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DE102023106165B9 - Silikon-Abformmaterial mit beschleunigter Abbindung sowie Kit und Verwendung der härtbaren Zusammensetzung und des Kits - Google Patents

Silikon-Abformmaterial mit beschleunigter Abbindung sowie Kit und Verwendung der härtbaren Zusammensetzung und des Kits Download PDF

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DE102023106165B9
DE102023106165B9 DE102023106165.8A DE102023106165A DE102023106165B9 DE 102023106165 B9 DE102023106165 B9 DE 102023106165B9 DE 102023106165 A DE102023106165 A DE 102023106165A DE 102023106165 B9 DE102023106165 B9 DE 102023106165B9
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polysiloxanes
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Michael Hendrich
Peter Deutzmann
Roman Hamburg
Peter Kunze
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Kulzer GmbH
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Abstract

Härtbare Zusammensetzung umfassend additionsvernetzbare organofunktionelle Polysiloxane umfassendi. additionsvernetzende mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polysiloxane undii. mindestens zwei Si-H-Gruppen enthaltende Polysiloxane, wobei die Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxane einen Gehalt an Polysiloxanen mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 mmol/g bis 15 mmol/g aufweisen, und optional umfassend einen Hydrosilylierungs-Katalysator, unddadurch gekennzeichnet, dasssie 3 bis 25 Gew.-% an Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxanen mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 bis 15 mmol/g, in Bezug auf die Gesamtzusammensetzung von 100 Gew.-% der härtbaren Zusammensetzung aufweist,wobei die Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxane mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 bis 15 mmol/g (zweite Poysiloxanzusammensetzung PS2) im Gewichtsverhältnis von größer 2 in Bezug auf die Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxane mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen mit kleiner 4,0 mmol/g Si-H-Gruppen (erste Polysiloxanzusammensetzung PS1) vorliegt.

Description

  • Gegenstand der Erfindung ist eine härtbare Zusammensetzung umfassend additionsvernetzbare mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane mit einem spezifischen Gehalt an Si-H-Gruppen und optional mit einem spezifischen Gehalt an Si-H-Gruppen im molaren Verhältnis zur Verbindung der Formel I. Weitere Gegenstände sind ein Kit und die Verwendung der härtbaren Zusammensetzung und des Kits.
  • Dentale Abformmaterialien werden üblicherweise genutzt, um die räumliche Situation der Zähne und des Kiefers abzubilden. Abhängig von der Art der Abformung, verbleibt das in einem Abformlöffel vorgelegte Abformmaterial unterschiedlich lange im Patientenmund. Zahlreiche Patienten empfinden diesen Schritt als sehr unangenehm, da unter anderem die Atmung beeinträchtigt sein kann. In der Folge kann es zum Würgen oder Angstzuständen kommen und ggf. zu einem Abbruch der Abdrucknahme. Es wird angestrebt die Aushärtung eines Abformmaterials zu beschleunigen und so die Verweildauer im Patientenmund zu verkürzen. Zugleich muss eine Verarbeitungszeit erhalten bleiben, um die Abformmassen mischen und applizieren zu können. Ferner muss eine hohe Detailgenauigkeit der Abformung erzielt werden. Dazu müssen diese Abformmaterialien auch im feuchten Mundmillieu den Zahn und diesen umgebendes Gewebe möglichst gut anfließen.
  • In der WO 2013/025494 A1 werden additionsvernetzende Silikon-Abformmaterialien, bestehend aus hydridfunktionellen und vinylterminierten Siloxanen, welche unter Pt-Katalyse vernetzen, offenbart. Die Abformmaterialien erwärmen sich durch Zusatz niedermolekularer Allylsilane während des Vernetzungsvorgangs. Auch in der US 7,700,712 B2 werden diese Allylsilane bereits zugesetzt. Ursächlich für diese Erwärmung ist eine Reaktion der Allylsilane mit den in additionsvernetzenden Silikonen enthaltenen hydridfunktionellen Siloxanen. Die WO 2013/025494 A1 gibt an, dass durch diese Erwärmung eine verkürzte Abbindereaktion resultiert.
  • Jedoch sind die zugesetzten Allylsilane aufgrund des geringen Molekulargewichts mit zwei inhärenten Nachteilen assoziiert. Die Reaktion von Allylsilanen mit hydridfunktionellen Siloxanen ist sehr effizient, wodurch gemäß WO 2013/025494 A1 eine Temperaturerhöhung bis zu 20 °C resultieren kann. Dies wird nach diesseitiger Beurteilung wohl eher von Patienten als unangenehm oder bedrohlich empfunden werden und kann bei diesen Schmerzgefühlen, Angst oder Abwehrreaktionen auslösen. Des Weiteren sind die eingesetzten Allylsilane monofunktionell und können so nicht zu einer Ausbildung eines Silikon-Netzwerks, also der effektiven Aushärtung bzw. Vernetzung, beitragen.
  • DE102016201363A1 offenbart zur Silikongelen vernetzbare Zusammensetzungen mit einem Vernetzer mit sehr geringer SiH-Dichte und relativ langer Kettenlänge. Silikongele sind dort als in der Medizin etablierte Wundadhäsive beschrieben. DE19757221A1 offenbart Phosphatenthaltende olefinische Polysiloxane und Polyhydrogensiloxan enthaltende Mischungen.
  • Aufgabe der Erfindung war es, härtbare Zusammensetzungen von additionsvernetzenden Polysiloxanen bereitzustellen, die innerhalb eines definierten Zeitfensters schneller abbinden und dennoch vor diesem Zeitfenster gut verarbeitbar sind. Insbesondere sollen die Zusammensetzungen trotz schneller Abbindung keine unangenehme Temperaturerhöhung aufweisen. Als unangenehm wird eine Temperaturerhöhung von größer gleich 10 °C angesehen. Zudem sollen die Abformmassen weiterhin eine hohe Detailgenauigkeit aufweisen und gut im feuchten Mundmilleu den Zahn und umgebendes Gewebe anfließen.
  • Gelöst wurden die Aufgaben durch eine additionsvernetzende Zusammensetzung nach Anspruch 1, bevorzugte Ausführungsformen werden in den Unteransprüchen sowie detaillierter in der Beschreibung offenbart. Gleichfalls Gegenstand der Erfindung ein Kit nach Anspruch 17 umfassend eine 2K-Abgabevorrichtung umfassend mindestens zwei Kartuschen sowie die Verwendung nach Anspruch 18.
  • In der vorliegenden Erfindung werden Abformmaterialien beschrieben, die gegenüber dem Stand der Technik eine verkürzte Abbindezeit, insbesondere kürzere Zeitfenster für die Härtungsreaktion, aufweisen und vorzugsweise gleichzeitig eine geringe Temperaturerhöhung aufweisen. Ferner kann die Abbindezeit t90 - t5 um größer gleich 10%, insbesondere größer 20%, reduziert werden im Vergleich mit einem modifiziertem Referenzbeispiel gemäß WO 2013/025494 A1 (Basispaste A, Katalysatorpaste B) mit einem Vinyl-Gehalt der Polysiloxane gemäß den eigenen erfindungsgemäßen Beispielen, wobei eine vorteilhafte Verarbeitungszeit von deutlich über einer Minute (Industrieminute) eingestellt werden kann. Die erfindungsgemäße Abbindezeit kann auf unter 0,9 Minuten eingestellt werden, wobei vorteilhaft die Temperaturerhöhung der härtbaren Zusammensetzung auf unter 7,5 °C eingestellt werden kann.
  • Es wurde gefunden, dass für eine effiziente Netzwerkbildung, also schnelle Härtungsreaktion (t90- t5) als Differenz von Abbindezeit (t90) und Verarbeitungsfenster (t5), ein Gehalt spezifischer Si-H-Gruppen enthaltender Polysiloxane in der Zusammensetzung enthalten sein muss. Eine besonders effiziente Abbindezeit (t90 - t5) nach Erreichen der Verarbeitungszeit (t5) kann innerhalb einer Zeit von kleiner 0,85 Minuten (Industrieminuten) bei gleichzeitig ausreichend langer Verarbeitungszeit von größer gleich 1,25 Minuten (Industrieminuten) bis optional kleiner 1,80 Minuten (Industrieminuten) und einer Temperaturerhöhung von kleiner gleich 10 °C, insbesondere kleiner gleich 8 °C, eingestellt werden. Dabei kann es besonders bevorzugt sein, wenn zusätzlich ein definiertes molares Verhältnis einer einfach ungesättigten Verbindung zu den Si-H-Gruppen eingestellt wird, insbesondere ein molares Verhältnis von größer fünf von Si-H-Gruppen zu C=C-Gruppen, insbesondere Vinyl-Gruppen, einer einfach ungesättigten Verbindung, d.h. mol Si-H-Gruppen / mol C=C-Gruppen einer einfach ungesättigten Verbindung. Bevorzugt beträgt das molare Verhältnis größer 5 bis kleiner gleich 15.
  • Erfindungsgemäße härtbare Zusammensetzung umfassend additionsvernetzbare organofunktionelle Polysiloxane umfassend i. additionsvernetzende mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polysiloxane und ii. mindestens zwei Si-H-Gruppen enthaltende Polysiloxane, wobei die Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxane einen Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 mmol/g bis 15 mmol/g, und optional umfassend einen Hydrosilylierungs-Katalysator, aufweisen, wobei sie 3 bis 25 Gew.-% an Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxane mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 bis 15 mmol/g, in Bezug auf die Gesamtzusammensetzung von 100 Gew.-% der härtbaren Zusammensetzung aufweist, wobei die Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxane mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 bis 15 mmol/g (zweite Poysiloxanzusammensetzung PS2) im Gewichtsverhältnis von größer 2 in Bezug auf die Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxane mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen mit kleiner 4,0 mmol/g Si-H-Gruppen vorliegt.
  • Besonders bevorzugt ist die Einstellung des Gehaltes an hydridfunktionellen Polysiloxanen im Verhältnis zu den Ethylen-Gruppen enthaltenden Polysiloxanen. Besonders bevorzugt, indem die mindestens zwei Si-H-Gruppen enthaltende Polysiloxane mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 mmol/g bis 15 mmol/g im molaren Verhältnis von Si-H-Gruppen der Polysiloxane zu Ethylen-Gruppen der Polysiloxane von 4 : 1 bis 10 : 1 vorliegen, bevorzugt von 5 : 1 bis 10 : 1, besonders bevorzugt von 6 : 1 bis 10 : 1, wobei insbesondere die härtbare Zusammensetzung keine einfach ungesättigte Verbindung der Formel I enthält oder der Gehalt der einfach ungesättigten Verbindung der Formel I in der härtbaren Zusammensetzung von 0,001 bis 0,5 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 0,5 Gew.-% beträgt, wobei der Gesamtgehalt der Zusammensetzung 100 Gew.-% beträgt.
  • Gleichfalls bevorzugt ist eine Einstellung des Gehaltes an hydridfunktionellen Polysiloxanen, indem mindestens zwei spezifische Polysiloxanzusammensetzungen mit unterschiedlichen Gehalten an mindestens zwei Si-H-Gruppen aufweisende Polysiloxane zur Einstellung der Netzwerkbildung eingesetzt werden, wobei eine Polysiloxanzusammensetzung einen Gehalt an Si-H-Gruppen einer Polysiloxanzusammensetzung (einer ersten Polysiloxanzusammensetzung, PS1 synonym zu Polysiloxanzusammensetzung PS.b) einen geringeren Gehalt an Si-H-Gruppen, insbesondere kleiner gleich 4,0 mmol/g, bevorzugt von 1 bis 3,5 mmol/g, und einer Polysiloxanzusammensetzung mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 bis 15 mmol/g (eine zweite Polysiloxanzusammensetzung, PS2 synonym zu Polysiloxanzusammensetzung PS.a) aufweist. Die Polysiloxanzusammensetzung mit größer gleich 4,1 mmol/g Si-H-Gruppen liegt im Gewichtsverhältnis von größer 2, insbesondere größer gleich 5, in Bezug auf die Polysiloxanzusammensetzung mit kleiner gleich 4,0 mmol/g Si-H-Gruppen vor. Dabei ist es weiter bevorzugt, wenn die härtbare Zusammensetzung keine einfach ungesättigte Verbindung der Formel I enthält oder der Gehalt der einfach ungesättigten Verbindung der Formel I in der härtbaren Zusammensetzung von 0,001 bis 0,5 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 0,5 Gew.-% beträgt, wobei der Gesamtgehalt der Zusammensetzung 100 Gew.-% beträgt.
  • Ferner hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn einfach ungesättigte Verbindungen in der Zusammensetzung enthalten sind, wie niedermolekulare Spezies bspw. umfassend einfach ungesättigte Verbindungen mit H2C=CH-CH2-, H2C=C(CH3)-CH2-Gruppen oder einfach ungesättigte Verbindungen der Formel I. Es wurde gefunden, dass gerade die Gegenwart der einfach ungesättigten Verbindungen im molaren Verhältnis von Si-H-Gruppen zu einfach ungesättigter Verbindung von größer 5 die Vernetzung beschleunigt, ohne eine unangenehme Temperaturerhöhung zu bewirken.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform umfassen die additionsvernetzenden mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltenden Polysiloxane umfassend Polydialkylsiloxane, Polydialkylsiloxanether oder Mischungen dieser, insbesondere mit Alkyl jeweils unabhängig mit 1 bis 16 C-Atomen, vorzugsweise Alkyl mit 1 bis 4 C-Atomen, besonders bevorzugt jeweils Methyl-Gruppen.
  • Bevorzugt umfasst die Zusammensetzung nach einer bevorzugten Ausführungsform im Wesentlichen einfach ungesättigte Verbindung(en), insbesondere von 0,01 Gew.-% bis zu 0,4 Gew.-%, insbesondere von 0,04 bis 0,4 Gew.-%, in Bezug auf die Gesamtzusammensetzung der härtbaren Zusammensetzung von 100 Gew.-%.
  • Die Zusammensetzung kann nach einer bevorzugten Ausführungsform im Wesentlichen einfach ungesättigte Verbindung der Formel I umfassen R2R3C=CR1-A-SiR3 (I) mit
    R jeweils unabhängig ausgewählt aus H, monovalenter Alkyl-Gruppe mit 1 bis 22 C-Atomen, Aryl-Gruppe mit 16 bis 12 C-Atomen, O-SiR4 3-Gruppe, wobei
    R optional Hetero-Atome umfasst, mit der Maßgabe, dass R keine Alkoxy-Gruppe oder Arylalkoxy-Gruppe ist,
    R1, R2, R3 jeweils unabhängig ausgewählt sind aus H, monovalenter Alkyl-Gruppe mit 1 bis 22 C-Atomen, Aryl-Gruppe mit 6 bis 12 C-Atomen und optional jeweils unabhängig Hetero-Atome umfassen,
    R4 eine monovalente Alkyl-Gruppe mit 1 bis 22 C-Atomen oder Aryl-Gruppe mit 6 bis 12 C-Atomen ist, wobei optional zwei oder drei R4 Reste in O-SiR4 3 eine cyclische oder polycylische Struktur ausbilden können,
    A ist eine bivalente lineare, verzweigte oder cyclische Kohlenwasserstoff-Gruppe mit 1 bis 12 C-Atomen, optional umfassend einen Aromaten mit mindestens einer Methylen-Gruppe, die unmittelbar kovalent mit dem Aromaten verbunden ist, optional umfassend
    -O-Atome, bevorzugt ist A Methylen, Ethylen, Propylen, Butylen, Hexylen, Octylen, Nonylen oder Decylen,
    wobei das molare Verhältnis von Si-H-Gruppen, der Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxane, zur einfach ungesättigten Verbindung der Formel I größer 5 beträgt.
  • Insbesondere beträgt das molare Verhältnis von Si-H-Gruppen, der Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxane, zur C=C-Gruppe der einfach ungesättigten Verbindung der Formel I größer 5.
  • Als Allylsilane, insbesondere als monofunktionelle und/oder multifunktionelle Allylsilane, gelten organofunktionelle Siliziumverbindungen. Bevorzugte Allylsilane enthalten keine Si-O-Si-Fragmente und sind somit keine Siloxane. Ganz besonders bevorzugt enthalten die Zusammensetzungen monofunktionelle Allylsilane und Tetraallylsilan, insbesondere im Verhältnis von 1 : 0 bis 2 bis 1. Bevorzugte Allylsilane umfassen R2R3C=CH2-SiR3, R2R3C=C(CH3)CH2-SiR3, oder R2R3C=CHCH2-SiR3 mit R2 und R3 jeweils gleich H, und/oder Mischungen umfassend mindestens eines der Allylsilane mit einem Tetraallylsilan. Nach einer Alternative können die Zusammensetzungen frei von di-, tri- oder tetrafunktionellen Allylsilanen oder frei von di-, tri- und tetrafunktionellen Allylsilanen sein.
  • Diesseits wird angenommen, dass durch eine sehr spezifische Zugabe der Verbindung der Formel I im molaren Verhältnis zu den Si-H-Gruppen die Verarbeitungszeit eingestellt werden kann. So kann durch die Zugabe der Verbindung der Formel I trotz sehr hohem Si-H-Gehalt der Beginn der Vernetzung verzögert werden und dennoch ab t5 (min.) eine sehr schnelle Vernetzung (t90- t5 (min.)) mit kurzer Abbindezeit erzielt werden.
  • Damit die Verarbeitungszeit und die anschließende Vernetzung so punktgenau eingestellt werden kann ist ein spezifisches Gewichtsverhältnis der Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxanzusammensetzung mit größer gleich 4,1 mmol/g Si-H-Gruppen und der einfach ungesättigten Verbindung der Formel I von größer 7 bevorzugt. Ferner ist es bevorzugt, wenn die Polysiloxanzusammensetzung mit größer gleich 4,1 mmol/g Si-H-Gruppen vorzugsweise im Gewichtsverhält von größer 2, insbesondere größer gleich 5, in Bezug auf die Polysiloxanzusammensetzung mit kleiner gleich 4,0 mmol/g Si-H-Gruppen vorliegt.
  • Diesseits wird die Aushärtung mit den Vernetzungsreaktionen korreliert. Entscheidend ist erfindungsgemäß insbesondere die Einstellung eines spezifischen Verhältnisses von hydrid- und vinylfunktionellen Siloxanen sowie von hydridfunktionellen Siloxanen zur einfach ungesättigen Verbindung der Formel I. Bevorzugte einfach ungesättigte Verbindungen der Formel I weisen ein Molekulargewicht von unter 500 g/mol auf, bevorzugt von unter 250 g/mol.
  • Für die additive Vernetzungsreaktion von hydridfunktionellen Polysiloxanen, die in der Basis-Komponente enthalten sind, und vinylterminierten Polysiloxanen, die in Basis- und Katalysator-Komponente enthalten sein können, müssen diese an einen Platin-Katalysator koordinieren können. Es wurde nun festgestellt, dass ein spezifisches Verhältnis von mindestens zwei Polysiloxanzusammensetzungen mit jeweils definiertem molarem Gehalt an Si-H-Gruppen in einem spezifischen Verhältnis zu Polysiloxanen mit mindestens zwei terminalen Ethylen-Gruppen zu einer beschleunigten Härtung (synonym zu Aushärtung, Vernetzung oder Abbindereaktion) der additionsvernetzbaren Polysiloxane enthaltenden Zusammensetzung führt. Es wurde ferner gefunden, dass die Erhöhung der Reaktionstemperatur zur vermeintlichen Beschleunigung der Additionsreaktion, die Additionsreaktion durch die entstehende Konkurrenzreaktion mit der einfach ungesättigen Verbindung der Formel I überproportional verzögert und zu einem ungünstigen Abbindeverhalten der Zusammensetzung führt.
  • Das definierte Zeitfenster der Härtungsreaktion wird durch die Zeitdifferenz t90 - t5 charakterisiert. Dabei entspricht t5 der Verarbeitungszeit, also dem Zeitpunkt, bis zu welchem noch eine annähernd spannungsfreie Deformation des Abformmaterials möglich ist. Die Zeit t90 entspricht der Abbindezeit. Das definierte Zeitfenster der Härtungsreaktion (t90 - t5) entspricht der Differenz von Abbindezeit (t90) und Verarbeitungszeit (t5), also dem Zeitpunkt, an dem ein Großteil des Netzwerks ausgebildet und nur noch minimale Deformation des Materials möglich ist. Idealerweise ist die Zeitdifferenz t90 - t5 möglichst kurz, da die Abformung entsprechend schnell wieder aus dem Patientenmund entnommen werden kann. Die Zeiten werden durch Messung der Viskosität, hier komplexe Viskosität, des gemischten Abformmaterials bei 30 °C mittels Rheometer bestimmt. t5 entspricht der Zeit, bei der 5 % der Endviskosität erreicht sind. t90 entspricht der Zeit, bei der 90 % der Endviskosität erreicht sind. Die komplexe Viskosität wird alle 30 Sekunden gemessen, sobald der Probenkörper der Mischung von Basispaste und Katalysatorpaste nicht mehr klebt. Nach 10 Minuten endet die Messung. Als definiertes Zeitfenster für die Härtungsreaktion oder Vernetzung wird die Zeitspanne von t90 minus t5 definiert. Die Zeitspanne vor Erreichen von t5 wird als Verarbeitungsfenster definiert. Der Begriff härtbare Zusammensetzung umfassend additionsvernetzbare Polysiloxane wird synonym verwendet zu vernetzbarer Zusammensetzung. An die Verarbeitungszeit schließt sich die Abbindezeit an und ergibt das definierte Zeitfenster der Härtungsreaktion.
  • Des Weiteren ist es bevorzugt, dass die Zeit t5 (synonym zu t5) mindestens 0,75 Minuten, bevorzugt größer gleich 1 Minute, besonders bevorzugt größer gleich 1,3 Minuten, besonderes bevorzugt von 1 bis 1,6 Minuten beträgt, die vorliegend immer Industrieminuten entsprechen (Industrieminuten, 60 Minuten gleich 100 Industrieminuten, d.h. = Std. + Min./60 + Sek./3600), andauert, um die Herstellung der Mischung von Basis-Komponente und Katalysator-Komponente sowie die Applikation der Zusammensetzung im Abformlöffel das Einsetzen des Abformlöffels im Mund des Patienten und optionale Korrekturen vornehmen zu können. Nach korrekter Platzierung des Abformlöffels im Mund des Patienten ist dann eine besonders schnelle Aushärtung gewünscht. Diese schnelle Aushärtung wird durch die Zeitdifferenz t90 minus t5 in Minuten angegeben.
  • Erfindungsgemäß wird eine Zusammensetzung bereitgestellt, die ein Zeitfenster für eine deutlich schnellere additive Härtung von vorzugsweise unter 0,90 min. für (t90-t5) (min.), besonders bevorzugt von unter 0,7 min. (t90-t5) (min.) aufweist.
  • So wurden für die Allyltrimethylsilan und optional Tetraallylsilan enthaltenden Zusammensetzungen Zeitfenster der Härtungsreaktion (t90 - t5) von 0,61 Minuten (Allyltrimethylsilan in Basispaste) und 0,83 Minuten (geringerer Si-H-Gehalt)) bestimmt.
  • Enthalten Polysiloxan-Zusammensetzungen Allylsilane, insbesondere einfachfunktionelle und mehrfachfunktionelle Allylsilane, resultiert im Vergleich eine spezifisch abgestimmte additive Härtung der hydridfunktionellen Polysiloxane und vinylterminierten Polysiloxane mit einer Verarbeitungszeit von über einer Minute und anschließend erfolgender sehr kurzer Vernetzung innerhalb von kleiner 0,85 Minuten (Industrieminuten).
  • Gegenstand der Erfindung ist ebenfalls eine härtbare Zusammensetzung umfassend additions-vernetzbare organofunktionelle Polysiloxane umfassend, insbesondere ausgewählt aus,
    1. i. additionsvernetzende mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polysiloxane, und
    2. ii. mindestens zwei Si-H-Gruppen enthaltende Polysiloxane, insbesondere Polyhydrogensiloxane, wobei die Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxane mindestens zwei Polysiloxanzusammensetzungen mit unterschiedlichen Gehalten an Si-H-Gruppen umfassen, wobei eine erste Polysiloxanzusammensetzung (PS1) einen Gehalt an Si-H-Gruppen von 1 bis 3,5 mmol/g und eine zweite Polysiloxanzusammensetzung (PS2) einen Gehalt an Si-H-Gruppen von 3,8 mmol/g bis 15 mmol/g aufweist, insbesondere liegen die erste und zweite und optional weitere Polysiloxanzusammensetzungen als Gemisch vor, wobei die erste Polysiloxanzusammensetzung (PS1) mit einen Gehalt an Si-H-Gruppen und die zweite Polysiloxanzusammensetzung (PS2) mit einen Gehalt an Si-H-Gruppen im Gewichtsverhältnis von 1: 1,5 bis 1 : 10 vorliegen, insbesondere im Gewichtsverhältnis von 1 : 1,8 bis 1 : 6, und optional das molare Verhältnis von Si-H-Gruppen der Polysiloxane zu Ethylen-Gruppen der Polysiloxane von 4 : 1 bis 10 : 1 beträgt, und optional umfassend einen Hydrosilylierungs-Katalysator.
  • Bevorzugte mindestens zwei Si-H-Gruppen enthaltende Polysiloxane weisen endständige Si-H-Gruppen und optional seitenständige Si-Gruppen auf. Bevorzugte mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polysiloxane können optional zusätzlich seitenständige Ethylen-Gruppen umfassen. Besonders bevorzugt umfassen mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polysiloxane terminale Divinyl-Polxsiloxane, besonders bevorzugt Divinyl-Polydialkylsiloxane, Alkyl mit 1 bis 6 C-Atomen, besonders bevorzugt Divinyl-Polydimethylsiloxane. Si-H-Gruppen enthaltende Polysiloxane können synonym auch Polyhydrogensiloxane genannt werden.
  • Bevorzugte Hydrosilylierungskatalysatoren umfassen Platin, Rhodium und/oder Palladium enthaltende Hydrosilylierungs-Katalysatoren.
  • Eine weitere bevorzugte Ausführungsform umfasst eine Zusammensetzung deren maximale Temperaturerhöhung (ΔT) beim Aushärten kleiner gleich 7 °C beträgt, wobei die Temperaturerhöhung mit einem Temperaturfühler in der Masse im Zeitintervall 15 Sekunden ab erster Mischung bis 10 Minuten nach erster Mischung erfolgt, wobei insbesondere alle 30 Sekunden eine Temperaturmessung erfolgt. Des Weiteren ist es bevorzugt, wenn der Wert t5 in Minuten ab erster Mischung der komplexen Viskosität von 5% entspricht und t90 in Minuten der komplexen Viskosität von 90% der komplexen Viskosität 10 Minuten ab erster Mischung entspricht, wobei t90 kleiner gleich 2,7 Minuten, insbesondere kleiner gleich 2,5 Minuten, bevorzugt kleiner gleich 2,2 Minuten beträgt, und/oder t5 in Minuten kleiner gleich 1,8 Minuten, insbesondere kleiner gleich 1,7 Minuten, bevorzugt kleiner gleich 1,6 Minuten, beträgt und/oder der Wert t90-t5 als Differenz der Zeit von t90 der komplexen Viskosität mit 90 % der komplexen Viskosität und der Zeit von t5 der komplexen Viskosität mit 5 % der komplexen Viskosität 10 Minuten ab erster Mischung kleiner gleich 1 Minute, insbesondere kleiner gleich 0,9 Minute beträgt, besonders bevorzugt kleiner gleich 0,7 Minuten, beträgt. Dabei ist ab erster Mischung synonym zu nach bzw. ab Mischbeginn zu verstehen. Besonders bevorzugt sind die maximale Temperaturerhöhung und t90-t5 /min. kleiner 0,9 Minuten erfüllt, bevorzugt kleiner gleich 0,7.
  • Die Verarbeitungszeit t5 in Minuten (Industrieminuten), also der Zeitpunkt, bis zu welchem noch eine annähernd spannungsfreie Deformation des Abformmaterials möglich ist, beträgt vorzugsweise kleiner gleich 1,8 Minuten, bevorzugt kleiner gleich 1,6 Minuten, besonders bevorzugt kleiner gleich 1,5 Minuten und vorzugsweise größer gleich 1 Minute, wobei alternativ oder zusätzlich das Zeitfenster der Härtungsreaktion (t90 - t5) in Minuten kleiner gleich 0,9 Minuten, bevorzugt kleiner gleich 0,85 Minuten, besonders bevorzugt kleiner gleich 0,7 Minuten ist, wobei optional zugleich die Temperaturerhöhung kleiner 7 °C beträgt. Dabei ist es weiter bevorzugt, wenn die Verarbeitungszeit t5 in Minuten (Industrieminuten) größer gleich 0,75, insbesondere größer gleich 1,0, und kleiner gleich 1,8, bevorzugt kleiner gleich 1,6 beträgt.
  • Ohne an die Theorie gebunden zu sein, wird vermutet, dass die schnelle Abbindung bei gleichzeitig guter Verarbeitungszeit durch ein Gewichtsverhältnis PS1/PS2 (PS1 = Vernetzer mit Si-H (synonym zu SiH) 1,3 bis 2,5 mmol/g und PS2 = Vernetzer mit Si-H 4,1 bis 8 mmol/g) von 1 : 1,8 bis 1 : 6 und einem molaren Si-H-Gruppen zu Vinyl-Gruppen Verhältnis von 5 bis 9,5, insbesondere von 6 bis 9,3 resultiert.
  • Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen entsprechen einem leichtfließenden Korrekturabformmaterial, grundsätzlich ist jedoch die Übertragung auf alle Konsistenzen (Typ 3 - Typ 0 nach DIN EN ISO 4823:2021, DIN EN ISO 4823:2021-06) möglich.
  • Besonders bevorzugt liegt in der Zusammensetzung oder in einer Mischung aus Basis-Komponente und Katalysator-Komponente, insbesondere im Verhältnis von 5 : 1 bis 1 : 5, bevorzugt von 1: 1 bis 2 : 1 bis 1: 2, besonders bevorzugt von 1 : 1, ein molares Verhältnis von Si-H-Gruppen der Polysiloxane zu Ethylen-Gruppen der Polysiloxane von 1 : 1,8 bis 1 : 6 mit einer ersten Polysiloxanzusammensetzung (PS1) mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 1,3 mmol/g bis 2,5 mmol/g und einer zweiten Polysiloxanzusammensetzung (PS2) einen Gehalt an Si-H-Gruppen von 4 mmol/g bis 8 mmol/g vor, insbesondere von 4,1 mmol/g bis 8 mmol/g, und optional, wobei das Verhältnis von terminalen-Ethylen-Gruppen der Basis-Komponente zu terminalen-Ethylen-Gruppen in der Katalysator-Komponente im molaren Verhältnis von bevorzugt von 1 : 1,3 bis 1 : 10, weiter bevorzugt von 1 : 1,4 bis 1 : 2 beträgt.
  • Ferner kann eine bevorzugte Zusammensetzung einen Gehalt an Tetraallylsilan umfassen. Bevorzugt kann eine Zusammensetzung von 0,001 bis 1,0 Gew.-%, insbesondere von 0,001 bis 0,5 Gew.-%, bevorzugt von 0,001 bis 0,3 Gew.-%, Tetraallylsilan in Bezug auf die Gesamtzusammensetzung der härtbaren Zusammensetzung von 100 Gew.-% umfassen. In einer besonders bevorzugten Alternative umfasst die härtbare Zusammensetzung kein Tetraallylsilan. Es wurde gefunden, dass ein gewisser Gehalt an Tetraallylsilan in der Zusammensetzung vorteilhaft für eine gewisse Verlängerung der Verarbeitungszeit zugesetzt werden kann, insbesondere ohne die additive Härtung im Zeitfenster t90-t5 negativ zu beeinflussen, so dass in der Zusammenschau eine gute Verarbeitungszeit von kleiner 2 Minuten und eine anschließende schnelle Aushärtung von unter 1 Minute eingestellt werden kann.
  • Der erhebliche Vorteil der Erfindung ist somit, dass durch das erfindungsgemäße Verhältnis von mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltenden Polysiloxanen und mindestens zwei Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxanen eine sehr schnelle additive Härtung in einem Zeitfenster eingestellt werden kann, wobei das Zeitfenster durch Zugabe von Tetraallylsilan zu längeren Verarbeitungszeiten eingestellt werden kann und die schnelle Härtung erhalten bleibt, so dass die Gesamtzeit vom Vermischen bis zum Erreichen von 90% der Shore-Härte A unter 3 Minuten liegen kann.
  • Des Weiteren ist es besonders bevorzugt, wenn eine Zusammensetzung mindestens ein Tensid umfassend einen Polyether, Polyether-funktionalisiertes Siloxanoligomer, Fettalkohol und/oder Fluortensid oder Mischungen der vorgenannten Tenside umfasst. Bevorzugte Tenside können umfassen optional mindestens ein nichtionisches oder ionisches, mindestens eine Fluoralkyl-Gruppe enthaltendes Fluortensid. Besonders bevorzugt umfasst eine Zusammensetzung mindestens ein Tensid umfassend einen Polyether und/oder mindestens ein Polyether-funktionalisiertes Siloxanoligomer oder Mischungen der vorgenannten Tenside. Bevorzugte Tenside umfassen Polyether-funktionelle Siloxantenside und optional einen Polyether, wie Allyloxypolyethylenglycol-alkylether, bevorzugt Allyloxypolyethylenglycolmethylether zur Einstellung der Hydrophile der Zusammensetzung. Bevorzugte Tenside umfassen Polyether-funktionalisierte Siloxanoligomere mit mindestens einer Alkylsiloxan-Gruppe und optional einen Polyether. Besonders bevorzugt umfasst das weitere Tensid mindestens ein Polyether-Alkylen-funktionalisiertes Siloxanoligomer mit mindestens einer Alkylsiloxan-Gruppe. Tenside weisen definitionsgemäß keine Si-H- und/oder Ethylen-Gruppen auf.
  • Speziell den additionsvernetzenden Abformmaterialien werden üblicherweise Tenside zugesetzt, um eine erhöhte Hydrophilie zu erreichen und damit ein Anfließen an feuchte Oberflächen zu erleichtern. Neben klassischen nichtionischen Tensiden werden in dentalen Abformmaterialien auch teilfluorierte und/oder perfluorierte Tenside, z.T. in Kombination mit klassischen Tensiden, eingesetzt.
  • Der Gehalt an Tensid(en) in der Zusammensetzung kann von 0,1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt von 0,1 bis 7,5 Gew.-%, besonders bevorzugt von 0,1 bis 5 Gew.-%, weiter bevorzugt von 1 bis 3 Gew.-% betragen, wobei die Gesamtzusammensetzung der härtbaren Zusammensetzung 100 Gew.-% beträgt.
  • Gleichfalls Gegenstand der Erfindung ist eine Zusammensetzung umfassend additionsvernetzende mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polysiloxane mit einem Gehalt an Ethylen-Gruppen von 0,01 mmol/g bis 10 mmol/g Ethylen-Gruppen, insbesondere Vinyl-Gruppen. Insbesondere umfassen die mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltenden Polysiloxane eine Mischung von terminale-Ethylen-Gruppen enthaltenden Polysiloxanen EP1 von 0,01 bis 0,07 mmol/g Vinyl-Gruppen und terminale-Ethylen-Gruppen enthaltenden Polysiloxanen EP2 von 0,1 bis 0,5 mmol/g Vinyl-Gruppen. Bevorzugt umfassen die terminale-Ethylen-Gruppen enthaltenden Polysiloxane EP1 Polysiloxane mit einem Gehalt an Vinyl-Gruppen von 0,01 bis 0,07 mmol/g und einer Viskosität von 100 mPas bis 20.000 mPas (Bestimmungsmethode Viskosität: DIN 53015 Höppler, Gehalt Vinyl-Gruppen über FTIR-Spektroskopie unter Verwendung einer Kalibriergeraden) und die terminale-Ethylen-Gruppen enthaltenden Polysiloxane EP2 mit einem Gehalt an Vinyl-Gruppen von 0,1 bis 0,5 mmol/g weisen eine Viskosität von 1000 bis 20000 mPas auf. Das Gewichtsverhältnis von EP1 zu EP2 liegt vorzugsweise im Bereich von 10 : 1 bis 1 : 10, bevorzugt von 5 : 1 bis 1 : 2. Dabei ist es weiter bevorzugt, wenn in der Basis-Komponente das Gewichtsverhältnis von EP1 : EP2 von 5 : 1 bis 2 : 1 und/oder in der Katalysator-Komponente das Gewichtsverhältnis von EP1 : EP2 von 2 : 1 bis 1 : 10, bevorzugt von 1,5 : bis 1 : 2 ist.
  • Nach einer gleichfalls bevorzugten Ausführungsform umfasst eine härtbare Zusammensetzung eine erste Polysiloxanzusammensetzung (PS1) mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 1 bis 3,0 mmol/g, vorzugsweise einen Gehalt an Si-H-Gruppen von 1,3 bis 2,5 mmol/g, bevorzugt einen Gehalt an Si-H-Gruppen von 1,4 bis 2,5 mmol/g und eine zweite Polysiloxanzusammensetzung (PS2) mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 mmol/g bis 10 mmol/g, vorzugsweise mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 bis 8,0 mmol/g, insbesondere 4,1 bis 5,0 mmol/g, alternativ bevorzugt mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 bis 7,0 mmol/g, insbesondere 4,15 bis 6,0 mmol/g.
  • Des Weiteren ist es besonders bevorzugt, wenn in der härtbaren Zusammensetzung das molare Verhältnis von Si-H-Gruppen der Polysiloxane zu Ethylen-Gruppen der Polysiloxane von 3,5 : 1 bis 10 : 1 beträgt, insbesondere von 6 : 1 bis 10 : 1.
  • Nach einer Alternative liegt bevorzugt in der härtbaren Zusammensetzung oder in einer Mischung aus Basis-Komponente und Katalysator-Komponente, insbesondere im Verhältnis von 5 : 1 bis 1 : 5, bevorzugt von 1 : 1 bis 2 : 1 bis 1: 2, besonders bevorzugt von 1 : 1, vor, Polysiloxane mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen bzw. eine Polysiloxanzusammensetzung (PS2) mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 mmol/g bis 8 mmol/g vor, und optional wobei das Verhältnis von terminalen-Ethylen-Gruppen der Basis-Komponente zu terminalen-Ethylen-Gruppen in der Katalysator-Komponente im molaren Verhältnis von 1 : 1,1 bis 1 : 10 vorliegt, bevorzugt beträgt das molare Verhältnis von 1 : 1,2 bis 1 : 10, besonders bevorzugt von 1 : 1,3 bis 1 : 10, weiter bevorzugt von 1 : 1,4 bis 1 : 2.
  • Nach einer Alternative liegt bevorzugt in der härtbaren Zusammensetzung oder in einer Mischung aus Basis-Komponente und Katalysator-Komponente, insbesondere im Verhältnis von 5 : 1 bis 1 : 5, bevorzugt von 1: 1 bis 2 : 1 bis 1: 2, besonders bevorzugt von 1 : 1, vor, ein molares Verhältnis von Si-H-Gruppen der Polysiloxane zu Ethylen-Gruppen der Polysiloxane von 1 : 1,8 bis 1 : 6 mit einer ersten Polysiloxanzusammensetzung (PS1) mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 1,3 bis 2,5 mmol/g und einer zweiten Polysiloxanzusammensetzung (PS2) einen Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 mmol/g bis 8 mmol/g vor, und optional wobei das Verhältnis von terminalen-Ethylen-Gruppen der Basis-Komponente zu terminalen-Ethylen-Gruppen in der Katalysator-Komponente im molaren Verhältnis von 1 : 1,1 bis 1 : 10 vorliegt, bevorzugt beträgt das molare Verhältnis von 1 : 1,2 bis 1 : 10, besonders bevorzugt von 1 : 1,3 bis 1 : 10, weiter bevorzugt von 1 : 1,4 bis 1 : 2.
  • Ferner ist eine Zusammensetzung bevorzugt in der Polysiloxane mit einem Si-H-Gruppen Gehalt von 1 bis 3,5 mmol/g und Polysiloxane mit einem Si-H-Gruppen Gehalt von größer 4,1 mmol/g im Gewichtsverhältnis von 1 : 1 bis 1 : 10 vorliegen, insbesondere im Gewichtsverhältnis von 1 : 4 bis 1 : 6. Gleichfalls bevorzugt ist eine Zusammensetzung umfassend die erste und zweite Polysiloxanzusammensetzung als Gemisch, und wobei die erste Polysiloxanzusammensetzung (PS1) und die zweite Polysiloxanzusammensetzung (PS2) im Gewichtsverhältnis von 1: 1 bis 1 : 10 vorliegen, insbesondere im Gewichtsverhältnis von 1 : 4 bis 1 : 6. Nach einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform liegen die erste und zweite Polysiloxanzusammensetzung als Gemisch vor, wobei die erste Polysiloxanzusammensetzung (PS1, Polysiloxane mit einem Si-H-Gruppen Gehalt von 1 bis 3,5 mmol/g) und die zweite Polysiloxanzusammensetzung (PS2, Polysiloxane mit einem Si-H-Gruppen Gehalt von größer 4,1 mmol/g) im Gewichtsverhältnis von 1 : 1,5 bis 1 : 2,2 vorliegen, insbesondere im Gewichtsverhältnis von 1 : 1,5 bis 1 : 2.
  • Entsprechend einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die härtbare Zusammensetzung erhältlich, wird hergestellt oder wird erhalten durch Mischen von zwei Komponenten um eine additionsvernetzende härtbare Zusammensetzung zu erhalten, wobei die zwei Komponenten umfassen, insbesondere ausgewählt sind, aus:
    1. a) Basis-Komponente umfassend additionsvernetzende mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polysiloxane und mindestens zwei Si-H-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane, insbesondere mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane und mindestens zwei Si-H-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane, und
    2. b) Katalysator-Komponente umfassend einen Platin, Rhodium und/oder Palladium enthaltenden Hydrosilylierungs-Katalysator und optional umfassend additionsvernetzende terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polysiloxane und optional Si-H-Gruppen enthaltende Polysiloxane, insbesondere terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane, und, wobei die Basis-Komponente und/oder die Katalysator-Komponente jeweils unabhängig umfassen können
      • - optional anorganische Füllstoffe, organische partikuläre Polymere, insbesondere einer Partikelgröße von 10 nm bis 75 Mikrometer, und
      • - optional Pigmente umfassend organische oder anorganische Pigmente.
  • Dabei ist es jeweils bevorzugt, dass jeweils unabhängig die Basis-Komponente und/oder die Katalysator-Komponente mindestens ein nichtionisches oder ionisches, mindestens ein Polyether und/oder ein Polyether-funktionalisiertes Siloxanoligomer und optional ein oder Mischungen der vorgenannten Tenside enthält.
  • Nach einer alternativen Ausführungsform umfasst eine härtbare Zusammensetzung additionsvernetzbare organofunktionelle Polysiloxane umfassend, insbesondere ausgewählt aus,
    1. i. additionsvernetzende mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polysiloxane, insbesondere mit von 0,01 bis 10 mmol/g terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polysiloxane, bevorzugt von 0,025 mmol/g bis 5 mmol/g, besonders bevorzugt von 0,025 mmol/g bis 1 mmol/g, und
    2. ii. mindestens zwei Si-H-Gruppen enthaltende Polysiloxane, insbesondere Polyhydrogensiloxan, wobei die Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxane mindestens zwei Polysiloxanzusammensetzungen mit unterschiedlichen Gehalten an Si-H-Gruppen umfassen, wobei eine erste Polysiloxanzusammensetzung (PS1) einen Gehalt an Si-H-Gruppen von 1 bis 3,0 mmol/g und eine zweite Polysiloxanzusammensetzung (PS2) einen Gehalt an Si-H-Gruppen von 3,9 mmol/g bis 15 mmol/g aufweist, insbesondere liegen die erste und zweite und optional weitere Polysiloxanzusammensetzungen als Gemisch vor, wobei die erste Polysiloxanzusammensetzung (PS1) mit einen Gehalt an Si-H-Gruppen und die zweite Polysiloxanzusammensetzung (PS2) mit einen Gehalt an Si-H-Gruppen im Gewichtsverhältnis von 1 : 1,8 bis 1 : 6, und, wobei das molare Verhältnis von Si-H-Gruppen der Polysiloxane zu Ethylen-Gruppen der Polysiloxane von 4 : 1 bis 10 : 1 beträgt.
  • Ferner ist eine Zusammensetzung bevorzugt, in der die mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane ausgewählt sein können aus vinyl-terminierten Polydialkylsiloxanen und vinyl-terminierten Polyether-funktionellen Polydialkylsiloxanen, und/oder die mindestens zwei Si-H-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane ausgewählt sein können aus Polydialkylsiloxanen und Polyether-funktionellen Polydialkylsiloxanen, wobei diese terminale Si-H-Gruppen und optional im Polysiloxan-Backbone -Si(CH3)H-Gruppen enthalten können.
  • Bevorzugte Polysiloxane umfassen Polydialkylsiloxane mit Alkyl jeweils unabhängig mit 1 bis 16 C-Atomen, insbesondere jeweils Methyl-Gruppen.
  • Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform können die Vinyl-terminierten Polydialkylsiloxane und Vinyl-terminierten Polyether-funktionellen Polydialkylsiloxane ausgewählt sein aus Vinyl-terminierten Polydimethylsiloxanen und vinyl-terminierten Polyether-funktionellen Polydimethylsiloxanen. Die Si-H-Gruppen enthaltenden Polydialkylsiloxane können bevorzugt ausgewählt sein aus Polydimethylsiloxanen und Polyether-funktionellen Polydimethylsiloxanen, die terminale Si-H-Gruppen und optional im Polysiloxan-Backbone -Si(CH3)H-Gruppen enthalten.
  • Ferner umfassen die Vinyl-terminierten Polysiloxane bevorzugt Vinyl-terminierte Polydialkylsiloxane und Vinyl-terminierte Polyether-funktionelle Polydialkylsiloxane mit einem mittleren Molekulargewicht (Massenmittel, Gewichtsmittel) Mw im Bereich von 31000 g/mol bis 124000 g/mol aufweisen, vorzugsweise liegt das Zahlenmittel Mn im Bereich von 22000 g/mol bis 89000 g/mol. Gleichfalls ist es bevorzugt, wenn die Si-H-Gruppen enthaltenden Polydialkylsiloxane ausgewählt sind aus Polydimethylsiloxanen und Polyether-funktionellen Polydimethylsiloxanen, jeweils unabhängig mit terminalen Si-H-Gruppen und optional im Polysiloxan-Backbone mit -Si(CH3)H-Gruppen, insbesondere mit einem mittleren Molekulargewicht (Massenmittel, Gewichtsmittel) Mw im Bereich von 500 g/mol bis 19000 g/mol, und vorzugsweise liegt das Zahlenmittel Mn im Bereich von 500 g/mol bis 14000 g/mol.
  • Bevorzugt sind die mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltenden Polydialkylsiloxane ausgewählt aus vinyl-terminierten Polydialkylsiloxanen und vinyl-terminierten Polyether-funktionellen Polydialkylsiloxanen, die eine Viskosität von 100 bis 100.000 mPa·s aufweisen.
  • Die mindestens zwei Si-H-Gruppen enthaltenden Polydialkylsiloxane sind vorzugsweise ausgewählt aus Polydialkylsiloxanen und Polyether-funktionellen Polydialkylsiloxanen, die terminale Si-H-Gruppen und optional im Polysiloxan-Backbone -Si(CH3)H-Gruppen enthalten und mit einem Gehalt an Si-H und optional im Polysiloxan-Backbone -Si(CH3)H- Gruppen von 4 bis 8 mmol/g, insbesondere von 4,05 mmol/g bis 8 mmol/g. Dabei kann es ferner bevorzugt sein, dass die Si-H-Gruppen enthaltenden Polydialkylsiloxane ausgewählt sind aus Polydialkylsiloxanen und Polyether-funktionellen Polydialkylsiloxanen jeweils unabhängig mit terminalen Si-H-Gruppen und optional im Polysiloxan-Backbone mit -Si(CH3)H-Gruppen, die eine Viskosität von 10 bis 500 mPa·s aufweisen. Die Viskosität wird wie vorstehend beschrieben ermittelt.
  • Die terminale-Ethylen-Gruppen enthaltenden Polydialkylsiloxane können bevorzugt ausgewählt sein aus Vinyl-terminierten Polydialkylsiloxanen und Vinyl-terminierten Polyether-funktionellen Polydialkylsiloxanen, mit einem Gehalt an Vinyl-Gruppen im Bereich von 0,02 mmol/g bis 2,0 mmol/g, bevorzugt von 0,02 bis 1,0 mmol/g.
  • Gemäß einer alternativen Ausführungsform ist eine Zusammensetzung bevorzugt, die erhältlich ist, oder erhalten wird, durch Mischen einer
    1. i) Basis-Komponente und
    2. ii) Katalysator-Komponente, wobei
      • i) die Basis-Komponente umfasst
        1. 30 bis 50 Gew.-%, insbesondere 35 bis 45 Gew.-%, mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane,
        2. 15 bis 64 Gew.-%, insbesondere 30 bis 50 Gew.-%, anorganische Füllstoffe,
        3. 5 bis 30 Gew.-%, insbesondere 7 bis 25 Gew.-%, mindestens zwei Si-H-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane,
        4. 1,0 bis 15 Gew.-%, insbesondere 1 bis 10 Gew.-%, mindestens eines Tensids, insbesondere mindestens einen Polyether und/oder mindestens ein Polyether-funktionalisiertes Siloxanoligomer, insbesondere weist das Polyether-funktionalisierte Siloxanoligomer mindestens eine Alkylsiloxan-Gruppe auf, oder Mischungen dieser Tenside, und wobei die Gesamtsumme der Basis-Komponente 100 Gew.-% beträgt, und
      • ii) die Katalysator-Komponente umfasst
        • 20 bis 80 Gew.-%, insbesondere 35 bis 65 Gew.-%, mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane,
        • 5 bis 70 Gew.-%, insbesondere 35 bis 65 Gew.-%, anorganische Füllstoffe,
        • 0,001 bis 5,0 Gew.-% Platin, Rhodium oder Palladium enthaltenden Hydrosilylierungs-Katalysator,
        • 0 bis 15 Gew.-% mindestens eines Tensids, insbesondere 1,0 bis 15 Gew.-% mindestens eines Tensids, insbesondere mindestens einen Polyether und/oder mindestens ein Polyether-funktionalisiertes Siloxanoligomer, insbesondere weist das Polyether-funktionalisierte Siloxanoligomer mindestens eine Alkylsiloxan-Gruppe auf, oder Mischungen dieser Tenside, und
        • 0 bis 10 Gew.-% organische oder anorganische Pigmente und/oder Strukturmittel, wobei die Gesamtsumme der Katalysator-Komponenten 100 Gew.-% beträgt.
  • Gemäß einer bevorzugten Alternative werden die Basis-Komponenten und die Katalysator-Komponente im Gewichtsverhältnis von 10 : 1 bis 1 : 10 gemischt, insbesondere im Verhältnis von 5 : 1 bis 1 : 5, bevorzugt von 2 : 1 bis 1 : 2.
  • Ferner ist es bevorzugt, wenn die Zusammensetzung erhältlich ist oder erhalten wird durch Mischen einer i) Basis-Komponente und ii) Katalysator-Komponente, wobei
    • i) die Basis-Komponente umfasst 30 bis 50 Gew.-% mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane, und
    • ii) die Katalysator-Komponente umfasst 20 bis 80 Gew.-% mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane, und wobei das Verhältnis von terminalen-Ethylen-Gruppen der Basis-Komponente zu terminalen-Ethylen-Gruppen der Katalysator-Komponente im molaren Verhältnis von 1 : 1,1 bis 1 : 10 vorliegt, bevorzugt beträgt das molare Verhältnis von 1 : 1,2 bis 1 : 10, besonders bevorzugt von 1 : 1,3 bis 1 : 10, weiter bevorzugt von 1 : 1,4 bis 1 : 2.
  • Nach einer weiteren Alternative ist Gegenstand der Erfindung ein Kit umfassend eine 2K-Abgabevorrichtung umfassend mindestens zwei Kartuschen, wobei in einer Kartusche die i) Basis-Komponente und in der zweiten Kartusche die ii) Katalysator-Komponenten vorliegt. Das Kit kann ferner umfassen mindestens einen abnehmbaren und anbringbaren Statikmischer.
  • Verbindungen der Formel I umfassen: H2C=CH-CH2Si(CH3)3 CAS: [762-72- 1], H2C=CH-(CH2)2Si(CH3)3, H2C=CH-(CH2)3 Si(CH3)3, H2C=CH-(CH2)4Si(CH3)3, H2C=CH-(CH2)8Si(CH3)3, H2C=CH-CH2Si(i-C3H7)3 CAS: [24400-84-8], H2C=CH-(CH2)2Si(i-C3H7)3, H2C=CH-(CH2)3Si(i-C3H7)3, H2C=CH-(CH2)4Si(i-C3H7)3, H2C=CH-(CH2)2Si(CH3)2(t-C4H9), H2C=CH-(CH2)3Si(CH3)2(t-C4H9), H2C=CH-(CH2)4Si(CH3)2(t-C4H9), H2C=CH-(CH2)8Si(CH3)2(t-C4H9), H2C=CH-CH2Si(C2H5)3, H2C=CH-(CH2)2Si(C2H5)3, H2C=CH-(CH2)3Si(C2H5)3, H2C=CH-(CH2)4Si(C2H5)3, H2C=CH-(CH2)8Si(C2H5)3, H2C=CH-CH2Si(CH3)2(n-C18H37), H2C=CH-(CH2)2Si(CH3)2(n-C18H37), H2C=CH-(CH2)3Si(CH3)2(n-C18H37), H2C=CH-(CH2)4Si(CH3)2(n-C18H37), H2C=CH-(CH2)8Si(CH3)2(n-C18H37), H2C=CH-CH2Si(CH3)2(C6H5), H2C=CH-(CH2)2Si(CH3)2(C6H5), H2C=CH-(CH2)3- Si(CH3)2(C6H5), H2C=CH-(CH2)4Si(CH3)2(C6H5), H2C=CH-(CH2)8Si(CH3)2(C6H5), H2C=CH-CH2-O-Si(CH3)3, H2C=CH-CH2-O-Si(C2H5)3, H2C=CH-CH2-O-Si(i-C3H7)3, H2C=CH-CH2-O-Si(CH3)2(t-C4H9), H2C=CH-CH2-O-Si(CH3)2(n-C18H37), H2C=CH-CH2-O-Si(CH3)2(C6H5), H2C=CH-CH2Si(CH3)2-O-Si(CH3)3, H2C=CH-(CH2)2Si(CH3)2-O-Si(CH3)3, H2C=CH-(CH2)3Si(CH3)2-O-Si(CH3)3H2C=CH-(CH2)4Si(CH3)2-O-Si(CH3)3, H2C=CH-(CH2)8Si(CH3)2-O-Si(CH3)3, H2C=CH-CH2Si(CH3)(-O-Si(CH3)3)2, H2C=CH-(CH2)2Si(CH3)(-O-Si(CH3)3)2, H2C=CH-(CH2)3Si(CH3)(-O-Si(CH3)3)2, H2C=CH-(CH2)4Si(CH3)(-O-Si(CH3)3)2, H2C=CH-(CH2)8Si(CH3)(-O-Si(CH3)3)2, H2C=CH-CH2Si(-O-Si(CH3)3)3, H2C=CH-(CH2)2Si(-O-Si(CH3)3)3, H2C=CH-(CH2)3 Si(-O-Si(CH3)3)3, H2C=CH-(CH2)4Si(-O-Si(CH3)3)3, H2C=CH-(CH2)8Si(-O-Si(CH3)3)3, H2C=CH-CH2Si(OCH3)3, H2C=CH-(CH2)2Si(OCH3)3, H2C=CH-(CH2)3Si(OCH3)3, H2C=CH-(CH2)4Si(OCH3)3, H2C=CH-(CH2)8Si(OCH3)3, H2C=CH-CH2Si(OC2H5)3, H2C=CH-(CH2)2Si(OC2H5)3, H2C=CH-(CH2)3 Si(OC2H5)3, H2C=CH-(CH2)4Si(OC2H5)3, H2C=CH-(CH2)8Si(OC2H5)3, H2C=CH-CH2Si(C6H5)3 CAS: [18752-21- 1], H2C=CH-(CH2)2Si(C6H5)3, H2C=CH-(CH2)3Si(C6H5)3, H2C=CH-(CH2)4Si(C6H5)3, H2C=CH-(CH2)8Si(C6H5)3, H2C=C(CH3)-CH2Si(CH3)3 CAS: [18292-38- 1], H2C=CH-CH2Si(p-C6H40CH3) CAS: [68469-60-3], H2C=CH-CH2Si(CH3)2H, H2C=CH-(CH2)2Si(CH3)2H, H2C=CH-(CH2)3Si(CH3)2H, H2C=CH-(CH2)4Si(CH3)2H, H2C=CH-(CH2)8Si(CH3)2H, und Mischungen dieser.
  • Bevorzugt ist das mindestens eine weitere Tensid ausgewählt ist aus Polyether und Polyether-funktionalisierten Siloxanoligomeren, wobei das Siloxanoligomer mindestens eine Alkylsiloxan-Gruppe enthält, insbesondere sind die Polyether und/oder die Polyether- Gruppen der Polyether-funktionalisierten Siloxanoligomere ausgewählt aus Polyalkylenoxid-Gruppen, insbesondere sind die Polyalkylenoxid-Gruppen ausgewählt aus Polyethylenoxid-Gruppen umfassend Methoxy-polyethylenoxid-Alkylen-Gruppen, Ethoxy-polyethylenoxid-Alkylen-Gruppen, Methoxy-ethylenoxid-Alkylen-Gruppen, Polyethylenoxid-Alkylen-Gruppen.
  • Weiter bevorzugt umfasst das mindestens eine weitere Tensid oder ist ausgewählt aus Polyethern und Polyether-funktionalisierten Siloxanoligomeren, wobei das Siloxanoligomer mindestens eine Alkyltrisiloxan-Gruppe enthält, bevorzugt ist ein Polyalkylenoxid-funktionalisiertes Heptamethyltrisiloxan, weiter bevorzugt ist ein Polyethylenoxid-Alkylen-funktionalisiertes Heptamethyltrisiloxan, besonders bevorzugt ist 3-(2-methoxyethoxy)propylmethyl-bis(trimethylsilyoxy)silan.
  • Das Tensid ist besonders bevorzugt ausgewählt aus Polyethern und Polyether-funktionalisierten Siloxanoligomeren, wobei das Siloxanoligomer mindestens eine Alkylsiloxan-Gruppe enthält, insbesondere sind die Polyether und/oder die Polyether-Gruppen der Polyether-funktionalisierten Siloxanoligomere ausgewählt aus Polyalkylenoxiden.
  • Bevorzugt sind die Polyalkylenoxid-Gruppen der Polyether-funktionalisierten Siloxanoligomere ausgewählt aus Polyethylenoxid-Gruppen, Methoxy-polyethylenoxid-Alkylen-Gruppen, Ethoxy-polyethylenoxid-Alkylen-Gruppen, Methoxy-Ethoxy-Alkylen-Gruppen, Polyethylenoxid-Alkylen-Gruppen, bevorzugt ist ein Polyalkylenoxid-funktionalisiertes Alkyltrisiloxan, vorzugsweise ein Polyalkylenoxid-funktionalisiertes Heptamethyltrisiloxan, besonders bevorzugt ist Polyalkylenoxid-Alkylen-funktionalisiertes Heptamethyltrisiloxan. Die Viskosität des weiteren Tensids liegt vorzugsweise bei 15 bis 24,1 mPas. Bevorzugte weitere Tenside umfassen: 3-(2-methoxyethoxy)propyl-methyl-bis(trimethylsilyoxy)silan.
  • Polyether umfassen α- und/oder ω-Polyether von Alkenyl-Polyethern, Alkinyl-Polyethern, Hydroxy-Polyethern, Aryloxy-, Arylalkyloxy- und/oder Alkoxy-terminierten Polyethern. Bevorzugte Polyether umfassen α-Alkenylen-ω-Alkyl-Polyether mit C1 bis C8 Alkenylen und C1 bis C4 Alkyl, bevorzugt Allylpolyethylenglycol-methylether (CAS 27252-80-8) und/oder α, ω-Alkyl-Polyether mit C1 bis 4 Alkyl. Das weitere Tensid kann vorzugsweise als Mischung von Polyethern und Polyether-funktionalisierten Siloxanoligomeren vorliegen.
  • Polyether gemäß der vorliegenden Erfindung können als Tensid umfassen C2 bis C4 Alkylenoxide oder als terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polyether-funktionelle Polydialkylsiloxane vorliegen.
  • Die terminale-Ethylen-Gruppen enthaltenden Polyether-funktionellen Polydialkylsiloxane sind bevorzugt ausgewählt aus vinyl-terminierten Polyether-funktionellen Polydialkylsiloxanen umfassend C2 bis C4 Alkylenoxide. Geeignete Polyole zur Herstellung der Polyether sind beispielsweise die Reaktionsprodukte von Ethylenglykol-, Propylenglykol-, Butandiol- oder Hexandiolisomeren mit einem oder mehreren der folgenden Alkylenoxide: Ethylenoxid, Propylenoxid oder Butylenoxide, wie Tetrahydrofuran. Des Weiteren können Polyether auch Reaktionsprodukte von polyfunktionellen Alkoholen wie Glycerin, Trimethylolethan oder Trimethylolpropan, Pentaerythrit oder Zuckeralkoholen oder Gemischen von zwei oder mehr davon mit den genannten Alkylenoxiden sein, die geeignet sind die Polyetherpolyole auszubilden.
  • Als geeignete Platin, Rhodium oder Palladium enthaltende Hydrosilylierungs-Katalysatoren werden Platin, Rhodium oder Palladiumenthaltende Katalysatoren oder deren Präkatalysatoren verstanden, die in den Siloxanen und vorzugsweise in den Komponenten gelöst werden können. Bevorzugt sind somit die Katalysatoren, die keine disperse Phase in den anderen in den Komponenten vorliegenden Verbindungen ausbilden. Bevorzugt sind Platin-Komplexe umfassend ethylenische Siloxan-Verbindungen, bevorzugt DivinylDisiloxane. Typische Präkatalysatoren sind Hexachloroplatinsäure gelöst in Isopropanol, (Speier-Katalysator) und Karstedt-Katalysatoren (H2PtCl6 und Divinyldisiloxane wie (CH2=CH)Me2Si-O-SiMe2(CH=CH2)). Karstedt-Katalysatoren können zweikernige Platin(0)-Komplexe aufweisen. Gleichfalls bevorzugte Hydrosilylierungs-Katalysatoren umfassen [1,3-Bis(cyclohexyl)imidazol-2-yliden][1,3-divinyl-1,1,3,3-tetramethyldisiloxan]platin(0)(lCy)Pt(vs); [1,3-Bis(2,6-diisopropylphenyl)imidazol-2-yliden][1,3-divinyl-1,1,3,3,-tetramethyldisiloxan]-platin(0), (IPr)Pt(vs).
  • In Alternativen können die Polydimethylsiloxane 1 bis 10 Mol.-% der Methyl-Gruppen im Siloxan-Backbone durch Alkyl-Gruppen mit C2 bis C16, insbesondere C2 bis C8, und/oder Phenyl-Gruppen substituiert sein. Alternativ können auch Allyl-terminierte Polydialkylsiloxane oder Allyl-terminierte Polyether-funktionelle Polydialkylsiloxane verwendet werden.
  • Ferner sind Zusammensetzungen bevorzugt, in denen die Vinyl-terminierten Polydialkylsiloxane und Vinyl-terminierten Polyether-funktionellen Polydialkylsiloxane ein mittleres Molekulargewicht (Massenmittel, Gewichtsmittel) Mw im Bereich von 31000 g/mol bis 124000 g/mol aufweisen, vorzugsweise liegt das Zahlenmittel Mn im Bereich von 22000 g/mol bis 89000 g/mol, und/oder die Si-H-Gruppen enthaltenden Polydialkylsiloxane sind vorzugsweise ausgewählt aus Polydimethylsiloxanen und Polyether-funktionellen Polydimethylsiloxanen mit terminalen Si-H-Gruppen und optional mit im Polysiloxan-Backbone -Si(CH3)H- enthaltenden Gruppen, insbesondere mit einem mittleren Molekulargewicht (Massenmittel, Gewichtsmittel) Mw im Bereich von 500 g/mol bis 19000 g/mol, und vorzugsweise liegt das Zahlenmittel Mn im Bereich von 500 g/mol bis 14000 g/mol. Die Bestimmung von Mw und Mn kann mittels Gelpermeationschromatographie (SDB-Copolymer mit Eluent Toluol) erfolgen.
  • Gleichfalls sind Zusammensetzungen bevorzugt, die umfassen terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane, die ausgewählt sind aus Vinyl-terminierten Polydialkylsiloxanen und Vinyl-terminierten Polyether-funktionellen Polydialkylsiloxanen, die eine Viskosität von 100 bis 100.000 mPa·s aufweisen, und/oder in denen die Si-H-Gruppen enthaltenden Polydialkylsiloxane ausgewählt sind aus Polydialkylsiloxanen und Polyether-funktionellen Polydialkylsiloxanen, die terminale Si-H-Gruppen und optional im Polysiloxan-Backbone -Si(CH3)H-Gruppen enthalten und eine Viskosität aufweisen von 10 bis 500 mPa·s, insbesondere von 20 bis 50 mPa·s (DIN 53015 Höppler Kugel 3) und optional von 200 bis 340 mPa·s (DIN 53015 Höppler Kugel 4). Die Bestimmung der Viskosität erfolgt generell mittels (DIN 53015 Höppler), wobei für die Ethylen-Gruppen enthaltenden Polydialkylsiloxane die Viskositätsbestimmung mittels Rotationsviskosität Kegel (4°/40 mm)/Platte BU-Q 30.027) U0,2/U1: DIN 53015 Höppler Kugel 5 erfolgen kann.
  • Gleichfalls sind härtbare Zusammensetzung, Basis- und/oder Katalysator-Komponente umfassend Si-H-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane einer ersten Polysiloxanzusammensetzung bevorzugt, die umfassen die terminale Si-H-Gruppen und optional im Polysiloxan-Backbone enthaltende -Si(CH3)H-Gruppen, wobei der Gehalt an Si-H und optional im Polysiloxan-Backbone an -Si(CH3)H-Gruppen von 1 bis 3,5 mmol/g beträgt, vorzugsweise beträgt der Gehalt von 1 bis 2 mmol/g. Ebenfalls sind Zusammensetzung, Basis- und/oder Katalysator-Komponente umfassend Si-H-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane einer zweiten Polysiloxanzusammensetzung bevorzugt, die umfassen die terminale Si-H-Gruppen und optional im Polysiloxan-Backbone enthaltende -Si(CH3)H-Gruppen, wobei der Gehalt an Si-H und optional im Polysiloxan-Backbone an -Si(CH3)H-Gruppen von 3,8 bis 15 mmol/g beträgt, vorzugsweise beträgt der Gehalt von 4 bis 8, insbesondere 4,05 bis 8 mmol/g mmol/g.
  • Bevorzugte härtbare Zusammensetzungen umfassen eine i) Basis-Komponente und eine ii) Katalysator-Komponente oder sind optional erhältlich durch Mischen einer i) Basis-Komponente und ii) Katalysator-Komponente, wobei i) umfasst
    30 bis 50 Gew.-%, insbesondere 20 bis 39 Gew.-%, terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane,
    15 bis 64 Gew.-%, insbesondere 36 bis 63 Gew.-%, anorganische Füllstoffe, 5 bis 30 Gew.-%, insbesondere 5 bis 21 Gew.-%, Si-H-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane,
    1,0 bis 15 Gew.-%, insbesondere 1 bis 10 Gew.-%, mindestens eines Tensids und optional mindestens eines weiteren Tensids umfassend mindestens einen Polyether und/oder mindestens ein Polyether-funktionalisiertes Siloxanoligomer, besonders bevorzugt von 4 bis 8 Gew.-% mindestens einen Polyether und/oder mindestens ein Polyether-funktionalisiertes Siloxanoligomer, insbesondere weist das Polyether-funktionalisierte Siloxanoligomer mindestens eine Alkylsiloxan-Gruppe auf, oder Mischungen dieser Tenside, bevorzugt ist das weitere Tensid mindestens ein Polyether-funktionalisiertes Siloxanoligomer, und 0 bis 10 Gew.-%, insbesondere 0,001 bis 0,5 Gew-%, Palladium-haltige Zusammensetzung, und
    0 bis 10 Gew.-% organische oder anorganische Pigmente und/oder Strukturmittel, wobei die Gesamtsumme der Komponenten in der Basis-Komponente 100 Gew.-% beträgt, und
    ii) umfasst
    20 bis 80 Gew.-%, insbesondere 30 bis 80 Gew.-%, terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane, besonders bevorzugt 36 bis 61 Gew.-%,
    5 bis 70 Gew.-%, insbesondere 36 bis 61 Gew.-%, anorganische Füllstoffe,
    0,001 bis 5,0 Gew.-%, insbesondere 0,2 bis 1,0 Gew.-%, eines Platin, Rhodium oder Palladium enthaltenden Hydrosilylierungs-Katalysators, insbesondere Platin enthaltenden Hydrosilylierungs-Katalysators, bevorzugt einen Karstedt-Katalysator,
    1,0 bis 15 Gew.-%, insbesondere 1 bis 10 Gew.-%, mindestens eines Tensid und optional mindestens eines weiteren Tensids umfassend mindestens einen Polyether und/oder mindestens ein Polyether-funktionalisiertes Siloxanoligomer, insbesondere weist das Polyether-funktionalisierte Siloxanoligomer mindestens eine Alkylsiloxan-Gruppe auf, oder Mischungen dieser Tenside, bevorzugt ist das weitere Tensid mindestens ein Polyether-funktionalisiertes Siloxanoligomer,
    0 bis 10 Gew.-% organische oder anorganische Pigmente und/oder Strukturmittel, wobei die Gesamtsumme der Komponenten in der Katalysator-Komponente 100 Gew.-% beträgt,
    wobei der Gesamtgehalt des mindestens einen Tensids und optional des mindestens einen weiteren Tensids umfassend mindestens einen Polyether und/oder mindestens ein Polyether-funktionalisiertes Siloxanoligomer oder einer Mischung der vorgenannten Tenside in der Zusammensetzung von 2,0 bis 20 Gew.-% beträgt.
  • Als Strukturmittel können bspw. Rheologiehilfsmittel, wie Aerosile oder dergleichen eingesetzt werden. Palladium-haltige Zusammensetzungen können den härtbaren Zusammensetzungen als Wasserstofffänger zugesetzt werden. Als anorganische Füllstoffe, organische partikuläre Polymere können eingesetzt werden Siliziumdioxid, pyrogene Kieselsäure, gefällte Kieselsäure, Quarz, Kaolin, wobei die anorganischen Füllstoffe vorzugsweise hydrophobiert sind. Als weitere Tenside kommen u.a. Fettalkohole, wie ethoxylierte Fettalkohole, insbesondere C11 bis C14 Alkohole in Betracht.
  • Nach einer bevorzugten Ausführungsform können die Basis-Komponente und die Katalysator-Komponente im Gewichtsverhältnis von etwa 1 : 1 bis 10 : 1, bevorzugt von etwa 1 : 1 oder etwa 5 : 1 oder etwa 4 : 1 oder etwa 10 : 1 gemischt werden. Besonders bevorzugt im Gewichtsverhältnis von 2 : 1 bis 1 : 2, weiter bevorzugt 1 : 1 mit einer Abweichung von +/- 15 Gew.-%.
  • Gleichfalls Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der Zusammensetzung zur Erstellung von Abformungen im medizinischen, dentalen und/oder Veterinärbereich, zur Erstellung von Abformungen im Bereich der Botanik, zur Erstellung von Abformungen im marinen und aquatischen Bereich, zur Abformung von Oberflächen von Artikeln, zur Abformung von Design, Kunst oder handwerklichen Gegenständen, als dentales Abformmaterial, als Abformmaterial für humane, veterinäre oder marine Weich- (Gewebe) und/oder Hartstrukturen (Knochen, Schalen, Koralle), wie Ohrabformung, Podologie, Kriminaltechnik, zur Abformung von elektronischen Komponenten, zur Abformung von Gegenständen, deren Oberflächen mit wässrigen Zusammensetzungen benetzt sind oder deren Oberflächen mit Wasser benetzt sind und/oder zum Drucken von dreidimensionalen Strukturen, insbesondere im Halbleiterbereich.
  • Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind als Abformmaterial geeignet in denen eine hohe Detailgenauigkeit realisiert werden muss. Abformmaterial, insbesondere dentales Abformmaterial umfasst Präzisionsabdruckmaterialien, Situationsabdruckmaterialien, Bissregistrierungsmaterialien, Vervielfältigungsmaterialien (anwendbar für die Vervielfältigung von Meistermodellen, wie vollkeramischen Restaurationen, Inlays, Onlays, Cantilevern), sowie von Modellierungsmaterialien, wie sie zur Zahnfleischrekonstruktion verwendet werden.
  • Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele angegeben, die die Erfindung erläutern sollen, ohne diese auf die konkreten Beispiele zu beschränken.
  • Beispiele:
  • Die Figuren zeigen:
    • 1: Komplexe Viskosität (η*(t5), η*(t90) über 10 Minuten), HAAKE RheoStress 1, Rotationsrheometer, Oszillationsmodus, 30 °C des modifizierten Referenzbeispiels mit PS2
    • 2: Gegenüberstellung relative Shore Härte A mit 6,2 bis 16 Gew.-% PS2 (4,17 mmol/g) zeigt den Einfluss eines hohen SiH/Vinyl-Verhältnisses (molares Verhältnis von SiH-Gruppen der Polysiloxane zu Ethylen-Gruppen der Polysiloxane bei konstantem Gehalt der Verbindung der Formel I, hier ATMS
    • 3: Variation des Allylsilangehaltes (ATMS) mit nicht erfindungsgemäßen Zusammensetzungen ( US7700712B2 , Bsp. D), wobei mit ATMS Gehalten (1,5 Gew.-% ATMS, 0,4 Gew.-%, 0,0 Gew.-% ATMS), wobei ATMS Gehalt durch kristallines SiO2 ersetzt wurde, ΔT 6,3 °C bis 4,5 °C
  • Die Basispasten (Basis-Komponente) und Katalysatorpaste (Katalysator-Komponente) wurden jeweils getrennt im Planetenmischer homogenisiert. Für die anschließenden Versuche wurden 60 g Ansätze umfassend der jeweiligen Paste im Hauschildbecher hergestellt. Anschließend wurden die so hergestellte Basispaste und Katalysatorpaste in Kartuschen gefüllt. Mittels statischer Mischer wurden die Basispaste und die Katalysatorpaste in den nachfolgenden Beispielen im Gewichtsverhältnis von 1 : 1 gemischt.
  • Viskositätsmessungen
  • Gemäß 1 wurde die komplexe Viskosität gemessen auf HAAKE™ RheoStress™ 1 Rotationsrheometer, Oszillationsmodus, bei 30 °C und dargestellt als |η*| Pas] vs t [min]., kontinuierliche Erhöhung der Scherrate auf 8 Hz, bei anschließender Verringerung der Scherrate wird bei 3 Hz die Viskosität gemessen. Die komplexe Viskosität nach 10 min. entspricht dem maximalen Wert, t90 entspricht der Zeit bei 90 % dieses Wertes und t5 der Zeit bei 5% des maximalen Wertes.
  • Vorgehen: Die Messung der komplexen Viskosität während der Aushärtung wird mittels Rheometer bei 30 °C) gemessen.
  • Messbedingungen der Viskositätsmessung
  • Gerät RheoStress 1
    Hersteller Thermo Scientific
    Messvorrichtung Platte/Platte, profiliert
    Messgeometrie P20 Ti L S
    Messplattenaufsatz MPC20 S
    Typ Drehkörper PP20PRO.
    Messtemperatur 30°C
    Messfrequenz 1,0 Hz
    Schubspannung 800 Pa
    Spalthöhe 0,5 mm
    Spaltvolumen 0,2 ml
    Rotationsmodus CS
    Messart Oszillation
    Messdauer Keine Veränderung der Viskositätskurve sichtbar = Abbruch, bzw. max 10 min
  • Die Probenmenge betrug jeweils: m = (1,0 ± 0,1) g
  • Die Shore Härte A (DIN 53505:2000-08) wird alle 30 Sekunden bei (23±2) °C gemessen, sobald der Probekörper der Mischung aus Basis- und Katalysatorpaste nicht mehr klebt, d.h. erste Messung wird durchgeführt, sobald die Folie vom Material entfernt werden kann. Der letzte Messpunkt ist nach 10 Minuten nach dem Mischen der vorgenannten Pasten.
  • Die Endviskosität wird nach 10 Minuten abgelesen und daraus die Werte t5 (Zeit bei 5 % der Endviskosität) und t90 (Zeit bei 90 % der Endviskosität) errechnet. Die Zeiten werden durch Extrapolation der Kurven bei dem entsprechenden Wert der Viskosität erhalten.
  • Es wird eine relative Shore Härte A durch Normierung auf den Wert der Shore Härte A bei t = 10 min. berechnet. Anschließend wird eine Zeit tSH berechnet, die sich ergibt aus der Differenz der ersten möglichen Messung und der Zeit nach der 90 % der Shore Härte innerhalb von 10 Minuten erreicht sind. Je kürzer tSH ist, desto schneller härtet das Material aus.
  • Die Differenz aus t90-t5 in Minuten (Industriezeit) gibt die Übergangszeit (definiertes Zeitfenster Abbindereaktion bzw. Härtung) vom plastischen zum elastischen Zustand an. Je kürzer t90-t5 ist desto schneller härtet die Zusammensetzung innerhalb dieses Zeitfensters aus. Tabelle 1: Shore Härten A, tSH (min.), t = (t90-t5) (min.), ΔT (°C)
    Beispiel 1 Beispiel 2 Vergleichsbeispiel Bsp. D US7700712B2 Vergleichsbeispiel ( WO2013/025494 ) Example 1 B/A
    Shore Härte A
    tSH (min) 00:00 00:00 4:30 0:00
    t5 (min) 1,46 1,49 1,9 1,83
    t = (t90-t5) (min) 0,61 0,61 2,5 0,94
    ΔT (°C) 7,4 7,3 5,7 11,7
  • Temperaturmessung
  • Beschreibung der Methode:
    1. 1. Eine Tube (21 mm Durchmesser Laminattube = mit Kunststoff beschichtete Aluminiumtube) wird auf etwa 5 cm Länge gekürzt.
    2. 2. Durch Ausfördern aus Kartusche mit statischem Mischer (1 : 1 Systeme, 5 : 1 mit dynamischem Mischer) wird die Tube mit Material befüllt, sodass die Tube mit etwa 8 g Material befüllt ist. Die Zeit wird beim ersten Ausfördern aus der Kartusche gestartet. Die Mengen wurden nach dem Versuch gewogen.
    3. 3. Der Temperaturfühler des Messgeräts (Typ: Testo 925) wird in der Masse platziert. Nach 15 Sekunden wird die erste Messung aufgezeichnet. 4. Ab dem Zeitpunkt 30 Sekunden wird die Temperatur alle 30 Sekunden aufgezeichnet, bis 10 Minuten. Dann war bei allen Proben das Temperaturmaximum bereits durchschritten und die Temperatur nahm stetig ab.
    4. 5. Probe wird vom Temperaturmessgerät entfernt und die Probe ausgewogen (m = 8 g +/- 0,5 g).
  • Mischung Poldimethylsiloxan (PDMS Öl)
    • Vergleichsbeispiel A
    • Polydimethylsiloxan mit endständigen Vinylgruppen
    • (Vinylgehalt: 0,26 mmol/g)
    • Polydimethylsiloxan mit endständigen Vinylgruppen(Vinylgehalt: 0,13 mmol/g) Polydimethylsiloxanmit endständigen Vinylgruppen
    • (Vinylgehalt: 0,05 mmol/g)
  • Erfindungsgemäße Beispiele und modifizierte Referenzbeispiel:
  • Der Vinyl-Gehalt in den Basispasten der nachfolgenden Beispiele beträgt: Gehalt C=C-Gruppen: von 0,05 bis 0,09 mmol/g (Bsp. 1 = 0,09 mmol/g, Bsp. 2 und 3 = 0,07 mmol/g und Bsp.4: 0,05 mmol/g
  • Mischung Polydimethylsiloxan (PDMS Öl):
  • Der Vinyl-Gehalt in den Katalysatorpasten der nachfolgenden Beispiele beträgt: Gehalt C=C-Gruppen: 0,088 mmol/g
  • Vergleichsbeispiele und modifiziertes Referenzbeispiel: Im Beispiel D der US 7700712 B2 und in den Beispielen der WO2013/025494 , Beispiel 1, B/A sind keine Angaben zum Vinyl-Gehalt bzw. C=C-Gehalt offenbart, daher wurden der Vinyl-Gehalt analog der vorstehenden Basis- und Katalysatorpasten eingestellt.
    • Vernetzer: Poly(methyl)(hydrogen)siloxan
    • kristallines SiO2: Kristobalit
    • Palladium-Dispersion (Pd Dispersion): Palladiumchlorid Dispersion in Divinylpolydimethylsiloxan
    • Katalysator: Platin Tetramethyldivinyldisiloxan Komplex, Karstedt-Katalysator Zubereitung (4 Gew.-%ig Pt)
  • Das Mischungsverhältnis von Basispaste und Katalysatorpaste ist 1 : 1 soweit nicht anders angegeben. Die nachfolgenden erfindungsgemäßen und weiteren Beispiele wurden alle mit der gleichen Mischung an PDMS ÖL (Polydimethylsiloxan) durchgeführt. Daher sind die als Referenzbeispiel angegebenen Beispiele keine Vergleichsbeispiele nach dem Stand der Technik, sondern interne Referenzbeispiele. Die Beispiele 1 bis 3 sind erfindungsgemäß. Beispiel 4 ist nicht erfindungsgemäß. Tabelle 2: Vergleichsbeispiele und modifiziertes Referenzbeispiel
    Vergleichsbeispiel WO 2013/025494 Example 1 (B/A) Mod. Referenzbeispiel mit PS2 Vergleichsbeispiel 1 Beispiel D US 7700712B2 1 : 1 Vergleichsbeispiel A Beispiel A US 7700712B2 5 : 1
    3 % Allyltrimethylsilan in Basis 3 % Allyltrimethylsilan in Kat
    Basis [Gew.-%] Katalysator [Gew.-%] Basis [Gew.-%] Katalysator [Gew.-%] Basis [Gew.-%] Katalysator [Gew.-%] Basis [Gew.-%] Katalysator [Gew.-%]
    Mischung PDMS Öl Gehalt C=C in WO 2013/025494 nicht angegeben* 40,7 49,1 40 49,1 43,8 40,7 27,1 30
    Vernetzer PS1 (1.8 mmol/g SiH) 5,7 - 6,4 - 6,0 - 7,5 -
    Vernetzer PS** (4.0 mmol/g SiH) 11,6 - - - 7,0 - - -
    Vernetzer PS2 (4.17 mmol/g SiH) - - 11,6 - - - - -
    n(Vinyl) [mmol/Gew-%] 7,1 7,0 11,0 5,5
    n(SiH) [mmol/Gew-%] 56,7 59,9 38,8 13,5 13,5 -
    Pyrogene Kieselsäure 2,6 3,5 2,6 3,5 4,0 2,6 6,4 5
    Kristallines SiO2 33,3 45,4 36,3 42,4 29,5 49,9 56,1 63,9
    Silicopolyether-Tensid 3,1 - 3,1 - 1,5 - 0,4 -
    Allyltrimethylsilan 3 - - 3 - 0,8 1,5 -
    n(Allyl) [mmol/Gew-%] 26,3 - - 26,3 - 7,0 13,1 -
    Silikonöl (10 mPas) - - - - 7,8 3,8 - -
    Pigment - 0,6 - 0,6 0,5 0,1 1,0 -
    Tetraallylsilan - 0,5 - 0,5 - 0,5 - -
    Pt-Katalysator - 0,4 - 0,4 - 1,6 - 1,0
    Pd-Dispersion - 0,5 - 0,5 - - - 0,1
    SiH/Vinyl: molares Verhältnis. 8,0 8,6 3,5 2,03
    X/Y: molares Verhältnis von SiH-Gruppen zu C=C-Gruppe der Verbindung der Formel 2,16 2,28 5,54 1,03
    t5 / min 1,83 0,96 1,9 1,73
    (t90 - t5) / min 0,94 0,72 2,5 1,03
    ΔT / °C 11,7 10,1 5,7 8,9
    tSH 0:00 0:00 4:30 01:00
    PS1:PS2 Gewichtsverhältnis **bzw. für die nicht erfindungsgemäßen PS1:PS 1 : 2,04 1 : 1,81 1 : 1,16 -
    * Es wurde mit eigenem Silikonöl Gehalt Vinyl-Gruppen als Vergleichsbeispiel nachgearbeitet.
    Tabelle 3: Beispiele 1 bis 4 (Basispaste (Basis), Katalysatorpaste (Katalysator)
    Beispiel 1 Beispiel 2 Beispiel 3 Beispiel 4
    Basis [Gew.-%] Katalysator [Gew.-%] Basis [Gew.-%] Katalysator [Gew.-%] Basis [Gew.-%] Katalysator [Gew.-%] Basis [Gew.-%] Katalysator [Gew.-%]
    Mischung PDMS Öl Gehalt C=C in WO 2013/025494 nicht angegeben* 39 49,1 42 49,1 40,4 49,1 27,6 49,1
    Vernetzer PS1 (1.8 mmol/g SiH) - - 2,5 - 5,8 - 12,5 -
    Vernetzer PS2 (4.17 mmol/g SiH) 16 - 13,5 - 11,8 - 6,2 -
    n(Vinyl) [mmol/Gew-%] 7,9 7,2 7,0 5,7
    n(SiH) [mmol/Gew-%] 66,7 60,8 59,6 48,4
    Pyrogene Kieselsäure 2,6 3,5 2,6 3,5 2,6 3,5 2,6 3,5
    Kristallines SiO2 38,5 45,4 35,5 45,4 35,5 45,4 40,0 45,4
    Silicopolyether-Tensid 3,1 - 3,1 - 3,1 - 3,1 -
    Allyltrimethylsilan 0,8 - 0,8 - 0,8 - 0,8 -
    n(Allyl) [mmol/Gew-%] 7,0 7,0 7,0 7,0
    Pigment - 0,6 - 0,6 - 0,6 - 0,6
    Tetraallylsilan - 0,5 - 0,5 - 0,5 - 0,5
    Pt-Katalysator - 0,4 - 0,4 - 0,4 - 0,4
    Pd-Dispersion - 0,5 - 0,5 - 0,5 - 0,5
    SiH/Vinyl: molares Verhältnis 8,5 8,5 8,5 8,5
    X/Y: molares Verhältnis von SiH-Gruppen zu C=C-Gruppe der Verbindung der Formel I 9,53 8,68 8,52 6,91
    t5 1 min 1,46 1,49 1,36 1,76
    (t90 - t5) / min 0,61 0,61 0,61 0,83
    ΔT / °C 7,4 7,3 6,8 6,1
    tSH 00:00 00:00 00:50 00:50
    PS1:PS2 Gewichtsverhältnis 0 : 16 1 : 5,4 1 : 2,03 1 : 0,5
  • Mit steigender Vernetzeraktivität (Beispiel 1: 16 Gew.-% mit 4,17 mmol/g Si-H vs 6,2 % 4,17 mmol/g Si-H/12,5 % 1,8 mmol/g Si-H) konnte eine Verkürzung der Zeitdifferenz t90 - t5 (0,61 min. (Beispiel 1) vs 0,83 min. (Beispiel 4, nicht erfindungsgemäß) und ein stärkerer Anstieg der Shore Härte A (siehe 2, 0,6 (1/min) bis 1,8 (1/min.) der erfindungsgemäßen Beispiele gegenüber 0,18 (1/min) des Vergleichsbeispiels 1) festgestellt werden. Gegenüber dem Stand der Technik WO 2013/025494 A1 (Gehalt an monofunktionellem Allylsilan bezogen auf Gesamtzusammensetzung -kann - mit der Modifikation, dass der Gehalt an Ethylen-Gruppen analog den erfindungsgemäßen Zusammensetzungen gewählt wurde - bei vergleichsweise geringer Menge an monofunktionellem Allylsilan (0,4 Gew.-% bezogen auf Gesamtzusammensetzung) und einem Verhältnis Si-H-Gruppen (X) zu Allyl-Gruppen (Y) der Verbindung der Formel I von X/Y > 5 bereits ein Temperaturanstieg von etwa 7 °C erreicht werden. Alternativ oder zusätzlich kann die Zeitdifferenz t90 - t5 von 0,94 (Zusammensetzung mit 1,5 Gew.-% Allyltrimethylsilan bezogen auf Gesamtzusammensetzung und einem molaren Verhältnis von größer X/Y (SiH: C=C der Formel I) größer gleich 9,1) auf 0,61 verkürzt werden.
  • 3 zeigt, dass bei einem geringen molaren Verhältnis von X/Y (SiH/C=C der Formel I) gemäß dem Vergleichsbeispiel 1 (Bsp. D, US 7700712 B2 ) das Allyltrimethylsilan keinen Einfluss auf den Anstieg der Shore A Härte, also die Abbindereaktion zeigt. Das Hinzufügen von Allyltrimethylsilan führt lediglich zu einem geringen Temperaturanstieg von 4,5 °C auf 6,4 °C.

Claims (18)

  1. Härtbare Zusammensetzung umfassend additionsvernetzbare organofunktionelle Polysiloxane umfassend i. additionsvernetzende mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polysiloxane und ii. mindestens zwei Si-H-Gruppen enthaltende Polysiloxane, wobei die Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxane einen Gehalt an Polysiloxanen mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 mmol/g bis 15 mmol/g aufweisen, und optional umfassend einen Hydrosilylierungs-Katalysator, und dadurch gekennzeichnet, dass sie 3 bis 25 Gew.-% an Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxanen mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 bis 15 mmol/g, in Bezug auf die Gesamtzusammensetzung von 100 Gew.-% der härtbaren Zusammensetzung aufweist, wobei die Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxane mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 bis 15 mmol/g (zweite Poysiloxanzusammensetzung PS2) im Gewichtsverhältnis von größer 2 in Bezug auf die Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxane mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen mit kleiner 4,0 mmol/g Si-H-Gruppen (erste Polysiloxanzusammensetzung PS1) vorliegt.
  2. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die härtbare Zusammensetzung eine einfach ungesättigte Verbindung der Formel I umfasst R 2 R 3 C = CR 1 A SiR 3
    Figure DE102023106165B9_0001
    mit R jeweils unabhängig ausgewählt aus H, monovalenter Alkyl-Gruppe mit 1 bis 22 C-Atomen, Aryl-Gruppe mit 16 bis 12 C-Atomen, O-SiR4 3-Gruppe, wobei R optional Hetero-Atome umfasst, mit der Maßgabe, dass R keine Alkoxy-Gruppe oder Arylalkoxy-Gruppe ist, R1, R2, R3 jeweils unabhängig ausgewählt sind aus H, monovalenter Alkyl-Gruppe mit 1 bis 22 C-Atomen, Aryl-Gruppe mit 6 bis 12 C-Atomen und optional jeweils unabhängig Hetero-Atome umfassen, R4 eine monovalente Alkyl-Gruppe mit 1 bis 22 C-Atomen oder Aryl-Gruppe mit 6 bis 12 C-Atomen ist, wobei optional zwei oder drei R4 Reste in O-SiR4 3 eine cyclische oder polycylische Struktur ausbilden, A eine bivalente lineare, verzweigte oder cyclische Kohlenwasserstoff-Gruppe mit 1 bis 12 C-Atomen ist, optional umfassend einen Aromaten mit mindestens einer Methylen-Gruppe, die unmittelbar kovalent mit dem Aromaten verbunden ist, optional umfassend -O-Atome, bevorzugt ist A Methylen, Ethylen, Propylen, Butylen, Hexylen, Octylen, Nonylen oder Decylen, wobei das molare Verhältnis von Si-H-Gruppen, der Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxane, zur einfach ungesättigten Verbindung der Formel I größer 5 beträgt.
  3. Zusammensetzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das molare Verhältnis von Si-H-Gruppen der Polysiloxane, der mindestens zwei Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxane mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 mmol/g bis 15 mmol/g, zu Ethylen-Gruppen der Polysiloxane von 4 : 1 bis 10 : 1 beträgt.
  4. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die härtbare Zusammensetzung keine einfach ungesättigte Verbindung der Formel I enthält oder der Gehalt der einfach ungesättigten Verbindung der Formel I in der härtbaren Zusammensetzung von 0,001 bis 0,5 Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 0,5 Gew.-% beträgt, wobei der Gesamtgehalt der Zusammensetzung 100 Gew.-% beträgt.
  5. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die ii. mindestens zwei Si-H-Gruppen enthaltende Polysiloxane mindestens zwei Polysiloxanzusammensetzungen mit unterschiedlichen Gehalten an Si-H-Gruppen umfassen, wobei eine erste Polysiloxanzusammensetzung (PS1) einen Gehalt an Si-H-Gruppen von 1 bis 3,5 mmol/g und eine zweite Polysiloxanzusammensetzung (PS2) einen Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 mmol/g bis 15 mmol/g aufweist, wobei die erste Polysiloxanzusammensetzung (PS1) mit einen Gehalt an Si-H-Gruppen und die zweite Polysiloxanzusammensetzung (PS2) mit einen Gehalt an Si-H-Gruppen im Gewichtsverhältnis von 1 : 1,5 bis 1 : 10 vorliegen, und wobei das molare Verhältnis von Si-H-Gruppen der Polysiloxane zu Ethylen-Gruppen der Polysiloxane von 4 : 1 bis 10 : 1 beträgt, und optional umfassend einen Hydrosilylierungs-Katalysator.
  6. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxane mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen von 4,1 bis 15 mmol/g (zweite Poysiloxanzusammensetzung PS2) im Gewichtsverhältnis von größer gleich 5 in Bezug auf die Si-H-Gruppen enthaltenden Polysiloxane mit einem Gehalt an Si-H-Gruppen mit kleiner 4,0 mmol/g Si-H-Gruppen vorliegt, insbesondere in Bezug auf Polysiloxane mit einem Si-H-Gruppen Gehalt von 1 bis 3,55 mmol/g (erste Polysiloxanzusammensetzung PS1).
  7. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das molare Verhältnis von Si-H-Gruppen der Polydisiloxane mit größer gleich 4,1 mmol/g Si-H-Gruppen zu Ethylen-Gruppen der Verbindung der Formel I größer 5 beträgt, insbesondere das molare Verhältnis von Si-H-Gruppen der Polydisiloxane zur Ethylen-Gruppen der Verbindung der Formel I größer 5,5, bevorzugt größer 6, besonders bevorzugt größer 6,5, weiter bevorzugt größer 7 beträgt.
  8. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die additionsvernetzenden mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltenden Polysiloxane umfassen Polydialkylsiloxane, Polydialkylsiloxanether oder Mischungen dieser, insbesondere mit Alkyl jeweils unabhängig mit 1 bis 16 C-Atomen, insbesondere jeweils Methyl-Gruppen.
  9. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 2 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die härtbare Zusammensetzung einen Gehalt von 0,1 bis 0,5 Gew.-% mindestens einer einfach ungesättigten Verbindung der Formel I umfasst, wobei der Gesamtgehalt der Zusammensetzung 100 Gew.-% beträgt.
  10. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung einen Gehalt an Tetraallylsilan umfasst.
  11. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens ein Tensid umfassend einen Polyether, Polyether-funktionalisiertes Siloxanoligomer, Fettalkohol und/oder Fluortensid oder Mischungen der vorgenannten Tenside umfasst.
  12. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die additionsvernetzenden mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltenden Polysiloxane einen Gehalt an Ethylen-Gruppen von 0,01 mmol/g bis 10 mmol/g Ethylen-Gruppen, insbesondere Vinyl-Gruppen, aufweisen.
  13. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das molare Verhältnis von Si-H-Gruppen der Polysiloxane zu Ethylen-Gruppen der Polysiloxane von 3,5 : 1 bis 10 : 1 beträgt, insbesondere von 6 : 1 bis 10 : 1.
  14. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die härtbare Zusammensetzung erhältlich ist durch Mischen von zwei Komponenten um eine additionsvernetzende härtbare Zusammensetzung zu erhalten, wobei die zwei Komponenten umfassen: a) Basis-Komponente umfassend additionsvernetzende mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polysiloxane und Si-H-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane, insbesondere mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane und mindestens zwei Si-H-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane, und b) Katalysator-Komponente umfassend einen Platin, Rhodium und/oder Palladium enthaltenden Hydrosilylierungs-Katalysator und optional umfassend additionsvernetzende mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polysiloxane und optional mindestens zwei Si-H-Gruppen enthaltende Polysiloxane, insbesondere mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane, und optional wobei die Basis-Komponente und/oder die Katalysator-Komponente jeweils unabhängig umfassen - optional anorganische Füllstoffe, organische partikuläre Polymere, insbesondere einer Partikelgröße von 10 nm bis 75 Mikrometer, und - optional Pigmente umfassend organische oder anorganische Pigmente.
  15. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung erhältlich ist durch Mischen einer i) Basis-Komponente und ii) Katalysator-Komponente, wobei i) die Basis-Komponente umfasst 30 bis 50 Gew.-% mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane, 15 bis 64 Gew.-% anorganische Füllstoffe, 5 bis 30 Gew.-% mindestens zwei Si-H-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane, 1,0 bis 15 Gew.-% mindestens ein Tensid, und wobei die Gesamtsumme der Basiskomponente 100 Gew.-% beträgt, und ii) die Katalysator-Komponente umfasst 20 bis 80 Gew.-% mindestens zwei terminale-Ethylen-Gruppen enthaltende Polydialkylsiloxane, 5 bis 70 Gew.-% anorganische Füllstoffe, 0,001 bis 5,0 Gew.-% Platin, Rhodium oder Palladium enthaltenden Hydrosilylierungs-Katalysator, 0 bis 15 Gew.-% mindestens ein Tensid, und 0 bis 10 Gew.-% organische oder anorganische Pigmente und/oder Strukturmittel, wobei die Gesamtsumme der Katalysatorkomponenten 100 Gew.-% beträgt.
  16. Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzung erhältlich ist durch Mischen einer i) Basis-Komponente und ii) Katalysator-Komponente, wobei das Verhältnis von terminalen-Ethylen-Gruppen der Basis-Komponente zu terminalen-Ethylen-Gruppen der Katalysator-Komponente im molaren Verhältnis von 1 : 1,1 bis 1 : 10 vorliegt, bevorzugt das molare Verhältnis von 1 : 1,2 bis 1 : 10, besonders bevorzugt von 1 : 1,3 bis 1 : 10, weiter bevorzugt von 1 : 1,4 bis 1 : 2 beträgt.
  17. Kit umfassend eine 2K-Abgabevorrichtung umfassend mindestens zwei Kartuschen, wobei in einer Kartusche die i) Basis-Komponente nach Anspruch 14 und in der zweiten Kartusche die ii) Katalysator-Komponenten nach Anspruch 14 vorliegt.
  18. Verwendung einer Zusammensetzung nach einem der Ansprüche 1 bis 16 oder eines Kits nach Anspruch 17 zur Erstellung von Abformungen im medizinischen Bereich, dentalen Bereich und/oder Veterinärbereich, zur Erstellung von Abformungen im Bereich der Botanik, zur Erstellung von Abformungen im marinen und aquatischen Bereich, zur Abformung von Oberflächen von Artikeln, zur Abformung von Design, Kunst oder handwerklichen Gegenständen, als dentales Abformungsmaterial, als Abformmaterial für humane, veterinäre oder marine Weichgewebe und/oder Hartstrukturen, Oralabformung, Podologie, zur Abformung von elektronischen Komponenten, zur Abformung von Gegenständen deren Oberflächen mit wässrigen Zusammensetzungen benetzt sind oder deren Oberflächen mit Wasser benetzt sind und/oder zum Drucken von dreidimensionalen Strukturen, insbesondere im Halbleiterbereich.
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