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Technisches Gebiet
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Informationsdarstellung auf analogen Armbanduhren, insbesondere im Bereich von klassischen mechanischen Luxusuhren.
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Stand der Technik
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Für die Informationsdarstellung auf rein mechanischen Analoguhren sind die zwei im Folgenden beschriebenen Anzeigeformen bei weitem am meisten verbreitet:
- Einerseits Zeiger (z.B. Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger), die die in ihrem Anzeigebereich, der zumeist an seinem Rand über Ziffern oder Positionssymbole (z.B. Punkte oder Striche) verfügt, um zumeist zentral positionierte Antriebsachsen um 360 Grad (für z.B. 12 oder 24 Stunden oder 60 Minuten oder Sekunden oder 31 Tage) oder weniger, z.B. 30 Grad (z.B. für eine Gangreserveanzeige), (teil-)rotieren.
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Andererseits Drehscheiben oder vom Uhrwerk bewegbare Segmente, jeweils mit Symbolen (z.B. Mond), Zahlen (z.B. für das Datum) oder Schrift (z.B. Wochentag), bei denen diese Symbole, Zahlen oder diese Schrift entweder nur in der Position eines Sichtfensters (z.B. Öffnung im Ziffernblatt) für den Betrachter der Uhr sichtbar sind, oder, z.B. bei (teil-)skelettierten Uhren, in einer durch ein Sichtfenster, Rahmen oder durch eine andere Form indizierte Position abzulesen sind.
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Insbesondere im Marktsegment von Luxusuhren konzentriert sich der bei weitem überwiegende Teil der Nachfrage auf Uhren, die sich ausschließlich eines oder beider dieser Anzeigeformen bedienen, um die Funktionen der Uhr anzuzeigen. Dies ist insbesondere auch deshalb so, weil eine traditionelle/ klassische Gestaltung oder eine Gestaltung im Einklang mit den Modellen der jeweiligen Firmengeschichte gewünscht wird.
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Daraus ergeben sich für die Gestaltung solcher Uhren zahlreiche Nachteile, wie begrenze Möglichkeit zur Innovation und zur Differenzierung durch Design oder durch neuartige Funktionen, beschränkter Platz für zahlreiche Anzeigen bei Uhren mit zahlreichen Funktionen (sogenannte Komplikationen) und Einschränkungen beim Streben nach einem aufgeräumten (cleanen) Design, sowie oftmals Nachteile bei der leichten Ablesbarkeit.
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Zur Abgrenzung zur der mit diesem Patentantrag vorgestellten neuartigen Anzeige für mechanische Uhren seien folgende besondere Formen der Anzeigen mechanischer Uhren genannt, die ebenfalls im Bereich von Luxusarmbanduhren vorkommen, jedoch einen anderen Zeck verfolgen und sich einer anderen Technik bedienen.
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Als erste Sonderform sei das Nullstellherz genannt. 1776 wurde dieser Vorgänger des Chronographen erfunden: Die erste Uhr mit Stoppfunktion. 1844 meldete der französische Eigentümer der Firma „Nicole et Capt“ ein Patent auf das „Nullstellherz“ an. Diese Erfindung mit dem pathetischen Namen ist eine auf der Welle des Sekundenrades mit dem Zeiger befestigte herzförmige Scheibe, die die Rückstellung des Zeigers auf 12 Uhr mittels Knopfdrucks gestattet.
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Als zweite Sonderlösung sei die Rattrapante, auch „Schleppzeiger-Chronograph“ und „Chronograph-Rattrapante“ oder „nachspringende Sekunde“ genannt. Dabei kann ein mitlaufender zweiter zentraler Sekundenzeiger auf Knopfdruck angehalten werden, um eine Zwischenzeit zu nehmen. Nach dem Loslassen des Knopfes schnellt der Schleppzeiger wieder zur Normalanzeige zurück und kann dann erneut eine Zwischenzeit anzeigen. Die ersten Armbanduhren mit Chronograph-Rattrapante waren ab etwa 1920 verfügbar.
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Als dritte Sonderlösung sei die „fliegende Sekunde“, auch Flyback oder retour-en-vol genannt. Normale Chronographen müssen für eine neue Messung angehalten, auf null gestellt und wieder gestartet werden. Bei einem Flyback-Chronographen ist die Nullstellung „im Flug“ ohne vorheriges Stoppen möglich.
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Als vierte Sonderform sei die Retrograd Anzeige genannt. Eine retrograde Uhr läuft dem Uhrzeigersinn entgegengesetzt. Solche Uhrwerke werden u.a. für hebräisch beschriftete Uhren entsprechend der Leserichtung des Hebräischen eingesetzt.
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Bekannte Uhren mit retrograden Anzeigeelementen sind etwa die Regattauhr Timex Yacht Racer, die Swatch Irony Retrograde mit linksläufigem Stopper, die Longines Master Collection Retrograde mit drei (Tag, Datum, 2. Zeitzone) bzw. vier (Tag, Datum, Sekunde, 2. Zeitzone) retrograden Funktionen oder die Maurice Lacroix Masterpiece Retrograde mit retrogradem Datumszeiger. Bei dieser als retrograde Anzeige bezeichneten Komplikation bewegt sich ein die Zeit oder Datum anzeigender Zeiger über ein Kreissegment (z.B. 1 bis 12 bzw. 1 bis 31) und springt, wenn er am Ende der Segmentskala angelangt ist, ruckartig in seine Anfangsposition zurück.
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Als fünfte Sonderform sei der zweite Stundenzeiger zur Anzeige einer zweiten Zeitzone genannt. Dies ist die weitest verbreitete Form der Anzeige einer zweiten Zeitzone sogenannter GMT Uhren. Hierbei verfügt die Uhr neben dem gewöhnlichen Stundenzeiger zusätzlich über einen zweiten Stundenzeiger, der sich um den gleichen Antriebspunkt des ersten Stundenzeigers dreht.
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Dieser zweite Zeiger kann mit einer kompletten Umdrehung 24 Stunden oder ebenfalls 12 Stunden anzeigen. Im letzteren Fall verfügen diese Uhren oftmals zusätzlich über eine Tages-/Nachtzeitanzeige.
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Die Firma Patek Philippe hat den Zwei-Zeitzonen-Mechanismus 1996 durch ein weiteres Patent ergänzt: Sobald der zweite Stundenzeiger mit Hilfe der beiden Gehäusedrücker in Einstundenschritten vor- oder zurückgestellt wird, trennt ein Isolator die Zeitzonenmechanik vom Gehwerk der Uhr. So konnte die Stellkraft nicht über das Räderwerk die Amplitude der Unruh und deren regelmäßiges Schwingen beeinträchtigen, und die Uhr läuft mit präzise weiter.
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Wegen der Komplexität der Mechanik und des hohen Bedarfs an Anzeigeplatzes/ Platz auf dem Ziffernblatt (bzw. der schlechten Lesbarkeit der kleinen Schrift) verfügen wenige Modelle der GMT Uhren zusätzlich über eine mit dem Werk verbundene Anzeige der Zeitzonen. Dabei entspricht die Anordnung der Zeitzonen auf dieser Anzeige den zeitlichen Differenzen der Zeitzonen. Damit erzeugt das Verdrehen dieser Anzeige um eine volle Zeitzone durch die Übersetzung über das Werk die Bewegung des zweiten Stundenzeigers um genau eine Stunde. Somit lässt sich der zweite Stundenzeiger leicht über die Zeitzonenanzeige einstellen, ohne dass der Bediener die entsprechenden Zeitsprünge selbst zählen oder kennen muss.
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Diese genannten Funktionen dienen der Anzeige bestimmter Funktionen und sind seit langer Zeit, überwiegend seit sehr langer Zeit bekannt, und stellen daher heute keine neuartige Möglichkeit zur Differenzierung von bestehenden Uhren da. Sie verfolgen alle eine gänzlich andere Zielsetzung als die hier vorgestellte Vorrichtung und werden nur zur Abgrenzung aufgeführt.
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Ziel der Erfindung
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Ziel der neuen Informationsdarstellung ist es, die o.g. Nachteile und Einschränkungen zur Gestaltung neuartiger Uhren zu überwinden, und insbesondere die Realisierung von Luxusuhren, die eine signifikante Neuerung/ Innovation bringen, ohne optisch von der konservativen Gestaltung abzuweichen und so ggf. auch im Einklang mit den Modellen der jeweiligen Firmengeschichte zu bleiben, und dabei gleichzeitig einen hohen Grad an Komplexität mehrerer Funktionen bei gleichzeitig nicht optisch überfrachteten Design mit guter Ablesbarkeit zu gewährleisten.
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Beschreibung der Erfindung
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Die neuartige Anzeige insbesondere für mechanische Luxusuhren ist dadurch gekennzeichnet, dass mehrere der vom Uhrwerk erzeugten Informationen, z.B. Stunde, Stunde in einer zweiten Zeitzone, Gangreservezeit, Tag und Datum usw. abwechselnd mittels nur einer sichtbaren Anzeige, z.B. mittels nur eines Zeiger oder mittels nur eines/r Anzeigering (Anzeigescheibe) und/oder nur in einem Sichtfenster dargestellt werden. Aud diese Art können mehrere Anzeigefunktionen gebündelt werden und/oder Anzeigefunktionen nur bei Bedarf sichtbar werden.
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Zur optischen Verdeutlichung wird hier beispielhaft eine Variante einer solchen Uhr vorgestellt. zeigt eine Uhr ( , Pos. 1), die an den Stundenpositionen zusätzlich über eine Monatsangabe ( , Pos. 2) und über eine Tagesangabe ( , Pos. 3) verfügt. Diese können z.B. wahlweise in unterschiedlicher Farbe der Beschriftung erfolgen. Wird nun an dieser Uhr ( , Pos. 4) z.B. ein Bedienknopf ( , Pos. 8) gedrückt, löst dieser durch seinen Hub den im Folgenden beschriebenen Mechanismus aus, so dass zwei zuvor z.B. unter dem Stundenzeiger ( , Pos. 5) stets durch diesen verdeckt/versteckt rotierende Zeiger ( , Pos. 6 und 7), welche z.B. unterschiedliche Farben haben, welche der ihrer zugeordneten Informationsangaben, also z.B. Tagesangabe, entsprechen, dann die Positionen, welche ihrer Informationsangabe entsprechen (temporär) einnehmen.
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Oder ein Zeiger oder Anzeigering wechselt z.B. ausgelöst durch den Bedienknopf seine Position und zeigt eine andere Funktion an, als zu vor, z.B. indem ein Anzeigering über Angaben bzgl. unterschiedlicher Funktionen (z.B. Wochentag und Gangreserve) verfügt, oder indem ein Zeiger in einen anderen Winkel des Zifferblatts, auf dem eine andere Funktion dargestellt wird, rotiert oder z.B. indem ein Zeiger gleichzeitig mit der Rotation in einen anderen Winkel des Ziffernblatts seine Längsposition verändert, uns so in den Bereich einer anderen Anzeigeskale wechselt.
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Hierzu verfügt die Vorrichtung über mindestens zwei Elemente, z.B. Ringe, die angetrieben und gesteuert vom Uhrwerk die Bewegung, in den meisten Fällen eine Drehbewegung um 360 Grad, die die herkömmliche Anzeigevorrichtung, z.B. Zeiger oder Ring, vollziehen würde, in gleichen oder in einem anderen Maßstab vornehmen. Des Weiteren verfügt die Vorrichtung über mindestens eine Anzeigevorrichtung (z.B. Zeiger, Anzeigescheibe, -ring, -segment), welcher in von den oben genannten Elementen indizierten Positionen und von selbigen direkt oder z.B. über ein Getriebe indirekt gestoppt wird, einem Antrieb, der die Anzeigevorrichtung von einer Stopp-Position in die nächste bewegt, z.B. einen Antrieb über eine Verbindung zum Uhrwerk, und einen durch einen Bedienknopf, bzw. z.B. durch einen durch ein Bedienelement erzeugten Hub, manuell und/oder durch das Uhrwerk gesteuerten Löse-, Kuppelungs- oder Bremsmechanismus, der initiiert, dass die Anzeigevorrichtung ihre aktuelle Stoppposition verlässt.
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Es werden also nicht der Zeiger oder der Anzeigering (Anzeigescheibe/ -segment) permanent in die der Information entsprechenden Position geführt, sondern den Anzeigefunktionen zugeordnete Stoppvorrichtungen. Damit kann sich die aktuell relevante Stoppposition bewegen und gleichzeitig eine oder mehrere alternative Stopppositionen.
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Soll z.B. eine Uhr mit nur zwei (sichtbaren) Zeigern temporär auch den Wochentag anzeigen, so steuert und bewegt das Uhrwerk für beide Informationen (z.B. Minute und Wochentag) je ein Element mit der Stoppfunktion und der Zeiger, im Beispiel der Minutenzeiger oder ein von selbigen stets verdeckter Zeiger, spring z.B. bei oder nach Drücken eines Bedienknopfes von einer Stoppposition und damit von einer seiner dann aktuellen Anzeigefunktion entsprechenden Position zur nächsten. Hierin liegt ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu bestehenden Uhren, welches gänzlich neuartige Gestaltungsmöglichleiten zu lässt.
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Ein Zeiger kann also verschiedene Anzeigen übernehmen oder ein Zeiger kann von einem zweiten Zeiger verdeckt werden und sich synchron zu diesem drehen, so dass er verdeckt bleibt. Betätigt man dann z.B. den Bedienknopf, dreht der bis dahin verdeckte Zeiger, vom entsprechenden Stoppelement aufgehalten, in die Position der zweiten Funktion, um dann z.B. auf erneutes Drücken oder auf Loslassen des Bedienknopfes wieder in die Position (unterhalb) des verdeckenden Zeigers zu drehen.
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Entsprechend kann auch z.B. ein Anzeigering in einem Sichtfenster zwei oder mehrere Funktionen anzeigen oder ein Anzeigering zeigt in zwei unterschiedlichen Sichtfenster zwei unterschiedliche Funktionen an. Das kann z.B. dann sinnvoll sein, wenn für beide Informationsdarstellungen die gleichen Zahlen verwendet werden können und der Ort der Darstellung die relevante Information bestimmen soll. Oder es kann sinnvoll sein, wenn auf einer Anzeigescheibe genug Platz für die möglichen Angaben mehrerer Funktionen ist, also z.B. sieben Wochentage plus vier Zustände zur Gangreserve, und die Ausgabe in einem Sichtfenster aus optischen oder konstruktiven Gründen zur Differenzierung gewählt wird.
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In allen Fällen zeichnet sich die Lösung dadurch aus, dass ein/e zunächst für den Betrachter der Uhr nicht erkennbare Anzeigefunktionen und/oder Anzeigeelemente (z.B. Zeiger oder Anzeigering) aktiviert werden und damit für den Betrachter der Uhr sichtbar werden, und so eine weitere Funktion der Uhr angezeigt wird.
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Dadurch und durch die Bündelung der Anzeigen mehrerer Funktionen besteht ein wesentlicher Unterschied für die optische Gestaltung von Luxusuhren mit Komplikationen. Neben der Überwindung der benannten Nachteile, insbesondere mangelnde Innovation, schlechte Ablesbarkeit und überladenes Design, die zur Erfindung führten, stellt die zur Realisierung der neuartigen Funktion notwendigen Komplexität selbst einen weiteren Mehrwert im Bereich der Luxusuhren da, da diese besondere Ingenieurs- und Fertigungsqualität voraussetzt und widerspiegelt.
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Sollen mehrere Funktionen in einem Sichtfenster angezeigt und bzw. oder bei Bedarf abgerufen werden können, so können mittels eines oder mehrerer gemäß des vom selben Antragsteller eingereichtem (und bis zum Zeitpunkt dieses Antrags nicht veröffentlichten) Patentantrag „Vorrichtung zur Informationsdarstellung auf analogen Armbanduhren“ beschriebenen Anzeigerings bzw. -ringe mehrere Funktionen, z.B. Datum und Gangreserve, angezeigt werden.
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Dies kann entweder dadurch geschehen, dass ein oberer gemäß o.g. Patentantrages beschriebener Anzeigering mit einem eigenen Sichtfenster den Blick auf einen darunter liegenden Anzeigering freigibt, wobei die Anzeigeringe unterschiedliche Funktionen der Uhr anzeigen.
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Zum anderen kann ein und derselbe Anzeigering unterschiedliche Funktionen darstellen, indem sich z.B. in einem Segment des Anzeigeringes Ziffern oder Zahlen zur Anzeige einer Funktion, z.B. Gangreserve, und in einem anderen Segment des gleichen Anzeigerings sich Zahlen oder Ziffern zur Anzeige einer anderen Funktion (z.B. des Wochentags) befinden, und der Anzeigering seiner jeweiligen Anzeigefunktion in unterschiedlichen Drehpositionen nachkommt.
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Allen oben genannten Ausführungen ist zu eigen, dass die mindestens zwei Stoppvorrichtungen für eine Anzeigevorrichtung (z.B. Zeiger oder Anzeigering) permanent ihre Positionen und damit auch ihre(n) Drehwinkel zueinander verändern.
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Für diese z.B. in der Form von Ringen ausgestalteten Stoppvorrichtungen gibt es verschiedene Bauarten. Die Stopper befinden sich z.B. auf neben-, in- oder übereinander platzierten Ringen, Zahnrädern oder Scheiben, welche mit dem Uhrwerk verbunden sind, um sich gemäß ihrer Anzeigefunktion (z.B. Stunde in der zweiten Zeitzone oder Gangreserve) stets in jener Position zu befinden, damit der dann dort gestoppte Zeiger/ Anzeigering die entsprechende Information richtig darstellt.
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Alternativ können auch um das Anzeigeelement (z.B. Zeiger oder Anzeigering), eines seiner Teile oder seines Abnehmers ( , Pos. 7) platzierte Ringe/Zahnräder ( , Pos 1) direkt oder über Einrastehaken/ Stopper ( , Pos. 3 und 4 usw.), welche über eine Achse ( , Pos. 5) geführt werden, das Anzeigeelement, ein Teil von selbigen oder seinen Abnehmer steuern bzw. stoppen.
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Die Einrastehaken werden z.B. über ein/en rotierenden/s Ring/Zahnrad ( , Pos. 1), welcher/s über eine Verbindung ( , Pos. 6) vom Uhrwerk angetrieben und gesteuert seine seiner Information entsprechenden Position einnimmt, mittels z.B. eines Dorns ( , Pos. 2) z.B. nach innen gedrückt, so dass diese Einrastehaken/Stopper oder direkt der der Dorn des rotierenden Rings/Zahnrads das Anzeigeelement direkt oder indirekt in der seiner Anzeigeinformation entsprechenden Position stoppen.
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Werden nun mehrere der rotierenden Zahnräder, welches vom Uhrwerk angetrieben und gesteuert seine seiner Information entsprechenden Position einnimmt, z.B. übereinander platziert, und wird z.B. durch eine in einer Führung gelagerten Aufhängung dieser Ringe/Zahnräder gewährleistet, dass diese übereinanderliegenden Zahnräder ihre Lage relativ zu den Einrastehaken, z.B. durch Verschiebung nach oben, z.B. durch den Hub eines Bedienknopfes, verändern können, so drückt dann ein anderes dieser Zahnräder auf die Einrastehaken und eine andere Anzeigefunktion wird somit aktiviert, weil das Anzeigeelement, dessen Teil oder Abnehmer kurzfristig nicht mehr blockiert ist und angetrieben durch seine Verbindung ( , Pos. 9) zum Uhrwerk zum nächsten Stopp, dem vom neuen Zahnrad nach innen gedrücktem Einrastehaken, rotiert, bzw. entsprechend der z.B. Dorn ( , Pos. 2) des Rings/Zahnrades ( , Pos. 1) diesen Effekt auslöst.
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(Aufsicht) zeigt eine Ausführung mit zwei ineinander liegenden Ringen. , Pos. 1 zeigt einen Zeiger (oder einen Abnehmer, der z.B. einen Zeiger steuert), der durch ein Zahnrad ( , Pos. 2) mit einem Antrieb eines Uhrwerks verbunden ist. Diese Verbindung sorgt nicht für die Steuerung des Zeigers. Der innere Ring ( , Pos. 3) verfügt über eine Verbindung, z.B. ein Zahnrad ( , Pos. 4) mit dem Uhrwerk, und wird durch dieses permanent bewegt und so gesteuert, dass er sich stets in die richtige Anzeigeposition befindet. Ebenso wird der äußere Ring ( , Pos. 5) über eine Verbindung, z.B. ein Zahnrad ( , Pos. 6) vom Uhrwerk gesteuert, um eine andere Funktion stets richtig anzuzeigen.
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Beide Ringe verfügen über je einen in diesem Fall aufgesetzten Stopper ( , Pos. 7 und 8). Durch diese Stopper wird der Zeiger ( , Pos. 1), oder ein Abnehmer, der z.B. einen Zeiger direkt oder indirekt steuert, in der Anzeigefunktion des entsprechenden Rings gehalten. Nach Senken des Rings oder Anheben des Zeigers/Abnehmers ( , Pos. 1) durch einen Impuls (z.B. durch den Hub eines Bedienknopfes oder durch eine durch das Uhrwerk erzeugte Bewegung) kann der Zeiger/Abnehmer ( , Pos. 1) zum Stopper des nächsten Rings rotieren. Dabei kann der Antrieb wahlweise stets gekoppelt bleiben.
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Oder aber der Antrieb kann ein- und ausgekoppelt werden, z.B. indem den Stoppern ( , Pos. 10) jeweils eine Rampe ( , Pos. 9) vorgestellt sind, die mit der Drehbewegung des Zeigers/Abnehmers diesen anheben, und so von der Verbindung ( , Pos, 3) zum Antrieb ( , Pos. 5, Verbindung zum Uhrwerk zur Antriebserzeugung) entkoppeln.
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Bei dieser Anordnung muss sichergestellt sein, dass ein derartiger Stopper ( , Pos. 10), der gerade keine Belegung durch einen Zeiger/Abnehmer hat, in dem Falle, dass sein Ring/ seine Scheibe den Ring/ die Scheibe mit belegten Stopper überholt, den Zeiger/Abnehmer beim Passieren anhebt, z.B. ebenfalls durch eine Rampe ( , Pos. 11), damit der leere Stopper den Zeiger/Abnehmer passieren kann.
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Die Verbindung zum Antrieb ist bei dieser Lösung aktiviert, wenn der Zeiger/Abnehmer auf der Ringoberfläche ( , Pos. 12) aufliegt und im Höhenniveau des gesamten unteren Pfeils ( , Pos. 8) liegt, und ebenso wenn er sich im Höhenniveau des oberen Pfeils , Pos. 6 befindet. In Bereich des mittleren Pfeils ( , Pos. 7), also zwischen den beiden erstgenannten Höhenniveaus, kann der Antrieb dagegen entkuppelt/ gestoppt werden. Dies kann z.B. dadurch erfolgen, dass der Zeiger/Abnehmer ( , Pos. 1) beim Auffahren der Rampe ( , Pos. 9 oder 11) seine Antriebsachse ( , Pos 2.) mit den Verbindungszahnrädern ( , Pos. 3 und 4) anhebt und sie so von der Verbindung ( , Pos. 5) zu einem Uhrwerk, das den Antrieb erzeugt, trennt.
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Bei einem höheren Anheben durch einen oben beschriebenen Impuls erfolgt ein Einkuppeln des unteren Zahnrades ( , Pos. 4) mit der Verbindung ( , Pos. 5) zu einem Uhrwerk, das den Antrieb erzeugt. Da dieser Impuls den Zeiger/Abnehmer nur einen kurzen Augenblick hochhält (da ggf. eine Feder dem Hochheben entgegenwirkt), reicht dies, um den Stopper zu überwinden. Danach sinkt der Zeiger/Abnehmer wieder auf die Ringoberfläche, wo er wieder in das obere Zahnrad ( , Pos. 3) einkuppelt.
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Bei angemessener Gestaltung der Rampen und des Drehmoments des Antriebs kann auch auf das Ein- und Auskuppel verzichtet werden, und der Zeiger/Abnehmer verfügt permanent über eine Verbindung zum Antrieb, der aber zu schwach ist, die Stopper zu passieren.
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Bei dieser Ausführung wird z.B. über einen Widerstand direkt auf den Antrieb oder auf den Zeiger/Abnehmer der auf den Stopper fährt auf dem Höhenniveau oberhalb der Oberkannte der Stopper oder durch Umlegehaken an den Stoppern selbst, die beim Passieren zweier Stopper z.B. rotieren und im Rahmen ihrer Drehung zeitweise (solange die Stopper etwa nebeneinander sind) eine Blockade für den Zeiger/Abnehmer bilden, sichergestellt, dass beim Anheben des Zeiger/Abnehmer durch einen passierenden unbelegten Stopper weiterhin eine Blockade des Zeiger/Abnehmer besteht.
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Um die Höhe der Uhr gering zu halten, ist auch die Anordnung z.B. von 3 Ringen ineinander geplant ( ). Währen bei dieser Variante der äußere Ring ( , Pos. 1), angetrieben und gesteuert über eine Verbindung ( , Pos. 2) zum Uhrwerk, und der innere Ring ( , Pos. 3), ebenfalls angetrieben und gesteuert über eine Verbindung ( , Pos. 4) zum Uhrwerk analog zum oben beschriebenen Mechanismus die Stopppositionen bestimmen, ist der innere Ring ( , Pos. 5), verbunden mit einem Antrieb (nicht Steuerung) der Uhr, z.B. über ein Zahnrad ( , Pos. 6), in der unterhalb der äußeren Ringes ( , Pos. 1), der Anzeigering oder ist mit dem Anzeigering oder Zeiger derart verbunden, dass dieser seiner Bewegung folgt.
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Die Stopper können z.B. in der Form von Kerben ( , Pos. 7 und 8) in dem mittleren Ring ( , Pos. 5) sein, in die jeweils eine im inneren Ring ( , Pos. 3) und eine im äußeren Ring ( , Pos. 1) eingelassene Kugel ( , Pos. 9 und 11) jeweils mit Federmechanismus ( , Pos. 10 und 12) einschnappen können. Diese Kugeln ( , Pos. 9 und 11) stoppen den inneren, mit dem Antriebsmechanismus verbundenen Ring ( , Pos. 5) an der Stelle, in der die jeweilige Funktion der Uhr richtig angezeigt wird.
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Durch Anheben oder Senken eines oder mehrerer Ringe und/oder durch Anheben oder Senken der gewünschten Kugel. z.B. mittels eines weiteren Rings, kann dann die Kugel aus der Kerbe gedrückt werden, um es dann zu ermöglichen, dass sich nach Teilrotation des mittleren Rings ( , Pos. 5) z.B. die andere Kugel in die nächste freie Kerbe des inneren bzw. äußeren Rings bewegen kann, um damit den Anzeigering/Zeiger in der nächsten indizierten Position zum Halt zu bewegen.
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Der Entriegelungsmechanismus kann durch einen leichten Versatz der Kerben zueinander und gerasterte Haltepositionen des mittleren Ringes erleichtert werden.
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Beide Mechanismen können alternativ über ein Getriebe mit Zeiger oder Anzeigering verbunden sein, und somit hinsichtlich Platzierung, Größe und/oder Geschwindigkeit von der des Zeigers oder Anzeigerings abweichen.
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Sollen mehr als zwei unterschiedliche Funktionen mit nur einem Zeiger/Anzeigering angezeigt werden, so kann das oben beschriebene Prinzip erweitert werden. Befinden sich die Stopper auf den Ringen ( ), so können dazu einfach weitere Ringe ergänzt werden. Befinden sich die Stopper zwischen den Ringen ( ), so können ebenfalls weitere Ringe nach demselben Prinzip ergänzt werden, wobei die Ringe, die keine Anzeigeposition indizieren, sondern jene Ringe (z.B. Ring , Pos. 5), die von einer Anzeigeposition in die nächste springen, zusätzlich flexibel mit einander verbunden sein, z.B. über den gleichen Mechanismus, wie hier beschrieben, damit aus den jeweils zwei Stopppositionen der beiden so gekoppelten Ringe nur eine Anzeigeposition resultiert. In diesem Beispiel kann der derart gekoppelte Anzeigering/ Zeiger dann somit 4 unterschiedliche Funktionen anzeigen.
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Alternativ kann ein Abnehmer/Ausleger ( , Pos. 11) oder direkt ein Teil des Zeigers oder z.B. Anzeigerings mit einer auf dieser angebrachten verschiebbarer Stoppfunktion (z.B. mit verschiebbaren Haken ( , Pos. 12)), deren Bewegungsspielraum durch den Pfeil ( , Pos. 13) dargestellt wird, oberhalb mehrerer ineinander liegender Ringe ( , Pos. 1 bis 4) rotieren. Die Ringe verfügen alle über Verbindungen ( , Pos. 5 bis 8) zum Uhrwerk, die die Ringe antreiben und steuern und stets in die richtigen Positionen zur Anzeige ihrer Funktionen führen. Außerdem verfügen die Ringe jeweils über eine Vorrichtung ( , Pos. 14 bis 17), an der der Stopper ( , Pos. 11) greift. Somit wird der Abnehmer/Ausleger ( , Pos. 11) stets in der geeigneten Position gestoppt, um die entsprechende Information anzuzeigen. Der Ausleger kann selbst ein Teil des Zeigers oder z.B. des Anzeigerings sein oder Letztere direkt oder über ein Getriebe steuern.
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Die Verstellung des Hakens ( , Pos. 12) auf dem Abnehmer/Ausleger/Teil des z.B. Zeigers mit Stoppfunktion ( , Pos. 11) kann durch Senken oder Heben des Auslegers ( , Pos. 11), über dessen Antriebsachse ( , Pos. 10) oder über einen weiteren Ring/ Scheibe, der/ die z.B. am äußeren Ende oder oberhalb des Auslegers/Teil des Zeigers ( , Pos. 11) einwirkt, über Heben oder Senken der Ringe , Pos. 1 - 4, und/oder über einen Stellmechanismus, der z.B. in der Position eines weiteren Stoppers ( , Pos. 18) einwirkt, erfolgen. Diese Position kann auch als Parkposition (Nullstellung) dienen. Dabei wird der Haken ( , Pos. 12) durch Impuls stets auf die innerste Position auf dem Ausleger/ Teil des z.B. Zeigers ( , Pos. 11) geführt, z.B. durch eine Feder am Ausleger/ Teil des z.B. Zeigers.
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Dieses Prinzip kann auch mit übereinanderliegenden Scheiben/ Ringen ( , Pos. 9, 11, 13 und 15) und seitlich oder/ und zentral angebrachten Stopper ( , Pos. 1) mit variablem Haken ( , Pos. 2) realisiert werden ( ).
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Der seitlich oder zentral angebrachte Stoppmechanismus ( , Pos. 1), rotiert - ggf. geführt von einem Führungsring ( , Pos. 4) in/ um den/ die Ringe/n ( , Pos. 9, 11, 13 und 15), welche vom Uhrwerk, z.B. über übliche zentrale Antriebsachsen ( , Pos. 6) angetrieben und gesteuert werden, um sich stets in jener Position zu befinden, in der sie ihre Funktion richtig wiedergeben. Gleichzeitig ist der Stoppmechanismus mit dem Anzeigering/ Zeiger ( , Pos. 5) direkt oder mit einem Verbindungsrad ( , Pos. 7) indirekt verbunden. Dabei erfolgt ein Antrieb auf diesen Mechanismus über eine Verbindung ( , Pos. 8) zum Uhrwerk.
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An den Scheiben/ Ringen ( , Pos. 9, 11, 13 und 15) sind z.B. seitlich jeweils ein Gegenhaken ( , Pos. 10, 12, 14 und 16) angebracht, in die der variable Haken ( , Pos. 2) des Stopper ( , Pos. 1) greift und so z.B. den Anzeigering oder der Verbindung zum Zeiger ( , Pos. 5 und/oder 7) stoppt.
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Der variable Haken ( , Pos. 2) des Stopper ( , Pos. 1) wird z.B. durch einen Impuls (ausgelöst durch einen Bedienknopf oder durch das Uhrwerk) z.B. auf den Führungsring ( , Pos 4) jeweils um eine Stufe mit der Höhe des Abstands der Ringe ( , Pos. 9, 11, 13 und 15) nach unten bewegt, um, wenn er die unterste Position erreicht hat, z.B. durch einen Impuls auf einen Schieber ( , Pos. 3) des Stoppers ( , Pos. 1) wieder in die oberste Position zurückgeführt zu werden. Oder der Schieber ( , Pos. 3) entriegelt eine Feder, so dass der Haken ( , Pos. 2) durch Federspannung in die oberste Position zurückgeführt wird.
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Durch diesen Mechanismus zeigt z.B. ein Anzeigering ( , Pos. 5) oder eine von selbigem Ring ( , Pos. 5) direkt oder indirekt geführte Anzeigevorrichtung (z.B. ein Zeiger) die Information von in diesem Beispiel der vier unterschiedlichen Funktionen der Uhr an.
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Um anzuzeigen, welche Funktion gerade angezeigt wird, kann durch die oben beschriebenen Impulse jeweils gleichzeitig z.B. eine weitere Anzeige gesteuert wird, die z.B. mit jedem Impuls zur nächsten Benennung der jeweiligen Funktion wechselt.
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Während die oben beschriebenen Stoppvorrichtung also in herkömmlicherweise vom Uhrwerk gesteuert und angetrieben werden, wird die eigentliche Anzeigevorrichtung nach dem oben beschriebenen manuell oder durch das Uhrwerk ausgelösten Lösemechanismus durch einen Antrieb zur nächsten Stoppvorrichtung geführt. Dieser Antrieb kann durch eine permanente oder durch ein- und auskoppelnde Verbindung zum Uhrwerk erfolgen.
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Dabei kann die Verbindung über ein Getriebe ggf. auch unterschiedliche Drehrichtungen, ggf. immer im Wechsel (vor und zurück), erzeugen. Auch kann durch die durch den Antrieb des Uhrwerks erzeugte Drehbewegung in eine Richtung eine Gegenspannung in die andere Drehrichtung aufgebaut werden, die dann im Sinne des Mechanismus abgerufen wird.
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Die Bewegung wird entweder durch einen externen Impuls (z.B. durch den Hub eines Drückens eines Bedienknopfes) oder durch das Uhrwerk selbst (z.B. bei Erreichen einer Mindestgangreserve) gestartet, z.B. indem eine ausgekuppelte Getriebeverbindung zum Antrieb (temporär) einkuppelt oder indem eine Blockade/ ein Bremsen einer aktiven Getriebeverbindung zum Antrieb (temporär) gelöst wird.