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Die vorliegende Erfindung betrifft ein zusammensteckbares Bewehrungselement für einen Bewehrungskorb, welches mehrere, sich in einer Längsrichtung des Bewehrungselements erstreckende Längsstäbe und mehrere, sich quer zu den Längsstäben erstreckende Bügelelemente aufweist. Die Bügelelemente sind parallel und beabstandet voneinander in der Längsrichtung des Bewehrungselements angeordnet und durch die Längsstäbe miteinander verbunden. Die Bügelelemente weisen jeweils wenigstens einen Schenkel und wenigstens eine Basis auf. Weiterhin betrifft die Erfindung einen Bewehrungskorb für Stahlbetonkonstruktionen, insbesondere Stahlbetonstützen, wobei der Bewehrungskorb aus zwei Bewehrungselementen zusammengesetzt ist, die Verwendung eines Bewehrungselements in einem Bewehrungskorb, ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Bewehrungskorbes, sowie die Verwendung eines solchen Bewehrungskorbes in einer Stahlbetonstütze.
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Aus der
EP 0389413A1 ist ein Bewehrungselement bekannt, das mehrere im Wesentlichen U-förmige Bügel umfasst, die parallel zueinander angeordnet sind und durch mehrere Längsstäbe miteinander verbunden sind. Die Längsstäbe sollen dabei auf nur einer der drei Seiten des U-förmigen Bügels angeordnet sein. Dadurch soll es möglich sein, auch Bewehrungselemente mit gekrümmten Verläufen herstellen zu können. Nach einer Ausführung können dabei auch zwei U-förmige Bewehrungselemente gegenläufig zueinander angeordnet werden und dadurch einen geschlossenen, rechteckförmigen Querschnitt bilden, der beispielsweise zur Bewehrung eines Schachtes geeignet ist. Zur Verbindung der beiden Bewehrungselemente untereinander macht die Schrift keine näheren Angaben.
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Aus der
DE 2058638 A1 ist es ebenfalls bekannt, zwei Bewehrungselemente zu einem Bewehrungskorb zusammenzusetzen. Die Bewehrungsstäbe bzw. Bügelelemente können dabei laschenartig umgebogene Enden haben, welche nach dem Zusammensetzen der beiden Bewehrungselemente mit Längsstäben des jeweils anderen Bewehrungselements eine formschlüssige Verbindung ausbilden. Zum Zusammensetzen werden die beiden Bewehrungselemente zunächst unter einem Winkel zusammengeschoben und ineinander gedreht. Dann werden die beiden Bewehrungselemente wieder ein Stück weit auseinandergezogen, um die Längsstäbe in Eingriff mit den laschenartigen Enden zu bringen.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Bewehrungselement vorzuschlagen, das eine einfache und/oder schnelle und/oder sichere Verbindung mit einem weiteren Bewehrungselement zu einem Bewehrungskorb ermöglicht. Ebenso soll ein entsprechender Bewehrungskorb sowie ein Verfahren zum Herstellen eines solchen Bewehrungskorbes vorgeschlagen werden.
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Die Aufgabe wird gelöst durch ein Bewehrungselement, einen Bewehrungskorb sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Bewehrungskorbes mit den Merkmalen der unabhängigen Patentansprüche.
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Ein zusammensteckbares Bewehrungselement für einen Bewehrungskorb weist mehrere, sich in einer Längsrichtung des Bewehrungselements erstreckende Längsstäbe und mehrere, sich quer zu den Längsstäben erstreckende Bügelelemente auf, welche parallel und beabstandet voneinander in der Längsrichtung des Bewehrungselements angeordnet sind. Die Bügelelemente sind durch die Längsstäbe miteinander verbunden. Die Bügelelemente weisen jeweils wenigstens einen Schenkel und wenigstens eine Basis auf.
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Es wird vorgeschlagen, dass das zusammensteckbare Bewehrungselement zum linearen Zusammenstecken mit wenigstens einem zweiten Bewehrungselement in einer quer zur Längsrichtung orientierten Fügerichtung ausgebildet ist, wobei die Bügelelemente, insbesondere ein Schenkel oder eine Basis der Bügelelemente, nach dem Zusammenstecken jeweils eine Rastschulter für wenigstens ein erstes Rastelement, insbesondere einen Längsstab, des zweiten Bewehrungselements bildet.
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Vorzugsweise ist der wenigstens eine Schenkel der Bügelelemente elastisch verformbar. Dies erleichtert das Verrasten mit dem zweiten Bewehrungselement, welches das mit der Rastschulter zusammenwirkende Rastelement aufweist. Da jedoch das Rastelement des zweiten Bewehrungselements in der Regel selbst elastisch bewegbar ist, ist es auch möglich, dass der wenigstens eine Schenkel der Bügelelemente des Bewehrungselements starr an der Basis angeordnet ist.
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Weiterhin wird vorgeschlagen, dass das zusammensteckbare Bewehrungselement zum linearen Zusammenstecken mit wenigstens einem zweiten Bewehrungselement in einer quer zur Längsrichtung orientierten Fügerichtung ausgebildet ist. Dabei ist der wenigstens eine Schenkel der Bügelelemente elastisch verformbar. Einer der Längsstäbe ist dabei derart mit dem elastisch verformbaren Schenkel verbunden, dass dieser nach dem Zusammenstecken und Rückfedern des elastisch verformbaren Schenkels ein erstes Rastelement für eine Rastschulter, insbesondere einen Schenkel oder eine Basis, eines Bügelelements des zweiten Bewehrungselements bildet.
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Ebenso wird ein Bewehrungskorb für Stahlbetonkonstruktionen, insbesondere Stahlbetonstützen, vorgeschlagen, welcher wenigstens ein solches Bewehrungselement mit einem als Rastelement ausgebildeten Längsstab aufweist.
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Wesentlich ist dabei, dass der als Rastelement fungierende Längsstab des einen Bewehrungselements mit der Rastschulter des jeweils anderen Bewehrungselements verrastend zusammenwirkt. Unter einem Rastelement wird dabei eine Kontur verstanden, welche mit einer Gegenkontur, der Rastschulter, in einer Rastposition zumindest in einer Richtung einen Formschluss zu erzeugen vermag. Dabei ist das Rastelement federnd an dem jeweiligen Bewehrungselement angeordnet und gelangt durch elastische Verformung und Rückfedern in die Rastposition. Dies erfolgt bei dem vorliegenden Bewehrungselement dadurch, dass der Längsstab, welcher das Rastelement bildet, an einem elastisch verformbaren Schenkel angeordnet ist. Demgegenüber kann die Rastschulter ebenfalls federnd oder auch starr an dem jeweils anderen Bewehrungselement angeordnet sein bzw. durch einen entsprechenden Abschnitt des Bewehrungselements ausgebildet sein.
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Nach dem Zusammenstecken bedeutet dabei nach Erreichen der gewünschten Endlage und bezieht sich auf den vollständig zusammengesteckten Zustand der beiden Bewehrungselemente, in welchem sie den Bewehrungskorb bilden.
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Weiterhin wird ein Verfahren zur Herstellung eines Bewehrungskorbes vorgeschlagen, bei welchem zwei Bewehrungselemente mit jeweils mehreren, sich in einer Längsrichtung der Bewehrungselemente erstreckenden Längsstäben und mehreren, sich quer zu den Längsstäben erstreckenden Bügelelementen, welche jeweils parallel und beabstandet voneinander in der Längsrichtung der Bewehrungselemente angeordnet sind und welche jeweils durch die Längsstäbe miteinander verbunden sind. Die Bügelelemente weisen dabei jeweils wenigstens einen Schenkel und wenigstens eine Basis auf.
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Bei dem vorgeschlagenen Verfahren werden die beiden Bewehrungselemente zum Zusammenstecken in einer Fügerichtung linear aufeinander zubewegt. Beim Zusammenstecken der Bewehrungselemente wird jeweils der Schenkel der Bügelelemente wenigstens eines der beiden Bewehrungselemente elastisch verformt und der elastisch verformte Schenkel der Bügelelemente bei Erreichen seiner Endlage in vollständig zusammengestecktem Zustand zurückgefedert. Dabei bildet zumindest einer der Längsstäbe des einen der beiden Bewehrungselemente ein erstes Rastelement für eine Rastschulter, insbesondere eine Basis oder einen Schenkel, eines Bügelelements des anderen, insbesondere gegenläufig orientierten, Bewehrungselements und verrastet beim Rückfedern mit der Rastschulter.
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Durch das Verrasten des zumindest einen ein Rastelement bildenden Längsstabs mit der Rastschulter, insbesondere der Basis und/oder dem Schenkel des Bügelelements des jeweils anderen Bewehrungselements wird zumindest in einer Richtung ein Hinterschnitt erzeugt, der einem Lösen der Verbindung entgegenwirkt. Anders als im Stand der Technik kann die Verbindung nicht durch ein einfaches Auseinanderziehen wieder gelöst werden. Vielmehr müsste zum Lösen der Verbindung erneut Kraft aufgewendet werden, um den wenigstens einen elastisch verformbaren Schenkel erneut zu verformen. Die beiden Bewehrungselemente eines solchermaßen zusammengesteckten Bewehrungskorbes sind somit auch gegen unbeabsichtigtes Lösen gesichert und dadurch besonders gut handhabbar.
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Das lineare Zusammenstecken erleichtert dabei die Montage, da hierbei keine komplizierten Drehbewegungen erforderlich sind. Die beiden Bewehrungselemente können dabei vorzugsweise in einem einzigen Vorgang bzw. mit einer einzigen linearen Bewegung in Fügerichtung zueinander positioniert, zusammengesteckt und durch das erste Rastelement miteinander verrastet werden.
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Besonders vorteilhaft dabei ist es, dass keinerlei gesonderte Rastelemente an den Längselementen und/oder den Bügelelementen vorgesehen werden müssen. Vielmehr ist es ausreichend, dass der zumindest eine Längsstab derart positioniert ist, dass er einerseits ein lineares Ineinandergleiten der beiden Bewehrungselemente ermöglicht, andererseits jedoch in der Endposition hinter der Rastschulter des jeweils anderen Bewehrungselements zu liegen kommt, um die Verrastung zu bilden. Auch an dem jeweils anderen Bewehrungselement muss die Rastschulter nicht unbedingt als gesondert angeformte oder angebrachte Kontur ausgebildet sein, sondern kann direkt durch einen Bereich der Bügelelemente, insbesondere einen Schenkel oder eine Basis der Bügelelemente, ausgebildet sein. Jedoch ist es auch möglich, dass beispielsweise in einem Schenkel oder in der Basis des Bewehrungselements eine Rastschulter für ein Längselement ausgebildet ist. Insbesondere bei Verrastung des als Rastelement ausgebildeten Längsstabes hinter der Basis der Bügelelemente des jeweils anderen Bewehrungselements ist dies jedoch nicht erforderlich.
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Vorteilhaft ist es, wenn die Bügelelemente jeweils wenigstens zwei Schenkel aufweisen. Dabei ist es weiterhin vorteilhaft, wenn die Bügelelemente im Wesentlichen C- oder U-förmig gebogen sind. Dies erleichtert das Zusammenstecken und ineinander Verrasten der Bewehrungselemente, wobei vorzugsweise die Fügerichtung senkrecht zur Basis verläuft.
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Die Bügelelemente bestehen bevorzugt aus einem einzigen Bewehrungsstab und erstrecken sich jeweils in einer Ebene. Dabei können auch mehrere Bügelelemente in einer Ebene angeordnet sein. Dies erleichtert das Zusammenstecken der Bewehrungselemente ebenfalls, da in diesem Fall einander gegenüberliegende Bügelelemente der beiden Bewehrungselemente bezogen auf die Längsrichtung wechselnd ineinandergreifen können.
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Bei dem Bewehrungskorb ist es entsprechend vorteilhaft, wenn im vollständig zusammengesteckten Zustand die Bügelelemente der beiden Bewehrungselemente in Bezug auf die Längsrichtung wechselnd übereinander liegen.
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Zudem ist es vorteilhaft, wenn bei dem Bewehrungselement beide Schenkel der Bügelelemente elastisch verformbar sind. Die Vorspannung der Schenkel bei der Montage ist hierdurch gleichmäßig bei beiden Schenkeln des jeweiligen Bügelelements, was die Montage ebenfalls erleichtert.
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Bei dem Bewehrungskorb können durch das Zusammenstecken und Verrasten zweier solcher Bewehrungselemente auch kompliziertere Formen gebildet werden. Der Bewehrungskorb ist durch die lineare Fügerichtung dennoch während des Zusammensteckens einfach handhabbar und nach dem Zusammenstecken durch die Verrastung dennoch im Ganzen handhabbar.
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Grundsätzlich können die beiden Bewehrungselemente des Bewehrungskorbes durchaus eine unterschiedliche Grundform aufweisen. Wesentlich ist lediglich, dass die Geometrie der Bügelelemente, insbesondere der die Rastschulter ausbildenden Bereiche, und die Position der Längsstäbe der beiden verschiedenen Bewehrungselemente aufeinander abgestimmt ist, um die Verrastung auszubilden.
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Besonders vorteilhaft bei dem Bewehrungskorb ist es jedoch, wenn dieser aus zwei Bewehrungselementen gleichartiger Grundform, also beispielsweise zwei im Wesentlichen halbrunden, U-, V-, oder C-förmigen Bewehrungselementen zusammengesetzt ist. Dabei können die Bewehrungselemente trotz im Wesentlichen gleichartiger Grundform sich in kleineren Details unterscheiden. Beispielsweise kann an einem der Bewehrungselemente ein Fortsatz angeordnet sein oder eine Raststufe ausgebildet sein, während dies an dem anderen der Bewehrungselemente nicht der Fall ist. Insbesondere ist es vorteilhaft, wenn der Bewehrungskorb aus zwei identischen Bewehrungselementen zusammengesetzt ist. Die Herstellung des Bewehrungskorbes kann hierdurch besonders kostengünstig erfolgen, da lediglich ein einziger Typ eines Bewehrungselements hergestellt und bereitgehalten werden muss.
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Vorteilhaft bei dem Bewehrungselement ist es zudem, wenn eine Wirkrichtung des ersten Rastelements der ersten Fügerichtung entgegengesetzt ist oder das erste Rastelement zumindest eine der ersten Fügerichtung entgegengesetzte Wirkrichtungskomponente aufweist. Die Verrastung wirkt somit einem unbeabsichtigten Lösen der Bewehrungselemente durch eine Bewegung entgegen der Fügerichtung entgegen.
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Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn das erste Rastelement eine zu der ersten Fügerichtung senkrechte Wirkrichtungskomponente aufweist. Hierdurch kann auch in einer weiteren Richtung eine Verrastung erzeugt werden, die einem unbeabsichtigten Lösen in einer Richtung senkrecht zur Fügerichtung entgegenwirkt.
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Bei dem Verfahren ist es zudem vorteilhaft, wenn während des Zusammensteckens zumindest der das erste Rastelement bildende Längsstab des einen der beiden Bewehrungselemente und zumindest der elastisch verformbare Schenkel des anderen der beiden Bewehrungselemente aufeinander abgleiten. Der elastisch verformbare Schenkel bildet hierdurch zugleich eine Art Führung für den Längsstab, was das Zusammenstecken weiter erleichtert.
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Bei dem Bewehrungselement ist es weiterhin vorteilhaft, wenn der wenigstens eine Schenkel, vorzugsweise beide Schenkel, einen in Richtung eines Innenraums des Bügelelements weisenden Fortsatz mit einem in Richtung der Basis weisenden, abgekanteten Innenschenkel aufweist. Der Innenraum des Bügelelements ist dabei die von der Basis und den zwei Schenkeln umgrenzte Fläche. Hierdurch können zum einen die Bewehrungen flächiger ausgeführt werden und zum anderen kann ein Endanschlag oder ein Positionierelement oder auch eine zweite Verrastung zwischen den miteinander zu verbindenden Bewehrungselementen beispielsweise an dem Fortsatz, insbesondere an dem Innenschenkel, ausgebildet werden.
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Nach einer vorteilhaften Weiterbildung des Bewehrungselements ist an dem wenigsten einen Schenkel oder an wenigstens einem der beiden Schenkel wenigstens einer der Längsstäbe derart mit den Bügelelementen, insbesondere dem Innenschenkel der Bügelelemente, verbunden, dass dieser nach dem Zusammenstecken einen Endanschlag für das zweite Bewehrungselement, insbesondere die Basis der Bügelelemente des zweiten Bewehrungselements, bildet. Die miteinander zu verbindenden Bewehrungselemente werden hierdurch bei Erreichen der Endposition selbsttätig korrekt zueinander positioniert. Zudem werden die Bewehrungselemente durch den Endanschlag zugleich zumindest in einer Richtung in ihrer Endposition zueinander fixiert, was einem unbeabsichtigten Lösen weiterhin entgegenwirkt.
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Besonders vorteilhaft ist es, wenn eine Wirkrichtung des Endanschlags der ersten Fügerichtung entspricht oder der Endanschlag zumindest eine der ersten Fügerichtung entsprechende Wirkrichtungskomponente aufweist. Die beiden Bewehrungselemente werden hierdurch in Bezug auf die Fügerichtung selbsttätig korrekt zueinander positioniert. Eine Fehlmontage, bei welcher die beiden Bewehrungselemente zu weit zusammengeschoben werden, ist hierdurch ausgeschlossen.
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Sind an dem Bewehrungselement mehrere Endanschläge vorhanden und/oder wirkt der Endanschlag des einen Bewehrungselements mit einem Endanschlag des anderen Bewehrungselements zusammen, so können die miteinander zu verbindenden Bewehrungselemente durch die Endanschläge auch in mehreren Richtungen zueinander fixiert werden.
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Zusätzlich oder alternativ zudem Endanschlag ist es zudem vorteilhaft, wenn an der Basis, insbesondere an einer Innenseite der Basis, wenigstens einer der Längsstäbe derart verbunden ist, dass dieser nach dem Zusammenstecken ein Positionierelement für einen Fortsatz, insbesondere einen Innenschenkel des Fortsatzes, eines elastisch verformbaren Schenkels des zweiten Bewehrungselements bildet. Das Positionierelement kann dabei den Innenschenkel des Fortsatzes sowohl während der Montage führen, sodass die einander gegenüberliegenden Bewehrungselemente nicht verkanten, als auch in der Endposition durch Zusammenwirken mit dem Innenschenkel des jeweils anderes Bewehrungselements die Bewehrungselemente zueinander in Position halten.
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Dabei ist es vorteilhaft, wenn eine Wirkrichtung des Positionierelements im Wesentlichen senkrecht zu der Wirkrichtung des ersten Rastelements und/oder des Endanschlags ist, da hierdurch die Bewehrungselemente des Bewehrungskorbes auch in einer weiteren Richtung zueinander fixiert werden können.
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Zusätzlich zu dem ersten Positionierelement ist es vorteilhaft, wenn an der Basis, insbesondere an einer Innenseite der Basis, ein weiterer der Längsstäbe derart verbunden ist, dass dieser nach dem Zusammenstecken ein zweites Positionierelement für einen zweiten Fortsatz, insbesondere einen Innenschenkel des zweiten Fortsatzes, eines zweiten elastisch verformbaren Schenkels des zweiten Bewehrungselements bildet. Dabei ist es wiederum besonders vorteilhaft, wenn eine Wirkrichtung des zweiten Positionierelements im Wesentlichen entgegengesetzt zu der Wirkrichtung des ersten Positionierelements ist. Die Bewehrungselemente des Bewehrungskorbes können hierdurch in zwei einander entgegengesetzten Richtungen aneinander fixiert werden, was einem unbeabsichtigten Lösen der Bewehrungselemente weiter entgegenwirkt. Insbesondere in Verbindung mit einem oder mehreren Rastelementen und ggf. einem oder mehreren Endanschlägen kann ein unbeabsichtigtes Lösen verhindert werden. Je nach Ausführung der Bügelelemente und Anordnung des ersten Positionierelements ist jedoch auch möglich, dass das erste Positionierelement alleine die Bewehrungselemente des Bewehrungskorbes in zwei einander entgegengesetzten Richtungen aneinander fixiert.
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Nach einer vorteilhaften Weiterbildung des Bewehrungselements weist an dem wenigstens einen Schenkel, vorzugsweise an beiden Schenkeln des Bewehrungselements, der Innenschenkel eine vorzugsweise nach außen weisende und vorzugsweise sich parallel zur Basis erstreckende Abkantung auf. Diese kann dem Zusammenwirken mit einem Positionierelement, einem Endanschlag oder einem Rastelement dienen.
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Dementsprechend ist es vorteilhaft, wenn an dem wenigsten einen Schenkel oder an wenigstens einem der beiden Schenkel wenigstens einer der Längsstäbe derart mit dem Schenkel, insbesondere dem Innenschenkel, verbunden ist, dass dieser nach dem Zusammenstecken und Rückfedern des wenigstens einen elastisch verformbaren Schenkels ein zweites Rastelement für eine zweite Rastschulter, insbesondere für eine Abkantung des zweiten bzw. des jeweils anderen Bewehrungselements bildet. Durch die Ausbildung eines zweiten Rastelements können die beiden Bewehrungselemente des Bewehrungskorbes noch sicherer gegen unbeabsichtigtes Lösen miteinander verbunden werden.
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Vorteilhaft ist es dabei, wenn das zweite Rastelement die gleiche Wirkrichtung, zumindest eine gleiche Wirkrichtungskomponente, wie das erste Rastelement aufweist. Die beiden Rastelemente sind in diesem Fall bevorzugt an zwei verschiedenen Stellen des Bügelelements bzw. des Bewehrungselements vorgesehen und wirken gemeinsam einem Lösen der verrasteten Bewehrungselemente entgegen.
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Bei den Bewehrungskorb können hierdurch das erste und ggf. das zweite Rastelement des einen Bewehrungselements dem ersten und ggf. dem zweiten Rastelement des anderen Bewehrungselements entgegenwirken.
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Bei dem Bewehrungskorb ist es entsprechend vorteilhaft, wenn die Bewehrungselemente im vollständig zusammengesteckten Zustand zumindest in einer Richtung, insbesondere zumindest in der Fügerichtung, formschlüssig miteinander verbunden sind. Formschlüssig miteinander verbunden bedeutet dabei, dass durch den Formschluss ein Lösen in zwei einander entgegengesetzten Richtungen, bevorzugt also in Fügerichtung und entgegen der Fügerichtung, verhindert wird. Dies erfolgt beispielsweise durch das Zusammenwirken des ersten (und ggf. des zweiten) Rastelements des einen Bewehrungselements mit dem ersten (und ggf. dem zweiten) Rastelement des anderen Bewehrungselements, beispielsweise wenn die beiden Bewehrungselemente bei der Montage gegenläufig zueinander orientiert sind, d.h. um 180° zueinander verdreht sind.
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Vorteilhaft ist es dementsprechend, wenn die ersten Rastelemente und/oder die zweiten Rastelemente der wenigstens zwei Bewehrungselemente eine einander entgegengesetzte Wirkrichtung haben oder zumindest einander entgegengesetzte Wirkrichtungskomponenten haben. Hierdurch kann eine formschlüssige Verbindung in und entgegen der Fügerichtung bewirkt werden. Dabei ist es auch denkbar, dass das erste Rastelement des einen Bewehrungselements mit dem zweiten Rastelement des anderen Bewehrungselements zusammenwirkt, um die formschlüssige Verbindung in und entgegen der Fügerichtung auszubilden.
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Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Bewehrungselemente im vollständig zusammengesteckten Zustand in wenigstens einer weiteren, vorzugsweise zur Fügerichtung senkrechten Richtung, formschlüssig miteinander verbunden sind. Auch hier ist unter einem Formschluss wiederum die Verhinderung der Bewegung in beiden einander entgegengesetzten Richtungen zu verstehen. Dies kann beispielsweise durch das Zusammenwirken der Positionierelemente und/oder der Endanschläge zweier miteinander verbundener Bewehrungselemente erfolgen, welche bei entsprechender Anordnung an den Bewehrungselementen, insbesondere auch bei gegenläufiger Orientierung zweier ähnlicher Bewehrungselemente, entgegengesetzte Wirkrichtungen besitzen.
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Entsprechend ist es vorteilhaft, wenn die Endanschläge und/oder die Positionierelemente der wenigstens zwei Bewehrungselemente eine einander entgegengesetzte Wirkrichtung haben oder zumindest einander entgegengesetzte Wirkrichtungskomponenten haben. Beispielsweise können bei entsprechender Anordnung an den Bewehrungselementen, insbesondere auch bei gegenläufiger Orientierung zweier ähnlicher Bewehrungselemente, die Positionierelemente der beiden Bewehrungselemente einander entgegengesetzte Wirkrichtungen oder zumindest einander entgegengesetzte Wirkrichtungskomponenten besitzen. Ebenfalls ist es vorteilhaft, wenn an einem Bewehrungselement beispielsweise zwei Positionierelemente angeordnet sind, welche im Zusammenwirken mit einem weiteren Bewehrungselement einander entgegengesetzte Wirkrichtungen oder Wirkrichtungskomponenten besitzen.
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Die Positionierelemente eines Bewehrungselements können hierdurch vorzugsweise nicht nur eine kraftschlüssige, sondern auch eine formschlüssige Verbindung der wenigstens zwei Bewehrungselemente in einer Richtung senkrecht zur Fügerichtung bewirken. Dies ist beispielsweise im Zusammenwirken eines Positionierelements mit einem Fortsatz oder einem Innenschenkel des jeweils anderen Bewehrungselements möglich. Dabei ist es auch denkbar, dass ein Positionierelement des einen Bewehrungselements mit einem Positionierelement des anderen Bewehrungselements zusammenwirkt, um die formschlüssige Verbindung senkrecht zur Fügerichtung auszubilden. Selbiges gilt für einen oder auch mehrere Endanschläge.
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Besonders vorteilhaft ist es zudem bei dem Bewehrungskorb, wenn die wenigstens zwei Bewehrungselemente quer zur Längsrichtung nur durch die ersten Rastelemente und/oder die zweiten Rastelemente und/oder die Endanschläge und/oder die Positionierelemente der wenigstens zwei Bewehrungselemente miteinander form- und/oder kraftschlüssig verbunden sind. Die Bewehrungselemente können somit nur durch Zusammenstecken ohne weitere Verbindungsmittel sicher miteinander verbunden werden. Ein Fixieren der Bewehrungselemente des Bewehrungskorbes aneinander durch Verrödeln, Schweißpunkte oder sonstige, zusätzliche Verbindungselemente ist hierdurch nicht erforderlich.
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Insbesondere ist es auch vorteilhaft, wenn die Bewehrungselemente in Längsrichtung formschlüssig miteinander verbunden sind. Dies kann, je nach Abstand und Ausführung der Bügelelemente, dadurch erfolgen, dass im vollständig zusammengesteckten Zustand die Bügelelemente der beiden Bewehrungselemente in Bezug auf die Längsrichtung wechselnd übereinander liegen, wodurch bereits eine formschlüssige Verbindung in Längsrichtung erzielt werden kann. Besonders vorteilhaft ist es jedoch, wenn im vollständig zusammengesteckten Zustand der Bewehrungselemente jeweils einer der Schenkel der Bügelelemente des einen Bewehrungselements oberhalb jeweils eines Schenkels der Bügelelemente des anderen Bewehrungselements liegt und der jeweils andere Schenkel der Bügelelemente des einen Bewehrungselements unterhalb jeweils eines Schenkels der Bügelelemente des anderen Bewehrungselements liegt. Die Schenkel der Bügelelemente miteinander verbundenen Bewehrungselemente sind hierdurch wechselnd ineinander verschränkt, wodurch sich unabhängig von den Abständen der Bügelelemente in Längsrichtung eine formschlüssige Verbindung in Längsrichtung ergibt.
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Bei dem Bewehrungskorb ist es zudem vorteilhaft, wenn im vollständig zusammengesteckten Zustand die wenigstens zwei Bewehrungselemente, insbesondere die Bügelelemente der Bewehrungselemente, durch die elastisch verformbaren Schenkel zumindest quer zur Längsrichtung kraftschlüssig miteinander verbunden sind. Dies bedeutet, dass nach Erreichen der Endlage bzw. des vollständig zusammengesteckten Zustands die Schenkel bzw. Bereiche davon wie die Innenschenkel oder Abkantungen, nicht vollständig rückfedern bzw. nicht vollständig spannungsfrei werden. Auch hierdurch kann zusätzlich oder alternativ zu dem vollständigen Formschluss eine gute Fixierung der Bewehrungselemente zueinander erreicht werden.
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Besonders vorteilhaft ist es bei dem Bewehrungskorb zudem, wenn im vollständig zusammengesteckten Zustand die wenigstens zwei Bewehrungselemente, insbesondere die Bügelelemente der Bewehrungselemente, in Längsrichtung kraftschlüssig miteinander verbunden sind. Auch dies kann dadurch erfolgen, dass im vollständig zusammengesteckten Zustand der Bewehrungselemente jeweils einer der Schenkel der Bügelelemente des einen Bewehrungselements oberhalb jeweils eines Schenkels der Bügelelemente des anderen Bewehrungselements liegt und der jeweils andere Schenkel der Bügelelemente des einen Bewehrungselements unterhalb jeweils eines Schenkels der Bügelelemente des anderen Bewehrungselements liegt. Die Bewehrungselemente sind in diesem Fall durch die wechselnde Verschränkung sowohl form- als auch kraftschlüssig in Längsrichtung miteinander verbunden.
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Vorteilhaft ist es zudem bei dem Bewehrungskorb, wenn die wenigstens zwei Bewehrungselemente in Längsrichtung nur durch das wechselnde Verschränken der Bügelelemente ohne weitere Verbindungsmittel miteinander verbunden sind. Die Bewehrungselemente sind somit allein durch das Zusammenstecken zumindest in allen drei Raumrichtungen sicher miteinander verbunden, ohne zusätzliche Verbindungsmittel einzusetzen.
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Daneben ist es von Vorteil, wenn die Bewehrungselemente des Bewehrungskorbes zerstörungsfrei wieder voneinander lösbar sind. So können beispielsweise nach einer Fehlmontage oder Überproduktion die Bewehrungselemente gelöst und anderweitig wieder eingesetzt werden.
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Bewehrungselemente wie in der vorangegangenen Beschreibung beschrieben können vorteilhaft in einem solchen Bewehrungskorb eingesetzt werden, der durch lineares Zusammenstecken zweier Bewehrungselemente hergestellt ist.
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Bei dem Verfahren gleitet hierzu vorzugsweise beim Zusammenstecken der Bewehrungselemente jeweils einer der Schenkel der Bügelelemente des einen Bewehrungselements oberhalb jeweils eines Schenkels der Bügelelemente des anderen Bewehrungselements und der jeweils andere Schenkel der Bügelelemente des einen Bewehrungselements gleitet jeweils unterhalb jeweils eines Schenkels der Bügelelemente des anderen Bewehrungselements. Dies erleichtert nicht nur die Positionierung der Bewehrungselemente zueinander während des Montagevorgangs, sondern sorgt durch die Verschränkung der Schenkel auch für eine form- und kraftschlüssige Sicherung der beiden Bewehrungselemente in Längsrichtung.
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Weiterhin ist es bei dem Verfahren vorteilhaft, wenn während des Zusammensteckens die Bewehrungselemente, insbesondere die Bügelelemente der Bewehrungselemente, durch mehrere, als Positionierelement und/oder als Endanschlag ausgebildete Längsstäbe des jeweils anderen, insbesondere gegenläufig orientierten, Bewehrungselements geführt werden und in der Endlage selbstständig zueinander positioniert werden. Externe Positionierhilfen und Führungen für die Montage des Bewehrungskorbes sind hierdurch nicht erforderlich.
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Ein derartiger, insbesondere H-förmiger, Bewehrungskorb kann besonders vorteilhaft zur Bewehrung einer Stahlbetonstütze, insbesondere einer H-Stütze, und insbesondere einer H-Stütze einer Wand, insbesondere einer Brandwand, verwendet werden.
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Weitere Vorteile der Erfindung sind in den nachfolgenden Ausführungsbeispielen beschrieben. Es zeigen:
- 1 ein Bewehrungselement mit mehreren Bügelelementen in einer perspektivischen Darstellung,
- 2 eine schematische Draufsicht auf zwei Bewehrungselemente, welche zu einem Bewehrungskorb zusammengesteckt werden, nach einer ersten Ausführung,
- 3 eine schematische Draufsicht die Bewehrungselemente der 2 während der Montage,
- 4 eine schematische Draufsicht auf die Bewehrungselemente der 2 nach der Montage bzw. auf den hierdurch gebildeten Bewehrungskorb,
- 5 eine schematische Draufsicht auf zwei Bewehrungselemente nach einer zweiten Ausführung,
- 6 eine schematische Draufsicht die Bewehrungselemente der 5 während der Montage,
- 7 eine schematische Draufsicht auf die Bewehrungselemente der 5 nach der Montage bzw. auf den hierdurch gebildeten Bewehrungskorb,
- 8 eine schematische Draufsicht auf ein Bewehrungselement nach einer weiteren Ausführung,
- 9 eine schematische Darstellung des Zusammensteckens eines Bewehrungskorbes mit Bewehrungselementen gemäß der 8,
- 10 eine schematische Darstellung einer Wand mit Stahlbetonstützen mit H-Querschnitt,
- 11 eine schematische Draufsicht auf zwei Bewehrungselemente, welche zu einem Bewehrungskorb zusammengesteckt werden, nach einer weiteren Ausführung, sowie
- 12 eine schematische Draufsicht auf die Bewehrungselemente der 11 nach der Montage bzw. auf den hierdurch gebildeten Bewehrungskorb.
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Bei der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele werden identische oder in ihrer Gestaltung und/oder Wirkweise zumindest vergleichbare Merkmale mit gleichen Bezugszeichen versehen. Weiterhin werden diese lediglich bei ihrer erstmaligen Erwähnung detailliert erläutert, während bei den folgenden Ausführungsbeispielen lediglich auf die Unterschiede zu den bereits beschriebenen Ausführungsbeispielen eingegangen wird. Weiterhin sind aus Gründen der Übersichtlichkeit von mehreren identischen Bauteilen bzw. Merkmalen oftmals nur eines oder nur einige wenige beschriftet.
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1 zeigt eine perspektivische Darstellung eines Bewehrungselements 1 mit mehreren Bügelelementen 3. Das Bewehrungselement 1 weist mehrere in einer Längsrichtung LR des Bewehrungselements verlaufende Längsstäbe 4 auf, welche die mehreren Bügelelemente 3 miteinander verbinden. Die Bügelelemente 3 erstrecken sich parallel und beabstandet voneinander quer zu den Längsstäben 4 und sind vorliegend im Wesentlichen C-förmig ausgebildet. Dies ist jedoch lediglich beispielhaft zu verstehen. Denkbar sind auch verschiedene andere Formen, insbesondere U-, V- oder W-Formen, halbrunde oder runde Formen und dgl. Die Bügelelemente 3 sind dabei jeweils einteilig aus Betonstahl in die betreffende Form gebogen und erstrecken sich bevorzugt jeweils in einer Ebene. Die Längsstäbe 4 sind bevorzugt an die Bügelelemente 3 angeschweißt. Die Bügelelemente 3 weisen dabei jeweils wenigstens einen Schenkel 5 auf, welcher von einer Basis 6 absteht. Die Bügelelemente 3 des vorliegend gezeigten Bewehrungselements 1 weisen jeweils zwei Schenkel 5 sowie eine Basis 6 auf, welche mit den Schenkeln 5 verbunden ist. Ebenso weisen die Bügelelemente 3 wenigstens eine der Basis 6 gegenüberliegende Öffnung 19 auf. Bei dem vorliegenden Bewehrungselement 1 sind zudem die Schenkel 5 schlaufenartig umgebogen. Das Bewehrungselement 1 ist zusammensteckbar ausgebildet, d.h. durch Zusammenfügen mit einem weiteren ähnlichen oder auch einem gleichartigen Bewehrungselement 1 kann ein Bewehrungskorb 2 (siehe 4) hergestellt werden. Das Bewehrungselement (1) ist dabei zum linearen Zusammenstecken in einer quer zur Längsrichtung LR orientierten Fügerichtung (s. 2 - 7) ausgebildet, wobei die Bügelelemente, insbesondere ein Schenkel 5 oder eine Basis 6 der Bügelelemente 3, nach dem Zusammenstecken jeweils eine Rastschulter 21 (s. 2 - 7) für wenigstens ein erstes Rastelement 9 (s. 2 - 7) des zweiten Bewehrungselements (1) bildet.
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Zum Zusammenstecken des Bewehrungselements 1 mit einem weiteren Bewehrungselement 1 ist wenigstens einer der beiden Schenkel 5, im vorliegend gezeigten Beispiel beide Schenkel 5, elastisch verformbar. An einem der beiden Schenkel 5, vorliegend an dem im Bild unten gezeigten Schenkel 5, ist zumindest einer der Längsstäbe 4 derart positioniert, dass er nach dem Zusammenstecken mit einem weiteren Bewehrungselement 1 ein erstes Rastelement 9 für ein Bügelelement 3 des weiteren Bewehrungselements 1, insbesondere für einen Schenkel 5 und oder eine Basis 6 des weiteren Bewehrungselements 1, bilden kann. Vorliegend ist der das erste Rastelement 9 bildende Längsstab 4 an der Innenseite 7 des unteren Schenkels 5 im Bereich eines der Basis 6 abgewandten Endes des Schenkels 5 angeordnet. An dem anderen Schenkel 5 ist vorliegend hingegen kein Längsstab 4 vorgesehen.
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Das Zusammensetzen zweier derartiger Bewehrungselemente 1 zu einem Bewehrungskorb 2 wird im Folgenden anhand der 2 - 4 dargestellt. Dabei werden im gezeigten Beispiel zwei identische Bewehrungselemente 1 zusammengesteckt, welche gegenläufig bzw. um 180° gedreht zueinander orientiert werden.
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In 2 sind dabei die einander gegenüberliegenden und im vorliegenden Beispiel gegenläufig zueinander orientierten Bewehrungselemente 1 in einer schematischen Draufsicht dargestellt. Zur besseren Übersichtlichkeit ist dabei, ebenso wie in 3, lediglich das erste Bewehrungselement 1 links im Bild vollständig beschriftet. An dem zweiten Bewehrungselement 1 rechts im Bild sind lediglich die zum Verständnis erforderlichen Bereiche beschriftet. Die Bügelelemente 3 sind vorliegend ebenfalls im Wesentlichen C-förmig mit schlaufenartig umgebogenen Schenkeln ausgebildet, wobei im vorliegenden Beispiel beide Schenkel 5 einen in Richtung eines Innenraums des Bügelelements 3 weisenden Fortsatz 10 aufweisen. Der Fortsatz 10 weist im vorliegenden Beispiel noch einen in Richtung der Basis weisenden, abgekanteten Innenschenkel 11 auf.
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An dem ersten, im Bild links dargestellten Bewehrungselement 1 ist an einer Innenseite 7 eines der beiden Schenkel 5, vorliegend an dem im Bild unten gezeigten, ersten Schenkel 5a, zumindest einer der Längsstäbe 4 im Bereich eines der Basis 6 abgewandten Endes des Schenkels 5a angeordnet. Dieser Längsstab 4 ist dabei derart positioniert, dass er nach dem Zusammenstecken mit den zweiten Bewehrungselement 1 ein erstes Rastelement 9 für ein Bügelelement 3 des weiteren Bewehrungselements 1, insbesondere für einen Schenkel 5 und oder eine Basis 6 des weiteren Bewehrungselements 1, bilden kann. Der andere Schenkel 5b ist vorliegend hingegen ohne Längsstab 4 vorgesehen. Das zweite Bewehrungselement 1, hier rechts im Bild, bildet hingegen nach dem Zusammenstecken eine Rastschulter 21 für das erste Rastelement 9 bzw. den als Rastelement 9 ausgebildeten Längsstab 4 des zweiten Bewehrungselements 1. Vorliegend ist die Rastschulter 21 des zweiten Bewehrungselementes 1 durch die Basis 6 ausgebildet. In der gleichen Weise ist an dem zweiten, im Bild rechts dargestellten Bewehrungselement 1 ein erster Schenkel 5a mit einem Längsstab 4 vorgesehen, welcher ein Rastelement 9 für ein Bügelelement 3 des ersten Bewehrungselements 1 bildet.
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Zum Zusammenstecken der beiden Bewehrungselemente 1 werden nun die beiden Bewehrungselemente 3 gegenläufig zueinander orientiert und sodann linear in Fügerichtung FR aufeinander zu bewegt, wie durch die Pfeile symbolisiert.
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Anhand der 3 wird nun das Zusammenstecken der beiden Bewehrungselemente 1 näher erläutert. Wie ersichtlich, werden die beiden Bewehrungselemente 1 derart ineinandergeschoben, dass die Bügelelemente 3 der beiden Bewehrungselemente 1 abwechselnd übereinander zu liegen kommen bzw. abwechselnd ineinandergreifen. Um dies zu ermöglichen, sind die Längsstäbe 4 nur in seitlichen Bereichen der Bügelelemente 3 angeordnet.
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Das Zusammenstecken der beiden Bewehrungselemente 1 erfolgt zunächst, bis der Längsstab 4, welcher an dem ersten Schenkel 5a angebracht ist und das erste Rastelement 9 bildet, anschlägt und dem weiteren Zusammenschieben entgegenwirkt. Sodann beginnt der erste Schenkel 5a mit dem Rastelement 9 des im Bild rechts dargestellten Bewehrungselements 1, sich elastisch zu verformen und nach außen zu erweitern. Ebenso beginnt der zweite Schenkel 5b des im Bild links dargestellten Bewehrungselements 1 sich elastisch zu verformen und nach innen zu beugen. In gleicher Weise wird der erste Schenkel 5a mit dem Rastelement 9 des im Bild links dargestellten Bewehrungselements 1 nach außen gebogen und der zweite Schenkel 5b des rechten Bewehrungselements 1 nach innen gedrückt. Dies ist ebenfalls durch kleine Pfeile in der 3 dargestellt. Sodann können die beiden Bewehrungselemente 1 weiter linear zusammengeschoben werden, wobei der Längsstab 4, welcher nach der Montage das Rastelement 9 bildet, jeweils auf dem zweiten Schenkel 5b des jeweils anderen Bewehrungselements abgleitet.
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Sobald der das Rastelement 9 bildende Längsstab 4 die Basis 6 des jeweils anderen Bewehrungselements 1 erreicht hat, kann der nach außen weg gedrückte, erste Schenkel 5a jedes der beiden Bewehrungselemente 1 wieder zurückfedern, wobei der Längsstab 4 jeweils hinter der Basis 6 des jeweils anderen Bewehrungselements 1, welche jeweils eine Rastschulter 21 für das Rastelement 9 bildet, verrastet. Ebenso kann auch der nach innen gebogene, zweite Schenkel 5b wieder zurück in seine Ausgangslage federn.
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Dadurch, dass der Längsstab 4 hinter der Basis 6 des jeweils anderen Bewehrungselements 1 liegt, bildet dieser ein erstes Rastelement 9 für die durch die Basis 6 ausgebildete Rastschulter 21 des jeweils anderen Bewehrungselements 1 aus.
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4 zeigt nun den vollständig montierten Bewehrungskorb 2, bei welchem die beiden Bewehrungselemente 1 sich in ihrer Endposition befinden. Die Verrastung der das Rastelement 9 ausbildenden Längsstäbe 4 mit der die Rastschulter 21 ausbildenden Basis 6 des jeweils anderen Bewehrungselements 3 ist dabei gut zu erkennen. Das Rastelement 9 wirkt dabei entgegengesetzt zur Fügerichtung FR bzw. weist zumindest eine der Fügerichtung FR entgegengesetzte Wirkkomponente auf, wie durch die Blockpfeile symbolisiert, und verhindert somit ein unbeabsichtigtes Wiederlösen. Da im vorliegend gezeigten Beispiel zwei identische Bewehrungselemente 1 um 180° zueinander gedreht zusammengesteckt wurden, wirken die beiden ersten Rastelemente 9 der beiden Bewehrungselemente 1 dabei gemeinsam einem Lösen der Bewehrungselemente 1 entgegen der Fügerichtung FR entgegen.
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Bei den vorliegend gezeigten Bewehrungselementen 1 sind zudem zwei Längsstäbe 4 im Bereich der Basis 6, vorliegend auf der Innenseite 7, der C-förmigen Bügelelemente 3 angebracht. Diese bilden während und nach der Montage jeweils Positionierelemente 12 aus, welche mit den Fortsätzen 10, hier mit den Innenschenkeln 11, des jeweils anderen Bewehrungselements 1 zusammenwirken. Bei der Montage gleiten diese beiden als Positionierelemente 12 ausgebildeten Längsstäbe 4 jeweils in die Öffnung 19 zwischen den beiden Schenkeln 5 der Bügelelemente 3 des jeweils anderen Bewehrungselements 1. Die Bewehrungselemente 1 werden hierdurch während der Montage zueinander geführt. Wenn die Bewehrungselemente 1 beim Zusammenschieben ihre Endposition erreicht haben, liegen die Positionierelemente 12 jeweils an einer Außenseite des Innenschenkels 11 der Bügelelemente 3 des jeweils anderen Bewehrungselements 1 an. In dem fertig zusammengesteckten Bewehrungskorb 2 positionieren somit die beiden Positionierelemente 12 bzw. Längsstäbe 4 die beiden Bewehrungselemente 1 in der entlang der Basis 6 verlaufenden Richtung bzw. in einer Richtung senkrecht zur Fügerichtung FR. Die Positionierelemente 12 wirken somit auch senkrecht zur Wirkrichtung bzw. zu der der Fügerichtung FR entgegengesetzten Wirkrichtungskomponente des bzw. der ersten Rastelemente 9.
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Die beiden Bewehrungselemente 1 des vorliegenden Bewehrungskorbes 2 sind somit auch in einer Richtung senkrecht zur Fügerichtung FR miteinander fixiert. Dabei wirken die beiden Positionierelemente 12 jeweils eines Bewehrungselements 1 einander entgegen, wie durch die Blockpfeile gezeigt. Zwar ist aufgrund der elastischen Verformbarkeit der Innenschenkel 11 noch eine gewisse Bewegung der beiden Bewehrungselemente 1 gegeneinander senkrecht zur Fügerichtung FR möglich. Diese Beweglichkeit ist jedoch durch die Federkraft der Innenschenkel 11 und der Schenkel 5. 5a, 5b begrenzt, so dass die beiden Bewehrungselemente 1 senkrecht zur Fügerichtung FR auch formschlüssig miteinander verbunden sind. Dabei ist die Bewegung in beiden Richtungen blockiert, so dass senkrecht zur Fügerichtung FR ein vollständiger Formschluss vorliegt.
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Zugleich wirken die Positionierelemente 12 zusammen mit den Innenschenkeln 11 einem Weiterschieben der Bewehrungselemente 1 in Fügerichtung FR kraftschlüssig entgegen, da dies nur gegen die Federkraft der Schenkel 5, 5a, 5b möglich wäre.
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Ein weiterer Längsstab 4 ist vorliegend noch am Ende des Innenschenkels 11 der Bügelelemente 3 angeordnet und dient lediglich der Verbindung der Bügelelemente 3 zu dem Bewehrungselement 1.
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Die Rastelemente 9 und/oder 15 und ggf. die Positionierelemente 12 können dabei derart an den Bewehrungselementen 1 angeordnet sein, dass die Bewehrungselemente 1 nach dem Fügen spannungsfrei sind. Die Rastelemente 9 und/oder 15 und die Positionierelemente 12 können jedoch auch derart an den Bügelelementen 3 angeordnet sein, dass diese im vollständig montierten Zustand eine gegenseitige Verspannung der Bügelelemente 3 der beiden Bewehrungselemente 1 bewirken. Dazu kann auch eine entsprechende Formgebung der Bügelelemente 3 beitragen. Die beiden Bewehrungselemente 1 sind in diesem Fall in der Ebene senkrechte zur Längsrichtung zusätzlich auch kraftschlüssig miteinander verbunden, wodurch die Sicherheit gegen unbeabsichtigtes Lösen weiter erhöht werden kann und zugleich auch eine axiale Sicherung der Bewehrungselemente 1 in Längsrichtung LR erfolgen kann.
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Die Bügelelemente 3 können, wie vorliegend dargestellt, beim Zusammenstecken auch derart positioniert werden, dass einer der Schenkel 5 eines jeden Bügelelements 3 jeweils oberhalb eines gegenüberliegenden Schenkels 5 eines Bügelelements 3 des anderen Bewehrungselements 1 zu liegen kommt und der andere Schenkel 5 jeweils unterhalb. Im vorliegend gezeigten Beispiel liegt der erste Schenkel 5a des rechts im Bild dargestellten Bewehrungselements 1 oberhalb des zweiten Schenkels 5b des linken Bewehrungselements 1 und der zweite Schenkel 5b des rechten Bewehrungselements 1 liegt unterhalb des ersten Schenkels 5a des im Bild links dargestellten Bewehrungselements 1. Die Bügelelemente 3 der beiden Bewehrungselemente 1 werden hierdurch ineinander verschränkt, wodurch zusätzlich eine formschlüssige und zugleich kraftschlüssige Verbindung der beiden Bewehrungselemente 1 in Längsrichtung LR erzeugt wird.
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Die 5-7 zeigen in analoger Weise zu den 2-4 das Zusammensetzen zweier Bewehrungselemente 1 zu einem Bewehrungskorb 2. Auch hier werden zwei identische, jedoch um 180° zueinander gedrehte Bewehrungselemente 1 zusammengesteckt. Im Unterschied zu dem in den 2-4 beschriebenen Ausführungsbeispiel ist bei den hier gezeigten Bewehrungselementen 1 ein weiterer Längsstab 4 nicht am Ende des Innenschenkels 11, sondern etwa in einem mittigen Bereich des Innenschenkels 11 an einer Innenseite 7 des Innenschenkels 11 der Bügelelemente 3 angeordnet. Dieser kann hierdurch einen Endanschlag 14 für das jeweils andere Bewehrungselement 1 ausbilden. Im Übrigen entsprechen die Bewehrungselemente 1 den in der 2-4 beschriebenen. Deshalb wird im Folgenden lediglich auf die Unterschiede zum Ausführungsbeispiel der 2 - 4 eingegangen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist auch in den 5 - 7 nur das im Bild links dargestellte Bewehrungselement 1 vollständig beschriftet.
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5 zeigt dabei wiederum die beiden Bewehrungselemente 1 in einer gegenläufig zueinander orientierten Ausrichtung vor dem Zusammenstecken.
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6 zeigt eine Zwischenstellung, welche die beiden Bewehrungselemente 1 während der Montage einnehmen. Gezeigt ist wiederum die Position, in welcher der das erste Rastelement 9 bildende und an dem ersten Schenkel 5a angeordnete Längsstab 4 an dem Fortsatz 10 des zweiten Schenkels 5b des jeweils anderen Bewehrungselements 1 anschlägt und somit den zweiten Schenkel 5b nach innen drängt, während zugleich der erste Schenkel 5a der Bewehrungselemente 1 nach außen gedrängt wird. Dies erfolgt, wie bereits beschrieben, parallel zueinander an beiden Bewehrungselementen 1.
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Kurz danach schlägt dann der Innenschenkel 11 des rechten Bewehrungselements 1 an dem an der Innenseite des Innenschenkels 11 des linken Bewehrungselements 1 angeordneten, den Endanschlag 14 bildenden Längsstab 4 an. Hierdurch wird der Innenschenkel 11 mit dem Längsstab 4 des linken Bewehrungselements 1 von dem zweiten Schenkel 5b der Bügelelemente 3 des ersten, linken Bewehrungselements 1 weggedrückt. Gleichzeitig wird der Innenschenkel 11 des zweiten, rechten Bewehrungselements 1 in Richtung des ersten Schenkels 5a der Bügelelemente 3 des zweiten, rechten Bewehrungselements 1 gedrückt. Sodann gleitet der Innenschenkel 11 des zweiten, rechten Bewehrungselements 1 an dem Längsstab 4 des ersten, linken Bewehrungselements 1 ab, wodurch die beiden Bewehrungselemente 1 während der Montage zugleich zueinander geführt sind. Beim weiteren Zusammenschieben gleitet der Innenschenkel 11 des zweiten, rechten Bewehrungselements 1 schließlich über den Längsstab 4 des ersten, linken Bewehrungselements 1 hinweg.
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Sobald die Innenschenkel 11 der beiden Bewehrungselemente 1 aneinander vorbeigeglitten sind, federn die Innenschenkel 11 jeweils wieder zurück. Die beiden Bewehrungselemente 1 können nun weiter aufeinander zugeschoben werden. Im vorliegend gezeigten Beispiel werden die Bewehrungselemente 1 soweit zusammengeschoben, bis die Fortsätze 10 hinter die Basis 6 der Bügelelemente 3 des jeweils anderen Bewehrungselements 1 gelangen bzw. bis diese die Basis 6 der Bügelelemente 3 des jeweils anderen Bewehrungselements 1 überragen. Dies ist beispielsweise zur Ausbildung eines H-förmigen Bewehrungskorbes sinnvoll. Die beiden Bewehrungselemente 1 können dabei soweit zusammengeschoben werden, bis der an dem Innenschenkel 11 angeordneten Längsstab 4 des jeweils einen Bewehrungselements 1 an der Innenseite 7 der Basis 6 des jeweils anderen Bewehrungselements 1 anschlägt. Ein weiteres Zusammenschieben ist dann nicht mehr möglich.
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7 zeigt die zu dem Bewehrungskorb 2 zusammengeschobenen Bewehrungselemente 1 in vollständig zusammengestecktem Zustand bzw. nach Erreichen ihrer Endposition und Rückfedern der elastisch verformbaren Schenkel 5. Wie ersichtlich bildet der an dem Innenschenkel 11 angeordnete Längsstab 4 in diesem Fall einen Endanschlag 14 für die Basis 6 des jeweils gegenüberliegenden Bewehrungselements 1 aus. Zugleich werden durch diesen Endanschlag 14 die beiden Bewehrungselemente 1 des Bewehrungskorbes im zusammengesteckten Zustand in Position zueinander gehalten. Dabei wirken die Endanschläge 14 der beiden Bewehrungselemente 1 jeweils einem Weiterschieben der Bewehrungselemente in Fügerichtung FR entgegen, d.h. die Wirkrichtung der Endanschläge 14 entspricht jeweils der Fügerichtung FR. Die ersten Rastelemente 9 und die Endanschläge 14 weisen in diesem Fall eine entgegengesetzte Wirkrichtung auf.
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Bei dem gezeigten Bewehrungskorb 2 sind somit die beiden Bewehrungselemente 1 mit Bezug auf die Fügerichtung FR vollständig formschlüssig miteinander verbunden, d.h. sowohl die Bewegung der Bewehrungselemente 1 in Fügerichtung FR als auch die Bewegung entgegen der Fügerichtung FR ist blockiert. Ebenso sind die beiden Bewehrungselemente 1 senkrecht zur Fügerichtung vollständig formschlüssig, d.h. in beiden einander entgegengesetzten Bewegungsrichtungen formschlüssig miteinander verbunden. Die Wirkrichtung der ersten Rastelemente 9, der Endanschläge 14 sowie der Positionierelemente 12 ist dabei in 7 wiederum mit Blockpfeilen dargestellt.
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Wie bereits zu 4 beschrieben, können auch hier die Bügelelemente 3 der beiden Bewehrungselemente 1 gegeneinander verschränkt montiert werden, um eine kraftschlüssige und zugleich formschlüssige Verbindung der Bewehrungselemente 1 in Längsrichtung LR zu erreichen.
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8 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Bewehrungselements 1 mit mehreren, ebenfalls im Wesentlichen C-förmig gebogenen Bügelelementen 3. Das Bewehrungselement 1 weist ebenso wie das in den 5 - 7 beschriebene Bewehrungselement 1 ein erstes Rastelement 9, vorliegend zwei Positionierelemente 12 sowie einen Endanschlag 14 auf, welche jeweils durch einen der Längsstäbe 4 gebildet werden.
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Im Unterschied zu den Bewehrungselementen 1 der vorhergehenden Beispiele weist hier einer der Innenschenkel 11, nämlich der Innenschenkel 11 des ersten Schenkels 5a, welcher auch das Rastelement 9 beinhaltet, noch eine in Richtung des ersten Schenkels 5a weisende Abkantung 13 auf. Im vorliegenden Beispiel erstreckt sich die Abkantung 13 parallel zur Basis 6. Diese Abkantung 13 bildet eine Rastschulter 21 für ein zweites Rastelement 15 des jeweils anderen Bewehrungselements 1 aus.
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Weiterhin sind an dem Innenschenkel 11 des zweiten Schenkels 5b zwei Längsstäbe 4 angeordnet. Der im Bild rechts dargestellte Längsstab 4 dient, wie bereits anhand der 5-7 beschrieben, als Endanschlag 14 beim Zusammenstecken der beiden Bewehrungselemente 1. Der im Bild links dargestellte Längsstab 4 ist hingegen nicht am Ende des Innenschenkels 11 angeordnet, sondern etwas in Richtung des der Basis 6 abgewandten Endes des zweiten Schenkels 5b versetzt. Dieser Längsstab 4 ist dabei derart an dem Innenschenkel 11 des zweiten Schenkels 5b der Bügelelemente 3 angeordnet, dass er nach dem Zusammenstecken und Rückfedern der Schenkel 5 ein zweites Rastelement 15 für eine Abkantung 13 des jeweils anderen Bewehrungselements 1 ausbildet. Im Übrigen entspricht das Bewehrungselement 1 den zuvor beschriebenen Bewehrungselementen 1.
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9 zeigt das Zusammenstecken zweier Bewehrungselemente 1, wie sie in 8 beschrieben sind. Gezeigt sind dabei zunächst links oben die beiden einander gegenüberliegenden, noch unverbundenen Bewehrungselemente 1, und sodann im Verlauf der ersten zur zweiten Reihe mehrere Zwischenpositionen, welche die beiden Bewehrungselemente 1 während des Zusammensteckens einnehmen. In der zweiten Reihe ganz rechts ist dann der vollständig montierte Bewehrungskorb 2 gezeigt, in welchem die beiden Bewehrungselemente 1 ihre Endposition eingenommen haben. Aus Gründen der Übersichtlichkeit wurde auf eine ausführliche Beschriftung verzichtet.
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Wie in der ersten Reihe im rechten Bild dargestellt, werden die beiden Bewehrungselemente 1 zunächst linear zusammengeschoben, wobei der jeweils erste Schenkel 5a eines jeden Bügelelements 3 nach außen gedrängt wird und dadurch elastisch verformt wird. Ebenso wird der jeweils zweite Schenkel 5b eines jeden Bügelelements 3 nach innen gedrängt und dadurch elastisch verformt. Im weiteren Verlauf wird, wie in der zweiten Reihe links dargestellt, der Innenschenkel 11 des jeweils ersten Schenkels 5a ebenfalls elastisch verformt und in Richtung des ersten Schenkels 5a gedrückt, während der Innenschenkel 11 des jeweils zweiten Schenkels 5b, an welchem die Längsstäbe 4 angeordnet sind, nach außen gedrückt wird und dadurch elastisch verformt wird. Wie in der zweiten Reihe, mittig dargestellt, gleitet der Innenschenkel 11 des ersten Schenkels 5a sodann jeweils an dem ersten Längsstab 4 vorbei, welcher in einem mittigen Bereich des Innenschenkels 11 des zweiten Schenkels 5b angeordnet ist. Die Vorspannung aufgrund der elastischen Verformung lässt in diesem Zustand bereits etwas nach. Beim weiteren Zusammenschieben gleitet der Innenschenkel 11 des ersten Schenkels 5a sodann an dem zweiten Längsstab 4 vorbei, welcher im Bereich des Endes des Innenschenkels 11 des zweiten Schenkels 5b des jeweils anderen Bewehrungselements 1 angeordnet ist.
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In der zweiten Reihe ganz rechts ist schließlich der vollständig zusammengestellte Bewehrungskorb 2 gezeigt. Wie ersichtlich, sind dabei die beiden Innenschenkel 11 beider Schenkel 5a, 5b beider Bewehrungselemente 1 in ihre Ausgangslage zurückgefedert, wodurch der im Endbereich des Innenschenkels 11 des zweiten Schenkels 5b angeordnete Längsstab 4 hinter die Abkantung 13 des Innenschenkels 11 des ersten Schenkels 5a des jeweils anderen Bewehrungselements 1 gelangt ist. Dieser Längsstab 4 bildet somit ein zweites Rastelement 15 aus, welches mit der Abkantung 13 der Bügelelemente 3 des jeweils anderen Bewehrungselements 1 als Rastschulter 21 zusammenwirkt.
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Das erste Rastelement 9 und das zweite Rastelement 15 jeweils eines Bewehrungselementes 1 haben die gleiche Wirkrichtung oder zumindest gleiche Wirkrichtungskomponenten, wie durch die Blockpfeile dargestellt. Dadurch, dass die beiden Bewehrungselemente 1 jedoch gegenläufig orientierte sind, wirken das erste Rastelement 9 des ersten Bewehrungselements, welches im Bild links dargestellt ist, und das zweite Rastelement 15 des zweiten Bewehrungselements, welches im Bild rechts dargestellt ist, jedoch einander entgegen.
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Weiter ist ersichtlich, dass das zweite Rastelement 15 eines Bewehrungselements 1 dem Endanschlag 14 desselben Bewehrungselements 1 entgegenwirkt oder zumindest eine dem Endanschlag 14 entgegengesetzte Wirkrichtungskomponente aufweist.
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Weiterhin ist ersichtlich, dass, wie bereits zu den vorherigen Figuren beschrieben, die beiden Positionierelemente 12 jeweils eines Bewehrungselements 1 einander entgegenwirken und zudem in einer zu der Wirkrichtung des ersten und/oder des zweiten Rastelements 9, 15 senkrechten Richtung wirken.
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Somit sind auch die Bewehrungselemente 1 dieses Bewehrungskorbes 2 in zwei zueinander vorzugsweise senkrechten Richtungen vollständig formschlüssig miteinander verbunden, d.h. die Bewegung ist jeweils in beiden einander entgegengesetzten Richtungen blockiert.
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Federn die verformbaren Schenkel 5, 5a, 5b nach dem Fügen des Bewehrungskorbes 2 nicht vollständig zurück, weisen die Schenkel 5 und/oder die Innenschenkel 11 auch im vollständig montierten Zustand noch eine gewisse Vorspannung auf. In diesem Fall sind die beiden Bewehrungselemente 1 des Bewehrungskorbes 2 quer zur Längsrichtung LR nicht nur formschlüssig, sondern auch kraftschlüssig miteinander verbunden. Dies kann einem unbeabsichtigten Lösen der Bewehrungselemente 1 weiter entgegenwirken.
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Um auch in Bezug auf die Längsrichtung LR eine zugleich kraft- und formschlüssige Verbindung zu erzeugen, ist es auch bei der Ausführung der 9 möglich, die Bügelelemente 3 ineinander zu verschränken, wie dies zu 4 beschrieben wurde.
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10 zeigt schließlich noch eine Wand 18, in welcher die beschriebenen Bewehrungselemente 1 vorteilhaft angewandt werden können. Die Wand 18 umfasst in allgemein bekannter Weise zwei Stahlbetonstützen 16, welche vorliegend als H-Stützen ausgebildet sind. In den Ausschnitten 20 zweier solcher Stahlbetonstützen 16 sind dann ein oder mehrere Wandelemente 17 angeordnet, sodass die Wand 18 einfach aufgebaut und wieder demontiert werden kann. Weiter gezeigt ist die Lage der H-förmigen Bewehrungskörbe 2, welche aus zwei Bewehrungselementen 1 zusammengesteckt sind. Eine solche Wand 18 kann besonders vorteilhaft als Brandwand eingesetzt werden.
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In den gezeigten Ausführungsbeispielen wurden jeweils zwei identische Bewehrungselemente 1 zu einem Bewehrungskorb 2 zusammengesteckt. Dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich. Die Bewehrungselemente 1 können auch lediglich gleiche Grundformen aufweisen und sich in Details voneinander unterscheiden. Ebenso können die Bewehrungselemente 1 auch verschiedene Grundformen aufweisen. Wesentlich ist lediglich, dass die Positionierung der Längsstäbe 4 auf die Grundform des jeweils anderen Bewehrungselements 1 abgestimmt ist.
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So zeigt beispielsweise 11 eine Draufsicht auf zwei Bewehrungselemente 1, welche zu einem Bewehrungskorb 2 gemäß 12 zusammengesetzt werden können, mit verschiedenen Grundformen.
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Das erste Bewehrungselement 1 links im Bild weist dabei eine ähnliche Grundform wie das der 8 auf. Die Bügelelemente 3 weisen dabei ebenfalls zwei Schenkel 5 auf, welcher von einer Basis 6 abstehen. Dabei bilden zwei der Längsstäbe 4, welche hier ebenfalls an der Innenseite der Schenkel 5 angeordnet sind, jeweils ein Rastelement 9 für die Basis 6 der Bügelelemente 3 des zweiten Bewehrungselementes 1 aus, welches rechts im Bild dargestellt ist. Natürlich könnte man diese beiden Rastelemente 9 auch als erstes Rastelement 9 und zweites Rastelement 15 (s. 8) bezeichnen. Ebenso sind zwei weitere Längsstäbe 4 derart an den Innenschenkeln 11 der Bügelelemente 3 angeordnet, dass diese wiederum jeweils einen Endanschlag 14 für die Bügelelemente 3 des anderen Bewehrungselements 1 ausbilden. Im Unterschied zu dem Bewehrungselement 1 der 8 ist somit vorliegend an beiden Schenkeln 5 jeweils ein Längsstab 4 als Endanschlag 14 angeordnet. Die weiteren Längsstäbe 4 dienen hingegen lediglich der Verbindung der Bügelelemente 3.
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Das Bewehrungselement 1 rechts im Bild weist zwar vorliegend ebenfalls eine C- bzw. U-förmige Grundform auf, unterscheidet sich jedoch erheblich von dem im Bild links dargestellten Bewehrungselement 1. Die Schenkel 5 der Bügelelemente 3 sind ebenfalls beide elastisch verformbar und werden bei der Montage des Bewehrungskorbes in Fügerichtung FR jeweils nach innen gebogen. Das Ineinandergleiten der beiden Bewehrungselemente 1 wird dabei durch flache Abkantungen 13 an den Schenkeln 5 des rechten bzw. zweiten Bewehrungselements 1 unterstützt. Die Basis 6 des zweiten Bewehrungselements 1 bildet dabei eine Rastschulter 21 für die Rastelemente 9 des ersten Bewehrungselementes 1 aus. Das vorliegend gezeigte Bewehrungselement 1 weist lediglich zwei Längsstäbe 4 zur Verbindung der Bügelelemente 3 auf, welche vorliegend jeweils ein Positionierelement 12 bilden, welches mit je einem der Innenschenkel 11 des ersten Bewehrungselements 1 zusammenwirkt.
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12 zeigt die beiden Bewehrungselemente 1 der 11 im vollständig zusammengesteckten Zustand, in welchem diese den fertigen Bewehrungskorb 2 bilden. Ein solcher Bewehrungskorb 2 kann beispielsweise vorteilhaft in einer Randstütze eingesetzt werden. Dabei ist erkennbar, dass die Wirkrichtung der ersten Rastelemente 9 der Fügerichtung FR entgegengesetzt ist und somit die ersten Rastelemente 9 des ersten Bewehrungselements 1 einem Lösen des Bewehrungskorbes 2 entgegen der Fügerichtung FR entgegenwirken. Ebenso ist erkennbar, dass die Positionierelemente 12 des zweiten Bewehrungselements 1 eine Wirkrichtung aufweisen, die im Wesentlichen senkrecht zur Wirkrichtung der Rastelemente 9 ist. Weiterhin ist ersichtlich, dass die beiden Positionierelemente 12 eine zueinander entgegengesetzte Wirkrichtung aufweisen. Zugleich wirken die Endanschläge 14 des ersten Bewehrungselementes 1 einer Bewegung des zweiten Bewehrungselementes 1 in Fügerichtung FR entgegen. Die beiden Bewehrungselemente 1 des Bewehrungskorbes 2 sind somit in Fügerichtung FR vollständig formschlüssig aneinander fixiert, d.h. sowohl die Bewegung in Fügerichtung FR als auch die Bewegung entgegen der Fügerichtung FR sind blockiert. Ebenso sind die beiden Bewehrungselemente 1 in einer Richtung senkrecht zur Fügerichtung FR durch die beiden Positionierelemente 12 des zweiten Bewehrungselements 1 im Zusammenwirken mit den Innenschenkeln 11 des ersten Bewehrungselements 1 vollständig aneinander fixiert, d.h. beide Bewegungsrichtungen senkrecht zur Fügerichtung FR sind blockiert. Auch wenn die Bewegungen aufgrund der Nachgiebigkeit der Innenschenkel 11 bzw. der Schenkel 5 insgesamt nicht vollständig verhindert werden, wird dadurch auch eine formschlüssige Verbindung senkrecht zur Fügerichtung FR erzielt. Weiterhin kann natürlich auch hier, je nach Abstand der Bügelelemente 3 zueinander, durch das abwechselnde Ineinandergreifen der Bügelelemente 1 der beiden Bewehrungselemente 1 auch in Längsrichtung LR eine formschlüssige Verbindung erzielt werden. Weiterhin sind in den vorliegend gezeigten Ausführungsbeispielen jeweils beide Schenkel 5 der Bügelelemente 3 der Bewehrungselemente 1 elastisch verformbar ausgeführt. Es sind jedoch auch Ausführungen möglich, bei welchen einer der Schenkel fest beispielsweise mit der Basis 6 verbunden ist und somit nicht elastisch verformbar ist.
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Ebenso müssen die Bügelelemente 3 der Bewehrungselemente 1 keineswegs C förmig ausgebildet sein. Verschiedene andere Grundformen kommen ebenfalls in Frage.
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Vorteilhaft bei den Bewehrungselementen 1 ist es, dass diese sich durch ihre ineinandergreifende Form selbstständig zueinander positionieren. Bei dem Bewehrungskorb 2 ist es zudem besonders vorteilhaft, dass aus wenigen Komponenten mit nur wenigen Fertigungsschritten dennoch auch Bewehrungskörbe 2 mit komplexeren Geometrien hergestellt werden können. Zugleich können hierdurch Montagetoleranzen reduziert werden.
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Ebenfalls vorteilhaft ist es, dass die Bewehrungselemente 1 ohne Hilfe eines Krans zusammengesetzt werden können, da diese seitlich liegend zusammengeschoben werden können. Die Montage kann dabei in besonders vorteilhafter Weise werkzeuglos erfolgen.
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Besonders vorteilhaft ist es weiterhin, dass eine manuelle Verdrahtung des aus zwei solchen Bewehrungselementen 1 zusammengesetzten Bewehrungskorbs 2 aufgrund der Verrastung zumindest reduziert werden kann und unter Umständen sogar vollständig eliminiert werden kann. Dadurch, dass die Bewehrungselemente 1 des Bewehrungskorbes 2 lediglich miteinander verrastet werden, ist es zudem möglich, den Bewehrungskorb 2 zerstörungsfrei wieder zu demontieren bzw. die miteinander verrasteten Bewehrungselemente 1 wieder voneinander zu lösen.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Bewehrungselement
- 2
- Bewehrungskorb
- 3
- Bügelelement
- 4
- Längsstab
- 5
- Schenkel
- 5a
- erster Schenkel
- 5b
- zweiter Schenkel
- 6
- Basis
- 7
- Innenseite
- 8 9
- erstes Rastelement
- 10
- Fortsatz
- 11
- Innenschenkel
- 12
- Positionierelement
- 13
- Abkantung
- 14
- Endanschlag
- 15
- zweites Rastelement
- 16
- Stahlbetonstütze
- 17
- Wandelement
- 18
- Wand
- 19
- Öffnung
- 20
- Ausschnitt
- 21
- Rastschulter
- LR
- Längsrichtung
- FR
- Fügerichtung
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- EP 0389413A1 [0002]
- DE 2058638 A1 [0003]