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Die Erfindung betrifft eine Smarte-Sensor-Auffüll-Getränkehalter-Anordnung aufweisend einen Getränkehalter, mindestens einen Sensor und ein System, wobei der Getränkehalter zur Aufnahme eines Trinkgefäßes ausgebildet ist und das System eine Steuerungssoftware aufweist.
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Die aktuelle Pflegesituation sowohl im ambulanten wie stationären Bereich ist häufig gekennzeichnet durch Zeitmangel, Überlastung, Personalmangel und ein zu hohes Pflegeaufkommen. Das führt im Pflegealltag häufig zu großen Problemen, auch zu Lasten von zu pflegenden Personen. Nicht selten leiden zu pflegende Personen unter Dehydration und/oder Folgeerscheinungen ebendieser. Die Auswirkungen einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme sind fatal.
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Der Verlust des Durstgefühls im Alter stellt das Pflegepersonal häufig vor große Probleme. Eine selbstständige Flüssigkeitsaufnahme durch den zu Pflegenden funktioniert oftmals wenig bis gar nicht, was gravierende Auswirkungen auf den allgemeinen Gesundheitszustand des zu Pflegenden hat. Diese Auswirkungen können beispielsweise allgemeine, körperliche Schwäche, Gedächtnislücken und Konzentrationsschwierigkeiten umfassen und reichen bis hin zur geistigen Verwirrtheit, Teilnahmslosigkeit, Gewichtsverlust, Kopfschmerzen, niedriger Blutdruck, trockene Zunge und Vieles mehr.
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Aufgrund der instabilen gesundheitlichen Lage vieler zu pflegender Personen ist eine Flüssigkeitsaufnahme in regelmäßigen Abständen und geringeren, leichter aufzunehmenden Mengen Flüssigkeit ratsam. Dies wiederum ist in Deutschland wie auch vielen anderen Ländern aufgrund der aktuellen, stark beanspruchten Pflegesituation kaum leistbar. Für eine regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme über den Tag verteilt, ist eine persönliche, menschliche Pflege notwendig.
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Allgemein ist die Notwendigkeit ausreichend zu Trinken bekannt. Dies betrifft nicht nur zu pflegende Personen, sondern Menschen aller Altersgruppen.
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Aus dem Stand der Technik sind sogenannte smarte Trinkflaschen bekannt.
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Die Druckschrift
US 2021 / 0 289 964 A1 offenbart einen drahtlosen Getränkebehälter, der den Flüssigkeitshaushalt einer Person überwachen und sie gegebenenfalls auffordern kann, mehr zu trinken. Die in der Druckschrift beschriebenen Getränkebehälter können den Flüssigkeitsstand überwachen und mit externen Geräten über den Flüssigkeitsstand und die Trinkmenge kommunizieren. Ein oder mehrere Sensoren im Getränkebehälter überwachen den Flüssigkeitsstand im Behälter. Ein mit dem/den Sensor(en) gekoppelter Prozessor schätzt anhand von Änderungen des Flüssigkeitsstands, wie viel Flüssigkeit aus dem Behälter entnommen wurde, und sendet ein Signal, das die Änderung des Flüssigkeitsstands darstellt, an ein Smartphone oder ein anderes externes Gerät. Außerdem wird ein akustisches oder visuelles Signal, wie z. B. eine LED, das den Benutzer auffordert mehr zu trinken, ausgelöst, und zwar auf der Grundlage des geschätzten Flüssigkeitsverbrauchs des Benutzers und seiner Ziele für den Flüssigkeitsverbrauch, die auf der Physiologie, dem Aktivitätsniveau und dem Standort des Benutzers basieren können.
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In dem BMBF-Verbundprojekt „TrinkTracker“ mit einer Laufzeit von 7/2013 bis 12/2015 wurde ein Assistenzsystem zur Unterstützung adäquter Flüssigkeitsaufnahme in der Pflege entwickelt. Die Internetpräsenz des Projekts offenbart einen Protoypen des „TrinkTrackers“ bestehend aus einer intelligenten, mit Sensorik ausgestatteten, Trinkhalterung zur Aufnahme eines Trinkgefäßes. Die Trinkhalterung weist einen ergonomisch geformten Henkel auf. Über die Sensoren wird erfasst wieviel ein Mensch getrunken hat und die Information wird in eine Pfelgedokumentationssoftware und in eine hierfür entwickelte App übertragen. Über die App stehen die Informationen somit auch mobil zur Verfügung. Die Überprüfung der Trinkmenge geschieht individuell unter Einbeziehung zuvor hinterlegter Eingaben. Bei Über- oder Unterschreitung zuvor festgelegter Warnwerte wird über die App eine Warnmeldung ausgegeben. (FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie (2015, 14. September): Intelligenter Becher soll Trinkmenge kontrollieren helfen. URL: https://trinktracker.de/aktuell.html [04.04.2022])
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Die Druckschrift
DE 10 2016 215 615 A1 offenbart ein System zum Überwachen einer Flüssigkeitsaufnahme eines Benutzers. Das System umfasst eine Überwachungseinrichtung, die ausgebildet ist, eine aus einem Behälter entnommene Flüssigkeitsmenge zu bestimmen, eine Schnittstelle, die ausgebildet ist, um von einem Vitalparametersensor einen Vitalparameter des Benutzers des Systems zu empfangen und eine Animationseinrichtung, die ausgebildet ist, abhängig von der entnommenen Flüssigkeitsmenge und dem Vitalparameter, den Benutzer zum Trinken zu animieren.
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Aus der Druckschrift
DE 20 2006 012 755 U1 ist ein Trinkmengen-Überwachungs-Gerät bekannt. Das Gerät hat einen Flaschenhalter mit einem Drucksensor als Basis. Der Flaschenhalter ist so konstruiert, dass der Halter ein Gleichgewicht zwischen Flaschenmenge und Inhaltsmenge herstellt. Es ist ein Display zur Anzeige von Werten vorgesehen, die sich auf Soll-Füllstand, Ist-Füllstand, Trinkhäufigkeit und Trinkmangel beziehen. Das Gerät wird über einen integrierten Alarm und elektronischen Kalender sowie einen Lautsprecher gesteuert. Das Gerät enthält eine Kühl- und Heizplatte, die von einer Peltier-Einheit betrieben wird, und ein Thermometer zur Erfassung der Umgebungstemperatur.
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Zudem offenbart die Druckschrift
EP 3 922 143 A1 einen tragbaren Getränkebehälter, umfassend ein erstes Behälterelement, ein zweites Behälterelement, wobei zwischen dem ersten und dem zweiten Behälterelement ein Hohlraum ausgebildet ist, ein Wandelement, das sich von dem ersten Behälterelement aus erstreckt, wobei der untere Abschnitt des Wandelements mit dem ersten Behälterelement verbunden ist und ein oberer Abschnitt des Wandelements eine Öffnung bildet, durch die ein Getränk eingefüllt werden kann; und eine Anzeigevorrichtung, die in dem Hohlraum positioniert ist und ein Anzeigeelement zum Anzeigen von Informationen aufweist, wobei die Anzeigevorrichtung ein Empfangselement für das Anzeigeelement umfasst, wobei das Empfangselement angepasst ist, um Funkkommunikation zu empfangen oder ein LF-Magnetfeld zu empfangen, und wobei die Informationen durch einen Getränkespender übertragen werden und wobei die Informationen ein Getränk, einen Parameter des Getränks oder einen Benutzer, für den das Getränk bestimmt ist, anzeigen.
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Nachteilig im Stand der Technik ist hierbei, dass bisher kommerziell erhältliche Systeme überwiegend als smarte/intelligente Trinkgefäße ausgebildet sind, in denen die Technik im Becher selbst verbaut ist. Die Anschaffung solcher Trinkgefäße ist sehr teuer und man ist beschränkt auf ein vorgegebenes Format. Praktische und sichere Befestigungsmöglichkeiten existieren dafür derzeit nicht.
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Smarte Trinkflaschen sind geeignet, um das Trinkvolumen bei vitaleren Menschen zu messen und zu verbessern. Diese smarten Trinkflaschen müssen jedoch selbstständig aufgefüllt werden, was eine erste große Hürde für beispielsweise bettlägerige Patienten darstellt. Darüber hinaus sind die Trinkflaschen-Systeme oftmals nicht kompatibel mit bekannten Pflegesoftwares und zudem in der Anschaffung sehr teuer. Es ist davon auszugehen, dass das System „smarte Trinkflasche“ eine aktivere, deutlich jüngere Zielgruppe anspricht.
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Auch smarte Trinkhalterungen wie der „TrinkTracker“ haben den Nachteil, dass die in ihnen befindlichen Trinkgefäße selbstständig aufgefüllt werden müssen. Zwar wird sowohl den Pflegenden als auch den zu Pflegenden durch das smarte System Sicherheit durch die Verbrauchsanalyse gegeben, aber dennoch findet eine Entlastung des Pflegepersonals nur dann statt, wenn die zu Pflegenden eigenständig in der Lage sind ihr Trinkgefäß wieder aufzufüllen. Bisherige Systeme sind für mobile und nicht bettlägerige zu Pflegende ausgebildet, die in der Lage sind ihr Trinkgefäß selbstständig wieder aufzufüllen. Dies ist sowohl in der ambulanten als auch in der stationären Pflege jedoch gerade häufig nicht der Fall.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannten Mängel des Standes der Technik zu beseitigen und ein System bereitzustellen, dass auch für nicht mobile zu Pflegende ohne Einschränkungen geeignet ist und durch welches eine durchgehende, andauernde Flüssigkeitsaufnahme ohne Einsatz von menschlichem Personal ermöglicht wird und den Pflegenden so eine spürbare Zeitersparnis und Arbeitsentlastung bringt.
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Gelöst wird diese Aufgabe mit einer Smarte-Sensor-Auffüll-Getränkehalter-Anordnung gemäß Hauptanspruch.
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Die Smarte-Sensor-Auffüll-Getränkehalter-Anordnung weist einen Getränkehalter, mindestens einen Sensor und ein System auf, wobei der Getränkehalter zur Aufnahme eines Trinkgefäßes ausgebildet ist und das System eine Steuerungssoftware aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Auffüllvorrichtung Bestandteil der Smarte-Sensor-Auffüll-Getränkehalter-Anordnung ist, der mindestens eine Sensor als Kraftsensor oder als Wägezelle ausgebildet ist, der Getränkehalter eine untere Messplatte und eine obere Messplatte mit dem mindestens einen Sensor dazwischen positioniert aufweist, auf der oberen Messplatte ein Seitenteil angeordnet ist, wobei das Seitenteil passend zu einem Trinkgefäß ausgebildet ist und an der oberen Messplatte fixierbar ist und das Seitenteil das Trinkgefäß auf der oberen Messplatte positioniert, das Trinkgefäß in den Getränkehalter montierbar und wieder entnehmbar ist, der mindestens eine Sensor zur Aufnahme des Gewichts des Trinkgefäßes ausgebildet ist, die Auffüllvorrichtung zur Befüllung des Trinkgefäßes mit einer Flüssigkeit ausgebildet ist und der Sensor und die Auffüllvorrichtung Teile des Systems bilden, wobei durch das System aus der von dem mindestens einen Sensor aufgenommenen Gewicht der Flüssigkeitsfüllstand im Trinkgefäß ermittelt wird und, wenn im smarten System vom Anwender so hinterlegt, bei Unterschreiten eines festgelegten Grenzwertes das Trinkgefäß in dem Getränkehalter über die Auffüllvorrichtung automatisch wieder befüllt wird.
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Getränkehalter und Auffüllvorrichtung können über eine Halteplatte miteinander verbunden sein.
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Insbesondere kann die Halteplatte in der Höhe variabel an der Auffüllvorrichtung fixierbar sein.
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Auch kann das System eine Trink-Erinnerungsfunktion aufweisen, wobei ein akustisches und/oder optisches Signal ausgegeben wird, sobald die aus dem Trinkgefäß entnommene Flüssigkeitsmenge unterhalb der im smarten System hinterlegten Flüssigkeitsmenge liegt.
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Vorzugsweise kann das System eine Alarmierungsfunktion aufweisen, wobei ein Signal über die Steuerungssoftware des Systems ausgegeben wird, sobald die Trink-Erinnerungsfunktion in einem im System definierten Zeitintervall zu keiner oder keiner ausreichenden Flüssigkeitsentnahme aus dem Trinkgefäß führt.
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Über das System kann eine Aufzeichnung der Flüssigkeitsaufnahme über die Zeit (Mengenanalyse) vorgenommen werden.
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Vorzugsweise kann über das System hierbei eine Kombination und Analyse von Flüssigkeitsaufnahme über die Zeit und weiterer den Gesundheitszustand betreffender Daten vorgenommen werden.
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Die Smarte-Sensor-Auffüll-Getränkehalter-Anordnung basiert nicht auf einer smarten Trinkflasche, Becher oder einem Glas, sondern auf einer smarten Getränkehalterung, welche in der Lage ist, jedes oder zumindest die meisten Trinkgefäße aufzunehmen, die Trinkmenge zu ermitteln und bei Bedarf selbstständig aufzufüllen.
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Hierbei macht man sich das Prinzip einer Waage zu nutze. Die Waage besteht aus einer oder mehreren Wägezellen oder Kraftsensoren. Die Waage misst fortlaufend über das Gewicht und die somit nach unten wirkende Kraft/Gewichtskraft den Füllstand des Trinkgefäßes und füllt das Gefäß gegebenenfalls wieder auf. Mittels Schnittstelle werden die Daten vom Sensor fortlaufend übermittelt, was sowohl kabelgebunden als auch per Funk geschehen kann. Der Getränkehalter ist für alle gängigen Formate an Trinkgefäßen nutzbar.
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Das System mit der dazugehörigen Software ist in der Lage die folgenden Parameter zu ermitteln und bereitzustellen:
- - Erinnerungsfunktion
- - Mengenanalyse
- - Automatische Befüllung
- - Alarmierungsfunktion
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Aus der Erfindung ergeben sich verschiedene Vorteile:
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So stellt der intelligente Getränkehalter mit Wasserspender-Funktion eine bis dato einzigartige Kombination smarter Pflegetechnologie dar. Die Tatsache, dass das System nicht nur Daten erfasst, motiviert und alarmiert, sondern auch bei Bedarf das Trinkgefäß wieder auffüllt, macht die Smarte-Sensor-Auffüll-Getränkehalter-Anordnung einzigartig gegenüber den bisherigen Lösungsansätzen auf dem Markt.
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Die tatsächliche Verwendung in Pflegeheimen oder im Rahmen der ambulanten Pflege könnte für Patienten wie für Pflegepersonal künftig eine signifikante Verbesserung erzielen. Das durchgehende Tracking ermöglicht eine 24-Stunden-Überwachung des Trinkverhaltens an sieben Tagen in der Woche. Die Motivations- und Alarmfunktion animiert und erinnert den zu Pflegenden an seinen Flüssigkeitsverbrauch und führt in Kombination mit der Wasserspender-Funktion zwangsläufig zu einer vermehrten Aufnahme von Flüssigkeiten und somit einer Verbesserung des gesundheitlichen Zustands. Somit wird die Gefahr von Folgeerscheinungen einer Dehydrierung drastisch verringert im Gegensatz zu reinen Monitoring-Geräten wie beispielsweise dem „TrinkTracker“.
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Die Zeitersparnis für das Pflegepersonal (unabhängig von stationärer oder ambulanter Pflege) ist offensichtlich. Es bedarf keines persönlichen Kontakts (Fahrten, Anrufe, persönliche Aufforderung) um den Flüssigkeitshaushalt des Patienten aufrecht zu halten bei andauernder Dokumentation aller wichtigen Pflegeinformationen in Zusammenhang mit der Aufnahme von Flüssigkeit.
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Der smarte/intelligente Getränkehalter ist neben der Pflege auch in anderen Bereichen wie beispielsweise in der Gesundheits- und Fitnessbranche einsetzbar. Die regelmäßige und ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit ist für jeden Menschen wichtig und gesundheitlich ratsam, wenn nicht unabdingbar. Jedoch stellt die konsequente Aufnahme von Flüssigkeit für viele Menschen ein Problem dar. Häufig wird eine nicht ausreichende Wasserzufuhr mit Stress, zu viel Arbeit oder anderen Alltagsproblemen begründet. Die geistige Leistungsfähigkeit lässt bei mangelnder Flüssigkeitszufuhr bei jedem Menschen nach.
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Eine erfindungsgemäße Smarte-Sensor-Auffüll-Getränkehalter-Anordnung am Arbeitsplatz beispielsweise, zu Hause oder auch zum einwählen/dazu buchen in Hotels stellt eine mittels entsprechender App einfach umsetzbare Möglichkeit zur Sicherung eines geregelten Flüssigkeitshaushalts, also der Aufnahme von Flüssigkeit in ausreichender Menge, dar.
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Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Abbildungen in der Abbildungsbeschreibung beschrieben, wobei diese die Erfindung erläutern sollen und nicht zwingend beschränkend zu werten sind.
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Es zeigen:
- eine beispielhafte Darstellung einer Ausführungsvariante des Aufbaus eines Getränkehalters einer erfindungsgemäßen Smarte-Sensor-Auffüll-Getränkehalter-Anordnung,
- eine beispielhafte Darstellung einer Ausführungsvariante eines Getränkehalters befüllt mit einem Trinkgefäß einer erfindungsgemäßen Smarte-Sensor-Auffüll-Getränkehalter-Anordnung und
- eine beispielhafte Darstellung einer Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Smarte-Sensor-Auffüll-Getränkehalter-Anordnung.
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zeigt eine beispielhafte Darstellung einer Ausführungsvariante des Aufbaus eines Getränkehalters 2 einer erfindungsgemäßen Smarte-Sensor-Auffüll-Getränkehalter-Anordnung 1. In ist eine untere Messplatte 21 dargestellt. zeigt die untere Messplatte aus in welcher ein Sensor 24 angeordnet ist. In ) ist oberhalb des Sensors 24 eine obere Messplatte 22 angeordnet. Der Sensor 24 ist zwischen der unteren Messplatte 21 und der oberen Messplatte 22 fixiert. In ) ist auf die obere Messplatte 22 zusätzlich ein Seitenteil 23 montiert. Die Abbildungen sind zur besseren Veranschaulichung jeweils einmal im Schnitt und als 3D-Zeichnung dargestellt. In diesem Beispiel weist der Getränkehalter 2 eine zylindrische Form auf, wie sie überwiegend bei Trinkgefäßen 5 auftritt.
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In der ist der Getränkehalter 2 aus ) befüllt mit einem Trinkgefäß 5 im Schnitt und als 3D-Zeichnung dargestellt. Das Seitenteil 23 hat eine Höhe von weniger als der Hälfte der Höhe des Trinkgefäßes 5, so dass ein einfaches Positionieren des Trinkgefäßes 5 in dem Trinkhalter 2 möglich ist. Dasselbe gilt natürlich auch für die Wiederentnahme des Trinkgefäßes 5 aus dem Trinkhalter 2.
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zeigt eine beispielhafte Darstellung einer Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Smarte-Sensor-Auffüll-Getränkehalter-Anordnung 1 in Seitenansicht und als 3D-Zeichnung. Ein Getränkehalter 2 ist auf einer Halteplatte 4 fixiert. Die Halteplatte 4 ist an einer Auffüllvorrichtung 3 montiert. In dem Getränkehalter 2 ist ein Trinkgefäß 5 montiert. Der Getränkehalter 2 und die Auffüllvorrichtung 3 bilden Komponenten des Systems. Über den mindestens einen Sensor 24 in Getränkehalter 2 wird der Füllstand in dem Trinkgefäß ermittelt. Bei Bedarf wird über das System die Auffüllvorrichtung 3 angesteuert, so dass ein Befüllen des Trinkgefäßes 5 erfolgt. Weitere Komponenten des Systems zur Signalverarbeitung, Speicherung und Kommunikation mit Software und notwendiger Hardware genauso wie der untere Teil der Auffüllvorrichtung 3 werden in dieser Abbildung aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht mit dargestellt. Es wird die erfindungsgemäße Kombination von Getränkehalter 2 und Auffüllvorrichtung 3 mit einem System aufgezeigt, wobei der Getränkehalter 2 durch den mindestens einen Sensor 24, wobei dieser als Kraftsensor oder Wägezelle ausgebildet sein kann, einen Teil des smarten Systems darstellt. Die Auffüllvorrichtung 3 wird von dem System angesteuert und stellt somit ebenfalls einen Teil des Systems dar. Das Trinkgefäß 5 kann variabel ausgestaltet sein.
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Grundlegend wird über den mindestens einen Sensor 24 im Getränkehalter 2 vom System das Gewicht eines Trinkgefäßes 5 erfasst. Der jeweilige Zustand (maximal befüllt bis leer) des Trinkgefäßes 5 wird an die Steuerungssoftware des Systems übermittelt. Die Steuerungssoftware entscheidet anhand des Zustandes, welche nächste Aktion auszuführen ist (Alarm, Erinnerung, Befüllung). Jede Art von Trinkgefäß 5 ist nutzbar, egal ob Flasche, Tasse oder Becher. Die Überprüfung der Trinkmenge geschieht individuell unter Einbeziehung zuvor hinterlegter Eingaben für das jeweilige Gefäß und die jeweilige die Anordnung nutzende Person. Gegebenenfalls muss es angepasste Halterungen/Seitenteile 23 für das gewünschte Trinkgefäß 5 geben. Das Trinkgefäß 5 ist einfach auf den Boden des Getränkehalters 2/die obere Messplatte 22 zu fixieren. Die Ermittlung das Getränkefüllstandes erfolgt beispielsweise über einen Kraftsensor zwischen der Unterseite der Messplatte 21 und der Oberseite der Messplatte 22. Es funktioniert identisch einer Waage, welche über einen Kraftsensor die Kraft in Newton misst und die Masse in Gramm oder Kilogramm anzeigt. (1 Kg entspricht 9,81 N).
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Physikalisch bedingt entspricht 1 I Wasser = 1 kg. Somit ergeben sich beispielsweise bei einer Gewichtmessung von 200 g eine Trinkmenge von 200 ml. Es kann dadurch fortlaufend die Flüssigkeitsaufnahme aufgezeichnet werden und gegebenenfalls auf Veränderungen im Vergleich zu vorherigen Zeiträumen reagiert werden. Rückschlüsse auf körperliche und geistige Verfassung in Zusammenhang mit dem Trinkvolumen können so gegebenenfalls durch ein Monitoringprogramm (Mengenanalyse) geschlossen werden.
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Nachdem das entsprechende Trinkgefäß 5 in der Steuerungssoftware erfasst wurde, kann die Smarte-Sensor-Auffüll-Getränkehalter-Anordnung 1 automatisch folgende Funktionen ausführen:
- 1. Erinnerung/Animierung
Bei der Erinnerung/Animierung kann durch optische und/oder akustische Signale bei Unterschreitung zuvor festgelegter Werte zum Trinken aufgefordert werden.
- 2. Mengenanalyse
Aufzeichnung der Flüssigkeitsaufnahme über die Zeit. Mögliche Analyse im Zusammenhang des allgemeinen Gesundheitszustands möglich.
- 3. Automatische Befüllung
Über einen zusätzlichen Wasserhahn kann eine automatische Befüllung erfolgen. Ist ein Minimum erreicht, befüllt sich das Trinkgefäß automatisch mit der erforderlichen oder programmtechnisch gewünschten Menge. Dadurch ist jederzeit die Möglichkeit der Flüssigkeitsaufnahme gegeben. Im Zweifelsfall muss nicht durstig auf Pflegepersonal gewartet werden.
- 4. Alarmierung
Durch die fortlaufende Aufzeichnung der Trinkmenge, können kurzfristig bei Ausbleiben erforderlicher Trinkmengen Pflegepersonal und Angehörige informiert werden. Es wird ein Signal über die Steuerungssoftware des smarten Systems ausgegeben, sobald die Trink-Erinnerungsfunktion in einem definierten Zeitintervall zu keiner oder keiner ausreichenden Flüssigkeitsentnahme aus dem Trinkgefäß (5) führt
Die Alarmierungsfunktion kann auch genutzt werden, um automatisch ein Hinweis zum Befüllen des Trinkgefäßes zu senden, sollte im Einzelfall eine automatische Füllfunktion nicht sinnvoll sein.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Smarter-Sensor-Auffüll-Getränkebehälter-Anordnung
- 2
- Getränkehalter
- 21
- Untere Messplatte
- 22
- Obere Messplatte
- 23
- Seitenteil
- 24
- Kraftsensor/Wägezelle
- 3
- Auffüllvorrichtung
- 4
- Halteplatte
- 5
- Trinkgefäß