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Die Erfindung betrifft einen Stator für eine elektrische Antriebsmaschine eines Kraftfahrzeugs, mit einem Stator-Grundkörper, mit wenigstens einer Wicklungsanordnung, welche eine Vielzahl von Einzelwicklungsbereichen aufweist, die in jeweiligen Nuten des Stator-Grundkörpers angeordnet sind, mit wenigstens einer Schiene, welche mit zumindest einem der Einzelwicklungsbereiche verbunden ist, und mit wenigstens einem Temperatursensor, welcher zumindest mittelbar und thermisch leitend mit der wenigstens einen Schiene verbunden ist. Weitere Aspekte der Erfindung betreffen eine elektrische Antriebsmaschine mit einem Stator sowie ein Kraftfahrzeug. Die Wicklungsanordnung kann allgemein auch als Endloswicklung oder Endloswellenwicklung ausgebildet sein und als solche bezeichnet werden. Alternativ kann die Wicklungsanordnung allgemein als HairpinWicklung, übersetzt Haarnadel-Wicklung, ausgebildet sein und als solche bezeichnet werden.
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Bei Statoren von elektrischen Antriebsmaschinen kann es erforderlich sein, einen Temperatursensor zur Erfassung der aktuellen Temperatur von Strom führenden Leiterabschnitten am Stator zu implementieren. Diese Leiterabschnitte können beispielsweise Einzelwicklungsbereiche von Endloswellenwicklungen sein. Hierzu ist beispielsweise aus der
WO 2022/002295 A1 ein Stator für eine elektrische Maschine, insbesondere für eine als Antriebsmaschine für ein elektrisch antreibbares Kraftfahrzeug ausgebildete Antriebsmaschine, bekannt. Der Stator umfasst einen Statorkörper mit einer Mehrzahl von Statorwicklungen und einen Temperatursensor zur Erfassung der Temperatur wenigstens eines Abschnitts einer Statorwicklung. Der Temperatursensor ist zusammen mit einem Leiterabschnitt in einer wannenförmigen Aufnahme eines Anbauteils angeordnet und mittels einer Vergussmasse in der Aufnahme fixiert. Der Leiterabschnitt ist in thermisch leitendem Kontakt mit dem Temperatursensor als Bestandteil der Statorwicklung oder als thermisch leitend mit der Statorwicklung verbundener Abschnitt ausgebildet.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Stator, eine elektrische Antriebsmaschine, sowie ein Kraftfahrzeug der eingangs genannten Art bereitzustellen, bei welchen eine verbesserte Wartung ermöglicht ist.
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Diese Aufgabe wird durch einen Stator mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1, durch eine elektrische Antriebsmaschine mit den Merkmalen des Patentanspruchs 8 sowie durch ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft einen Stator für eine elektrische Antriebsmaschine eines Kraftfahrzeugs, mit einem Stator-Grundkörper, mit wenigstens einer Wicklungsanordnung, welche eine Vielzahl von Einzelwicklungsbereichen aufweist, die in jeweiligen Nuten des Stator-Grundkörpers angeordnet sind, mit wenigstens einer Schiene, welche mit zumindest einem der Einzelwicklungsbereiche verbunden ist, und mit wenigstens einem Temperatursensor, welcher zumindest mittelbar und thermisch leitend mit der wenigstens einen Schiene verbunden ist.
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Gemäß der Erfindung ist vorgesehen, dass die wenigstens eine Schiene zumindest eine Aufnahmeöffnung aufweist, in welche der wenigstens eine Temperatursensor zur Temperaturmessung an der Schiene zumindest bereichsweise eingeführt ist.
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Dies ist von Vorteil, da durch das Einführen des Temperatursensors in die Aufnahmeöffnung eine besonders einfache Anordnung des Temperatursensors zur Temperaturmessung und insbesondere eine verbesserte Zugänglichkeit des Stators für eine etwaige Wartung des Temperatursensors und/oder dessen Austausch gegeben ist. Mit anderen Worten kann der Temperatursensor durch dessen Anordnung an der Schiene besonders aufwandsarm und beispielsweise bei geringer Gefahr einer etwaigen Kollision eines Werkzeugs mit der Wicklungsanordnung getauscht werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Temperatursensor durch dessen Einführen in die Aufnahmeöffnung eine zumindest qualitative Messung einer Temperatur eines beim Betrieb der elektrischen Antriebsmaschine besonders heißen Punktes, auch „Hotspot“ genannt, ermöglicht oder zumindest Rückschlüsse auf den Verlauf dieser Temperatur oder eines Temperatur-Mittelwertes einer Wicklungstemperatur der Einzelwicklungsbereiche gestattet. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Aufnahmeöffnung ein Interface, also eine Befestigungsstelle, auch Messinterface genannt, für den Temperatursensor an dem Stator darstellt, welche bzw. welches ohne gravierende Einschnitte in einen Statorfertigungsprozess bereitgestellt werden kann. Die Aufnahmeöffnung, insbesondere eine die Aufnahmeöffnung umfangsseitig begrenzende Innenfläche, stellt einen isolationsfreien, also mit anderen Worten abisolierte, Zone der Schiene dar. Denkbar sind prinzipielle mehrere aufwandsarm lösbare Verbindungsarten, mittels welchen der zumindest bereichsweise in die Aufnahmeöffnung eingeführte Temperatursensor an der Schiene fixiert gehalten sein kann. So kann der Temperatursensor in vorteilhafter Weise unter Ausbildung eines Formschlusses und zusätzlich oder alternativ eine Kraftschlusses mit der Schiene in die Aufnahmeöffnung eingeführt sein. Die Aufnahmeöffnung bildet insgesamt ein Messinterface, also eine Anbindungsstelle zur Fixierung des Temperatursensors aus, welche es ermöglicht, den Temperatursensor an einer exponierten und für die Wartung leicht zugänglichen Stelle verliersicher zu halten, sodass der Temperatursensor im Fehlerfall einfach getauscht werden kann. Eine etwaige Beschädigung einer Isolierung der Einzelwicklungsbereiche und damit der Wicklungsanordnung kann nicht zuletzt bei Wartungsarbeiten ebenso vermieden werden, wie eine unerwünschte über einen prozesssicheren Stand hinaus erfolgende Verformung der Einzelwicklungsbereiche. Die Schiene kann auch als Busbar, als Phasenanschlussschiene oder als Sternpunktschiene bezeichnet werden und/oder ausgebildet sein.
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Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass es bei Statoren von elektrischen Antriebsmaschinen erforderlich sein kann, einen Temperatursensor zur Erfassung der aktuellen Temperatur an der Schiene (Phasenanschlussschiene oder Sternpunktschiene) oder am Stator zu implementieren. Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn der Temperatursensor dabei möglichst nahe an einem sogenannten Hotspot der elektrischen Antriebsmaschine, in jedem Fall aber an einem Teilbereich oder Bauteilbereich angebracht ist, der qualitativ den Verlauf der Temperatur des Hotspots oder eines Mittelwerts einer an der gesamten Wicklungsanordnung, insbesondere Endloswellenwicklung bzw. Endloswicklung, auftretenden Wicklungstemperatur aufweist oder zumindest einen zu dem Verlauf der Temperatur des Hotspots oder des Mittelwerts proportionalen Temperaturverlauf aufweist. Durch die gemäß der vorliegenden Erfindung vorgeschlagene Anordnung des Temperatursensors, beispielsweise bei Anwendungen mit Endloswellenwicklung ist eine entsprechende Temperaturmessung an einer vom Isolationsmaterial befreiten Stelle ermöglicht, sodass kein Abisolieren und damit Beschädigen einer Isolation der Einzelwicklungsbereiche beispielsweise an der Wicklungsanordnung zur Temperaturbestimmung nötig ist.
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In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die wenigstens eine Aufnahmeöffnung in Axialerstreckungsrichtung und/oder in Radialerstreckungsrichtung des Stators von einem, jeweilige Einzelwicklungsbereichsbiegungen der Einzelwicklungsbereiche umfassenden Wickelkopf der Wicklungsanordnung beabstandet. Dadurch ist die Aufnahmeöffnung für Wartungsarbeiten an dem Temperatursensor besonders gut zugänglich, und die Gefahr einer Kollision eines zur Wartung benötigten Werkzeugs mit dem Wickelkopf besonders gering.
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In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die wenigstens eine Aufnahmeöffnung von einem Ebenenzwischenbereich in Axialerstreckungsrichtung beabstandet, wobei der Ebenenzwischenbereich durch zwei zueinander parallele und senkrecht zur Axialerstreckungsrichtung orientierte Ebenen in der Axialerstreckungsrichtung begrenzt ist und in dem Ebenenzwischenbereich zumindest der Großteil der Einzelwicklungsbereichsbiegungen angeordnet ist, wobei eine erste Ebene der zwei parallelen Ebenen eine der Schiene zugewandte Stirnseite des Stator-Grundkörpers tangiert und eine zweite Ebene der zwei parallelen Ebenen den Großteil der Einzelwicklungsbereichsbiegungen tangiert oder einen Abstand von dem Großteil der jeweiligen Einzelwicklungsbereichsbiegungen aufweist, welcher maximal einem durchschnittlichen Wicklungsdurchmesser eines der Wicklungsanordnung zugeordneten Leitungselements entspricht. Dies ist von Vorteil, da hierdurch eine Wartung des Temperatursensors und gegebenenfalls dessen Austausch vorgenommen werden kann, ohne dass es zu einer etwaigen Kollision eines zur Wartung oder zum Austausch verwendeten Werkzeugs mit den Einzelwicklungsbereichsbiegungen kommt. Der Wicklungsdurchmesser kann dabei einem Gesamtdurchmesser eines die Wicklungsanordnung bildenden Leitungselements, also dem Gesamtdurchmesser aus Strom leitendem Kern des Leitungselements samt diesen Kern umgebender Isolierung des Leitungselements sein.
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In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die wenigstens eine Aufnahmeöffnung in Radialerstreckungsrichtung des Stators von dem Stator-Grundkörper beabstandet. Dies ist von Vorteil, da hierdurch eine verbesserte Zugänglichkeit der Aufnahmeöffnung und damit auch des wenigstens einen Temperatursensors für Wartungsarbeiten gegeben ist. Eine Mittelachse der Aufnahmeöffnung kann sich parallel zu einer Rotationsachse eines Rotors der elektrischen Maschine sowie parallel zu einer Längsachse des Rotors sowie des Stators erstrecken. Alternativ kann sich die Mittelachse der Aufnahmeöffnung in Radialerstreckungsrichtung und damit senkrecht zu der Rotationsachse des Rotors der elektrischen Maschine sowie senkrecht zu der Längsachse des Rotors sowie des Stators der elektrischen Maschine erstrecken. Des Weiteren kann sich die Mittelachse der Aufnahmeöffnung diagonal und damit sowohl in Axialerstreckungsrichtung als auch in Radialerstreckungsrichtung des Stators erstrecken.
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In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der wenigstens eine Temperatursensor reversibel lösbar mit der wenigstens einen Schiene verbunden. Dadurch ist in vorteilhafter Weise ein zerstörungsfreies Lösen des Temperatursensors von der Schiene (Phasenanschlussschiene oder Sternpunktschiene) ermöglicht. Ein besonders rückstandsfreies Lösen des Temperatursensors von der Schiene ist in vorteilhafter Weise möglich, wenn der Temperatursensor stoffschlussfrei mit der Schiene verbunden ist. Unter dem Ausdruck stoffschlussfrei ist zu verstehen, dass keine stoffschlüssige Verbindung, beispielsweise in Form einer Klebeverbindung, zwischen der Schiene und dem Temperatursensor besteht.
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In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist der wenigstens eine Temperatursensor zumindest bereichsweise in die wenigstens eine Aufnahmeöffnung eingepresst oder eingesteckt. Durch das Einpressen ist eine besonders haltbare Verbindung zwischen dem Temperatursensor und der Schiene gegeben, wobei das Einpressen eine gute Wärmeübertragung zwischen der Schiene und dem Temperatursensor ermöglicht. Durch das Einstecken ist eine besonders aufwandsarme Lösbarkeit gegeben, wodurch der Temperatursensor einfach aus der Aufnahmeöffnung entfernt werden kann. Das Einstecken kann mit geringerem Kraftaufwand erfolgen als das Einpressen.
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In einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist die wenigstens eine Aufnahmeöffnung als Durchgangsöffnung ausgebildet. Dies ermöglicht in vorteilhafter Weise ein Durchführen der Temperatursensors, beispielsweise einer Messspitze des Temperatursensors durch die Aufnahmeöffnung, wodurch eine besonders großer Kontaktbereich zwischen der Schiene und dem Temperatursensor geschaffen ist. Durch diese große Kontaktfläche ist eine für die Wicklungsanordnung besonders repräsentative Temperaturmessung ermöglicht.
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Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft eine elektrische Antriebsmaschine mit wenigstens einem Stator gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung. Bei dieser elektrischen Antriebsmaschine kann sowohl eine Temperaturmessung als auch eine Wartung des Temperatursensors auf verbesserte Weise erfolgen.
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Ein dritter Aspekt der Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeug mit wenigstens einer elektrischen Antriebsmaschine gemäß dem zweiten Aspekt der Erfindung. Bei der elektrischen Antriebsmaschine des Kraftfahrzeugs kann eine verbesserte Temperaturüberwachung und Wartung erfolgen.
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Die in Bezug auf einen der Aspekte vorgestellten, bevorzugten Ausführungsformen und deren Vorteile gelten entsprechend für die jeweils anderen Aspekte der Erfindung und umgekehrt.
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Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
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Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen sowie anhand der Zeichnungen.
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Im Folgenden ist die Erfindung noch einmal anhand eines konkreten Ausführungsbeispiels erläutert. Hierzu zeigt:
- 1 eine schematische Perspektivansicht eines Teilbereichs eines Stators, welcher einen Stator-Grundkörper und eine Wicklungsanordnung, mit einer Vielzahl von Einzelwicklungsbereichen aufweist, die in jeweiligen Nuten des Stator-Grundkörpers angeordnet sind, bei welchem eine Schiene mit zumindest einem der Einzelwicklungsbereiche verbunden ist;
- 2 eine abstrahierte Darstellung eines Kraftfahrzeugs und einer elektrischen Antriebsmaschine, welche den Stator umfasst, welcher zur Temperaturmessung einen Temperatursensor umfasst, der thermisch leitend mit der Schiene verbunden ist, indem der Temperatursensor bereichsweise in eine Aufnahmeöffnung der Schiene eingeführt ist.
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1 zeigt ausschnittsweise einen Stator 10 einer in 2 abstrahiert dargestellten elektrischen Antriebsmaschine 100. Die elektrische Antriebsmaschine 100 dient zu Antreiben eines in 2 ebenfalls abstrahiert dargestellten Kraftfahrzeugs K
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Der Stator 10 weist einen Stator-Grundkörper 20, und eine Wicklungsanordnung 30 mit einer Vielzahl von Einzelwicklungsbereichen 32, 34 auf.
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Die Einzelwicklungsbereiche 32, 34 sind in jeweiligen Nuten des Stator-Grundkörpers 20 angeordnet. Weiterhin weist der Stator 10 eine sich zumindest bereichsweise in Umfangsrichtung U des Stators 10 erstreckende Schiene 60 auf. Die Schiene 60 kann als Phasenanschlussschiene oder als Sternpunktschiene bezeichnet werden und/oder ausgebildet sein. Vorliegend ist die Schiene 60 mit dem Einzelwicklungsbereich 32 durch eine Schweißverbindung stoffschlüssig verbunden.
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Ein in 2 schematisch dargestellter Temperatursensor 90 des Stators 10 ist unmittelbar thermisch leitend mit der Schiene 60 verbunden. Die Schiene 60 weist hierzu eine Aufnahmeöffnung 70 auf, welche durch eine Innenfläche 72 der Schiene 60 umfangsseitig begrenzt ist. In die als Durchgangsöffnung ausgebildete Aufnahmeöffnung 70 ist der Temperatursensor 90 zur Temperaturmessung an der Schiene 60 eingeführt. Der Temperatursensor 90 kann auch durch die Aufnahmeöffnung 70 durchgeführt sein, um eine besonders haltbare formschlüssige und/oder kraftschlüssige, jedoch reversibel und damit zerstörungsfrei lösbare Verbindung zwischen dem Temperatursensor 90 und der Schiene 60 auszubilden. Der Temperatursensor 90 ist in der vorliegenden Variante in die Aufnahmeöffnung 70 eingepresst.
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Die Aufnahmeöffnung 70 kann allgemein in Axialerstreckungsrichtung A und zusätzlich oder alternativ in Radialerstreckungsrichtung R des Stators 10 von einem, jeweilige Einzelwicklungsbereichsbiegungen 42, 44 der Einzelwicklungsbereiche 32, 34 umfassenden Wickelkopf 50 der Wicklungsanordnung 30 beabstandet sein.
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Zudem ist die Aufnahmeöffnung 70 von einem Ebenenzwischenbereich EZB in Axialerstreckungsrichtung A beabstandet, wobei der Ebenenzwischenbereich EZB durch zwei zueinander parallele und senkrecht zur Axialerstreckungsrichtung A orientierte Ebenen E1, E2 in der Axialerstreckungsrichtung A begrenzt ist und in dem Ebenenzwischenbereich EZB zumindest der Großteil der Einzelwicklungsbereichsbiegungen 42, 44 angeordnet ist. Eine erste Ebene E1 der zwei parallelen Ebenen E1, E2 tangiert eine der Schiene 60 zugewandte Stirnseite 22 des Stator-Grundkörpers 20, wohingegen eine zweite Ebene E2 der zwei parallelen Ebenen E1, E2 den Großteil der Einzelwicklungsbereichsbiegungen 42, 44 tangiert oder einen Abstand A1 von dem Großteil der jeweiligen Einzelwicklungsbereichsbiegungen 42, 44 aufweist. Der Abstand A1 entspricht dabei maximal einem durchschnittlichen Wicklungsdurchmesser D_W eines der Wicklungsanordnung 30 zugeordneten Leitungselements 31.
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Die Aufnahmeöffnung 70 kann allgemein auch in Radialerstreckungsrichtung R des Stators 10 von dem Stator-Grundkörper 20 beabstandet sein, wenngleich dies in 1 und 2 nicht dargestellt ist.
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Durch den vorliegenden Stator 10 ist ein Messabgriffes an der Schiene 60 (Phasen- oder Sternpunktanschlussschiene) geschaffen, der an dem Stator 10 genutzt werden kann und zwar unabhängig davon, ob die Wicklungsanordnung 30 als Endloswellenwicklung oder als Hairpinwellenwicklung (Haarnadelwellenwicklung) ausgestaltet ist.
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Ein wesentlicher Vorteil der Aufnahmeöffnung 70 besteht darin, dass in übermäßiges Abisolieren oder Beschädigen von isolierten Bereichen der Wicklungsanordnung 30 vermieden werden kann und etwaige Sonderbauteile zur Implementierung des Temperatursensors 90 nicht benötigt werden. Insbesondere kann der Einsatz aufwändiger Fertigungsverfahren entfallen. Durch die Aufnahmeöffnung 70 ist ein Interface für den vorliegend axial und damit in Axialerstreckungsrichtung A auf die Wicklungsanordnung 30 bzw. den Wickelkopf 50 aufgesteckten Temperatursensor 90, welcher insbesondere als Statortemperatursensor ausgebildet sein kann, geschaffen.
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Der Einzelwicklungsbereich 32 ist dabei derart mit der Schiene 60 verbunden, dass der Ebenenzwischenbereich EZB in Axialerstreckungsrichtung A zwischen der Schiene 60 und der Stirnseite 22 liegt. Die Einzelwicklungsbereiche 32, 34 und damit auch die Schiene 60 sind also in Axialerstreckungsrichtung A weiter von der Stirnseite 22 beabstandet, als beispielsweise die Einzelwicklungsbereichsbiegungen 42, 44. Vorteilhaft dabei ist, dass keine gesonderten Bauteile verwendet werden müssen und durch die Aufnahmeöffnung 70 eine abisolierte Stelle bereitgestellt ist, die ein Resultat aus dem sowieso notwendigen Statorfertigungsprozess ist.
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Das Interface für den Temperatursensor 90 kann geschaffen werden, indem die Schiene 60 aufgedoppelt wird, also beispielsweise einen größeren Schienendurchmesser aufweist, als der Wicklungsdurchmesser D_W. Zusätzlich kann die Aufnahmeöffnung 70 zur Aufnahme des Temperatursensors 90 - wie in 1 und 2 gezeigt - als Bohrung in der Schiene 60 oder alternativ durch ein U-förmig gebogenes mit der Schiene 60 verbundenes Blechteil bereitgestellt sein. Bei der Bereitstellung der Aufnahmeöffnung 70 durch ein solches Blechteil können jeweilige, die U-Form bildende Schenkel des Blechteils die Aufnahmeöffnung 70 bilden.
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Der Vorteil gegenüber aus dem Stand der Technik bekannten Konzepten besteht darin, dass der Temperatursensor 90 in die Schiene 60 (Phasenanschlussschiene bzw. Sternpunktschiene) gesteckt werden kann und damit, im Bedarfsfall, eine einfache Tauschbarkeit des Temperatursensors 90 gegeben ist. Je nach Anforderung kann eine Anordnung der Aufnahmeöffnung 70 und damit des Temperatursensors 90 an einem beliebigen Ort erfolgen, an dem die Einzelwicklungsbereiche 32, 34 beispielsweise in Form von Standardpins (bei einer Hairpinwicklung) vorliegen bzw. die Schiene 60 verläuft.
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Die durch die Aufnahmeöffnung 70 bereitgestellte Aufnahme für den Temperatursensor 90 ermöglicht eine Optimierung der Temperaturmessung hinsichtlich einer Statortemperatur des Stators 10 und kann ohne großen fertigungstechnischem Aufwand umgesetzt werden.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Stator
- 20
- Stator-Grundkörper
- 22
- Stirnseite
- 30
- Wicklungsanordnung
- 31
- Leitungselement
- 32
- Einzelwicklungsbereich
- 34
- Einzelwicklungsbereich
- 42
- Einzelwicklungsbereichsbiegung
- 44
- Einzelwicklungsbereichsbiegung
- 50
- Wickelkopf
- 60
- Schiene
- 70
- Aufnahmeöffnung
- 72
- Innenfläche
- 90
- Temperatursensor
- 100
- elektrische Antriebsmaschine
- A
- Axialerstreckungsrichtung
- A1
- Abstand
- D_W
- Wicklungsdurchmesser
- EZB
- Ebenenzwischenbereich
- E1
- erste Ebene
- E2
- zweite Ebene
- R
- Radialerstreckungsrichtung
- K
- Kraftfahrzeug
- U
- Umfangsrichtung
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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