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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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1. Technisches Gebiet
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Die vorliegende Erfindung betrifft Abstandhalter, insbesondere einen Abstandhalter und ein zykloidisches Untersetzungsgetriebe mit dem Abstandhalter.
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2. Stand der Technik
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Bei Rollengewindetrieben, Rollenlinearführungen oder Rollenlagern, die üblicherweise in Präzisionsmaschinen verwendet werden, dienen meist mehrere Rollen als Übertragungsschnittstelle. Zwischen zwei benachbarten Rollen ist der Regel ein Abstandshalter vorgesehen, um einen direkten Zusammenstoß und die Beschädigung zweier benachbarter Rollen zu vermeiden und gleichzeitig den Effekt der Geräuschreduzierung zu erzielen. In Patentdokumenten wie der US-Publikation
US 4 479 683 A und dem US-Patent
US 9 995 340 B2 sind entsprechende Konstruktionen beschrieben.
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Um jedoch den Abstand zwischen zwei benachbarten Rollen einstellen zu können, werden in der Regel mindestens zwei Abstandshalter mit unterschiedlichen Dicken bereitgestellt, und die Wirkung der Abstandseinstellung wird durch den Austausch von Abstandshaltern mit unterschiedlichen Dicken erreicht. Dies erfordert jedoch mehr Zeit beim Austausch und ist daher bei der Montage mühsamer und unbequemer. Darüber hinaus müssen für mehrere Abstandshalter mit unterschiedlichen Dicken verschiedene Formen hergestellt werden, so dass die Herstellungskosten relativ hoch sind.
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Die
KR 10 2 235 948 B1 offenbart ein Zykloiden-Untersetzungsgetriebe mit einem Rollenhalteaufbau, das ein Gehäuse, eine Eingangswelle, ein Zykloidenrad, zwei erste Rollenhalter, ein Oldham-Element, mehrere erste Rollen, zwei zweite Rollenhalter; einen Flansch und mehrere zweite Rollen umfasst. Die ersten Rollenhalterungen sind zwischen dem Zykloidenrad und dem Oldham-Element vorgesehen; die zweiten Rollenhalterungen sind zwischen dem Flansch und dem Oldham-Element vorgesehen, sodass die ersten und zweiten Rollen zuvor angeordnet und isoliert werden, um die Montageeffizienz zu verbessern, den Verschleiß zwischen den verwendeten Rollen sowie Kollisionen zwischen den Rollen zu vermeiden.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Die vorliegende Erfindung wurde unter den gegebenen Umständen abgeschlossen. Es ist die Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Abstandshalter bereitzustellen, der die Abstandsdifferenz zwischen den Zentren der verschiedenen Rollenaufnahmenuten und einer Referenzebene verwendet, um den Abstand zweier benachbarter Rollen einzustellen, was die Schwierigkeit der Montage verringern und die Herstellungskosten sparen kann.
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Um die vorstehend genannte Aufgabe der vorliegenden Erfindung zu lösen, umfasst der Abstandshalter der vorliegenden Erfindung eine erste Oberfläche und eine zweite Oberfläche, die von der ersten Oberfläche abgewandt ist. Die erste Fläche und die zweite Fläche weisen jeweils zwei einander gegenüberliegende erste Rollenaufnahmenuten und zwei einander gegenüberliegende zweite Rollenaufnahmenuten auf. Die beiden ersten Rollenaufnahmenuten der ersten Fläche und die beiden zweiten Rollenaufnahmenuten der ersten Fläche sind relativ zur Mitte der ersten Fläche gegeneinander versetzt. Die beiden ersten Rollenaufnahmenuten der zweiten Oberfläche und die beiden zweiten Rollenaufnahmenuten der zweiten Oberfläche sind in Bezug auf die Mitte der zweiten Oberfläche versetzt angeordnet.
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Die beiden ersten Rollenaufnahmenuten der ersten Fläche entsprechen den beiden zweiten Rollenaufnahmenuten der zweiten Fläche, und die beiden zweiten Rollenaufnahmenuten der ersten Fläche entsprechen den beiden ersten Rollenaufnahmenuten der zweiten Fläche. Der Abstandshalter definiert eine Bezugsebene, die senkrecht zu einer horizontalen Richtung liegt und durch einen Mittelpunkt der maximalen Dicke des Abstandshalters verläuft. Der horizontale Abstand von der Bezugsebene zur Mitte jeder ersten Rollenaufnahmenut ist als L1 definiert, der horizontale Abstand von der Bezugsebene zur Mitte jeder zweiten Rollenaufnahmenut ist als L2 definiert, und beide erfüllen die Beziehung L1>L2. Somit kann der Abstandshalter der vorliegenden Erfindung den Abstand von zwei benachbarten Rollen nach einer Drehung um 90 Grad ändern.
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Es ist aus dem Vorstehenden erkennbar, dass durch Umdrehen des Abstandshalters der vorliegenden Erfindung der Abstandshalter der vorliegenden Erfindung die Abstandsdifferenz zwischen den ersten Rollenaufnahmenuten, den zweiten Rollenaufnahmenuten und der Bezugsebene nutzen kann, um den Abstand zweier benachbarter Rollen einzustellen. Dadurch kann nicht nur der Arbeitsaufwand für die Montage wirksam gesenkt werden, sondern es müssen auch keine unterschiedlichen Formen hergestellt werden, wodurch die Herstellungskosten gesenkt werden können. Vorzugsweise umfasst die erste Oberfläche zudem einen ersten konvexen Abschnitt an der Verbindungsstelle jeder ersten Rollenaufnahmenut der ersten Oberfläche und jeder benachbarten zweiten Rollenaufnahmenut der ersten Oberfläche. Die zweite Oberfläche umfasst ferner einen zweiten konvexen Abschnitt an der Verbindungsstelle jeder ersten Rollenaufnahmenut der zweiten Oberfläche und jeder benachbarten zweiten Rollenaufnahmenut der zweiten Oberfläche. Die zweiten konvexen Abschnitte entsprechen den ersten konvexen Abschnitten in einer eins-zu-eins Weise. Der maximale Abstand zwischen der Bezugsebene und einem ersten konvexen Abschnitt ist gleich dem maximalen Abstand zwischen der Bezugsebene und einem zweiten konvexen Abschnitt.
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Vorzugsweise gibt es einen Abstandsunterschied zwischen L1 und L2. Der Abstandsunterschied variiert je nach Größe des Eingangs- oder Ausgangsflansches, der mit dem Abstandshalter der vorliegenden Erfindung verwendet wird, und liegt in dieser Ausführungsform zwischen 0,1 mm und 0,4 mm.
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Vorzugsweise haben die ersten konvexen Abschnitte und die zweiten konvexen Abschnitte jeweils eine abgerundete Ecke. Wenn die Montageposition abweicht, kann der Abstandshalter der vorliegenden Erfindung durch die abgerundeten Ecken den Effekt einer automatischen Korrektur erzielen.
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Vorzugsweise sind die Querschnittsform der ersten Rollenaufnahmenuten und die Querschnittsform der zweiten Rollenaufnahmenuten bogenförmig, und die ersten Rollenaufnahmenuten und die zweiten Rollenaufnahmenuten haben die gleiche Krümmung. Dadurch bilden die ersten Rollenaufnahmenuten und die zweiten Rollenaufnahmenuten bei Verwendung mit den Rollen einen Oberflächenkontakt mit den Rollen, um einen Stützeffekt für die Rollen bereitzustellen.
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Vorzugsweise sind die Querschnittsform der ersten Rollenaufnahmenuten und die Querschnittsform der zweiten Rollenaufnahmenuten abgerundete Dreiecke, und die ersten Rollenaufnahmenuten und die zweiten Rollenaufnahmenuten haben die gleiche Größe. Folglich bilden die ersten Rollenaufnahmenuten und die zweiten Rollenaufnahmenuten bei Verwendung in Verbindung mit den Rollen einen Linienkontakt mit den Rollen, um die Reibung untereinander zu verringern und eine Spannungskonzentration wirksam zu verhindern.
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Vorzugsweise weist der äußere Umfang des Abstandshalters außerdem vier Kennzeichnungsabschnitte (wie z. B. Konkavitäten) auf. Die Kennzeichnungsabschnitte entsprechen eins-zu-eins den ersten Rollenaufnahmenuten oder den zweiten Rollenaufnahmenuten, um die Identifizierung durch den Benutzer zu erleichtern und die Montageeffizienz zu verbessern.
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Vorzugsweise sind die erste Oberfläche und die zweite Oberfläche von einem Ölreservoir zur Aufnahme von Schmieröl durchdrungen.
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Andererseits stellt die vorliegende Erfindung ein zykloidisches Untersetzungsgetriebe bereit, das ein Gehäuse, eine Drehwelle, einen Eingangsflansch, einen Ausgangsflansch, ein Untersetzungsgetriebe, mehrere Rollen und mehrere der oben genannten Abstandshalter umfasst. Die Drehwelle durchdringt drehbar das Gehäuse und hat ein Eingangs- und ein Ausgangsende. Der Eingangsflansch ist drehbar an einem Ende des Gehäuses angebracht und drehbar mit dem Eingangsende der Drehwelle verbunden. Der Ausgangsflansch ist drehbar an einem abgewandten Ende des Gehäuses angebracht und drehbar am Ausgangsende der Drehwelle montiert und mit dem Eingangsflansch verbunden. Das Untersetzungsgetriebe umfasst mindestens ein Zykloidenrad und mindestens eine Oldham-Kupplung. Das Zykloidenrad ist exzentrisch auf der Drehwelle montiert. Die Oldham-Kupplung ist zwischen dem Zykloidenrad und dem Eingangsflansch oder zwischen dem Zykloidenrad und dem Ausgangsflansch angeordnet. Die Rollen werden zwischen dem Gehäuse und dem Eingangsflansch und zwischen dem Gehäuse und dem Ausgangsflansch angeordnet. Jeder Abstandshalter ist zwischen zwei benachbarten Rollen angeordnet. Jeder Abstandshalter verwendet wahlweise die ersten Nuten der Rolle oder die zweiten Nuten der ersten Oberfläche, um eine Rolle zu stützen, und jeder Abstandshalter verwendet wahlweise die ersten Nuten der Rolle oder die zweiten Nuten der zweiten Oberfläche, um eine andere Rolle zu stützen. Wenn das Zykloidenrad durch die Drehwelle angetrieben wird, erzeugt es eine zykloidische Drehung relativ zum Gehäuse, zudem sind der Eingangsflansch und der Ausgangsflansch durch die Oldham-Kupplung verbunden, so dass der Eingangsflansch und der Ausgangsflansch relativ zum Gehäuse durch die Rollen gedreht werden, wodurch der Effekt der verlangsamten Drehung erreicht wird.
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Der ausführliche Aufbau, die Merkmale, die Montage oder die Verwendung des Abstandshalters und des zykloidischen Reduziergetriebes mit dem Abstandshalter, die durch die vorliegende Erfindung bereitgestellt werden, werden in der ausführlichen Beschreibung der nachfolgenden bevorzugten Ausführungsform beschrieben. Der Fachmann versteht jedoch, dass die ausführliche Beschreibung und die spezifische Ausführungsform, die in der Ausführung der vorliegenden Erfindung aufgeführt sind, nur zur Veranschaulichung der vorliegenden Erfindung dienen und den Umfang der Patentanmeldung der vorliegenden Erfindung nicht einschränken sollen.
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Figurenliste
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- 1 ist eine schräge Draufsicht auf den Abstandshalter gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
- 2 ist eine schräge Draufsicht auf den Abstandshalter gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung aus einem anderen Winkel betrachtet.
- 3 ist eine Seitenansicht des Abstandshalters im ersten Gebrauchszustand gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
- 4 ist eine Seitenansicht des Abstandshalters im zweiten Verwendungszustand gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
- 5 ist eine Draufsicht auf den Abstandshalter gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, die den Abstandsunterschied vor und nach der 90-Grad-Kippung zeigt.
- 6 ist eine schräge Draufsicht auf das zykloidische Untersetzungsgetriebe der vorliegenden Erfindung.
- 7 ist eine Teil-Explosionsansicht von 6.
- 8 ist eine schräge Draufsicht auf das erfindungsgemäße zykloidische Untersetzungsgetriebe aus einem anderen Blickwinkel.
- 9 ist eine Teil-Explosionsansicht von 8.
- 10 ist eine Querschnittsansicht des zykloidischen Getriebes der vorliegenden Erfindung.
- 11a-11c sind schräge Draufsichten der Abstandshalter, die in Verbindung mit Rollen in der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet werden, und zeigen verschiedene Montagemethoden von Rollen.
- 12 ist eine Draufsicht auf den Abstandshalter, der mit den Rollen in verschiedenen Gebrauchszuständen gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verwendet wird.
- 13 ist eine kombinierte Draufsicht auf den Ausgangsflansch und die Rollen gemäß der vorliegenden Erfindung.
- 14 ist eine vergrößerte Teilansicht von 13.
- 15 ist eine schräge Draufsicht auf den Abstandshalter gemäß der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
- 16 ist eine Seitenansicht des Abstandshalters gemäß der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
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Es sei zunächst erwähnt, dass in der gesamten Beschreibung, einschließlich der nachstehend beschriebenen Ausführungsformen und der Ansprüche der Patentanmeldung, die Richtungsbegriffe, auf den Richtungen in den Zeichnungen beruhen. Zweitens werden in den Ausführungsformen und Zeichnungen, die nachstehend beschrieben werden, gleiche oder ähnliche Elemente oder Aufbaumerkmale mit den gleichen Bezugsziffern bezeichnet.
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Mit Verweis auf 1 und 2 umfasst der Abstandshalter 10 gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung eine erste Oberfläche 12, eine zweite Oberfläche 14, die von der ersten Oberfläche 12 abgewandt ist, und ein Ölreservoir 16, das durch die erste Oberfläche 12 und die zweite Oberfläche 14 hindurchgeht. Die erste Fläche 12 und die zweite Fläche 14 weisen jeweils zwei einander gegenüberliegende erste Rollenaufnahmenuten 18 und zwei einander gegenüberliegende zweite Rollenaufnahmenuten 20 auf. In dieser Ausführungsform sind die Querschnittsform der ersten Rollenaufnahmenuten 18 und die Querschnittsform der zweiten Rollenaufnahmenuten 20 bogenförmig, und die ersten Rollenaufnahmenuten 18 und die zweiten Rollenaufnahmenuten 20 haben die gleiche Krümmung.
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Es sei zudem auf 1 und 2 verwiesen. Die beiden ersten Rollenaufnahmenuten 18 der ersten Oberfläche 12 und die beiden zweiten Rollenaufnahmenuten 20 der ersten Oberfläche 12 sind in Bezug auf die Mitte der ersten Oberfläche 12 zueinander versetzt. Die beiden ersten Rollenaufnahmenuten 18 der zweiten Oberfläche 14 und die beiden zweiten Rollenaufnahmenuten 20 der zweiten Oberfläche 14 sind in Bezug auf die Mitte der zweiten Oberfläche 14 versetzt angeordnet. Die beiden ersten Rollenaufnahmenuten 18 der ersten Oberfläche 12 entsprechen den beiden zweiten Rollenaufnahmenuten 20 der zweiten Oberfläche 14, und die beiden zweiten Rollenaufnahmenuten 20 der ersten Oberfläche 12 entsprechen den beiden ersten Rollenaufnahmenuten 18 der zweiten Oberfläche 14, d.h. die Anordnung der beiden ersten Rollenaufnahmenuten 18 und der beiden zweiten Rollenaufnahmenuten 20 auf der ersten Oberfläche 12 und die Anordnung der beiden ersten Rollenaufnahmenuten 18 und der beiden zweiten Rollenaufnahmenuten 20 auf der zweiten Oberfläche 14 unterscheiden sich um 90 Grad.
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Um es einem Benutzer zu erleichtern, die Lage der ersten Rollenaufnahmenuten 18 und der zweiten Rollenaufnahmenuten 20 zu identifizieren, kann der Außenumfang des Abstandshalters 10 ferner mit vier Identifikationsabschnitten 22 versehen werden (hier werden Konkavitäten als Beispiel genommen, es wird aber nicht auf diese beschränkt). Wie in den 1 und 2 dargestellt, entsprechen die Kennzeichnungsabschnitte 22 den ersten Rollenaufnahmenuten 18 oder den zweiten Rollenaufnahmenuten 20 in einer Eins-zu-Eins-Weise. In dieser Ausführungsform entsprechen die Kennzeichnungsabschnitte 22 eins-zu-eins den ersten Rollenaufnahmenuten 18.
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Wie in den 3-5 dargestellt, definiert der Abstandshalter 10 eine Bezugsebene P, die senkrecht zu einer horizontalen Richtung X verläuft und durch einen Mittelpunkt C der maximalen Dicke des Abstandshalters 10 geht. Was die Beziehung zwischen der Bezugsebene P und der ersten Oberfläche 12 betrifft, so ist der horizontale Abstand von der Bezugsebene P zur Mitte C1 jeder ersten Rollenaufnahmenut 18 als L1 definiert, der horizontale Abstand von der Bezugsebene P zur Mitte C2 jeder zweiten Rollenaufnahmenut 20 ist als L2 definiert, und erfüllen beide die Beziehung L1>L2. Dadurch ändert sich der Abstand zwischen der Bezugsebene P und der Mitte einer Rolle 90, wenn der Abstandshalter 10 um 90 Grad von einem in 3 dargestellten ersten Gebrauchszustand S1 in einen in 4 dargestellten zweiten Gebrauchszustand S2 gedreht wird. Die Beziehung zwischen der Bezugsebene P und der zweiten Oberfläche 14 ist ebenfalls dieselbe, so dass die ausführliche Ausgestaltung hier nicht wiederholt erwähnt wird. Darüber hinaus weist die erste Oberfläche 12 einen ersten konvexen Abschnitt 24 an der Verbindung jeder ersten Rollenaufnahmerille 18 und jeder benachbarten zweiten Rollenaufnahmerille 20 auf, d.h. wie in 1 gezeigt, weist die erste Oberfläche 12 vier erste konvexe Abschnitte 24 auf. Die zweite Oberfläche 14 weist einen zweiten konvexen Abschnitt 26 an der Verbindung jeder ersten Rollenaufnahmerille 18 und jeder benachbarten zweiten Rollenaufnahmerille 20 auf, d.h. wie in 2 gezeigt, weist die zweite Oberfläche 14 vier zweite konvexe Abschnitte 26 auf. Die zweiten konvexen Abschnitte 26 entsprechen den ersten konvexen Abschnitten 24 in einer Eins-zu-Eins-Anordnung.
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Mit Verweis auf 6 bis 10 wird der Abstandshalter 10 der vorliegenden Erfindung hauptsächlich an einem zykloidischen Untersetzungsgetriebe 30 verwendet. Das zykloidische Untersetzungsgetriebe 30 umfasst ein Gehäuse 40, eine Drehwelle 50, einen Eingangsflansch 60, einen Ausgangsflansch 70, ein Untersetzungsgetriebe 80, eine Vielzahl von Rollen 90 und eine Vielzahl von Abstandshaltern 10.
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Die Drehwelle 50 durchdringt das Gehäuse 40 drehbar und hat ein Eingangsende 52 und ein Ausgangsende 54.
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Der Eingangsflansch 60 ist an einem Ende des Gehäuses 40 angebracht. Der Eingangsflansch 60 weist in der Mitte eine erste Wellenbohrung 62 auf. Der Eingangsflansch 60 wird mit Hilfe der ersten Wellenbohrung 62 auf das Eingangsende 52 der Drehwelle 50 aufgeschoben. Ein erstes Lager 66 ist zwischen dem Eingangsende 52 der Drehwelle 50 und dem Eingangsflansch 60 angeordnet, so dass die Drehwelle 50 und der Eingangsflansch 60 durch das erste Lager 66 relativ gedreht werden. Außerdem hat der Eingangsflansch 60 vier erste Verbindungspfeiler 64 um das erste Wellenloch 62.
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Der Ausgangsflansch 70 ist am anderen Ende des Gehäuses 40 vorgesehen. Der Ausgangsflansch 70 weist in der Mitte eine zweite Wellenbohrung 72 auf. Der Ausgangsflansch 70 wird mit Hilfe der zweiten Wellenbohrung 72 auf das Ausgangsende 54 der Drehwelle 50 aufgesetzt. Ein zweites Lager 76 ist zwischen dem Ausgangsende 54 der Drehwelle 50 und dem Ausgangsflansch 70 angeordnet, so dass die Drehwelle 50 und der Ausgangsflansch 70 durch das zweite Lager 76 relativ zueinander gedreht werden. Darüber hinaus weist die innere Umfangsfläche des Ausgangsflansches 70 vier zweite Verbindungspfeiler 74 um das zweite Wellenloch 72 herum auf. Die vier ersten Verbindungspfeiler 64 des Eingangsflansches 60 und die vier zweiten Verbindungspfeiler 74 des Ausgangsflansches 70 sind durch vier Schrauben 78 miteinander verbunden, um sie zusammenzufügen.
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Das Untersetzungsgetriebe 80 besteht aus zwei Zykloidenrädern 82, zwei Oldham-Kupplungen 84 und mehreren Rollenbolzen 86. Die beiden Zykloidenräder 82 sind nebeneinander angeordnet und exzentrisch in der Mitte der Drehwelle 50 gelagert. Die beiden Zykloidenräder 82 werden von den vier zweiten Verbindungssäulen 74 des Ausgangsflansches 70 durchdrungen. Eine Oldham-Kupplung 84 ist zwischen dem Eingangsflansch 60 und den Zykloidenrädern 82, die andere Oldham-Kupplung 84 ist zwischen dem Ausgangsflansch 70 und den Zykloidenrädern 82 angeordnet. Die Rollenbolzen 86 sind zwischen der inneren Umfangsfläche des Gehäuses 40 und der äußeren Umfangsfläche der Zykloidenräder 82 angeordnet, so dass die Zykloidenräder 82 stabil betrieben werden können. Wenn die Zykloidenräder 82 durch die Drehwelle 50 angetrieben werden, erzeugen sie eine zykloidale Drehung relativ zum Gehäuse 40, worauf der Eingangsflansch 60 und der Ausgangsflansch 70 durch die Oldham-Kupplungen 84 miteinander verbunden sind, so dass der Eingangsflansch 60 und der Ausgangsflansch 70 relativ zum Gehäuse 40 gedreht werden, um den Effekt der Verlangsamung der Drehung zu erzielen.
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Die Rollen 90 sind zwischen dem Gehäuse 40 und dem Eingangsflansch 60 sowie zwischen dem Gehäuse 40 und dem Ausgangsflansch 70 angeordnet und dienen als Übertragungsschnittstelle zwischen dem Gehäuse 40 und dem Eingangsflansch 60 sowie zwischen dem Gehäuse 40 und dem Ausgangsflansch 70. Anzumerken ist, dass die Anordnung der Rollen 90 je nach den tatsächlichen Bedürfnissen angepasst werden kann. Bei normalem Gebrauch sind sie zum Beispiel kreuzweise angeordnet, wie in 11a dargestellt. Wenn eine höhere radiale Belastung erforderlich ist, können einige Rollen 90 so eingestellt werden, dass sie wie in 11b dargestellt angeordnet sind. Wenn eine höhere axiale Belastung erforderlich ist, können einige Rollen 90 auch auf die in 11c gezeigte Anordnung eingestellt werden.
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Jeder Abstandshalter 10 ist zwischen zwei benachbarten Rollen 90 angeordnet. Da jeder Abstandshalter 10 in zwei verschiedene Gebrauchszustände gekippt werden kann und die Rollen 90 selektiv in ihrer Anordnung verstellt werden können, verwendet einerseits jeder Abstandshalter 10 die ersten Rollenaufnahmenuten 18 der ersten Oberfläche 12 oder die zweite Rollenaufnahmenuten 20 der ersten Oberfläche 12, um eine der Rollen 90 zu stützen, und andererseits verwendet jeder Abstandshalter 10 die zweiten Rollenaufnahmenuten 20 der zweiten Oberfläche 14 oder die ersten Rollenaufnahmenuten 18 der zweiten Oberfläche 14, um eine andere Rolle 90 zu stützen.
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Aus den vorstehenden Ausführungen ist erkennbar, dass nach Abschluss der Einrichtung des Abstandshalters 10 die Rolle 90 auf derselben Seite aufgrund des Abstandshalters 10 in zwei verschiedenen Gebrauchszuständen einen Abstandsunterschied von L3 aufweist und die Rolle 90 auf der anderen Seite ebenfalls einen Abstandsunterschied von L3 aufweist. Daher wird der Abstandshalter 10 manuell umgedreht, um den Abstand zwischen zwei benachbarten Rollen 90 unter Verwendung der vorgenannten Abstandsdifferenz L3 einzustellen. Wie in 12 dargestellt, beträgt der Abstand zwischen dem linken Ende der Rolle 90 auf der linken Seite und dem rechten Ende der Rolle 90 auf der rechten Seite G1, wenn sich der Abstandshalter 10 im ersten Gebrauchszustand S1 befindet. Wenn der Abstandshalter 10 in den zweiten Gebrauchszustand S2 gedreht wird, beträgt der Abstand zwischen dem ganz linken Ende der Rolle 90 auf der linken Seite und dem ganz rechten Ende der Rolle 90 auf der rechten Seite G2. Die Differenz zwischen G1 und G2 ist das Doppelte der Abstandsdifferenz (2×L3). Infolgedessen muss die vorliegende Erfindung nicht wie im Stand der Technik durch den Austausch von Abstandshaltern unterschiedlicher Dicke angepasst werden, solange sie um 90 Grad in einen anderen Gebrauchszustand gedreht wird, kann der Effekt der Anpassung des Abstands erzielt werden. Dadurch kann nicht nur der Arbeitsaufwand für die Montage effektiv reduziert werden, sondern es müssen auch keine unterschiedlichen Formen hergestellt werden, wodurch die Herstellungskosten gesenkt werden können. Darüber hinaus kann jeder erste konvexe Abschnitt 24 und jeder zweite konvexe Abschnitt 26 ein Design mit abgerundeten Ecken 29 aufweisen (wie in den 3 und 4 gezeigt). Wenn die Montageposition der Abstandshalter 10 abweicht, können die abgerundeten Ecken 29 verwendet werden, um den Effekt einer automatischen Korrektur ohne manuelle Einstellung zu erzielen. Andererseits variiert der von den Abstandshaltern 10 unter verschiedenen Einsatzbedingungen erzeugte Abstandsunterschied L3 in Abhängigkeit von der Größe des Eingangsflansches 60 oder des Ausgangsflansches 70, mit dem sie verwendet werden. Mit Verweis auf 13 und 14 (in 13 ist der Ausgangsflansch 70 als Beispiel dargestellt, und ist die Situation des Eingangsflansches 60 die gleiche, so dass er hier nicht gesondert dargestellt wird). Angenommen, der Durchmesser des Ausgangsflansches 70 ist ψ und der Abstand zwischen zwei benachbarten Rollen 90 ist G. Wenn der Durchmesser ψ kleiner ist, erfordert die Anordnung der Rollen 90 aufgrund der Krümmungsbeziehung einen größeren Abstand G. Umgekehrt, wenn der Durchmesser ψ größer ist, muss die Anordnung der Rollen 90 auch den Abstand G aufgrund der Krümmungsbeziehung kleiner machen, d.h. der Abstand G wird sich innerhalb eines bestimmten Bereichs entsprechend dem Durchmesser ψ ändern. Um die Änderung des Abstands G auszugleichen, liegt die Abstandsdifferenz L3 in dieser Ausführungsform zwischen 0,1 mm und 0,4 mm.
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Was zudem erwähnt werden muss, ist, dass die Querschnittsform der ersten Rolle, die Nuten 18 und die Querschnittsform der zweiten Rolle, die Nuten 20 aufnehmen, nicht auf Bögen beschränkt sind, und diese beide abgerundete Dreiecke in der zweiten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung sind, das heißt, beide haben zwei geneigte Flächen 27 und eine Bogenfläche 28, die zwischen den beiden geneigten Flächen 27 verbunden ist, wie in 15 und 16 gezeigt. Außerdem haben die ersten Rollenaufnahmenuten 18 und die zweiten Rollenaufnahmenuten 20 die gleiche Größe. Auf diese Weise bilden die beiden geneigten Flächen 27 und die Rollen 90 bei Verwendung mit den Rollen 90 einen Linienkontakt, um die Reibung zwischen ihnen zu verringern und eine Spannungskonzentration wirksam zu verhindern. Was die zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung betrifft, können der Betrieb der Abstandshalter 10' und die Effekte, die erreicht werden können, die gleichen sein, wie die der ersten Ausführungsform oben beschrieben, die hier nicht wiederholt werden.