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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Anzeigeverfahren für eine transparente Anzeigevorrichtung für ein Fortbewegungsmittel zur Darstellung eines Anzeigeinhaltes auf einer Anzeigefläche vor einem Hintergrund, sowie eine transparente Anzeigevorrichtung, ein Fahrerassistenzsystem und ein Fortbewegungsmittel zum Ausführen des Anzeigeverfahrens.
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Gemäß dem Stand der Technik wird eine transparente Anzeigevorrichtung, bspw. eine Kopf-oben-Anzeige (HUD) oder eine Augmented-Reality-Brille, mit einem konventionelle Anzeigeverfahren für ein Fortbewegungsmittel verwendet, um einen Anzeigeinhalt auf einer Anzeigefläche der transparenten Anzeigevorrichtung darzustellen. Üblicherweise weist der dargestellte Anzeigeinhalt gemäß dem Anzeigeverfahren eine einheitliche Anzeigeintensität, insbesondere eine einheitliche Helligkeit oder eine einheitliche Transparenz, auf. Wenn die Hintergrundlichtintensität für die transparente Anzeigevorrichtung nicht einheitlich ist, bspw. weist der Hintergrund einen hellen Teil mit einem blauen Himmel und einen dunklen Teil mit einem dunklen Haus auf, wird eine einheitliche Anzeigeintensität entweder mit einem durchschnittlichen Wert des gesamten Hintergrunds für die transparente Anzeigevorrichtung oder mit einem höchsten oder niedrigsten Wert für den dunklen oder den hellen Teil innerhalb des Hintergrunds für die transparente Anzeigevorrichtung bestimmt.
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Ein Problem der bekannten Anzeigeverfahren für die transparenten Vorrichtungen besteht darin, dass der Anwender teilweise den Anzeigeinhalt und/oder teilweise den Hintergrund nicht deutlich sehen könnte und die Augen des Anwenders geblendet werden könnten.
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Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die vorgenannten Nachteile des Standes der Technik zu lindern bzw. auszuräumen.
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Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche. Die Unteransprüche beinhalten bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung.
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Die vorgenannte Aufgabe wird gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung durch ein Anzeigeverfahren für eine transparente Anzeigevorrichtung gelöst. Die transparente Anzeigevorrichtung kann in einem Fortbewegungsmittel angeordnet sein oder von einem Anwender im Fortbewegungsmittel getragen sein, um einen Anzeigeinhalt auf eine Anzeigefläche vor einem Hintergrund darzustellen. Beim Hintergrund handelt es sich um alle Objekte in der Umgebung, die dem Anwender durch die transparente Vorrichtung sichtbar sind. Beim Ausführen des Anzeigeverfahrens werden ein erster Bereich und ein zweiter Bereich der Anzeigefläche ermittelt. Der erste Bereich und der zweite Bereich weisen jeweils eine erste Hintergrundlichtintensität und eine zweite Hintergrundlichtintensität auf, die sich voneinander unterscheiden. Bspw. ist der erste Bereich ein blauer Himmel und der zweite Bereich ein rotes Haus. Ferner wird eine erste Anzeigeintensität für den ersten Bereich in Abhängigkeit der ersten Hintergrundlichtintensität ermittelt. Eine zweite Anzeigeintensität wird für den zweiten Bereich in Abhängigkeit der zweiten Hintergrundlichtintensität ermittelt. Die erste und zweite Anzeigeintensität sind unterschiedlich. Die erste und zweite Anzeigeintensität weisen bspw. unterschiedliche Werte eines Lichtparameters auf. Im Ansprechen darauf wird der Anzeigeinhalt im ersten Bereich mit der ersten Anzeigeintensität und im zweiten Bereich mit der zweiten Anzeigeintensität dargestellt. Dies ermöglicht eine Anpassung der Anzeigeintensitäten für unterschiedliche Bereiche der Anzeigefläche gemäß den entsprechenden Hintergrundlichtintensitäten, sodass der Anwender beispielsweise sowohl den Anzeigeinhalt auf der Anzeigefläche als auch den Hintergrund durch die transparente Vorrichtung gleichzeitig deutlich und angenehm sehen kann. Folglich können Unfälle beim Verwenden der transparenten Vorrichtung beim Fahren mit einem Fortbewegungsmittel vermieden werden und die Fahrsicherheit erhöht werden.
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Das oben beschriebene Anzeigeverfahren gilt unter unterschiedlichen Bedingungen, um die genannte Aufgabe zu lösen. Vorzugsweise ist die erste Hintergrundlichtintensität höher als die zweite Hintergrundlichtintensität. Durch einen starken Kontrast zwischen Hintergrundlichtintensitäten kann der Anwender einerseits die die erste Hintergrundlichtintensität aufweisenden Objekte der Umgebung relativ deutlich sehen, während die Augen des Anwenders geblendet werden. Andererseits hat der Anwender Schwierigkeiten, die die zweite Hintergrundlichtintensität aufweisenden Objekte der Umgebung deutlich zu sehen und voneinander zu unterschieden. Alternativ kann ein erster Teil des Hintergrunds zum Erzeugen der ersten Hintergrundlichtintensität heller sein als ein zweiter Teil des Hintergrunds zum Erzeugen der zweiten Hintergrundlichtintensität. Die Hintergrundlichtintensität kann mindestens einen der Parameter von Lichtintensität, Lichtspektrum, Farbton, Sättigung und Helligkeit aufweisen. Der erste Teil kann aufgrund unterschiedlicher Parametereinstellungen der Hintergrundlichtintensitäten heller sein als der zweite Teil. Ferner alternativ kann der erste Bereich ein erster mittels eines Datensatzes vorbestimmter Bereich sein. Der zweite Bereich kann ein zweiter mittels des Datensatzes vorbestimmter Bereich sein. Der erste mittels eines Datensatzes vorbestimmte Bereich kann bspw. ein Bereich aus Windschutzscheibe, Seitenscheibe und/oder Heckscheibe sein. Wenn die transparente Vorrichtung eine Augmented-Reality-Brille ist, kann der erste mittels eines Datensatzes vorbestimmte Bereich ferner eine andere Anzeigefläche des Fortbewegungsmittels sein, bspw. Instrumentenanzeige, Navigations-, Bedienungs- und/oder Entertainment-Anzeigefläche. Im Gegensatz zu dem ersten vorbestimmten Bereich kann der zweite mittels des Datensatzes vorbestimmte Bereich ein anderer Teilbereich innerhalb oder außerhalb des Fortbewegungsmittels sein, insbesondere eine Fläche, die eine schwächere Lichtintensität und/oder einen dunkleren Farbton aufweist. Bspw. kann der zweite mittels des Datensatzes vorbestimmte Bereich eine Motorhaube, einen Fahrzeugsitz, Teile von Karosserie, nicht beleuchtende Teile eines Armaturenbretts und/oder andere Innenraumoberflächen des Fortbewegungsmittels aufweisen.
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Vorzugsweise ist die erste Anzeigeintensität höher als die zweite Anzeigeintensität. Der Anwender kann somit ein im Wesentlichen gleiches Sehgefühl auf den Anzeigeinhalt mit der ersten und zweiten Anzeigeintensität haben, wenn der Anwender einen eine höhere Hintergrundlichtintensität aufweisenden ersten Bereich und einen eine schwächere Hintergrundlichtintensität aufweisenden zweiten Bereich sieht. Eine Helligkeit der ersten Anzeigeintensität kann höher als eine Helligkeit der zweiten Anzeigeintensität sein. Der Anwender kann somit ein im Wesentlichen gleiches Sehgefühl auf den Anzeigeinhalt mit der ersten und zweiten Helligkeit haben, wenn der Anwender einen eine höhere Hintergrundlichtintensität aufweisenden ersten Bereich und einen eine schwächere Hintergrundlichtintensität aufweisenden zweiten Bereich sieht. Ferner kann eine Transparenz der ersten Anzeigeintensität niedriger sein als eine Transparenz der zweiten Anzeigeintensität. Die Transparenz ist gemäß der vorliegenden Erfindung die Fähigkeit von Anzeigefläche, Lichtwellen, nämlich elektromagnetische Wellen, hindurchzulassen. Die Transparenz kann herkömmlicherweise beim Darstellen des Anzeigeinhalts durch Einstellung von Lichtintensität, Lichtspektrum, Farbton, Sättigung und/oder Helligkeit des Anzeigeinhalts bestimmt werden. Folglich wird der Anzeigeinhalt im ersten Bereich relativ intensiver dargestellt als der Anzeigeinhalt im zweiten Bereich.
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Vorzugsweise wird die Hintergrundlichtintensität bezüglich einer Perspektive eines Anwenders bestimmt. Die Hintergrundlichtintensität bezeichnet eine Lichtintensität, die durch den Hintergrund mit den der Perspektive zugehörigen Objekten bestimmt ist. Die Perspektive bezeichnet die räumlichen, insbesondere linearen Verhältnisse von Objekten im Raum. Die Perspektive kann in Abhängigkeit einer Position und/oder Kopfpose des Anwenders und/oder mittels einer Kamera bestimmt werden. Die Perspektive kann durch entweder eine Veränderung der Orte der Objekte oder eine Veränderung des Ortes des Anwenders und/oder der Kamera im Raum verändert werden. Anstatt der Perspektive kann gemäß der vorliegenden Erfindung auch ein Blinkwinkel oder Sichtwinkel verwendet werden. Der erste Bereich und der zweite Bereich können mittels der Perspektive ermittelt werden. Wenn der durch die Perspektive bestimmte Hintergrund für die Anzeigefläche bestimmt ist und dieser Hintergrund zwei unterschiedliche Hintergrundlichtintensitäten aufweist, kann die Anzeigefläche in einen ersten und zweiten Bereich unterteilt werden.
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Vorzugsweise wird mindestens eine Anzeigeintensität eines Pixels einer Pixelmatrix der transparenten Anzeigevorrichtung einzeln gesteuert. Dies ist vorteilhaft, um abwechslungsreiche Informationen darzustellen und gleichzeitig die angezeigten Informationen je nach Bedarf mit verschiedenen Werten von Lichtparametern anzupassen. Eine Anzeigeintensität eines Pixels kann eine Helligkeit, eine Dunkelheit und/oder eine Transparenz des Pixels aufweisen. Eine der ersten und zweiten Anzeigeintensität kann einzeln gesteuert werden. Auf diese Weise kann die Anzeigeintensität mit unterschiedlichen Parametereinstellungen angepasst werden.
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Vorzugsweise werden mehrere Pixel für den ersten Bereich in Abhängigkeit der ersten Anzeigeintensität gemeinsam gesteuert. Mehrere Pixel für den zweiten Bereich können in Abhängigkeit der zweiten Anzeigeintensität gemeinsam gesteuert werden. Dies ermöglicht, dieselbe Parametereinstellung von mehreren Pixeln in dem ersten oder zweiten Bereich synchron zu verwenden, was die Steuerung vereinfacht.
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Vorzugsweise erfolgt die Ermittlung der Hintergrundlichtintensitäte mittels eines ortsaufgelösten Sensors, bevorzugt eines Pixelsensors oder CCD-Sensors. Mittels des ortsaufgelösten Sensors kann der durch die Perspektive bestimmte Hintergrund für die Anzeigefläche mit einer vorbestimmten räumlichen Auflösung ermittelt werden.
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Vorzugsweise weist der Anzeigeinhalt wahlfreie Inhalte auf. Der Anzeigeinhalt bezieht sich insbesondere auf das Fahrzeug, bevorzugt auf Fahrt-Parameter, Navigationshinweise, eine Himmelsrichtung, Fahrtrichtung, Position einer Ladestation, Position einer Tankstelle, eine maximalzulässige Höchstgeschwindigkeit, Warnung und/oder Information, die von einem BUS-System, bevorzugt CAN oder FlexRay, stammt.
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Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung weist eine transparente Anzeigevorrichtung eine Sensoreinheit und eine Steuereinheit auf. Die Anzeigevorrichtung ist eingerichtet, um einen Hintergrund einer Anzeigefläche zu ermitteln und analysieren und einen Anzeigeinhalt anzuzeigen. Die Sensoreinheit ist eingerichtet, um jeweilige Hintergrundlichtintensitäten zweier Bereiche der Anzeigefläche zu ermitteln. Die Steuereinheit ist eingerichtet, ein vorhergehendes Anzeigeverfahren auszuführen. Insbesondere kann die Steuereinheit entweder automatisch das Anzeigeverfahren ausführen oder manuell nach einer Bedienung des Anwenders das Anzeigeverfahren ausführen.
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Vorzugsweise weist die transparente Anzeigevorrichtung ferner eine Anzeigeeinheit auf. Hierzu kann die transparente Anzeigevorrichtung eine Kopf-oben-Anzeige oder eine kopftragbare Vorrichtung, insbesondere eine Augmented-Reality-Brille, sein. Bei der Kopf-oben-Anzeige wird die Perspektive bevorzugt mittels einer Kamera bestimmt. Diese durch die Kamera bestimmte Perspektive kann auch in Abhängigkeit einer dreidimensionalen Position der Augen des Anwenders angepasst werden. Bei der kopftragbaren Vorrichtung wird die Perspektive bevorzugt in Abhängigkeit einer Kopfpose des Anwenders bestimmt. Auf diese Weise wird, wenn sich der Kopf mit der transparenten Vorrichtung bewegt, die Perspektive entsprechend dem veränderten Hintergrund vor der Anzeigefläche erneut bestimmt. Ein Unterscheid zwischen der Kopf-oben-Anzeige und der kopftragbaren Vorrichtung liegt darin, dass der Hintergrund der Kopf-oben-Anzeige wegen der statischen Position der Anzeigefläche relativ statisch ist und der Hintergrund der kopftragbaren Vorrichtung wegen der veränderbaren Kopfpose relativ dynamisch ist.
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Gemäß einem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung weist ein Fahrerassistenzsystem eine oben beschriebene transparente Anzeigevorrichtung und eine Navigationsvorrichtung auf. Mittels des Fahrerassistenzsystems können die Navigationsinformationen in Textform und/oder bildlich auf der Anzeigevorrichtung dargestellt werden. Bevorzugt weist das Fahrerassistenzsystem eine Anwenderschnittstelle auf, um die Funktion eines vorhergehenden Anzeigeverfahrens zu aktivieren und/oder zu deaktivieren. Bevorzugt wird ein Audiosignal ausgegeben, wenn ein vorhergehendes Anzeigeverfahren ausgeführt oder beendet wird.
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Gemäß einem vierten Aspekt der vorliegenden Erfindung weist ein Fortbewegungsmittel, insbesondere Fahrzeug, ein oben beschriebenes Fahrerassistenzsystem auf. Im Unterschied zu bisherigen Fortbewegungsmitteln können Anzeigeinformationen des Fahrerassistenzsystems besser dargestellt werden, sodass nicht nur die Fahrsicherheit besser gewährleistet wird, sondern auch der Anwender, insbesondere der Fahrer, alle Objekte und die Anzeigeinformationennatürlicher und komfortabler sehen kann.
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Durch die vorliegende Erfindung ist es möglich, den Anzeigeinhalt in einem durch eine erste Hintergrundlichtintensität bestimmten ersten Bereich einer Anzeigefläche mit einer ersten Anzeigeintensität und in einem durch eine zweite Hintergrundlichtintensität bestimmten zweiten Bereich der Anzeigefläche mit einer zweiten Anzeigeintensität darzustellen. Durch das erfindungsgemäße Anzeigeverfahren, die erfindungsgemäße transparente Anzeigevorrichtung, das erfindungsgemäße Fahrerassistenzsystem und das erfindungsgemäße Fortbewegungsmittel werden eine bessere Fahrsicherheit und eine bessere Ergonomie des Anwenders gewährleistet.
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Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und den Figuren. In den Zeichnungen ist:
- 1 eine schematische Darstellung einer einen Anzeigeinhalt darstellenden Anzeigefläche mit einer einheitlichen Hintergrundlichtintensität und einer einheitlichen Anzeigeintensität gemäß dem Stand der Technik,
- 2 eine schematische Darstellung einer einen Anzeigeinhalt darstellenden Anzeigefläche mit zwei unterschiedlichen Hintergrundlichtintensitäten und einer einheitlichen Anzeigeintensität gemäß dem Stand der Technik,
- 3 eine schematische Darstellung einer einen Anzeigeinhalt darstellenden Anzeigefläche mit zwei unterschiedlichen Hintergrundlichtintensitäten und zwei entsprechenden unterschiedlichen Anzeigeintensitäten gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
- 4 eine schematische Darstellung der Zusammenhänge zwischen dem Anzeigeinhalt, der Anzeigefläche und dem Hintergrund gemäß der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung,
- 5 eine schematische Darstellung eines ersten Beispiels für 1, wobei der der Anzeigefläche entsprechende Hintergrund nur teilweise einen Himmel aufweist,
- 6 eine schematische Darstellung eines zweiten Beispiels für 1, wobei der der Anzeigefläche entsprechende Hintergrund nur teilweise ein Armaturenbrett aufweist,
- 7 eine schematische Darstellung eines dritten Beispiels für 1, wobei der der Anzeigefläche entsprechende Hintergrund nur teilweise einen Berg aufweist,
- 8 eine schematische Darstellung eines Beispiels für 2, wobei der der Anzeigefläche entsprechende Hintergrund einen Himmel und einen Berg aufweist, wobei die Anzeigeintensität einheitlich ist,
- 9 eine schematische Darstellung eines Beispiels für 3 gemäß der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, wobei der der Anzeigefläche entsprechende Hintergrund einen Himmel und einen Berg aufweist und die Anzeigefläche in zwei Bereichen mit einer ersten Anzeigeintensität und einer zweiten, von der ersten Anzeigeintensität unterschiedlichen Anzeigeintensität vorgesehen ist, und
- 10 ein Flussdiagramm mit veranschaulichenden Schritten eines erfindungsgemäßen Anzeigeverfahrens gemäß der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
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1 zeigt eine schematische Darstellung einer Anzeigefläche 6 gemäß dem Stand der Technik. Ein Anzeigeinhalt 5 wird auf der Anzeigefläche 6 dargestellt. Der Anzeigeinhalt 5 kann wahlfreie Inhalte aufweisen, insbesondere mit Bezug auf das Fahrzeug, beispielsweise Fahrt-Parameter, Navigationshinweise, eine Himmelsrichtung, Fahrtrichtung, Position einer Ladestation, Position einer Tankstelle, eine maximalzulässige Höchstgeschwindigkeit, Warnung und/oder Information, die von einem BUS-System, bevorzugt CAN oder FlexRay, stammt. Die Anzeigefläche 6 entspricht einer einheitlichen Hintergrundlichtintensität 31 in dem Hintergrund 7 und weist eine einheitliche Anzeigeintensität 32 für den Anzeigeinhalt 5 auf. In diesem Szenario ist der Hintergrund 7 relativ einfach und kann entweder nur ein Objekt mit einer einheitlichen Hintergrundlichtintensität 31 oder mehrere Objekte mit einer einheitlichen Hintergrundlichtintensität 31 aufweisen. Die einheitliche Hintergrundlichtintensität 31 kann entweder dieselbe Hintergrundlichtintensität oder mehrere ähnliche Hintergrundlichtintensitäten aufweisen. Wenn kein großer Unterschied zwischen Hintergrundlichtintensitäten unterschiedlicher Bereiche eines Objekts oder mehrerer Objekte besteht, ist eine einheitliche Hintergrundlichtintensität 31 vorgesehen.
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2 zeigt eine schematische Darstellung einer einen Anzeigeinhalt 5 darstellenden Anzeigefläche 6 mit zwei unterschiedlichen Hintergrundlichtintensitäten 11, 21 und einer einheitlichen Anzeigeintensität 32 gemäß dem Stand der Technik. Im Unterschied zur 1 weist die Anzeigefläche 6 in 2 eine erste Hintergrundlichtintensität 11 und eine zweite, von der ersten Hintergrundlichtintensität 11 unterschiedliche Hintergrundlichtintensität 21 auf, wonach der Hintergrund 7 in mindestens einen ersten Teil 13 und einen zweiten Teil 23 unterteilt wird und die Anzeigefläche 6 entsprechend in mindestens einen ersten Bereich 10 und einen zweiten Bereich 20 unterteilt wird. In dem in 2 gezeigten Szenario ist dem Anwender die einheitliche Anzeigeintensität 32 im Vergleich zu einer der ersten und zweiten Hintergrundlichtintensität 11, 21 zu hell. Beispielsweise ist die erste Hintergrundlichtintensität 11 höher als die zweite Hintergrundlichtintensität 22. Der große Unterschied zwischen der zweiten Hintergrundlichtintensität 21 und der einheitlichen Anzeigeintensität 32 könnte unangenehm für die Augen des Anwenders sein, was Unfälle begünstigen könnte.
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3 zeigt eine schematische Darstellung einer einen Anzeigeinhalt 5 darstellenden Anzeigefläche 6 mit zwei unterschiedlichen Hintergrundlichtintensitäten 11, 21 und zwei entsprechenden unterschiedlichen Anzeigeintensitäten 12, 22 gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Im Unterschied zu 2 weist der Anzeigeinhalt 5 in 3 mindestens einen ersten Abschnitt 14 mit einer ersten Anzeigeintensität 12 und einen zweiten Abschnitt 24 mit einer zweiten, von der ersten Anzeigeintensität 12 unterschiedliche Anzeigeintensität 22 auf. Die erste und zweite Anzeigeintensität 12, 22 entsprechen jeweils der ersten und zweiten Hintergrundlichtintensität 11, 21. Beispielsweise kann, wenn die erste Hintergrundlichtintensität 11 höher ist als die zweite Hintergrundlichtintensität 21, die erste Anzeigeintensität 12 entsprechend höher als die zweite Anzeigeintensität 22 eingestellt werden. Vorzugsweise wird nur die zweite Anzeigeintensität 22 angepasst. Die Anpassung der zweiten Anzeigeintensität 22 kann in Abhängigkeit der entsprechenden zweiten Hintergrundlichtintensität 21 erfolgen. Auf diese Weise ist kein großer Unterschied zwischen der zweiten Hintergrundlichtintensität 21 und der zweiten Anzeigeintensität 22 vorgesehen, wodurch der Anwender natürlicher und komfortabler sehen kann. Ferner kann die erste Anzeigeintensität 21 entsprechend der ersten Hintergrundlichtintensität 11 angepasst werden, sodass der Unterschied zwischen der ersten Hintergrundlichtintensität 11 und der ersten Anzeigeintensität 21 reduziert wird. Mittels einer gemeinsamen Anpassung der ersten und zweiten Anzeigeintensität 12, 22 jeweils in Abhängigkeit der ersten und zweiten Hintergrundlichtintensität 11, 21 kann der Anwender beim Beobachten des Anzeigeinhalts 6 und des Hintergrunds 7 angenehm sehen. Insbesondere kann bei der gemeinsamen Anpassung ferner der Unterschied zwischen der ersten und zweiten Hintergrundlichtintensität 11, 21 berücksichtigt werden.
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4 zeigt eine schematische Darstellung der Zusammenhänge zwischen dem Anzeigeinhalt 5, der Anzeigefläche 6 und dem Hintergrund 7 gemäß der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. An einer oberen Stelle der 4 ist der Hintergrund 7 gezeigt, der den ersten Teil 13 zum Erzeugen der ersten Hintergrundlichtintensität 11 und den zweiten Teil 23 zum Erzeugen der zweiten Hintergrundlichtintensität 21 aufweist. An einer mittleren Stelle der 4 ist die Anzeigefläche 6 vorgesehen, die den ersten Bereich 10 mit der ersten Hintergrundlichtintensität 11 und den zweiten Bereich 20 mit der zweiten Hintergrundlichtintensität 21 aufweist. An einer unteren Stelle der 4 ist der Anzeigeinhalt 5 vorgesehen, der den ersten Abschnitt 14 mit der der ersten Hintergrundlichtintensität 11 entsprechenden ersten Anzeigeintensität 12 und den zweiten Abschnitt 15 mit der der zweiten Hintergrundlichtintensität 21 entsprechenden zweiten Anzeigeintensität 22 aufweist. In 4 sind die Zusammenhänge zwischen dem Anzeigeinhalt 5, der Anzeigefläche 6 und dem Hintergrund 7 gemäß der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung veranschaulicht, indem der erste Teil 13 und der zweite Teil 23 des Hintergrunds 7 jeweils mittels einer punktierten Linie auf den ersten Bereich 10 und den zweiten Bereich 20 der Anzeigefläche 6 projiziert sind und der erste Abschnitt 14 und der zweite Abschnitt 24 des Anzeigeinhalts 5 jeweils mittels einer punktierten Linie auf den ersten Bereich 10 und den zweiten Bereich 20 der Anzeigefläche 6 projiziert sind.
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Es wird auf die 5 bis 7 Bezug genommen. 5 zeigt eine schematische Darstellung eines ersten Beispiels für 1, wobei der der Anzeigefläche 6 entsprechende Hintergrund 7 nur teilweise einen Himmel aufweist. 6 zeigt eine schematische Darstellung eines zweiten Beispiels für 1, wobei der der Anzeigefläche 6 entsprechende Hintergrund 7 nur teilweise ein Armaturenbrett aufweist. 7 zeigt eine schematische Darstellung eines dritten Beispiels für 1, wobei der der Anzeigefläche 6 entsprechende Hintergrund 7 nur teilweise einen Berg aufweist. In dem ersten, zweiten und dritten Beispiel wird der Anzeigeinhalt 5 mit einer einheitlichen Anzeigeintensität 32 auf der Anzeigefläche 6 mit einer einheitlichen Hintergrundlichtintensität 31 vor dem Hintergrund 7 dargestellt. Eine Gemeinsamkeit von dem ersten, zweiten und dritten Beispiel liegt darin, dass die Hintergrundlichtintensität 32 des Hintergrunds 7 für die Anzeigefläche 6 einheitlich ist und die Anzeigeintensität 31 des Anzeigeinhalts 5 einheitlich ist. Das erste, zweite und dritte Beispiel unterscheiden sich davon, dass der der Anzeigefläche 6 entsprechende Hintergrund 7 jeweils ein unterschiedliches Objekt aufweist.
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8 zeigt eine schematische Darstellung eines Beispiels für 2, wobei der der Anzeigefläche 6 entsprechende Hintergrund 7 einen Himmel und einen Berg aufweist, wobei die Anzeigeintensität 32 einheitlich ist. In diesem Szenario ist dem Anwender die einheitliche Anzeigeintensität 32 im Vergleich zu der dem Berg entsprechenden zweiten Hintergrundlichtintensität 21 zu stark, was den Augen des Anwenders unangenehm ist. Anstatt des Himmels und des Bergs kann der Anzeigeinhalt 5 zwei andere Objekte mit unterschiedlichen Hintergrundlichtintensitäten aufweisen, beispielsweise eine Wiese und ein Gebäude.
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9 zeigt eine schematische Darstellung eines Beispiels für 3 gemäß der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, wobei der der Anzeigefläche 6 entsprechende Hintergrund 7 einen Himmel und einen Berg aufweist und die Anzeigefläche 6 mit einer ersten Anzeigeintensität 12 und einer zweiten, von der ersten Anzeigeintensität 12 unterschiedlichen Anzeigeintensität 22 vorgesehen ist. Die erste Hintergrundlichtintensität 11 für den Himmel ist höher als die zweite Hintergrundlichtintensität 21 für den Berg. Der erste Abschnitt 14 des Anzeigeinhalts 5 wird mit einer ersten Anzeigeintensität 12 dargestellt, die höher ist als die zweite Anzeigeintensität 22 für den zweiten Abschnitt 24 des Anzeigeinhalts 5. Mindestens wird die zweite Anzeigeintensität 22 in Abhängigkeit der zweiten Hintergrundlichtintensität 21 angepasst, insbesondere vermindert. Dies hat den Vorteil, dass der Anwender den Anzeigeinhalt 5 vor dem Berg des Hintergrunds 7 natürlicher und komfortabler sehen kann. Ferner kann die erste Anzeigeintensität 12 in Abhängigkeit der ersten Hintergrundlichtintensität 11 angepasst. Wenn die erste und zweite Anzeigeintensität 12, 22 jeweils in Abhängigkeit der ersten und zweiten Hintergrundlichtintensität 11, 21 angepasst werden, kann der Anwender beim Beobachten des gemeinsamen Anzeigeinhalts 5 und des gemeinsamen Hintergrunds 7 angenehm sehen.
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10 zeigt ein Flussdiagramm mit veranschaulichenden Schritten eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß der Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. In einem ersten Schritt wird eine Ermittlung 100 ausgeführt, um einen ersten Bereich 10 der Anzeigefläche 6 mit einer ersten Hintergrundlichtintensität 11 und einen zweiten Bereich 20 der Anzeigefläche 6 mit einer zweiten, von der ersten Hintergrundlichtintensität 11 unterschiedlichen Hintergrundlichtintensität 21 zu bestimmen. In einem zweiten Schritt wird eine Ermittlung 200 ausgeführt, um eine erste Anzeigeintensität 12 für den ersten Bereich 10 in Abhängigkeit der ersten Hintergrundlichtintensität 11 und eine zweite, von der ersten Anzeigeintensität 12 unterschiedlichen Anzeigeintensität 22 für den zweiten Bereich 20 in Abhängigkeit der zweiten Hintergrundlichtintensität 21 zu bestimmen. In einem dritten Schritt wird der Anzeigeinhalt 5 in dem ersten Bereich 10 der Anzeigefläche 6 mit der ersten Anzeigeintensität 12 und in dem zweiten Bereich 20 der Anzeigefläche 6 mit der zweiten Anzeigeintensität 22 dargestellt.
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Auch wenn die erfindungsgemäßen Aspekte und vorteilhaften Ausführungsformen anhand der in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungsfiguren erläuterten Ausführungsbeispiele im Detail beschrieben worden sind, sind für den Fachmann Modifikationen und Kombinationen von Merkmalen der dargestellten Ausführungsbeispiele möglich, ohne den Bereich der vorliegenden Erfindung zu verlassen, deren Schutzbereich durch die beigefügten Ansprüche definiert wird.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- transparente Anzeigevorrichtung
- 2
- Fahrerassistenzsystem
- 3
- Fortbewegungsmittel
- 4
- Fahrzeug
- 5
- Anzeigeinhalt
- 6
- Anzeigefläche
- 7
- Hintergrund
- 10
- erster Bereich
- 11
- erste Hintergrundlichtintensität
- 12
- erste Anzeigeintensität
- 13
- erster Teil
- 14
- erster Abschnitt
- 20
- zweiter Bereich
- 21
- zweite Hintergrundlichtintensität
- 22
- zweite Anzeigeintensität
- 23
- zweiter Teil
- 24
- zweiter Abschnitt
- 31
- einheitliche Hintergrundlichtintensität
- 32
- einheitliche Anzeigeintensität
- 100 bis 300
- Verfahrensschritte