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Die Erfindung betrifft eine Prüfvorrichtung zum Prüfen und/oder Einstellen einer bestimmungsgemäßen Einbaulage eines Querlenkers in einem Kraftfahrzeug und Verfahren zum Prüfen und/oder Einstellen einer bestimmungsgemäßen Einbaulage eines Querlenkers in einem Kraftfahrzeug mit einer solchen Prüfvorrichtung.
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Aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 10 2009 048 186 A1 ist eine Vorrichtung zur Montage eines Lenkerelements, insbesondere eines Querlenkers eines Fahrzeugs bekannt. Insbesondere obere Querlenker werden mittels einer solchen speziellen Montagezange in einer gewünschten, optimalen Einbaulage, die insbesondere einer eingefederten Stellung des Querlenkers entsprechen kann und typischerweise als K0-Lage bezeichnet wird, gehalten, wobei sich die Montagezange an Lagerböcken für den Querlenker jeweils seitlich vorgespannt abstützt und gleichzeitig jeweils eine Schraube hält, mittels derer der Querlenker am Lagerbock mithilfe eines Schraubmittels, vorzugsweise eines sogenannten Hold and Drive-Schraubers, festgeschraubt wird. Die Montagezange wird zur Einnahme ihrer Gebrauchslage entlang eines Federbeindomes geschoben und stützt sich flächig an einer Anlagestelle des Federbeindomes ab. Dabei unterliegt sie durch die mit dem Entlangschieben einhergehende Reibung an der Domwand einem Verschleiß, der ihre Maßhaltigkeit verschlechtert und mit fortschreitendem Verschleiß dazu führt, dass der Querlenker nicht mehr in der richtigen, vorbestimmten Lage gehalten wird. Es ist daher nötig, die Relativlage des Querlenkers relativ zu dem Federbeindom zu überprüfen. Hierzu werden bekannterweise geeichte Messstäbe verwendet, die an dem Querlenker per Hand aufgesetzt werden, und mit denen ein Abstand zu einem definierten Messpunkt am Federbeindom in der Nähe einer Durchtrittsöffnung eines Federbeins durch den Federbeindom überprüft wird. Diese Prüfmethode ist allerdings ungenau, insbesondere da aufgrund der manuellen Handhabung dieser Messstäbe ein Toleranzfaktor berücksichtigt werden muss. Erschwerend kommt hinzu, dass ein den Querlenker überprüfender Werker zugleich einen solchen Messstab und den Querlenker halten muss, was weitere Ungenauigkeiten zur Folge hat.
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Weiterhin ist aus der deutschen Offenlegungsschrift
DE 10 2017 007 008 A1 eine Prüfvorrichtung zum Prüfen und/oder Einstellen einer bestimmungsgemäßen Einbaulage eines Querlenkers in einem Kraftfahrzeug bekannt. Die Prüfvorrichtung weist einen Grundkörper und ein mit dem Grundkörper entlang einer Prüfrichtung relativ zu dem Grundkörper verlagerbar verbundenes Prüfelement auf. Das Prüfelement ist in eine Prüfstellung vorgespannt. An dem Grundkörper ist ein erstes Anlageelement zur Anlage des Grundkörpers an einem ersten Prüfobjekt angeordnet und an dem Prüfelement ist ein zweites Anlageelement zur Anlage des Prüfelements an einem zweiten, von dem ersten Prüfobjekt verschiedenen Prüfobjekt angeordnet. Nachteilig ist, dass diese Prüfvorrichtung zusätzlich zu dem Grundkörper und dem Prüfelement mindestens ein Distanzstück aufweist, wobei das mindestens eine Distanzstück auf das zu prüfende Kraftfahrzeugmodell eingestellt werden muss, insbesondere mittels eines manuellen Wechsels des Distanzstücks. Darüber hinaus ist es nachteilig, dass die Prüfvorrichtung bei einer Mehrzahl an Kraftfahrzeugmodellen mit dem Federbeindom kollidiert und somit in diesen Fällen das Prüfen und/oder Einstellen der bestimmungsgemäßen Einbaulage des Querlenkers nicht möglich ist.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Prüfvorrichtung zum Prüfen und/oder Einstellen einer bestimmungsgemäßen Einbaulage eines Querlenkers in einem Kraftfahrzeug und ein Verfahren zum Prüfen und/oder Einstellen einer bestimmungsgemäßen Einbaulage eines Querlenkers in einem Kraftfahrzeug mit einer solchen Prüfvorrichtung zu schaffen, wobei die genannten Nachteile zumindest teilweise behoben, vorzugsweise vermieden sind.
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Die Aufgabe wird gelöst, indem die vorliegende technische Lehre bereitgestellt wird, insbesondere die Lehre der unabhängigen Ansprüche sowie der in den abhängigen Ansprüchen und der Beschreibung offenbarten Ausführungsformen.
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Die Aufgabe wird insbesondere gelöst, indem eine Prüfvorrichtung zum Prüfen und/oder Einstellen einer bestimmungsgemäßen Einbaulage eines Querlenkers in einem Kraftfahrzeug geschaffen wird. Die Prüfvorrichtung weist einen Grundkörper und ein mit dem Grundkörper verbundenes Prüfelement auf. Weiterhin sind das Prüfelement und der Grundkörper drehbar um einen Drehpunkt gelagert. Der Grundkörper weist ein erstes Anlageelement zur Anlage des Grundkörpers an einem ersten Prüfobjekt auf, und das Prüfelement weist ein zweites Anlageelement zur Anlage des Prüfelements an einem zweiten, von dem ersten Prüfobjekt verschiedenen Prüfobjekt auf. Darüber hinaus sind das erste Anlageelement, das zweite Anlageelement und der Drehpunkt komplanar.
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Vorteilhafterweise ist es durch die komplanare Anordnung des ersten Anlageelements, des zweiten Anlageelements und des Drehpunktes möglich, die Prüfvorrichtung einfacher an dem Querlenker zu positionieren und weiterhin eine Kollision mit dem Federbeindom zu vermeiden.
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Im Kontext der vorliegenden technischen Lehre bedeutet komplanar, dass das erste Anlageelement, das zweite Anlageelement und der Drehpunkt gemeinsam in einer eindeutig definierten Ebene liegen.
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Die Prüfvorrichtung ist insbesondere eingerichtet zum Prüfen und/oder Einstellen der bestimmungsgemäßen Einbaulage eines oberen Kraftfahrzeugquerlenkers.
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Insbesondere weist der Grundkörper ein erstes Basiselement und einen ersten Schenkel auf, wobei der erste Schenkel mit einem ersten Ende mit dem ersten Basiselement verbunden ist. Weiterhin weist der erste Schenkel an einem zweiten, dem ersten Ende gegenüberliegenden Ende das erste Anlageelement auf. Alternativ oder zusätzlich weist das Prüfelement insbesondere ein zweites Basiselement und einen zweiten Schenkel auf, wobei der zweite Schenkel mit einem ersten Ende mit dem zweiten Basiselement verbunden ist. Weiterhin weist der zweite Schenkel an einem zweiten, dem ersten Ende gegenüberliegenden Ende das zweite Anlageelement auf. Insbesondere ist der Drehpunkt an dem ersten Basiselement und/oder an dem zweiten Basiselement ausgebildet. Insbesondere ist der Drehpunkt derart angeordnet, dass der Drehpunkt auf einer gedachten Verlängerung des ersten Schenkels und/oder einer gedachten Verlängerung des zweiten Schenkels liegt.
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Das erste Prüfobjekt ist vorzugsweise ausgewählt aus einer Gruppe bestehend aus dem Querlenker und einem von dem Querlenker verschiedenen Kraftfahrzeugteil, insbesondere einem Federbeindom. Das zweite Prüfobjekt ist vorzugsweise ebenfalls ausgewählt aus dieser selben Gruppe, wobei es das andere Prüfobjekt aus dieser Gruppe ist, welches nicht das erste Prüfobjekt ist. Ist also das erste Prüfobjekt der Querlenker, ist das zweite Prüfobjekt das von dem Querlenker verschiedene Kraftfahrzeugteil - und umgekehrt.
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In einer Ausgestaltung weist zumindest ein Anlageelement, ausgewählt aus dem ersten Anlageelement und dem zweiten Anlageelement, eine ebene Anlagefläche auf, die ausgebildet ist um an dem jeweiligen Prüfobjekt anzuliegen. Hierdurch kann die Anlagefläche sehr genau auf einer insbesondere ebenen Fläche oder einem hierzu vorgesehenen Messbereich eines Prüfobjekts angeordnet werden, insbesondere wenn das Prüfobjekt keine Vorsprünge, Vertiefungen oder dergleichen aufweist, welche zu einer definierten Positionierung des Anlageelements beitragen könnten.
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In einer weiteren Ausgestaltung ist zumindest ein Anlageelement, ausgewählt aus dem ersten Anlageelement und dem zweiten Anlageelement, als Halteelement, als Formschlusselement und/oder als magnetisches Halteelement ausgebildet. Mit einem Formschlusselement kann das Anlageelement sicher und positionsgenau an einem Prüfobjekt angeordnet werden, insbesondere wenn das Formschlusselement abgestimmt ist auf ein entsprechend eingerichtetes Gegenformschlusselement an dem Prüfobjekt. Ein magnetisches Halteelement kann insbesondere dann zum Einsatz kommen, wenn das entsprechende Prüfobjekt magnetische Eigenschaften aufweist, insbesondere magnetisierbar ist. Dies ist insbesondere der Fall bei einem Verschlussdeckel eines am oberen Querlenker angeordneten Kugelgelenks, der insbesondere aus Stahl besteht. Mithilfe des Halteelements kann das Anlageelement positionssicher mit dem entsprechenden Prüfobjekt zusammenwirken.
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In einer weiteren Ausgestaltung weist zumindest ein Anlageelement, ausgewählt aus dem ersten Anlageelement und dem zweiten Anlageelement, einen Kugelkopf auf. Ein solcher Kugelkopf ist ein besonders günstiges Ausführungsbeispiel eines Formschlusselements, wobei der Kugelkopf in eine geeignete Aussparung an einem Prüfobjekt eingreifen kann, wobei auf diese Weise das Anlageelement positionssicher an dem Prüfobjekt angeordnet werden kann. Besonders bevorzugt weist das zweite Anlageelement, das an dem Prüfelement angeordnet ist, einen solchen Kugelkopf auf. Dieser kann vorzugsweise in ein Sackloch eines Federbeindoms eintauchen, das eine Aufnahme für den Kugelkopf bildet. Hierdurch zentriert sich die Prüfvorrichtung und kann verhakungsfrei auch wieder gelöst werden. Insbesondere weist der Kugelkopf einen Durchmesser von mindestens 5 mm bis höchstens 14 mm auf.
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In einer weiteren Ausgestaltung weist zumindest ein Anlageelement, ausgewählt aus dem ersten Anlageelement und dem zweiten Anlageelement, eine Dreipunktauflage auf. Auch eine solche Dreipunktauflage kann in besonderer Weise zur positionssicheren Anordnung des Anlageelements an einem Prüfobjekt dienen.
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Insbesondere ist zumindest ein Anlageelement, ausgewählt aus dem ersten Anlageelement und dem zweiten Anlageelement, lösbar ausgebildet. Damit ist es vorteilhaft möglich, das jeweilige Anlageelement auszutauschen. Auf diese Weise kann ein Baukastensystem bereitgestellt werden, wobei verschiedene Anlageelemente, insbesondere verschieden ausgestaltete Anlageelemente, wahlweise an dem Grundkörper oder an dem Prüfelement befestigt werden können.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Prüfelement in eine Prüfstellung in einer Drehrichtung um den Drehpunkt vorgespannt ist.
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Dadurch, dass das Prüfelement in die Prüfstellung vorgespannt ist, wobei zugleich das erste Anlageelement an dem ersten Prüfobjekt und das zweite Element an dem zweiten Prüfobjekt angelegt werden kann, ist es möglich, die Prüfvorrichtung zwischen den Prüfobjekten einzuspannen, sodass diese sich selbsttätig zwischen den Prüfobjekten verspannen und dort positioniert werden kann, ohne dass es eines manuellen Haltens der Prüfvorrichtung durch den Werker bedarf. Die Prüfvorrichtung muss also während des Prüfens und/oder Einstellens der bestimmungsgemäßen Einbaulage des Querlenkers nicht mehr von dem Werker von Hand gehalten werden. Dies vereinfacht die Prüfung und insbesondere auch die Einstellung des Querlenkers, wobei zusätzliche manuelle Ungenauigkeiten vermieden werden. Darüber hinaus kann die Prüfung und/oder Einstellung, die vorher mit drei verschieden langen Grenzmessstäben und zusätzlich einer Justierhilfe durchgeführt werden musste, nunmehr einzig unter Verwendung der einen Prüfvorrichtung durchgeführt werden.
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Im Kontext der vorliegenden technischen Lehre ist die Prüfstellung des Prüfelements eine Stellung, in welcher ein von dem ersten Anlageelement, dem zweiten Anlageelement und dem Drehpunkt aufgespannter Winkel maximal ist. Das Prüfelement und der Grundkörper sind somit mit einem maximalen Winkel zueinander vorgespannt. Insbesondere ist der von dem ersten Anlageelement, dem zweiten Anlageelement und dem Drehpunkt aufgespannte Winkel kleiner als 180°. Damit ist es vorteilhaft möglich, die Prüfvorrichtung zwischen dem ersten Prüfobjekt und dem zweiten Prüfobjekt einzuspannen. Darüber hinaus ist es möglich, das Prüfelement und den Grundkörper entgegen der Vorspannung zueinander zu drehen, sodass der von dem ersten Anlageelement, dem zweiten Anlageelement und dem Drehpunkt aufgespannte Winkel kleiner wird.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Grundkörper eine Messeinrichtung aufweist. Alternativ oder zusätzlich weist das Prüfelement die Messeinrichtung auf. Die Messeinrichtung ist so angeordnet und eingerichtet, dass der von dem ersten Anlageelement, dem zweiten Anlageelement und dem Drehpunkt aufgespannte Winkel ab- oder auslesbar ist. Alternativ oder zusätzlich ist die Messeinrichtung so angeordnet und eingerichtet, dass eine Bewertung der Einbaulage ab- oder auslesbar ist.
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Vorteilhafterweise korreliert der von dem ersten Anlageelement, dem zweiten Anlageelement und dem Drehpunkt aufgespannte Winkel mit einer Einbaulage des Querlenkers. Liegt das erste Anlageelement an dem ersten Prüfobjekt und das zweite Anlageelement an dem zweiten Prüfobjekt an, ist es daher möglich, eine Relativlage zwischen dem ersten Prüfobjekt und dem zweiten Prüfobjekt zu ermitteln.
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Die Messeinrichtung ermöglicht ein exaktes Ermitteln der gewünschten, vorbestimmten Lage des Querlenkers relativ zu dem Federbeindom und kann daher insbesondere zum Einstellen der bestimmungsgemäßen Einbaulage bei der Montage des Querlenkers eingesetzt werden. Dies schließt nicht aus, dass die Messeinrichtung auch zum schnellen Überprüfen der bestimmungsgemäßen Einbaulage verwendet werden kann.
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In einer Ausgestaltung ist die Messeinrichtung als elektronische Einrichtung ausgebildet. Es ist damit möglich, dass der von dem ersten Anlageelement, dem zweiten Anlageelement und dem Drehpunkt aufgespannte Winkel und/oder die Bewertung der Einbaulage von einer geeigneten Anzeige ablesbar ist. Alternativ oder zusätzlich kann der von dem ersten Anlageelement, dem zweiten Anlageelement und dem Drehpunkt aufgespannte Winkel und/oder die Bewertung der Einbaulage auch elektronisch aus der Messeinrichtung ausgelesen werden, insbesondere über eine kabelgebundene Verbindung oder eine kabellose Verbindung, insbesondere über eine USB-Verbindung, eine optische Verbindung, insbesondere eine Infrarot-Schnittstelle, eine Funkverbindung, insbesondere eine Bluetooth-Verbindung, eine WLAN-Verbindung oder dergleichen.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Messeinrichtung als Messskala ausgebildet ist oder eine Messskala aufweist.
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In einer Ausgestaltung ist die Messeinrichtung insbesondere analog ausgebildet. Insbesondere weist die Messeinrichtung eine Messuhr und/oder eine Skala auf. Alternativ ist die Messeinrichtung als Messuhr oder als Skala ausgebildet. Insbesondere ist die Messuhr und/oder die Skala an dem Grundkörper oder dem Prüfelement befestigt oder auf den Grundkörper oder das Prüfelement aufgedruckt, in den Grundkörper oder das Prüfelement eingeprägt, oder in anderer Weise an dem Grundkörper oder dem Prüfelement vorgesehen. Dasjenige Element, ausgewählt aus dem Grundkörper und dem Prüfelement, welches die Messskala nicht aufweist, weist insbesondere eine Positionsmarke auf, sodass die Relativlage des Prüfelements relativ zu dem Grundkörper ablesbar ist, indem die Lage der Positionsmarke relativ zu der Messskala abgelesen wird. Die Positionsmarke ist insbesondere als ein Strich, ein Punkt, eine Kante des Prüfelements, oder ein anderes geeignetes Element ausgebildet. Mit einer solchen Messskala ist leicht ablesbar, ob und wie präzise die Prüfobjekte relativ zueinander ausgerichtet sind, insbesondere mit Blick auf die Position des Querlenkers zu dem Federbeindom, sodass im Bedarfsfall sich durch Verschleiß ergebende Toleranzen einer Montagevorrichtung zur Montage des Querlenkers sehr genau durch standardisierte Zwischenlagen, insbesondere Shims-Plättchen, kompensiert werden können, was dann die Einstellung einer optimalen Einbaulage für den Querlenker ermöglicht.
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In einer weiteren Ausgestaltung weist die Messskala einen Nonius auf. Vorteilhafterweise ist damit eine noch präzisere Messung möglich.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Grundkörper eine Mehrzahl einander in Folge benachbarter, verschiedenfarbig gekennzeichneter Bereiche aufweist. Das Prüfelement weist eine Positionsmarke auf, die bei einer Drehung des Prüfelements relativ zu dem Grundkörper um den Drehpunkt entlang der Folge der gekennzeichneten Bereiche verlagerbar ist.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Prüfelement eine Mehrzahl einander in Folge benachbarter, verschiedenfarbig gekennzeichneter Bereiche aufweist. Der Grundkörper weist eine Positionsmarke auf, die bei einer Drehung des Prüfelements relativ zu dem Grundkörper um den Drehpunkt entlang der Folge der gekennzeichneten Bereiche verlagerbar ist.
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Bei der Positionsmarke kann es sich insbesondere um dieselbe Positionsmarke handeln, die bereits zum Ablesen der Messskala vorgesehen ist. Mittels der einander benachbarten, verschiedenfarbig gekennzeichneten Bereiche ist eine Grobbestimmung der Relativlage des Prüfelements zu dem Grundkörper möglich, sodass rasch überprüft werden kann, ob die bestimmungsgemäße Einbaulage des Querlenkers relativ zu dem Federbeindom zumindest grob eingehalten ist. Die verschiedenfarbig gekennzeichneten Bereiche können besonders intuitiv ausgestaltet sein, wenn sie nach Art einer Ampel gekennzeichnet sind, wobei ein grüner Bereich eine gute Übereinstimmung mit der bestimmungsgemäßen Einbaulage anzeigt, wobei ein gelber Bereich beispielsweise einen Toleranzbereich aufzeigt, bei dem die Relativlage des Querlenkers relativ zu dem Federbeindom nahe an einer oberen oder unteren Toleranzgrenze ist, und wobei ein roter Bereich eine nicht mehr tolerable Abweichung von der bestimmungsgemäßen Einbaulage anzeigt. Die verschiedenfarbig gekennzeichneten Bereiche können insbesondere alternativ oder zusätzlich zu der Messskala - getrennt von dieser oder dieser überlagert - vorgesehen sein.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Prüfelement und der Grundkörper in einer Modelleinstellrichtung relativ zueinander verlagerbar sind. Dabei weist der Grundkörper oder das Prüfelement eine Mehrzahl an Modellkennzeichnungen auf, wobei die Modellkennzeichnungen entlang der Modelleinstellrichtung derart voneinander beabstandet sind, dass bei einer Verlagerung des Prüfelements relativ zu dem Grundkörper insbesondere mittels der Positionsmarke eine Modellkennzeichnung auswählbar ist. Die Messeinrichtung ist auf die Mehrzahl an Modellkennzeichnungen abgestimmt. Alternativ oder zusätzlich ist jeder Modellkennzeichnung der Mehrzahl an Modellkennzeichnungen eine Mehrzahl einander in Folge benachbarter, verschiedenfarbig gekennzeichneter Bereiche zugeordnet.
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Vorteilhafterweise ist es damit möglich, die Prüfvorrichtung in einfacher und schneller Weise und ohne die Demontage und die Montage von Distanzstücken an eine Mehrzahl von Kraftfahrzeugmodellen anzupassen.
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In einer Ausgestaltung entspricht die Modelleinstellrichtung einer Richtung von dem ersten Ende des ersten Schenkels zu dem zweiten Ende des ersten Schenkels. Alternativ entspricht die Modelleinstellrichtung einer Richtung von dem ersten Ende des zweiten Schenkels zu dem zweiten Ende des zweiten Schenkels.
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Insbesondere ist die Modellkennzeichnung - insbesondere die Mehrzahl an Modellkennzeichnungen - als ein Strich oder ein anderes geeignetes Element ausgebildet. Zusätzlich ist insbesondere die Modellkennzeichnung - insbesondere die Mehrzahl an Modellkennzeichnungen - an demselben Bauteil, ausgewählt aus dem Grundkörper und dem Prüfelement, wie die Messskala ausgebildet.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Prüfvorrichtung eine Feststellvorrichtung aufweist, die eingerichtet ist, um das Prüfelement relativ zu dem Grundkörper in der Modelleinstellrichtung festzulegen.
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Insbesondere ist die Feststellvorrichtung eingerichtet, um das Prüfelement relativ zu dem Grundkörper in der Modelleinstelleinrichtung zu fixieren.
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Vorteilhafterweise ist es damit möglich, die Prüfvorrichtung sicher und zuverlässig auf ein Kraftfahrzeugmodell einzustellen.
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In einer Ausgestaltung ist die Feststellvorrichtung als Feststellschraube ausgebildet, die insbesondere mit einem ersten Gewinde in dem Grundkörper und einem Langloch in dem Prüfelement zusammenwirkt, um damit den Grundkörper und das Prüfelement zusammen zu klemmen oder zueinander verlagerbar zu halten. Alternativ wirkt die Feststellschraube mit einem zweiten Gewinde in dem Prüfelement und einem Langloch in dem Grundkörper zusammen.
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Die Aufgabe wird auch gelöst, indem ein Verfahren zum Prüfen und/oder Einstellen einer bestimmungsgemäßen Einbaulage eines Querlenkers in einem Kraftfahrzeug mit einer erfindungsgemäßen Prüfvorrichtung oder einer Prüfvorrichtung nach einer oder mehreren der zuvor erläuterten Ausführungsformen geschaffen wird. Die Prüfvorrichtung wird mit dem ersten Anlageelement an dem ersten Prüfobjekt angelegt und mit dem zweiten Anlageelement an dem zweiten Prüfobjekt angelegt. Dabei wird die Prüfvorrichtung zwischen dem ersten Prüfobjekt und dem zweiten Prüfobjekt verspannt und eine Positionierung des ersten Prüfobjekts relativ zu dem zweiten Prüfobjekt wird mittels der Prüfvorrichtung ermittelt. In Zusammenhang mit dem Verfahren ergeben sich insbesondere die Vorteile, die bereits in Zusammenhang mit der Prüfvorrichtung erläutert wurden.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Prüfelement relativ zu dem Grundkörper in der Modelleinstellrichtung verlagert wird, um die Prüfvorrichtung an eine Modellkennzeichnung des Kraftfahrzeugs anzupassen. Dabei wird das Prüfelement relativ zu dem Grundkörper in der Modelleinstellrichtung vorzugsweise derart verlagert, dass mittels der Positionsmarke eine dem Kraftfahrzeug zugehörige Modellkennzeichnung ausgewählt wird.
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Insbesondere wird im Anschluss an die Auswahl der Modellkennzeichnung mittels der Feststellvorrichtung eine relative Position des Prüfelements zu dem Grundkörper in der Modelleinstellrichtung festgelegt und/oder fixiert.
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Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass eine Positionierung zwischen einem oberen Querlenker des Kraftfahrzeugs und einem vorbestimmten Ort an einem Federbeindom des Kraftfahrzeugs geprüft und/oder eingestellt wird.
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Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert.
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Dabei zeigen:
- 1 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Prüfvorrichtung, und
- 2 ein Flussdiagramm eines Ausführungsbeispiels zum Prüfen und/oder Einstellen einer bestimmungsgemäßen Einbaulage eines Querlenkers in einem Kraftfahrzeug.
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1 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Prüfvorrichtung 1 zum Prüfen und/oder Einstellen einer bestimmungsgemäßen Einbaulage eines Querlenkers in einem Kraftfahrzeug 3.
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Die Prüfvorrichtung weist einen Grundkörper 5 und ein mit dem Grundkörper 5 verbundenes Prüfelement 7 auf. Der Grundkörper 5 und das Prüfelement 7 sind drehbar um einen Drehpunkt 9 gelagert. Weiterhin weist der Grundkörper 5 ein erstes Anlageelement 11.1 zur Anlage des Grundkörpers 5 an einem ersten Prüfobjekt 13.1 auf. Zusätzlich weist das Prüfelement 7 ein zweites Anlageelement 11.2 zur Anlage des Prüfelements 7 an einem zweiten, von dem ersten Prüfobjekt 13.1 verschiedenen Prüfobjekt 13.2 auf. Das erste Anlageelement 13.1, das zweite Anlageelement 13.2 und der Drehpunkt 9 sind komplanar.
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Insbesondere weist der Grundkörper 5 ein erstes Basiselement 6.1 und einen ersten Schenkel 8.1 auf, wobei der erste Schenkel 8.1 mit einem ersten Ende mit dem ersten Basiselement 6.1 verbunden ist. Weiterhin weist der erste Schenkel 6.1 an einem zweiten, dem ersten Ende gegenüberliegenden Ende das erste Anlageelement 11.1 auf.
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Insbesondere weist das Prüfelement 7 ein zweites Basiselement 6.2 und einen zweiten Schenkel 8.2 auf, wobei der zweite Schenkel 8.2 mit einem ersten Ende mit dem zweiten Basiselement 6.2 verbunden ist. Weiterhin weist der zweite Schenkel 8.2 an einem zweiten, dem ersten Ende gegenüberliegenden Ende das zweite Anlageelement 11.2 auf.
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Insbesondere ist das Prüfelement 7 in einer Prüfstellung in einer Drehrichtung 15 um den Drehpunkt 9 vorgespannt.
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Insbesondere weist der Grundkörper 5 eine Messeinrichtung 17 auf, die so angeordnet und eingerichtet ist, dass ein von dem ersten Anlageelement 11.1, dem zweiten Anlageelement 11.2 und dem Drehpunkt 9 aufgespannter Winkel 19 und/oder eine Bewertung der Einbaulage ab- oder auslesbar ist. Alternativ oder zusätzlich weist das Prüfelement 7 die Messeinrichtung 17 auf.
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Insbesondere weist das Prüfelement 7 eine Mehrzahl einander in Folge benachbarter, verschiedenfarbig gekennzeichneter Bereiche 21 auf und der Grundkörper 5 weist eine Positionsmarke 23 auf. Bei einer Drehung des Prüfelements 7 relativ zu dem Grundkörper 5 um den Drehpunkt 9 ist die Positionsmarke 23 entlang der Folge der gekennzeichneten Bereiche 21 verlagerbar. Alternativ weist der Grundkörper 5 die Bereiche 21 auf und das Prüfelement 7 weist die Positionsmarke 23 auf.
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Insbesondere sind das Prüfelement 7 und der Grundkörper 5 in einer Modelleinstellrichtung 25 relativ zueinander verlagerbar. Zusätzlich weist das Prüfelement 7 eine Mehrzahl an Modellkennzeichnungen 27 auf, die entlang der Modelleinstellrichtung 25 derart beabstandet sind, dass bei einer Verlagerung des Prüfelements 7 relativ zu dem Grundkörper 5 insbesondere mittels der Positionsmarke 23 eine Modellkennzeichnung 27 auswählbar ist. Die Messeinrichtung 17 ist auf die Mehrzahl an Modellkennzeichnungen 27 abgestimmt und/oder jeder Modellkennzeichnung 27 der Mehrzahl an Modellkennzeichnungen 27 ist eine Mehrzahl einander in Folge benachbarter, verschiedenfarbig gekennzeichneter Bereiche 21 zugeordnet. Alternativ weist der Grundkörper 5 die Mehrzahl an Modellkennzeichnungen 27 auf und das Prüfelement 7 weist die Positionsmarke 23 auf.
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In einem weiteren Ausführungsbeispiel weist die Prüfvorrichtung 1 eine Feststellvorrichtung auf, die eingerichtet ist, um das Prüfelement 7 relativ zu dem Grundkörper 5 in der Modelleinstellrichtung 25 festzulegen.
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In einem alternativen Ausführungsbeispiel ist die Messeinrichtung 17 als Messskala, vorzugsweise mit einem Nonius, ausgebildet.
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In einem weiteren alternativen Ausführungsbeispiel sind der Grundkörper 5 und das Prüfelement 7 in den vorher erläuterten Rollen vertauscht.
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Die Prüfvorrichtung 1 ist insbesondere eingerichtet, um mit der Prüfvorrichtung 1 ein in 2 beschriebenes Verfahren zum Prüfen und/oder Einstellen einer bestimmungsgemäßen Einbaulage des Querlenkers in dem Kraftfahrzeug 3 durchzuführen.
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2 zeigt ein Flussdiagramm eines Ausführungsbeispiels eines Verfahrens zum Prüfen und/oder Einstellen einer bestimmungsgemäßen Einbaulage des Querlenkers in dem Kraftfahrzeug 3.
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In einem ersten Schritt S1 wird die Prüfvorrichtung 1 mit dem ersten Anlageelement 11.1 an dem ersten Prüfobjekt 13.1 und mit dem zweiten Anlageelement 11.2 an dem zweiten Prüfobjekt 13.2 angelegt, wobei die Prüfvorrichtung 1 zwischen dem ersten Prüfobjekt 13.1 und dem zweiten Prüfobjekt 13.2 verspannt wird.
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In einem zweiten Schritt S2 wird eine Positionierung des ersten Prüfobjekts 13.1 relativ zu dem zweiten Prüfobjekt 13.2 mittels der Prüfvorrichtung 1 ermittelt.
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In einem optionalen Einstellschritt ES wird das Prüfelement 7 relativ zu dem Grundkörper 5 in der Modelleinstellrichtung 25 verlagert, um die Prüfvorrichtung 1 an eine Modellkennzeichnung 27 des Kraftfahrzeugs 3 anzupassen. Insbesondere wird dabei das Prüfelement 7 relativ zu dem Grundkörper 5 in der Modelleinstellrichtung 25 derart verlagert, dass mittels der Positionsmarke 23 eine dem Kraftfahrzeug 3 zugehörige Modellkennzeichnung 27 ausgewählt wird.
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Insbesondere wird mittels des Verfahrens eine Positionierung zwischen einem oberen Querlenker des Kraftfahrzeugs 3 und einem vorbestimmten Ort an einem Federbeindom des Kraftfahrzeugs 3 geprüft und/oder eingestellt.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 102009048186 A1 [0002]
- DE 102017007008 A1 [0003]