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Ein Aspekt der Erfindung betrifft eine Wäschetrommel für ein Haushaltsgerät zur Pflege von Wäschestücken. Die Wäschetrommel weist einen ringförmigen Trommelmantel auf. Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät zur Pflege von Wäschestücken mit einer derartigen Wäschetrommel. Ein nochmals weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Wäschetrommel.
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Aus der
EP 0 043 429 A1 ist ein mehrteiliger Laugenbehälter aus Kunststoff bekannt. Der Verbindungsbereich zwischen den einzelnen Teilen des Laugenbehälters ist diesbezüglich relativ groß dimensioniert und somit in radialer Richtung zur Längsachse des Laugenbehälters seitlich weit nach außen stehend. Da ein Laugenbehälter, ebenso wie eine Wäschetrommel, Bestandteil eines Schwingsystems eines Haushaltsgeräts zur Pflege von Wäschestücken ist, tritt im Betrieb des Haushaltsgeräts eine Relativbewegung dieses Laugenbehälters und der Wäschetrommel relativ zu einem Gehäuse des Haushaltsgeräts, in dem dieses System angeordnet ist, auf. Um zu vermeiden, dass bei dieser Relativbewegung ein Anschlagen des Laugenbehälters an Wände dieses Gehäuses auftritt, ist es erforderlich, einen diesbezüglich entsprechenden horizontalen Abstand einzustellen, der auch im Betrieb des Haushaltsgeräts dazu führt, dass der Laugenbehälter nicht an einer Wand, beispielsweise einer Seitenwand, des Gehäuses anschlägt.
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Dieses Erfordernis und auch der Wunsch, bei bestehenden und insbesondere auch standardisierten Außenmaßen eines Haushaltsgeräts mehr Wäsche pro Pflegevorgang pflegen zu können, erfordert entsprechende Konzeptionierung.
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Insbesondere auch um Energie bei der Wäschepflege zu sparen, ist es erwünscht, mehr Wäsche pro Pflegevorgang pflegen zu können.
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Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Wäschetrommel, ein Haushaltsgerät zur Pflege von Wäschestücken und ein Verfahren zum Herstellen einer Wäschetrommel zu schaffen, mit welchen pro Pflegevorgang mehr Wäschestücke gepflegt werden können.
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Diese Aufgabe wird durch eine Wäschetrommel, ein Haushaltsgerät und ein Verfahren gemäß den unabhängigen Ansprüchen gelöst.
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Ein Aspekt der Erfindung betrifft eine Wäschetrommel für ein Haushaltsgerät zur Pflege von Wäschestücken. Die Wäschetrommel weist eine Mantelwand auf. Diese Mantelwand ist ein hohlzylinderförmiger Trommelmantel. Er ist also ringartig gestaltet. Insbesondere kann die Wäschetrommel darüber hinaus auch noch eine Rückwand aufweisen, so dass die Wäschetrommel in Richtung der Längsachse betrachtet nach hinten geschlossen ist.
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Der Trommelmantel weist zumindest einen Ringstreifen auf. Dieser Ringstreifen weist einen ersten Radius auf. Der Trommelmantel weist einen in Richtung der Längsachse der Wäschetrommel betrachtet nach vorne an den Ringstreifen anschließenden ersten Expansionsringbereich auf. Dieser weist einen im Vergleich zum ersten Radius größeren Radius auf. Der Trommelmantel weist darüber hinaus in Richtung der Längsachse der Wäschetrommel betrachtet einen nach hinten an den Ringstreifen anschließenden zweiten Expansionsringbereich auf. Dieser weist einen im Vergleich zum ersten Radius größeren Radius auf. Damit ist eine Wäschetrommel geschaffen, die durch ihre ganz spezifische Formgebung und Geometrie eine Volumenvergrößerung aufweist. Insbesondere ist es nämlich ermöglicht, dass nur der in Bezug zu den Expansionsringbereichen nutartigen Ringstreifen einen Radius aufweist, wie er bei herkömmlichen Volumen von Wäschetrommeln ausgebildet ist. Indem die dann hier sehr spezifischen mehreren Expansionsringbereiche dem gegenüber radial nach außen expandiert sind, ist für die gesamte Wäschetrommel ein Volumenzuwachs erreicht. Dieser manifestiert sich insbesondere durch die Radialvolumen, die durch die Expansionsringbereiche entstehen und welche mit ihren Radien über den ersten Radius hinausgehend ausgebildet sind. Gerade durch diese Anzahl und Anordnung der Expansionsringbereiche und den diesbezüglich in axialer Richtung dazwischenliegenden Ringstreifen ist bei einer dennoch volumenvergrößerten Wäschetrommel eine hohe mechanische Stabilität insbesondere des Trommelmantels gebildet. Indem der Ringstreifen gebildet ist, ist der Trommelmantel in sich stabilisiert und auch verwindungssteif gebildet.
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In axialer Richtung betrachtet ist der Ringstreifen kleiner als der erste Expansionsringbereich und/oder der zweite Expansionsringbereich. Somit ist vorgesehen, dass diese beiden Expansionsringbereiche in axialer Richtung länger sind, insbesondere um ein Vielfaches länger sind, als der Ringstreifen. Damit ist die Volumenvergrößerung der Wäschetrommel unter Berücksichtigung dennoch hoher Stabilität des Trommelmantels maximiert. Mit der erfindungsgemäßen Wäschetrommel kann gegenüber der zylindrischen Wäschetrommel bei sonst gleichen Abmessungen eine Volumenvergrößerung um bis 5% erreicht werden, da der Radius des Trommelmantels der zylindrischen Wäschetrommel nur dem ersten Radius des Ringstreifen entsprechen kann, um den erforderlichen Abstand zur Innenwand eines Laugenbehälter, in dem die Wäschetrommel rotierend gelagert ist und der eine nach innen gerichtete Einschnürung hat, einzuhalten.
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In einem Ausführungsbeispiel weist der Trommelmantel lokale Mitnehmermulden auf. Diese sind insbesondere in den Trommelmantel integriert und somit einstückig damit ausgebildet. Die Böden der Mitnehmermulden sind in radialer Richtung zur Längsachse betrachtet weiter innen angeordnet, als die Expansionsringbereiche. Damit tauchen mögliche Mitnehmer, die an diesen Mitnehmermulden angeordnet sind, nicht in die Expansionsringbereiche ein und sind somit vorzugsweise nicht auch teilweise in den Expansionsringbereich hineinstehend. Damit stehen die Mitnehmer in radialer Richtung betrachtet mit ihrer gesamten radialen Höhe exponiert über die Expansionsringbereiche nach innen über und können somit vollständig für das Mitnehmen der eingebrachten Wäschestücke genutzt werden.
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In einem Ausführungsbeispiel sind die Expansionsringbereiche Prägebereiche. Sie können daher durch Prägen in den Trommelmantel gebildet sein. Insbesondere kann auch eine Mitnehmermulde und/oder der Ringstreifen als Prägebereiche im Trommelmantel ausgebildet sein.
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In einem Ausführungsbeispiel weist eine Mitnehmermulde einen Boden auf, der zumindest bereichsweise toroidal geformt ist. Damit ist der Boden nicht vollständig eben ausgebildet, sondern spezifisch gekrümmt. Sowohl die Montage als auch die sonstige Position eines Mitnehmers ist dadurch verbessert. Insbesondere können in dem Zusammenhang dann auch verbesserte Übergänge zwischen einem solchen Boden einer Mitnehmermulde und einem daran anschließenden Ringstreifen und/oder einem daran anschließenden Expansionsringbereich gebildet werden. Ein unerwünschtes Hängenbleiben oder auch Beschädigen von Wäschestücken an diesen spezifischen lokalen Stellen kann daher vermieden werden. Darüber hinaus ist kann das Volumen der Wäschetrommel mit einer solchen toroidalen Mitnehmermulde vorteilhaft maximiert werden.
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In einem Ausführungsbeispiel weist eine Mitnehmermulde einen Boden auf, der zumindest bereichsweise, insbesondere vollständig, zylindrisch oder konisch geformt ist. Ein derart gestalteter Boden der Mitnehmermulde ist zumindest bereichsweise in axialer Richtung gerade ausgebildet, wodurch der Mitnehmer in der Mitnehmermulde besonders einfach mit einer translatorischen Bewegung in axialer Richtung am Trommelmantel befestigt, beispielsweise verrastet, werden kann.
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In einem Ausführungsbeispiel weist eine Mitnehmermulde einen Boden auf, der in Umlaufrichtung um die Längsachse gekrümmt ist. Damit passt sich die Form des Bodens der Krümmung des Ringstreifens und/oder eines daran anschließenden Expansionsringbereichs an.
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In einem Ausführungsbeispiel weist eine Mitnehmermulde einen Boden auf, der in Umlaufrichtung um eine senkrecht zur Längsachse stehende Achse gekrümmt ist. Insbesondere kann hier beispielsweise eine nach innen und somit zur Längsachse hin geformte Krümmung ausgebildet sein. Somit ist in axialer Richtung betrachtet der Boden in einer Schnittebene, in welcher auch die Längsachse vollständig verläuft, nicht geradlinig, sondern entsprechend geformt, insbesondere konkav geformt. Auch dadurch können die oben genannten Vorteile nochmals unterstützt werden.
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In einem Ausführungsbeispiel ist der radial nach außen offene Ringstreifen bestimmungsgemäß als Aufnahmerinne, insbesondere für einen radial nach innen ausgebildeten Verbindungsbereich eines Laugenbehälters gebildet. Der Ringstreifen ist daher sowohl örtlich spezifiziert an dem Trommelmantel ausgebildet als auch geometrisch für diese genannte Funktion konzipiert. Damit ist es möglich, dass in horizontaler Richtung betrachtet die Wäschetrommel und der Laugenbehälter überlappend ausgebildet sind. Dadurch ist ein System zwischen einem Laugenbehälter und einer Wäschetrommel geschaffen, die beide volumenvergrößert ausgebildet sind und dennoch ihre Funktionalität auch im Hinblick auf die erforderlichen Bewegungen im Betrieb des Haushaltsgeräts uneingeschränkt aufrechterhalten.
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In einem Ausführungsbeispiel ist der erste Expansionsringbereich konusförmig ausgebildet. Zusätzlich oder anstatt dazu kann der zweite Expansionsringbereich konusförmig ausgebildet sein. Dies bedeutet, dass in einer Schnittebene, in der die Längsachse der Wäschetrommel geradlinig verlaufend ist, ein Expansionsringbereich ausgehend von dem Ringstreifen zu einem dem Ringstreifen abgewandten Ende beziehungsweise einem Randbereich hin im Durchmesser abnimmt. Insbesondere weist daher in einem Ausführungsbeispiel der Trommelmantel an der Stelle des Ringstreifens seinen größten Innendurchmesser auf.
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In einem anderen Ausführungsbeispiel ist der erste Expansionsringbereich zylinderförmig ausgebildet und/oder der zweite Expansionsringbereich ist zylinderförmig ausgebildet. Insbesondere ist eine Konusform der Expansionsringbereiche hier dann nicht vorgesehen.
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In einem Ausführungsbeispiel weist der Trommelmantel an einem in Richtung der Längsachse betrachtet vorderen Randbereich im Vergleich zu den Expansionsringbereichen eine radiale Verjüngung auf. Zusätzlich oder anstatt dazu weist der Trommelmantel an einem in Richtung der Längsachse der Wäschetrommel betrachtet hinteren Randbereich im Vergleich zu den Expansionsringbereichen eine radial verjüngte Form auf. Damit erstrecken sich die Expansionsringbereiche in axialer Richtung betrachtet nicht vollständig bis zu dem vorderen und dem hinteren Ende des Trommelmantels, sondern enden diesbezüglich jeweils zurückversetzt. Auch dadurch ist eine hohe Steifigkeit gerade an diesen lokalen Stellen im Bereich der Enden des Trommelmantels gebildet.
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Die erfindungsgemäße Wäschetrommel ist nicht darauf beschränkt, dass sie nur genau einen Ringstreifen und genau zwei Expansionsringbereiche aufweist, sondern zumindest einen Ringstreifen und zumindest zwei Expansionsringbereiche, welche wie vorstehend beschrieben ausgebildet sind. So kann der Trommelmantel auch mehrere Ringstreifen und mehr als zwei Expansionsringbereiche aufweisen, insbesondere wenn der den Trommelmantel umgebene Laugenbehälter mehrere nach innen verjüngte Bereiche aufweist. Ferner kann auch ein Expansionsringbereich aus mehreren Teilbereichen des Expansionsringbereiches gebildet sein, wenn beispielsweise der Expansionsringbereich von einer Mitnehmermulde unterbrochen wird.
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Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein System mit einer Wäschetrommel gemäß dem oben genannten Aspekt oder einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel und einem Laugenbehälter. Die Wäschetrommel ist in dem dazu separaten Laugenbehälter aufgenommen. Der Laugenbehälter umgibt umfangsseitig zumindest die Trommelwand der Wäschetrommel.
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Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät zur Pflege von Wäschestücken. Das Haushaltsgerät weist eine Wäschetrommel gemäß dem oben genannten Aspekt oder einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel davon auf. Insbesondere kann das Haushaltsgerät auch einen Laugenbehälter aufweisen. In diesem ist die Wäschetrommel angeordnet. Das Haushaltsgerät kann ein Gehäuse aufweisen, in dem die Wäschetrommel, insbesondere auch der Laugenbehälter, aufgenommen sind.
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In einem Ausführungsbeispiel ist ein Verbindungsbereich, an welchem zwei separate, ringförmige Behälterteile des Laugenbehälters verbunden sind, radial in den Ringstreifen eingreifend angeordnet. Dies ist insbesondere im Ruhezustand des Laugenbehälters und der Wäschetrommel, so dass sie an dieser spezifischen lokalen Stelle radial überlappend angeordnet sind.
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Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen einer Wäschetrommel, insbesondere gemäß dem oben genannten Aspekt oder einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel davon. Das Verfahren weist vorzugsweise folgende Schritte auf:
- - Bereitstellen einer ringförmigen Trommelwand beziehungsweise eines ringförmigen Trommelmantels;
- - lokales radiales Expandieren der Trommelwand, so dass zumindest zwei durch zumindest einen nutartigen Ringstreifen getrennte Expansionsringbereiche gebildet werden. Der Ringstreifen ist umlaufend um eine Längsachse der Wäschetrommel verlaufend. Er ist in jedem Azimutalabschnitt auf gleicher Axiallage ausgebildet. Der nutartige Ringstreifen ist daher in Umlaufrichtung der Längsachse betrachtet nicht wellenförmig, sondern geradlinig ausgebildet. Die Expansionsringbereiche werden vorzugsweise gleich ausgebildet. Dies bedeutet, dass sie in radialer Richtung den gleichen Radius aufweisen und/oder in axialer Richtung die gleiche Axiallänge aufweisen. In axialer Richtung werden die Expansionsringbereiche um ein Vielfaches größer ausgebildet, als der Ringstreifen. Insbesondere ist vorgesehen, dass der Trommelmantel von innen her ausgedehnt wird, also von innen her die Expansionsringbereiche geometrisch und lokal definiert erzeugt werden. Möglich ist es dabei, dass von außen ein Werkzeug, insbesondere als Stempel, bereitgestellt wird, welches die spezifische Negativgeometrie aufweist, um den Ringstreifen und/oder Mitnehmermulden ausbilden zu können beziehungsweise diese lokalen Bereiche radial nicht expandiert werden.
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Die toroidale Erzeugung einer Fläche des Bodens einer Mitnehmermulde ermöglicht eine Montage des Mitnehmers mit einer kleineren Rotationsbewegung entlang des toroidalen Boden der Mitnehmermulde über einen großen Radius der Fläche. Dadurch entsteht ein besonders vorteilhaftes Montagekonzept für einen Mitnehmer, welches eine Montage des Mitnehmers durch Verschiebung quer zur Umfangsrichtung ermöglicht, wodurch grundsätzlich dieselbe einfache Montage wie bei einer axialen, translatorischen Bewegung bereitgestellt wird. Darüber hinaus ist durch eine solche Formgebung des Bodens der Mitnehmermulde auch eine Reduzierung von Spannungen in dem Trommelmantel im Vergleich zur Prägung einer ebenen Fläche, insbesondere auch im Vergleich zu einer zylindrischen Fläche, erreicht.
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Insbesondere ist der Trommelmantel einstückig ausgebildet. Er ist insbesondere aus Metall, insbesondere Stahl, wie beispielsweise Edelstahl.
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Ein Aspekt der Erfindung betrifft einen Laugenbehälter für ein Haushaltsgerät zur Pflege von Wäschestücken. Der Laugenbehälter weist ein erstes ringförmiges Behälterteil aus Kunststoff auf. Darüber hinaus weist der Laugenbehälter ein zum ersten ringförmigen Behälterteil separates zweites ringförmiges Behälterteil auf, welches ebenfalls aus Kunststoff ausgebildet ist. In Richtung einer Längsachse des Laugenbehälters ist das zweite Behälterteil hinter dem ersten Behälterteil angeordnet. Das erste Behälterteil ist also einer Beschickungsöffnung des Laugenbehälters in Richtung dieser Längsachse betrachtet näher als das zweite Behälterteil. Die beiden Behälterteile sind an einem Verbindungsbereich fest miteinander verbunden.
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Ein in Richtung der Längsachse des Laugenbehälters betrachteter hinterer Randbereich des ersten und somit vorderen Behälterteils ist in radialer Richtung zu dieser Längsachse nach innen geformt. An diesem hinteren Randbereich ist eine Koppelstruktur zum Koppeln beziehungsweise zum Verbinden mit dem anderen Behälterteil ausgebildet. Es ist also diese Koppelstruktur bestimmungsgemäß dazu örtlich vorgesehen und konstruktiv gestaltet, um eine direkte Verbindung mit dem anderen Behälterteil ausbilden zu können. Diese Koppelstruktur erstreckt sich von dem Randbereich in radialer Richtung seitlich nach außen. Darüber hinaus ist ein in Richtung der Längsachse betrachteter vorderer Randbereich des zweiten, hinteren Behälterteils in radialer Richtung zur Längsachse betrachtet nach innen geformt. An diesem radial verjüngten vorderen Randbereich ist eine Gegenkoppelstruktur ausgebildet. Diese ist bestimmungsgemäß zum Koppeln mit der Koppelstruktur vorgesehen. Die Gegenkoppelstruktur erstreckt sich von diesem verjüngten vorderen Randbereich seitlich nach außen. Sie ist fest mit der Koppelstruktur verbunden. Es sind also der hintere Randbereich des ersten Behälterteils und der vordere Randbereich des zweiten Behälterteils einander zugewandt angeordnet, insbesondre aneinander anliegend. Durch die Koppelstruktur und die Gegenkoppelstruktur sind die Behälterteile mechanisch verbunden. Durch ein solches Konzept wird also ein Laugenbehälter bereitgestellt, der nur lokal einen spezifisch ausgebildeten Verbindungsbereich aufweist. Von dem Verbindungsbereich zu anderen Teilen der Behälterteile betrachtet ist also dieser Verbindungsbereich radial nach innen versetzt ausgebildet. Damit ist es insbesondere bei inverser Betrachtung vorgesehen, dass an den Verbindungsbereich axial nach vorne und nach hinten anschließende Behälterbereiche der Behälterteile radial weiter nach außen ragen als dieser hintere Randbereich und der vordere Randbereich. Damit ist es quasi auch erreicht, dass der Laugenbehälter volumenexpandiert ausgebildet ist, da diese an den Verbindungsbereich anschließenden Behälterbereiche der Behälterteile quasi radial nach außen verlegt sind und somit das Volumen des Laugenbehälters vergrößert ist.
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Durch das vorgeschlagene Konzept des Laugenbehälters ist also einerseits ermöglicht, dass im verbauten Zustand in einem Gehäuse eines Haushaltsgeräts ein bereits oben angesprochener Abstand, insbesondere zu Innenseiten von Seitenwänden des Gehäuses eingehalten ist. Insbesondere auch derart, dass im Betrieb des Haushaltsgeräts und bei sich relativ zu den Seitenwänden bewegender Laugenbehälter dennoch ein Anschlagen an diesen Seitenwänden verhindert ist. Andererseits ist der Laugenbehälter volumenvergrößert, insbesondere zu herkömmlichen Laugenbehältern, so dass im Laugenbehälter wiederum eine volumengrößere Wäschetrommel aufgenommen werden kann.
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Dadurch ist es also auch erreicht, dass eine Volumenvergrößerung des Laugenbehälters ermöglicht ist und dennoch ein verschleißarmer, insbesondere verschleißfreier, Betrieb des Haushaltsgeräts mit einem derartigen Laugenbehälter ermöglicht ist.
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Insbesondere ist ein lichte Weite des Laugenbehälters an einer radial innersten Stelle des Verbindungsbereichs zwischen 535 mm und 540 mm.
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Vorzugsweise beträgt eine lichte Weite, insbesondere ein Innendurchmesser, des Laugenbehälters in einem Behälterbereich der Behälterteile, der außerhalb des Verbindungsbereichs liegt, zwischen 554 mm und 560 mm.
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Durch einen solchen Laugenbehälter ist auch der vorhandene Bauraum in dem Gehäuse des Haushaltsgeräts umfänglicher und verbessert ausgenutzt. Darüber hinaus ist es durch ein solches Konzept auch ermöglicht, die Anzahl der Dämpfer des Schwingsystems des Haushaltsgeräts zu verringern. Insbesondere ist ein solches Dämpfersystem des Schwingsystems reduzierbar, so dass es beispielsweise nur noch drei, anstatt vier derartiger Dämpfer benötigt. Damit ist auch eine Verbesserung des dynamischen Verhaltens dieses Schwingsystems erreicht und eine Geräuschreduzierung sowie eine Reduzierung des Energieverbrauchs des Haushaltsgeräts ermöglicht.
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In einem Ausführungsbeispiel ist der hintere Randbereich stetig nach innen gebogen. Insbesondere ist somit hier im Querschnitt eine konusartige Formgebung dieses hinteren Randbereichs gebildet.
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Möglich ist es auch, dass der vordere Randbereich stetig nach innen gebogen ist. Auch dieser kann somit in einem Ausführungsbeispiel konusartig geformt sein. Im zusammengesetzten Zustand der Behälterteile ergibt sich somit durch diese beiden genannten Randbereiche eine Muldenform, in der die Koppelstruktur und die Gegenkoppelstruktur aufgenommen sind. Durch diese Muldenform lässt sich somit die an den Randbereichen angeordnete Koppelstruktur und die Gegenkoppelstruktur teilweise versenkt in dieser Mulde anordnen. Nicht zuletzt sind daher auch die Koppelstruktur und die Gegenkoppelstruktur in axialer Richtung und somit in Richtung der Längsachse betrachtet nach vorne und nach hinten in gewissem Maße geschützt. Dies da sich die an die verjüngten Randbereiche jeweils anschließenden Behälterbereiche der Behälterteile radial weiter nach außen erstrecken und somit nach vorne und nach hinten eine gewisse Abschattung beziehungsweise einen Schutz für diese Koppelstruktur und die Gegenkoppelstruktur bilden.
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In einem Ausführungsbeispiel ist die Koppelstruktur von einem hinteren Ende beziehungsweise einer hinteren Randkante des hinteren Randbereichs seitlich abstehend angeordnet. Damit ist die Koppelstruktur quasi an der hintersten Stelle dieses hinteren Randbereichs angeformt. Damit kann sie sich in radialer Richtung zur Längsachse quasi maximal weit in diese Muldenform, die durch die Randbereiche gebildet werden, hinein erstrecken.
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Selbiges gilt in einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel für die Gegenkoppelstruktur. Auch diese ist insbesondere an einem vorderen Ende beziehungsweise einer vorderen Randkante des vorderen Randbereichs angeformt und erstreckt sich radial seitlich davon nach außen.
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In einem Ausführungsbeispiel ist die Koppelstruktur als radialer Steg ausgebildet. Insbesondere erstreckt sich dieser im montierten Endzustand des Laugenbehälters zumindest zu 50 Prozent, insbesondere zumindest zu 60 Prozent, insbesondere zumindest zu 70 Prozent, insbesondere zumindest zu 80 Prozent, insbesondere zu zumindest 90 Prozent, insbesondere zu 100 Prozent, seines radialen Ausmaßes in der durch den verjüngten Randbereich gebildeten Radialmulde. Insbesondere ist der Steg vollständig und insbesondere somit auch unterbrechungsfrei um die Längsachse umlaufend ausgebildet.
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In einem Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass die Koppelstruktur als radialer Steg ausgebildet ist, der sich in einem Vormontagezustand des Laugenbehälters, in welchem die Behälterteile an dem Verbindungsbereich noch nicht fest verbunden sind, maximal zu 40 Prozent, insbesondere maximal zu 50 Prozent, insbesondere maximal zu 60 Prozent seines radialen Ausmaßes in die durch den verjüngten Randbereich gebildete Radialmulde erstreckt. Dies bedeutet insbesondere, dass die Koppelstruktur in einem Ausführungsbeispiel in einem Vormontagezustand in radialer Richtung noch länger ist beziehungsweise sich weiter radial aus der Radialmulde nach außen erstreckt, als im montierten Endzustand. Vorteilhaft ist diese radiale Vormontageerweiterung insbesondere für das Verbinden, insbesondere das Schweißen. Denn dadurch können die erforderlichen Schweißdrücke beziehungsweise Fügedrucks beim Schweißen aufgebracht werden, ohne dass sich Nachteile an den entsprechenden Stellen ergeben würden. Insbesondere bei einem Vibrationsschweißen, wenn Reibwärme auftritt, ist das vorteilhaft.
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Dies kann in einem Ausführungsbeispiel auch dahingehend vorteilhaft sein, dass bezüglich der Ausrichtung der Behälterteile vor dem festen Verbinden unterschiedliche Örtlichkeiten möglich sind und sich entsprechende Positionierungen ergeben. Um auch hier unterschiedliche Verbindungspositionen für die Behälterteile zu ermöglichen, ist ein derartiger weiter Überstand des Stegs in radialer Richtung nach außen vorteilhaft. Denn dann kann sich die Gegenkoppelstruktur in einem Azimutalabschnitt in radialer Richtung an verschiedenen Stellen der Koppelstruktur anlegen beziehungsweise daran direkt aufsitzend positioniert werden und dann erst das feste miteinander Verbinden durchgeführt werden.
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Bei einem solchen Ausführungsbeispiel kann dann vorgesehen sein, dass nach dem festen Verbinden der Koppelstrukturen miteinander ein nicht mehr benötigter radialer Überstand der Koppelstruktur dauerhaft entfernt wird. Beispielsweise kann dieser abgeschnitten oder abgezwickt oder in sonstiger Art und Weise abgetrennt werden. Damit ist auch bei einem solchen Ausführungsbeispiel im montierten Endzustand dann das oben genannte vorteilhafte Ausführungsbeispiel erreicht, bei welchem die Koppelstruktur dann zumindest zu 90 Prozent ihres radialen Ausmaßes in die durch den verjüngten Randbereich gebildete Randmulde angeordnet ist.
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In einem Ausführungsbeispiel ist die Gegenkoppelstruktur als radialer Steg ausgebildet. Im montierten Endzustand des Laugenbehälters erstreckt sich die Gegenkoppelstruktur zumindest zu 50 Prozent, insbesondere zumindest zu 60 Prozent, insbesondere zumindest zu 70 Prozent, insbesondere zumindest zu 80 Prozent, insbesondere zu zumindest 90 Prozent, insbesondere zu 100 Prozent, ihres radialen Ausmaßes in die durch den verjüngten hinteren Randbereich gebildete Radialmulde. Es kann in einem Ausführungsbeispiel vorgesehen sein, dass die Gegenkoppelstruktur als radialer Steg ausgebildet ist, der sich in einem Vormontagezustand des Laugenbehälters, in welchem die Behälterteile an dem Verbindungsbereich noch nicht fest miteinander verbunden sind, maximal zu 60 Prozent ihres radialen Ausmaßes in die durch den verjüngten vorderen Randbereich gebildete Radialmulde hinein erstreckt.
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Die damit erreichbaren Vorteile sind entsprechend, wie sie oben für die entsprechenden Ausführungsbeispiele zur Koppelstruktur genannt wurden.
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In einem Ausführungsbeispiel ist die Koppelstruktur mit einem Stützteil an einer Außenseite des hinteren Randbereichs abgestützt. Damit ist der vorzugsweise als radialer Steg ausgebildete Hauptbereich der Koppelstruktur durch dieses Stützteil gestützt. Ein Verbiegen oder ein Verwinden ist dadurch vermieden.
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Der oben genannte radiale Steg, der insbesondere einen Anlageflansch für die Gegenkoppelstruktur bildet, kann eine radiale Anlagefläche für die Gegenkoppelstruktur aufweisen. An dieser liegt dann die Gegenkoppelstruktur direkt an.
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In einem Ausführungsbeispiel ist die Gegenkoppelstruktur mit zumindest einem Stützteil an einer Außenseite des vorderen Randbereichs abgestützt. Auch hier gelten die entsprechenden Vorteile, wie sie für das Ausführungsbeispiel des Stützteils und der Koppelstruktur genannt wurden. Die Stützteile können in einem Ausführungsbeispiel axial orientierte plattenartige Elemente sein. Möglich ist es, dass der radiale Steg, der in einem Ausführungsbeispiel die Gegenkoppelstruktur bildet, eine Anlagefläche für die Koppelstruktur aufweist. Möglich ist es, dass der radiale Steg der Gegenkoppelstruktur und/oder der radiale Steg der Koppelstruktur eine Aufnahme aufweist, in welcher die jeweils andere Struktur axial eintauchen kann. Eine solche Aufnahme kann beispielsweise nutartig sein. Damit liegen die Strukturen in axialer Richtung betrachtet nicht nur aneinander an, sondern sind in dieser axialen Richtung auch ineinandergreifend beziehungsweise überlappend ausgebildet. Eine verbesserte Positionierung und Halterung ist dadurch ermöglicht.
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In einem Ausführungsbeispiel sind die Koppelstruktur und die Gegenkoppelstruktur miteinander verschweißt. Dadurch ist die feste Verbindung geschaffen. Möglich ist es hier beispielsweise durch Kunststoffschweißen, also durch spezifische thermische Einwirkung, die Kunststoffmaterialien energetisch so zu bearbeiten, dass dann im Nachhinein eine feste Verbindung aufgetreten ist, wenn das Material wieder abgekühlt ist. Eine feste Verbindung ist hier insbesondere eine positionsfixierte Verbindung, die dauerhaft bestehen bleibt. Insbesondere ist diese feste Verbindung eine unlösbare Verbindung. Dies bedeutet, dass sie nicht getrennt werden kann, ohne die Komponenten zu zerstören.
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In einem Ausführungsbeispiel ist diese feste Verbindung kraftschlüssig und formschlüssig.
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In einem Ausführungsbeispiel ist eine hintere Randkante beziehungsweise ein hinteres Ende des hinteren Randbereichs die radial innerste Stelle des verjüngten hinteren Randbereichs. Insbesondere ist eine vordere Kante beziehungsweise eine vordere Randkante oder ein vorderes Ende des vorderen Randbereichs die radial innerste Stelle des verjüngten vorderen Randbereichs.
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In einem Ausführungsbeispiel ist ein nach vorne an den hinteren Randbereich anschließender Hauptbereich der Mantelwand des vorderen Behälterteils auf gleicher Radiallage angeordnet, wie ein nach hinten an den vorderen Randbereich anschließender Hauptbereich der Mantelwand des hinteren Behälterteils. Diese Hauptbereiche sind insbesondere die Behälterbereiche, die radial weiter nach außen stehen als der Verbindungsbereich. Insbesondere schließen diese Hauptbereiche direkt an die jeweils genannten Randbereiche an. Die Mantelwand beziehungsweise die Laugenmantelwand ist insbesondere die rohrförmig beziehungsweise ringförmige Zylinderwand des Laugenbehälters. Der Laugenbehälter kann darüber hinaus auch noch eine hintere Rückwand aufweisen, mit welcher nach hinten abgeschlossen ist. Nach vorne hin weist der Laugenbehälter eine Beschickungsöffnung auf.
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Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät zur Pflege von Wäschestücken. Das Haushaltsgerät weist einen Laugenbehälter gemäß dem oben genannten Aspekt oder einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel davon auf. Insbesondere weist das Haushaltsgerät auch eine Wäschetrommel auf, die in dem Laugenbehälter aufgenommen ist. Durch den Laugenbehälter und die Wäschetrommel ist auch ein System geschaffen. Das System ist insbesondere volumenexpandiert ausgebildet. Damit kann bei einem Wäschepflegevorgang eine größere Menge von Wäschestücken gepflegt werden.
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Das Haushaltsgerät ist vorzugsweise eine Waschmaschine oder ein Waschtrockner.
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Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines Laugenbehälters, insbesondere gemäß dem oben genannten Aspekt oder einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel davon. Das Verfahren weist vorzugsweise folgende Schritte auf:
- - Bereitstellen eines ersten ringförmigen Behälterteils aus Kunststoff;
- - Bereitstellen eines dazu separaten zweiten ringförmigen Behälterteils aus Kunststoff,
- - in Richtung einer Längsachse des Laugenbehälters Anordnen des zweiten Behälterteils hinter dem ersten Behälterteil, wobei
- - ein axial hinterer Randbereich des ersten Behälterteils in radialer Richtung zur Längsachse nach innen geformt wird, und an diesem radial verjüngten Randbereich eine Koppelstruktur ausgebildet ist, die sich seitlich nach außen erstreckt, und ein axial vorderer Randbereich des zweiten Behälterteils in radialer Richtung zur Längsachse nach innen geformt wird, und an diesem radial verjüngten Randbereich eine Gegenkoppelstruktur ausgebildet ist, die sich seitlich nach außen erstreckt, und
- - die Koppelstruktur und die Gegenkoppelstruktur zum Erzeugen eines Verbindungsbereichs fest miteinander verbunden werden.
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Durch ein solches Verfahren wird auch eine einfache und dennoch hochpräzise Herstellung eines Laugenbehälters ermöglicht. Insbesondere ist dadurch auch der Automatisierungsgrad der Fertigung besonders hoch. Damit ist es auch ermöglicht, einen volumenvergrößerten Laugenbehälter bereitzustellen, bei welchem dennoch der lokal spezifische Verbindungsbereich hochstabil und somit mechanisch entsprechend belastbar ist.
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Möglich ist es auch, dass die feste Verbindung der Behälterteile an dem Verbindungsbereich nicht durch eine unlösbare Verbindung charakterisiert ist, sondern beispielsweise durch eine lösbare Verbindung. Eine solche feste lösbare Verbindung kann beispielsweise eine Schraubverbindung oder eine Schnappverbindung sein.
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Insbesondere weist das Haushaltsgerät ein Gehäuse auf. In dem Gehäuse ist der Laugenbehälter aufgenommen. Vorzugsweise weist das Gehäuse in Breitenrichtung ein Außenmaß auf, welches ein Standardmaß ist. Insbesondere kann die Breite zwischen 58 cm und 61 cm, insbesondere zwischen 59 cm und 60 cm aufweisen.
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Vorzugsweise beträgt ein in Breitenrichtung bemessener Abstand zwischen dem Laugenbehälter und einer Innenseite einer benachbarten Seitenwand des Gehäuses zwischen 9 mm und 21 mm. Vorzugsweise kann der Abstand zwischen 10 mm und 13 mm oder zwischen 16 mm und 20 mm betragen. Abhängig von der Konfiguration des Haushaltsgeräts, beispielsweise abhängig von einer Feder-/Dämpferkonfiguration und/oder der zu erreichenden Schleuderdrehzahl, können entsprechende Werte spezifisch vorteilhaft sein. Dieser Abstand ist im Ruhezustand des Laugenbehälters zu der Seitenwand bemessen. Vorzugsweise ist dieser Abstand im Verbindungsbereich zu dieser Innenseite der Seitenwand bemessen. Insbesondere ist er von der Koppelstruktur und/oder der Gegenkoppelstruktur zu der Innenseite der Seitenwand bemessen. Insbesondere ist also vorgesehen, dass ein radial äußeres Ende der Koppelstruktur und/oder ein radial äußeres Ende der Gegenkoppelstruktur die radial am weitesten außenliegende Stelle des gesamten Laugenbehälters ist.
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Es kann vorgesehen sein, dass eine solche radiale nach innen Verlegung des Verbindungsbereichs, insbesondere im Vergleich zu den axial daran anschließenden Behälterbereichen der Behälterteile, nicht über die gesamte azimutale Umlauflänge um die Längsachse ausgebildet ist. Möglich ist es daher, dass nur in lokalen Azimutalabschnitten diese Radialmulde im Verbindungsbereich ausgebildet ist.
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Beispielsweise ist dies vorzugsweise bei frontseitiger Betrachtung des Laugenbehälters in der 3-Uhr-Stellung und in der 9-Uhr-Stellung ausgebildet. Insbesondere ist dieser spezifische Verbindungsbereich lokal nur an der 3-Uhr-Stellung und nur an der 9-Uhr-Stellung ausgebildet. Da insbesondere auch nur an diesen Stellen ein entsprechender kleinerer Abstand zu Wänden, insbesondere den Seitenwänden, des Gehäuses besteht und daher im Hinblick auf die sonstige Positionierung des Laugenbehälters im Gehäuse und der Relativbewegung des Laugenbehälters zu dem Gehäuse im Betrieb ein gegebenenfalls kritisches Annähern des Laugenbehälters an die Innenseiten von Wänden des Gehäuses auftritt, kann es in einem Ausführungsbeispiel vorgesehen sein, nur an diesen Stellen diesen spezifischen geometrischen und funktionellen Verbindungsbereich auszubilden. An anderen Azimutalstellen kann daher diese verjüngte Ausgestaltung des vorderen Randbereichs und/oder des hinteren Randbereichs nicht ausgebildet sein oder weniger ausgebildet sein, als es in dieser 3-Uhr-Stellung oder der 9-Uhr-Stellung der Fall ist.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- 1 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Haushaltsgeräts zur Pflege von Wäschestücken mit einer schematischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Laugenbehälters und/oder eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Wäschetrommel;
- 2 eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Trommelmantels einer Wäschetrommel gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
- 3 eine Schnittdarstellung durch ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Wäschetrommel mit einem Trommelmantel gemäß 2 und einem montierten Mitnehmer in einer Mitnehmermulde des Trommelmantels;
- 4 eine Schnittdarstellung durch ein Ausführungsbeispiel eines Systems mit einer Wäschetrommel gemäß 3 und einem Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Laugenbehälters;
- 5 eine schematische Schnittdarstellung durch ein Ausführungsbeispiel eines Haushaltsgeräts mit einem Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Laugenbehälters und/oder einem Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Wäschetrommel;
- 6 eine vergrößerte Darstellung eines Teilbereichs eines Laugenbehälters und eines Teilbereichs einer Wäschetrommel;
- 7 eine Darstellung gemäß 6, wobei hier ein Abstand zwischen dem Laugenbehälter und einer Innenseite einer Seitenwand des Gehäuses des Haushaltsgeräts gezeigt ist;
- 8 eine Darstellung gemäß 6 und 7 mit einem alternativen Ausführungsbeispiel eines Verbindungsbereichs des Laugenbehälters; und
- 9 eine schematische Schnittdarstellung durch Teilkomponenten eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Haushaltsgeräts mit einer Erläuterung zu Fertigungsszenarien eines Laugenbehälters.
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In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
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In 1 ist in einer schematischen perspektivischen Darstellung ein Haushaltsgerät 1 gezeigt. Das Haushaltsgerät 1 ist zur Pflege von Wäschestücken ausgebildet. Es kann beispielsweise eine Waschmaschine oder ein Waschtrockner sein. Das Haushaltsgerät 1 weist ein Gehäuse 2 auf. Dieses kann auch als Außengehäuse bezeichnet werden. Dieses Gehäuse 2 weist zumindest zwei vertikale Seitenwände 3 und 4 auf.
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Das Haushaltsgerät 1 weist darüber hinaus auch einen Laugenbehälter 5 auf. Des Weiteren weist das Haushaltsgerät 1 eine Wäschetrommel 6 auf. Der Laugenbehälter 5 und die Wäschetrommel 6 bilden ein System 7. Dieses System 7 kann Bestandteil eines Schwingsystems 8 des Haushaltsgeräts 1 sein. Das Schwingsystem 8 kann beispielsweise mehrere nicht gezeigte Federn und Dämpfer aufweisen. Mit diesen ist der Laugenbehälter 5 und die Wäschetrommel 6 bewegbar in dem Gehäuse 2 gelagert. Wie bereits in 1 schematisch gezeigt ist, ist die Wäschetrommel 6 in dem Laugenbehälter 5 aufgenommen. Das Haushaltsgerät 1 weist darüber hinaus auch eine Pflegemittelzugabevorrichtung 9 auf. Diese kann beispielsweise eine Einspülschale aufweisen. Darüber hinaus weist das Haushaltsgerät 1 eine Bedien- und/oder Anzeigevorrichtung 10 auf. Insbesondere ist auch eine nicht gezeigte Steuereinheit vorgesehen, die Bestandteil des Haushaltsgeräts 1 ist.
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In 2 ist in einer perspektivischen Darstellung ein Trommelmantel 11 der Wäschetrommel 6 gezeigt. Der Trommelmantel 11 ist hier als Zylinder beziehungsweise als Ring ausgebildet. Zusätzlich zu diesem Trommelmantel 11 weist die Wäschetrommel 6 vorzugsweise eine in 2 nicht gezeigte Rückwand 12 (1) auf.
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Der Trommelmantel 11 ist vorzugsweise aus Metall, insbesondere Edelstahl. Die Wäschetrommel 6 weist eine Längsachse A auf. Diese ist auch gleichzeitig die Drehachse, um welche die Wäschetrommel 6 bei einem Wäschepflegevorgang drehbar gelagert ist. Der Trommelmantel 11 weist einen nutartigen Ringstreifen 13 auf. Der Ringstreifen 13 ist hier im Ausführungsbeispiel unterbrechungsfrei vollständig umlaufend um die Längsachse A in dem Trommelmantel 11 ausgebildet. Der Ringstreifen 13 ist hier über seine gesamte azimutale Erstreckung auf gleicher axialer Lage ausgebildet.
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Der Ringstreifen 13 weist einen Radius r1 auf, der ein erster Radius ist.
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Wie darüber hinaus in 2 auch zu erkennen ist, weist der Trommelmantel 11 einen ersten Expansionsringbereich 14 auf. Dieser schließt in Richtung der Längsachse A betrachtet, die in Tiefenrichtung (z-Richtung) des Haushaltsgeräts 1 orientiert ist, unmittelbar an den Ringstreifen 13 nach vorne hin an. Darüber hinaus weist der Trommelmantel 11 einen zum ersten Expansionsbereich 14 unterschiedlichen zweiten Expansionsbereich 15 auf. Dieser schließt in Richtung der Längsachse A betrachtet nach hinten an den Ringstreifen 13, insbesondere direkt daran an. Die Expansionsbereiche 14 und 15 weisen jeweils einen Radius auf, der größer ist als der erste Radius r1.
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Insbesondere weisen die beiden Expansionsbereiche 14 und 15 einen gleichen zweiten r2 auf, der größer ist als der erste Radius r1. Der Ringstreifen 13 ist also in Bezug zu den Expansionsringbereichen 14, 15 radial kleiner.
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Wie darüber hinaus auch zu erkennen ist, weisen die Expansionsringbereiche 14 und 15 in axialer Richtung und somit in Richtung der Längsachse A betrachtet ein größeres Ausmaß auf, als der Ringstreifen 13. Insbesondere ist diese axiale Ausdehnung der Expansionsbereiche 14 und 15 in axialer Richtung um ein Vielfaches, insbesondere zumindest ein Dreifaches, insbesondere zumindest ein Vierfaches, größer, als die axiale Ausdehnung des Ringstreifens 13.
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Insbesondere ist vorgesehen, dass nur ein derartiger Ringstreifen 13 zwischen den Expansionsbereichen 14 und 15 ausgebildet ist.
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In einem Ausführungsbeispiel endet in axialer Richtung betrachtet der erste Expansionsringbereich 14 vor einem vorderen Ende beziehungsweise einer vorderen Randkante 16 des Trommelmantels 11. Somit ist ein vorderes Ende 14a des ersten Expansionsringbereichs 14 zurückversetzt gegenüber der vorderen Randkante 16. Insbesondere ist ein Randbereich 17, der sich zwischen dem vorderen Ende 14a und der vorderen Randkante 16 erstreckt, mit einem kleineren Radius ausgebildet, als der Radius r2. Dieser Randbereich 17 kann beispielsweise auch konusförmig gebildet sein.
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In einem Ausführungsbeispiel weist der Trommelmantel 11 ein hinteres Ende beziehungsweise eine hintere Randkante 18 auf. Insbesondere ist ein hinteres Ende 15a des zweiten Expansionsringbereichs 15 zurückversetzt zu dieser hinteren Randkante 18. Insbesondere ist ein Randbereich 19 zwischen der hinteren Randkante 18 und dem hinteren Ende 15a mit einem kleineren Radius ausgebildet als es der zweite Radius r2 ist. Auch hier kann eine zumindest bereichsweise Konusform des Randbereichs 19 vorgesehen sein.
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Wie in 2 zu erkennen ist, weist der Trommelmantel 11 auch mehrere Mitnehmermulden 20 und 21 auf. Insbesondere sind drei derartige Mitnehmermulden 20, 21 vorgesehen. Sie sind insbesondere in Umlaufrichtung um die Längsachse A äquidistant zueinander ausgebildet. Wie in 2 zu erkennen ist, sind diese Mitnehmermulden 20, 21 bestimmungsgemäß dazu vorgesehen, dass nicht gezeigte Mitnehmer zum Mitnehmen von Wäschestücken bei sich drehender Wäschetrommel 6 daran angeordnet sind. Die Mitnehmermulde 21 weist vorzugsweise einen Boden 22 auf. Dieser kann vorzugsweise toroidal, zylindrisch oder konisch geformt sein. Insbesondere weist dieser Boden 22 in Umlaufrichtung um die Längsachse A betrachtet eine Krümmung auf, insbesondere eine von der Längsachse A weggebauchte Krümmung.
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Insbesondere ist vorgesehen, dass dieser Boden 22 in Umlaufrichtung um eine senkrecht zur Längsachse A stehende Achse gekrümmt ist. Dies bedeutet, dass bei einem Querschnitt des Trommelmantels 11, bei welchem die Schnittebene die Längsachse A aufweist beziehungsweise die Längsachse A vollständig darin verlaufend angeordnet ist, eine nicht geradlinige Schnittkante des Bodens 22 vorliegt. Es ist bei einer solchen gekrümmten Form des Bodens 22 in dieser erläuterten Schnittebene die Schnittfläche des Bodens 22 gekrümmt, insbesondere konkav gekrümmt. Dies bedeutet, dass die in axialer Richtung betrachteten Enden dieses gekrümmten Bodens 22 weiter von der Längsachse A entfernt sind, als ein dazwischenliegendes Krümmungsmaximum, welches dann den kleinesten radialen Abstand zur Längsachse A aufweist. Ferner kann der Bereich eines Mitnehmer 23, der am Boden 22 der Mitnehmermulde 20, 21 anliegt, eine zur Krümmung des Bodens 22 korrespondierende Kontur aufweisen, so dass der Mitnehmer 23 entlang der Krümmung in axialer Richtung verschiebbar ist. Diese Verschiebung entspricht einer Rotation des Mitnehmers 23 um den Mittelpunkt des Krümmungsradius im Verschiebebereich.
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Wie in 2 auch zu erkennen ist, geht der Ringstreifen 13 direkt in die Mitnehmermulden 20 und 21 über. In axialer Richtung betrachtet endet der Ringstreifen 13 in einem mittleren axialen Längendrittel einer Mitnehmermulde 20, 21, insbesondere vollständig mittig an einer Mitnehmermulde 20, 21.
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Eine Mitnehmermulde 20, 21 weist einen kleineren Abstand zur Längsachse A auf, als es die Expansionsringbereiche 14 und 15 mit ihren zweiten Radien r2 aufweisen. Insbesondere ist daher in einem Ausführungsbeispiel eine Mitnehmermulde 20, 21 erhaben gegenüber den Expansionsringbereichen 14 und 15 in Bezug zur Längsachse A ausgebildet. Bei Betrachtung von einem Expansionsringbereich 14, 15 aus kann eine Mitnehmermulde 20, 21 daher auch als Mitnehmererhebung bezeichnet werden.
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Wie auch zu erkennen ist, erstrecken sich die Mitnehmermulden 20, 21 in axialer Richtung nicht über die axialen Ausmaße der Expansionsringbereiche 14 und 15 hinaus, insbesondere sind sie diesbezüglich kürzer.
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Darüber hinaus sind in den Mitnehmermulden 20, 21 lediglich beispielhaft zu verstehen Befestigungsstrukturen ausgebildet, um einen Mitnehmer daran befestigen zu können.
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Diese Struktur in dem Trommelmantel 11, die die Expansionsringbereiche 14 und 15 sowie den Ringstreifen 13 und vorzugsweise auch die Mitnehmermulden 20, 21 aufweist, kann durch Prägen erzeugt sein. Dazu kann es vorgesehen sein, dass außenseitig auf den noch unverformten Materialzuschnitt des dann schon ringförmig gebildeten Trommelmantels 11 ein Prägestempel angeordnet ist, der das Negativmuster die erläuterte Struktur aufweist. Durch entsprechende Expansionselemente, die im Inneren des Trommelmantels 11 angeordnet sind, werden dann die Bereiche, die die Expansionsringbereiche 14 und 15 bilden, nach außen gedrückt.
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Der Ringstreifen 13 weist dann in einem Ausführungsbeispiel weiterhin den ersten Radius r1 auf, den der Trommelmantel 11 vor dieser expandierenden Prägung aufweist. Entsprechend kann der Stempel in einem Ausführungsbeispiel auch eine entsprechende Negativstruktur beziehungsweise Negativmaske zum Erzeugen der Mitnehmermulden 20, 21 aufweisen. Auch hier können durch entsprechende Druckeinwirkung vom Inneren des Trommelmantels 11 die oben genannten beispielhaften Formen erzeugt werden.
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Der Ringstreifen 13 ist sowohl lokal als auch geometrisch bestimmungsgemäß als Aufnahmerinne für einen radial nach innen ausgebildeten Verbindungsbereich des Laugenbehälters 5 ausgebildet.
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Im Ausführungsbeispiel sind die Expansionsringbereiche 14 und 15 zylinderförmig ausgebildet. In einem anderen Ausführungsbeispiel, wie es dann noch zu 5 erläutert wird, können die Expansionsringbereiche 14 und 15 auch konusförmig ausgebildet sein.
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In 3 ist in einer Längsschnittdarstellung die Wäschetrommel 6 gezeigt. In 3 ist daher auch auf die Innenseite des Trommelmantels 11 zu sehen. In der Mitnehmermulde 20 ist hier beispielhaft ein Mitnehmer 23 montiert. Zur Montage der Mitnehmer 23 können die Mitnehmer 23 nicht dargestellte Rastelemente aufweisen, die in die in 2 am Boden 22 der Mitnehmermulden 20, 21 erkennbaren Freimachungen eingreifen können, wobei mit einer axialen Verschiebung eines jeweiligen Mitnehmers 23 in Längsrichtung A eine Verrastung am Boden 22 bewirkt werden kann. Darüber hinaus ist auch ein frontseitiger Aufsatz 6a der Wäschetrommel 6 zu erkennen, der in einem Ausführungsbeispiel an dem vorderen Randbereich 17 angeordnet ist.
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Wie in 2 und 3 zu erkennen ist, sind die Übergänge zwischen einem Boden des Ringstreifens 13 und den Expansionsringbereichen 14 und 15 im Beispiel geneigt und/oder abgerundet. Selbiges ist vorzugsweise bei den Übergängen zwischen dem Boden der Mitnehmermulde 20 und den Expansionsringbereichen 14 und 15 vorgesehen.
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In 4 ist in einer Längsschnittdarstellung die Wäschetrommel 6 und ein Ausführungsbeispiel eines Laugenbehälters 5 gezeigt. Es ist daher ein Ausführungsbeispiel eines Systems 7 dargestellt. Die Wäschetrommel 6 ist vorzugsweise gemäß dem Ausführungsbeispiel in 2 und 3 ausgebildet.
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Insbesondere ist der Trommelmantel 11 diesbezüglich einstückig beziehungsweise aus einem einstückigen Zuschnitt geformt.
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Demgegenüber ist der Laugenbehälter 5 mehrteilig aufgebaut. Er weist vorzugsweise ein erstes ringförmiges Behälterteil 24 auf. Dieses ist aus Kunststoff, insbesondere vollständig aus Kunststoff. Es kann beispielsweise ein Spritzgussbauteil sein. Darüber hinaus weist der Laugenbehälter 5 ein zum ersten Behälterteil 24 separates zweites Behälterteil 25 auf. Dieses ist ebenfalls aus Kunststoff. Es kann auch ein Spritzgussbauteil sein. Die beiden separaten Behälterteile 24 und 25 sind an einem Verbindungsbereich 26 fest miteinander verbunden. Wie bereits in 4 zu erkennen ist, ist dieser Verbindungsbereich 26 in radialer Richtung weiter innenliegend als an den Verbindungsbereich 26 in axialer Richtung nach vorne hin und nach hinten hin anschließende Hauptbereiche beziehungsweise expandierte Behälterbereiche 27 und 28 der Behälterteile 24 und 25. Es ist auch zu erkennen, dass dieser Verbindungsbereich 26 senkrecht zur Längsachse A betrachtet in den Ringstreifen 13 des Trommelmantels 11 eingreift beziehungsweise sich darin hinein erstreckt. Daher ist in diesem montierten Endzustand des Systems 7 senkrecht zur Längsachse A betrachtet eine überlappende Anordnung zwischen dem Laugenbehälter 5 und der Wäschetrommel 6 an dieser spezifischen lokalen Stelle ausgebildet. Eine Rückwand 29 des Laugenbehälters 5 ist ebenfalls gezeigt.
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In 5 ist in einer schematischen Schnittdarstellung ein weiteres Ausführungsbeispiel des Systems 7 gezeigt. In dieser skizzenhaften Darstellung ist zu erkennen, dass die Wäschetrommel 6, insbesondere in den Expansionsbereichen 14 und 15, nicht koaxiale Wandabschnitte zu der Längsachse A aufweist, sondern hier eine konusförmige Orientierung der Expansionsbereiche 14 und 15 ausgebildet ist. In diesem Beispiel sind daher auch die Behälterteilbereiche 27 und 28 konusförmig gestaltet.
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In 6 ist in einer vergrößerten Darstellung ein Ausführungsbeispiel des Laugenbehälters 5 im Verbindungsbereich 26 gezeigt. Wie hier zu erkennen ist, ist ein axial hinterer Randbereich 30 des ersten vorderen ringförmigen Behälterteils 24 radial nach innen stetig verjüngt ausgebildet. Darüber hinaus ist in einem Ausführungsbeispiel ein in Richtung der Längsachse A betrachteter vorderer Randbereich 31 des hinteren zweiten ringförmigen Behälterteils 25 radial stetig verjüngt ausgebildet.
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Damit ist in Bezug der Radialpositionen dieser Randbereiche 30 und 31 sowie der Behälterbereiche 27 und 28 eine Radialmulde 32 ausgebildet. In diese Radialmulde 32 erstrecken sich eine Koppelstruktur 33 und eine Gegenkoppelstruktur 34. Die Koppelstruktur 33 ist an dem hinteren Randbereich 30 einstückig angeformt. Sie kann einen radialen Steg 35 aufweisen. Insbesondere erstreckt sich dieser radiale Steg 35, der in 6 lediglich schematisch und symbolhaft gezeigt ist, von einem vorderen Ende beziehungsweise einer hinteren Randkante 36 dieses hinteren Randbereichs 30. Darüber hinaus kann in einem Ausführungsbeispiel vorgesehen sein, dass der vordere Randbereich 34 einen radial orientierten Steg 37 aufweist. Dieser kann sich in einem Ausführungsbeispiel von einem vorderen Ende beziehungsweise einer vorderen Randkante 38 dieses vorderen Randbereichs 31 radial nach außen erstrecken.
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Möglich ist es, dass die Koppelstruktur 33 und/oder die Gegenkoppelstruktur 34 lediglich Anlageflächen aufweisen, an denen diese beiden Strukturen aneinander anliegen. Zumindest eine der beiden Strukturen, also die Koppelstruktur 33 und/oder die Gegenkoppelstruktur 34, können jedoch auch axiale Aufnahmen aufweisen, in denen die jeweils andere Struktur dann axial eintauchen kann. Dadurch kann auch ein Verbindungsbereich 20 geschaffen werden, in dem die Strukturen 33 und 34 axial ineinandergreifend ausgebildet sind. Darüber hinaus kann durch dieses axiale Ineinandergreifen auch ein jeweils radialer Anschlag gebildet werden, so dass die Position der Behälterteile 24 und 25 senkrecht zur Längsachse A variierbar ist, jedoch durch diese Anschläge begrenzt ist.
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Wie in 6 zu erkennen ist, erstrecken sich die Koppelstruktur 33 und die Gegenkoppelstruktur 34 mit ihren senkrecht zur Längsachse A betrachteten Ausmaßen zumindest zu 90 Prozent innerhalb der Radialmulde 32. Diesbezüglich ist in schematischer Darstellung in 6 ein montierter Endzustand des Laugenbehälters 5 gezeigt.
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In inverser Betrachtung ausgedrückt ist der Laugenbehälter 5 außerhalb des Verbindungsbereichs 26 in radialer Richtung expandiert. Die Behälterbereiche 27 und 28 sind somit in radialer Richtung aufgeweitet.
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Ein Abstand b, wie er in 6 senkrecht zur Längsachse A bemessen ist und sich zwischen dem radialen Minimum des Verbindungsbereichs 26 und dem Boden des Ringstreifens 13 bemisst, beträgt in einem Beispiel vorzugsweise zwischen 10 mm und 12 mm.
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In 7 ist eine Darstellung gemäß 6 gezeigt. Hier ist ein Abstand a, der senkrecht zur Längsachse A bemessen ist, zwischen einer radial weiter außen liegenden Stelle des Verbindungsbereichs 26 und einer Innenseite einer Seitenwand, hier beispielhaft der Seitenwand 4 gezeigt. Dieser Abstand a beträgt vorzugsweise zwischen 9 mm und 21 mm und besonders bevorzugt zwischen 9 mm und 13 mm oder zwischen 16 mm und 20 mm.
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In 8 ist eine entsprechende Darstellung wie in 6 und 7 gezeigt. Hier ist jedoch im Unterschied zu 6 und 7, in denen montierte Endzustände gezeigt sind, ein Vormontagezustand des Laugenbehälters 5 dargestellt. Die Koppelstruktur 33 und/oder die Gegenkoppelstruktur 34 sind hier in radialer Richtung zur Längsachse A noch mit einem Ausmaß ausgebildet, welches deutlich weiter über die Radialmulde 32 seitlich hinaussteht, als es in den gefertigten Endzuständen gemäß 6 und 7 der Fall ist. Insbesondere weisen hier die radialen Stege 35 und 37 radiale Überstände auf. Diese sind vorzugsweise dazu vorgesehen, dass bei der Fertigung und vor dem Verbinden der Behälterteile 24 und 25 die Position senkrecht zur Längsachse A variabel einstellbar ist. Um zu vermeiden, dass in einer Azimutalposition in Umlaufrichtung um die Längsachse A radial betrachtet keine Anlage mehr zwischen der Koppelstruktur 33 und der Gegenkoppelstruktur 34 vorhanden wäre, ist diese Verlängerung hier vorgesehen. Ist die gewünschte Endposition zwischen den Behälterteilen 24 und 25 eingestellt, und dann die feste Verbindung zwischen den Koppelstrukturen 33 und der Gegenkoppelstruktur 34 eingestellt, beispielsweise durch ein Verschweißen oder Verschrauben oder Verschnappen, kann in einem weiteren Fertigungsschritt der nicht mehr benötigte radiale Überstand der Stege 35 und/oder 37 abgetrennt werden. Dadurch entsteht dann wiederum eine entsprechende Ausgestaltung, wie sie in 6 und 7 schematisch gezeigt ist. Auch dann ist im gefertigten Endzustand ein Abstand a realisiert, der eingehalten ist, wenn das System 7 in Ruhe ist und somit das Haushaltsgerät 1 nicht in Betrieb ist.
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Wie in 8 auch zu erkennen ist, und bei allen anderen Ausführungsbeispielen auch vorhanden sein kann, weist der Verbindungsbereich 26 zumindest ein Stützteil 40 auf. Dieses ist an den Koppelsteg 35 angeformt und endet an der Außenseite des verjüngten Randbereichs 30 und/oder gegebenenfalls auch darüber hinaus an einer Außenseite des Behälterbereichs 27. In einem Ausführungsbeispiel ist es möglich, dass zumindest ein weiteres Stützteil 39 vorgesehen ist. Dieses ist an dem Steg 37 angeformt und endet an einer Außenseite des Randbereichs 31. Gegebenenfalls kann es sich auch axial soweit erstrecken, dass es an einer Außenseite des Behälterbereichs 28 endet. Die Stützteile 39 und 40 können beispielsweise plattenartig sein. Sie sind insbesondere einstückig mit den jeweiligen Behälterteilen 24 und 25 ausgebildet.
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Gerade bei einer Ausgestaltung der Behälterteile 24 und 25 aus Kunststoff sind hier Werkzeuge vorgesehen, die auch entsprechende Hinterschnitte ermöglichen. Diese können mit so genannten Schiebern entformt werden. Möglich ist es, dass beim Verbinden der Behälterteile 24 und 25, beispielsweise durch ein Schweißen, beispielsweise ein Vibrationsschweißen genutzt werden kann. Beispielsweise wird dann ein Schweißwerkzeug mit einer Haltevorrichtung vorgesehen. Möglich ist es dann, dass eines der beiden Behälterteile 24, 25 an der Haltevorrichtung befestigt wird. In einem nachfolgenden Schritt wird dann die Wäschetrommel 6 in dieses Behälterteil eingesetzt. Nachfolgend wird dann das andere Behälterteil des Laugenbehälters 5 von oben über die Wäschetrommel 6 positioniert. Dieses aufgesetzte weitere Behälterteil des Laugenbehälters 5 wird dann, wie dies in 9 gezeigt ist, in einer Vibrationsrichtung V, die senkrecht zur Längsachse A orientiert ist, mit einer spezifischen Amplitude bewegt und gleichzeitig translatorisch in Richtung Y, also in Richtung der Längsachse A zugestellt. Dabei wird Druck auf den Flansch, der durch die Koppelstruktur 33 und die Gegenkoppelstruktur 34 gebildet ist, ausgeübt.
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Möglich ist es, dass die radiale Erstreckung der vorzugsweise vollständig umlaufenden Koppelstege 33 und/oder der Gegenkoppelstruktur 34 in azimutalen Abschnitten unterschiedlich ist. Beispielsweise kann diese radiale Erstreckung an der 3-Uhr-Stellung und der 9-Uhr-Stellung kleiner sein, als in anderen azimutalen Abschnitten. Insbesondere ist daher bei der Vormontage das Szenario gemäß 8 vorgesehen, dass auch an der 3-Uhr-Stellung und der 9-Uhr-Stellung ein diesbezüglicher temporärer Überstand gebildet ist, der dann nach der Erzeugung der festen Verbindung abgetragen wird, so dass auch an dieser 3-Uhr-Stellung und der 9-Uhr-Stellung das Maß beziehungsweise der Abstand a eingestellt ist. Damit kann auch gerade an diesen, im Vergleich zu anderen azimutalen Positionen engeren Stelle zwischen dem Laugenbehälter 5 und einer Seitenwand 3, 4 eine stabile und dichte Ausgestaltung des Verbindungsbereichs 26 erzeugt werden. Ist dann diese feste Verbindung ausgebildet, so kann im Nachgang der nicht mehr benötigte Überstand insbesondere an der 3-Uhr-Stellung und der 9-Uhr-Stellung abgetrennt werden. Beispielsweise kann hier ein Ultraschalltrennverfahren genutzt werden.
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Das Haltewerkzeug beziehungsweise die Haltevorrichtung, wie sie bereits oben genannt wurde, fährt in dem Zusammenhang von radialer Richtung her kommend außenseitig an dasjenige Behälterteil heran, welches zunächst bereitgestellt wird und in welches dann die Wäschetrommel 6 eingesetzt wird. Insbesondere fährt dieser Schieber dann von radialer Richtung her kommend außenseitig an denjenigen Randbereich des Behälterteils heran, welches zuerst zur Verfügung gestellt ist.
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Dadurch ist dieses Vormontagemodul mit dem bereitgestellten Behälterteil und der darin eingeführten Wäschetrommel 6 gehalten. Im Nachfolgenden wird dann in diesem gehaltenen Zustand mit dem bereits erwähnten Schweißwerkzeug die feste Verbindung an dem Verbindungsbereich 26 zwischen den dann beiden vorhandenen Behälterteilen 24 und 25 erzeugt.
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Dieses feste Verbinden, insbesondere Verschweißen, erfolgt dann, wenn gemäß der Erläuterung zu 9 die gewünschte Position zwischen den Behälterteilen 24 und 25 erreicht ist.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Haushaltsgerät
- 2
- Gehäuse
- 3
- Seitenwand
- 4
- Seitenwand
- 5
- Laugenbehälter
- 6
- Wäschetrommel
- 6a
- Aufsatz
- 7
- System
- 8
- Schwingsystem
- 9
- Pflegemittelzugabevorrichtung
- 10
- Anzeigevorrichtung
- 11
- Trommelmantel
- 12
- Rückwand
- 13
- Ringstreifen
- 14
- Expansionsringbereich
- 15
- Expansionsringbereich
- 16
- Randkante
- 17
- Randbereich
- 18
- Randkante
- 19
- Randbereich
- 20
- Mitnehmermulde
- 21
- Mitnehmermulde
- 22
- Boden
- 23
- Mitnehmer
- 24
- Behälterteil
- 25
- Behälterteil
- 26
- Verbindungsbereich
- 27
- Behälterbereich
- 28
- Behälterbereich
- 29
- Rückwand
- 30
- Randbereich
- 31
- Randbereich
- 32
- Radialmulde
- 33
- Koppelstruktur
- 34
- Gegenkoppelstruktur
- 35
- Koppelsteg
- 36
- Randkante
- 37
- Steg
- 38
- Randkante
- 39
- Stützteil
- 40
- Stützteil
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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