-
Die Erfindung betrifft eine Dachstruktur für ein Dach eines Kraftwagens gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
-
Typische Konflikte bei Kraftwagen, insbesondere Personenkraftwagen, welche wenigstens teilautonom betreibbar sind, sind beispielsweise eine zu geringe Fahrzeughöhe und somit eine zu geringe Innenraumhöhe, welche aus Effizienzgründen jedoch meist begrenz gehalten wird. Um die geringe Fahrzeughöhe zu kompensieren, wird nach einer Lösung für ein besseres Raumgefühl der Insassen gesucht. Hierbei wird der obere Dachrahmen so ausgebildet, dass Scheiben vergrößert werden bis in den Bereich des Daches und auf einer Höhe einer B-Säule, sodass die Insassen einen größeren Blickwinkel nach außen in di Umgebung des Kraftwagens haben.
-
Aus der
DE 101 58 742 A1 ist eine Rahmenstruktur eines Fahrzeugdaches bekannt, die nach dem Anbringen an einem fahrzeugfesten Dachrahmen eine in einem Fahrzeugdach gebildete Dachöffnung zur Aufnahme eines die Dachöffnung verschließenden Deckels begrenzt. Weiterhin weist die Rahmenstruktur einen zur Dachfläche im wesentlichen rechtwinklig umgebogenen umlaufenden Dichtflansch zum Abdichten des Deckels auf, wobei die Rahmenstruktur zumindest zwei Rahmenteile aufweist, die die Dachöffnung begrenzen und die derart geformt und miteinander verbunden sind, dass ihre einander angrenzenden Dichtflansche Übergänge mit frei festlegbaren Winkeln bilden.
-
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Dachstruktur der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass Fenster im Bereich des Daches montierbar sind.
-
Diese Aufgabe wird durch eine Dachstruktur mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind in den übrigen Ansprüchen angegeben.
-
Eine erfindungsgemäße Dachstruktur für ein Dach eines Kraftwagens weist zwei an einem jeweiligen seitlichem Begrenzungsbereich des Daches angeordnete Dachlängsträger auf. Diese Dachlängsträger erstrecken sich im Wesentlichen in Fahrzeuglängsrichtung und verbinden jeweilig mindestens eine jeweilige vordere Rohbausäule mit einer jeweiligen hinteren seitlichen Rohbausäule miteinander, wodurch eine seitliche Dachstruktur gebildet wird. Alternativ bilden die jeweiligen Dachlängsträger jeweilige hintere seitliche Rohbausäulen in einem jeweiligen dortigen hinteren Bereich. In anderen Worten stellen die jeweiligen Dachlängsträger im jeweiligen hinteren Bereich selber die hinteren seitlichen Rohbausäulen dar. Zudem weist die Dachstruktur einen hinteren Dachquerträger auf, welcher quer zur Fahrzeuglängsrichtung, entsprechend in Fahrzeugquerrichtung, die beiden Dachlängsträger verbindet. Somit bilden insbesondere die hinteren und seitlichen Rohbausäulen, die Dachlängsträger und der Dachquerträger die Dachstruktur des Daches des Kraftwagens.
-
Um eine Dachstruktur derart weiterzuentwickeln, dass Fenster in einem Bereich des Daches montierbar sind, ist es erfindungsgemäß vorgesehen, dass in einem in Fahrzeuglängsrichtung gesehen vorderen Bereich des Daches zwei Querholme vorgesehen sind. Diese erstrecken sich von einer jeweiligen Anbindung an der jeweiligen vorderen Rohbausäule und/oder an den jeweiligen Dachlängsträger jeweils bis zu einer gemeinsamen Verbindungsstelle in einem im Wesentlichen ersten mittleren Bereich des Daches. Hierbei liegt die Verbindungsstelle in Fahrzeuglängsrichtung hinter der jeweiligen Anbindung, sodass die beiden Querholme in einem vorgegebenen Winkel zueinander angeordnet und an der Verbindungsstelle mit einem Mittelholm verbunden sind. Dieser Mittelholm erstreckt sich von der Verbindungsstelle bis zu einem im Wesentlichen zweiten mittleren Bereich des hinteren Dachquerträgers. In anderen Worten bilden die zwei Querholme, welche in einem Winkel zueinander gebildet sind, mit dem Mittelholm eine Y-förmige Struktur, wobei der Mittelholm in einem mittleren Bereich des Dachquerträgers mit diesem verbunden ist. Somit wird der gesamte vordere Dachrahmen beziehungsweise die Dachstruktur des Daches in einer Y-Form dargestellt, um die Sicht und das Raumgefühl des Fahrers beziehungsweise der Insassen deutlich angenehmer zu gestalten. Besonders vorteilhaft daran ist eine deutlich bessere Fahrersicht nach vorne oben durch weiter hinten liegende Dachspriegel. Zudem ist eine deutlich bessere Kopffreiheit für den Fahrer beziehungsweise für die Insassen und im Fondbereich gegeben. Weiterhin sind eine bessere Sicht und ein besseres Raumgefühl vom Fondsitzplatz aus nach außen, durch einen fehlenden Mittelspriegel, möglich.
-
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass ein Antennen-/Technikmodul im Mittelholm integriert ist. Hierfür weist beispielsweise der Mittelholm ein Gehäuse auf, in welchem das Antennen-/Technikmodul eingebaut ist, wodurch das Design des Daches des Kraftwagens nicht beeinträchtigt wird, aber die Funktion beziehungsweise die funktionalen Merkmale des Antennen-/Technikmoduls anwendbar sind.
-
In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass die zwei Dachlängsträger jeweilig als ein jeweiliger Seitenbereich einer jeweiligen Seitenwand des Kraftwagens ausgebildet sind, wodurch die Angrenzung zwischen Seitenwand und Dachbereich durch die Dachlängsträger dargestellt wird. Dies ist insbesondere platzsparend und ermöglicht eine optimale Nutzung des Innenraums.
-
Weiterhin vorteilhaft ist eine Ausgestaltung der Erfindung, in welcher der vorgegebene Winkel als stumpfer Winkel oder spitzer Winkel und somit kleiner 180° vorgegeben ist. Vorgabe des Erstausrüsters ist hierbei eine Vergrößerung des vorderen Blickwinkels des Fahrers beziehungsweise der Insassen in Fahrzeuglängsrichtung nach vorne beziehungsweise in Fahrzeughochrichtung nach oben einstellbar.
-
Schließlich ist es in einer letzten vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass der Mittelholm, mit den jeweiligen Querholme, mit dem jeweiligen Dachlängsträger und mit dem hinteren Dachquerträger jeweilige Fensterbereiche bilden, in welche Fenstergläser anbringbar beziehungsweise montierbar sind. Somit sind zusätzlich zum höheren Blickwinkel des vorderen Bereichs zusätzlich noch Fenster im oberen Bereich des Fondbereichs anbringbar, welche insbesondere sowohl einen Blick in eine Umgebung in Fahrzeughochrichtung oberhalb des Kraftwagens ermöglichen als auch einen größeren Lichteinfall in den Innenraum und somit eine Erhöhung des Komforts der Insassen bereitstellen.
-
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in der Figur alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
-
Dabei zeigt die einzige 1 eine Perspektivansicht einer ersten Ausführungsform eines Kraftwagens und dessen Dach mit einer korrespondierenden Dachstruktur.
-
In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
-
Die einzige 1 zeigt eine Perspektivansicht einer ersten Ausführungsform eines Kraftwagens 10, wobei insbesondere ein Dach 12 mit einer Dachstruktur 14 dargestellt ist. Die Dachstruktur 14 weist zwei in einem jeweiligen seitlichen Begrenzungsbereich B1, B2 des Daches 12 angeordnete Dachlängsträger 16a, 16b auf. Hierbei sind die beiden Dachlängsträger 16a, 16b so dargestellt, dass sie sich in Fahrzeuglängsrichtung x erstrecken und mit den jeweiligen seitlichen Begrenzungsbereichen B1, B2 das Dach 12 seitlich begrenzen. Die Dachlängsträger 16a, 16b verbinden jeweilig eine jeweilige vordere Rohbausäule 18a, 18b mit einer jeweiligen hinteren seitlichen Rohbausäule 20a, 20b miteinander, wobei in der einzigen 1 die hinteren seitlichen Rohbausäulen 20a, 20b, die jeweiligen hinteren Bereiche C1, C2 bilden. Zudem weist die Dachstruktur 14 noch einen Dachquerträger 22 auf, der in Fahrzeugquerrichtung y beziehungsweise quer zur Fahrzeuglängsrichtung x die beiden Dachlängsträger 16a, 16b verbindet.
-
In einem in Fahrzeuglängsrichtung x vorderen Bereich A des Daches 12 sind zwei Querholme 24a, 24b dargestellt, welche sich von einer jeweiligen Anbindung 26a, 26b an der jeweiligen vorderen Rohbausäule 18a, 18b jeweils bis zu einer gemeinsamen Verbindungsstelle 28 in einem im Wesentlichen ersten mittleren Bereich D1 des Daches 12 erstrecken. Die Verbindungsstelle 28 liegt in Fahrzeuglängsrichtung x hinter den jeweiligen Anbindungen 26a, 26b, sodass die beiden Querholme 24a, 24b in einem vorgegebenen Winkel 30, insbesondere in einem Winkel 30 kleiner 180°, zueinander angeordnet sind. Die zwei Querholme 24a, 24b sind entsprechend an der Verbindungsstelle 28 mit dem Mittelholm 32 verbunden, wobei der Mittelholm 32 von der Verbindungsstelle 28 bis zu einem im Wesentlichen zweiten mittleren Bereich D2 des hinteren Dachquerträgers 22 erstreckt ist. Der Mittelholm 32, die jeweiligen Querholme 24a, 24b, die jeweiligen Dachlängsträger 16a, 16b und der hintere Dachquerträger 22 bilden nicht nur die Dachstruktur 14, sondern zudem jeweilige Fensterbereiche F1, F2, in welche Fenstergläser 38a, 38b anbringbar beziehungsweise montierbar sind. Weiterhin sind die beiden Dachlängsträger 16a, 16b jeweilig an einer jeweiligen Seitenwand 36a, 36b, insbesondere an jeweiligen Seitenbereichen E1, E2 der jeweiligen Seitenwand 36a, 36b ausgebildet.
-
Schließlich ist im Mittelholm 32 ein Antennen-/Technikmodul 34 integriert.
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-