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Nachfolgende Ausführungen betreffen ein System zum Kühlen eines Verbrennungsmotors in einem Kraftfahrzeug, mit dessen Hilfe die ordnungsgemäße Kühlung eines Verbrennungsmotors über einen längeren Zeitraum ermöglicht wird. Des Weiteren betreffen nachfolgende Ausführungen ein Kraftfahrzeug und ein Verfahren zur Überwachung eines Fluidtanks in dem zuvor genannten System.
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Aus
DE 10 2017 122 895 A1 ist ein Wassereinspritzsystem für einen Verbrennungsmotor bekannt, wobei das Wassereinspritzsystem einen Wassertank und eine Füllstandseinheit aufweist, wobei die Wassereinspritzung in Abhängigkeit von dem Füllstand des Wassertanks erfolgt
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DE 10 2019 105 194 A1 beschreibt ein bordeigenes Wassererzeugungssystem in einem Fahrzeug, bei dem Wasser aus verschiedenen Quellen gesammelt, aufbereitet und unter Berücksichtigung von Wasserstand, Betriebsbedingungen und prognostizierter Wasserverfügbarkeit priorisiert an unterschiedliche Fahrzeugfunktionen wie Motorkühlung, Feinstaubreduktion oder Reinigung zugeführt wird, um die Effizienz und Umweltwirkung des Fahrzeugs bei begrenzter Wasserversorgung zu optimieren.
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DE 10 2018 204 666 A1 beschreibt ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine mit Wassereinspritzung, bei dem bei sinkendem Wassertankfüllstand eine kontinuierliche oder stufenweise Leistungsreduzierung erfolgt, um die Wasserreichweite zu erhöhen und einen abrupten Leistungsabfall beim Leerlaufen des Tanks zu vermeiden, wobei diese Reduktion bei Bedarf temporär aufgehoben werden kann.
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DE 10 2020 115 329 A1 beschreibt ein Wassereinspritzsystem für Brennkraftmaschinen, bei dem eine wässrige Lösung aus internen oder externen Wasserquellen durch ein integriertes Dekontaminationssystem mit Heizelement, Partikelfilter und Ionentauscher aufbereitet wird, wobei insbesondere durch Erhitzen auf über 60 °C Mikroorganismen reduziert oder abgetötet sowie die Wasserqualität verbessert und Systemkomponenten vor Kontamination, Einfrieren und Geruchsbildung geschützt werden.
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DE 10 2014 222 469 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Plausibilisierung von Sensorsignalen für Flüssigkeitsfüllstand und -qualität, bei dem temperaturabhängige physikalische Kenngrößen wie Leitfähigkeit oder Magnetisierbarkeit mit hinterlegten Sollwerten verglichen werden, um fehlerhafte Sensoren, mangelhafte Flüssigkeitsqualität oder falsche Füllstände zuverlässig zu identifizieren und differenzierte Diagnosen im Fahrzeugbetrieb zu ermöglichen.
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DE 10 2017 000 314 A1 beschreibt ein Verfahren zur Bewertung der Betriebsbereitschaft einer Dosiereinrichtung zur Einspritzung eines Kühlmediums in die Verbrennungsluft einer aufgeladenen Ottomotor-Verbrennungskraftmaschine, wobei elektrische, mechanische und thermische Parameter der Komponenten, die Qualität und der Füllstand des Mediums sowie Systemzustände wie Vereisung oder Entlüftung überwacht werden, um eine bedarfsgerechte und schadensvermeidende Einspritzung sicherzustellen.
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Es besteht ein ständiges Bedürfnis die ordnungsgemäße Kühlung eines Verbrennungsmotors in einem Kraftfahrzeug, unabhängig vom Fahrverhalten des Bedieners, über einen längeren Zeitraum zu gewährleisten.
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Ausgehend von dieser Situation ist es eine vorliegende Aufgabe, ein System vorzuschlagen, bei dem ein Ausfall der Kühlung des Verbrennungsmotors in einem Kraftfahrzeug einfach und kostengünstig vermieden werden kann.
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Die vorliegende Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen angegeben. Sofern technisch möglich, können die Lehren der Unteransprüche beliebig mit den Lehren der Haupt- und Unteransprüche kombiniert werden.
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Insbesondere wird die Aufgabe demnach gelöst durch ein System zum Kühlen eines Verbrennungsmotors in einem Kraftfahrzeug, aufweisend:
- - einen Fluidtank zum Speichern und Bereitstellen eines Kühlmittels;
- - eine mit dem Fluidtank verbundene Einspritzvorrichtung zum mittelbaren oder unmittelbaren Einspritzen des Kühlmittels in den Verbrennungsmotor;
- - eine erste Sensoreinheit zum Messen der Füllmenge des Kühlmittels innerhalb des Fluidtanks und zum Bereitstellen von Messdaten;
- - eine mit der ersten Sensoreinheit und der Einspritzvorrichtung verbundene Steuerungseinheit zum Speichern und Bereitstellen der von der ersten Sensoreinheit empfangen Messdaten und zum Steuern der Einspritzmenge des Kühlmittels in Abhängigkeit von mindestens einem Betriebsparameter des Verbrennungsmotors; wobei die Steuerungseinheit Messdaten, die eine Befüllung des Fluidtanks implizieren, mit einem Zeitstempel in einer ersten Speichereinheit speichert.
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Durch das vorbeschriebene System kann die ordnungsgemäße Kühlung eines Verbrennungsmotors in einem Kraftfahrzeug über einen langen Zeitraum hinweg durch die Überwachung der Qualität des Kühlmittels gewährleistet werden.
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Nachfolgend werden vorteilige Aspekte erläutert und weiter nachfolgend bevorzugte modifizierte Ausführungsformen beschrieben. Erläuterungen, insbesondere zu Vorteilen und Definitionen von Merkmalen, sind dem Grunde nach beschreibende und bevorzugte, jedoch nicht limitierende Beispiele. Sofern eine Erläuterung limitierend ist, wird dies ausdrücklich erwähnt.
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Es ist bevorzugt, dass die Reihenfolge von Verfahrensschritten, soweit nicht technisch in einer expliziten Reihenfolge erforderlich, variiert werden kann. Besonders bevorzugt ist jedoch die vorgenannte Reihenfolge der Verfahrensschritte.
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Soweit Ordinalzahlen, zum Beispiel „erste“, „zweite“, usw., verwendet werden, beispielsweise zur Bezeichnung einer Komponente, eines Elements, eines Verfahrensschritts oder einer Verfahrenshandlung, so sind diese Ordinalzahlen rein zur Differenzierung in der Bezeichnung vorgesehen und zeigen keine Abhängigkeiten oder Reihenfolgen an. Das heißt insbesondere, dass beispielsweise eine Vorrichtung nicht eine „erste Komponente“ aufweisen muss, um eine „zweite Komponente“ aufzuweisen. Auch kann eine Vorrichtung eine „erste Komponente“, sowie eine „dritte Komponente“ aufweisen, ohne aber zwangsläufig eine „zweite Komponente“ aufzuweisen. Es können auch mehrere Einheiten der gleichen Ordinalzahl vorgesehen sein, also beispielsweise mehrere „erste Komponenten“.
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Das System umfasst insbesondere eine Wassereinspritzung, die zur Kühlung und Leistungssteigerung von Verbrennungsmotoren eingesetzt wird. Dabei wird ein Kühlmedium, insbesondere Wasser oder ein Wassergemisch, vorzugsweise ein Wasser-Methanol-Gemisch, in den Ansaugtrakt oder direkt in die Brennkammern des Motors eingespritzt. Insbesondere bei Betriebsparametern des Verbrennungsmotors, die hohe Drehzahlen oder Drehmomente aufweisen, kann die Kühlung des Motors signifikante Leistungssteigerungen und die Reduktion von Emissionen zur Folge haben. Die Wassereinspritzung funktioniert, indem das eingespritzte Kühlmittel aufgrund der hohen Temperaturen im Motor verdampft. Dieser Verdampfungsprozess entzieht der Umgebung Wärme, was die Temperatur der Ansaugluft und des Brennraums senkt. Dadurch wird das Risiko des Klopfens verringert, da niedrigere Temperaturen im Brennraum die vorzeitige Zündung des Luft-Kraftstoff-Gemischs verhindern. Außerdem führt die geringere Ansauglufttemperatur dazu, dass mehr Sauerstoff in den Zylindern zur Verfügung steht, was die Effizienz der Verbrennung erhöht und letztlich die Motorleistung steigert.
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Durch die Wassereinspritzung können Motoren mit höheren Verdichtungsverhältnissen oder höheren Ladedrücken betrieben werden, was zu einer verbesserten Leistungsentfaltung führt. Zudem wird der Motor thermisch entlastet, da die Bauteile wie Zylinder, Kolben und Ventile weniger hohen Temperaturen ausgesetzt sind, was ihre Lebensdauer verlängern kann. Die Wassereinspritzung führt auch zu einer Reduzierung von Stickoxiden, da niedrigere Verbrennungstemperaturen die Bildung schädlicher Emissionen verringern.
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Das System bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich. Es erhöht die Komplexität des Motorsystems, da zusätzliche Bauteile wie Fluidtank, insbesondere Wassertanks, Pumpen und Einspritzdüsen erforderlich sind. Außerdem muss das Kühlmittel regelmäßig nachgefüllt werden, was zusätzlichen Wartungsaufwand bedeutet. Der Einsatz von Wasser oder Wassergemischen als Kühlmittel in einem Wassereinspritzsystem für Verbrennungsmotoren birgt einige potenzielle Risiken, insbesondere wenn das Wasser über längere Zeit nicht gewechselt wird oder der Fluidtank verunreinigt ist. Zu den wichtigsten Risiken gehören Algen- und Bakterienbildung. Wenn das Kühlmittel über längere Zeit im Fluidtank bleibt, besteht das Risiko der Algenbildung oder der Vermehrung von Bakterien, insbesondere in warmen und feuchten Umgebungen. Algen und Bakterien können das Wassereinspritzsystem verstopfen, Einspritzdüsen blockieren und die Leistung des Systems beeinträchtigen. Langfristig kann dies zu Schäden am Motor führen, da die Einspritzung von verschmutztem oder ineffektivem Kühlmittel die Kühlleistung beeinträchtigt. Verunreinigtes Wasser kann Ablagerungen im System hinterlassen. Mineralien und Sedimente aus unbehandelten Kühlmitteln können sich im Fluidtank, in den Leitungen oder in den Einspritzdüsen ablagern. Diese Ablagerungen können das System verstopfen, wodurch die Effizienz der Wassereinspritzung stark beeinträchtigt wird. Eine ungleichmäßige oder reduzierte Einspritzung kann zu einer unzureichenden Kühlung des Motors führen, was wiederum thermische Probleme und Motorschäden verursachen könnte. Wasser kann insbesondere im Laufe der Zeit seine chemische Zusammensetzung verändern, insbesondere wenn es nicht regelmäßig gewechselt wird. Verunreinigungen aus der Luft oder dem Tank selbst können das Wasser verunreinigen, was zu einer geringeren Kühlwirkung führen kann. Im schlimmsten Fall kann verunreinigtes Wasser die Bauteile beschädigen und die Kühlleistung verschlechtern. Um die zuvor genannten Risiken zu minimieren, sollte das Kühlmittel regelmäßig im Fluidtank gewechselt werden. Insbesondere sollte der Fluidtank regelmäßig befüllt, geleert und gereinigt werden, um die Ansammlung von Verunreinigungen oder Algen zu verhindern.
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Die erste Sensoreinheit, der insbesondere als Füllstandsensor ausgebildet ist, kann insbesondere mindestens einen Ultraschallsensor, kapazitiven Füllstandssensor, hydrostatischen Drucksensor, Schwimmerschalter, optischen Sensor, leitfähigen Sensor, Radarsensor, magnetostriktiven Sensor, Widerstandssensor, Drehgeber-Sensor oder Dergleichen umfassen.
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Durch das Speichern der Messdaten, die eine Befüllung des Fluidtanks implizieren, kann mittels eines Zeitstempels die Verweildauer des Kühlmittels innerhalb des Fluidtanks bestimmt werden. Dadurch kann bei Inspektionen die erste Speichereinheit ausgelesen und bei Bedarf das Kühlmittel ausgetauscht werden.
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Dafür können insbesondere die gespeicherten Messdaten mit einem vorgegebenen Zeitintervall abgeglichen werden. Bei einem Überschreiten des Zeitintervalls vor der Inspektion kann durch die Steuerungseinheit ein Warnsignal erzeugt und mittels einer akustischen und/oder optischen Signalvorrichtung dem Kraftfahrzeugfahrer die Notwendigkeit eines Kühlmittelaustausches signalisiert werden. Das Auslesen der ersten Speichereinheit kann insbesondere über eine mit der Steuerungseinheit verbundene Ausgabeeinheit erfolgen. Durch das vorbeschriebene System kann die ordnungsgemäße Kühlung eines Verbrennungsmotors in einem Kraftfahrzeug über einen langen Zeitraum hinweg durch die Überwachung der Qualität des Kühlmittels gewährleistet werden.
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Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass die erste Speichereinheit als Ringspeicher ausgebildet ist. Ein Ringspeicher, auch als Ringpuffer bezeichnet, zeichnet sich dadurch aus, dass er als zyklischer Speicher funktioniert. Dadurch kann der letzte Speicherplatz mit dem ersten verbunden werden, sodass die Daten in einer Schleife angeordnet sind. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Speicherung und Verwaltung von Daten, ohne dass der Speicherplatz erweitert werden muss. Der Ringspeicher weist insbesondere eine feste Größe auf, wodurch Daten älteren Datums durch neue Daten überschrieben werden, sobald der Speicher voll ist. Das bedeutet, dass der Speicher kontinuierlich nutzbar bleibt und keine manuelle Verwaltung erforderlich ist, um alte Daten zu löschen oder Platz für neue zu schaffen. Dadurch wird insbesondere die Verwendung einer kostengünstigen Speichereinheit ermöglicht.
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Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass die erste Speichereinheit, insbesondere während einer Inspektion des Kraftfahrzeugs, auslesbar ist. Das Auslesen der ersten Speichereinheit kann insbesondere über eine mit der Steuerungseinheit verbundene Ausgabeeinheit erfolgen. Durch das Auslesen der ersten Speichereinheit können die gespeicherten Messdaten mit einem vorbestimmten Zeitintervall verglichen und auf Grundlage des Vergleiches ein Wechsel des Kühlmittels durchgeführt werden. Insbesondere kann ein Wechsel des Kühlmittels durchgeführt werden, wenn das letzte Befüllen des Fluidtanks das vorgegebene Zeitintervall überschreitet oder es bis zur nächsten Inspektion voraussichtlich überschreiten wird. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Qualität des Kühlmittels den vorgegebenen Anforderungen entspricht.
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Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass die Steuerungseinheit dazu ausgebildet ist, ein Warnsignal zu erzeugen, wenn der Füllstand des Fluidtanks unter einen vorgegebenen Schwellenwert singt und/oder das letzte Befüllen des Fluidtanks ein vorgegebenes Zeitintervall überschreitet. Die Steuerungseinheit ist insbesondre dazu ausgebildet das Warnsignal an eine optische und/oder akustische Signalvorrichtung zu übermitteln. Das vorgegebene Zeitintervall umfasst insbesondere eine Zeitdauer, ab der eine Verunreinigung des Fluidtanks durch das Kühlmittel mit erhöhter Wahrscheinlichkeit einsetzt. Durch das Warnsignal kann dem Kraftfahrzeugfahrer ein Mangel an Kühlmittel und/oder eine mangelnde Qualität des Kühlmittels angezeigt werden. Dadurch kann das Kühlmittel bedarfsabhängig nachgefüllt und/oder ausgewechselt werden.
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Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass das System eine mit der Steuerungseinheit verbundene zweite Sensoreinheit zur Erfassung von Verunreinigungen innerhalb des Fluidtanks aufweist, wobei die Steuerungseinheit dazu ausgebildet ist, ein Warnsignal zu erzeugen, wenn die Verunreinigung des Fluidtanks einen vorbestimmten Grenzwert überschreitet. Die zweite Sensoreinheit kann insbesondere mindestens einen Trübungssensor, Leitfähigkeitssensor, pH-Sensor, optischen Sensor, UV-Sensor, Fluoreszenzsensor, Infrarotsensoren, chemischen Sensor, elektrochemischen Sensor, Sauerstoffsensor oder Dergleichen umfassen. Die Steuerungseinheit ist insbesondre dazu ausgebildet das Warnsignal an eine optische und/oder akustische Signalvorrichtung zu übermitteln. Durch die zweite Sensoreinheit kann neben der Füllstandsmessung durch den ersten Sensor unimittelbar die Qualität des Kühlmittels im Fluidtank überwacht werden. Dadurch kann insbesondere eine vom vorgegebenen Zeitintervall unabhängige Überwachung des Kühlmittels erfolgen.
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Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Verfahren zur Überwachung eines Fluidtanks eines Systems, das wie vorstehend beschrieben aus- und weitergebildet sein kann, umfassend die Schritte:
- - Erfassen des Füllstands des Fluidtanks mittels der ersten Sensoreinheit,
- - Speichern der Messdaten, die eine Befüllung des Fluidtanks implizieren, mit einem Zeitstempel in der ersten Speichereinheit durch die Steuerungseinheit;
- - Bereitstellen der gespeicherten Messdaten über die zumindest letzte Befüllung des Fluidtanks.
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Durch das Speichern der Messdaten, die eine Befüllung des Fluidtanks implizieren, kann mittels eines Zeitstempels die Verweildauer des Kühlmittels innerhalb des Fluidtanks bestimmt werden. Dadurch kann bei Inspektionen die erste Speichereinheit ausgelesen und bei Bedarf das Kühlmittel ausgetauscht werden. Dafür können insbesondere die gespeicherten Messdaten mit einem vorgegebenen Zeitintervall abgeglichen werden. Bei einem Überschreiten des Zeitintervalls vor der Inspektion kann durch die Steuerungseinheit ein Warnsignal erzeugt und mittels einer akustischen und/oder optischen Signalvorrichtung dem Kraftfahrzeugfahrer die Notwendigkeit eines Kühlmittelaustausches signalisiert werden. Durch das vorbeschriebene Verfahren kann die ordnungsgemäße Kühlung eines Verbrennungsmotors in einem Kraftfahrzeug über einen langen Zeitraum hinweg durch die Überwachung der Qualität des Kühlmittels gewährleistet werden.
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Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:
- - Auslesen der ersten Speichereinheit, insbesondere während einer Inspektion des Kraftfahrzeugs;
- - Bestimmen, ob ein Wechsel des Kühlmittels erforderlich ist mittels eines Abgleichs der gespeicherten Messdaten und einem vorgegebenen Zeitintervall.
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Das Auslesen der ersten Speichereinheit kann insbesondere über eine mit der Steuerungseinheit verbundene Ausgabeeinheit erfolgen. Durch das Auslesen der ersten Speichereinheit können die gespeicherten Messdaten mit einem vorbestimmten Zeitintervall verglichen und auf Grundlage des Vergleiches ein Wechsel des Kühlmittels durchgeführt werden. Insbesondere kann ein Wechsel des Kühlmittels durchgeführt werden, wenn das letzte Befüllen des Fluidtanks das vorgegebene Zeitintervall überschreitet oder es bis zur nächsten Inspektion voraussichtlich überschreiten wird. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die Qualität des Kühlmittels den vorgegebenen Anforderungen entspricht.
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Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:
- - Erzeugen eines Warnsignals, wenn der Füllstand des Fluidtanks unter einen vorgegebenen Schwellenwert singt und/oder das letzte Nachfüllen des Fluidtankss eine vorgegebene Intervallzeit überschreitet.
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Die Steuerungseinheit ist insbesondre dazu ausgebildet das Warnsignal an eine optische und/oder akustische Signalvorrichtung zu übermitteln. Das vorgegebene Zeitintervall umfasst insbesondere eine Zeitdauer, ab der eine Verunreinigung des Fluidtanks durch das Kühlmittel mit erhöhter Wahrscheinlichkeit einsetzt. Durch das Warnsignal kann dem Kraftfahrzeugfahrer ein Mangel an Kühlmittel und/oder eine mangelnde Qualität des Kühlmittels angezeigt werden. Dadurch kann das Kühlmittel bedarfsabhängig nachgefüllt und/oder ausgewechselt werden.
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Alternativ oder ergänzend kann vorgesehen sein, dass das Verfahren die folgenden Schritte aufweisend:
- - Erfassen von Verunreinigungen innerhalb des Fluidtanks mittels der zweiten Sensoreinheit;
- - Erzeugen eines Warnsignals, wenn die Verunreinigung des Fluidtanks einen vorbestimmten Grenzwert überschreitet.
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Die Steuerungseinheit ist insbesondre dazu ausgebildet das Warnsignal an eine optische und/oder akustische Signalvorrichtung zu übermitteln. Durch die zweite Sensoreinheit kann neben der Füllstandsmessung durch den ersten Sensor unimittelbar die Qualität des Kühlmittels im Fluidtank überwacht werden. Dadurch kann insbesondere eine vom vorgegebenen Zeitintervall unabhängige Überwachung des Kühlmittels erfolgen.
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Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Kraftfahrzeug mit einem System zum Kühlen eines Verbrennungsmotors, das wie vorstehend beschrieben aus- und weitergebildet sein kann.
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Nachfolgend wird eine bevorzugte technische Lösung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert. Die Formulierung „Figur“ ist in den Zeichnungen mit „Fig.“ abgekürzt.
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In den Zeichnungen zeigen
- 1 eine schematische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines Systems zum Kühlen eines Verbrennungsmotors in einem Kraftfahrzeug; und
- 2 ein Schaubild eines bevorzugten Verfahrens.
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Die beschriebenen Ausführungsbeispiele sind lediglich Beispiele, die im Rahmen der Ansprüche auf vielfältige Weise modifiziert und/oder ergänzt werden können. Jedes Merkmal, das für ein bestimmtes Ausführungsbeispiel beschrieben wird, kann eigenständig oder in Kombination mit anderen Merkmalen in einem beliebigen anderen Ausführungsbeispiel genutzt werden. Jedes Merkmal, das für ein Ausführungsbeispiel einer bestimmten Anspruchskategorie beschrieben wird, kann auch in entsprechender Weise in einem Ausführungsbeispiel einer anderen Anspruchskategorie eingesetzt werden.
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1 zeigt eine schematische Ansicht einer ersten Ausführungsform eines Systems 10 zum Kühlen eines Verbrennungsmotors 12 in einem Kraftfahrzeug, wobei das System 10 einen Fluidtank 14 zum Speichern und Bereitstellen eines Kühlmittels 16; eine mit dem Fluidtank 14 verbundene Einspritzvorrichtung 18 zum mittelbaren oder unmittelbaren Einspritzen des Kühlmittels 16 in den Verbrennungsmotor 12; eine erste Sensoreinheit 20 zum Messen der Füllmenge des Kühlmittels 16 innerhalb des Fluidtanks 14 und zum Bereitstellen von Messdaten; eine mit der ersten Sensoreinheit 20 und der Einspritzvorrichtung 18 verbundene Steuerungseinheit 22 zum Speichern und Bereitstellen der von der ersten Sensoreinheit 20 empfangen Messdaten und zum Steuern der Einspritzmenge des Kühlmittels 16 in Abhängigkeit von mindestens einem Betriebsparameter des Verbrennungsmotors 12, aufweist, wobei die Steuerungseinheit 22 Messdaten, die eine Befüllung des Fluidtanks 14 implizieren, mit einem Zeitstempel in einer ersten Speichereinheit 24 speichert. Durch das Speichern der Messdaten, die eine Befüllung des Fluidtanks 14 implizieren, kann mittels eines Zeitstempels die Verweildauer des Kühlmittels 16 innerhalb des Fluidtanks 14 bestimmt werden. Dadurch kann bei Inspektionen die erste Speichereinheit 24 ausgelesen und bei Bedarf das Kühlmittel 16 ausgetauscht werden. Das Auslesen der ersten Speichereinheit 24 kann dabei über eine mit der Steuerungseinheit 22 verbundene Ausgabeeinheit 26 erfolgen.
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2 zeigt ein Schaubild eines bevorzugten Verfahrens 28 zur Überwachung eines Fluidtanks 14 eines Systems 10 gemäß 1. In einem ersten Verfahrensschritt 100 wird der Füllstands des Fluidtanks 14 mittels der ersten Sensoreinheit 20 erfasst. In einem zweiten Verfahrensschritt 200 werden die Messdaten, die eine Befüllung des Fluidtanks 14 implizieren, mit einem Zeitstempel in der ersten Speichereinheit 24 durch die Steuerungseinheit 22 gespeichert. In einem dritten Verfahrensschritt 300 werden die gespeicherten Messdaten über die zumindest letzte Befüllung des Fluidtanks 14 bereitgestellt.
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Bezugszeichen
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- 10
- System zum Kühlen eines Verbrennungsmotors
- 12
- Verbrennungsmotor
- 14
- Fluidtank
- 16
- Kühlmittel
- 18
- Einspritzvorrichtung
- 20
- Erste Sensoreinheit
- 22
- Steuerungseinheit
- 24
- Erste Speichereinheit
- 26
- Ausgabeeinheit
- 28
- Verfahren zur Überwachung des Fluidtanks
- 100
- Erster Verfahrensschritt: Füllstandserfassung
- 200
- Zweiter Verfahrensschritt: Speicherung der Messdaten mit Zeitstempel
- 300
- Dritter Verfahrensschritt: Bereitstellung der gespeicherten Messdaten