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Die Erfindung betrifft ein mobiles Krückenständer Modul mit stufenlos längenverstellbaren Eigenschaften, vorzugsweise für paarweisen Gebrauch, gemäß des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.
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Es gibt eine Vielzahl von Erfindungen, welche sich mit der Lösung des Problems einer freien Ablage von Krücken oder Gehhilfen mittels einer vernünftigen Standvorrichtung beschäftigen, allerdings zielen diese Lösungsvorschläge hauptsächlich auf eine Einzellösung ab, d.h. für jede Krücke seine eigene Standvorrichtung zu schaffen.
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Diese Einzelkrücken müssen dann mit einem relativ hohem technischen und finanziellen Aufwand aufgerüstet werden, da sie für einen sicheren Stand mindestens 3 Auflagepunkte benötigen, dh. das mindestens zwei zusätzliche Stützkörper je Krücke erforderlich sind z.B.
CH 688 175 A5 ;
EP 0 958 803 A2
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Bei der Nutzung von nur einer Krücke, im Falle z.B. einer minderschweren Behinderung, mag diese Lösung vertretbar sein, allerdings ist dabei häufig ein Eingriff in die Krückensubstanz dieser orthopädischen Geräte erforderlich, was bei evtl. Unfällen zu Problemen führen kann und die Gehhilfe unverhältnismäßig verteuern und erschweren (Gewicht) wird.
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Es sind auch Einzelkrücken bekannt, welche in ihrer Länge kontinuierlich einstellbar sind z.B.
CH636 005 A5 ;
DE 4137 466 A1 ;
DE 1276 293
In allen 3 Fällen handelt es sich hierbei jedoch um keine Krücken oder Gehhilfen mit Anspruch auf eine frei abstellbare Vorrichtung im Sinne der zu lösenden Aufgabe. Sie dienen lediglich als Aufstehhilfen oder auch zur Fixierung der angepassten Krückenhöhe. Der hierfür vorgeschlagene Kraftspeicher in Form von Hydraulik-Systemen oder Elektromotore etc. wäre zum heutigen Zeitpunkt und für diese hier genannten Anwendungsfälle aus vielerlei Gründen nicht mehr denkbar. Handelsübliche Krücken oder Gehstütze mit durchschnittlich 600-650 Gramm Eigengewicht, bestehen lediglich aus einem Oberteil mit Griff und Schale, 2 teleskopartig verbundenen Leichtmetallrohre mit Sicherungs-Clip und Quetschverbindung sowie einer Fußkapsel. Sie müssen leicht zu bedienen, leicht im Gewicht und natürlich kostengünstig zu haben sein. Da sie in der Regel vom Orthopäden angeordnet und von der Krankenkasse bezahlt werden, sind Sonderwünsche wie z.B. Standvorrichtungen, die über eine Standard-Krücken-Variante hinaus gehen, vom Benutzer selbst zu bezahlen.
Das ist auch mit ein Grund dafür, warum man von so vielen gut gemeinten aber teilweise hoch aufgerüsteten Krücken-Systemen so wenige bis gar keine Exemplare im täglichen Geschehen zu sehen bekommt.
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Nun kommen in der Praxis überwiegend „Krückenpaare“ zum Einsatz !! Um das umfallen der beiden Krücken eines Krückenpaares beim abstellen zu erschweren, oder gar zu verhindern, werden u.a. Hilfsmittel vorgeschlagen die das Problem zwar etwas mindern, aber nicht lösen können z.B.
EP 3 473 229 A1 ;
DE 200 13 369 Ul;
DE 200 18 143 ;
DE 201 14 228 U1
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Die Beispiele zeigen, dass die in den meisten Fällen z.T überdimensionierten Stützkörper zwar vorhanden sind, jedoch das Verbindungssystem zwischen den beiden Krücken eines Krückenpaares für den Benutzer bisher unbefriedigend gelöst werden konnte. Eine einfache und schnelle Umstellaktion z.B. von der Aktions-Position (Krücke wird aktiv benutzt) zur Park-Position (Krücke wird abgestellt) und umgekehrt, wird damit nicht zu machen sein, da hierfür vom Patienten mehrere Voraussetzungen techn. Art zu berücksichtigen sind.
Da es sich bei Krücken auch um sehr körpernahe Gebrauchsgegenstände handelt, sind magnetische Verbindungselemente, welche häufig gerne vorgeschlagen werden, für Patienten z.B. mit Herz-Schrittmachern ungeeignet.
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Der im Anspruch 1. angegebenen Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine flexible Vorrichtung zu schaffen, mit welcher wesentliche Nachteile der eingangs genannten Art beseitigt werden können und folgende Merkmale beinhalten:
- - Alleinstellungsmerkmale, u.a. in Bezug auf eine stabilisierende Krückenverbindung unter Verz ich t von zusätzlichen externen Verbindungselementen aller Art, lediglich durch loses aufeinanderlegen der Krückenhandgriffe, oder Armschale auf Handgriff.
- - Modulare Bauweise mit wahlweise unterschiedlich möglichen Kraftspeichern wie pneumatisch wirkende Gasdruckfedern, mechanisch wirkende Druck- oder Zugfedern.
- - Modulare Bauweise mit wahlweise unterschiedlich möglichen Rohr-Klemmer-Systemen wie einteilig - symmetrisch konturierte Klemmer oder zweiteilig- exzentrisch konturierte Klemmer.
- - kostengünstige Herstellung u.a. auch durch modulare Bauweise und teilweiser Zuhilfenahme kostengünstiger/handelsüblicher Bauelemente.
- - leicht bedienbar, für Rechts- und Linkshändler gleichermaßen geeignet.
- - stufenlos längenverstellbare Eigenschaften.
- - erweiterte längenverstellbare Eigenschaften durch „Längen-Voreinstellung“.
- - mobil einsatzfähig, mit nahezu allen bekannten handelsüblichen Krücken kompatibel.
- - extrem geringe Krücken-Gewichtszunahme einer mit dem Krückenständer-Modul modifizierten Krücke; lediglich im 100-150 Gramm-Bereich (bereinigt), je nach Wahl der eingesetzten Kraftspeicher-Art.
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Die Aufgabe wird nach Anspruch 1. dadurch gelöst, dass eine modular ausgestaltete Vorrichtung in Form eines Krückenständer-Moduls zur Verfügung gestellt wird, welches alle Voraussetzungen für eine Lösung der gestellten Aufgaben beinhaltet.
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Erfindungsgemäß setzt sich das Krückenständer-Modul aus zwei miteinander kompatiblen formschlüssigen Teil-Vorrichtungen zusammen:
- 1. Modul-Oberteil
- 2. Modul-Unterteil
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Bei dem Modul-Oberteil handelt es sich vorwiegend um ein aus spritzgussfähigem Kunststoff bestehendes universelles Rohr-Klemmverbinder-System, welches aus mehreren Oberteil-Komponenten zusammengesetzt ist, wozu insbesondere 2 mögliche alternative Klemmverbinder-Systeme relevant sind,
- 1. Einteiliger Klemmer mit symmetrischer Kontur
- 2. Zweiteiliger Klemmer mit exzentrischer Kontur
Beide Klemmer-Systeme bestehen einerseits aus einem Rohr-Klemmverbinder-Gehäuse mit Andockmöglichkeit einer handelsüblichen Krücke (Hauptrohr) und andererseits aus einem ein- oder zweiteiligen Klemmer, verbunden mit Hebel und Stützkörper, dessen besondere Eigenschaften darin bestehen, dass der Stützkörper Schalt- u. Stützfunktion gleichzeitig ausübt und im verbauten Zustand vertikalschwenkbare Eigenschaften, ähnlich eines Fahrradständers besitzt.
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Das Modul-Unterteil ist ebenfalls aus mehreren Unterteil-Komponenten zusammengesetzt unter denen sich u.a. auch ein Kraftspeicher und eine weitere Anschlußmöglichkeit zur Verbindung mit dem Hauptrohr einer handelsüblichen Krücke befindet.
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Für die zur Lösung der Aufgabenstellung infrage kommenden Kraftspeicher-Komponente sind 3 alternative Kraftspeicher relevant:
- 1. Pneumatisch-wirkender Kraftspeicher (Gasdruckfeder)
- 2. Mechanisch-wirkender Kraftspeicher (Druckfeder)
- 3. Mechanisch-wirkender Kraftspeicher (Zugfeder)
Alle 3 Kraftspeicher-Typen besitzen die Möglichkeit, in einem vorwiegend aus Leichtmetall bestehenden Rundrohr so verbaut werden zu können, das sie in Verbindung mit weiteren Unterteil-Komponenten ihre Aufgabe für eine stufenlose höhenverstellbare Funktion der Krücke wahrnehmen können.
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Beide Teil-Vorrichtungen (Modul-Oberteil und Modul-Unterteil) vereinigt, ergeben das erfindungsgemäße Krückenständer-Modul.
Dabei kann das Modul-Oberteil teleskopartig über das Rundrohr des Modul-Unterteils (auf und ab) verschoben und entsprechend der gewünschten Längenposition mit dem einteiligen- oder zweiteiligen Klemmer auf dem Rundrohr arretiert werden, wobei der Klemmautomatismus durch den mit dem Klemmer verbundenen Stützkörper erfolgt, welcher für diese Maßnahme sowohl Schalt- und Stütz-Funktion gleichzeitig ausübt.
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Das in dieser Weise grob zitierte Krückenständer-Modul kann hinsichtlich eines hohen Mobilitätsanspruches, über das Hauptrohr nahezu aller bekannten handelsüblichen Krücken problemlos und ohne Fachkenntnisse mit diesen verbunden werden.
Dies geschieht einerseits durch ein einfaches „Druckknöpfe-System“ von Seiten des Modul-Unterteils und andererseits über eine Einspann-Vorrichtung des Rohr-Klemmverbinder-Systems vom Modul-Oberteil.
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Konstruktionsmäßig wurde berücksichtigt, dass das Krückenständer-Modul neben seiner eigentlichen stützenden Funktion durch den Klemmer-Stützkörper, mit einer stufenlos längenverstellbaren Eigenschaft auszurüsten ist. Diese vorteilhafte Eigenschaft hat zwei Vorteile:
- 1. sie dient z.B. bei Besitzerwechsel oder Krücken-Längen-Nachjuszierung dem Zwecke einer schnellen- u. einfachen Anpassung der Krückenlänge
- 2. sie ermöglicht dem Patienten eine bessere Alltags-Mobilität, da er zu jeder Zeit und augenblicklich sein Krückenpaar nahezu ortsungebunden, frei und ohne weitere Hilfestellungen abstellen kann.
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Diese positiven Eigenschaften konnten u.a. mittels der in die Entwicklung einbezogenen unterschiedlichen Kraftspeicher, in Kombination mit dem im Modul-Oberteil platzierten universellen Rohr-Klemmverbinder-System, in zufriedenstellender Weise verwirklicht werden.
Erwähnenswert ist dabei, dass die stufenlose Längenverstellung durch eine besonders attraktive Möglichkeit zu einer „Längen-Voreinstellung“ erweitert werden konnte, auf dessen Vorteile ebenfalls im weiteren Verlauf nochmals Bezug genommen wird.
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Als aktuelles Alleinstellungsmerkmal wird eine weitere, besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung in Anspruch genommen.
Demnach kann eine handelsübliche Krücke gemeinsam mit einer, mit dem Krückenständer-Modul modifizierten Krücke als Krückenpaar, bei ausgefahrenem Stützkörper, lediglich durch loses aufeinanderlegen der beiden KrückenHandgriffe oder Krücken-Armschale auf Krückenhandgriff, ohne zusätzliche Hilfsmittel so stabil miteinander verbunden werden, dass das Krückenpaar selbstständig ohne umzufallen, frei im Gelände stehen bleibt und somit die Aufgabenstellung nach Anspruch 1 voll erfüllt.
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Das Handling der Krücken wird für den Patienten hierdurch ungemein erleichtert, die Kosten gesenkt und das Krückengewicht insofern minimiert, als das der teilweise erhebliche technische und gewichtsträchtige Aufwand für häufig in Betracht gezogene Verbindungselemente zum Zusammenhalt zweier Krücken entfällt, auch ohne mehr oder weniger große Eingriffe in die Krückensubstanz vornehmen zu müssen.
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Nachfolgend sollen Ausführungsbeispiele anhand von Figuren z.T. in schematisch dargestellten Schnittansichten und Prinzipschemen (nicht maßstabgetreu) weiter erläutert werden.
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Hierbei zeigen:
- 1-2, das Prinzpschema und einen Längs-Schnitt einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit den entspr. Bezugszeichen, als pneumatisch-wirkende Gasdruckfeder-Variante(1.1) in Park-Position (C).
- 1, Unterteil-Komponente 1.0
- - Gasdruckfeder mit Gasdruckfeder-Zylinder (1.1), Kolben (1.1.1)
- - Rundrohr (1.4),
- - Rohr-Abschlußstopfen (1.4.1),
- - Verbindungselement/Gewindestange (1.5),
- - Fußkapsel (1.6).
- - Rundrohr-Muffe (1.7)
- - Rohr-Abschlußstopfen (1.7.1)
- - Druckknöpfe (2x) (1.7.2)
- - Spreitzfeder (1x) (1.7.3)
- 1, Oberteil-Komponente 2.0
- - Einteilig-symmetrisch konturierter Klemmer (2.1)
- - Rohr-Klemmverbinder-Gehäuse (2.3)
- - Einspann-Vorrichtung (2.3.1)
- - Bohrung für Zylinderstift (2.3.2) -siehe 8;9,
- - Rohr-Klemmverbinder-Hebel (2.4)
- - Klemmer-Stützkörper (2.4.1)
- - Klemmer-Zylinderstift (2.4.2)
- - KlemmPad (2.5)
- 2, Unterteil-Komponente 1.0
- 2, Oberteil-Komponente 2.0
- - Zweiteilig-exzentrisch konturierter Klemmer (2.2)
- - Klemmer-Spanner/Rücklaufbremse (2.2.1)
- - Rohr-Klemmverbinder-Gehäuse (2.3)
- - Einspann-Vorrichtung (2.3.1)
- - Bohrung für Zylinderstift (2.3.2) -siehe 8;9, ,
- - Rohr-Klemmverbinder-Hebel (2.4)
- - Klemmer-Stützkörper (2.4.1)
- - Klemmer-Zylinderstift (2.4.2)
- - KlemmPad (2.5)
- 3-4, zeigt das Prinzpschema und einen Längs-Schnitt einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit den entspr. Bezugszeichen, als mechanisch-wirkende Druckfeder-Variante (1.2) in Park-Position (C).
- 3, Unterteil-Komponente: 1.0
- - Druckfeder (1.2),
- - Feder-Spannbolzen (1.2.1)
- - Rundrohr (1.4),
- - Rohr-Abschlußstopfen (1.4.1),
- - Rohr-Abschlußstopfen (1.4.2),
- - Verbindungselement/Gewindestange (1.5),
- - Fußkapsel (1.6).
- - Rundrohr-Muffe (1.7)
- - Rohr-Abschlußstopfen (1.7.1)
- - Druckknöpfe (2x) (1.7.2)
- - Spreitzfeder (1x) (1.7.3)
- 3, Oberteil-Komponente 2.0
- - Einteilig-symmetrisch konturierter Klemmer (2.1)
- - Rohr-Klemmverbinder-Gehäuse (2.3)
- - Einspann-Vorrichtung (2.3.1)
- - Bohrung für Zylinderstift (2.3.2) -siehe 8;9, ,
- - Rohr-Klemmverbinder-Hebel (2.4)
- - Klemmer-Stützkörper (2.4.1)
- - Klemmer-Zylinderstift (2.4.2)
- - KlemmPad (2.5)
- 4, Unterteil-Komponente: 1.0
- 4, Oberteil-Komponente 2.0
- - Zweiteilig-exzentrisch konturierter Klemmer (2.2)
- - Klemmer-Spanner/Rücklaufbremse (2.2.1)
- - Rohr-Klemmverbinder-Gehäuse (2.3)
- - Einspann-Vorrichtung (2.3.1)
- - Bohrung für Zylinderstift (2.3.2) -siehe 8;9, ,
- - Rohr-Klemmverbinder-Hebel (2.4)
- - Klemmer-Stützkörper (2.4.1)
- - Klemmer-Zylinderstift (2.4.2) und
- - KlemmPad (2.5)
- 5-6, zeigt das Prinzpschema und einen Längs-Schnitt einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit den entspr. Bezugszeichen, als mechanisch-wirkende Zugfeder-Variante (1.3) in Park-Position (C).
- 5. Unterteil-Komponente 1.0
- - Zugfeder (1.3),
- - Feder-Abschluß-Feststellmuffe (1.3.1)
- - Feder-Feststellbügel (1.3.2)
- - Feder-Feststellbügel (1.3.3)
- - Rundrohr (1.4)
- - Rohr-Abschlußstopfen (1.4.1)
- - Rohr-Abschlußstopfen (1.4.2)
- - Verbindungselement/Gewindestange (1.5)
- - Fußkapsel (1.6)
- - Rundrohr-Muffe (1.7)
- - Rohr-Abschlußstopfen (1.7.1)
- - Druckknöpfe (2) (1.7.2)
- - Spreitzfeder (1) (1.7.3)
- 5, Oberteil-Komponente 2.0
- - Einteilig-symmetrisch konturierter Klemmer (2.1)
- - Rohr-Klemmverbinder-Gehäuse (2.3)
- - Einspann-Vorrichtung (2.3.1)
- - Bohrung für Zylinderstift (2.3.2) -siehe 8;9,
- - Rohr-Klemmverbinder-Hebel (2.4)
- - Klemmer-Stützkörper (2.4.1)
- - Klemmer-Zylinderstift (2.4.2)
- - KlemmPad (2.5)
- 6, Unterteil-Komponente 1.0
- 6, Oberteil-Komponente 2.0
- - Zweiteilig-exzentrisch konturierter Klemmer (2.2)
- - Klemmer-Spanner/Rücklaufbremse (2.2.1)
- - Rohr-Klemmverbinder-Gehäuse (2.3)
- - Einspann-Vorrichtung (2.3.1)
- - Bohrung für Zylinderstift (2.3.2) -siehe 8;9,
- - Rohr-Klemmverbinder-Hebel (2.4)
- - Klemmer-Stützkörper (2.4.1)
- - Klemmer-Zylinderstift (2.4.2)
- - KlemmPad (2.5)
- 7, zeigt das Prinzpschema und einen Längs-Schnitt des Modul-Unterteils 1.0
aller 3 möglichen, für die erfindungsgemäße Vorrichtung infrage
kommenden Unterteil-Komponenten im Vergleich,
gem. , pneumatisch-wirkende Gasdruckfeder-Version (1.1)
gem. , mechanisch-wirkende Druckfeder-Version (1.2)
gem. , mechanisch-wirkende Zugfeder-Version (1.3)
- 8, zeigt das Prinzpschema und einen Längs-Schnitt des
Modul-Oberteils 2.0
gem. , Oberteil-Komponente
- - Rohr-Klemmverbinder-Gehäuse (2.3)
- - Einspann-Vorrichtung (2.3.1)
- - Bohrung für Zylinderstift (2.3.2),
gem. , Oberteil-Komponente
in Park-Position (C)
- - einteilig-symmetrisch konturierten Klemmer (2.1)
- - Rohr-Klemmverbinder-Gehäuse (2.3)
- - Einspann-Vorrichtung (2.3.1)
- - Klemmer-Hebel (2.4)
- - Klemmer-Stützkörper (2.4.1)
- - Klemmer-Zylinderstift (2.4.2)
- - KlemmPad (2.5)
gem. , Oberteil-Komponente, wie ,
in Aktions-Position (A)
gem. , Oberteil-Komponente, wie , ,
in Freigabe-Position Position (B)
- 9, wie 8, aber mit
- - Zweiteilig-exzentrisch konturierten Klemmer (2.2)
- 10, zeigt das Prinzpschema und einen Schnitt einer
Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit den entspr.
Bezugszeichen, Krückenständer-Modul als mechanisch-wirkende
Druckfeder-Variante (1.2) mit voreingestellter Höhe in Park-Position (C)
gem. ,
- - mit max. ausgefahrener Gewindestange (1.5) (h1)(H1)
- - mit zweiteiligem exzentrisch konturierten Klemmer (2.2)
- - mit Rohr-Abschlußstopfen (1.7.1)
- - mit Feder-Spannbolzen (1.2.1)
gem. ,
wie , mit neu devinierter Krückenlänge (h2) (H2)
- 11, zeigt das Prinzpschema und einen Schnitt einer Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung mit zweiteiligem exzentrisch konturierten Klemmer (2.2) mit techn. Angaben, als mechanisch-wirkende Druckfeder-Version (1.2) in Park-Position (C)
- 12, zeigt das Prinzpschema und einen Schnitt einer Ausführungsform der
erfindungsgemäßen Vorrichtung mit zweiteiligem exzentrisch konturierten
Klemmer (2.2) getrennt nach Modul-Unterteil und Modul-Oberteil
gem. , Unterteil-Komponente 1.0
gem. , Oberteil-Komponente 2.0
gem. , Unterteil-Komponente 1.0 -ohne Feder-
+ Oberteil-Komponente 2.0
mit Hauptrohr (a) einer handelsüblichen Krücke verbunden
- 13, Positionierungs-Schritte einer mit dem Krückenständer-Modul modufizierten Krücke, zum Ziel einer stufenlosen Längenveränderung derselben,
mit zweiteiligem exzentrisch konturierten Klemmer (2.2)
gem. , von der Aktions-Position (A) mit z.B. max. Länge H1 zwischen Rohr-Klemmverbinder-Gehäuse-Unterkante (2.3) und Bodenauflage,
gem. , über Freigabe-Position (B) neue Länge H2 einstellen und gem. , zurück zur Aktion-Position (A) neue Länge H2 fixieren
- 14, Schematische Darstellung von Kombinationsschritten, von der handelsüblichen zur modifizierten Krücke mit den entsprechenden Bezugszeichen,
gem. , Handelsübliche Krücken-Komponente
- - Hauptrohr (a)
- - diametral-Bohrungen (b)
- - ArmschalenHandgriff (c)
- - Handgriff (d)
- - Befestigungs-Clip (e)
- - Klemmverbinder (f)
- - Unterteil-Rohr (g) + Fußkapsel (h)
gem. , Handelsübliche Krücken-Komponente entkernt
- - Hauptrohr (a)
- - diametral-Bohrungen (b)
- - Armschale (c)
- - Handgriff (d)
gem. . Modifizierte Krücke aus Krückenständer-Modul inpneumatisch-wirkender Gasdruckfeder-Version (1.1-1.1.1) und handelsübliche Krücken-Komponente entkernt gem. ,
gem. , Modifizierte Krücke aus Krückenständer-Modul in mechanisch-wirkender Druckfeder-Version (1.2) und handelsübliche Krücken-Komponente gem. entkernt,
gem. , Modifizierte Krücke aus Krückenständer-Modul in mechanisch-wirkender Zugfeder-Version (1.3) und handelsübliche Krücken-Komponente gem. , entkernt,
- 15, zeigt Aufbau und Schnitt in vereinfachter Darstellung eines
universellen Rohr-Klemmverbinder-Systems von Modul-Oberteil 2.0, in einfachster Ausführung !
mit einteiligem symmetrisch konturierten Klemmer (2.1)
über Rundrohr (1.4)
- - Klemmverbinder-Gehäuse (2.3)
- - Einspann-Vorrichtung (2.3.1)
- - Klemmer-Hebel (2.4))
- - Klemmer-Stützkörper (2.4.1)
- - Klemmer-Zylinderstift (2.4.2)
gem. in Aktions-Position (A)
gem. wie , mit Draufsicht Rundrohr (1.4) in Freigabe-Position (B)
gem. wie , mit Draufsicht Rundrohr (1,4) in in Park-Position (C)
- 16, gem. , Aufbau und Schnitt in vereinfachter Darstellung eines universellen Rohr-Klemmverbinder-Systems von Modul-Oberteil 2.0, über Rundrohr (1.4) mit Anschluß an Hauptrohr (a)
in standardisierter Ausführung !
mit einteiligem symmetrisch konturierten Klemmer (2.1)
- - Klemmverbinder-Gehäuse (2.3)
- - Einspann-Vorrichtung (2.3.1)
- - Klemmer-Hebel (2.4)
- - Klemmer-Stützkörper (2.4.1)
- - Klemmer-Zylinderstift (2.4.2)
- - KlemmPad (2.5)
gem. , wie , mit Draufsicht Rundrohr (1,4)
in Freigabe-Position (B)
gem. , wie , mit Draufsicht Rundrohr (1,4) in in Park-Position (C)
- 17, wie 16, aber mit zweiteilig-exzentrisch konturierten
Klemmer (2.2) und zusätzlicher Klemmhülse (2.6)
in vorteilhafter Ausführung !
- 18, Aufbau und Schnitt in vereinfachter Darstellung einer Teilansicht eines universellen Rohr-Klemmverbinder-Systems von Modul-Oberteil 2.0, in Park-Position (C), mit zweiteiligem exzentrisch konturierten
Klemmer (2.2) und mit Hinweise auf Bezugszeichen, Klemmhülsen-
Einschnitt (2.6.1) u. div. Bemaßungen.
- 19, perspektivisch dargestellte modifizierte Krücke in Park-Position C, mit Ausrichtung des Krückenhandgriffes (front) in Gehrichtung, und des gegenüber platzierten Stützkörpers (back) zur Benutzer-zugewandten
Rückseite, mit Blick auf die (diametrale) Bohrungen (b) des
Hauptrohrs (a) einer handelsüblichen Krücke, mit Klemmer-
Stützkörper (2.4.1), Druckknöpfe (1.7.2) und Spreitzfeder (1.7.3) eines einteiligen- oder zweiteiligen Klemmers.
- 20, wie 19, aber gepaart mit einer handelsüblichen Krücke als frei stehendes Krückenpaar mit den entspr. Bezugszeichen, in Park-Position C, mit Blick auf die stabilisierende Krückenverbindung durch freies aufeinanderlegen von Krücken-Armschale (c') der handelsüblichen Krücke, auf Krücken-Handgriff (d) der erfindungsgemäßen modifizierten Krücke.
- 21, wie 20, als frei stehendes Krückenpaar mit den entspr.
Bezugszeichen, in Park-Position C, mit Blick auf die stabilisierende Krückenverbindung durch freies aufeinanderlegen von Krücken-Handgriff (d') der handelsüblichen Krücke, auf Krücken-Handgriff (d) der erfindungsgemäßen modifizierten Krücke.
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Zusammenfassung
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Vorwort: Der berechtigte Wunsch eines jeden Patienten ist es, mit seinem Krückenpaar schnell von der Aktionsposition (A) zur Park-Position (C) und zurück wechseln zu können. Erfindungsgemäß erfolgt dies in gewisser Weise nach dem Schema des Fahrradständerprinzip's, indem durch ausklappen des Klemmhebels bzw. dessen Stützkörpers aus der Aktionsposition (A) heraus, vorzugsweise mit dem Fuß, und durch gleichzeitigen Druck auf den Krückenhandgriff (d), die Krücke augenblicklich um mindestens 200mm durchgehend abgesenkt werden kann, wobei sich das untere Ende des Rohr-Klemm-Verbinder-Gehäuse (2.3) dann nur noch gem. 1 auf nahe
Anschlag Oberkante Fußkapsel (1.6) befindet, das sind bei einer
Kapsel etwa 50-60 mm bis zum Boden und entspricht etwa der Höhe einer handelsüblichen Fußkapsel.
Mit diesem Vorgang und infolge einer nun im Vergleich zur Gesamtlänge erheblich verkürzten Krückenlänge werden mehrere Vorteile gleichzeitig erzielt u.a.:
- 1. der anfangs hochliegende Krücken-Schwerpunkt verringert sich durch den Absenkvorgang der Krücke statisch derart, dass sich dies positiv zugunsten der gewünschten Standsicherheit der Krücke gegen umkippen auswirkt.
- 2. Eine „lose und doch stabilisierende Verbindung“ der beiden nun unterschiedlich langen Krücken ist gem. 20, lediglich durch übereinanderlegen von Armschale / Handgriff oder gem. 21, Handgriff / Handgriff möglich.
- 3. der Stützkörper selbst kann infolge seiner nun bodennahen Position konstruktionsmäßig sehr kurz gehalten werden, sodass er mit einer Baulänge incl. Hebel, von ca.150mm auskommt um in Verbindung mit den Ausführungen 1,2, die Standfestigkeit des Krückenpaares gegen umfallen sicherzustellen.
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Nun braucht der Patient nur noch die beiden Krücken des Krückenpaares entsprechend zu positionieren um mittels der vereinfachten Verbindungstechnik - siehe Alleinstellungsmerkmal- das Krückenpaar ohne weitere zusätzliche Hilfsmittel frei in der Park-Position (C) abzustellen.
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Umgekehrt kann der Patient auch wieder schnell mit seinen beiden Krücken in die Aktionsposition (A) zurückkehren, indem er die beiden Krückenhandgriffe aufnimmt und den Klemmhebel mit Stützkörperfunktion der modifizierten Krücke per Zuhilfenahme von Fuß oder Hand über die Freigabe-Position (B) den gewählten Kraftspeicher entspannt, um so wieder automatisch in die Ausgangs- bzw. Aktions-Position (A) zurück zu kehren.
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1-2, zeigt das Krückenständer-Modul in der
pneumatisch wirkenden Kraftspeicher-Variante nach Anspruch 1, und 2,
in Park-Position (C).
Dabei befindet sich eine Gasdruckfeder in einem vorzugsweise leichtmetalligem
Rundrohr (1.4) des Modul-Unterteils 1.0 mit den Unterteil-Komponenten (1.1 -1. 7.3).
Das untere Rundrohrende wird dabei von einer Fußkapsel (1.6) aufgenommen und durch einen Rohr-Abschlußstopfen (1.4.1) verschlossen, das obere Rundrohrende ist offen.
Die Gasdruckfeder wird einerseits mit seinem Gasdruckfeder-Kolben (1.1.1) mit dem Rohrabschluß-Stopfen (1.4.1) und andererseits mit seinem Gasdruckfeder-Zylinder mittels der Gewindestange (1.5) mit dem Rohr-Abschlußstopfen (1.7.1) der Rundrohr-Muffe (1.7) verbunden.
Mittels des in der Rundrohr-Muffe (1.7) integrierten Druckknöpfe-Systems (1.7.2) wird eine Verbindung zu Hauptrohr (a) einer abgespeckten handelsüblichen Krücke hergestellt, indem die Druckknöpfe in die vorgegebenen meist diametral angeordneten Bohrungen (b) am Hauptrohr (a) einrasten, sodass durch physische Einwirkung auf das Hauptrohr z.B. durch Belastung oder Entlastung, die Rundrohr-Muffe (1.7) mit der Gewindestange (1.5) den Gasdruckfeder-Zylinder (1.1) teleskopartig im Rundrohr (1.4)
auf (= Endspannung) oder ab (= Spannung) bewegen.
Die hierbei erforderliche Druckknöpfe-Spannung wird mittels einer
Spreitzfeder (1.7.3) erzielt, welche die beiden Druckknöpfe an die Innenwandung bzw. Durchgangsbohrungen der Rundrohr-Muffe (1.7)fixiert.
Über die Einspann-Vorrichtung (2.3.1) des Rohr-Klemm-Verbinder-Gehäuse (2.3) wird nun auch das von der Armschale (c) bzw. Handgriff (d) der abgespeckten handelsüblichen Krücke kommende Ende des Hauptrohres (a) mit dem Rohr-Klemmverbinder-System vom Modul-Oberteil 2.0 mit den Oberteil-Komponenten (2.1 - 2.6.1).verbunden, sodass sich bei mehr oder weniger Druck auf Krückenhandgriff (d) über Hauptrohr (a) sowohl der im Modul-Unterteil 1.0 befindliche Kraftspeicher als auch das Rohr-Klemmverbinder-System des Modul-Oberteils 2.0 synchron miteinander bewegen.
Mit diesem Verbindungssystem wird sich bei Belastung oder Entlastung des Hauptrohres (a) das Modul-Oberteil 2.0 mit dem Klemmverbinder-Gehäuse (2.3) teleskopartig über Rundrohr (1.4) (auf oder ab) bewegen, indem sich parallel dazu der Gasdruckfeder-Zylinder (1.1) teleskopartig im Rundrohr (1.4) bewegt und damit entsprechend seiner Stellung gespannt oder entspannt wird.
Die Umklammerung des Rundrohres (1.4) durch das Rohr-Klemmverbinder-System des Modul-Oberteils 2.0 wird mittels des einteiligen- oder wahlweise des zweiteiligen Klemmers in der Weise beeinflußt, das gem. 15;16;17, dessen Oberflächenstrukturen so geformt und gestaltet sind das entspr. ihrer Positionierung die Arretierung oder Freigabe vom Rundrohr (1.4) in der Weise geschieht, das in der Aktions-Position (A) das System blockiert, in der Freigabe-Position (B) die Blockierung gelöst und in der Park-Position (C) die Blockierung wieder aktiviert wird.
1 zeigt dabei das Krückenständer-Modul mit einem einteilig - symmetrisch konturierten Klemmer (2.1)
2 zeigt dabei das Krückenständer-Modul mit einem zweiteilig - exzentrisch konturierten Klemmer (2.2)
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3-4, zeigt das Krückenständer-Modul-Unterteil 1.0 in der mechanisch-wirkenden Kraftspeicher-Variante nach Anspruch 1. und 3,
in Park-Position (C).
Dabei befindet sich eine Druckfeder in einem vorzugsweise leichtmetalligem Rundrohr (1.4) des Modul-Unterteils 1.0 mit den Unterteil-Komponenten (1.2 - 1.7.3).
Das untere Rundrohrende wird dabei von einer Fußkapsel (1.6) aufgenommen und durch einen Rohr-Abschlußstopfen (1.4.1) verschlossen, wobei das obere Rohrende ebenfalls durch einen Rohrabschluß-Stopfen (1.4.2) mit Ausnahme einer Durchgangsbohrung für die Durchführung der
Gewindestange (1.5), verschlossen ist.
Mittels der Gewindestange wird die Verbindung zwischen aufgesetztem Federspannbolzen (1.2.1) zum Rohr-Abschlußstopfen (1.7.1) der Rundrohr-Muffe (1.7) des Modul-Unterteils 1.0 hergestellt, indem die Gewindestange ebenfalls in das kompatible Gegengewinde des Rohr-Abschlußstopfens (1.7.1) zum Zwecke der Längen-Voreinstellung gem. 10, unterschiedlich tief eingeschraubt werden kann.
Die abgespeckte handelsübliche Krücke verbindet sich durch ihre meist diametral angeordneten Bohrungen (b) im Hauptrohr (a) einerseits mit dem Rohr-Verbindungselement 1.0, über die Druckknöpfe (1.7.2), und andererseits mit dem Rohr-Klemmverbinder-System des Modul-Oberteils 2.0 über die Einspann-Vorrichtung (2.3.1) im Rohr-Klemmverbinder-Gehäuse (2.3).
Durch physische Einwirkung auf das Hauptrohr z.B. durch Belastung oder Entlastung, wird die Druckfeder (1.2) im Rundrohr (1.4) über den Feder-Spannbolzen (1.2.1) und dessen Verbindung zur Rundrohr-Muffe (1.7) mit Gewindestange (1.5), mehr oder weniger stark aktiviert.
Das Rohr-Klemmverbinder-System des Modul-Oberteils 2.0 wird sich dabei synchron mit dem Feder-Spannbolzen (1.2.1), teleskopartig über Rundrohr (1.4)
(auf oder ab) bewegen.
3 zeigt das Krückenständer-Modul mit einem einteilig-symmetrisch
konturierten Klemmer (2.1)
4 zeigt das Krückenständer-Modul mit einem zweiteilig-exzentrisch konturierten Klemmer (2.2)
5-6, zeigt das Krückenständer-Modul-Unterteil 1.0 mit den mechanisch-wirkenden Kraftspeicher-Variante nach Anspruch 1. und 4,
in Park-Position (C).
Dabei befindet sich eine Zugfeder in einem vorzugsweise leichtmetalligem Rundrohr (1.4) des Modul-Unterteils 10 mit den Unterteil-Komponenten (1.3 - 1.7.3).
Der untere Rundrohrabschluß wird von einer Fußkapsel (1.6) aufgenommen und durch einen Rohrabschluß-Stopfen (1.4.1) verschlossen, das oberen Rohrende ist ebenfalls durch einen Rohrabschluß-Stopfen (1.4.2) mit Ausnahme einer Durchgangsbohrung für die Durchführung der Gewindestange (1.5) verschlossen. Am unteren Ende der Gewindestange befindet sich eine Feder-Abschluß-Muffe (1.3.1) mit aufgesetzter Zugfeder (1.3) welche durch einen Feder-Feststellbügel (1.3.2) an der Muffe befestigt ist. Durch einen weiteren Feder-Feststellbügel (1.3.3) wird die Zugfeder am Rohr-Abschlußstopfen (1.4.2) befestigt. Der obere Gewindestangenabschluß (1.5) endet im Rohr-Abschlußstopfen (1.7.1) der Rundrohr-Muffe (1.7) des Modul-Unterteils 1.0
5 zeigt das Krückenständer-Modul mit einem einteilig-symmetrisch
konturierten Klemmer (2.1)
6 zeigt das Krückenständer-Modul mit einem zweiteilig-exzentrisch
konturierten Klemmer (2.2)
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7, zeigt im direkten Vergleich alle 3 möglichen Kraftspeicher-Varianten gem. , pneumatisch wirkender (Gasdruckfeder)
gem. , mechanisch-wirkender (Druckfeder)
gem. , mechanisch-wirkender (Zugfeder)
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8, gem. , zeigt das Krückenständer-Modul Oberteil 2.0 bzw. dessen Klemmverbinder-Gehäuse (2.3), die Einspann-Vorrichtung (2.3.1) für Hauptrohr (a) und die Bohrung (2.3.2) für den Klemmer-Zylinderstift (2.4.2) des Rohr-Klemmverbinder-S ystems,
gem. , , sind neben einteiligensymmetrisch-konturierten
Klemmer (2.1), Klemmer-Gehäuse (2.3), Klemmer-Stützkörper (2.4.1), Klemmer-Gehäuse (2.3) und Einspann-Vorrichtung (2.3.1), die einzelnen Krücken-Positionsstufen dargestellt für:
- A-Aktions-Position; B-Freigabe-Position; C-Park-Position.
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9, wie 8, aber mit einem zweiteiligenexzentrischkonturierten Klemmers.
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10, zeigt anhand eines Prinzpschemas wie eine Krückenlänge-Voreinstellung durchgeführt werden kann.
Mit dieser Voreinstellung ist z.B. bei einem Besitzerwechsel nur eine einmalige Grundeinstellung erforderlich, indem sich diese nach durchgeführten Positionsaktionen immer wieder automatisch auf die eingestellte Höhe einstellt.
In , , wird anhand eines Beispiels gezeigt, wie die
„Krückenlängen-Voreinstellung“ - in diesem Anwendungsfall bei der mechanisch-wirkenden Druckfeder-Version (1.2) durchgeführt wird, indem durch Verkürzung oder Verlängerung der Gewindestange (1.5) durch ein mehr oder weniger tiefes einschrauben derselben in den Rohr-Abschlußstopfen (1.7.1) der Rundrohr-Muffe (1.7)die Voreinstellung möglich ist.
, zeigt die Krückenhöhe H1 bei einem voreingestellten Abstand der Gewindestange zwischen dem Federspannbolzen (1.2.1) und Rohr-Abschlußstopfen (1.7.1).
, zeigt an, das sich die Krückenhöhe H2 um die gleiche Länge verkürzt,
wie durch das einschrauben der Gewindestange (1.5) in den Abschlußstopfen (1.7.1) der Rundrohr-Muffe (1.7) entstanden ist.
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11, zeigt nochmals einen Längs-Schnitt einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung einer mechanisch-wirkenden Druckfeder-Version 1.2 in Park-Position (C) mit Integration eines zweiteiligen exzentrisch konturierten Klemmer (2.2) und div. Positions-Hinweisen in Bezug auf das Rohr-Klemmverbinder-System des Modul-Oberteils 2.0.
Das modifizierte Krückenständer-Modul wird nicht in senkrechter Stellung auf den Boden stehend dargestellt. In der „senkrechten“ Stellung ist ein freies stehen nur bedingt möglich, weil die Gefahr besteht infolge der ungünstigen Gewichtsverteilung (Statik) durch späteres aufsetzen von Armschale (c) und Handgriff (d) nach vorne abzukippen.
Außerdem müßte in diesem Fall der Stützkörpers (2.4.1) erheblich verlängert werden um einen optimalen Bodenkontakt herstellen zu können. Erst durch leichtes „zurück“ kippen der Krücke um -je nach Standort- ca. 10° zum Patienten hin, kann ein ausreichender Bodenkontakt entstehen, sodass der Stützkörper seine Aufgabe als Stützbein gem. Park-Position C erfüllen kann.
Die ausgefahrene Gesamtlänge des Stützkörpers beträgt ca.130-150mm.
Die etwaigen funktionellen Winkelgrade des Stützkörpers sind stufenlos zwischen den jeweiligen Positionen von Aktion-, Freigabe-, Park-Positionen einstellbar und können etwa mit je 60°-70° beziffert werden.
Diese Angaben sind jedoch lediglich ein Anhaltspunkt und nicht repräsentativ, da sie von unterschiedlichen Faktoren wie z.B. Krückentype etc. abhängig sind. Auch der Standort z.B. mit oder ohne Gefälle, spielt dabei eine Rolle inwieweit der Patient seinen Stützkörper ausfahren muß um einen stabilen Stand gegen umfallen zu sichern. In der Praxis wird der Patient beim Abstellvorgang jedoch sofort spürbar erkennen, wann die richtige Stellung des Stützkörpers (2.4.1) erreicht ist, sodass das Krückenpaar selbständig stehen bleiben kann.
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12,
gem. , zeigt das erfindungsgemäße Krückenständer-Modul in einer mechanisch-wirkenden Druckfeder-Variante (1.2) aufgeschlüsselt gem. , Modul-Unterteil 1.0
gem. , Modul-Oberteil 2.0
gem. , Modul-Unterteil 1.0 - ohne Feder + „Modul-Oberteil“ 2.0
als eine Einheit kombiniert, verbunden durch das Hauptrohr (a) einer handelsüblichen Krücke über die Schnittstellen der Einspann-Vorrichtung (2.3.1) am Modul-Oberteil und Druckknöpfe-System (1.7.2) der Rundrohr-Muffe (1.7), womit eine Synchronisierung zwischen den verbundenen Bauteilen in den Bewegungsabläufen besteht.
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In 13 wird schematisch dargestellt, wie der Patient seine Krückenlänge H1 z.B. in einer pneumatisch-wirkenden Gasdruckfeder-Variante stufenlos verstellen kann (gilt auch für die mechanisch-wirkenden Kraftspeicher).
Hierzu wird er den Klemmer-Stützkörper (2.4.1)
gem. , von der Aktions-Position (A) in die Freigabeposition (B),
positionieren
gem. , und dabei durch Druck auf seine Krücke -im Falle er seine
Krückenhöhe reduzieren möchte- seine Höhe H2 neu einstellen
gem. , um anschließend die neu devinierte Krückenlänge H2 wieder mit den
Klemmer-Stützkörper (2.4.1) in der Aktions-Position (A) zu fixieren.
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14 stellt dar, wie einfach das mobile Krückenständer-Modul in eine handelsübliche Krücke zu integrieren ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich bei dem Modul um eine pneumatisch-wirkende Gasdruckfeder-Version, oder mechanisch wirkende Druck- oder Zugfeder-Version handelt, wobei gem. , , das Unterteilrohr (g) mit Fußkapsel (h) durch herausziehen des Befestigungs-Clip (e) aus der diametralen Bohrung (b) vom Hauptrohr (a)
einer handelsüblichen Krücke entfernt wird, sowie der Klemmverbinder (f) ebenso, sodass am Ende lediglich eine abgespeckte Version der handelsüblichen Krücke zur weiteren Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Krückenständer-Modul zur Verfügung steht.
In , , wird dann jeweils das mit der pneumatisch-wirkenden Gasdruckfeder oder mechanisch-wirkenden Druck- oder Zugfeder versehene Modul mit dem in dargestellten Hauptrohr (a) der handelsüblichen Krücke verbunden, indem das Hauptrohr mittels der Einspann-Vorrichtung (2.3.1) am Rohr-Klemmverbinder-Gehäuse (2.3) des Rohr-Klemmverbinder-Systems vom Modul-Oberteil 2.0 befestigt wird und die zweite Verbindung des Hauptrohres (a) über das Druckknopfsystem (1.7.2) stattfindet.
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In 15, wird im Schnitt schematisch eine einfachste Ausführung des universellen Rohr-Klemmverbinder-Systems vom Modul-Oberteil 2.0 dargestellt, wobei die Klemmwirkung eines einteiligensymmetrisch konturierten Klemmer (3.1) auf das Rundrohr (1.4) direkt übertragen werden kann.
, zeigt dabei die Klemmer-Stellung in der Aktions-Position (A)
, zeigt dabei die Klemmer-Stellung in der Freigabe-Position (B)
, zeigt dabei die Klemmer-Stellung in der Park-Position (C)
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16, wird im Schnitt schematisch eine standardisierte Ausführung des universellen Rohr-Klemmverbinder-Systems dargestellt, wobei die Klemmwirkung eines einteiligensymmetrisch konturierten
Klemmer (2.1) auf das Rundrohr (1.4) indirekt übertragen werden kann, indem sich zwischen Klemmer und Rundrohr ein KlemmPad (2.5) befindet, wobei das KlemmPad formschlüssig zwischen dem Klemmer (2.1) und dem Rundrohr (1.4) angepasst ist.
, zeigt dabei die Klemmer-Stellung in der Aktions-Position (A)
, zeigt dabei die Klemmer-Stellung in der Freigabe-Position (B)
, zeigt dabei die Klemmer-Stellung in der Park-Position (C)
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17, wird im Schnitt schematisch eine vorteilhafte Ausführung des universellen Rohr-Klemmverbinder-Systems dargestellt, wobei die Klemmwirkung eines zweiteiligenexzentrisch konturierten
Klemmer (2.2) auf das Rundrohr (1.4) indirekt übertragen werden kann, indem sich zwischen Klemmer und Rundrohr sowohl ein KlemmPad (2.5) als auch eine Klemmhülse (2.6) befindet, wobei das KlemmPad formschlüssig zwischen dem Klemmer (2.2) und der Klemmhülse (2.6) angepasst ist und die Innenwandung der Klemmhülse das Rundrohr (1.4) direkt umschließt und damit die Wirkung einer „Bremsscheibe“ mit direkter Brems- oder Klemmeinwirkung auf das Rundrohr ausübt.
Mit dieser Anordnung wird die Brems- oder Klemmleistung optimiert und die Tragfähigkeit der Krücke kann nochmals erhöht werden.
, zeigt dabei die Klemmer-Stellung in der Aktions-Position (A)
, zeigt dabei die Klemmer-Stellung in der Freigabe-Position (B)
, zeigt dabei die Klemmer-Stellung in der Park-Position (C)
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18, zeigt die gleiche Anordnung der Brems- oder Klemmittel wie in 17, nur in einer anderen Darstellung u.a. mit Blick auf den Klemmhülsen-Einschnitt (2.6.1). Dieser Einschnitt bei der zwischen KlemmPad (2.5)
und Rundrohr (1.4) befindlichen Klemmhülse, ist für die optimale Brems- oder Klemmkraftübertragung von großer Bedeutung, indem die Klemmhülse in dem geschlitzten Umfeld den vom KlemmPad oder Klemmer ausgehenden axialen Druck besser nachgeben und infolge einer vergrößerten Reibfläche somit die Brems-oder Klemmwirkung auf das Rundrohr (1.4) verstärken wird.
-
In 19, wird perspektivisch eine modifizierte Krücke in Park-Position (C) gem. Anspruch 1 mit Ausrichtung des Krückenhandgriffes (d) in Gehrichtung (front), und des gegenüber platzierten
Stützkörpers (2.4.1) zur Benutzer-zugewandten Rückseite (back)
vorgestellt, mit Blick auf das Druckknöpfe-System (1.7.2) mit Spreitzfedern (1.7.3) bzw. Hauptrohr (a) mit (diametral) angeordneten Bohrungen (b).
-
20 ist das Abbild eines Krückenpaares welches sich anschaulich in der Park-Position (C) befindet und den Oberbegriff des Patentanspruches 1 nochmals verdeutlichen soll.
Es zeigt ein abgestelltes, frei stehendes Krückenpaar, wobei die handelsübliche Krücke seitlich mit einem, dem Umfeld angepassten Anstellwinkel zur modifizierten Krücke hin ausgerichtet ist, und ihre Armschale (c') auf den Handgriff (d) der modifizierte Krücke mit stabilisierender Wirkung lose auflegt. Die mit dem erfindungsgemäßen Krückenständer-Modul ausgestattete modifizierte Krücke steht dabei nahezu senkrecht, mit einer geringen Neigung (<10°) hin zum Patienten. Der Stützkörper (2.4.1) ist dabei entgegengesetzt zum nach vorne gerichteten Handgriff (d) positioniert. Bei maximal ausgefahrener Krückenlänge kann durch den, für die Park-Position erforderlichen Absenkungsprozess, die Absenkung mindestens 200 mm betragen, sodass eine nicht unerhebliche Längendifferenz zwischen handelsüblicher- und modifizierter Krücke entstehen kann. Dabei weist die modifizierte Krücke zwangsläufig die kürzeste Länge auf, was sich aus statischen Gründen günstig auf die Standfestigkeit der beiden Krücken auswirkt.
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In 21 besteht der Unterschied zu dem in 20 gezeigten selbststehendem Krückenpaar lediglich darin, dass die stabilisierende Verbindung zwischen den beiden Krücken nicht durch loses aufeinanderlegen der Armschale (c') der handelsüblichen Krücke auf den Handgriff (d) der modifizierten Krücke stattfindet, sondern durch loses aufeinanderlegen von Handgriff (d') der handelsüblichen Krücke auf den Handgriff (d) der modifizierten Krücke herbeigeführt werden kann. Der Patient wird in der Praxis aber selbst darüber entscheiden, welche Art der Verbindungsform seiner beiden Krücken er bevorzugt einsetzen möchte. Dabei wird u.a. auch eine Rolle spielen, in welchem Gelände er sein Krückenpaar abstellen möchte, bei stark unwegsamen Geländen wird er die seitlich etwas ausladendere Verbindungsform gem. 20 wählen.
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Bezugszeichenliste
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MODUL - UNTERTEIL
- 1.0
- Unterteil-Komponente
- 1.1
- Gasdruckfeder-Zylinder, Pneumatisch-wirkender Kraftspeicher
- 1.1.1
- Gasdruckfeder-Kolben
- 1.2
- Druckfeder, Mechanisch-wirkender Kraftspeicher
- 1.2.1
- Feder-Spannbolzen
- 1.3
- Zugfeder, Mechanisch-wirkender Kraftspeicher
- 1.3.1
- Feder-Abschluß-Feststellmuffe
- 1.3.2
- Feder-Feststellbügel
- 1.3.3
- Feder-Feststellbügel
- 1.4
- Rundrohr
- 1.4.1
- Rohr-Abschlußstopfen (unten)
- 1.4.2
- Rohr-Abschlußstopfen (oben)
- 1.5
- Verbindungselement-Gewindestange
- 1.6
- Fußkapsel
- 1.7
- Rundrohr-Muffe
- 1.7.1
- Rohr-Abschlußstopfen
- 1.7.2
- Druckknöpfe (2x)
- 1.7.3
- Spreitzfeder (lx)
MODUL - OBERTEIL
- 2.0
- Oberteil-Komponente
- 2.1
- Einteilig-symmetrisch konturierter Klemmer
- 2.2
- Zweiteilig-exzentrisch konturierter Klemmer
- 2.2.1
- Klemmer-Spanner-Rücklaufbremse
- 2.3
- Rohr-Klemmverbinder-Gehäuse
- 2.3.1
- Einspann-Vorrichtung
- 2.3.2
- Bohrung für Zylinderstift
- 2.4
- Rohr-Klemmverbinder-Hebel
- 2.4.1
- Klemmer-Stützkörper
- 2.4.2
- Klemmer-Zylinderstift
- 2.5
- KlemmPad
- 2.6
- Klemmhülse
- 2.6.1
- Klemmhülse-Einschnitt
Handelsübliche Krücke
- 4.0
- Bauteile-Komponente
- a -
- Hauptrohr
- b -
- diametral-Bohrungen
- c -
- Armschale
- d -
- Handgriff
- e -
- Befestigungs-Clip
- f-
- Klemmverbinder
- g -
- Unterteil-Rohr
- h -
- Fußkapsel
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- CH 688175 A5 [0003]
- EP 0958803 A2 [0003]
- CH 636005 A5 [0005]
- DE 4137466 A1 [0005]
- DE 1276293 [0005]
- EP 3473229 A1 [0006]
- DE 20013369 [0006]
- DE 20018143 [0006]
- DE 20114228 U1 [0006]
- EP 1723942 A1 [0007]
- DE 10128382 A1 [0007]
- DE 202008016033 U1 [0007]
- DE 202007014880 U1 [0007]
- DE 102009017291 A1 [0007]