DE102020006166A1 - Vorbau eines Kraftfahrzeugs - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Vorbau (1) eines Kraftfahrzeugs, umfassend zwei Längsträger (2) und eine quer zu den Längsträgern (2) angeordnete Prallplatte (3), wobei die Prallplatte (3) mittels einer Anzahl von drehbar gelagerten Streben (5) mit beiden Längsträgern (2) verbunden ist, wobei die Prallplatte (3) an einer Aufnahmestrebe (4) starr befestigt ist, die im Wesentlichen parallel zu den Längsträgern (2) angeordnet und parallel zu den Längsträgern (2) geführt und verschiebbar ist, wobei die Streben (5) an Befestigungspunkten zur Aufnahmestrebe (4) und zu den Längsträgern (2) drehbar gelagert sind, wobei das Kraftfahrzeug als ein Elektrofahrzeug ausgebildet ist.
Description
- Die Erfindung betrifft einen Vorbau eines Kraftfahrzeugs gemäß Anspruch 1.
- Elektrofahrzeuge benötigen in Ihrem Vorbau weniger Raum für Aggregate als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Der freie Raum kann vorteilhafterweise zusätzlich als sogenannter „Frunk“ (Front Trunk = Kofferraum unter der Motorhaube) verwendet werden. Das Crashverhalten eines reinen Elektrofahrzeugs weicht durch die fehlende konventionelle Motor-Getriebe-Einheit von dem eines konventionellen Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor ab.
- Die
DE 10 2005 035 997 A1 offenbart einen Vorderbau für ein Kraftfahrzeug, das zwei zur Fahrzeuglängsachse geneigt angeordnete Streben aufweist, welche einen mittleren Bereich eines vorderen Querträgers an Längsträgern eines Subframes abstützen. Bei einem Offset-Frontalaufprall übertragen die Streben keine Kräfte, während bei einem Frontalmaueraufprall die Streben zu einem Aufknicken der Längsträger nach außen führen. - Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen verbesserten Vorbau eines Kraftfahrzeugs anzugeben.
- Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen Vorbau mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
- Erfindungsgemäß umfasst ein Vorbau eines Kraftfahrzeugs zwei Längsträger und eine quer zu den Längsträgern angeordnete Prallplatte, wobei die Prallplatte mittels einer Anzahl von drehbar gelagerten Streben mit beiden Längsträgern verbunden ist. Erfindungsgemäß ist die Prallplatte an einer Aufnahmestrebe starr befestigt, die im Wesentlichen parallel zu den Längsträgern angeordnet und parallel zu den Längsträgern geführt und verschiebbar ist, wobei die Streben an Befestigungspunkten zur Aufnahmestrebe und zu den Längsträgern drehbar gelagert sind, wobei das Kraftfahrzeug als ein Elektrofahrzeug ausgebildet ist.
- Die so gebildete reaktive Struktur dient der Optimierung des Abbaus von Energie und der Krafteinleitung in tragende Strukturen eines Elektrofahrzeugs.
- Auf diese Weise wird die Crashsicherheit bei Elektrofahrzeugen mit vorderem Kofferraum, sogenanntem „Frunk“, erhöht. Der vordere Kofferraum steht somit als zusätzlicher Nutzraum zu Verfügung. Außerdem erhöht sich die Steifigkeit des Vorbaus und ermöglicht damit eine bessere Fahrdynamik.
- Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand von Zeichnungen näher erläutert.
- Dabei zeigen:
-
1 eine schematische Ansicht eines Vorbaus eines Elektrofahrzeugs, -
2 eine weitere schematische Ansicht des Vorbaus des Elektrofahrzeugs, -
3 eine schematische Ansicht eines Längsträgers mit einer Kofferraumwanne, und -
4 eine schematische Detailansicht der Kofferraumwanne. - Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
- Die
1 und2 sind schematische Ansichten eines Vorbaus1 eines Elektrofahrzeugs, umfassend zwei Längsträger2 und eine quer zu den Längsträgern2 angeordnete Prallplatte3 , die an einer Aufnahmestrebe4 starr befestigt ist, die im Wesentlichen parallel zu den Längsträgern2 angeordnet und in einer Längsrichtung X ist, das heißt im Wesentlichen parallel zu den Längsträgern2 , geführt und verschiebbar ist. - Die Aufnahmestrebe
4 ist mittels einer Anzahl von drehbar gelagerten Streben5 mit beiden Längsträgern2 verbunden. In der gezeigten Ausführungsform sind zwei Streben5 zur Verbindung mit einem der Längsträger2 und zwei Streben5 zur Verbindung mit dem anderen Längsträger2 vorgesehen. Alternativ kann eine andere Anzahl vorgesehen sein. Die Streben5 sind an Befestigungspunkten zur Aufnahmestrebe4 und zu den Längsträgern2 drehbar gelagert. - Die Streben
5 können beispielsweise aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) gebildet sein. - Bei einem Aufprall, insbesondere einem Frontalaufprall, wird die Prallplatte
3 , die beispielsweise eine Wabenstruktur aufweisen kann, und damit auch die Aufnahmestrebe4 in einer Längsrichtung X nach hinten geschoben. Durch die Streben5 wird die eingeleitete Kraft somit seitlich in die Längsträger2 umgeleitet. Eine Kraftrichtung F zeigt dabei jeweils hauptsächlich nach außen. Dadurch kann oberhalb der durch die Streben5 und die Aufnahmestrebe4 gebildeten reaktiven Struktur ein vorderer Kofferraum, ein sogenannter „Frunk“, zum Einsatz kommen. Die reaktive Struktur dient dabei als Crash-Struktur. - Zusätzlich zur dieser reaktiven Struktur kann der vordere Kofferraum wie folgt aufgebaut sein:
-
3 ist eine schematische Ansicht eines Längsträgers2 mit einer Kofferraumwanne6 . -
4 ist eine schematische Detailansicht der Kofferraumwanne6 . - Die Kofferraumwanne
6 umfasst eine äußere Wanne6.1 und eine darin angeordnete innere Wanne6.2 , die als thermoplastische glasfaserverstärkte Wannen, beispielsweise aramidfaserverstärkt oder carbonfaserverstärkt, ausgebildet sein können. Zwischen den Wannen6.1 ,6.2 ist eine Schicht6.3 aus absorbierendem Polymerhartschaum, beispielsweise Polyurethan-Schaum, eingebracht. Die Kofferraumwanne6 ist damit gleichzeitig stabil um Gepäck aufzunehmen und stützt und/oder versteift den gesamten Vorbau1 ohne viel Gewicht einzubringen. Bei einem Aufprall kann die Struktur zudem Energie aufnehmen. Weiterhin können Absorptionselemente7 , beispielsweise aus thermoplastischen Wabenstrukturen, zwischen der Kofferraumwanne6 und einer Stirnwand8 des Fahrzeugs angeordnet sein. Die Kofferraumwanne6 kann so angeordnet sein, dass sie auf den Längsträgern2 , insbesondere vorne unten mit Krafteinleitung in die Karosseriestruktur, gestützt ist, beispielsweise mittels eines jeweiligen an der Kofferraumwanne6 angebrachten seitlichen Rahmens9 , der auf dem Längsträger2 aufliegt und daran befestigt, beispielsweise angeschraubt, sein kann. Der Rahmen9 kann beispielsweise aus CFK gebildet sein. - In einer Ausführungsform können die äußere Wanne
6.1 aus GFK und die innere Wanne6.2 aus CFK gebildet sein. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- DE 102005035997 A1 [0003]
Claims (10)
- Vorbau (1) eines Kraftfahrzeugs, umfassend zwei Längsträger (2) und eine quer zu den Längsträgern (2) angeordnete Prallplatte (3), wobei die Prallplatte (3) mittels einer Anzahl von drehbar gelagerten Streben (5) mit beiden Längsträgern (2) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Prallplatte (3) an einer Aufnahmestrebe (4) starr befestigt ist, die im Wesentlichen parallel zu den Längsträgern (2) angeordnet und parallel zu den Längsträgern (2) geführt und verschiebbar ist, wobei die Streben (5) an Befestigungspunkten zur Aufnahmestrebe (4) und zu den Längsträgern (2) drehbar gelagert sind, wobei das Kraftfahrzeug als ein Elektrofahrzeug ausgebildet ist.
- Vorbau (1) nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zwei Streben (5) zur Verbindung mit einem der Längsträger (2) und zwei Streben (5) zur Verbindung mit dem anderen Längsträger (2) vorgesehen - Vorbau (1) nach
Anspruch 1 oder2 , dadurch gekennzeichnet, dass Streben (5) beispielsweise aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) gebildet sein können - Vorbau (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb einer durch die Streben (5) und die Aufnahmestrebe (4) gebildeten reaktiven Struktur ein vorderer Kofferraum ausgebildet ist.
- Vorbau (1) nach
Anspruch 4 , dadurch gekennzeichnet, dass im vorderen Kofferraum eine Kofferraumwanne (6) angeordnet ist, die eine äußere Wanne (6.1) und eine darin angeordnete innere Wanne (6.2) umfasst, die als thermoplastische glasfaserverstärkte Wannen ausgebildet sind, wobei zwischen den Wannen (6.1, 6.2) eine Schicht (6.3) aus absorbierendem Polymerhartschaum angeordnet ist, wobei die Kofferraumwanne (6) mittels eines jeweiligen an der Kofferraumwanne (6) angebrachten seitlichen Rahmens (9), der auf dem Längsträger (2) aufliegt und daran befestigt ist, auf den Längsträgern (2) gestützt ist. - Vorbau (1) nach
Anspruch 5 , dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Wanne (6.1) und/oder die innere Wanne (6.2) als aramidfaserverstärkte oder carbonfaserverstärkte Wanne ausgebildet sind/ist. - Vorbau (1) nach
Anspruch 5 oder6 , dadurch gekennzeichnet, dass der Polymerhartschaum ein Polyurethan-Schaum ist. - Vorbau (1) nach einem der
Ansprüche 5 bis7 , dadurch gekennzeichnet, dass Absorptionselemente (7) zwischen der Kofferraumwanne (6) und einer Stirnwand (8) des Fahrzeugs angeordnet sind. - Vorbau (1) nach
Anspruch 8 , dadurch gekennzeichnet, dass die Absorptionselemente (7) aus thermoplastischen Wabenstrukturen gebildet sind. - Vorbau (1) nach einem der
Ansprüche 5 bis9 , dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (9) aus CFK gebildet ist.
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Publications (1)
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| DE102020006166.4A Withdrawn DE102020006166A1 (de) | 2020-10-07 | 2020-10-07 | Vorbau eines Kraftfahrzeugs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE102020006166A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102024201576A1 (de) * | 2024-02-21 | 2025-08-21 | Volkswagen Aktiengesellschaft | Kraftfahrzeug mit Frunk |
-
2020
- 2020-10-07 DE DE102020006166.4A patent/DE102020006166A1/de not_active Withdrawn
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