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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Automatenschutzvorrichtung für einen geldbeinhaltenden Automaten, insbesondere für einen Geldautomaten, der eine Geldausgabe- und/oder eine Geldeingabeöffnung hat. Die Geldausgabeöffnung und/oder die Geldeingabeöffnung eines derartigen Automaten ist mit einem verriegelbaren Behältnis, insbesondere mit einem verriegelbaren Wertbehältnis verbunden.
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Geldbeinhaltende Automaten, wie Geldeinzahlungs- oder Geldauszahlungsautomaten, Fahrkartenautomaten oder ähnliche Automaten werden von Tätern auf vielfältige Weise angegriffen. Insbesondere der täterseitige Einsatz von gasförmigen Sprengmitteln ist sehr verbreitet. Um an die Geldkassetten zu gelangen, die sich im Wertbehältnis befinden, werden bei den Gasangriffen bevorzugt systembedingte Öffnungen am Automaten genutzt, um das Wertbehältnis mit einem explosiven Gasgemisch zu füllen. Dieses wird anschließend mit Hilfe einer elektrischen oder chemischen Fernzündung beispielsweise von Brenngel oder einem Grillanzünder zur Explosion gebracht. Als Schadgas kommt überwiegend eine übliche Schweißgasmischung bestehend aus Acetylen und Sauerstoff zum Einsatz, diese Gase sind nahezu in jedem Baumarkt und auf Baustellen zu finden.
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Vorbereitet wird die Sprengung der Automaten in den meisten Fällen, indem die Täter eine vorhandene Behältnisöffnung, wie z.B. die Geldtransportöffnung im Behältnis mechanisch erweitern. Dabei gehen die Täter behutsam vor, um möglichst keine im Automaten befindliche Alarmanlage auszulösen. In die so geschaffene erweiterte Öffnung werden Schläuche und elektrische Kabel mit Zündelementen eingebracht. Alternativ wird statt der Kabel z.B. eine Spur aus Brenngel gelegt. Die Schläuche sind mit Druckgasflaschen verbunden, in denen sich handelsübliche Schweiß- oder Lötgasmischungen, wie z.B. Acetylen oder ein anderes Brenngas und Sauerstoff oder andere explosive Gase befinden. Über die eingebrachten Schläuche wird nach dem Öffnen der Schweißgasventile an den Druckgasflaschen die Schweißgasmischung eingebracht. Es reichen wenige Minuten aus, um das Behältnis oder den Tresor hinreichend zu befüllen. Die unter Druck eingebrachte Schweißgasmischung hat dabei die ursprünglich im Behältnis befindliche Umgebungsluft teilweise oder ganz verdrängt.
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Sobald eine für das eingebrachte Gasgemisch relevante zündfähige Mischung im Behältnis vorhanden ist, wird über die mit eingebrachten elektrischen Kabel und Zündelemente oder über die Brenngelspur eine Zündung ausgelöst. Bei der stattfindenden Detonation ist die Sprengkraft so groß, dass In den meisten Fällen nicht nur die Tür des Behältnisses aufreißt, sondern darüber hinaus erheblicher Sachschaden an der Einrichtung und Gebäuden entsteht. Neben Sachschäden am mittelbaren und unmittelbaren Umfelde muss auch mit Personenschäden gerechnet werden.
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In der Vergangenheit wird z.B. in
DE 10 2006 006 596 A1 eine Schutzvorrichtung beschrieben, welche bei Auslösung mittels entstehendem Schutzgas das im Geldautomaten befindliche explosionsfähige Schadgas in die Umgebung verdrängt. Dies kann nun außerhalb des Geldautomaten immer noch gefährlich sein. Die hier neu vorliegende Erfindung hat diesen Nachteil nicht, da sie das Schadgas sicher kontrolliert abreagiert.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Automatenschutzvorrichtung für geldbeinhaltende Automaten aufzuzeigen, die es ermöglicht, den Erfolg der vorgenannten Angriffe gefährdungsarm zu verhindern.
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Diese Aufgabe wird durch eine Automatenschutzvorrichtung für einen Automaten mit einer Geldausgabe- und/oder Geldeingabeöffnung, mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Erfindungsgemäß umfasst die Automatenschutzvorrichtung eine Detektionseinrichtung, eine Reaktionsanordnung und eine Steuereinrichtung. Die Detektionseinrichtung spricht an auf brennbare und/oder explosionsfähige Gase und Dämpfe und/oder Gas- und Dampfgemische und/oder auf Manipulationsversuche, die einen Gasangriff anzeigen. Die Steuereinrichtung steht mit der Reaktionsanordnung und der Detektionseinrichtung in Wirkverbindung. Die Steuereinrichtung ist so ausgebildet, dass sie in Abhängigkeit eines Signals der Detektionseinrichtung die Reaktionsanordnung aktiviert.
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Die Automatenschutzvorrichtung ist zum Einsatz in einem Automaten vorgesehen. Bei Anordnung der Automatenschutzvorrichtung im Bereich des Automaten derart, dass der Behältnisinnenraum von der Detektionseinrichtung überwacht wird und dass ein Schadgas kontinuierlich der Reaktionsanordnung zugeführt wird, kann das Schadgas in der Reaktionsanordnung unschädlich gemacht werden.
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Vorteilhaft umfasst die Reaktionsanordnung ein Reaktorelement mit einer Zündquelle. In dem Reaktorelement kann das Schadgas in Verbindung mit dem vorhandenen Sauerstoff zum kontrollierten Abreagieren gebracht werden. Zweckmäßig umfasst das Reaktorelement ein Katalysatorbett. Zur besseren Abreaktion kann das Schadgas zusätzlich über und/oder durch ein Katalysatorbett geleitet werden. Die Zündquelle und das Katalysatorbett kann auch in einem Bauteil zusammengefasst werden, beispielsweise ein beheiztes Katalysatorbett. Zweckmäßig umfasst das Reaktorelement mindestens eine einheitliche Kombination aus Zündquelle und Katalysatorbett.
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Vorteilhaft umfasst die Reaktionsanordnung eine Eingangsflammensperre und eine Ausgangsflammensperre. Die Eingangsflammensperre besitzt eine Eingangsöffnung zum Behältnisinnenraum, die Ausgangsflammensperre besitzt eine Ausgangsöffnung zum Behältnisinnenraum. Die Eingangsflammensperre wird auch als erste Flammensperre bezeichnet. Die Ausgangsflammensperre wird auch als zweite Flammensperre bezeichnet. Die erste Flammensperre ist als Eingangsflammensperre für den Gaseingang vorgesehen. Die zweite Flammensperre ist als Ausgangsflammensperre für den Gasausgang vorgesehen.
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Die Automatenschutzvorrichtung ist zweckmäßig so ausgelegt, dass die im Reaktorelement entstehenden inerten Gasreaktionsprodukte über die Ausgangsflammensperre in den Behältnisinnenraum zurückgegeben werden können. Dadurch tragen die inerten Gasreaktionsprodukte zu einer zusätzlichen Inertisierung des Schadgases bei. Beim typischen Angriff mit einer Mischung aus Acetylen und Sauerstoff besitzen die inerten Gasreaktionsprodukte ein kleineres Molvolumen als das Molvolumen der Schadgase, damit findet zusätzlich eine Volumenverringerung statt. Das kleinere Molvolumen der Gasreaktionsprodukte hat zur Folge, dass die inerten Gasreaktionsprodukte nicht aus den Automaten gedrückt werden. Dadurch kann eine schädigende Wirkung von aus dem Automaten austretenden Gasen auf Mensch und Material außerhalb des Automaten vermieden werden. Hierin besteht ein Vorteil gegenüber dem Stand der Technik, bei dem die zur Verhinderung einer Explosion zugegebenen Inertgase und das Schadgas austreten und Mensch und Material schädigen können.
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Das Reaktorelement ist vorzugsweise so angeordnet, dass die natürliche Konvektion, hervorgerufen durch die aufsteigenden warmen Gasreaktionsprodukte (Reaktionsgase), zum Reaktorelementbetrieb ausgenutzt wird.
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Als Flammensperre kann beispielsweise eine handelsübliche Flammensperre verwendet werden, wie sie bei Sicherheitsarmaturen zum Acetylen-Schweißen oder bei Flammensperren in Gasleitungen oder bei Wärmetönungssensoren benutzt wird. Diese Bauteile sind recht preiswert auf dem Markt erhältlich. Als Flammensperre kann aber auch eine angepasste handelsübliche Flammensperre oder eine eigens dafür konzipierte Flammensperre verwendet werden, wobei diese Ausführungen aber etwas teurer sind.
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Die Zündquelle ist bevorzugt ein Lichtbogenfeuerzeug und/oder ein Glühfaden und/oder ein flächiges Glühnetz, wobei das Glühnetz beispielsweise elektrisch betrieben wird. Diese Bauteile sind handelsüblich und können entsprechend adaptiert werden. Diese Bauteile sind preiswert auf dem Markt erhältlich.
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Das Katalysatorbett umfasst einen Katalysator. Der Katalysator ist beispielsweise ein Katalysatorwabenkörper oder ein Teil eines Katalysatorwabenkörpers. Solche Katalysatorwabenkörper werden bei einem Autoabgas-Katalysator eingesetzt. Katalysatorwabenkörper sind handelsübliche Bauteile und relativ günstig.
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Zweckmäßig umfasst die Reaktionsanordnung eine Pumpe. Die Pumpe ist nach der Eingangsflammensperre so angeordnet, dass sie dem Reaktorelement Schadgas zuführt. Die Pumpe ist beispielsweise ein (adaptierter) handelsüblicher Lüfter. Derartige Lüfter werden typischerweise beim Kühlen von Computerbautellen verwendet. Diese Bauteile sind preiswert auf dem Markt erhältlich. Als Pumpe kann beispielsweise aber auch ein Gebläse eines Heißluftgebläses oder ein Gebläse zum Be- und Entlüften von Motorräumen bei Booten verwendet werden. Auch diese Bauteile sind preiswert auf dem Markt erhältlich.
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Vorteilhaft umfasst die Reaktionsanordnung mindestens eine scheibenförmige Flammensperre (42) mit Gaseingangsbereich (43) und Gasausgangsbereich (44).
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Insbesondere umfasst die Reaktionsanordnung mehrere Reaktorelemente, die getrennt aktivierbar sind. Zweckmäßig weisen die mehreren Reaktorelemente eine oder mehrere Flammensperren auf.
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Vorteilhaft stehen die Eingangsflammensperre, die Pumpe, das Reaktorelement und die Ausgangsflammensperre untereinander in Gasaustauschverbindung.
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Ein Gasangriff auf einen geldbeinhaltenden Automaten z.B. einen Geldautomaten, wird in einer Zeitdauer von maximal etwa 10 Minuten durchgeführt. Nach Ablauf dieser Zeitspanne wird in der Regel mit dem Eintreffen von Sicherheitspersonal oder der Polizei, beispielweise alarmiert durch die Alarmanlage, am Tatort gerechnet. Das Füllen eines Geldautomaten mit Schweißgas dauert typisch etwa 2 bis 3 Minuten, dann versuchen die Täter das Schweißgas wie oben beschrieben zu zünden. Durch die Automatenschutzvorrichtung wird aber die Zündung verhindert. Daher werden die Täter möglicherweise den Geldautomaten wiederholt mit Schweißgas füllen und versuchen erneut zu zünden. Während der gesamten Dauer des Gasangriffes ist und bleibt die Automatenschutzvorrichtung zweckmäßig kontinuierlich in Betrieb. Die Automatenschutzvorrichtung ist vorteilhaft so ausgelegt, dass sie so lange in Betrieb bleibt, bis sie durch autorisiertes Personal oder die Steuereinrichtung ausgeschaltet wird.
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Die Erfindung betrifft ferner einen geldbeinhaltenden Automaten, der mit einer Automatenschutzvorrichtung der vorstehend beschriebenen Art so ausgestattet ist, dass die Detektionseinrichtung und die Reaktionsanordnung mit dem Behältnisinnenraum so verbunden sind, dass sie im Gasaustausch stehen. Bevorzugt ist die Automatenschutzvorrichtung so im Behältnis angeordnet, dass sie zusätzlich gegen Zugriff Unbefugter geschützt ist.
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Vorteilhaft ist die Automatenschutzvorrichtung innerhalb des Behältnisses angeordnet.
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Vorteilhaft ist die Steuereinrichtung der Automatenschutzvorrichtung mit einer außerhalb des Behältnisses befindlichen Alarmeinrichtung verbunden.
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Zweckmäßig ist die Steuereinrichtung der Automatenschutzvorrichtung Teil der Steuerung des geldbeinhaltenden Automaten.
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Zweckmäßig ist die Automatenschutzvorrichtung von der Stromversorgung des Geldautomaten gespeist. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Automatenschutzvorrichtung eine eigene Stromversorgung besitzt.
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Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Schutz eines geldbeinhaltenden Automaten, wobei der Behältnisinnenraum auf einen Manipulationsversuch, nämlich auf brennbare und/oder explosionsfähige Gase und/oder Dämpfe und/oder Gas- und Dampfgemische und/oder auf einen Gasangriff anzeigende Manipulationsversuche hin überwacht wird und bei Detektion eines Manipulationsversuchs Gas aus dem Behältnisinnenraum entzogen wird und kontrolliert zündgeschützt abreagiert wird. Vorteilhaft werden die beim Abreagieren entstehenden inerten Reaktionsgase zurück in den Behältnisinneraum gegeben.
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Zweckmäßig wird gleichzeitig mit der Detektion eines Manipulationsversuches ein externer Alarm ausgelöst.
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Aus den Unteransprüchen ergeben sich weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sowie aus der folgenden Beschreibung, welche in Verbindung mit den drei beigefügten Figuren die Erfindung anhand eines Beispiels erläutert. Die 1 zeigt schematisch einen geldbeinhaltenden Automaten, der mit der erfindungsgemäßen Automatenschutzvorrichtung ausgestattet ist. Die 2 zeigt schematisch die Reaktionsanordnung mit ihren Bauteilen in wirksystematischer Anordnung mit einer Eingangsflammensperre und einer Ausgangsflammensperre. Die 3 zeigt schematisch die Reaktionsanordnung mit ihren Bauteilen in wirksystematischer Anordnung mit einer scheibenförmigen Flammensperre mit großer Außenoberfläche.
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Das Funktionsprinzip einer Flammensperre, auch Flammendurchschlagsicherung genannt, beruht auf der Wärmeabgabe einer Flamme an die große Oberfläche eines engen Spaltes, indem sich eine Flamme bis zum Erlöschen abkühlt. Eine Flammensperre besteht aus sehr vielen engen Spalten, wobei die Spaltlänge und Spaltweite das Löschvermögen einer Flammensperre bestimmt.
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In der 1 ist mit 10 ein Behältnis eines geldbeinhaltenden Automaten bezeichnet. Das Behältnis 10 ist ein äußeres Behältnis des Automaten. Es kann aber auch vorgesehen sein, dass das Behältnis 10 ein im äußeren Behältnis des Automaten befindliches inneres Behältnis ist. Das innere Behältnis kann beispielsweise der Teil sein, in dem sich die Geldbestände und die sicherheitsrelevanten Einheiten befinden. Das innere Behältnis ist vorteilhaft ein Tresor. Für die Erläuterung der Erfindung sind sicherheitsrelevante Einheiten und andere Teile des Automaten nicht näher dargestellt, da sie für die Erfindung nicht relevant sind.
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Das Behältnis 10 hat zwei Öffnungen. Die beiden Öffnungen sind eine verriegelbare Behältnistür 12 und eine Geldöffnung 14. Die Geldöffnung 14 dient zur Geldausgabe und zur Geldeingabe. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Geldöffnung 14 ausschließlich zur Geldeingabe oder ausschließlich zur Geldausgabe dient.
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Innerhalb des Behältnisses 10 Ist eine Automatenschutzvorrichtung angeordnet. Die Automatenschutzvorrichtung umfasst eine Steuereinrichtung 16. Die Steuereinrichtung 16 ist durch eine Stromversorgung 18 mit Strom versorgt. Bei der Stromversorgung 18 kann es sich um eine eigene autonome Stromversorgung der Automatenschutzvorrichtung oder auch um die Stromversorgung des Automaten handeln. Die Automatenschutzvorrichtung umfasst weiterhin eine Detektionseinrichtung 20. Die Detektionseinrichtung 20 kann einen oder mehrere Detektoren umfassen. Die Detektionseinrichtung 20 ist mit der Steuereinrichtung 16 gekoppelt. Die eingesetzten Detektoren sind so ausgelegt, dass sie brennbare/explosionsfähige Gase und Dämpfe oder Gas- und Dampfgemische und/oder Manipulationsversuche eines Gasangriffes sicher mit einer unteren Nachweisgrenze, die weit unterhalb der unteren Explosionsgrenze liegen, detektieren. Ein Manipulationsversuch besteht im Einleiten von brennbaren/explosionsfähigen Gasen und/oder Dämpfen und/oder Gas- und Dampfgemischen und/oder in einem auf einen Gasangriff hinweisenden Manipulationsversuch.
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Die Steuereinrichtung 16 ist darüber hinaus mit einer oder mehreren Reaktionsanordnungen 22 verbunden. in 2 ist eine Reaktionsanordnung 22 näher dargestellt. Die drei Reaktionsanordnungen 22 sind gleich ausgebildet. Die Reaktionsanordnung 22 umfasst mindestens ein Reaktorelement 30, mindestens eine Eingangsflammensperre 32 im Gaseingang und mindestens eine Ausgangsflammensperre 33 im Gasausgang. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Gasanordnung lediglich eine einzige Flammensperre 42 umfasst, wie in 3 dargestellt. Die Flammensperre 42 umfasst einen Gaseingangsbereich 43 und einen Gasausgangsbereich 44. Solche scheibenförmigen Flammensperren werden Im Explosionsschutz beispielsweise bei Sicherheitsarmaturen zum Acetylen-Schweißen oder bei Flammensperren in Wärmetönungssensoren benutzt. Bevorzugt bestehen sie aus Sintermetallkörpern. Die Fläche der scheibenförmigen Flammensperre umfasst bevorzugt eine Seitenfläche des Reaktorelementes.
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Die Reaktionsanordnung 22 umfasst optional eine Pumpe 36 für den Pumpbetrieb.
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Wie in den 2 und 3 dargestellt umfasst die Reaktionsanordnung 22 ein Reaktorelement 30. Das Reaktorelement 30 umfasst mindestens eine Zündquelle 34 zum Starten der Reaktion. Das Reaktorelement 30 umfasst bevorzugt mindestens ein Katalysatorbett 38. Es kann auch vorgesehen sein, dass das Reaktorelement 30 mindestens eine kombinierte Einheit aus Zündquelle 34 und Katalysatorbett 38 umfasst. Eine solche Einheit aus Zündquelle 34 und Katalysatorbett 38 wird als beheiztes Katalysatorbett bezeichnet.
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Eine system externe Alarmeinrichtung 24 ist mit der Steuereinrichtung 16 gekoppelt. Die Alarmeinrichtung 24 ist am Automaten oder in der Nähe des Automaten angeordnet.
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Beim Einleiten von beispielsweise brennbarem Gasgemisch über die Geldöffnung 14 in das Behältnis 10 detektiert die Detektionseinrichtung 20 ab ihrer unteren Nachweisgrenze das brennbare Gasgemisch weit bevor eine zündfähige Konzentration erreicht ist.
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Beim Überschreiten der unteren Nachweisgrenze generiert die Detektionseinrichtung 20 ein Startsignal. Das Startsignal wird an die Steuereinrichtung 16 geleitet.
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Die Steuereinrichtung 16 startet nach Erhalt des Startsignals die Reaktionsanordnung 22. Bevorzugt wird dabei die Pumpe 36, die Zündquelle 34 oder das beheizte Katalysatorbett in Betrieb genommen.
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Gleichzeitig initiiert die Steuereinrichtung 16 die Alarmeinrichtung 24. Die Alarmeinrichtung 24 löst einen Alarm aus und/oder verständigt Polizei und/oder Sicherheitsdienst. Die gestartete Reaktionsanordnung 22 beginnt die Abreaktion des Gasgemisches. Dabei gelangt mittels Diffusion und/oder die Pumpleistung das Gasgemisch aus dem Behältnisinnenraum 11 über die Eingangsflammensperre 32 weiter über die Pumpe durch die Gaseintrittsöffnung 31 in das Reaktorelement 30. Im Reaktorelement 30 findet die Abreaktion statt. Die Abreaktion wird durch die Zündquelle 34 oder das beheizte Katalysatorbett initiiert. Bei der Abreaktion werden die brennbaren Gase mit dem anwesenden Sauerstoff oxidiert und in die Reaktionsprodukte umgewandelt. Das Katalysatorbett 38 unterstützt die Zündquelle 34 und die Abreaktion. Das Reaktorelement 30 umfasst eine Gasaustrittsöffnung 3S. Die inerten Reaktionsprodukte werden über die Gasaustrittsöffnung 35 und die Ausgangsflammensperre 33 in das Behältnis des Automaten geleitet. Nach dem Start der Reaktionsanordnung 22 bleibt diese solange in Betrieb bis sie durch autorisiertes Personal oder die Steuereinheit ausgeschaltet wird. Damit ist gewährleistet, dass das eingeleitete explosionsfähige Gasgemisch kontinuierlich kontrolliert und zündgeschützt, auch bei wiederholten Einleite- und Zündversuchen, abreagiert wird, ohne dass eine Zündung des Gasgemisches erfolgt, bis Polizei oder ein Sicherheitsdienst eintrifft und weitere Angriffe auf den Geldautomaten verhindern kann. Das Ausschalten geschieht durch stromlosschalten der Pumpe, der Zündquelle oder des beheizten Katalysatorbettes.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 102006006596 A1 [0005]