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Kurzdarstellung der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft unterstützende Unterbekleidung, insbesondere einen Büstenhalter mit Stillfunktion und/oder Regenerationsfunktion.
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Büstenhalter oder auch BHs sind im Stand der Technik bekannt und weisen zahlreiche Formen und Ausbildungen auf. In der Regel bestehen die Büstenhalter aus zwei Körbchen, den sogenannten Cups, welche beispielsweise aus textilem Material bestehen können. Die Körbchen werden über Rückenteile, die den Oberkörper der Person umgeben, am Körper gehalten. Ferner sind in einigen Ausbildungen der Büstenhalter weiterhin Träger vorgesehen, die sich von der Oberseite der Körbchen über die Schultern der Person erstrecken und an den Rückenteilen am Rücken der Person befestigt werden. Die Körbchen und/oder Rückteile können ferner mithilfe geeigneter Halterungen voneinander lösbar sein, sodass der BH leicht ausgezogen werden kann. Weitere bekannte Ausgestaltungen umfassen beispielsweise Bügel, die unterhalb der Brust im Körbchen angeordnet sind und die Brust dadurch stützen sollen sowie Körbchen aus klebefähigem Material, die an der Brust befestigt werden, wie beispielsweise der
DE 199 36 395.1 A1 zu entnehmen ist.
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Der Nachteil bekannter Büstenhalter ist, dass diese nur bedingt für das Stillen geeignet sind. In der Regel weisen diese hierfür aufknöpfbare Texilschichten im Bereich der Körbchen auf.
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In der
DE 199 13 478 C1 und der
EP 544 045 A1 werden Stilleinlagen beschrieben, die aus Saugschichten bestehen und austretende Flüssigkeit aufnehmen sollen.
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Der Nachteil von Stilleinlagen ist, dass diese zum Stillen abgenommen werden müssen. Ferner sind diese in der Regel auch nur für eine einmalige Verwendung geeignet, außer es handelt sich um textile Stilleinlagen, die jedoch in vielen Fällen fusseln und/oder an der Brustwarze kleben, nachdem die Flüssigkeit getrocknet ist.
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher ein Unterwäschestück zur Verfügung zu stellen, welches für das Stillen ermöglicht, ohne, dass der gesamte BH oder sie Stilleinlage entfernet werden müssen und ferner eine variable Nutzung des Unterwäschestücks, beispielsweise zur Regeneration der Brustwarze, ermöglicht.
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Die vorliegende Erfindung betrifft einen selbsthaftenden Büstenhalter mit mindestens einem Körbchen, welches eine Aussparung im Bereich der Brustwarzen aufweist sowie mindestens ein Gegenstück, welches die Aussparung verschließt und die Außenränder des Körbchens nicht überragt, wobei an dem Gegenstück und dem Körbchen mit mindestens eine komplementäre Verbindung angeordnet ist, durch welche beide lösbar miteinander verbunden werden können, wobei das Gegenstück im Bereich der Aussparung
- a) flüssigkeitsabsorbierendes Material umfasst;
- b) eine Mulde für ein Silberhütchen umfasst;
- c) flüssigkeitsabweisendes textiles Material umfasst; oder
- d) ein Hohlraumkörper angeordnet ist.
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In einer bevorzugten Ausführungsform weist der Büstenhalter zwei Körbchen auf, wobei diese derart ausgebildet sind, dass ein Körbchen auf der linken Brust und eines auf der rechten Brust angeordnet werden kann. Die Körbchen sind in einem Aspekt aus Silikon, vorzugsweise medizinischem Silikon ausgebildet. Auf der Oberseite der Körbchen kann jedoch auch zusätzlich mindestens eine Textilie angeordnet sein, wobei es sich bei der Textilie vorzugsweise um Baumwolle, Samt, Seide, Kunstfaser, Leder, Filz Leinen und/oder Satin handelt. Die zwei Körbchen können in einem Aspekt durch ein Befestigungselement am Mittelsteg miteinander verbunden sein. Bei dem Befestigungselement kann es sich vorzugsweise um mindestens einen Druckknopf, Hakenverschluss, Clip, Klettsystem, Reißverschluss, Haken-/ Ösen-Verschluss und/oder Schnürbindung handeln, wobei vorzugsweise das Befestigungselement einen Haken-/ Ösen-Verschluss, Schürverbindung und/oder Clip-Verschluss umfasst.
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Die Aussparung weist in einem Aspekt einen Durchmesser von 45 mm bis 80 mm, vorzugsweise von 55 mm bis 70 mm, besonders bevorzugt von 60 mm bis 65 mm auf. Das Gegenstück ist vorzugsweise derart ausgebildet, dass es die Aussparung in jeder Körbchengröße verdeckt.
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In einer Ausführungsform umfasst die mindestens eine Verbindung, die das Gegenstück mit dem Körbchen verbindet, einen Druckknopf, einen Hakenverschluss, einen Clip, ein Klettsystem, einen Reißverschluss, einen Haken-/ Ösen-Verschluss und/oder eine Schnürbindung. Besonders bevorzugt ist das Gegenstück oberhalb der Aussparung mit einer Verbindung in Form eines Haken-/ Ösen-Verschlusses und/oder eines Clips, und im unteren Bereich mittels einer Verbindung mit Druckknöpfen oder einer Klettverbindung an dem Körbchen befestigt.
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Bei dem flüssigkeitsabsorbierenden Material des Gegenstücks kann es sich vorzugsweise um Baumwolle, Lyocell, Vlies und/oder ein Membransystem mit mehreren Lagen handeln. Besonders bevorzugt umfasst das flüssigkeitsabsorbierende Material um ein Membransystem mit mehreren Lagen wobei vorzugsweise
- a) eine mindestens erste Schicht, welche in Kontakt mit der Brustwarze steht Polyester, Polyhexamethylenadipinsäureamid, Elastan, Baumwolle und/oder Seide;
- b) eine mindestens zweite Schicht Baumwolle und/oder Leinen; und
- c) mindestens eine äußere Schicht aus Polyurethanlaminat (PUL), Polyester, und/oder Baumwolle;
umfasst.
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Mindestens ein Material des Gegenstücks kann ferner Silberchlorid umfassen.
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In einem Aspekt der Erfindung weist die Mulde des Gegenstücks eine komplementäre Kurve zum Silberhütchen auf, wodurch es in dieses angeordnet werden kann. Ferner kann das Gegenstück zur Befestigung des Silberhütchens eine Tasche und/oder einen Randbereich zur Aufnahme aufweisen.
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In einer weitern Ausführungsform umfasst das flüssigkeitsabweisende Material des Gegenstücks beschichtetes oder unbeschichtetes Polyester, beschichtete Baumwolle, Nylon und/oder Elastan.
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Der Hohlraumkörper des Gegenstücks kann in einem Aspekt der Erfindung aus dickem Gewebe und/oder einer Hartplastikschale ausgebildet sein.
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Ferner betrifft die hiesige Erfindung auch das entsprechende Gegenstück.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Ansprüche 1 und 13 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen Weiterbildungen der Erfindung sind in den übrigen Ansprüchen und der Beschreibung angegeben.
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Beschreibung der Zeichnungen
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- 1 Schematische Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform eines Büstenhalters mit zwei Körbchen und einem Vorderverschluss sowie Druckknöpfen am unteren Rand und einem Haken-/ Ösen-Verschluss im oberen Bereich.
- 2 Schematische Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform von zwei Gegenstücken mit Druckknöpfen am unteren Rand und einem Haken-/ Ösen-Verschluss im oberen Bereich, welche kompatibel mit den Gegenstücken der Körbchen in 1 sind.
- 3 Schematische Darstellung einer bevorzugten Ausführungsform eines Körbchens mit einem Randbereich für ein Silberhütchen.
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Detaillierte Beschreibung der Erfindung
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Die vorliegende Erfindung betrifft einen selbsthaftenden Büstenhalter (1) mit mindestens einem Körbchen (2), welches eine Aussparung (3) im Bereich der Brustwarzen oder der Brustwarze und des Warzenhofes aufweist sowie mindestens ein Gegenstück(7), welches die jeweilige Öffnung verschließt.
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Im Folgenden sollten die Artikel „ein“ und alle Ableitungen hiervon, wie sie hier verwendet werden, generell als „ein/e/es oder mehrere“ verstanden werden, sofern nicht anderweitig angegeben oder aus dem Kontext als Singularform ersichtlich ist.
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Sofern die Begriffe „enthält“, „hat“, „besitzt“ und dergleichen in der Beschreibung oder den Ansprüchen verwendet werden, sollen diese Begriffe derart verstanden werden, wie der Begriff „aufweisend“ oder „umfassend“, d.h. nicht abschließend, außer es ist explizit angegeben.
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Im Folgenden werden die Begriffe „Büstenhalter“ und „BH“ austauschbar verwendet und bezeichnen Unterbekleidung, insbesondere ein Unterwäschestück, das im Bereich der Brust getragen wird und vorzugsweise mindestens eine Brust mittels mindestens eines Körbchens (2), auch Cups genannt, abdeckt. Obwohl der Büstenhalter (1) im Weiteren der Einfachheit halber für Frauen mit zwei Brüsten beschrieben wird, kann dieser auch für andere Personen und/oder Frauen mit nur einer Brust verwendet werden, wobei die Anzahl und/oder Größe der Körbchen (2) unterschiedlich sein kann. In einer bevorzugten Ausbildung weist der Büstenhalter (1) jedoch zwei Körbchen (2), die sogenannten Cups auf, die an den Brüsten angeordnet werden. Die Körbchen (2) sind vorzugsweise aus Silikon, besonders bevorzugt medizinischem Silikon gebildet, wodurch die Körbchen (2) an der Brust selbsthaftend sind. In einer weiteren Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass auf der Oberseite der Körbchen (2) mindestens eine Textilie angeordnet ist, wie beispielsweise Baumwolle, Samt, Seide, Kunstfaser, Leder, Filz Leinen und/oder Satin. Die Körbchen (2) sind derart ausgebildet, dass jeweils ein Körbchen (2) an der rechten und eines an der linken Brust aufgebracht werden kann, wie in 1 dargestellt.
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Das mindestens eine Körbchen (2) des Büstenhalters (1) ist erfindungsgemäß derart ausgebildet, dass dieses im Bereich der Brustwarze eine Aussparung (3) umfasst, durch welche die Brustwarze hindurchpasst, wie der 1 zu entnehmen ist. Besonders bevorzugt ist die Aussparung (3) so dimensioniert, dass neben der Brustwarze ferner noch der Warzenvorhof ausgenommen ist. Der Begriff „Aussparung“ bezeichnet hierbei eine Öffnung oder einen Ausschnitt innerhalb des Körbchens (2). Die Aussparung (3) umfasst hierbei einen Durchmesser von 45 mm bis 80 mm, vorzugsweise von 55 mm bis 70 mm, besonders bevorzugt von 60 mm bis 65 mm. Komplementär zur Aussparung (3) wird ein Gegenstück (7) an das Körbchen (2) angeordnet, welches die Aussparung (3) verschließt. Für die Anbringung des Gegenstückes (7) weist das Körbchen (2) mindestens eine Verbindung (4) auf. Mögliche Verbindungen umfassen, sind jedoch nicht begrenzt auf die folgende Auflistung, Druckknöpfe, Hakenverschlüsse, Clips, Klettsysteme, Reißverschluss, Haken-/ Ösen-Verschluss und/oder Schnürbindungen. Das Gegenstück (7) fügt sich somit bündig an das Körbchen (2) an, sodass es formschlüssig ist und nicht überragt. Die bündige Anbringung des Gegenstücks (7) bedeutet insbesondere, dass das Gegenstück (7) nicht an den Außenrändern (5) des Körbchens (2) überragt, wie beispielsweise in 1 dargestellt, und vorzugsweise ferner, dass es sich der Form der Körbchen (2), d.h. der ansteigenden Kurve der Brust, anpasst ohne hervorzustehen.
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Anders als bei den üblichen Still-BHs, bei welchen die Aussparung (3) nahezu die gesamte Brust offenlegt, wird in der bevorzugten Ausführung der hiesigen Erfindung lediglich der Bereich der Brustwarze und vorzugsweise des Warzenhof freigelegt. Die Körbchen (2) sind erfindungsgemäß derart ausgebildet, dass die Aussparung (3) und das entsprechende Gegenstück (7) in jeder Körbchengröße identisch groß sind, sodass die Gegenstücke (7) flexibel ausgewählt werden können und mit jedem Körbchen (2) kombinierbar sind.
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Das Gegenstück (7) ist vorzugsweise lösbar mit dem Körbchen (2) verbunden. Hierfür weist das Gegenstück (7) und das jeweilige Körbchen (2) mindestens eine lösliche Verbindung (4) auf, wie beispielsweise in 2 dargestellt. Mögliche Verbindungen (4) umfassen, sind jedoch nicht begrenzt auf die folgende Auflistung, Druckknöpfe, Hakenverschlüsse, Clips, Klettsysteme, Reißverschluss, Haken-/ Ösen-Verschluss und/oder Schnürbindungen. In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Gegenstück (7) oberhalb der Aussparung (3), d.h. oberhalb der Brustwarze, mit einer Verbindung (4a) in Form eines Haken-/ Ösen-Verschlusses und/oder eines Clips befestigt. Im unteren Bereich, d.h. unterhalb der Brustwarze ist das Gegenstück (7) vorzugsweise mittels einer Verbindung (4b) mit Druckknöpfen oder einer Klettverbindung befestigt, sodass individuell entschieden werden kann, ob das Gegenstück (7) komplett abgenommen werden oder eine teilweise Befestigung noch gegeben sein soll, wie beispielsweise den 1 und 2 zu entnehmen. Das Gegenstück (7) ist vorzugsweise waschbar ausgebildet, sodass es wiederverwendbar und nachhaltig ist. Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass an einem Randbereich das Gegenstück (7) mit einer Naht am Körbchen (2) befestigt ist.
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Das Gegenstück (7), welches an dem Körbchen (2) befestigt wird und mindestens die Öffnung abdeckt, kann unterschiedliche Funktionen erfüllen.
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In einer Ausführungsform hat das Gegenstück (7) die Funktion Muttermilch aufzusaugen und somit als Stilleinlage zu agieren. Hierbei weist das Gegenstück (7) flüssigkeitsabsorbierende Materialien auf. Aus diesen kann das Gegenstück (7) insgesamt gefertigt sein oder diese in Teilen, wie beispielsweise im Bereich der Aussparung (3), d.h. dem Bereich der Brustwarze, aufweisen. Bei den Flüssigkeitsabsorbierenden Material kann es sich beispielsweise um Baumwolle, Lyocell und/oder Vlies handeln. Bevorzugt werden Membransysteme verwendet, die mehrere Lagen an unterschiedlichen natürlichen und synthetischen Stoffen aufweisen, wobei vorzugsweise eine erste Schicht, welche in direktem Kontakt mit der Brustwarze steht, die Flüssigkeit aufnimmt und in eine zweite Schicht absorbierende Schicht weitertransportiert, sodass in trockenes Gefühl an der Brust bleibt. Eine oder mehrere weitere Schichten sorgen dafür, dass die Flüssigkeit nicht austritt und/oder sorgen für ein angenehmes Aussehen. Bei der ersten Schicht kann es sich beispielsweise um Chemiefasern, wie Polyester, Polyhexamethylenadipinsäureamid oder Elastan, und/oder Naturfasern, wie Baumwolle und/oder Seide handeln. Die zweite Schicht absorbierende Schicht kann beispielsweise Baumwolle und/oder Leinen umfassen. Bei einer der äußeren Schichten kann es sich vorzugsweise um eine flüssigkeitsundurchlässige Schicht handeln, welche beispielsweise aus einem Verbundstoff, wie Polyurethanlaminat (PUL) oder einer Kunstfaser, wie Polyester, und/oder eine Mischung aus einem synthetischen Stoff wie PUL mit einem natürlichen Stoff, wie Baumwolle, bestehen kann. Darüber hinaus können eine oder mehrere Schichten Silberchlorid zur Hemmung von Bakterien und Gerüchen umfassen.
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In einem weiteren Aspekt ist das Gegenstück (7) derart ausgebildet, dass dieses auf Seiten der Brustwarze eine Mulde aufweist. In diese Mulde kann ein Silberhütchen eingesetzt werden, welches zur Vorbeugung und Behandlung von Rhagaden und/oder Entzündungen der Brustwarzen dient. Die Mulde des Gegenstücks (7) weist hierbei eine komplementäre Kurve zum Silberhütchen auf, d.h. eine nahezu der Brustwarze angepasst Form. Durch die Mulde innerhalb des Gegenstücks (7) wird der Druck auf die Brustwarze und den Warzenvorhof verringert sowie Platz für das Silberhütchen geschaffen. In einem bevorzugten Aspekt weist das Gegenstück (7) ferner zur Befestigung des Silberhütchens gegen verrutschen eine Tasche und/oder einen Randbereich auf, in welche das Silberhütchen eingeführt werden kann. Die Tasche bzw. der Rand in den das Silberhütchen eingeführt werden kann liegen vorzugsweise um die Aussparung (3) herum. In einer bevorzugten Ausführungsform liegt der Durchmesser der Taschenöffnung bei 5% bis 40 %, vorzugsweise 10% bis 20% mehr als der Durchmesser der Aussparung (3). Das Silberhütchen ist vorzugsweise lösbar angeordnet, sodass es jederzeit entnommen und gereinigt werden kann.
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In einer weiteren Ausführungsform weist das Gegenstück (7), insbesondere im Bereich der Brustwarze und/oder des Warzenhofes, flüssigkeitsabweisendes textiles Material auf. Das Material hat den Zweck, dass Salben, Cremes und/oder ähnliche Produkte auf der Brustwarze und/oder dem Warzenhof aufgetragen werden können und solange wie möglich dort verbleiben. Aufgrund der Tatsache, dass die Komponenten nicht in das textile Material aufgesogen werden, kann wird die Pflege und Regeneration der Brustwarze und/oder des Warzenhofes gefördert. Bei dem flüssigkeitsabweisenden oder flüssigkeitsdichten Material kann es sich beispielsweise um beschichtetes oder unbeschichtetes Polyester, beschichtete Baumwolle, Nylon und/oder Elastan handeln.
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In einer weiteren Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass mindestens eine Schicht innerhalb des Gegenstücks (7) einen wärmenden und/oder kühlenden Effekt hat. Diese kann durch einen kühlenden Effekt Schwellungen sowie Milchstau vorbeugen oder die Schmerzen lindern, alternativ kann durch die Wärme der Milchfluss angeregt werden. Das Element zur Kühlung und/oder Erwärmung weist vorzugsweise die Form des Gegenstücks auf. Das Element zu Kühlung kann als separate Einlage im Gegenstück (7), als Gegenstück (7) selbst, als eine Lage innerhalb des flüssigkeitsabsorbierenden Materials oder eine Lage des flüssigkeitsabweisenden Materials des Gegenstücks (7), wie zuvor beschrieben, eingebracht sein.
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In einer alternativen Ausführungsform ist ein Gegenstück (7) vorgesehen, dass die Körbchen (2) teilweise überragen kann und somit nicht vollständig komplementär ausgebildet ist. Der Grund hierfür ist, dass das Gegenstück (7) einen Hohlraumkörper umfasst, der sich insbesondere über die Brustwarze und/oder den Warzenhof erstreckt. Der Hohlraumkörper ist hierbei aus dickem Gewebe und/oder einer Hartplastikschale ausgebildet und dient dem Schutz des Bereiches. Insbesondere soll durch die Ausbildung verhindert werden, dass die Brustwarze in Kontakt mit Kleidungsstücken oder dem Büstenhalter (1) selbst kommt. Das Gegenstück (7) weist hierbei vorzugsweise eine nach außen gerichtete Wölbung auf, die nach außen konvex und nach innen konkav ist.
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Aufgrund der Tatsache, dass die beiden Brüste, insbesondere einer Frau beim Stillen, zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Pflege benötigen können, ist die hiesige Erfindung dafür ausgelegt, dass für jede Brust ein anderes Gegenstück (7) verwendet werden kann und/oder das Gegenstück (7) nach Bedarf gewechselt werden kann. Natürlich können auch dieselben Gegenstücke (7) für beide Brüste verwendet werden. Folglich betrifft die Erfindung auch das Gegenstück (7) an sich, welches wie in Kombination mit dem Körbchen (2) als Büstenhalter (1) vorab beschrieben wurde. Es steht der verwendenden Person frei ein passendes Gegenstück (7) zum Körbchen (2) zu wählen.
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In einem Aspekt der Erfindung werden die zwei Körbchen (2) miteinander verbunden, um die beiden Brüste der Frau zu bedecken. Hierfür ist am Mittelsteg zwischen den Körbchen (2) im Vorderbereich ein Befestigungselement (6) vorgesehen, wie der 1 zu entnehmen ist. Bei dem Befestigungselement (6), auch Vorderverschluss genannt, kann es sich, jedoch nicht begrenzt auf die folgende Auflistung, um Druckknöpfe, Hakenverschlüsse, Clips, Klettsysteme, einen Reißverschluss, Haken-/ Ösen-Verschluss und/oder Schnürbindungen handeln, wobei vorzugsweise Haken-/ Ösen-Verschluss und Clip-Verschlüsse verwendet werden. Aufgrund des Vorderverschlusses am Mittelsteg des Büstenhalters (1) werden die Brüste angehoben und das Dekollete betont, ein sogenannter Push-up-Effekt entsteht. Einige Frauen weisen unterschiedlich große Brüste auf, insbesondere tritt ein solcher Effekt beim Stillen auf, daher können unterschiedliche Körbchengrößen bei dem hiesigen Büstenhalter (1) verwendet werden. Damit dies ohne Probleme funktioniert, sind die an jedem Körbchen (2) einer jeden Größe angeordneten Verbindungselemente (4) mit dem gleichen Verbindungssystem ausgestattet, d.h. dass beispielsweise alle Körbchengrößen einen Haken-/Öse-Verschluss als Verbindungselement (4) aufweisen. Somit lässt sich gewährleisten, dass auch zwei unterschiedliche BH-Cup Größen miteinander kombiniert werden können.
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Weitere Literatur über eine bekannte der Materialien, Verfahren und Anwendungen die in Übereinstimmung mit der vorliegenden Erfindung verwendet werden können, sind für den Fachmann auf dem Gebiet der Bekleidungsindustrie bekannt.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Büstenhalter
- 2
- Körbchen (Cup)
- 3
- Aussparung
- 4
- Verbindung
- 5
- Außenrand
- 6
- Befestigungselement
- 7
- Gegenstück
- 8
- Randbereich
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 199 36 395.1 A1 [0002]
- DE 199 13 478 C1 [0004]
- EP 544 045 A1 [0004]