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Die Erfindung betrifft ein Beleuchtungssystem eines fest umschlossenen Laderaums eines Transportfahrzeugs gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Ansteuerung eines Beleuchtungssystems gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 10.
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Auf dem Gebiet der Beleuchtungstechnik ist es bekannt, eine Ansteuerung von Beleuchtungsvorrichtungen in einer interaktiven Weise von Signalen eines Sensors oder von Sensoren abhängig zu machen, um einen von der betreffenden Anwendung abhängigen gewünschten Effekt zu erreichen.
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Ein derartiger gewünschter Effekt ist es beispielsweise, Waren in einem Verkaufsraum bei Annäherung eines potentiellen Kunden durch eine geeignete Beleuchtung in vorteilhafter Weise zu präsentieren, ohne andere gewünschte Effekte wie beispielsweise eine bestimmte Lichtstimmung oder einen angestrebten niedrigen Energieverbrauch zu zerstören.
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Beispielsweise ist aus der
US 8 258 708 , B2 ein interaktives Lichtsystem für einen Kleiderständer bekannt, insbesondere zum Erzeugen einer attraktiven Beleuchtung für Kleidung, die an einer Schiene des Kleiderständers hängt. Das interaktive Lichtsystem enthält eine oder mehrere in den Kleiderständer integrierte Lichtquellen und einen Sensor oder mehrere Sensoren, beispielsweise Infrarot- oder Ultraschallsensoren, die zum Erfassen eines Objekts und zum Erzeugen von Signalen vorgesehen sind, wenn das Objekt ganz allgemein vor dem Kleiderständer befindlich erfasst wird. Das Lichtsystem beinhaltet ferner eine Steuereinheit, die zum Empfangen und Analysieren der Signale der Sensoren und zum Erzeugen von Steuersignalen für eine dynamische Steuerung der Lichtquellen, zumindest teilweise auf den Signalen basierend, vorgesehen ist. Dabei beinhaltet die dynamische Steuerung der Lichtquellen ein Umschalten der Lichtquellen zwischen einem dynamischen und einem statischen Modus in Abhängigkeit eines Abstandes zwischen dem Objekt und dem Kleiderständer. Das Umschalten beinhaltet ein Erzeugen der Steuersignale, die konfiguriert sind, um einen gleichmäßigen Wechsel zwischen pulsierendem und kontinuierlichem Licht zu bewirken, das von den Lichtquellen ausgesendet wird.
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Ferner schlägt die
JP 2016 170 921 A ein Lichtsteuersystem vor, mit dem ein von einer Person aufgenommener Gegenstand bei guten Beleuchtungsverhältnissen angesehen werden kann. Das Lichtsteuersystem beinhaltet eine Beleuchtungseinheit, eine Abbildungsvorrichtung zum Abbilden von Personen und Objekten innerhalb eines Beleuchtungsbereichs der Beleuchtungseinheit, einen Bewegungsmelder zum Erfassen von Bewegungen der Personen aus Bildern, die von der Abbildungsvorrichtung aufgenommen wurden, und eine Steuervorrichtung zum Steuern der Beleuchtungseinheit. Der Bewegungsmelder erfasst die Bewegung einer Person, um ein Objekt, beispielsweise ein Buch aus einem Bücherregal, mit der Hand aufzunehmen, und erfasst auch die Fortsetzung eines Zustands, in dem die Person das Objekt in der Hand hält. Die Steuervorrichtung steuert die Beleuchtungseinheit, um eine Farbtemperatur des Beleuchtungslichts auf eine zweite Farbtemperatur einzustellen, die höher als eine normale erste Farbtemperatur ist, wenn die Bewegung der Person, um das Objekt mit der Hand aufzunehmen, vom Bewegungsmelder erfasst wird und steuert die Beleuchtungseinheit, um die Farbtemperatur auf die erste Farbtemperatur zurückzusetzen, wenn die Fortsetzung des Zustands einen bestimmten Zeitraum überschreitet.
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Ein weiterer, möglicher gewünschter Effekt, der beispielsweise aus dem Gebiet der Haushaltstechnik bekannt ist, ist eine anforderungsgesteuerte Funktion der Beleuchtung zur Orientierung eines Gerätebenutzers bei gleichzeitiger Erfüllung eines angestrebten niedrigen Energieverbrauchs.
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Beispielsweise stellt die
US 9 795 010 B2 ein interaktives Haushaltsgerät bereit. Das Haushaltsgerät beinhaltet ein Gerätegehäuse mit einer Außenseite und einem Griff sowie eine Vielzahl von Beleuchtungsvorrichtungen, die elektrisch und interaktiv mit mindestens einem Näherungssensor verbunden sind, der Sensordaten innerhalb eines Sensorfeldes erfasst, das sich über einen Abstand von der Außenseite des Gerätegehäuses erstreckt. Dabei führt jede Beleuchtungsvorrichtung der Vielzahl von Beleuchtungsvorrichtungen eine programmierte Funktion aus und reagiert auf eine Störung des Sensorfeldes. Eine Störung im Sensorfeld aktiviert mindestens eine Beleuchtungsvorrichtung der Vielzahl von Beleuchtungsvorrichtungen in der Nähe der Unterseite des Haushaltsgeräts, und die mindestens eine Beleuchtungsvorrichtung in der Nähe der Unterseite des Haushaltsgeräts beleuchtet eine allgemeine Begrenzungsfläche in der Nähe der Unterseite des Haushaltsgeräts. Die Vielzahl der Beleuchtungsvorrichtungen ist in eine dem Benutzer zugewandte Oberfläche der Außenseite des Haushaltsgeräts integriert, wobei die mindestens eine Beleuchtungsvorrichtung der Vielzahl der Beleuchtungsvorrichtungen auf einer Oberfläche des Griffs positioniert ist.
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Als Sensoren können beispielsweise Fotozellensensoren, Radarsensoren, Sonarsensoren, induktive oder kapazitive Sensoren, Magnetsensoren und dergleichen eingesetzt werden.
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Das Haushaltsgerät kann als Kühlschrank ausgebildet sein. Die Sensoren können auch erkennen, wenn ein Benutzer in ein Regal oder eine Schublade des Kühlschranks gegriffen hat, und können ein Licht einschalten, das für den Bereich entsprechend festgelegt ist.
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Beispielsweise könnten die Sensordaten anzeigen, dass sich ein Benutzer dem Kühlschrank nähert. Die Steuerung kann dann darauf reagieren, indem sie ein oder mehrere Lichter einschaltet oder die Lichtintensität erhöht, um die Anzeige von Details des Kühlschranks zu unterstützen. Sobald der Benutzer am Kühlschrank vorbei gegangen ist oder ihn verlassen hat, können die kontinuierlich bereitgestellten Sensordaten eine Steuerung darüber informieren, dass die Beleuchtung des Lichts ausgeschaltet oder verringert werden soll, wodurch eine Rückmeldung erfolgt, dass sich niemand in der Nähe des Kühlschranks befindet.
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Interaktive Beleuchtungssysteme, bei denen zumindest eine Eigenschaft in Abhängigkeit eines Sensors oder mehrerer Sensoren gesteuert werden, sind auch auf dem Gebiet der Kraftfahrzeugtechnik bekannt.
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Zum Beispiel beschreibt die
DE 10 2016 203 164 A1 ein Lichttherapie-Beleuchtungssystem für einen Fahrzeuginnenraum eines Fahrzeugs, wobei das Lichttherapie-Beleuchtungssystem dazu geeignet ist, durch Lichtmangel verursachte Depressionen (die sogenannte Winterdepression, engl. seasonal affective depression) zu lindern und allgemein das Wohlbefinden zu steigern. Das Lichttherapie-Beleuchtungssystem beinhaltet eine Beleuchtungsvorrichtung mit mindestens einer Lichtquelle, die innerhalb des Fahrzeuginnenraums angeordnet und dazu ausgebildet ist, einen Nutzbereich innerhalb des Fahrzeuginnenraums zu beleuchten, wenigstens eine Sensoreinheit, die dazu ausgebildet ist, die Beleuchtungsstärke in diesem Nutzbereich zu erfassen, eine weitere Sensoreinheit, beispielsweise ein Kamerasystem, die dazu ausgebildet ist, eine Blickrichtung des Nutzers zu erfassen, und eine Regeleinheit, die dazu eingerichtet ist, die von der Sensoreinheit erfasste Beleuchtungsstärke von dieser zu empfangen und die Helligkeit wenigstens einer Lichtquelle der Beleuchtungsvorrichtung so zu regeln, dass die von der Sensoreinheit erfasste Beleuchtungsstärke im Nutzbereich einer Soll-Beleuchtungsstärke entspricht. Die weitere Sensoreinheit zur Erfassung der Blickrichtung ist so positioniert, dass die Blickrichtung in möglichst allen denkbaren Fahrerpositionen erfassbar ist. Die Regeleinheit ist ferner dazu eingerichtet, die von der weiteren Sensoreinheit erfasste Blickrichtung des Nutzers auszuwerten und Lichtquellen der Beleuchtungsvorrichtung in den vom Nutzer betrachteten Raumbereichen abzuschalten oder in ihrer Intensität zu mindern.
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Nutzfahrzeuge werden von einer Vielzahl von Anwendern mit einem sehr breiten Anwendungsbereich eingesetzt. Viele Benutzer stellen Regale in das Fahrzeug, um Objekte wie Teile und/oder Werkzeuge und/oder Pakete zu lagern.
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In der Regel reisen etwa Handwerker, die bei einem Kunden arbeiten oder auf einer Baustelle einen Auftrag ausführen sollen, mit einem Transportfahrzeug, das in einem geschlossenen Laderaum eine Vielzahl von erforderlichen Werkzeuge und anderen Hilfsmitteln enthält, zu den unterschiedlichen Standorten. Eine ausreichende Beleuchtung, die ein schnelles Auffinden von notwendigen Objekten für einen effizienten Arbeitsablauf ermöglicht, ist unerlässlich. An einer solchen mangelt es jedoch häufig aufgrund der Bauform des Transportfahrzeugs, dass außer einer Schiebetür unter Umständen kein oder nur ein kleinflächiges Außenfenster aufweist.
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Eine triviale Lösung, bei der im Laderaum des Transportfahrzeugs verteilt eine große Anzahl von Beleuchtungskörpern mit hoher Lichtstärke angeordnet ist verbietet sich aufgrund eines zu großen Energieverbrauchs. Auch eine Lösung, bei der zusätzliche Beleuchtungskörper durch einen Bediener zugeschaltet werden können, weist Nachteile hinsichtlich Bedienungsfreundlichkeit und Energieverbrauch auf.
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Eine Lösung schlägt die
EP 2 094 530 B1 mit einem Ablagesystem für einen Laderaum in einem Kundendienstfahrzeug vor, das mindestens zwei Ebenen übereinander und mindestens einen Lagerraum unter der unteren der beiden Ebenen aufweist. Das Ablagesystem beinhaltet ferner mindestens zwei miteinander verbundene Lichtquellen, die an ein elektrisches System des Kundendienstfahrzeugs angeschlossen werden können, wobei die Lichtquellen an der oberen der beiden Ebenen angeordnet sind und die untere Ebene eine im Wesentlichen horizontale Ablage enthält. Die Ablage weist eine der Anzahl von Lichtquellen entsprechende Anzahl von Durchgangsöffnungen auf, wobei jede der Durchgangsöffnungen in einer Flucht mit einer entsprechenden der Lichtquellen angeordnet ist, so dass Licht von den Lichtquellen durch die Durchgangsöffnungen den Lagerraum beleuchtet.
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Mit dem Ablagesystem kann es ermöglicht sein, mehrere Lichtquellen miteinander zu verbinden und ein Beleuchtungssystem für Servicefahrzeuge mit unterschiedlichen Längen aufzubauen. Das Beleuchtungssystem des Servicefahrzeugs kann an verschiedenen Orten mit unterschiedlichen Anordnungsbereichen rund um die Ladung und den Rückraum angeordnet werden, um die Beleuchtung im gesamten Servicefahrzeug und an bestimmten Orten zu erhöhen.
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Eine geeignete Ausführungsform der vorgeschlagenen Anordnung kann dem Arbeiter helfen, seine Werkzeuge schneller und einfacher zu finden, da das Licht die richtigen Stellen beleuchtet. Gleichzeitig wird das Arbeitsumfeld einladender und die Arbeit im Servicefahrzeug erleichtert. Schatten und dunkle Schattenbereiche, die sonst nur eine eingeschränkte Sicht bieten würden, können unabhängig damit beleuchtet werden.
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Angesichts des aufgezeigten Standes der Technik bietet der Bereich der Beleuchtungssysteme für Transportfahrzeuge mit geschlossenem Laderaum noch Raum für Verbesserungen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Beleuchtungssystem eines Transportfahrzeugs mit einem geschlossenen Laderaum bereitzustellen, das verbesserte Eigenschaften hinsichtlich Bedienungsfreundlichkeit und geringem Energieverbrauch bei gleichzeitig guter Auffindbarkeit von im Laderaum befindlichen Objekten aufweist.
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Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch ein Beleuchtungssystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch eine Aufbewahrungsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst. Die Aufgabe wird ferner durch ein Verfahren zur Ansteuerung eines derartigen Beleuchtungssystems gemäß Anspruch 10 gelöst. Weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung offenbaren die abhängigen Unteransprüche.
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Es ist darauf hinzuweisen, dass die in der nachfolgenden Beschreibung einzeln aufgeführten Merkmale sowie Maßnahmen in beliebiger, technisch sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden können und weitere Ausgestaltungen der Erfindung aufzeigen. Die Beschreibung charakterisiert und spezifiziert die Erfindung insbesondere im Zusammenhang mit den Figuren zusätzlich.
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Das erfindungsgemäße Beleuchtungssystem eines fest umschlossenen Laderaums eines Transportfahrzeugs, in dem zumindest eine Aufbewahrungsvorrichtung angeordnet ist, beinhaltet eine Vielzahl von Sensoren, eine Vielzahl von Lichtquellen und eine elektronische Steuereinheit, die dazu vorgesehen ist, in zumindest einem Betriebszustand eine Lichtstärke der Vielzahl von Lichtquellen auf der Grundlage von Signalen zumindest eines Teils der Vielzahl von Sensoren zu steuern.
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Es wird vorgeschlagen, dass
- - eine Teilanzahl der Sensoren in dem Laderaum und außerhalb der Aufbewahrungsvorrichtung anordenbar oder angeordnet ist,
- - eine weitere Teilanzahl der Sensoren in oder an der zumindest einen Aufbewahrungsvorrichtung anordenbar oder angeordnet ist, und
- - die elektronische Steuereinheit dazu vorgesehen ist, zumindest auf der Grundlage des Signals zumindest eines der Sensoren die Lichtstärke zumindest einer der Lichtquellen von einem Anfangswert ausgehend auf einen vorbestimmten Wert der Lichtstärke zu verändern.
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Unter einem „Transportfahrzeug“ soll im Sinne dieser Erfindung insbesondere ein Schiff, Flugzeug oder ein als Lieferwagen, Kastenwagen, Hochdachkombi, Kleintransporter oder Lastkraftwagen ausgebildetes Kraftfahrzeug verstanden werden.
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Unter dem Begriff „dazu vorgesehen“ soll im Sinne dieser Erfindung insbesondere speziell dafür programmiert, ausgelegt oder angeordnet verstanden werden. Unter dem Begriff „Vielzahl“ soll im Sinne dieser Erfindung insbesondere eine Anzahl von zumindest zwei verstanden werden. Unter dem Begriff „Teilanzahl“ soll im Sinne dieser Erfindung insbesondere eine Anzahl verstanden werden, die mindestens eins beträgt und um mindestens eins kleiner ist als die entsprechende Vielzahl.
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Mit dem bereitgestellten Beleuchtungssystem kann der geschlossene Laderaum oder ein Teil des Laderaums eines Transportfahrzeugs sensorgesteuert bei Bedarf ausgeleuchtet werden, so dass ein Auffinden von im Laderaum befindlichen Objekten in effektiver Weise ermöglicht wird, was zu einem effizienten Arbeitsablauf von Bedienern des Transportfahrzeugs beiträgt. Da die Ausleuchtung bedarfsgerecht ausgeführt ist, kann der Energieverbrauch des Beleuchtungssystems gering gehalten werden. Durch die sensorbasierte Steuerung des Beleuchtungssystems kann ferner eine hohe Bedienungsfreundlichkeit erzielt werden.
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Bevorzugt kann die elektronische Steuereinheit, beispielsweise ausgelöst durch ein Öffnen eines Laderaumzugangs oder ein Betreten des Laderaums, das von einem der Sensoren detektiert wird, dazu vorgesehen sein, eine Lichtstärke zumindest eines überwiegenden Anteils der Vielzahl von Lichtquellen auf einen vorbestimmten, relativ höheren Anfangswert zu steuern, und auf der Grundlage des Signals zumindest eines anderen der Sensoren die Lichtstärke einer Lichtquelle oder mehrerer der Lichtquellen auf einen vorbestimmten, relativ niedrigeren Wert der Lichtstärke zu verändern. Auf diese Weise kann es ermöglicht sein, dass dem Bediener des Transportfahrzeugs zunächst genügend Licht zur Orientierung bzw. zum Erhalten eines Überblicks über den Laderaum zur Verfügung gestellt wird, und danach nur diejenige Lichtquelle mit unveränderter Lichtstärke angesteuert wird, für die mittels zumindest eines der Sensoren ein Bedarf seitens des Bedieners des Transportfahrzeugs detektiert ist.
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Besonders bevorzugt ist eine Energie sparendere Lösung, bei der die elektronische Steuereinheit, ausgelöst beispielsweise durch ein Öffnen eines Laderaumzugangs oder ein Betreten des Laderaums, das von einem der Sensoren detektiert wird, dazu vorgesehen sein kann, eine Lichtstärke zumindest eines überwiegenden Anteils der Vielzahl von Lichtquellen auf einen vorbestimmten, relativ niedrigeren Anfangswert zu steuern, und auf der Grundlage des Signals zumindest eines anderen der Sensoren die Lichtstärke zumindest einer der Lichtquellen auf einen vorbestimmten, relativ höheren Wert der Lichtstärke zu verändern. Auf diese Weise kann es ermöglicht sein, dass dem Bediener des Transportfahrzeugs zunächst genügend Licht zur Orientierung bzw. zum Erhalten eines Überblicks über den Laderaum zur Verfügung gestellt wird, und danach nur diejenige Lichtquelle mit dem vorbestimmtem, relativ höheren Wert der Lichtstärke angesteuert wird, für die mittels zumindest eines der Sensoren ein Bedarf seitens des Bedieners des Transportfahrzeugs detektiert ist.
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Die Sensoren können beispielsweise als, ohne darauf begrenzt zu sein, optische Kamera, als druck- bzw. kraftempfindlicher Sensor (z.B. als „Force Sensing Resistor“ (FSR)), als Infrarot-Sensor, als Ultraschall-Sensor, als Radar-Sensor, als lichtsensitiver Sensor, auch als Lichtschranke, oder als kapazitiver Sensor ausgebildet sein. Die druck- bzw. kraftempfindlichen Sensoren können beispielsweise derart an einer Aufbewahrungsvorrichtung angeordnet sein, dass eine von dem Bediener des Transportfahrzeugs verursachte Bewegung eines beweglichen Teils oder eine von dem Bediener des Transportfahrzeugs auf ein bewegliches Teil der Aufbewahrungsvorrichtung ausgeübte Kraft durch die Sensoren erkannt werden kann.
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Die Signale der Sensoren können von analogen Signalen, digitalen Signale oder Schaltzuständen gebildet sein.
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Die Aufbewahrungsvorrichtung kann beispielsweise, ohne darauf beschränkt zu sein, als offenes Regal mit einem oder mehreren Regalböden, als Regalwand mit einem oder mehreren durch Schranktüren geschlossenen Bereichen oder als geschlossener Schrank ausgebildet sein. Die Aufbewahrungsvorrichtung kann ferner eine Schublade oder mehrere Schubladen aufweisen.
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In bevorzugten Ausführungsformen des Beleuchtungssystems ist zumindest einer der Sensoren zur Detektion von Bewegungen vorgesehen. Dadurch kann ein Bedarf an Ausleuchtung zumindest eines Teils des Laderaums mit erhöhter Lichtstärke durch alleiniges Betreten des Laderaums durch den Bediener des Transportfahrzeugs angezeigt und durch die elektronische Steuereinheit gesteuert werden.
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Der Sensor zur Detektion von Bewegungen kann beispielsweise, ohne darauf begrenzt zu sein, als Infrarot-Sensor, Ultraschall-Sensor, Radar-Sensor, lichtsensitiver Sensor, auch als Lichtschranke, oder als kapazitiver Sensor ausgebildet sein. Der Sensor zur Detektion von Bewegungen kann aber auch von einem anderen Sensor, der dem Fachmann geeignet erscheint, gebildet sein.
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Bevorzugt ist zumindest einer der Sensoren zur Erkennung einer Blickrichtung eines Bedieners vorgesehen, und die elektronische Steuereinheit ist dazu vorgesehen, in Abhängigkeit von einer Position innerhalb des Laderaums und der erkannten Blickrichtung eine Differenz zwischen der Lichtstärke zumindest einer der Lichtquellen, mit denen eine der Aufbewahrungsvorrichtungen beleuchtbar ist, die ausgehend von der Position in der erkannten Blickrichtung angeordnet ist, und der Lichtstärke zumindest einer anderen der Lichtquellen von einem Anfangswert ausgehend auf einen vorbestimmten positiven Wert zu erhöhen. Auf diese Weise kann ein Beleuchtungssystem eines geschlossenen Laderaums bereitgestellt werden, das einen besonders hohen Bedienungskomfort aufweist.
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Zur Vermeidung eines Flackerns von Lichtquellen des Beleuchtungssystems kann ein Signal des Sensors zur Erkennung der Blickrichtung einer Signalverarbeitung unterzogen werden, die einer Mittelung über einen vorbestimmten Zeitraum oder einer Tiefpassfilterung entspricht.
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Geeignete Sensoren zur Erkennung von Blickrichtungen eines Menschen sind im Stand der Technik bekannt und kommerziell verfügbar (siehe
DE 10 2016 203 164 A1 ) und beinhalten üblicherweise eine optische Kamera. Ein Arbeitsbereich der optischen Kamera kann insbesondere den sichtbaren Bereich des Lichts und/oder einen Spektralbereich der nahen Infrarot-Strahlung mit einer Wellenlänge zwischen 0,78 µm und 3,0 µm und/oder einen Spektralbereich der mittleren Infrarot-Strahlung mit einer Wellenlänge zwischen 3 µm und 50 µm beinhalten, und es kann eine Infrarot-Lichtquelle vorgesehen sein, die zumindest während eines Betriebs der optischen Kamera zur Ausleuchtung zumindest eines Teils des Laderaums aktiv ist.
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Wenn zumindest eine Aufbewahrungsvorrichtung zumindest einen Regalboden aufweist, ist in bevorzugten Ausführungsformen des Beleuchtungssystems zumindest eine der Lichtquellen oberhalb des Regalbodens anordenbar oder angeordnet. Auf diese Weise kann bei einem Regalboden, der innerhalb einer Schattenzone anderer Lichtquellen angeordnet ist, wodurch ein Auffinden von Objekten erschwert sein kann, eine besonders effektive Beleuchtung bereitgestellt werden.
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Wenn zumindest eine Aufbewahrungsvorrichtung zumindest eine Schublade aufweist, ist in bevorzugten Ausführungsformen des Beleuchtungssystems zumindest eine der Lichtquellen zur Ausleuchtung der Schublade in einem ausgezogenen Zustand vorgesehen. Auf diese Weise kann ein Auffinden von Objekten in einer Schublade, in der sich üblicherweise eine Vielzahl von verschiedenen Objekten ansammelt, wirkungsvoll unterstützt werden, wobei der Bediener des Transportfahrzeugs beide Hände frei hat, da das Halten einer Taschenlampe sich erübrigt.
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In bevorzugten Ausführungsformen des Beleuchtungssystems ist die elektronische Steuereinheit dazu vorgesehen, die Erhöhung der Differenz zwischen der Lichtstärke zumindest einer der Lichtquellen und zumindest einer anderen Lichtquelle von dem Anfangswert ausgehend auf einen vorbestimmten positiven Wert für eine vorbestimmte Zeitdauer nach Empfang des Signals des Sensors auszuführen und danach auf den Anfangswert zu reduzieren. Auf diese Weise kann ein Flackern von Lichtquellen des Beleuchtungssystems verhindert und der Bedienungskomfort des vorgeschlagenen Beleuchtungssystems weiter gesteigert werden.
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In bevorzugten Ausführungsformen weist das Beleuchtungssystem ein vorbestimmtes Zuordnungsschema auf. Das vorbestimmte Zuordnungsschema ordnet einer Vielzahl von vorbestimmten Objekten eine Position innerhalb des Laderaums und gegebenenfalls innerhalb der Aufbewahrungsvorrichtung, eine der Lichtquellen, die dazu vorgesehen ist, die betreffende Position zu beleuchten, und zumindest einen der Sensoren zu. Ferner ist die elektronische Steuereinheit dazu vorgesehen, auf der Grundlage des vorbestimmten Zuordnungsschemas und eines Signals zumindest eines der Sensoren die Differenz zwischen der Lichtstärke der zugeordneten zumindest einen Lichtquelle und der Lichtstärke zumindest einer anderen der Lichtquellen von dem Anfangswert ausgehend auf einen vorbestimmten positiven Wert zu erhöhen.
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Mit diesen Ausführungsformen kann eine besonders flexible Ausgestaltung der Beleuchtung von unterschiedlichen Teilen der Aufbewahrungsvorrichtung erreicht werden. Beispielsweise können einem Sensor mehr als eine Lichtquelle zugeordnet sein, die sich in der Nähe des Sensors befinden, so dass diese Position innerhalb der Aufbewahrungsvorrichtung besonders gut beleuchtet ist.
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Das vorbestimmte Zuordnungsschema kann beispielsweise in einer digitalen Datenspeichereinheit der elektronischen Steuereinheit abgelegt sein.
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In bevorzugten Ausführungsformen, bei denen das Beleuchtungssystem ein vorbestimmtes Zuordnungsschema aufweist, ist es von besonderem Vorteil, wenn eine elektronische Benutzerschnittstelle mit der elektronischen Steuereinheit datentechnisch verbindbar oder verbunden ist und eines oder mehrere der Objekte des vorbestimmten Zuordnungsschemas durch einen Bediener mittels der elektronischen Benutzerschnittstelle auswählbar oder ausgewählt ist oder sind. Dabei ist die elektronische Steuereinheit dazu vorgesehen, die ausgewählten Objekte mittels zumindest einer der im vorbestimmten Zuordnungsschema zugeordneten Lichtquellen zu beleuchten und dabei die jeweiligen Differenzen zwischen den Lichtstärken der zugeordneten Lichtquellen und der Lichtstärke zumindest einer anderen der Lichtquellen von einem jeweiligen Anfangswert ausgehend auf einen jeweiligen vorbestimmten positiven Wert zu erhöhen.
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Diese Ausführungsform ist besonders vorteilhaft für den Fall, dass mehrere Transportfahrzeuge von unterschiedlichen Arbeitsgruppen benutzt werden und Positionen der sich im Laderaum üblicherweise befindenden Objekte sich von Transportfahrzeugs zu Transportfahrzeug unterscheiden. In diesem Fall können durch die Auswahl von gewünschten Objekten mittels der elektronischen Benutzerschnittstelle Positionen der gewünschten Objekte innerhalb des Laderaums oder der Aufbewahrungsvorrichtung durch Lichtquellen des Beleuchtungssystems angezeigt werden, wodurch ein Auffinden der Objekte erheblich beschleunigt sein kann.
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Die elektronische Benutzerschnittstelle kann beispielsweise, ohne darauf beschränkt zu sein, als Smartphone oder Tablet-Computer mit einer darauf implementierten, entsprechenden Anwendungssoftware oder als Sprachsteuerungsvorrichtung („voice control“) ausgebildet sein. Die datentechnische Verbindung zwischen der elektronischen Benutzerschnittstelle und der elektronischen Steuereinheit kann kabelgebunden oder drahtlos ausgebildet sein. Im Falle einer drahtlosen Verbindung kann die datentechnische Verbindung nach einem der bekannten Standards (WLAN; Bluetooth; Mobilfunkstandards UMTS, LTE, 5G; Bluetooth LE; etc.) ausgeführt sein.
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In einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird eine Aufbewahrungsvorrichtung eines Transportfahrzeugs vorgeschlagen, die innerhalb eines fest umschlossenen Laderaums des Transportfahrzeugs anordenbar oder angeordnet ist, und die eine mögliche Ausführungsform des offenbarten Beleuchtungssystems beinhaltet. Dabei ist die weitere Teilanzahl der Sensoren in oder an der zumindest einen Aufbewahrungsvorrichtung angeordnet. Die im Zusammenhang mit dem offenbarten Beleuchtungssystem beschriebenen Vorteile sind in vollem Umfang auf die vorgeschlagene Aufbewahrungsvorrichtung anwendbar.
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In einem noch weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Ansteuerung eines erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems vorgeschlagen. Das Verfahren beinhaltet zumindest die folgenden Schritte, die in sich wiederholender Weise, insbesondere in sich periodisch wiederholender Weise, auszuführen sind:
- - Erfassen von Signalen der Vielzahl von Sensoren und, falls vorhanden, einer mittels einer elektronischen Benutzerschnittstelle getätigten Auswahl von Objekten,
- - Vergleichen der erfassten Signale mit vorbestimmten Schwellenwerten für die jeweiligen Signale,
- - für jedes der erfassten Signale, falls das erfasste Signal den vorbestimmten Schwellenwert zumindest erreicht: Ermitteln von Lichtquellen aus einem vorbestimmten Zuordnungsschema, das einer Vielzahl von Objekten eine Position innerhalb des Laderaums und gegebenenfalls innerhalb der Aufbewahrungsvorrichtung, zumindest eine der Lichtquellen, die dazu vorgesehen ist, die betreffende Position zu beleuchten, und zumindest einen der Sensoren zuordnet, gegebenenfalls unter Verwendung einer mit einem der Sensoren ermittelten Blickrichtung, und
- - Erhöhen der Differenz zwischen der Lichtstärke der jeweiligen ermittelten Lichtquellen und der Lichtstärke zumindest einer anderen der Lichtquellen von einem Anfangswert ausgehend auf einen jeweiligen vorbestimmten Wert.
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Mit dem vorgeschlagenen Verfahren kann das erfindungsgemäße Beleuchtungssystem derart angesteuert werden, dass gesuchte Objekte in einem geschlossenen Laderaum eines Transportfahrzeugs effektiv und mit hoher Bedienungsfreundlichkeit beleuchtet und aufgefunden werden können, wobei ein dazu notwendiger Energieverbrauch für den Betrieb der Lichtquellen des Beleuchtungssystems gering gehalten werden kann.
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Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen und der folgenden Figurenbeschreibung offenbart. Es zeigen
- 1 eine schematisierte Sicht von hinten in den fest umschlossenen Laderaum eines Transportfahrzeugs mit einer möglichen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems,
- 2 eine schematische Draufsicht auf den Laderaum gemäß der 1 mit dem erfindungsgemäßen Beleuchtungssystem in einem Betriebszustand während der Ausführung eines Verfahrens zur Ansteuerung,
- 3 eine schematische Draufsicht auf den Laderaum gemäß der 1 mit dem erfindungsgemäßen Beleuchtungssystem in einem weiteren Betriebszustand während der Ausführung des Verfahrens zur Ansteuerung, und
- 4 ein Flussdiagramm eines erfindungsgemäßen Verfahrens zur Ansteuerung des Beleuchtungssystems gemäß der 1.
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In den unterschiedlichen Figuren sind gleiche Teile stets mit denselben Bezugszeichen versehen, weswegen diese in der Regel auch nur einmal beschrieben werden.
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1 zeigt eine mögliche Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Beleuchtungssystems eines fest umschlossenen Laderaums 44 eines Transportfahrzeugs 40, das als Kleintransporter ausgebildet sein kann, in einer schematisierten Sicht von hinten in den Laderaum 44.
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Das Transportfahrzeug weist eine seitliche Schiebetür 46 und eine doppelflügelige Hecktür (nicht dargestellt) auf, die einen Zugang zu dem fest umschlossenen Laderaum 44 ermöglichen. Im Laderaum 44 sind mehrere Aufbewahrungsvorrichtungen 48, 50 angeordnet, die als offenes Regal mit mehreren Regalböden bzw. als Schubladenschrank ausgebildet sind.
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Das Beleuchtungssystem weist eine Vielzahl von Sensoren 10 - 22 auf, von denen eine Teilanzahl 10-16 im Laderaum 44 und außerhalb der Aufbewahrungsvorrichtungen 48, 50, 52 angeordnet ist (1, 2). Zwei dieser Sensoren 10 - 22 sind von Sensoren 10, 12 zur Erkennung einer Blickrichtung 54 eines Bedieners 56 gebildet und weisen jeweils eine optische Kamera auf. Eine der optischen Kameras ist in der Nähe der Hecktür angeordnet und in den Laderaum 44 hinein gerichtet. Die andere der beiden optischen Kameras ist im Laderaum 44 in der Nähe einer Fahrerkabine 42 des Transportfahrzeuges angeordnet und in eine rückwärtige Richtung ausgerichtet.
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Zudem enthält das Beleuchtungssystem mehrere außerhalb der Aufbewahrungsvorrichtungen 48, 50, 52 angeordnete Sensoren 14, 16, die zur Detektion von Bewegungen vorgesehen und als Infrarot-Bewegungsmelder ausgebildet sind. Diese Sensoren 14, 16 sind in der Nähe der Hecktür bzw. in der Nähe der Schiebetür 46 derart befestigt und ausgerichtet, dass ein jeweiliger Erfassungsbereich den Bereich einer geöffneten Hecktür bzw. einer geöffneten Schiebetür 46 abdeckt.
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Eine weitere Teilanzahl 18, 20, 22 der Sensoren 10 - 22 ist an bzw. in den Aufbewahrungsvorrichtungen 48, 50 angeordnet. Mit Ausnahme des zuunterst angeordneten Regalbodens ist an der Unterseite der Regalböden der als offenes Regal ausgebildeten Aufbewahrungsvorrichtung 48 jeweils ein von einem Infrarot-Bewegungsmelder gebildeter Sensor 18, 20, 22 zur Detektion von Bewegungen installiert. In der als Schubladenschrank ausgebildeten Aufbewahrungsvorrichtung 50 ist jede der Schubladen mit einem lichtempfindlichen Sensor (nicht dargestellt) ausgestattet.
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Sämtliche Sensoren 10 - 22 des Beleuchtungssystems weisen jeweils eine Vorrichtung zur drahtlosen Datenkommunikation, beispielsweise nach dem Bluetooth LE-Standard, auf.
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Des Weiteren beinhaltet das Beleuchtungssystem eine Vielzahl von Lichtquellen 24, 26, 28 (1). Eine Teilanzahl 24 der Vielzahl von Lichtquellen 24, 26, 28 ist in einem oberen Bereich des Laderaums 44 am Dach des Transportfahrzeugs installiert. Von dieser Teilanzahl 24 sind in der 1 zwei Lichtquellen 24 exemplarisch dargestellt. Eine weitere Lichtquelle 26 der Vielzahl von Lichtquellen 24, 26, 28 ist als Spotleuchte ausgebildet und derart ausgerichtet, dass sie zur Ausleuchtung jeder der Schubladen in deren ausgezogenem Zustand vorgesehen ist. Eine andere Teilanzahl 28 der Vielzahl von Lichtquellen 24, 26, 28 ist, mit Ausnahme des zuunterst angeordneten Regalbodens, an der Unterseite der Regalböden und somit oberhalb des jeweils darunter liegenden Regalbodens der als offenes Regal ausgebildeten Aufbewahrungsvorrichtung 48 angeordnet.
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Weiterhin weist das Beleuchtungssystem eine elektronische Steuereinheit 30 auf, die innerhalb des Laderaums des Transportfahrzeugs angeordnet sein kann. Die elektronische Steuereinheit 30 kann beispielsweise als Mikrocontroller mit einer Prozessoreinheit 32, einer digitalen Datenspeichereinheit 34 und einer Vielzahl von Steuerausgängen (nicht dargestellt) ausgebildet sein.
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Die elektronische Steuereinheit 30 weist eine Vorrichtung 36 zur drahtlosen Datenkommunikation auf, die dem Standard der Datenkommunikationsvorrichtungen der Sensoren 10 - 22 entspricht, und ist dazu vorgesehen, während des Betriebszustands in regelmäßigen Zeitabständen Signale der Sensoren 10 - 22 zu empfangen.
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Die elektronische Steuereinheit 30 ist weiterhin dazu vorgesehen, im Betriebszustand eine Lichtstärke der Vielzahl von Lichtquellen 24, 26, 28 auf der Grundlage von Signalen zumindest eines Teils der Vielzahl von Sensoren 10 - 22 zu steuern. Zu diesem Zweck sind alle Lichtquellen 24, 26, 28 des Beleuchtungssystems über die elektronische Steuereinheit 30 an das elektrische Versorgungssystem des Transportfahrzeugs angeschlossen (Leitungen nicht dargestellt). Geeignete elektrische bzw. elektronische Schaltungen zur Steuerung der Lichtstärke der Lichtquellen 24, 26, 28, beispielsweise mittels der Vielzahl von Steuerausgängen eines Mikrocontrollers, sind im Stand der Technik bekannt und müssen daher an dieser Stelle nicht näher erläutert werden.
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Zudem beinhaltet das Beleuchtungssystem ein vorbestimmtes Zuordnungsschema, das beispielsweise in der digitalen Datenspeichereinheit 34 der elektronischen Steuereinheit 30 hinterlegt sein kann. Das vorbestimmte Zuordnungsschema ordnet einer Vielzahl von vorbestimmten Objekten eine Position innerhalb des Laderaums 44 und gegebenenfalls innerhalb der Aufbewahrungsvorrichtung 48, 50, 52, zumindest eine der Lichtquellen 24, 26, 28, die dazu vorgesehen ist, die betreffende Position zu beleuchten, und zumindest einen der Sensoren 10 - 22 zu.
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Beispielsweise kann in dem vorbestimmten Zuordnungsschema Montagekleinteilen eine Position in einer der Schubladen der als Schubladenschrank ausgebildeten Aufbewahrungsvorrichtung 50, die im oberen Bereich des Laderaums 44 am Dach des Transportfahrzeugs installierte und als Spotleuchte ausgewählte Lichtquelle 26 und den in der betreffenden Schublade angeordneten lichtempfindlichen Sensor zugeordnet sein. Als weiteres Beispiel kann in dem vorbestimmten Zuordnungsschema einer Handwerkzeugmaschine eine Position auf einem der Regalböden der als offenes Regal ausgebildeten Aufbewahrungsvorrichtung 48, die oberhalb dieses Regalbodens angeordnete Lichtquelle 28 und der oberhalb des betreffenden Regalbodens installierte Infrarot-Bewegungsmelder 18, 20, 22 zugeordnet sein. Als zusätzliches Beispiel sei genannt, dass jeder der Aufbewahrungsvorrichtungen 48, 50, 52 die Teilanzahl der Vielzahl von Lichtquellen 24, die in einem oberen Bereich des Laderaums 44 am Dach des Transportfahrzeugs installiert ist, und die in der Nähe der Hecktür bzw. in der Nähe der Schiebetür 46 befestigten Sensoren 14, 16 zur Detektion von Bewegungen zugeordnet sein können.
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Fakultativ kann die elektronische Steuereinheit 30 des Beleuchtungssystems mit einer elektronischen Benutzerschnittstelle 38, beispielsweise einem Smartphone oder einem Tablet-Computer, datentechnisch verbindbar oder verbunden sein. Mittels der elektronischen Benutzerschnittstelle 38 kann der Bediener 56 durch Verwendung einer geeigneten Anwendungssoftware ein Objekt oder mehrere Objekte des vorbestimmten Zuordnungsschemas auswählen. Dabei ist die elektronische Steuereinheit 30 dazu vorgesehen, die ausgewählten Objekte mittels zumindest einer der im vorbestimmten Zuordnungsschema zugeordneten Lichtquellen 24, 26, 28 zu beleuchten und dabei die Lichtstärke von einem Anfangswert ausgehend auf einen vorbestimmten Wert zu erhöhen.
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Wie nachfolgend näher erläutert wird, ist die elektronische Steuereinheit 30 dazu vorgesehen, auf der Grundlage des vorbestimmten Zuordnungsschemas und zumindest eines Signals eines der Sensoren 10 - 22 die Differenz zwischen der Lichtstärke zumindest einer der Lichtquellen 24, 26, 28 und der Lichtstärke zumindest einer anderen der Lichtquellen 24, 26, 28 von dem Anfangswert ausgehend auf einen vorbestimmten positiven Wert der Lichtstärke zu erhöhen.
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Nachfolgend wird anhand eines Flussdiagramms, das in 4 gezeigt ist, und der 1 bis 3 eine mögliche erfindungsgemäße Ausführungsform des Verfahrens zur Ansteuerung des Beleuchtungssystems beschrieben.
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Die elektronische Steuereinheit 30 ist zur automatischen Durchführung des Verfahrens vorgesehen. Die durchzuführenden Schritte des Verfahrens können in Form eines Computer-Programms vorliegen, das in der digitalen Datenspeichereinheit 34 der elektronischen Steuereinheit 30 abgelegt ist, wobei die im Computer-Programm hinterlegten Anweisungen von einer Prozessoreinheit 32 der elektronischen Steuereinheit 30 ausgeführt werden können.
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In Vorbereitung einer Durchführung des Verfahrens wird unterstellt, dass alle beteiligten Vorrichtungen und Komponenten sich in einem betriebsbereiten Zustand befinden.
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Das Verfahren zur Ansteuerung des Beleuchtungssystems kann gestartet werden, wenn erkannt wird, dass jemand in den Laderaum einsteigen will. Dies kann durch die Überwachung der Schlösser der Türen geschehen oder durch die Detektion des Zündsignals, was bereits erwähnt ist. Bei einigen Transportfahrzeugen oder Lieferwagen ist es möglich, den Laderaum durch die Fahrerkabine zu betreten, in diesem Fall könnte eine Überwachungseinheit in der beispielhaften Ausgestaltung als Sensor vorgesehen sein, der detekiert, dass jemand aus der Kabine in den Laderaum eintritt. Das Verfahren kann auch manuell gestartet werden, z.B. unter Verwendung eines Schalters, einer Fernbedienung usw.. Das Verfahren zur Ansteuerung des Beleuchtungssystems kann auch durch ein Öffnen der seitlichen Schiebetür 46 oder der doppelflügeligen Hecktür in einem anfänglichen Schritt 60 gestartet werden. Alternativ kann das Verfahren durch Einschalten der Zündung des Transportfahrzeugs gestartet werden.
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Nach dem Start des Verfahrens wird in einem nächsten Schritt 62 die Lichtstärke der Teilanzahl 24 der Vielzahl von Lichtquellen 24, 26, 28, die in einem oberen Bereich des Laderaums 44 am Dach des Transportfahrzeugs installiert ist, auf einen vorbestimmten Anfangswert gesteuert, der in der vorliegenden Ausführungsform einer relativ niedrigeren Lichtstärke entspricht. Eine Lichtstärke der anderen Lichtquellen 26, 28 wird bei diesem Schritt 62 auf einen vorbestimmten Anfangswert gesteuert, der in der vorliegenden Ausführungsform einer Lichtstärke von null oder nahezu null entspricht.
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In einem Schritt 64 des Verfahrens werden Signale der Vielzahl von Sensoren 10 - 22 und gegebenenfalls einer mittels der elektronischen Benutzerschnittstelle 38 getätigten Auswahl von Objekten erfasst. In einem nächsten Schritt 66 des Verfahrens werden die erfassten Signale mit vorbestimmten Schwellenwerten thri (i = 1-n, wobei n die Anzahl der Sensoren bezeichnet) für die jeweiligen Signale verglichen. Die vorbestimmten Schwellenwerte thri können je nach Art des Sensors 10 - 22 von einer Amplitude, einem Zahlenwert oder einem Schaltzustand gebildet sein. Die vorbestimmten Schwellenwerte thri können in der digitalen Datenspeichereinheit 34 der elektronischen Steuereinheit 30 abgelegt sein.
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Falls das erfasste Signal den vorbestimmten Schwellenwert thri zumindest erreicht, werden für jedes der erfassten Signale im folgenden Schritt 68 aus dem vorbestimmten Zuordnungsschema die dem betreffenden Sensor 10 - 22 zugeordneten Lichtquellen 24, 26, 28 ermittelt.
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In einem anschließenden Schritt 70 des Verfahrens wird die Differenz zwischen der Lichtstärke der jeweiligen ermittelten Lichtquellen 24, 26, 28 und der Lichtstärke zumindest einer anderen der Lichtquellen von einem Anfangswert ausgehend auf einen jeweiligen vorbestimmten Wert erhöht.
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Für die Sensoren 10, 12 zur Erkennung einer Blickrichtung 54 des Bedieners 56 sind die vorbestimmten Schwellenwerte thri von Winkelbereichen gebildet, deren Werte von einer Position des Bedieners 56 innerhalb des Laderaums 44 abhängig sind. Für jede mögliche Position des Bedieners 56 innerhalb des Laderaums 44 geben die vorbestimmten Schwellenwerte thn diejenigen Winkelbereiche an, in denen ausgehend von der Position des Bedieners 56 Aufbewahrungsvorrichtungen 48, 50, 52 angeordnet sind, die von Lichtquellen 24, 26, 28 beleuchtbar oder beleuchtet sind. Auf diese Weise können die Lichtquellen 24, 26, 28 für Aufbewahrungsvorrichtungen 48, 50, 52, die ausgehend von der Position des Bedieners 56 in der erkannten Blickrichtung 54 angeordnet sind, durch ein Überschreiten vorbestimmter Schwellenwerte thn in Schritt 68 des Verfahrens ermittelt werden. Die elektronische Steuereinheit 30 ist somit dazu vorgesehen, im Falle der Sensoren 10, 12 zur Erkennung einer Blickrichtung 54 eines Bedieners 56 in Abhängigkeit von einer Position innerhalb des Laderaums 44 und der erkannten Blickrichtung 54 die Lichtstärke derjenigen Lichtquellen 24, 26, 28, von einem Anfangswert ausgehend auf einen vorbestimmten Wert der Lichtstärke zu erhöhen, mit denen Aufbewahrungsvorrichtungen 48, 50, 52 beleuchtbar oder beleuchtet sind, die ausgehend von der Position in der erkannten Blickrichtung 54 angeordnet ist.
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Die 2 zeigt eine schematische Draufsicht auf den Laderaum 44 während des Schritts des Verfahrens zum Erfassen der Signale der Vielzahl von Sensoren 10 - 22.
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Die Lichtstärke der Teilanzahl 24 der Vielzahl von Lichtquellen 24, 26, 28, die in einem oberen Bereich des Laderaums 44 am Dach des Transportfahrzeugs installiert ist, sowie die Lichtstärke der Teilanzahl 28 der Vielzahl von Lichtquellen 24, 26, 28, die an der Unterseite der Regalböden angeordnet sind (1), sind auf den vorbestimmten Anfangswert gesteuert, der einem geringen Energieverbrauch entspricht. Eine jeweilige Differenz zwischen der Lichtstärke der Lichtquellen 26, 28, mit denen eine der Aufbewahrungsvorrichtungen 48, 50, 52 beleuchtbar ist, und der Lichtstärke der Lichtquellen 24 im oberen Bereich des Laderaums 44 entspricht einem vorbestimmten Anfangswert.
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Die 3 zeigt eine schematische Draufsicht auf den Laderaum 44 nach dem Schritt 70 der Erhöhung der Lichtstärke der ermittelten Lichtquellen 24, 28 von dem vorbestimmten Anfangswert ausgehend auf den jeweiligen vorbestimmten Wert der Lichtstärke. Nur eine Differenz zwischen der jeweiligen Lichtstärke der Lichtquellen 24, 28, mit denen ein rechter Teil der Regalböden der in der Blickrichtung 54 des Bedieners 56 liegenden und als offenes Regal ausgebildeten Aufbewahrungsvorrichtung 48 beleuchtbar oder beleuchtet sind, ist vom jeweiligen Anfangswert auf einen jeweiligen vorbestimmten positiven Wert erhöht, wodurch sich ein geringer Energieverbrauch ergibt.
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Das Verfahren wird mit dem Schritt 64 des Verfahrens zur Erfassung der Signale der Vielzahl von Sensoren 10 - 22 und gegebenenfalls einer mittels der elektronischen Benutzerschnittstelle 38 getätigten Auswahl von Objekten in sich wiederholender Weise fortgeführt. Wenn im Schritt 66 des Vergleichs der erfassten Signale mit den vorbestimmten Schwellenwerten thn kein Überschreiten der vorbestimmten Schwellenwerte thn festgestellt wird, beispielsweise weil der Bediener des Transportfahrzeugs den Laderaum verlassen hat, wird in Wiederholung des Schrittes 62 die Lichtstärke der Vielzahl von Lichtquellen 24, 26, 28 auf den vorbestimmten Anfangswert gesteuert.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Sensor (optische Kamera)
- 12
- Sensor (optische Kamera)
- 14
- Sensor (IR-Bewegungsmelder, Schiebetür))
- 16
- Sensor (IR-Bewegungsmelder, Hecktür)
- 18
- Sensor (IR-Bewegungsmelder, Regal)
- 20
- Sensor (IR-Bewegungsmelder, Regal)
- 22
- Sensor (IR-Bewegungsmelder, Regal)
- 24
- Lichtquelle (Dach)
- 26
- Lichtquelle (Spotleuchte)
- 28
- Lichtquelle (Regal)
- 30
- elektronische Steuereinheit
- 32
- Prozessoreinheit
- 34
- digitale Datenspeichereinheit
- 36
- Datenkommunikationsvorrichtung
- 38
- elektronische Benutzerschnittstelle
- 40
- Transportfahrzeug
- 42
- Fahrerkabine
- 44
- Laderaum
- 46
- Schiebetür
- 48
- Aufbewahrungsvorrichtung (offenes Regal)
- 50
- Aufbewahrungsvorrichtung (Schubladenschrank)
- 52
- Aufbewahrungsvorrichtung (offenes Regal)
- 54
- Blickrichtung
- 56
- Bediener Verfahrenschritte:
- 60
- Start
- 62
- Steuern der Lichtstärke auf vorbestimmten Anfangswert
- 64
- Erfassen von Signalen der Vielzahl von Sensoren/der Objektauswahl
- 66
- Vergleichen der Signale mit vorbestimmten Schwellenwerten
- 68
- Ermitteln der zugeordneten Lichtquellen
- 70
- Erhöhen der Lichtstärke der ermittelten Lichtquellen auf vorbestimmten Wert der Lichtstärke
- thri
- Schwellenwerte
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- US 8258708 [0004]
- JP 2016170921 A [0005]
- US 9795010 B2 [0007]
- DE 102016203164 A1 [0012, 0037]
- EP 2094530 B1 [0016]