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DE102021106853B4 - Verfahren und system zum vorzugsweise automatischen reinigen von tabletts in einer spülmaschine - Google Patents

Verfahren und system zum vorzugsweise automatischen reinigen von tabletts in einer spülmaschine

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Publication number
DE102021106853B4
DE102021106853B4 DE102021106853.3A DE102021106853A DE102021106853B4 DE 102021106853 B4 DE102021106853 B4 DE 102021106853B4 DE 102021106853 A DE102021106853 A DE 102021106853A DE 102021106853 B4 DE102021106853 B4 DE 102021106853B4
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Germany
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trays
dishwasher
cleaned
treatment zone
treatment
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Active
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DE102021106853.3A
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English (en)
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Inventor
Axel Beck
Harald Disch
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Illinois Tool Works Inc
Original Assignee
Illinois Tool Works Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Illinois Tool Works Inc filed Critical Illinois Tool Works Inc
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Application granted granted Critical
Publication of DE102021106853B4 publication Critical patent/DE102021106853B4/de
Active legal-status Critical Current
Anticipated expiration legal-status Critical

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47LDOMESTIC WASHING OR CLEANING; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47L15/00Washing or rinsing machines for crockery or tableware
    • A47L15/0076Washing or rinsing machines for crockery or tableware of non-domestic use type, e.g. commercial dishwashers for bars, hotels, restaurants, canteens or hospitals
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47LDOMESTIC WASHING OR CLEANING; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47L15/00Washing or rinsing machines for crockery or tableware
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
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    • A47L15/00Washing or rinsing machines for crockery or tableware
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Abstract

System zum vorzugsweise automatischen Reinigen von Tabletts (2) in einer Spülmaschine (1), insbesondere von Tabletts (2) ohne aufgestelltem Spülgut, wie Geschirr, Tassen, Besteck und/oder Trinkgläsern, wobei das System Folgendes aufweist:
- eine schmutzseitige Beladestation (3) mit einem Beladebereich zum Aufnehmen der zu reinigenden Tabletts (2) insbesondere in Form eines Tablettstapels;
- eine Beladevorrichtung (4) zum vereinzelten Beladen der zu reinigenden Tabletts (2) in mindestens eine Behandlungskammer oder Behandlungszone (6) der Spülmaschine (1); und
- eine sauberseitige Entladestation (5) mit einem Entladebereich, in welchem die in der Spülmaschine (1) gereinigten Tabletts (2) aufgestapelt werden, wobei der Beladebereich oberhalb der mindestens einen Behandlungskammer oder Behandlungszone (6) der Spülmaschine (1) und wobei der Entladebereich unterhalb der mindestens einen Behandlungskammer oder Behandlungszone (6) der Spülmaschine (1) angeordnet ist.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein das Fachgebiet des gewerblichen Spülens und im Einzelnen ein System zum vorzugsweise automatischen Reinigen von Tabletts in einer Spülmaschine.
  • Gewerbliche Spülmaschinen, die in Kantinen oder anderen Gemeinschaftsverpflegungen zum Einsatz kommen, sind in der Regel als Transportspülmaschinen ausgeführt, bei denen mit einer Transportvorrichtung die zu reinigenden Spülgutteile durch die Behandlungszonen der Spülmaschine transportiert werden. Im Gegensatz zu Haushaltsspülmaschinen, bei denen das zu reinigende Spülgut während der Reinigung ortsfest in der Spülmaschine verbleibt, findet bei solchen Transportspülmaschinen ein Transport des Spülguts durch verschiedene Behandlungszonen der Maschine statt.
  • Eine solche Transportspülmaschine ist beispielsweise aus der Druckschrift DE 19 644 438 A1 bekannt. Die Transportspülmaschine weist in Transportrichtung des Spülguts gesehen nacheinander eine Vorabräumzone mit Vorabräumdüsen zum Entfernen von groben Verschmutzungen auf dem Spülgut, mindestens eine Waschzone mit Waschdüsen zum Sprühen von Waschflüssigkeit auf das Spülgut, eine Vorspülzone mit Vorspüldüsen und eine Frischwasser-Klarspülzone mit Klarspüldüsen auf. Die Klarspüldüsen sprühen Klarspülflüssigkeit, insbesondere Frischwasser, auf das Spülgut. Die versprühte Klarspülflüssigkeit gelangt in einen Vorspültank, aus welchem sie mittels einer Pumpenleitung zu den Vorspüldüsen gefördert wird. Die von den Vorspüldüsen versprühte Vorspülflüssigkeit fließt in den Vorspültank zurück. Ein Teil der von den Vorspüldüsen versprühten Vorspülflüssigkeit wird durch ein Ablenkblech in den Waschtank der letzten Waschzone geleitet. Durch ein Flüssigkeitskaskadensystem kann Flüssigkeit entgegen der Spülgut-Transportrichtung vom Vorspültank in den letzten Waschtank und von diesem weiter bis zu einem Tank fließen, welcher die von den Vorabräumdüsen in der Vorabräumzone versprühte Flüssigkeit auffängt.
  • Dadurch, dass bei Transportspülmaschinen ein Transport des Spülguts durch verschiedene Behandlungszonen (insbesondere Waschzonen und Klarspülzonen) der Maschine stattfindet, ist - im Vergleich zu den Batch-Prozessen von stationären Programmautomaten, wie etwa Haushaltsspülmaschinen oder Untertischmaschinen - ein kontinuierlicher Betrieb möglich. Der Nachteil von Transportspülmaschinen ist jedoch in dem relativ großen Platzbedarf im Aufstellraum (Spülküche) zu sehen.
  • Allerdings besteht zunehmender Bedarf daran, die Vorteile einer Transportspülmaschine bei Anwendungen zu nutzen, bei denen nur eine geringe Aufstellfläche zur Verfügung steht.
  • Die Druckschrift GB 2 156 326 A betrifft ein Verfahren sowie ein System zum Beschicken einer Spülmaschine mit gleichförmigen Gegenständen, vorzugsweise Tabletts. Die Gegenstände werden übereinander auf eine im Wesentlichen horizontale Auflage eingeführt und darauf gestapelt, wobei ein erster Randabschnitt des untersten Gegenstands gestützt wird, während ein zweiter, beabstandeter Randabschnitt freigegeben wird und über einen darüberliegenden Randabschnitt des zweiten Gegenstands vom Boden gestützt wird.
  • Insbesondere in Schnellrestaurants, wie beispielsweise McDonalds, Burger King, Arby's, Taco Bell, etc., kommen in der Regel Kunststoff-Tabletts für die Speisenausgabe zum Einsatz, wenn die Speisen vor Ort im Restaurant verzehrt werden. Die Speisen und Getränke selbst werden üblicherweise in Einwegverpackungen serviert, so dass die Tabletts die einzige Spülgut-Art sind, welche nach dem Menü gereinigt werden müssen.
  • Dadurch, dass bei derartigen Schnellrestaurants in der Regel kein anderes Spülgut, insbesondere keine Teller, Tassen oder Trinkgläser anfallen, lohnt es sich für die Betreiber der Schnellrestaurants nicht, eine Transportspülmaschine vorzusehen, um die in der Regel nur gering verschmutzten Tabletts zu reinigen.
  • In der Tat haben Marktuntersuchungen ergeben, dass die Tabletts aktuell häufig von Hand mittels Einwegtuch und Desinfektionsspray abgewischt werden, jedoch keine maschinelle Reinigung mittels einer Spülmaschine stattfindet. Dieses bisherige Vorgehen hat aber mehrere Nachteile.
  • Zum einen ist der Reinigungsprozess nicht genau definiert, da das manuelle Reinigen je nach Personal unter Umständen unterschiedlich gemacht wird. Darüber hinaus ist nicht zu 100% die erforderliche Hygienesicherheit garantiert, da der manuelle Prozess fehlerbehaftet ist und beispielsweise Bereiche am Tablett beim manuellen Reinigen vergessen werden können. Dies stellt besonders in den aktuellen Zeiten der COVID-19 Pandemie ein großes Problem dar.
  • Abgesehen hiervon ist die manuelle Reinigung mit einem hohen Arbeitsaufwand verbunden, da jedes Tablett einzeln manuell gereinigt werden muss.
  • Grundsätzlich ist es denkbar, eine herkömmliche Transportspülmaschine als Tablett-Spülmaschine zu verwenden. Dieses Vorgehen findet sich aktuell in manchen Kantinen oder anderen Gemeinschaftsverpflegungen, wo in kurzer Zeit eine hohe Menge an Spülgut gereinigt werden muss. Diese zum Reinigen von Tabletts vorgesehen Transportspülmaschinen stehen dann üblicherweise in einer separaten Spülküche im Verbund mit einer weiteren Transportspülmaschine für Teller, Schalen, Besteck und Gläser.
  • Die für die Reinigung von Tabletts vorgesehenen Transportspülmaschinen basieren auf dem Prinzip einer Bandgeschirrspülmaschine, bei welcher das Spülgut die verschiedenen Behandlungszonen der Spülmaschine, wie Waschung, Spülung und Trocknung, nacheinander durchläuft. Das Be- und Entladen der Tabletts kann automatisiert mittels speziellen Eintakt- und Abstapelvorrichtungen erfolgen.
  • Allerdings ist der Platzbedarf dieses Maschinentyps recht hoch, da die Länge der Maschine in der Regel mehrere Meter beträgt. Aufgrund des hohen Platzbedarfs stellt dieser Maschinentyp somit keine Option für Schnellrestaurants dar.
  • In Anwendungsfällen mit einem geringen Spülgut- bzw. Tablettaufkommen werden die Tabletts auch häufig einfach in einer bestehenden Untertisch- oder Haubenspülmaschine gespült.
  • Bei diesen Maschinen ist der Platzbedarf zwar deutlich geringer, allerdings müssen die Tabletts manuell in spezielle Körbe geladen und nach dem Spülprozess auch wieder manuell entladen werden. Zudem verfügen diese Maschinen über kein spezielles Trocknungssystem für Kunststofftabletts, so dass die Tabletts nach dem Reinigungszyklus noch feucht sind und somit nicht direkt aufgestapelt werden können.
  • Auf Grundlage dieser Problemstellung liegt der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein System zum vorzugsweise automatischen Reinigen von Tabletts in einer Spülmaschine anzugeben, wobei mit nur einem geringen Platzbedarf in zuverlässiger Weise die Tabletts vollständig gereinigt und als Tablettstapel abgelegt werden können.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst, wobei vorteilhafte Weiterbildungen des Reinigungssystems in den abhängigen Patentansprüchen 2 bis 14 angegeben sind.
  • Demgemäß betrifft die vorliegende Erfindung insbesondere ein System zum vorzugsweise automatischen Reinigen von Tabletts in einer Spülmaschine. Bei den zu reinigenden Tabletts handelt es sich insbesondere um Tabletts ohne aufgestelltem Spülgut, wie Geschirr, Tassen, Besteck und/oder Trinkgläsern. Dies ist in der Regel bei Schnellrestaurants der Fall, wo die Speisen und Getränke in der Regel in Einwegverpackungen serviert werden, so dass die Tabletts die einzige Spülgut-Art sind, die nach dem Menü gereinigt werden muss.
  • Das erfindungsgemäße System weist eine schmutzseitige Beladestation mit einem Beladebereich zum Aufnehmen der zu reinigenden Tabletts insbesondere in Gestalt eines Tablettstapels auf.
  • Das Reinigungssystem weist ferner eine Beladevorrichtung zum vereinzelten Beladen der zu reinigenden Tabletts in mindestens einer Behandlungskammer oder Behandlungszone der Spülmaschine auf. Ferner kommt eine sauberseitige Entladestation mit einem Entladebereich zum Einsatz, in welchem die in der Spülmaschine gereinigten Tabletts aufgestapelt werden.
  • Erfindungsgemäß ist insbesondere vorgesehen, dass der Beladebereich oberhalb der mindestens einen Behandlungskammer oder Behandlungszone der Spülmaschine und der Entladebereich unterhalb der mindestens einen Behandlungskammer oder Behandlungszone der Spülmaschine angeordnet ist.
  • Durch diese Anordnung ist ein Reinigungssystem realisierbar, welches speziell für die Reinigung von Tabletts konzipiert ist und darüber hinaus nur einen geringen Platzbedarf benötigt.
  • Dadurch, dass der Beladebereich oberhalb der mindestens einen Behandlungskammer oder Behandlungszone der Spülmaschine angeordnet ist, können die zu reinigenden Tabletts vereinzelt durch Schwerkraft der mindestens einen Behandlungskammer oder Behandlungszone der Spülmaschine zugeführt werden. Gleiches gilt im übertragenen Sinne auch für den Entladebereich des Reinigungssystems, der unterhalb der mindestens einen Behandlungskammer oder Behandlungszone der Spülmaschine angeordnet ist. Durch diese Anordnung können die gereinigten Tabletts von der Behandlungskammer oder Behandlungszone der Spülmaschine durch Schwerkraft dem Entladebereich zugeführt werden.
  • Gemäß vorteilhaften Realisierungen des Reinigungssystems ist vorgesehen, dass der Beladebereich ausgebildet ist, die zu reinigenden Tabletts in der Gebrauchsstellung der Tabletts nach Oben schauend aufzunehmen.
  • Alternativ hierzu ist es aber auch grundsätzlich denkbar, dass der Beladebereich ausgebildet ist, die zu reinigenden Tabletts in einem - im Vergleich zu der Gebrauchsstellung der Tabletts - um 180° gedrehten Zustand derart aufzunehmen, dass die jeweiligen Transportflächen der zu reinigenden Tabletts nach unten zeigen.
  • Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass quasi „automatisch“ eine manuelle Vorabräumung stattfinden muss, bevor das Bedienpersonal die zu reinigenden Tabletts dem Beladebereich zuführen kann. Indem die Tabletts um 180° gedreht werden, werden die in der Regel leeren Einwegverpackungen direkt in einen Abfall in der Tablettrückgabestation entsorgt, bevor die zu reinigenden Tabletts dann auf einen insbesondere bereits vorhanden Tablettstapel im Beladebereich des Reinigungssystems aufgestapelt werden.
  • Diese manuelle Vorabräumung kann insbesondere an der Tablettrückgabestation erfolgen.
  • Beispielsweise ist es denkbar, dass die Tabletts von den Kunden an der Tablettrückgabestation zurückgegeben werden. Üblicherweise sollen die Kunden die leeren Einwegverpackungen direkt in einen Abfall in der Tablettrückgabestation entsorgen, bevor sie das schmutzige Tablett dann auf einen bereits vorhandenen Stapel aufstapeln.
  • Wenn der Kunde es versäumt, die leeren Einwegverpackungen direkt in den Abfall in der Tablettrückgabestation zu entsorgen, ist dies entsprechend von dem Bedienpersonal nachzuholen. Das Bedienperson räumt dann den Tablettstapel mit den schmutzigen Tabletts in regelmäßigen Abständen weg und kann dann den Tablettstapel direkt in den Beladebereich des Reinigungssystems laden.
  • Bei der eigentlichen Reinigung der Tabletts in der mindestens einen Behandlungszone der Spülmaschine sollten die Tabletts in ihrem im Wesentlichen hochkant gestellten Zustand vorliegen, damit die Reinigungsflüssigkeit (Waschflüssigkeit, Klarspülflüssigkeit) besonders gut abfließen kann.
  • Zu diesem Zweck ist gemäß Ausgestaltungen der Erfindung vorgesehen, dass die Beladevorrichtung, die zum vereinzelten Beladen der zu reinigenden Tabletts in mindestens eine Behandlungskammer oder Behandlungszone der Spülmaschine dient, eine Wendeeinrichtung aufweist zum Überführen der Tabletts in einen zumindest im Wesentlichen hochkant gestellten Zustand.
  • In vorteilhafter Weise ist die der Beladevorrichtung zugeordnete Wendeeinrichtung ausgebildet, in erster Linie rein durch Schwerkraft die Tabletts in ihren im Wesentlichen hochkant gestellten Zustand zu überführen.
  • Denkbar in diesem Zusammenhang ist es beispielsweise, dass die Wendeeinrichtung eine Führung und/oder einen Anschlag aufweist, welche bzw. welcher derart ausgebildet ist, dass beim Überführen der vereinzelten Tabletts von dem Beladebereich diese aufgrund der Schwerkraft in ihren zumindest im Wesentlichen hochkant gestellten Zustand gedreht werden.
  • Zusätzlich zu der bereits erwähnten manuellen Vorabräumstation an der Tablettrückgabestation ist es von Vorteil, dass der mindestens einen Behandlungskammer oder Behandlungszone der Spülmaschine eine Vorabräumstation vorgeschaltet ist, in welcher eine vorzugsweise automatische Vorabräumung an den zumindest im Wesentlichen hochkant gestellten Tabletts stattfindet.
  • In diesem Zusammenhang ist es insbesondere denkbar, dass durch das Überführen der Tabletts in ihren im Wesentlichen hochkant gestellten Zustand noch ggf. auf der Transportfläche der Tabletts vorhandener Abfall durch Schwerkraft in einen unterhalb der Vorabräumstation vorgesehenen Schmutzbehälter fällt.
  • Die Vorabräumung kann auch durch das Versprühen von Flüssigkeit, insbesondere bereits verwendeter Waschflüssigkeit, unterstützt werden. Auch ist eine mechanisch unterstütze Vorabräumung beispielsweise mit Hilfe von Bürsten oder Schiebern denkbar.
  • Das erfindungsgemäße System zeichnet sich dadurch aus, dass durch Schwerkraft die zu reinigenden Tabletts von dem Beladebereich der Beladestation zu der Reinigungsstation mit der mindestens einen Behandlungskammer oder Behandlungszone überführt werden, und dass ebenfalls durch Schwerkraft die gereinigten Tabletts von der Reinigungsstation bzw. der mindestens einen Behandlungskammer oder Behandlungszone zu dem Entladebereich der sauberseitigen Entladestation überführt werden.
  • Um allerdings die zu reinigenden Tabletts in oder durch die mindestens eine Behandlungskammer oder Behandlungszone zu transportieren, ist der Spülmaschine vorzugsweise eine Transportvorrichtung zugeordnet, die zum vorzugsweise horizontalen Transport der hochkant gestellten Tabletts zu und/oder durch die mindestens eine Behandlungskammer oder Behandlungszone der Spülmaschine ausgebildet ist.
  • Die Transportvorrichtung ist insbesondere ausgebildet, die Tabletts kontinuierlich oder diskontinuierlich zu und/oder durch die mindestens eine Behandlungskammer oder Behandlungszone der Spülmaschine zu transportieren.
  • „Diskontinuierlich“ bedeutet in diesem Zusammenhang, dass mit Hilfe der Transportvorrichtung beispielsweise die zu reinigenden Tabletts von der vorgeschalteten Vorabräumstation in die mindestens eine Behandlungszone transportiert werden, wobei dann die Transportvorrichtung stoppt und die Tabletts ortsfest in der Behandlungszone gereinigt werden, wobei dieser Reinigungsvorgang insbesondere eine Waschphase, eine Klarspülphase und eine anschließende Trocknungsphase und eine ggf. vorgesehene Desinfektionsphase umfasst.
  • Danach werden die gereinigten Tabletts mit Hilfe der Transportvorrichtung aus der mindestens einen Behandlungskammer oder Behandlungszone bzw. Behandlungszone herausbefördert, so dass sie dann durch Schwerkraft dem Entladebereich der sauberseitigen Entladestation zugeführt werden. Indem in ein und derselben Behandlungszone zeitlich gesehen nacheinander verschiedene Behandlungen durchgeführt werden, reduziert sich der Platzbedarf der Spülmaschine.
  • Alternativ hierzu ist es selbstverständlich aber auch denkbar, dass die Spülmaschine eine Steuereinrichtung aufweist, welche ausgebildet ist, die Transportvorrichtung derart anzusteuern, dass mit der Transportvorrichtung die zu reinigenden Tabletts kontinuierlich und insbesondere mit einer vorab festgelegten oder festlegbaren Transportgeschwindigkeit durch die mindestens eine Behandlungszone/Behandlungskammer oder Behandlungszone der Spülmaschine transportiert werden. In diesem Zusammenhang sollten allerdings mindestens zwei Behandlungszonen in Transportrichtung der Tabletts gesehen nacheinander angeordnet sein.
  • Wie bereits angedeutet, sollte der Spülmaschine eine Steuereinrichtung zugeordnet sein. Insbesondere sind über diese Steuereinrichtung die zur Reinigung der Tabletts notwendigen und/oder erwünschten Behandlungsparameter (Temperatur der Reinigungsflüssigkeit, Düsendruck, Verweilzeit, etc.) auswählbar und/oder einstellbar.
  • Gemäß bevorzugten Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Reinigungssystems ist die Steuereinrichtung insbesondere ausgebildet, zur Behandlung der Tabletts in der mindestens einen Behandlungszone ein Wasch- und/oder Spülsystem der Spülmaschine bzw. die dem Wasch- und/oder Spülsystem der Spülmaschine zugeordnete Technik derart anzusteuern, dass zeitlich nacheinander zunächst mindestens eine Waschphase und anschließend mindestens eine Klarspülphase, insbesondere eine Frischwasser-Klarspülphase, durchgeführt wird.
  • In einer Weiterbildung des zuvor genannten Aspekts ist vorgesehen, dass die Steuereinrichtung ferner ausgebildet ist, zur Behandlung der Tabletts in der mindestens einen Behandlungszone das Wasch- und/oder Spülsystem der Spülmaschine bzw. die dem Wasch- und/oder Spülsystem der Spülmaschine zugeordnete Technik derart anzusteuern, dass zwischen der mindestens einen Waschphase und der mindestens einen Klarspülphase mindestens eine Desinfektionsphase durchgeführt wird.
  • Darüber hinaus ist es denkbar, nach der Klarspülphase eine Trocknungsphase durchzuführen.
  • Um die Reinigungskapazität des Reinigungssystems zu erhöhen, ist gemäß Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung vorgesehen, dass die Spülmaschine mindestens zwei parallel zueinander betreibbare Behandlungskammern aufweist zum zeitgleichen Behandeln von Spülgut.
  • Nach der Reinigung/Behandlung der Tabletts in der mindestens einen Behandlungszone der Spülmaschine werden die gereinigten Tabletts der sauberseitigen Entladestation zugeführt. Hierzu bietet es sich an, dass der Spülmaschine eine Wendeeinrichtung zugeordnet ist, welche ausgebildet ist, die gereinigten Tabletts von ihrem hochkant gestellten Zustand durch Schwerkraft zu drehen und die gedrehten Tabletts in dem Entladebereich der sauberseitigen Entladestation aufzustapeln.
  • Der Entladebereich kann innerhalb eines Korpus der Spülmaschine angeordnet und über eine Öffnung, insbesondere Türöffnung, zugänglich sein. Alternativ hierzu ist es aber auch denkbar, dass der Entladebereich außerhalb eines Korpus der Spülmaschine angeordnet ist, wobei über eine Ausgabeöffnung die gereinigten Tabletts insbesondere durch Schwerkraft dem Entladebereich zuführbar sind.
  • Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum vorzugsweise automatischen Reinigen von Tabletts in einer Spülmaschine, insbesondere von Tabletts ohne aufgestelltem Spülgut, wie Geschirr, Tassen, Besteck und/oder Trinkgläsern.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren werden die zu reinigenden Tabletts zunächst in Form eines Tablettstapels an einem schmutzseitigen Beladebereich bereitgestellt. Anschließend werden die bereitgestellten Tabletts vereinzelt und es werden die vereinzelten Tabletts zu einer Vorabräumstation und/oder zu mindestens einer Behandlungszone der Spülmaschine zugeführt.
  • Danach werden die gereinigten Tabletts einem sauberseitigen Entladebereich zugeführt und dort aufgestapelt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass der Beladebereich oberhalb der mindestens einen Behandlungszone der Spülmaschine und der Entladebereich unterhalb der mindestens einen Behandlungszone der Spülmaschine angeordnet ist, und dass somit das Zuführen der Tabletts zu der Vorabräumstation bzw. der mindestens einen Behandlungszone der Spülmaschine und/oder zu dem Entladebereich zumindest teilweise durch Schwerkraft erfolgt.
  • Nachfolgend werden exemplarische Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Systems anhand der Zeichnungen näher beschrieben.
  • Es zeigen:
    • 1 schematisch und in einer isometrischen Ansicht eine erste exemplarische Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reinigungssystems, bei welchem der Entladebereich im Korpus der Spülmaschine integriert und über eine Tablett-Schublade zugänglich ist;
    • 2 schematisch und in einer isometrischen Ansicht die erste exemplarische Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reinigungssystems gemäß 1, jedoch diesmal mit geöffneter Tablett-Schublade;
    • 3 schematisch und in einer Schnittansicht die erste exemplarische Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reinigungssystems gemäß 1;
    • 4 schematisch und in einer isometrischen Ansicht eine zweite exemplarische Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reinigungssystems, bei welchem die Entladestation gebildet wird durch einen in den Korpus der Spülmaschine einfahrbaren Tablett-Abstapelwagen;
    • 5 schematisch und in einer Schnittansicht die zweite exemplarische Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reinigungssystems gemäß 4;
    • 6 schematisch und in einer isometrischen Ansicht eine dritte exemplarische Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reinigungssystems, bei welchem die Entladestation außerhalb des Korpus der Spülmaschine in Gestalt eines externen Tablett-Abstapelwagens vorgesehen ist; und
    • 7 schematisch und in einer Schnittansicht die dritte exemplarische Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reinigungssystems gemäß 6.
  • Bei dem erfindungsgemäßen System 1, welches nachfolgend unter Bezugnahme auf die in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsformen näher beschrieben wird, handelt es sich um eine Tablett-Spülmaschine zum Reinigen von Kunststoff-Tabletts insbesondere in Schnellrestaurants.
  • Die Spülmaschine 1 zeichnet sich dadurch aus, dass diese bestmöglich in die bestehenden Abläufe des Schnellrestaurants integrierbar ist. Hierzu verfügt die Spülmaschine 1 vorzugsweise über folgende Hauptfunktionseinheiten:
    • • automatische Beladung der schmutzigen Tabletts 2 von einem Tablettstapel in die Spülmaschine 1;
    • • Vorabräumung von Papier-Cover und Abfall bevor das Tablett 2 in die eigentliche Behandlungskammer oder Behandlungszone 6 der Spülmaschine 1 fährt;
    • • Reinigungsprozess inklusive Waschung, Spülung und Trocknung; und
    • • automatische Entladung und Aufstapelung der gereinigten Tabletts 2.
  • Mit der erfindungsgemäßen Tablett-Spülmaschine 1 kann die Rückgabe der schmutzigen Tabletts 2 weiterhin von den Kunden an den Rückgabestationen im Gästebereich erfolgen. Das Personal räumt die aufgestapelten Tabletts 2 wie bisher in regelmäßigen Abständen weg und kann den Tablettstapel dann direkt in die Beladestation 3 der Tablett-Spülmaschine 1 laden.
  • Die schmutzigen Tabletts 2 werden dann automatisch von der Tablett-Spülmaschine 1 vereinzelt und in die Maschine beladen, wo die Tabletts 2 dann automatisch den Reinigungsprozess durchlaufen und nach erfolgter Reinigung und Trocknung automatisch entladen und aufgestapelt werden.
  • Der Stapel mit sauberen Tabletts 2 kann dann - je nach Bedarf - vom Personal entladen und zum Thekenbereich gebracht werden, wo die Tabletts 2 dann erneut zur Ausgabe zur Verfügung stehen.
  • Die mit dem als Tablett-Spülmaschine ausgebildeten erfindungsgemäßen System 1 erzielbaren Vorteile liegen auf der Hand: zum einen ist eine deutliche Zeitersparnis bei der Handhabung umsetzbar. Die schmutzigen Tabletts 2 müssen nicht mehr einzeln manuell mittels Einwegtuch und Desinfektionsspray gereinigt werden. Zusätzlich hierzu wird eine garantierte Hygienesicherheit erreicht, da die Tabletts 2 gemäß bestehenden Normen und Regularien gereinigt werden (DIN/NSF).
  • Zum anderen findet ein verbesserter Prozessablauf statt, da es eine eindeutige Trennung zwischen Schmutzseite und Reinseite gibt. Die Schmutzseite wird gebildet durch den Beladebereich für den Tablettstapel mit den schmutzigen Tabletts 2, während die Reinseite durch den Entladebereich gebildet wird, wo die sauberen Tabletts 2 wieder automatisch aufgestapelt werden.
  • Es ist insbesondere ersichtlich, dass die in den Zeichnungen gezeigten exemplarischen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Tablett-Spülmaschine 1 ausgebildet sind, ausschließlich Tabletts 2 ohne aufgestelltem Spülgut zu reinigen.
  • Zu dem Reinigungssystem gehört zusätzlich zu der Spülmaschine 1 eine schmutzseitige Beladestation 3 mit einem Beladebereich zum Aufnehmen der zu reinigenden Tabletts 2 insbesondere als Tablettstapel und eine sauberseitige Entladestation 5 mit einem Entladebereich, in welchem die in der Spülmaschine 1 gereinigten Tabletts 2 aufgestapelt werden.
  • Zum automatischen Beladen der zu reinigenden Tabletts 2 in die mindestens eine Behandlungszone 6 der Spülmaschine 1 kommt eine Beladevorrichtung 4 zum Einsatz, die die zu reinigenden Tabletts 2 einzeln der mindestens einen Behandlungszone 6 der Spülmaschine 1 zuführt.
  • Alle Ausführungsformen haben gemeinsam, dass der Beladebereich oberhalb der mindestens einen Behandlungszone 6 der Spülmaschine 1 und der Entladebereich unterhalb der mindestens einen Behandlungszone 6 der Spülmaschine 1 angeordnet ist.
  • Auf diese Weise kann die Zuführung der zu reinigenden Tabletts 2 zu der Behandlungszone 6 der Spülmaschine 1 zumindest teilweise durch Schwerkraft erfolgen. Gleiches gilt im übertragenen Sinne auch für die Zuführung der gereinigten Tabletts 2 zu dem sauberseitigen Entladebereich.
  • Wie es den Schnittansichten in 3, 5 und 7 entnommen werden kann, weist die Beladevorrichtung 4 eine Wendeeinrichtung 7 auf, um die Tabletts 2 in einen zumindest im Wesentlichen hochkant gestellten Zustand zu überführen. Hierzu weist die Wendeeinrichtung 7 eine Führung und/oder einen Anschlag auf, welche bzw. welcher derart ausgebildet ist, dass beim Überführen der vereinzelten Tabletts 2 von dem Beladebereich diese aufgrund der Schwerkraft in ihren zumindest im Wesentlichen hochkant gestellten Zustand gedreht werden.
  • Den Schnittansichten in 3, 5 und 7 ist ferner zu entnehmen, dass der mindestens einen Behandlungszone 6 der Spülmaschine 1 eine Vorabräumstation 8 vorgeschaltet sein kann, in welcher eine vorzugsweise automatische Vorabräumung an den zumindest im Wesentlichen hochkant gestellten Tabletts 2 stattfindet. Dadurch, dass die Tabletts 2 durch die Wendeeinrichtung 7 der Beladevorrichtung 4 in den hochkant gestellten Zustand überführt werden, findet bereits automatisch eine Vorabräumung statt, da durch Schwerkraft ein ggf. auf der Transportfläche des Tabletts 2 vorhandenes Papier-Cover und/oder Abfall in einen unterhalb der Vorabräumstation 8 vorgesehenen Schmutzbehälter 14 fällt.
  • Der Vorabräumstation 8 kann aber auch beispielsweise ein Düsensystem zum Versprühen von Flüssigkeit zum Zwecke der Vorabräumung oder auch ein mechanisches System 1 beispielsweise in Gestalt von Bürsten/Schiebern zugeordnet sein.
  • Nach der Vorabräumung wird das zu reinigende Tablett 2 mit Hilfe einer Transportvorrichtung 9 der mindestens einen Behandlungszone 6 der Spülmaschine 1 zugeführt. In der mindestens einen Behandlungszone 6 der Spülmaschine 1 findet eine Waschung sowie eine Klarspülung der Tabletts 2 statt.
  • Optional ist auch eine Desinfektion vorgesehen. Nach der Klarspülung findet eine Trocknung der gereinigten Tabletts 2 statt, wonach diese dann erneut gedreht werden und dem Entladebereich der sauberseitigen Entladestation 5 zugeführt werden, wo die gereinigten Tabletts 2 aufgestapelt werden.
  • Wie in den in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsformen angedeutet, kann die sauberseitige Entladestation 5 unterschiedlich ausgebildet sein.
  • Bei der ersten exemplarischen Ausführungsform gemäß 1 bis 3 ist die sauberseitige Entladestation 5 im Inneren eines Korpus 11 der Spülmaschine 1 untergebracht und über eine Tablett-Schublade 12 zugänglich.
  • Bei der zweiten exemplarischen Ausführungsform gemäß 4 und 5 ist die Entladestation 5 ebenfalls im Korpus 11 der Spülmaschine 1 untergebracht, wobei allerdings der Entladebereich der Entladestation 5 durch einen internen Tablett-Abstapelwagen 13 an Stelle einer internen Tablett-Schublade 12 gebildet wird.
  • Bei der dritten exemplarischen Ausführungsform gemäß 6 und 7 hingegen ist die sauberseitige Entladestation 5 außerhalb des Maschinenkorpus 11 angeordnet und der Entladebereich wird dabei durch einen externen Tablett-Abstapelwagen 13 gebildet.
  • Die Spülmaschine 1 kann eine einzige Behandlungszone 6 aufweisen, in welcher zeitlich nacheinander zunächst eine Waschphase, dann optional eine Desinfektionsphase und dann eine Klarspülphase durchgeführt wird. Insbesondere sollte anschließend noch eine Trocknungsphase stattfinden.
  • Bei der Waschphase handelt es sich um eine Reinigungsphase, bei welcher die Tabletts 2 in der Behandlungszone 6 mit einer Waschflüssigkeit gewaschen werden. Bei der optionalen Desinfektionsphase handelt es sich um eine Reinigungs- bzw. Behandlungsphase, bei welcher das gewaschene Tablett 2 entweder mit einer Desinfektionschemikalie oder mit heißem Frischwasser oder heißem Wasserdampf beaufschlagt wird, um eine entsprechende Desinfektion zu bewirken. Bei der Klarspülphase handelt es sich um eine Reinigungsphase, bei welcher die gewaschenen Tabletts 2 und die ggf. desinfizierten Tabletts 2 mit erwärmtem Frischwasser und ggf. zudosiertem Klarspüler gespült werden.
  • Um diese Prozessschritte durchführen zu können, weist die Spülmaschine 1 vorzugsweise zwei unabhängige Flüssigkeitssysteme auf. Ein erstes Flüssigkeitssystem ist ein Waschwasserkreislauf, welcher für die Waschung der Tabletts 2 zuständig ist, wobei die Waschung mit rezirkuliertem Wasser aus einem Waschtank der Spülmaschine 1 durchgeführt wird. Das andere Flüssigkeitssystem ist ein Frischwassersystem, welches für die Klarspülung zuständig ist. Die Klarspülung wird - wie bereits gesagt - mit Frischwasser, vorzugsweise mit Frischwasser aus einem Wassererhitzer, durchgeführt. Das Frischwasser wird nach dem Versprühen in der Behandlungszone 6 ebenfalls von dem Waschtank der Spülmaschine 1 aufgenommen.
  • Die Hauptaufgabe der Klarspülung ist es, auf dem Tablett 2 ggf. befindliche Lauge zu entfernen. Zusätzlich dient das während der Klarspülphase in den Waschtank fließende Klarspülwasser zur Regeneration des im Waschtank vorhandenen Waschwassers.
  • Bevor durch die Klarspülphase Frischwasser als Klarspülflüssigkeit versprüht und dadurch in den Waschtank der Spülmaschine 1 geleitet wird, wird vorzugsweise eine der Frischwassermenge gleiche Menge an Waschflüssigkeit aus dem Waschtank abgepumpt.
  • Obgleich bei den in den Zeichnungen gezeigten exemplarischen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Tablett-Spülmaschine 1 jeweils nur eine einzige Behandlungszone 6 zum Einsatz kommt, ist es grundsätzlich auch denkbar, für jede Reinigungsphase eine eigene Behandlungszone 6 vorzusehen, wobei die einzelnen Behandlungszonen räumlich voneinander getrennt angeordnet sind, und wobei vorzugsweise zwischen den Behandlungszonen ein entsprechender Spritzschutz, beispielsweise in Gestalt eines Vorhangs, vorgesehen sein kann, um ein Überspritzen von Flüssigkeit und eine Wiederanschmutzung der Tabletts 2 zu verhindern.
  • Um jedoch einen möglichst kompakten Aufbau der Spülmaschine 1 zu erzielen, ist es von Vorteil, dass die Reinigungsphasen oder zumindest einige Reinigungsphasen der Spülmaschine 1 in einer gemeinsamen Behandlungskammer oder Behandlungszone 6 der Spülmaschine 1 durchgeführt werden. In diesem Fall sollte die Spülmaschine 1 eine Steuereinrichtung aufweisen, welche ausgebildet ist, die Transportvorrichtung 9 der Spülmaschine 1 derart anzusteuern, dass mit der Transportvorrichtung 9 die zu reinigenden Tabletts 2 diskontinuierlich durch die Behandlungszone 6 der Spülmaschine 1 transportiert werden.
  • Obgleich in den Zeichnungen nicht gezeigt, ist in dem Korpus 11 der Spülmaschine 1 vorzugsweise der Waschtank der Spülmaschine 1 sowie die ggf. ein Abwassertank untergebracht. Der Waschtank dient zumindest zum Zwischenspeichern der in der Behandlungszone 6 der Spülmaschine 1 zu versprühenden Reinigungsflüssigkeit bzw. zum Zwischenspeichern der in der Behandlungszone 6 versprühten Reinigungsflüssigkeit.
  • Von weiterem Vorteil ist es, wenn in dem Korpus 11 der Spülmaschine 1 auch ein Frischwassertank bzw. Klarspülflüssigkeitstank untergebracht ist, welcher zumindest einen Teil der in der Behandlungszone 6 zu versprühenden Klarspülflüssigkeit bzw. Frischwasser bereitstellt.
  • Ebenfalls kann in dem Korpus 11 der Spülmaschine 1 ein Klarspülzudosiersystem zum insbesondere wahl- und/oder bedarfsweisen Zudosieren von Klarspüler zu der in der Behandlungszone 6 zu versprühenden Reinigungsflüssigkeit und/oder ein Reinigerzudosiersystem zum insbesondere wahl- oder bedarfsweisen Zudosieren einer Reinigerchemikalie zu der in der Behandlungszone 6 zu versprühenden Reinigungsflüssigkeit aufgenommen sein.
  • Gleiches gilt auch für den Wassererwärmer, der zum wahl- und/oder bedarfsweisen Erwärmen der in der Behandlungszone 6 zu versprühenden Reinigungsflüssigkeit (Klarspülflüssigkeit) dient.
  • Vorzugsweise sind die Beladevorrichtung 4 und die der Spülmaschine 1 zugeordnete Transportvorrichtung 9 flexibel auf unterschiedliche Tablettgrößen einstellbar.
  • Gemäß Weiterentwicklungen der Erfindung kann vorgesehen sein, dass dem Reinigungssystem eine zusätzliche Fördereinrichtung zugeordnet ist, so dass die gereinigten Tabletts 2 direkt zu einem Thekenbereich befördert werden können, um dort aufgestapelt zu werden, so dass der Transport der gereinigten Tablettstapel vom Küchenbereich zum Thekenbereich entfällt.
  • Alternativ hierzu ist es aber auch denkbar, dass die Spülmaschine 1 als Interface-Spülmaschine 1 direkt im Thekenbereich installiert ist, damit die schmutzigen Tabletts 2 direkt nach Rückgabe durch den Kunden gereinigt werden können und der Rücktransport der schmutzigen Tabletts 2 vom Gastbereich in den Küchenbereich durch das Spülpersonal entfällt.
  • Die Erfindung ist nicht auf die in den Zeichnungen gezeigten Ausführungsformen beschränkt, sondern ergibt sich aus einer Zusammenschau sämtlicher hierin offenbarter Merkmale.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Reinigungssystem
    2
    Tablett
    3
    Beladestation
    4
    Beladevorrichtung
    5
    Entladestation
    6
    Behandlungszone der Spülmaschine
    7
    Wendeeinrichtung der Beladevorrichtung
    8
    Vorabräumstation
    9
    Transportvorrichtung
    10 11
    Wendeeinrichtung Korpus
    12
    Tablett-Schublade/Türöffnung
    13
    Tablett-Abstapelwagen
    14
    Schmutzbehälter

Claims (15)

  1. System zum vorzugsweise automatischen Reinigen von Tabletts (2) in einer Spülmaschine (1), insbesondere von Tabletts (2) ohne aufgestelltem Spülgut, wie Geschirr, Tassen, Besteck und/oder Trinkgläsern, wobei das System Folgendes aufweist: - eine schmutzseitige Beladestation (3) mit einem Beladebereich zum Aufnehmen der zu reinigenden Tabletts (2) insbesondere in Form eines Tablettstapels; - eine Beladevorrichtung (4) zum vereinzelten Beladen der zu reinigenden Tabletts (2) in mindestens eine Behandlungskammer oder Behandlungszone (6) der Spülmaschine (1); und - eine sauberseitige Entladestation (5) mit einem Entladebereich, in welchem die in der Spülmaschine (1) gereinigten Tabletts (2) aufgestapelt werden, wobei der Beladebereich oberhalb der mindestens einen Behandlungskammer oder Behandlungszone (6) der Spülmaschine (1) und wobei der Entladebereich unterhalb der mindestens einen Behandlungskammer oder Behandlungszone (6) der Spülmaschine (1) angeordnet ist.
  2. System nach Anspruch 1, wobei der Beladebereich ausgebildet ist, die zu reinigenden Tabletts (2) in der Gebrauchsstellung der Tabletts (2) nach Oben schauend aufzunehmen.
  3. System nach Anspruch 1 oder 2, insbesondere nach Anspruch 2, wobei dem System eine manuelle Vorabräumstation zugeordnet ist, in welcher eine manuelle Vorabräumung der zu reinigenden Tabletts (2) erfolgt.
  4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Beladevorrichtung (4) eine Wendeeinrichtung (7) aufweist zum Überführen der Tabletts (2) in einen zumindest im Wesentlichen hochkant gestellten Zustand.
  5. System nach Anspruch 4, wobei die Wendeeinrichtung (7) eine Führung und/oder einen Anschlag aufweist, welche bzw. welcher derart ausgebildet ist, dass beim Überführen der vereinzelten Tabletts (2) von dem Beladebereich diese aufgrund der Schwerkraft in ihren zumindest im Wesentlichen hochkant gestellten Zustand gedreht werden.
  6. System nach Anspruch 4 oder 5, wobei der mindestens einen Behandlungskammer oder Behandlungszone (6) der Spülmaschine (1) eine Vorabräumstation (8) vorgeschaltet ist, in welcher eine vorzugsweise automatische oder manuelle Vorabräumung an den zumindest im Wesentlichen hochkant gestellten Tabletts (2) stattfindet oder stattfinden kann.
  7. System nach einem der Ansprüche 1 bis 6, und insbesondere nach einem der Ansprüche 4 bis 6, wobei der Spülmaschine (1) eine Transportvorrichtung (9) zugeordnet ist zum vorzugsweise horizontalen Transport der hochkant gestellten Tabletts (2) zu und/oder durch die mindestens eine Behandlungskammer oder Behandlungszone (6) der Spülmaschine (1).
  8. System nach Anspruch 7, wobei die Transportvorrichtung (9) ausgebildet ist, die Tabletts (2) kontinuierlich oder diskontinuierlich zu und/oder durch die mindestens eine Behandlungskammer oder Behandlungszone (6) der Spülmaschine (1) zu transportieren.
  9. System nach Anspruch 8, wobei die mindestens eine Behandlungskammer oder Behandlungszone (6) der Spülmaschine (1) ausgebildet ist, zeitlich gesehen nacheinander das in der Behandlungskammer oder Behandlungszone (6) aufgenommene Spülgut zu waschen, klarzuspülen und optional zu trocknen.
  10. System nach Anspruch 8, wobei die Spülmaschine (1) eine erste Behandlungszone zum Waschen des Spülguts und eine hiervon getrennte zweite Behandlungszone zum Klarspülen des Spülguts und optional eine hiervon getrennte Behandlungszone zum Trocknen des Spülguts aufweist.
  11. System nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Spülmaschine (1) mindestens zwei parallel zueinander betreibbare Behandlungskammern oder Behandlungszonen (6) aufweist zum zeitgleichen Behandeln von Spülgut.
  12. System nach einem der Ansprüche 4 bis 11, wobei der Spülmaschine (1) eine Wendeeinrichtung (10) zugeordnet ist, welche ausgebildet ist, die gereinigten Tabletts (2) von ihrem hochkant gestellten Zustand durch Schwerkraft zu drehen und die gedrehten Tabletts (2) in dem Entladebereich aufzustapeln.
  13. System nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei der Entladebereich innerhalb eines Korpus (11) der Spülmaschine (1) angeordnet und über eine Öffnung (12), insbesondere Türöffnung, zugänglich ist.
  14. System nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei der Entladebereich außerhalb eines Korpus (11) der Spülmaschine (1) angeordnet ist, wobei über eine Ausgabeöffnung die gereinigten Tabletts (2) insbesondere durch Schwerkraft dem Entladebereich zuführbar sind.
  15. Verfahren zum vorzugsweise automatischen Reinigen von Tabletts (2) in einer Spülmaschine (1), insbesondere von Tabletts (2) ohne aufgestelltem Spülgut, wie Geschirr, Tassen, Besteck und/oder Trinkgläsern, wobei das Verfahren die folgenden Verfahrensschritte aufweist: - Bereitstellen der zu reinigenden Tabletts (2) in Form eines Tablettstapels in einem schmutzseitigen Beladebereich; - Vereinzeln der bereitgestellten Tabletts (2) und Zuführen der vereinzelten Tabletts (2) zu einer Vorabräumstation (8) und/oder zu mindestens einer Behandlungskammer oder Behandlungszone (6) der Spülmaschine (1); und - Zuführen der gereinigten Tabletts (2) zu einem sauberseitigen Entladebereich und Aufstapeln der gereinigten Tabletts (2) in dem sauberseitigen Endbereich, wobei der Beladebereich oberhalb der mindestens einen Behandlungskammer oder Behandlungszone (6) der Spülmaschine (1) und der Entladebereich unterhalb der mindestens einen Behandlungskammer oder Behandlungszone (6) der Spülmaschine (1) angeordnet ist, und wobei das Zuführen der Tabletts (2) zu der Vorabräumstation (8) bzw. Behandlungskammer oder Behandlungszone (6) der Spülmaschine (1) und/oder zu dem Entladebereich zumindest teilweise durch Schwerkraft erfolgt.
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