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Die Erfindung betrifft eine Bandklemme nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Die Dokumente
DE2920983A1 und
DE2255110A offenbaren Bandklemmen mit einem Metallband mit einer ohrförmigen Spannvorrichtung, wobei die ohrförmige Spannvorrichtung zwei seitliche Schenkelabschnitte und einen Verbindungsabschnitt umfasst, der die seitlichen Schenkelabschnitte verbindet, wobei der Verbindungsabschnitt einen Vorsprung umfasst, der radial nach innen vorsteht, wobei der Vorsprung so konfiguriert ist, dass er ein Ausknicken des unter der ohrförmigen Spannvorrichtung angeordneten Materials verhindert, wenn die ohrförmige Spannvorrichtung durch Annäherung ihrer Schenkelabschnitte aneinander gespannt wird.
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Vorsprünge zum Verhindern des Ausknickens nach dem Stand der Technik weisen aus Gründen der einfachen Herstellung im nicht festgezogenen Zustand im Allgemeinen konvexe oder flache Profile auf. Diese flache oder konvexe Form führt zumindest in Abschnitten außerhalb des Mittelpunkts des Vorsprungs in Umfangsrichtung zu einem gewissen Abstand zu der radial inneren Seite des Vorsprungs. Dies bedeutet, dass das Ausbeulen des Materials nicht vollständig verhindert werden kann.
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Das Problem wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Bandklemme, die ein Metallband mit einer ohrförmigen Spannvorrichtung umfasst, wobei die ohrförmige Spannvorrichtung zwei seitliche Schenkelabschnitte und einen Verbindungsabschnitt umfasst, der die seitlichen Schenkelabschnitte verbindet, wobei der Verbindungsabschnitt einen Vorsprung umfasst, der radial nach innen vorsteht, wobei der Vorsprung so konfiguriert ist, dass er ein Ausknicken des unter der ohrförmigen Spannvorrichtung angeordneten Materials verhindert, wenn die ohrförmige Spannvorrichtung durch Annäherung ihrer Schenkelabschnitte festgezogen wird.
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Die seitlichen Schenkelabschnitte springen im Allgemeinen radial oder annähernd radial nach außen aus einem Hauptabschnitt der Bandklemme vor. Der Fachmann wird verstehen, dass der oben erwähnte Vorsprung im Blechmaterial des Bandes radial nach innen ragt und von der radialen Außenseite aus betrachtet einer Vertiefung oder einem Grübchen entspricht. Im Kontext dieses Dokuments und sofern nicht anders angegeben, beziehen sich die Ausdrücke „radial“, „axial“ oder „umlaufend“ auf die Kreisform der Bandklemme als Ganzes in einer vormontierten und nicht festgezogenen oder in einer festgezogenen Konfiguration.
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Die Erfindung ist auf verschiedene Arten von Bandklemmen anwendbar. Je nach Art der Bandklemme kann das unter der ohrförmigen Spannvorrichtung angeordnete Material je nach den Umständen ein Schlauch oder ein Faltenbalg, eine Einlage der Bandklemme oder ein innerer Bandabschnitt der Bandklemme sein.
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Es wird vorgeschlagen, dass die radial innere Seite des Vorsprungs ein konkaves Profil aufweist, wenn sie in axialer Richtung der Bandklemme betrachtet wird. Durch das konkave Profil kann das Profil des Vorsprungs dem konvexen Profil des Materials folgen, das unter der ohrförmigen Spannvorrichtung angeordnet ist, und die Knickverhinderung verbessern.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung schlagen die Erfinder vor, dass in der nicht festgezogenen Konfiguration der Bandklemme die radial innere Seite des Vorsprungs auf einer Ebene mit der radial inneren Seite des Metallbandes angeordnet ist, das an die Schenkelabschnitte der ohrförmigen Spannvorrichtung angrenzt. Dementsprechend kann die radial innere Seite des Vorsprungs bei Beginn des Festziehens in Kontakt mit dem unter der ohrförmigen Spannvorrichtung angeordneten Material gebracht werden, was die Verhinderung des Ausknickens weiter verbessert.
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Es wird außerdem vorgeschlagen, dass der Krümmungsradius des konkaven Profils gleich dem Krümmungsradius eines Hauptabschnitts des Metallbandes ist. Dadurch folgt das Profil des Vorsprungs dem konvexen Profil des Materials, das unter der ohrförmigen Spannvorrichtung angeordnet ist.
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In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist ein unterer Abschnitt des Vorsprungs mit mindestens einer geprägten Verstärkungsstruktur versehen. Die geprägte Struktur verstärkt das Material durch Kaltverfestigung und durch Erhöhung der Steifigkeit, so dass der Kontakt zur Verhinderung des Ausknickens während des Spannvorgangs über einen langen Zeitraum aufrechterhalten wird und der Vorsprung nicht leicht verformt wird.
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Vorzugsweise umfasst die mindestens eine Verstärkungsstruktur eine Stufe, die sich in Umfangsrichtung erstreckt. Die Umfangsrichtung ist die Richtung, in der die Versteifung am meisten benötigt wird, und die Stufe kann die Ausrichtung der Klemme während des Festziehens weiter verbessern.
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Es wird ferner vorgeschlagen, dass die Bandklemme ferner einen inneren Bandabschnitt umfasst, der unterhalb der ohrähnlichen Spannvorrichtung angeordnet ist. Der innere Bandabschnitt umfasst mindestens eine Rippe, die sich in Umfangsrichtung erstreckt, wobei die Rippe so konfiguriert ist, dass sie mit der radial inneren Seite des Vorsprungs in Eingriff kommt und den inneren Bandabschnitt mit dem Vorsprung ausrichtet. Dies verbessert die Ausrichtung des inneren Bandabschnitts und des äußeren Bandabschnitts mit der Spannvorrichtung. Da eine ungenaue Ausrichtung ein Grund für ein Ausknicken sein kann, verringert die verbesserte Ausrichtung das Risiko eines Ausknickens noch weiter.
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Vorzugsweise ist die Rippe des inneren Bandabschnitts so konfiguriert, dass sie in die Stufe im unteren Abschnitt des Vorsprungs eingreift. Der Eingriff zwischen Stufe und Rippe bildet Führungsschienen, die die relative Bewegung des inneren Bandabschnitts beim Anziehen führen. Vorzugsweise sind die oben beschriebenen Rippen und Stufen auf beiden axialen Seiten des Vorsprungs vorgesehen.
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Weitere Merkmale und Vorteile werden aus der folgenden Beschreibung der Ausführungsformen und Figuren ersichtlich. Die gesamte Beschreibung, die Ansprüche und die Figuren offenbaren Merkmale der Erfindung in spezifischen Ausführungsformen und Kombinationen. Der Fachmann wird die Merkmale auch einzeln betrachten und sie zu weiteren Kombinationen oder Unterkombinationen kombinieren, um die Erfindung, wie in den Ansprüchen definiert, an seine Bedürfnisse oder an spezifische Anwendungsbereiche anzupassen.
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Die Figuren veranschaulichen Folgendes:
- 1 eine Bandklemme gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung;
- 2 ist ein Detail einer ohrförmigen Spannvorrichtung der Bandklemme von 1;
- 3 ist ein Radialschnitt der Bandklemme von 1 mit einem inneren Bandabschnitt;
- 4 ist ein Radialschnitt eines Vorsprungs der Bandklemme der ohrähnlichen Spannvorrichtung der Bandklemme von 1;
- 5 ist eine Ansicht der ohrförmigen Spannvorrichtung von einer radial inneren Seite;
- 6 ist eine Ansicht der ohrförmigen Spannvorrichtung von einer radial äußeren Seite; und
- 7 ist eine perspektivische Ansicht der ohrförmigen Spannvorrichtung von einer radial äußeren Seite.
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1 zeigt eine Bandklemme gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung in einer nicht festgezogenen Konfiguration. Die Erfindung bezieht sich auf eine Bandklemme 10, die ein Metallband mit einer ohrförmigen Spannvorrichtung 12 umfasst, wobei die ohrförmige Spannvorrichtung 12 zwei seitliche Schenkelabschnitte 12a, 12b und einen Verbindungsabschnitt 12c umfasst, der die seitlichen Schenkelabschnitte 12a, 12b verbindet, wobei der Verbindungsabschnitt 12c einen Vorsprung 14 umfasst, der radial nach innen vorspringt, wobei der Vorsprung 14 so konfiguriert ist, dass er ein Ausknicken von Material verhindert, das unter der ohrförmigen Spannvorrichtung 12 angeordnet ist, wenn die ohrförmige Spannvorrichtung 12 durch Annäherung ihrer Schenkelabschnitte 12a, 12b aneinander gespannt wird.
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Die Bandklemme 10 besteht aus einem geprägten Metallband, das geschlossen ist, um eine Schlaufe zu bilden. Die Bandklemme 10 weist einen äußeren Bandabschnitt 10a auf, der die ohrförmige Spannvorrichtung 12 umfasst, wobei der äußere Bandabschnitt 10a teilweise einen inneren Bandabschnitt 10b überlappt, der an seinem Ende mit einer Zunge 10c versehen ist. Die Zunge 10c greift in einen Zungenkanal 10d ein und das Band wird durch das Ineinandergreifen von Haken 10e am inneren Bandabschnitt 10b in Öffnungen 10f am äußeren Bandabschnitt 10a als mechanische Verriegelung auf einer Seite der ohrförmigen Spannvorrichtung 12 geschlossen, die der Seite der Zunge 10c und des Zungenkanals 10d in Umfangsrichtung gegenüberliegt.
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In der Ausführungsform von 1 ist das unter der ohrförmigen Spannvorrichtung 12 angeordnete Material der innere Bandabschnitt 10b. Die Erfindung ist jedoch nicht auf Klemmen mit mechanischer Verriegelung und einem inneren Bandabschnitt 10b beschränkt und ist auf Klemmen ohne inneren Bandabschnitt 10b anwendbar, der unter der ohrförmigen Spannvorrichtung 12 angeordnet ist, d. h. bei denen ein Schlauch oder ein anderes zu klemmendes Element unter der ohrförmigen Spannvorrichtung 12 angeordnet ist.
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Beim Festziehen der Bandklemme 10 wird die ohrförmige Spannvorrichtung 12 in Umfangsrichtung durch ein Crimpwerkzeug zusammengedrückt, das auf die radial inneren Enden der Schenkelabschnitte 12a, 12b wirkt, und durch Pressen des Verbindungsabschnitts 12c radial nach innen, um eine abgeflachte Schlaufe zu erhalten (nicht dargestellt). Im Verlauf dieses Spannvorgangs bewegt sich der innere Bandabschnitt 10b in Bezug auf die Mitte der ohrförmigen Spannvorrichtung 12 und die Zunge 10c gleitet in den Zungenkanal 10d.
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Gemäß der Erfindung weist die radial innere Seite 14a des Vorsprungs 14 in einer nicht festgezogenen Konfiguration der Bandklemme 10, wie in 1 dargestellt, ein konkaves Profil auf, wenn sie in axialer Richtung der Bandklemme 10 betrachtet wird. In der Ausführungsform von 1 ist die radial innere Seite 14a des Vorsprungs 14 auf einer Ebene mit der radial inneren Seite des äußeren Bandabschnitts 10a des Metallbandes angeordnet, der an die Schenkelabschnitte 12a, 12b der ohrförmigen Spannvorrichtung 12 angrenzt. Dementsprechend kommt nicht nur die Mitte des Vorsprungs 14, sondern vielmehr ein gesamter Abschnitt, der einen Teil der radial inneren Seite 14a des Vorsprungs 14 abdeckt, in direkten Kontakt mit dem inneren Bandabschnitt 10b und verhindert, dass sich der innere Bandabschnitt 10b beim Festziehen der Bandklemme 10 aufbiegt.
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2 ist ein Detail einer ohrähnlichen Spannvorrichtung 12 der Bandklemme 10 von 1, 3 ist ein Radialschnitt der Bandklemme 10 von 1 mit einem inneren Bandabschnitt 10b entlang der Linie III -III in 1 und 4 ist ein Radialschnitt eines Vorsprungs 14 der Bandklemme 10 der ohrartigen Spannvorrichtung 12 der Bandklemme 10 von 1 entlang der Linie III-III in 1.
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Wie in 2 dargestellt, ist der Verbindungsabschnitt 12c in der Seitenansicht im Wesentlichen flach und der Vorsprung 14 ragt radial nach innen vor. Im axialen Profil von 2 sind die Seitenflächen 14b, 14c des Vorsprungs 14 konisch verjüngt, so dass die Breite des Vorsprungs 14, die 70-90 % der der Umfangslänge des Verbindungsabschnitts 12c auf der radial äußersten Ebene ausmacht, in Richtung radial nach innen verringert ist, wo sie 40-70 % der Umfangslänge des Verbindungsabschnitts 12c ausmacht. Die radial innerste Seite 14a des Vorsprungs 14 verbindet die Seitenflächen und weist das oben beschriebene konkave Profil auf. Um eine gute Ausrichtung zu gewährleisten, hat die radial innere Seite 14a einen Krümmungsradius, der gleich dem Krümmungsradius eines Hauptabschnitts des Metallbandes ist, der im Wesentlichen, d. h. abgesehen von zulässigen Toleranzen, an den Krümmungsradius der Außenfläche des zu klemmenden Materials oder Gegenstands oder, falls vorhanden, an den Krümmungsradius des inneren Bandabschnitts 10b, d. h. an den Krümmungsradius der Außenfläche des Gegenstands, an dem die radial innere Seite 14a des Vorsprungs 14 vor dem Festziehen der Bandklemme 10 und/oder in einer Anfangsphase des Festziehens anliegt, angepasst ist.
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Wie in 3 dargestellt, ist ein unterer Abschnitt des Vorsprungs 14 mit mindestens einer geprägten Verstärkungsstruktur versehen, die zwei seitliche Stufen 14d, 14e umfasst, die sich jeweils in einer Umfangsrichtung der Bandklemme 10, d. h. in einer Längsrichtung des Metallbandes und des Vorsprungs 14 über die gesamte Länge des Vorsprungs 14, erstrecken. Der innere Bandabschnitt 10b umfasst zwei Rippen 18a, 18b, die sich ebenfalls in Umfangsrichtung erstrecken, wobei die Rippen 18a, 18b so konfiguriert sind, dass sie mit den Stufen 14d, 14e auf der radial inneren Seite 14a des Vorsprungs 14 in Eingriff kommen und den inneren Bandabschnitt 10b mit dem Vorsprung 14 ausrichten. Die Rippen 18a, 18b und die Stufen 14d, 14e bilden eine Art Schienen, die die Relativbewegung des radial inneren Bandabschnitts 10b führen und die Zunge 10c in den Zungenkanal 10d bewegen, wenn die Bandklemme 10 festgezogen wird.
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Wie in den 4 bis 7 dargestellt, entspricht der Vorsprung 14 auf der radial inneren Seite 14a des Bandes einer Aussparung auf der radial äußeren Seite des Metallbandes. Die Aussparung 16 ist von einem im Wesentlichen rechteckigen, rahmenförmigen Abschnitt des Metallbandes umgeben. Die Aussparung 16 wird durch Tiefziehen und Prägen der Stufen 14d, 14e und der Verstärkungsstrukturen gebildet, die eine Kaltverfestigung des Vorsprungs 14 bewirken. Dadurch wird die Biegesteifigkeit des Verbindungsabschnitts 12c der ohrähnlichen Spannvorrichtung 12 erhöht, sodass der Verbindungsabschnitt 12c im Verlauf des Spannvorgangs seine im Wesentlichen flache Form beibehält.
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Liste der Referenznummern
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- 10
- Bandklemme
- 10a
- äußerer Bandabschnitt
- 10b
- innerer Bandabschnitt
- 10c
- Zunge
- 10d
- Zungenkanal
- 10e
- Haken
- 10f
- Öffnungen
- 10d
- Zungenkanal
- 12
- ohrförmige Spannvorrichtung
- 12a, 12b
- Schenkelabschnitte
- 12c
- Verbindungsabschnitt
- 14
- Vorsprung
- 14a
- radial innere Seite
- 14b
- Seitenfläche
- 14c
- Seitenfläche
- 14d, 14e
- Stufen
- 16
- Aussparung
- 18a, 18b
- Rippen