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DE102024111006A1 - Hohldeckenplatte und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Hohldeckenplatte und Verfahren zu ihrer Herstellung

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DE102024111006A1
DE102024111006A1 DE102024111006.6A DE102024111006A DE102024111006A1 DE 102024111006 A1 DE102024111006 A1 DE 102024111006A1 DE 102024111006 A DE102024111006 A DE 102024111006A DE 102024111006 A1 DE102024111006 A1 DE 102024111006A1
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Matthias Schurig
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Betonwerk Oschatz GmbH
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    • E04B5/04Load-carrying floor structures formed substantially of prefabricated units with beams or slabs of concrete or other stone-like material, e.g. asbestos cement
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Abstract

Hohldeckenplatte (1), die eine Oberplatte (10) und eine mit der Oberplatte (10) verbundene Unterplatte (20) aufweist. Nach der Erfindung weist die Oberplatte (10) abragende, in einem Matrixmaterial der Oberplatte (10) eingebettete Bewehrungselemente (4) und bewehrte Stege (6) auf, wobei die Bewehrungselemente (4) und die Stege (6) mit dem Matrixmaterial der Unterplatte (20) einstückig verbunden sind. Der Querschnitt zumindest eines Teils der Stege (6) weitet sich in Richtung der Unterplatte (20) auf. Steg (6) und Unterplatte (20) bilden einen verbindenden Eindringbereich (22) aus.
Verfahren zur Herstellung einer Hohldeckenplatte, die eine Oberplatte und eine mit der Oberplatte verbundene Unterplatte aufweist, mit den Schritten: Einlegen von Bewehrungselementen in eine Form für die Oberplatte; Einbringen und Verdichten des Matrixmaterials der Oberplatte in die Form für die Oberplatte; Aufsetzen einer verlorenen Stegform für einen Steg auf das Matrixmaterial der Oberplatte; Einbringen und Verdichten des Matrixmaterials des Stegs; Aufrauen der Oberfläche des Stegs; Aushärten und Entformen der Oberplatte; Einbringen und Verdichten des Matrixmaterials der Unterplatte in der Form für die Unterplatte; Drehen der Oberplatte, sodass die abragenden Bewehrungselemente und der Steg nach unten zu der der Form für die Unterplatte weisen; Einsetzen der Bewehrungselemente und des Stegs in den frischen Beton der Unterplatte; Aushärten und Entformen der Unterplatte.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Hohldeckenplatte und ein Verfahren zur Herstellung einer Hohldeckenplatte, auch als Betondoppeldecke bezeichnet. Doppelwandige Betonbauteile wie vor allem Wandelemente, aber auch Hohldeckenplatten, sind aus dem Stand der Technik bekannt. Bei Wandelementen wird der Zwischenraum erst in-situ, auf der Baustelle ausbetoniert, um damit den Transportaufwand zu verringern. Aber auch Deckenelemente mit einem günstigen Verhältnis zwischen Tragfähigkeit einerseits und Gewicht und Materialeinsatz andererseits kommen bereits zum Einsatz.
  • Die Druckschrift CN 102535710 A beschreibt einen Deckenträger, der jedoch einseitig nach oben hin offen und zur Betonierung vorgesehen ist. Auch nach der Druckschrift DD 151 424 A1 ist eine in-situ Betonierung vorgesehen, wobei als Träger eine Leichtbauplatte dient.
  • Demgegenüber sind auch Deckenelemente bekannt, die keiner Betonierung erfordern und bei denen im Inneren ein Hohlraum bestehen bleibt. Aus der Druckschrift WO 2021/043428 A1 sind Faserbetonelemente, insbesondere Platten und Stege, bekannt, die zu einer Decke zusammengefügt, insbesondere verklebt werden. Bei der Druckschrift WO 2024/002854 A1 verbinden Textilbetonstreifen eine obere und eine untere Platte der Decke. Bei der Druckschrift DE 10 2013 106 174 A1 hingegen wird der Hohlraum durch einen Zellstoffwabenkern gebildet.
  • Die Druckschrift US 3 475 529 A beschreibt ein Deckenelement, eine Hohlplatte, die aus zwei Teilen zusammengefügt wird, wobei ein Teil vorgespannt wird. Zunächst wird ein Teil mit durchgehenden Rippen 3 hergestellt und mit diesen Rippen in eine frisch betonierte, ebene Betonplatte, die von Spanngliedern durchzogen wird, eingelegt. Um eine Verbindung zwischen dem ersten Element mit Rippen und dem flachen, vorgespannten Element zu erreichen, werden in einigen Ausführungsformen im Bereich der Rippen Drähte eingelegt (vgl. 8) oder durch verschiedene Betonarten (vgl. 9) eine verbesserte Anbindung an das zweite Element erreicht. Wegen der Entformbarkeit weist die Rippe jedoch dort die geringste Breite auf, wo sie mit dem zweiten Teil verbunden ist, wobei diese Verbindungstelle besonderes kritisch ist und im Lastfall Schubkräfte aufnehmen muss.
  • Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Hohldeckenplatte anzubieten, bei der die Verbindung zwischen den beiden Teilen besonders stabil und definiert kraftübertragend ausgeführt ist, die jedoch keine Betonierung auf der Baustelle benötigt.
  • Die Aufgabe wird gelöst durch eine Hohldeckenplatte, die eine Oberplatte und eine mit der Oberplatte verbundene Unterplatte aufweist. Nach der Erfindung weist die Oberplatte abragende, in einem Matrixmaterial der Oberplatte eingebettete Bewehrungselemente und bewehrte Stege auf. Die Bewehrungselemente und die Stege haben zwei Seiten, eine erste und eine zweite Seite, die entlang der Längsachsen und parallel zur Längsausdehnung einer gegenüber angeordnet sind. Die Bewehrungselemente und die Stege sind mit einer ersten Seite in der Oberplatte eingebettet. Die Bewehrungselemente und die Stege sind in das Matrixmaterial der Unterplatte mit einer zweiten Seite eingebettet. Der Querschnitt zumindest eines Teils der Stege weitet sich in Richtung der Unterplatte auf, sodass eine verbesserte Verankerung mit der Unterplatte und Krafteinleitung in die Unterplatte erfolgen kann. Steg und Unterplatte bilden einen verbindenden Eindringbereich aus. Vorzugsweise ist als das Matrixmaterial Beton vorgesehen und die Hohldeckenplatte als Betondoppeldecke ausgeführt.
  • Vorzugsweise umfassen die Bewehrungselemente Gitterträger, die Oberplatte und Unterplatte verbinden und insbesondere Zuglasten aufnehmen. Daneben können weitere Bewehrungselemente, wie Längsgurte, eingesetzt werden.
  • Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, wenn zumindest ein Teil der Stege zumindest an den Flanken von einer verlorenen Stegform flankiert ist und wobei die Stege insbesondere Drucklasten aufnehmen. Vorzugsweise besteht die Stegform aus einer Lage Streckmetall, das zu einem V-förmigen Querschnitt mit abgeflachtem Boden geformt ist.
  • Eine bevorzugte Ausführungsform der Hohldeckenplatte weist eine Höhe von 250 mm auf, wobei zumindest ein Teil der Stege drei 19-er Gitterträger umfasst, von denen zwei in Normallage den Steg flankieren und der mittige Gitterträger über Kopf montiert und in das Matrixmaterial des Stegs eingebettet ist. Die Oberplatte dieser Ausführungsform ist 70 mm und die Unterplatte 60 mm ist dick. Der Steg dringt 10 mm in das Matrixmaterial der Unterplatte ein und bildet dort einen Eindringbereich.
  • Die Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch ein Verfahren zur Herstellung einer Hohldeckenplatte, die eine Oberplatte und eine mit der Oberplatte verbundene Unterplatte aufweist, gekennzeichnet durch die folgenden Schritte:
    1. 1. Einlegen von Bewehrungselementen mit einer ersten Seite in eine vorzugsweise oben offene Form für die Oberplatte, wobei dies Bewehrungsmatten, Gitterträger in Normallage und Stegform mit eingesetztem, umgekehrtem Gitterträger umfasst, wobei die Stegform vorzugsweise aus Streckmetall besteht;
    2. 2. Einbringen des Matrixmaterials, insbesondere Beton, und Verdichten, z. B. durch Rütteln der Form, der Oberplatte in die Form für die Oberplatte;
    3. 3. Einbringen und Verdichten des Matrixmaterials, insbesondere Beton, des Stegs;
    4. 4. Aufrauen der Oberfläche des Stegs;
    5. 5. Aushärten und Entformen der Oberplatte;
    6. 6. Einbringen und Verdichten des Matrixmaterials der Unterplatte in der Form für die Unterplatte;
    7. 7. Drehen der Oberplatte, sodass die abragenden Bewehrungselemente und der Steg nach unten zu der der Form für die Unterplatte weisen;
    8. 8. Einsetzen der Oberplatte mit einem Teil der Bewehrungselemente und des Stegs, jeweils mit deren zweiter Seite, in den frischen Beton der Unterplatte;
    9. 9. Aushärten und Entformen der Unterplatte.
  • Vorzugsweise kommen als Bewehrungselemente Gitterträger zum Einsatz. Ein Gitterträger besteht aus einer Vielzahl von parallel laufenden Stäben, die diagonal übereinander gelegt und an den Kreuzungspunkten miteinander zu einem Gitter verbunden werden. Die Ober- und Unterkanten des Trägers werden in der Regel von durchlaufenden Gurten gebildet. Es weiterhin vorzugsweise vorgesehen, dass als Matrixmaterial Beton zum Einsatz kommt und die Oberplatte und die Unterplatte betoniert werden. Damit wird die erfindungsgemäße Hohldeckenplatte als Betondoppeldecke ausgeführt.
  • Nach einer vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens wird der mittige Gitterträger über Kopf mit kurzem 6-er Eisen unter den Längsgurten gehalten.
  • Anhand der Beschreibung von Ausführungsbeispielen und ihrer Darstellung in den zugehörigen Zeichnungen wird die Erfindung nachfolgend näher erläutert. Es zeigen:
    • 1: schematisch eine geschnittene Seitenansicht einer Oberplatte einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Betondoppeldecke;
    • 2: schematisch eine geschnittene Seitenansicht einer Oberplatte mit Unterplatte einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Betondoppeldecke vor den Zusammenfügen; und
    • 3: schematisch eine geschnittene Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Betondoppeldecke.
  • 1: schematisch eine geschnittene Seitenansicht einer Oberplatte 10 einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Betondoppeldecke 1. Die Oberplatte 10 wurde aus einer hier nicht dargestellten Form entnommen, in die das Matrixmaterial Beton sowie vor dem Betonieren die Bewehrungselemente, die Gitterträger 4 und die Bewehrungsmatten 5, eingelegt worden sind. Zudem wurde die Stegform 8 zusammen mit dem in umgekehrter Lage montierten Gitterträger 4 auf die ebenfalls in die Form eingelegte Bewehrungsmatte 5 vor dem Betonieren aufgesetzt. Die Stegform 8 mit ihrem V-förmigen Querschnitt besteht aus einem umgeformten Streckmetall, was in der Schnittdarstellung durch Strichellinien dargestellt ist. Zur Ausbildung des Stegs 6 wurde die Stegform 8 ebenfalls mit dem Matrixmaterial Beton frisch-in-frisch fast bis zum oberen Rand ausgefüllt, nachdem die Oberplatte 10 betoniert wurde. Die Oberfläche wird aufgeraut, um die spätere Verbindung mit dem Matrixmaterial der Unterplatte 20 (vgl. 2 und 3) zu verbessern.
  • 2 zeigt schematisch eine geschnittene Seitenansicht einer Oberplatte 10 mit Unterplatte 20 einer Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Betondoppeldecke 1 vor dem Zusammenfügen. Dazu wurde die Oberplatte 10 umgedreht, sodass die Stege 6 sowie auch die Gitterträger 4 nach unten zur frisch betonierten Unterplatte 20 hinweisen. Nachfolgend wird die Oberplatte 10 so weit abgesenkt, dass die Gitterträger 4 und auch die Rippen 6 in den frischen Beton der Unterplatte 20 Eindringen und bei dessen Aushärtung sich mit diesem verbinden.
  • 3 zeigt schematisch eine geschnittene Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Betondoppeldecke 1, nachdem die Oberplatte mit den Stegen 6 und den Gitterträgern 4 in den frischen Beton der Unterplatte 20 soweit eingesenkt wurde, dass sich für die Stege 6 ein Eindringbereich 22 ergibt.
  • Bei der dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Betondoppeldecke 1 beträgt die Gesamthöhe 25 cm, wobei die Oberplatte 70 mm und die Unterplatte 60 mm dick sind. Der Zwischenraum wird durch die Gitterträger 4 und die Rippen 6 überbrückt und muss nicht mit Beton gefüllt werden, was zur Einsparung von Material und Gewicht führt.
  • Bezugszeichenliste
  • 1
    Hohldeckenplatte, Betondoppeldecke
    4
    Bewehrungselemente, Gitterträger
    5
    Bewehrungselemente, Bewehrungsmatte
    6
    Steg
    8
    Stegform
    10
    Oberplatte
    20
    Unterplatte
    22
    Eindringbereich
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • CN 102535710 A [0002]
    • DD 151 424 A1 [0002]
    • WO 2021/043428 A1 [0003]
    • WO 2024/002854 A1 [0003]
    • DE 10 2013 106 174 A1 [0003]
    • US 3 475 529 A [0004]

Claims (10)

  1. Hohldeckenplatte (1), die eine Oberplatte (10) und eine mit der Oberplatte (10) verbundene Unterplatte (20) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberplatte (10) abragende, in einem Matrixmaterial der Oberplatte (10) mit einer ersten Seite eingebettete Bewehrungselemente (4, 5) und bewehrte Stege (6) aufweist, wobei die Bewehrungselemente (4, 5) und die Stege (6) mit einer zweiten Seite in das Matrixmaterial der Unterplatte (20) eingebettet sind, wobei sich der Querschnitt zumindest eines Teils der Stege (6) in Richtung der Unterplatte (20) aufweitet, und wobei Steg (6) und Unterplatte (20) einen verbindenden Eindringbereich (22) ausbilden.
  2. Hohldeckenplatte nach Anspruch 1, wobei das Matrixmaterial Beton ist.
  3. Hohldeckenplatte nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Bewehrungselemente (4) Gitterträger umfassen, die Oberplatte (10) und Unterplatte (20) verbinden.
  4. Hohldeckenplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei zumindest ein Teil der Stege (6) zumindest an den Flanken von einer verlorenen Stegform (8) flankiert ist.
  5. Hohldeckenplatte nach Anspruch 4, wobei die Stegform (8) aus einer Lage Streckmetall besteht, das zu einem V-förmigen Querschnitt mit abgeflachtem Boden geformt ist.
  6. Hohldeckenplatte nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei die Hohldeckenplatte (1) eine Höhe von 250 mm aufweist, wobei zumindest ein Teil der Stege (6) drei 19-er Gitterträger umfasst, von denen zwei in Normallage den Steg (6) flankieren und der mittige Gitterträger über Kopf montiert und in den Steg (6) eingebettet ist, und wobei die Oberplatte 70 mm und die Unterplatte 60 mm dick sind, und wobei der Steg 10 mm in das Matrixmaterial der Unterplatte eindringt und einen Eindringbereich ausbildet.
  7. Verfahren zur Herstellung einer Hohldeckenplatte (1), die eine Oberplatte (10) und eine mit der Oberplatte (10) verbundene Unterplatte (20) aufweist, gekennzeichnet durch die Schritte, • Einlegen von Bewehrungselementen (4, 5) und einer verlorenen Stegform (8) für einen Steg (6) in eine Form für die Oberplatte (10); • Einbringen und Verdichten des Matrixmaterials der Oberplatte (10) in die Form für die Oberplatte (10); • Einbringen und Verdichten des Matrixmaterials des Stegs; • Aufrauen der Oberfläche des Stegs; • Aushärten und Entformen der Oberplatte; • Einbringen und Verdichten des Matrixmaterials der Unterplatte in der Form für die Unterplatte; • Drehen der Oberplatte, sodass die abragenden Bewehrungselemente und der Steg nach unten zu der der Form für die Unterplatte weisen; • Einsetzen der Bewehrungselemente und des Stegs in den frischen Beton der Unterplatte; • Aushärten und Entformen der Unterplatte.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei als Bewehrungselemente Gitterträger zum Einsatz kommen.
  9. Verfahren nach Anspruch 7 oder 8, wobei als Matrixmaterial Beton zum Einsatz kommt und die Oberplatte und die Unterplatte betoniert werden.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei der mittige Gitterträger über Kopf mit kurzem 6er Eisen unter den Längsgurten gehalten wird.
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