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Die Erfindung betrifft Haarpflegeshampoos auf der Grundlage spezifischer Mengen an Epsilon-Polylysin und anionischen Tensiden, die im Wesentlichen frei von chemisch modifizierten Polymeren sind. Die Erfindung betrifft weiterhin die Verwendung der Haarpflegeshampoos zur Verbesserung der Pflegeeigenschaften von Haaren, insbesondere zur Verbesserung von Entwirrbarkeit, Kämmbarkeit, Glätte, Glanz, Volumen sowie der sensorischen Eigenschaften von Haaren.
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Mithilfe kosmetischer Reinigungsmittel, wie Haarshampoos, können menschliche Haare und die Kopfhaut gereinigt und von Talg, Stylingmittelrückständen sowie von anderen Verschmutzungen befreit werden.
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Haarshampoos enthalten üblicherweise (meist anionische) Tenside, welche in Abhängigkeit von Art und Menge des (oder der) jeweiligen Tensids(e) bei jedem Reinigungsvorgang neben Schmutz und Talg auch Lipide und Proteine aus den Haaren und/oder der Kopfhaut entfernen. Dadurch kann insbesondere bei häufiger Reinigung eine Schädigung der Haarstruktur und/oder ein Austrocknen der Kopfhaut auftreten, was sich optisch oder haptisch beispielsweise durch fehlenden Glanz und/oder Glätte der Haare, ein stumpfes Haargefühl, das Auftreten von Spliss und/oder Haarbruch sowie durch eine gereizte und/oder juckende Kopfhaut bemerkbar machen kann.
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Schädigungen der Haarstruktur oder der Haarfasern, insbesondere Spliss und/oder Haarbruch, können zudem durch Umwelteinflüsse (wie beispielsweise intensive Sonneneinstrahlung), mechanische Belastungen (wie beispielsweise Kämmen unter Föhnhitze) sowie durch chemische Einflüsse (wie beispielsweise Färben, Verformen oder Glätten der Haare) weiter begünstigt werden.
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Zur Verhinderung, Verminderung und/oder (zumindest oberflächlichen) Beseitigung von Haarschädigungen wurden Haarshampoos in der Vergangenheit oftmals Pflegestoffe, meist Kombinationen von Silikonölen und kationischen Polymeren, hinzugefügt. Dadurch konnte vornehmlich eine Glättung sowie eine verbesserte Kämmbarkeit von Haaren erzielt werden. Außerdem haben kationische Polymere eine antistatische Wirkung auf Haarfasern.
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Nachteilig an dieser herkömmlichen Pflegewirkstoff-Kombination aus Silikonen/kationischen Polymeren ist das Auftreten eines sogenannten Build-up Effekts. Dieser kommt zustande, weil sowohl Silikone als auch kationische Polymere die Haarfasern mit einem hauchdünnen Film überziehen, welcher sich bei jeder Anwendung eines auf dieser Pflegemischung basierenden Shampoos weiter aufbaut und letztendlich zu einer unerwünschten Beschwerung der Haare führen kann.
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Darüber hinaus können Silikone enthaltende Shampoos oftmals nur durch Zusätze weiterer synthetischer Polymere zufriedenstellend stabilisiert werden.
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Aus Gründen der Nachhaltigkeit ist man zudem bestrebt, synthetische oder chemisch modifizierte Wirk- und Hilfsstoffe in kosmetischen Produkten durch natürliche und biologisch abbaubare Wirk- und Hilfsstoffe zu ersetzen.
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Die Bereitstellung pflegender Haarshampoos, die ,arm an' oder ,frei von' chemisch modifizierten Polymeren - gegebenenfalls auch ,arm an' oder ,frei von' Silikonen - sind, ist daher eine relevante Aufgabe im Bereich der Kosmetik.
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Bekannte alternative Wirkstoffe können bislang nicht alle Bedürfnisse in ausreichendem Maße abdecken.
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Der vorliegenden Anmeldung lag die Aufgabe zugrunde, Haarpflegeshampoos mit hoher Pflegeleistung bereitzustellen, die eine optimale Balance zwischen schonender und gründlicher Reinigung, langanhaltender und nachhaltiger Pflege von Kopfhaut und Haaren sowie guter Verträglichkeit gewährleisten. Auf die unterstützende Wirkung chemisch modifizierter Polymere soll dabei idealerweise verzichtet werden.
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Epsilon-Polylysin ist ein biotechnologisch gewonnener multifunktionaler Wirkstoff, der bislang vor allem im asiatischen Raum als Konservierungsmittel oder als Bestandteil von Konservierungsmittelmischungen eingesetzt wird. Des Weiteren ist Epsilon-Polylysin für seine ausgezeichnete Antischuppenwirksamkeit - insbesondere auch in Kombination mit weiteren Antischuppenwirkstoffen (beispielsweise aus
DE 102011079536 ,
DE 102011079540 ,
DE 102011077067 ) - bekannt.
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Die synergistische Kombination von Epsilon-Polylysin mit anionischen Tensiden zur signifikanten Verbesserung haarpflegerelevanter Parameter wurde bislang nicht beschrieben.
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Es wurde nun gefunden, dass bereits ein Zusatz äußerst geringer Mengen an Epsilon-Polylysin anionische Tenside enthaltenden Shampoos außergewöhnlich gute Haarpflegeeigenschaften verleiht - insbesondere im Hinblick auf die Pflegeparameter Entwirrbarkeit, Kämmbarkeit, Glätte, Glanz, Volumen sowie verbesserte sensorische Eigenschaften von Haaren. Besonders überraschend war, dass die Verbesserung der Haarpflegeeigenschaften in Abwesenheit jeglicher kationischer Pflegepolymere erzielt werden konnte, und dass der Pflegeeffekt größer war als in entsprechenden Shampoos, die selbst höhere Mengen an kationischen Polymeren als Pflegekomponenten enthalten.
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Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos ist, dass ihnen weitere Pflegekomponenten - wie Silikone - optional hinzugefügt werden können, ohne dass eine Stabilisierung durch chemisch modifizierte Polymere, insbesondere durch (Meth)acryl-Einheiten umfassende Polymeren, erforderlich ist. Doch auch ein optionaler Zusatz von Silikonen führte nach regelmäßiger Anwendung von auf Epsilon-Polylysin und anionischen Tensiden basierenden Haarpflegeshampoos nicht zu unerwünschter Beschwerung der Haare.
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Ein erster Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Haarpflegeshampoo, welches in einem kosmetischen Träger - bezogen auf das Gesamtgewicht des Haarpflegeshampoos -
- a) 0,00001 - 1,0 Gew.-% Epsilon-Polylysin
- b) 5,0 - 20 Gew.-% mindestens eines anionischen Tensids enthält,
wobei das Haarpflegeshampoo im Wesentlichen frei von chemisch modifizierten Polymeren ist.
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Der vorstehend zusammengefasste erste Erfindungsgegenstand wird nun detaillierter dargestellt.
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Sofern nicht anders angegeben, sind alle in % ausgedrückten Mengen Gew.-% und werden bezogen auf das Gesamtgewicht des Haarpflegeshampoos ausgedrückt.
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Als geeigneter kosmetischer Träger für die erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos kommt beispielsweise Wasser oder eine Mischung aus Wasser und Alkoholen in Frage.
Als alkoholische Komponente können beispielsweise niedere Alkanole sowie Polyole wie Propylenglykol und Glycerin dienen. Ethanol, n-Propanol und Isopropanol sind bevorzugte niedere Alkohole. Wasser und Alkohol(e) können in einem Gewichtsverhältnis von 1 : 20 bis 99 : 1 vorliegen. Wasser oder wässrig-alkoholische Mischungen, die bis zu 50 Gew.-%, vorzugsweise bis zu 25 Gew.-% und insbesondere bis zu 15 Gew.-% Alkohole enthalten (bezogen auf das Gesamtgewicht der Alkohol/Wasser-Mischung) können bevorzugte kosmetische Träger sein.
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„Im Wesentlichen frei von“ wie hierin verwendet, bedeutet, dass chemisch modifizierte Polymere bezogen auf das Gesamtgewicht des Haarpflegeshampoos in weniger als 0,01 Gew.-%, bevorzugt weniger als 0,005 Gew.-%, stärker bevorzugt weniger als 0,001 Gew.-% und am stärksten bevorzugt gar nicht in dem Haarpflegeshampoo enthalten sind.
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Unter „chemisch modifizierten Polymeren“ im Sinne der vorliegenden Erfindung sind jegliche chemisch modifizierten kationischen Polymere zu verstehen, selbst wenn sie auf natürlichen Ausgangsstoffen, wie beispielsweise Stärke, Cellulose oder Gummen, basieren.
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Weiterhin sind unter „chemisch modifizierten Polymeren“ im Sinne der vorliegenden Erfindung jegliche Stabilisierungs- und/oder Verdickungspolymere zu verstehen, die Acryl- oder Methacryl-Einheiten umfassen.
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Bevorzugt sind erfindungsgemäße Haarpflegeshampoos im Wesentlichen frei, besonders bevorzugt frei von kationischen Polymeren und/oder (Meth)acryl-Einheiten umfassenden Polymeren. Insbesondere bevorzugt sind erfindungsgemäße Haarpflegeshampoos im Wesentlichen frei bzw. frei von unter die INCI-Bezeichnung „Polyquaternium“ fallenden kationischen Polymeren, kationischen Guar-, Stärke- oder Cellulosepolymeren sowie (Meth)acryl-Einheiten umfassenden Polymeren.
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Als ersten wesentlichen Inhaltsstoff enthalten die erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos - bezogen auf ihr Gesamtgewicht - 0,00001 - 1,0 Gew.-% Epsilon-Polylysin.
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Unter „Epsilon-Polylysin“ wird im Sinne der vorliegenden Erfindung ein Oligo- bzw. Homopolymer der natürlichen Aminosäure Lysin verstanden, das aufgrund seiner Verknüpfung in ε-Position auch als Epsilon-Polylysin bezeichnet wird.
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Besonders bevorzugt wird unter „Epsilon-Polylysin“ im Sinne der vorliegenden Erfindung Epsilon-Poly-L-lysin verstanden. Dabei handelt es sich um einen Polyelektrolyten, der in polaren Lösungsmitteln (wie beispielsweise Wasser) löslich ist. Auch physiologisch verträgliche Salz- und Lösungsformen des Epsilon-Poly-L-lysins sind für die Verwendung in den erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos geeignet.
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Epsilon-Poly-L-lysin ist durch bakterielle Fermentation erhältlich, beispielsweise aus dem Stamm Streptomyces albulus.
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Epsilon-Poly-L-Lysin hat aufgrund seiner polykationischen Ladung eine hohe Affinität zu Haaren, die eine negative Nettoladung aufweisen.
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Es wurde gefunden, dass für die Verwendung in den erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos insbesondere Epsilon-Poly-L-Lysin mit einer linearen Molekülstruktur und einem spezifischen Polymerisationsgrad geeignet ist.
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Besonders geeignet sind Verbindungen der nachfolgenden Formel in der n für ganze Zahlen von 2-50 steht.
Mehr bevorzugt steht n für ganze Zahlen von 10-40 und insbesondere von 25-35.
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Besonders geeignet ist insbesondere Epsilon-Poly-L-Lysin mit einer linearen Molekülstruktur und einem spezifischen mittleren Molekulargewicht im Bereich von 200 - 7,500 g/mol, mehr bevorzugt 1,000 - 6,000 g/mol und insbesondere 3,500 - 5,500 g/mol.
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Epsilon-Poly-L-Lysin mit der zuvor definierten linearen Molekülstruktur kann sich - im Vergleich zu Polylysin mit dendritischer Struktur - besser auf den Haarfasern abscheiden und sogar tiefer in die Cuticula und den äußeren Haarkortex eindringen. Dadurch wird nicht nur ein Glättungs-, Entwirrungs- und Pflegeeffekt der äußeren Haarfasern erzielt, sondern zu einem gewissen Grad auch die innere Struktur der Haarfaser repariert und/oder gestärkt.
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Epsilon-Polylysin, insbesondere Epsilon-Poly-L-Lysin, wird in den erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos vorzugsweise innerhalb engerer Mengenbereiche eingesetzt. Eine besonders geeignete Einsatzmenge an Epsilon-Poly-L-Lysin (bezogen auf das Gesamtgewicht des Haarpflegeshampoos) ist 0,00005 - 0,5 Gew.-%, mehr bevorzugt 0,0001 - 0,4 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,0005 - 0,3 Gew.-%, ganz besonders bevorzugt 0,001 - 0,25 Gew.-% und insbesondere 0,005 - 0,1 Gew.-%.
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Als zweiten wesentlichen Inhaltsstoff enthalten die erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos - bezogen auf ihr Gesamtgewicht - 5,0 - 20,0 Gew.-% mindestens eines anionischen Tensids.
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Als anionische Tenside (oder Emulgatoren) eignen sich alle für die kosmetische Verwendung am menschlichen oder tierischen Körper geeigneten anionischen oberflächenaktiven Stoffe. Diese sind gekennzeichnet durch eine wasserlöslich machende, anionische Gruppe wie beispielsweise eine Carboxylat-, Sulfat-, Sulfonat- oder Phosphat-Gruppe und eine lipophile Alkylgruppe mit etwa 8 bis 30 C-Atomen. Zusätzlich können im Molekül Glycol- oder Polyglycolether-Gruppen, Ester-, Ether- und Amidgruppen sowie Hydroxylgruppen enthalten sein.
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Zu den geeigneten anionischen Tensidtypen, die in den erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos eingesetzt werden können, zählen beispielsweise:
- - lineare und verzweigte Fettsäuren mit 8 bis 30 C-Atomen (Seifen),
- - Ethercarbonsäuren der Formel R-O-(CH2-CH2O)x-CH2-COOH, in der R eine lineare oder e, gesättigte oder ungesättigte Alkylgruppe mit 8 bis 30 C-Atomen und x = 0 oder 1 bis 16 ist, sowie deren physiologisch verträglichen Salze,
- - Acylsarcoside mit 8 bis 24 C-Atomen in der Acylgruppe (Sarcosinat-Tenside),
- - Acyltauride mit 8 bis 24 C-Atomen in der Acylgruppe (Taurat-Tenside),
- - Acylisethionate mit 8 bis 24 C-Atomen in der Acylgruppe (Isethionat-Tenside),
- - Acylglutamate mit 8 bis 24 C-Atomen in der Acylgruppe (Glutamat-Tenside)
- - Sulfobernsteinsäuremono- und/oder -dialkylester mit 8 bis 24 C-Atomen in der Alkylgruppe und Sulfobernsteinsäuremono-alkylpolyoxyethylester mit 8 bis 24 C-Atomen in der Alkylgruppe und 1 bis 6 Oxyethylgruppen (Sulfosuccinat-Tenside),
- - Alpha-Olefinsulfonate mit 8 bis 24 C-Atomen (alpha-Olefinsulfonat-Tenside),
- - Alkylsulfate und/oder Alkylethersulfatsalze der Formel R-(OCH2CH2)n-O-SO3X, in der R bevorzugt eine geradkettige oder e, gesättigte oder ungesättigte Alkylgruppe mit 8 bis 30 C-Atomen, x die Zahl 0 oder 1 bis 12 und X ein Alkali-, Erdalkali-, Ammonium- oder Alkanolaminion bedeutet,
- - Sulfonate ungesättigter Fettsäuren mit 8 bis 24 C-Atomen und 1 bis 6 Doppelbindungen,
- - Ester der Weinsäure und Zitronensäure mit Alkoholen, die Anlagerungsprodukte von etwa 2-15 Molekülen Ethylenoxid und/oder Propylenoxid an Fettalkohole mit 8 bis 22 C-Atomen darstellen, und/oder
- - Alkyl- und/oder Alkenyletherphosphate der Formel in der R1 bevorzugt für einen aliphatischen Kohlenwasserstoffrest mit 8 bis 30 Kohlenstoffatomen, R2 für Wasserstoff, einen Rest (CH2CH2O)nR1 oder X, n für Zahlen von 0 bis 10 und Xfür Wasserstoff, ein Alkali- oder Erdalkalimetall oder die Gruppe - NR3R4R5R6 steht, mit R3 bis R6 unabhängig voneinander stehend für einen C1 bis C4 - Kohlenwasserstoffrest.
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Bevorzugt für die Verwendung in den erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos sind physiologisch verträgliche Salze von Alkyl(ether)sulfaten, Ethercarbonsäuren, Sarcosinaten, Isethionaten, Tauraten, Sulfosuccinaten, Alpha-Olefinsulfonaten sowie Mischungen davon.
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Besonders bevorzugt sind physiologisch verträgliche Salze von Alkyl(ether)sulfaten und insbesondere Alkyl(ether)sulfate der allgemeinen Formel R-(OCH2CH2)n-OSO3X, in der R eine geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte Alkylgruppe mit 8 bis 24 C-Atomen, n die Zahl 0 oder 1 bis 12, und X ein Alkali-, Erdalkali-, Ammonium- oder Alkanolaminion bedeutet.
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Das mindestens eine anionische Tensid b), vorzugsweise mindestens ein physiologisch verträgliches Salz von Alkyl(ether)sulfaten, Ethercarbonsäuren, Sarcosinaten, Isethionaten, Tauraten, Sulfosuccinaten Alpha-Olefinsulfonaten und insbesondere bevorzugt mindestens ein physiologisch verträgliches Salz von Alkyl(ether)sulfaten wird in den erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos vorzugsweise innerhalb engerer Mengenbereiche eingesetzt. Eine besonders geeignete Einsatzmenge an mindestens einem anionischen Tensid b) wie zuvor definiert ist (bezogen auf das Gesamtgewicht des Haarpflegeshampoos) 6 - 17,5 Gew.-%, besonders bevorzugt 7 - 15 Gew.-%.
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Der synergistische Haarpflegeeffekt von Epsilon-Polylysin und anionischen Tensiden in einem - vorzugsweise überwiegend Wasser enthaltenden - kosmetischen Träger ist besonders signifikant, wenn das erfindungsgemäße Haarpflegeshampoo einen pH-Wert im Bereich von vorzugsweise 2,5 - 7, mehr bevorzugt 3 - 6 und insbesondere 3,5 - 5,5 aufweist.
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Zur Einstellung dieses pH-Wertes kann praktisch jede für kosmetische Zwecke verwendbare Säure oder Base verwendet werden. Üblicherweise werden als Säuren Genusssäuren verwendet. Unter Genusssäuren werden solche Säuren verstanden, die im Rahmen der üblichen Nahrungsaufnahme aufgenommen werden und positive Auswirkungen auf den menschlichen Organismus haben. Genusssäuren sind beispielsweise Essigsäure, Milchsäure, Weinsäure, Zitronensäure, Äpfelsäure, Ascorbinsäure und Gluconsäure. Im Rahmen der Erfindung ist die Verwendung von Zitronensäure und/oder Milchsäure besonders bevorzugt.
Bevorzugte Basen sind Ammoniak, Alkalimetallhydroxide, Monoethanolamin, Triethanolamin sowie N,N,N',N'-Tetrakis-(2-hydroxypropyl)-ethylendiamin.
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Zur Verbesserung der Schaumeigenschaften und/oder zur Verbesserung der Milde kann es von Vorteil sein, wenn die erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos neben dem mindestens einen anionischen Tensid b) weiterhin 0 - 15%, besonders bevorzugt 0,25 - 12,5% und insbesondere 0,5 - 10% mindestens eines amphoteren bzw. zwitterionischen Tensids und/oder eines nichtionischen Tensids enthalten (bezogen auf das Gesamtgewicht des Haarpflegeshampoos).
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Geeignete zwitterionische bzw. amphotere Tenside tragen sowohl eine kationische als auch eine anionische Ladung im Molekül. Bevorzugt weisen amphotere Tenside mindestens eine quartäre Ammoniumgruppe und mindestens eine -COO- - oder -SO3 - -Gruppe, neben einer bevorzugt C8-C24-Alkyl- oder -Acylgruppe, im Molekül auf. Ferner sind sie befähigt, innere Salze auszubilden. Besonders bevorzugte amphotere Tenside sind Betaine wie die N-Alkyl-N,N-dimethylammoniumglycinate, beispielsweise das Kokosalkyl-dimethylammoniumglycinat, N-Acyl-aminopropyl-N,N-dimethylammoniumglycinat, beispielsweise das Kokosacylaminopropyl-dimethylammoniumglycinat, und 2-Alkyl-3-carboxymethyl-3-hydroxyethyl-imidazoline mit jeweils 8 bis 18 C-Atomen in der Alkyl- oder Acylgruppe sowie das Kokosacylaminoethylhydroxyethylcarboxymethylglycinat. Besonders bevorzugt sind die unter den INCI-Bezeichnungen Cocamidopropyl Betaine, Lauramidopropyl Betaine, Cocoampho(di)acetate und/oder Lauroapho(di)acetate bekannten amphoteren oder zwitterionischen Tenside.
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Geeignete nichtionische Tenside und/oder Emulgatoren können ausgewählt sein aus Aminoxiden wie beispielsweise den unter den INCI-Bezeichnungen Cocamine Oxide, Lauramine Oxide und Cocamidopropylaminoxid bekannten Verbindungen, Fettsäurealkanolamiden wie beispielsweise den unter den INCI-Bezeichnungen Cocamide MEA und Coamide DEA bekannten Verbindungen, Gemischen aus Alkyl-(oligo)-glucosiden und Fettalkoholen wie beispielsweise das im Handel erhältliche Produkt Montanov®68, Sterinen wie beispielsweise Zoosterinen und Phytosterinen, Phospholipiden, Alkyl(oligo)glycosiden wie beispielsweise die unter den INCI-Bezeichnungen Caprylyl/Capryl Glucoside, Decyl Glucoside, Lauryl Glucoside und Coco Glucoside bekannten Verbindungen, alkoxylierten Estern wie die unter den INCI-Bezeichnungen PEG-7 Glyceryl Cocoate und PEG-40 Hydrogenated Castor bekannten Verbindungen, Polyglycerinestern und/oder deren Salzen.
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Zur weiteren Steigerung der Pflegeeigenschaften kann es von Vorteil sein, wenn den erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos neben Epsilon-Polylysin a) mindestens ein weiterer Haarpflegewirkstoff in einem Gewichtsanteil von 0,01 - 10 Gew.-% am Gesamtgewicht des Haarpflegeshampoos hinzugefügt wird. Mehr bevorzugt sind Einsatzmengen von 0,05 - 7,5 Gew.-%, besonders bevorzugt von 0,1 - 6 Gew.-% und insbesondere von 0,25 - 5 Gew.-%.
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Der mindestens eine Haarpflegewirkstoff kann vorzugsweise ausgewählt sein aus
- (I) Ölen
- (II) Proteinhydrolysaten
- (III) Proteolipiden
- (IV) Aminosäuren
- (V) Vitaminen
- (VI) oder Mischungen davon.
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Ein Zusatz eines oder mehrerer Haarpflegestoffe (I) bis (V) zu den erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos bietet den Vorteil, dass je nach Art und Menge des oder der Haarpflegestoffe (I) bis (V) optisch und haptisch wahrnehmbare äußere Pflegeeffekte der Haarfasern weiter gesteigert werden können. Unter äußerem Pflegeeffekt wird insbesondere mehr Glätte, Glanz, Geschmeidigkeit, Volumen sowie eine erleichterte Kämmbarkeit verstanden.
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Unter geeigneten Ölen (I) werden natürliche, mineralische oder synthetische Öle, Fette, Wachse oder Mischungen davon verstanden.
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Zur Gruppe geeigneter natürlicher (pflanzlicher) Öle werden üblicherweise Triglyceride und Mischungen von Triglyceriden verstanden. Bevorzugte natürliche Öle sind Kokosnussöl, (süßes) Mandelöl, Walnussöl, Pfirsichkernöl, Aprikosenkernöl, Avocadoöl, Teebaumöl (Tea Tree Oil), Sojaöl, Sesamöl, Sonnenblumenöl, Tsubakiöl, Nachtkerzenöl, Reiskleieöl, Palmkernöl, Mangokernöl, Wiesenschaumkrautöl, Distelöl, Macadamianussöl, Traubenkernöl, Amaranthsamenöl, Tamanuöl, Perillaöl, Arganöl, Bambusöl, Olivenöl, Weizenkeimöl, Kürbiskernöl, Malvenöl, Haselnussöl, Safloröl, Canolaöl, Sasanquaöl, Jojobaöl, Rambutanöl, Kakaoabutter, Murumurubutter und/oder Shea-Butter.
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Als mineralische Öle kommen insbesondere Mineralöle, Paraffin- und Isoparaffinöle sowie synthetische Kohlenwasserstoffe zum Einsatz. Ein Beispiel für einen einsetzbaren Kohlenwasserstoff ist beispielsweise das als Handelsprodukt erhältliche 1,3-Di-(2-ethylhexyl)-cyclohexan (Cetiol® S) oder Mischungen mittelkettiger Alkane (wie Cetiol® Ultimate).
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Als geeignete Ölkomponmente kann weiterhin ein Dialkylether dienen. Einsetzbare Dialkylether sind insbesondere Di-n-alkylether mit insgesamt zwischen 12 bis 36 C-Atomen, insbesondere 12 bis 24 C-Atomen, wie beispielsweise Di-n-octylether, Di-n-decylether, Din-nonylether, Di-n-undecylether, Di-n-dodecylether, n-Hexyl-n-octylether, n-Octyl-n-decylether, n-Decyl-n-undecylether, n-Undecyl-n-dodecylether und n-Hexyl-n-undecylether sowie Di-tert.-butylether, Diiso-pentylether, Di-3-ethyldecylether, tert.-Butyl-n-octylether, iso-Pentyl-n-octylether und 2-Methylpentyl-n-octylether. Besonders bevorzugt ist der Di-n-octylether, der im Handel unter der Bezeichnung Cetiol® OE erhältlich ist.
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Als synthetische Öle kommen gegebenfalls auch Silikonverbindungen in Betracht. Geeignete Silikone können ausgewählt sein unter:
- (i) Polyalkylsiloxanen, Polyarylsiloxanen, Polyalkylarylsiloxanen, die flüchtig oder nicht flüchtig, geradkettig, oder cyclisch, verzweigt oder nicht verzweigt sind;
- (ii) Polysiloxanen, die in ihrer allgemeinen Struktur eine oder mehrere organofunktionelle Gruppen enthalten, die ausgewählt sind unter:
- a) substituierten oder unsubstituierten aminierten Gruppen;
- b) (perfluorierten Gruppen;
- c) Thiolgruppen;
- d) Carboxylatgruppen;
- e) hydroxylierten Gruppen;
- f) alkoxylierten Gruppen;
- g) Acyloxyalkylgruppen;
- h) amphoteren Gruppen;
- i) Bisulfitgruppen;
- j) Hydroxyacylaminogruppen;
- k) Carboxygruppen;
- l) Sulfonsäuregruppen; und
- m) Sulfat- oder Thiosulfatgruppen;
- (iii) linearen Polysiloxan(A)- Polyoxyalkylen(B)- Blockcopoylmeren vom Typ (A-B)n mit n > 3;
- (iv) gepfropften Siliconpolymeren mit nicht siliconhaltigem, organischen Grundgerüst, die aus einer organischen Hauptkette bestehen, welche aus organischen Monomeren gebildet wird, die kein Silicon enthalten, auf die in der Kette sowie gegebenenfalls an mindestens einem Kettenende mindestens ein Polysiloxanmakromer gepfropft wurde;
- (v) gepfropften Siliconpolymeren mit Polysiloxan- Grundgerüst, auf das nicht siliconhaltige, organische Monomere gepfropft wurden, die eine Polysiloxan-Hauptkette aufweisen, auf die in der Kette sowie gegebenenfalls an mindestens einem ihrer Enden mindestens ein organisches Makromer gepfropft wurde, das kein Silicon enthält;
- (vi) oder deren Gemischen.
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Unter Fetten sind zu verstehen Fettsäuren, Fettalkohole sowie natürliche und synthetische Wachse, welche sowohl in fester Form als auch flüssig in wässriger Dispersion vorliegen können.
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Als Fettsäuren können eingesetzt werden lineare und/oder verzweigte, gesättigte und/oder ungesättigte Fettsäuren mit 6 - 30 Kohlenstoffatomen, bevorzugt mit 10 - 22 Kohlenstoffatomen. Als Fettalkohole können eingesetzt werden gesättigte, ein- oder mehrfach ungesättigte, e oder unverzweigte Fettalkohole mit C6 - C30-, bevorzugt C10 - C22- und ganz besonders bevorzugt C12 - C22- Kohlenstoffatomen.
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Als natürliche oder synthetische Wachse können feste Paraffine oder Isoparaffine, Carnaubawachse, Bienenwachse, Candelillawachse, Ozokerite, Ceresin, Walrat, Sonnenblumenwachs, gehärtete Wachse wie beispielsweise Hydrogenated Castor Oil, Fruchtwachse wie beispielsweise Apfelwachs oder Citruswachs, Microwachse aus PE- oder PP eingesetzt werden.
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Weitere geeignete Fettstoffe sind beispielsweise
- - Esteröle, worunter Ester von C6 - C30 - Fettsäuren mit C2 - C30 - Fettalkohlen zu verstehen sind. Beispiele für besonders geeignete Esteröle sind Isopropylmyristat (Rilanit® IPM), Isononansäure-C16-18-alkylester (Cetiol® SN), 2-Ethylhexylpalmitat (Cegesoft® 24), Stearinsäure-2-ethylhexylester (Cetiol® 868), Cetylpalmitat, Cetyloleat, Glycerintricaprylat, Kokosfettalkoholcaprinat/-caprylat (Cetiol® LC), n-Butylstearat, Oleylerucat (Cetiol® J 600), Isopropylpalmitat (Rilanit® IPP), Oleyl Oleate (Cetiol®), Laurinsäurehexylester (Cetiol® A), Di-n-butyladipat (Cetiol® B), Myristylmyristat (Cetiol® MM), Cetearyl Isononanoate (Cetiol® SN), Ölsäuredecylester (Cetiol® V)
- - Dicarbonsäureester wie Di-n-butyladipat, Di-(2-ethylhexyl)-adipat, Di-(2-ethylhexyl)-succinat und Di-isotridecylacelaat sowie Diolester wie Ethylenglykol-dioleat, Ethylenglykoldi-isotridecanoat, Propylenglykol-di(2-ethylhexanoat), Propylenglykol-di-isostearat, Propylenglykol-di-pelargonat, Butandiol-di-isostearat, Neopentylglykoldicaprylat, symmetrische, unsymmetrische oder cyclische Ester der Kohlensäure mit Fettalkoholen wie Glycerincarbonat oder Dicaprylylcarbonat (Cetiol® CC)
- - ethoxylierte oder nicht ethoxylierte Mono,- Di- und Trifettsäureester von gesättigten und/oder ungesättigten linearen und/oder en Fettsäuren mit Glycerin, wie beispielsweise Monomuls® 90-018, Monomuls® 90-L12, Cetiol® HE oder Cutina® MD.
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Der Gewichtsanteil von Ölen, Fetten und/oder Wachsen am Gesamtgewicht der Haarpflegeshampoos kann 0 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 0,01 bis 7,5 Gew.-% und insbesondere 0,05 bis 5 Gew.-% betragen.
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Vorzugsweise enthalten erfindungsgemäße Haarpflegeshampoos im Wesentlichen keine Silikone. „Im Wesentlichen keine“ ist in diesem Zusammenhang genauso zu verstehen wie zuvor beschrieben.
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Unter Proteinhydrolysaten (II) sind im Sinne der vorliegenden Erfindung Abbauprodukte von Proteinen, welche durch saure, basische oder enzymatische Reaktion hergestellt werden, zu verstehen. Aufgrund des Herstellungsprozesses weisen Proteinhydrolysate eine Verteilung des Molekulargewichtes auf.
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Geeignete Proteinhydrolysate (II) können pflanzlichen, tierischen, marinen oder synthetischen Ursprungs sein.
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Bevorzugte Proteinhydrolysate pflanzlichen Ursprungs können ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus Soja-, Mandel-, Erbsen-, Moringa-, Kartoffel- und Weizenproteinhydrolysaten. Solche Produkte sind beispielsweise unter den Warenzeichen Gluadin® (Cognis), DiaMin® (Diamalt), Lexein® (Inolex), Hydrosoy® (Croda), Hydrolupin® (Croda), Hydrosesame® (Croda), Hydrotritium® (Croda), Crotein® (Croda) und Puricare® LS 9658 von der Fa. Laboratoires Serobiologiques erhältlich.
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Bevorzugte Proteinhydrolysate tierischen Ursprungs können ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus Elastin-, Kollagen-, Keratin-, Seiden- und Milcheiweiß-Proteinhydrolysaten, die auch in Form von Salzen vorliegen können. Solche Produkte werden beispielsweise unter den Warenzeichen Dehylan® (Cognis), Promois® (Interorgana), Collapuron® (Cognis), Nutrilan® (Cognis), Gelita-Sol® (Deutsche Gelatine Fabriken Stoess & Co), Lexein® (Inolex), ProSina® (Croda) und Kerasol® (Croda) vertrieben.
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Bevorzugte Proteinhydrolysate maritimen Ursprungs können ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus Kollagenhydrolysaten von Fischen oder Algen, aus Proteinhydrolysaten von Muscheln und aus Perlenhydrolysaten. Beispiele für Perlenextrakte sind die Handelsprodukte Pearl Protein Extract BG® oder Crodarom® Pearl.
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Besonders bevorzugte Proteinhydrolysate (II) sind
- - Hydrolysiertes Keratin,
- - Hydrolysiertes Kollagen,
- - Hydrolysiertes Seidenprotein,
- - Hydrolysiertes Kaschmirprotein,
- - Hydrolysiertes Weizenprotein,
- - Hydrolysiertes Sojaprotein,
- - Hydrolysiertes Erbsenprotein,
- - Hydrolysiertes Hanfsamenprotein,
- - Hydrolysiertes Baumwollsamenprotein,
- - Hydrolysiertes Reisprotein.
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Weiterhin sind kationisierte Proteinhydrolysate im Sinne der vorliegenden Erfindung zu den Proteinhydrolysaten (II) zu zählen, wobei das zugrundeliegende Proteinhydrolysat jeweils aus denselben Quellen stammt, wie zuvor ausgeführt.
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Der Gewichtsanteil von Proteinhydrolysaten (II) am Gesamtgewicht des erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos kann 0 bis 5 Gew.-%, bevorzugt 0,01 bis 3 Gew.-% und insbesondere 0,01 bis 2,5 Gew.-% betragen.
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Unter Proteolipiden (III) sind im Sinne der vorliegenden Erfindung Verbindungen der allgemeinen Formeln (1) oder (2) zu verstehen, R'-X-R'' Formel (1) [R'-X-R'']+ Z- Formel (2) wobei
- - R' eine geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte funktionelle Kohlenwasserstoffgruppe mit 8 bis 24 Kohlenstoffatomen darstellt (einschließlich Gemischen solcher R'-Gruppen, wie sie beispielsweise in Naturstoffen wie Kokosnussöl enthalten sind).
- - R'' ein Protein, ein Peptid oder ein Proteinhydrolysat darstellt,
- - Z- ein physiologisch verträgliches Anion darstellt
- - X -C(O)O- oder -N'(RIII 2)-RIV- oder -N(RIII)RIV- oder -C(O)-N(RV)RVI darstellt,
- - RIII-(CH2)x-CH3 darstellt, wobei x 0-22 ist, und
- - RIV -CH2-CH(OH)-CH2- oder -(CH2)x- darstellt, gegebenenfalls substituiert mit einer oder mehreren -OH-Gruppen, wobei x = 0-22 ist;
- - Rv und RVI unabhängig voneinander -H oder -(CH2)x-CH3 darstellen, wobei x = 0-22 ist;
mit der Maßgabe, dass R'' Keratin oder ein Keratinhydrolysat darstellt, wenn X -C(O)O- darstellt.
-
Wenn X -C(O)O- oder -N(RIII)RIV- oder -C(O)-N(RV)RVI darstellt, ist die Verbindung ungeladen und es gilt Formel (II). Wenn X -N+(RIII 2)-RIV- darstellt, d.h., der Stickstoff quaternisiert ist, ist ein Gegenion vorhanden und es gilt die Formel (III). Das Gegenion ist jedes geeignete physiologisch verträgliche Anion wie ein Halogenid. Ein bevorzugtes Kation ist Chlorid.
-
Geeigneter ist, dass das oder jedes Proteolipid die Formel (IVA) aufweist: wobei
- - R', RIII, R'' und Z wie zuvor definiert sind,
- - m = 1 bis 10, und
- - Y für -H oder -OH steht.
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R'' kann ein Protein sein. Alternativ kann R'' ein Peptid sein. R'' kann auch ein Proteinhydrolysat sein. Vorzugsweise ist R'' ein Proteinhydrolysat. Ein solches Proteinhydrolysat kann auf Keratin basieren, d.h. auf einem Keratinhydrolysat. Alternativ kann R'' ein Hydrolysat auf pflanzlicher Basis sein.
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Bevorzugte Beispiele für Proteolipide (III) sind unter anderem:
- - Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Keratin,
- - Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Kollagen,
- - Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Seidenprotein,
- - Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Kaschmirprotein,
- - Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Reisprotein,
- - Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Weizenprotein,
- - Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Sojaprotein,
- - Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Erbsenprotein,
- - Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Baumwollsamenprotein,
- - Hydrolysiertes Steardimoniumhydroxypropyl-Hanfsamenprotein,
- - Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Keratin,
- - Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Kollagen,
- - Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Seidenprotein,
- - Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Kaschmirprotein,
- - Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Reisprotein,
- - Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Sojaprotein,
- - Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Weizenprotein,
- - Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Erbsenprotein
- - Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Baumwollsamenprotein,
- - Hydrolysiertes Cocodimoniumhydroxypropyl-Hanfsamenprotein,
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Der Gewichtsanteil von Proteolipiden (III) am Gesamtgewicht des erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos kann 0 bis 7,5 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,01 bis 5 Gew.-% und insbesondere 0,01 bis 2,5 Gew.-% betragen.
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Unter Aminosäuren (IV) im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Aminosäuren sowie physiologisch verträgliche Salze, Ester oder Acylderivate von Aminosäuren zu verstehen. Vorzugsweise ist (IV) eine Aminosäure oder ein Aminosäuresalz.
Bevorzugte Aminosäuren (IV) im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Alanin, Arginin, Asparagin, Asparaginsäure, Kreatin, Cysteinsäure, Cystein, Cystin, Glutaminsäure, Glutamin, Glycin, Histidin, Hydroxyprolin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Norleucin, Ornithin, Phenylalanin, Prolin, Serin, Threonin, Tryptophan, Tyrosin, Valin sowie Gemische und physiologisch verträgliche Salzformen davon. Besonders bevorzugt sind Asparaginsäure, Glutaminsäure, Glycin, Serin, Valin sowie Gemische und physiologisch verträgliche Salzformen davon. Asparaginsäure, Glutaminsäure sowie Gemische und physiologisch verträgliche Salzformen davon können besonders bevorzugt sein.
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Der Gewichtsanteil von Aminosäuren (IV) am Gesamtgewicht des erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos kann 0 bis 7,5 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,01 bis 5 Gew.-% und insbesondere 0,01 bis 2,5 Gew.-% betragen.
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Unter geeigneten Vitaminen (V) werden Vitamine, Provitamine und Vitaminvorstufen sowie deren Derivate aus den Gruppen A, B, C, E, F und H verstanden.
- ➣ Zur Gruppe der als Vitamin A bezeichneten Substanzen gehören das Retinol (Vitamin A1) sowie das 3,4-Didehydroretinol (Vitamin A2). Das β-Carotin ist das Provitamin des Retinols. Als Vitamin A-Komponente kommen beispielsweise Vitamin A-Säure und deren Ester, Vitamin A-Aldehyd und Vitamin A-Alkohol sowie dessen Ester wie das Palmitat und das Acetat in Betracht. Die Vitamin A-Komponente kann in den kosmetischen Zusammensetzungen bevorzugt in Mengen von 0,005-1 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, enthalten sein.
- ➣ Zur Vitamin B-Gruppe oder zu dem Vitamin B-Komplex gehören u. a.
- ◯ Vitamin B1 (Thiamin)
- ◯ Vitamin B2 (Riboflavin)
- ◯ Vitamin B3. Unter dieser Bezeichnung werden häufig die Verbindungen Nicotinsäure und Nicotinsäureamid (Niacinamid) geführt. Bevorzugt ist Nicotinsäureamid, das in kosmetischen Zusammensetzungen bevorzugt in Mengen von 0,005 bis 1 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, enthalten sein kann
- ◯ Vitamin B5 (Pantothensäure, Panthenol und Pantolacton). Im Rahmen dieser Gruppe wird bevorzugt das Panthenol und/oder Pantolacton eingesetzt. Einsetzbare Derivate des Panthenols sind insbesondere die Ester und Ether des Panthenols sowie kationisch derivatisierte Panthenole. Einzelne Vertreter sind beispielsweise das Panthenoltriacetat, der Panthenolmonoethylether und dessen Monoacetat sowie kationische Panthenolderivate. Die genannten Verbindungen des Vitamin B5-Typs können in den kosmetischen Zusammensetzungen bevorzugt in Mengen von 0,05-5 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, enthalten sein. Mengen von 0,1-2 Gew.-% sind besonders bevorzugt
- ◯ Vitamin B6 (Pyridoxin sowie Pyridoxamin und Pyridoxal)
- ◯ Vitamin B7 - vgl. Vitamin H.
- ➣ Vitamin C (Ascorbinsäure). Vitamin C kann in den kosmetischen Zusammensetzungen bevorzugt in Mengen von 0,01 bis 3 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, eingesetzt werden. Die Verwendung in Form des Palmitinsäureesters, der Glucoside oder Phosphate kann bevorzugt sein. Die Verwendung in Kombination mit Tocopherolen kann ebenfalls bevorzugt sein.
- ➣ Vitamin E (Tocopherole, insbesondere α-Tocopherol). Tocopherol und seine Derivate, worunter insbesondere die Ester wie das Acetat, das Nicotinat, das Phosphat und das Succinat fallen, können in den kosmetischen Zusammensetzungen bevorzugt in Mengen von 0,005-1 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Zusammensetzung, enthalten sein.
- ➣ Vitamin F. Unter dem Begriff „Vitamin F“ werden üblicherweise essentielle Fettsäuren, insbesondere Linolsäure, Linolensäure und Arachidonsäure, verstanden.
- ➣ Vitamin H. Als Vitamin H wird die Verbindung (3aS,4S,6aR)-2-Oxohexahydrothienol[3,4-d]imidazol-4-valeriansäure bezeichnet, für die sich aber inzwischen der Trivialname Biotin durchgesetzt hat. Biotin kann in den kosmetischen Zusammensetzungen bevorzugt in Mengen von 0,0001 bis 1,0 Gew.-%, insbesondere in Mengen von 0,001 bis 0,01 Gew.-% enthalten sein.
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Besonders bevorzugt können die erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos Vitamine, Provitamine und Vitaminvorstufen aus den Gruppen A, B, E und H enthalten. Panthenol, Pantolacton, Nicotinsäureamid und Vitamin-E-acetat sind besonders bevorzugt und können den Haarpflegeshampoos sowohl einzeln als auch in ihrer Kombination in den zuvor genannten Mengen zugesetzt werden.
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Neben den zuvor beschriebenen Pflegeeffekten der äußeren Haarfasern kann zudem auch ein Reparatureffekt bzw. eine Stärkung der inneren Haarfasern erzielt bzw. gesteigert werden, wenn den erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos neben Epsilon-Polylysin a) mindestens ein weiterer Reparaturwirkstoff in einem Gewichtsanteil von 0,01 bis 10 Gew.-% am Gesamtgewicht des Haarpflegeshampoos hinzugefügt wird. Mehr bevorzugt sind Einsatzmengen von 0,05 - 7,5 Gew.-%, besonders bevorzugt von 0,1 - 6 Gew.-% und insbesondere von 0,25 - 5 Gew.-%.
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Der mindestens eine Reparaturwirkstoff für Haarfasern kann vorzugsweise ausgewählt sein aus
- (i) einer Mischung aus Hydroxypropylgluconamid und Hydroxypropylammoniumgluconat
- (ii) alpha-Hydroxyoctanal oder alpha-Hydroxyoctanon
- (iii) einer Mischung aus Bernsteinsäure und Zitronensäure
- (iv) Lanthanchlorid
- (v) beliebigen Mischungen von (i) - (iv).
-
Unter (i) sind vorzugsweise Verbindungen der nachfolgenden Formeln a. und b. zu verstehen worin
- - R1-R4 unabhängig Wasserstoff, ein Kohlenwasserstoffradikal mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Hydroxylgruppe, eine Aminogruppe, eine Sulfhydrylgruppe, eine Arylgruppe oder ein Halogen sind und R5 und R6 unabhängig Wasserstoff, eine aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe, eine alicyclische Kohlenwasserstoffgruppe, eine Arylgruppe, eine Alkylarylgruppe oder eine heterocyclische Gruppe sind; und
- - R1'-R4' unabhängig Wasserstoff, ein Kohlenwasserstoffradikal mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, eine Hydroxylgruppe, eine Aminogruppe, eine Sulfhydrylgruppe, eine Arylgruppe oder ein Halogen sind und R5 und R6 unabhängig Wasserstoff, eine aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe, eine alicyclische Kohlenwasserstoffgruppe, eine Arylgruppe oder eine heterocyclische Gruppe sind, wobei ausgeschlossen wird, dass R5' und R6' gleichzeitig Wasserstoffe sind,
- - die aliphatische Kohlenwasserstoffgruppe, die alicyclische Kohlenwasserstoffgruppe, die Arylgruppe, die Alkylarylgruppe oder die heterocyclische Gruppe mit mindestens einer Hydroxylgruppe substituiert sind.
-
Geeignete Verbindungen der Formeln a. und b. sind als Mischung bekannt. Eine Möglichkeit zu ihrer Herstellung wird beispielsweise in der Patentanmeldung
US 2017/0007518 offenbart. Vorzugsweise wird mindestens eine Verbindung der Formel a. und mindestens eine Verbindung der Formel b. in einem Molverhältnis von 0,1:1 bis 99,9:1, mehr bevorzugt 1:99 bis 99:1, besonders bevorzugt 20:80 bis 80:20 variiert werden. Ganz besonders bevorzugt beträgt das Molverhältnis von Verbindungen nach Formel a. zu Verbindungen nach Formel b. 40:60 bis 60:40.
-
Ganz besonders bevorzugt wird in den erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos eine Mischung von Hydroxypropylgluconamid und Hydroxypropylammoniumgluconat in den zuvor genannten Molverhältnissen eingesetzt.
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Solche Mischungen sind im Handel beispielsweise von der Firma Ashland unter der Handelsbezeichnung Fiberhance® bm erhältlich.
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Unter (ii) sind vorzugsweise Verbindungen der nachfolgenden Formel c. zu verstehen R7-C(O)-CH(X)-R8 Formel c. worin
- - einer der Reste R7 oder R8 für H und der andere für eine geradkettige oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte Alkylgruppe mit 1 bis 15 Kohlenstoffatomen steht, wobei die Kohlenstoffkette gegebenenfalls mit einer oder mehreren Hydroxyl- oder Aminogruppen substituiert sein kann, und
- - X für -OH, -NH2, -Cl, -Br, -I oder für die folgenden Gruppierungen steht: -O-(CH2)n-CH3, worin n die Zahlen 1, 2, 3 oder 4 bedeutet, und -O-(CH2)m-OH, worin m die Zahlen 1, 2 oder 3 bedeutet.
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In besonders geeigneten Verbindungen nach Formel c. steht einer der Reste R7, R8 für H und der andere für eine gesättigte Alkylgruppe mit 1 bis 15 Kohlenstoffatomen. Besonders bevorzugt sind Verbindungen nach Formel (III), in denen einer der Reste R7, R8 für H und der andere für eine Gruppe -(CH2)o-CH3 steht, worin o die Zahlen 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 bedeutet.
Ganz besonders bevorzugt steht einer der Reste R7 oder R8 für H und der andere für eine Butyl-, Pentyl-, Hexyl-, Heptyl- oder Octylgruppe, insbesondere für eine Hexylgruppe.
-
Weiterhin bevorzugt sind alpha-substituierte Verbindungen nach Formel c., in denen der Substituent X für eine Hydroxyl- oder für eine Aminogruppe steht.
Insbesondere bevorzugt steht X für eine Hydroxylgruppe.
-
Besonders bevorzugt sind alpha-substituierte Verbindungen der allgemeinen Formel c., in denen
- • einer der Reste R7, R8 für H oder für eine Gruppe -(CH2)o-CH3 steht, worin o für die Zahlen 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 oder 10 steht, und
- • X eine Hydroxylgruppe bedeutet.
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Ganz besonders bevorzugt sind alpha-substituierte Verbindungen der allgemeinen Formel c., die ausgewählt sind aus alpha-Hydroxybutanal, alpha-Hydroxypentanal, alpha-Hydroxyhexanal, alpha-Hydroxyheptanal, alpha-Hydroxyoctanal, alpha-Hydroxybutanon, alpha-Hydroxypentanon, alpha-Hydroxyhexanon, alpha-Hydroxyheptanon, alpha-Hydroxyoctanon oder Mischungen davon. Insbesondere bevorzugt sind alpha-Hydroxyoctanal, alpha-Hydroxyoctanon oder Mischungen davon enthalten.
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Neben den vorstehend beschriebenen Wirkstoffen können die erfindungsgemäßen Haarpflegeshampoos weiterhin einen oder mehrere Wirkstoffe aus einer oder mehreren der folgenden Gruppen enthalten:
- - Farbstoffe, umfassend sowohl Farbstoffe zum Anfärben der Zusammensetzungen als auch Farbstoffe für die Färbung von Haaren, umfassend Oxidationsfarbstoffvorprodukte, direktziehende Farbstoffe, Naturfarbstoffe und Mischungen davon sowie ggfs. Oxidations- und Alkalisierungsmittel,
- - UV-Filtersubstanzen
- - Parfums
- - natürliche Verdickungsmittel wie beispielsweise Cellulose, Stärke, Xanthan-Gum, Sclerotium Gum, Succinoglucan, Polygalactomannan, Pectin, Agar, Carragheen (Carrageenan), Traganth, Gummi arabicum, Karayagummi, Taragummi, Gellan, Gelatine, Alginsäuren und deren Salze
- - Komplexbildner wie beispielsweise EDTA
- - Antischuppenwirkstoffe wie beispielsweise Piroctone Olamine, Zink Pyrithion, Climbazol, Propandiol Caprylate
- - Perlglanzmittel und/oder Trübungsmittel
- - Keratinreduzierende Wirkstoffe wie Mercaptane, Thioglycolatsalze ggfs. in Kombination mit Ammoniak oder Aminen
- - Ceramide
- - Treibmittel
- - Konservierungsmittel.
-
Der erste und zweite Erfindungsgegenstand sowie besonders bevorzugte Ausführungsformen sind durch die folgenden Aussagen gekennzeichnet:
- 1. Haarpflegeshampoo, enthaltend in einem kosmetischen Träger - bezogen auf das Gesamtgewicht des Haarpflegeshampoos -
- a) 0,00001 - 1,0 Gew.-% Epsilon-Polylysin
- b) 5,0 - 20 Gew.-% mindestens eines anionischen Tensids,
dadurch gekennzeichnet, dass das Haarpflegeshampoo im Wesentlichen frei von chemisch modifizierten Polymeren ist. - 2. Haarpflegeshampoo nach Aussage 1, das im Wesentlichen frei von kationischen Polymeren und/oder (Meth)acryl-Einheiten umfassenden Polymeren ist.
- 3. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, wobei das Epsilon-Polylysin a) eine lineare Molekülstruktur aufweist.
- 4. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, wobei das Epsilon-Polylysin a) ausgewählt ist aus Epsilon-Poly-L-Lysin mit linearer Molekülstruktur, umfassend 2 bis 50 Lysin-Einheiten.
- 5. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, wobei das Epsilon-Polylysin a) ausgewählt ist aus Epsilon-Poly-L-Lysin mit linearer Molekülstruktur, umfassend 10 bis 40 Lysin-Einheiten.
- 6. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, wobei das Epsilon-Polylysin a) ausgewählt ist aus Epsilon-Poly-L-Lysin mit linearer Molekülstruktur, umfassend 25 bis 35 Lysin-Einheiten.
- 7. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, wobei das Epsilon-Polylysin a) ein mittleres Molekulargewicht im Bereich von 200 - 7,500 g/mol aufweist.
- 8. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, wobei das wobei das Epsilon-Polylysin a) ein mittleres Molekulargewicht im Bereich von 1,000 - 6,000 g/mol aufweist.
- 9. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, wobei das wobei das Epsilon-Polylysin a) ein mittleres Molekulargewicht im Bereich von 3,500 - 5,500 g/mol aufweist.
- 10. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, enthaltend Epsilon-Polylysin a) in einem Gewichtsanteil von 0,00005 - 0,5 Gew.-% am Gesamtgewicht des Haarpflegeshampoos.
- 11. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, enthaltend Epsilon-Polylysin a) in einem Gewichtsanteil von 0,0001 - 0,4 Gew.-% am Gesamtgewicht des Haarpflegeshampoos.
- 12. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, enthaltend Epsilon-Polylysin a) in einem Gewichtsanteil von 0,0005 - 0,3 Gew.-% am Gesamtgewicht des Haarpflegeshampoos.
- 13. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, enthaltend Epsilon-Polylysin a) in einem Gewichtsanteil von 0,001 - 0,25 Gew.-% am Gesamtgewicht des Haarpflegeshampoos.
- 14. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, enthaltend Epsilon-Polylysin a) in einem Gewichtsanteil von 0,005 - 0,1 Gew.-% am Gesamtgewicht des Haarpflegeshampoos.
- 15. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, wobei das mindestens eine anionische Tensid b) ausgewählt ist aus physiologisch verträglichen Salzen von Alkyl(ether)sulfaten, Ethercarbonsäuren, Sarcosinaten, Isethionaten, Tauraten, Sulfosuccinaten, Alpha-Olefinsulfonaten sowie Mischungen davon.
- 16. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, wobei das mindestens eine anionische Tensid b) ausgewählt ist aus physiologisch verträglichen Salzen von Alkyl(ether)sulfaten.
- 17. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, enthaltend das mindestens eine anionische Tensid b) in einem Gewichtsanteil von 6 - 17,5 Gew.-% am Gesamtgewicht des Haarpflegeshampoos.
- 18. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, enthaltend das mindestens eine anionische Tensid b) in einem Gewichtsanteil von 7 - 15 Gew.-% am Gesamtgewicht des Haarpflegeshampoos.
- 19. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, das einen pH-Wert im Bereich von 2,5 - 7 aufweist.
- 20. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, das einen pH-Wert im Bereich von 3 - 6 aufweist.
- 21. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, das einen pH-Wert im Bereich von 3,5 - 5,5 aufweist.
- 22. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, enthaltend - bezogen auf sein Gesamtgewicht - 0,01 bis 10 Gew.-% mindestens eines weiteren von a) verschiedenen Haarpflegewirkstoffs, ausgewählt aus der Gruppe der
- (I) Öle
- (II) Proteinhydrolysate
- (III) Proteolipide
- (IV) Aminosäuren
- (V) Vitamine
- (VI) oder beliebigen Mischungen von (I) bis (V).
- 23. Haarpflegeshampoo nach einer der vorhergehenden Aussagen, enthaltend - bezogen auf sein Gesamtgewicht - 0,01 bis 10 Gew.-% mindestens eines Reparaturwirkstoffs für Haarfasern, ausgewählt aus
- (i) einer Mischung aus Hydroxypropylgluconamid und Hydroxypropylammoniumgluconat
- (ii) alpha-Hydroxyoctanal oder alpha-Hydroxyoctanon
- (iii) einer Mischung aus Bernsteinsäure und Zitronensäure
- (iv) Lanthanchlorid
- (v) beliebigen Mischungen von (i) - (iv).
- 24. Verwendung eines Haarpflegeshampoos nach einer der vorhergehenden Aussagen zur Reinigung und Pflege von Haaren.
- 25. Verwendung nach Aussage 25 zur Verbesserung von Entwirrbarkeit, Kämmbarkeit, Glätte, Glanz, Volumen sowie der sensorischen Eigenschaften von Haaren.
-
Bezüglich bevorzugter Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Verwendung gilt mutatis mutandis das zu der erfindungsgemäßen Zusammensetzung Gesagte.
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Beispiele:
-
Beispiele
-
1) Ausführungsbeispiele
-
Die folgenden Haarpflegeshampoos wurden hergestellt. Die Mengenangaben beziehen sich - sofern nicht anders angegeben - auf Gew.-%. Haarpflegeshampoos:
| | 1 | 2 | 3 | 4 |
| Epsilon-Poly-L-Lysin* | 0,00001 - 1,0 | 0,0005 - 0,3 | 0,02 | 0,06 |
| anionisches Tensid | 5,0 - 20 | 7 - 15 | | |
| Sodium Laureth Sulfate | | | 10 | |
| Ammonium Lauryl Sulfate | | | 2 | 7,5 |
| amphoteres Tensid | 0-15 | 0,25 - 12,5 | | |
| Cocoamidopropyl Betaine | | | 4 | |
| Disodium Cocoamphodiacetate | | | | 4 |
| nichtionisches Tensid | 0-15 | 0,25 - 12,5 | | |
| Cocamide MEA | | | 0,8 | |
| PEG-7 Glyceryl Cocoate | | | 1 | |
| Laureth-2 | | | | 1,2 |
| Coco Glucoside | | | | 3,5 |
| Haarpflegewirkstoff | | 0,01 - 10 | | |
| Hydrolyzed Keratin | | | 0,3 | |
| Hydrolyzed Wheat Protein | | | | 0,3 |
| Glycine | | | 0,3 | |
| Panthenol | | | 0,5 | |
| Niacinamide | | | | 0,1 |
| Dimethicone | | | | 0,3 |
| Lactic Acid | | | | 0,5 |
| Citric Acid | | | 0,8 | |
| Sodium Chloride | | | 1,3 | 1,3 |
| alpha-Hydroxyoctanal und/oderalpha-Hydroxyoctanon | | 0,01 - 10 | | |
| Lanthanium Chloride | | | | 0,4 |
| Wasser und ggfs. weitere Hilfs- und Wirkstoffe | ad 100 | ad 100 | ad 100 | ad 100 |
| * mit linearer Molekülstruktur und 25 bis 35 Lysin-Einheiten |
-
2) Wirkungsnachweise
-
a) Nasskämmbarkeitsmessungen
-
Bei der Bestimmung der Nasskämmbarkeit wurde die beim Kämmen nasser Haarsträhnen erforderliche Arbeit gemessen. Die Haarsträhnen wurden mediumblondiert und anschließend im nassen Zustand gekämmt. Dabei wurden die aufgewendeten Kämmkräfte erfasst. Nach der Nullmessung wurden die Haarsträhnen mit der jeweiligen Testformulierung (vgl. Tabelle 1) behandelt (10 Minuten, 0,5 g der jeweiligen Formulierung pro g Haar) und anschließend jede Haarsträhne 1 Minute lang mit 1 I Wasser (38°C) ausgespült.
-
Es wurden jeweils die Messwerte einer unbehandelten mit einer wie beschrieben behandelten Haarsträhne verglichen.
-
Der nachfolgenden Tabelle kann man entnehmen, dass die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen die Nasskämmbarkeit signifikant verbessern.
-
Aufgewendete Arbeit für die Nasskämmbarkeit auf mediumblondiertem Haar im Vergleich zu mediumblondierten Haar, welches mit verschiedenen Formulierungen* behandelt wurde
| | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 |
| mittlere Arbeit [mJ] | 92.6 | 97.9 | 67.0 | 75.7 | 78.1 | 81.2 | 83.4 |
* Alle getesteten Formulierungen 2-7 basieren im Wesentlichen auf der o.g. Formulierung 3. Die Messung unter „1“ erfolgte mit mediumblondierten und nicht nachbehandelten Haarsträhnen. Das Referenzshampoo 2 enthält jedoch weder Epsilon-Poly-L-Lysin noch ein kationisches Polymer; die erfindungsgemäßen Formulierungen 3-6 umfassen variierende Mengen an Epsilon-Poly-L-Lysin (3: 0,08 Gew.-%; 4: 0,15 Gew.-%; 5: 0,5 Gew.-%; 6: 1 Gew.-%) und die Formulierung 7 umfasst 0,2 Gew.-% des kationischen Polymeren Jaguar
® Excel (Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride).
-
Überraschend war, dass die o.g. Ergebnisse nicht aus Epsilon-Poly-L-Lysin enthaltenden wässrigen Lösungen oder aus Tensidlösungen, die kein oder nur geringe Mengen (< 5 Gew.-%) an anionischen Tensiden enthalten, erzielt werden konnten.
-
Weiterhin überraschend war, dass selbst mit äußerst geringen Einsatzmengen an Epsilon-Poly-L-Lysin signifikant bessere Nasskämmbarkeiten erzielt werden konnten als mit der ein kationisches Polymer enthaltenden Formulierung (vgl. insbesondere Formulierungen 3, 7).
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b) Sensoriktest
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In einem zweiten Test erfolgte die Bewertung präparierter Haarsträhnen durch 13 geschulte Personen, die Evaluierung fand unter standardisierten Bedingungen statt (weißes Licht + zusätzliches Spotlicht bei 21°C und ca. 25% relativer Luftfeuchtigkeit). Als Referenz diente eine unbehandelte Kalibrierungs-Haarsträhne (1 Strähne pro Bedingung/Behandlung, die aber 2-mal durch jede Person zufällig bewertet wurde (die Bewertung erfolgte an zwei unterschiedlichen Tagen) - vollständig randomisiertes Studiendesign;
Jedes Produkt (s.u.) wurde auf je einer Haarsträhne getestet; alle Haarsträhnen wurden vorher einmal ultrablondiert.
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Bei den getesteten Produkten handelte es sich wie unter a) beschrieben um ein Referenzshampoo, dem in einem Versuch 0,08 Gew.-% und ein einem weiteren Versuch 0,5 Gew.-% Epsilon-Poly-L-Lysin hinzugefügt wurde. Das zweite Vergleichsshampoo entspricht dem Referenzshampoo, dem anstatt Epsilon-Poly-L-Lysin 0,2 Gew.-% des kationischen Polymeren Jaguar® Excel (Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride) hinzugefügt wurde.
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Die signifikant besten Eigenschaften hinsichtlich Glanz, Weichheit, Glätte wurden mit der Zusammensetzung erzielt, die 0,08 Gew.-% Epsilon-Poly-L-Lysin enthielt - vor der Zusammensetzung mit einem Gehalt an 0,5 Gew.-% Epsilon-Poly-L-Lysin und der Zusammensetzung, die Jaguar® Excel (Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride) enthielt.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
-
- DE 102011079536 [0012]
- DE 102011079540 [0012]
- DE 102011077067 [0012]
- US 2017/0007518 [0080]