DE102021000537B4 - Prothese für den Gebrauch von Unterarmgehstützen, in Verbindung mit einem verkürzten oder fehlenden Arm - Google Patents
Prothese für den Gebrauch von Unterarmgehstützen, in Verbindung mit einem verkürzten oder fehlenden Arm Download PDFInfo
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Abstract
Prothese für den Gebrauch von Unterarmgehstützen, in Verbindung mit einem verkürzten oder fehlenden Arm, bestehend aus einem Griffloch (1), einer ersten Verbindungssäule (2), zwei Aussparungen (3) sowie einem offenen Trichter (4), wobei das Griffloch (1) das untere Ende der Prothese bildet und durch die runde Bohrung des Grifflochs (1) der Griff der Unterarmgehstütze führbar ist, wobei auf der Vorder- und Rückseite die Fläche um das Griffloch (1) herum abgeflacht ist, damit die Prothese besser am Schaft der Unterarmgehstütze anliegen kann, wobei die erste Verbindungssäule (2) senkrecht auf dem Griffloch (1) steht und dieses mit dem offenen Trichter (4) verbindet, und wobei der offene Trichter (4), der eine Einführmöglichkeit für den fehlenden oder verkürzten Arm darstellt, senkrecht auf der Verbindungssäule, nach oben geöffnet positioniert ist, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:a) die Prothese besteht aus einem Stück,b) die zwei Aussparungen (3) auf der Rückseite der ersten Verbindungssäule (2) sind senkrecht zur Längsachse der ersten Verbindungssäule (2) angeordnet, um die Möglichkeit zu bieten, die Prothese zusätzlich an der Unterarmgehstütze zu befestigen.
Description
- Es ist bekannt, dass in der heutigen Zeit eine Vielzahl von Prothesen angeboten werden. Als Prothese wird ein Körperersatzstück bezeichnet. Diese ersetzt unter anderem Gliedmaßen und dessen Funktionalität als künstlich geschaffenes Produkt. Mit Hilfe von Prothesen kann Betroffenen in Alltagssituationen geholfen werden. Um einen einwandfreien Einsatz zu gewährleisten, ist ein optimaler Sitz der Prothese unabdingbar. Hiermit ist ein großer Aufwand verbunden, da das Körperersatzstück dem fehlenden Körperteil möglichst nahekommen muss. Dem eingeschlossen sind hohe Wartezeiten sowie hohe Kosten. Des Weiteren sind die meisten zu erwerbenden Prothesen für einen Einsatz auf lange Sicht vorgesehen.
- Nächstliegender Stand der Technik (
DE 10 2018 200 822 A1 ) beschreibt ein Greifmodel als Ersatz einer Hand, welches am Ende eines handlosen Arms oder einer Armprothese anbringbar ist. Das Greifmodul besitzt zwei Greifflächen, welche dem von mir beschriebenen Griffloch gleichkommen, dieAußenflächen des Greifmoduls sind ebenfalls flach, das Greifmodul setzt ebenfalls senkrecht auf dem zu greifenden Gegenstand an. - Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, dass in Verbindung mit Unterarmgehstützen keinerlei Prothesen angeboten werden, die auf einen kurzen Zeitraum gesehen, rentabel sind. Besonders das Angebot an günstigen und schnell lieferbaren Prothesen ist ausbaufähig.
- Ziel der Erfindung ist die Bereicherung des Marktes für Prothesen. Dabei soll die Prothese dem Betroffenen individuell angepasst werden können, keine lange Wartezeit auf das Produkt versprochen werden können sowie eine kostengünstige Alternative geboten werden.
- Für die Problemlösung wurde das 3D Druck Verfahren ausgewählt. Dieses bietet eine niedrige Fertigungszeit, unabhängig von dem Komplexitätsgrad der Prothese. Des Weiteren werden in der Fertigung nur biologisch abbaubare Materialien verwendet und ist somit absolut zeitgemäß. Aufgrund der niedrigen Fertigungskosten bietet die Erfindung eine Lösung für jeden Betroffenen.
- Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist im Patentanspruch 2 angegeben.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der ersten Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben. Anwendung findet die Erfindung grundsätzlich bei Personen, denen ein Teil ihres Arms fehlt und für einen gewissen Zeitraum auf Unterarmgehstützen angewiesen sind.
- Verschiedene Beispiele sollen vorheriges näher erläutern.
- Beispiel 1:
- Unter Dysmelie versteht man eine angeborene Fehlbildung von Körperteilen, so beispielsweise des Arms. Erleben Betroffene beispielsweise einen Unfall mit Folgen eines gebrochenen Fußes, sind diese für einen vom Arzt angeordneten Zeitraum auf Unterarmgehstützen angewiesen. Um die Gehhilfe nutzen zu können, kann dem Betroffenen die Erfindung, die Prothese, angeboten werden. Hierbei setzt die Person auf schnelle Fertigung, da sie auf die Gehhilfe angewiesen ist. Des Weiteren muss die gewünschte Prothese auf den kurzen Zeitraum finanziell sinnvoll sein. In der Anwendung wird der Griff der Unterarmgehstütze durch das Griffloch [BZ 1 - Zeichnung 1] geführt und sorgt somit für vertikale Stabilität. Eine erste Verbindungssäule [BZ 2 - Zeichnung 1] verbindet den unteren und oberen Teil miteinander, dieser kann in der Länge, je nach Kundenbedürfnis, angepasst werden und stellt somit die Länge des Unterarms nach. Zwei Aussparungen [BZ 3 - Zeichnung 1] bieten die Möglichkeit, die Prothese zusätzlich zu befestigen, hierbei kann beispielsweise Klettverschluss verwendet werden, da dieser mit einer Hand bedienbar ist. Im oberen Teil [BZ 4 - Zeichnung 1] befindet sich der Einführtrichter, in diesen kann der Stumpf (Bezeichnung für eine verkürzte Gliedmaße) eingeführt werden. Die Breite des oberen Teils kann ebenfalls den Körpermaßen des Betroffenen angepasst werden.
- Beispiel 2:
- Hier sollen Personen thematisiert werden, die einen Teil ihres Arms auf anderem Wege verloren haben, beispielsweise bei der Bundeswehr oder im Straßenverkehr. Für diese Personen ist die Abhilfe unabdingbar, da für sie die Situation neu ist. In diesem Beispiel ist die Annahme, dass der Betroffene nur noch einen Teil seines Oberarmes besitzt. Hierzu gibt es eine Abwandlung der Prothese, diese Abwandlung besitzt ein Griffloch für den Griff [BZ 1 - Zeichnung 2], eine erste Verbindungssäule [BZ 2 - Zeichnung 2], zwei Aussparungen für zusätzliche Stabilität [BZ 3 - Zeichnung 2], einen offenen Trichter für den Stumpf [BZ 4 - Zeichnung 2], einen geschlossenen Trichter, welcher den Ellbogen nachstellt sowie eine zweite, angewinkelte Verbindungssäule. Der offene Trichter [BZ 4 - Zeichnung 2] setzt an der zweiten, angewinkelten Verbindungssäule an und ist entsprechend in einem gleichen Winkel ausgerichtet. Mithilfe des Winkels wird die Ellbogenposition nachgestellt. Der geschlossene Trichter stellt den breiten Teil des Unterarms da, dazu gibt dies zusätzliche Stabilität.
- Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere in der Flexibilität und Spontanität gegenüber den Bedürfnissen des Kunden sowie der Nachfrage. Bei Notwendigkeit von Korrektur der Passform kann schnell reagiert werden und schnell Ersatz geliefert werden. Des Weiteren liegt in den Herstellungskosten ein Vorteil, da diese besonders niedrig sind, rentieren sich die Prothesen für den Einsatz von wenigen Wochen. Die vielen Vorteile sind größtenteils dem 3D Druck Verfahren geschuldet, mit Hilfe dessen kann innerhalb weniger Stunden eine individuelle Prothese hergestellt werden. Die Fertigungszeit ist hierbei unabhängig von dem Komplexitätsgrad.
- Bezugszeichenliste:
-
- Bezugszeichen 1
- Griffloch
- Bezugszeichen 2
- Erste Verbindungssäule
- Bezugszeichen 3
- Aussparung
- Bezugszeichen 4
- Offener Trichter
Claims (2)
- Prothese für den Gebrauch von Unterarmgehstützen, in Verbindung mit einem verkürzten oder fehlenden Arm, bestehend aus einem Griffloch (1), einer ersten Verbindungssäule (2), zwei Aussparungen (3) sowie einem offenen Trichter (4), wobei das Griffloch (1) das untere Ende der Prothese bildet und durch die runde Bohrung des Grifflochs (1) der Griff der Unterarmgehstütze führbar ist, wobei auf der Vorder- und Rückseite die Fläche um das Griffloch (1) herum abgeflacht ist, damit die Prothese besser am Schaft der Unterarmgehstütze anliegen kann, wobei die erste Verbindungssäule (2) senkrecht auf dem Griffloch (1) steht und dieses mit dem offenen Trichter (4) verbindet, und wobei der offene Trichter (4), der eine Einführmöglichkeit für den fehlenden oder verkürzten Arm darstellt, senkrecht auf der Verbindungssäule, nach oben geöffnet positioniert ist, gekennzeichnet durch folgende Merkmale: a) die Prothese besteht aus einem Stück, b) die zwei Aussparungen (3) auf der Rückseite der ersten Verbindungssäule (2) sind senkrecht zur Längsachse der ersten Verbindungssäule (2) angeordnet, um die Möglichkeit zu bieten, die Prothese zusätzlich an der Unterarmgehstütze zu befestigen.
- Prothese nach
Anspruch 1 mit Erweiterungen im Rahmen einer Ausführung, welche für den Fall eines verkürzten oder teilweise fehlenden Oberarms gedacht ist, bestehend zusätzlich zu der ersten Verbindungssäule (2), aus einer zweiten Verbindungssäule, aus einem offenen Trichter (4) und einem geschlossenen Trichter, einem an der ersten Verbindungssäule angeordneten Griffloch (1) und zwei an der ersten Verbindungssäule angeordneten Aussparungen (3), mit den folgenden weiteren Merkmalen, c) dem geschlossenen Trichter, der senkrecht stehend auf der ersten Verbindungssäule (2) positioniert ist und hierbei das breite Endstück des fehlenden Unterarms darstellt, des Weiteren sorgt die Verbreiterung für zusätzliche Stabilität, d) einer zweiten Verbindungssäule, die angewinkelt an dem geschlossenen Trichter ansetzt und das Ellenbogengelenk ersetzen soll, e) einem geöffneten Trichter (4), der dem Winkel der zweiten Verbindungssäule entsprechend nach oben geöffnet ist, dieser bietet die Möglichkeit den Stumpf einzuführen.
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Publications (2)
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| DE102021000537A1 DE102021000537A1 (de) | 2022-08-04 |
| DE102021000537B4 true DE102021000537B4 (de) | 2023-09-07 |
Family
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|---|---|---|---|---|
| DE102018200822A1 (de) | 2018-01-18 | 2019-07-18 | Markus Scharmann | Greifmodul als Handersatz |
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2021
- 2021-02-03 DE DE102021000537.6A patent/DE102021000537B4/de active Active
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|---|---|---|---|---|
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|---|---|
| DE102021000537A1 (de) | 2022-08-04 |
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