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Die Erfindung betrifft ein Schlauchsystem, ein Beatmungsgerät und ein Beatmungssystem welche eingerichtet sind zumindest zwei Patienten mit einem Beatmungsgerät zu verbinden und zu beatmen.
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Herkömmliche Beatmungsgeräte werden mit einem Schlauch verbunden und sind zur Beatmung eines Patienten geeignet.
Wenn viele Patienten gleichzeitig beatmet werden müssen muss daher die Anzahl der Geräte gleich der Anzahl der Patienten sein. Dieses ist nachteilig, da Beatmungsgeräte relativ teuer sind und in manchen Situationen nicht zur Verfügung stehen.
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Es ist daher Aufgabe der Erfindung mehrere Patienten mit einem Beatmungsgerät zu verbinden und zu beatmen.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher;
Ein Schlauchsystem mit einem inspiratorischen Schlauchabschnitt der eingerichtet ist zur Verbindung mit je einem Inspirations-Kanal eines Beatmungsgerätes und der eingerichtet ist einen inspiratorischen Atemgasstrom von dem Beatmungsgerät zu einem Patienteninterface zu leiten,
- -wobei der insp. Schlauchabschnitt einen Schlauchadapter aufweist, der eingerichtet ist zur Verbindung mit dem Inspirations-Kanal des Beatmungsgerätes,
wobei der Schlauchadapter einen Schlauchverzweiger aufweist, von dem zumindest zwei Inspirationszweige abzweigen,
- -wobei jeder Inspirationszweig
- -zumindest ein Anschlussstück zur Verbindung mit einem Patienteninterface aufweist.
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Bei dem Schlauchsystem weist vorteilhaft zudem jeder Inspirationszweig zumindest ein Rückschlagventil auf.
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Bei dem Schlauchsystem weist vorteilhaft zudem jeder Inspirationszweig zumindest ein Ventil auf.
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Bei dem Schlauchsystem ist das Ventil beispielsweise als verstellbare Drosselklappe eingerichtet, um den inspiratorischen Fluss einzustellen.
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Bei dem Schlauchsystem ist das Ventil beispielsweise ein verstellbares PEEP-Ventil, welches als verstellbare Drosselklappe eingerichtet ist, um den inspiratorischen Fluss einzustellen.
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Bei dem Schlauchsystem weist vorteilhaft zudem jeder Inspirationszweig zumindest einen verschließbaren Abgriff für Atemgas aufweist.
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Bei dem Schlauchsystem ist der verschließbare Abgriff beispielsweise ein Luer Anschluss.
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Bei dem Schlauchsystem ist der verschließbare Abgriff beispielsweise in einer inspiratorischen Strömungsrichtung hinter dem Ventil angeordnet.
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Bei dem Schlauchsystem ist der verschließbare Abgriff beispielsweise eingerichtet und ausgebildet zur Verbindung mit einem Druckmessanschluss des Beatmungsgerätes.
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Bei dem Schlauchsystem wird der Abgriff wird einem Druckmessanschluss des Beatmungsgerätes verbunden und erlaubt so eine separate Druckbestimmung in dem Zweig des Schlauchsystems (für Patient 2).
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Zudem kann über das Ventil ein separater Druck dem Zweig des Schlauchsystems (für Patient 2) eingestellt werden (der niedriger als der Druck für Patient 1 ist).
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Bei dem Schlauchsystem zweigen von dem Schlauchverzweiger beispielsweise zumindest vier Inspirationszweige ab. Dadurch wird die Beatmung von vier Patienten möglich.
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Bei dem Schlauchsystem zweigen von jedem Inspirationszweig beispielsweise zumindest zwei weitere Inspirationszweige ab. Dadurch wird die Beatmung von vier Patienten möglich.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist zudem ein Schlauchsystem mit zumindest einem exspiratorischen Schlauchabschnitt. Das erfindungsgemäße Schlauchsystem weist bevorzugt alternativ oder ergänzend einen exspiratorischen Schlauchabschnitt auf, der eingerichtet ist zur Verbindung mit je einem Exspirations-Kanal eines Beatmungsgerätes und der eingerichtet ist einen exspiratorischen Atemgasstrom von dem Patienteninterface zu dem Beatmungsgerät zu leiten,
- -wobei der exsp. Schlauchabschnitt einen Schlauchadapter aufweist, der eingerichtet ist zur Verbindung mit dem Exspirations-Kanal des Beatmungsgerätes,
wobei der Schlauchadapter einen Schlauchverzweiger aufweist, von dem zumindest zwei Exspirationszweige abzweigen,
- -wobei jeder Exspirationszweig
- -zumindest ein Anschlussstück zur Verbindung mit einem Patienteninterface aufweist.
Bei dem Schlauchsystem weist beispielsweise zusätzlich jeder Inspirationszweig zumindest ein Rückschlagventil auf und / oder jeder Exspirationszweig zumindest ein Rückschlagventil auf.
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Der exspiratorische Schlauchabschnitt E kann zusätzlich in zumindest einem Exspirationszweig 1-3 zumindest ein Ventil E-6 aufweisen. Das Ventil kann eingerichtet und ausgebildet sein einen exspiratorischen Druck in dem jeweiligen Exspirationszweig einzustellen.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein Schlauchsystem mit zumindest einem inspiratorischen Schlauchabschnitt und zumindest einem exsp. Schlauchabschnitt. Das erfindungsgemäße Schlauchsystem umfasst bevorzugt alternativ oder ergänzend einen inspiratorischen Schlauchabschnitt, der eingerichtet ist zur Verbindung mit je einem Inspirations-Kanal eines Beatmungsgerätes und der eingerichtet ist einen inspiratorischen Atemgasstrom von dem Beatmungsgerät zu einem Patienteninterface zu leiten,
- -wobei der insp. Schlauchabschnitt einen Schlauchadapter aufweist, der eingerichtet ist zur Verbindung mit dem Inspirations-Kanal des Beatmungsgerätes,
- - wobei der Schlauchadapter einen Schlauchverzweiger aufweist, von dem zumindest zwei Inspirationszweige abzweigen,
- -wobei jeder Inspirationszweig
- -zumindest ein Anschlussstück zur Verbindung mit einem Patienteninterface aufweist,
- -wobei das Schlauchsystem einen exspiratorischen Schlauchabschnitt aufweist, der eingerichtet ist zur Verbindung mit je einem Exspirations-Kanal eines Beatmungsgerätes und der eingerichtet ist einen exspiratorischen Atemgasstrom von dem Patienteninterface zu dem Beatmungsgerät zu leiten,
- -wobei der exsp. Schlauchabschnitt einen Schlauchadapter aufweist, der eingerichtet ist zur Verbindung mit dem Exspirations-Kanal des Beatmungsgerätes, wobei der Schlauchadapter einen Schlauchverzweiger aufweist, von dem zumindest zwei Exspirationszweige abzweigen,
- -wobei jeder Exspirationszweig
- -zumindest ein Anschlussstück zur Verbindung mit einem Patienteninterface aufweist.
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Das Schlauchsystem kann einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein. Insbesondere kann der Schlauchadapter ein separates Teil sein oder ein integraler Bestandteil des Schlauchsystems beispielsweise einfach das offene Ende.
Insbesondere kann das Anschlussstück ein separates Teil sein oder ein integraler Bestandteil des Schlauchsystems beispielsweise einfach das offene Ende.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist zudem ein Beatmungsgerät. Das erfindungsgemäße Beatmungsgerät weist zumindest einen Inspirations-Kanal und/oder einen Exspirations-Kanal zum Anschluss eines erfindungsgemäßen Schlauchsystems auf.
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Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist zudem ein Beatmungssystem. Das erfindungsgemäße Beatmungssystem umfasst zumindest ein erfindungsgemäßes Schlauchsystem und ein erfindungsgemäßes Beatmungsgerät.
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Das erfindungsgemäße Beatmungssystem umfasst ein Schlauchsystem und ein Beatmungsgerät wobei das Beatmungsgerät eine Anzeigeeinrichtung aufweist die zumindest zwei Druckkurven darstellt und wobei der Druck 150 dem vom Beatmungsgerät vorgegebenen Druck, der in dem Inspirations-Kanal (und in dem inspiratorischen Schlauchabschnitt I anliegt) entspricht, wobei der inspiratorische Schlauchabschnitt I sich in zumindest zwei Inspirationszweige (für zwei Patienten) aufspaltet, wobei in zumindest einem Inspirationszweig I zumindest ein verstellbares Ventil I-6 angeordnet ist, das eingerichtet und . ausgebildet ist den inspiratorischen Fluss / oder Druck für diesen Zweig 2 einzustellen, wobei der inspiratorische Schlauchabschnitt I zusätzlich in Strömungsrichtung hinter dem Ventil I-6 zumindest einen Abgriff I-8 aufweist, der zur Bestimmung eines Drucks eingerichtet und ausgebildet ist wobei der Abgriff I-8 eine separate Druckbestimmung 250 in dem Inspirationszweig (für Patient 2) ermöglicht wobei in dem Inspirationszweig 1 (für Patient 1 der Druck 150 anliegt und wobei der Druck 250 beispielsweise geringer ist als der Druck 150.
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Die Unteransprüche betreffen verschiedene voneinander unabhängige, vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung, deren Merkmale vom Fachmann im Rahmen des technisch Sinnvollen frei miteinander kombiniert werden können. Dies gilt insbesondere auch über die Grenzen der verschiedenen Anspruchskategorien hinaus.
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Es sei angemerkt, dass bezüglich verfahrensbezogener Begriffsdefinitionen sowie der Wirkungen und Vorteile verfahrensgemäßer Merkmale vollumfänglich auf die vorstehenden Erläuterungen sinngemäßer Definitionen, Wirkungen und Vorteile bezüglich der erfindungsgemäßen Vorrichtung(en) verwiesen wird. Dementsprechend können Offenbarungen hierin bezüglich der erfindungsgemäßen Vorrichtung(en) in sinngemäßer Weise auch zur Definition des erfindungsgemäßen Verfahrens herangezogen werden und Offenbarungen hierin bezüglich des erfindungsgemäßen Verfahrens können in sinngemäßer Weise zur Definition der erfindungsgemäßen Vorrichtung(en) herangezogen werden. Auf eine Wiederholung von Erläuterungen sinngemäß gleicher Merkmale, deren Wirkungen und Vorteile wird somit weitgehend verzichtet.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung nicht einschränkend zu verstehender Ausführungsbeispiele der Erfindung, die im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert wird. In dieser Zeichnung zeigen schematisch:
- 1 eine schematische Darstellung des Schlauchsystems mit dem inspiratorischen Schlauchabschnitt
- 2 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Schlauchsystems mit dem exspiratorischen Schlauchabschnitt
- 3 einen grundsätzlichen Aufbau eines Beatmungsgeräts
- 4 eine schematische Darstellung des Beatmungssystems
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1 zeigt ein Schlauchsystem mit dem inspiratorischen Schlauchabschnitt.
Das Schlauchsystem 1 weist zumindest einen inspiratorischen Schlauchabschnitt I auf der eingerichtet ist zur Verbindung mit je einem Inspirations-Kanal 3 eines Beatmungsgerätes 2 und der eingerichtet ist einen inspiratorischen Atemgasstrom von dem Beatmungsgerät zu einem Patienteninterface 11 zu leiten. Der insp. Schlauchabschnitt I weist einen Schlauchadapter 1-1 auf, der eingerichtet ist zur Verbindung mit dem Inspirations-Kanal 3 des Beatmungsgerätes 2. Der Schlauchadapter I-1 weist einen Schlauchverzweiger 1-2 aufweist, von dem zumindest zwei Inspirationszweige 1-3 abzweigen. Jeder Inspirationszweig 1-3 weist zumindest ein Anschlussstück 1-9 zur Verbindung mit einem Patienteninterface 11 auf. Das Patienteninterface 11 kann ein Y-Stück sein, dass mit einer Maske oder einem Tubus verbunden wird oder das Patienteninterface kann direkt eine Maske oder ein Tubus sein.
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Der inspiratorische Schlauchabschnitt I kann zusätzlich in jedem Inspirationszweig I-3 zumindest ein Rückschlagventil I-4 aufweisen.
Der inspiratorische Schlauchabschnitt I kann zusätzlich in jedem Inspirationszweig I-3 zumindest ein Ventil I-6 aufweisen.
Das Ventil I-6 ist beispielsweise als verstellbare Drosselklappe eingerichtet, um den inspiratorischen Fluss einzustellen.
Das Ventil I-6 ist beispielsweise ein verstellbares PEEP-Ventil I-6, welches als verstellbare Drosselklappe eingerichtet ist, um den inspiratorischen Fluss einzustellen.
Der inspiratorische Schlauchabschnitt I kann zusätzlich in jedem Inspirationszweig 1-3 zumindest einen Abgriff I-8 für Atemgas aufweisen.
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D
r verschließbare Abgriff I-8 kann ein Luer Anschluss sein.
Der verschließbare Abgriff I-8 (Luer Anschluss) kann in einer inspiratorischen Strömungsrichtung hinter dem Ventil I-6 angeordnet sein und eingerichtet und ausgebildet sein zur Verbindung mit einem Druckmessanschluss 114 des Beatmungsgerätes.
Der Abgriff I-8 wird dann mit einem Druckmessanschluss 114 des Beatmungsgerätes 2 verbunden und erlaubt so eine separate Druckbestimmung für Patient 2. Zudem kann über das Ventil I-6 ein separater Druck für Patient 2 eingestellt werden (der niedriger als der Druck . für Patient 1 ist). Der Abgriff I-8 kann auch ein Drucksensor sein, der eine Druckbestimmung in dem Schlauchabschnitt ermöglicht.
Von dem Schlauchverzweiger 1-2 können auch zumindest vier Inspirationszweige 1-3 abzweigen oder von jedem Inspirationszweig 1-3 können zumindest zwei weitere Inspirationszweige 1-3 abzweigen.
Jeder Inspirationszweig 1-3 weist beispielsweise zumindest ein Rückschlagventil I-4 auf, um die Patienten voneinander zu entkoppeln.*
Der inspiratorische Schlauchabschnitt I kann einteilig oder mehrteilig aufgebaut sein. Beispielsweise können unterschiedliche Funktionsteile und Schläuche so konnektiert werden, dass sie den inspiratorischen Schlauchabschnitt I ergeben.
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Beispielsweise
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| Position |
Anzahl |
Schlauch |
| I-1 |
1 |
22mm Schlauch 2x Female |
| I-2 |
1 |
Y-Stück |
| I-3 |
2 |
Verbinder 2x 22mm Female |
| I-4 |
2 |
Richtungsventil (2x Male) |
| I-5 |
1 |
22mm Schlauch 2x Female |
| I-6 |
1 |
Verstellbares PEEP-Ventil |
| I-7 |
1 |
PEEP-Ventil Adapter |
| I-8 |
1 |
Winkeladapter starr mit Luer |
| I-9 |
1 |
Konnektor 22_M+15_F / 22_M |
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2 zeigt den exspiratorischen Schlauchabschnitt E
Das Schlauchsystem 1 weist beispielsweise auch einen exspiratorischen Schlauchabschnitt E auf der eingerichtet ist zur Verbindung mit je einem Exspirations-Kanal 4 eines Beatmungsgerätes 2. Der exspiratorische Schlauchabschnitt E ist eingerichtet einen exspiratorischen Atemgasstrom von dem Patienteninterface 11 zu dem Beatmungsgerät oder in die Umgebung zu leiten.
Der exspiratorische Schlauchabschnitt E weist einen Schlauchadapter E-1 aufweist, der eingerichtet ist zur Verbindung mit dem Exspirations-Kanal 4 des Beatmungsgerätes 2.
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Der Schlauchadapter E-1 weist einen Schlauchverzweiger E-2 auf, von dem zumindest zwei Exspirationszweige E-3 (1, 2 für die Patienten 1 und 2) abzweigen.
Jeder Exspirationszweig E-3 weist zumindest ein Anschlussstück E-9 zur Verbindung mit einem Patienteninterface 11 auf. Das Patienteninterface 11 kann ein Y-Stück sein, dass mit einer Maske oder einem Tubus verbunden wird oder das Patienteninterface kann direkt eine Maske oder ein Tubus sein.
Jeder Exspirationszweig E-3 weist zumindest ein Rückschlagventil E-4 auf.
Der exspiratorische Schlauchabschnitt E kann zusätzlich in zumindest einem Exspirationszweig I-3 zumindest ein Ventil E-6 (nicht dargestellt) aufweisen. Das Ventil kann eingerichtet und ausgebildet sein eine exspiratorischen Druck in dem jeweiligen Exspirationszweig einzustellen. Ist das Ventil E-6 beispielsweise in dem Zweig 2 (für den Patienten 2) angeordnet, so kann für den Patienten 2 ein anderer (geringerer) exspiratorischer Druck eingestellt werden als für Patient 1.
Der exspiratorische Schlauchabschnitt E kann einteilig oder mehrteilig aufgebaut sein. Beispielsweise können unterschiedliche Funktionsteile und Schläuche so konnektiert werden, dass sie den exspiratorischen Schlauchabschnitt E ergeben.
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Beispielsweise
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| Position |
Anzahl |
Schlauch |
| E-1 |
1 |
22mm Schlauch 2x Female |
| E-2 |
1 |
Y-Stück |
| E-3 |
2 |
Verbinder 2x 22mm Female |
| E-4 |
2 |
Richtungsventil (2x Male) |
| E-6 |
|
Ventil |
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Das erfindungsgemäße Schlauchsystem 1 umfasst bevorzugt einen inspiratorischen Schlauchabschnitt I der eingerichtet ist zur Verbindung mit je einem Inspirations-Kanal 3 eines Beatmungsgerätes 2 und der eingerichtet ist einen inspiratorischen Atemgasstrom von dem Beatmungsgerät zu einem Patienteninterface 11 zu leiten, wobei der insp. Schlauchabschnitt I einen Schlauchadapter 1-1 aufweist, der eingerichtet ist zur Verbindung mit dem Inspirations-Kanal 3 des Beatmungsgerätes 2, wobei der Schlauchadapter I-1 einen Schlauchverzweiger I-2 aufweist, von dem zumindest zwei Inspirationszweige 1-3 abzweigen, wobei jeder Inspirationszweig I-3 zumindest ein Anschlussstück I-9 zur Verbindung mit einem Patienteninterface 11 aufweist, wobei das Schlauchsystem einen exspiratorischen Schlauchabschnitt E aufweist, der eingerichtet ist zur Verbindung mit je einem Exspirations-Kanal 4 eines Beatmungsgerätes 2 und der eingerichtet ist einen exspiratorischen Atemgasstrom von dem Patienteninterface 11 zu dem Beatmungsgerät zu leiten,
wobei der exsp. Schlauchabschnitt E einen Schlauchadapter E-1 aufweist, der eingerichtet ist zur Verbindung mit dem Exspirations-Kanal 4 des Beatmungsgerätes 2, wobei der Schlauchadapter E-1 einen Schlauchverzweiger E-2 aufweist, von dem zumindest zwei Exspirationszweige E-3 abzweigen, wobei jeder Exspirationszweig E-3 zumindest ein Anschlussstück E-9 zur Verbindung mit einem Patienteninterface 11 aufweist.
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3 zeigt ein erfindungsgemäßes Beatmungsgerät 2 mit einem Inspirations-Kanal 3 und/oder einem Exspirations-Kanal 4 zum Anschluss eines insp. Schlauchabschnitts I und / oder eines exsp. Schlauchabschnitts E. Das Beatmungsgerät 2 weist im Inneren seines Gehäuses eine Beatmungseinrichtung 12 auf, welche mit einer Atemgasquelle 22 (Lüftereinrichtung 22 und oder einer Ventileinrichtung 22) zur Erzeugung einer Atemgasströmung ausgestattet ist. Die Atemgasströmung wird über ein an die Beatmungseinrichtung 12 gekoppeltes Schlauchsystem 1 mit einem Patienteninterface 11 dem Patienten zugeführt.
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Das Beatmungsgerät 2 umfasst eine Anzeigeeinrichtung 5 und eine Bedieneinrichtung 6. Dabei können auch Kombinationen von Bedieneinrichtung 6 und Anzeigeeinrichtung 5 vorgesehen sein, beispielsweise in der Art einer berührungsempfindlichen Anzeigefläche bzw. eines Touchscreens. Die Anzeigeeinrichtung 5 dient hier beispielsweise auch zur Darstellung von Informationen der optionalen Überwachungseinrichtung 13. Die Überwachungseinrichtung 13 kann ein SpO2-Sensor sein und kann ihre Informationen aber auch auf weiteren hier nicht gezeigten Anzeigeeinrichtungen ausgeben, z. B. auf einem Computerdisplay oder einem Tablet oder Krankenhausmonitor oder dergleichen.
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Das Beatmungsgerät 2 ist mit zumindest einem Sensormittel 14 wirkverbunden, welches ein oder mehrere Sensoren zur Erfassung von Beatmungsparametern und ggf. weiterer für die Beatmung charakteristischer Größen aufweist. Zum Beispiel umfasst das Sensormittel 14 einen hier nicht näher gezeigten Drucksensor, welcher die Druckverhältnisse der Atemgasströmung erfasst und/oder einen Flusssensor, welcher den Fluss bzw. den Flow erfasst. Das Sensormittel 14 kann im Beatmungsgerät ausgebildet sein beispielsweise benachbart zu dem Inspirations-Kanal 3 und/oder dem Exspirations-Kanal 4 und/oder dem Druckanschluss 114.
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Das Sensormittel 14 ist beispielsweise auch mit der Steuereinrichtung 12 wirkverbunden, sodass die erfassten Größen wenigstens teilweise auch von der Steuereinrichtung 12 verarbeitet werden können.
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Das Beatmungsgerät 2 umfasst hier eine nicht sichtbar innerhalb des Gehäuses angeordnete Steuereinrichtung 12 zur Ansteuerung der Atemgasquelle 22. So können z. B. eine CPAP-Beatmung oder eine APAP-Beatmung oder eine Bilevel-Beatmung oder eine beliebige klinische Beatmungsform ausgeführt werden. Für eine Beatmung wird die Atemgasquelle 22 z. B. auf einen definierten Atemgasfluss und/oder ein Atemgasdruck eingestellt. Die Steuereinrichtung 12 kann einen notwendigen Minimaldruck bereitstellen und/oder Druckschwankungen kompensieren, die durch die Atemtätigkeit des Benutzers bedingt sind. Beispielsweise erfasst die Steuereinrichtung 12 mittels des Sensormittels 14 den gegenwärtigen Druck in dem Patienteninterface oder dem Schlauchsystem 1 und regelt die Leistung der Atemgasquelle 22 entsprechend nach, bis ein gewünschter Beatmungsdruck anliegt.
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Das Beatmungsgerät ist eingerichtet und ausgebildet mit einem Bilevel-Mode (BiLevel, BiLevel ST, PCV, Mandatorsiches BiLevel, PC-APRV) zu beatmen. Eine Triggerfunktion kann ausgeschaltet werden.
Eine Rampenfunktion, die den Übergang der insp. und exsp. oder exsp und insp. Drücke steuert kann einstellbar sein. Die Rampe sollte beispielsweise auf einen Wert >= 0,3 Sekunden gestellt werden.
Inspiratorische Rampe: Gemeint ist hier die Zeit in der der Beatmungsdruck vom unteren Druckniveau zum oberen Druckniveau (Pinsp) geregelt wird; also die mandatorische inspiratorische Rampe. (Pressure-Support-Rampen sollte es auch nicht geben, da ja der Trigger ausgeschaltet ist.)
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Eine Tubuskompensation, die Druckabfälle durch einen Tubus kompensiert kann vorhanden sein. Für die Anwendung der Erfindung muss diese ausgeschaltet werden.
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Eine ByFlow-Funktion kann vorhanden sein und ist zu erhöhen, wenn die Patienten nicht vollständig sediert sind (Empfehlung Anzahl Patienten * 3l/min).
In allen BiLevel-Modi fließt ständig mindestens ein Spülfluss. Per Default ist dieser bei 3l/min. Dieser Wert ist einstellbar; 3 l/min ist der kleinstmögliche Wert. Das heißt der Fluss im Inspiratorischen Schlauch I ist während der Inspiration mindestens 3 l/min höher, als der Fluss der zum Patienten fließt. Während der Exspiration ist der Fluss in dem inspiratorischen Schlauch dann auch mindestens 3 l/min. Der Spülfluss bildet einen Puffer, der den Flowbedarf des Patienten abdeckt, wenn dieser mit der Einatmung beginnt (bis die Steuerung nachregelt oder bis die Ventile nachregeln). Deshalb ist es auch empfehlenswert diesen Wert von 3 l/min zu erhöhen, wenn zwei nicht völlig sedierte Patienten angeschlossen werden.
Eine ergänzende CO2-Messung kann für einen Patienten realisiert werden.
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Eine Spontanatmung ist unter der Beatmung erfindungsgemäß für jeden Patienten immer möglich. Die Zyklen der Beatmung müssen dabei nicht synchron sein. In dem BiLevel-Modus ist die Druckregelung und die Flowregelung komplett entkoppelt. Wenn man den Trigger ausschaltet, werden die Druckwechsel nach einer Uhr ausgeführt und die inspiratorische Flowregelung stellt den Flow bereit, den beide Patienten zusammen anfordern. Die Patienten können dabei auf dem unteren und auf dem oberen Druckniveau Ein- und Ausatmen. Wenn die Patienten nicht sediert sind kommt es vor, dass das Ein und Ausatmen nicht synchron zu den Druckwechseln erfolgt.
Durch die Rückschlagventile sind die Patienten auch komplett voneinander entkoppelt; so dass es auch möglich ist, dass ein Patient einatmet, während der Andere ausatmet. Der Trigger synchronisiert in den BiLevel-Modi die Druckwechsel. Eine spontane Atmung ist unabhängig vom aktuellen Druck immer möglich. (z.B. auch während der auf- oder abwärts Rampe).
Der Inspiratorische und der exspiratorische Trigger sollten ausgeschaltet sein.
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Erfindungsgemäß sind insbesondere drei beispielhafte Szenarien vorgesehen:
- 1. Die beiden Patienten sind vollständig sediert und so gepaart / ausgewählt, dass sie die gleichen Beatmungsdrücke benötigen: In diesem Fall würden die Komponenten I-1, I-2, E-1 und E-2 zur Beatmung der beiden Patienten ausreichen. I-2 und E-2 sind Y-Stücke, weil da nicht so viel Platz ist. T-Stücke würden prinzipiell auch gehen.
- 2. Die beiden Patienten sind nicht vollständig sediert aber auch so gepaart/ ausgewählt, dass sie die gleichen Beatmungsdrücke benötigen: Wenn die beiden Patienten unabhängig voneinander Ein- und Ausatmen wollen, muss man sie voneinander entkoppeln. Dies übernehmen die Rückschlagventile (je zweimal) 1-4 und E-4. (siehe oben) 1-3 und E-3 sind Adapter, da es Y-Stücke und eben diese Rückschlagventile nur mit männlichen Konnektoren gibt.
- 3. Die beiden Patienten sind nicht vollständig sediert und auch nicht so gepaart / ausgewählt, dass sie die gleichen Beatmungsdrücke benötigen: In diesem Falle würde man das Beatmungsgerät so einstellen, dass der Patient, der den höheren Druckbedarf hat, ausreichend versorgt ist. Dieser Patient ist dann am Anschluss „1“ anzuschließen. Der Patient mit dem niedrigeren Druckbedarf wird dann am Anschluss „2“ angeschlossen. 1-5 ist ein Adapter für 1-6, welches eine Art Drosselklappe darstellt. I-7 ist ein Adapter, der den Ausgangsfluss der Drosselklappe wieder auf einen 22 mm Konus umsetzt. I-8 ist ein T - Stück, welches den Anschluss eines Luer - Mess-Schlauches ermöglicht. Unter Verwendung eines Druckmessanschluss 114 am Beatmungsgerät kann man damit den Druck, den der Patient „2“ bekommt, messen bzw. am Display sichtbar machen. I-9 ist wiederum ein Adapter der den Ausgang des T-Stückes (hier gibt es nur 15 mm Konus) auf 22 mm umsetzt, so dass ein normaler Beatmungsschlauch angeschlossen werden kann. Sind die beiden Patienten sind nicht vollständig sediert und auch nicht so gepaart / ausgewählt, dass sie die gleichen Beatmungsdrücke benötigen, so umfasst das Beatmungssystem 111 dann ein Schlauchsystem und ein Beatmungsgerät wobei das Beatmungsgerät 2 eine Anzeigeeinrichtung 5 aufweist die zumindest zwei Druckkurven 15, 150, 250 darstellt und wobei der Druck 150 dem vom Beatmungsgerät vorgegebenen Druck, der in dem Inspirations-Kanal 3 (und in dem inspiratorischen Schlauchabschnitt I anliegt) entspricht, wobei der inspiratorische Schlauchabschnitt I sich in zumindest zwei Inspirationszweige (1, 2 für zwei Patienten) aufspaltet, wobei in zumindest einem Inspirationszweig I zumindest ein verstellbares Ventil I-6 angeordnet ist, das eingerichtet und ausgebildet ist den inspiratorischen Fluss / oder Druck für diesen Zweig 2 einzustellen, wobei der inspiratorische Schlauchabschnitt I zusätzlich in Strömungsrichtung hinter dem Ventil I-6 zumindest einen Abgriff I-8 aufweist, der zur Bestimmung eines Drucks eingerichtet und ausgebildet ist wobei der Abgriff I-8 eine separate Druckbestimmung 250 in dem Inspirationszweig 2 (für Patient 2) ermöglicht wobei in dem Inspirationszweig 1 (für Patient 1 der Druck 150 anliegt und wobei der Druck 250 beispielsweise geringer ist als der Druck 150.
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4 zeigt das Beatmungssystem 111 umfassend ein Schlauchsystem I, E und ein Beatmungsgerät 2 mit einer Darstellung auf der Anzeigeeinrichtung 5 (für Patienten gemäß Szenario 3).
Die Kurven für Druck 15, Fluss 16 und Volumen 17 sind auf der Anzeigeeinrichtung 5 untereinander dargestellt. Man erkennt exspiratorische Drücke 151, 251 und insp. Drücke 152, 252. Es werden zwei Druckkurven 150, 250 dargestellt. Dabei entspricht der Druck 150 dem vom Beatmungsgerät vorgegebenen Druck, der in dem inspiratorischen Schlauchabschnitt I anliegt.
Der inspiratorische Schlauchabschnitt I kann zusätzlich in jedem Inspirationszweig I zumindest ein Rückschlagventil 1-4 aufweisen. Der inspiratorische Schlauchabschnitt I kann zusätzlich in zumindest einem Inspirationszweig I zumindest ein Ventil I-6 aufweisen.
Das Ventil I-6 ist beispielsweise als verstellbare Drosselklappe eingerichtet, um den inspiratorischen Fluss einzustellen. Das Ventil I-6 ist beispielsweise ein verstellbares PEEP-Ventil 1-6, welches als verstellbare Drosselklappe eingerichtet ist, um den inspiratorischen Fluss einzustellen.
Der inspiratorische Schlauchabschnitt I kann zusätzlich in Strömungsrichtung zumindest einen verschließbaren Abgriff I-8 für Atemgas aufweisen.
Der verschließbare Abgriff I-8 kann ein Luer Anschluss sein. Der verschließbare Abgriff I-8 (Luer Anschluss) kann in einer inspiratorischen Strömungsrichtung hinter dem Ventil I-6 angeordnet sein und eingerichtet und ausgebildet sein zur Verbindung mit einem Druckmessanschluss 114 des Beatmungsgerätes.
Der Abgriff I-8 wird dann mit einem Schlauch 214 mit dem Druckmessanschluss 114 des Beatmungsgerätes 2 verbunden und erlaubt so eine separate Druckbestimmung für Patient 2. Zudem kann über das Ventil I-6 ein separater Druck 250 für Patient 2 eingestellt werden (der niedriger als der Druck für Patient 1 ist).
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Der Druck 250 entspricht dem Druck, der an dem Abgriff I-8 bestimmt wird. Bestimmt wird der Druck dort über einen Druckmessschlauch 214, der den Abgriff 1-8 pneumatisch mit dem Druckmessanschluss 114 des Beatmungsgerätes 2 verbindet.
Der Druck 150 wird über die Steuereinheit 12 vorgegeben, die dazu die Atemgasquelle 22 entsprechend ansteuert. Ein Drucksensor 14 kann den Druck zusätzlich bestimmen.
Der Druck 250 wird über den Drucksensor 14', der dem Druckmessanschluss 114 zugeordnet ist, bestimmt. Der Drucksensor 14 bzw. 14' können identisch oder verschieden sein. Der Druck 250 wird eingestellt durch das Ventil 1-6.
Die Steuereinrichtung bildet beide Druckmesswerte 150, 250, bevorzugt zeitsynchronisiert, auf der Anzeige ab.