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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung vorgesehen zur Evaluierung eines Sensors, wobei der Sensor zur Evaluierung in eine Komponente eines Kraftfahrzeuges gefasst ist, und wobei die Vorrichtung ein Anformungsmodul umfasst, welches derart gestaltet ist, dass es eine spezifische Anformung an die den Sensor fassende Komponente des Kraftfahrzeugs ausbildet, und das Anformungsmodul mit der den Sensor fassenden Komponente des Kraftfahrzeugs verbindbar ausgestaltet ist und die Vorrichtung ein Kopplungsmodul umfasst, welches derart gestaltet ist, dass es eine Kopplung der Vorrichtung an ein Trägerfahrzeug ausbildet. Weiterhin ist ein entsprechendes Verfahren zur Evaluierung des Sensors vorgesehen.
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Stand der Technik
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Die Evaluierung eines Sensors im automobilen Bereich umfasst eine Vielzahl an Analysen. Hierzu zählt bspw. auch die sog. Field-of-View Analyse. Die Field-of-View Analysen sind relevant sowohl für Ultraschallsensoren, Radarsensoren sowie Videosensoren. Diese Analysen können in der Regel nur exakt erfolgen, wenn der Sensor in die finale Komponente des Kraftfahrzeugs verbaut ist, bspw. in die Stoßstange eines Kraftfahrzeugs.
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Aus dem Stand der Technik sind zahlreiche Vorrichtungen zur Evaluierung des Field-of-View eines Sensors bekannt. Häufig wird aus Profilstangen (Bosch Rexroth Profile) eine Vorrichtung erstellt, an welche die zu untersuchende Fahrzeugkomponente mit dem verbauten Sensor fixiert wird. Aufgrund der unterschiedlichen Strukturen zwischen Vorrichtung und Fahrzeugkomponente ist zum Teil sogar eine Verschraubung beider Elemente nur schwierig möglich und es müssen Klebebänder zur Fixierung verwendet werden.
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Auch ist die Veränderung - oder auch Nachjustierung - einer einmal vorgenommenen Positionierung und Ausrichtung des Sensors in der Regel nicht ohne weiteres möglich - zumindest nicht ohne einen Neuaufbau der gesamten Konstruktion.
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Die Vorrichtung wird weiterhin regelmäßig an einem Trägerfahrzeug angebracht, um Evaluierungen vornehmen zu können. Bei einer dynamischen Anwendung, bspw. während einer Bewegung/Fahrt, können hierbei Probleme aufgrund der Instabilität der Konstruktion bzw. deren Verbindungen zu Tage treten. Dies hat einen Einfluss auf die Genauigkeit der Messungen und damit auf die Validität der Ergebnisse der Evaluierung.
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Durch den singulären Aufbau der gesamten Konstruktion ist es weiterhin nicht möglich in einer einfachen und schnellen Weise mehrere verschiedene Evaluierungssettings (verschiedene Stoßstangen mit zu evaluierenden Sensoren) am Trägerfahrzeugs anzubringen, bzw. auszutauschen und zu testen. Daher ist die Flexibilität der Evaluierungen eingeschränkt, bzw. mit einem höheren zeitlichen Aufwand verbunden.
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Offenbarung der Erfindung
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Vorteilhaft ermöglicht hingegen die erfindungsgemäße Vorrichtung eine kostengünstige Konstruktion, welche eine hohe Stabilität ermöglicht und damit die Qualität der Evaluierungsergebnisse verbessert. Ermöglicht wird dies gemäß der Erfindung durch die in den unabhängigen Patentansprüchen angegebenen Merkmale. Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand von Unteransprüchen.
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Erfindungsgemäß ist eine Vorrichtung vorgesehen zur Evaluierung eines Sensors, wobei der Sensor zur Evaluierung in eine Komponente eines Kraftfahrzeuges gefasst ist, und wobei die Vorrichtung ein Anformungsmodul umfasst, welches derart gestaltet ist, dass es eine spezifische Anformung an die den Sensor fassende Komponente des Kraftfahrzeugs ausbildet, und das Anformungsmodul mit der den Sensor fassenden Komponente des Kraftfahrzeugs verbindbar ausgestaltet ist und die Vorrichtung ein Kopplungsmodul umfasst, welches derart gestaltet ist, dass es eine Kopplung der Vorrichtung an ein Trägerfahrzeug ausbildet.
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Hierunter wird verstanden, dass die Vorrichtung ein erstes und ein zweites Modul aufweist.
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Das erste Modul ist ein Anformungsmodul. Das Anformungsmodul ist so ausgestaltet, dass dieses eine Anformung der Vorrichtung an die den Sensor fassende Komponente ermöglicht. Das Anformungsmodul ist bspw. ein Bereich der Vorrichtung, welcher an die den Sensor fassende Komponente des Kraftfahrzeugs (nachfolgend auch Stoßstange genannt) angeformt ist und mit dieser Komponente verbindbar ausgestaltet, bzw. lösbar verbunden ist. Das Anformungsmodul ist so ausgestaltet, dass es eine stabile Verbindung mit der Stoßstange ermöglicht, bspw. in dem es eine strukturelle Anformung an die Komponente ausbildet. Als Anformung kann bspw. die zumindest bereichsweise ausgebildete Darstellung einer Negativform der angeformten Komponente (d.h. der Stoßstange) verstanden werden. Veranschaulicht am Beispiel bedeutet dies, dass das Anformungsmodul mittels seiner Außenkontur die Innenstruktur der Stoßstange im Wesentlichen abbildet. Weiterhin ermöglicht das Anformungsmodul eine stabile Verbindung mit der Stoßstange bspw. darüber, dass es eine Vielzahl an strukturellen Verbindungsmöglichkeiten, bzw. Verschraubungen, zwischen beiden Elementen ermöglicht. Hierfür sind entsprechend verfügbare und entsprechend positionierte Strukturen und/oder Flächen vorgesehen, die eine stabile Verbindung ermöglichen. Bspw. eine Fläche die dafür geeignet ist eine Verbindung anzuschrauben oder zu befestigen. Das Anformungsmodul ermöglicht also eine Erhöhung der Stabilität der Stoßstange. Weiterhin verbessert es das Vibrationsverhalten der Stoßstange bei dynamischen Evaluierungen
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Das zweite Modul ist ein Kopplungsmodul. Das Kopplungsmodul ist so ausgestaltet, dass dieses eine Kopplung der Gesamtvorrichtung mit einem Trägerfahrzeug ermöglicht. Das Kopplungsmodul ist bspw. ein Bereich der Vorrichtung, welcher mit dem Trägerfahrzeug fest koppelbar ist, bzw. fest gekoppelt ist. Als Kopplung wird insbesondere eine lösbare Verbindung verstanden. Als feste Kopplung wird eine Verbindung ohne jegliche Freiheitsgrade verstanden.
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Weiterhin sind das Anformungsmodul und das Kopplungsmodul miteinander verbindbar ausgestaltet. D.h. es kann eine Wirkverbindung zwischen beiden Modulen erstellt werden. Eine Verbindung kann dabei direkt oder zumindest indirekt vorliegen. Eine indirekte Verbindung kann bspw. über ein weiteres Modul, bspw. ein Einstellmodul erfolgen, welches zwischen dem Anformungsmodul und dem Kopplungsmodul eingebracht ist. Das Einstellmodul kann ausgebildet sein, um eine einstellbare Verbindung zwischen dem Anformungsmodul und dem Kopplungsmodul zu ermöglichen, um bspw. eine Höhenbeziehung und/oder eine Winkelbeziehung zwischen den beiden Modulen einzustellen. Beim Vorliegen einer Kopplung der Kopplungsvorrichtung an das Trägerfahrzeug sowie einer Verbindung zwischen der Anformungsvorrichtung und der den Sensor fasssenden Komponente ist eine Verbindung zwischen dem Trägerfahrzeug und den Sensor fassenden Komponente ausgebildet.
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Wie bereits angedeutet, kann als sensorfassende Komponente des Kraftfahrzeugs insbesondere eine Stoßstange des Kraftfahrzeugs verstanden werden. Der Sensor wird zur Evaluierung fest in die Stoßstange positioniert. Eine feste Positionierung erlaubt keine Einstellungen Position und Ausrichtung in Bezug auf die Stoßstange, d.h. es kann nach einer Positionierung weder eine Höhenanpassung noch eine Winkelanpassung des Sensors in der Stoßstange vorgenommen werden. Als zu evaluierender Sensor wird insbesondere verstanden ein Ultraschallsensor und/oder ein Radarsensor und/oder ein Kamerasensor. Als Evaluierung des Sensors wird insbesondere verstanden eine Field-of-View Analyse.
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In einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung ein Einstellmodul umfasst, welches derart gestaltet ist, dass dieses eine Einstellmöglichkeit einer räumlichen Lage des Sensors ausbildet, wenn dieser zur Evaluierung in die Komponente des Kraftfahrzeuges gefasst ist.
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Hierunter wird verstanden, dass die Vorrichtung ein drittes Modul umfasst. Das dritte Modul ist ein Einstellungsmodul. Das Einstellmodul ist bspw. ein Bereich der Vorrichtung, welcher zwischen dem Anformungsmodul und dem Kopplungsmodul ausgebildet ist und mittels welchem eine räumliche und/oder geometrische Beziehung zwischen dem Anformungsmodul und dem Kopplungsmodul definiert und eingestellt werden kann. Das Einstellmodul ermöglicht dadurch bspw. eine Höheneinstellung und/oder Winkeleinstellung zwischen dem Anformungsmodul und dem Kopplungsmodul. In einer denkbaren Ausgestaltung ist das Einstellmodul lösbar mit dem Kopplungsmodul verbunden. In einer alternativen Ausgestaltung ist das Einstellmodul einteilig mit dem Kopplungsmodul ausgestaltet.
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Das Einstellmodul ist so ausgestaltet, dass dieses bspw. eine Einstellung der Position und/oder Orientierung des Sensors ermöglicht. Die Einstellung bezieht sich vorteilhaft auf die absolute Lage des Sensors, insb. dessen Höhe und Neigung. Die Einstellung kann sich auch auf die räumliche Beziehung des Sensors zur Umgebung des Trägerfahrzeugs beziehen. In einer alternativen Ausführung bezieht sich die Einstellung auf eine räumliche, bzw. geometrische Beziehung zwischen dem Trägerfahrzeug und dem Sensor. Ebenfalls kann sich die Einstellung auf eine räumliche, bzw. geometrische Beziehung zwischen dem Kopplungsmodul und der den Sensor fassenden Komponente beziehen.
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Als Einstellung ist dabei vorteilhaft eine initiale Definition oder eine variable Verstellung der räumlichen Lage, bzw. Höhe und/oder Neigung zu verstehen. Eine Einstellung kann insbesondere automatisiert vorgenommen werden. Zur Ausführung der Einstellung können weitere Daten und Informationen verwendet werden. Hierbei können bspw. Höhensensoren und/oder Differenzwegsensoren und/oder Winkelsensoren Verwendung finden.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist das Einstellmodul derart ausgestaltet, dass dieses eine unabhängige Einstellmöglichkeit der Höhenlage und der Winkellage des Sensors ermöglicht.
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In einer möglichen Ausgestaltung ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellmodul derart gestaltet ist, dass dieses eine Einstellmöglichkeit einer Höhenlage des Sensors ausbildet, wenn der Sensor zur Evaluierung in die Komponente des Kraftfahrzeuges gefasst ist.
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Hierunter wird verstanden, dass das Einstellmodul derart ausgestaltet ist, dass dieses bspw. die Einstellung einer Höhenbeziehung, d.h. einer horizontalen Relation, zwischen dem Anformungsmodul und dem Kopplungsmodul ermöglicht. Die Einstellmöglichkeit kann sich also sowohl auf die absolute Höhenlage des Sensors beziehen, als auch auf eine relative Höhenlage (Höhendifferenz) zu einem definierten Bezugspunkt.
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In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung der Höhenlage des Sensors die Vorrichtung einen Aktuator umfasst, wobei insbesondere der Aktuator mit zwei Elementen des Einstellmoduls verbunden ist, wobei die zwei Elemente mittels einer Gleitvorrichtung in einem Freiheitsgrad beweglich zueinander verbunden sind.
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In einer alternativen Ausführung ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung der Höhenlage des Sensors zumindest ein Element des Einstellmoduls baulich derart mit einem Element des Kopplungsmoduls und/oder des Anformungsmoduls verbunden ist, so dass alle räumlichen Freiheitsgrad zwischen diesen Elementen unterbunden sind mit Ausnahme einer Bewegungsmöglichkeit zur Einstellung der Höhenlage des Sensors.
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Hierunter wird verstanden, dass eine definierte Bewegungsfähigkeit zwischen einem Bereich des Einstellmoduls und bspw. einem Bereich des Kopplungsmoduls ausgebildet ist. Die Bewegungsfähigkeit ist derart definiert, dass eine Einstellung einer Höhenlage des Sensors ermöglicht wird. Insb. kann eine Bewegung in vertikaler Richtung erfolgen. Die ermöglichte Bewegungsfähigkeit bezieht sich weiterhin auf nur einen Freiheitsgrad, d.h. die Bewegungsfähigkeit ist ausschließlich auf die definierte Richtung begrenzt. Ermöglicht wird dies bspw. durch eine lineare Bewegung mittels eines Gleitens einer Komponente auf einer anderen. Alternativ oder zusätzlich ist die Bewegungsfähigkeit zwischen dem Einstellmodul und dem Anformungsmodul ausgebildet. Die Ausbildung der Bewegungsfähigkeit zwischen den genannten Modulen kann auch bspw. durch eine (direkte) entsprechend bewegliche Verbindung des Einstellmoduls und dem Trägerfahrzeug erzeugt werden.
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In einer alternativen Weiterbildung ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung der Höhenlage des Sensors die Vorrichtung einen Aktuator umfasst, wobei insbesondere der Aktuator sowohl mit dem Einstellmodul, als auch mit dem Kopplungsmodul und/oder dem Anformungsmodul verbunden ist.
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Hierunter wird verstanden, dass die Vorrichtung einen Aktuator umfasst. Dieser Aktuator kann bspw. zwischen dem Einstellmodul und dem Kopplungsmodul positioniert und verbunden sein. Bei einer Aktivierung des Aktuators erzeugt dieser eine relative Bewegung zwischen den Komponenten und eine entsprechende Einstellung der gewünschten Höhenlage des Sensors. Je nach genauer Ausbildung der Vorrichtung kann der Aktuator auch zwischen dem Einstellmodul und dem Anformungsmodul oder zwischen dem Einstellmodul und dem Trägerfahrzeug ausgebildet sein. Als Aktuator kann bspw. ein linearer Servomotor verwendet werden.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass das Einstellmodul derart gestaltet ist, dass dieses eine Einstellmöglichkeit einer Winkellage des Sensors ausbildet, insbesondere eine Einstellmöglichkeit einer Neigung des Sensors ausbildet, wenn der Sensor zur Evaluierung in die Komponente des Kraftfahrzeuges gefasst ist.
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Hierunter wird verstanden, dass eine definierte Bewegungsfähigkeit zwischen dem Trägerfahrzeug und der den Sensor fassenden Komponente ausgebildet ist. Hierfür ist bspw. eine Bewegungsfähigkeit zwischen einem Bereich des Einstellmoduls und dem Anformungsmodul ausgebildet. Die Bewegungsfähigkeit ist derart definiert, dass eine Einstellung einer Winkellage des Sensors ermöglicht wird. Ermöglicht wird dies bspw. durch Scharnier, mittels welchem der Winkelbezug zwischen zwei Elementen des Einstellmoduls eingestellt werden kann. Hierdurch kann bspw. eine Neigung des Anformungselements und damit auch der den Sensor fassenden Komponente eingestellt werden.
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Unter Berücksichtigung der obigen Ausführungen wird deutlich, dass mittels des Einstellmoduls sowohl eine Höhenlage, als auch eine Winkellage des Sensors eingestellt werden kann. In vorteilhafter Weise ist das Einstellmodul derart ausgestaltet, dass eine funktionale Trennung beide Aspekte vorliegt. Das heißt, das Einstellmodul ist bspw. derart ausgestaltet, dass eine unabhängige Einstellmöglichkeit der Höhenlage sowie der Winkellage des Sensors ermöglicht ist.
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In einer möglichen Ausführung ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Element des Einstellmoduls baulich derart mit einem Element des Trägerfahrzeugs verbunden ist, so dass alle räumlichen Freiheitsgrad zwischen diesen Elementen unterbunden sind mit Ausnahme einer Bewegungsmöglichkeit zur Einstellung der Winkellage des Sensors.
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In einer bevorzugten Weiterbildung ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung der Winkellage des Sensors die Vorrichtung einen Aktuator umfasst, wobei insbesondere der Aktuator mit dem Einstellmodul und dem Trägerfahrzeug verbunden ist.
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Hierunter wird verstanden, dass die Vorrichtung einen Aktuator umfasst. Dieser Aktuator kann bspw. zwischen dem Einstellmodul und dem Trägerfahrzeug positioniert und mit diesen verbunden sein. Bei einer Aktivierung des Aktuators erzeugt dieser eine relative Bewegung zwischen den Komponenten und eine entsprechende Einstellung der gewünschten Winkellage des Sensors. Je nach genauer Ausbildung der Vorrichtung kann der Aktuator auch zwischen dem Einstellmodul und dem Anformungsmodul oder zwischen dem Einstellmodul und dem Kopplungsmodul ausgebildet sein. Als Aktuator kann bspw. ein linearer Servomotor verwendet werden.
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In einer alternativen Ausführungsform ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass das Anformungsmodul zumindest bereichsweise als Negativform bzgl. der den Sensor fassenden Komponente des Kraftfahrzeugs ausgestaltet ist.
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Als Anformung kann bspw. die zumindest bereichsweise ausgebildete Darstellung einer Negativform der angeformten Komponente (d.h. der Stoßstange) verstanden werden. Veranschaulicht am Beispiel bedeutet dies, dass das Anformungsmodul mittels seiner Außenkontur die Innenstruktur der Stoßstange im Wesentlichen abbildet. Die Ausbildung der Negativform kann bspw. mittels einer Gerippestruktur aus Holz oder Blech erfolgen. Alternativ oder zusätzlich kann die Negativform auch aus einem Vollmaterial geformt werden, bspw. können hierfür Hartschaummaterialien eingesetzt werden.
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In einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass das Anformungsmodul eine Konstruktion in Form eines Strukturgerippes umfasst.
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Hierunter wird verstanden, dass das Anformungsmodul aus einer Gerippestruktur besteht oder eine solche umfasst. Das Strukturgerippe kann in Form eines Innenskeletts eine Negativform für die den Sensor fassende Komponente darstellen. Insbesondere ist hierbei ein Strukturgerippe aus Holz, bzw. Holzplatten vorteilhaft, Selbstverständlich können auch Hartschaumplatten oder sogar Bleche hierfür Verwendung finden. Vorteilhaft werden Materialien verwendet, welche leicht zu bearbeiten sind und eine ausreichende Stabilität gewährleisten. Selbstverständlich sind auch Kombinationen denkbar, bspw. Holzplatten und Hartschaumplatten.
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In einer möglichen Ausführungsform ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass das Anformungsmodul eine Konstruktion aus horizontal-ausgerichteten scheibenförmigen Elementen sowie aus vertikal-ausgerichteten scheibenförmigen Elementen umfasst, wobei insbesondere die horizontal-ausgerichteten und vertikal-ausgerichteten scheibenförmigen Elemente miteinander verbunden sind.
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Hierunter wird verstanden, dass das Anformungsmodul sowohl horizontal als auch vertikal ausgerichtete Elemente umfasst. Bspw. umfasst das Anformungsmodul zwei horizontal-ausgerichtete scheibenförmige Elemente. Weiterhin umfasst das Anformungsmodul vorteilhaft eine Vielzahl an vertikal-ausgerichteten scheibenförmigen Elemente, bspw. zwischen 3 und 25, vorzugsweise 8. Die Elemente sind vorteilhaft miteinander verbunden, bspw. senkrecht in entsprechende Schlitze gesteckt. Denkbar sind weitere Verbinder zwischen den Elementen vorhanden, um der Struktur dauerhaften Halt und gute Stabilität zu geben.
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In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass eine Außenkontur der horizontal-ausgerichteten scheibenförmigen Elementen und/oder eine Außenkontur der vertikal-ausgerichteten scheibenförmigen Elementen an die Innenkontur der den Sensor fassenden Komponente des Kraftfahrzeugs angepasst ist.
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Hierunter kann verstanden werden, dass eine Außenkontur der horizontal-ausgerichteten scheibenförmigen Elementen und/oder eine Außenkontur der vertikal-ausgerichteten scheibenförmigen Elementen zumindest bereichsweise und im Wesentlichen an die Innenkontur der den Sensor fassenden Komponente des Kraftfahrzeugs angepasst ist. Selbstverständlich können auch weitere Aspekte, wie bspw. benötigter Platz für Montagen oder Komponenten zu einer Abweichung der Außenkontur von der Innenkontur der Stoßstange beitragen.
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Erfindungsgemäß ist weiterhin die Verwendung einer Vorrichtung gem. der ausgeführten Beschreibung zur Evaluierung eines Sensors mittels eines Trägerfahrzeugs vorgesehen.
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Erfindungsgemäß ist weiterhin ein Verfahren vorgesehen zur Evaluierung eines in eine Komponente eines Kraftfahrzeuges gefasst Sensors mittels einer Vorrichtung gem. der ausgeführten Beschreibung, wobei die Vorrichtung ein Anformungsmodul umfasst, welches derart gestaltet ist, dass es eine spezifische Anformung an die den Sensor fassende Komponente des Kraftfahrzeugs ausbildet, und das Anformungsmodul mit der den Sensor fassenden Komponente des Kraftfahrzeugs verbunden ist, und die Vorrichtung ein Kopplungsmodul umfasst, welches derart gestaltet ist, dass es eine Kopplung der Vorrichtung an ein Trägerfahrzeug ausbildet, und die Vorrichtung ein Einstellmodul umfasst, welches derart gestaltet ist, dass dieses eine Einstellmöglichkeit einer räumlichen Lage des Sensors ausbildet, wobei die räumliche Lage des Sensors zur Evaluierung mittels des Einstellmoduls eingestellt wird.
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Ausführungsformen
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Es ist darauf hinzuweisen, dass die in der Beschreibung einzeln aufgeführten Merkmale in beliebiger, technisch sinnvoller Weise miteinander kombiniert werden können und weitere Ausgestaltungen der Erfindung aufzeigen. Weitere Merkmale und Zweckmäßigkeit der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der beigefügten Figuren.
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Von den Figuren zeigt:
- 1 eine Vorrichtung, welche mit einem Trägerfahrzeug gekoppelt und mit der den zu evaluierenden Sensor fassende Komponente des Kraftfahrzeugs verbunden ist; und
- 2 eine Vorrichtung, welche mit dem Trägerfahrzeug gekoppelt ist, ohne angebrachtes Anformungsmodul, und
- 3 eine Ausgestaltungsform eines Details des Einstellmoduls der Vorrichtung, und
- 4 eine Vorrichtung, welche mit dem Trägerfahrzeug gekoppelt ist, ohne angebrachtes Anformungsmodul in einer alternativen Ausgestaltung, und
- 5 eine Ausgestaltungsform des Anformungsmoduls, und
- 6 eine Ausgestaltungsform eines Details des Anformungsmoduls in Verbindung mit der den Sensor fassenden Komponente des Kraftfahrzeugs.
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1 zeigte eine Vorrichtung, welche mit einem Trägerfahrzeug gekoppelt und mit der den zu evaluierenden Sensor fassende Komponente des Kraftfahrzeugs verbunden ist. Die Vorrichtung 2 ist dabei mittels des Kopplungsmoduls 4 an das Trägerfahrzeug 1 gekoppelt. Sowohl das Kopplungsmodul 4 als auch das Trägerfahrzeug 1 sind nur in Teilen gezeigt. Die Vorrichtung 2 umfasst weiterhin ein Anformungsmodul 3. Das Anformungsmodul 3 ist dabei an eine einen Sensor 6 fassende Komponente 7 eines nicht-gezeigten Kraftfahrzeugs angeformt. Als Komponente 7 kann bspw. - wie im 1 gezeigt - eine Frontstoßstange eines Kraftfahrzeugs eingesetzt werden. Zu erwähnen ist dabei, dass es sich nicht um die reguläre Stoßstange des Trägerfahrzeugs handelt, wie in der Figur zu erkennen. Als Sensor 6 kommen bspw. ein Ultraschallsensor oder ein Lidar-Sensor oder ein Video-Sensor in Betracht. Die Vorrichtung 2 umfasst weiterhin ein Einstellmodul 5 (nur teilweise gezeigt). Das Einstellmodul 5 ermöglicht eine Einstellung einer räumlichen Beziehung zwischen dem Kopplungsmodul 4 und dem Anformungsmodul 3 und damit die Einstellung einer räumlichen Beziehung zwischen dem Trägerfahrzeug 1 und der den Sensor 6 fassenden Komponente 7 des Kraftfahrzeugs. Da das Trägerfahrzeug 1 eine feste und im Wesentliche gleichbleibende räumliche Beziehung zur Straßenoberfläche aufweist, ermöglicht das Einstellmodul 5 direkt die Einstellung der räumlichen Beziehung zwischen dem Sensor 6 und der Umgebung.
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2 zeigt erneut eine Vorrichtung, welche mit dem Trägerfahrzeug gekoppelt ist, jedoch diesmal ohne angebrachtes Anformungsmodul. Im Wesentlichen wird auf die bereits erfolgte Beschreibung der Komponenten verwiesen. In 2 ist das Einstellmodul 5 besser erkenntlich dargestellt. Bspw. ist in dieser Darstellung erkennbar, dass das Einstellmodul 5 aus zwei Elementen 5a und 5b besteht, welche durch ein Scharnier mit dem Scharnierelemnt 5d beweglich miteinander verbunden sind. Weiterhin ist eine Gleitvorrichtung 9 gezeigt, welche fest mit einem Element des Einstellmoduls 5 verbunden ist - in diesem Fall mit 5a - und eine Relativbewegung zwischen Einstellmodul 5 und dem Kopplungsmodul 4 ermöglicht. Darüber hinaus sind in 2 auch zwei Aktuatoren 8a gezeigt. Diese sind zwischen dem Einstellmodul 5 und dem Kopplungsmodul 4 positioniert. In gezeigtem Ausführungsbeispiel ist der Aktuator 8a mit dem im Wesentlichen waagrechten Element 5a des Einstellmoduls 5 verbunden und ermöglicht bei einer Aktivierung eine Einstellung der Höhe des waagrechten Elements 5a. Ebenfalls ist der Aktuator 8b gezeigt. Dieser ist zwischen dem Einstellmodul 5 und dem Trägerfahrzeug 1 positioniert. In gezeigtem Ausführungsbeispiel ist der Aktuator 8b mit dem im Wesentlichen senkrechten Element 5b des Einstellmoduls 5 verbunden und ermöglicht bei einer Aktivierung eine Einstellung des Winkels des senkrechten Elements 5b.
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In 3 ist eine Ausgestaltungsform eines Details des Einstellmoduls der Vorrichtung gezeigt. Dargestellt ist hier die Gleitvorrichtung 9, welche fest in dem im Wesentlichen waagrechten Element 5a des Einstellmoduls 5 verbunden ist. Die Gleitvorrichtung 9 ist bspw. als Hülse ausgestaltet. Die Querschnitts-Form der Gleitvorrichtung und des senkrechten Holms des Kopplungsmoduls 4 - auf welchem die Gleitvorrichtung gleitet - sind aufeinander abgestimmt. Durch die dargestellte Form können weitere Bewegungs-Freiheitsgrade reduziert werden. Hierdurch wird ein sehr stabiles System erzeugt. Die Gleitvorrichtung 9 ist in dargestellter Ausführung rechteckig ausgestaltet.
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Denkbar ist natürlich auch andere Querschnittsformen denkbar, insbesondere eine Kreisform.
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4 zeigt erneut eine Vorrichtung, welche mit dem Trägerfahrzeug gekoppelt ist, wie in 2 ohne angebrachtes Anformungsmodul jedoch in einer alternativen Ausgestaltung. Zur Beschreibung sei insbesondere auf 2 verwiesen. Als relevante Unterschiede sei insbesondere auf den geänderten Aufbau des Einstellmoduls 5 hingewiesen. Das Einstellmodul 5 besteht in dieser Ausgestaltung aus drei Elementen 5a und 5b und 5c. Das Einstellmodul umfasst dabei eine Winkeleinstellvorrichtung und eine Höheneinstellvorrichtung.
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Zur Ausbildung der Winkeleinstellvorrichtung sind die Element 5a und das Element 5b durch ein Scharnier mittels eines Scharnierelements 5d beweglich miteinander verbunden. Das Element 5b ist bspw. mittels Profilstangen rechteckförmig ausgebildet und stellt eine Art Rahmen dar. Das Element 5b ist mit dem Scharnierelement 5d verschraubt. Das Element 5a wiederum ist löslich mit dem Kopplungsmodul 4 verbunden, bspw. angeschraubt. Weiterhin bildet das Element 5a bspw. an dessen beiden Enden ein Drehlager des Scharnierelements 5d aus.
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Selbstverständlich ist es alternativ auch möglich das Element 5a fest - und damit als Teil des Kopplungsmoduls - auszugestalten. In diesem Fall könnte das Einstellmodul 5 bspw. mittels zweier angebrachter Drehscharniere und Scharnierelemente 5d direkt mit dem Kopplungsmodul 4 verbunden werden.
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Weiterhin ist eine Gleitvorrichtung 9 gezeigt, welche fest mit dem Element 5c verbunden ist. Die Gleitvorrichtung 9 umfasst dabei zwei Hülsen, welche voneinander beabstandet und mittels eines Metallstegs verbunden sind. Die Gleitvorrichtung 9 gleitet dabei auf einem Rohr, welches im Einstellelements 5, genau genommen im rahmenförmigen Element 5b angebracht ist. Diese Gleitvorrichtung 9 ermöglicht eine Relativbewegung innerhalb des Einstellmoduls 5 - im Detail beschrieben: eine Bewegung zwischen dem Element 5b und 5c. Die Gleitvorrichtung 9 sowie das Rohr auf welchem diese gleitet sind im Wesentlichen rund ausgestaltet. Weiterhin sind in 4 auch zwei Aktuatoren 8a gezeigt. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind diese zwischen dem Modul 5b und dem Modul 5c positioniert und ermöglicht bei einer Aktivierung eine Einstellung der Höhe des waagrechten Elements 5c. Ebenfalls ist der Aktuator 8b gezeigt. Dieser ist zwischen dem Einstellmodul 5 und dem Trägerfahrzeug 1 positioniert. In gezeigtem Ausführungsbeispiel ist der Aktuator 8b mit dem Element 5b des Einstellmoduls 5 verbunden und ermöglicht bei einer Aktivierung eine Einstellung des Winkels des senkrechten Elements 5b - und damit auch des damit verbundenen Elements 5c.
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5 zeigt eine Ausgestaltungsform des Anformungsmoduls. Das Anformungsmodul 3 ist hierbei als Strukturgerippe 10 ausgestaltet. Das Strukturgerippe 10 umfasst scheibenförmig ausgestaltete Bauelemente 11. Dabei liegen horizontal-ausgerichtet Bauelemente 11a und vertikal-ausgerichtete Bauelemente 11b vor. Die Bauelemente stehen miteinander in Verbindung und formen im Gesamtschluss ein stabiles Strukturgerippe 10. Die Außenkontur der Elemente 11a und 11b ist zumindest in Bereichen an die Innenkontur der Stoßstange die den Sensor trägt angepasst. Selbstverständlich können auch weitere Aspekte, wie bspw. benötigter Platz für Montagen oder Komponenten zu einer Abweichung der Außenkontur von der Innenform der Stoßstange beitragen, wie bspw. in den beiden letzten rechten vertikal-ausgerichteten scheibenförmigen Elemente 11b zu erkennen.
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6 zeigt eine Ausgestaltungsform eines Details des Anformungsmoduls in Verbindung mit der den Sensor fassenden Komponente des Kraftfahrzeugs. Hierbei sind Ausführungsbeispiele für Verbindungselemente dargestellt. Der Verbinder 12a schafft bspw. eine mechanische Kopplung zwischen dem Anformungsmodul 3 und dem Einstellmodul 5. Hierzu wird auch auf die Darstellung in 1 verwiesen. Der Verbinder 12b schafft bspw. eine mechanische Kopplung zwischen dem Anformungsmodul 3 und der den Sensor 6 fassenden Komponente 7 des Kraftfahrzeugs, sprich der Frontstoßstange. Weiterhin ist ein möglicher zu evaluierender Sensor 6 dargestellt, welcher im Beispiel als Ultraschallsensor ausgestaltet und im seitlichen Bereich der Frontstoßstange positioniert ist.