-
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Reinigungssystem zur Reinigung einer Sensorvorrichtung für ein Kraftfahrzeug. Ferner betrifft die Erfindung ein Kraftfahrzeug mit einer Sensorvorrichtung und einem Reinigungssystem.
-
Die derzeitig öffentlich bekannten Kraftfahrzeuge im Stand der Technik weisen eine Vielzahl verschiedener Sensorvorrichtungen und Möglichkeiten zur Reinigung der Sensorvorrichtungen auf. Die Entwicklung von zunehmend autonom fahrenden Kraftfahrzeugen erhöht die Anzahl an Sensorvorrichtungen und die Wichtigkeit der Funktionssicherheit der Sensorvorrichtungen.
-
Um die Funktionen der Sensorvorrichtung für beispielsweise ein autonomes Fahren zu gewährleisten werden im Fahrzeug diverse Sensorvorrichtungen wie Radar-, Lidar- und Kamerasysteme montiert. Die Sensorvorrichtungen können sich an einer Vielzahl von Positionen an dem und/oder in dem Fahrzeug befinden. Die Sensorvorrichtungen im Außenbereich des Fahrzeugs verschmutzen sich zumeist stark während der Fahrt. Die Verschmutzung von Sensoroberflächen verschlechtert beispielsweise die Objekterkennung und kann einen Ausfall oder eine Beschränkung des Systems für das Kraftfahrzeug, insbesondere für das autonome Fahren, verursachen.
-
Um eine hohe Sensorverfügbarkeit zu gewährleisten, werden Sensorvorrichtungen zumeist aktiv während der Fahrt gereinigt. Bekannte Konzepte zur Reinigung von Sensorvorrichtungen sehen zumeist ein Besprühen der Sensorvorrichtung mit einem Reinigungsfluid vor.
-
Mit beispielsweise einem Wasserreinigungssystem lassen sich die Schmutzpartikel, wie Schmutzwasser, Nässe, Regen-Tropfen, getrocknetes Streusalz, Matsch, Schneematsch, Staub, Gischt, Eis, Waschfilm, Waschflüssigkeit, Öle, Insekten, Proteine und andere Partikel aus Sensoroberflächen entfernen. Nach der Reinigung können auf der Sensorfläche jedoch die Wassertropfen und/oder anderweitige Reinigungsflüssigkeit übrigbleiben und diese können die Verfügbarkeit von Sensoren verschlechtern. Aus diesem Grund werden in weiterentwickelten Reinigungskonzepten übriges Reinigungsfluid und/oder Verschmutzungen, mittels Druckluft entfernt.
-
Nachteilig ist den bekannten Druckluftsystemen, dass die Druckluft entweder mittels Drucklufttank vorgehalten wird oder die Druckluft zunächst erzeugt und mit Zeitverzögern bereitgestellt wird. In einem Reinigungssystem mit Luftdruck wird der Druck in der Regel mittels Kompressor erzeugt. Die Druckluftsysteme benötigen zumeist weitere Bauteile wie Druckluftspeicher, Druckleitungen und/oder Ventile und erfordern folglich nachteilig einen vergrößerten Bauraum. Ein Druckluftsystem ist ferner sehr komplex und erhöht Ausfallwahrscheinlichkeiten und/oder Undichtigkeiten. Zuzüglich ist Druckluft eine sehr teure Energieform, weil die hohe Verdichtung viel Energie benötigt und auch viel Wärme entwickelt. Der große Energieverbrauch ist besonders bei den E-Autos sehr kritisch, da es direkten Einfluss auf die Reichweite hat. Die aktuellen Kompressoren sind ferner zumeist laut und verschlechtern das Benutzererlebnis für das Kraftfahrzeug.
-
-
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die oben beschriebenen Nachteile im Stand der Technik zu beheben oder zumindest teilweise zu beheben. Insbesondere ist es Aufgabe der Erfindung, ein Reinigungssystem bereitzustellen, mit dem eine Reinigung zumindest einer Sensorvorrichtung für ein Kraftfahrzeug besonders einfach ermöglicht wird. Insbesondere ist es ferner die Aufgabe der Erfindung ein Kraftfahrzeug mit zumindest einer Sensorvorrichtung und zumindest einem Reinigungssystem bereitzustellen.
-
Die voranstehende Aufgabe wird durch die Patentansprüche gelöst. Insbesondere wird die Aufgabe gelöst durch ein Reinigungssystem mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1. Ferner wird die Aufgabe gelöst durch ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 10. Weitere Vorteile und Details der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen. Dabei gelten Merkmale, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Reinigungssystem beschrieben sind, selbstverständlich auch im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug und jeweils umgekehrt, sodass bezüglich der Offenbarung zu den einzelnen Erfindungsaspekten stets wechselseitig Bezug genommen wird beziehungsweise werden kann.
-
Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe gelöst durch ein Reinigungssystem zur Reinigung einer Sensorvorrichtung für ein Kraftfahrzeug. Das Reinigungssystem umfasst eine Speichervorrichtung zum Speichern von einem Reinigungsfluid, eine Reinigungsdüse zum Reinigen der Sensorvorrichtung mit dem Reinigungsfluid, eine Fördervorrichtung zur Förderung des Reinigungsfluids aus der Speichervorrichtung zu der Reinigungsdüse und eine Absaugvorrichtung zum Erzeugen einer Saugströmung an der Sensorvorrichtung zum Absaugen des Reinigungsfluids und/oder Verschmutzungen von der Sensorvorrichtung.
-
Das Reinigungssystem ist bevorzugt ausgestaltet zu Reinigung zumindest einer Sensorvorrichtung oder mehrerer Sensorvorrichtungen. Bevorzugt ist das Reinigungssystem zumindest abschnittsweise modular ausgestaltet, sodass die Reinigung weiterer Sensorvorrichtungen nachrüstbar ermöglicht wird. Die Sensorvorrichtung ist beispielhaft als eine Radar-, Lidar- und/oder Kamerasystem zu verstehen. Das erfindungsgemäße Reinigungssystem ermöglicht durch die Speichervorrichtung ein Speichern von zumindest einem Reinigungsfluid und/oder einem Reinigungsfluidgemisch. Die Fördervorrichtung in Kombination mit der Reinigungsdüse ermöglichen eine Reinigung der zumindest einen Sensorvorrichtung mit dem Reinigungsfluid. Die Reinigungsdüse, die Fördervorrichtung und die Speichervorrichtung sind für die Reinigungsfunktion bevorzugt mittels Schläuchen, Leitungen und/oder anderweitig fluidkommunizierend verbunden. Die Reinigungsdüse sprüht bevorzugt das Reinigungsfluid auf, an und/oder in Richtung der zumindest einen Sensorvorrichtung. Die Fördervorrichtung ermöglicht bevorzugt einen Druckaufbau zur Förderung des Reinigungsfluids und zum Besprühen der zumindest einen Sensorvorrichtung mit dem Reinigungsfluid durch die Reinigungsdüse. Die Fördervorrichtung ist bevorzugt als Pumpenvorrichtung ausgestaltet.
-
Das erfindungsgemäße Reinigungssystem ist besonders vorteilhaft, weil die Absaugvorrichtung zum Erzeugen einer Saugströmung an der Sensorvorrichtung zum Absaugen des Reinigungsfluids und/oder Verschmutzungen von der Sensorvorrichtung ausgestaltet ist. Die Saugströmung ist bevorzugt eine Strömung an, um und/oder im Bereich der Sensorvorrichtung zum Absaugen des Reinigungsfluids und/oder Verschmutzungen von der Sensorvorrichtung. Bevorzugt ist die Saugströmung durch die Absaugvorrichtung über die gesamte Oberfläche oder die im Wesentlichen gesamte Oberfläche der Sensorvorrichtung erzeugbar.
-
Die Formulierung „X oder im Wesentlichen X“ soll im Rahmen der Erfindung als mögliche, geringe Abweichung, beispielsweise aufgrund von Fertigungstoleranzen, Material- und/oder Prozesseigenschaften verstanden werden, ohne die zugrundeliegende, beabsichtigte Funktion des Merkmals zu verändern.
-
Die Absaugvorrichtung und die Fördervorrichtung sind bevorzugt separat ausgestaltet. Die Absaugvorrichtung ist bevorzugt als Unterdruckvorrichtung zum Absaugen von Wasser und/oder Verschmutzungen ausgestaltet. Die Erzeugung der Saugströmung kann auf verschiedenen Prinzipien basierend erfolgen, wie nachführend detailliert beschrieben. Die Erzeugung der Saugströmung erfolgt bevorzugt beabstandet von der Sensorvorrichtung und die Saugströmung wird beispielsweise mittels Leitungen und/oder Kanälen von der Sensorvorrichtung zu der Absaugvorrichtung geleitet.
-
Ein derart ausgestaltetes Reinigungssystem ist besonders vorteilhaft, da eine Reinigung zumindest einer Sensorvorrichtung für ein Kraftfahrzeug durch erzeugen einer Saugströmung an der Sensorvorrichtung besonders einfach ermöglicht wird.
-
Gemäß einer bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einem Reinigungssystem vorgesehen sein, dass die Absaugvorrichtung als aktiv angetriebene Absaugvorrichtung und/oder als passiv angetriebene Absaugvorrichtung ausgestaltet ist. Die aktiv angetriebene Absaugvorrichtung ist beispielsweise als eine Turbine zum Erzeugen einer Saugströmung ausgestaltet. Die aktiv angetriebene Absaugvorrichtung erfordert bevorzugt den Einsatz von elektrischer Energie und ist dafür jedoch schnell und jederzeit einsatzbereit. Die passiv angetriebene Absaugvorrichtung ist bevorzugt als eine Venturipumpe, insbesondere im Unterbodenbereich des Kraftfahrzeugs ausgestaltet. Die passiv angetriebene Absaugvorrichtung erfordert für den Betrieb bevorzugt eine vorhandene Luftströmung zur Erzeugung der Saugströmung an der Sensorvorrichtung. Die Luftströmung erfolgt beispielsweise durch eine andere Betriebskomponente des Kraftfahrzeugs und/oder durch einen Fahrwind, insbesondere im Unterbodenbereich des Kraftfahrzeugs, während der Fahrt des Kraftfahrzeugs. Ein derart ausgestaltetes Reinigungssystem ist besonders vorteilhaft, da eine Reinigung zumindest einer Sensorvorrichtung für ein Kraftfahrzeug durch erzeugen einer Saugströmung an der Sensorvorrichtung durch die aktiv und/oder passiv angetriebene Absaugvorrichtung besonders einfach ermöglicht wird.
-
Gemäß einer bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einem Reinigungssystem vorgesehen sein, Logikvorrichtung zur Steuerung und/oder Regelung der Reinigung der Sensorvorrichtung ausgestaltet ist. Die Logikvorrichtung ist bevorzugt als Bestandteil des Reinigungssystems und/oder des Kraftfahrzeugs definiert. Die Logikvorrichtung ist bevorzugt zur Steuerung und/oder Regelung der Fördervorrichtung und/oder der Absaugvorrichtung ausgestaltet. Die Logikvorrichtung ist bevorzugt zur Steuerung und/oder Regelung der Reinigung auf Grundlage einer zeitlichen, anlass-auslösenden, regelmäßigen, zustandsabhängigen und/oder manuellen Steuerung und/oder Regelung ausgestaltet. Die Logikvorrichtung ermöglicht eine möglichst effiziente, energiesparende, reinigungsfluidsparende und/oder zeitlich vorteilhafte Reinigung der zumindest einen Sensorvorrichtung durch die Steuerung und/oder Regelung der Reinigung. Die Logikvorrichtung ist bevorzugt als eine Rechnereinheit und/oder eine Steuereinheit ausgestaltet. Bevorzugt umfasst die Logikvorrichtung eine Datenschnittstelle zur datenkommunizierenden Verbindung mit dem Kraftfahrzeug. Ein derart ausgestaltetes Reinigungssystem ist besonders vorteilhaft, da eine Reinigung zumindest einer Sensorvorrichtung für ein Kraftfahrzeug durch erzeugen einer Saugströmung an der Sensorvorrichtung durch die Logikvorrichtung besonders effizient und einfach ermöglicht wird.
-
Gemäß einer bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einem Reinigungssystem vorgesehen sein, dass die Reinigungsdüse beweglich, steuerbar und/oder regelbar, insbesondere durch die Logikvorrichtung, ausgestaltet ist. Die Reinigung der zumindest einen Sensorvorrichtung wird besonders vorteilhaft ermöglicht, wenn die Reinigungsdüse beweglich, steuerbar und/oder regelbar, insbesondere durch die Logikvorrichtung, ausgestaltet ist. Die Beweglichkeit, Steuerbarkeit und/oder Regelbarkeit umfasst bevorzugt eine Veränderung des Querschnitts, Durchmessers und/oder Fokus der Reinigungsdüse und/oder der Reinigung. Die Beweglichkeit, Steuerbarkeit und/oder Regelbarkeit erfolgt bevorzugt zumindest abschnittsweise motorisiert und/oder manuell. Ein derart ausgestaltetes Reinigungssystem ist besonders vorteilhaft, da eine Reinigung zumindest einer Sensorvorrichtung für ein Kraftfahrzeug durch erzeugen einer Saugströmung an der Sensorvorrichtung durch die Ausgestaltung der Reinigungsdüse besonders vorteilhaft und einfach ermöglicht wird.
-
Gemäß einer bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einem Reinigungssystem vorgesehen sein, dass das Reinigungssystem eine Erfassungsvorrichtung umfasst, wobei die Erfassungsvorrichtung zur Erfassung von einer Verschmutzung und/oder Reinigungsfluid an der Sensorvorrichtung ausgestaltet ist, insbesondere wobei eine Reinigung der Sensorvorrichtung und/oder ein Absaugen des Reinigungsfluids von der Sensorvorrichtung in Abhängigkeit von der erfassten Verschmutzung und/oder des erfassten Reinigungsfluids, insbesondere durch die Logikvorrichtung, ausführbar ist.
-
Die erfindungsgemäße Erfassungsvorrichtung ermöglicht besonders vorteilhaft eine voranstehend beschrieben zustandsabhängige Reinigung der zumindest einen Sensorvorrichtung. Die Reinigung erfolgt dafür bevorzugt in Abhängigkeit eines erfassten Zustands der zumindest einen Sensorvorrichtung und spart folglich vorteilhaft Reinigungsfluid und/oder Energie. Somit wird die Lebensdauer des Reinigungssystems erhöht, der Verbrauch des Reinigungssystems verringert und die Verfügbarkeit der zumindest einen Sensorvorrichtung durch zuverlässige und zustandsabhängige Reinigung stets gewährleistet. Die Logikeinheit, die Erfassungsvorrichtung, die Fördervorrichtung und/oder die Absaugvorrichtung sind bevorzugt datenkommunizierend und/oder signalkommunizierend miteinander verbunden, sodass eine zustandsabhängige Reinigung vorteilhaft ermöglicht ist. Die Erfassungsvorrichtung ist bevorzugt zur äußeren und/oder optischen Erfassung von Verschmutzung und/oder Reinigungsfluid an der Sensorvorrichtung ausgestaltet. Alternativ oder zusätzlich ist die Erfassungsvorrichtung zur funktionalen Erfassung von Verschmutzung und/oder Reinigungsfluid an der Sensorvorrichtung durch Erfassen und/oder Empfangen einer eingeschränkten Sensorverfügbarkeit ausgestaltet. Ein derart ausgestaltetes Reinigungssystem ist besonders vorteilhaft, da eine Reinigung zumindest einer Sensorvorrichtung für ein Kraftfahrzeug durch erzeugen einer Saugströmung an der Sensorvorrichtung durch die Erfassungsvorrichtung besonders vorteilhaft und einfach ermöglicht wird.
-
Gemäß einer bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einem Reinigungssystem vorgesehen sein, dass die Absaugvorrichtung eine Absaugöffnung zum Absaugen des Reinigungsfluids von der Sensorvorrichtung umfasst, insbesondere wobei die Reinigungsdüse mit der Absaugöffnung gemeinsam ausgestaltet ist. Die Absaugvorrichtung umfasst folglich bevorzugt eine zuvor beschriebene Strömungsvorrichtung zum Erzeugen einer Saugströmung und eine Absaugöffnung zum Leiten der Saugströmung an die zumindest eine Sensorvorrichtung. Die Strömungsvorrichtung und die Absaugöffnung können gemeinsam oder beabstandet voneinander ausgestaltet sein. Die Absaugöffnung ist bevorzugt unterhalb der zumindest einen Sensorvorrichtung angeordnet, um ein vorteilhaft durch die Schwerkraft unterstütztes Absaugen des Reinigungsfluids und/oder Verschmutzungen von der Sensorvorrichtung zu ermöglichen. Die Absaugöffnung ist zumindest abschnittsweise gemeinsam oder separat von der Reinigungsdüse ausgestaltet. Bevorzugt ist die Absaugöffnung zumindest abschnittsweise beweglich, einstellbar und/oder steuerbar ausgestaltet, um ein vorteilhaftes Absaugen des Reinigungsfluids und/oder Verschmutzungen von der Sensorvorrichtung bei beispielsweise unterschiedlichen Fahrgeschwindigkeiten des Kraftfahrzeugs zu ermöglichen. Ein derart ausgestaltetes Reinigungssystem ist besonders vorteilhaft, da eine Reinigung zumindest einer Sensorvorrichtung für ein Kraftfahrzeug durch erzeugen einer Saugströmung an der Sensorvorrichtung durch die Ausgestaltung der Absaugöffnung besonders vorteilhaft und einfach ermöglicht wird.
-
Gemäß einer bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einem Reinigungssystem vorgesehen sein, dass das Reinigungssystem eine Absaugspeichervorrichtung umfasst, wobei die Absaugspeichervorrichtung zur Speicherung von abgesaugter Verschmutzung und/oder abgesaugtem Reinigungsfluid ausgestaltet ist. Die Absaugspeichervorrichtung ist bevorzugt als Schmutzwassertank zu verstehen. Die Absaugspeichervorrichtung ist bevorzugt fluidkommunizierend zwischen der voranstehend beschriebenen Absaugöffnung und Strömungsvorrichtung zum Erzeugen einer Saugströmung angeordnet. Die Absaugspeichervorrichtung ermöglicht eine definierte Speicherung von abgesaugter Verschmutzung und/oder abgesaugtem Reinigungsfluid. Die Absaugspeichervorrichtung ist bevorzugt entnehmbar ausgestaltet, um eine vorteilhafte Leerung der Absaugspeichervorrichtung zu ermöglichen. Ein derart ausgestaltetes Reinigungssystem ist besonders vorteilhaft, da eine Reinigung zumindest einer Sensorvorrichtung für ein Kraftfahrzeug durch erzeugen einer Saugströmung an der Sensorvorrichtung durch die Absaugspeichervorrichtung besonders vorteilhaft und einfach ermöglicht wird.
-
Gemäß einer bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einem Reinigungssystem vorgesehen sein, dass das Reinigungssystem, insbesondere die Absaugspeichervorrichtung, einen Phasenabscheider zur Abscheidung von Phasen des abgesaugten Reinigungsfluids und/oder Verschmutzungen und/oder eine Ablaufschnittstelle zum Ablauft des Reinigungssystems, insbesondere der Absaugspeichervorrichtung, umfasst. Das Reinigungssystem, insbesondere die Absaugspeichervorrichtung ist vorteilhaft ergänzt durch den Phasenabscheider zur Abscheidung von Phasen des abgesaugten Reinigungsfluids und/oder Verschmutzungen und/oder eine Ablaufschnittstelle zum Ablauft des Reinigungssystems. Der Phasenabscheider ermöglicht vorteilhaft eine Abscheidung von Phasen und damit eine effizientere Speicherung und/oder Abführung des abgesaugten Reinigungsfluids und/oder Verschmutzungen. Der Phasenabscheider ist bevorzugt als Schwerkraft- und/der Zyklonabscheider ausgestaltet. Die Ablaufschnittstelle ist bevorzugt als Ventil des Reinigungssystems, insbesondere der Absaugspeichervorrichtung, ausgestaltet. Die Ablaufschnittstelle ist bevorzugt zeitlich, zustandsabhängig oder manuell steuerbar, insbesondere zu öffnen und schließen. Bevorzugt ist die Ablaufschnittstelle in Abhängigkeit von einem Füllstand der Absaugspeichervorrichtung steuerbar. Ein derart ausgestaltetes Reinigungssystem ist besonders vorteilhaft, da eine Reinigung zumindest einer Sensorvorrichtung für ein Kraftfahrzeug durch erzeugen einer Saugströmung an der Sensorvorrichtung durch den Phasenabscheider und/oder die Ablaufschnittstelle besonders vorteilhaft und einfach ermöglicht wird.
-
Gemäß einer bevorzugten Weiterentwicklung der Erfindung kann bei einem Reinigungssystem vorgesehen sein, dass das Reinigungssystem, insbesondere die Logikeinheit, eine Datenschnittstelle zur datenkommunizierenden Verbindung mit dem Kraftfahrzeug umfasst. Eine Datenschnittstelle ist bevorzugt zum Empfangen und/oder Senden von Daten ausgestaltet.
-
Beispielhaft ermöglicht die Datenschnittstelle eine Datenkommunikation des Reinigungssystems mit zumindest einer Sensorvorrichtung und/oder einem Steuergerät des Kraftfahrzeugs. Beispielhaft ermöglicht die Datenschnittstelle eine Datenkommunikation des Reinigungssystems mit einem Regensensor des Kraftfahrzeugs und ermöglicht somit eine wetterabhängige Reinigung der zumindest einen Sensorvorrichtung durch das Reinigungssystem. Ein derart ausgestaltetes Reinigungssystem ist besonders vorteilhaft, da eine Reinigung zumindest einer Sensorvorrichtung für ein Kraftfahrzeug durch erzeugen einer Saugströmung an der Sensorvorrichtung durch die Datenschnittstelle besonders vorteilhaft und einfach ermöglicht wird.
-
Gemäß einem zweiten Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe durch ein Kraftfahrzeug mit zumindest einer Sensorvorrichtung und einem Reinigungssystem gemäß dem ersten Aspekt gelöst. Bei dem beschriebenen Kraftfahrzeug ergeben sich sämtliche Vorteile, die bereits zu dem Reinigungssystem gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung beschrieben worden sind.
-
Ein erfindungsgemäßes Reinigungssystem sowie ein Kraftfahrzeug werden nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen jeweils schematisch:
- 1 in einer seitlichen Schnittansicht ein Reinigungssystem zur Reinigung einer Sensorvorrichtung,
- 2 in einer seitlichen Schnittansicht eine Absaugvorrichtung eines Reinigungssystems zur Reinigung einer Sensorvorrichtung, und
- 3 in einer perspektivischen Ansicht ein Kraftfahrzeug mit einer Sensorvorrichtung und einem Reinigungssystem.
-
Elemente mit gleicher Funktion und Wirkungsweise sind in den 1 bis 3 jeweils mit denselben Bezugszeichen versehen.
-
In 1 ist schematisch in einer seitlichen Schnittansicht ein Reinigungssystem 10 zur Reinigung einer Sensorvorrichtung 110 gezeigt. Das Reinigungssystem 10 umfasst eine Speichervorrichtung 20 zum Speichern von einem Reinigungsfluid, eine Reinigungsdüse 30 zum Reinigen der Sensorvorrichtung 110 mit dem Reinigungsfluid, eine Fördervorrichtung 40 zur Förderung des Reinigungsfluids aus der Speichervorrichtung 20 zu der Reinigungsdüse 30 und eine Absaugvorrichtung 50 zum Erzeugen einer Saugströmung an der Sensorvorrichtung 110 zum Absaugen des Reinigungsfluids und/oder Verschmutzungen von der Sensorvorrichtung 110. Die Absaugvorrichtung 50 ist als aktiv angetriebene Absaugvorrichtung 50 ausgestaltet. Das Reinigungssystem 10 umfasst eine Logikvorrichtung 60, wobei die Logikvorrichtung 60 zur Steuerung der Reinigung der Sensorvorrichtung 110 ausgestaltet ist. Die Reinigungsdüse 30 ist beweglich und regelbar ausgestaltet. Das Reinigungssystem 10 umfasst eine Erfassungsvorrichtung 70, wobei die Erfassungsvorrichtung 70 zur Erfassung von einer Verschmutzung und Reinigungsfluid an der Sensorvorrichtung 110 ausgestaltet ist. Die Reinigung der Sensorvorrichtung 110 und ein Absaugen des Reinigungsfluids von der Sensorvorrichtung 110 in Abhängigkeit von der erfassten Verschmutzung und des erfassten Reinigungsfluids durch die Logikvorrichtung 60 ausführbar ist. Die Absaugvorrichtung 50 umfasst eine Absaugöffnung 52 zum Absaugen des Reinigungsfluids von der Sensorvorrichtung 110. Das Reinigungssystem 10 umfasst eine Absaugspeichervorrichtung 54, wobei die Absaugspeichervorrichtung 54 zur Speicherung von abgesaugter Verschmutzung und/oder abgesaugtem Reinigungsfluid ausgestaltet ist. Das Reinigungssystem 10 umfasst eine Datenschnittstelle 80 zur datenkommunizierenden Verbindung mit dem Kraftfahrzeug 100.
-
In 2 ist schematisch in einer seitlichen Schnittansicht eine Absaugvorrichtung 50 eines Reinigungssystems 10 zur Reinigung einer Sensorvorrichtung 110 gezeigt. Das Reinigungssystem 10 umfasst eine Absaugvorrichtung 50 zum Erzeugen einer Saugströmung an der Sensorvorrichtung 110 zum Absaugen des Reinigungsfluids und/oder Verschmutzungen von der Sensorvorrichtung 110. Die Absaugvorrichtung 50 umfasst eine Absaugöffnung 52 zum Absaugen des Reinigungsfluids von der Sensorvorrichtung 110. Das Reinigungssystem 10 umfasst eine Absaugspeichervorrichtung 54, wobei die Absaugspeichervorrichtung 54 zur Speicherung von abgesaugter Verschmutzung und/oder abgesaugtem Reinigungsfluid ausgestaltet ist. Das Reinigungssystem 10, hier die Absaugspeichervorrichtung 54, umfasst einen Phasenabscheider 56 zur Abscheidung von Phasen des abgesaugten Reinigungsfluids und Verschmutzungen. Die Absaugspeichervorrichtung 54 umfasst ferner eine Ablaufschnittstelle 58 zum Ablauft des Reinigungssystems 10, hier der Absaugspeichervorrichtung 54.
-
In 3 ist schematisch in einer perspektivischen Ansicht ein Kraftfahrzeug 100 mit einer Sensorvorrichtung 110 und einem Reinigungssystem 10 gezeigt.
-
Bezugszeichenliste
-
- 10
- Reinigungssystem
- 20
- Speichervorrichtung
- 30
- Reinigungsdüse
- 40
- Fördervorrichtung
- 50
- Absaugvorrichtung
- 52
- Absaugöffnung
- 54
- Absaugspeichervorrichtung
- 56
- Phasenabscheider
- 58
- Ablaufschnittstelle
- 60
- Logikvorrichtung
- 70
- Erfassungsvorrichtung
- 80
- Datenschnittstelle
- 100
- Kraftfahrzeug
- 110
- Sensorvorrichtung
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- DE 10 2019 135 407 A1 [0007]
- DE 10 2018 004 036 A1 [0007]