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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Steckverbinder, ein Verfahren zur Herstellung eines Steckverbinders, und ein Verfahren zum Lösen eines Koaxialkontakts von einem Steckverbinder.
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Aus dem Stand der Technik sind verschiedene Steckverbinder und entsprechende Verfahren zur Herstellung von Steckverbindern bekannt, welche verschiedene Anschlüsse zur Kopplung, beispielsweise mit Leiterplatten elektrischer Geräte, bereitstellen. Zur Kopplung mit Leiterplatten ist es dabei insbesondere bekannt Kontakte des Steckverbinders mit der Leiterplatte zu verlöten.
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Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Steckverbinder, sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Steckverbinders bereitzustellen, welche eine verbesserte Montage eines Steckverbinders ermöglichen, und dadurch insbesondere einen besser montierbaren Steckverbinder mit einer insbesondere hohen Signalübertragung bereitstellen.
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Ferner ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verfahren zum Lösen eines Koaxialkontakts von einem besser montierbaren Steckverbinder, der insbesondere eine hohe Signalübertragung aufweist, bereitzustellen.
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Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht daher insbesondere darin, einen verbesserten Steckverbinder bereitzustellen, welcher insbesondere einfach montierbar ist, und/oder zumindest teilweise demontierbar ist.
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Diese Aufgaben werden durch die unabhängigen Patentansprüche gelöst. Bestimmte Ausführungsformen ergeben sich aus den abhängigen Patentansprüchen.
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Ein Aspekt der Erfindung betrifft einen Steckverbinder, insbesondere Rundsteckverbinder, wobei der Steckverbinder umfasst:
- - eine Leiterplatte, insbesondere eine gedruckte Leiterplatte (PCB);
- - einen Steckverbinderkörper, welcher an der Leiterplatte fixiert ist;
- - eine elektrisch leitfähig kontaktierbare Kontaktvorrichtung, welche mehrere insbesondere elektrisch leitfähig kontaktierbare Kontaktpins umfasst, und welche zumindest abschnittsweise in dem Steckverbinderkörper angeordnet ist,
- -- wobei die Leiterplatte eine Öffnung aufweist, welche so ausgebildet ist, dass ein Koaxialkontakt oder zentraler Kontakt durch die Öffnung an der Kontaktvorrichtung montierbar ist.
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Mit anderen Worten weist die Leiterplatte zumindest eine Öffnung auf, welche derart ausgebildet ist, dass zumindest ein Koaxialkontakt oder zentraler Kontakt an der Kontaktvorrichtung montierbar ist, insbesondere von einer der Kontaktvorrichtung abgewandten Seite der Leiterplatte an der Kontaktvorrichtung montierbar ist.
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Vorzugsweise weist die Leiterplatte genau eine Öffnung auf, welche derart ausgebildet ist, dass weiter vorzugsweise genau ein Koaxialkontakt oder genau ein zentraler Kontakt an der Kontaktvorrichtung montierbar ist, insbesondere von einer der Kontaktvorrichtung abgewandten Seite der Leiterplatte an der Kontaktvorrichtung montierbar ist.
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Vorzugsweise weist die Leiterplatte genau eine Öffnung auf, welche derart ausgebildet ist, dass zwei oder mehr Koaxialkontakte oder zwei oder mehr zentrale Kontakte an der Kontaktvorrichtung montierbar sind, insbesondere von einer der Kontaktvorrichtung abgewandten Seite der Leiterplatte an der Kontaktvorrichtung montierbar ist.
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Vorzugsweise weist die Leiterplatte genau zwei Öffnungen oder mehr als zwei Öffnungen auf, welche derart ausgebildet sind, dass weiter vorzugsweise genau ein Koaxialkontakt oder genau ein zentraler Kontakt pro Öffnung an der Kontaktvorrichtung montierbar ist, insbesondere von einer der Kontaktvorrichtung abgewandten Seite der Leiterplatte an der Kontaktvorrichtung montierbar ist.
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Die Richtung der Montage eines zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts von der Kontaktvorrichtung abgewandten Seite der Leiterplatte hin zur Kontaktvorrichtung, und insbesondere im Wesentlichen axial durch die Öffnung der Leiterplatte hindurch, definiert vorliegend eine Montagerichtung des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts. Die Montagerichtung kann insbesondere im Wesentlichen parallel zu einer Axialrichtung des Steckverbinders, und insbesondere einer Axialrichtung dessen Steckverbinderkörpers und/oder dessen Kontaktvorrichtung sein.
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Der zentrale Kontakt ist, ohne darauf beschränkt zu sein, insbesondere zur Verbindung mit einem Koaxialkabel und/oder einem Koaxialstecker ausgebildet, kann jedoch auch mit Leitern anderer Kabel und/oder anderer Stecker verbindbar sein. Der zentrale Kontakt ist dabei nicht auf einen geometrisch exakt zentral zwischen den Kontaktpins montierbaren Kontakt beschränkt. Vielmehr stellt der zentrale Kontakt einen Kontakt dar, welche im Wesentlichen radial innerhalb der mehreren Kontaktpins montierbar ist. Der Koaxialkontakt ist insbesondere ein Kontakt, welche vorzugsweise ausschließlich zur elektrisch leitfähigen Verbindung mit einem Koaxialstecker und/oder Koaxialkabel ausgebildet ist.
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Die mehreren Kontaktpins können die Leiterplatte insbesondere elektrisch leitfähig kontaktieren.
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Der vorliegende Steckverbinder ermöglicht vorteilhaft einen einfach montierbaren Steckverbinder bereitzustellen. Ferner ermöglicht der vorliegende Steckverbinder vorteilhaft, dass einer oder mehrere zentrale Kontakte oder einer oder mehrere Koaxialkontakte im Wesentlichen unabhängig von den Kontaktpins an der Kontaktvorrichtung montierbar sind. Dadurch können die einen oder mehreren zentralen Kontakte oder die einen oder mehreren Koaxialkontakte vorbestimmt und insbesondere anwendungsspezifisch ausgebildet werden, um die Kontaktvorrichtung, und dadurch im Weiteren den Steckverbinder, vorbestimmt anwendungsspezifisch auszubilden.
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Insbesondere kann der vorliegende Steckverbinder auf einfache Weise mit einer vorbestimmten Leistungscharakteristik ausgebildet werden, insbesondere mit einer vorbestimmten Leistungscharakteristik zur Übertragung elektrischer Signale an die Leiterplatte und/oder an ein elektrisches Gerät, beispielsweise in der Umgebung der Leiterplatte. Die Leistungscharakteristik umfasst dabei insbesondere im Wesentlichen zuverlässig und insbesondere störungsfrei übertragbare Leistungsstärken und/oder Leistungsfrequenzen elektrischer Signale.
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Insbesondere kann durch eine Kombination der Kontaktpins mit dem zumindest einen zentralen Kontakt oder Koaxialkontakt vorteilhaft eine gemischte vorbestimmte und insbesondere anwendungsspezifische durch den Steckverbinder übertragbare Leistungscharakteristik bereitgestellt werden.
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Beispielsweise können die mehreren Kontaktpins ausgebildet sein, eine vergleichsweise niedrige Leistung und/oder Leistungsfrequenz eines elektrischen Signals zu übertragen. Alternativ oder zusätzlich kann der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt ausgebildet sein, eine vergleichsweise hohe Leistung und/oder Leistungsfrequenz eines elektrischen Signals zu übertragen. Ein Kontaktpin der mehreren Kontaktpins kann insbesondere ausgebildet sein, ein elektrisches Signal mit einer Frequenz im Bereich von etwa ab 0 kHz bis etwa 10000000 kHz zu übertragen, insbesondere im Bereich von etwa 0 kHz bis etwa 1000000 kHz zu übertragen. Ein zentraler Kontakt und insbesondere Koaxialkontakt kann insbesondere ausgebildet sein, ein elektrisches Signal mit einer Frequenz im Bereich von etwa 0 kHz bis etwa 50000000 kHz zu übertragen, insbesondere im Bereich von etwa 0 kHz bis etwa 10 GHz zu übertragen.
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Ein zentraler Kontakt und insbesondere Koaxialkontakt kann ausgebildet sein, im Frequenzbereich von einigen kHz bis zu einigen GHz hochfrequente, breitbandige Signale zu übertragen. Das können hochfrequente Rundfunksignale, Radarsignale, Übertragungen in Netzwerken, Audio-Signale, und/oder einfach Messsignale, beispielsweise in einem Testlabor sein. Der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt kann insbesondere einen Innenleiter und einen Außenleiter umfassen, oder ein erstes Leiterelement für einen Innenleiter und ein zweites Leiterelement für einen Außenleiter eines Koaxialkabels aufweisen, insbesondere zur Übertragung hochfrequenter unsymmetrischer Signale. Der Außenleiter führt dabei üblicherweise das Referenzpotenzial, nämlich die Masse, der Innenleiter führt die Signalspannung oder bei der Fernspeisung auch die Versorgungsspannung. Ferner ist der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt beispielsweise zur Erzeugung von Hochleistungsimpulsen in der Radartechnik verwendbar. Dabei werden keine Signale übermittelt, sondern hier wirkt der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt als Hochspannungsquelle mit genau definiertem Innenwiderstand, dessen gesamte gespeicherte Ladung nach definierter Zeit abgegeben hat. Weiterhin kann der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt für die elektrische Übertragung digitaler Stereo- oder Mehrkanal-Audiosignale zwischen verschiedenen Geräten ausgebildet sein.
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Der vorliegende Steckverbinder kann insbesondere eine Schnittstelle zur Übertragung einer der hierin genannten elektrischen Signale an ein elektrisches Gerät sein. In beispielhaften Ausführungsformen kann der vorliegende Steckverbinder insbesondere eine Schnittstelle zur direkten Übertragung elektrischer Signale mittels der Kontaktpins an die Leiterplatte, und zur direkten Übertragung elektrischer Signale mittels des einen oder mehreren zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts an ein elektrisches Gerät oder dessen Kabel sein.
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Die Öffnung an der Leiterplatte wird weiterhin vorteilhaft eine platzsparende Anordnung des Steckverbinders, welcher durch die Montage eines oder mehrerer vorbestimmter zentraler Kontakte oder Koaxialkontakte mit einer vorbestimmten und insbesondere anwendungsspezifischen Leistungscharakteristik ausbildbar ist, ermöglicht.
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Ferner ermöglicht die Öffnung an der Leiterplatte vorteilhaft ein elektrisches Signal mit hoher Leistung oder hoher Leistungsfrequenz nicht direkt, oder gar nicht über die Leiterplatte zu schicken, sondern direkt, die Leiterplatte insbesondere schonend, an dem zentralen Kontakt oder Koaxialkontakt abzugreifen. Beispielsweise ist der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt durch eine von der Leiterplatte separate elektrisch leitfähige Verbindung oder durch ein elektrisches Gerät, welches mit der Leiterplatte zwar verbunden sein kann, also insbesondere die Leiterplatte umfassen kann, jedoch nicht mit der Leiterplatte verbunden sein muss, elektrisch leitfähig kontaktierbar. Dadurch ist vorteilhaft auch die Schirmung der Leiterplatte vorteilhaft einfach ausführbar.
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Somit ist vorteilhaft eine vorbestimmte übertragbare Leistungscharakteristik einstellbar, oder mit anderen Worten bereitstellbar, während weiter vorteilhaft insbesondere eine hohe Lebensdauer der Leiterplatte sichergestellt werden kann.
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Die Öffnung der Leiterplatte kann insbesondere als Durchgangsloch der Leiterplatte ausgebildet sein, insbesondere als ein Durchgangsloch, welches sich durch eine Dickenrichtung der Leiterplatte hindurcherstreckt. Die Dickenrichtung der Leiterplatte entspricht insbesondere der Richtung mit der geringsten Erstreckung der Leiterplatte. Mit anderen Worten entspricht die Dickenrichtung der Leiterplatte insbesondere derjenigen Richtung, in welcher der Fachmann die Leiterplatte üblicherweise als flach oder dünn bezeichnet.
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Das Durchgangsloch ist in Radialrichtung insbesondere durch die Leiterplatte umgrenzt. Dadurch ist der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt vorteilhaft bei der Montage des zentralen Kontakts oder des Koaxialkontakts durch die Leiterplatte führbar. Im montierten Zustand des zumindest einen zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts können die Öffnung und der zentrale Kontakt bzw. Koaxialkontakt sich insbesondere nicht berühren. Mit anderen Worten kann die Öffnung bzw. das Durchgangsloch insbesondere einen größeren Innendurchmesser aufweisen, als ein Außendurchmesser des zumindest einen zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts, welche an der Kontaktvorrichtung montierbar ist.
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Der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt ist daher insbesondere von einer unmittelbaren Kraftübertragung zwischen dem zumindest einen zentralen Kontakt oder Koaxialkontakt im Wesentlichen entkoppelt. Dadurch kann vorteilhaft sowohl die Lebensdauer der Leiterplatte, als auch die Lebensdauer des zumindest einen zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts verbessert werden.
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Der Steckverbinderkörper kann insbesondere ausgebildet sein, mit einem komplementären Rundsteckverbinder koppelbar zu sein, und beispielsweise einen Rundsteckverbinderkörper des komplementären Rundsteckverbinders zumindest abschnittsweise in sich aufzunehmen und/oder davon umgeben zu werden.
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Der Steckverbinderkörper kann beispielsweise eine im Wesentlichen rohrförmige, insbesondere zylindrische oder mit anderen Worten hohlzylinderförmige Form aufweisen. Der Steckverbinderkörper kann in einer Axialrichtung, welche insbesondere im Wesentlichen parallel zu einer Steckrichtung des Steckverbinders sein kann, insbesondere eine größere Erstreckung aufweisen, als die Kontaktvorrichtung. Mit anderen Worten kann der an der Leiterplatte fixierte Steckverbinderkörper insbesondere eine größere Erstreckung von der Leiterplatte weg aufweisen, als die in dem Steckverbinderkörper zumindest abschnittsweise angeordnete Kontaktvorrichtung.
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Dadurch ist die Kontaktvorrichtung vorteilhaft geschützt in dem Steckverbinderkörper anordenbar, insbesondere berührgeschützt in dem Steckverbinderkörper anordenbar.
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Durch den vorliegenden Steckverbinder sind die Leiterplatte, der Steckverbinderkörper und die Kontaktvorrichtung vorteilhaft miteinander vormontierbar. Dadurch kann vorteilhaft eine nachgelagerte Montage eines oder mehrerer der zentralen Kontakte oder Koaxialkontakte, zur Ausbildung eines Steckverbinders mit einer anwendungsspezifischen übertragbaren Leistungscharakteristik, vereinfacht werden.
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Die Kontaktvorrichtung kann insbesondere eine Buchse bilden, zur elektrisch leitfähigen Kontaktierung mit einem zur Buchse komplementären Stecker. Ferner kann die Kontaktvorrichtung insbesondere einen Stecker bilden, zur elektrisch leitfähigen Kontaktierung mit einer zum Stecker komplementären Buchse.
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Eine beispielhafte Ausführung der Kontaktvorrichtung als Buchse führt insbesondere zu einer anderen Steckrichtung, insbesondere zu einer im Wesentlichen entgegengesetzt gerichteten Steckrichtung, im Vergleich zu einer Ausführung der Kontaktvorrichtung als Stecker. Bildet die Kontaktvorrichtung eine Buchse, zeigt die Steckrichtung beispielhaft hin zu den Kontaktpins, welche die Kontaktvorrichtung umfasst, und dadurch insbesondere hin zur Leiterplatte. Bildet die Kontaktvorrichtung einen Stecker, zeigt die Steckrichtung beispielhaft weg von den Kontaktpins, welche die Kontaktvorrichtung umfasst, und ferner insbesondere weg von der Leiterplatte.
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Vorliegend wird beispielhaft von einer Kontaktvorrichtung als Buchse ausgegangen, wobei die Kontaktvorrichtung insbesondere nicht darauf beschränkt ist. Sind vorliegend daher Bereiche oder Seiten mit Bezug auf die Steckrichtung wiedergegeben, gelten diese für eine Ausführungsform der Kontaktvorrichtung als Stecker insbesondere für den gegenüberliegenden Bereich bzw. die gegenüberliegende Seite mit Bezug auf die Steckrichtung.
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In bevorzugten Ausführungsformen des Steckverbinders kann die Kontaktvorrichtung einen Kontaktkörper aufweisen, an welchem die Kontaktpins angeordnet sind, insbesondere formschlüssig und/oder reibschlüssig angeordnet sind, und
es kann der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt lösbar mit dem Kontaktkörper verbindbar sein, insbesondere beschädigungsfrei oder zerstörungsfrei mit dem Kontaktkörper verbindbar sein.
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Der Kontaktkörper kann insbesondere ausgebildet sein, mit einem komplementären Rundsteckverbinder koppelbar zu sein, und beispielsweise einen Steckverbinderkörper und/oder Kontaktkörper des komplementären Rundsteckverbinders zumindest abschnittsweise in sich aufzunehmen und/oder davon umgeben zu werden.
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Einer oder mehrere der mehreren Kontaktpins können vorzugsweise lösbar formschlüssig und/oder reibschlüssig an dem Kontaktkörper anordenbar sein. Einer oder mehrere der mehreren Kontaktpins können beispielsweise einen oder mehrere Fixiervorsprünge, insbesondere im Wesentlichen in einer Radialrichtung, aufweisen, um jeweils mit einer ersten Kontaktaufnahme des Kontaktkörpers formschlüssig und/oder reibschlüssig in Eingriff zu gelangen. Die erste Kontaktaufnahme, oder mit anderen Worten die Kontaktaufnahme zur Aufnahme eines Kontaktpins, insbesondere eines einzelnen Kontaktpins, kann insbesondere einen oder mehrere formschlüssig hintergreifbare Vorsprünge und/oder Rücksprünge aufweisen, zur formschlüssigen Anordnung eines Kontaktpins daran oder darin. Zusätzlich oder alternativ kann die erste Kontaktaufnahme einen Querschnitt aufweisen, welcher mit einem Querschnitt eines Kontaktpins, insbesondere mit einem Querschnitt eines Kontaktpins in einem Bereich, in dem ein Fixiervorsprung des Kontaktpins angeordnet ist, eine Übergangspassung oder eine Übermaßpassung bilden.
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Der Kontaktkörper kann insbesondere eine Mehrzahl von ersten Kontaktaufnahmen aufweisen, welche der Mehrzahl an Kontaktpins entspricht. Alternativ kann der Kontaktkörper eine Mehrzahl von ersten Kontaktaufnahmen aufweisen, welche größer ist, als die Mehrzahl an Kontaktpins. Dadurch sind die Kontaktpins vorteilhaft fest an dem Kontaktkörper fixierbar, und insbesondere mittels einer Vormontage, welche der Anordnung der Kontaktvorrichtung an dem Steckverbinderkörper vorgelagert ist, an dem Kontaktkörper fixierbar. Ferner ist die mittels der Mehrzahl bzw. der Anzahl der mehreren Kontaktpins übertragbare Leistungscharakteristik vorteilhaft einstellbar.
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Der Kontaktkörper kann in einem Querschnitt, insbesondere in einem Querschnitt im Wesentlichen quer zur Axialrichtung, ringförmig ausgebildet sein, insbesondere derart, dass die ersten Kontaktaufnahmen ringförmig entlang der Umfangsrichtung an dem Kontaktkörper angeordnet sind. Beispielsweise können die ersten Kontaktaufnahmen im Wesentlichen ringförmig, insbesondere im Wesentlichen in Umfangsrichtung, um eine oder mehrere zweite Kontaktaufnahmen des Kontaktkörpers, welche jeweils zur Aufnahme eines zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts ausgebildet sind, angeordnet sein.
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Der Steckverbinder ist vorteilhaft modular herstellbar, wobei die Anzahl der mehreren Kontaktpins unabhängig von der Anzahl an ersten Kontaktaufnahmen ist, selbstverständlich abgesehen von der Begrenzung durch die maximale Anzahl an ersten Kontaktaufnahmen. Dadurch ist der Steckverbinder ferner vorteilhaft ressourcenschonend herstellbar.
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Eine erste Kontaktaufnahme der einen oder mehreren ersten Kontaktaufnahmen kann insbesondere eine durchgängige Aufnahmeöffnung aufweisen, wobei die durchgängige Aufnahmeöffnung insbesondere stufenförmig ausgebildet sein kann. Die Aufnahmeöffnung der ersten Kontaktaufnahme kann insbesondere derart stufenförmig gebildet sein, dass ein Durchmesser der Aufnahmeöffnung an einem der Leiterplatte zugewandten Ende der Aufnahmeöffnung größer ist, als ein Durchmesser der Aufnahmeöffnung an einem der Leiterplatte abgewandten Ende der Aufnahmeöffnung. Ferner kann die Aufnahmeöffnung an einem oder an beiden Enden insbesondere eine Einführschräge aufweisen. Die Stufe der Aufnahmeöffnung kann insbesondere an einer der Leiterplatte abgewandten Seite der Aufnahmeöffnung angeordnet sein.
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Dadurch ist der Kontaktpin vorteilhaft einfach in die erste Kontaktaufnahme bzw. deren Aufnahmeöffnung einführbar. Durch die Stufe ist vorher insbesondere vorteilhaft ein Anschlag bereitgestellt, der eine vorbestimmte Anordnung des Kontaktpins in der ersten Kontaktaufnahme sicherstellt. Ferner ermöglicht die Stufe ein genaues Führen eines komplementären Leiterelements zum oder an den Kontaktpin, zur elektrisch leitfähigen Kontaktierung des Kontaktpins.
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Der Kontaktpin kann, insbesondere an einer Außenumfangsseite, eine Isolierung aufweisen, insbesondere eine Teflon Isolierung. Alternativ oder zusätzlich kann der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt, insbesondere an einer Außenumfangsseite, eine Isolierung aufweisen, insbesondere eine Teflon Isolierung.
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Durch die Isolierung ist der Kontaktpin und/oder der zentrale Kontakt bzw. Koaxialkontakt vorteilhaft elektrisch geschützt. Mittels der Teflon Isolierung, ist der Kontaktpin und/oder der zentrale Kontakt bzw. Koaxialkontakt zudem vorteilhaft temperaturbeständig elektrisch geschützt.
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Der Kontaktkörper kann insbesondere ein Isolator sein oder einen Isolator umfassen. Die Kontaktvorrichtung kann daher insbesondere mittels der Kontaktpins und dem zentralen Kontakt oder Koaxialkontakt elektrisch leitfähig kontaktierbar ausgebildet sein. Die Kontaktpins und der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt können daher insbesondere in Steckrichtung, oder mit anderen Worten insbesondere von einer der Leiterplatte abgewandten Seite der Kontaktvorrichtung, zur elektrisch leitfähigen Kontaktierung zugänglich an dem Kontaktkörper angeordnet sein.
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Der Kontaktkörper kann insbesondere ausgebildet sein, die Kontaktpins untereinander, sowie insbesondere gegenüber dem zumindest einen zentralen Kontakt oder Koaxialkontakt räumlich zu trennen, insbesondere in Umfangsrichtung und/oder in Radialrichtung zu trennen, insbesondere mittels eines isolierenden Abschnitts zu trennen.
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Dadurch können die elektrisch leitfähigen Elemente der Kontaktvorrichtung vorteilhaft geschützt angeordnet werden, und eine gute Kontaktierbarkeit und Signalübertragung sichergestellt werden.
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Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft einen Steckverbinder, insbesondere Rundsteckverbinder, wobei der Steckverbinder umfasst:
- - eine Leiterplatte, insbesondere gedruckte Leiterplatte (PCB);
- - einen Steckverbinderkörper, welcher an der Leiterplatte fixiert ist;
- - eine elektrisch leitfähig kontaktierbare Kontaktvorrichtung (30), welche mehrere Kontaktpins umfasst, und welche zumindest abschnittsweise in dem Steckverbinderkörper angeordnet ist,
- -- wobei zumindest ein zentraler Kontakt oder Koaxialkontakt an der Kontaktvorrichtung angeordnet und insbesondere fixiert ist, und
- -- wobei sich der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt durch eine Öffnung in der Leiterplatte erstreckt.
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Mit anderen Worten kann insbesondere zumindest ein zentraler Kontakt oder Koaxialkontakt an der Kontaktvorrichtung angeordnet und insbesondere fixiert sein, wobei sich der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt durch eine Öffnung in der Leiterplatte erstreckt.
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Vorzugsweise weist die Leiterplatte genau eine Öffnung auf, wobei sich der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt durch die genau eine Öffnung in der Leiterplatte erstreckt.
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Vorzugweise erstreckt sich genau ein zentraler Kontakt oder Koaxialkontakt durch die genau eine Öffnung in der Leiterplatte.
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Vorzugsweise weist die Leiterplatte genau zwei oder mehr als zwei Öffnungen auf, wobei sich durch jede Öffnung der Leiterplatte genau ein zentraler Kontakt oder Koaxialkontakt erstreckt.
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Vorzugweise erstrecken sich zwei oder mehr als zwei zentrale Kontakte oder Koaxialkontakte durch jede Öffnung in der Leiterplatte.
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Der zumindest eine sich durch die Öffnung erstreckende zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt an der Leiterplatte ermöglicht vorteilhaft ein elektrisches Signal mit hoher Leistung oder hoher Leistungsfrequenz nicht direkt oder gar nicht über die Leiterplatte zu schicken, sondern direkt, die Leiterplatte insbesondere schonend, an dem zentralen Kontakt oder Koaxialkontakt abzugreifen. Beispielsweise ist der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt durch eine von der Leiterplatte separate elektrisch leitfähige Verbindung oder durch ein elektrisches Gerät, welches mit der Leiterplatte zwar verbunden sein kann, also insbesondere die Leiterplatte umfassen kann, jedoch nicht mit der Leiterplatte verbunden sein muss, elektrisch leitfähig kontaktierbar.
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Dadurch ist vorteilhaft eine vorbestimmte übertragbare Leistungscharakteristik einstellbar, oder mit anderen Worten bereitstellbar, während weiter vorteilhaft insbesondere eine hohe Lebensdauer der Leiterplatte sichergestellt werden kann, insbesondere um elektrische Signalen zu übertragen, welche eine für die Leiterplatte weniger belastende Leistungscharakteristik aufweisen.
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Beispielhafte, bevorzugte und alternative Ausführungsformen des Aspekts betreffend den Steckverbinder, wobei zumindest ein Koaxialkontakt an der Kontaktvorrichtung angeordnet ist, sowie deren Effekte, können insbesondere denen entsprechen, wie zum Aspekt betreffend den Steckverbinder, wobei ein Koaxialkontakt an der Kontaktvorrichtung montierbar ist, erläutert, und umgekehrt.
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Der Steckverbinder des weiteren Aspekts betrifft insbesondere einen Steckverbinder des zuvor erläuterten Aspekts, in einem Zustand, in dem zumindest ein zentraler Kontakt oder Koaxialkontakt an der Kontaktvorrichtung montiert ist, insbesondere derart an der Kontaktvorrichtung montiert ist, dass er sich abschnittsweise durch die Öffnung der Leiterplatte erstreckt.
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Der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt kann im montierten Zustand des Steckverbinders insbesondere an der Kontaktvorrichtung befestigt sein, oder mit anderen Worten mit der Kontaktvorrichtung verbunden sein.
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Der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt kann im montierten Zustand des Steckverbinders insbesondere mit einem ersten Abschnitt oder einem ersten Ende an der Kontaktvorrichtung befestigt sein, oder mit anderen Worten mit der Kontaktvorrichtung verbunden sein. Ferner kann der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt im montierten Zustand des Steckverbinders insbesondere mit einem zweiten Abschnitt oder einem zweiten Ende, welches relativ zur Leiterplatte gegenüberliegend zum ersten Abschnitt bzw. dem ersten Ende angeordnet ist, von oder aus der Öffnung der Leiterplatte vorragen.
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Dadurch ist der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt vorteilhaft zuverlässig mit der Kontaktvorrichtung verbunden, und gleichzeitig vorteilhaft einfach an seinem durch die Öffnung ragenden Ende bzw. an seinem von der Öffnung ragenden Abschnitt elektrisch leitfähig kontaktierbar, beispielsweise mit einem elektronischen Gerät, so dass die Leiterplatte vorteilhaft geschont wird und vorteilhaft langlebig ausgebildet ist.
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In bevorzugten Ausführungsformen des Steckverbinders, insbesondere des Steckverbinders gemäß des weiteren Aspekts, kann die Kontaktvorrichtung einen Kontaktkörper aufweisen, an welchem die Kontaktpins angeordnet sind, insbesondere formschlüssig und/oder reibschlüssig angeordnet sind, und
es kann der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt lösbar mit dem Kontaktkörper verbunden sein, insbesondere beschädigungsfrei oder zerstörungsfrei lösbar mit dem Kontaktkörper verbunden sein.
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Dadurch ist der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt vorteilhaft einfach mit dem Kontaktkörper verbindbar, und insbesondere ist ein anwendungsspezifischer zentraler Kontakt oder Koaxialkontakt mit dem Kontaktkörper verbindbar.
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Dies ermöglicht vorteilhaft einen Steckverbinder mit einer vorbestimmten und insbesondere anwendungsspezifischen übertragbaren Leistungscharakteristik bereitzustellen, insbesondere auf ressourcenschonende Weise.
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Im Weiteren werden verschiedene Begriffe wiederholt verwendet, deren Verständnis durch die nachfolgenden Definitionen erleichtert werden soll.
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Der montierte Zustand des Steckverbinders beschreibt insbesondere einen Zustand, in dem der zumindest eine zentrale Kontakt oder der zumindest eine Koaxialkontakt an der Kontaktvorrichtung des Steckverbinders angeordnet ist und insbesondere daran befestigt ist, beispielsweise lösbar, insbesondere beschädigungsfrei oder zerstörungsfrei lösbar befestigt ist.
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Der unmontierte Zustand des Steckverbinders, der vorliegend auch als nichtmontierter Zustand beschrieben ist, beschreibt insbesondere einen Zustand, in dem der zumindest eine zentrale Kontakt oder der zumindest eine Koaxialkontakt nicht an der Kontaktvorrichtung angeordnet ist, insbesondere nicht befestigt ist. Im unmontierten Zustand kann der zumindest eine zentrale Kontakt oder der zumindest eine Koaxialkontakt sich insbesondere noch nicht zumindest abschnittsweise durch die Öffnung der Leiterplatte erstrecken.
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Steckverbinder bzw. Rundsteckverbinder: Der Rundsteckverbinder stellt vorliegend im Wesentlichen einen Steckverbinder dar, welcher zumindest abschnittsweise eine im Wesentlichen zylindrische oder rohrförmige Form oder Kontur aufweisen, ist darauf jedoch nicht beschränkt, und kann im Querschnitt zu einer Axialrichtung oder Steckrichtung des Rundsteckverbinders auch beliebig konturiert sein, insbesondere vieleckig sein oder abschnittsweise rund und eckig sein. Der Rundsteckverbinder kann insbesondere mittels seines Steckverbinderkörpers eine Schraubverbindung und/oder eine Push-Push Verbindung und/oder eine Push-Pull Verbindung zu einem komplementären Rundsteckverbinder bereitstellen oder mit einem komplementären Rundsteckverbinder bilden.
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Axialrichtung: Die Axialrichtung beschreibt insbesondere eine Richtung, in welcher der Steckverbinder und insbesondere Rundsteckverbinder seine größte Erstreckung aufweist. Die Axialrichtung kann darüber hinaus insbesondere im Wesentlichen in einer Richtung liegen, entlang der die Kontaktvorrichtung, und insbesondere die Kontaktpins und/oder der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt ausgebildet sind, elektrisch leitfähig kontaktiert zu werden. Somit kann die Axialrichtung insbesondere im Wesentlichen parallel zu einer Steckrichtung des Steckverbinders bzw. Rundsteckverbinders sein, oder ihr im Wesentlichen entsprechen. Die Steckrichtung stellt dabei die Richtung dar, in der der Steckverbinder und insbesondere Rundsteckverbinder relativ zu einem komplementären Steckverbinder bzw. Rundsteckverbinder bewegt wird, um einen elektrisch leitfähigen und/oder datenübertragungsfähigen Kontakt zwischen dem Steckverbinder und insbesondere Rundsteckverbinder und einem komplementären Steckverbinder bzw. Rundsteckverbinder bereitzustellen.
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Umfangsrichtung: Die Umfangsrichtung stellt eine Richtung dar, welche im Wesentlichen senkrecht zur Axialrichtung oder Steckrichtung ist. Die Umfangsrichtung kann insbesondere im Wesentlichen einer Richtung entlang eines Umfangs des Steckverbinders und insbesondere Rundsteckverbinders oder einer Richtung entlang einer Außenkontur des Steckverbinders bzw. Rundsteckverbinders in einem Querschnitt des Steckverbinders bzw. Rundsteckverbinders entsprechen, oder einer Richtung entlang der Außenkontur eines Elements des Steckverbinders bzw. Rundsteckverbinders in einem Querschnitt des Steckverbinders bzw. Rundsteckverbinders entsprechen, wobei der Querschnitt im Wesentlichen senkrecht zur Axialrichtung oder Steckrichtung des Steckverbinders bzw. Rundsteckverbinders verläuft. Dabei kann die Umfangsrichtung insbesondere einer Richtung entlang einer Tangente an einen Umfang des Steckverbinders bzw. Rundsteckverbinders oder eines Elements des Steckverbinders bzw. Rundsteckverbinders entsprechen, insbesondere einer Richtung entlang einer Tangente an eine Kontur des Steckverbinders bzw. Rundsteckverbinders oder eines Elements des Steckverbinders bzw. Rundsteckverbinders in einem Querschnitt entsprechen. Die Umfangsrichtung kann mit anderen Worten insbesondere ähnlich zu einer Umfangsrichtung eines Zylinders sein, wobei der vorliegende Steckverbinders und insbesondere Rundsteckverbinder nicht auf eine streng zylinderförmige Kontur beschränkt ist.
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Radialrichtung: Die Radialrichtung stellt eine Richtung dar, welche im Wesentlichen senkrecht zur Axialrichtung oder Steckrichtung und/oder der Umfangsrichtung ist. Die Radialrichtung kann insbesondere von einer Achse des Steckverbinders und insbesondere Rundsteckverbinders hin zu einer Außenkontur oder Mantelfläche zeigen, insbesondere hin zu einer Außenkontur oder Mantelfläche des Steckverbinders bzw. Rundsteckverbinders oder eines Elements des Steckverbinders bzw. Rundsteckverbinders.
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Die Axialrichtung oder Steckrichtung kann zusammen mit der Umfangsrichtung und der Radialrichtung insbesondere ein Rechtshandsystem bilden, insbesondere ein Zylinderkoordinatensystem.
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Steckrichtung: Die Steckrichtung beschreibt insbesondere eine Richtung, in welcher der Steckverbinder und insbesondere dessen Kontaktvorrichtung bzw. die Kontaktpins und/oder der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt relativ zu einem komplementären Steckverbinder bewegbar sind bzw. zu bewegen sind, um in einen gekoppelten Zustand und insbesondere einen elektrisch leitfähig kontaktierenden Zustand mit einem komplementären Steckverbinder überführt zu werden.
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Die Steckrichtung des Steckverbinders und insbesondere Rundsteckverbinders kann im Wesentlichen parallel zur Steckrichtung des komplementären Steckverbinders und insbesondere Rundsteckverbinders sein. Die Steckrichtung des Steckverbinders kann zusätzlich oder alternativ eine zur Steckrichtung des komplementären Steckverbinders im Wesentlichen entgegengesetzte Richtung sein.
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Es versteht sich, dass die Steckrichtung bei der Montage durch einen Bediener und/oder eine Bedieneinheit von der hier definierten Steckrichtung abweichen kann, solange sie zu einer Kopplung, insbesondere beschädigungsfreien elektrisch leitfähigen Kopplung, des Steckverbinders mit dem komplementären Steckverbinder führt.
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Die Steckrichtung kann im Wesentlichen parallel zur Axialrichtung sein.
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Der Schutz wie hierin erwähnt kann insbesondere ein Berührschutz sein. Der Berührschutz kann insbesondere einen Schutz gegen ein Berühren durch einen Bediener umfassen, beispielsweise gegen ein Berühren durch einen Finger des Bedieners. Alternativ oder zusätzlich kann der Berührschutz einen Schutz gegen ein Berühren mit Objekten vorbestimmter Größe umfassen, beispielsweise gegen ein Berühren mit Objekten, welche in ihrer kleinsten Erstreckungsrichtung ein Abmaß von mehr als etwa 20 mm umfassen, insbesondere von mehr als etwa 17 mm umfassen. Der Schutz kann beispielsweise durch eine vorbestimmte Definition des Innendurchmessers des Steckverbinderkörpers, an einem der Leiterplatte abgewandten Ende des Steckverbinderkörpers, gebildet sein.
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Wird eine Richtung oder ein Winkel mit dem Zusatz „im Wesentlichen“ oder „in etwa“ oder „etwa“ wiedergegeben, so sei mit diesem Zusatz insbesondere eine Abweichung von der betreffenden Richtung oder vom betreffenden Winkel im Bereich von 0° bis 5° gemeint oder zu verstehen.
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Wird ein räumliches Maß, ein räumliches Verhältnis oder ein sonstiges Verhältnis mit dem Zusatz „im Wesentlichen“ oder „in etwa“ oder „etwa“ wiedergegeben, so sei mit diesem Zusatz insbesondere eine Abweichung von dem betreffenden Maß oder dem betreffenden Verhältnis im Bereich von 0 % bis 10 % gemeint oder zu verstehen.
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Die nachfolgend beschriebenen Ausführungsformen beziehen sich insbesondere auf die Steckverbinder gemäß beider zuvor beschriebenen Aspekte.
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In bevorzugten Ausführungsformen des Steckverbinders kann zumindest ein Teil der mehreren Kontaktpins, insbesondere jeder der mehreren Kontaktpins, mit der Leiterplatte verbunden sein, insbesondere direkt verbunden sein.
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Einer oder mehrere der mehreren Kontaktpins, insbesondere jeder der mehreren Kontaktpins, kann insbesondere stoffschlüssig und/oder reibschlüssig mit der Leiterplatte verbunden sein, insbesondere direkt verbunden sein.
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In beispielhaften Ausführungsformen können einer oder mehrere der mehreren Kontaktpins mit der Leiterplatte verlötet sein, beispielsweise mittels Reflow-Löten.
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Dadurch können die Kontaktpins vorteilhaft elektrisch leitfähig mit der Leiterplatte verbunden sein. Ferner sind die Kontaktpins und insbesondere die Kontaktvorrichtung, an welchen die Kontaktpins angeordnet sind, vorteilhaft fest mit der Leiterplatte verbunden. Dadurch ist wiederum auch der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt vorteilhaft fest mittels der Kontaktvorrichtung an der Leiterplatte halterbar.
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In bevorzugten Ausführungsformen des Steckverbinders können die Kontaktpins der Kontaktvorrichtung in Umfangsrichtung um die Öffnung der Leiterplatte, also insbesondere um das Durchgangsloch der Leiterplatte, angeordnet sein.
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In beispielhaften Ausführungsformen können zumindest drei Kontaktpins an der Kontaktvorrichtung angeordnet und insbesondere mit der Leiterplatte verbunden sein, beispielsweise können etwa 3 bis etwa 20 Kontaktpins, insbesondere etwa 6 bis etwa 16 Kontaktpins, vorzugsweise etwa 8 bis etwa 12 Kontaktpins an der Kontaktvorrichtung angeordnet und insbesondere mit der Leiterplatte verbunden sein. Die Kontaktpins können insbesondere entlang eines einzelnen vorbestimmten Radius oder entlang mehrerer vorbestimmter Radien in Umfangsrichtung um die Öffnung der Leiterplatte angeordnet sein.
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Dadurch kann bei gleichzeitiger Sicherstellung einer vorbestimmten übertragbaren Leistungscharakteristik, insbesondere niederfrequenten Leistungscharakteristik, insbesondere eine im Wesentlichen für einen Rundsteckverbinder ausgebildete Kontaktvorrichtung vorteilhaft gleichmäßig an der Leiterplatte gehalten sein. Dadurch ist wiederum auch der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt vorteilhaft gleichmäßig fest mittels der Kontaktvorrichtung an der Leiterplatte halterbar oder abstützbar.
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In bevorzugten Ausführungsformen des Steckverbinders kann der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt mittels eines rückstellfähigen, im Querschnitt zumindest abschnittsweise im Wesentlichen C-förmigen Clips an einem Kontaktkörper der Kontaktvorrichtung fixierbar bzw. fixiert sein,
und es kann vorzugsweise der im Querschnitt zumindest abschnittsweise C-förmige Clip zumindest einen Federhaken aufweisen, insbesondere mehrere sich im Wesentlichen diametral gegenüberliegende Federhaken aufweisen, beispielsweise zwei sich im Wesentlichen diametral gegenüberliegende Federhaken aufweisen.
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Der Querschnitt des Clips, in welchem der Clip zumindest abschnittsweise im Wesentlichen C-förmig gebildet ist, ist insbesondere im Wesentlichen quer zur Axialrichtung und/oder zur Steckrichtung des zumindest einen zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts in einem an der Kontaktvorrichtung montierten Zustand des zumindest einen zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts.
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Der C-förmige Clip ist insbesondere vormontierbar an dem zumindest einen zentralen Kontakt oder Koaxialkontakt. Insbesondere kann je zentralem Kontakt oder Koaxialkontakt ein im Querschnitt im Wesentlichen C-förmig ausgebildeter Clip bereitgestellt sein.
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Im montierten Zustand des zumindest einen zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts erstreckt sich der Clip insbesondere zwischen einer Außenumfangsfläche des zumindest einen zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts und einer Innenumfangsfläche des Kontaktkörpers, insbesondere einer Innenumfangsfläche einer zweiten Kontaktaufnahme des Kontaktkörpers, welche ausgebildet ist, den zumindest einen zentralen Kontakt oder Koaxialkontakt zumindest abschnittsweise in sich aufzunehmen.
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Die zweite Kontaktaufnahme ist insbesondere eine von der ersten Kontaktaufnahme separate Kontaktaufnahme, also eine im Wesentlichen in Radialrichtung von der ersten Kontaktaufnahme beabstandete Kontaktaufnahme. Alternativ oder zusätzlich kann die zweite Kontaktaufnahme in Umfangsrichtung beabstandet und insbesondere in Umfangsrichtung versetzt zu einer oder mehreren ersten Kontaktaufnahmen angeordnet sein.
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Der eine oder die mehreren Federhaken spreizen sich insbesondere im Wesentlichen radial ab, also radial von einem Clipkörper des Clips, welcher ausgebildet ist, sich im Wesentlichen an die Außenumfangsfläche des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts anzulegen, insbesondere vorgespannt anzulegen.
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Der eine oder die Federhaken sind insbesondere ausgebildet, entgegen einer Montagerichtung des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts, um den zentralen Kontakt oder Koaxialkontakt an der Kontaktvorrichtung zu befestigen, eine zunehmende im Wesentlichen radiale Abspreizung aufzuweisen.
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Mehrere Federhaken ermöglichen vorteilhaft ein im Wesentlichen zentrale, oder mit anderen Worten in Radialrichtung mittiges abstützen des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts in der Aufnahme.
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Die zweite Kontaktaufnahme weist an einer Innenumfangsseite insbesondere einen Fixiervorsprung auf, an welchen eine oder mehrere der Federhaken mit ihren radial abgespreizten Enden anschlagen können. Der Fixiervorsprung weist insbesondere eine Stirnfläche auf, welche im Wesentlichen senkrecht zur Axialrichtung und/oder zur Steckrichtung ist, gegen welche sich die Federhaken abstützen können, oder gegen welche die Federhaken anschlagen können, insbesondere wenn der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt entgegen der Axialrichtung und/oder der Montagerichtung und/oder der Steckrichtung bewegt wird, also insbesondere durch die Öffnung der Leiterplatte gezogen wird.
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Der Clip kann insbesondere ein C-förmig gebogener Clip sein, wobei das eine Ende des Clips in Umfangsrichtung von dem anderen Ende des Clips in Umfangsrichtung getrennt ist, und insbesondere zu dem anderen Ende in Umfangsrichtung beabstandet ist. Die Enden des Clips in Umfangsrichtung sind mit anderen Worten also insbesondere im Wesentlichen in Umfangsrichtung getrennt oder voneinander beabstandet.
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Die Beabstandung der Enden des Clips in Umfangsrichtung kann in einem Zustand, in welchem der Clip nicht am zentralen Kontakt oder Koaxialkontakt angeordnet ist, vorzugsweise kleiner sein, als in einem Zustand, in welchem der Clip am zentralen Kontakt bzw. Koaxialkontakt angeordnet ist. Mit anderen Worten kann der Clip in einem Zustand, in welchen der Clip nicht am zentralen Kontakt oder Koaxialkontakt angeordnet ist, einen Innendurchmesser aufweisen, welcher kleiner ist, als ein Außendurchmesser des zentralen Kontakts bzw. Koaxialkontakts, an welchem der Clip anzuordnen ist, um den Kontakt bzw. Koaxialkontakt an der Kontaktvorrichtung zu fixieren.
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Dadurch ist der Clip vorteilhaft mit einer Vorspannung an dem zentralen Kontakt oder Koaxialkontakt anordenbar, und insbesondere sicher vormontierbar.
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Ferner kann der Clip in Steckrichtung und/oder entgegen der Steckrichtung an dem zentralen Kontakt oder Koaxialkontakt anordenbar sein, beispielsweise mittels eines Aufschiebens im Wesentlichen parallel zur Axialrichtung und/oder zur Steckrichtung.
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Die Anordnung des Clips an dem zentralen Kontakt oder Koaxialkontakt kann insbesondere in einem Zustand erfolgen, in welchem der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt zumindest abschnittsweise innerhalb der Kontaktvorrichtung angeordnet ist. Alternativ kann die Anordnung des Clips an dem zentralen Kontakt oder Koaxialkontakt in einem Zustand erfolgen, in welchem der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt nicht zumindest abschnittsweise innerhalb der Kontaktvorrichtung angeordnet ist, also beispielsweise als Vormontage, vor dem Anordnen oder Fixieren des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts an der Kontaktvorrichtung, und insbesondere vor dem Führen des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts durch die Öffnung der Leiterplatte.
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Beispielsweise kann der Clip an einer Clipaufnahme oder mit anderen Worten einem Clipaufnahmebereich des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts vormontiert sein bzw. werden, insbesondere formschlüssig vormontiert sein bzw. werden. Danach ist der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt insbesondere gemeinsam mit dem Clip an der Kontaktvorrichtung bzw. an dessen Kontaktkörper, und insbesondere an der zweiten Kontaktaufnahme des Kontaktkörpers, anordenbar, und insbesondere mittels des Clips fixierbar. Bei der Anordnung des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts kann der eine oder können die mehreren Federhaken insbesondere ausgebildet sein, an einem Anschlagsvorsprung der zweiten Aufnahme abzugleiten, insbesondere durch eine rückstellfähige Auslenkung radial einwärts.
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Nach einem Passieren des Anschlagsvorsprungs, sind die Federhaken insbesondere ausgebildet sich radial auswärts zurückstellend auszulenken, und einen radialen Eingriff und/oder stirnseitigen Anschlag mit dem Fixiervorsprung, bei einer Bewegung des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts entgegen der Axialrichtung, auszubilden.
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Der Anschlagsvorsprung und der Fixiervorsprung können insbesondere integral ausgebildet sein, oder mit anderen Worten insbesondere ohne Trennung in der Axialrichtung an der zweiten Aufnahme ausgebildet sein. Der Anschlagsvorsprung kann daher insbesondere ein der Leiterplatte zugewandter Abschnitt des Fixiervorsprungs sein. Mit anderen Worten kann der Fixiervorsprung insbesondere ein der Leiterplatte abgewandter Abschnitt des Anschlagsvorsprungs sein.
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Der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt ist mittels des Clips insbesondere formschlüssig an der zweiten Kontaktaufnahme fixierbar.
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In weiteren beispielhaften Ausführungsformen kann der Clip beispielsweise an der Kontaktvorrichtung, also insbesondere in der zweiten Kontaktaufnahme der Kontaktvorrichtung, vormontierbar sein bzw. vormontiert sein.
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Der Clip kann insbesondere ein Biegeteil sein, aus welchem die Federhaken insbesondere integral gebildet sind, beispielsweise durch abschnittsweises Ausschneiden der Federhaken aus dem Biegeteil, und insbesondere durch Biegen der Federhaken nach radial außen. Der Clip kann insbesondere eine C-förmig gebogene Platte sein. Die Federhaken können beispielsweise mittels Laserschneiden und/oder Stanzen an dem Clip ausgebildet sein, und insbesondere durch einen weiteren Schritt des Biegens oder Drückens der Federhaken nach radial außen abspreizend gebildet sein.
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Dadurch ist der Clip vorteilhaft einfach herstellbar, und gleichzeitig vorteilhaft ausgebildet, eine sowohl passive als auch zuverlässige Fixierung für den zentralen Kontakt oder Koaxialkontakt an der Kontaktvorrichtung zu bilden.
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Durch die sich insbesondere entgegen der Axialrichtung und/oder entgegen der Montagerichtung zunehmend (radial) abspreizenden Federhaken, welche sich insbesondere gegen einen Fixiervorsprung der zweiten Aufnahme abstützen oder daran anschlagen, wird bei einer Bewegung des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts entgegen der Axialrichtung und/oder entgegen der Montagerichtung der eine oder die mehreren Federhaken mit einer zunehmenden Biegung beansprucht.
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Dadurch wird vorteilhaft passiv eine der Bewegung des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts entgegen der Axialrichtung und/oder der Montagerichtung zunehmende Fixierkraft bereitgestellt, welche insbesondere nur durch eine Beschädigung oder Zerstörung des Clips überwindbar ist. Dies gilt selbstverständlich nur, wenn kein vorheriger Schritt des Lösens der Anordnung bzw. der Fixierung des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts von der zweiten Kontaktaufnahme erfolgt, beispielsweise mittels eines Werkzeugs bzw. Demontagewerkzeugs.
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Der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt kann mittels des Clips, und ohne ein den Clip radial einwärts auslenkendes Demontagewerkzeug, nicht beschädigungsfrei oder nicht zerstörungsfrei an der Kontaktvorrichtung fixierbar sein. Ferner kann der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt mittels des Clips, und insbesondere mittels eines den Clip radial einwärts auslenkendes Demontagewerkzeug, beschädigungsfrei und insbesondere zerstörungsfrei lösbar an der Kontaktvorrichtung fixierbar sein.
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In bevorzugten Ausführungsformen des Steckverbinders kann das Steckverbindergehäuse elektrisch leitfähig sein.
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Insbesondere kann das Steckverbindergehäuse elektrisch leitfähig mit der Leiterplatte verbunden sein, beispielsweise verlötet sein.
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Zusätzlich oder alternativ kann das Steckverbindergehäuse mittels rückstellfähiger, insbesondere radial elastisch rückstellfähiger Fixierstifte an der Leiterplatte fixiert sein, und insbesondere elektrisch leitfähig verbunden sein. Die Fixierstifte können insbesondere lötbar ausgebildet sein, insbesondere Reflow-lötbar ausgebildet sein.
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Dadurch kann vorteilhaft eine zuverlässige Schirmung bereitgestellt werden, welche insbesondere die Kontaktpins und/oder den zumindest einen zentralen Kontakt oder Koaxialkontakt schirmt, und dadurch vorteilhaft eine hohe Übertragungsqualität sicherstellt.
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In bevorzugten Ausführungsformen des Steckverbinders kann der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt einen Durchmesser aufweisen, welcher größer ist als ein Durchmesser eines Kontaktpins der mehreren Kontaktpins.
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Der Durchmesser bezieht sich insbesondere auf einen Durchmesser, insbesondere auf einen Außendurchmesser, gemessen im Querschnitt im Wesentlichen quer zur Axialrichtung oder quer zur axialen Erstreckung des jeweiligen Kontaktpins oder Koaxialkontakts.
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Dadurch kann der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt vorteilhaft einen größeren Querschnitt zur Übertragung von elektrischen Signalen oder zur Aufnahme von elektrisch übertragenden Leitern bereitstellen. Ferner weist der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt insbesondere einen Querschnitt zur Durchführung voneinander durch eine Isolation und/oder Schirmung getrennter Leiter auf. Dadurch ist der zentrale Kontakt vorteilhaft ausgebildet, im Vergleich zum Kontaktpin, eine vergleichsweise größere Signalfrequenz elektrischer Signale im Wesentlichen störungsfrei zu übertragen.
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Der Steckverbinder kann daher vorteilhaft mit einer gemischten vorbestimmten und insbesondere anwendungsspezifischen durch den Steckverbinder übertragbaren Leistungscharakteristik bereitgestellt werden. Ferner kann insbesondere durch die Führung des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts durch die Öffnung eine übermäßige Belastung der Leiterplatte vermieden werden, insbesondere dadurch, dass der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt nicht direkt mit der Leiterplatte verbunden ist, sondern insbesondere direkt mit einem elektrischen Gerät oder eines Kabel eines elektrischen Geräts verbunden ist, welches in der Umgebung der Leiterplatte angeordnet sein kann, jedoch nicht in der Umgebung der Leiterplatte angeordnet sein muss.
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Die Kontaktpins der mehreren Kontaktpins können insbesondere im Wesentlichen den gleichen Durchmesser aufweisen. Die Kontaktpins der mehreren Kontaktpins können zueinander insbesondere im Wesentlichen gleich ausgebildet sein.
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Dadurch kann vorteilhaft einfach und kostengünstig ein vorbestimmter Teil der durch den Steckverbinder übertragbaren Leistungscharakteristik sichergestellt werden.
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In bevorzugten Ausführungsformen des Steckverbinders können zumindest zwei zentrale Kontakte oder Koaxialkontakte an der Kontaktvorrichtung angeordnet sein,
wobei sich vorzugsweise die zumindest zwei zentralen Kontakte oder Koaxialkontakte durch eine einzelne Öffnung der Leiterplatte erstrecken können, oder jeder zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt der zumindest zwei zentralen Kontakte oder Koaxialkontakte durch jeweils eine Öffnung der Leiterplatte erstrecken kann.
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Separate Öffnungen in der Leiterplatte ermöglichen vorteilhaft eine gezielte Führung bei der Montage der zentralen Kontakte oder Koaxialkontakte. Eine einzelne Öffnung in der Leiterplatte ist vorteilhaft einfach herstellbar.
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Die mehreren zentralen Kontakte oder Koaxialkontakte, beispielsweise zwei, drei, vier, fünf, sechs, oder mehr ermöglichen vorteilhaft eine vorbestimmte und insbesondere anwendungsspezifische Leistungscharakteristik, welche durch den Steckverbinder übertragbar ist, einzustellen.
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Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Steckverbinders, insbesondere Rundsteckverbinders, insbesondere eines Steckverbinders wie vorliegend beschrieben, umfassend die Schritte, insbesondere in dieser Reihenfolge:
- - Bereitstellen einer Leiterplatte mit zumindest einem Durchgangsloch, oder mit anderen Worten zumindest einer Öffnung,
- - Bereitstellen eines Steckverbinderkörpers, insbesondere eines im Wesentlichen zylinderförmigen Steckverbinderkörpers;
- - Fixieren des Steckverbinderkörpers an der Leiterplatte, insbesondere derart, dass das Durchgangsloch durch den Steckverbinderkörper hindurch zugänglich ist;
- - Bereitstellen einer elektrisch leitfähig kontaktierbaren Kontaktvorrichtung, welche mehrere Kontaktpins umfasst;
- - Anordnen der Kontaktvorrichtung an dem Steckverbinderkörper, derart, dass zumindest ein Koaxialkontakt oder zentraler Kontakt durch das zumindest eine Durchgangsloch an der Kontaktvorrichtung montierbar ist.
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Vorzugsweise weist die Leiterplatte genau ein Durchgangsloch, d.h. genau eine Öffnung auf, welche derart ausgebildet ist, dass weiter vorzugsweise genau ein Koaxialkontakt oder genau ein zentraler Kontakt an der Kontaktvorrichtung montierbar ist, insbesondere von einer der Kontaktvorrichtung abgewandten Seite der Leiterplatte an der Kontaktvorrichtung montierbar ist.
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Vorzugsweise weist die Leiterplatte genau ein Durchgangsloch, d.h. genau eine Öffnung auf, welche derart ausgebildet ist, dass zwei oder mehr Koaxialkontakte oder zwei oder mehr zentrale Kontakte an der Kontaktvorrichtung montierbar sind, insbesondere von einer der Kontaktvorrichtung abgewandten Seite der Leiterplatte an der Kontaktvorrichtung montierbar ist.
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Vorzugsweise weist die Leiterplatte genau zwei Durchgangslöcher oder mehr als zwei Durchgangslöcher auf, d.h. genau zwei Öffnungen oder mehr als zwei Öffnungen auf, welche derart ausgebildet sind, dass weiter vorzugsweise genau ein Koaxialkontakt oder genau ein zentraler Kontakt pro Öffnung an der Kontaktvorrichtung montierbar ist, insbesondere von einer der Kontaktvorrichtung abgewandten Seite der Leiterplatte an der Kontaktvorrichtung montierbar ist.
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Das Anordnen der Kontaktvorrichtung an dem Steckverbinderkörper kann insbesondere ein formschlüssiges und/oder reibschlüssiges Anordnen der Kontaktvorrichtung an dem Steckverbinderkörper umfassen.
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Ferner kann das Anordnen der Kontaktvorrichtung an dem Steckverbinderkörper insbesondere ein Verbinden der Kontaktpins mit der Leiterplatte umfassen, insbesondere ein stoffschlüssiges Verbinden der Kontaktpins mit der Leiterplatte umfassen, beispielsweise mittels Löten, insbesondere mittels Reflow-Löten.
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Durch das vorliegende Verfahren zur Herstellung des Steckverbinders kann der Steckverbinder vorteilhaft auf einfache Weise mit einer vorbestimmten und insbesondere anwendungsspezifischen übertragbaren Leistungscharakteristik zur Übertragung elektrischer Signale bereitgestellt werden.
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Beispielhafte, bevorzugte und alternative Ausführungsformen des Aspekts betreffend das Verfahren zur Herstellung des Steckverbinders, sowie deren Effekte, können insbesondere denen entsprechen, wie zu den Aspekten betreffend den Steckverbinder erläutert, und umgekehrt.
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In bevorzugten Ausführungsformen des Verfahrens kann das Verfahren ferner umfassen, insbesondere nach dem Anordnen der Kontaktvorrichtung an dem Steckverbinderkörper:
- - Fixieren des zumindest einen zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts mit oder
- - mit anderen Worten - an der Kontaktvorrichtung, insbesondere mit oder an einem Kontaktkörper der Kontaktvorrichtung.
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In anderen Worten: Montieren des zumindest einen zentralen Kontakts oder Koaxialkontakt mit oder - mit anderen Worten - an der Kontaktvorrichtung, insbesondere mit oder an einem Kontaktkörper der Kontaktvorrichtung. Fixieren und montieren können somit gleichbeutend verwendet werden.
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Das Fixieren des Koaxialkontakts mit oder an dem Kontaktkörper der Kontaktvorrichtung, kann beispielsweise umfassen:
- - Anbringen eines Clips an einer Außenumfangsseite des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts, insbesondere an einer Clipaufnahme des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts; und
- - Führen des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts mit dem Clip durch die Durchgangsöffnung der Leiterplatte bis zum Erreichen einer vorbestimmten Fixierposition an oder in der Kontaktvorrichtung bzw. an oder in dem Kontaktkörper der Kontaktvorrichtung bzw. an oder in der zweiten Kontaktaufnahme des Kontaktkörpers;
oder alternativ umfassen:
- - Führen des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts durch die Durchgangsöffnung der Leiterplatte bis zum Erreichen einer vorbestimmten Fixierposition an oder in der Kontaktvorrichtung bzw. an oder in dem Kontaktkörper der Kontaktvorrichtung bzw. an oder in der zweiten Kontaktaufnahme des Kontaktkörpers; und
- - Anbringen eines Clips an einer Außenumfangsseite des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts, insbesondere an einer Clipaufnahme des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts; insbesondere mittels Führens des Clips in Steckrichtung in die Kontaktvorrichtung und auf den zentralen Kontakt oder Koaxialkontakt.
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Die vorbestimmte Fixierposition ist nicht auf eine einzelne geometrische Position beschränkt, sondern kann insbesondere einen Bereich umfassen, insbesondere einen im Wesentlichen in Axialrichtung und/oder Montagerichtung und/oder Steckrichtung begrenzten Bereich, entlang dem der zumindest eine zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt an oder in der Kontaktvorrichtung bewegbar ist. Die Fixierposition ist insbesondere eine Position, welche im fixierten Zustand des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts begrenzt ist, und welche in einem gelösten Zustand des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts nur teilweise begrenzt, beispielsweise einseitig in Axialrichtung begrenzt ist, oder nicht begrenzt ist, beispielsweise beidseitig in Axialrichtung nicht begrenzt ist.
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Die Fixierposition kann insbesondere im Wesentlichen in Montagerichtung und/oder in Axialrichtung, also insbesondere im Wesentlichen entgegen der Steckrichtung, durch einen Anschlag zwischen einem Montagevorsprung des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts und einem Anschlagsvorsprung des Kontaktkörpers begrenzt sein.
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Ist der Clip an einer vorbestimmten Clipaufnahme des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts angeordnet, kann die Fixierposition insbesondere im Wesentlichen entgegen der Montagerichtung und/oder Axialrichtung, also insbesondere im Wesentlichen in Steckrichtung, durch einen Anschlag zwischen dem Clip und einem Fixiervorsprung des Kontaktkörpers begrenzt sein.
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Dadurch ist der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt vorteilhaft sicher in der Fixierposition an und insbesondere zumindest abschnittsweise in der Kontaktvorrichtung festlegbar.
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Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Verfahren zum Lösen eines zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts von einem Steckverbinder, insbesondere eines Steckverbinders wie vorliegend beschrieben, wobei das Verfahren die Schritte umfasst, insbesondere in dieser Reihenfolge:
- - Führen eines Werkzeugs in Steckrichtung des Steckverbinders in die Kontaktvorrichtung, und
- - Lösen der Anbindung oder Fixierung des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts an der Kontaktvorrichtung.
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Das Verfahren zum Lösen des Koaxialkontakts von einem Steckverbinder kann ferner insbesondere einen Schritt des Entfernens des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts von der Kontaktvorrichtung umfassen, beispielsweise mittels Herausziehens des zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts, insbesondere im Wesentlichen entgegen der Montagerichtung und/oder in Steckrichtung.
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Das Lösen der Anbindung oder Fixierung kann insbesondere ein rückstellfähiges Auslenken des Clips, insbesondere ein elastisch rückstellfähiges Auslenken eines oder mehrerer Federhaken des Clips nach radial innen, umfassen. Durch das rückstellfähige Auslenken des Clips ist die Fixierposition insbesondere nicht mehr durch den Clip entgegen der Montagerichtung und/oder Axialrichtung, also insbesondere im Wesentlichen in Steckrichtung, nicht mehr begrenzt.
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Das Werkzeug kann beispielsweise im Wesentlichen hohlzylinderförmig oder rohrförmig gebildet sein. Das Werkzeug kann insbesondere eine Erstreckung entlang der Axialrichtung aufweisen, welche größer ist als eine Erstreckung der Kontaktvorrichtung entlang der Axialrichtung.
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Optional kann das Werkzeug, insbesondere an einem Ende in Axialrichtung, geschlossen sein, einen radial einwärts gerichteten Vorsprung, und/oder einen oder mehrere radial einwärts gerichtete Widerhaken umfassen.
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Das Werkzeug kann nach dem Führen in Steckrichtung in die Kontaktvorrichtung, und nach dem Lösen der Anbindung oder Fixierung beispielsweise entgegen dem vorherigen Führen bewegt werden, also im Wesentlichen entgegen der Steckrichtung zurückgezogen werden, oder in Steckrichtung durchgeführt werden, insbesondere durch die Öffnung der Leiterplatte hindurch.
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Dadurch wird der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt vorteilhaft einfach gelöst und ist insbesondere entgegen der Montagerichtung von der Kontaktvorrichtung entfernbar. Ist das Werkzeug an einem axialen Ende geschlossen, und/oder weist einen radial einwärts gerichteten Vorsprung oder Widerhaken auf, ist der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt vorteilhaft einfach mit dem Werkzeug durch die Öffnung der Leiterplatte hindurch von der Kontaktvorrichtung entfernbar.
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Beispielhafte, bevorzugte und alternative Ausführungsformen des Aspekts betreffend das Verfahren zum Lösen eines zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts von einem Steckverbinder, sowie deren Effekte, können insbesondere denen entsprechen, wie zu den Aspekten betreffend den Steckverbinder und/oder dem Aspekt betreffend das Verfahren zur Herstellung eines Steckverbinders erläutert, und umgekehrt.
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Im Folgenden werden Ausführungsformen der Erfindung anhand der beiliegenden Figuren näher beschrieben. Es versteht sich, dass die vorliegende Erfindung nicht auf diese Ausführungsformen beschränkt sind, und dass einzelne Merkmale der Ausführungsformen im Rahmen der beiliegenden Ansprüche zu weiteren Ausführungsformen kombiniert werden können.
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Es zeigt:
- 1a eine perspektivische Ansicht eines Steckverbinders, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- 1b eine Schnittansicht eines Steckverbinders, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- 2a eine Schnittansicht eines Steckverbinders, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- 2b eine Schnittansicht eines Steckverbinders, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- 3a einen Koaxialkontakt, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- 3b einen Koaxialkontakt, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- 3c einen Clip, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- 4a einen Kontaktpin, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- 4b einen Koaxialkontakt, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- 4c eine Schnittansicht eines Koaxialkontakts, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
- 5 ein Flussdiagramm eines Verfahrens zur Herstellung eines Steckverbinders, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung; und
- 6 ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Lösen eines Koaxialkontakts von einem Steckverbinder, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
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1a zeigt eine perspektivische Ansicht eines Steckverbinders 1, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
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1b zeigt eine Schnittansicht eines Steckverbinders 1, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Der in 1b gezeigte Steckverbinder 1 kann insbesondere dem in 1a gezeigten Steckverbinder 1 entsprechen. Die Schnittansicht in 1b gibt insbesondere einen Schnitt in einer Ebene wieder, welche sich im Wesentlichen senkrecht zur Axialrichtung A, und/oder zur Steckrichtung S, und/oder zur Montagerichtung M erstreckt.
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2a zeigt eine Schnittansicht eines Steckverbinders 1, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Schnittansicht in 2a gibt insbesondere einen Schnitt in einer Ebene wieder, welche sich im Wesentlichen in Axialrichtung A und in Radialrichtung R erstreckt, wobei die Axialrichtung A im Wesentlichen parallel zur Steckrichtung S und/oder zur Montagerichtung M sein kann. Der in 2a gezeigte Steckverbinder 1 kann insbesondere dem in den 1a und 1b gezeigten Steckverbinder 1 entsprechen.
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2b zeigt eine Schnittansicht eines Steckverbinders 1, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Schnittansicht in 2b gibt insbesondere einen Schnitt in einer Ebene wieder, welche sich im Wesentlichen in Axialrichtung A und in Radialrichtung R erstreckt, wobei die Axialrichtung A im Wesentlichen parallel zur Steckrichtung S und/oder zur Montagerichtung M sein kann. Der in 2b gezeigte Steckverbinder 1 kann insbesondere dem in den 1a, 1b und 2a gezeigten Steckverbinder 1 entsprechen, wobei an den in den 2a und 2b gezeigten Kontaktvorrichtungen 30 des Steckverbinders 1 insbesondere voneinander verschiedene zentrale Kontakte 50, insbesondere Koaxialkontakte 50, angeordnet sind.
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Wie durch die 1a bis 2b gezeigt, weist der Steckverbinder 1 insbesondere eine Leiterplatte 10 auf, an deren in Axialrichtung A oberen Seite ein Steckverbinderkörper 20 angeordnet ist.
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Der Steckverbinderkörper 20 ist insbesondere im Wesentlichen hohlzylindrisch oder mit anderen Worten rohrförmig ausgebildet, wobei der Steckverbinderkörper 20, wie in den Figuren verdeutlicht, nicht auf eine streng runde Form beschränkt ist.
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Der Steckverbinderkörper 20 weist an einer der Leiterplatte 10 zugewandten Seite, also an einer in Axialrichtung A unteren Seite mehrere Befestigungsabschnitte 22 auf, welche sich insbesondere weiter in Axialrichtung A nach unten erstrecken, als der restliche Steckverbinderkörper 20. Der Steckverbinderkörper 20 kann beispielsweise zwei, drei, vier, fünf, sechs oder mehr Befestigungsabschnitte 22 aufweisen, welche insbesondere im Wesentlichen in Umfangrichtung U verteilt an dem Steckverbinderkörper 20 angeordnet sind.
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Zwischen zwei im Wesentlichen in Umfangsrichtung U benachbarten Befestigungsabschnitten 22 sind insbesondere Rücksprünge in Axialrichtung A ausgebildet.
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Mittels der Befestigungsabschnitte 22 ist der Steckverbinderkörper 20 vorteilhaft genau an der Leiterplatte 10 fixierbar. Gleichzeitig kann eine Zugänglichkeit und/oder optische Überprüfbarkeit eines Kontaktbereichs der Leiterplatte 10, in dem die Kontaktpins 40 die Leiterplatte 10 kontaktieren, sichergestellt werden.
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Der Steckverbinderkörper 20 kann beispielsweise mittels Befestigungsmitteln 23, welche im Bereich der Befestigungsabschnitte 22 angeordnet sind, formschlüssig und/oder reibschlüssig an der Leiterplatte 10 fixiert sein. Alternativ oder zusätzlich kann der Steckverbinderkörper 20 stoffschlüssig mit der Leiterplatte 10 verbunden sein, beispielsweise mittels Löten, insbesondere Reflow-Löten.
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Die Befestigungsmittels 23 können beispielsweise elastisch rückstellfähige und insbesondere lötbare Fixierstifte umfassen, welche ausgebildet sind im Wesentlichen in Axialrichtung A elastisch rückstellfähig in die Leiterplatte 10 einzugreifen.
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Der Steckverbinderkörper 20 kann insbesondere eine erste Codierung 24 aufweisen, welche beispielsweise an einer Innenumfangsseite des Steckverbinderkörpers 20 angeordnet sein kann, und sich insbesondere im Wesentlichen parallel zur Axialrichtung A und/oder zur Steckrichtung S erstrecken kann.
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Die Codierung 24 ist insbesondere ausgebildet, mit einer komplementären Codierung eines zum Steckverbinder 1 komplementären Steckverbinders bei einem Koppeln zur elektrisch leitfähigen Kontaktierung in Eingriff zu gelangen. Dadurch kann vorteilhaft eine vorbestimmte relative Ausrichtung zwischen dem Steckverbinder 1 und einem dazu komplementären Steckverbinder 1 sichergestellt werden.
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Ferner kann der Steckverbinderkörper 20 insbesondere Fixiermittel 26, wie beispielsweise eine Fixieraufnahme 26 aufweisen. Die Fixieraufnahme 26 kann insbesondere einen Rücksprung oder mit anderen Worten eine Nut umfassen, welche insbesondere im Wesentlichen in Radialrichtung R von einer Innenumfangsseite des Steckverbinderkörpers 20 und/oder einer Außenumfangsseite des Steckverbinderkörpers 20 zurückspringt.
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Die Fixieraufnahme 26 kann in Umfangsrichtung U verteilt an dem Steckverbinderkörper 20 ausgebildet sein, oder im Wesentlichen durchgängig in Umfangsrichtung U an dem Steckverbinder 20 ausgebildet sein, insbesondere abgesehen von möglichen Vor- oder Rücksprüngen durch Codierungen, wie beispielsweise der ersten Codierung 24.
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Die Fixieraufnahme 26 stellt eine vorteilhafte und insbesondere geschützte, insbesondere berührgeschützte Nut dar, zur Befestigung eines komplementären Steckverbinders an dem Steckverbinderkörper 20.
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Der Steckverbinderkörper 20 ist insbesondere elektrisch leitfähig ausgebildet, und umgibt die Kontaktvorrichtung 30 in Radialrichtung R. Dadurch stellt der Steckverbinderkörper 20 vorteilhaft eine Schirmung für die Kontaktvorrichtung 30 bzw. für die darin angeordneten Kontakte bereit.
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Die Kontaktvorrichtung 30 kann insbesondere im Wesentlichen hohlzylindrisch oder rohrförmig ausgebildet sein, wobei die Kontaktvorrichtung 30 in ihrem sich im Wesentlichen in Umfangsrichtung U und in Axialrichtung A erstreckenden Kontaktkörper 31 mehrere erste Kontaktaufnahmen 32 zur Aufnahme jeweils eines Kontaktpins 40 aufweist. Am radialen Zentrum der Kontaktvorrichtung 30 ist insbesondere eine zweite Kontaktaufnahme 34 ausgebildet, zur Anordnung oder Fixierung eines zentralen Kontakts 50 oder Koaxialkontakts 50 an oder in der Kontaktvorrichtung 30. Obwohl in den Figuren nur eine einzelne zweite Kontaktaufnahme 34 dargestellt ist, kann in beispielhaften Ausführungsformen des Steckverbinders 1 die Kontaktvorrichtung 30 mehrere zweite Kontaktaufnahmen, zur Anordnung oder Fixierung jeweils eines zentralen Kontakts 50 oder Koaxialkontakts 50 an oder in der Kontaktvorrichtung 30 aufweisen. Sind mehrere zentrale Kontakte 50 oder Koaxialkontakte 50 an oder in der Kontaktvorrichtung 30 montierbar, kann die Kontaktvorrichtung 30 insbesondere eine vergleichsweise reduzierte Anzahl an ersten Kontaktaufnahmen 32 zur Aufnahme jeweils eines Kontaktpins 40 aufweisen.
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Dadurch kann vorteilhaft eine vorbestimmte Steckverbindergeometrie, also insbesondere ein vorbestimmter Durchmesser des Steckverbinders 1, mittels der Kontaktvorrichtung 30 sichergestellt werden.
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Die Kontaktvorrichtung 30 ist insbesondere in Radialrichtung R innerhalb dem Steckverbinderkörper 20 angeordnet. Die Kontaktvorrichtung 30 kann insbesondere einen Anschlagsvorsprung 33 aufweisen, welcher in Radialrichtung R nach außen von dem Kontaktkörper 31 vorspringt. Der Anschlagsvorsprung 33 ist insbesondere mit einem komplementären Anschlag 28 des Steckverbinderkörpers 20 im Wesentlichen in Axialrichtung A und/oder in Steckrichtung S im Anschlag.
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Der Kontaktkörper 31 kann ferner insbesondere eine zweite Codierung 38 aufweisen, welche sich insbesondere im Wesentlichen in Radialrichtung R nach außen erstreckt. Die zweite Codierung 38 weist insbesondere eine Erstreckung in Radialrichtung R nach außen auf, welche größer ist als eine Erstreckung des Anschlagsvorsprungs 33 in Radialrichtung nach außen.
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Dadurch kann vorteilhaft eine vorbestimmte Montageposition zwischen dem Steckverbinderkörper 20 und der Kontaktvorrichtung 30 bzw. dessen Kontaktkörper 31 sichergestellt werden. Insbesondere kann eine vorbestimmte relative Positionierung des Steckverbinders 20 relativ zur Kontaktvorrichtung 30 in Umfangsrichtung U sichergestellt werden.
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Ferner kann der Kontaktkörper 31 insbesondere eine dritte Codierung 39 aufweisen, welche beispielsweise eine im Wesentlichen in Radialrichtung R nach innen gerichtete Ausnehmung umfasst. Die dritte Codierung 39 ist insbesondere ausgebildet, mit einem komplementären Vorsprung eines zum Steckverbinder 1 komplementären Steckverbinders in Eingriff zu gelangen. Dadurch kann vorteilhaft eine ungewollte Kopplung oder Kontaktierung mit einem ungeeigneten anderen Steckverbinder vorteilhaft vermieden werden.
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Die Kontaktvorrichtung 30 kann insbesondere mittels der mehreren Kontaktpins 40, wobei insbesondere jeweils ein Kontaktpin 40 in jeweils einer ersten Kontaktaufnahme 32 angeordnet ist, an der Leiterplatte 10 befestigt sein, insbesondere stoffschlüssig befestig sein, beispielsweise mittels Löten, insbesondere mittels Reflow-Löten.
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Die in der Kontaktvorrichtung 30 angeordneten Kontaktpins 40 können insbesondere mit einem die Leiterplatte 10 kontaktierenden Teil 41 mit der Leiterplatte 10 verbunden sein. Optional können die die Leiterplatte 10 kontaktierenden Teile 41 von einer der Kontaktvorrichtung 30 abgewandten Seite von der Leiterplatte 10 vorragen.
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Dadurch sind die Kontaktpins 40 vorteilhaft einfach mit der Leiterplatte 10 verlötbar, also insbesondere von einer in Axialrichtung A unteren Seite der Leiterplatte 10, oder mit anderen Worten einer dem Steckverbinderkörper 20 und/oder der Kontaktvorrichtung 30 gegenüberliegenden Seite der Leiterplatte 10, mit der Leiterplatte 10 verlötbar.
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3a zeigt einen zentralen Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Der in 3a gezeigte Koaxialkontakt 50 kann insbesondere dem Koaxialkontakt 50 entsprechen, wie in den 1a, 1b und 2a gezeigt.
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3b zeigt einen zentralen Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Der in 3b gezeigte Koaxialkontakt 50 kann insbesondere dem Koaxialkontakt 50 entsprechen, wie in den 1a, 1b, 2a und 3a gezeigt. Der in 3b gezeigte Koaxialkontakt 50 kann insbesondere dem in 3a gezeigten entsprechen, jedoch ohne am Koaxialkontakt 50 angeordneten Clip 70.
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4b zeigt einen zentralen Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Der in 4b gezeigte Koaxialkontakt 50 kann insbesondere dem Koaxialkontakt 50 entsprechen, wie in den 1a, 1b, und 2b gezeigt.
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4c zeigt eine Schnittansicht eines zentralen Kontakts 50 oder Koaxialkontakts 50, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die Schnittebene der in 4c gezeigten Schnittansicht erstreckt sich insbesondere im Wesentlichen parallel zur Axialrichtung A und zur Radialrichtung R. Die Axialrichtung A kann insbesondere im Wesentlichen parallel zur Steckrichtung S sein, insbesondere entgegengesetzt parallel. Der in 4c gezeigte Koaxialkontakt 50 kann insbesondere dem Koaxialkontakt 50 entsprechen, wie in den 1a, 1b, 2b und 4b gezeigt.
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3c zeigt einen Clip 70, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Der in 3c gezeigte Clip 70 kann insbesondere dem Clip 70 entsprechen, wie in den 1a, 1b, 2a, 2b, 3a, 4b und 4c gezeigt.
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Wie durch die 1a, 1b, 2a, 2b, 3a, 3b, 3c, 4b und 4c gezeigt, ist die zweite Kontaktaufnahme 34 der Kontaktvorrichtung 30 insbesondere ausgebildet einen, also insbesondere genau einen zentralen Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50 zumindest abschnittsweise aufzunehmen. Insbesondere kann der zentrale Kontakt oder Koaxialkontakt 50 in einem an der Kontaktvorrichtung 30 montierten Zustand durch die Öffnung 12 der Leiterplatte 10 vorragen, insbesondere im Wesentlichen entgegen der Montagerichtung M.
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Die zweite Kontaktaufnahme 34 bildet insbesondere eine Durchgangsöffnung, welche radial innerhalb der ersten Kontaktaufnahmen 32 des Kontaktkörpers 31 angeordnet ist.
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Die zweite Kontaktaufnahme 34 kann insbesondere einen Anschlagsvorsprung 36 aufweisen, welcher in Radialrichtung R nach innen von der zweiten Kontaktaufnahme 34 vorspringt.
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Der Anschlagsvorsprung 36 ist insbesondere ausgebildet mit einem Montagevorsprung 56 im Wesentlichen in Axialrichtung A und/oder in Montagerichtung M in Anschlag zu gelangen, wenn der zentrale Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50 in Montagerichtung M in die zweite Kontaktaufnahme 34 geführt wird. Der Montagevorsprung 56 springt insbesondere im Wesentlichen in Radialrichtung R nach außen von dem zentralen Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50 vor.
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Der Anschlag zwischen Anschlagsvorsprung 36 und Montagevorsprung 56 ist insbesondere ausgebildet, eine Bewegung des zentralen Kontakts 50 oder Koaxialkontakts 50 in Montagerichtung M und/oder in Axialrichtung A über den Anschlag hinaus zu blockieren. Dadurch ist zentrale Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50 vorteilhaft in einer vorbestimmten Fixierposition an bzw. in der zweiten Kontaktaufnahme 34 positionierbar.
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Der zentrale Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50 kann insbesondere eine Clipaufnahme 53 aufweisen. Die Clipaufnahme 53 umfasst insbesondere entlang der Axialrichtung A einen in Radialrichtung R nach innen abgesetzten Abschnitt des zentralen Kontakts 50 oder Koaxialkontakts 50. Die Clipaufnahme 53 ist an einer in Axialrichtung A und/oder in Montagerichtung M vorderen Seite insbesondere durch einen Stützvorsprung 57 begrenzt, welcher sich in Radialrichtung R weiter nach außen erstreckt, als die Clipaufnahme 53. An einer in Axialrichtung A und/oder in Montagerichtung M hinteren Seite ist die Clipaufnahme 53 insbesondere durch den Montagevorsprung 56 begrenzt, welcher sich in Radialrichtung R weiter nach außen erstreckt, als die Clipaufnahme 53.
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Die Clipaufnahme 53 bildet daher vorteilhaft einen in Axialrichtung A und/oder in Montagerichtung M begrenzten Abschnitt, in dem der Clip 70 formschlüssig, insbesondere in Axialrichtung A und/oder in Montagerichtung beidseitig formschlüssig, an dem zentralen Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50 haltbar ist. Durch die Clipaufnahme 53 kann daher vorteilhaft sichergestellt werden, dass der Clip 70 an einer vorbestimmten Relativposition gegenüber dem zentralen Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50, insbesondere an einer Außenumfangsseite des zentralen Kontakts 50 oder Koaxialkontakts 50, gehalten ist.
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Wird der zentrale Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50 in einem montierten Zustand entgegen Montagerichtung M bewegt, wird diese Bewegung vorteilhaft durch einen Anschlag eines oder mehrere Federhaken 72 des Clips 70 gegen einen Fixiervorsprung 37 der zweiten Kontaktaufnahme 34 begrenzt. Der Fixiervorsprung 37 ist insbesondere ein im Wesentlichen in Radialrichtung R nach innen vorspringender Vorsprung des Kontaktkörpers 31. Der Clip 70 wird bei diesem Anschlag vorteilhaft insbesondere durch den Stützvorsprung 57 des zentralen Kontakts 50 oder Koaxialkontakts 50 gestützt.
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Dadurch ist der zentrale Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50 im montierten Zustand vorteilhaft sicher an der Kontaktvorrichtung 30 fixiert. Wird der Anschlag des Clip 70 relativ zum Fixiervorsprung 37 nicht gelöst, bildet der montierte Zustand des zentralen Kontakts 50 oder Koaxialkontakts 50 insbesondere eine nicht-beschädigungsfreie oder nicht-zerstörungsfreie Fixierung oder Anordnung des zentralen Kontakts 50 oder Koaxialkontakts 50 an der Kontaktvorrichtung 30.
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Wird der Anschlag des Clips 70 relativ zum Fixiervorsprung 37 gelöst, beispielsweise durch eine elastisch rückstellfähige Auslenkung oder Verformung der Federhaken 72 des Clips 70, bildet der montierte Zustand des zentralen Kontakts 50 oder Koaxialkontakts 50 insbesondere eine beschädigungsfrei, und insbesondere zerstörungsfrei lösbare Fixierung oder Anordnung des zentralen Kontakts 50 oder Koaxialkontakts 50 an der Kontaktvorrichtung 30.
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Ist der Clip 70 nicht schon vor dem Führen des zentralen Kontakts 50 oder Koaxialkontakts 50 in die zweite Kontaktaufnahme 34 an der Clipaufnahme 53 des zentralen Kontakts 50 oder Koaxialkontakts 50 angeordnet, und wird zusammen mit dem zentralen Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50 eingeführt, kann der Clip 70 insbesondere im Wesentlichen in Steckrichtung S, in die zweite Kontaktaufnahme 34 hinein, und auf die Clipaufnahme 53 des zentralen Kontakts 50 oder Koaxialkontakts 50 geführt werden.
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Der zentrale Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50 kann insbesondere im Bereich des Montagevorsprungs 56, also insbesondere am Montagevorsprung 56, den größten Durchmesser aufweisen. Der Durchmesser des Stützvorsprungs 57 ist insbesondere kleiner als der Durchmesser des Montagevorsprungs 56. Der Stützvorsprung 57 ist in Axialrichtung A und/oder in Montagerichtung M weiter vorne ausgebildet, als der Montagevorsprung 56. Die Clipaufnahme 53, welche sich axial im Wesentlichen zwischen dem Montagevorsprung 56 und dem Stützvorsprung 57 erstreckt, weist insbesondere einen Durchmesser auf, welcher kleiner ist als ein Durchmesser des Montagevorsprungs 56 und welcher kleiner ist als ein Durchmesser des Stützvorsprungs 57.
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Der Montagevorsprung 56 kann, ohne darauf beschränkt zu sein, einen Durchmesser von etwa 3,8 mm bis etwa 5,0 mm aufweisen, insbesondere von etwa 4,1 mm bis etwa 4,8 mm. Der Stützvorsprung 57 kann, ohne darauf beschränkt zu sein, einen Durchmesser von etwa 3,4 mm bis etwa 4,3 mm aufweisen, insbesondere von etwa 3,7 mm bis etwa 4,1 mm. Die Clipaufnahme 53 kann, ohne darauf beschränkt zu sein, einen Durchmesser von etwa 2,7 mm bis etwa 4,0 mm aufweisen, insbesondere von etwa 3,0 mm bis etwa 3,7 mm.
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An einem in Axialrichtung A und/oder in Montagerichtung M vorderen Ende kann der zentrale Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50 insbesondere eine erste Leiteraufnahme 51 aufweisen.
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Die erste Leiteraufnahme 51 kann, wie durch die 2a, 2b 3a, 3b, 4b und 4b gezeigt, eine Aufnahme zur Anordnung eines komplementären Leiters in Steckrichtung S bilden. Die erste Leiteraufnahme 51 kann dabei beispielsweise mehrere elastisch rückstellfähige erste Leiteraufnahmezinken umfassen.
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In beispielhaften Ausführungsformen kann der zentrale Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50 insbesondere eine zweite Leiteraufnahme 55 radial innerhalb der ersten Leiteraufnahme 51 aufweisen. Die zweite Leiteraufnahme 55 kann insbesondere mehrere elastisch rückstellfähige zweite Leiteraufnahmezinken umfassen.
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Wie durch die 2a, 2b, 3a, 3b, 4b und 4c verdeutlicht, sind durch die verschiedenen montierbaren zentralen Kontakte 50 oder Koaxialkontakte 50 vorteilhaft verschiedene komplementäre Leiter von komplementären Steckverbindern mit dem Steckverbinder 1 elektrisch leitfähig kontaktierbar.
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An einem in Axialrichtung A und/oder in Montagerichtung M hinteren Ende kann der zentrale Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50 insbesondere eine dritte Leiteraufnahme 58 aufweisen.
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Die dritte Leiteraufnahme 58 kann, wie durch die 2a, 2b 3a, 3b, 4b und 4b gezeigt, eine Aufnahme zur Anordnung eines komplementären Leiters 60 entgegen der Steckrichtung S bilden.
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Wie beispielhaft in den 2b und 4b gezeigt, kann die dritte Leiteraufnahme 58 einen insbesondere einschraubbaren Einsatz 59 aufweisen, beispielsweise zur Befestigung einer Schirmung eines insbesondere freigelegten Leiters 60, welcher mit der dritten Leiteraufnahme 58 verbindbar und elektrisch leitfähig kontaktierbar ist. Die Schirmung des insbesondere freigelegten Leiters 60 kann insbesondere durch den einschraubbaren Einsatz 59 reversibel mit einer Schirmung des zentralen Kontakts 50 oder Koaxialkontakts 50 verbindbar sein bzw. verbunden sein.
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Ferner kann die Schirmung des insbesondere freigelegten Leiters 60 insbesondere mit der Schirmung, welche der zentrale Kontakts 50 oder Koaxialkontakt 50 aufweist, verbunden sein, insbesondere vercrimpt und/oder verlötet sein.
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Wie beispielhaft in 2a gezeigt, kann die dritte Leiteraufnahme 58 an einer Außenumfangsseite eine stufenförmige Kontur umfassen, beispielsweise zur Befestigung einer Isolierung eines Kabels, welches mit der dritten Leiteraufnahme 58 verbindbar und elektrisch leitfähig kontaktierbar ist.
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Der zentrale Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50 kann, insbesondere im Bereich einer der Leiteraufnahmen 51, 55, 58 mit einem komplementären Leiter verlötbar bzw. verlötet sein.
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Wie ferner beispielhaft durch die 2a, 3a und 3b gezeigt, kann der zentrale Kontakt 50 oder Koaxialkontakt 50 an einem in Axialrichtung A vorderen Ende eine im Wesentlichen in Umfangsrichtung U umlaufende Nut 52 aufweisen, beispielsweise zur Anordnung eines Rings 5, wie beispielsweise eines Typisierungsrings mit einer vorbestimmten optisch sichtbaren Kennzeichnung, oder eines einen O-Ring.
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Wie durch die 2a, 2b, 3a, 3b, 4b und 4c verdeutlicht, sind durch die verschiedenen montierbaren zentralen Kontakte 50 oder Koaxialkontakte 50 vorteilhaft verschiedene komplementäre Leiter von komplementären Steckverbindern mit dem Steckverbinder 1 elektrisch leitfähig kontaktierbar.
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Der Clip 70, wie insbesondere in 3c gezeigt, kann insbesondere im Wesentlichen eine gebogene Plattenform aufweisen, wobei sich mehrere, beispielsweise einander gegenüberliegend, Federhaken 72 nach radial außen von einem Clipkörper 74 abspreizen. Der Clipkörper 74 des Clips 70 bildet insbesondere einen im Wesentlichen rohrförmigen Grundkörper, welche im Querschnitt im Wesentlichen C-förmig geformt oder ausgebildet ist.
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Die Federhaken 72 weisen entgegen der Axialrichtung A insbesondere eine zunehmende Abspreizung in Radialrichtung R nach außen auf. Die Federhaken 72 können insbesondere an einem in Axialrichtung A vorderen Ende des Clips 70 mit dem Clipkörper 74 verbunden sein. Ferner können die Federhaken 72 insbesondere an einem in Axialrichtung hinteren Ende von dem Clipkörper 74 getrennt sein.
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Im Querschnitt, insbesondere in einem Querschnitt quer zur Axialrichtung A, kann der Clip 70 insbesondere im Wesentlichen C-förmig gebildet sein. Mit anderen Worten kann der Clip 70 insbesondere eine im Wesentlichen rohrförmige Form aufweisen, wobei die Rohrwand der rohrförmigen Form an einer Stelle in Umfangsrichtung U entlang der Axialrichtung A vollständig durchtrennt ist. Mit weiter anderen Worten kann der Clip 70 im Querschnitt insbesondere eine im Wesentlichen kreisförmige Form aufweisen, wobei der Kreis nicht in Umfangsrichtung U geschlossen ist, sondern insbesondere zwei in Umfangsrichtung U aneinander angrenzende Enden aufweist.
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Durch den im Wesentlichen C-förmigen Querschnitt des Clips 70, ist der Innendurchmesser des Clips 70 vorteilhaft einfach elastisch rückstellfähig anpassbar, insbesondere zur Anordnung des Clips 70 an der Clipaufnahme 53 des zentralen Kontakts 50 oder Koaxialkontakts 50.
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4a zeigt einen Kontaktpin 40, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Der in 4a gezeigte Kontaktpin 40 kann insbesondere dem Kontaktpin 40 entsprechen, wie in den 1a, 1b, 2a und 3a gezeigt.
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Wie in 4a gezeigt, kann der Kontaktpin 40 insbesondere im Wesentlichen stiftförmig gebildet sein. Der Kontaktpin 40 weist insbesondere einen Kontaktpinkörper 42 auf, welcher sich im Wesentlichen in Axialrichtung A erstreckt.
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An einem in Axialrichtung A vorderen Ende des Kontaktpinkörpers 42 weist der Kontaktpin 40 insbesondere eine Leiteraufnahme 45 auf. Die Leiteraufnahme 45 kann insbesondere eine oder mehrere Nuten 46 aufweisen, welche die Leiteraufnahme 45 in Umfangsrichtung U in mehrere Leiteraufnahmezinken unterteilen, welche insbesondere elastisch rückstellfähig ausgebildet sind. Die Leiteraufnahme 45 ist insbesondere ausgebildet, in Steckrichtung S von einem komplementären Steckverbinder elektrisch leitfähig und insbesondere körperlich kontaktiert zu werden. Dadurch ist der Kontaktpin 40 vorteilhaft zuverlässig kontaktierbar.
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Der Kontaktpinkörper 42 kann insbesondere einen oder mehrere Fixiervorsprünge 43, 44 aufweisen, welche im Wesentlichen in Radialrichtung R von dem Kontaktpinkörper 42 vorspringen. Der eine oder die mehreren Fixiervorsprünge 43, 44 können insbesondere etwa 0,2 mm bis etwa 0,05 mm, insbesondere etwa 0,15 mm bis etwa 0,08 mm von dem Kontaktpinkörper 42 vorspringen. Dadurch können die Fixiervorsprünge 43, 44 vorteilhaft eine Übermaßpassung mit der ersten Kontaktaufnahme 32 der Kontaktvorrichtung 30 ausbilden, so dass die Kontaktpins 40 vorteilhaft reibschlüssig an der Kontaktvorrichtung 30 befestigt bzw. befestigbar sind.
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Ferner kann der Kontaktpin 40 an einem in Axialrichtung A hinteren Ende des Kontaktpinkörpers 42 einen die Leiterplatte 10 kontaktierenden Teil 41 aufweisen. Der die Leiterplatte 10 kontaktierende Teil 41 kann insbesondere einen geringeren Durchmesser, also insbesondere Außendurchmesser aufweisen, als der Kontaktpinkörper 42. Der Kontaktpinkörper 42 kann beispielsweise einen Durchmesser, also insbesondere Außendurchmesser aufweisen, welcher im Bereich von etwa 1,2 mm bis etwa 2,0 mm liegt. Der die Leiterplatte 10 kontaktierende Teil 41 kann beispielsweise einen Durchmesser, also insbesondere Außendurchmesser aufweisen, welcher im Bereich von etwa 0,4 mm bis etwa 1,0 mm liegt.
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Dadurch ist der Kontaktpin 40 vorteilhaft zur Übertragung vergleichsweise niederfrequenter elektrischer Signale ausgebildet.
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5 zeigt ein Flussdiagramm eines Verfahrens zur Herstellung eines Steckverbinders 1, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Der Steckverbinder 1, wie durch das Verfahren zur Herstellung des Steckverbinders 1 gebildet, bezieht sich insbesondere auf einen Steckverbinder 1 wie hierin beschrieben, und wie insbesondere in den 1a, 1b, 2a und 2b gezeigt.
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Das Verfahren, wie in 5 gezeigt, kann insbesondere die folgenden Schritte umfassen, insbesondere in dieser Reihenfolge:
- S10: Bereitstellen einer Leiterplatte 10 mit einem Durchgangsloch 12;
- S20: Bereitstellen eines Steckverbinderkörpers 20;
- S30: Fixieren des Steckverbinderkörpers 20 an der Leiterplatte 10;
- S40: Bereitstellen einer elektrisch leitfähig kontaktierbaren Kontaktvorrichtung 30, welche mehrere Kontaktpins 40 umfasst;
- S50: Anordnen der Kontaktvorrichtung 30 an dem Steckverbinderkörper 20, derart, dass zumindest ein Koaxialkontakt 50 durch das Durchgangsloch 12 an der Kontaktvorrichtung 30 montierbar ist; und
- S60: Anordnen des Koaxialkontakts 50 an der Kontaktvorrichtung 30.
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Der Schritt S60 kann insbesondere ein optionaler Schritt sein, so dass mit den Schritten S10 bis S50 insbesondere ein Steckverbinder 1 gebildet ist, an dem ein Koaxialkontakt 50 anordenbar oder montierbar ist.
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Der Schritt S30 kann insbesondere ein Löten des Steckverbinderkörpers 20 an die Leiterplatte 10 umfassen, insbesondere ein Reflow-Löten.
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Der Schritt S50 kann insbesondere ein Verbinden der Kontaktpins 40 mit der Leiterplatte 10 umfassen, insbesondere ein stoffschlüssiges Verbinden der Kontaktpins 40 mit der Leiterplatte 10, beispielsweise mittels Löten, insbesondere mittels Reflow-Löten.
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Der Schritt S60 kann insbesondere ein Anbringen eines Clips 70 an einer Außenumfangsseite des Koaxialkontakts 50, entweder vor einem Führen des Koaxialkontakts 50 in die Kontaktvorrichtung 30, oder nach einem Führen des Koaxialkontakts 50 in die Kontaktvorrichtung 30, umfassen.
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6 zeigt ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Lösen eines zentralen Kontakts oder Koaxialkontakts 50 von einem Steckverbinder 1, gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Der Steckverbinder 1 und der Koaxialkontakt 50, wie in 6 beschrieben, bezieht sich jeweils insbesondere auf einen Steckverbinder 1 und/oder einen Koaxialkontakt 50, wie hierin beschrieben, und wie insbesondere in den 1a, 1b, 2a, 2b, 3a, 3b, 4b und 4c gezeigt.
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Das Verfahren, wie in 5 gezeigt, kann insbesondere die folgenden Schritte umfassen, insbesondere in dieser Reihenfolge:
- S110: Führen eines Werkzeugs in Steckrichtung S des Steckverbinders 1 in die Kontaktvorrichtung 30; und
- S120 Lösen der Anbindung des Koaxialkontakts 50 an der Kontaktvorrichtung 30.
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Der Schritt S120 kann insbesondere ein elastisch rückstellfähiges Auslenken oder Verformen eines Clips 70, und insbesondere dessen Federhaken 72, in Radialrichtung R nach innen umfassen, insbesondere derart, dass der Clip 70 bzw. dessen Federhaken 72 nicht in einer Flucht in Axialrichtung A und/oder in Montagerichtung M und/oder in Steckrichtung S mit einem Fixiervorsprung 37 der Kontaktvorrichtung 30 ist bzw. sind.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Steckverbinder
- 5
- Ring
- 10
- Leiterplatte
- 12
- Öffnung, Durchgangsloch
- 20
- Steckverbinderkörper
- 22
- Befestigungsabschnitt
- 23
- Befestigungsmittel
- 24
- erste Codierung
- 26
- Fixieraufnahme
- 28
- Anschlag
- 30
- Kontaktvorrichtung
- 31
- Kontaktkörper
- 32
- erste Kontaktaufnahme
- 33
- Anschlagsvorsprung
- 34
- zweite Kontaktaufnahme
- 36
- Anschlagsvorsprung
- 37
- Fixiervorsprung
- 38
- zweite Codierung
- 39
- dritte Codierung
- 40
- Kontaktpin
- 41
- die Leiterplatte kontaktierender Teil (des Kontaktpins)
- 42
- Kontaktpinkörper
- 43
- erster Fixiervorsprung
- 44
- zweiter Fixiervorsprung
- 45
- Leiteraufnahme
- 46
- Nut
- 50
- Koaxialkontakt
- 51
- erste Leiteraufnahme
- 52
- Nut
- 53
- Clipaufnahme
- 55
- zweite Leiteraufnahme
- 56
- Montagevorsprung
- 57
- Stützvorsprung
- 58
- dritte Leiteraufnahme
- 59
- Einsatz
- 60
- Leiter
- 70
- Clip
- 72
- Federhaken
- 74
- Clipkörper
- A
- Axialrichtung
- M
- Montagerichtung
- R
- Radialrichtung
- S
- Steckrichtung
- U
- Umfangsrichtung
- S10-S60
- Schritte eines Verfahrens zur Herstellung eines Steckverbinders
- S110-S120
- Schritte eines Verfahrens zum Lösen eines Koaxialkontakts von einem Steckverbinder