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Die Erfindung betrifft einen Rollwagen für Feuerwehren zum Transport von Gütern nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Ein gattungsgemäßer Rollwagen ist beispielsweise aus der
DE 20 2010 006 436 U1 bekannt.
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In einer solchen gattungsgemäßen Ausführungsform weist ein Rollwagen ein Gestell, einen Bedienrahmen und vier fahrbare Rollen auf. Zur Fortbewegung des Rollwagens kann der Rollwagen am Bedienrahmen gesteuert und vom Bedienpersonal beispielsweise gezogen oder geschoben werden. Gattungsgemäße Rollwagen sind vielseitig einsetzbar und werden bei Feuerwehren zum Transport von unterschiedlichsten Gütern verwendet. Der Rollwagen dient dabei insbesondere dazu, Geräte aus einem Feuerwehrfahrzeug schnell und mit relativ geringer Kraftanstrengung zu einem Einsatzort zu transportieren und anschließend wieder zurückzubringen. Je nach Einsatzart/-ort ergeben sich damit bestimmte funktionelle Anforderungen an derartige Rollwagen. Dies betrifft zum einen die Gestaltung des Rollwagenaufbaus insbesondere im Hinblick auf Größe, Form, Steuerung und so weiter. Es versteht sich von selbst, dass ein Rollwagen zum Beispiel sowohl einen kastenartigen Aufbau als auch mehrere übereinander liegende Ladeplattformen aufweisen kann. Auch sind Rollwagen mit nur einer Plattform bekannt.
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Der Aufbau der Ladefläche ist für die darüber befindlichen Strukturen nicht wesentlich für den erfindungsgemäßen Aufbau des Rollwagens und wird nachfolgend nicht weiter erläutert. Der Fachmann wählt hierbei eine für die jeweilige Transportaufgabe vorteilhafte Ausführung. Für Rollwagen zur Verwendung im Bereich des Feuerschutzes ist es vorgeschrieben, dass die Rollen mit einer sogenannten Totmannbremse ausgestattet sind. Dies bedeutet, dass ohne Eingriff durch das Bedienpersonal die Rollen des Rollwagens durch entsprechende mechanische Bremseinrichtungen gebremst werden, so dass der Rollwagen nur dann bewegbar ist, wenn die Totmannbremse durch das Bedienpersonal entsprechend gelöst wird. Gattungsgemäße Rollwagen sind deshalb mit einer entsprechend geeigneten Betätigungseinrichtung ausgestattet, mit der die als Totmannbremse ausgebildete Bremseinrichtung gelöst werden kann.
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Um die für die Betätigung der Bremseinrichtungen notwendigen Betätigungskräfte von der Betätigungseinrichtung auf die Bremseinrichtungen übertragen zu können, werden Bewegungsübertragungseinrichtungen eingesetzt. Aus der
DE 20 2010 006 436 U1 ist es beispielsweise bekannt, dass zur Übertragung der Betätigungskräfte Bowdenzüge zwischen der Betätigungseinrichtung und den Bremseinrichtungen gelegt werden. Nachteilig an diesen Bowdenzügen ist es, dass diese sehr sorgfältig verlegt sein müssen. Da dabei teilweise enge Radien überwunden werden müssen, entstehen hohe Kraftverluste in den Bowdenzügen, so dass eine entsprechend hohe Betätigungskraft an der Betätigungseinrichtung aufgebracht werden muss, um die Bremse zu lösen. Dementsprechend muss in der Betätigungseinrichtung ein entsprechend hoher Krafthebel vorgesehen werden, was wiederum die Gestaltbarkeit der Betätigungseinrichtung entsprechend einschränkt.
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Aus dem deutschen Gebrauchsmuster
DE 20 2012 000 446 U1 ist ein Rollcontainer mit einer Totmannbremse bekannt, welche über eine Quertraverse vom Benutzer geschoben wird. Über das Hochziehen einer parallel zur Quertraverse angeordneten Querstange wird die Totmannbremse gelöst. Hierfür ist die Querstange mittels Schubstangen, welche in den den Rahmen bildenden Rahmenhohlprofilen angeordnet sind, mit einem Bremssystem verbunden. Das Bremssystem blockiert die zwei hinteren Rollen der vier Rollen. Die Lösung des Bremssystems erfolgt dabei über eine Querwelle, welche mittels an den unteren Enden der Schubstangen angebrachter Hebel verdreht wird.
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Das deutsche Gebrauchsmuster
DE 20 2018 005 275 U1 offenbart ein Bremssystem, welches auf alle vier Räder gleichzeitig wirkt. Das Bremssystem arbeitet mit einem außenliegenden Gestänge mit Umlenkgliedern, welches innen am Rahmen geführt wird.
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Das deutsche Gebrauchsmuster
DE 20 2007 009 242 U1 offenbart ebenfalls ein Bremssystem mit einem außenliegenden Gestänge und mit zwei querliegenden Betätigungswellen (Bremswellen). Das mittig liegende Gestänge zur Ansteuerung der querliegenden Betätigungswellen bewirkt jedoch, dass der Rahmen breit ausgestaltet ist und mit zusätzlichen Querträgern ausgestattet werden muss. Das Gestänge liegt dabei völlig frei und ist daher anfällig für Verbiegung.
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Das deutsche Gebrauchsmuster
DE 20 2015 006 824 U1 offenbart eine Weiterentwicklung des Gegenstands des deutschen Gebrauchsmusters
DE 20 2012 000 446 U1 , wobei das an dem Rad angeordnete Bremssystem mittels eines Schiebers mit einer Erhebung einen gefederten Stift verschiebt, um das Bremselement in die Bremsstellung an das Rad zu bringen. Auf diese Weise kann ein flacherer Rahmen geschaffen werden. Im deutschen Gebrauchsmuster
DE 20 2015 006 824 U1 wird dabei als Stand der Technik ein Rollcontainer mit denselben Merkmalen wie derjenige des deutschen Gebrauchsmusters
DE 20 2012 000 446 U1 offenbart.
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Das deutsche Gebrauchsmuster
DE 20 2011 050 838 U1 offenbart einen Feuerwehrwagen mit drehbaren Rollen, an welchen jeweils eine Trommelbremse angeordnet ist. An der Innenseite des Rahmens wird ebenfalls ein Bremsgestänge geführt. Die Ausführung als Gestänge, welches mittels Umlenkgelenken geführt wird, verursacht ebenfalls eine größere Rahmenhöhe.
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Das deutsche Gebrauchsmuster
DE 20 2018 005 141 U1 offenbart einen Feuerwehrwagen mit drehbaren Rollen, welcher ein Bremssystem aufweist, welches mittels zweier nicht verbundener Gestänge, ausgelöst wird, wobei die zwei Gestänge Kraft mittels Schrägflächen übertragen. Die Trommelbremsen werden letztendlich von zwei mit dem Gestänge verbundenen Querwellen gelöst. Auch dieser Rahmen hat eine vergleichsweise große Rahmenhöhe.
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Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen neuen Rollwagen für Feuerwehren zum Transport von Gütern vorzuschlagen, der die Nachteile des vorbekannten Stands der Technik vermeidet.
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Erfindungsgemäß ist ein Rollwagen für Feuerwehren zum Transport von Gütern, insbesondere zum Transport feuerwehrtechnischer Geräte, vorgeschlagen, mit einem Gestell, das an einer Seite mit einem Bedienrahmen versehen und auf vier Rollen verfahrbar gelagert ist, wobei der Bedienrahmen zumindest zwei Vertikalstäbe umfasst, und wobei das untere Ende der Vertikalstäbe jeweils am Gestell befestigt ist, und wobei zumindest zwei Rollen jeweils eine Bremseinrichtung zugeordnet ist, die in der Art einer Totmannbremse ausgebildet ist, und wobei zwischen den beiden Vertikalstäben eine Betätigungseinrichtung vorgesehen ist, mit der die Bremseinrichtungen gelöst werden können, und wobei zwischen der Betätigungseinrichtung und den Bremseinrichtungen eine Bewegungsübertragungseinrichtung vorgesehen ist, mit der eine an der Betätigungseinrichtung aufgebrachte Betätigungskraft auf die Bremseinrichtungen übertragen werden kann, und wobei die Vertikalstäbe aus Hohlprofilabschnitten hergestellt sind, wobei die Bewegungsübertragungseinrichtung zwei Druckstangen umfasst, die jeweils im Hohlprofil der beiden Vertikalstäbe geführt sind, und wobei mit den beiden im Hohlprofil geführten Druckstangen die Betätigungskraft zur Betätigung der Bremseinrichtungen übertragen werden kann. Der Rollwagen ist dadurch gekennzeichnet, dass am unteren Ende der beiden Druckstangen ein Querhaupt befestigt ist, das durch Betätigung der Druckstangen entgegen einer Federkraft vertikal verstellbar ist, und wobei am Querhaupt zwei schwenkbar gelagerte Umlenkhebel zum Eingriff kommen, die durch vertikale Verstellung des Querhaupts verschwenkt werden können, und wobei am Rollwagen zwei Antriebswellen zum Lösen von jeweils zwei Bremseinrichtungen vorgesehen sind, und wobei die zwei Umlenkhebel mit jeweils einer der zwei Antriebswellen in Eingriff stehen, die durch Verschwenken des Umlenkhebels rotatorisch antreibbar sind, und wobei die Bremseinrichtungen durch Antrieb der Antriebswelle gelöst werden können, und wobei beide Antriebswellen parallel zur Längsachse des Rollwagens verlaufen. Der erfindungsgemäße Rollwagen beruht auf der Verwendung von Hohlprofilabschnitten zur Herstellung der Vertikalstäbe des Bedienrahmens. Dieser Bedienrahmen hat den Zweck, eine Steuerung des Rollwagens durch das Bedienpersonal zu ermöglichen. Insofern ist auch die Betätigungseinrichtung an dem Bedienrahmen befestigt. Durch die Verwendung von Hohlprofilabschnitten als Vertikalstäbe wird es ermöglicht, dass im Hohlprofil dieser Vertikalstäbe jeweils eine Druckstange geführt werden kann. Diese Druckstäbe sind Teil der Bewegungsübertragungseinrichtung und ermöglichen eine beinahe verlustfreie Übertragung der Betätigungskräfte entlang der Vertikalstäbe.
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Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Eine besonders einfache Form des Bedienrahmens ergibt sich, wenn zwischen den beiden Vertikalstäben ein Horizontalstab befestigt ist, der eine Führungsstange bildet, an der der Rollwagen gesteuert werden kann.
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Zur Befestigung des als Führungsstange dienenden Horizontalstabs ist es vorteilhaft, wenn an der Außenseite der Vertikalstäbe jeweils Befestigungsprofile vorgesehen sind, an denen die Enden des Horizontalstabs mittelbar oder unmittelbar fixiert werden.
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Die beinahe verlustfreie Kraftübertragung mittels der beiden Druckstangen erfordert im Ergebnis nur eine relativ geringe vom Bediener aufzubringende Betätigungskraft. Dadurch wird es ermöglicht, dass die Betätigung mittels einer Betätigungsstange erfolgt, die oberhalb des Vertikalstabes angeordnet ist und somit im Wesentlichen keinen Krafthebel beim Niederdrücken der Betätigungsstange aufweist. Durch die Anordnung der Betätigungsstange oberhalb des Vertikalstabes wird aber der Laderaum oberhalb des Gestells weitgehend freigehalten, so dass eine problemlose Beladung des Rollwagens auch im Bereich der Betätigungseinrichtung erfolgen kann.
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Um eine möglichst einfache Kraftübertragung von der Betätigungsstange auf die beiden Druckstangen zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, wenn die Enden der Betätigungsstange an den oberen Enden der im Hohlprofil der beiden Vertikalstäbe geführten Druckstangen zur Anlage kommen. Auf diese Weise kann die Betätigungskraft unmittelbar von den Enden der Betätigungsstange auf die beiden Druckstangen übertragen werden. In welcher Weise die Betätigungskraft von den beiden Druckstangen weiter in Richtung der einzelnen Bremseinrichtungen weitergeleitet wird, ist grundsätzlich beliebig. Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass am unteren Ende der beiden Druckstangen ein Querhaupt befestigt ist, das durch Betätigung der Druckstangen entgegen einer Federkraft vertikal verstellbar ist. Am Querhaupt selbst kommt ein schwenkbar gelagerter Umlenkhebel zum Eingriff, der durch vertikale Verstellung des Querhaupts verschwenkt wird. Auf diese Weise wird die innere Stellbewegung des Querhaupts in eine rotatorische Stellbewegung des Umlenkhebels umgewandelt.
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Der Umlenkhebel selbst steht mit einer Antriebswelle in Eingriff, die durch Verschwenken des Umlenkhebels rotatorisch angetrieben wird.
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Die Antriebswelle ihrerseits steht dann mit zumindest einer Bremseinrichtung an einer Rolle in Eingriff, so dass die Bremseinrichtung durch Antrieb der Antriebswelle gelöst wird.
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Welche Art von Antriebswelle Verwendung findet, ist grundsätzlich beliebig. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Antriebswelle in der Art einer Sechskantwelle ausgebildet.
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Soweit alle vier Rollen des Rollwagens gemeinsam gebremst werden sollen, ist es vorteilhaft, wenn zum Lösen von jeweils zwei Bremseinrichtungen eine gemeinsame Antriebswelle vorgesehen ist. Im Ergebnis kann dann durch Druck auf die Betätigungsstange die entsprechende Verstellung der beiden Druckstäbe und durch die Verstellung des daran befestigten Querhaupts eine gleichzeitige Rotationsbewegung der beiden Antriebswellen bewirkt werden, so dass dann durch Rotation der beiden Antriebswellen zeitgleich die Bremseinrichtungen an allen vier Rollen gelöst werden.
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Weiter ist es erfindungsgemäß, dass am Rollwagen zwei Antriebswellen zum Lösen von jeweils zwei Bremseinrichtungen vorgesehen sind, wobei beide Antriebswellen parallel zur Längsachse des Rollwagens verlaufen. Dadurch wird erreicht, dass beide Antriebswellen jeweils eine Rolle an der Front des Rollwagens und eine Rolle am Heck des Rollwagens betätigen.
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Eine Ausführungsform der Erfindung ist in den Zeichnungen schematisiert dargestellt und wird nachfolgend beispielhaft erläutert.
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Es zeigen:
- 1 einen Rollwagen zum Transport von Gütern in perspektivischer seitlicher Ansicht;
- 2 den Rollwagen gemäß 1 in seitlicher Ansicht von vorne;
- 3 den Rollwagen gemäß 1 in seitlicher Ansicht von einer Querseite;
- 4 den Rollwagen gemäß 3 bei betätigter Betätigungseinrichtung;
- 5 den Bedienrahmen des Rollwagens gemäß 1 bei nicht betätigter Betätigungseinrichtung im Querschnitt;
- 6 den Bedienrahmen gemäß 5 bei betätigter Betätigungseinrichtung im Querschnitt.
- 7 einen Vertikalstab mit einer darin gelagerten Druckstange des Bedienrahmens gemäß 5 im vergrößerten Querschnitt;
- 8 den Rollwagen gemäß 1 in Ansicht von unten;
- 9 den Rollwagen gemäß 8 in einem vergrößerten Ausschnitt in Ansicht von unten;
- 10 den Rollwagen gemäß 1 in Ansicht von oben.
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1 zeigt einen Rollwagen 01 zum Transport von Gütern, wie er bei Feuerwehren zum Einsatz kommen kann. Der Rollwagen umfasst ein Gestell 02, einen Bedienrahmen 03 und vier Rollen 04. Um den Rollwagen an unterschiedliche Transportanforderungen anpassen zu können, können auf der Oberseite des Gestells 04 unterschiedliche Böden oder Plattformen oder sonstige Tragkonstruktionen befestigt werden.
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Der Bedienrahmen 03 wird von zwei Vertikalstäben 05 und einem zwischen den beiden Vertikalstäben 05 befestigten Horizontalstab 06 gebildet. Durch Bewegung des Horizontalstabes 06 kann der Rollwagen 01 durch das Bedienpersonal bewegt werden. Die Rollen 04 sind jeweils mit einer als Totmannbremse ausgebildeten Bremseinrichtung ausgestattet, so dass der Rollwagen 01 ohne Bedienpersonal nicht ungewollt wegrollen kann.
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2 zeigt den Rollwagen 01 in seitlicher Ansicht. Der rechteckförmige Bedienrahmen 03 weist oberhalb des Horizontalstabes 06 eine verstellbar gelagerte Betätigungsstange 07 auf, die zum Lösen der als Totmannbremse ausgebildeten Bremseinrichtungen in den Rollen 04 dient. Soll die Totmannbremse des Rollwagens 01 gelöst werden, so umgreift der Bediener mit einer oder beiden Händen zugleich die Betätigungsstange 07 und den Horizontalstab 06 und drückt die Betätigungsstange 07 nach unten in Richtung des Horizontalstabes 06. Die Betätigungskraft des Bedieners wird dabei auf ein Querhaupt 08 übertragen. Das Querhaupt 08 seinerseits steht mit zwei Umlenkhebeln 09 in Eingriff, die durch die nach unten gerichtete Stellbewegung des Querhaupts 08 verschwenkt werden.
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3 zeigt den Rollwagen 01 mit dem Querhaupt 08 und einem Umlenkhebel 09 in seitlicher Ansicht. Das Querhaupt 08 befindet sich dabei gemäß der Darstellung in 3 im nichtbetätigten Zustand. In diesem nichtbetätigten Zustand des Querhaupts 08 wird eine entsprechende Spannfeder nach oben gedrückt, und die Totmannbremse an den Rollen 04 ist dadurch festgesetzt.
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4 zeigt den Rollwagen 01, nachdem die Betätigungsstange 07 durch den Bediener nach unten gedrückt wurde. Durch diese Betätigungskraft wird das Querhaupt 08 nach unten verstellt, und dadurch werden die beiden Umlenkhebel 09 verschwenkt. Zur Übertragung der Betätigungskraft von der Betätigungsstange 07 auf das Querhaupt 08 dienen zwei Druckstangen 10, die entlang des Hohlprofils der beiden Vertikalstäbe 05 geführt sind. Dies wird nachfolgend noch näher erläutert.
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5 zeigt den Bedienrahmen 03 des Rollwagens 01 im Querschnitt. Im Hohlprofil der beiden Vertikalstäbe 05 sind die beiden Druckstangen 10 verschiebbar gelagert, wobei bei Aufbringung einer Betätigungskraft an der Betätigungsstange 07 diese nahezu verlustfrei auf das Querhaupt 08 übertragen werden kann.
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6 zeigt den Bedienrahmen 03 nach Betätigung der Betätigungsstange 07. Die Enden der Betätigungsstange 07 kommen mittelbar an den Enden der Druckstangen 10 zum Eingriff, so dass beim Druck auf die Betätigungsstange 07 auch die beiden Druckstangen 10 nach unten verlagert werden. Durch diese Stellbewegung der beiden Druckstangen 10 wird dann das Querhaupt 08 nach unten ausgelenkt.
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7 zeigt einen Vertikalstab 05 mit der darin im Hohlprofil der Druckstange 05 verschiebbar gelagerten Druckstange 10 im vergrößerten Querschnitt. Der Horizontalstab 06 wird mit entsprechend geeigneten Nutsteinen an dem an der Außenseite des Vertikalstabs 05 vorgesehenen Befestigungsprofil fixiert.
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8 zeigt den Rollwagen 01 in Ansicht von unten. Man erkennt das Querhaupt 08, in dem die beiden Umlenkhebel 09 in Eingriff stehen. Die Enden der Umlenkhebel 09 sind dabei drehfest mit jeweils einer Antriebswelle 11 verbunden, so dass die Antriebswellen 11 durch Verschwenken der Umlenkhebel 09 rotatorisch angetrieben werden.
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9 zeigt das Querhaupt 08, den Umlenkhebel 09 und die Antriebswelle 11 in einem vergrößerten Ausschnitt. Man erkennt, dass durch Herabdrücken des Querhaupts 08 und die daraus resultierende Schwenkbewegung des Umlenkhebels 09 eine rotatorische Stellbewegung der Antriebswelle 11 verursacht wird, die zum Lösen der Bremseinrichtung in der Rolle 04 genutzt wird.
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10 zeigt den Rollwagen 01 in Ansicht von oben. Man erkennt, dass die beiden Antriebswellen 11, die jeweils in der Art von Sechskantwellen ausgebildet sind, mit den Bremseinrichtungen 12 von jeweils zwei Rollen 04 in Eingriff stehen. Im Ergebnis kann also die Totmannbremse an den vier Bremseinrichtungen 12 aller vier Rollen 04 durch Druck auf die Betätigungsstange 07 gleichzeitig gelöst werden.