahmekanal zu verlängern. Dabei weist das Haltesegment ein nach oben offenes Profil mit zwei Schenkeln auf, die mit einem quer zur der Längsachse des Haltesegments verlaufenden Rinnenelement verbunden sind, wobei beide Schenkel, vorzugsweise in Richtung der Längsachse über das Rinnenelement auskragende, erste Seitenwände und zweite Seitenwände aufweisen und wobei jeweils die erste Seitenwand zu der jeweiligen zweiten Seitenwand um wenigstens eine Wandstärke parallel zueinander versetzt angeordnet ist. Ferner weist jede erste Seitenwand jeweils ein Rastelement und jede zweite Seitenwand eine zu dem Rastelement korrespondierende Aussparung, vorzugsweise zur Aufnahme eines Rastelementes eines weiteren Haltesegments, auf und wobei das Rinnenelement so ausgebildet ist, dass von den Rastelementen gebildete Mittelpunkte und/oder die Rastelemente in der oberen Hälfte des nach oben offenen Profils des Haltesegmentes angeordnet sind. Insbesondere kann unter einem Rinnenelement ein Quersteg, der quer zur Längsachse des Haltesegments verläuft und die Schenkel verbindet, oder ein Verbindungselement verstanden werden.
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Damit ergibt sich der Vorteil, dass für den Zusammenbau der Haltesegmente keine Werkzeuge notwendig sind. Mit Hilfe der Rastelemente und zugehörigen Aussparungen können die Haltesegmente einfach miteinander verbunden werden und ein Aufnahmekanal mit unterschiedlichen Längen gebildet werden. Somit kann die Länge des Aufnahmekanals individuell für die jeweiligen Anforderungen verlängert oder gekürzt werden. Dadurch, dass mehr als die obere Hälfte der Rastelemente in der oberen Hälfte des Haltesegments angeordnet sind und somit das Rinnenelement zumindest teilweise von den Seitenwänden nach unten beabstandet ist, können die freien Enden der Schenkel einfacher aufeinander zu gebogen werden. Durch eine einfachere Biegsamkeit können die Rastelemente einfacher in die jeweiligen gegenüberliegenden Aussparungen des nächstliegenden Haltesegments geführt werden.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Haltesegments ist vorgesehen, dass ein maximaler Abstand des Rinnenelements oder Querstegs gegenüber einer Drehachse, die mit den Mittelpunkten der jeweiligen Rastelemente fluchtet, in Richtung der Höhenachse des Halteelements größer ist als die Höhe eines Schenkels und/oder die Höhe einer der ersten oder zweiten Seitenwände. Alternativ oder zusätzlich ist eine Länge des Rinnenelements oder Querstegs entlang der Mittelachse des Rinnenelements, wobei die Mittelachse quer zur Längsachse des Haltesegments verläuft, länger als der Abstand zwischen den Schenkeln. Auf diese Weise ist das Rinnenelement nach unten beabstandet ausgebildet. Somit wird vorteilhafterweise ein elastisches Biegeprofilteil zum passgenauen Einrasten der Rastelemente in die korrespondierenden Aussparungen vorzugsweise eines weiteren Haltesegmentes bereitgestellt.
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Durch die oben beschriebene Gestaltung des Haltesegments ergibt sich eine Biegsamkeit und Flexibilität der Schenkel insbesondere im oberen Bereich sind jeweils zwei Haltesegmente leicht mit einer Hand, d.h. mit einer einfachen Greifbewegung mit zwei oder mehreren Fingern zusammenzufügen bzw. wieder voneinander zu trennen.
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Als geeignetes langlebiges biegeelastisches Material für die Haltesegmente kann Kunststoff verwendet werden, wobei der Kunststoff aus der Gruppe der Polyamide, Polypropylen, Polyethylen, Polystyrol und Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) ausgewählt ist.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Rinnenelement mit den jeweiligen Schenkeln so verbunden, dass die Schenkel mit dem Rinnenelement oder Quersteg stumpfe Winkel zwischen 90° und 180° einschließen, wobei die Schenkel vorzugsweise parallel zueinander angeordnet sind. Ferner oder alternativ weist das Rinnenelement oder der untere Bereich der Schenkel vorzugsweise einen ersten Anlageabschnitt auf.
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Durch eine beidseitig geneigte Querstegsfläche oder beidseitig geneigte Fläche des Rinnenelements mit einem Winkel größer als 90° zu den Schenkeln, kann die aufgenommene Leitung im Aufnahmekanal einfach zentriert und geführt werden. Je größer der gewählte stumpfe Winkel, desto größer der maximale Abstand des Rinnenelementes oder des Quersteges gegenüber einem gedachten ebenen Quersteg zwischen den gegenüberliegenden unteren Rändern der Schenkel und/oder gegenüber der Drehachse, die mit den Mittelpunkten der jeweiligen Rastelemente fluchtet, sodass ein Zusammendrücken der Schenkel zueinander erleichtert wird.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die ersten Seitenwände in Längsachse auf einer Seite des Rinnenelements oder des Querstegs und die zweiten Seitenwände in Längsachse auf der entgegengesetzten Seite des Rinnenelements oder des Quersteges angeordnet und/oder die Seitenwände weisen jeweils eine maximale longitudinale Erstreckung auf, die dem Abstand in Richtung der Längsachse des Haltesegments zwischen dem Mittelpunkt des Rastelements und einem von der Aussparung gebildeten Mittelpunkt entspricht.
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Auf diese Weise kann das Haltesegment mit einer Vielzahl von Haltesegmenten einen Aufnahmekanal bilden, der einseitig offen bleibt und das Einlegen einer oder zweier Leitungen ermöglicht. Dabei sind die Aussparungen vorzugsweise als kreisrunde Sacklochbohrungen oder Löcher ausgebildet. Die Verbindung mit den entsprechenden Rastelementen kann somit einfach hergestellt und gelöst werden, um einen variabel verlängerbaren bzw. verkürzbaren Aufnahmekanal zu bilden.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Rinnenelement wenigstens abschnittsweise eine Führungsrinne mit einem abgesenkten Bereich auf, wobei die Führungsrinne vorzugsweise in Richtung der Längsachse des Halteelements ein- oder beidseitig über das Rinnenelement oder den Quersteg herausragt.
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Auf diese Weise kann das Haltesegment bzw. der von einer Vielzahl von Haltesegmenten gebildete Aufnahmekanal eine zweite von der Führungsrinne aufgenommene, Leitung aufnehmen, die einen kleineren zweiten Durchmesser aufweist als der erste Durchmesser der ersten Leitung, die zwischen den sich zugewandten Seitenwänden der Haltesegmente geführt wird.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist an den in Richtung der Längsachse gegenüberliegenden Enden der Führungsrinne der erste Anlageabschnitt und ein zweiter Anlageabschnitt angeordnet, wobei der erste Anlageabschnitt und der zweite Anlageabschnitt jeweils eine Stirnfläche aufweisen, die jeweils zur Anlage an ein weiteres Haltesegment oder dem Anschlusselement bestimmt ist.
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Die Führungsrinne weist damit Anlageabschnitte auf, an deren jeweiligen Stirnflächen eine korrespondierende Stirnfläche eines Anlageabschnitt eines weiteren Haltesegments anstoßen kann. Auf diese Weise wird eine kontinuierliche Führungsrinne zur Aufnahme einer zweiten Leitung gebildet. Durch die Bereitstellung von Anschlagabschnitten wird die Beweglichkeit bzw. Verschwenkbarkeit der Haltesegmente zueinander begrenzt. Dies hat den Vorteil, dass der durch eine Mehrzahl von Haltesegmenten gebildete Aufnahmekanal nicht in alle Richtungen flexibel ist und eine stabile Führungsrinne bilden kann, wenn die jeweiligen Stirnflächen der Anlageabschnitte der Haltesegmente aneinander anschlagen.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ragt eine/die Führungsrinne beidseitig über das Rinnenelement heraus und/oder der maximale Abstand des zweiten Anlageabschnittes zum Rinnenelement ist kleiner oder gleich dem maximalen Abstand des ersten Anlageabschnittes zu dem Rinnenelement oder zum Quersteg.
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Wird ein kürzerer Abstand oder eine kürzere Länge des einen Anlageabschnitts (in Richtung der Längsachse des Haltesegments) zum Rinnenelement oder Quersteg im Vergleich zu dem Abstand oder der Länge des anderen Anlageabschnitts (in Richtung der Längsachse des Haltesegments) bereitgestellt, so ist der Aufnahmekanal in Richtung der Schwerkraft nach unten gekrümmt. In anderen Worten sind die Rastelemente benachbarter Halteelemente weiter voneinander entfernt, als die in die gleiche Richtung weisenden Anlageabschnitte bzw. Stirnflächen benachbarter Haltesegmente. Dagegen weist ein Aufnahmekanal in einer Ausführungsform mit gleich langen maximalen Abständen der jeweiligen Anlageabschnitte (in Richtung der Längsachse des Haltesegments) zum Rinnenelement oder Quersteg einen geraden bzw. nicht in Richtung der Schwerkraft gekrümmten Aufnahmekanal auf.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Führungsrinne und/oder das Profil des Haltesegments eine zu dessen Mittellängsebene symmetrische Form auf.
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Durch die symmetrische Form können die jeweiligen Leitungen in dem Aufnahmekanal und optional in der Führungsrinne zentriert geführt werden und die Lastverteilung optimiert werden. Diese mittige Führung verteilt das Gewicht der im Aufnahmekanal geführten Leitung gleichmäßig auf beide Seiten der Mittellängsebene, sodass der Aufnahmekanal bei gerader Leitungsführung sich nicht zu einer Seite neigt, d.h. keine Schlagseite zu einer der Seitenwände bekommt.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Seitenwände in einem lichten Mindestabstand zueinander angeordnet, um eine erste Leitung mit einem ersten Durchmesser kleiner als der lichte Mindestabstand aufzunehmen und die Führungsrinne weist ein Profil auf, um eine zweite Leitung mit einem zweiten Durchmesser aufzunehmen, der kleiner als der halbe erste Durchmesser ist, wobei das Profil vorzugsweise als U-förmiges Profil ausgebildet ist und der zweite Durchmesser kleiner ist als der zweifache Abrundungsradius des U-Profils ist.
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Auf diese Weise kann beispielsweise eine Energieleitung in der Führungsrinne aufgenommen werden und oberhalb der Führungsrinne eine Leitung mit wesentlich größerem Umfang wie beispielweise ein Schlauch zum Transport von Luft und/oder Staub oder anderen Medien angeordnet werden.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform bilden die Seitenwände einen Versatz um wenigstens eine Wandstärke, wobei der Versatz der Seitenwände jeweils eine Begrenzungsfläche für die Verschwenkbarkeit eines mit dem Haltesegment verbindbaren weiteren Haltesegment bilden.
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Auf diese Weise kann der Versatz der Seitenwände gleichzeitig eine Begrenzungsfläche oder einen Anschlag bilden, die die Schwenkbewegung benachbarter Haltesegmente zueinander begrenzen. Je nach Ausführungsform können auch nur Teile des Versatzes als Begrenzungsfläche dienen.
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Ferner wird ein Anschlusselement zur Verbindung wenigstens eines Haltesegmentes mit einer Tragsäule bereitgestellt, welches umfasst: ein proximales Ende mit einer ersten Öffnung zum Lagern des Anschlusselementes an der Tragsäule; ein distales Ende mit einem Anlageabschnitt für ein Haltesegment und zwei Halteohren mit jeweils einer Aussparung oder einem Rastelement zum Verbinden mit einem korrespondierenden Rastelement oder Aussparung des wenigstens einen Haltesegments.
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Das Anschlusselement kann vorteilhafterweise dazu verwendet werden, eine stabile und sichere Verbindung zu anderen Haltesystemen wie z.B. einer stabilen Basis zu ermöglichen. Allerdings ist auch zu berücksichtigen, dass eine gezielte Trennung der Verbindung zwischen dem Anschlusselement und dem daran angeschlossenen Haltesegment wünschenswert ist.
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Das Anschlusselement ist daher so ausgelegt, dass auf die Verbindungstelle mit dem Anschlusselement aufgrund am distalen Ende des Aufnahmekanals wirkender Hebelkräfte bis zu einer vorgegebenen Belastungsschwelle aufgenommen werden können. Wird die Belastungsschwelle überschritten, wird eine Sollöffnungsstelle am Anschlusselement bereitgestellt. Auf diese Weise kann ein kontrolliertes Auseinanderfallen des vorzugsweise kompletten Aufnahmekanals auf der Höhe des Anschlusselements ermöglicht werden, sodass der durch die Haltesegmente gebildete Teil des Aufnahmekanals in seiner gesamten Länge erhalten bleibt und nicht unkontrolliert in einzelne Haltesegmente zerfällt.
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Wenn das Anschlusselement mit einer Tragsäule verbunden wird, kann diese Tragsäule beispielswese mit einem Stativ oder einer Wandhalterung verbunden werden. Auf diese Weise stellt das Anschlusselement ein universell einsetzbares Verbindungsstück dar, sodass ein Aufnahmekanal aus Haltesegmenten und Anschlusselement für viele Funktionen verwendet werden kann und gleichzeitig an unterschiedliche Nutzeranforderungen angepasst werden kann.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die erste Öffnung zumindest abschnittsweise kreisförmig und/oder durch zumindest einen Abschnitt eines Kreissegments ausgebildet, um das Anschlusselement drehbar um einen Tragsäulenabschnitt der Tragsäule zu lagern.
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Wenn die erste Öffnung kreisförmig ausgebildet ist, kann der Anwender den Aufnahmekanal 360° um die Tragsäule drehen, wobei die Tragsäule so ausgestaltet oder befestigt ist, dass der Aufnahmekanal für Leitungen eines Werkzeuges beispielsweise über Kopfhöhe des Anwenders geführt werden kann. Somit ist eine einfache Handhabung von Werkzeugen zur Oberflächenbearbeitung möglich, wobei am Werkzeug angeschlossene Leitungen durch die Aufnahme in dem Aufnahmekanal nicht mehr stören oder für bestimmte Bewegungen nicht mehr im Wege stehen. Ferner kann die Arbeitssicherheit erhöht werden, da der Handwerker nicht mehr über am Boden liegende Leitungen stolpern kann.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist eine vorzugsweise kreisförmige zweite Öffnung zwischen der ersten Öffnung und dem distalen Ende zur Durchführung wenigstens einer ersten Leitung angeordnet. In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist ein zwischen den Halteohren angeordneter distaler Rand, der vorzugsweise kreisförmigen zweiten Öffnung, eine Führungsrinne entlang einer Längsachse des Anschlusselementes für die zweite Leitung auf.
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Auf diese Weise können eine oder zwei Leitungen, die aus den Haltsegmenten in das Anschlusselement geführt werden, durch die zweite Öffnung nach unten entlang der Tragsäule geführt werden. Damit kann ein unbeabsichtigtes Herausfallen der wenigstens einen Leitung nach oben vorteilhafterweise vermieden werden und ferner können die Haltsegmente alle identisch ausgeführt sein. Somit können eine oder mehr Leitungen durch die zweite Öffnung des Anschlusselements geführt und anschließend in distaler Richtung in dem aus identischen Haltesegmenten gebildeten Aufnahmekanal bis zu seinem freien Ende weitergeführt werden, ohne dass die Leitungen entweder nach oben oder seitlich aus dem Aufnahmekanal herausgeführt werden müssen. Wenn zusätzlich eine Führungsrinne in dem distalen Rand zwischen den Halteohren bereitgestellt wird, kann die Führungsrinne des Aufnahmekanals zur besseren Führung z.B. eines Kabels kontinuierlich fortgesetzt werden.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Anschlusselement eine Verstärkungsrippe auf, die von einem oberen Rand des proximalen Endes zum distalen Ende des Anschlusselementes verläuft.
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Die Verstärkungsrippe verleiht dem Anschlusselement mehr Stabilität, sodass bei einer hohen Last am distalen Ende des Aufnahmekanals, d.h. an seinem freien Ende, das nicht mit dem Anschlusselement verbunden ist, eine Sollöffnungsstelle zwischen dem Anschlusselement und dem daran angeschlossenen Haltesegment definiert wird. Das Anschlusselement mit der Verstärkungsrippe ist einfach durch Spritzgußverfahren herstellbar.
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Ferner wird ein Aufnahmekanal für wenigstens eine Leitung bereitgestellt, wobei der Aufnahmekanal ein Anschlusselement umfasst und eine damit verbundene Vielzahl von Haltesegmenten. Dabei kann die Länge des Aufnahmekanals durch Verbinden eines Haltesegmentes mit weiteren Haltesegmenten erweitert werden. Ferner ist der Aufnahmekanal um in Aufnahmekanalquerrichtung verlaufende Drehachsen, die mit den Mittelpunkten der jeweiligen Aussparungen fluchten, von einer Gebrauchsstellung in eine Einklappstellung verschwenkbar.
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Auf diese Weise wird ein flexibel erweiterbarer und verkürzbarer Aufnahmekanal bereitgestellt, dessen Haltesegmente sich von einer stabilen Gebrauchsstellung in eine Einklappstellung verschwenken lassen. Der Aufnahmekanal weist einen in Richtung des Anschlusselements einrollbaren Teil auf. Die einzelnen Haltesegmente können nur in einer Richtung und zu dem nächsten Haltesegment hin um die jeweilige Drehachse verschwenkt werden. Dabei können sich die bei der Gebrauchsstellung anliegenden Stirnflächen der Anlageabschnitte der Führungsrinne so voneinander wegbewegen, bis sie eine gewünschte Einklappstellung erreichen.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform nimmt der Aufnahmekanal in der Gebrauchsstellung einen geradlinigen Verlauf oder von einer auf der Querstegseite oder Rinnenelementseite konkaven und/oder in Richtung der Schwerkraft gekrümmten Verlauf an, wobei der erste Anlageabschnitt des Haltesegmentes bzw. die daran angeordnete Stirnfläche an dem zweiten Anlageabschnitt bzw. an der zugehörigen Stirnfläche des weiteren Haltesegments anliegt.
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Als Querstegseite oder Führungsrinnenseite wird diejenige Seite verstanden, die in Höhenrichtung den Seitenwänden gegenüber liegt. Dabei ist Führungsrinnenseite die geschlossene Seite des nach oben offenen Profils des Haltesegments, welches nach oben offen ist.
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Die Geradlinigkeit wenigstens des beweglichen bzw. einrollbaren Teils des Aufnahmekanals bzw. ein gekrümmter Verlauf kann durch die Bereitstellung gleich langer bzw. unterschiedlich langer maximaler Abstände der Anlageabschnitte eines Haltesegmentes zum Rinnenelement oder Quersteg hergestellt werden.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das freie Ende des Aufnahmekanals in Richtung des Anschlusselementes in die Einklappstellung einrollbar, wobei vorzugsweise übereinanderliegende Haltesegmente nestbar oder in der Einklappstellung genested sind; und/oder wobei vorzugsweise jedes Haltesegment zum benachbarten Anschlusselement oder Haltesegment maximal um 90° verschwenkbar ist.
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Dadurch, dass der Aufnahmekanal vom freien Ende her eingerollt werden kann, kann der Aufnahmekanal platzsparend aufgeräumt werden. Durch die Nestbarkeit von übereinanderliegenden Haltesegmenten kann weiterhin Platz gespart werden. Wenn sich in der Einklappstellung die jeweils benachbarten Anlageabschnitte der Haltesegmente nicht mehr berühren, nimmt der eingerollte Teil des Aufnahmekanals gleichsam eine Schneckenform an. Abhängig von der Größe des Behälters oder dem Raum an dem der Aufnahmekanal verstaut werden soll, kann von dieser „Schneckenform“ abgewichen werden.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Haltesegment und/oder das Anschlusselement aus einem Kunststoffmaterial hergestellt; wobei vorzugsweise wenigstens Abschnitte der Führungsrinne und/oder des Rinnenelements oder Quersteges einen reibungserhöhenden Belag oder eine reibungserhöhende Oberfläche aufweisen können, insbesondere innerhalb des Aufnahmekanals.
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Auf diese Weise verrutschen die Leitungen im Aufnahmekanal bzw. in der Führungsrinne weniger leicht und verbessern die Handhabung, wenn ein an die Leitungen angeschlossenes Werkzeug bewegt wird. Mit Hilfe der reibungserhöhenden Oberfläche können die Leitungen nicht unvorhergesehen schnell entlang der Längsachse des Aufnahmekanals oder seitlich rutschen. Der Vorteil liegt damit auch darin, dass keine weiteren Funktionselemente zur Klemmung oder Sicherung der Leitung oder Leitungen gebraucht werden.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist eine Haltevorrichtung bereitgestellt, welche eine Tragsäule und einen Aufnahmekanal umfasst, wobei das Anschlusselement drehbar in Bezug auf die Tragsäule gelagert ist.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst die Haltevorrichtung eine Basis zur Halterung der Tragsäule, wobei ein Tragsäulenabschnitt in der ersten Öffnung des Anschlusselementes angeordnet ist; und das Anschlusselement auf einen umlaufenden Flansch der Tragsäule um eine Achse der Tragsäule drehbar gelagert ist.
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Auf diese Weise kann der Aufnahmekanal vorzugsweise um 360° und die darin aufgenommenen Werkzeugleitungen um die Tragsäule gedreht werden und erlaubt dem Anwender große Bewegungsfreiheit bei der Handhabung seines Werkzeuges. Die Tragsäule kann auf einer Basis wie ein Stativ oder an einer Wandhalterung befestigt sein, um den Aufnahmekanal für die eine oder mehr Leitungen so hoch halten zu können, dass der Bediener der Haltevorrichtung so wenig wie möglich bei seiner Arbeit mit dem an die Leitungen angeschlossenen Werkzeug gestört wird. Eine störungsfreie Arbeit kann insbesondere erfolgen, wenn der Aufnahmekanal über Kopfhöhe des Anwenders angebracht wird.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist die Tragsäule am Ende des oberen Tragsäulenabschnitts eine Arretierung, insbesondere einen Arretierstift, auf, um ein Herausrutschen des Anschlusselementes in Richtung des freien Endes der Tragsäule zu verhindern und/oder weist der untere Tragsäulenabschnitt ein innenliegendes Gewinde zur Verbindung mit einer Basis mittels einer Anschlussschraube auf, wobei die Basis ausgewählt ist aus einer Gruppe umfassend: ein Stativ, eine Lochplatte, ein Tisch, eine Werkbank, ein Werkzeugkoffer mit Lochplatte und eine Wandhalterung.
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Die Arretierung, insbesondere der Arretierstift, wird vorzugsweise mit einer Feder vorgespannt, sodass der Arretierstift automatisch über den Außenumfang des ersten Tragsäulenabschnitts herausragt und somit gegen ein Herausrutschen des Anschlusselements sichern kann.
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Die Tragsäule kann vorteilhafterweise mit verschiedenen Basiselementen kombiniert werden, wobei auch mobile Werkzeugkoffertürme oder andere Einheiten mit Rollen zum Einsatz kommen können.
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Ferner wird die Verwendung einer Haltevorrichtung zur Führung von wenigstens einer ersten Leitung offenbart, wobei die erste Leitung durch die zweite Öffnung des Anschlusselements durchgeführt und in dem Aufnahmekanal aufgenommen ist. Ferner ragt die wenigstens erste Leitung distal aus dem Aufnahmekanal heraus, wobei die Haltevorrichtung um die Tragsäule in Folge von Bewegungen des distalen Endes des Aufnahmekanals der wenigstens ersten Leitung drehbar ist.
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In der Gebrauchsstellung kooperiert der um die Tragsäule bewegliche Aufnahmekanal mit den Bewegungen eines an dem Schlauch angeschlossenen Werkzeugs, insbesondere dahingehend, dass der Aufnahmekanal durch Drehung um die Tragsäule in Richtung des Werkzeugs ausgerichtet werden kann.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Verwendung der Haltevorrichtung zur Führung von einer ersten Leitung offenbart, die vorzugsweise als Saugschlauch mit einem (ersten) Durchmesser von wenigstens 20 mm ausgebildet ist. Ferner wird die Haltevorrichtung zur Führung einer zweiten Leitung verwendet, wobei die zweite Leitung einen kleineren (zweiten) Durchmesser als der Durchmesser der ersten Leitung aufweist; und die zweite Leitung vorzugsweise ein elektrisches Verbindungskabel zur Versorgung eines Werkzeuges, vorzugsweise zur Oberflächenbearbeitung und/oder Spanabhebung, ist und vorzugsweise in einer/der Führungsrinne der Haltesegmente oder des Anschlusselements führbar ist.
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Kurze Beschreibung der Figuren
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich anhand der nachfolgenden Zeichnungen in denen vorteilhafte Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Haltesegments, Anschlusselements, Aufnahmekanal Haltevorrichtung, sowie ein Verfahren zur Bildung eines Aufnahmekanals und die Verwendung davon beispielhaft dargestellt werden, ohne die Erfindung auf die gezeigten Ausführungsbeispiele zu beschränken. Die Zeichnungen zeigen:
- 1 eine Vorderansicht eines Ausführungsbeispiels eines Haltesegments;
- 2 eine perspektivische Ansicht des in 1 gezeigten Haltesegmentes;
- 3 eine Draufsicht von oben des in 1-2 gezeigten Haltesegmentes;
- 4 eine Seitenansicht des in 1-3 gezeigten Haltesegmentes;
- 5 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Anschlusselements;
- 6 eine Draufsicht von oben des in 5 gezeigten Anschlusselements;
- 7 eine Seitenansicht des in 5-6 gezeigten Anschlusselements in Verbindung mit einer Tragsäule und Aufnahmekanal;
- 8 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Tragsäule;
- 9 perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Haltevorrichtung mit Tragsäule und Aufnahmekanal;
- 10 eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels einer Haltevorrichtung mit einem geradlinigen Verlauf des Aufnahmekanals in der Gebrauchsstellung;
- 11 eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels einer Haltevorrichtung mit einem gekrümmten Verlauf des Aufnahmekanals in der Gebrauchsstellung;
- 12 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Werkzeugkoffers
- 13a eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Haltevorrichtung in der Gebrauchsstellung;
- 13b eine Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels einer teilweise zerlegten Haltevorrichtung mit dem Aufnahmekanal in der Einklappstellung;
- 14 eine Draufsicht eines Werkzeugkoffers mit einem Aufnahmekanal in einer Einklappstellung;
- 15a eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Basis, die als Wandhalterung ausgebildet ist, mit Tragsäule;
- 15b eine perspektivische Ansicht der in 15a gezeigten Basis mit einem Verbindungsstück;
- 16 eine Wandhalterung mit einer Haltevorrichtung mit zwei aufgenommenen Leitungen;
- 17a eine perspektivische Ansicht einer weiteren beispielhaften Ausführungsform eines Anschlusselements;
- 17b eine perspektivische Ansicht einer beispielhaften Ausführungsform eines Werkzeugkoffers;
- 17c eine perspektivische Ansicht des Werkzeugkoffers der 17b mit weiteren Werkzeugkoffern und Saugvorrichtung mit Rädern und damit verbundener Basis für eine Haltevorrichtung umfassend das Anschlusselement der 17a;
- 17d eine perspektivische Detailansicht des Werkzeugkoffers der 17b mit einer Tragsäule und dem Anschlusselement der 17a;
- 18 ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Bildung eines Aufnahmekanals; und
- 19 Verwendung des Aufnahmekanals in Einklapp- oder Gebrauchsstellung.
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Detaillierte Beschreibung der Figuren
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Begriffe wie „links“, „rechts“, „oben“, „unten“, „vorne“, „hinten“, „Seite“, „Höhe“, „Länge“, „Breite“, und dergleichen, wie sie hier verwendet werden können, x-Achse, y-Achse oder z-achse beschreiben lediglich Bezugspunkte bzw. Bezugslinien und beschränken die vorliegende Erfindung nicht auf eine bestimmte Ausrichtung oder Konfiguration. Die x-Achse erstreckt sich in Längsrichtung des Aufnahmekanals. Als Höhenachse oder Höhenrichtung des Halteelements ist dabei eine parallel zu den Seitenwänden und senkrecht zur Längsachse des Halteelements orientierte Achse oder Richtung. Die Höhenrichtung kann auch als y-Richtung bezeichnet werden. Die z-Achse erstreckt sich senkrecht von einer Seitenwand zur gegenüberliegenden Seitenwand. Die Mittelebene des Haltesegments wird von den x- und y-Achsen aufgespannt und erstreckt sich mittig zwischen zwei in y-Richtung gegenüberliegenden Seitenwänden. Die Mittelebene kann auch als Symmetrieebene bezeichnet werden. Die Mittelachse des Haltesegments erstreckt sich entlang der y-Achse in der Mittelebene und kann auch als Symmetrieachse S bezeichnet werden. Die Mittelachse des Rinnenelements ist parallel zur z-Achse und erstreckt sich quer zur Längsachse des Haltesegments, die sich parallel zur x-Achse erstreckt.
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Der Begriff „proximal“ wird zur Beschreibung einer Position eines Elementes des Aufnahmekanals oder der Haltevorrichtung verwendet. Das proximale Ende des Aufnahmekanals bezeichnet beispielsweise das Ende des Aufnahmekanals, welches an einer Basis befestigt werden kann, während das distale Ende des Aufnahmekanals das gegenüberliegende freie Ende des Aufnahmekanals ist, welches nicht mit der Basis verbunden ist. Ferner wird der Begriff „beispielhaft“ oder „z.B.“ hier verwendet, um ein Beispiel einer möglichen Ausführungsform der Erfindung zu beschreiben. Die zeichnerisch dargestellten Ausführungsformen stellen lediglich Beispiele dar, wie die erfindungsgemäßen Vorrichtungen wie Haltesegment, Anschlusselement oder Haltevorrichtung und Verfahren ausgestaltet sein können und stellen keine abschließende Begrenzung der Erfindung dar.
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Die Darstellungen sind schematisch und nicht zwingend maßstabsgerecht. Sie zeigen darüber hinaus nicht alle Details, sondern beschränken sich zum Teil auf die Darstellung der erfindungswesentlichen Einzelheiten sowie weiterer Merkmale, die die Erläuterung und Beschreibung der Erfindung erleichtern. Gleiche Elemente in den unterschiedlichen Figuren werden mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Zur einfacheren Verständlichkeit werden nicht in allen Figuren alle Elemente mit Bezugszeichen versehen. D.h. es werden der Übersicht halber nur Bezugszeichen in den einzelnen Figuren verwendet, die für die Beschreibung der jeweiligen Figur erforderlich sind.
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1 zeigt eine Vorderansicht eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Haltesegments mit einem oben offenen Profil. Das Haltesegment ist mit dem Bezugszeichen 110 gekennzeichnet. Das Haltesegment 110 weist zwei Schenkel 111 und 112 auf, die mit einem quer zu der x-Achse oder quer zur Längsachse x160 des Haltesegments 110 verlaufenden Rinnenelement 116 oder Quersteg verbunden sind. Das Rinnenelement 116 erstreckt sich somit in Richtung der z-Achse, wobei die Länge entlang des Rinnenelements 116 in z-Richtung länger ist als der Abstand z110a (siehe Doppelpfeil) zwischen den Schenkeln 111, 112. Die strichgepunktete Linie z116 zeigt den möglichen Verlauf eines ebenen Querstegs oder Rinnenelements an. Im Vergleich zu der strichgepunkteten Linie z116 ist das Rinnenelement 116 nach unten beabstandet. In anderen Worten ist das Rinnenelement 116 zu einem gedachten ebenen Rinnenelement oder Quersteg nach unten beabstandet und in der gezeigten Ausführungsform zudem in einem Teilbereich nach unten gekrümmt.
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Der nach unten gekrümmte Bereich des Rinnenelements 116 ist in dieser Ausführungsform mittig auf der Mittelachse des Haltesegments angeordnet und als U-Profil ausgeführt. In anderen Worten wird beidseits der Symmetrieachse S eine Führungsrinne 160 gebildet, die gegenüber den zur y-Achse geneigten und sich an die Seitenwände anschließenden Rinnenelementsflächen oder Querstegsflächen einen abgesenkten Bereich aufweist. Die Führungsrinne 160 weist eine Breite ZU auf, die dem zweifachen Abrundungsradius rU des U-Profils entspricht und einen gekrümmten Teilbereich 163 aufweist. Der Abrundungsradius rU des gekrümmten Teilbereiches 163 ist so gewählt, dass die Führungsrinne 160 eine Leitung mit einem Radius rK, der kleiner als der Abrundungsradius rU des U-Profils ist, aufnehmen kann. Der doppelte Radius rU entspricht einem Aufnahmequerschnitt oder Durchmesser DU (DU = 2* rU) und dem Abstand zU, der in der 1 als gestrichelter Doppelpfeil gezeigt ist.
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Die maximale Höhe y110 des Haltesegments 110 parallel zur y-Achse wird auf der Höhe der gestrichelten Linie 115 halbiert. Das Rinnenelement 116 oder der Quersteg ist, wie in den 1 dargestellt, wenigstens abschnittsweise gegenüber einem ebenen Rinnenelement oder Quersteg, der sich ausschließlich parallel zur z-Achse oder entlang der punkt-gestrichelten Linie z116 erstreckt, so nach unten beabstandet, dass die Mittelpunkte M141 und M142 der Rastelemente 141 und 142 in der oberen Hälfte des nach oben offenen Profils des Haltesegmentes angeordnet sind, d.h. oberhalb der halbierenden gestrichelten Linie 115. Das Rinnenelement 116 ist in Bezug auf beide Schenkel 111, 112 jeweils so abgewinkelt und abschnittsweise so gekrümmt, dass ein maximaler Abstand des Rinnenelements oder Querstegs gegenüber einem ebenen Rinnenelement oder Quersteg von wenigstens der Hälfte der Höhe eines Schenkels (y111, y112) gebildet wird.
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Das Haltesegment 110 weist einen symmetrischen Querschnitt auf und jeder Schenkel 111, 112 schließt in Bezug auf das Rinnenelement oder den Quersteg 116 einen Winkel α ein. Die Schenkel 111, 112 sind parallel zueinander angeordnet in einem Abstand z110a (siehe Doppelpfeil). Die Höhenerstreckung y110 (siehe gestrichelter Doppelpfeil y110) des Haltesegments 110 verläuft entlang der y-Achse. Der erste Schenkel 111 weist eine Höhe y111 und der zweite Schenkel 112 eine Höhe y112 auf, wobei die Schenkelhöhe jeweils in der Innenseite des offenen Profils gemessen wird. Auf halber Höhe des Schenkels 111 ist der Mittelpunkt M141 des Rastelements 141 angeordnet, während sich auf der gegenüberliegenden Außenseite des Schenkels der Mittelpunkt M142 des Rastelements 142 befindet.
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2 zeigt eine perspektivische Ansicht des Ausführungsbeispiels der 1. Jeder Schenkel 111, 112 weist zwei Seitenwände 111a/b und 112 a/b auf. In der Mitte der Höhe y111 oder y112 der jeweiligen Seitenwand 111a bzw. 112b sind Rastelemente 141 bzw. 142 angeordnet. Das Bezugszeichen M142 kennzeichnet den Mittelpunkt des Rastelements 142 (vergleiche Rastelement 141 auf der Seitenwand 111a mit Bezugszeichen M141 in 1). Jedes Rastelement 141, 142 ist geeignet, um in eine entsprechende Aussparung 121, 122 eines weiteren Haltesegments 110' (hier nicht gezeigt) oder eines Anschlusselements (hier nicht gezeigt; siehe Bezugszeichen 210 in 5) einzugreifen, um sich mit dem jeweiligen Haltesegment lösbar zu verbinden. Dabei ist die zweite Seitenwand 112a um einen Versatz 126 (siehe auch Doppelpfeil x126, der die Erstreckung des Versatzes in x-Richtung anzeigt) von wenigstens einer Wandstärke parallel zu der zweiten Seitenwand 112b versetzt angeordnet, um ein optimales Einrasten des Rastelements 142 in die korrespondierende Aussparung 122 eines benachbarten Haltesegments zu ermöglichen. Die Ausdehnung x126 des Versatzes 126 ist in der nachfolgenden 3 von oben dargestellt.
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2 zeigt in der perspektivischen Ansicht des Haltesegments. In dieser Ansicht werden Details des Rinnenelements 116 und der Führungsrinne 160 gezeigt. Die Führungsrinne 160 weist wenigstens an einem Ende im Bereich des Scheitelpunktes, durch den die Symmetrieachse S des U-Profils und des Haltesegmentes 110 läuft, einen ersten Anlageabschnitt 161 auf. In der gezeigten Ausführungsform ragt der Anlageabschnitt 161 über das Rinnenelement oder den Quersteg hinaus und erstreckt sich in Richtung der Längsachse x160. Der Anlageabschnitt 161 weist eine Stirnfläche 136 auf, die in dieser gezeigten Ausführungsform quer zur Längsachse x160 verläuft. Andere Ausgestaltungen des Anlageabschnittes 161 sind denkbar. Beispielsweise kann der Randabschnitt und damit der Anlageabschnitt des Rinnenelements oder Querstegs 116 als Ausbuchtung geformt sein.
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In der perspektivischen Darstellung der 2 wurde der Mittelpunkt der Aussparung 122 mit dem Referenzzeichen M121 gekennzeichnet. Der Mittelpunkt M121 und der Mittelpunkt M122 der gegenüberliegenden Aussparung 122 haben als gemeinsame Achse die Achse z121. Die Mittelpunkte M141 und M142 der Rastelemente 141 und 142 haben jeweils eine Achse z141 und z142, die miteinander fluchten. Sobald die Rastelemente 141, 142 in den entsprechenden Aussparungen 121, 122 eines weiteren Haltesegments oder eines Anschlusselements (nicht gezeigt) eingeführt sind, bildet die Achse z141 bzw. die Achse z142 eine Drehachse. Die Rastelemente 141, 142 sind zur einfachen Drehbarkeit der Haltesegmente zueinander mit einem kreisrunden Außendurchmesser ausgebildet. Die Rastelemente 141, 142 können auch andere Formen als die hier gezeigten aufweisen.
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Die freien Enden der Seitenwände 111a, 111b des Schenkels 111 sind entlang der Längsachse halbkreisförmig mit einem Radius r111a für eine Drehbarkeit der Haltesegmente zueinander ausgebildet. Der Versatz 125 bildet eine Anschlagsstufe. Wird ein weiteres Haltesegment über die Rastelemente 141 und 142 zum Verbinden eingerastet, kann das weitere hier nicht gezeigte Haltesegment bis zu der senkrechten Anschlagsstufe bzw. Versatz 125 auf der Seite des ersten Schenkels 111 bzw. bis zur Anschlagsstufe oder bis zum Versatz 126 auf der Seite des zweiten Schenkels 112 gedreht werden. Die Anschlagsstufe oder Versatz 126 weist eine Dicke x126 auf.
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Die am Rinnenelement 116 angeordneten Seitenwände 111a/b und 112a/b verlaufen jeweils parallel zur Mittellängsebene des Haltesegments. Die Mittellängsebene verläuft durch die Längsachse x160 und läuft durch den Scheitelpunkt und der Symmetrieachse S der Führungsrinne 160. Die Anschlagsstufen bzw. Versätze 125 bzw. 126 werden durch die außenliegenden Seitenwände 111b und 112b gebildet und weisen eine Breite x125 oder x126 auf. Dabei weist jede Anschlagsstufe an ihrer Basis eine Krümmung zum Übergang zum jeweiligen Schenkel 111 oder 112 auf. Die Höhe der Anschlagsstufe 126 ist daher ein wenig geringer als die Höhe y112a der Seitenwand 112.
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3 zeigt eine Draufsicht des Ausführungsbeispiels gemäß 1 und 2. Die strichgepunktete Linie kennzeichnet die Mittelachse z1 des Rinnenelements 116. Die minimale Länge des Querstegs in x-Richtung ist mit L116 und einem gestrichelten Doppelpfeil gekennzeichnet. Der erste Anlageabschnitt 161 der Führungsrinne 160 erstreckt sich in Richtung der Längsachse x160.
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In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Führungsrinne 160 beidseitig über den Quersteg 116 herausragend ausgebildet. Der zweite Anlageabschnitt 162 kann die gleiche Ausdehnung x162 wie die Ausdehnung x161 des ersten Anlageabschnitts aufweisen. Alternativ kann der Abstand x161 des zweiten Anlageabschnitts x162 zum Rinnenelement 116 kleiner dem Abstand x161 des ersten Anlageabschnitts 161 sein. Der erste Anlageabschnitt 161 und der zweite Anlageabschnitt 162 sind jeweils zur Anlage an ein weiteres hier nicht gezeigtes Haltesegment oder an ein Anschlusselement bestimmt. In der dargestellten Form weist der Anlageabschnitt 161 am Ende eine Stirnfläche 136 auf, die in dieser gezeigten Ausführungsform quer zur Längsachse x160 verläuft.
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Ferner zeigt die 3 die Schenkel 111 und 112 von oben. Der Schenkel 112 weist eine erste Seitenwand 112a und eine zweite Seitenwand 112b auf. Die Längsachsen x112a und x112b dieser Seitenwände sind auch die Symmetrieachsen der Seitenwände, die parallel zueinander versetzt sind. In Bezug auf die Seitenwände 111b und 111a wird gezeigt, dass der Versatz x126 gleich der Wandstärke z111a ist. Die Wandstärken z111a und z111b können gleich oder unterschiedlich sein. In dem gezeigten Beispiel ist die Wandstärke z111a größer als die Wandstärke der äußeren Seitenwand z111b. Das Bezugszeichen x111 zeigt die Länge an, in den beide Seitenwände 111a und 111b überlappen.
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Die innenliegenden Seitenwände 111a und 112a haben jeweils an der Außenseite ein Rastelement 141 und 142. Das Bezugszeichen z141 zeigt die Symmetrieachse des Rastelements 141, die zugleich die Drehachse eines daran verbundenen zweiten Haltesegments darstellt. Ferner wird im Bereich der Mitte in x-Richtung der außenliegenden Seitenwand 111b die Achse z121 gezeigt, die durch den Mittelpunkt, der in der Draufsicht nicht sichtbaren Aussparung 121 läuft. Auf dieser Achse z121 liegt die Drehachse zweier benachbarter Haltesegmente, nachdem ein weiteres Haltesegment an diese Seitenwand 111b sowie 112b angeschlossen worden ist.
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Der Abstand zwischen den Mittelpunkten des Rastelements 142 und der Aussparung 122 (nicht sichtbar) ist mit x124 gekennzeichnet. Dabei entsprechen die maximale nominale Erstreckung L111a und L112b der jeweiligen Seitenwände 111a und 111b bzw. 112a und 112b dem Abstand x124 in Richtung der Längsachse.
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4 zeigt eine Seitenansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Haltesegments 110. Diese Seitenansicht zeigt den Schenkel 112 mit den Seitenwänden 112a und 112b. Die Seitenwand 112a weist ein Rastelement 142 mit einem Mittelpunkt M142 auf. Die Seitenwand 112b weist eine zu dem Rastelement 142 korrespondierende Aussparung 122 auf. Diese Aussparung hat einen Mittelpunkt M122. Die Führungsrinne 160 hat eine Längsausdehnung von L160. Wie in der Zeichnung zu sehen, ist die Länge L160 gleich lang wie der Abstand x124 zwischen den Mittelpunkten M142 und M122. Zudem werden die Längen beidseitig von dem Rinnenelement bzw. maximalen Abstände der Anlageabschnitte 161 und 162 zum Rinnenelement mit den Referenzeichen mit x161 und x162 gezeigt.
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Das Haltesegment 110 wird durch die halbierende Strichlinie 115 in die Abschnitte Y110/2 (top) und Y110/2 geteilt. Die Darstellung zeigt, dass der Mittelpunkt M142 des Rastelements 142 bzw. der Mittelpunkt M122 der Aussparung 122 sich in der oberen Hälfte Y110/2 (top) des Haltesegments 110 befinden. In der unteren Hälfte des Haltesegments 110, dargestellt als y110/2, befindet sich das Rinnenelement 116, der sich nach unten von der unteren Kante des Schenkels 112 gemessen maximal bis zu einem Abstand y116 (siehe gestrichelter Doppelpfeil) erstreckt. An der tiefsten Stelle, d.h. an der Stelle der maximalen Beabstandung zum Schenkel 112, ist die Führungsrinne 160 angeordnet. Die Führungsrinne 160 weist eine Längsausdehnung L160 auf, die dem Abstand zwischen den Mittelpunkten entspricht. Andere Längsausdehnungen L160, die kürzer als der Abstand zwischen den Mittelpunkten sind, können gewählt werden, um eine leichte Krümmung des Aufnahmekanals nach unten zu erzielen.
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Zudem zeigt 4 den maximalen Abstand (yQ1-116) des Rinnenelements (116) gegenüber einer Drehachse (Q1) in Richtung der Höhenachse (y110) des Halteelements (110), wobei die Drehachse (Q1) mit den Mittelpunkten der jeweiligen Rastelemente (141, 142) fluchtet. In der gezeigten bevorzugten Ausführungsform ist der Abstand (Q1-116) größer als die Höhe eines Schenkels (y111,112) und/oder die Höhe einer der ersten oder zweiten Seitenwände (siehe y111a/b in 2).
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Das Haltesegment 110 kann durch Spritzgußverfahren hergestellt werden. Auf diese Weise kann das Haltesegment 110 einfach in verschieden komplexen Formen und in großen Stückzahlen hergestellt werden. Das Kunststoffmaterial des Haltesegments 110 kann ausgewählt sein aus der Gruppe Polyamide, Polypropylen, Polyethylen, Polystyrol, Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS); und kann vorzugsweise wenigstens Abschnitte der inneren Seite der Führungsrinne oder auch an Abschnitten des Rinnenelements oder des Querstegs einen reibungserhöhenden Belag aufweisen, um den darin aufzunehmenden Schlauch oder andere Leitungen besser führen zu können bzw. halten zu können. Alternativ zu Spritzgußverfahren kann das Haltesegment auch mittels 3D-Druck hergestellt werden. Die Haltesegmente können nach Standards hergestellt werden, um Rundheits-, Parallelitäts-, Rechtwinkligkeits- und Symmetrietoleranzen von Gußteilen zu gewährleisten. Als Toleranzklasse kann beispielsweise DCTG4 als Standard hergenommen werden. DCTG4 ist geeignet für Plastikinjektionsspritzgußteile und gewährleistet lineare Maßtoleranzen sowie Geradheitstoleranzen von Gußteilen. Hierzu kann auch die FFS-EN ISO8063-3 hergenommen werden.
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5 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels eines Anschlusselements 210. Das Anschlusselement 210 weist ein proximales Ende 250 mit einer ersten Öffnung 251 zum Lagern des Anschlusselements 210 auf. Die genannte Öffnung 251 kann mit einer Tragsäule oder einer anderen Basis verbunden werden, die in 5 nicht gezeigt ist (siehe z.B. Tragsäule 300 in 7). An dem gegenüberliegenden distalen Ende 266 ist eine weitere Öffnung 252 angeordnet mit einem Rand 267. Der distale Rand 267 ist zwischen den Halteohren 211 und 212 angeordnet und umschließt teilweise die kreisförmige ausgebildete zweite Öffnung 252.
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Ferner weist das Anschlusselement 210 eine im Wesentlichen U-förmige Verstärkungsrippe 270, die von einem oberen Rand 257 des proximalen Endes 250 zum distalen Ende 250 des Anschlusselements verläuft.
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6 zeigt eine Draufsicht des in 4 gezeigten Anschlusselements 210. Das Anschlusselement 210 erstreckt sich entlang der Längsachse x210. Die zweite Öffnung 252 ist kreisrund ausgebildet und ausgelegt, eine erste Leitung mit einem Durchmesser kleiner als der Kreisdurchmesser D252 der zweiten Öffnung 252 aufzunehmen. Ferner sind die Halteohren 211, 212 und der Rand 267 ebenfalls zur Führung dieser aufzunehmenden ersten Leitung (nicht gezeigt) ausgebildet.
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Zudem zeigt 6 die Querachse Q221-222, die durch die Mittelpunkte der Aussparungen 221 und 222 (siehe 4) der Halteohren 211 und 212 führt. Die Verstärkungsrippe 270 verläuft von dem ersten Halteohr 211 über das proximale Ende 250 des Anschlusselements bzw. um Teile des proximalen Rands der ersten Öffnung 251 herum zu dem zweiten Halteohr 212. Werden in diese Aussparungen 221, 222 die Rastelemente eines Haltesegments (hier nicht gezeigt, siehe 7) eingeschoben, bildet diese Querachse Q212-222 eine Drehachse um die das Haltesegment in Bezug auf das Anschlusselement 210 gedreht werden kann. An dem proximalen Ende 250 ist die erste Öffnung 251 mit einem Durchmesser D251 dargestellt. Der Durchmesser D251 ist kleiner als der Durchmesser D252 der zweiten Öffnung.
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Der distale Rand 267 der kreisförmigen zweiten Öffnung 252 weist eine Führungsrinne 260 entlang der Längsachse x210 des Anschlusselements 210 auf. Diese Führungsrinne 260 kann eine zweite Leitung mit einem kleineren Durchmesser als die Rundung des U-Profils der Führungsrinne 260 aufnehmen. Das Bezugszeichen 263 kennzeichnet die distale Stirnfläche des Anschlusselements 210. Die distale Stirnfläche 263 weist einen Anlageabschnitt 265 auf, die, wenn ein weiteres Haltesegment 110 mit dem Anschlusselement verbunden wird, als Anschlagfläche mit dem zugehörigen Anlageabschnitt des Haltesegments dienen kann. Der Anlageabschnitt 265 ist auf der Höhe der Führungsrinne 260 angeordnet.
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7 zeigt eine perspektivische Seitenansicht eines Aufnahmekanals 200 für wenigstens eine Leitung umfassend ein Anschlusselement 210 und zwei damit verbundene Haltesegmente 110 und 110'. 7 zeigt zudem eine Tragsäule 300, wobei das Anschlusselement 210 drehbar in Bezug auf die Tragsäule 300 gelagert ist. Mit Hilfe dieser Tragsäule 300 kann der Aufnahmekanal um 360° gedreht werden. Der Anlageabschnitt 161 des Haltesegments 110 liegt an der Anlagefläche 265, der Stirnfläche 263 an, sodass die zusammengefügten Führungsrinnen 160 und 160' der Haltesegmente 110 und 110' in eine aufsteigende Richtung weisen. Der Neigungsgrad der Führungsrinne des Aufnahmekanals 200 kann durch die gewählte Neigung der Stirnfläche 263 bzw. des Anlageabschnitts 265 variiert werden. Alternativ zu einem von dem Anschlusselement nach oben weisenden Teil des Aufnahmekanals kann die Stirnfläche senkrecht verlaufen, um einen im Wesentlichen in der horizontalen Richtung verlaufenden Aufnahmekanal bereitzustellen.
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Wenn eine Leitung wie ein Schlauch und/oder Kabel in dem Aufnahmekanal aufgenommen wird oder werden, kann sich der aus Halteelementen 110, 110' bestehende Teil des Aufnahmekanals Tragsäulenachse 300 drehen. Die Verstärkungsrippe 270 verleiht dem Anschlusselement 210 eine hohe Stabilität, sodass, wenn eine Leitung in dem Aufnahmekanal geführt wird und höhere Kräfte durch Schlauchbewegungen entstehen, eine Sollöffnungsstelle des Aufnahmekanals 200 an der Drehachse der Aussparung 221 (siehe Q221-222 in 6) bereitgestellt wird. Auf diese Weise kann bei einer vorgebbaren Überlastungsschwelle, der aus Haltesegmenten 110, 110' bestehende Teil von dem Anschlusselement 210 einfach getrennt werden. Dabei ist die Sollöffnungsstelle zwischen dem Anschlusselement 210 und dem Halteelement 110.
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8 zeigt eine perspektivische Darstellung einer Tragsäule 300 mit einem oberen Tragsäulenabschnitt 301 mit einem ersten Durchmesser DT1 und einem unterem Tragsäulenabschnitt 302 mit einem zweiten Durchmesser DT2, der größer als der erste Durchmesser DT1 ist. Auf diese Weise ist die Tragsäule 300 als Teleskoptragsäule ausgeführt, die entlang der Achse A je nach Bedarf verlängert bzw. vergrößert werden kann. Zum Transport kann die Tragsäule 300 verkleinert und so ineinander geschoben werden, dass nur der Tragsäulenabschnitt 302 verstaut werden muss. Zudem zeigt 8 eine Öffnung 310 für einen Arretierstift (siehe auch Bezugszeichen 311 in 15a), der verhindert, dass das Anschlusselement 210 unbeabsichtigt nach oben entfernt werden kann.
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9 zeigt eine perspektivische Ansicht von schräg oben von einem weiteren Ausführungsbeispiel einer Haltevorrichtung 100. Die Kombination von Tragsäule 300 und Aufnahmekanal 200 bilden eine Haltevorrichtung 100, wobei der Aufnahmekanal 200 aus mehreren Halteelementen 110, 110' und 110', der gleichsam einen Haltearm bildet, und einem Anschlusselement 210 besteht. Die Öffnung 310 für den Arretierstift in der Tragsäule 300 ist in der gezeigten Stellung kurz oberhalb des oberen Rands 257 des Anschlusselements 210. Ein zur Sicherung dienender Arretierstift (nicht gezeigt) wird vorzugsweise mit einer Feder vorgespannt, sodass der Arretierstift automatisch über den Außenumfang des ersten Tragsäulenabschnitts 301 herausragt.
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Wird das Anschlusselement 210 mit seiner ersten Öffnung 251 über das freie Ende des ersten Tragsäulenabschnitts 301 bis zum Flansch 312 des zweiten Tragsäulenabschnittes 302 mit dem Außendurchmesser DT2 geführt, kann der zunächst nach innen gedrückte Arretierstift durch die Öffnung 310 über den Rand 257 des Anschlusselements 210 herausspringen. Auf diese Weise wird das Herausgleiten des Anschlusselements 210 nach oben verhindert. Der Tragsäulenabschnitt 301 ist somit in der ersten Öffnung 251 des Anschlusselements 210 gesichert angeordnet. Der somit gesicherte Aufnahmekanal 200 kann auf dem umlaufenden Flansch 312 des Tragsäulenabschnittes 302 um die Achse A 360° gedreht werden.
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Neben dem durch die Tragsäule 300 in Verbindung mit dem Anschlusselement 210 ermöglichten Bewegungsfreiheitsgrad, kann jedes Haltesegment 110' um eine Drehachse Q nach oben bzw. zum Anschlusselement hin gedreht bzw. geklappt werden. Während Bewegungen der Haltesegmente 110, 110' zueinander weiter als bis zu den Anschlägen der Anlageabschnitte nicht möglich sind, wird eine begrentze Drehbarkeit der Haltesegmente zueinander nach oben und/oder in Richtung des Anschlusselements ermöglicht. D.h. der gezeigte Aufnahmekanal 200 weist selbst keine oder eine nur sehr geringfügige Beweglichkeit zur Seite oder nach unten auf, kann aber vorteilhafterweise zum Verräumen nach oben eingerollt werden. Damit wird entlang der Längsachse des Aufnahmekanals eine Teilflexibilität zur Verfügung gestellt. Dies unterscheidet den flexiblen Arm aus Haltesegmenten 110, 110' und den Aufnahmekanal 200 von vollständig starren Aufnahmekanälen aber auch von Kanälen, die in alle Richtungen (oben unten, seitlich) flexibel sind.
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10 und 11 zeigen verschiedene Ausführungsformen einer Haltevorrichtung 100 mit verschieden ausgebildeten Aufnahmekanälen 200. Der Aufnahmekanal 200 der 10 weist einen langestreckten Haltearm aus einer Mehrzahl von Haltesegmenten oder einen Aufnahmekanalteilabschnitt auf, der geradlinig nach oben entlang der Längsachse des Aufnahmekanals 200 bzw. dem Aufnahmekanalteilabschnitt verläuft. Dieser geradlinige Verlauf 150 entspricht der Gebrauchsstellung 620. Das Referenzzeichen 151 kennzeichnet das freie oder distale Ende des Aufnahmekanals 200 und das Referenzzeichen 250 das proximale Ende des Anschlusslementes bzw. Aufnahmekanals. Die Länge x150 des Aufnahmekanals 200 kann durch Verbinden einer Vielzahl von Haltesegmenten 110 bzw. 110' bis zu einer Länge x150 von maximal 1,50 m erweitert werden. Längere oder kürzere Maße des Aufnahmekanals sind auch denkbar, solange die aufzunehmenden Leitungen stabil gehalten werden können und der Aufnahmekanal 200 nicht durch sein Eigengewicht und Hebelwirkung vom distalen Ende her am Anschlusselement 210 auseinanderbricht.
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11 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Aufnahmekanals 200' in der Gebrauchsstellung 620, wobei der Haltearm oder Teil des Aufnahmekanals aus Haltesegmenten 110 eine in Richtung der Schwerkraft gekrümmte Linienführung, d.h. einen gekrümmten Verlauf 180 aufweist. In anderen Worten der Verlauf 180 ist in Richtung des Rinnenelements bzw. der Querstegseite oder Seite der Führungsrinne 160 konkav gekrümmt. Dieser gekrümmte Verlauf 180 ist vor allem im Gebrauch vorteilhaft, da ein im Aufnahmekanal 200' aufgenommener Schlauch sich dem gekrümmten Verlauf 180 anpassen kann. Im Übergangsbereich am distalen Ende 151 des Aufnahmekanals 200' hängt der Schlauch (nicht gezeigt vgl. Bezugszeichen 411 in 16) aufgrund der Schwerkraft nach unten in einer ähnlichen Krümmung herab, sodass der Schlauchverlauf am distalen Ende 151 bei einem gekrümmten Aufnahmekanal 200' kontinuierlicher ist als bei einem geradlinigen Aufnahmekanal (10).
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Diese vorteilhafte Krümmung 180 kann dadurch realisiert werden, indem die Führungsrinne 160 an ihrem einen freien Ende kürzer ausgestaltet ist als an dem anderen gegenüberliegenden freien Ende. Beispielsweise kann die Länge des ersten Anlageabschnittes 161 der Führungsrinne 160 und damit der maximale Abstand des ersten Anlageabschnittes 161 zum Rinnenelement oder Quersteg 116 kleiner sein als die Länge des zweiten Anlageabschnittes 162 der Führungsrinne 160. Auf diese Weise können die Haltesegmente 110, 110' eine gekrümmte Führungsrinne 160 bilden und flexibler auf Bewegungen des aufgenommenen und hier nicht gezeigten Schlauches reagieren.
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12 zeigt einen Behälter bzw. Werkzeugkoffer 400, der auch unter dem Namen Systainer bekannt ist, um den Aufnahmekanal 200 sowie die Tragsäule 300 ordentlich und übersichtlich verräumen zu können. In 12 wird ein unterer Behälterteil 401 angezeigt, in den der Aufnahmekanal 200 aufgerollt verstaut werden kann (für Bezugszeichen 200 und 300 siehe auch 14).
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Zum Aufräumen der Haltevorrichtung und zum Erreichen einer Einklappstellung 610 des Aufnahmekanals wird, wie in 13b gezeigt, die Tragsäule 300 von dem Aufnahmekanal 200 getrennt (siehe nach unten gerichteter Pfeil). Insbesondere zeigen die 13a und 13b wie der Aufnahmekanal 200 von der Gebrauchsstellung 620 in einer sog. Einklappstellung 610 überführt werden kann. Dabei wird das freie Ende 151 des Aufnahmekanals 200 in Richtung des Anschlusselements 210 eingerollt. Dies wird durch den nach links gekrümmten Pfeil angedeutet. Die Haltesegmente 110 sind so ausgebildet, dass sie ineinander nestbar sind und platzsparend ineinandergreifen zu können. Der Aufnahmekanal 200 kann zum Erreichen der Einklappstellung 610 um in Aufnahmekanalquerrichtung verlaufende Querachsen Q, die mit den Mittelpunkten der jeweiligen Aussparung 121, 122 bzw. 221 bzw. 222 fluchten, in die Einklappstellung 620 verschwenkt werden.
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14 zeigt eine Draufsicht des unteren Behälterteils 401 des in 12 gezeigten Werkzeugkoffers 400 mit einem eingerollten und teilweise ineinander genesteten Aufnahmekanal 200. Der bewegliche bzw. aufrollbare Teil des Aufnahmekanals 200 ist aus einer Vielzahl von verbundenen Haltesegmenten 110 gebildet und wurde etwa 1,5 mal um das Anschlusselement 210 gelegt bzw. gerollt. Auf diese Weise passt der Aufnahmekanal 200 in den unteren Behälterteil 401 des Werkzeugkoffers 400. Ferner kann noch die Tragsäule 300 und eine Anschlussschraube 335 mit Gewinde für die Tragsäule 300 im unteren Behälterteil zusätzlich angeordnet werden.
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14 zeigt somit den Aufnahmekanal 200 in einer möglichen Einklappstellung 610 zusammen mit der dazugehörigen einer Tragsäule 300. Die Tragsäule 300 kann optional noch platzsparender verräumt werden, wenn der erste Tragsäulenabschnitt 301 teleskopartig in den zweiten Tragsäulenabschnitt eingeschoben wird. In der Tragsäule 300 und insbesondere in dem unteren Abschnitt 302 ist ein innenliegendes Gewinde vorgesehen, das mit einer Basis (nicht gezeigt) mittels der Anschlussschraube 335 verbunden werden kann.
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15a und 15b zeigen eine Tragsäule 300 und als Basis 330 eine Wandhalterung. Der obere Tragsäulenabschnitt 301 liegt oberhalb von dem umlaufenden Flansch 312, der zur Führung des Anschlusselements 210 dient. Zudem wird der Arretierstift 311 gezeigt, der dazu dient, ein Herausrutschen des Anschlusselements 210 in Richtung des freien Endes der Tragsäule 300 zu verhindern. Die Basis 330 weist zwei rechtswinklig zueinander angeordnete Bauteile auf, wobei die vertikale Komponente 331 an einer Wand befestigt werden kann und die horizontale Komponente 332 ein Verbindungsstück 333 für die Tragsäule 300 aufweist.
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16 zeigt eine Haltevorrichtung mit einem Aufnahmekanal 200 zur Aufnahme einer ersten Schlauchleitung 411 mit einem Durchmesser Ds. Das Anschlusselement 210 ist über seine erste Öffnung 251 mit einer Tragsäule 300 verbunden, die mit einer als Wandhalterung ausgebildete Basis 330 an einer Wand befestigt ist. Die Wandhalterung 330 wurde in 15a im Detail gezeigt und hat den Vorteil, dass sie so hoch installiert werden kann, dass der Aufnahmekanal 200 sich über den Kopf einer Bedienperson bewegen kann.
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Zudem wird in 16 eine zweite Leitung 412 mit einem kleineren Durchmesser Dk gezeigt. Die Leitung 412 dient zur Stromversorgung des anschließbaren Werkzeugs. Die Leitung 412 kann vorzugsweise zur Absaugung von Staubpartikeln verwendet werden, die während spanabhebender Arbeiten mit dem anschließbaren Werkzeug entstehen können.
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Der einrollbare Teil des Aufnahmekanals 200 hat einen in Richtung Schwerkraft gekrümmten Verlauf, dem der aufgenommene Schlauch folgt. Nach dem Austreten des Schlauches 411 aus dem Aufnahmekanal 200 weist der Schlauch 411 wie der Aufnahmekanal einen ebenfalls nach unten gekrümmten Verlauf auf. Je nach Bedienung und Positionierung des Schlauchendes können auch weniger starke oder andere Krümmungen im Übergangsbereich am distalen Ende 151 des Aufnahmekanals 200 auftreten. Auf der proximalen Seite der Haltevorrichtung, d.h. an der Seite der Basis 330 wird der Schlauch durch die zweite Öffnung des Anschlusselementes und dann in den Aufnahmekanal geführt.
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17a zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Anschlusselements 210. Das Anschlusselement 210 weist auch eine erste Öffnung 251 zur Aufnahme einer Tragsäule 300 auf, wie in 17d gezeigt. Das Anschlusselement 210 weist ferner eine zweite Öffnung 252 für die Aufnahme einer ersten Leitung auf, die z.B. ein Saugschlauch sein kann. Das Anschlusselement 210 unterscheidet sich von den beispielsweise in 5 oder 6 gezeigten Ausführungsform darin, dass die Seitenwände der zweiten Öffnung nicht geschlossen sind. Zudem sind die Aussparungen 221 und 222 für das aufzunehmende Haltesegment als kreisförmige Vertiefungen bzw. Sacklochbohrungen in den Halteohren 211 und 212 ausgebildet. Das Haltesegment 110 oder die Halteelemente können mit dem Rinnenelement und der Führungsrinne an einer Anlagefläche 265 des Anschlusselementes 210 für eine stabilere Verbindung anliegen. Hierzu ahmt die Anlagefläche die untere Kontur der Haltesegmente bzw. -elemente inklusive Führungsrinne nach. Auf diese Weise wird eine Sollbruchstelle oder Sollöffnungsstelle 170 zwischen dem ersten proximalen Haltesegment 110 und dem zweiten proximalen Haltesegment 110' vorgesehen, sodass sich das an dem Anschlusselement angeschlossene erste proximalen Haltesegment 110 öffnet und zugleich in der Anlagefläche 265 des Anschlusselements 210 verbleibt.
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17b zeigt einen Werkzeugkoffer 400 mit dem unteren Behälterteil 401 und einer Basis 330, die als Lochplatte ausgebildet ist. Dabei ist die Basis 330 gleichzeitig der obere Behälterteil 402 des Werkzeugkoffers 400. Die Lochplatte weist eine Mehrzahl von Löchern 403 auf, die in regelmäßigen Abständen zum Werkzeugkofferrand angeordnet sind. Jedes Loch 403 ist dazu geeignet, die Tragsäule 300 mit einem entsprechenden Schraubelement oder Anschlussschraube 335 zu verbinden.
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17c zeigt eine perspektivische Ansicht des Werkzeugkoffers der 17b mit einer mobile Saugvorrichtung 420 vorzugsweise für Staub in Verbindung mit einem Saugschlauch 411. Auf der Saugvorrichtung 420, die mit Hilfe der Räder als mobile Basis für eine Haltevorrichtung dient, werden mehrere Werkzeugkoffer 400 oder Systainer angeordnet. Die erste Leitung 411 wird in den Haltearm des Aufnahmekanals 200 geführt. Die Höhe der Basis 330 wird durch einen Turm aus Werkzeugkoffern 400 festgelegt. Je nach Anzahl der Werkzeugkoffer 400 oder Systainer kann die Höhe des Anschlusselementes 210 und somit des Aufnahmekanals 200 variiert werden. Durch eine hohe Anordnung des Schwenkhaltearms bzw. Aufnahmekanals 200 der Haltevorrichtung können ohne Schwierigkeiten Saug- und Werkzeugarbeiten vorgenommen werden, da der Schlauch nicht mehr im Wege liegt. Zudem kann auch eine Kabelleitung und/oder Stromversorgung in der Führungsrinne des Aufnahmekanals geführt werden. Alternativ zu einem Turm von Werkzeugkoffern 400 als Basis können auch Tische mit entsprechenden Löchern 403 verwendet werden.
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Weiterhin ist die Erfindung und die Haltevorrichtung dafür ausgelegt, zur Führung von wenigstens einer Leitung verwendet zu werden. Hierzu ist es zunächst notwendig, einen Aufnahmekanal aus bereitgestellten Haltesegmenten und einem Anschlusselement zu bilden.
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18 zeigt schematisch ein Ablaufdiagramm bzw. die Verfahrensschritte des Verfahrens 500 zur Bildung eines Aufnahmekanals. Zunächst werden im ersten Verfahrensschritt 501 zwei Haltesegmente durch eine formschlüssige Rastverbindung lösbar verbunden, wobei die Rastelemente 141, 142 des ersten Haltesegmentes 110 mit den korrespondierenden Aussparungen 121', 122' eines zweiten Haltesegmentes 110' in Eingriff gebracht werden.
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Der Verfahrensschritt 502 umfasst das Anpassen der Länge des Aufnahmekanals in Abhängigkeit von Anzahl weiterer Haltesegmente 110'.
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Der Verfahrensschritt 503 umfasst das Verbinden der Vielzahl von Haltesegmenten mit einem Anschlusselement mittels Einrasten, vorzugsweise mittels Rastelementen 141, 142 des ersten Haltesegments 110 mit korrespondierenden Aussparungen 221, 222 des Anschlusselements. Auf diese Weise wird ein Aufnahmekanal für eine oder zwei Leitungen bereitgestellt.
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19 zeigt schematisch die Verfahrensschritte der Verwendung des Aufnahmekanals für wenigstens eine Leitung umfassend ein Anschlusselement 210 und eine damit verbundene Vielzahl von Haltesegmenten.
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Hier wird in zwei Stellungen bzw. Gebrauchsmodi unterschieden:
- Einklappstellung 610 und Gebrauchsstellung 620.
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Zum Erreichen der Einklappstellung 610 werden gemäß Schritt 611 die Haltesegmente um in Aufnahmekanalquerrichtung verlaufende Querachsen in eine Einklappstellung verschwenkt.
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Der Verfahrensschritt 612 umfasst ein im Wesentlichen spiralförmiges Einklappen der Haltesegmente zum platzsparenden Verstauen in eine Aufbewahrungsbox wie einen Werkzeugkoffer oder Systainer.
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Zum Erreichen der Gebrauchsstellung 620 wird gemäß Schritt 611 das Anschlusselemente auf einer vertikalen Tragsäule gelagert, um den horizontalen oder leicht gekrümmten Aufnahmekanal vorzugsweise 360° drehen zu können. Schließlich wird im Schritt 622 wenigstens einer ersten Leitung und optional einer zweiten Leitung in den Aufnahmekanal eingeführt; wobei der drehbare Aufnahmekanal den Bewegungen des freien Endes der aufgenommenen ersten Leitung folgen kann. Dies bedeutet, dass in der Gebrauchsstellung der Aufnahmekanal mit einem an dem Schlauch angeschlossenen Werkzeug gleichsam kooperieren kann und dabei alle Werkzeugbewegungen bzw. Schlauchbewegungen optimal und störungsfrei unterstützt.
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Bezugszeichenliste
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- 100
- Haltevorrichtung
- 110
- Haltesegment
- 110'
- weiteres Haltesegment
- 111
- erster Schenkel
- 111a
- erste Seitenwand des ersten Schenkels
- 111b
- zweite Seitenwand des ersten Schenkels
- 112
- zweiter Schenkel
- 112a
- erste Seitenwand des zweiten Schenkels
- 112b
- zweite Seitenwand des zweiten Schenkels
- 121
- erste Aussparung
- 122
- zweite Aussparung
- 125
- Anschlagsstufe oder Begrenzungsfläche
- 126
- Versatz
- 136
- Stirnfläche
- 141
- erstes Rastelement
- 142
- zweites Rastelement
- 150
- Längsachse bzw. linearer Verlauf des Aufnahmekanals
- 151
- freies Ende des Aufnahmekanals
- 160
- Führungsrinne
- 161
- erster Anlageabschnitt
- 162
- zweiter Anlageabschnitt
- 163
- Gekrümmter Teilbereich der Führungrinne
- 170
- Sollöffnungsstelle
- 180
- gekrümmter Verlauf des Aufnahmekanals
- 200
- Aufnahmekanal
- 210
- Anschlusselement
- 211
- erstes Halteohr
- 212
- zweites Halteohr
- 221
- erste Aussparung des Anschlusselementes
- 222
- zweite Aussparung des Anschlusselementes
- 250
- proximales Ende des Anschlusselementes
- 260
- Führungsrinne in dem distalen Rand der zweiten Öffnung
- 263
- distale Stirnfläche des Anschlusselementes
- 265
- Anlageabschnitt für zu verbindendes Haltesegment
- 266
- distales Ende des Anschlusselementes
- 267
- distaler Rand der zweiten Öffnung zwischen den Halteohren
- 270
- Verstärkungsrippe
- 300
- Tragsäule
- 301
- oberer Tragsäulenabschnitt mit einem ersten Durchmesser (DT1)
- 302
- Tragsäulenabschnitt mit einem größeren Durchmesser (DT2) als der erste Durchmesser (DT1)
- 310
- Öffnung für Arretierstift
- 311
- gefederter Arretierstift
- 312
- Flansch des zweiten Tragsäulenabschnitts
- 330
- Basis
- 331
- erste Komponente der Wandhalterung
- 332
- zweite Komponente der Wandhalterung
- 333
- Verbindungselement für Tragsäule
- 335
- Anschlussschraube für Basis
- 400
- Werkzeugkoffer (Systainer) oder Behälter
- 401
- unterer Behälterteil
- 402
- oberer Behälterteil oder Deckel des Werkzeugkoffers
- 403
- Loch bzw. Löcher in einer Lochplatte
- 411
- erste Leitung wie z.B. Schlauch
- 412
- zweite Leitung wie z.B. Kabel
- 420
- Saugvorrichtung mit Rädern
- 500
- Verfahren
- 501
- Erster Verfahrensschritt
- 502
- Zweiter Verfahrensschritt
- 503
- Dritter Verfahrensschritt
- 600
- Verwendung des Aufnahmekanals
- 610
- Einklappstellung
- 611
- Verfahrensschritt
- 612
- Verfahrensschritt
- 620
- Gebrauchsstellung
- 621
- Erster Verfahrensschritt
- 622
- Zweiter Verfahrensschritt
- A
- Achse der Tragsäule
- D
- Durchmesser
- DK
- Durchmesser zweite Leitung (z.B. Kabel)
- DS
- Durchmesser erste Leitung (z.B. Schlauch)
- D251
- Durchmesser der ersten Öffnung im Anschlusselement
- D252
- Durchmesser der zweiten Öffnung
- L
- Länge
- L160
- Länge der Führungsrinne
- M
- Mittelpunkt
- Q
- Querachse oder Drehachse der Haltesegmente oder des Anschlusselementes
- S
- Symmetrieachse
- X
- x-Achse
- Y
- y- Achse
- Z
- z- Achse
- r111a
- Radius des Halbkreises am freien Ende einer Seitenwand
- x111a,b
- Länge in x-Achsenrichtung der ersten oder zweiten Seitenwand
- x112a,b
- Länge in x-Achsenrichtung der ersten oder zweiten
- x124
- Seitenwand Abstand zwischen den Mittelpunkten
- x150
- Länge des Aufnahmekanals
- x160
- LLängsachse des Haltesegments und Längsachse der Führungsrinne
- x161
- Länge des ersten Anlageabschnitts der Führungsrinne
- x162
- Länge des zweiten Anlageabschnitts der Führungsrinne
- x210
- Längsachse des Anschlusselementes
- y110
- Höhe des Haltesegments
- Y110/2
- Obere Hälfte des Haltesegments (top)
- Y110/2
- Untere Hälfte des Haltesegments
- y111
- Höhe des ersten Schenkels
- y111a/b
- Höhe der ersten und zweiten Seitenwände
- y112
- Höhe des zweiten Schenkels
- y112a/h
- Höhe der ersten und zweiten Seitenwände
- yQ1-
- maximaler Abstand des Rinnenelements oder Querstegs
- 116
- gegenüber einer Drehachse (Q1)
- Z1
- Mittelachse des Quersteges oder Rinnenelements
- z110a
- lichter Abstand zwischen den innenliegenden Seitenwänden
- z111a
- Wandstärke der Seitenwand
- z121
- Mittelachse und Symmetrieachse der ersten Aussparung
- z141
- Symmetrieachse des ersten Rastelementes
- zU
- Breite der Führungsrinne
- α
- Winkel zwischen Schenkel 111 bzw. 112 und Rinnenelement oder Quersteg