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Die Erfindung betrifft eine Montageeinheit mit einer Bundschraube zur Montage eines Bauteils an einem Gegenstück nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft auch eine Montageanordnung mit der Montageeinheit, dem Bauteil und dem Gegenstück.
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In einem Kraftfahrzeug werden Bauteile öfters in sehr engen Bauräumen verbaut. Entsprechend sollen die Montageeinheiten zur Montage der Bauteile aneinander kompakt sein. Ferner soll die Montage der Bauteile aneinander möglichst vereinfacht und schnell erfolgen.
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Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, für eine Montageeinheit der gattungsgemäßen Art eine verbesserte oder zumindest alternative Ausführungsform anzugeben, bei der die beschriebenen Nachteile überwunden werden. Die Aufgabe der Erfindung ist es auch, eine Montageanordnung mit der Montageeinheit bereitzustellen.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
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Die vorliegende Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, die Montageeinheit und die Montageanordnung kompakter und baueinfach auszugestalten.
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Die erfindungsgemäße Montageeinheit ist zur Montage eines Bauteils an einem Gegenstück ausgelegt. Die Montageeinheit weist dabei eine Bundschraube, einen Festlegung und einen Sicherungsring auf. Dabei sind die Bundschraube zum Festlegen des Bauteils an dem Gegenstück, der Festlegring zum koaxialen Ausrichten der Bundschraube in einer Öffnung des Bauteils und der Sicherungsring zum koaxialen Ausrichten der Bundschraube in dem Festlegring ausgelegt. Die Bundschraube weist dabei einen Schraubenkopf und ein axial dazu beabstandetes Gewinde sowie einen zu dem Schraubenkopf benachbarten oberen Bund und einen zu dem Gewinde benachbarten unteren Bund auf. Die Montageeinheit weist dabei einen Lose-Zustand auf, wobei in dem Lose-Zustand die Montageeinheit von dem Bauteil und/oder dem Gegenstück gelöst oder lösbar ist. In dem Lose-Zustand der Montageeinheit ist der Sicherungsring zu der Bundschraube koaxial ausgerichtet und um den oberen Bund der Bundschraube herum angeordnet. Der Festlegring ist dabei zu der Bundschraube koaxial ausgerichtet und um den unteren Bund der Bundschraube herum angeordnet. Der Sicherungsring ist zudem mit der Bundschraube axialfest und radialfest und lösbar verbunden und legt den Festlegring axialfest und radialfest und lösbar an der Bundschraube fest.
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Die hier und weiter beschriebenen Merkmale der Montageeinheit beziehen sich auf den Lose-Zustand der Montageeinheit. Es versteht sich, dass die Anordnung der Bundschraube, des Festlegrings und des Sicherungsrings zueinander sich außerhalb des Lose-Zustands ändern. Insbesondere ändert sich die Anordnung der Bundschraube, des Festlegrings und des Sicherungsrings zueinander bei der und nach der Montage des Bauteils an dem Gegenstück mittels der Montageeinheit. Bei der Montage des Bauteils an dem Gegenstück mittels der Montageeinheit wird die Bundschraube in eine der Längsmittelachse der Bundschraube parallele Montagerichtung relativ zu dem Sicherungsring und dem Festlegring bewegt. Die Montagerichtung ist dabei von dem Schraubenkopf zu dem Gewinde bzw. von dem Sicherungsring zu dem Festlegring gerichtet.
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In der vorliegenden Erfindung beziehen sich die Begriffe „axial“ und „radial“ und „umlaufend“ und „koaxial“ stets auf die Längsmittelachse der Bundschraube. Die Begriffe „axialfest“ und „radialfest“ bedeuten im Zusammenhang mit der vorliegenden Erfindung, dass eine axiale und radiale Bewegung verhindert ist. Der Begriff „lösbar“ bedeutet, dass miteinander festverbundene Elemente zerstörungsfrei voneinander trennbar sind. In dem Lose-Zustand der Montageeinheit sind die Bundschraube, der Festlegung und der Sicherungsring jeweils lösbar bzw. zerstörungsfrei voneinander trennbar miteinander verbunden.
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Die Montageeinheit ist in dem Lose-Zustand montagefertig bzw. zur Montage des Bauteils an dem Gegenstück vorbereitet. Dabei ist der Sicherungsring an der Bundschraube axialfest und radialfest befestigt und der Festlegung ist durch den Sicherungsring an der Bundschraube gehalten. Dadurch können in dem Lose-Zustand der Montageeinheit die Bundschraube, der Sicherungsring und der Festlegring zusammen miteinander und verliersicher transportiert und gelagert werden. Der Sicherungsring ist zudem ausschließlich zum koaxialen Ausrichten der Bundschraube in dem Festlegring in dem Lose-Zustand vorgesehen und ist nach der Montage des Bauteils an dem Gegenstück von der Bundschraube und von dem Festlegung gelöst. Die Montageeinheit weist dadurch nach der Montage des Bauteils an dem Gegenstück reduzierte axiale Höhe auf und ist besonders kompakt aufgebaut.
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Der Sicherungsring und der Festlegung sind koaxial zu der Bundschraube ausgerichtet und liegen axial nebeneinander. Dabei ist der Sicherungsring zu dem Schraubenkopf der Bundschraube näher als der Festlegung bzw. der Festlegung zu dem Gewinde der Bundschraube näher als der Sicherungsring angeordnet. Der Sicherungsring und der Festlegung umlaufen die Bundschraube und können ringförmig oder nahe ringförmig sein. Der Sicherungsring und/oder der Festlegring können dabei jeweils einen die Bundschraube um die Längsmittelachse umlaufenden Körper mit einer mittigen axial den Körper durchgehenden Öffnung aufweisen. In dem Lose-Zustand der Montageeinheit ist die Bundschraube in den jeweiligen Öffnungen der Körper und koaxial zu den Körpern angeordnet. Der Sicherungsring und der Festlegung können zueinander abweichend geformt sein. Eine radiale Breite des Sicherungsrings und/oder des Festlegrings kann vielfach - insbesondere zweifach oder dreifach oder vierfach oder fünffach - kleiner als die axiale Höhe des Sicherungsrings und/oder des Festlegrings sein. Der Sicherungsring und/oder der Festlegring können insbesondere aus Kunststoff geformt sein. Die Bundschraube kann aus Metall geformt sein.
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Zum lösbaren Festlegen der Bundschraube an dem Sicherungsring kann der Sicherungsring wenigstens einen radial nach außen gerichteten Schlitz aufweisen. In dem Lose-Zustand kann dann der obere Bund der Bundschraube radial in den jeweiligen Schlitz des Sicherungsrings eingreifen und die Bundschraube kann dadurch axialfest und radialfest und lösbar mit dem Sicherungsring verbunden sein. Zweckgemäß ist dazu ein Innendurchmesser des Sicherungsrings kleiner als ein Außendurchmesser des oberen Bunds der Bundschraube. Bei der Montage des Bauteils an dem Gegenstück mittels der Montageeinheit kann der obere Bund aus dem Schlitz herausgelöst werden und dadurch kann der Sicherungsring von der Bundschraube gelöst werden.
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Der Sicherungsring kann wenigstens zwei - insbesondere genau zwei oder genau drei oder genau vier - Greifer mit jeweils einer Greifausformung aufweisen. Die Greifer können dabei an einem die Bundschraube umlaufenden Köper des Sicherungsrings geformt und axial zu dem Festlegung ausgerichtet sein. Die jeweilige Greifausformung kann an einem von dem Körper abgewandten axialen Ende des jeweiligen Greifers geformt und radial nach innen gerichtet sein. In dem Lose-Zustand der Montageeinheit kann dann die jeweilige Greifausformung sich mit dem Festlegring axial hintergreifen. Der jeweiligen Greifer kann dazu radial außen an dem Festlegring vorbeigeführt sein. Dadurch kann der Festlegung in einer von dem Sicherungsring zu dem Festlegung weisenden Richtung axial festlegt sein. Die Greifausformungen an den jeweiligen Greifern verhindern also, dass der Festlegung sich axial von dem Sicherungsring bewegt und sich von der Bundschraube löst.
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An der jeweiligen Greifausformung kann zudem eine Rampe für den oberen Bund der Bundschraube ausgeformt sein. Die Rampe kann dabei derart ausgeformt sein, dass der obere Bund der Bundschraube an der Rampe in einer von dem Sicherungsring zu dem Festlegung weisenden Richtung axial abgleiten kann. Dabei kann der obere Bund der Bundschraube den jeweiligen Greifer radial nach außen drücken, wodurch der Sicherungsring sich von dem Festlegung lösen kann. Bei der Montage kann demnach der Sicherungsring automatisch durch die axiale Bewegung der Bundschraube und dadurch des Festlegrings in die Montagerichtung von dem Festlegring gelöst werden. Dadurch kann die Montage vereinfacht werden. Die Rampe kann insbesondere radial nach innen und axial zu dem Gewinde der Bundschraube führen. Ein Außendurchmesser des oberen Bunds ist zweckgemäß kleiner als ein Innendurchmesser des Festlegrings an seinem die Bundschraube umlaufenden Körper und größer als ein Innendurchmesser des Sicherungsrings an den Greifausformungen. Die Greifer des Sicherungsrings können elastisch verformbar sein, was insbesondere durch die Abmessungen der Greifer selbst und/oder durch die Eigenschaften des den Sicherungsring formenden Materials erreicht werden kann.
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Der Sicherungsring kann zudem wenigstens zwei - insbesondere genau zwei oder genau drei oder genau vier - Abstützelemente aufweisen. Die Abstützelemente können dabei an einem die Bundschraube umlaufenden Köper des Sicherungsrings geformt und axial zu dem Festlegring ausgerichtet sein. In dem Lose-Zustand kann das jeweilige Abstützelement sich an dem Festlegring axial abstützen. Dadurch kann der Festlegring in einer von dem Festlegring zu dem Sicherungsring weisenden Richtung axial festlegt sein. Die Abstützelemente verhindern also, dass der Festlegung sich axial zu dem Sicherungsring bewegt.
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Weist der Sicherungsring die Greifer mit den Greifausformungen und die Abstützelemente auf, so kann der Festlegung zwischen den Abstützelementen und den Greifausformungen axialfest und lösbar festgelegt sein. Mit anderen Worten kann der Festlegung zwischen den Greifausformungen der jeweiligen Greifer und den jeweiligen Abstützelementen axial eingeklemmt sein. Die Greifer können dazu zweckgemäß axial länger als die Abstützelemente sein und der axiale Abstand zwischen den Greifausformungen und den jeweiligen Abstützelementen kann einer axialen Höhe des Festlegrings entsprechen. Wie oben bereits beschrieben, können die Greifer radial außen an dem Festlegung geführt sein. Sind die Greifer an dem Festlegung anliegend angeordnet, so kann der Festlegung auch radialfest zwischen den Greifern des Sicherungsrings festgelegt sein.
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Der Festlegring kann wenigstens zwei - insbesondere genau zwei oder genau drei oder genau vier - Halter mit jeweils einer Halterausformung aufweisen. Die Halter können an einem ringförmigen Köper des Festlegrings von dem Sicherungsring abgewandt geformt und axial ausgerichtet sein. Die jeweilige Halterausformung kann an einem von dem Körper abgewandten axialen Ende des jeweiligen Halters geformt und radial nach außen gerichtet sein. Die jeweilige Halterausformung kann dabei mit dem Bauteil axial hintergreifen und der Festlegung kann dadurch an der Öffnung des Bauteils axial in einer von dem Festlegung zu dem Sicherungsring weisenden Richtung festgelegt sein. Zweckgemäß können dazu die Halter des Festlegrings axial in die Öffnung des Bauteils geführt sein.
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Der jeweilige Halter kann an einem dem Körper zugewandten axialen Ende eine radial nach innen gerichtete Stufe aufweisen. Die Stufe kann dabei zum Abstützen des Festlegrings an dem Bauteil ausgelegt sein. Dadurch kann eine axiale Bewegung des Festlegrings in einer von dem Sicherungsring zu dem Festlegring weisenden Richtung verhindert sein. Weist der jeweilige Halter die Halterausformung und die Stufe auf, so kann das Bauteil nach der Montage zwischen der jeweiligen Halterausformung und der Stufe angeordnet bzw. eingeklemmt sein. Dadurch kann der Festlegring axialfest und radialfest in der Öffnung des Bauteils festgelegt sein. Zweckgemäß kann ein Innendurchmesser des Festlegrings an den Stufen kleiner als ein Außendurchmesser des oberen Bunds der Bundschraube sein. Nach der Montage des Bauteils an dem Gegenstück kann dann der obere Bund an der Stufe des Halters axial abgestützt sein und dadurch eine axiale Bewegung der Bundschraube in eine von dem Sicherungsring zu dem Festlegung weisende Richtung verhindert sein. Nach der Montage können dann der Festlegring an dem Bauteil und der obere Bund an dem Festlegung axial abgestützt sein und dadurch der Festlegring zwischen dem Bauteil und dem oberen Bund der Bundschraube eingeklemmt sein. Zweckgemäß kann der axiale Abstand zwischen der Stufe und der Halterausformung des jeweiligen Halters einer axialen Höhe des Bauteils an seiner Öffnung entsprechen.
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Die Erfindung betrifft auch eine Montageanordnung mit einem Bauteil, einem Gegenstück und der oben beschriebenen Montageeinheit. Dabei ist das Bauteil zwischen dem Gegenstück und der Montageeinheit angeordnet. Die Montageanordnung kann dabei eine Vormontage-Stellung und eine Montage-Stellung aufweisen. In der Vormontage-Stellung sind das Bauteil, das Gegenstück und die Montageeinheit aneinander montagefertig ausgerichtet, jedoch miteinander nicht montiert. In der Montage-Stellung ist das Bauteil an dem Gegenstück mittels der Montageeinheit montiert bzw. das Bauteil und das Gegenstück über die Montageeinheit miteinander verbunden. Die Montageanordnung geht dabei aus der Vormontage-Stellung in die Montage-Stellung durch das Einschrauben der Bundschraube in das Gegenstück in die Montagerichtung. Bei der Montage bzw. bei dem Übergang der Montageanordnung aus der Vormontage-Stellung in die Montage-Stellung ändert sich die Anordnung der Bundschraube, des Festlegrings und des Sicherungsrings zueinander. Im Folgenden werden die Vormontage-Stellung und die Montage-Stellung näher erläutert.
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In der Vormontage-Stellung der Montageanordnung ist das Bauteil zwischen der Montageeinheit und dem Gegenstück angeordnet. Die Montageeinheit ist in dem Lose-Zustand und zu einer durchgehenden Öffnung des Bauteils und zu einer Gewindeöffnung des Gegenstücks koaxial angeordnet. In der Gewindeöffnung ist zweckgemäß ein dem Gewinde der Bundschraube komplementäres Gewinde ausgebildet. Der Festlegung ist mit dem Bauteil an seiner Öffnung axialfest und radialfest verbunden. Dazu können - wie oben bereits beschrieben ist - die jeweiligen Halter des Festlegrings in der Öffnung des Bauteils angeordnet sein und die Halterausformungen der jeweiligen Halter mit dem Bauteil axial hintergreifen. Der Festlegring kann zudem über die an dem jeweiligen Halter ausgeformte Stufe an dem Bauteil zu dem Sicherungsring zugewandt axial abgestützt sein. In der Vormontage-Stellung der Montageanordnung ist zudem die Bundschraube bereichsweise in der Gewindeöffnung des Gegenstücks angeordnet. Dabei ist die Bundschraube mit dem Gegenstück nicht verschraubt und geht axial nur bereichsweise in die Gewindeöffnung ein.
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In der Montage-Stellung der Montageanordnung sind der Festlegring mit dem Bauteil und die Bundschraube über das Gewinde mit dem Gegenstück axialfest und radialfest verbunden. Die axialfeste und radialfeste Verbindung des Festlegrings mit dem Bauteil kann dabei - wie oben bereits beschrieben ist - über die Halterausformung und die Stufe an den jeweiligen Haltern realisiert sein. Die Bundschraube ist mit dem oberen Bund an dem Festlegung und mit dem unteren Bund an dem Gegenstück abgestützt. Der Festlegring ist zwischen dem oberen Bund der Bundschraube und dem Bauteil und das Bauteil ist zwischen dem Festlegring und dem Gegenstück eingeklemmt. Der Sicherungsring ist dabei von dem Festlegung und von der Bundschraube gelöst.
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Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
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Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
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Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen.
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Es zeigen, jeweils schematisch
- 1 eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Montageeinheit in einem Lose-Zustand;
- 2 eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Montageanordnung in einer Vormontage-Stellung ohne ein Gegenstück;
- 3 eine Schnittansicht der erfindungsgemäßen Montageanordnung in der Vormontage-Stellung;
- 4 eine Ansicht der erfindungsgemäßen Montageanordnung beim Übergang aus der Vormontage-Stellung in eine Montage-Stellung ohne das Gegenstück;
- 5 eine Schnittansicht der erfindungsgemäßen Montageanordnung beim Übergang aus der Vormontage-Stellung in die Montage-Stellung;
- 6 eine Ansicht der erfindungsgemäßen Montageanordnung in der Montage-Stellung ohne das Gegenstück mit einem gelösten Sicherungsring;
- 7 eine Ansicht der erfindungsgemäßen Montageanordnung in der Montage-Stellung ohne das Gegenstück und ohne den Sicherungsring;
- 8 eine Schnittansicht der erfindungsgemäßen Montageanordnung in der Montage-Stellung ohne den Sicherungsring.
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1 zeigt eine Ansicht einer erfindungsgemäßen Montageeinheit 1 in einem Lose-Zustand. Die Montageeinheit 1 weist dabei eine Bundschraube 2, einen Sicherungsring 3 und einen Festlegung 4 auf. Die Bundschraube 2 weist dabei einen Schraubenkopf 5 und ein Gewinde 6, die axial bezüglich einer Längsmittelachse LA der Bundschraube 2 zueinander beabstandet angeordnet sind, auf. Zudem weist die Bundschraube 2 einen zu dem Schraubenkopf 5 benachbarten oberen Bund 7 und einen zu dem Gewinde 6 benachbarten unteren Bund 8 auf. Der obere Bund 7 liegt axial zwischen dem Schraubenkopf 5 und dem unteren Bund 8 und der untere Bund 8 liegt axial zwischen dem oberen Bund 7 und dem Gewinde 6. Die Bundschraube 2 ist bezüglich seiner Längsmittelachse LA koaxial in dem Sicherungsring 3 und in dem Festlegring 4 angeordnet. Dabei sind der Sicherungsring 3 und der Festlegung 4 axial nebeneinander angeordnet, wobei der Sicherungsring 3 zu dem Schraubenkopf 5 und der Festlegung 4 zu dem Gewinde 6 benachbart angeordnet sind. Die Bundschraube 2, der Sicherungsring 3 und der Festlegung 4 sind miteinander in dem hier gezeigten Lose-Zustand lösbar festverbunden.
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Der Sicherungsring 3 weist einen die Bundschraube 2 umlaufenden - hier im Querschnitt sechseckigen - Körper 9 auf. An dem Körper 9 des Sicherungsrings 3 sind drei radial nach außen ausgerichtete Schlitze 10 geformt. Der obere Bund 7 der Bundschraube 2 ist in den Schlitzen 10 aufgenommen und dadurch ist der Sicherungsring 3 an der Bundschraube 2 axialfest und radialfest und lösbar befestigt. An dem Körper 9 sind zudem drei Greifer 11 geformt. Die Greifer 11 erstrecken sich axial zu dem Festlegung 4 und sind radial außen an dem Festlegring 4 vorbeigeführt. An den Greifern 11 sind an seinen von dem Körper 9 abgewandten Enden radial nach innen gerichtete Greifausformungen 12 ausgeformt. Die jeweiligen Greifausformungen 12 hintergreifen axial mit dem Festlegung 4, wodurch der Festlegung 4 in einer von dem Sicherungsring 3 zu dem Festlegung 4 weisende Richtung an dem Sicherungsring 3 axial festgelegt ist. An den jeweiligen Greifausformungen 12 sind Rampen 13 (Fasen) geformt, die axial in eine von dem Sicherungsring 3 zu dem Festlegung 4 weisende Richtung und radial nach innen gerichtet ist.
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Ferner weist der Sicherungsring 3 drei Abstützelemente 14 auf, die an dem Körper 9 des Sicherungsrings 3 geformt sind und sich axial zu dem Festlegung 4 erstrecken. Die Abstützelemente 14 stützen sich an dem Festlegring 4 ab, wodurch der Festlegring 4 in eine von dem Festlegring 4 zu dem Sicherungsring 3 weisende Richtung axial festgelegt ist. Der Festlegring 4 ist also axial zwischen den Greifausformungen 12 und den Abstützelementen 14 angeordnet und axialfest und lösbar festgelegt. Der Festlegung 4 ist dabei ausschließlich mittels des Sicherungsrings 3 koaxial zu der Bundschraube 2 ausgerichtet und an der Bundschraube 2 gehalten. Der Festlegring 4 an sich ist also mit der Bundschraube 2 in dem Lose-Zustand nicht verbunden.
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Der Festlegring 4 weist einen ringförmigen Körper 15 und drei Halter 16 auf. Die Halter 16 sind an dem Körper 15 von dem Sicherungsring 3 abgewandt geformt und sind axial ausgerichtet. Die Halter 16 weisen an seinen von dem Körper 15 abgewandten Enden Halterausformungen 17 und an seinen dem Körper 15 zugewandten Enden Stufen 18 auf. Die Halterausformungen 17 sind radial nach au-ßen und die Stufen 18 sind radial nach innen gerichtet. Der Festlegung 4 ist zum Festlegen an einem Bauteil 19 einer erfindungsgemäßen Montageanordnung 20 - siehe hierzu beispielweise 2 - ausgelegt.
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In 2 ist eine Ansicht und in 3 ist eine Schnittansicht der erfindungsgemä-ßen Montageanordnung 20 in einer Vormontage-Stellung gezeigt. Die Montageanordnung 20 umfasst dabei die Montageeinheit 1 gemäß 1, ein Bauteil 19 und ein Gegenstück 21. In 2 ist das Gegenstück 21 zur Übersichtlichkeit nicht gezeigt. In der hier gezeigten Vormontage-Stellung der Montageanordnung 20 befindet sich die Montageeinheit 1 in dem in 1 gezeigten Lose-Zustand.
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Bezugnehmend auf 3 ist das Bauteil 19 zwischen der Montageeinheit 1 und dem Gegenstück 21 angeordnet. Dabei ist die Bundschraube 2 koaxial zu einer Öffnung 22 des Bauteils 19 und koaxial zu einer Gewindeöffnung 23 des Gegenstücks 21 ausgerichtet. Die Bundschraube 2 ist in der Gewindeöffnung 23 des Gegenstücks 21 angeordnet und mit dem Gegenstück 23 nicht verschraubt. Der Festlegring 4 ist mit den jeweiligen Haltern 16 in der Öffnung 22 des Bauteils 19 eingerastet und dadurch mit dem Bauteil 19 axialfest und radialfest festgebunden. Der Festlegring 4 hintergreift einseitig axial über die Halterausformungen 17 an den jeweiligen Haltern 16 mit dem Bauteil 19 und ist andersseitig axial über die Stufe 18 an dem Bauteil 19 abgestützt. Der Festlegung 4 ist mit dem Sicherungsring 3 weiterhin über die Greifausformungen 12 an den jeweiligen Greifern 11 und die Abstützelemente 14 lösbar festverbunden.
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4 zeigt eine Ansicht und 5 zeigt eine Schnittansicht der erfindungsgemä-ßen Montageanordnung 20 beim Übergang aus der Vormontage-Stellung in eine Montage-Stellung. In 4 ist das Gegenstück 21 zur Übersichtlichkeit nicht gezeigt. Die Montageanordnung 20 wird aus der Vormontage-Stellung in die Montage-Stellung dadurch verstellt, dass die Bundschraube 2 in das Gegenstück 21 eingeschraubt wird. Dadurch ändert sich die Anordnung der Bundschraube 2, des Sicherungsrings 3 und des Festlegrings 4 zueinander.
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Bezugnehmend auf 5 wird die Bundschraube 2 in die Gewindeöffnung 22 eingeschraubt und greift über sein Gewinde 6 mit einem komplementären Gewinde 24 in der Gewindeöffnung 23 ein. Dabei bleibt - wie in der Vormontage-Stellung auch - der Festlegung 4 mit dem Bauteil 19 verrastet und der Sicherungsring 3 mit dem Festlegring 4 verbunden. Die Bundschraube 2 wird dadurch beim Einschrauben relativ zu dem Sicherungsring 3 und zu dem Festlegring 4 axial verschoben. Dabei löst sich zuerst der obere Bund 7 aus den Schlitzen 10 in dem Sicherungsring 3 und dadurch von dem Sicherungsring 3. Danach geht der obere Bund 7 durch den Körper 15 des Festlegrings 4 hindurch und trifft auf die Greifausformungen 12 der jeweiligen Greifer 11 auf. Zweckgemäß ist dazu ein Außendurchmesser des oberen Bunds 7 kleiner als ein Innendurchmesser des Körpers 15 des Festlegrings 4 und größer als ein Innendurchmesser des Sicherungsrings 3 an den Greifausformungen 12. An den Greifausformungen 12 gleitet der obere Bund 7 über die Rampen 13 ab und drückt die Greifer 11 radial nach außen. Dadurch kann sich der Sicherungsring 3 von dem Festlegung 4 lösen.
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6 zeigt eine Ansicht der erfindungsgemäßen Montageanordnung 20 in der Montage-Stellung mit dem gelösten Sicherungsring 3. 7 zeigt eine Ansicht und 8 zeigt eine Schnittansicht der erfindungsgemäßen Montageanordnung 20 in der Montage-Stellung ohne den Sicherungsring 3. In 6 und 7 ist das Gegenstück 21 zur Übersichtlichkeit nicht gezeigt.
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Bezugnehmend auf 8 ist der Festlegring 4 in der Montage-Stellung der Montageanordnung 20 - wie in der Vormontage-Stellung auch - mit dem Bauteil 19 verrastet. Die Bundschraube 2 ist mit dem Gegenstück 21 vollständig verschraubt. Dabei stützt sich die Bundschraube 2 mit dem unteren Bund 8 an dem Gegenstück 21 und mit dem oberen Bund 7 in eine die Längsmittelachse LA umlaufende Umlaufrichtung bereichsweise an dem Festlegring 4 und bereichsweise an dem Bauteil 19 ab. Der Festlegung 4 ist dadurch über seine stufigen Halter 16 zwischen dem oberen Bund 7 und dem Bauteil 19 eingeklemmt. Der Sicherungsring 3 ist von der Bundschraube 2 und von dem Festlegung 4 gelöst und weist keine Funktion mehr auf.