-
Technisches Gebiet
-
Die vorliegende Offenbarung bezieht sich allgemein auf mobile Fräsen, bei denen Klemmereignisse einer Kammer auftreten können, und insbesondere auf ein System und Verfahren zum Steuern des Klemmens einer Kammer einer mobilen Fräse.
-
Hintergrund
-
Die vorliegende Offenbarung bezieht sich auf Fräsen, die bei der Vorbereitung oder Reparatur von Straßenbelägen verwendet werden. Fräsen werden typischerweise verwendet, um eine oder mehrere Schichten der Bodenoberfläche oder einen alten oder defekten Straßenbelag als Vorbereitung für den Straßenaufbau oder die Belagerneuerung zu entfernen. Viele Fräsen beinhalten einen Rotor mit Rotoreinsätzen zum Aufbrechen der Bodenoberfläche und beinhalten eine Rotorkammer, um dabei zu helfen, das gefräste Material zu einem Förderband oder zu der Oberfläche zurück zu richten. Solche Rotorkammern können vertikal bewegliche Kammerwände beinhalten, die den Rotor umgeben und während des Fräsbetriebs auf der Bodenoberfläche schweben. Wenn die Fräse (und der Rotor) in den Boden eingreifen, können die beweglichen Wände von der Bodenoberfläche nach oben gedrückt werden. Bestimmte Neigungen der Bodenoberfläche oder eine falsche Ausrichtung der Vorder- oder Rückwand der Rotorkammer können jedoch ein Klemmereignis verursachen, das es der beweglichen Vorder- oder Rückwand nicht ermöglicht, sich beim Absenken der Maschine zurückzuziehen. Ein solches Klemmereignis kann verursachen, dass die Maschine auf der Rotorkammer selbst aufliegt, wenn die Beine die Maschine absenken, anstatt tiefer zu schneiden. Dies kann verursachen, dass sich ein oder mehrere Beine von dem Boden abheben und die angestrebte Schnitttiefe möglicherweise nicht erreicht wird.
-
Das U.S.-Patent Nr.
8,246,270 , erteilt an Berning, et al. („das '270-Patent“), beschreibt eine selbstfahrende Straßenfräse mit einer Raupenbaugruppe, die den Maschinenrahmen durch Hubsäulen trägt. Eine Fräswalze wird für eine Behandlung des Bodens oder von Fahrbahnen auf dem Maschinenrahmen gestützt. Der Fräsrotor ist in einem Walzgehäuse mit beweglichen Seitenplatten und einem beweglichen hinteren Abstreifmittel eingeschlossen. Erste und zweite Sensormittel sind zum Messen der Frästiefe durch Bewegung der Seitenplatten und des Abstreifmittels beinhaltet. Das '270-Patent befasst sich jedoch nicht mit dem Klemmen einer der Wände des Walzgehäuses.
-
Die Systeme und das Verfahren der vorliegenden Offenbarung können eines oder mehrere der vorstehend dargelegten Probleme und/oder andere Probleme in dem Stand der Technik lösen. Der Umfang der vorliegenden Offenbarung wird jedoch durch die beigefügten Ansprüche definiert und nicht durch die Fähigkeit, ein spezifisches Problem zu lösen.
-
Kurzdarstellung
-
Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Offenbarung wird eine Fräse bereitgestellt, die einen Rahmen einschließlich einer Mehrzahl von höhenverstellbaren Beinen; einen Rotor; eine Rotorkammer einschließlich einer beweglichen Vorderwand, einer beweglichen Rückwand und eines Paars beweglicher Seitenwände; und eine Steuervorrichtung umfasst. Die Steuervorrichtung ist derart konfiguriert, dass sie während eines Absenkens des Rotors auf eine Bodenoberfläche eine Klemmsteuerung für die Rotorkammer aktiviert; während des Absenkens des Rotors wenigstens eine der Vorderwand oder der Rückwand automatisch anhebt; und die Klemmsteuerung für die Rotorkammer deaktiviert.
-
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Offenbarung wird ein Verfahren zum Betreiben einer Fräse bereitgestellt. Die Fräse beinhaltet einen Rahmen mit einer Mehrzahl von höhenverstellbaren Beinen; einen Rotor; und eine Rotorkammer einschließlich einer beweglichen Vorderwand, einer beweglichen Rückwand und eines Paars beweglicher Seitenwände beinhaltet. Das Verfahren umfasst das Aktivieren einer Klemmsteuerung für die Rotorkammer während eines Absenkens des Rotors auf eine Bodenoberfläche; das automatische Anheben wenigstens einer der Vorderwand oder der Rückwand während des Absenkens des Rotors; und das automatische Deaktivieren der Klemmsteuerung für die Rotorkammer.
-
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Offenbarung wird ein computerlesbares Medium bereitgestellt, das Anweisungen zum Betreiben einer Fräse speichert. Die Fräse beinhaltet einen Rahmen einschließlich einer Mehrzahl von höhenverstellbaren Beinen; einen Rotor; und eine Rotorkammer einschließlich einer beweglichen Vorderwand, einer beweglichen Rückwand und eines Paars beweglicher Seitenwände beinhaltet. Das computerlesbare Medium veranlasst, wenn es von wenigstens einer Steuervorrichtung ausgeführt wird, die eine oder die mehreren Steuervorrichtungen, Anweisungen zu implementieren, zum: Aktivieren einer Klemmsteuerung für die Rotorkammer während eines Absenkens des Rotors auf eine Bodenoberfläche; das automatische Anheben wenigstens einer der Vorderwand oder der Rückwand während des Absenkens des Rotors; und das automatische Deaktivieren der Klemmsteuerung für die Rotorkammer.
-
Figurenliste
-
- 1 zeigt eine beispielhafte Fräse gemäß der vorliegenden Offenbarung;
- 2 zeigt die Rotorkammer der Fräse von 1;
- 3 zeigt ein beispielhaftes Steuersystem für die Fräse von 1;
- 4A zeigt ein beispielhaftes Verfahren zum Steuern für ein Klemmen einer Rotorkammer;
- 4B zeigt weitere Details des beispielhaften Verfahrens von 4A; und
- 5 zeigt ein beispielhaftes Verfahren zum Steuern für ein Klemmen der Rotorkammer gemäß einem anderen Aspekt der vorliegenden Offenbarung.
-
Detaillierte Beschreibung
-
Sowohl die vorstehende allgemeine Beschreibung als auch die folgende detaillierte Beschreibung sind nur beispielhaft und erläuternd und schränken die Merkmale, wie beansprucht, nicht ein. Die gleichen Referenznummern in verschiedenen Alternativen werden für die Beschreibung der gleichen Komponenten oder Funktionen verwendet. Wie hierin verwendet, sollen die Begriffe „umfasst“, „umfassend“, „aufweisend“, „beinhaltend“ oder andere Variationen davon eine nicht ausschließliche Einschließung derart abdecken, dass ein Vorgang, ein Verfahren, ein Gegenstand oder eine Einrichtung, die eine Liste von Elementen umfasst, nicht nur diese Elemente beinhaltet, sondern auch andere Elemente beinhalten kann, die nicht ausdrücklich aufgeführt oder einem solchen Vorgang, einem solchen Verfahren, einem solchen Gegenstand oder einer solchen Einrichtung inhärent sind.
-
Für die Zwecke dieser Offenbarung wird der Begriff „Bodenoberfläche“ weit gefasst und bezieht sich auf alle Arten von Oberflächen, die typische Fahrbahnen ausbilden (z. B. Asphalt, Zement, Ton, Sand, Schmutz usw.) oder bei dem Abtragen oder der Ausbildung von Fahrbahnen gefräst werden können. In dieser Offenbarung werden relative Begriffe wie beispielsweise „etwa“, „im Wesentlichen“, „im Allgemeinen“ und „ungefähr“ verwendet, um eine mögliche Abweichung von ±10 % eines angegebenen Wertes oder eines Kennzeichens anzugeben. Die vorliegende Offenbarung wird unter Bezugnahme auf eine Fräse beschrieben. Eine Fräse, wie hierin verwendet, ist eine Maschine, die einen Bodeneingriffsrotor oder ein Fräswerk beinhaltet, um Bodenoberflächen zu verschieben. Beispiele für solche Fräsen sind Kaltfräsen und Bodenrückladegeräte.
-
1 zeigt eine beispielhafte Fräse 10, wie eine Kaltfräse, gemäß der vorliegenden Offenbarung. Die Maschine 10 beinhaltet einen Rahmen 12, der eine Bedienerstation 14 stützt, und eine Fräsbaugruppe 16, die an eine Unterseite des Rahmens 12 gekoppelt ist. Die Bedienerstation 14 kann ein oder mehrere Benutzerschnittstellenvorrichtung beinhalten, wie eine Anzeige 15 für das Überwachen und Steuern der Maschine 10. Die Maschine 10 kann ebenso eine an der Vorderseite angeordnete Förderbandbaugruppe 18 beinhalten, die derart konfiguriert ist, dass sie das gefräste Material von der Fräsbaugruppe 16 von der Bodenoberfläche 20 weg befördert, um es beispielsweise auf der Plattform eines Lastwagens (nicht gezeigt) abzulegen. Die Maschine 10 beinhaltet eine Mehrzahl von Raupenelementen oder Rädern 22, die über höhenverstellbare Beine oder Aktuatoren 24 mit dem Rahmen 12 gekoppelt sind, um ein Anheben und Absenken der Maschine 10 bereitzustellen. Die Maschine 10 kann ferner eine oder mehrere Steuervorrichtungen 32 beinhalten, die Signale zum Überwachen und Steuern des Betriebs der Maschine 10 senden und empfangen.
-
Unter Bezugnahme auf 1 und 2 kann die Fräsbaugruppe 16 einen Rotor oder ein Fräswerk 26 mit Rotoreinsätzen 28 beinhalten, der/das in den Boden eingreift. Der Rotor 26 kann von einer Reihe von Wänden umschlossen sein, die eine Rotorkammer 30 ausbilden. Die Wände der Rotorkammer 30 können eine bewegliche Vorderwand 40, ein Paar beweglicher Seitenwände 50 (nur eine in 1 gezeigt), und eine bewegliche Rückwand 60 an der Rückseite der Rotorkammer 30 beinhalten. Während des Betriebs, wenn sich der Rotor 26 in der Bodenoberfläche 20 dreht, fahren die Wände (40, 50, 60) der Rotorkammer 30 entlang der Bodenoberfläche 20 und bilden eine Barriere aus, die einen Großteil des gefrästen Materials zurückhält und das gefräste Material zu der Förderbandbaugruppe 18 drückt.
-
Unter Bezugnahme auf 2, kann die bewegliche Vorderwand 40 eine obere Stützwand 42, eine bewegliche untere oder Antiplattenwand 44 und einen oder mehrere Aktuatoren 46 beinhalten, die zwischen der oberen Stützwand 42 und der Antiplattenwand 44 gekoppelt sind, um die Antiplattenwand 44 steuerbar vertikal zu bewegen. Auf ähnliche Weise können bewegliche Seitenwände 50 eine obere Stützwand 52, eine bewegliche untere Wand 54 und einen oder mehrere Aktuatoren 56 beinhalten, die zwischen der oberen Stützwand 52 und der unteren Wand 54 gekoppelt sind, um die unteren Wände 54 steuerbar zu bewegen. Die bewegliche Rückwand 60 kann eine obere Stützwand 62, eine bewegliche untere oder Abstreichblechabstreiferwand 64 und einen oder mehrere Aktuatoren 66 beinhalten, die zwischen der oberen Stützwand 62 und der Abstreichblechabstreiferwand 64 gekoppelt sind, um die Abstreichblechabstreiferwand 64 steuerbar vertikal zu bewegen.
-
Die Aktuatoren 46, 56 und 66 der Rotorkammer 30 können beliebige Aktuatoren sein, beispielsweise hydraulische Aktuatoren. Obwohl nur ein Aktuator 46, 56, 66 für jede der beweglichen Wände 40, 50, 60 gezeigt ist, können selbstverständlich ebenso mehrere Aktuatoren für jede Wand verwendet werden. Wie allgemein durch die gestrichelten Linien in 2 gezeigt, können die Aktuatoren 46, 56 und 66 auf jede geeignete Weise gesteuert werden, wie durch eine Steuervorrichtung 32 und geeignete Signale und Hydraulikschaltkreise (nicht gezeigt). Außerdem können die Seitenwandaktuatoren 56 Positionssensoren oder Erfassungsvorrichtungen 58 beinhalten. Die Positionssensoren 58 können eine beliebige konventionelle Ausführung haben, um Signale an die Steuervorrichtung 32 zu senden, die die Position des jeweiligen Aktuators anzeigen. Aus diesen Informationen kann die Steuervorrichtung die vertikale Lage und/oder Bewegung der Seitenwände 50 bestimmen. Die Aktuatoren 46, 56, 66 können drei verschiedene Zustände der beweglichen Wände 40, 50, 60 vorsehen, einen schwebenden Zustand, in dem sich die beweglichen Wände frei mit den Konturen der Bodenoberfläche 20 bewegen können, einen verriegelten Zustand, in dem die Aktuatoren 46, 56, 66 die beweglichen Wände 40, 50, 60 in einer bestimmten vertikalen Position fixieren, und einen beweglichen Zustand, in dem die Aktuatoren 46, 56, 66 eine Wand (40, 50 oder 60) entweder vertikal nach oben oder nach unten drücken.
-
Unter Bezugnahme auf 3 kann ein Steuersystem 70 der Maschine eine Steuervorrichtung 32 beinhalten, die derart konfiguriert ist, dass sie Signale zum Überwachen und Steuern der Maschine 10 sendet und empfängt. Insbesondere ist das Steuersystem 70 derart konfiguriert, dass es die Maschinenbindungserfassungs- und -auflösungssysteme und -verfahren der vorliegenden Offenbarung bereitstellt. Die Steuervorrichtung 32 kann eine beliebige konventionelle Form haben und beispielsweise Hardware, Software und Firmware zum Ausführen verschiedener Befehle oder Funktionen beinhalten, einschließlich derer, die im Zusammenhang mit dem Verfahren der 4A und 4B beschrieben werden Die Steuervorrichtung 32 kann beispielsweise einen oder mehrere Prozessoren, Speicher, Kommunikationssysteme, Uhren und/oder andere geeignete Hardware beinhalten. Die Steuervorrichtung 32 kann beispielsweise ein Ein- oder Mehrkernprozessor, ein digitaler Signalprozessor, ein Mikrocontroller, eine Universal-Zentraleinheit (CPU) und/oder ein anderer konventioneller Prozessor oder eine Verarbeitungs-/Steuerungsschaltung oder eine Steuervorrichtung sein. Der Speicher kann beispielsweise einen Festwertspeicher (ROM), einen Direktzugriffsspeicher (RAM), einen Flash-Speicher oder einen anderen entfernbaren Speicher oder einen anderen geeigneten und konventionellen Speicher beinhalten. Die Kommunikationssysteme, die der Steuervorrichtung 32 zugeordnet sind (z. B. zwischen der Steuervorrichtung 32 und verschiedenen Komponenten der Maschine 10), können beispielsweise alle konventionellen drahtgebundenen und/oder drahtlosen Kommunikationssysteme wie Ethernet, Bluetooth und/oder Systeme der Art „drahtloses lokales Netzwerk“ (WLAN) beinhalten.
-
Wie in 3 gezeigt, kann die Steuervorrichtung 32 Bedienerbefehlssignale 72 von einem Bediener der Maschine 10 empfangen, beispielsweise über eine Benutzerschnittstelle wie die Anzeige 15, die sich in der Bedienerstation 14 befindet. Die Steuervorrichtung 32 kann ebenso Positionsdaten 74 von verschiedenen Komponenten der Maschine 10 empfangen. Beispielsweise kann die Steuervorrichtung 32 über die vorstehend beschriebenen Positionssensoren 58 Positionsdaten von Seitenwänden 50 oder Raupenbeinaktuatoren 24 empfangen und dadurch die vertikalen Positionen solcher Komponenten bestimmen. Die Steuervorrichtung 32 kann ebenso Signale an verschiedene Komponenten der Maschine 10 senden. Beispielsweise kann die Steuervorrichtung 32 Signale zum Steuern verschiedener Aspekte der Maschine 10 senden, einschließlich der Vorderwand 40, der Seitenwände 50 und der Rückwand 60. Beispielsweise kann die Steuervorrichtung 32 Signale zum Steuern der Aktuatoren (24, 46, 56, 66) senden, um den Zustand der Aktuatoren - schwebend, fixiert oder beweglich - zu steuern. Die Steuervorrichtung kann ebenso Signale an die Steueranzeige 15 senden, um beispielsweise den Bediener über verschiedene Aspekte der Maschine 10 zu informieren.
-
Gewerbliche Anwendbarkeit
-
Die offenbarten Systeme und Verfahren zum Erfassen und Beheben eines Klemmens der Maschine können auf jede Maschine mit einem Rotor und einer Rotorkammer 30 angewendet werden und können bei dem Beheben eines Klemmereignisses helfen, das einen ineffizienten oder schädlichen Betrieb der Maschine 10 verursachen kann.
-
4A und 4B zeigen ein beispielhaftes Verfahren 400 zum Erfassen und Beheben eines Klemmens. Der normale Fräsbetrieb der Rotorkammer 30 stellt ein vertikales „Schweben“ der Vorder-, seitlichen und beweglichen Hinterwand 40, 50, 60 bereit. Das Schweben wird durch die Steuerung der Aktuatoren (46, 56, 66) erreicht, sodass sich die Aktuatoren frei mit den Konturen der Bodenoberfläche 20 bewegen (aus- oder einfahren) können. Neigungsänderungen oder eine falsche Ausrichtung der Vorder- oder Hinterwand 40, 60 kann jedoch verursachen, dass eine oder beide der Vorder- oder Hinterwand 50 klemmen und somit ein Klemmereignis auslösen. Ein solches Klemmereignis kann das Absenken der Maschine 10 verhindern und in einigen Fällen verursachen, dass sich ein oder mehrere Raupenelemente 22 über die Bodenoberfläche 20 anheben, wenn versucht wird, die Maschine abzusenken (über die Beinaktuatoren 24). Dies kann verursachen, dass die Maschine 10 wenigstens teilweise von der Vorder- oder Hinterwand 40, 60 vertikal abgestützt wird. Das Verfahren der 4A und 4B adressiert und behebt dieses Klemmereignis.
-
Wie in 4A gezeigt, umfasst das Verfahren 400 der vorliegenden Offenbarung den Schritt 410 des Aktivierens der Klemmsteuerung für die Rotorkammer; den Schritt 420 des Bestimmens eines Rotorkammerklemmereignisses; den Schritt 430 des Anhebens wenigstens einer der Vorderwand 40 oder der Rückwand 60; und den Schritt 440 des Deaktivierens der Klemmsteuerung für die Rotorkammer.
-
Unter Bezugnahme auf 4B kann das Aktivieren der Klemmsteuerung für die Rotorkammer (Schritt 410) auf einem Bedienerbefehl basieren, wie wenn ein Bediener ein Symbol auf der Anzeige 15 auswählt, um die Klemmsteuerung für die Rotorkammer zu aktivieren. Alternativ oder zusätzlich kann die Klemmsteuerung für die Rotorkammer automatisch eingeleitet oder aktiviert werden, wenn bestimmte Bedingungen der Maschine 10 erfüllt sind. Im Falle einer solchen automatischen Einleitung oder Aktivierung der Klemmsteuerung für die Rotorkammer kann der Bediener die Klemmsteuerung für die Rotorkammer als eine Benutzerpräferenz in den Einstellungen der Maschine 10 zulassen oder deaktivieren. Wie in Schritt 412 von 4B angezeigt, kann in einem Beispiel das Einleiten der Klemmsteuerung für die Rotorkammer erfordern, dass eines oder beide von (1) die Beinaktuatoren zeigen 24 einen abgesenkten Zustand der Maschine an und (2) die Seitenwandaktuatoren 56 zeigen an, dass eine oder beide der Seitenwände 50 eingezogen wurden (d. h., die Wände 50 sind weniger als vollständig ausgefahren). Die Erfüllung dieser Bedingungen kann durch Positionssensoren 25, 58 bestimmt werden, die den Beinaktuatoren 24 und/oder Seitenwandaktuatoren 56 zugeordnet sind. Solche Bedingungen können dazu beitragen, dass die Steuerung des Rotorklemmens während des Absenkens der Maschine 10 als Teil des Eintretens des Schnitts bei einem Fräsbetrieb oder während des Antreibens beim Durchführen des Hauptabschnitts des Schnitts erfolgt und nicht, wenn sich die Maschine in einem angehobenen Zustand befindet und nicht fräst, wie wenn sich die Maschine 10 in einem Fahrmodus befindet.
-
Die Bestimmung eines Bindungsereignisses der Rotorkammer (Schritt 420) kann das Bestimmen eines Bewegungskennzeichens von wenigstens einer der Seitenwände 50 beinhalten. Siehe Schritt 422 von 4B. Insbesondere kann die Bestimmung darauf basieren, ob sich eine oder mehrere der Seitenwände wie erwartet bewegt haben. Beispielsweise wird beim Absenken der Maschine 10 durch das Einfahren der Beinaktuatoren 24 ein Einfahren einer oder mehrerer Seitenwände 50 erwartet. Wenn diese erwartete Bewegung für eine vorbestimmte Zeitspanne nicht stattfindet (d. h. überhaupt keine Bewegung) oder die Bewegung einer Seitenwand 50 mit einer Geschwindigkeit erfolgt, die nicht dem Absenken der Maschine entspricht, wird ein Klemmereignis identifiziert. Dies entspricht einem Klemmen der Vorderwand 40 oder der Rückwand 60 mit dem Boden, und dadurch wird die erwartete Bewegung (oder jegliche Bewegung) der Seitenwände 50 basierend auf dem Kontakt der Seitenwände 50 mit der Bodenoberfläche 20 nicht erreicht. Die Bewegung der Seitenwände 50 kann beispielsweise durch Positionssensoren 58, die den Seitenwandaktuatoren 56 zugeordnet sind, und im Zusammenspiel mit der Steuervorrichtung 32 bestimmt werden. Die Identifizierung oder Bestimmung des Klemmereignisses der Rotorkammer (Schritt 420) kann auf der Anzeige 15 angezeigt werden, um den Maschinenbediener zu informieren
-
Alternativ kann die Bestimmung des Klemmereignisses der Rotorkammer (Schritt 420) das Verwenden eines Maschinenhöhensensors, wie eines Schallsensors (nicht gezeigt), beinhalten, der mit der Steuervorrichtung 32 kommunizieren kann, um die Maschinenhöhe mit der Bewegung der Beinaktuatoren 24 (durch Positionssensoren 25) zu vergleichen. Wenn die erfasste Höhe der Maschine 10 nicht mit der Position des Beinaktuators 24 übereinstimmt, beispielsweise wenn die Maschine 10 als höher als die von einem Positionssensor des Beinaktuators 24 abgeleitete Position erfasst wird, wird ein Klemmereignis identifiziert. Auch hier entspricht dies einem Klemmen der Vorderwand 40 oder der Rückwand 60 mit dem Boden und dadurch kann sich die Maschine nicht absenken, auch wenn die Beinaktuatoren 24 eingefahren sind.
-
Als Reaktion auf die Bestimmung eines Klemmereignisses der Rotorkammer (Schritt 420) kann die Steuervorrichtung 32 Signale senden, um einen Schwebezustand einer oder mehrerer der Vorder- und Rückwände 40, 60 zu beenden und eine oder beide der Vorderwand 40 und der Rückwand 60 anzuheben (Schritt 430). Durch aktives Bewegen der Vorder- oder Rückwand 40, 60 bewegen die jeweiligen Aktuatoren 46, 66 aktiv eine oder mehrere der Vorder- oder Rückwände 40, 60, um die Maschine 10 abzusenken und den Rotorraum 30 zu entklemmen. Die Bewegung der Vorder- und/oder Rückwand 40, 60 kann fortgesetzt werden, bis ein Anheben einer oder beider der Seitenwände 50 bestimmt wird (durch die Steuervorrichtung 32 und die Positionssensoren 58). An diesem Punkt deaktiviert die Steuervorrichtung 32 die Klemmsteuerung der Rotorkammer (Schritt 440).
-
5 stellt ein alternatives Verfahren 500 der vorliegenden Offenbarung bereit und beinhaltet den Schritt 410 des Aktivierens oder Einleitens der Klemmsteuerung für die Rotorkammer; den Schritt 530 des periodischen Anhebens einer oder beider der Vorderwand und der Rückwand der Rotorkammer; und den Schritt 540 des Deaktivierens der Klemmsteuerung für die Rotorkammer.
-
Das Aktivieren oder Einleiten der Klemmsteuerung für die Rotorkammer (Schritt 410) erfolgt während des Absenkens des Rotors 26 in einen Schnitt und kann auf einem Bedienerbefehl basieren, wie wenn ein Bediener ein Symbol auf der Anzeige 15 auswählt, um die Klemmsteuerung für die Rotorkammer zu aktivieren. Alternativ oder zusätzlich kann die Klemmsteuerung für die Rotorkammer automatisch eingeleitet oder aktiviert werden, wenn bestimmte Bedingungen der Maschine 10 erfüllt sind. Im Falle einer solchen automatischen Einleitung oder Aktivierung der Klemmsteuerung für die Rotorkammer kann der Bediener die Klemmsteuerung für die Rotorkammer als eine Benutzerpräferenz in den Einstellungen der Maschine 10 zulassen oder deaktivieren. Wie in Schritt 512 von 5 angezeigt, kann in einem Beispiel die Einleitung der Klemmsteuerung für die Rotorkammer eine, mehrere oder mehrere der folgenden Maschinenbedingungen erfordern: (1) die Maschine 10 steht (wird nicht angetrieben); (2) wenigstens einer der Beinaktuatoren 24 zeigt einen Absenkungszustand der Maschine an, (3) der Rotor dreht sich; (4) die Vorder- und/oder Rückwand 40, 60 befinden sich in dem Schwebezustand; und/oder (5) die Seitenwandaktuatoren 56 zeigen an, dass eine oder beide der Seitenwände 50 eingezogen wurden (d. h. die Wände 50 sind weniger als vollständig ausgefahren). Die Erfüllung dieser Bedingungen kann durch entsprechende Systeme der Maschine 10 bestimmt werden. Beispielsweise können die Maschinengeschwindigkeit, die Raupenposition oder andere geeignete Sensoren oder Indikatoren verwendet werden, um zu bestimmen, ob die Maschine steht - also nicht angetrieben wird. Weitere Positionssensoren 25, 58, die den Beinaktuatoren 24 zugeordnet sind, können verwendet werden, um einen Maschinenabsenkungszustand zu bestimmen. Ein Rotordrehzahlsensor oder ein anderes geeignetes System kann bestimmen, ob sich der Rotor 26 dreht. Ferner kann ein Hydraulikventilsensor oder ein anderer geeigneter Indikator verwendet werden, um zu bestimmen, ob sich die Vorder- und/oder Rückwand in dem Schwebezustand befinden. Schließlich können Sensoren, die den Seitenwandaktuatoren 56 zugeordnet sind, verwendet werden, um zu bestimmen, ob eine oder beide Seitenwände 50 eingezogen wurden. Wie vorstehend erwähnt, können eine oder mehrere der vorstehend genannten fünf Bedingungen verwendet werden, um automatisch zu bestimmen, ob die Klemmsteuerung für die Rotorkammer eingeleitet werden soll. Gemäß einem Aspekt sind alle fünf Bedingungen erforderlich, um die Klemmsteuerung für die Rotorkammer einzuleiten. Solche Bedingungen können verursachen, dass die Klemmsteuerung für die Rotorkammer während des Absenkens des Rotors 26 in den Schnitt bei einem Fräsbetrieb erfolgt, während die Maschine nicht angetrieben wird.
-
Als Reaktion auf die Einleitung oder Aktivierung der Klemmsteuerung für die Rotorkammer (Schritt 410/512) kann die Steuervorrichtung 32 Signale senden, um automatisch und periodisch eine oder beide der Vorder- und Rückwände 40, 60 anzuheben. In einem Aspekt wird nur die Rückwand 60 (z. B. der Abstreichblechabstreifer 64) zum periodischen Anheben gesteuert. Wenn die Maschine beispielsweise in den Schnitt abgesenkt wird, heben die Rückwandaktuatoren 66 die Rückwand 60 periodisch für eine erste Zeitspanne an und versetzen die angehobene Wand dann für eine zweite Zeitspanne in einen Schwebezustand, und wiederholen diesen Anhebe- und Schwebevorgang, bis der Maschinenrotor 26 in eine gewünschte Position abgesenkt wurde. In einem Beispiel können die erste und die zweite Zeitspanne jeweils weniger als eine Sekunde betragen, wie die erste Zeitspanne kann ungefähr 500 ms betragen, und die gleitende Pause (zweite Zeitspanne) kann ungefähr 400 ms betragen. Diese bestimmten Zeitspannen sind j edoch nur beispielhaft und können ebenso andere Zeitspannen sein. Außerdem können die Anstiegs- und Schwebezeitspannen während des Absenkens des Rotors 26 variiert werden. Die Zeitspannen können derart gewählt werden, dass die Rückwand 60 nach der ersten Zeitspanne wieder nach unten schwebt und die Rückwand 60 ungefähr auf der Bodenoberfläche gehalten wird (d. h., um zu verhindern, dass kein nennenswerter Spalt zwischen der Rückwand 60 und der Bodenoberfläche entsteht, während die Maschine 10 in den Schnitt eintaucht).
-
Wenn die Steuervorrichtung 32 bestimmt, dass der Rotor 26 auf eine gewünschte Position oder Tiefe abgesenkt wurde (z. B. über die Positionsdaten 74), kann die Steuervorrichtung die Klemmsteuerung für die Rotorkammer deaktivieren (Schritt 540), wobei dadurch das periodische Anheben der Rückwand 60 (und/oder Vorderwand 40) beendet wird. Wie hierin verwendet, entspricht eine gewünschte Rotorposition oder -tiefe einer tatsächlichen Tiefe des Rotors 26, einer Höhe der Maschine 10 oder einem anderen Maß, das einer Tiefe des Rotors 26 entspricht.
-
Die vorstehend beschriebenen Systeme und Verfahren zum Steuern der Maschinenkammer können eine einfache und automatische Vermeidung und/oder Behebung eines Klemmereignisses der Kammer einer Fräse ermöglichen. Dementsprechend erfordert das System und das Verfahren wenig oder gar keine Benutzerinteraktion, um ein Klemmereignis der Kammer zu vermeiden oder zu überwinden. Außerdem können das System und das Verfahren für einen genaueren Schnitt sorgen, indem das System bei jedem erfassten Klemmereignis das Klemmen vermeidet oder automatisch aufhebt - auch bei weniger bedeutenden Klemmereignissen, die keine wesentliche Reaktion erfordern, jedoch dennoch die Schnitttiefe negativ beeinflussen. Ferner werden durch das Steuern des Klemmereignisses der Kammer basierend auf nur bestimmten Sensoren und/oder der Bewegung nur bestimmter Aktuatoren (z. B. Seitenwandaktuatoren 56 mit Positionssensor 58 oder Beinaktuatoren 24 über Positionssensor 25) werden weniger Sensoren an der Maschine 10 benötigt.
-
Für Fachleute ist es offensichtlich, dass verschiedene Modifikationen und Variationen an der offenbarten Maschine vorgenommen werden können, ohne von dem Umfang der Offenbarung abzuweichen. Andere Ausführungsformen der Maschine werden für Fachleute aus der Betrachtung der Patentschrift und der Praxis des hierin beschriebenen Systems und des Verfahrens ersichtlich sein. Beispielsweise müssen die vorstehend beschriebenen Vorgangsschritte nicht in der beschriebenen Reihenfolge durchgeführt werden, sondern bestimmte Schritte können in einer anderen Reihenfolge und/oder gleichzeitig mit anderen Schritten durchgeführt werden. Es ist beabsichtigt, dass die Patentschrift und die Beispiele nur als beispielhaft betrachtet werden, wobei der wahre Umfang der Offenbarung durch die folgenden Ansprüche und ihre Äquivalente angegeben wird.
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-