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Gebiet der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft schwermetallfreie topische Medizinprodukte und Kosmetika.
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Des Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von schwermetallfreien topischen Medizinprodukte und Kosmetika.
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Ferner betrifft die vorliegende Erfindung die Verwendung der schwermetallfreien topischen Medizinprodukte und Kosmetika in der Form von Pulvern, Festkörpern, Gelen, Cremes, Salben, Lotionen, Tropfen, Sprays, Dosieraerosolen, Gurgellösungen, Lutschtabletten, Einläufen, Klistieren, Schäumen, Beschichtungen und Beschichtungsmaterialien auf und/oder in Releasematerialien, Schwämmen, textilen Geweben, Gesichtsmasken, Verbandsmull, Pflastern, Roll-on-Stiften und medizinischen Geräten.
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Stand der Technik
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Unter topischen Arzneimitteln, Medizinprodukte und Kosmetika und Pflegeprodukten versteht man in der Medizin und der Kosmetik alle diejenigen Medikamente oder Pflegeprodukte, die nicht eingenommen oder gespritzt, sondern lokal angewendet werden. Da bei örtlicher Anwendung der Wirkstoff direkt an den Wirkungsort gebracht wird, kann hierbei oft die Dosis weitestgehend verringert und somit das Nebenwirkungsrisiko vermindert werden. Einer örtlichen Behandlung oder Pflege zugänglich sind alle an der Oberfläche liegenden Organe, also die Haut und die Schleimhäute der Atemwege, des Verdauungstraktes und des äußeren Auges. Aber auch eine Injektion in ein Gelenk stellt eine topische (lokale, intraartikuläre) Behandlung dar.
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Besonders in der Dermatologie spielen topische Arzneimittel und Pflegeprodukte eine große Rolle, daneben in der Ophthalmologie (Augenheilkunde) und in der Urologie. Zur Anwendung kommen unter anderem:
- • an der Haut: Salben, Cremes und Lotionen
- • an der Nase: Nasentropfen, -sprays und -salben
- • an der Mundschleimhaut: Gurgellösungen und Lutschtabletten
- • an den Atemwegen: Dosieraerosole, Vernebelung mit UV-Licht und Pulverinhalatoren
- • am Darm: Einläufe und Klistiere
- • an den Bindehäuten der Augen: Tropfen, Salben und Sprays
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Auch Antibiotika können topisch angewendet werden, etwa bei bakteriellen Hautinfektionen. Zum Einsatz kommen hier vor allem Sulfonamide. Im Unterschied zu Medizinprodukte und Kosmetika wirken diese Arzneimittel pharmakologisch, metabolisch und/oder immunologisch.
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Heutzutage gibt es viele verschiedene Pflegeprodukte. Unter dem Begriff Pflegeprodukte versteht man beispielsweise Produkte für die Haarpflege, für die Hautpflege, Mundpflege und/oder Nagelpflege. Ein sehr gutes Beispiel sind Pflegeprodukte für die Sauna. In der türkischen Sauna, auch Hamam genannt, wird ein Saunaprodukt benutzt, welches auf die Haut aufgetragen wir und unter anderem auch schwarzen Bernstein beinhaltet. Des Weiteren wird sehr oft vor dem Saunagang die Haut mit Salz eingerieben. Dies soll dem Körper bei der Entschlackung helfen.
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In der nachstehenden Liste sind die einzelnen Stoffkomponenten aufgelistet, die bekanntermaßen in den einzelnen Produktgruppen enthalten sind.
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Basisbestandteile
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- • Emulgatoren
- • Filmbildner
- • Gelbildner
- • Lösungsmittel
- • Ölkomponenten
- • Seifenbasis
- • Tenside
- • Verdickungsregler und/oder Konsistenzregler
- • Wachse
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Haarpflege
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- • Antischuppen-Wirkstoffe
- • Haarbleichmittel und/oder Bleichverstärker
- • Haarfarbstoffe
- • Haarfestigende Polymere
- • Haarpflegestoffe und/oder Konditioniermittel
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Hautpflege
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- • Antibakterielle Wirkstoffe
- • Antioxidantien
- • Antitranspirantwirkstoffe und/oder Adstringentien
- • Desodorierende Wirkstoffe
- • Hautbleichende Wirkstoffe
- • Kühlende Wirkstoffe
- • Moisturizer und/oder Feuchtigkeitsspender
- • Putzkörper, Abrasivmittel und/oder Poliermittel
- • Rückfettende Substanzen
- • Selbstbräunende Wirkstoffe
- • Sonnenschutz- und/oder UV-Filter
- • Wirkstoffe für die Hautpflege
- • Wirkstoffe zur chemischen Haarentfernung und/oder Depilation
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Mundpflege
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- • Antibakterielle Wirkstoffe
- • Bleichmittel für die Zähne
- • Kühlende Wirkstoffe
- • Putzkörper, Abrasivmittel und/oder Poliermittel
- • Wirkstoffe gegen empfindliche Zähne
- • Wirkstoffe gegen Zahnbelag und/oder Karies
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Nagelpflege
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- • Nagelhärter
- • Nagelserum
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Hilfsstoffe
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- • Alkalisierungsmittel, Säuren und/oder Neutralisierungsmittel
- • Antioxidantien
- • Bindemittel
- • Farbstoffe/Farbpigmente
- • Feuchthaltemittel
- • Harze
- • Konservierungsmittel
- • Oxidationsmittel
- • Reduktionsmittel
- • Stabilisatoren
- • Treibgase für Sprays
- • Trübungsmittel/Perlglanzstoffe
- • Vergällungsmittel
- • Weichmacher
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Aromen und/oder Duftstoffe
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- • Ätherische Öle
- • Aromen
- • Parfüm/Duftstoffe
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Anwendungsgebiete
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- • Dekorative Kosmetik
- • Gesichtspflege
- • Haarpflege
- • Körperpflege
- • Sonnenschutz
- • Zahn- und Mundpflege
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Als Medizinprodukte und Kosmetika werden unter anderem Stoffe oder Medizinprodukte und Kosmetika aus Stoffen bezeichnet, die zu therapeutischen oder diagnostischen Zwecken verwendet werden, wobei die bestimmungsgemäße Wirkung im Unterschied zu Arzneimitteln primär nicht pharmakologisch, metabolisch oder immunologisch, sondern meist physikalisch oder physikalisch oder physikalisch-chemisch erfolgt. Medizinische Produkte dienen insbesondere der Unterstützung der therapeutischen Wirkung von Arzneimitteln, indem sie unter anderem unangenehm riechende, schmerzhafte, juckende, ätzende oder unästhetische äußerliche, d. h. topische, Begleiterscheinungen von Erkrankungen und Verletzungen bekämpfen.
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Aus dem deutschen Gebrauchsmuster
DE 20 2014 010 286 U1 sind kosmetische Reinigungsprodukte für die Haut und/oder die Haare bekannt, die Tenside, bevorzugt anionische und amphotere Tenside, Aktivkohle in der Form von Aktivkohlepartikeln mit einer Korngröße von 0,5 bis 60 µm, Perlglanzmittel, ausgewählt aus der Gruppe der Ethylenglykolmonostearate, Polyethylenglycoldistearate und Glykoldistearate sowie wenigstens einen Strukturanten, aus der Gruppe der Acrylatcopolymerisate und der alkoxylierten Verdicker enthalten. Als Aktivkohle wird CI 77266 Carbon Black verwendet. Weitere Angaben werden zu der Aktivkohle nicht gemacht. Die Verwendung als Medizinprodukt wird ebenfalls nicht beschrieben.
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Aus der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2017 010 930 A1 und der korrespondierenden internationalen Patentanmeldung
WO 2019/101357 A1 sind topische Medizinprodukte und Kosmetika bekannt, die mindestens einen Typ von Kohlenstoffpartikeln einer mittleren Teilchengröße d
50 = 650 ± 200 nm enthalten. Diese topischen Medizinprodukte und Kosmetika können
- - zur Adsorption und/oder Zersetzung von Chemotherapeutika, die über die Haut abgeschieden wurden,
- - als Saunapaste Entschlackung des Körpers,
- - als Peelingpaste,
- - als fettfreie Feuchtigkeits- und Reinigungscreme,
- - als Schutzprodukt für das Pflegepersonal, welches mit Chemotherapeutika in Berührung kommt,
- - als Duschgel
- - als Salbe zur begleitenden Behandlung von Calcinosis cutis und
- - als Lotion zur Pflege der Kopfhaut und Haarwurzeln
verwendet werden. Außerdem geht aus den Versuchsberichten in der Akte hervor, dass die topischen Medizinprodukte und Kosmetika den heftigen Juckreiz nach dem Kontakt der menschlichen Haut mit Eichenprozessionsspinnern und die schmerzhaften Schwellungen von Gelenken, die von Arthrose befallen sind, rasch lindern.
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Die bekannten topischen Medizinprodukte und Kosmetika enthalten die Aktivkohlepartikel in einer Menge von 0,01 Gew.-% bis 10 Gew.-%, bezogen auf die jeweilige Gesamtmenge einer topischen Zubereitung.
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Um die Wirkung der topischen Medizinprodukte und Kosmetika als Medizinprodukte und Kosmetika zu erhöhen und dadurch die Menge an anzuwendenden Medizinprodukte und Kosmetika zu erniedrigen, wäre es wünschenswert, den Gehalt der topischen Medizinprodukte und Kosmetika Aktivkohlepartikel weiter zu erhöhen. Indes neigen die topischen Medizinprodukte und Kosmetika, die mehr als 10 Gew.-% an Aktivkohlepartikel enthalten, zur Entmischung, was größere Mengen und Stabilisatoren notwendig macht. Dadurch wird aber das anwendungstechnischen Eigenschaftsprofil in nicht vorhersagbarer Weise unvorteilhaft verändert.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung
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Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zu Grunde, topische Medizinprodukte und Kosmetika insbesondere in der Form von Pulvern, Festkörpern, Gelen, Cremes, Salben, Lotionen, Tropfen, Sprays, Dosieraerosolen, Gurgellösungen, Lutschtabletten, Einläufen, Klistieren, Schäumen, Beschichtungen und Beschichtungsmaterialien auf und/oder in Releasematerialien, Schwämmen, textilen Geweben, Gesichtsmasken, Verbandsmull, Pflastern, Roll-on-Stiften und medizinischen Geräten bereitzustellen.
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Die topischen Medizinprodukte und Kosmetika sollen sich insbesondere mit Vorteil als onkologische und dermatologische Medizinprodukte und Kosmetika sowie zur Unterstützung von Heilungsprozessen (i) in und auf der Haut, in und auf Schleimhäuten, insbesondere in und auf Schleimhäuten im Mund, und in und aufGenitalien, (ii) im Darm, (iii) in und auf Augen, Ohren, Mund, Lippen, Fingernägeln, Zehennägeln, Hornhaut, Warzen und Narben, (iv) bei Ausscheidungen von Noxen, Drogen, Toxinen, Medikamenten, Säuren und Basen über die Haut, (v) bei Läsionen, Juckreiz, Brennen, Intertrigo, Infektionen und Rötungen, (vi) zum vorbeugenden Schutz, (vii) bei bestehenden Infektionen, Wunden oder Verbrennungen bei Mensch und Tier verwenden lassen.
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Des Weiteren sollen die vorstehend genannten Produkte die Umwelt nicht schädigen und sich insbesondere nicht in der marinen Nahrungskette in Organismen ansammeln.
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Außerdem ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung der vorstehend genannten Produkte zu finden.
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Erfindungsgemäße Lösung
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Demgemäß wurden die schwermetallfreien topischen Medizinprodukte und Kosmetika gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 1 gefunden. Vorteilhafte Ausführungsformen der schwermetallfreien topischen Medizinprodukte und Kosmetika sind Gegenstände der abhängigen Patentansprüche 2 bis 12.
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Außerdem wurde das Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen, schwermetallfreien topischen Medizinprodukte und Kosmetika gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 13 gefunden. Eine vorteilhafte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist Gegenstand des abhängigen Patentanspruchs 14.
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Nicht zuletzt wurde die Verwendung der erfindungsgemäßen, schwermetallfreien topischen Medizinprodukte und Kosmetika gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 15 gefunden.
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Vorteile der Erfindung
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Im Hinblick auf den Stand der Technik war es überraschend und für den Fachmann nicht vorhersehbar, dass die Aufgabe, die der vorliegende Erfindung zu Grunde lag, mittels der erfindungsgemäßen schwermetallfreien topischen Medizinprodukte und Kosmetika, des erfindungsgemäßen Verfahrens, der erfindungsgemäßen Verwendung und der erfindungsgemäßen Produkte gelöst werden konnte.
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Insbesondere war es überraschend, dass sich die erfindungsgemäßen schwermetallfreien topischen Medizinprodukte und Kosmetika hervorragend zur Pflege von Überlappungen von Haut an Brust, Bauch und Leiste, zur unterstützenden Therapie von Schleimhäuten, Augen, Ohren, Mund, Lippen, Fingernägeln, Zehennägeln, Hornhaut, Warzen und Narben, zur Entfernung und/oder Unschädlichmachung von Ausscheidungen von Noxen, Drogen, Toxinen, Medikamenten, Säuren, Basen und Geruchsstoffen über die Haut, zur Linderung von unangenehmen und/oder schmerzhaften begleitenden Symptomen und Nebenwirkungen bei Läsionen, Juckreiz, Intertrigo, Brennen, Infektionen, bei der Krebstherapie, der Chemotherapie, zur unterstützenden Therapie von Chondrokalzinose, Schuppenflechte, Neurodermitis, Akne, bei Ekzemen und atrophischen Ekzemen, bei Warzen, Rosacea, Herpes, Gürtelrose, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Hand-Mund-Fuß-Krankheiten, Hand- und Fuß-Syndromen, Rötungen, Rheuma und Arthrosen sowie dem vorbeugenden Schutz und der Unterstützung von Heilungsprozessen bei bestehenden Infektionen, Wunden oder Verbrennungen bei Mensch und Tier verwenden lassen.
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Des Weiteren konnten die erfindungsgemäßen schwermetallfreien topischen Medizinprodukte und Kosmetika in einfacher und sehr gut reproduzierbarer Weise nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt werden.
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Insbesondere überraschte, dass bei der Herstellung der erfindungsgemäßen schwermetallfreien topischen Medizinprodukte und Kosmetika weitgehend oder ausschließlich nachwachsende, kompostierbare, toxikologisch unbedenkliche, biologisch abbaubare und/oder recycelbare Rohstoffe genutzt werden konnten, sodass die Herstellung und die Verwendung der erfindungsgemäßen topischen Medizinprodukte und Kosmetika besonders umweltschonend waren und als Kohlendioxidsenke fungieren konnten.
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Besonders überraschend war die Bindung und/oder die Aufnahme von Schadstoffen von der Haut durch die erfindungsgemäßen schwermetallfreien topischen Medizinprodukte und Kosmetika. Insbesondere wurden durch die Haut und die Schleimhäute abgesonderte Arzneimittel, insbesondere Zytostatika, an der Rückresorption gehindert und unschädlich gemacht. Somit waren die erfindungsgemäßen schwermetallfreien topischen Medizinprodukte und Kosmetika für Allergiker und/oder für alle Hauttypen verträglich. Außerdem konnten sie in einfacher Weise bakteriostatisch, antiviral, fungizid oder fungistatische und nematizid eingestellt werden.
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All diese vorteilhaften Wirkungen der erfindungsgemäßen schwermetallfreien topischen Medizinprodukte und Kosmetika wurden verstärkt durch ihre hervorragende Eindringtiefe in die Haut und in die Schleimhäute. Sie konnten deshalb auch als Carrier für Medikamente dienen.
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Des Weiteren überraschte, dass die erfindungsgemäßen schwermetallfreien topischen Medizinprodukte und Kosmetika frei von polycyclischen aromatischen Verbindungen (PAK) und persistenten Schadstoffen (POP) waren.
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Ausführliche Beschreibung der Erfindung
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Die erfindungsgemäßen schwermetallfreien topischen Medizinprodukte und Kosmetika enthalten unter mindestens einem Inertgas mechanochemisch vorbehandelte, laut Röntgenemissionsspektroskopie schwermetallfreie sowie von persistenten organischen Schadstoffen (POP), polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), faserförmigen Anteilen und Meso- und Makroporen freie Aktivkohlepartikel A eines Kohlenstoffgehalts >99 Mol-%, vorzugsweise >99,2 Mol-%, einer elektronenmikroskopisch ermittelten Teilchengröße im Bereich von 100 nm bis 1000 nm, vorzugsweise 200 nm bis 900 nm, bevorzugt 300 nm bis 800 nm und insbesondere 400 bis 700 nm.
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Vorzugsweise wird das mindestens eine Inertgas aus der Gruppe, bestehend aus Stickstoff, Helium, Neon, Argon und Xenon, ausgewählt. Die Inertgase, insbesondere der Stickstoff, können auch fest und/oder flüssig vorliegen. Insbesondere ist flüssiger Stickstoff von Vorteil, weil seine niedrige Oberflächenspannung das Mahlgut besonders rasch fein dispergiert. Die Inertgase können auch als Feststoffe vorliegen, was den Vorteil hat, dass sie als zusätzliche Mahlkörper wirken.
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Die Abwesenheit von Meso- und Makroporen wird anhand von elektronenmikroskopischen Aufnahmen nachgewiesen.
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Die elektronenmikroskopischen Aufnahmen zeigen außerdem, dass die erfindungsgemäßen Aktivkohlepartikel A alle eine körnige Struktur haben und keine Faserstrukturen, wie die in der Publikation von D. V. Onishchenko, „Mechanochemical Treatment of Amorphous Carbon from Brown Sphagnum Moss for the Preparation of Carbon Nanotubes“ in Surface Engeneering and Applied Electrochemistry, 2013, Band 49, Nr. 6, Seiten 445-449, beschriebenen Faserstrukturen, aufweisen.
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Im Rahmen der vorliegenden Erfindung umfasst der Begriff „Schwermetalle“ Strontium, Barium, Scandium, Yttrium, Lanthan und die Lanthanide, die Actinide, Titan Zirkon Hafnium, Chrom, Molybdän, Wolfram, Mangan, Technetium, Rhenium, Eisen, Ruthenium, Osmium, Nickel, Palladium, Platin, Kupfer, Silber, Gold, Zink, Cadmium, Quecksilber, Gallium, Indium, Thallium Germanium, Zinn, Blei, Arsen, Antimon, Wismut, Selen und Tellur sowie die Verbindungen dieser Metalle.
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Die Eigenschaft „schwermetallfrei“ bedeutet im Rahmen der vorliegenden Erfindung, dass die Konzentrationen der jeweiligen Schwermetalle unterhalb der lebensmittelrechtlichen und medizinisch zulässigen Höchstgrenzen liegen.
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Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe PAK sind insbesondere Die 16 „EPA-PAK“
| Naphthalin | |
| Acenaphthvlen | |
| Acenaphthen | |
| Fluoren | |
| Phenanthren | |
| Anthracen | |
| Fluoranthen | |
| Pyren | |
| Benzo[a]anthracen | |
| Chrysen | |
| Benzo[b]fluoranthen | |
| Benzo[k]fluoranthen | |
| Benzofalpyren | |
| Dibenzo[a,h]anthracen | |
| | |
| Indeno[1,2,3-cd]pyren | |
| Benzo[ghi]perylen | |
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Bei den persistenten organischen Schadstoffen (Persistent Organic Pollutants, POP) handelt es sich vorwiegend um halogenierte organische Verbindungen, die in der Nahrungskette angereichert werden. Alle in die Stockholmer Konvention aufgenommenen Substanzen gehören zu dieser Gruppe. Das sogenannte Dreckige Dutzend besteht nur aus Organochlorverbindungen. Insbesondere sind die Organochlorpestizide, wie DDT oder Endrin, von Bedeutung. Hinzu kommen bromierte Flammschutzmittel und polyfluorierte Verbindungen wie Perfluorooctansulfonate (PFOS), die als oberflächenaktive Substanzen bei Textilien eingesetzt werden.
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Die Konzentrationen von PAK und POP werden im Allgemeinen mithilfe der GC-MS-Kopplung gemessen. Die erfindungsgemäßen Aktivkohlepartikel A gelten als PAK- und POP-frei, wenn sie mit dieser Methode nicht nachgewiesen werden können.
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„Von faserförmigen Anteilen frei“ bedeutet, dass keine
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Die Herstellung der erfindungsgemäß zu verwendenden Aktivkohlepartikel wird im Detail in der zeitgleich erreichten deutschen Patentanmeldung mit dem internen Aktenzeichen LUT 2103-1 beschrieben.
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Die verwendeten Mengen an Aktivkohlepartikeln A in den erfindungsgemäßen topischen Medizinprodukte und Kosmetika können sehr breit variieren und richten sich hauptsächlich nach deren Verwendungszweck. Vorzugsweise liegen die verwendeten Mengen bei 0,1 Gew.-% bis 50 Gew.-%, bevorzugt 0,5 Gew.-% bis 40 Gew.-%, besonders bevorzugt 1,0 Gew.-% bis 30 Gew.-% und insbesondere 2 Gew.-% bis 20 Gew.-% jeweils bezogen auf die Gesamtmenge einer gegebenen erfindungsgemäßen topischen Medizinprodukte und Kosmetika. Für spezielle Anwendungszwecke können die hohen Dosierungen angewandt werden. Die betreffenden topischen Medizinprodukte und Kosmetika haben dann die Form von viskosen Pasten oder Aufschlämmungen mit einem Gehalt an Aktivkohlepartikeln A von bis zu 50 Gew.-%.
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Besonders vorteilhafte erfindungsgemäße topische Medizinprodukte und Kosmetika enthalten Partikel B einer mittleren Teilchengröße d50 gleich 10 nm bis <1000 µm, vorzugsweise 20 nm bis 1000 nm, bevorzugt 30 nm bis 800 nm und insbesondere 40 nm bis 600 nm. Die Partikel B enthalten und/oder bestehen aus mindestens einem, insbesondere einem, Typ von nanokristallinen und/oder mikrokristallinen natürlichen Wachsen und/oder halbsynthetischen Wachsen auf der Basis von natürlichen Wachsen und/oder biologisch abbaubarer Mikroplastik.
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Bei dem Begriff des Wachses handelt es sich um eine phänomenologische Bezeichnung für eine Reihe natürlich oder künstlich bzw. synthetisch gewonnener Stoffe, die in der Regel folgende Eigenschaften aufweisen: bei 20 °C knetbar, fest bis brüchig-hart, grob bis feinkristallin, durchscheinend bis opak, nicht glasartig, über 40 °C ohne Zersetzung schmelzend, jedoch schon wenig oberhalb des Schmelzpunktes verhältnismäßig niedrigviskos und im allgemeinen oder vorteilhafterweise nicht fadenziehend, weisen eine stark temperaturabhängige Konsistenz und Löslichkeit auf und sind unter leichtem Druck polierbar. Ist mehr als eine der zuvor aufgeführten Eigenschaften nicht erfüllt, ist dieser Stoff nach der DGF (Deutsche Gesellschaft für Fettwissenschaften) kein Wachs (vgl. DGF-Einheitsmethode M-I 1 (75)). Wachse unterscheiden sich von ähnlichen synthetischen oder natürlichen Produkten wie Harzen, plastische Massen, Metallseifen usw. hauptsächlich darin, dass sie im Allgemeinen etwa zwischen 50 °C und 90 °C, in Ausnahmefällen auch bis etwa 200 °C, in den schmelzflüssigen, niedrigviskosen Zustand übergehen und praktisch frei von aschebildenden Verbindungen sind. Wachse bilden Pasten oder Gele und brennen in der Regel mit rußender Flamme.
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Weitere Einzelheiten zum Begriff der Wachse finden sich in Römpp Chemielexikon, 10. Auflage, Band 6,19 199, Georg Thieme Verlag Stuttgart/New York, Seite 4.9.2006, Stichwort: „Wachse“ sowie die dort referierte Literatur, insbesondere Cos. Toil. 101,49 (1986 sowie DGF-Einheitsmethoden, Abteilung M-Wachse und Wachsprodukte, 7. Ergänzungslieferung, 05/1999, Stuttgart.
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Erfindungsgemäß ist es bevorzugt, wenn ein Wachs B eingesetzt wird, welches polare funktionelle Gruppen, insbesondere Gruppen, die Heteroatome aus der Gruppe von Sauerstoff, Stickstoff und/oder Schwefel, bevorzugt Sauerstoff, enthalten, besonders bevorzugt Hydroxylgruppen, Polyethergruppen, insbesondere Polyethylenoxidgruppen, und/oder Carboxylgruppen.
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Beispiele geeigneter natürlicher Wachse sind pflanzliche Wachse wie Xanthangummi, Candelillawachs, Carnaubawachs, Japanwachs, Espartograswachs, Korkwachs, Guarumawachs, Reiskeimölwachs, Zuckerrohrwachs, Ouricurywachs, Montanwachs, absolute Blütenwachse, Kuba-Palmenwachs, Baumwollwachs, Flachswachs, Torfwachs, Rosenwachs, Jasminwachs, Peethawachs, Myrtewachs und Wachsfeigenwachs.
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Beispiele geeigneter natürlicher Wachse sind tierische Wachse wie Walrat, Wollwachs, Schellack, Chinawachs, Bienenwachs und Bürzeldrüsenwachs.
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Beispiele geeigneter natürlicher Wachse sind Mineralwachse wie Ceresin und Ozokerit.
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Beispiele geeigneter modifizierter natürlicher Wachse sind Hartwachse, Montanesterwachse, Sasolwachse, hydrierte Jojobawachse, Wollwachsalkohole (Eucerit), und modifizierte Bienenwachse (Cerabellina).
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Besonders bevorzugt werden Bienenwachse, Cerabellina und absolute Blütenwachse verwendet.
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Vorzugsweise werden die Wachspartikel B aus natürlichen und halbsynthetischen Wachsen mithilfe des GAS-Verfahrens (Gas Antisolvent Recrystallization), des PCA- Verfahrens (Precipitation with a Compressed Fluid Antisolvent), des PGSS-Verfahrens (Particles from Gas Saturated Solutions) oder des RESS-Verfahrens (Rapid Expansion of Supercritical Solutions) hergestellt (vgl. zum Beispiel die amerikanischen Patentanmeldungen
US 2012/0258150 A1 und
US 2013/0259913 A1 ).
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Anstelle der Wachspartikel B oder zusätzlich zu diesen können die erfindungsgemäßen topischen Medizinprodukte und Kosmetika biologisch abbaubare und nicht abbaubare Mikroplastik oder Microbeads enthalten, was indes erfindungsgemäß weniger bevorzugt ist. Sofern biologisch nicht abbaubare Mikroplastik verwendet wird, sollen ihre Mengen möglichst gering gehalten werden.
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Geeignete biologisch abbaubare Microbeads B sind beispielsweise aus der amerikanischen Patentanmeldung
2014/0026916 A1 bekannt. Sie haben eine mittlere Teilchengröße d
50 <400 µm und bestehen aus Polyhydroxyalkanoaten. Polyhydroxyalkanoate (PHA) oder Polyhydroxyfettsäuren (PHF) sind natürlich vorkommende wasserunlösliche und lineare Polyester, die von vielen Bakterien als Reservestoffe für Kohlenstoff und Energie gebildet werden. In der Natur werden sie durch Gärung von Zucker oder Fetten hergestellt. Diese Biopolymere sind biologisch abbaubar und werden zur Herstellung von Biokunststoffen verwendet. Sie habe den Vorteil, dass sie im Wasser zu Boden sinken und biologisch abgebaut werden.
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Weitere geeignete biologisch abbaubare Microbeads B sind beispielsweise aus der amerikanischen Patentanmeldung
US 2010/0278882 A1 bekannt. Sie bestehen aus vernetzten Proteinen, wie beispielsweise Seidenproteinen und haben eine mittlere Teilchengröße d
50 von 0,1 µm bis 100 µm.
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Weitere geeignete biologisch abbaubare Microbeads B sind des Weiteren aus der europäischen Patentanmeldung
EP 0 563 876 A2 bekannt. Sie werden hergestellt, indem man natürliche Proteine wie Gelatine, Albumin und Casein mit Glycerinaldehyd als Vernetzungsmittel vernetzt.
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Die mittlere Teilchengröße d50 der Wachspartikel B und/oder der biologisch abbaubaren Microbeads B kann breit variieren und so hervorragend den Erfordernissen des Einzelfalls angepasst werden. Vorzugsweise liegt die mittlere Teilchengröße d50 zwischen 1 µm und < 1000 µm, bevorzugt 10 µm bis 700 µm, besonders bevorzugt 50 µm bis 500 µm und insbesondere 100 µm bis 300 µm.
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Die Wachspartikel B und/oder die biologisch abbaubaren Microbeads B können durch Schutzkolloide vor der Aggregation oder Agglomeration geschützt werden. Schutzkolloide sind meist wasserlösliche, vorzugsweise biologisch abbaubare, Polymere wie teilverseiftes Polyvinylacetat, Polyvinylalkohol, Polyvinylpyrrolidon, Celluloseether (Tylose) wie zum Beispiel Methylcellulose, Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose, Stärke, Proteine, Alginate, Pektine und Gelatine.
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Der Gehalt der erfindungsgemäßen topischen Medizinprodukte und Kosmetika an Wachspartikeln und/oder biologisch abbaubaren Microbeads B kann breit variieren und so hervorragend dem jeweiligen Verwendungszweck angepasst werden. Vorzugsweise enthält eine gegebene erfindungsgemäße topische Zubereitung, bezogen auf ihre Gesamtmenge, 0,1 Gew.-% bis 50 Gew.-%, 0,5 bis 45 Gew.-% und insbesondere 1 Gew.-% bis 40 Gew.-% Wachspartikel B.
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Weitere vorteilhafte erfindungsgemäße topische Medizinprodukte und Kosmetika enthalten Partikel C einer mittleren Teilchengröße d50 von 10 nm bis <1000 nm, vorzugsweise 300 nm bis 900 nm, bevorzugt 650 ± 200 nm und insbesondere 650 ± 100 nm. Sie enthalten mindestens einen Typ und/oder bestehen aus mindestens einem Typ von nanokristallinen, nanofibrillären, mikrokristallinen und/oder mikrofibrillären Polysacchariden. Insbesondere werden Cellulosenanofasern (CNF), mikrofibrilläre Cellulosen (MFC), mikrokristalline Cellulosen (MCC), nanofibrilläre Polysaccharide (NFP), nanokristalline Cellulosen (CNC), bakterielle Nanocellulosen (BNC) und Abfall aus Papiermaischen der Papierherstellung und Fasern und Partikeln aus Alttextilien, verwendet.
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Der Gehalt der erfindungsgemäßen topischen Medizinprodukte und Kosmetika an Partikeln C kann breit variieren und so hervorragend dem jeweiligen Verwendungszweck angepasst werden. Vorzugsweise enthält eine gegebene erfindungsgemäße topische Zubereitung, bezogen auf ihre Gesamtmenge, 0,01 Gew.-% bis 10 Gew.-%, bevorzugt 0,02 Gew.-% bis 9 Gew.-% und insbesondere 0,03 bis 8 Gew.-%.
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Zusätzlich können die erfindungsgemäßen topischen Medizinprodukte und Kosmetika mindestens einen für topische Medizinprodukte und Kosmetika üblicherweise verwendeten Inhaltsstoffe D, ausgewählt aus der Gruppe, bestehend aus Wasser, Schichtsilikaten, gemahlenen Tonerden, Bolus Americus Tonerden, Heilerden, Nussschalen, Weidenrinden, Lapacho-Heilrinden, Kieselerden, Bimssteinen, Geopolymeren, Bernsteinen, Edelsteinen, Spurenelementen und neutralen anorganischen Salzen, beta-Glucanen, Glutathion, Albumin, Xylan, Phytaten, Komplexbildnern, Antioxidantien, Radikalscavengern, Menthol, Koffein, Teein, Papain, Esculinsemihydrat, Carotinoiden, Lecithinen, Abscinsäure, Cyanidin, Guanidin, Harnstoff, Thioharnstoff, Füllstoffen, Lösungsmitteln, Befeuchtungsmitteln, Lösungsvermittlern, nichtionischen Netzmitteln, Puffern, Verdickungsmitteln, Bindemitteln, Umhüllungsmitteln, Zerfallsbeschleunigern, Sprengmitteln, Gleitmitteln, Schmiermitteln, Formentrennmitteln, Fließregulierungsmitteln, Antioxidantien, Konservierungsstoffen, Süßungsmitteln, Geschmackskorrigentien, Resorptionsbeschleunigern, Alkalisierungsmitteln, Säuerungsmitteln, Neutralisierungsmitteln, Schauminhibitoren und Entschäumer, Farbstoffen, Farbpigmenten, Oxidationsmitteln, Reduktionsmitteln, Stabilisatoren, Treibgasen, Trübungsmitteln, Perlglanzstoffen, Vergällungsmitteln, Weichmachern, Mineralstoffen, Vitaminen, Mizellen, Superabsorbern, rückfettenden Substanzen, Ölen, Duftstoffen, Aromastoffen, Parfümen, Moisturizern, Feuchtigkeitsspender, Wirkstoffen für die Hautpflege, desodorierende Wirkstoffen, Filmbildnern, Gelbildnern, Gerbstoffen, Gerbmitteln, Gerbextrakten, Bitterstoffen, Pflanzenextrakten, Honigen, Colostrum, Zytostatika, Antikörpern, Immunoglobulinen, essenziellen und nicht essenziellen Aminosäuren und Fetten, Hyaluronsäure, Aloe Vera Gel, Alkylenglykolen, Polyalykylenetherglykolen, Proteinen, Peptiden, Kohlenhydraten, Lipiden, Nukleinsäuren, Nukleinsäurefragmenten, antivirialen Verbindungen, entzündungshemmendne Verbindungen, Antibiotika, Zelldifferenzierungsreagenzien, Analgetika, Betäubungsmitteln, Anästhetika, Kontrastmitteln, Enzymen, Zytokinen, Antihistaminen, Immunomodulatoren, hämostatischen Reagenzien, Hormonen, angiogenischen und antiangiogenischen Mitteln, Neurotransmittern, therapeutischen Oligonukleotiden, Virenpartikeln, Wachstumsfaktoren, Retinoiden, Zelladhäsionsfaktoren, extrazellulären Matrixglycoproteinen, osteogenischen Faktoren, Antikörpern, Antigenen, Steroiden, Schmerzmitteln, Kaliumsulfat, Gelee Royal, Propolis, gekapselten Duftstoffen, Nährstoffen Hexahydroxycyclohexanhexaphosphorsäureestersalz-Nanopartikeln, insbesondere Salze der Phytinsäure, und Tensiden,, in wirksamen Mengen enthalten.
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Beispiele geeigneter Inhaltsstoffe D sind insbesondere Schichtsilikate, die vorzugsweise als Nanopartikel und/oder Mikropartikel einer mittleren Teilchengröße d50 von 1 nm bis <1000 µm, vorzugsweise 10 nm bis 900 µm, bevorzugt 300 nm bis 1000 nm, besonders bevorzugt 650 ± 200 nm, ganz besonders bevorzugt 650 ± 150 nm und insbesondere 650 ± 100 nm vorliegen Die elementare Zusammensetzung und die Struktur der Schichtsilikat-Mikro- und/oder Nanopartikel können ebenfalls sehr weit variieren. Bekannt ist beispielsweise die Einteilung der Silikate in die folgenden Strukturen:
- - Inselsilikate
- - Gruppensilikate
- - Ringsilikate
- - Ketten- und Bandsilikate
- - Übergangsstrukturen zwischen Ketten- und Schichtsilikaten
- - Schichtsilikate
- - Gerüstsilikate
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Schichtsilikate sind Silikate, deren Silikationen aus Schichten eckenverknüpfter SiO4-Tetraeder bestehen. Diese Schichten und/oder Doppelschichten sind untereinander nicht weiter verknüpft. Die technisch wichtigen und in Sedimentgestein verbreiteten Tonminerale sind ebenfalls Schichtsilikate. Der schichtartige Aufbau dieser Minerale bestimmt die Form und die Eigenschaften der Kristalle. Sie sind meist tafelig bis blättrig mit guter bis perfekter Spaltbarkeit parallel zu den Schichten. Die Zähligkeit der Ringe, aus denen sich die Silikatschichten zusammensetzen, bestimmt oft die Symmetrie und Form der Kristalle. Zwischen den Schichten können sich Wassermoleküle, große Kationen und/oder Lipide einlagern.
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Beispiele geeigneter schwermetallfreier Schichtsilikate gehen aus der nachfolgenden Tabelle 1 hervor. Die Aufzählung ist beispielhaft und nicht abschließend. Tabelle 1: Summenformeln von geeigneten schwermetallfreien Schichtsilikaten
a) | Typ | Summenformel |
| Martinit | (Na,Ca)11Ca4(Si,S,B)14B2O4oF2·4(H2O) |
| Apophyllit-(NaF) | NaCa4Si8O20F·8H2O |
| Apophyllit-(KF) | (K,Na)Ca4Si8O20(F,OH)·8H2O |
| Apophyllit-(KOH) | KCa4Si8O20(OH,F)·8H2O |
| Natrosilit | Na2Si2O5 |
| Kanemit | NaSi2O5·3H2O |
| Revdit | Na16Si16O27(OH)26·28H2O |
| Latiumit | (Ca,K)4(Si,Al)5O11(SO4,CO3) |
| Tuscanit | K(Ca,Na)6(Si,Al)10O22(SO4,CO3,(OH)2)·H2O |
| Carletonit | KNa4Ca4Si8O18(CO3)4(OH,F)·H2O |
| Pyrophyllit | Al2Si4O10(OH)2 |
| Talk | Mg3Si4O10(OH)2 |
| Paragonit | NaAl2(Si3Al)O10(OH)2 |
| Boromuskovit | KAl2(Si3B)O10(OH,F)2 |
| Muskovit | KAl2(Si3Al)O10(OH,F)2 |
| Tobelith | (NH4,K)Al2(Si3Al)O10(OH)2 |
| Nanpingit | CsAl2(Si,Al)4O10(OH,F)2 |
| Polylithionit | KLi2AlSi4O10(F,OH)2 |
| Tainiolith | KLiMg2Si4O10F2 |
| Shirokshinit | KNaMg2[F2|Si4O10] |
| Trilithionit | KLi1.5Al1,5[F2|AlSi3O10] |
| Aspidolith-1M | NaMg3(AlSi3)O10(OH)2 |
| Fluorophlogopit | KMg3(AlSi3)O10F2 |
| Phlogopit | KMg3(Si3Al))O10(F,OH)2 |
| Ephesit | NaLiAl2(Al2Si2)O10(OH)2 |
| Preiswerkit | NaMg2Al3Si2O10(OH)2 |
| Eastonit | KMg2Al[(OH)2|Al2Si2O10] |
| Margarit | CaAl2(Al2Si2)O10(OH)2 |
| Clintonit | Ca(Mg,Al)3(Al3Si)O10(OH)2 |
| Illit | (K,H3O)Al2(Si3Al)O10(H2O,OH)2 |
| Agrellit | NaCa2Si4O10F |
| Glagolevit | NaMg6[(OH,O)8|AlSi3O10]H2O |
| Lunijianlait | Li0.7Al6.2(Si7AlO20)(OH,O)10 |
| Saliotit | Na0.5Li0.5Al3[(OH)5|AlSi3O10] |
| Kulkeit | Na0.35Mg8Al(AlSi7)O20(OH)10 |
| Aliettit | Ca0.2Mg6(Si,Al)8O20(OH)4·4H2O |
| Rectorit | (Na,Ca)Al4(Si,Al)8O20(OH)4·2H2O |
| Tarasovit | (Na,K,H3O,Ca)2Al4[(OH)2|(Si,Al)4O10]2·H2O |
| Tosudit | Na0.5(Al,Mg)6(Si,Al)8O18(OH)12·5H2O |
| Montmorillonit | (Na,Ca)0.3(Al,Mg)2Si4O10(OH)2·nH2O |
| Beidellit | (Na,Ca0.5)0.3Al2(Si,Al)4O10(OH)2·4H2O |
| Swinefordit | (Ca,Na)0.3(Al,Li,Mg)2(Si,Al)4O10(OH,F)2·2H2O |
| Hectorit | Na0.3(Mg,Li)3Si4O10(F,OH)2 |
| Spadait | MgSiO2(OH)2·H2O |
| Stevensit | (Ca|2)0.3Mg3Si4O10(OH)2 |
| Donbassit | Al2.3[(OH)8|AlSi3O10] |
| Sudoit | Mg2Al3(Si3Al)O10(OH)8 |
| Cookeit | LiAla(Si3Al)O10(OH)8 |
| Borocookeit | Li1-1.5Al4-3.5[(OH,F)8|(B,Al)Si3O10] |
| Manandonit | LbAl4[(Si2AlB)O10](OH)8 |
| Kaolinit | Al2Si2O5(OH)4 |
| Dickit | Al2Si2O5(OH)4 |
| Halloysit-7Å | Al2Si2O5(OH)4 |
| Allophan | Al2O3(SiO2)1.3-2·(H2O)2.5-3 |
| Imogolith | Al2SiO3(OH)4 |
| Chrysotil | Mg3Si2O3(OH)4 |
| Klinochrysotil | Mg3Si2O5(OH)4 |
| Orthochrysotil | M93Si2O5(OH)4 |
| Parachrysotil | Mg3Si2O5(OH)4 |
| Lizardit | Mg3Si2O5(OH)4 |
| Amesit | Mg2Al(SiAl)O5(OH)4 |
| Palygorskit | (Mg,Al)2Si4O10(OH)·4H2O |
| Loughlinit | Na2Mg3Si6O16·8H2O |
| Kalifersit | (K,Na)5Fe7 3+[(OH)3|Si10O25]2·12H2O |
| Minehillit | (K,Na)2-3Ca28(Zn4Al4Si40)O112(OH)16 |
| Fedorit | (Na,K)2-3(Ca,Na)7[Si4O8(F,Cl,OH)2|(Si4O10)3]·3.5H2O |
| Reyerit | (Na,K)4Ca14Si22Al2O58(OH)8·6H2O |
| Gyrolith | NaCa16Si23AlO60(OH)8·14H2O |
| Zeophyllit | Ca4Si3O8(OH,F)4·2H2O |
| Mountainit | KNa2Ca2[Si8O19(OH)]·6H2O |
| Rhodesit | KHCa2Si8O19·5H2O |
| Delhayelith | K7Na3Ca5Al2Si14O38F4Cl2 |
| Hydrodelhayelith | KCa2AlSi7O17(OH)2·6H2O |
| Tienshanit | (Na,K)9-10(Ca,Y)2Ba6(Mn2+,Fe2+,Ti4+,Zn)6(Ti,Nb) [(O,F,OH)11| B2O4|Si6O15]6 |
| Silhydrit | Si3O6·H2O |
| Magadiit | Na2Si14O29·11H2O |
| Strätlingit | Ca2Al[(OH)6AlSiO2(OH)4]·2.5H2O |
| Vertumnit | Ca4Al4Si4O6(OH)24·3H2O |
- a) vgl. Mineralienatlas, Mineralklasse VIII/H - Schichtsilikate (Phyllosilikate), Strunz 8 Systematik
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Ganz besonders bevorzugt wird schwermetallfreier Bentonit aus der Gruppe der Montmorillonite ((Na,Ca)0.3(Al,Mg)2Si4O10(OH)2·nH2O). Bentonit ist eine Mischung aus verschiedenen Tonmineralien und enthält als wichtigsten Bestandteil Montmorillonit. Natrium-Bentonit zum Beispiel, nimmt Wasser auf, es kann um eine Vielzahl seines eigenen Trockengewichtes aufnehmen. Des Weiteren kann Calciumbentonit Fette und/oder Öle aufnehmen.
-
Die vorstehend beschriebenen Schichtsilikat-Mikro- und/oder -Nanopartikel sind funktionalisiert, nicht funktionalisiert, aggregiert, nicht aggregiert, agglomeriert, nicht agglomeriert, geträgert und/oder nicht geträgert. Beispielsweise können sie funktionalisiert, agglomeriert und geträgert sein. Sie können aber auch nicht funktionalisiert und aggregiert sein.
-
Beispiele weiterer geeigneter, vorzugsweise halogenfreier, Inhaltsstoffe D sind:
- • Lactose, Cellulose, Stärken, Saccharose (Tabletten)
- • Paraffin (Salben); Hartfett (Zäpfchen)
- • Polyethylenglykole (Macrogole, PEG); Polyethylenoxide (PEO) (Tabletten, Salben, Cremes);
- • Lösungsmittel und/oder Befeuchtungsmittel: VC-Wasser, Ethanol, Isopropanol (Granulierung, Filmsprühung)
- • Emulgatoren: Cetylstearylalkohol, Gylcerolmonostearat, Lecithin, Fettsäureester des Sorbitans, des Polyoxyethylensorbitans (Polysorbate), des Polyoxyethylens, Polyoxyethylenfettalkoholether (Emulsionen, Cremes), Methylglucose, Sesquistearate, Stearinsäure und deren Derivate, Emulgatoren auf Acrylat-Basis wie z.B. Acrylates/C10-330 Alkyl Acrylate Crosspolymer
- • Lösungsvermittler und/oder Netzmittel: Polyethylenglykole (PEG, Macrogole), Polyethylenoxide (PEO, PolyOx), Polysorbate (Lösungen, Suspensionen)
- • Puffer: Dikaliumhydrogenphosphat Natriumdihydrogenphosphat, Natriumhydrogencarbonat, Calciumhydrogenphosphat, Trometamol (Lösungen, Cremes)
- • Verdickungs- und Bindemittel: Stärken, Guaran, Xanthangummi, Alginat, Carrageen, Pektin, Traganth, Polyacrylsäuren, Polyvinylpyrrolidon (Granulate, Tabletten); hochdisperses Siliciumdioxid, substituierte Celluloseether (Methylcellulose, Ethylcellulose, Hydroxypropylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose, Carboxymethylcellulose) (Tabletten, Gele, viskose Lösungen), Butyrospermum Parkii Butter, MAGNESIUM SULFATE
- • Umhüllungsmittel: Saccharose (Zuckerdragierung); Gelatine (Kapseln); Gelatinepolysuccinat („Weichkapseln“), Polyacrylate, Ethylcellulose, Methylcellulose (Filmcoating: Filmkapseln, Filmtabletten, Pellets)
- • Zerfallsbeschleuniger und/oder Sprengmittel: Stärken (Tabletten, Tabs); Croscarmellose (Tabletten, Kapseln, Granulate); Natriumhydrogencarbonat in Kombination mit Citronensäure (Brausetabletten)
- • Gleit- und Schmiermittel und/oder Formentrennmittel: Polyethylenglykole (PEG, Macrogole), Polyethylenoxide (PEO), Talkum, Magnesiumstearat (Tablettierung)
- • Fließregulierungsmittel: Hochdisperses Siliciumdioxid (Pulver, Granulate)
- • Antioxidantien: Butylhydroxytoluol, all-rac-α-Tocopherol
- • Konservierungsstoffe: PHB-Ester, Benzalkoniumchlorid, Benzylalkohol, Thiomersal
- • Süßungsmittel, Geschmackkorrigientien: Saccharose, Sorbit, Süßstoffe wie etwa Saccharin-Natrium und Cyclamat
- • Aromen
- • Resorptionsbeschleuniger: Dimethylsulfoxid (in topischen Medizinprodukte und Kosmetika und Kosmetika)
-
Weitere Hilfsmittel sind unter anderem
-
Alkalisierungsmittel/Säuren/Neutralisierungsmittel
- • ACETIC ACID Essigsäure
- • AMINOMETHYL PROPANOL 2-Amino-2-methylpropanol
- • AMMONIA Ammoniak
- • AMMONIUM BICARBONATE Ammoniumbicarbonat, Ammoniumhydrogencarbonat
- • AMMONIUM CARBONATE Ammoniumcarbonat
- • CITRIC ACID Zitronensäure, Citronensäure
- • DISODIUM PHOSPHATE Dinatriumhydrogenphosphat
- • DISODIUM PYROPHOSPHATE Dinatriumdihydrogenpyrophosphat
- • ETHANOLAMINE Ethanolamin, 2-Aminoethanol
- • HYDROCHLORIC ACID Salzsäure, Chlorwasserstoff
- • PHOSPHORIC ACID Phosphorsäure
- • POTASSIUM CITRATE Kaliumcitrat
- • POTASSIUM PHOSPHATE Kaliumdihydrogenphosphat
- • SODIUM ACETATE Natriumacetat, Natriumsalz der Essigsäure
- • SODIUM BICARBONATE Natriumbicarbonat, Natron, Natriumhydrogencarbonat
- • SODIUM CITRATE Natriumcitrat (Natriumsalz der Citronensäure)
- • SODIUM HYDROXIDE Natriumhydroxid, Natronlauge
- • SODIUM METAPHOSPHATE Natriummetaphosphat
- • SODIUM PHOSPHATE Natriumdihydrogenphosphat
- • SODIUM TRIMETAPHOSPHATE Trinatriumtrimetaphosphat
- • TETRAPOTASSIUM PYROPHOSPHATE Kaliumpyrophosphat
- • TETRASODIUM PYROPHOSPHATE Natriumpyrophosphat
- • TRIETHANOLAMINE Tris(2-hydroxyethyl)amin, Trihydroxytriethylamin Antioxidantien
- • ASCORBIC ACID Vitamin C, Ascorbinsäure
- • ASCORBYL PALMITATE Palmitinsäureascorbylester, L-Ascorbylpalmitat
- • BHT Butylhydroxytoluol, 2,6-Di-t-butyl-p-cresol
- • CAROTENOIDS Carotinoide
- • LYCOPENE Lycopin
- • TOCOPHEROL alpha-Tocopherol, Vitamin E
- • TOCOPHERYL ACETATE alpha-Tocopherylacetat (Vitamin-E-Acetat)
- • UBIQUINONE Q10, Coenzym Q10; Ubichinon-10
- • RUTIN Bindemittel
- • Alkydharze
- • Emulsionen
- • Epoxidharze
- • gebrannter Kalk, Zement, Lehm und Kaliwasserglas
- • Gummi arabicum
- • Harze
- • Honig
- • Kasein
- • Kunststoffdispersionen
- • Pflanzenöle (Leinöl, Avocadoöl, Weizenkeimöl, Mandelöl, Lavendelöl))
- • Polyurethane
- • Rosmarin
- • Silikonharz
- • Wachs
- • Zelluloseleim (Kleister) Farbstoffe/Farbpigmente
- • Natrium-4-[(4,5-dihydro-3-methyl-5-oxo-1-phenyl-1H-pyrazol-4-yl)azo]-3-hydroxynaphthalin-1-sulfonat
- • Dihydroxyaluminiumstearat
- • Anthocyane (Cyanidin, Peonidin, Malvidin, Delphinidin, Petunidin, Pelargonidin)
- • Rote Bete; Rote Rübe; Zuckerrübe
- • Calciumstearat
- • Paprikaextrakt; Capsanthin, Capsorubin
- • Karamell, Zuckerkulör
- • 1,4-Bis(p-tolylamino)anthrachinon
- • Natrium-1-amino-4-(cyclohexylamino)-9,10-dihydro-9,10-dioxoanthracen-2-sulfonat
- • Indigo; 2-(1,3-Dihydro-3-oxo-2H-indazol-2-yliden)-1,2-dihydro-3H-indol-3-on
- • Dinatrium[29H,31H-phthalocyanindisulfonato(4-)-N29,N30,N31,N32]cuprat(2-)
- • Guanin; 2-Amino-6-hydroxypurin; 2-Amino-1,7-dihydro-6H-purin-6-on
- • Kurkumin, Curcumin; 1,7-Bis(4-hydroxy-3-methoxyphenyl)hepta-1,6-dien-3,5-dion
- • Karmin; Karminsäure
- • Chlorophyll; Chlorophyll a/b; Trinatrium-(2S-trans)-[18-carboxy-20-(carboxymethyl)-13-ethyl-2,3-dihydro-3,7,12,17-tetramethyl-8-vinyl-21H,23H-porphin-2-propionato(5-) N21, N22, N23, N24]cuprat(3-)
- • Aluminium
- • Aluminiumoxidhydrat; Aluminiumhydroxid
- • Wasserhaltiges Aluminiumsilicat
- • Calciumcarbonat; Kalziumkarbonat; Kreide
- • Calciumsulfat; Kalziumsulfat
- • Magnesiumcarbonat
- • LACTOFLAVIN Lactoflavin; Riboflavin
- • MAGNESIUM STEARATE Magnesiumdistearat
- • RIBOFLAVIN Riboflavin; Lactoflavin Feuchthaltemittel
- • CYCLOMETHICONE Cyclomethicon; besteht aus Octamethylcyclotetrasiloxan (D4), Decamethylcyclopentasiloxan (D5) und Dodecamethylcyclohexasiloxan (D6)
- • CYCLOPENTASILOXANE Decamethylcyclopentasiloxan
- • GLYCERIN Glycerin, Glycerol, 1,2,3-Propantriol
- • GLYCOL Glykol, Ethylenglycol, Ethylenglykol
- • LACTIC ACID Milchsäure; 2-Hydroxypropionsäure, 2-Hydroxypropansäure
- • y-6 Polyethylenglycol (durchschnittlich 6 Einheiten -CH2-CH2-O-)
- • SODIUM LACTATE Natriumlactat (Natriumsalz der Milchsäure)
- • SODIUM HYALURONATE
- • SORBITOL Sorbit, Sorbitol, Glucitol
- • PANTHENOL (Provitamin B5)
- • CAMELLIA EURYOIDES LEAF EXTRACT Harze
- • POLYMETHACRYLIC ACID Polymethacrylsäure
- • POLYVINYL ACETATE Polyvinylacetat
- • TOSYLAMIDE/FORMALDEHYDE RESIN Toluolsulfonamid-Formaldehydharz Konservierungsmittel
- • 4-HYDROXYBENZOIC ACID 4-Hydroxybenzoesäure
- • AMMONIUM BENZOATE Ammoniumbenzoat, Ammoniumsalz der Benzoesäure
- • AMMONIUM BISULFITE Ammoniumbisulfit, Ammoniumhydrogensulfit
- • AMMONIUM PROPIONATE Ammoniumpropionat, Ammoniumsalz der Propionsäure
- • AMMONIUM SULFITE Ammoniumsulfit
- • Benzethoniumchlorid
- • BENZOIC ACID Benzoesäure
- • BENZYL ALCOHOL Benzylalkohol; Phenylmethanol
- • BUTYL BENZOATE Benzoesäure-Butylester
- • BUTYLPARABEN Butylparaben; 4-Hydroxybenzoesäurebutylester
- • CALCIUM BENZOATE Calciumbenzoat, Calciumsalz der Benzoesäure
- • CALCIUM PARABEN 4-Hydroxybenzoesäure, Calciumsalz
- • CALCIUM PROPIONATE Calciumpropionat, Calciumsalz der Propionsäure
- • CALCIUM SALICYLATE Calciumsalicylat, Calciumsalz der Salicylsäure
- • CALCIUM SORBATE Calciumsorbat, Calciumsalz der Sorbinsäure
- • CETRIMONIUM CHLORIDE Cetrimoniumchlorid
- • DEHYDROACETIC ACID Dehydracetsäure, 3-Acetyl-6-methyl-2H-pyran-2,4(3H)-dion
- • DIAZOLIDINYL UREA Diazolidinylharnstoff
- • DMDM HYDANTOIN 1,3-Bis(hydroxymethyl)-5,5-dimethylimidazolidin-2,4-dion
- • ETHYL BENZOATE Benzoesäure-Ethylester
- • ETHYLPARABEN Ethylparaben; 4-Hydroxybenzoesäureethylester
- • FORMALDEHYDE Formaldehyd, Methanal, Formalin
- • FORMIC ACID Ameisensäure
- • GLUTARAL Glutaral, Glutardialdehyd
- • HEXAMIDINE Hexamidin
- • IMIDAZOLIDINYL UREA Imidazolidinyl-Harnstoff
- • IODOPROPYNYL BUTYLCARBAMATE 3-lod-2-propinylbutylcarbamat
- • ISOBUTYL BENZOATE Benzoesäure-Isobutylester
- • ISOPROPYL BENZOATE Benzoesäure-Isopropylester
- • ISOPROPYL CRESOLS 4-Isopropyl-m-cresol
- • MAGNESIUM BENZOATE Magnesiumbenzoat, Magnesiumsalz der Benzoesäure
- • MAGNESIUM PROPIONATE Magnesiumpropionat, Magnesiumsalz der Propionsäure
- • MAGNESIUM SALICYLATE Magnesiumsalicylat, Magnesiumsalz der Salicylsäure
- • MEA-BENZOATE Benzoesäure, (Mono-)Ethanolaminsalz
- • METHYL BENZOATE Benzoesäure-Methylester
- • METHYLISOTHIAZOLINONE Methylisothiazolinon, 2-Methyl-2H-isothiazol-3-on
- • METHYLPARABEN Methylparaben; 4-Hydroxybenzoesäuremethylester
- • O-PHENYLPHENOL o-Phenylphenol
- • PHENOXYETHANOL 2-Phenoxyethanol
- • PHENOXYISOPROPANOL Phenoxyisopropanol, 1-Phenoxypropan-2-ol
- • PHENYLBENZOATE Benzoesäure-Phenylester
- • PIROCTONE OLAMINE Pirocton-Olamin
- • POTASSIUM BENZOATE Kaliumbenzoat, Kaliumsalz der Benzoesäure
- • POTASSIUM BUTYLPARABEN Butylparaben (Kaliumsalz); 4-Hydroxybenzoesäurebutylester (Kaliumsalz)
- • POTASSIUM ETHYLPARABEN Ethylparaben (Kaliumsalz); 4-Hydroxybenzoesäureethylester (Kaliumsalz)
- • POTASSIUM METABISULFITE Dikaliumdisulfit
- • POTASSIUM METHYLPARABEN Methylparaben (Kaliumsalz); 4-Hydroxybenzoesäuremethylester (Kaliumsalz)
- • POTASSIUM PARABEN 4-Hydroxybenzoesäure, Kaliumsalz
- • POTASSIUM PROPIONATE Kaliumpropionat, Kaliumsalz der Propionsäure
- • POTASSIUM PROPYLPARABEN Propylparaben (Kaliumsalz); 4-Hydroxybenzoesäurepropylester (Kaliumsalz)
- • POTASSIUM SALICYLATE Kaliumsalicylat, Kaliumsalz der Salicylsäure
- • POTASSIUM SORBATE Kaliumsorbat, Kaliumsalz der Sorbinsäure
- • POTASSIUM SULFITE Kaliumsulfit
- • PROPIONIC ACID Propionsäure
- • PROPYL BENZOATE Benzoesäure-Propylester
- • PROPYLPARABEN Propylparaben; 4-Hydroxybenzoesäurepropylester
- • SODIUM BENZOATE Natriumbenzoat, Natriumsalz der Benzoesäure
- • SODIUM BISULFITE Natriumbisulfit, Natriumhydrogensulfit
- • SODIUM BUTYLPARABEN Butylparaben (Natriumsalz); 4-Hydroxybenzoesäurebutylester (Natriumsalz)
- • SODIUM ETHYLPARABEN Ethylparaben (Natriumsalz); 4-Hydroxybenzoesäureethylester (Natriumsalz)
- • SODIUM FORMATE Natriumformiat, Natriumsalz der Ameisensäure
- • SODIUM METABISULFITE Dinatriumdisulfit, Natriummetabisulfit
- • SODIUM METHYLPARABEN Methylparaben (Natriumsalz); 4-Hydroxybenzoesäuremethylester (Natriumsalz)
- • SODIUM PARABEN 4-Hydroxybenzoesäure, Natriumsalz
- • SODIUM PROPIONATE Natriumpropionat, Natriumsalz der Propionsäure
- • SODIUM PROPYLPARABEN Propylparaben (Natriumsalz); 4-Hydroxybenzoesäurepropylester (Natriumsalz)
- • SODIUM SALICYLATE Natriumsalicylat, Natriumsalz der Salicylsäure
- • SODIUM SORBATE Natriumsorbat, Natriumsalz der Sorbinsäure
- • SODIUM SULFITE Natriumsulfit
- • SORBIC ACID Sorbinsäure, 2,4-Hexadiensäure
- • STEARALKONIUM CHLORIDE Stearalkoniumchlorid
- • AMMONIUM PERSULFATE Ammoniumperoxodisulfat, Ammoniumpersulfat
- • HYDROGEN PEROXIDE Wasserstoffperoxid
- • POTASSIUM PERSULFATE Kaliumpersulfat, Kaliumperoxodisulfat
- • SODIUM PERSULFATE Natriumpersulfat, Natriumperoxodisulfat Reduktionsmittel
- • AMMONIUM BISULFITE Ammoniumbisulfit, Ammoniumhydrogensulfit
- • AMMONIUM THIOGLYCOLATE Ammoniumthioglycolat, Ammoniummercaptoacetat
- • SODIUM METABISULFITE Dinatriumdisulfit, Natriummetabisulfit
- • THIOGLYCOLIC ACID Thioglykolsäure, Thioglycolsäure; Mercaptoessigsäure
- • THIOLACTIC ACID Thiomlichsäure, 2-Mercaptopropionsäure Stabilisatoren
- • ACRYLATES/C10-30 ALKYL ACRYLATE CROSSPOLYMER Polymer aus Acrylsäurealkylestern (C10-C30), Acrylsäure, Methacrylsäure und/oder anderen Alkylacrylaten; kreuzverknpüft mit Propenyl-(allyl-)modifizierten Zuckern
- • ASCORBYL PALMITATE Palmitinsäureascorbylester, L-Ascorbylpalmitat
- • BENTONITE Bentonit (Tonmineral)
- • BHT Butylhydroxytoluol, 2,6-Di-t-butyl-p-cresol
- • CARBOMER Polyacrylsäure
- • CETEARYL ALCOHOL Cetearylalkohol, Mischung aus 1-Hexadecanol (Cetylalkohol) und 1-Octadecanol (Stearylalkohol)
- • CETYL HYDROXYETHYLCELLULOSE 2-Hydroxyethylcellulose-Cetyl-Ether
- • COCAMIDE MEA N-(Hydroxyethyl)-Kokosfettsäureamid
- • DISODIUM EDTA Ethylendiamintetraessigsäure, Dinatriumsalz
- • EDTA Ethylendiamintetraessigsäure
- • ETIDRONIC ACID Etidronsäure, 1-Hydroxyethyliden-bis-phosphonsäure
- • HYDROXYETHYLCELLULOSE Hydroxyethylcellulose
- • MICROCRYSTALLINE CELLULOSE Cellulose (mikrokristallin)
- • PENTASODIUM PENTETATE Pentanatrium(carboxylatomethyl)iminobis(ethylennitrilo)tetraacetat
- • POTASSIUM ALGINATE Kaliumalginat (Kaliumsalz der Alginsäure)
- • PVP Polyvinylpyrrolidon
- • SODIUM CARBOMER Polyacrylsäure (Natriumsalze)
- • SODIUM CITRATE Natriumcitrat (Natriumsalz der Citronensäure)
- • SODIUM GLUCONATE Natriumgluconat (Natriumsalz der Gluconsäure)
- • TETRASODIUM EDTA Ethylendiamintetraessigsäure, Tetranatriumsalz
- • TOCOPHEROL alpha-Tocopherol, Vitamin E
- • TRISODIUM EDTA Ethylendiamintetraessigsäure, Trinatriumsalz
- • Polysaccharide Treibgase für Sprays
- • Butan
- • Kohlendioxid
- • Dimethylether
- • Isobutan, 2-Methylpropan
- • Stickstoff
- • Propan
-
T rübungsmittel/Perlglanzstoffe
-
- • Calciumsulfat
- • Cellulose
- • GLYCOL PALMITATE Palmitinsäure-Glycolester; 2-Hydroxyethylpalmitat
- • MICA Glimmer (ein Silikatmineral)
- • PEG-2 STEARATE 2-(2-Hydroxyethoxy)ethylstearat; Ester aus Stearinsäure und Diethylenglycol (1:1)
- • PROPYLENE GLYCOL DISTEARATE Propylenglycol-Distearat; Ester aus Stearinsäure und Propylenglycol (2:1)
- • PROPYLENE GLYCOL STEARATE SE Propylenglycol-Stearat; Ester aus Stearinsäure und Propylenglycol (1:1), enthält Natrium- oder Kaliumstearat Vergällungsmittel Weichmacher
- • BUTYL STEARATE Butylstearat, Stearinsäurebutylester
- • CAMPHOR Kampfer
- • CETEARYL ISONONANOATE Cetearyl-Isononanoat, Ester aus Isononansäure und Cetearylalkohol
- • DIBUTYL SEBACATE Dibutylsebacat, Sebacinsäuredibutylester
- • DICAPRYLYL ETHER Dicaprylylether, Dioctylether
- • DIISODECYL ADIPATE Diisodecyladipat, Adipinsäure-Diisodecylester
- • ISOPROPYL CITRATE Isopropylcitrat, Citronensäure-Isopropylester
- • ISOPROPYL MYRISTATE Isopropylmyristat, Myristinsäure-Isopropylester
- • ISOPROPYL PALMITATE Isopropylpalmitat, Palmitinsäure-Isopropylester
- • OCTYLDODECANOL 2-Octyldodecan-1-ol
- • SORBITOL Sorbit, Sorbitol, Glucitol
- • TOSYLAMIDE/FORMALDEHYDE RESIN
- • Toluolsulfonamid-Formaldehydharz
- • Mineralstoffe
- • Sand
- • Vitamine: Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B3, Vitamin B4, Vitamin B5, Vitamin B6, Vitamin B7, Vitamin B8, Vitamin B9, Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E, Vitamin K
- • Salz: Kochsalz, Himalayasalz, Hawaii-Salz, Salz vom Toten Meer
- • Mizellen
-
Rückfettende Substanzen:
-
Unter rückfettenden Substanzen, auch Rückfetter und/oder Rückfettungsmittel genannt, sind Substanzen, die meistens Tensidpräperaten hinzugefügt werden, um ihrem entfettenden Charakter entgegenzuwirken. Hierzu werden die folgenden rückfettenden Substanzen benutzt. Die nachstehende Liste ist beispielshaft und nicht vollständig aufgezählt. Der Fachmann kann auf Grund seines allgemeinen Fachwissens ohne weiteres, weitere mögliche rückfettende Substanzen benennen.
- • SQUALANE 2,6,10,15,19,23-Hexamethyltetracosan
- • SQUALENE 2,6,10,15,19,23-Hexamethyl-2,6,10,14,18,22-tetracosahexaen
- • STEARETH-10 Polyethylenglycolether des Stearylakohols (durchschnittlich 10 Einheiten -CH2-CH2-O-)
- • STEARYL ALCOHOL Stearylalkohol, 1-Octadecanol
- • TRIMYRISTIN Glyceryl-Trimyristat; Veresterungsprodukt von Glycerin und Myristinsäure (1:3)
- • TRIPALMITIN
- • Eucerit, Wollwachsalkohole Glyceryl-Tripalmitat; Veresterungsprodukt von Glycerin und Palmitinsäure (1:3)
- • WHEAT GERM GLYCERIDES Veresterungsprodukt von Glycerin und Fettsäuren aus Weizenkeimöl
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Öle:
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Öle sind eine Sammelbezeichnung für unterschiedliche flüssige Fettstoffe. Hierzu zählen unteranderem Mineralöle, Silikonöle und/oder Öle natürlichen Ursprunges, wie beispielsweise Pflanzenöle und/oder ätherische Öle. Diese kennzeichnen sich oft durch ein- und/oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Öle tierischer Herkunft werden meist als Fette bezeichnet. Außerdem werden viele in der Kosmetik eingesetzten Ölkomponenten auf Grundlage natürlicher Ausgangsstoffe synthetisch hergestellt. Genau wie die rückfettenden Stoffe verhindern Ölkomponenten das vorzeitige Austrocknen von Haut und/oder Haar. In der nachstehenden Liste werden die Öle beispielshaft und nicht abschießend aufgelistet. Der Fachmann kann auf Grund seines allgemeinen Fachwissens ohne weiteres, weitere mögliche Öle benennen.
- • BETULA ALBA BARK EXTRACT (Birke)
- • CAPRYLIC/CAPRIC TRIGLYCERIDE Veresterungsprodukt von Glycerin und Caprinsäure sowie Caprylsäure (1:3)
- • CETEARYL ALCOHOL Cetearylalkohol, Mischung aus 1-Hexadecanol (Cetylalkohol) und 1-Octadecanol (Stearylalkohol)
- • CYCLOMETHICONE Cyclomethicon; besteht aus Octamethylcyclotetrasiloxan (D4), Decamethylcyclopentasiloxan (D5) und Dodecamethylcyclohexasiloxan (D6)
- • DIBUTYL SEBACATE Dibutylsebacat, Sebacinsäuredibutylester
- • DICAPRYLYL ETHER Dicaprylylether, Dioctylether
- • DIISODECYL ADIPATE Diisodecyladipat, Adipinsäure-Diisodecylester
- • DIMETHICONE Polydimethylsiloxan
- • GLYCERYL STEARATE Glycerinstearat, Glycerinmonostearat, Stearinsäure-Glycerinester
- • ISOPROPYL MYRISTATE Isopropylmyristat, Myristinsäure-Isopropylester
- • ISOPROPYL PALMITATE Isopropylpalmitat, Palmitinsäure-Isopropylester
- • KAKAO-BUTTER
- • MACADAMIA INTEGRIFOLIA SEED OIL Macadamia; Macadamianuss, echte; Macadamianussöl
- • MACADAMIA TERNIFOLIA SEED OIL Macadamia, dreiblättrige; Macadamianussöl
- • OCTYLDODECANOL 2-Octyldodecan-1-ol
- • PARAFFIN Hartparaffin, Mikrokristallines Wachs, Ozokerit, Ceresin, Vaselin
- • PARAFFINUM LIQUIDUM Flüssiges Paraffin, Paraffinöl, Mineralöl
- • PERSEA GRATISSIMA OIL Avocado; Avocadoöl
- • SHEA-BUTTER
- • SIMMONDSIA CHINENSIS SEED OIL Jojobastrauch; Jojobaöl
- • STEARIC ACID n-Octadecansäure, Octadecansäure, Stearinsäure Duft- und/oder Aromastoffe
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Ätherische Öle, Aromen, Duftstoffe und Parfüms:
-
Ätherische Öle sind flüchtige, intensiv riechende Stoffgemische von ölartiger Konsistenz, die in Wasser schwer löslich sind. Sie werden in der Regel aus pflanzlichen Ausgangsstoffen durch Wasserdampfdestillation gewonnen. Sie können ebenfalls durch Synthese, Extraktion oder durch Auspressen gewonnen werden. Auch pflanzliche Reinstoffe wie Menthol, Cineol, Vanillin und/oder Thymol werden als ätherische Öle bezeichnet. In der Medizin werden sie je nach Öl zur Behandlung zahlreicher Beschwerden verwendet, u. a. bei Muskel- und Gelenkschmerzen, bei Infektionskrankheiten, Erkältungen und Beschwerden im Magen-DarmTrakt. Des Weiteren werden sie in der Kosmetik vor allem zur Parfümierung eingesetzt.
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Aromen sind Erzeugnisse, die beispielsweise Lebensmitteln zugesetzt werden, um ihnen einen besonderen Geruch und/oder Geschmack zu verleihen. Ein Aroma kann aus zahlreichen Aromastoffen, Aromaextrakten, thermisch gewonnenen Reaktionsaromen, Raucharomen und/oder Aromavorstufen bestehen. Die meisten Aromen werden industriell bei der Lebensmittelherstellung eingesetzt, einige Aromen sind ebenfalls im Einzelhandel erhältlich. Aromastoffe sind chemisch definierte Stoffe mit Geschmack gebenden Eigenschaften (Aromaeigenschaften), die zur Herstellung von Aromen eingesetzt werden. Man unterscheidet natürliche, naturidentische und/oder künstliche Aromastoffe.
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In der Kosmetik verwendete Duftstoffe sind zum einen organische Verbindungen aus dem Tier- und Pflanzenreich. Des Weiteren sind Duftstoffe Verbindungen, die synthetisch hergestellt werden können. Zweck der Duftstoffe in kosmetischen Erzeugnissen ist es, den Eigengeruch eines Präparates zu maskieren und weiterhin angenehme Empfindungen beim Verbraucher auszulösen. Parfüms im engeren Sinn sind Duftstoffe und Duftmischungen, die den Körpergeruch verändern oder überdecken sollen.
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Die nachstehende Liste der Ätherischen Öle, Aromen, Duftstoffe und Parfüms ist beispielhaft und nicht vollständig aufgelistet. Der Fachmann kann auf Grund seines allgemeinen Fachwissens ohne weiteres, weitere mögliche Ätherischen Öle, Aromen und/oder Duftstoffe und/oder Parfüm benennen.
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Ätherische Öle:
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- • CAMPHOR Kampfer
- • CINNAMOMUM ZEYLANICUM LEAF OIL Ceylon-Zimtbaum; Zimtlorbeerbaum
- • CITRUS LIMON PEEL OIL Zitronenbaum; Zitrone
- • EUCALYPTOL Eucalyptol; 3,3-Trimethyl-2-oxabicyclo[2.2.2]octan, 1,8-Cineol
- • JASMINUM OFFICINALE FLOWER EXTRACT Jasmin
- • LAVANDULA ANGUSTIFOLIA OIL Lavendel, echter
- • MANDELÖL (Sweet Almond oil)
- • MENTHOL Menthol; 5-Methyl-2-(1-methylethyl)cyclohexanol
- • PINUS SYLVESTRIS LEAF OIL Kiefer, gemeine
- • VANILLIN Vanillin
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Aromastoffe
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- • AROMA Aromastoff, Aromenmischung
- • MENTHOL Menthol; 5-Methyl-2-(1 -methylethyl)cyclohexanol
- • VANILLIN Vanillin
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Parfüms und/oder Duftstoffe
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- • ANISE ALCOHOL Anisalkohol; Anisylalkohol, 4-Methoxybenzylalkohol
- • BENZYL ALCOHOL Benzylalkohol; Phenylmethanol
- • CINNAMOMUM ZEYLANICUM LEAF OIL Zimtbaum; Zimtlorbeerbaum
- • CITRUS LIMON PEEL OIL Zitronenbaum; Zitrone
- • EUCALYPTOL Eucalyptol; 3,3-Trimethyl-2-oxabicyclo[2.2.2]octan, 1,8-Cineol
- • JASMINUM OFFICINALE FLOWER EXTRACT Jasmin
- • METHYL PHENYLBUTANOL 2-Methyl-4-phenylbutan-2-ol
- • OCTYLDODECANOL 2-Octyldodecan-1-ol
- • PARFUM
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Parfums, Duftstoffe und Duftstoffmischungen
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- • ROSA INDICA FLOWER EXTRACT Teerose
- • ROSA CENTIFOLIA Rosenwasser
- • LIMONENE Limonen, Carven, p-Mentha-1,8-dien, 1-Methyl-4-prop-1-en-2-yl-cyclohexen, 1-Methyl-4-isopropenyl-1 -cyclohexen
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Moisturizer/Feuchtigkeitsspender:
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- • ALOE BARBADENSIS LEAF JUICE Aloe Vera; Gel/Saft
- • ALOE BARBADENSIS LEAF JUICE POWDER Aloe Vera
- • Collagen
- • GLYCERIN Glycerin
- • HYALURONIC ACID Hyaluronsäure
- • LACTIC ACID Milchsäure; 2-Hydroxypropionsäure, 2-Hydroxypropansäure
- • SODIUM HYALURONATE Natriumhyaluronat (Natriumsalz der Hyaluronsäure)
- • SODIUM LACTATE Natriumlactat (Natriumsalz der Milchsäure)
- • UREA Harnstoff
- • ALGAE (Algen)
- • ECHINACEA PURPUREA EXTRACT
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Wirkstoffe für die Hautpflege:
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- • ALLANTOIN Glyoxylsäurediureid, 5-Ureidohydantoin, N-(2,5-Dioxo-4-imidazolidinyl)harnstoff
- • ALOE BARBADENSIS LEAF JUICE Aloe Vera; Gel/Saft
- • ASCORBIC ACID Vitamin C, Ascorbinsäure
- • BISABOLOL alpha-Bisabolol, 0-6-Methyl-2-(0-4-methylcyclohex-3-enyl)hept-5-en-2-ol
- • C12-15 ALKYL BENZOATE Ester aus Benzoesäure und Fettalkoholen der Kettenlänge C12 bis C15
- • CAPRYLIC/CAPRIC TRIGLYCERIDE Veresterungsprodukt von Glycerin mit Caprinsäure und Caprylsäure (1:3)
- • CHAMOMILLA RECUTITA FLOWER EXTRACT Kamille, echte
- • DECYL OLEATE Decyloleat; Veresterungsprodukt von Ölsäure mit Decylalkohol
- • DIETHYLHEXYL SYRINGYLIDENEMALONATE [(4-Hydroxy-3,5-dimethoxyphenyl)methylen]-Propandisäure, Bis(2-ethylhexyl)ester
- • ETHYLHEXYL COCOATE Veresterungsprodukt aus 2-Ethylhexanol und Kokosfettsäuren
- • ETHYLHEXYLSTEARATE Stearinsäure-2-ethylhexylester
- • ETHYLHEXYLGLYCERIN Ethylhexylglycerin; 3-(2-Ethylhexyloxy)-1,2-propandiol
- • FAGUS SILVATICA (Buche)
- • HYALURONIC ACID Hyaluronsäure
- • NIACINAMIDE Niacinamid, 3-Pyridincarboxamid, Pyridin-3-carbonsäureamid, Nicotinsäureamid, Nicotinamid
- • PANTHENOL Dexpanthenol, Provitamin B5
- • PERSEA GRATISSIMA OIL Avocado; Avocadoöl
- • PPG-15 STEARYL ETHER Stearylalkohol, verethert mit Polypropylenglycol (durchschnittlich 15 Einheiten Propylenglycol)
- • PROPYLHEPTYL CAPRYLATE Veresterungsprodukt von 2-Propylheptanol mit Caprylsäure
- • SIMMONDSIA CHINENSIS SEED OIL Jojobastrauch; Jojobaöl
- • SODIUM HYALURONATE Natriumhyaluronat (Natriumsalz der Hyaluronsäure)
- • STEARYL DIMETHICONE Poly(dimethyl-methylstearyl)siloxan
- • SUCROSE LAURATE Veresterungsprodukt von Laurinsäure mit Saccharose (Rohrzucker)
- • TOCOPHEROL alpha-Tocopherol, Vitamin E
- • UBIOUINONE Q10, Coenzym Q10; Ubichinon-10
- • HELIANTHUS ANNUUS HYBRID OIL
- • ECHIUM PLANTAGINEUM SEED OIL
- • CARDIOSPERMUM HALICACABUM FLOWER/LEAF/VINE EXTRACT
- • RUTIN
- • ARGININE
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Desodorierende Wirkstoffe:
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- • FARNESOL Farnesol, 3,7,11-Trimethyl-2,6,10-dodecatrien-1-ol
- • PARFUM Parfum; Duftstoffe und Duftstoffmischungen
- • TRICLOSAN Triclosan, 5-Chlor-2-(2,4-dichlorphenoxy)phenol
- • TRIETHYL CITRATE Triethylcitrat; Citronensäure-Triethylester
- • ZINC LACTATE Zinklactat (Zinksalz der Milchsäure)
- • ZINC RICINOLEATE Zinkricinoleat
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Lösungsmittel:
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- • 1,2-HEXANEDIOL 1,2-Hexandiol; 1,2-Dihydroxyhexan
- • ACETONE Aceton, Propanon
- • ALCOHOL Alkohol, Ethanol, Äthanol, Äthylalkohol
- • ALCOHOL DENAT vergällter Alkohol, denaturierter Alkohol
- • AQUA Wasser
- • BUTYL ACETATE Butylacetat, Essigsäurebutylester
- • BUTYLENE GLYCOL 1,3-Butandiol, Butylenglykol
- • CYCLOPENTASILOXANE Decamethylcyclopentasiloxan
- • ETHYL ACETATE Ethylacetat, Essigsäureethylester
- • GLYCERIN Glycerin, Glycerol, 1,2,3-Propantriol
- • GLYCOL Glykol, Ethylenglycol, Ethylenglykol
- • ISOPROPYL ALCOHOL Isopropylalkohol, Isopropanol, 2-Propanol
- • METHYLPROPANEDIOL 2-Methyl-1,3-propandiol
- • PROPYLENE GLYCOL 1,2-Propandiol, Propylenglykol
- • ECHIUM PLANTAGINEUM SEED OIL
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Filmbildner:
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- • ACRYLATES COPOLYMER Polymer aus Methacrylsäure, Ethylacrylat und Methylmethacrylat
- • ACRYLATES/HYDROXYESTERS ACRYLATES COPOLYMER Copolymer aus Acrylsäure/Methacrylsäure und deren Estern sowie Hydroxyacrylsäureestern
- • ACRYLATES/STEARETH-20 METHACRYLATE CROSSPOLYMER Copolymer aus Steareth-20-Methacrylat und Acrylsäure/Methacrylsäure und deren Estern, kreuzverknüpft mit Pentaerythritol-Allylether. Steareth-20-Methacrylat ist ein Ester der Methacrylsäure mit Polyethylenglycol (durchschn. 20 Einheiten -CH2-CH2-O-)
- • DIBUTYL SEBACATE Dibutylsebacat, Sebacinsäuredibutylester
- • NITROCELLULOSE Nitrocellulose, Cellulosenitrat, Schießbaumwolle
- • PVP Polyvinylpyrrolidon
- • SODIUM CARBOMER Polyacrylsäure (Natriumsalze)
- • TOSYLAMIDE/FORMALDEHYDE RESIN Toluolsulfonamid-Formaldehydharz
- • PHTHALIC ANHYDRIDE/TRIMELLITIC ANHYDRIDE/GLYCOLS COPOLYMER
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Gelbildner:
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- • AGAR Agar, Agar-Agar
- • ALGIN Natriumalginat (Natriumsalz der Alginsäure)
- • ALGINIC ACID Alginsäure
- • CARBOMER Polyacrylsäure
- • CARRAGEENAN Moos, irländisches; Carrageen
- • HECTORITE Hectorit (Tonmineral)
- • HYDROXYETHYLCELLULOSE Hydroxyethylcellulose
- • HYDROXYPROPYLCELLULOSE Hydroxypropylcellulose
- • POLYVINYL ALCOHOL Polyvinylalkohol
- • PVP Polyvinylpyrrolidon
- • SODIUM CARBOMER Polyacrylsäure (Natriumsalze)
- • STEARALKONIUM HECTORITE
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Gerbstoffe, Gerbmitten und/oder Gerbextrakte:
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Es wird zwischen Gerbstoffen, Gerbmitteln und/oder Gerbextrakten unterschieden. Gerbstoffe sind chemische Stoffe, die zum Gerben von Tierhäuten verwendet werden. Durch die Behandlung mit Gerbstoffen werden die Tierhäute in Leder umgewandelt, was unter anderem die Fäulnis verhindert. Des Weiteren gibt es in der Natur vorkommende, also natürliche, sowie künstlich hergestellte, also synthetische Gerbstoffe. Gerbmittel sind Pflanzenteile und/oder Stoffgemische, die einen und/oder mehrere Gerbstoffe enthalten. Die Begriffe Gerbstoff und/oder Gerbmittel werden oft als Synonyme verwendet. Ein Gerbextrakt ist ein Extrakt eines Gerbmittels. Nach der Extraktion liegt der Gerbstoff in höherer Konzentration vor, ohne eventuell störende Bestandteile des Ausgangsmaterials. Pflanzliche Gerbstoffe, auch Tannine genannt, werden auch in der Medizin verwendet. Des Weiteren sind Tannine als Geschmackskomponenten von Wein und Tee bekannt.
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Beispiele geeigneter Gerbstoffe:
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- • Gallotannine
- • Pyrocatechine
- • Catechin
- • Mineralgerbstoffe,
- • Aldehyde,
- • Aliphatische Paraffinsulfochloride,
- • synthetische Gerbstoffe (Syntane) auf Basis von Phenolderivaten,
- • Polymer-Gerbstoffe (Harzgerbstoffe)
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Bitterstoffe:
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Bitterstoffe bezeichnen alle chemischen Verbindungen, die einen bitteren Geschmack aufweisen. Sie sind keine chemisch einheitliche Gruppe, sondern zeichnen sich nur dadurch aus, dass sie bitter schmecken. Die nachstehenden Bitterstoffe sind nur beispielhaft und nicht vollständig aufgelistet. Der Fachmann kann auf Grund seines allgemeinen Fachwissens ohne weiteres, weitere mögliche Bitterstoffe benennen.
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Beispiele geeigneter Bitterstoffe:
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- • Lactucopikrin kommt in der Gemeinen Wegwarte und allen Lattichen vor.
- • Cynarin kommt in Artischocken vor.
- • Glucosinolate kommen im Rüböl vor.
- • Lactucin kommt in Eisbergsalat vor.
- • Prämarrubiin und Marrubiin
- • Naringin in Grapefruits und Pomelos
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Farbpigmente:
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Farbstoffe, Buntpigmente, Weißpigmente, fluoreszierende Pigmente und phosphoreszierende Pigmente (Phosphor) können auf unterschiedlichste Weise den erfindungsgemäßen topischen Medizinprodukte und Kosmetika hinzugefügt werden. Bevorzugt wird Kreide, Talkum, Montmorillonit, Tonmineralien, Papiere, papierähnliche Materialien und/oder Titandioxid, auch schwarzes Titandioxid.
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Pflanzenextrakte:
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Pflanzenextrakte sind Extrakte aus Pflanzen die in der Kosmetik eingesetzt werden. Die nachstehende Liste der Pflanzenextrakte ist beispielhaft und nicht vollständig. Der Fachmann kann ohne weiteres, weitere mögliche Pflanzenextrakte benennen.
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Beispiele geeigneter Pflanzenextrakte:
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- • African Copal Rinden CO2-se Extrakt
- • Angelikawurzel CO2-se Extrakt
- • Antimikrobieller Blend
- • Arnikablüten CO2-to Extrakt, 4 % Sesquiterpenlaktone
- • Bartflechten CO2-to Extrakt, wasserdispergierbar, 4 % Usninsäuren
- • Borretschsamen CO2-to Extrakt
- • Butter CO2-se Extrakt, Dest. Typ
- • Butter CO2-se Extrakt, Krist. Typ
- • Chili CO2-to Extrakt, 10 % Capsaicinoide
- • Chili CO2-to Extrakt, 5 % Capsaicinoide
- • Curcuma Xanthorrhiza CO2-se Extrakt
- • Dillsamen CO2-se Extrakt, Carvon Typ
- • Dillsamen CO2-se Extrakt, Dillapiol Typ
- • Erdnuß CO2-se Extrakt
- • Fenchel CO2-se Extrakt, Bitterer Typ
- • Flavoxan 14, Rosmarin Antioxidans Formulierung
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Schauminhibitoren und Entschäumer:
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- • Silikonöle mit Kieselsäurepartikel
- • Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren
- • Polydimethylsiloxan (Simethicone®, E900)
- • Tri-n-butylphosphat
- • Tri-isobutylphosphat
- • Thermooxidiertes Sojaöl mit MDG (Mono- und Diglyceride) verestert
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Beispiele für weitere geeignete Inhaltsstoffe D für die erfindungsgemäßen topischen Medizinprodukte und Kosmetika und Kosmetika sind aus
- - der amerikanischen Patentanmeldung US 2012/0258150 A1 , Seiten 4 bis 6, TABLE 1, Seite 7, Absatz [0071], bis Seite 9, Absatz [00 88] Ende,
- - der deutschen Patentanmeldung DE 10 2012 214 622 A1 , Seite 4, Absatz [0016], bis Seite 16, Absatz [0039],
- - dem europäischen Patent EP 1 235 546 B1 , Seite 7, Absatz [0016], bis Seite 9, Absatz [0025] Ende, Seite 9, Absätze [0027] bis [0030], Seite 9, Absatz [0033], bis Seite 14, [0055], sowie aus
- - dem deutschen Gebrauchsmuster DE 20 2014 010 286 U1 , Seite 4, Absatz [0031], bis Seite 8, Absatz [0066].
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bekannt.
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Die erfindungsgemäßen topischen Medizinprodukte und Kosmetika und Kosmetika können übliche und bekannte ionische und/oder nicht ionische Tenside als Inhaltsstoffe D enthalten (vgl. Römpp Lexikon Lacke und Druckfarben, Georg Thieme Verlag, Stuttgart, 1998, Stichwort »Tenside«). Es ist indes ein besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen topischen Medizinprodukte und Kosmetika und Kosmetika, dass sie in den allermeisten Fällen ohne Tenside, insbesondere ohne ionische Tenside, auskommen.
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Der Anteil der Inhaltsstoffe D an den erfindungsgemäßen topischen Medizinprodukte und Kosmetika und Kosmetika kann sehr breit variieren und so hervorragend dem jeweiligen Verwendungszweck angepasst werden. Vorzugsweise enthält eine gegebene topische Zubereitung, bezogen auf ihre Gesamtmenge, 0,01 Gew.-% bis 70 Gew.-%, bevorzugt 0,01 Gew.-% bis 60 Gew.-% und insbesondere 0,01 Gew.-% 50 Gew.-% an Inhaltsstoffen D.
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Vorzugsweise haben die erfindungsgemäßen topischen Medizinprodukte und Kosmetika und Kosmetika einen pH-Wert zwischen 3 und 7, bevorzugt zwischen 4,5 - 6,5 und insbesondere zwischen 5 - 5,5, insbesondere um den Säureschutz der Haut nicht zu schädigen. In speziellen Fällen können die erfindungsgemäßen topischen Medizinprodukte und Kosmetika und Kosmetika auch einen pH-Wert >7 aufweisen.
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Die erfindungsgemäßen topischen Medizinprodukte und Kosmetika und Kosmetika liegen vorzugsweise als Pulver, Festkörper, Granulate, Gele, Cremes, Salben, Lotionen, Tropfen, Sprays, Dosieraerosole Gurgellösungen, Lutschtabletten, Einläufe, Klistiere, und Beschichtungen auf und Bestandteile von Toilettenutensilien, textilen Geweben, Gesichtsmasken, Umschlägen, Binden, Tampons, Verbandsmull, Pflastern, medizinischen Geräten und Releasematerialien vor. Diese Aufzählung ist nur beispielhaft und nicht abschließend und es kommen, insbesondere für spezielle Anwendungen, noch andere Darreichungsformen in Betracht.
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Die erfindungsgemäßen topischen Medizinprodukte und Kosmetika und Kosmetika werden vorzugsweise nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt. Dabei werden mindestens einen Typ von Partikeln A mit mindestens einem Typ der Partikel B und/oder mindestens einem Typ der Partikel C miteinander vermischt und die resultierende Mischung homogenisiert. Anschließend wird die resultierende homogenisierte Mischung (AB), (AC) oder (ABC) vorzugsweise zu Pulvern, Festkörpern, Granulaten, Gelen, Cremes, Salben, Lotionen, Tropfen, Sprays, Dosieraerosolen, Gurgellösungen, Lutschtabletten Einläufen, Klistieren, Zäpfchen oder Schäumen verarbeitet und/oder auf und/oder in textile Gewebe, Gesichtsmasken, Verbandsmull, Umschläge, Binden, Tampons, Pflaster, medizinische Geräte und/oder Releasematerialien appliziert.
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In einer bevorzugten Ausführungsform werden mindestens einen Typ von Partikeln A mit mindestens einem Typ von Partikeln B und/oder mindestens einem Typ von Partikeln C, mindestens einem Polyoxometallat (POM) und/oder mindestens einem Inhaltsstoff D miteinander vermischt und die resultierende Mischung (ABC), (ABD), (AB POM), (ACD), (AC POM), (AD POM), (ABCD), (ABC POM) oder (ABCD POM) homogenisiert, wonach die homogenisierte Mischung, wie vorstehend beschrieben, verarbeitet wird.
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Wenn nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wässrige erfindungsgemäße topische Medizinprodukte und Kosmetika hergestellt werden, erweist es sich als Vorteil, wenn kohlendioxidhaltiges Wasser verwendet wird, weil dadurch die Kohlenstoffpartikel A besser benetzt werden. Das Kohlendioxid kann dabei im Wasser gelöst vorliegen, wobei gegebenenfalls bei Überdruck gearbeitet wird, oder durch das Wasser hindurch geblasen oder geperlt wird.
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Für das erfindungsgemäße Verfahren werden die üblichen und bekannten Anlagen, Aggregate, Apparaturen, Dosiertechniken und Messtechniken verwendet, wie sie auf den Gebieten der Herstellung von Kosmetika, Pflegeprodukten, Pharmazeutika und medizinischen Hilfsmitteln und Geräten üblicherweise verwendet werden.
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Die erfindungsgemäßen topischen Medizinprodukte und Kosmetika sind vielseitig verwendbar. So können sie als Kosmetika, Pflegeprodukte und Produkte für Saunen und Dampfbäder und zur Pflege von Haut, insbesondere von Überlappungen an Brust, Bauch und Leiste, Schleimhäuten, Augen, Ohren, Mund, Lippen, Fingernägel, Zehennägel, Hornhaut, Warzen und Narben, bei Ausscheidungen von Noxen, Drogen, Toxinen, Medikamenten, Säuren, Basen und Geruchsstoffe über die Haut, bei Läsionen, Juckreiz, Intertrigo, Brennen, Infektionen und Rötungen, bei der Krebstherapie, Chemotherapie, Chondrokalzinose, Hautkrankheiten wie: Schuppenflechte, Neurodermitis, Akne, Ekzeme, atrophische Ekzeme, Warzen, Rosacea, Herpes, Gürtelrose, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken, Hand-Mund-Fuß-Krankheiten, Hand- und Fuß-Syndrom, zum vorbeugenden Schutz, zur Unterstützung von Heilungsprozessen bei bestehenden Infektionen, Wunden oder Verbrennungen, in der dekorativen Kosmetik, in der kosmetischen Gesichtspflege, in der Haarpflege und in der Körperpflege von Mensch und Tier verwendet werden
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Vorzugsweise werden die erfindungsgemäßen Meizinprodukte in der Darreichungsform von Pulvern, Festkörpern, Granulaten, Gelen, Cremes, Salben, Lotionen, Tropfen, Sprays, Dosieraerosolen, Gurgellösungen, Lutschtabletten, Einläufen, Klistieren, Zäpfchen, Schäumen und Releasematerialien sowie Beschichtungen auf textilen Geweben, Gesichtsmasken, Umschlägen, Binden, Tampons, Verbandsmull, Pflastern, Toilettenutensilien und medizinischne Geräten angewandt. Auch hier ist diese Aufzählung nicht abschließend, sondern beispielhaft. Es können, insbesondere in speziellen Fällen, auch noch andere Produktformen verwendet werden.
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Beispielsweise können die erfindungsgemäßen Medizinprodukte und Kosmetika in der jeweils geeigneten Darreichungsform
- • zur Hygiene
- • zur Desinfektion
- • bei Infektionsgefahr
- • bei Pilzinfektion, auch im Genitalbereich
- • bei Bindehautentzündungen
- • beim Gerstenkorn
- • bei trockenen Augen
- • bei Hautausschlag
- • bei Juckreiz, wie z.B. Neurodermitis, Schuppenflächte, Gürtelrose usw.
- • zur Geruchsbeseitigung (wie bspw. Schweiß)
- • zur Belebung der Haut
- • zur Beruhigung der Haut
- • zur Kühlung der Haut
- • bei geröteter, juckender, brennender oder geschwollener Haut
- • bei rissiger, spröder Haut (Schrunden)
- • zum Infektionsschutz vor Bakterien, Viren, Pilzen etc
- • nach jeder Rasur
- • nach Insektenstichen
- • vorbeugend
- • zur Unterstützung des Heilungsprozesses bei bestehenden Infektionen, Wunden oder Verbrennungen
- • für Schleimhäute, Augen, Ohren und Mund
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Als medizinische Kosmetik
-
- • als Abdeckprodukte
- • als Augen-Make-up-Produkte (sonstige)
- • als Eyeliner
- • als Kajalstift
- • als Körperfarben
- • als Lidschatten
- • als Lippen-Make-up-Produkte (sonstige)
- • als Lippenstift-Versiegelung
- • als Lippenstifte
- • als Make-up
- • als Make-up-Entferner
- • als Nagel-Bleichmittel
- • als Nagelhaut-Pflege/-Entferner
- • als Nagelhärter
- • als Nagelkleber-Entferner
- • als Nagellack-Entferner
- • als Nagellack-Verdünner
- • als Nagellacke/Nagel-Make-up
- • als Nagelmodelliermittel
- • als Wimperntusche
- • als After- und Pre-Shave-Produkte
- • als Augenpflegeprodukte
- • als Gesichtsmasken
- • als Gesichtspflegeprodukte
- • als Lippenpflegeprodukte
- • als Peeling-Produkte (chemisch)
- • als Peeling-Produkte (mechanisch)
- • als Peeling-Produkte (enzymatisch)
- • als Rasiermittel (Nass- und Trockenrasur)
- • als Rinse-off Produkte
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Zur medizinischen Haarpflege
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- • als Antischuppen-Produkte
- • als Bleichmittel für Körperbehaarung
- • als Dauerwell-Produkte
- • als Haarbleich-/Entfärbungsmittel
- • als Haarfarben (nicht oxidativ)
- • als Haarfarben (oxidativ)
- • als Haarfestiger (Pflege)
- • als Haarfestiger (Styling)
- • Haarglättungsmittel
- • als Haarreinigungs- und Haarpflege-Produkte (sonstige)
- • als Haarstyling-Produkte (sonstige)
- • als Produkte gegen Haarausfall
- • als Produkte zur Pflege von Kopfhaut und Haarwurzeln
- • als Shampoos
- • als Sonnenschutzprodukte für das Haar
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Zur medizinischen Körperpflege
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- • als Antitranspirantien
- • als Bade- und Duschprodukte, wie unteranderem ein Moorbad
- • als Bleichmitel für Körperbehaarung
- • als Depilations-Produkte
- • als Desodorantien (Deodorants)
- • als Duftprodukte (sonstige)
- • als Epilations-Produkte
- • als Fußpflegeprodukte
- • als Handpflegeprodukte
- • als Hautbleichmittel
- • als Hautpflegeprodukte (sonstige)
- • als Hautreinigungsprodukte (sonstige)
- • als Intimpflegeprodukte
- • als Körperpflegeprodukte
- • als Nagelpflegeprodukte
- • als Parfüms und Duftwässer
- • als Peeling-Produkte (chemisch)
- • als Peeling-Produkte (mechanisch)
- • als Pre- und Aftersun-Produkte
- • als Rasiermittel (Nass- und Trockenrasur)
- • als Seifen und Syndets
- • als Selbstbräunungsmittel
- • als Massageöl
- • als Alternativprodukt zu Parfum
- • als Selbstbräunungsmittel
- • als Sonnenschutz-Produkte
- • als Sonnenschutzprodukte für das Haar
-
Zur medizinischen Zahn- und Mundpflege
-
- • Mundsprays
- • Mundwässer
- • Zahn-Bleichmittel
- • Zahncremes verwendet werden.
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Ein weiteres erfindungsgemäßes Anwendungsgebiet sind Anwendungen bei Hautproblemen wie durch Radikale ausgelöstem oxidativem Stress. Des Weiteren können verschiedene Cremes hergestellt werden, die am Tag, beispielsweise mit einem UV-Filter und zur Nacht mit Lipiden, angereichert werden. Außerdem kann ein Regenerationsbalsam hergestellt werden. Es kann außerdem eine Schleimhautpflege und/oder ein Kopfhautvlies hergestellt werden. Besonders bevorzugt werden Saunacremes verwendet. Des Weiteren werden besonders Cremes bevorzugt, die bei der Chemotherapie eingesetzt werden können. Des Weiteren lösen die erfindungsgemäßen Produkte keine Allergien aus und können sogar bestehende Allergien reduzieren. Außerdem kann die Haut durch die erfindungsgemäßen Produkte verjüngt bzw. der Alterungsprozess der Haut verlangsamt werden.
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Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen näher erläutert. Die Beispiele sind nicht einschränkend, sondern sollen die Ausführbarkeit der Erfindung glaubhaft machen.
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Beispiele
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Beispiel 1
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Herstellung und Anwendung einer medizinischen Salbe zur Absorption und/oder Zersetzung von Chemotherapeutika, die über die Haut abgeschieden werden
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Es wird eine Salbe zur onkologischen Anwendung hergestellt, indem man
- - 48,54 Gewichtsteile von unter Stickstoff bei 25 °C mechanochemisch vorbehandelte, laut Röntgenemissionsspektroskopie schwermetallfreie sowie von persistenten organischen Schadstoffen (POP), polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), faserförmigen Anteilen und Meso- und Makroporen freie Aktivkohlepartikel A eines Kohlenstoffgehalts von 99,1 Mol-% und einer elektronenmikroskopisch ermittelten Teilchengröße im Bereich von 300 nm bis 800 nm,
- - 0,5 Gewichtsteile Dikaliumhydrogenphosphat als Puffer D und
- - 0,05 Gewichtsteile Simethicone® E900 Schauminhibitor D
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in 52,45 Gewichtsteilen Wasser D unter sterilen Bedingungen und Durchperlen von Kohlendioxid dispergiert. Die resultierende pastöse medizinische Salbe wird unter leichtem Rühren und Unterdruck entgast und in sterile Spender abgefüllt.
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Bei Krebspatienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen müssen, gelangen sehr starke Medikamente in den Körper. Diese Medikamente und ihre Metaboliten werden zum Teil wieder ausgeschieden. Dies geschieht unter anderem über die Haut. Dies bedeutet, dass nicht nur die Haut der Krebspatienten, sondern auch ihre Umgebung und das Pflegepersonal geschädigt werden.
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Die Haut von Krebspatienten, die mit jeweils mindestens einem der folgenden Chemotherapeutika behandelt wurden:
- Chemotherapeutika auf der Basis von Platin:
- Alkylierende Chemotherapeutika auf der Basis von Senfgas:
- Nitrosoharnstoffderivate:
- Antimetabolite:
- Purinanaloge Metabolite
- Pyrimidinanaloge Antimetabolite:
- Fluorouracil (5-FU)
- Gemcitabin
- Hormonale antineoplastische Verbindungen:
- Goselerin
- Leuprolid
- Temoxifen
- Natürliche antineoplastische Verbindungen:
- Taxane
- Doclitaxel
- Paclitaxel
- Leukine:
- Aldesleukin
- Interleukin-2
- Etoposid (VP-16)
- auch Interferon alfa
- Tretinoin (ATRA)
- Antibiotische natürliche neoplastische Verbindungen:
- Bleomycin
- Dactinomycin
- Daunarubicin
- Doxorubicin
- Mitomycin
- Vinca alkaloid natural antineoplasics:
- Weitere Medikamente:
- Daunarubicin HCl
- Docetaxel
- Doxorubicin HCl
- Epoetin alpha
- Ganciclovir Natrium
- Gentamicinsulfat
- Interferon alpha
- Leuprolidacetat
- Meperidin HCl (Phetidin)
- Methadon HCl
- Ranitidin HCl
- Vinblastinsulfat
- Zidovudin (AZT)
- Fluorouracil + Epinephrin + Bovinecollagen.
wird mit der medizinischen Salbe behandelt. Nach einer Einwirkung der Salbe von jeweils 10 Stunden wird sie abgewaschen. Es zeigt sich, dass die Haut der Krebspatienten nicht gereizt oder geschädigt ist und dass keine Medikamente und Metaboliten mehr auf der Haut nachgewiesen werden können.
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Vergleichsversuch V1
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Versuch der Herstellung einer medizinischen Salbe zur Absorption und/oder Zersetzung von Chemotherapeutika, die über die Haut abgeschieden werden
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Es wird versucht, das Herstellverfahren von Beispiel 1 mit Aktivkohle CI 77266 (Carbon Black) anstelle der Aktivkohlepartikel A zu wiederholen. Es wird jedoch keine stabile medizinische Salbe erhalten, weil Carbon Black zum Teil aufschwimmt und sich zum Teil absetzt.
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Vergleichsversuch V2
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Versuch der Herstellung einer medizinischen Salbe zur Absorption und/oder Zersetzung von Chemotherapeutika, die über die Haut abgeschieden werden
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Es wird versucht, das Herstellverfahren von Beispiel 1 mit den aus der deutschen Patentanmeldung
DE 10 2017 010 930 A1 und der korrespondierenden internationalen Patentanmeldung
WO 2019/101357 A1 bekannten Kohlenstoffpartikeln einer mittleren Teilchengröße dso = 650 ± 200 nm anstelle der Aktivkohlepartikel A zu wiederholen. Es zeigt sich, dass sich im Gegensatz zu dem Vergleichsversuch V1 zunächst eine homogene Paste bildet, die sich aber nach längerer Lagerung teilweise entmischt.
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Beispiel 2
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Die Herstellung und Anwendung einer medizinischen Saunapaste zur Entschlackung des Körpers
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Zur Herstellung der medizinischen Saunapaste werden zunächst
- - 200 Gewichtsteile von unter Argon bei 10°C mechanochemisch vorbehandelte, laut Röntgenemissionsspektroskopie schwermetallfreie sowie von persistenten organischen Schadstoffen (POP), polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), faserförmigen Anteilen und Meso- und Makroporen freie Aktivkohlepartikel A eines Kohlenstoffgehalts von 99,1 Mol-% und einer elektronenmikroskopisch ermittelten Teilchengröße im Bereich von 350 nm bis 750 nm,
- - 50 Gewichtsteile von Himalayasalz D einer mittleren Teilchengröße d50 von 100 µm und
- - 20 Gewichtsteile Bienenwachs B einer mittleren Teilchengröße von 100 µm
unter sterilen Bedingungen in einem Pulvermischer vermischt.
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Es wird unter sterilen Bedingungen eine Wasser-in-Öl-Emulsion aus
- - 300 Gewichtsteilen Eucerit B,
- - 300 Gewichtsteile Bienenwachs B einer mittleren Teilchengröße von 100 µm und
- - 100 Gewichtsteile Wasser D
hergestellt. Die Emulsion ist in der Lage größere Mengen an Wasser aufzunehmen.
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Das Pulver wird nun in die Wasser-in-ÖI-Emulsion eingearbeitet, sodass es darin gleichmäßig dispergiert ist.
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Zur Anwendung wird die Saunapaste vor, während und/oder nach einem Saunagang in die trockene oder schweißnasse Haut einmassiert und während der Ruhephase auf die Haut einwirken gelassen. Die Paste nimmt den Schweiß und anderer Abscheidungsprodukte des Körpers rasch auf. Vor dem nächsten Saunagang kann die Saunapaste abgewaschen werden. Der Vorgang kann während eines Saunabesuchs mehrfach wiederholt werden und bewirkt eine nachhaltige Entschlackung des Körpers, und die Haut wirkt verjüngt und faltenfreier und ist geruchsneutralisiert.
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Beispiel 3
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Die Herstellung und Anwendung einer medizinischen Peelingpaste
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Zur Herstellung der medizinischen Peelingpaste werden
- - 100 Gewichtsteile von unter Stickstoff bei 0 °C mechanochemisch vorbehandelte, laut Röntgenemissionsspektroskopie schwermetallfreie sowie von persistenten organischen Schadstoffen (POP), polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), faserförmigen Anteilen und Meso- und Makroporen freie Aktivkohlepartikel A eines Kohlenstoffgehalts von 99,2 Mol-% und einer elektronenmikroskopisch ermittelten Teilchengröße im Bereich von 320 nm bis 810 nm,
- - 50 Gewichtsteile von Himalayasalz D einer mittleren Teilchengröße d50 von 100 µm
- - 50 Gewichtsteile Koridonkristalle einer mittleren Teilchengröße d50 von 50 µm
unter sterilen Bedingungen in einem Pulvermischer vermischt.
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Es wird unter sterilen Bedingungen eine Wasser-in-Öl-Emulsion aus
- - 50 Gewichtsteilen Eucerit B,
- - 50 Gewichtsteile Bienenwachs B einer mittleren Teilchengröße von 100 µm und
- - 20 Gewichtsteile Wasser D
hergestellt. Die Emulsion war in der Lage größere Mengen an Wasser aufzunehmen.
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Das Pulver wird nun in die Wasser-in-Öl-Emulsion eingearbeitet, sodass es darin gleichmäßig dispergiert ist.
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Die resultierende Peelingpaste wird in die Gesichtshaut und in das Dekolleté einmassiert und während 30 Minuten einwirken gelassen. Anschließend wird die Peelingpaste mit einer lauwarmen Reinigungslösung abgewaschen. Der wohltuende Effekt des Peelings war deutlich sichtbar. Die Haut wirkte nach dem Peeling frischer und glatter. Die Partikel A bewirkten außerdem eine rasche Aufnahme von Abfallprodukten der Haut.
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Beispiel 4
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Die Herstellung und die Anwendung einer fettfreien medizinischen Feuchtigkeits- und Reinigungscreme
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Es wird eine fettfreie Feuchtigkeits- und Reinigungscreme hergestellt, indem man
- - 10 Gewichtsteile von unter Argon bei 25 °C mechanochemisch vorbehandelte, laut Röntgenemissionsspektroskopie schwermetallfreie sowie von persistenten organischen Schadstoffen (POP), polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), faserförmigen Anteilen und Meso- und Makroporen freie Aktivkohlepartikel A eines Kohlenstoffgehalts von 99,3 Mol-% und einer elektronenmikroskopisch ermittelten Teilchengröße im Bereich von 400 nm bis 900 nm,
- - 10 Gewichtsteile nanokristalliner Cellulose (CNC) C einer mittleren Teilchengröße d50 von 650 ± 100 nm,
- - 5 Gewichtsteile beta-Glucan D und
- - 10 Gewichtsteile Harnstoff D
in 150 Gewichtsteilen Wasser D dispergiert. Dabei bildet sich ein leicht zu verreibendes Gel.
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Das Gel wird rasch von der Haut aufgenommen und hält die Haut nachhaltig feucht. Die Partikel A bewirken wegen ihrer geringen Dosierung keine Verfärbung der Haut.
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Beispiel 5
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Die Herstellung eines medizinischen Duschgels zur Reinigung und Regenerierung von belasteter Haut
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Bekanntermaßen ist bei starken Rauchern die Haut schlecht durchblutet und wirkt daher grau. Außerdem ist die Haut durch Ausscheidungsprodukte, die auf den Rauch zurückzuführen sind, verunreinigt.
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Zur Reinigung und besseren Durchblutung der Haut wird daher ein Duschgel aus
- - 30 Gewichtsteilen von unter Argon bei 25°C mechanochemisch vorbehandelten, laut Röntgenemissionsspektroskopie schwermetallfreien sowie von persistenten organischen Schadstoffen (POP), polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), faserförmigen Anteilen und Meso- und Makroporen freien Aktivkohlepartikeln A eines Kohlenstoffgehalts von 99,3 Mol-% und einer elektronenmikroskopisch ermittelten Teilchengröße im Bereich von 400 nm bis 900 nm,
- - 10 Gewichtsteilen nanokristalliner Cellulose (CNC) C einer mittleren Teilchengröße d50 von 650 ± 100 nm,
- - 5 Gewichtsteilen beta-Glucan D und
- - 10 Gewichtsteilen Harnstoff D,
- - 40 Gewichtsteilen Cerabellina B einer mittleren Teilchengröße d50 von 50 µm,
- - 40 Gewichtsteilen Eucerit B,
- - 0,5 Gewichtsteilen Pflanzenfarbstoffen und Farbpigmenten D,
- - 0,5 Gewichtsteilen natürlicher Duftstoffen D
- - 10 Gewichtsteilen Bentonit D,
- - 0,5 Gewichtsteilen eines Gemischs aus verschiedenen Vitaminen und Spurenelementen und
- - 250 Gewichtsteilen Wasser
hergestellt. Die Aktivkohlepartikel A bewirken eine rasche Aufnahme und den Abtransport von Schadstoffen aus der Haut. Die Nanocellulose besitzt zusammen mit Cerabellina und Eucerit eine grenzflächenaktive Wirkung, sodass sich bei der Anwendung ein Schaum bildet. Das hautgängige beta-Glucan und die Vitamine und Spurenelemente tragen zur Ernährung und Regeneration der Haut bei. Cerabellina und Eucerit haben eine einfettende Wirkung. Die Pflanzenfarbstoffe und Farbpigmente dienten der Tönung der Haut. Die Bentonit-Partikel haben einen Peeling-Effekt. Die Duftstoffe überdecken nachhaltig den typischen Rauchergeruch und der Harnstoff hält die Haut länger feucht.
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Beispiel 6
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Die Herstellung eines medizinischen Schutzproduktes für das Pflegepersonal, welches mit Chemotherapeutika in Berührung kommt.
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Die Reinigungs-/Schutzpaste dient dem Schutz der Haut vor Chemikalien wie Chemotherapeutika, um sie zu absorbieren, so dass sie die Hautbarriere nicht durchdringen können.
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Es wird eine pastöse Salbe als Schutzfilm hergestellt, indem man
- - 30 Gewichtsteile von unter Argon bei 25 °C mechanochemisch vorbehandelte, laut Röntgenemissionsspektroskopie schwermetallfreie sowie von persistenten organischen Schadstoffen (POP), polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), faserförmigen Anteilen und Meso- und Makroporen freie Aktivkohlepartikel A eines Kohlenstoffgehalts von 99,3 Mol-% und einer elektronenmikroskopisch ermittelten Teilchengröße im Bereich von 400 nm bis 900 nm,
- - 50 Gewichtsteile von Bienenwachspartikeln D einer mittleren Teilchengröße d50 von 200 µm,
- - 2 Gewichtsteile nanokristalliner Cellulose (CNC) C einer mittleren Teilchengröße d50 von 650 ± 100 nm,
- - 5 Gewichtsteile Bentonit D einer mittleren Teilchengröße d50 vo 700 ± 50 nm,
- - 0,5 Gewichtsteile Dikaliumhydrogenphosphat als Puffer D und
- - 0,05 Gewichtsteile Simethicone® E900 Schauminhibitor D
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in 40,45 Gewichtsteilen Wasser D unter sterilen Bedingungen und Durchperlen von Kohlendioxid dispergiert. Die resultierende pastöse Salbe wird unter leichtem Rühren und Unterdruck entgast und in sterile Spender abgefüllt.
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Bei Krebspatienten, die sich wie in Beispiel 1 beschrieben einer Chemotherapie unterziehen müssen, gelangen sehr starke Medikamente in den Körper. Diese Medikamente und ihre Metaboliten werden zum Teil wieder ausgeschieden. Dies geschieht unter anderem über die Haut. Dies bedeutet, dass auch die Umgebung der Krebspatienten und speziell das Pflegepersonal bei Kontakt geschädigt werden. Vor und/oder während der therapeutischen Intervention und während der Pflege der Patienten werden die Hände des Pflegepersonals mit der Salbe behandelt. Die Salbe bildet einen Schutzfilm, der Medikamente und Metaboliten absorbiert. Nach der Pflege und/oder bei Unterbrechung der Pflege wird sie abgewaschen. Es zeigt sich, dass die Haut des Pflegepersonals nicht gereizt oder geschädigt ist und dass sich keine Medikamente und Metaboliten mehr auf der Haut nachweisen lassen.
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Beispiel 7
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Bereitstellung und topische Anwendung einer medizinischen Salbe zur Unterstützung der Behandlung von Calcinosis Cutis.
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Calcinosis cutis bezeichnet Ablagerungen innerhalb der Haut, bestehend aus Calciumphosphat mit Bildung von Kalksalzkristallen. Die resultierenden Schwellungen können mit lokalen Entzündungen, Schmerzen und/oder Plaquedurchbrüchen einhergehen. Als Behandlung werden die Plaques chirurgisch entfernt.
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Zur Vermeidung von Entzündungen und gegen weitere Ablagerungen wird eine Salbe aus
- - 30 Gewichtsteilen von unter Argon bei 25°C mechanochemisch vorbehandelten, laut Röntgenemissionsspektroskopie schwermetallfreien sowie von persistenten organischen Schadstoffen (POP), polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), faserförmigen Anteilen und Meso- und Makroporen freien Aktivkohlepartikeln A eines Kohlenstoffgehalts von 99,2 Mol-% und einer elektronenmikroskopisch ermittelten Teilchengröße im Bereich von 400 nm bis 900 nm,
- - 50 Gewichtsteilen von Bienenwachspartikeln D einer mittleren Teilchengröße d50 von 200 µm,
- - 2 Gewichtsteilen nanokristalliner Cellulose (CNC) C einer mittleren Teilchengröße d50 von 650 ± 100 nm,
- - 0,5 Gewichtsteilen Dikaliumhydrogenphosphat als Puffer D,
- - 0,05 Gewichtsteilen Simethicone® E900 Schauminhibitor D,
- - 10 Gewichtsteilen Hexahydroxycyclohexanhexaphosphorsäureestersalz-Nanopartikel D (Natriumsalz der Phytinsäure) einer mittleren Teilchengröße von 650 ± 150 nm und
- - 1 Gewichtsteil Polyethylenglykol (PEG) zur Öffnung der Hautporen
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in 40,0 Gewichtsteilen Wasser D unter sterilen Bedingungen und Durchperlen von Kohlendioxid dispergiert. Die resultierende pastöse Salbe wird unter leichtem Rühren und Unterdruck entgast und in sterile Spender abgefüllt.
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Die Salbe wird bei Patienten mit Calcinosis cutis auf und um betroffene Stellen aufgetragen und verhindert wirksam Entzündungen und weitere Ablagerungen in der Haut.
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Beispiel 8
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Die Herstellung und Anwendung einer medizinischen Lotion zur Pflege der Kopfhaut und Haarwurzeln
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Zur Pflege der Kopfhaut und Haarwurzeln wird eine wässrige Lotion aus
- - 150 Gewichtsteilen von unter Stickstoff bei 25°C mechanochemisch vorbehandelten, laut Röntgenemissionsspektroskopie schwermetallfreien sowie von persistenten organischen Schadstoffen (POP), polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), faserförmigen Anteilen und Meso- und Makroporen freien Aktivkohlepartikeln A eines Kohlenstoffgehalts von 99,4 Mol-% und einer elektronenmikroskopisch ermittelten Teilchengröße im Bereich von 400 nm bis 900 nm,
- - 10 Gewichtsteilen von Cerabellina B einer mittleren Teilchengröße d50 von 200 µm,
- - 1 Gewichtsteil nanokristalliner Cellulose (CNC) C einer mittleren Teilchengröße d50 von 650 ± 100 nm,
- - 15 Gewichtsteilen Ethanol D,
- - 5 Gewichtsteilen Panethol,
- - 0,5 Gewichtsteile Cinnamomum Zeylanicum Leaf Oil,
- - 0,1 Gewichtsteile Polyethylenglykol (PEG) und
- - 100 Gewichtsteilen Wasser
unter sterilen Bedingungen hergestellt und in Flaschen abgefüllt. Zur Anwendung wird die medizinische Lotion in die behaarte Kopfhaut einmassiert und 15 Minuten lang einwirken gelassen. Danach wird die Lotion mit lauwarmem Wasser abgespült. Die Behandlung wird während einer Woche einmal täglich wiederholt. Dadurch wird die Behaarung sichtbar dichter, weil auch kleinere Härchen durch den Reinigungseffekt wieder stärker wachsen und noch funktionsfähige Haarwuchsfollikel wieder zum Haarwachstum angeregt werden.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 202014010286 U1 [0010, 0076]
- DE 102017010930 A1 [0011, 0095]
- WO 2019/101357 A1 [0011, 0095]
- US 2012/0258150 A1 [0048, 0076]
- US 2013/0259913 A1 [0048]
- US 2014/0026916 A1 [0050]
- US 2010/0278882 A1 [0051]
- EP 0563876 A2 [0052]
- DE 102012214622 A1 [0076]
- EP 1235546 B1 [0076]