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EINLEITUNG
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Die Offenbarung bezieht sich auf ein Beleuchtungssystem, das Leuchtdioden (LEDs) verwendet, die mit Quantenpunkt-Material ausgestattet sind.
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Beleuchtung oder Ausleuchtung ist der gezielte Einsatz von Licht, um praktische oder ästhetische Effekte zu erzielen. Beleuchtung umfasst sowohl den Einsatz von künstlichen Lichtquellen, wie Lampen und Leuchten, als auch die natürliche Beleuchtung durch Einfangen von Tageslicht. Die Beleuchtung kann eingesetzt werden, um die Ausführung von Aufgaben zu verbessern, die Erscheinung eines Bereichs zu verbessern oder positive psychologische Auswirkungen auf Nutzer zu haben.
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Kraftfahrzeuge sind in der Regel mit Außenbeleuchtungssystemen ausgestattet, um dem Fahrer eine Außenbeleuchtung zu bieten, damit er das Fahrzeug bei schlechten Lichtverhältnissen, z. B. bei Nachtfahrten, effektiv bedienen kann, und um die Auffälligkeit des Fahrzeugs zu erhöhen. Solche Beleuchtungssysteme zeigen auch Informationen über das Vorhandensein, die Position, die Größe und die Fahrtrichtung des Fahrzeugs an und bieten Signalfunktionen, um das beabsichtigte Manövrieren des Fahrzeugs durch den Bediener anzuzeigen, z. B. für Bediener anderer, sich nähernder Fahrzeuge.
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Fahrzeugbeleuchtungssysteme umfassen im Allgemeinen eine Reihe von Lampenbaugruppen, die an der Vorderseite, den Seiten, der Oberseite und der Rückseite des Fahrzeugs montiert oder integriert sind. Eine solche Anordnung von Lampenbaugruppen umfasst typischerweise Scheinwerfer, die so angeordnet sind, dass sie die Straße vor dem Fahrzeug beleuchten, Blinker, die so angeordnet sind, dass sie das beabsichtigte Manövrieren und die Fahrtrichtung des Fahrzeugs signalisieren, Dach- und Seitenmarkierungslampen, die den Standort des Fahrzeugs sichtbar machen sollen, und Rückleuchten, die typischerweise Bremslichter definieren, um auf der Rückseite des Fahrzeugs zu signalisieren, dass sich das Fahrzeug verlangsamt oder anhält. Solche Lampenbaugruppen können Leuchtdioden (LEDs) als Lichtquellentechnologie verwenden.
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EP 2 085 686 A1 beschreibt ein Kfz-Scheinwerferelement, das wenigstens eine Leuchtdiode und wenigstens eine Steuervorrichtung aufweist. Die Steuervorrichtung ist geeignet, ein von einer Messgröße abhängiges Signal zu verarbeiten und einen Strom entsprechend dem Signal in die Leuchtdiode einzuprägen. Die Steuervorrichtung und die Leuchtdiode sind auf einem gemeinsamen Träger angeordnet.
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WO 98/ 12 757 A1 beschreibt eine wellenlängenkonvertierende Vergussmasse auf der Basis eines transparenten Epoxidgießharzes, das mit einem Leuchtstoff versetzt ist, für ein elektrolumineszierendes Bauelement mit einem ultraviolettes, blaues oder grünes Licht aussendenden Körper.
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BESCHREIBUNG
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Eine lichtemittierende Baugruppe, die so konfiguriert ist, dass sie unterschiedliches, breit gefächertes Farblicht erzeugt, umfasst ein Baugruppengehäuse, eine äußere Linse, die an dem Baugruppengehäuse befestigt ist, und eine Leiterplatte (Printed Circuit Board - PCB), die zwischen der äußeren Linse und dem Baugruppengehäuse angeordnet ist. Die lichtemittierende Baugruppe enthält auch eine erste blaue Leuchtdiode (LED) und eine zweite blaue LED, die jeweils auf der Leiterplatte angeordnet sind. Die lichtemittierende Baugruppe enthält zusätzlich ein erstes Quantenpunkt-Materialelement, das zwischen der ersten blauen LED und der äußeren Linse angeordnet ist, wodurch eine Emission eines roten Lichts durch die äußere Linse ermöglicht wird. Die lichtemittierende Baugruppe enthält ferner ein zweites Quantenpunkt-Materialelement, das zwischen der zweiten blauen LED und der äußeren Linse angeordnet ist, wodurch eine Emission eines grünen Lichts durch die äußere Linse ermöglicht wird.
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Die lichtemittierende Baugruppe kann auch eine dritte blaue LED enthalten, die zwischen der äußeren Linse und dem Baugruppengehäuse angeordnet ist, wodurch eine Emission eines rot-grün-blauen (RGB) Bereichs/Spektrums von Farblicht durch die äußere Linse ermöglicht wird.
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Die lichtemittierende Baugruppe kann eine Scheinwerferbaugruppe eines Kraftfahrzeugs sein, die so konfiguriert ist, dass sie eine Blinkerfunktion definiert, die oranges Licht emittiert.
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Die lichtemittierende Baugruppe kann so konfiguriert sein, dass sie eine zentrale obere Bremsleuchte (Center High Mount Stop Lamp - CHMSL) eines Kraftfahrzeugs definiert.
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Die lichtemittierende Baugruppe kann als Rückleuchte eines Kraftfahrzeugs konfiguriert sein.
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Die lichtemittierende Baugruppe kann so konfiguriert sein, dass sie die Zusatzbeleuchtung eines Kraftfahrzeugs erzeugt.
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Das erste Quantenpunkt-Materialelement ist erfindungsgemäß ein erstes weißes Quantenpunkt-Element und das zweite Quantenpunkt-Materialelement kann ein zweites weißes Quantenpunkt-Element sein. Die lichtemittierende Baugruppe enthält zusätzlich einen roten Farbfilter, der zwischen dem ersten weißen Quantenpunkt-Element und der äußeren Linse angeordnet ist. Zusätzlich kann die lichtemittierende Baugruppe einen grünen Farbfilter enthalten, der zwischen dem zweiten weißen Quantenpunkt-Element und der äußeren Linse angeordnet ist.
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Der rote Farbfilter und der grüne Farbfilter können jeweils als eines von einer Beschichtung und einem Film konfiguriert sein, die auf die erste bzw. zweite blaue LED aufgebracht sind. Alternativ können der rote Farbfilter und der grüne Farbfilter jeweils als Linse konfiguriert sein, die mit der jeweiligen ersten und zweiten blauen LED verbunden ist.
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Die lichtemittierende Baugruppe kann zusätzlich ein Kühlelement enthalten, das zwischen der Leiterplatte und dem Baugruppengehäuse angeordnet und so konfiguriert ist, dass es Wärmeenergie von der Leiterplatte abführt.
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Ein Kraftfahrzeug, das eine solche lichtemittierende Baugruppe verwendet, wird ebenfalls offenbart.
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Die obigen Merkmale und Vorteile sowie andere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Offenbarung werden aus der folgenden detaillierten Beschreibung der Ausführungsform(en) und der besten Art(en) zur Ausführung der beschriebenen Offenbarung einfach ersichtlich sein, wenn sie in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen und den beigefügten Ansprüchen betrachtet werden.
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FIGURENBESCHREIBUNG
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- 1 ist eine perspektivische Darstellung eines Kraftfahrzeugs mit einem Fahrzeugaufbau und einer Vielzahl von an dem Fahrzeugaufbau montierten lichtemittierenden Baugruppen gemäß der Offenbarung.
- 2 ist eine perspektivische Ansicht einer in 1 gezeigten verallgemeinerten lichtemittierenden Baugruppe, einschließlich eines Blinkermerkmals, das in Phantomform unter einer äußeren Linse dargestellt ist, gemäß der Offenbarung.
- 3 ist eine seitliche Querschnittsansicht eines bestimmten Abschnitts der in 2 gezeigten lichtemittierenden Baugruppe und zeigt ein Cluster von lichtemittierenden Dioden (LEDs), die mit Quantenpunkt (QD)-Materialelementen ausgestattet sind, um ein Rot-Grün-Blau (RGB)-Farblichtspektrum zu erzeugen, gemäß der Offenbarung.
- 4 ist ein Chromatizitätsdiagramm mit einer grafischen Darstellung eines Teils des sichtbaren Farblichtspektrums, das von der in den 2 und 3 gezeigten lichtemittierenden Baugruppe emittiert wird, im Vergleich zu einem Teil des sichtbaren Farblichtspektrums, das von einem typischen Cluster von rot-grün-blauen (RGB) LEDs emittiert wird.
- 5 ist eine schematische seitliche Querschnittsansicht des lichtemittierenden Baugruppenclusters aus blauen LEDs, die mit roten und grünen QD-Materialelementen ausgestattet sind, gemäß einem Beispiel zum besseren Verständnis.
- 6 ist eine schematische seitliche Querschnittsansicht des lichtemittierenden Baugruppenclusters aus blauen LEDs, die mit weißen QD-Materialelementen und entsprechenden roten und grünen Farbfiltern ausgestattet sind, gemäß einer anderen Ausführungsform der Offenbarung.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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Unter Bezugnahme auf die Zeichnungen, in denen sich gleiche Referenznummern auf gleiche Komponenten beziehen, zeigt 1 eine schematische Ansicht eines Kraftfahrzeugs 10, das relativ zu einer Fahrbahnoberfläche 12 positioniert ist. Das Fahrzeug 10 umfasst einen Fahrzeugaufbau 14, der entlang einer virtuellen Längsachse X und im Wesentlichen parallel zur Fahrbahnoberfläche 12 angeordnet ist. Der Fahrzeugaufbau 14 definiert sechs Aufbauseiten. Die sechs Aufbauseiten umfassen ein erstes Aufbauende oder vorderes Ende 16, ein gegenüberliegendes zweites Aufbauende oder hinteres Ende 18, eine erste seitliche Aufbauseite oder linke Seite 20 und eine zweite seitliche Aufbauseite oder rechte Seite 22, einen oberen Aufbauabschnitt 24, der ein Fahrzeugdach enthalten kann, und einen Unterbodenabschnitt (nicht dargestellt).
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Die linke Seite 20 und die rechte Seite 22 sind im Allgemeinen parallel zueinander und in Bezug auf die Längsachse X angeordnet und überspannen den Abstand zwischen dem vorderen Ende 16 und dem hinteren Ende 18. Die Fahrzeugaufbau 14 ist so definiert, dass er die Längsachse X umfasst. Ein Fahrgastraum (nicht dargestellt) des Fahrzeugs 10 wird im Allgemeinen durch das vordere und hintere Ende 16, 18 und die linke und rechte Seite 20, 22 des Aufbaus 14 begrenzt. Das vordere Ende 16 ist so konfiguriert, dass es einem entgegenkommenden Umgebungsluftstrom 28 zugewandt ist, wenn das Fahrzeug 10 relativ zur Fahrbahnoberfläche 12 in Bewegung ist. Wenn sich das Fahrzeug 10 in Bewegung befindet, bewegt sich der entgegenkommende Umgebungsluftstrom 28 im Wesentlichen parallel zum Aufbau 14 und entlang der Längsachse X. Wie dargestellt, kann das Fahrzeug 10 auch eine Kraftanlage 30 umfassen, wie z. B. einen Verbrennungsmotor, einen Hybrid-Elektro-Antriebsstrang (nicht dargestellt) oder andere alternative Arten von Antriebssystemen.
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Wie in 1 dargestellt, umfasst das Fahrzeug 10 auch ein elektrisches System 32 mit einer Energiespeichervorrichtung 34, wie z. B. einer oder mehreren Batterien, die zur Aufnahme einer elektrischen Ladung konfiguriert ist. Das elektrische System 32 ist so konfiguriert, dass es elektrischen Strom zum Betrieb von Fahrzeugsystemen liefert, wie z. B. der Außenbeleuchtung, die eine Vielzahl von lichtemittierenden Baugruppen umfasst, die in 2 allgemein durch die Zahl 36 dargestellt sind und so konfiguriert sind, dass sie entsprechende Lichtstrahlen 38 erzeugen (in 1 dargestellt). Andere Fahrzeugsysteme, die über das elektrische System 32 betrieben werden können, können Heizung/Lüftung/Klimaanlage (HVAC), Fahrzeug-Infotainment sowie verschiedene Bordgeräte, wie z. B. ein Mobiltelefon-Ladegerät usw., die nicht dargestellt sind, umfassen.
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Wie in 1 gezeigt, können spezifische lichtemittierende Baugruppen, die eine Außenbeleuchtung für das Kraftfahrzeug 10 bereitstellen, Fahrzeugscheinwerfer 36A, Rückleuchten 36B, Bremsleuchten 36C, zentrale obere Bremsleuchte (CHMSL) 36D, Blinker 36E, verschiedene Zusatzbeleuchtungen 36F und vordere, obere und hintere Seitenmarkierungsleuchten (nicht gezeigt) darstellen. Solche lichtemittierenden Baugruppen 36 können die Anwesenheit des Host-Fahrzeugs anzeigen, z. B. Position, Größe und Fahrtrichtung, sowie Signalfunktionen bereitstellen, um das beabsichtigte Manövrieren des Fahrzeugs durch den Bediener anzuzeigen, z. B. für Bediener anderer, sich nähernder Fahrzeuge. Obwohl sich die vorliegende Offenbarung auf lichtemittierende Baugruppen 36 konzentriert, wie sie für die Außenbeleuchtung von Kraftfahrzeugen verwendet werden, ist nicht ausgeschlossen, dass die lichtemittierende Baugruppe mit der unten beschriebenen Konstruktion in anderen automobilen oder nicht-automobilen Anwendungen eingesetzt wird.
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Im Allgemeinen werden die Scheinwerfer 36A vom Fahrzeug 10 eingesetzt, um die Fahrbahnoberfläche 12 vor dem Fahrzeug mit projizierten und spezifisch ausgerichteten Lichtstrahlen 38 zu beleuchten. Die Rückleuchten 36B sind im Allgemeinen so konfiguriert, dass sie die Anwesenheit des Host-Fahrzeugs nach hinten signalisieren. Die Rückleuchten 36B sollen rotes Licht erzeugen und sind so angeschlossen, dass sie immer dann leuchten, wenn die Scheinwerfer 36A eingeschaltet sind. Bremslichter oder Bremsleuchten 36C, die häufig in die Rückleuchten 36B eingebaut sind, werden mit erhöhter Intensität, verglichen mit dem Rest der Rückleuchten, aktiviert, wenn der Fahrzeugbediener die Bremsen des betreffenden Fahrzeugs betätigt. Im Allgemeinen sind die Bremsleuchten 36C als stetig brennende Lampen konfiguriert, die aktiviert werden, um eine Verzögerungswarnung für Fahrer zu liefern, die dem Host-Fahrzeug folgen.
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Die CHMSL 36D ist höher montiert als die Bremsleuchten 36C des Fahrzeugs und soll Fahrer hinter dem Fahrzeug 10 warnen, deren Sicht auf die Bremsleuchten des Fahrzeugs durch dazwischenfahrende Fahrzeuge versperrt ist. Das CHMSL 36D bietet außerdem ein redundantes Bremslichtsignal im Falle einer Fehlfunktion der Bremsleuchten 36C. Die Blinker 36E sind im Allgemeinen so konfiguriert, dass sie die Fahrtrichtung des Fahrzeugs und das beabsichtigte Manövrieren des Fahrzeugs über sich wiederholende Lichtstrahlen signalisieren. Die Blinker 36E sollen im Allgemeinen oranges Licht aussenden, für den Unterscheidungscharakter eines solchen Farbtons. Wie in 1 gezeigt, können die Blinker 36E eigenständige Einheiten sein, die an beliebiger Stelle am Fahrzeugaufbau 14 angeordnet sind, oder in Beleuchtungsbaugruppen einschließlich der Scheinwerfer 36A und/oder der Rückleuchten 36B eingebaut sein, um die Fahrtrichtung des Fahrzeugs an der jeweiligen Vorderseite und Rückseite des Host-Fahrzeugs zu signalisieren. Die Zusatzbeleuchtung 36F kann Teil von mindestens einer der Baugruppen 36A, 36B, 36C, 36D und 36E oder eine eigenständige Baugruppe sein, die am Fahrzeugaufbau 14 montiert ist. Beispielsweise kann, wie in 1 gezeigt, die Zusatzbeleuchtung 36F in einen Kühlergrill des Kraftfahrzeugs 10 eingebaut sein und dazu dienen, vorgegebene Funktionen oder die Betriebsbereitschaft des Fahrzeugs zu signalisieren, wie z. B. den Ladezustand eines elektrisch betriebenen Fahrzeugs.
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Jede lichtemittierende Baugruppe 36, wie z. B. die Baugruppen 36A, 36B, 36C, 36D, 36E und 36F, ist so konfiguriert, dass sie unterschiedliches oder breit gefächertes Farblicht erzeugt, wie im Folgenden im Detail beschrieben wird. Wie in 2 gezeigt, umfasst eine beispielhafte lichtemittierende Baugruppe 36 ein Baugruppengehäuse 40 und eine äußere Linse 42, die an dem Baugruppengehäuse befestigt ist und dadurch einen Innenraum 46 der betreffenden Baugruppe definiert. Die äußere Linse 42 kann mit verschiedenen Verfahren am Baugruppengehäuse 40 befestigt werden, wie z. B. mit integrierten Schnappverschlüssen oder eigenständigen Befestigungselementen (nicht dargestellt), oder indem sie mit strukturellem Klebstoff oder Dichtungsmittel dauerhaft damit verbunden wird, oder indem sie durch einen Schweißprozess dauerhaft damit verbunden wird. Die lichtemittierende Baugruppe 36 wird im Allgemeinen am Fahrzeugaufbau 14 befestigt, z. B. über Befestigungselemente, die sich durch spezielle, im Baugruppengehäuse 40 ausgebildete Merkmale erstrecken (nicht dargestellt).
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Wie in 3 zu sehen ist, ist in einer in 2 angedeuteten Querschnittsebene 3-3 eine Leiterplatte (PCB) 48 zwischen der äußeren Linse 42 und dem Baugruppengehäuse 40 im Innenraum 46 angeordnet und enthält ein oder mehrere Leuchtelemente, die im Folgenden im Detail beschrieben werden. Im Allgemeinen trägt eine Leiterplatte verschiedene elektrische oder elektronische Komponenten mechanisch und verbindet sie elektrisch mit Hilfe von Leiterbahnen, Blöcken und anderen Merkmalen, die aus einer oder mehreren Plattenschichten aus Kupfer geätzt werden, die auf und/oder zwischen Plattenschichten eines nicht leitenden Substrats laminiert sind. Einzelne Schaltungskomponenten werden in der Regel auf die Leiterplatte gelötet, um sie sowohl elektrisch zu verbinden als auch mechanisch an ihr zu befestigen. Die Leiterplatte 48 kann von dem Baugruppengehäuse 40 getragen werden und ist mit dem elektrischen System 32 verbunden, um elektrischen Strom zur Erzeugung von Licht über das/die Lichtelement(e) aufzunehmen.
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Wie in 3 dargestellt, enthält die Leiterplatte 48 eine Gruppe von blauen Leuchtdioden (LEDs). Die Leiterplatte 48 umfasst insbesondere eine erste blaue Leuchtdiode (LED) 50 und eine zweite blaue LED 52. Die lichtemittierende Baugruppe 36 kann auch eine dritte blaue LED 54 enthalten. Jede der ersten, zweiten und dritten blauen LEDs 50, 52, 54 ist auf der Leiterplatte 48 zwischen dem Baugruppengehäuse 40 und der äußeren Linse 42 angeordnet und arbeiten als einzelne Lichtelemente der Baugruppe 36. Die erste, zweite und dritte blaue LED 50, 52, 54 können oberflächenmontierbare Vorrichtungen (SMD) sein, d. h. direkt auf die Oberfläche der Leiterplatte 48 montiert. Die lichtemittierende Baugruppe 36 umfasst auch ein erstes Quantenpunkt-Materialelement 56, das zwischen der ersten blauen LED 50 und der äußeren Linse 42 angeordnet ist, wodurch eine Emission eines roten Lichts 56A (in den 5 und 6 dargestellt) durch die äußere Linse ermöglicht wird. Die lichtemittierende Baugruppe 36 enthält zusätzlich ein zweites Quantenpunkt-Materialelement 58, das zwischen der zweiten blauen LED 52 und der äußeren Linse 42 angeordnet ist, wodurch eine Emission eines grünen Lichts 58A (in den 5 und 6 dargestellt) durch die äußere Linse ermöglicht wird. Wie ebenfalls in den 5 und 6 gezeigt, würde die verbleibende dritte blaue LED 54 die Emission eines blauen Lichts 54A beibehalten. Die lichtemittierende Baugruppe 36 kann ferner einen Lichtleiter 55 (in 3 dargestellt) enthalten, der so konfiguriert ist, dass er das kombinierte Licht der ersten, zweiten und dritten blauen LED 50, 52, 54 sammelt und den resultierenden Vollfarblichtstrahl 38A durch die äußere Linse 42 leitet.
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Insgesamt sollen die erste, zweite und dritte blaue LED 50, 52, 54 in Verbindung mit den ersten und zweiten Quantenpunkt-Materialelementen 56, 58 eine Emission eines Rot-Grün-Blau (RGB)-Bereichs/Spektrums von Farblicht durch die äußere Linse 42, d.h. den resultierenden Vollfarblichtstrahl 38A, ermöglichen und das emittierte Licht in einem bestimmten Wellenlängenband fokussieren. Ein sichtbares Spektrum 59 des Farblichts ist allgemein in dem in 4 dargestellten Chromatizitätsdiagramm dargestellt. Ein Lichtanteil 60 des sichtbaren Farbspektrums 59, der von typischen roten, grünen und blauen LEDs emittiert wird, ist genau in dem Bereich des Farbspektrums begrenzt, der echtes oranges Farblicht 62 definiert, das von den Blinkern 36E benötigt wird. Ein Lichtanteil 64 des sichtbaren Farbspektrums 59, der von der lichtemittierenden Baugruppe 36 emittiert wird, würde jedoch aufgrund des reineren Farblichts, das von den Quantenpunkt-Materialelementen 56, 58 emittiert wird, den Blinkern 36E erlauben, das erforderliche echte orange Farblicht 62 zu emittieren, wie in 4 angegeben.
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Im Allgemeinen sind Quantenpunkte (QDs) winzige Halbleiterpartikel von einigen Nanometern Größe, d. h. „nanoskalige“ Kristalle, die optische und elektronische Eigenschaften haben, die sich aufgrund der Quantenmechanik von größeren Partikeln unterscheiden. Wenn die Quantenpunkte mit ultraviolettem Licht beleuchtet werden, kann ein Elektron im Quantenpunkt in einen Zustand höherer Energie angeregt werden. Im Falle eines halbleitenden Quantenpunktes entspricht dieser Vorgang dem Übergang eines Elektrons vom Valenzband in das Leitungsband. Das angeregte Elektron kann wieder in das Valenzband zurückfallen und dabei seine Energie durch die Emission von Licht, d. h. Photolumineszenz, freisetzen. Die Farbe des emittierten Lichts hängt von der Energiedifferenz zwischen dem Leitungsband und dem Valenzband ab. Die optoelektronischen, elektrisch-optischen oder optisch-elektrischen Eigenschaften von QDs ändern sich sowohl in Abhängigkeit von der Größe als auch von der Form. Größere QDs von 5-6 nm Durchmesser emittieren längere Wellenlängen, mit Farben wie Orange oder Rot. Kleinere QDs (2-3 nm) emittieren kürzere Wellenlängen, wodurch Farben wie Blau und Grün entstehen. Die spezifischen Farben variieren jedoch je nach der genauen Zusammensetzung des QDs.
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Wie in 6 schematisch dargestellt, ist das erste Quantenpunkt-Materialelement 56 ein erstes weißes QD-Element, während das zweite Quantenpunkt-Materialelement 58 ein zweites weißes QD-Element sein kann. Erfindungsgemäß enthält die lichtemittierende Baugruppe 36 auch einen roten Farbfilter 66, der zwischen dem ersten weißen QD-Element und der äußeren Linse 42 angeordnet ist. Zusätzlich kann die lichtemittierende Baugruppe 36 einen grünen Farbfilter 68 enthalten, der zwischen dem zweiten weißen QD-Element und der äußeren Linse 42 angeordnet ist. Sowohl der rote Farbfilter 66 als auch der grüne Farbfilter 68 können als eine Beschichtung konfiguriert sein, die auf die jeweilige erste und zweite blaue LED 50, 52 aufgebracht ist. Die Beschichtung kann speziell als eingefärbtes Harz konfiguriert sein.
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Alternativ kann jeder des roten Farbfilters 66 und des grünen Farbfilters 68 als spezifisch eingefärbter Film konfiguriert sein, der auf die jeweilige erste und zweite blaue LED 50, 52 aufgebracht ist. In einer weiteren Ausführungsform kann jeder des roten Farbfilters 66 und des grünen Farbfilters 68 als eine Linse konfiguriert sein, die mit der Oberfläche der jeweiligen ersten und zweiten blauen LED 50, 52 verbunden ist. Die lichtemittierende Baugruppe 36 kann zusätzlich ein Kühlelement 70 umfassen, das zwischen der Leiterplatte 48 und dem Baugruppengehäuse 40 im Innenraum 46 angeordnet ist. Das Kühlelement 70 ist so konfiguriert, dass es thermische Energie von der Leiterplatte 48 abführt und dadurch einen thermischen Ausgleich für die lichtemittierende Baugruppe 36 bewirkt. Das Kühlelement 70 kann aus Aluminium oder einem anderen wärmeleitenden Material hergestellt sein.
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Die ausführliche Beschreibung und die Zeichnungen oder Figuren sind unterstützend und beschreibend für die Offenbarung, aber der Umfang der Offenbarung wird ausschließlich durch die Ansprüche definiert. Während einige der besten Arten und andere Ausführungsformen zur Ausführung der beanspruchten Offenbarung im Detail beschrieben wurden, gibt es verschiedene alternative Ausführungen und Ausführungsformen zum Ausführen der in den beigefügten Ansprüchen definierten Offenbarung. Darüber hinaus sind die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen oder die in der vorliegenden Beschreibung erwähnten Merkmale verschiedener Ausführungsformen nicht unbedingt als voneinander unabhängige Ausführungsformen zu verstehen. Vielmehr ist es möglich, dass jedes der in einem der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmale mit einem oder mehreren anderen gewünschten Merkmalen anderer Ausführungsformen kombiniert werden kann, was zu anderen Ausführungsformen führt, die nicht in Worten oder durch Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben sind. Dementsprechend fallen solche anderen Ausführungsformen in den Rahmen des Umfangs der beigefügten Ansprüche.